Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 3 (30:00 bis 35:00)

 

Wie viele Gemeinden kennst du, wo die Leiterschaft so einen Kurs fährt? Es gibt wenige! Aber die gute Botschaft ist, es werden immer mehr.

Weil am Ende wird es so sein wie Gott sich das vorgestellt hat, und alle anderen menschlichen Versuche, „ich komm in die Gemeinde am Sonntag und ansonsten lasst mich in Ruhe“ – das ist ein Auslaufmodell, das wird nicht mehr funktionieren. Die Gegenwart Gottes wird kommen, die Erkenntnis von Sünde wird immer mehr zunehmen wie es in Jesaja heißt: Die Sünder werden erschrecken in Zion.

Jes 33,14
Die Sünder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die Gottlosen gepackt. „Wer von uns kann sich bei verzehrendem Feuer aufhalten? Wer von uns kann sich bei ewigen Gluten aufhalten?“

Und die einen sagen: „Ja, auf diesen Tag freue ich mich“, und die anderen sagen: „Ohwe, ich glaub, ich brauch ne neue Gemeinde“.

Wir wollen ins Licht, wir laufen nicht mehr weg vor dem Licht. Wir wollen ins Licht. Und darum, er am meisten Widerstand leistet, wo wir am meisten mauern, da sind unsere wirklichen Probleme. Ich weiß nicht, ob du schon mal mit Menschen zu tun hattest, die einen starken Kontrollgeist haben und die manipulieren und andere bedrücken – du kannst denen alles sagen, aber wenn du sagst, weißt du, ich habe das Empfinden, dass da wirklich ganz viel bei dir mit Kontrolle los ist – dann geht der Vulkan hoch. Alles können sie ertragen, aber nicht das. Die sind bereit über jede Sünde Buße zu tun, ob sie die getan haben oder nicht, aber wenn du diesen Punkt anrührst, Kontrolle und Manipulation, bumm – da bricht der Vulkan los.

An den Stellen, wo es wirklich bei uns hängt, leisten wir am meisten Widerstand. Und wir kämpfen gegen die Wahrheit, aber wir können uns ergeben und sagen: „Gott, ich will nicht mehr kämpfen, ich will Wahrheit ranlassen an mein Herz, und ich will Überführung haben, und ich gebe mich hin dem geschriebenen Wort Gottes“. Denn damit beginnt es, es beginnt mit Hingabe an das geschriebene Wort Gottes. Wenn wir das geschriebene Wort Gottes nicht als von Gott autorisierend und eingehaucht anerkennen, beleidigen wir den Heiligen Geist. Weil er ist der Autor dieses Buches. „Vom Heiligen Geist getrieben haben Menschen geweissagt“, sagt Petrus.

2 Petrus 1
20 Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist.
21 Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.

Dieses Buch ist nicht ein normales Buch, auch wenn die Buchstaben so aussiehen wie die in der Bild-Zeitung oder in irgendeinem anderen weltlichen Text, es ist etwas total anderes. Es ist Geist und Leben.

Joh 6,63b
Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben

Und der Heilige Geist will aus diesen Worten, die wir da lesen, Erfahrungen machen, will etwas machen, was in uns arbeitet, will uns in Berührung bringen mit dem Leben Gottes. Und wir werden dem Jünger erklären, wenn du Gott erleben willst, wenn du erleben willst wie Gott in dir arbeitet, es gibt nur eine Möglichkeit: Du gibst dich hin diesem Buch und erlaubst dem Heiligen Geist dieses Buch dir lebendig zu machen. Und du lernst mit diesem Buch zu leben wie Gott geboten hat, dass man mit diesem Buch leben soll. Es ist die einzige Art und Weise. Es ist verrückt – ein mächtiger, übernatürlicher Gott, aber wir fangen an Kontakt aufzunehmen, uns zu öffnen und von Ihm zu empfangen durch Hingabe an ein Buch.

Ich habe euch vorhin ein bisschen erzählt von meiner Bekehrung. Die ersten Monate, es war unglaublich wie real, wie nahe ich Jesus war und welche Führung ich erlebt, und ich ging eine Straße entlang und der Herr sagt: Da gehst du in das Haus hinein – ich habe einfach geklingelt – ich habe Sachen erlebt, das ist unglaublich gewesen. Und das war so real. Ich dachte, wow, Apostelgeschichte.

Und dann war ich in der Gemeinde und sah einen Christen mit Bibel und der sagt jetzt zu einem anderen Kumpel: Du, guck mal da, dieser Vers, wow – und die freuten sich über einen Bibelvers. Und weißt du, was ich gemacht habe? Ich habe die verachtet. Ich hab gesagt, diese armen Leute. Ich hab den lebendigen Jesus, der ist bei mir, der redet zu mir, der führt mich, da passieren mächtige Dinge, und diese Leute, die haben einen Bibelvers und freuen sich über einen Bibelvers!

Und Gott hat zu mir gesprochen, der Herr hat zu mir gesprochen. Und weißt du, was er gesagt hat? „Die Bibel ist mein Buch, und wenn du nicht anfängst deine Nase in mein Buch zu stecken, werde ich nicht mehr mit dir reden“. Boah, war ich motiviert auf einmal!

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 3 (25:00 bis 30:00)

 

Wie kann man sagen, der Heilige Geist überführt nicht mehr von Sünde?! Wenn er uns nicht von Sünde überführt, dann heißt das, wir sind verurteilt zu bleiben wie wir sind. Wir können gar nicht wachsen, wir können keine Veränderung erleben, es gibt keine Charakterveränderung. Das ist Wahnsinn, was da erzählt wird. Und es kommt von namhaften Leuten, die Namen sind sehr geschätzt, also die Bücher gehen rasend weg und werden verkauft wie nix.

Es kommt aus Südostasien und es kommt aus Amerika und es ist eine Pest, und hüte dich vor dieser falschen Gnadenbotschaft.

Und der Schutz ist: Du weißt, was die Bibel über Gnade sagt.

Und deswegen musst du und wirst du die Lügen über die falsche Gnade – manche taufen es „Hyper-Grace“ – verwerfen und sagen, mit dem Zeug hab ich nichts zu tun. Ich gehe mit der Bibel, ich gehe mit dem, was die Apostel gelehrt haben über Gnade.

So, Hingabe an die Wahrheit ist der erste wichtige Schlüssel und werden dieses Röm 12,2 Prinzip „Erneuerung des Denkens“ an zunächst einmal in Bezug auf die Wahrheit: Wahrheit ist gut, Wahrheit ist heilsam, Wahrheit ist befreiend, Wahrheit ist notwendig. Wenn ich wachsen will, ich brauche Wahrheit. Wahrheit ist mein Freund. Wahrheit ist nicht mein Feind, vor dem ich mich verstecken muss und verbergen muss und hoffen muss, dass irgendwie nie mich die Wahrheit trifft.

Röm 12,2
Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes/Denkens, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Sondern wir gehen in die Offensive und sagen: Ich brauche Wahrheit. Sende dein Licht und dein Wort, deine Wahrheit.

Ps 43,3
Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen.

Wenn ich die Bibel lese, ich sage: Heiliger Geist, überführe mich, öffne mir die Augen, zeig mir mein Herz, erforsche mein Herz, zeige mir verkehrte Dinge. Und Herr, wenn ich schon total vernagelt bin und zu bin und verhärtet bin, dann bitte sende meine Geschwister – im Klartext sollen sie mich wachrütteln und sollen zu mir reden.

Gott redet durch Sein Wort, Er redet durch den Heiligen Geist, und Er redet durch Geschwister.

So, Gott ist nicht am Ende wenn dein Herz verhärtet ist. Dann sagt Er: Ich habe noch Plan B, ich schicke ihm Geschwister. Und die werden dich korrigieren, die werden dir sagen, gehorche da an dieser Stelle – da müssen wir jetzt mal ein paar Schritte gehen. Und da brauchst du Hilfe, und da brauchst du eine andere Gesinnung.

Ganz praktisch: Wir haben Gemeinde. Wir machen ein Putzplan, jeder darf sich eintragen. Alles ganz freiwillig. Nach ein paar Monaten macht die Leitung mal Auswertung über den Putzplan. Und dann wird sie feststellen, dass seltsamer Weise bestimmte Namen nie auftauchen. Komisch. Na, die haben zu viele Termine wahrscheinlich, oder? Hallo. So, dann werden wir auf diese Leute zugehen und sagen, weißt du, wir haben den Putzplan der letzten Monate ausgewertet und uns ist aufgefallen, in systematischer Weise mit großer Beständigkeit fehlt immer dein Name. Hast du eine Erklärung dafür? Damit du mit deinen Terminen nicht mehr kollidierst haben wir folgenden Vorschlag: Du trägst dich jetzt für die nächsten drei Monate ein bevor du deine Termine gemacht hast. Wir möchten deinen Namen jetzt auf der Dienstliste sehen. Da ist ein Wink mit dem Zaunpfahl: „Ich bin erwischt, ich hab mich hier versucht durchzuschlängeln und jetzt haben die mich ertappt und jetzt muss ich Farbe bekennen, und jetzt muss ich hier mal meine Verantwortung übernehmen“.

Wir haben nicht gesagt: Du Faulpelz, du bist ein Egoist, und das ist ganz schlimm und damit ist jetzt Schluss und wir verdammen dich. Nein, wir haben nur gesagt, pass auf, hier ist, was jetzt anders läuft. Wahrheit ganz praktisch.

Wenn Wahrheit nicht praktisch wird, ist es nicht die Wahrheit. Die Wahrheit muss die Art treffen wie du deine Freizeit verbringst, die Art wie du deine Finanzen ausgibst, die Art und Weise wie du Beziehungen lebst und verstehst mit anderen Menschen. Die Wahrheit muss betreffen die Art und Weise wie du arbeitest, wie du mit deinem Geldsack umgehst, wie du mit Leiterschaft umgehst und und und und – wenn da die Wahrheit nicht reinkommt, ist es nur Theorie und wird niemals deinen Lebensstil und dann auch niemals deinen Charakter verändern.

Das ist Gottes Ziel, das ist das Ziel der Gemeinde. Gemeinde heißt: Wir sind eine Gemeinschaft von Menschen, und wir haben uns alle entschieden, wir wollen uns gegenseitig helfen und unterstützen und ermutigen, Jesus immer ähnlicher zu werden. Das ist Gemeinde. Wenn jemand nicht ernsthafte Zeichen setzt, der will Jesus ähnlich werden, dann gehört er nicht in die Gemeinde. Er lebt wie in der Welt, dann soll er in die Welt gehen oder in eine weltliche Gemeinde, aber nicht in eine Gemeinde, die auf dem Weg ist neutestamentliche Gemeinde zu sein. Da haben wir keinen Platz. Das wird immer nur Konflikte geben. Und wir sagen: Pass auf, zwei Möglichkeiten, die erste und viel bessere: Du änderst deine Gesinnung, und du sagst, ja, ich will wirklich Jesus ähnlich werden, ich will, dass Demut und Sanftmut in mir hervorkommen, und das ganze Wesen Jesu soll in mir Gestalt gewillen. Das ist, was ist will und ich brauche eure Hilfe, so bitte, schont nicht mein Fleisch, schont nicht meine Faulheit, sprecht in mein Leben, ich will es annehmen. Und wir sagen: Hallelujah, das ist die beste Lösung. Wer die nicht will – Plan B – lebe dein Zeug woanders aus, aber nicht hier. Weil hier gehen wir alle gemeinsam vorwärts in wachsende Jesus-Ähnlichkeit.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 3 (20:00 bis 25:00)

 

Und wir können manche christlichen Dinge tun aus einer falsches Motivation heraus. Wir können fleißig sein in der Gemeinde und uns anbieten und überall mithelfen, und in unserem Herzen haben wir nur die Motive, wir wollen so schnell wie möglich die Karriereleiter erklettern und wir wollen schlussendlich hier eine ganz dominante Rolle einnehmen und wir wollen hier eine Fühungspersönlichkeit werden usw. Und so etwas ist total verwerflich. So etwas hat nichts mit der Gesinnung Jesu zu tun, weil die Gesinnung Jesu geht nach unten, und des Gesinnung des Stolzes, die führt nach oben.

Ein wunderbares Buch, was ich an dieser Stelle empfehle: „Der Weg nach oben führt nach unten“ von Derek Prince (Link).

Muss auch jeder gelesen haben, ich erweitere meine Liste der Hausaufgaben. Weil ihr habt ja vorhin so willig gesagt, doch, doch Hausaufgaben, das geht schon. Kleines Büchlein, aber echt powerful. Der Weg nach oben führt nach unten – Derek Prince. Ist kein dickes Buch, aber powerful, absolut powerful.

Und solche Basics müssen gelehrt werden. Die müssen erklärt werden, die müssen ausgebreitet werden. Menschen können nicht wachsen wenn sie diese Dinge nicht gehört haben und bereit sind die anzunehmen.

So, es braucht eine Hingabe an die Wahrheit. Wir begehren Wahrheit und deswegen fangen wir an solche Gebete zu beten: „Sende Dein Licht und Deine Wahrheit“.

Ps 43,3
Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen.

Es gibt verschiedene Abstufungen und Grade der Gegenwart Gottes. Und obwohl wir alle gleich geliebt sind haben wir nicht die gleiche Nähe zu Gott. Und das Maß deiner Nähe zum Herrn wird bestimmt durch das Maß deiner Hingabe an die Wahrheit. Das Maß deinerNähe zu Gott wird bestimmt durch das Maß deiner Hingabe an Wahrheit.

„Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten“, also wenn Gott sein Licht sendet und ich gehe darauf ein, ich kooperiere mit dem Licht, dann leitet mich die Wahrheit in die Gegenwart Gottes. „Berg des Herrn“ ist Gegenwart Gottes.

So, der Heilige Geist hat ein Programm, und dieses Programm heißt: Licht zu schenken, Lügen zu enttarnen, Lügen bloßzustellen, und uns zu helfen immer tiefer gegründet zu sein in Wahrheit. Stolz ist nichts anderes als ein Leben in tiefe Verstrickung von Lüge. Und Jesus sagt: Wenn wir seine Jünger sein, und wenn wir an seiner Rede bleiben, dann sind wir wirklich seine Jünger.

Joh 8
31 Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger;
32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

So, was macht einen Jünger aus? Er bleibt an den Worten Jesu. Und was passiert dann? Und dann wird er die Wahrheit erkennen, und was passiert dann? Und dann wird die Wahrheit ihn freimachen.

So, es beginnt mit Hingabe an die Reden Jesu. Das ist, was die Apostel aufgeschrieben haben, das sind die Evangelien. Und die Apostel haben nichts anderes gemacht als die Teachings von Jesus noch ein bisschen auseinandergenommen und ein bisschen in Scheiben in geschnitten nach Salami-Technik und irgendwie uns deutlicher präsentiert. Das ist, was die Apostel gemacht haben. Gar keine andere Lehre. Heute gibt es ein Betreben Jesus von den Aposteln abzuschneiden. Und die einen sagen: Wir brauchen Jesus nicht mehr, wir haben nur noch die Apostel, weil die Lehren von Jesus, so sagen heute namenhafte Leute – es ist erschreckend – die Lehren von Jesus gehören zum Alten Bund, die sind nicht für uns.

Schon mal sowas gehört? Du wirst dich wundern, das macht die Runde im Land. Es ist die „Gnadenreformation“. Das ist die neue Gnadenrevolution – eine neue Offenbarung angeblich über Gnade. Kommt direkt aus der Hölle und motiviert Menschen zu einem Lebensstil der Achtlosigkeit, der Sorglosigkeit. Es wird gesagt z.B.: Der Heilige Geist überführt nicht mehr von Sünde. Das ist bei der Bekehrung passiert, jetzt bist du Kind Gottes, und der Heilige Geist überführt nicht mehr von Sünde.

So sagen sie. Das Wort Gottes sagt etwas ganz anderes. Jesus sagt: Alle, die ich liebe, überführe ich und züchtige ich.

Offb 3,19
Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße!

Und wie tut Jesus das? Durch den Heiligen Geist.

Paulus sagt zu Timotheus: „Predige das Wort – überführe!“

2Tim 4,2
Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre!

So, wie kann jemand sagen, der fähig ist zu lesen, der Heilige Geist überführt nicht mehr?! Gibt es denn nach der Bekehrung keine Dinge mehr in uns aufzuräumen und zu verändern? Na, dann gehts doch erst richtig los! Die Bekehrung ist doch erst der Start.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 3 (15:00 bis 20:00)

 

Wahrheit ist nicht unser Feind. „Wahrheit macht frei“, sagt Jesus.

Joh 8,32
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

So, ich muss Wahrheit begehren! Aber weil ich geprägt bin von einem Leben jahrzehntelang unter der Herrschaft der Finsternis – Paulus sagt: „Wir waren ferngesteuert von einem Geist in der Luft“.

Eph 2,2
in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.

Ein Geist der Rebellion, ein Geist des Ungehorsams. Wir haben ein völlig falsches Weltbild, ein völlig falsches Wertesystem usw. Und jetzt muss das alles in Ordnung kommen. Und es beginnt mit Änderung unserer Denkweise. Damit beginnt es. So, die Herrschaft Christi, die man erwählt hat bei der Bekehrung, wird praktisch umgesetzt und bekommt zum ersten Mal konkrete Anwendungsbeispiele in diesem Prozess „Erneuerung des Denkens“. Da wird die Herrschaft Christi real.

Und Erneuerung des Denkens heißt, ich sehe jetzt Wahrheit als meinen Freund an. Ich lasse mir – wie Paulus das sagt in Thessalonicher – Liebe zur Wahrheit schenken.

2Thess 2,10
und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen haben.

Ich nehme Liebe zur Wahrheit an. Wir sind so verdorben, dass wir nicht einmal Liebe zur Wahrheit haben und aufbringen können. Aber macht nix – Er bringt es mit! Und Er bietet es an. Und wir müssen nur annehmen: „Ja, ich will Liebe zur Wahrheit annehmen.“

Und ich will Wahrheit schätzen, und ich will über Wahrheit denken wie Gott über Wahrheit denkt. Und Wahrheit ist mein Freund, nicht mein Feind. Wahrheit heilt mich, Wahrheit holt mich aus dem Gefängnis, Wahrheit tut gut. Und ich brauche Wahrheit.

Und es ist nicht nur die Wahrheit über wer ist Jesus und was ist das Kreuz und was hat er getan für mich und was bedeutet es, dass ich Kind Gottes bin – sondern da ist ein wesentlicher Bereich über Wahrheit, der muss angegangen werden. Und das ist der Bereich von innerer Einstellung und inneren Überzeugungen, Haltungen des Herzens. So, Gott will uns Offenbarung geben über sein wunderbares Wesen und über die Untiefen unseres Herzens. Beides zusammen. Und niemals mit Verdammnis. Aber es sind Dinge in unserem Herzen, falsche Motive, falsche Werte, die will der Heilige Geist offenbaren, und die muss Er auch offenbaren damit wir befreit werden, damit wir rauskommen aus diesen Täuschungen. So, wenn wir verstehen wie wichtig Wahrheit ist, die in uns hineinkommt – David betet: Du hast Lust an Wahrheit im Innern.

Ps 51,8
Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im Innern, und im Verborgenen wirst du mir Weisheit kundtun.

Das ist keine theologische Wahrheit, wo wir die richtigen Dogmen irgendwie kennen und aufsagen können. Das ist gut und wichtig, aber es gibt viel, viel mehr. Und das sind die Realitäten in unserem Herzen. Das Wort Gottes sagt, dass es gebraucht wird vom Heiligen Geist. Das Wort ist das Schwert des Geistes. Und dieses Schwert des Geistes trennt und dringt durch. Und es trennt Seele und Geist.

Eph 6,17
Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort!

Hebr 4,12
Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens

Und geh mal heute durch pfingstlich-charismatische Gemeinden und frag: Und was ist Trennung von Seele und Geist? – Häh? Was hast du gesagt? Trennung von Seele und Geist? Nie gehört.

Wie können wir geistlich wachsen wenn an dieser Stelle das Schwert des Geistes sein Werk nicht tut? Es gibt viele Dinge, und die halten wir für den Heiligen Geist und es ist die Seele. Und dann gibt es andere Dinge, die tut der Heilige Geist und „ach, das ist nur meine Seele“. Und wir kennen den Unterschied nicht. Und wir haben über Jahrzehnte gelernt in der Weisheit und der Kraft unserer Seele zu leben. Aber jetzt sind wir von neuem geboren, und der Heilige Geist wohnt in unserem Geist. Und der Heilige Geist mit unserem Geist zusammen soll jetzt die führende, bestimmende Kraft in unserem Leben werden. Und dieser Prozess kann nur stattfinden wenn wir erlauben, dass das Schwert des Geistes tief geht und es trennt Seele und Geist. Und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen unseres Herzens.

Wir würden heute Motive sagen. Du weißt der Wert einer Handlung besteht in dem Motiv. Du kannst die richtige Handlung tun, hast das falsche Motiv, die Handlung ist total wertlos. Der Wert einer Handlung besteht im Motiv.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 3 (10:00 bis 15:00)

 

Wenn sowieso jeder Betrug, jede Täuschung, jede irrige Anschauung, jeder falsche Wert – wenn sowieso bei der Wiederkunft Jesu, wenn wir einzeln vor ihm stehen und Rechenschaft geben für unser Leben – Paulus sagt: Die Preisrichterbühne Christi, wo wir für unser Leben Rechenschaft geben müssen und wo wir Belohnung bekommen werden für die Dinge, die wir aus Glauben und aus Liebe zu Jesus getan haben.

2 Kor 5,10
Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl (Bäma: Preisrichterstuhl, Preisrichterbühne) Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht, dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses.

Wenn an diesem Tag sowieso mit jeder Täuschung Schluss ist, dann können wir doch sagen: Dann lieber jetzt. Dann lieber jetzt das ganze Dinge in Grund und Boden hauen und davon befreit werden und jetzt schon sich gründen auf die Wahrheit. Und da muss eine Gesinnungswandlung kommen.

Röm 12,2
Wir werden verändert durch Erneuerung unseres Sinnes

D.h. unsere Denkweise muss sich total verändern. Wir werden verwandelt durch Erneuerung des Denkens. Erneuerung des Denkens müssen wir erledingen, Verwandlung erledigt Er. Wir erneuern unser Denken. Und eins der ersten Punkte, die ich vorschlage, wo man anfangen muss sein Denken zu erneuern, ist, was ist für dich Wahrheit, wie siehst du Wahrheit? Wir sind geprägt, das kommt aus unserer Zeit von unter der Herrschaft des Teufels: Wahrheit ist unangenehm, Wahrheit ist etwas Bedrohliches, Wahrheit ist unser Feind, weil wir Wahrheit, wenn wir korrigiert werden, wenn wir zurecht gewiesen werden, immer emotional verbinden mit Ablehung.

Warum reagieren Leute so emotional wenn sie kritisiert werden? Weil sie das Gefühl haben, sie werden abgelehnt. Und sie sind gar nicht in der Lage zwischen sich als Person und dem Fehlverhalten zu differenzieren. Und das ist das Geniale, das ist, was Gott kann! Er kann zwischen deiner Person und deinen Taten – sogar deinem Charakter – kann Er trennen und sagen: „Ich liebe dich, ich begehre dich, du bist wunderbar, du bist wertvoll, und ich möchte mit dir sein, und ich schätze dich, und es bedeutet mir so viel wenn ich mit dir zusammen sein kann“.

Und dann kann er sagen: „Und da gibts ein paar Dinge, darüber müssen wir reden. Und da gibts ein paar Dinge, die werde ich dir abgewöhnen. Da gibts ein paar Dinge, die gefallen mir überhaupt nicht. Und die werden aufhören, glaub es mir. Weil ich nicht nur dich lieb habe, sondern auch die Menschen, die mit dir zu tun haben und ihre flehentlichen Gebete höre ich auch. Und ich ändere dich um für sie.“

Aber natürlich auch für uns! So dass Jesus in uns hervorkommt.

So, Gott ist imstande diesen Unterschied zu machen: Da ist die Person – volles „Ja“! Da ist das Verhalten, der Lebensstil, und da mag es durchaus Punkte geben, wo Gott sagt: „Das geht überhaupt nicht. Das hört auf.“

Und diese Mischung, Paulus nennt es die Güte und die Strenge Gottes, das müssen wir sehen.

Röm 11,22a
So sieh nun die Güte und die Strenge Gottes.

Wir dürfen nicht in dieses Seelische kommen: „Ja, Gott ist Liebe, alles ist gut, und Er hat mich angenommen und fertig, und mehr ist nicht.“ Sondern: Mich als Person bejaht Er, Er will mich, Er will, dass ich lebe, Er will, dass ich mit Ihm lebe – aber Er will mich verändern in das Wesen Jesu.

Und wir brauchen eine neue Sicht von Wahrheit. Wahrheit ist nicht dein Feind. Wahrheit ist nicht etwas, wovor du dich schützen musst. Wahrheit ist nicht etwas, wovor du weglaufen musst. Jesus sagt: Das ist das Gericht, das in die Welt gekommen ist, dass das wahre Licht scheint, und die Werke werden offenbar werden. Und Menschen, die böses getan haben, es wird offenbar werden. Und Menschen, die Gutes tun, es wird auch offenbar werden.

Joh 3
19 Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse.
20 Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.
21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott getan sind.

Das Licht Gottes scheint, aber es scheint auf deine Werke. Denk mal an die Gemeinden in der Offenbarung. Alle Gemeinden besucht Jesus und sagt: „Ich kenne deine Werke“. Und er hat Urteile zu fällen, gerechte Urteile über die Werke. Aber es ist immer mit Liebe, immer mit Hoffnung, immer mit einer offenen Tür, immer mit Möglichkeit für Veränderung. Es ist niemals Verdammnis.

Und das ist eins der wichtigsten Dinge, was Leiter lernen müssen: Herr, hilf mir, Menschen so zu sehen, wie du sie siehst, dass ich sie in ihrem Wert sehe, aber frei bin von Menschenfurcht und Menschengefälligkeit, und da, wo es dran ist, sie auch korrigieren kann. Hilf mir, dass ich das beides kann – und korrigieren nicht auf eine zerstörerische, hoffnungslose und vernichtende Art und Weise, sondern auf eine aufbauende Art und Weise.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 3 (05:00 bis 10:00)

 

Und das fängt ja schon in ganz kleinen Bereichen an, wo es gar nicht mal um Leiden durch äußere Umstände geht, sondern einfach durch Leiden, weil unsere alte Natur protestiert. Du hörst die Botschaft vom Zehnten – und dann fängst du an zu rechnen. „Ja, Moment einmal, jetzt hab ich 1000 Euro, wenn ich das wirklich glaube, was der Prediger sagt, dann hab ich nur noch 900. Ja, das macht mich aber gar nicht fröhlich“.

Oder zu anderen spontanen, schönen, emotionalen Lusterlebnissen „nein“ zu sagen, um der Ehre Gottes willen: Sex vor und außerhalb der Ehe. Du verzichtest auf Vergnügungen, weil du sagst: Gott ist heilig, und ich will Ihn ehren. Und um seinetwillen halte ich mich an Seine Ordnungen. Und das kann bedeuten, du bist unsterblich in jemanden verliebt, und du kannst nur schreien zu Gott: „Nimm das raus aus meinem Herzen, diesem werde ich keinen Raum geben, weil es nicht von Dir ist“. Viele, viele Leute hab ich getroffen, die sind naiv und sagen: „Ja, Gott hat mir doch diese Gefühle gegeben und dann hab ich auch ein Recht, diese Gefühle auszuleben“.

Gott gibt dir gar keine Gefühle! Das schaffst du alles in dir selber. Aber Gott gibt dir Gnade, weltliche, zerstörerische Begierden zu töten. Und dann bereitet Er deinen Herzensboden vor, dass neue, gute und heilsame Gelüste hervorkommen. Aber wir sind verantwortlich für das, was wir tun – in unseren Gedanken, in unserer Fantasie und unseren Gefühlen. Wir sind verantwortlich, niemand sonst.

Und um all das hervorzubringen – Treue, Beständigkeit, Dienerschaft – all das sind wichtige Werte, die für Gott viel bedeuten und die Er auch sehr, sehr belohnt. Um das hervorzubringen müssen wir einen Trainingsprozess anbieten und Menschen helfen, Schritt für Schritt vorwärts zu gehen und in diese Dinge hineinzuwachsen. Und es beginnt diese Veränderung von „ich mache, was ich will“ und „ich mache das, was mir Spaß macht“ und „lass mich bloß in Ruhe, ich weiß schon selber“ – diese Erlösung von diesen verkehrten Haltungen, was die Bibel Unabhängigkeit oder Stolz nennt. Die Erlösung von diesen verkehrten Herzenshaltungen kommt nur auf eine Art und Weise zustande – durch innere Überzeugung. Es kann nicht eingeknüppelt werden, wir können ihn nicht dahin schubsen, wir können sie nicht zwingen, wir können nicht irgendwie Druck ausüben – das funktioniert alles nicht. Sondern es muss von innen heraus kommen, eine neue Gesinnung, eine neue Überzeugung, eine neue Leidenschaft muss kommen. Und die kommt nur wenn wir dem Jünger erklären: Pass mal auf, Gottes Wort ist die Wahrheit. Und das bedeutet nicht nur, dass es richtig ist, sondern dass es auch der Lüge und der Täuschung überlegen ist, und dass Wahrheit Kraft hat, frei zu machen, dass Wahrheit Kraft hat zu heilen, aufzubauen und zu ermutigen. Genauso wie die Lüge eine Kraft hat zu binden und runterzuziehen und ins Gefängnis zu bringen und alle möglichen unangenehmen Dinge in unserem Innenleben zu veranstalten. Wahrheit hat eine enorme Kraft, und der Gott, der dich gerettet hat, nennt sich „die Wahrheit“. Jesus sagt: Ich bin die Wahrheit.

Joh 14,6a
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.

Er sagt nicht: Ich bin ein Religionsstifter und hab auch ein paar gute Ideen. Er ist „die Wahrheit in Person“. Ein anderes Wort für Wahrheit wäre „Realität“. Das ist die letzendlich gültige Realität. Und alles, was dem widerspricht, wird vergehen. Jesus sagt:

Mk 13,31
Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.

So, wenn wir das verstehen, dass hier jetzt etwas ist, was für immer bleiben wird und wir dürfen jetzt unser Leben, unsere Überzeugungen, unsere Ideen, unsere Werte – wir dürfen die jetzt auf etwas gründen, was noch in 10000 Jahren Bestand haben wird, dann müssten wir was mit dem Hammer drauf kriegen, wenn wir das nicht tun würden?!

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 3 (00:00 bis 05:00)

 

Ich möchte die Botschaft mit Jüngerschaft vertiefen. Ich hatte gesagt, wir haben Lernziele. Wir haben bestimmte Ziele wie einen Schulplan. Da gibt es Ziele – zum ersten Schuljahr, der soll Schreiben lernen. Im zweiten Schuljahr, der soll das, der soll das. Wir haben Lernziele für unsere Jünger. Wir wollen ihnen bestimmte Dinge beibringen. Du musst wissen, wo du hinwillst mit dieser Person, weil wenn du nicht weißt, wo du mit der Person hinwillst, wirst du höchstwahrscheinlich nicht ankommen. Das ist wie wenn du dich ins Auto setzt und fährst los und weißt nicht, wo du hinwillst – mit großer Wahrscheinlichkeit wirst du nicht ankommen – oder zufällig irgendwo ankommen wo du nicht hinwolltest.

So, wir haben Ziele. Und ich sagte schon: Verantwortung für sein Leben, für sein Verhalten, für seine Taten, für seinen Charakter. Ein anderes wichtiges Lernziel: Wir wollen ihm Leidensbereitschaft beibringen. Ganz, ganz, ganz wichtig. Weil das Evangelium sagt: Alle, die gottselig leben wollen, müssen Verfolgung leiden.

2 Tim 3,12
Und alle, die gottesfürchtig (fromm, gottselig) leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.

Es gibt kein wirkliches Christsein ohne Verfolgung! So, wenn Menschen nicht auf Verfolgung vorbereitet sind, wenn sie nicht wissen, wie sie mit Leiden umgehen sollen, dann kommt das Leiden, und dann rennen die einfach weg und sagen: „Hej, das war aber nicht abgemacht, ich dachte immer, Gott ist Liebe und der bettet mich auf Rosen und alles ist gut und jetzt auf einmal hab ich solchen heftigen Widerstand oder verliere sogar meinen Job oder irgendetwas“. Das ist ein wichtiges Thema, dass wir sagen, wir wollen den Menschen beibringen, das Evangelium ist so kostbar und es ist in einem solchen Widerspruch zum Geist der Welt, dass es auf jeden Fall Reaktionen, Gegenreaktionen hervorrufen wird und man wird leiden müssen. Wenn wir an Jesus glauben und mit ihm leben wollen, wir müssen leiden. Und Dinge wie verkannt werden, verachtet werden, verspottet werden oder ausgegrenzt werden – das sind ja nur ganz milde Formen des Leidens und der Verfolgung. Und da zucken wir schon. Aber was ist erst wenn es um dein Geld geht – wenn um des Glaubens willen dein Haus gepfändet wird, dein Bankkonto gesperrt wird oder du um dein Leben fürchten musst oder du unter falschen Anschuldigungen ins Gefängnis gesteckt wirst?

Für viele, viele Menschen auf dieser Welt ist das Realität. Und da gibt es keine Gerechtigkeit, da gibt es eine korrupte Regierung, korruptes Justizwesen, und Gläubige werden unter falschen Beschuldigungen ins Gefängnis gesteckt und kommen ins Arbeitslager und was weiß ich, was mit denen alles passiert und viele verlieren ihr Leben. Und die Zahl der Länder, in denen Menschen bezahlen müssen für ihren Glauben, steigt Jahr für Jahr. Wir denken, Christenverfolgung war früher oder in der kommunistischen Welt – das ist nicht so. Sondern die Zahl der Länder, in denen Menschen für ihren Glauben bezahlen müssen, nimmt Jahr für Jahr zu.

Und was gibt uns diese Naivität zu denken, ja, wir sind hier in einem Rechtsstaat, wir haben eine demokratische Grundordnung, und wir müssen hier nichts befürchten. Was gibt uns diese Naivität? Und Paulus sagt: „Alle, die gottselig leben wollen, müssen Verfolgung leiden“.

Und wie ich schon an anderer Stelle sagte, wir erleben jetzt das ungeheure, dass der Staat sich einmischt in Glaubensfragen. Und kein Mensch protestiert dagegen. Niemand sagt: Hallo, stopp, das verletzt die Verfassung. Wir haben hier Trennung zwischen Kirche und Staat, und der Staat kann seine Meinung über irgendwelche Formen des Glaubens für sich behalten. Und das muss er und darf er gar nicht kommunizieren, das gehört überhaupt nicht in seine Befugnis hinein.

Und die Zeichen, dass da an einer Meinungsdiktatur gearbeitet wird, sind über-über-deutlich. Und wir werden angefochten werden, angegriffen werden. Allein in dem ganzen Bereich der Gender-Erziehung. Nimm diese ganze Thematik mit der Homosexuellen-Geschichte. Wir werden angefeindet, der Tag wird kommen, wo wir nicht mehr sagen dürfen, was die Bibel sagt. Man darf noch auf die Bibel als ein historisches Dokument hinweisen, aber man wird dann nicht mehr sagen können: „Und das gilt heute für jeden Menschen auf diesem Planeten, weil es vor Gott kein Ansehen der Person gibt“. Das wird verboten werden!

Und der Tag ist nicht mehr ferne, wo die wahren Gläubigen wieder in den Untergrund gehen müssen. Wo ihnen alle Rechte entzogen werden, das wird kommen. Das wird kommen.

So, wir wollen Jünger haben, die stehen, und die diese Gesinnung haben: Jetzt erst recht. Und ich weiche nicht, weil mein großer Held, mein Jesus, ist nicht gewichen und hat nicht die Wahrheit preisgegeben um sein Leben zu retten. Und diese Kraft, die ihn gehalten hat und befähigt hat durchzugehen, diese Kraft wohnt jetzt in mir, und diese Kraft wird dasselbe wieder hervorbringen. Und ich werde stehen für die Wahrheit.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (125:00 bis Ende)

 

Ich wollte gerade segnen, in dem Moment dachte ich, hm, Moment einmal – „ich habe eine Frage“, hab ich gesagt. „Erklärt mir, wodurch ist der Unsegen entstanden?“ Der Mann schweigt, und die Frau sagt: „Ja, ähm, also, er hat eine Schwäche. Jedes Mal wenn es etwas neues gibt im Computerwesen, dann muss er sofort hinrennen und das kaufen. Und dadurch sind wir immer in den Miesen. Weil immer das neueste Zeug muss er sich kaufen. Die neuesten technischen Sachen, die auf den Markt kaufen, er muss sich das sofort kaufen. Und dadurch fehlt das Geld“. Ich sag: „Okay, ich bete gerne für eure Finanzen, aber vorher möchte ich, dass der Mann hier vor mir seiner Frau verspricht, in finanziellen Dingen sich ihr unterzuordnen, und er wird nie wieder etwas kaufen wozu sie nicht Ja sagt“. Und er guckt mich an, und du konntest sehen in seinem Gesicht: Unter die Frau unterordnen!? Was ist das für eine Irrlehre.

Und ich habe seine Frage, die er nicht gestellt hat, beantwortet. Ich sage: Nicht deine Frau hat das Problem, du hast das Problem. Und das ist die Lösung wie das Problem behoben wird – du wirst nicht mehr Dinge kaufen ohne ihre Zustimmung. Und wenn du dazu Ja sagst, dann bin bereit zu beten.

Sonst ist es nur ein Spiel: Ein Geistlicher segnet irgendwen – hoffentlich passiert irgendwas. Aber wir kommen nicht in die Ordnungen Gottes. Und es kann nicht funktonieren. So, das ist ein praktisches Beispiel, aber es findet in so vielen Bereichen statt. Und wir müssen frei sein von Menschenfurcht. Und frei sein, Fragen zu stellen.

Einmal hatte ich mit einem Paar telefoniert, die demnächst heiraten wollten. Ich hab den Mann eigentlich angerufen und wollte irgendwas besprechen. Und in dem Moment, wo ich mit ihm spreche, höre ich im Hintergrund die Frau reden. Und auf einmal kommt mir die Idee: Sag mal, leben die schon zusammen? Und mir kommt nicht nur die Idee, sondern ich frage ihn auch: „Sag einmal, wie ist denn das eigentlich bei euch? In 14 Tagen oder weiß ich nicht wann, soll ja die Hochzeit sein – lebt ihr schon zusammen unter einem Dach wie Mann und Frau?“ Und dann druckst er rum – und … Ja. Ich sage: „Da haben wir aber ein Problem. Was ist dann meine Rolle am Tag der Hochzeit? Soll ich dann sagen: Und hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau – und ich weiß, ihr seid schon seit Wochen Mann und Frau? Das ist nur ein Spiel, das mache ich nicht mit“. Und ich habe ihm gesagt, wenn da nicht Buße kommt und sie auseinanderziehen, und sei es nur für die letzten drei Wochen und aufhören mit der Sünde, bin ich nicht bereit da mitzuspielen, mach ich nicht.

Und weißt du, das gute ist: Wenn die Gemeinde erstmal mitkriegt, hier ist ein neuer Wind, ein neuer Zug, und hier ist eine klare Richtung, und hier gibts Dinge, die gehen jetzt nicht mehr – und Sünde, chronische, fortgesetzte, mutwillige Sünde wird konfrontiert in der Gemeinde – ich rede nicht von: Da ist ein williger, brennender Jünger, und der fällt einmal, und es tut ihm total leid und er steht wieder auf und sagt, Herr, vergib mir, und er bekommt Vergebung und er bekommt Befreiung vom schlechten Gewissen, und er geht weiter – ich rede nicht von solchen Fällen. Ich rede von Menschen, die an Sünde festhalten. Die sagen: Das ist mir egal, was da vorne verkündigt wird, das ist mein Leben, das geht hier niemanden etwas an – von solchen Sachen rede ich. Wenn die Gemeinde mitbekommt, fortgesetzte, mutwillige Sünde wird konfrontiert, weißt du, was passiert? Die Furcht des Herrn kommt über die Gemeinde, die Furcht des Herrn kommt über die Gemeinde. Und Leute merken, Gott meint es wirklich ernst, und mit Ihm spielen und täuschen und tarnen ist vorbei. Und ich ändere besser meine Gesinnung und ich ändere besser meinen Lebensstil, sonst werde ich nicht alt in dieser Gemeinde. Spiele spielen kann ich woanders, aber hier funktioniert es irgendwie nicht mehr. Ich weiß auch nicht, die Leiterschaft, die hat solche Weisheit, und die guckt mich an und stellt Fragen – Hilfe.

Möchten wir das haben? Möchten wir, dass die Furcht des Herrn mitten in die Gemeinde kommt? Möchten wir, dass wirklich Heiligkeit gelebt wird? Oder wollen wir Sonntagmorgen ein schönes Theater haben? Hallelujah. Hallelujah.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (120:00 bis 125:00)

 

So, wo waren wir? Verzauberung. Eine Botschaft, die nicht Menschen konfrontiert und motiviert Dinge anzupacken und zu Überwindern zu werden oder sich als Überwinder zu zeigen, sondern stattdessen die Leute beruhigt mit der Gnade – eine solche Botschaft ist Zauberei.

Weil die Leute nicht motiviert werden der Wahrheit zu gehorchen, sondern sie ruhen sich auf einer falsch verstandenen Gnade aus.

Gal 3,1
Wer hat euch verzaubert, der Wahrheit nicht zu gehorchen?

Und solche Formulierungen sind in der durchschnittlichen pfingstlich-charismatischen Verkündigung absolute Seltenheiten. Glaubt es mir. Aber für Paulus war das normal. Für ihn war das normal darauf hinzuweisen.

Gal 5,7
Ihr lieft gut. Wer hat euch gehindert, der Wahrheit zu gehorchen?

Also der Anfang war gut. Aber dann hörten sie auf, weil jemand sie gehindert hatte. Ein falscher Diener. Einer, der ein falsches Evangelium gebracht hat, der sie aus der Gnade unters Gesetz gebracht hat, hat sie gehindert, jetzt weiterzumachen im Gehorsam gegenüber der Wahrheit.

Aus diesen Formulieren – Gal 3,1 und Gal 5,7 – siehst du, dass Wesen von Nachfolge ist der Wahrheit zu gehorchen. Das ist das Wesen der Nachfolge. Nicht „ja, ich glaube an Jesus“ sondern „wie wende ich jetzt die göttlichen Gebote an?“

Was tue ich mit meinen Augen? Was tue ich mit meinen Händen? Was tue ich mit meinen Lippen? Gibt es Ordnungen, die Gott gegeben hat für diese Bereiche? Was tue ich mit meinem Körper? Wie siehts mit meiner Sexualität aus? Wie siehts mit meinen Finanzen aus? Gott hat über diese Bereiche Dinge gesprochen. Und Jüngerschaft heißt, ich nehme das ernst, und ich fange an das zu praktizieren, ich fange an, an dieser Stelle wirklich Dinge zu verändern, ganz praktisch.

Einmal war ich in einer Gemeinde, und nach der Verkündigung kam ein Ehepaar zu mir und sie sagten, sie möchten gerne, dass ich für sie bete und dass ich ihre Finanzen segne. Und sie haben fantastische Dinge erlebt, erleben sie regelmäßig mit dem Segen Gottes im Bereich von Finanzen, und ich weiß, was es heißt wenn Gott einen aus Schulden errettet und Gott Gnade schenkt, dass man nie wieder Schulden machen muss, ich kenne diese Segnungen, das ist wunderbar. Und seit 19 Jahren leben wir schuldenfrei, nicht einen Tag mit roten Zahlen – Dispo kennen wir gar nicht, dieses Wort ist ein Fremdwort. Ich kann immer nur lachen wenn die Bank wieder schreibt, sie haben meinen Dispo wieder erhöht um es mir schmackhaft zu machen. Ich kann über sowas nur lachen. Weil Gott wirklich uns gelehrt hat, und wir dort Segen erleben durften.

Aber für viele ist das anders, und sie sehen den Segen Gottes in diesen praktischen Dingen nicht, weil sie nicht sehen, was Gott von ihnen erwartet, weil sie nicht sehen, wie die göttlichen Ordnungen sind, und sie kümmern sich nicht darum, die göttlichen Ordnungen aufzurichten.

Gott hat Ordnungen gegeben und sagt: Bleibe da drin und da ist der Segen. Der Segen Gottes ist in den Ordnungen Gottes. Wir suchen den Segen – lasst uns sehen, dass die Ordnungen aufgerichtet werden, und dann müssen wir den Segen nicht suchen, sondern wir stolpern über ihn. Wo die Ordnung Gottes aufgerichtet wird, kommt der Segen Gottes. Es ist doch so einfach. Weil Gott segnet Sein Wort, Gott segnet Seine Ordnungen.

So, da war dieses junge Ehepaar – also, die wollen Segen für ihre Finanzen. Und weil ich an finanziellen Segen glaube, nicht als ersten und primären Segen, aber doch als einen wichtigen Teil unseres Lebens – ich sag: Ja, gerne, da bete ich gerne für, weil ich weiß, dass Gott das wirklich hört und da wirklich etwas tut.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (115:00 bis 120:00)

 

Das heißt auch, wir verstehen, was mit jemandem passiert, der sich dem praktischen Gehorsam verschließt: Er bleibt im Schmutz, er kann keine Reinigung erleben. Weil die Reinigung kommt durch Gehorsam gegenüber der Wahrheit. Und wenn jemand nur Hörer ist – „jaja, wunderbar, toll gepredigt, klasse, hat mir wieder sehr gefallen heute“ – geht nach Hause und hat nicht den Anspruch, ich fange jetzt an das umzusetzen, der wird in seinem Schmutz bleiben. Der wird sich nicht verändern, da wird nichts neues wachsen, und es wird immer das Alte bleiben.

Gal 3 – hier ist der von Vorteil, der eine Schlachter-Übersetzung hat. Leider lässt die Elberfelder, die ich sonst sehr schätze, eine ganz wichtige Passage weg.

Gal 3,1 (ELB)
Unverständige Galater! Wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus als gekreuzigt vor Augen gemalt wurde?

Gal 3,1 (SLT)
O ihr unverständigen Galater, wer hat euch verzaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorcht, euch, denen Jesus Christus als unter euch gekreuzigt vor die Augen gemalt worden ist?

Worin besteht die Verzauberung? Menschen dahin zu überreden oder zu verführen, der Wahrheit nicht zu gehorchen. Wir haben in Deutschland ein Riesenproblem mit christlicher Zauberer. Ein Riesenproblem. Aber weil wir unter Zauberei was anderes verstehen als was die Bibel darunter versteht, deswegen sehen wir das nicht und nehmen das gar nicht war und das ist für uns kein Problem. Jede Verkündigung, die die Leute ermutigt, in falsches Weise die Gnade als Beruhigungspille zu nehmen und als Ersatz oder als Decke um ihre Kompromisse zuzudecken – jede Verkündigung, die nicht darauf abzielt, die Gnade Gottes zu nehmen als eine Kraft mit Kompromissen aufzuräumen, ist Verzauberung.

Und das findet in unserem Land, auch in pfingstlich-charismatischen Kreisen, von sehr, sehr vielen Kanzeln statt. Es wird eine Gnade verkündigt, die nicht die Gnade Gottes ist. Das ist eine Gnade, die einfach zudeckt, die einfach sagt: Oh, wir sind ja alle Sünder, Gott versteht schon, Gott kennt dein Herz, ist schon alles gut, mach dir keinen Kopf, keine Verdammnis für die, die in Christus sind.

Aber kein Appell: „Steh auf, bekämpfe das Ding, hol jede Kraft, die Gott dir anbietet um zu überwinden, lerne aufzustehen, lerne zu überwinden, krieg das aus deinem Leben heraus“. Sondern einfach der Status quo wird abgesegnet mit Gnade. Das ist nicht die Gnade Gottes. Natürlich – wenn wir es vermasselt haben und wir sagen, „Mann, das war daneben, Herr, vergib mir, ich hätte das nicht machen sollen, das war nicht richtig“ – natürlich bekommen wir Gnade – jedes Mal.

Aber wenn Gnade ein Mittel ist um nicht den Kampf gegen die Kompromisse aufzunehmen, und wenn nicht das Ziel da ist, „ich will dieses Zeug aus meinem Leben raushaben“ – weil Gott ist ja gnädig, dann ist das ein Missbrauch von Gnade.

Habe ich mich deutlich ausgedrückt?

Und die Leute werden verzaubert. Die Leute kriegen die Idee, Gott ist ein gütiger Opa im Himmel, dem das sowieso alles egal ist, solange wir noch zur Gemeinde kommen und irgendwie sagen, wir glauben an Ihn, ist alles okay, ist schon gut, mein Junge, ist okay. Und wie so ein alter Mann, der streichelt den Enkelkindern oder den Urenkeln irgendwie übern Kopf und sagt: „Ist schon alles gut“. Und nix ist gut! Das ist nicht unser Vater im Himmel. Unser Vater im Himmel diszipliniert uns.

Das ist, was das Wort Gottes sagt. Er züchtigt seine Kinder.

Heb 12
5 (…) und habt bereits den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu seinen Kindern (Sprüche 3,11-12): »Mein Sohn, achte nicht gering die Erziehung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst.
6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.«
7 Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit seinen Kindern geht Gott mit euch um; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?
8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder.

Wann hast du das letzte Mal über Züchtigung was gehört? Weil wir nicht klar sind im Kopf haben wir die Idee, Züchtigung – das ist ein zorniger Vater, der mit aller Kraft brutal und gnadenlos drauf zuschlägt, egal, was Er da kaputt macht. Das ist nicht Züchtigung. Züchtigung ist wohldosierte Maßnahme mit einem Ziel. Züchtigung ist nicht Betrafung für etwas, was wir getan haben. Züchtigung ist eine Maßnahme um uns zu motiveren, Dinge in der Zukunft besser zu machen. Wenn Gott uns vergeben hat, es gibt keine Betrafung. Aber Züchtigung geht nicht nach hinten – Züchtigung zielt nach vorne. Und das ist ein Training für das, was vor uns liegt um besser zu werden in bestimmten Bereichen. Und Gott züchtigt uns, jawohl, das tut Er.

Und Gnade ist Gottes Kraftangebot um zu lernen zu überwinden.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (110:00 bis 115:00)

 

Und wenn über Jahre über solche praktischen Dinge in einer Gemeinde nicht gesprochen wird und wenn keine Jüngerschaft praktiziert wird, dann haben wir nichts anderes als einen fromm Club, der sich sonntagmorgens für anderthalb Stunden zusammenreißt und das Spielchen spielt: Ich bin nett zu dir, und du bist nett zu mir, komm, lass uns schnell machen, lange halte ich das nicht mehr aus – und tschüß, und nächsten Sonntag sehen wir uns wieder.

Aber es hat nichts mit Gemeinschaft zu tun, nichts mit Leben teilen, nichts mit Verantwortung füreinander, nichts mit echten Beziehungen, es ist einfach nur eine Sonntagmorgen Show, und deswegen muss die möglichst kurz sein, weil man nicht zu viel Energie hat das lange auszuhalten. Hallo?

Seht ihr wie weit das alles weg ist vom Worte Gottes? Und Gott möchte, dass wir zurückkommen zu den praktischen, einfachen Dingen.

Joh 3,36 – und weil ich wie Lehrer bin, deswegen liebe ich Definitionen. Lehrer lieben es immer alles zu definieren. Das hat auch sein Gutes, weil ohne Definitionen bewegen wir uns im luftleeren Raum und keiner weiß richtig, was gemeint ist. Und es gibt im Wort Gottes Definitionen, von denen wir ausgehen können, die dann uns helfen anderes Terrain zu erobern.

Joh 3,36a – hier sagt Johannes, der Täufer:
Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben – dieses „göttliche“ Leben – wer aber dem Sohn nicht …

… also das heißt jetzt kommt das Gegenteil von „glauben“, aber es wird nicht gesagt „wer nicht glaubt“, sondern es wird ein anderes Wort eingesetzt, und dann verstehen wir, glauben heißt „gehorchen“ …

Joh 3,36b
wer dem Sohn nicht gehorcht …

Das ist das Gegenteil von „wer dem Sohn glaubt“. Also glauben ist gehorchen. Das ist eine Definition, die extrem wichtig ist für unser Verständnis von Jüngerschaft. An Jesus zu glauben heißt nicht die grundlegenden Dogmen zu bejahen wie Geburt von der Jungfrau und gestorben und auferstanden und kommt wieder und all diese wichtigen Dinge. Sondern es heißt viel viel mehr. Es heißt viel viel mehr. Das andere ist auch wichtig, aber das ist erst der Anfang. Aber wichtig ist dann die praktische Anwendung, die praktische Umsetzung: glauben an Jesus heißt Jesus zu gehorchen.

Oder sagen wir es ein bisschen gnädiger: Es ist die Willigkeit und die Bereitschaft jetzt mit der Hilfe Gottes Gehorsam zu lernen. Das klingt nicht so kategorisch, das hat dann noch diesen Aspekt: Wir lernen, wir üben noch, wir sind in einem Prozess und wir fallen auch und wir versagen, aber wir stehen wieder auf, wir haben Vergebung und wir gehen weiter. Und in den Bereichen, wo wir üben – ob das jetzt Zorn ist oder sexuelle Reinheit oder irgendetwas anderes, wir sind wie Sportler – wir trainieren und wir üben immer neue Bestzeiten. Wir arbeiten an neuen Bestzeiten, das ist, was wir machen. Und Sieg ist das normale. Und Fallen ist die Ausnahme. Und die Ausnahmen sollen immer seltener werden. Das ist der Fortschritt eines Lebens in Jüngerschaft.

So, glauben heißt gehorchen. Ja, was denn gehorchen?

1 Petrus 1,22
Da ihr eure Seelen durch den Gehorsam gegen die Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe gereinigt habt, so liebt einander anhaltend, aus reinem Herzen!

Die Seelen gereinigt durch den Gehorsam gegenüber der Wahrheit!

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (105:00 bis 110:00)

 

Und jeder einzelne ist gefragt. Man kann nicht sagen: „Ja, aber meine Gemeinde ignoriert diese Themen“. Ja, aber ignorierst du sie? Das ist die Frage. Versteck dich nicht hinter deiner Gemeinde, sondern schau, dass du erstmal in die Spur kommst und dann werden wir weitersehen wie die Dinge sich entwickeln.

Hier haben wir übrigens die Schriftstelle – falls ihr die notieren wollt – mit den älteren Frauen, die die jungen unterweisen:

Titus 2,3-8
3 ebenso die alten Frauen in ihrer Haltung dem Heiligen angemessen, nicht verleumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein, Lehrerinnen des Guten;
4 damit sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben,
5 besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig zu sein, den eigenen Männern sich unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde!
6 Ebenso ermahne die jungen Männer, besonnen zu sein,
7 indem du in allem dich selbst als ein Vorbild guter Werke darstellst! In der Lehre beweise Unverdorbenheit, würdigen Ernst,
8 gesunde, unanfechtbare Rede, damit der von der Gegenpartei beschämt wird, weil er nichts Schlechtes über uns zu sagen hat!

Übrigens heißt es hier, die Frauen sollen Lehrerinnen des Guten sein. Ich hab es extra nachgeschaut – im Griechischen heißt es wirklich, das ist ein zusammengesetztes Wort von „gut“ und „Lehrer“.

2567 kalodidáskalos
from 2570 /kalós, „attractively good“ and 1320 /didáskalos, „a teacher“

Aber der zweite Teil ist wirklich das Wort „Lehrer“. Kennst du die religiösen Argumente: „Ja, die Frau darf nicht lehren“. Hier sagt Paulus, die Frauen sollen Lehrerinnen sein. Ja, wie jetzt? Jetzt versteh ich gar nichts mehr?! Die Frauen sollen Lehrerinnen sein. Es gibt das Wort Lehrer und Lehrerin.

Eph 4,11:
1320 [e]    didaskalous N-AMP

Tit 2,3:
2567 [e]    kalodidaskalous Adj-AFP

Und die Frau soll Lehrerin sein. Es gibt so verschiedene Lieblingsschriftstellen, die der religiöse Geist oder Menschen, die vom religiösen Geist infiltriert sind, benutzen um einfach bestimmten Dingen sich zu verschließen. Natürlich können Frauen lehren, hier steht es, sie sollen Lehrerinnen des Guten sein. Und was tun sie? Sie unterweisen die jungen Frauen. Unterweisen ist lehren. Natürlich hat das auch viel mit Praxis zu tun, aber unterm Strich ist es Lehre. Sie sollen die jungen Frauen unterweisen ihre Männer zu lieben, die Kinder zu lieben.

Eine ganz einfache christliche Wahrheit ist: In einem christlichen Haushalt wird nicht geschrien. Eine ganz fundamentale einfache, aber wichtige Wahrheit. In einem christlichen Haushalt wird nicht geschrien. „Ja, aber was soll man machen wenn die Kinder mich so nerven und wenn man am Ende ist?“ Auf jeden Fall nicht schreien. Weil schreien verboten ist. Weil schreien eines der Dinge ist, die den Heiligen Geist betrüben.

Eph 4,31
Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit!

Schreien, Geschrei, Zorn, Bitterkeit – das sind Dinge, die betrüben den Heiligen Geist. Und wenn wir den Heiligen Geist aus unserer Wohnung verjagen, dann verjagen wir ihn auch aus der Gemeinde. Und was wollen wir tun ohne den Heiligen Geist bitteschön? Christsein ist doch übernatürlich – nur in der Kraft des Heiligen Geistes kann man überhaupt so leben. Das geht doch gar nicht anders. Und wenn wir ihn jetzt, weil wir ihn betrübt haben, zur Untätigkeit verurteilen und ihn hindern uns zu dienen – mit Überführung, mit Ermutigung, mit Korrektur, mit Stärke zu überwinden – was wollen wir dann noch machen? Dann haben wir nichts mehr und wir sind verurteilt, da stehen zu bleiben, wo wir jetzt sind. Jede Hoffnung auf Veränderung ist zunichte ohne den Beistand und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes.

Und doch gibt es so viele christliche Häuser, in denen geschrien wird. Männer schreien die Frauen an, Männer schreien ihre Kinder an, Mütter schreien ihre Kinder an. Nach dem Wort Gottes ist das out – das gibts nicht. Das ist nicht in der Ordnung Gottes.

Aber wird sind so geprägt vom Geist der Welt, dass wir für alles eine Ausrede haben. Z.B. einfach nur dieser Spruch: „Du nervst mich“. Das heißt, also wenn du liebevoller mit mir umgehen würdest, müsste ich nicht andauernd so ausrasten. Biblisch gesehen müsste das ganz anders anders: „Ich habe keine Selbstbeherrschung“.

Das hat überhaupt nichts mit dir zu tun. Es hat etwas mit mangelnder Verantwortung und mangelndem Respekt auf meiner Seite zu tun. Es ist nicht: „Du tust etwas mit mir“, sondern „ich tue etwas mit mir“ – ich erlaube mir Zornesausbrüche, weil ich noch nicht verstanden habe, dass ich mir das gar nicht mehr erlauben kann. Das es out ist, dass das überhaupt nicht zu meinem Leben als Jünger gehört. Und wir betrüben den Heiligen Geist.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (100:00 bis 105:00)

 

Du musst das alles erklären können und aus der Bibel zeigen können, warum soll er fasten. Und denke nicht, „fasten“ – und dann hat er es schon verstanden, was das bedeutet. Erkläre: Fasten heißt verzichten auf feste Nahrung. Nicht Gummibärchen fasten oder die beliebte Fernsehsendung fasten oder so etwas. Ja? Sondern es geht wirklich um „nicht essen“. „Hast du verstanden? Worum geht es? Um nicht essen.“ Und reichlich trinken bitte schön dabei.

So, wir sind praktisch, wir erklären das, was ist das, warum ist das. Was hat Gott gesagt, welchen Lohn gibt es dafür? Jesus hat viele Male von „Lohn“ geredet. Wenn er zu beten motiviert. Er sagt: Geh in deine Kammer, schließ zu.

Mt 6,6a
Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und wenn du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist!

Was heißt das? Handy aus. Computer aus. Und alle anderen Einflüsse mal beiseite, und jetzt bist du da für Gott, und jetzt gibst du dein Herz Ihm und suchst Ihn und fängst an mit Ihm so umzugehen als wenn Er wirklich da wäre, als wenn Er wirklich auf dich sieht und wirklich bei dir in deinem Zimmer ist.

So, ganz, ganz praktisch werden wir ihm erklären die alltäglichen Dinge, die er jetzt zu tun hat. Und dann fragen wir das ab. Geben ihm Bibelverse, die soll er auswendig lernen. Wir geben ihm Passagen, die er durchgehen soll. Wir lehren ihn Hingabe an das Wort Gottes – wie lebt man mit dem Wort Gottes usw. Und es ist so viel mehr notwendig um Frucht zu bringen als nur Bibelpassagen durchzuhecheln und schnell zu lesen – so Bibelmarathon oder sowas. So, wir wollen ganz, ganz, ganz praktisch sein und unser Ziel ist, wir prägen seinen Alltag neu.

Eine Schriftstelle bei Titus, da heißt es: Die älteren Schwestern lehren die jüngeren Schwestern wie sie ihre Männer lieben.

Titus 2,4
Diese älteren Frauen sollen die jüngeren Frauen anleiten, ihre Ehemänner und auch ihre Kinder zu lieben

Das ist Jüngerschaft! Der kleinste Teil davon waren wahrscheinlich Frauen-Meetings, wo irgendjemand Vorträge gehalten hat über Ehe, sondern ich glaube, dass das wirklich 1:1 gewesen ist. Die Schwester hat diese jüngeren eingeladen zu sich nach Hause. Ganz praktisch. Und dann sieht die, wie die mit der Familie umgeht, die sieht wie die mit ihrem Mann umgeht. Die macht das vor, die zeigt das. Die sagt: „Komm, nimm dir ein Beispiel an mir“. Und dann geht sie zu der nach Hause und schaut da mal, wie es da läuft. Und spricht konkrete Dinge an. „Du, horch mal, auf diese Art und Weise kannst du nicht mit deinem Mann reden, das geht so nicht, das musst du anders machen“. Ohne Vorwürfe, ohne Verdammnis Dinge ansprechen und sagen: „Pass auf, das kannst du besser machen – und so und so ist es viel, viel segensreicher und funktioniert einfach besser“.

Hallelujah. Hallelujah. Das ist Jüngerschaft. Und das ist etwas neues, was der Heilige Geist betont, und wir werden in den wenigen nächsten Jahren sehen, Gemeinden, die dieses Reden des Heiligen Geistes aufnehmen, werden sich verändern, werden transformiert werden, werden mehr von der Gegenwart Gottes bekommen und werden mehr gesegnet werden in allen Bereichen. Und Gemeinden, die sich dem verschließen, werden immer mehr vertrocknen.

Wenn der Heilige Geist neue Wahrheiten auf den Markt bringt, erwartet Er, dass das Volk Gottes mitgeht. Und die, die nicht mitgehen, müssen eine harte Lektion lernen. Einmal waren sie in der Mitte des Stromes des Heiligen Geistes und dann ein anderes Mal finden sie sich auf irgendeiner Sandbank gestrandet wieder und denken: Wo ist denn der Strom geblieben?

Der Strom richtet sich nicht nach uns. Sondern er fließt und wir müssen im Strom bleiben. Und wenn wir nicht im Strom bleiben, d.h. wenn wir nicht mit den Wahrheiten, die der Heilige Geist jetzt betont – und das sind aus meiner Sicht solche Dinge wie:

  • Herzensmotivation
  • Leitungsstruktur in der Gemeinde mit Team-Leiterschaft als dienende Leiterschaft
  • Jüngerschaft
  • Kampf gegen die Mächte der Finsternis (Epheser 6)
  • Verständnis für den Apostolischen Dienst

Das sind wesentliche Dinge, die die neue Gemeinde ausmachen. Und ein Verständnis für den apostolischen Dienst und beten, dass das wiederhergestellt wird im Land und dass wir davon profitieren – das ist meiner Meinung nach extrem notwendig für die künftige Entwicklung der Gemeinde.

So, da sind einige Dinge, die sind auf Gottes Agenda jetzt, und die müssen wir ergreifen, und da müssen wir mitgehen.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (95:00 bis 100:00)

 

So, in diese ganz praktischen Dinge gehen wir hinein und bringen die Anordnungen, die Ordnung Gottes in das Leben dieses Menschen. Und wir helfen ihm ganz, ganz praktisch, einfach die Ordnungen Gottes in sein Leben zu bringen. Wir sagen: Du hast unter der Knute des Teufels gelebt, du hast dir einen Lebensstil angewöhnt, und der ist total gegen Gottes Ordnung, und jetzt trainieren wir, und du lernst einen neuen Lebensstil. Und die Devise heißt: Üben, üben, üben.

Nicht Predigten hören, hören, hören, hören, hören und kein Mensch fragt, wo ist die Praxis. Sondern: Botschaft hören, in kleine Häppchen unterteilen, Hausaufgaben daraus machen, und dann die Hausaufgaben erteilen und kontrollieren, ob die Hausaufgaben gemacht sind. Ganz praktisch. Wir sagen dem Neubekehrten, was er jetzt in der Bibel zu lesen hat. Wir sagen, so, du fängst an mit Johannes-Evangelium. Das nächste Mal kommt er, okay, lasst uns reden über deine Bibellese – „Ja, gutes Thema, pass mal auf, bei Hesekiel, da hab ich was gelesen mit den Rädern in den Rädern, das fand ich irgendwie ganz cool irgendwie, aber ich hab nicht so genau verstanden, kannst du mir erklären, was sind die Räder in den Rädern und was soll das bedeuten?“ Ich sage: „Was machst du in Hesekiel? Ich hatte gesagt: Johannes“.

Ganz praktisch musst du werden. Ganz praktisch. Und du musst den Mut haben, und der Heilige Geist wird dir helfen, Fragen zu stellen. Die Kunst Fragen zu stellen ist so, so, so wichtig. Weil du musst herausfinden, wo steht derjenige und wo müssen wir jetzt ansetzen?

Ganz, ganz wichtiges Thema um das Leben auf die Reihe zu bringen: Wie ist die innere Einstellung zu den Eltern? „Ehre Vater und Mutter, auf dass es dir wohlgehe und du lange lebst auf Erden“.

Eph 6,2-3
Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheißung hat: auf daß dir’s wohl gehe und du lange lebest auf Erden.

Diesen Bibelvers hab ich meinen Kindern eingeprägt. Nicht weil ich wolte, dass sie mich ehren, sondern weil ich wollte, dass sie ein gutes Leben führen. Und dazu ist es absolut notwendig, die Eltern zu ehren. Ehre Vater und Mutter.

So, früher hätte ich dann z.B. gesagt, okay, wie siehts aus mit deinem Vater? Hast Du deinem Vater vergeben? – Aber dann hab ich herausgefunden, die wissen alle, welche Antworten sie geben sollen. Du fragst: Hast du vergeben? – Ja, na klar! Natürlich.

Dann hab ich gemerkt, mit dieser Methode funktioniert es nicht. Also komm ich mehr so von der Seite und sage: Erzähl mir was über deinen Vater — Oh, mein Vater, also dass du das Thema jetzt anschneidest, also das versaut mir jetzt den ganzen Tag, also weißt du, darüber will ich überhaupt nicht mit dir reden, an den kann ich gar nicht denken, mein Vater, ne, da geht mir gleich der Hut hoch.

Mt 12,34b
Aus der Fülle des Herzens redet der Mund

Und du weißt ganz genau, da ist ein handfestes, dickes Vater-Problem. Aber wenn du den gefragt hättest, hast du vergeben? – Na klar.

Der Heilige Geist wird uns Weisheit geben, weil Er möchte mehr als wir, dass dieser Mensch in die Ordnung Gottes kommt. Und dass der Herr durch ihn verherrlicht wird.

So, habt ihr eine Vorstellung von Jüngerschaft? Es ist sehr, sehr praktisch. Es ist sehr einfach. Es ist nichts kompliziertes. Es sind keine wilden Theorien, die nicht funktionieren. Es geht um Geld, es geht um Sex, es geht um Computer, es geht um Fernsehen, es geht um „hat er seine Zeit mit dem Herrn? Was macht er überhaupt in seiner Zeit mit dem Herrn?“ – und wir hüten uns davor einfach religiöse Floskeln zu bringen: „Ja, du musst jeden Tag den Herrn suchen“ oder „du musst dich einfach aufs Wort stellen“. Wir denken, die verstehen, was wir meinen. Die verstehen überhaupt nichts! Weil die unseren religiösen Jargon noch gar nicht kennen.

Einer, jemand hat ein Problem wegen irgendeiner Sache, geht zum Pastor und der sagt ganz einfach: „Du musst dich nur aufs Wort stellen und dann geht das schon“. Nächsten Sonntag kommt der wieder und sagt: „Du, ich hab mich aufs Wort gestellt, nichts hat funktioniert, überhaupt nicht.“ – „Ja, was hast du gemacht?“ – „Na, ich hab die Bibel auf den Boden gelegt, mich draufgestellt und gewartet. Und was ist passiert? Nichts! Dein Rat hat nicht funktioniert“.

Wir denken, die verstehen, was wir meinen: „Du sollst Gott suchen“ – „Wie? Spielt der mit mir Verstecken, oder was?“ Die verstehen das nicht! Wir müssen alles erklären. Und das ist so wunderbar: Bei Jüngerschaftsprozessen merkst du erstmal, wie schwammig du noch bist. Und wie vage das alles ist, und wie du dich auch manchmal hinter religiösen Klischees versteckst. Du musst das alles erklären können.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (90:00 bis 95:00)

 

Dazu müssen wir verstehen, wie soll der jetzt leben, wie kommt die Kraft Gottes in sein Leben, wie wird er verändert. Und wir müssen frei sein von dieser Angst in sein Leben zu sprechen. Wir müssen mutig sein und müssen lernen uns nicht zu ärgern, wir müssen lernen, nicht aus Empörung oder aus Enttäuschung oder aus Wut zu korrieren. Aber wir müssen korrigieren! Wir müssen lernen in das Leben von Menschen hineinzusprechen. Das ist eine total andere Kultur als das, was du bis jetzt in weiten Strecken in der pfingstlich-charismatischen Szene hast. Es findet diese Verbindlichkeit und diese Prägung und in-das-Leben-Sprechen – das findet in den allermeisten Gemeinden nicht statt. Und das ist, warum so viel Unreinheit ist, warum so viel Dinge da sind, die den Heiligen Geist betrüben – und warum dann so wenig Gegenwart Gottes in der Versammlung ist.

Wir können nicht chronisch den Heiligen Geist betrüben und dann erwarten, wenn wir Ihn erheben, den Herrn, dass der Heilige Geist mitmacht und Er manifestiert diese wunderbare, liebliche, zu genießende Gegenwart Gottes. Wir können das nicht erwarten. Das würdest du auch nicht machen wenn du Heiliger Geist wärst. Du sagst: Die sind chronisch ungehorsam, die wollen nicht hören, die lassen sich nicht zurechtbringen, aber jetzt wollen sie sich laben an der Herrlichkeit?! Du würdest sagen, Leute, so war das nicht gedacht. Ihr tut, was ich euch sage. Ihr lasst euch zurechtbringen.

Es ist für Gott egal, das muss für uns als Gemeinde und vorallendingen als Leiterschaft egal sein, wie daneben und wie verkehrt und wie verseucht vom Geist dieser Welt jemand ist. Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: Ist er willig? Ist er bereit für einen Prozess des Unlernens, für einen Prozess der Veränderung? Das ist der Punkt. Egal wieviel Piercings, wieviel Dreck und wieviel – und Ratte auf der Schulter oder weiß ich nicht was – alles nicht wichtig. Was ist die Gesinnung? Will jemand wirklich Jesus nachfolgen? Mit dem können wir arbeiten. Nur mit dem können wir arbeiten.

Und das geht nicht in Bausch und Bogen in der allgemeinen Versammlung, das geht nur in 1:1 Beziehungen, wo wir uns mit dieser Person treffen – meinetwegen alle 14 Tage oder vielleicht manchmal auch einmal die Woche. Später dann vielleicht weniger. Und wo wir klare Instruktionen geben, wo wir klare Fragen stellen, wo wir herausfinden, wie lebt dieser Mensch. Wir gehen zu ihm nach Hause, wir wollen seine Wohnung sehen.

Wir stellen Fragen: „Sag mir mal, komm, hier ist ne Fernsehzeitung, hab ich extra gekauft für dich und mitgebracht – jetzt kreuz mir die Sendungen an, die du in dieser Woche gesehen hast. Ich möchte die Sendungen vom Titel her sehen, die du gesehen hast“.

Das ist doch aber Kontrolle! Das ist doch krass!

Nein, er hat gesagt, ich will lernen rein zu leben. Und wir helfen jetzt indem wir gezielte Fragen stellen. Wenn einer sagt: „Mein Fernsehkonsum geht dich gar nichts an“ – „danke, das wars mit der Jüngerschaft – geh nach Hause“. Ganz klar. Aber wenn er sagt, ich will lernen, ein Jünger zu sein – dann dürfen wir Fragen stellen: „Wofür gibst du dein Geld aus?“ – „Wie hoch ist dein Dispo-Kredit ausgereizt?“

Glaubst du, dass Schulden machen normal ist? Schon mal darüber nachgedacht? Schulden machen heißt, du gibst Geld aus, das du gar nicht hast. Was eine Form von Leben in der Lüge ist. Sagen wir mal, du hast 2000 Euro, und dann hast du einen Dispokredit nochmal von 1000 Euro oder so – du denkst, du hast 3000. Nein! Diese 1000, die existieren nicht! Das sind Schulden.

Aber wir denken – wir rechnen das zu unserem Guthaben. Wir betrügen uns in den praktischen, kleinen Dingen.

Noch schlimmer ist es in den russischen Kultur. Da ist ein geliehenes Geld was ganz ähnliches wie geschenkt. Und niemand unternimmt irgendwelche Anstrengungen wenn er Schulden gemacht hat, die zurückzuzahlen. „Der kann warten.“

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (85:00 bis 90:00)

 

Einmal hab ich eine Schwester zur Seite genommen, die regelmäßig damit auffiel, dass sie die Brüder verwirrt hat mit extrem knappen Röcken. Ist das ein Thema in der Gemeinde? Kann man was sagen über Kleidung? Ich finde es erbärmlich wenn ich manche Gemeinden sehe – vorne die jungen Mädels, 14 Jahre, bauchfrei stehen auf der Bühne und wollen da den Herrn preisen. Und dann hole ich mir die Verantwortlichen und sage: „Wann werdet ihr mit den Mädels mal sprechen über Kleidung?“ – „Ja, wir haben schon versucht, die hören ja nicht auf uns, die machen, was sie wollen, die sagen, das geht dich gar nichts an, wie ich hier komm“. Ich sag, „und was machst du dann?“ – „Ja, dann weiß ich nicht mehr“. Ich sag, „ich wüsste, was ich mache. Wenn ich verantwortlich wäre für diese Lobpreistruppe – ich würde sagen: So sind die Kleidervorschriften, bauchfrei gibts nicht mehr. Und wenn sie so ankommt, dann sag ich: Geh nach Hause und zieh dich um. Aber bauchfrei – du auf der Bühne – mit mir nicht. Gibts nicht.“

Und du hast ihnen das schnell abgewöhnt. Aber man gibt einen kleinen Hinweis und merkt, die reagieren nicht, „ja, was kann ich jetzt tun?“ Sei mal Banklehrling und komm ohne Krawatte. Und dann sagt der Chef: „Hallo? In der Bank immer mit Schlips“. Und du sagst: „Ne, mach ich nicht.“ Und dann sagt der Chef: „Na gut“? Der sagt: „Hallo? Wir müssen ein Grundsatzgespräch geführen: Ich Ausbilder, du Lehrling, verstanden? Du unterschrieben – immer Schlips. Ab nach Hause und Schlips und nie wieder solche Mucken“.

Der würde sich das gar nicht bieten lassen. Das würde dem Lehrling nicht mal einfallen, weil er genau weiß, das wird hier ernst genommen. Warum machen das diese Mädels? Weil sie wissen, hier gibts keine Autorität, hier gibts keine Leitung, niemand sagt: Da gehts lang. Und das kommt nicht in Frage.

Das ist alles beliebig. Und wir haben das Gefühl, wenn wir nur halbwegs irgendwie mitmachen, sollen sie doch alle dankbar sein. Aber die Idee, wir sollen mitmachen zu den Bedingungen der Leitung – das kommt uns seltsam vor. Und die Leiterschaft denkt genau so! Ich soll doch froh sein, dass die überhaupt kommen. Ich kann doch nicht von denen noch erwarten, dass sie so und so machen. Ja – warum eigentlich nicht?

Natürlich kannst du! Du musst sogar, du musst sogar! Und wir haben Skrupel und wir wollen ja nicht „hart“ sein, wir wollen ja nicht „lieblos“ sein, wir wollen ja nicht die unters Gesetz bringen. Und solche Sprüche hörst du dann von Christen. Die Basics von Erziehung haben wir nicht verstanden. Wir wissen nicht wie Gott uns erzieht, und deswegen wissen wir nicht wie wir andere Menschen erziehen sollen. Gemeinde ist Erziehungsarbeit.

Und weil offensichtlich immer weniger die Basics in den Familien oder Halbfamilien oder was wir da heute haben gelehrt werden, müssen wir immer weiter anfangen. Und manchmal müssen wir sagen: Schön, Bruder, dass du gekommen bist. Komm bitte eine Viertelstunde eher damit du unten noch in die Gemeindedusche gehen kannst. Wir freuen uns, dass du da bist, und wir haben eine Dusche. Benutze die bitte. Zeig deine Liebe zu deinen Geschwistern.

„Ts, das kann man doch nicht sagen!“ – Warum eigentlich nicht? Warum sollen alle leiden und machen alle einen Fluchtradius von 5 Metern um diese Person, die da ganz alleine in der Reihe sitzt, weil das keiner aushalten kann diesen Gestank. Warum? Liebe ist anderen zu dienen. Und wir bringen ihm bei ein bisschen zu dienen. Und da müssen wir auch mal Hygiene ansprechen. Hallo?

„Ja, aber das kann man doch nicht machen?!“ Viele haben die Idee, das Evangelium heißt: Seid nett zueinander. Das ist ADAC, das ist nicht Evangelium. Evangelium ist, liebt einander – mit Worten und Werken.

Das heißt, behandelt sie so, wie Gott sie behandeln würde. Geht mit ihnen so um wie Er das tun würde. Hat Gott Angst zu konfrontieren? Also warum haben wir sie? Weil wir noch nicht geschrien haben: „Errette mich von meiner Menschenfurcht. Setz mich frei von dieser elenden, erbärmlichen Haltung der Menschengefälligkeit“. Und wir verkaufen das uns selber und den anderen noch als Nettigkeit. Und denken schon, Wunder, wieviel Liebe wir haben. Und das ist nichts als selbstsüchtiges „Ich will in keinen Konflikt geraten“.

Wenn wir Christen sind, wir kommen in Konflikte. Das ist normal. Besonders wenn wir dann Verantwortung übernehmen und kommen in Leiterschaft, wir kommen in noch mehr Konflikte. Christsein heißt, du bist in Konflikt – mit der Kultur, mit dem ungehorsamen Bruder, mit der Gesellschaft, vielleicht auch bald mit dem Staat. Wir kommen in Konflikte mit dem Teufel. Christsein heißt, du bist im Konflikt – und nicht auf einer Ferientour.

So, dieser Geist der Welt hat unseren Neubekehrten total verseucht, davon müssen wir ausgehen. Und jetzt machen wir einen Entseuchungsprozess oder Entlausungsprozess oder nenn das, wie du willst. Aber wir treiben ihm den Geist der Welt aus – mit seinem Einverständnis natürlich. Und wir prägen ihn neu mit dem Heiligen Geist, und wir bringen ihm die Kultur, den Lebensstil des Reiches Gottes bei.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (80:00 bis 85:00)

 

So, wir bringen diesem Jünger bei Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Wir erklären, dass Jüngerschaft beginnt mit einer Haltung der Belehrbarkeit. Und ein guter Test oder eine gute Standortbestimmung wäre einmal zu schauen in den letzten Monaten – wie habe ich reagiert wenn ich ermahnt wurde? Wie reagiere ich auch Ermahung?

Da kannst du sehen, wo du bist. Bist du dankbar? Oder kommt es aus dir raus: Wer bist du? Und was willst du? Und überhaupt – und guck doch mal dich an!

Oder machen wir das nur still da drin und äußerlich sagen wir: „Okay, danke“. Und da drin grummelts. Wie reagieren wir auf Korrektur? Du sagst: „Wie – Korrektur? In meiner Gemeinde wird nicht korrigiert.“ Ja, das ist das Problem!

Im Neuen Testament, mach einmal ein Bibelstudium, ich habs mal gezählt bzw. mein Computer hats gezählt. Wenn ich mich jetzt richtig erinnere – 43 Mal kommt dieses Wort „ermahnen“ vor. Dann gibts noch „zurecht weisen“, „scharf zurecht weisen“. Das ist noch eine Nummer zackiger. Das kommt vor in den Beziehungen untereinander. Wie viele Fälle habe ich gesehen, wo jemand korrigiert wird, weil er eine falsche, eine irreführende, inhaltlich verkehrte Prophetie gibt – und er wird liebevoll zur Seite genommen. Und man sagt: Du, dieser Teil der Prophetie ist nicht akzeptabel, weil es nicht wortgemäß ist, und die rennen aus der Tür raus und kommen nie wieder. Kommen nie wieder!

Weil sie eine falsche Gesinnung haben, weil sie denken, korrigiert zu werden heißt abgelehnt zu werden, korrigiert zu werden heißt beleidigt zu werden. Wir müssen umdenken. Korrigiert werden heißt, die lieben mich. Wow, die lieben mich! Die sind für mich, die wollen, dass mein Leben besser wird. Die wollen, dass ich mehr Jesus ähnlich werde, die dienen mir, die sind aufmerksam für mein Leben, die interessieren sich für mich. Das heißt es, wenn du korrigiert wirst.

Umdenken müssen wir. Und die Dinge sehen wie Gott. Jesus sagt: Alle, die ich liebe, überführe ich und züchtige ich.

Offb 3,19
Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße!

Schon mal gelesen? So, ein Aspekt, nicht der einzige, aber ein Aspekt der Liebe Jesu ist Überführung und Züchtigung. Züchtigung heißt Disziplinierung. Und Überführung bedeutet – wenn du das mal vom Griechischen anschaust – mit Beweisen darlegen, dass jemand verkehrt ist. Das heißt Überführung. Überführung ist nicht verdammen. Überführung ist nicht anblaffen oder grob sein. Überführen ist einfach jemandem zu zeigen, dass er in diesem Fall, in dieser Situation verkehrt ist. Und Überführung ist ein Dienst des Heiligen Geistes und geht immer zusammen mit der Motivation, ich will es besser machen. Verdammnis sagt: „Du bist schlecht, du warst immer schlecht, du wirst immer schlecht sein, es gibt keine Hoffnung für dich, weg mit dir“. Das ist Verdammnis, ist immer ohne Hoffnung.

Und wir wollen lernen, wir können das lernen, weil wir ja Nachfolger Jesu sind, wir können lernen in der Liebe und in der Weisheit des Heiligen Geistes Menschen zu ermutigen, Dinge besser zu machen. Und ihnen zu helfen zu verstehen, das war jetzt nicht eine goldene Zwölf, sondern das war ziemlich daneben.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (75:00 bis 80:00)

 

Und all das sind normale Überlegungen überall, in der Schule, im Arbeitsprozess – bloss in der Gemeinde müssen wir irgendwie „lieb“ sein, müssen wir „nett“ sein, müssen wir „geduldig“ sein. Unpünktlichkeit ist keine Schwäche, sondern es ist eine Fehlhaltung. Weil wir nämlich folgendes im Herzen sagen – und du kannst das mal analysieren, wenn du auch zu den chronisch Zu-spät-Kommenden gehörst: Du weißt genau, jetzt müsste ich los wenn ich pünktlich sein will, ach, lass mich noch schnell dies und lass mich noch schnell jenes, und das ist nicht so schlimm wenn ich zu spät komme. Und deswegen erlaubst du dir dies und jenes und dieses – alles wichtige Dinge – vorzuziehen. So, das hat was mit Prioritäten zu tun, und es hat etwas mit Missachtung zu tun.

„Ach, zu spät kommen, das machen ja andere auch. Du, ich kenne welche, die kommen noch 5 Minuten später als ich. Ich komme ja immer zu spät pünktlich, ja? Die kommen ja noch später“.

Das ist die Gesinnung. Und wir merken nicht wie lieblos das ist für den anderen. Und wir denken, ja, die warten ja sowieso auf mich. Warum wollen wir das unterstützen? Nun, zugegeben, Pünktlichkeit ist nicht das allererste und das allerwichtigste. Aber es ist Teil, und es zeigt Respekt, und Unpünktlichkeit zeigt Respektlosigkeit. Möchte das jemand notieren für irgendjemanden mal zum weitergeben? Unpünktlichkeit zeigt – also chronische, ich meine jetzt nicht: Du bist immer pünktlich und an dem Sonntagmorgen hast du einen platten Reifen und jetzt kommst du deswegen eine halbe Stunde zu spät – ich meine nicht das, sondern ich meine „chronisch zu spät kommen“. Dahinter ist eine verkehrte Haltung, eine Respektlosigkeit.

Und über solche Dinge werden wir mit unserem Jünger reden. Und sagen: Du, mir ist aufgefallen in den letzten Wochen, du kommst immer eine Viertelstunde zu spät. Pass mal auf, das war jetzt das letzte Mal, du kommst jetzt pünktlich. Und damit du richtig pünktlich bist, komm doch 5 Minuten vorher. Komm doch einfach eher.

Und ein Jünger hat die Haltung: Ich nehme Korrektur an, ich bin belehrbar, ich reagiere nicht: „Na sag mal, wer bist du? Was willst du mir jetzt erzählen? Was geht dich das an wann ich komme, sei doch froh, dass ich überhaupt komme“. Das ist nicht Jüngerschaft. Sondern das ist rotzfrech.

Ein Jünger ist belehrbar, der nimmt Korrektur an, den darf man zurechtweisen, der bittet darum, der will erzogen werden. Du sagst, solche Menschen habe ich ja noch nie gesehen. Doch! Das wirds bald geben. Wir leben Jüngerschaft, und dann wirst du sehen und Leute werden sich melden und sagen, ich möchte bitteschön ein Jünger werden. Ich möchte einen Lebensstil lernen und ich brauche Anleitung, ich hab so viele Probleme und diese, diese, diese Dinge, Finanzen und dies und das, krieg ich nicht auf die Reihe, ich brauche Hilfe, ich brauche ein Programm, ich brauche Anleitung, wie ich in diesen Bereichen überwinde.

Wir lehren Menschen Verantwortung zu übernehmen. Das ist vielleicht das oberste Lernziel, das wir haben: Wir lehren Menschen Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für ihre Gedanken, für ihre Fantasie, für ihre Worte, für ihr Verhalten, für die ganz praktischen Dinge des Lebens.

Und Verantwortung – da ist ja immer dieses Wort „Antwort“ drin. Das funktioniert übrigens auch im Englischen: Responsibility: You give a response. Du musst jemandem antworten, was du gemacht hast und warum du das gemacht hast. Und die Grundlage unserer Beziehung zu Gott ist, dass wir Rechenschaft geben. Und nochmal, um diesen Unterschied zwischen seelischer, falscher Liebe und echter Liebe klar zu machen: Jede echte Liebe Gottes, jede Verkündigung von echter Liebe Gottes, ist immer aufs engste verbunden mit Rechenschaft. Eine Liebe Gottes, die keine Rechenschaft gibt, die nicht zur Rechenschaft gezogen wird, ist ein seelisches Kuschel-Imitat und hat mit der Botschaft, die die Apostel gepredigt haben, nichts zu tun. Und deswegen haben wir auch nichts damit zu tun. Wir bleiben ja in der Lehre der Apostel, nicht wahr?

Norddeutsche nicken nur, die sagen nicht „ja“ oder „jawoll“ oder irgendwie sowas. Ihr nickt nur, aber das ist gut. Und wenn du gar nicht nicht nickst, in deinem Herzen aber heftig nickst, bin ich auch zufrieden, auch wenn ichs nicht sehe, ist mir egal. Hauptsache du stimmst mit dem Wort überein und sagst, okay, das ist, was für mich gilt und das ist, was zählt.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (70:00 bis 75:00)

 

Es gibt keine Charakterveränderung ohne Veränderung des Lebensstils. Das gibt es nicht, das kommt nicht durch Handauflegung – leider, schade. Sondern es kommt durch ein Trainingsprogramm. Und das ist, was wir machen mit den Neubekehrten oder auch die schon länger gläubig sind, aber nie durch Jüngerschaft gegangen sind.

Und alles, was notwendig ist für ein Gott wohlgefälliges Leben – in ganz praktischer Weise – bringen wir ihnen bei. Wir bringen ihnen bei wie man betet, wie man Gott sucht. Wir bringen ihnen bei wie die Schrift durch den Dienst des Heiligen Geistes lebendig wird im Herzen. Wir bringen ihnen bei wie man sich hingibt, dem geschriebenen Wort. Wir bringen ihm bei wie man eine Gesinnung eines Dieners entwickelt. Du glaubst nicht in wie vielen Gemeinden ich war, und die Pastoren jaulen mir einen vor: Wir haben hier ein Mitarbeiterproblem. Keiner will dies machen, keiner will das machen im Kinderdienst – wir haben ein Mitarbeiterproblem.

Ich sage: Weißt du, du hast kein Mitarbeiterproblem, du hast ein Jüngerschaftsproblem. Weil wenn du Menschen zu Jüngern machst, eines der Ergebnisse von Jüngerschaft ist, sie sind willig zu dienen. Das ist eines der Lernziele von Jüngerschaft, eine Gesinnung eines Dieners, sie sind willig zu dienen.

So, wenn du jetzt einen Großteil der Leute hast, die willig sind zu dienen, hast du kein Mitarbeiterproblem. Du hast nur ein Mitarbeiterproblem, weil diese Leute nie Jüngerschaft gehabt haben, weil sie nie eine Haltung von Dienerschaft kultiviert haben. Und ich sage: Ja, und dann musst du mit den Leuten arbeiten.

Das kostet viel Zeit und viel Kraft und viel Nerven und es kostet dich Jahre. Aber dann werden diese Leute gestandene Jünger sein und sie investieren sich wieder in andere Jünger. Weil ein Jünger ist nur dann ein Jünger wenn er Jünger macht. Es geht ja immer weiter, immer weiter. Wir machen zu Jüngern, und Jünger machen Jünger. So geht das immer weiter, ja? Und dann sagen mir diese gestressten Pastoren: Dazu habe ich keine Zeit.

Mit anderen Worten: Das Problem wird so bleiben. Oder es wird noch schlimmer werden. Und die ganze Arbeit lastet auf drei, vier Leuten in der Gemeinde. Das ist nicht Gemeinde. Gemeinde ist kein Unterhaltungskaffee oder Betrieb, wo alle nur kommen und ein Programm genießen. Gemeinde ist, wo jeder seinen Platz einnimmt. In einer gesunden Gemeinde ist jedes Mitglied der Gemeinde ein Mitarbeiter. So, jeden Sonntag haben wir Mitarbeiterversammlung. Das ist normal. Wenn jemand nicht Mitarbeiter ist, dann soll er sich bekehren und Jünger werden und schon in den ersten Wochen von Jüngerschaft kriegt er schon praktische Aufgaben.

So, diese Passivität – ne, keine Lust, keine Zeit – das kommt alles im Jüngerschaftsprogramm nicht vor. Wenn du keine Lust hast, okay, das verstehe ich, das ist deine alte Natur, jetzt bringe ich dir bei wie du deine alte Natur tötest. Das ist, was Paulus sagt in Kol 3,5: „Tötet Unzucht, Unreinheit, böse Begierde“.

Kol 3,5
Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist!

Das heißt: Wende die Kraft des Kreuzes an, bringt das Ding zu Ende. Lerne aufzustehen, lerne zu herrschen, beuge dich nicht unter deine alte Natur, ergreife die neue Natur und herrsche mit der neuen Natur über die alte Natur. Das ist Jüngerschaft ganz praktisch. Wenn du keine Lust hast, verschaff dir welche.

Was für eine faule Ausrede: Ja, da habe ich keine Lust zu. Das interessiert den Chef am Montagmorgen herzlich wenig. Hauptsache du bist da und du tust mit Dankbarkeit und Freude deine Arbeit. Ob du Lust hast, interessiert den gar nicht. Da wird er dich nie drauf ansprechen: „Na, haben sie heute morgen Lust zu arbeiten?“ Solche Fragen wirst du nicht bekommen auf der Arbeit. Die werden doch nicht sagen: „Oh, danke, dass sie heute morgen am Montag wieder angetreten sind nach dem Wochenende, ich bin ganz beeindruckt, das gibt jetzt eine Weihnachtsgratifikation – einfach wiedergekommen, boah!“ Das ist total normal, dass du da kommst – und zwar pünktlich! Wieso ist das normal in vielen, vielen Gemeinden, dass wir nicht pünktlich sind?

Nun, ich bin kein Preusser, und ich sage nicht, Pünktlichkeit ist die höchste Tugend oder soetwas. Aber wieso ist das normal, dass wir auf der Arbeit pünktlich sind und bei den Versammlungen warten wir schon auf einen Teil der Leute, weil wir wissen, die kommen sowieso später. Wobei das pädagogisch sehr unklug ist. Die wissen ja schon, dass wir auf sie warten, und wir fangen erst an, wenn die da sind. Das heißt, das wird immer so weitergehen. Das beste ist, wir sagen, wir fangen um 10 Uhr an, dann fangen wir um 10 Uhr an. Und dann begrüßen wir die Neuankömmlinge um 10:20 Uhr, aber wir sind schon im Programm, wir sind schon dabei.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (65:00 bis 70:00)

 

Drei Jahrhunderte waren die im Wohnzimmer! Und die ganzen Versammlungen waren klitzeklein. Wenns hoch kam, der Nachbar sich bekehrt hat und die Wand durchgebrochen haben, hatten sie zwei Wohnzimmer. Dann waren vielleicht 80 Leute in der Versammlung, das war Maximum. So groß waren die Versammlungen. Jetzt verstehst du 1. Kor 14 – die Anweisungen an den Umgang mit den Geistesgaben: „Wenn kein Ausleger da ist …“

1Kor 14,28
Wenn aber kein Ausleger da ist, so schweige er in der Gemeinde, rede aber für sich und für Gott.

Wie machst du denn das bei einer 3000-Mann-Gemeinde? Bei einer 50-Mann-Gemeinde weißt du, wer hat den Dienst auszulegen? Und ist der heute da oder nicht?

So, wir müssen anfangen, das alles nochmal neu anzuschauen und unsere Ideen über Gemeinde zu prüfen am Wort Gottes. Und das Bild, das Gott hat, ist anders als unser Bild heute. Wir denken heute, je größer das Gebäude, um so mehr Segen ist da.

Wo steht das im Wort Gottes? Als wenn Gott über Konstrukte aus Stahl und Beton beeindruckt wäre. Ich war in einer Gemeinde, da zeigte mir stolz der Diener der Gemeinde, der unser Chauffeur da war, er zeigte mir stolz im Büro so eine große Papptafel. Und darauf war die Vision der Gemeinde: Ein absolut beeindruckendes Gebäude aus Stahl und viel Glas. Und wenn wir aus unserem Quartier zur Versammlung fahren wollten, dann lag das eine am Ende der Stadt und das andere am anderen Ende. Wir mussten immer quer durch die Stadt fahren – eine Millionenstadt. In der ganzen Stadt, im Stadtzentrum, nirgendwo gab es ein solchen Gebäude, wie der Pastor aufgemalt hat auf seinem Ding dort.

Und die Idee ist: Wir müssen den Menschen zeigen, was für einen großen Gott wir haben. Klingt toll, ist total fleischlich. Als wenn Gott durch Gebäude aus Stahl und Glas verherrlicht wird. Gott wird verherrlicht durch Menschen, die Jesus ähnlich werden. Dadurch wird Gott verherrlicht. Gebäude können die Banken viel besser bauen. Und bauen beeindruckende Paläste. Und? Liegen die Leute vor den Gebäuden und sagen: „Wow, die Bank ist allmächtig, die Bank ist gewaltig, die Bank ist großartig, wir beten die Bank an. Wer kann ein solches Gebäude errichten wie sie?“ Sehen wir die Leute auf den Fußsteigen liegen und sind in Verzückung und Erstaunen über diese Gebäude? Das interessiert die überhaupt gar nicht. Und genauso wenn die Gemeinde ein Riesengebäude bauen würde, niemanden da draußen würde das interessieren, niemanden.

Aber wenn du eine Familie hast und hast kleine Kinder, und deine Kinder sind erzogen, und irgendwann triffst du im Treppenhaus die Nachbarsfrau, die total geschafft ist mit ihren zwei Kindern und sagt, „ich weiß gar nicht wie sie das machen, dass ihre Kinder immer so gehorchen und dass alles so funktioniert“. Da wird Gott verherrlicht. Weil du sagst: „In unserer Familie ist Jesus der Herr. Und ich liebe Jesus und ich bin Ihm untergeordnet und meine Kinder sind mir untergeordnet“. Was ist denn das für ein Erziehungskonzept?

Ja, aber sie bewundern, dass deine Kinder keinen solchen Mist machen und die Scheiben einschmeißen beim Nachbarn und all diese Dinge. Sie bewundern das, aber sie wissen nicht, wo das herkommt.

So, Gott wird nicht verherrlicht durch äußere Aktionen. Als dieser Mann, der war völlig hin und weg, berauscht von der Vision seines Pastors, als er mir dieses Bild zeigte. Mir kam eine Schriftstelle in den Sinn: „Und Saul baute sich ein Siegesmal“.

1 Sam 15,12
Und am frühen Morgen machte Samuel sich auf, um Saul zu begegnen. Da wurde Samuel berichtet: Saul ist nach Karmel gekommen. Und siehe, er hat sich ein Siegeszeichen errichtet, und er hat sich gewandt und ist weitergegangen und nach Gilgal hinabgekommen.

Für sich selbst! Nicht für den Herrn. Aber wenn du da der Reporter von der Lokalzeitung gewesen wärst und wärst da zur Einweihung gekommen, und hättest gesagt, jetzt möchte ich nochmal mit dem Erbauer ein Interview führen. „Warum haben sie dieses wunderbare Monument errichtet?“ Was hätte Saul gesagt? Hätte er gesagt, „na klar, für mich!“? Er hätte gesagt: „Alle Ehre dem Herrn!“ Und er hätte gelogen, und es noch nicht einmal gewusst, weil er getäuscht war vom Stolz seines eigenen Herzens. Aber der Heilige Geist ist nicht zu täuschen, und Er schreibt ins Buch: Er baute sich selber ein Siegesmal.

Der Heilige Geist hat die Lüge Sauls nicht abgekauft, hat nicht gesagt, das hat er für den Herrn gemacht. Der hat gedacht, er tuts für den Herrn, aber er hats für sich selber gemacht.

Und die Gemeinde soll Gott verherrlichen. Das ist das Ziel der Gemeinde. Und darum wollen wir, dass das Wesen Jesu hervorkommt in den Mitgliedern, in den Menschen, die zu der Gemeinde gehören. Und das kriegen wir nur hin durch Jüngerschaft. Es gibt keine Charakterveränderung ohne Veränderung des Lebensstils.

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (60:00 bis 65:00)

 

Und wir schauen, ob er das umsetzt. Wir geben Hausaufgaben. Wir schauen, ob er das umsetzt. Wir bringen ihm bei, wie man mit dem Herrn lebt, wie man die Kraft des Heiligen Geistes aus dem Wort Gottes empfängt. Wir bringen ihm bei, wie man fastet. Und wir werden von unserem Jünger erwarten, dass er anfängt zu fasten.

Wie? Das ist aber krass!

Jesus hat gesagt: Wenn der Bräutigam genommen ist, dann werden sie fasten.

Mt 9,15b
Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann werden sie fasten.

Und wer ist „sie“ in der Schriftstelle? Wir! Das sind wir! Er prophezeit, sie werden fasten. Du sagst, also mit fasten habe ich ja bis jetzt nichts am Hut – es wird sich ändern. Wenn du jemand sein willst, der wirklich in Jüngerschaft lebt, du wirst deine Gesinnung – und das ist das erste – deine innere Einstellung über Fasten verändern müssen. Du wirst herausfinden, was das Wort Gottes sagt über Fasten und du wirst sagen: Es ist normal. Es war Bestandteil der ersten Gemeinde, die haben andauernd gefastet. Für alle möglichen Anlässe haben die gefastet, und es gibt dieses Fasten einfach um Gott näher zu kommen, Ihn zu suchen, sich Ihm hinzugeben und mehr von Ihm zu bekommen. Und davon hat Jesus geredet. Und das sollte Teil unseres Lebens sein.

Das passt nicht in unsere Kultur, aber Christentum passt sowieso nicht in unsere Kultur. So, das sollte uns nicht weiter beunruhigen. Christentum ist vom Himmel, unsere Kultur kommt von der Hölle.

So, wahres neutestamentlich-apostolisches Christentum ist immer wieder ein Affront gegen unsere Kultur. Und der einzige Grund, warum unsere Kultur, unsere Umgebung, die Gesellschaft noch so nett mit uns ist, ist weil wir weit weg sind von neutestamentlichen Realitäten. Und das wird sich ändern.

Und die Gemeinde wird wiederhergestellt. Sie entdeckt das Evangelium neu, sie entdeckt die Kraft des Kreuzes neu, sie entdeckt, was Gnade ist, sie entdeckt, was wirklich der Weg zur Charakterveränderung ist, und sie wird Widerstand erleben von unserer Kultur. Sie wird das erleben. Und der Tag wird kommen, wo wir wieder im Untergrund sind. Die Gemeinde hat begonnen im Untergrund, und sie wird enden im Untergrund. Und KdÖR (Körperschaft des öffentlichen Rechts, z.B. der Bund freier Pfingstgemeinden) kannst du dir abschminken – oder irgendwas anderes, was es da noch so an Möglichkeiten irgendwie geben mag. Der Tag wird kommen, wo wir uns entscheiden müssen: Wollen wir unseren Status als gemeinnütziger e.V. oder KdÖR behalten und Kompromisse machen oder wollen wir radikal den Weg mit Jesus gehen und wir verzichten auf diese Privilegien. Wie viele Leute kommen und sagen: „Ja, und? Teilt ihr auch Spendenbescheinigungen aus?“ – Ja, das tun wir – so lange wir das mit gutem Gewissen und ohne Kompromisse tun können. Aber der Tag wird kommen, wo wir das nicht mehr tun können, wo die Gemeinnützigkeit abgelegt werden muss. Und geben die Gläubigen nur weil sie eine Spendenbescheinigung haben wollen oder was?

Das sind minimale Beträge, die du da vom Staat wiedererstattet bekommst. Das ist nicht viel. Und gibst du aus dem Grunde, weil du vom Staat was zurückbekommen willst oder gibst du, weil du Jesus liebst und in das Reich Gottes investieren willst?

So, die ersten drei Jahrhunderte war die Gemeinde im Untergrund, hat nicht das Privileg von eigenem Gebäude. Und das war ihre beste Zeit. Ich sage nicht, dass das daran lag, dass sie keine eigenen Gebäude hatten. Ein Gebäude zu haben ist nicht schlimm, aber wenn das Gebäude uns hat – und wenn die Gemeinde ein Gebäudeabzahlungsverein wird, weil sie Millionen und Millionen von Schulden hat und nichts anderes mehr tun kann als nur den Baukredit zu finanzieren oder wenigstens die Zinsen – wenn schon nicht von Tilgung die Rede ist, dann die Zinsen wenigstens irgendwie zu bedienen. Das ist doch nicht der Sinn der Gemeinde. Die Gemeinde soll geben, soll investieren in Projekte. Und da werden wir viel umdenken müssen, Dank sei Gott für Gebäude, die wir heute nutzen können. Aber wollen wir wirklich über Jahrzente uns verschulden? Ich kenne eine große Gemeinde, die sehr, sehr angesehen ist im Land, und alle denken, boah, was für Glaubenshelden! Ich kenne den zweistelligen Millionenbetrag, in die die verschuldet sind. Und die werden das bis Jesus wiederkommt nicht abbezahlen.

Und alles dreht sich nur noch darum: Wir müssen den Baukredit bedienen. Das kann doch nicht sein! Wir haben doch ganz anderen Projekte zu finanzieren. Aber im Denken vieler Leute: „Was? Ihr habt noch nichtmal eigene Räume? Ihr trefft euch im Wohnzimmer, das kann doch keine Gemeinde sein?“ Oder: „Wie? Ihr habt keinen Pastor? Das ist doch nicht normal. Ihr seid doch keine Gemeinde“.

So reden Leute heute, die das Wort Gottes nicht kennen.