Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (15:00 bis 20:00

 

Ich bin davon überzeugt, in – weiß ich nicht, ich kann nicht Jahreszahlen angeben, aber in wenigen Jahren werden wir auch in Mitteleuropa Verhältnisse haben wie in der dritten Welt, dass wo es lebendige Christen sind, sind es erfüllte, vom Heiligen Geist erfüllte Christen. Und das Bild „Christsein“ wird total anders gefüllt sein. Die Vorstellung, was ein Christ ist, wird total anders sein.

Ich bin davon überzeugt, und es ist ja jetzt schon so, dass der Teil der Christenheit, weltweit gesehen, nicht auf mitteleuropäische Verhältnisse angewandt, aber weltweit, der Teil der Christenheit, die erfüllt sind vom Heiligen Geist und mit dieser Erfahrung, die wir hier beschreiben, nämlich des Betens in neuen Sprachen, ist ja der weitaus, mit Abstand der weitaus größte Teil der protestantischen Christenheit überhaupt.

Hier herrscht noch manchmal so ein Klima, dass wir so ein kleines Grüppchen irgendwie am Rande sind. Aber wenn man die Zahlen wirklich weltweit sieht, dann weiß man, dass also die Verhältnisse total anders liegen.

Und wir brauchen uns nicht zu überheben, aber es ist doch fantastisch, dass wir auf dem Wege sind wieder in normale Verhältnisse heineinzukommen, in ganz normal biblische Verhältnisse.

Judas 20 – dort finden wir auch nochmal einen Hinweis auf das Beten in Sprachen. Und auch wieder ist es so geschrieben, dass ganz offensichtlich es etwas ist, was jedem Christen gegeben ist und was er anwenden soll: Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist und erhaltet euch in der Liebe Gottes.

Judas
20 Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist,
21a und erhaltet euch in der Liebe Gottes

Betet im Heiligen Geist. Wenn wir in Sprachen beten, dann haben wir einen Austausch, eine Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist. Weil wenn wir daran denken, was Sprachenreden wirklich ist: Es ist ein Beschenkt werden vom Heiligen Geist. Es ist eine Sprache, die du ja nicht machen musst, die nicht aus deinem Verstand kommt, sondern die der Geist gibt.

Apg 2,4 – dort heißt es: Sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an zu sprechen in neuen Sprachen wie der Geist – der Heilige Geist – ihnen gab auszusprechen.

Apg 2,4
Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.

So, wenn damals beim Sprachenreden der Geist ihnen gab auszusprechen, dann glaube ich, dass heute immer noch dasselbe passiert. Sprachenreden, und das ist solch ein Wert diese Erfahrung, ist also ein ständiges Empfangen oder Beschenkt werden oder sich beschenken lassen oder durchfließen lassen des Heiligen Geistes.

Nicht, dass der Heilige Geist in Sprachen redet! Paulus sagt es ganz klar: Ich will reden.

1 Kor 14,15a
Wie soll es nun sein? Ich will mit dem Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten;

Viele haben da Probleme wenn sie in die Erfahrung hineinwollen, dann haben sie Befürchtungen, ja, es könnte ja sein, dass ich etwas selber mache. Und sie wollen natürlich nichts selber machen, weil sie Gott gefallen wollen und wissen, bei heiligen Dingen darf man nicht spaßen, also sie wollen nichts selber machen und sie haben eine Form von Offenheit, so wie sie es verstehen, die der Heilige Geist nicht gebrauchen kann.

Der Heilige Geist kooperiert mit dir und Sprachenreden ist ein Wunder. Aber nur zum Teil. Zum Teil ist es sehr, sehr natürlich. Und die Aufteilung, wie diese Kooperation mit dem Heiligen Geist stattfindet, ist denkbar schlau gemacht. Du tust das, was du tun kannst. Und der Heilige Geist tut das, was nur er tun kann.

Und wenn wir diese Aufteilung beachten und nicht versuchen, dem Heiligen Geist etwas zuzuschieben, was nur wir tun können, dann erleben wir auch diese schöne Erfahrung. Wir erleben den Fluss des Heiligen Geistes. Du hast einen Mund. Du hast Stimme und Sprachorgane und die Bibel sagt, dass du sprichst.

Nur der Inhalt der Sprache ist inspiriert vom Heiligen Geist, der wird nicht von dir produziert in deinem Verstand. Aber du sprichst in Sprachen. Paulus sagt: Ich will sprechen in Sprachen.

Und niemals wird der Heilige Geist in einer solchen Weise über dich kommen und dich zwingen, dass du oder es durch dich spricht ohne dass du willst. Das wird nicht geschehen. Weil der Heilige Geist kein Geist ist, der zwingt und der etwas auf dich stülpt und dich in etwas hineinpresst, sondern er bietet sich an, und du kannst entweder darauf eingehen und mit ihm zusammenarbeiten oder er wartet bis du diesen Punkt wirklich verstanden hast. Er wird nicht über dich herfallen und dich zwingen etwas zu tun, was du nicht tun möchtest.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (10:00 bis 15:00)

 

Aber wofür brauchen wir diese selbstgemachten Bilder wenn wir schon ein Bild von Gott haben? Wenn wir schon ein Handbuch haben – die Bibel ist doch handlich genug?! Warum müssen daraus irgendein Excerpt machen, was dann sagt: Das kennzeichnet den Prototyp unserer Gemeinde oder unserer Bewegung? Wir brauchen das doch gar nicht! Gott hat schon gesagt, was den typischen Christen nach Seiner Vorstellung einfach ausmacht.

Und Jesus schaut in die Zukunft, und er sagt, wie es mit denen bestellt sein wird, die an ihn glauben. Diese Zeichen werden denen folgen, die glauben – in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben. Es ist absolut normal – wenn du noch keine bösen Geister ausgetrieben hast, du bist ein unnnormaler Christ, lass dir das mal gesagt sein, geh in die Buße und korrigiere das dringend.

Du sollst böse Geister austreiben. Und dann sagt Jesus: Sie werden in neuen Zungen sprechen.

Mk 16,17
Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden,

Wir kommen nicht mehr weiter mit der Entschuldigung „Meine Konfession oder meine Abteilung des Reiches Gottes oder meine kleine Gruppierung oder mein Hauskreis oder meine Bewegung glaubt nicht an das Reden in neuen Sprachen für alle Christen“.

Aber Jesus glaubt daran! Er sagt, das zeichnet den neutestamentlichen Christen aus. Lasst uns sein Bild von Christsein übernehmen. Amen? Wir erfreuen Ihn und wir sind auch die Gesegneten. Wir gehen doch nicht irgendwie dabei leer aus.

In neuen Sprachen reden. Und da werden wir diese Formulierung von Paulus noch einmal aufgreifen: Wenn ich in Sprachen rede, betet mein Geist.

1 Kor 14,14
Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet zwar mein Geist, aber mein Verstand ist ohne Frucht.

Und dann sagt er: Wie soll es sein? Ich will beten im Geist und ich will beten im Verstand.

1 Kor 14,15a
Wie soll es nun sein? Ich will mit dem Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten;

Und dann sehen wir aus diesen Versen dort, dass „Beten im Geist“ ein anderes Wort bei Paulus ist für „Beten in neuen Sprachen“. Denn er redet davon, wenn ich in neuen Sprachen rede, betet mein Geist. Wie soll es sein? Ich will beten im Geist – ich will beten im Verstand.

Und wenn wir davon ausgehen, dass Paulus nicht verwirrt ist, und ich gehe davon aus, dass er bei hellem Sinn war, dass er Worte nicht wahllos ohne uns darüber zu informieren von einem Brief zum anderen irgendwie einfach umdreht oder umfüllt mit einem anderen Inhalt, ja? Wie so ein paar Flaschen, da ist einmal Limonade drin, dann schüttet er es aus und dann kommt Wasser rein und er bietet immer nur dieselben Gefäße an und wir wissen nicht, ja, was meint er diesmal? Es ist zwar dasselbe Wort, aber höchstwahrscheinlich meint er etwas ganz anderes.

Nein, ich glaube, dass weder Paulus noch der Heilige Geist verwirrt ist, und wenn Paulus sagt, hier im Korintherbrief, „beten im Geist ist beten in neuen Sprachen“ und dieses selbe Wort begegnet uns dann in Epheser 6 wieder, dann weiß ich, was er meint. Wenn er dort der ganzen Gemeinde sagt, nachdem er den geistlichen Kampf erklärt hat und die Waffenrüstung beschrieben hat und die Möglichkeiten, vor dem Feind nicht nur geschützt zu sein, sondern auch ihn zu verwunden durch das Schwert des Geistes, das Wort aus unserem Munde – nachdem er diese Dinge erklärt, sagt er: Betet allezeit im Geist.

Eph 6,18a
Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist

So, er sagt der ganzen Gemeinde, sie sollen in Sprachen reden. Ja, haben dann nicht die anderen einen Protestbrief an Paulus geschrieben, die gar nicht in Sprachen reden konnten, weil die alle sich an Korinther 12 gehalten haben – das Sprachenreden ist eine Gabe, die nicht allen gegeben wird? Nein – die wussten damals, 1 Kor 12 ist eine Liste der Geistesgaben, die die Wirkung des Heiligen Geistes in der jeweiligen Versammlung beschreibt.

Und da in der Tat, wenn Paulus sagt: Reden sie alle in Zungen, legen sie alle aus? Die weggelassene Antwort ist: Nein.

1 Kor 12,30
Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen? Können alle auslegen?

Aber wenn das alles ist, was über Sprachenreden zu sagen wäre, dann warum sagt Paulus in 1 Kor 14,5: Ich will, dass ihr alle in Sprachen redet.

1 Kor 14,5a
Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet

Er hat doch gerade gesagt, das tun nicht alle?! Warum hat er solche Wünsche, die sowieso einfach unsinnig sind? Und darum auch haben wir in manchen Übersetzungen so einen Konjunktiv irrealis – „ich wollte, ihr könntet“ …

Aber was da im Griechischen steht: Ich will, dass ihr es tut – peng.

Und er sagt dasselbe, und sogar in Befehlsform an die Gemeinde von Ephesus: Betet allezeit im Geist!

Eph 6,18a
Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist

Er sagt das der ganzen Gemeinde, weil es normal war. Wir müssen verstehen, dass das neue Testament ist geschrieben von Menschen, die erfüllt waren vom Heiligen Geist und die in neuen Sprachen redeten. Und es ist geschrieben ohne Ausnahme an Menschen, die erfüllt waren vom Heiligen Geist und die in neuen Sprachen redeten.

Das ist das normale gewesen. Und es ist so wunderbar, wir sind dabei wieder normal zu werden. Das Volk Gottes ist dabei wirklich normal zu werden.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (05:00 bis 10:00)

 

Und wir wollen noch kurz ein bisschen das zementieren, dass tatsächlich nach der Lehre des Neuen Testamentes diese Erfahrung des persönlichen Sprachenredens, also wo jemand inspiriert vom Heiligen Geist in einer Sprache, die er nicht kennt – das mag eine Sprache von Menschen sein, das mag auch eine Sprache von Engeln sein – 1 Kor 13 zeigt uns das – redet eine Sprache, die er nicht gelernt hat und die er auch in aller Regel selbst nicht versteht, es sein denn Heilige Geist gibt ihm darüber auch noch Aufschluss, was den Inhalt angeht.

1 Kor 13,1
Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Viele haben Fragen und sagen: Ich versteh das nicht – warum soll ich etwas sprechen, was ich gar nicht verstehe – was bringt mir das? Nun, Paulus sagt – 1 Kor 14 – wer in Sprachen redet, erbaut sich selbst.

1 Kor 14,4a
Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst

Und wenn wir mal darüber nachdenken, Sprachenreden – Paulus nennt es auch „Reden im Geist“ – 1 Kor 14, dort sagt er: Wenn ich in Sprachen bete, betet mein Geist. Der Verstand bleibt ohne Frucht.

1 Kor 14,14
Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet zwar mein Geist, aber mein Verstand ist ohne Frucht.

Wenn wir in Sprachen redet, anfangen das zu tun zum allerersten Mal in unserem Leben als Christ, ist das eine Revolution. Und zwar deswegen, weil das, was in dir wirklich neu geworden ist zunächst einmal – dein Geist – mit dem du Kontakt und Gemeinschaft hast mit Gott und auch Gott erleben kannst. Wir können Gott nur im Geist erleben, wenn wir das in der Seele oder im körperlichen Bereich versuchen, dann suchen wir an der verkehrten Stelle. Aber im Geist können wir Kontakt haben mit Gott. Unser Geist ist neu geworden. Und wenn wir jetzt in Sprachen reden, dann passiert etwas hoch interessantes, weil zum ersten Mal das neue, die Dimension Gottes in der sichtbaren Welt sich äußert. Weil etwas aus der unsichtbaren Welt, aus der Welt, wo Gott ist, wo das Wort ist, wo Jesus ist, der Heilige Geist – aus dieser Welt tritt plötzlich physisch in diese sichtbare Welt – man kann es hören, akustisch in Form von Schallwellen. Das Leben Gottes bleibt also nicht länger vorborgen, sondern es tritt heraus.

Und wenn du den Aufbau des Tempels oder der Stiftshütte vor Augen hast, die Gott als ein Modell gegeben hat über was eigentlich unser Leben ist als Gläubige, dann weißt du, da gibt es ein Allerheiligstes und dann ein Heiligtum und dann den Vorhof. Und das Leben, die Begegnung mit Gott, die persönliche Gemeinschaft mit Gott, das persönliche Treten in Seine Gegenwart fand im Allerheiligsten statt. Aber das, was dort geschah, hatte seine Auswirkungen und hatte eine Rahmen – und das war das Heiligtum.

Und dann bis hinein in den Vorhof. Wenn du siehst, den Strom Gottes, den Hesekiel sieht in seiner großartigen Vision – Kapitel 47 – aus dem Inneren des Tempels kommt ein Strom hervor, und er durchfließt den Tempel. Er kommt aus der Mauer, aus einer Öffnung am Vorhof, also am äußersten Bereich des Tempels hervor. Und ein Strom des Lebens, der sich ergießt und der etwas Interessantes hat – ohne, dass er Nebenflüsse hat oder Zuflüsse, je weiter er fließt, um so stärker und kräftiger und lebensschaffender wird er.

Hes 47,12
Aber an diesem Strom, auf beiden Seiten seines Ufers, werden allerlei Bäume wachsen, von denen man ißt, deren Blätter nicht verwelken und deren Früchte nicht aufhören werden. Alle Monate werden sie neue Früchte bringen; denn ihr Wasser fließt aus dem Heiligtum. Ihre Früchte werden als Speise dienen und ihre Blätter als Heilmittel.

Und das ist der Heilige Geist in deinem Leben. Er wohnt in deinem Geist und von dort will er anfangen sich zu ergießen – in deine Seele hinein und in deinen Körper hinein und aus dir heraus und hin zu anderen Menschen, hin in diese Welt und Gott gießt tatsächlich seinen Geist aus oder von seinem Geist aus über alles Fleisch durch die Gemeinde, durch die Gläubigen.

Der Heilige Geist wirkt von uns heraus zu anderen Menschen, und das ist, was Gott geplant hat. Und wir können Teil dieses Plans sein. Wir sind also daran beteiligt. Das geht nicht irgendwie einfach so an uns vorbei.

Wir erbauen uns selbst wenn wir in diesen neuen Sprachen reden.

1 Kor 14,4a
Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst

Und Jesus hatte die Sicht und er sagt es am Ende des Markus-Evangeliums. Seine Sicht von einem neutestamentlichen Christen war weitaus anders als manche Konfessionen ein Modell oder ein Prototyp des Christen so in ihr Handbuch gemalt haben. Und alle lesen dann das und sagen: Aha, das ist es also. Und jeder hat so sein Handbuch und seine Vorstellung, was ein neutestamentlicher Christ sein müsste und die anderen sollen also das annehmen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (00:00 bis 05:00)

 

Ich möchte euch ganz, ganz herzlich begrüßen heute abend zu unserem Seminar „Grundlagen des biblischen Lebensstils“. Schön, dass ihr da sei seid trotz Schnee und Wind oder was immer da draußen los geht, dass ihr da seid.

Ich habe ja am Anfang des Seminars versprochen: Es wird praktisch werden. Und du wirst verstehen, wie dein Leben anders gestaltet werden kann – darum heißt es ja auch „Grundlagen des biblischen Lebensstils“. Nicht des christlichen Wissensarsenals, sondern Lebensstils. Und vielleicht hast du bis jetzt ein bisschen darauf gewartet – nun, dein Warten ist zuende, heute ist der Tag gekommen, wo wir das, was wir an etwas Theoretischem, aber durchaus nicht wirkungslosen Grundlagen jetzt bündeln – wir haben geredet über, was Jesus am Kreuz getan hat, wie man sein Leben Jesus übergibt, wie Jesus der Herr wird, was das bedeutet, wie das Kreuz auch an uns gewirkt hat und dass wir das anzunehmen haben. Dass das auch bedeutet, dass die Wassertaufe ein biblischer Schritt ist.

Dann haben wir gesprochen über den Heiligen Geist, über das Empfangen des Heiligen Geistes, da sind wir letztes Mal nicht ganz fertig geworden, das werden wir heute noch zuende bringen. Und dann aber kommt der Alltag dran. Und zwar wie wir das, was wir jetzt haben an Voraussetzungen wirklich nehmen können und anwenden können. Wir haben gesprochen über das Empfangen oder Erfüllt werden oder Getauft werden in den Heiligen Geist, das absolut biblisch neutestamentlich fundiert ist. Und wir haben gesehen an einigen Beispielen, dass diese Erfahrung nicht identisch ist mit der neuen Geburt, mit der Tatsache, dass jemand sein Leben Jesus übergibt. Wir es haben am Beispiel von Apostelgeschichte 8, wo ganze Scharen von Menschen ihr Leben Jesus gegeben haben und die Jünger hinterher dann die Apostel hingehen und dafür sorgen, dass diese auch wirklich den Heiligen Geist empfangen, was bis dahin nicht passiert war. Wir sehen dasselbe in Apostelgeschichte 19 – Paulus kommt zu Menschen, die ausdrücklich Christen genannt werden, Jünger genannt werden. Und ich weiß, da gibt es so gewisse fromme Ausreden, Menschen, die auf Biegen und Brechen das nicht wahr haben wollen, dass es ein Erfüllt sein im Heiligen Geist als eine neue Erfahrung nach der Bekehrung gibt. Die sagen dann: „Ja, Apostelgeschichte 19, das waren Jünger von Apollos. Und der hat sie gelehrt und der wusste nur von der Taufe des Johannes. Also waren es angeblich Jünger des Johannes, des Täufers“.

Und wie herrlich, dass der Heilige Geist schon vorhergesehen hat, dass man solche Ausflüchte bringen wollte – und er zitiert ausdrücklich: „Apollos lehrte richtig von Jesus“.

Apg 18,25
Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn und redete brennend im Geist und lehrte richtig von Jesus, wusste aber nur von der Taufe des Johannes.

Und wenn Apollos kam und hat Menschen richtig von Jesus gelehrt, dann wissen wir auch, was rauskommt: Richtige Christen. Denn richtige Lehre erzeugt auch biblische Resultate. Warum soll er richtig von Jesus lehren und am Ende seines Lehrgangs über die Bibel kommen dann nur Jünger von Johannes dem Täufer heraus? Das macht doch keinen Sinn.

Er lehrte richtig von Jesus! Also, diese Menschen waren gläubig, denn Paulus checkt nicht die Bekehrung, sondern er checkt die Wassertaufe und er checkt die Taufe in den Heiligen Geist und führt sie in diese Erfahrung hinein. Ganz eindeutig – es ist nicht etwas, was in der Regel zusammenfällt in einer einzigen Erfahrung. Es kann so sein, aber wir haben herausgestellt, im Denken der Apostel – von Paulus, aber auch der anderen, ist diese Erfahrung begleitet oder angezeigt durch ein sichtbares Zeichen. Und das tritt sofort auf. Es gibt viele andere Erfahrungen und Wirkungen und Zeichen, die dann danach kommen. Etwas, was der Heilige Geist unbedingt bringen will, ist neben der Kraft auch Freude. Er ist ein Geist der Freude. Aber das erste, was auftritt nach der Bibel wenn Menschen erfüllt wurden mit eben dem Heiligen Geist – dann war es dieses sichtbare Zeichen: Sie priesen Gott in einer neuen Sprache.

Apg 19,6
Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.

Sie wurden übernatürlich ausgerüstet, Gott in einer anderen Art und Weise – und zwar im Geist anzubeten. Und das war ein Kriterium, das Paulus kannte und wonach er sich auch gerichtet hat. Und wir sollten einfach in seinen Fußspuren dort an dieser Stelle wandeln. Und warum sollten wir uns mit weniger zufrieden geben? Wenn Paulus dieses Niveau hatte – warum sollten wir dadrunter gehen?