Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 1 (40:00 bis 45:00)

 

Apostelgeschichte 17 – da sind diese Neubekehrten von Beröa, die das Wort Gottes gehört haben durch Paulus, diese gläubigen Juden, und sie haben das gehört, sie haben das angenommen, was Paulus dort ihnen gebracht hat. Und sie nahmen das auf, und dann gingen sie nach Hause – und was taten sie? Sie forschten in den Schriften.

Apg 17,11b
sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte.

Sie haben nicht gesagt: „Hm, das fühlt sich für mich fremd an, was der sagt“. Papperlapapp – was interessieren mich meine Gefühle? Was sagt die Schrift? Manchmal komme ich in Gemeinden, die tief in menschengemachter Religion sind, und ich predige über Jesus. Und die Leute sagen: „Hm, also das kommt uns fremd vor, diesen Jesus, den du da predigst, den kennen wir nicht“. Ja, das spielt nicht die Rolle, ob das fremd ist – ist das identisch mit der Schrift? Vielleicht haben sie ja den falschen Jesus gehabt. Aber der echte ist in der Schrift zu finden. Und diese Leute gingen hin, und sie prüften die Lehre vom Paulus. Stell dir das mal vor. Der große Apostel sagt: „Hallo?! Ich schreibe 2/3 des Neuen Testamentes – und ihr wollt meine Lehre prüfen? Ja, wird ja immer schöner. Ich bin der Apostel, wenn ich sage, das ist so – dann ist das so, und das habt ihr zu glauben“. Nein, das war nicht seine Gesinnung. Der hat sich gefreut darüber. Genauso wie der Heilige Geist sich gefreut hat über diese Leute. Denn er sagt: „Die waren edel. Die waren edler als in der Stadt davor“.

Apg 17,11a
Diese aber waren edler als die in Thessalonich

Und worin bestand ihre edle Gesinnung? Die haben gesagt: Das ist alles wunderbar, total einleuchtend, und das ist so freisetzend und so ermutigend, was Paulus predigt. Jetzt wollen wir nur noch sicherstellen, dass das in den Schriften zu finden ist. Wunderbar! Gebe Gott, dass es heute wieder diese Gesinnung gebe. Und mit vielem pfingstlich-charismatischen Müll würde aufgeräumt werden. Menschlichen Ideen und Phantasien würde aufgeräumt werden wenn Menschen sagen: Wir prüfen einmal an der Schrift, was wirklich geschrieben ist. Weil wir wollen einen Glauben haben, der aus der Schrift kommt und nicht aus Ideen von Menschen.

Noch eine Schriftstelle in Bezug auf die erste Generation der Gläubigen:

2 Thess 2,15
So steht nun fest, liebe Brüder, und haltet euch an die Lehre, in der ihr durch uns unterwiesen worden seid, es sei durch Wort oder Brief von uns.

„Steht fest in dem, was die Apostel gegeben haben“. Das ist, was sie gesagt haben: Steht fest – ob das mündliche Predigt war, ob das Brief war. Und die Briefe – und das war denen durchaus bewusst, wurden zu den Schriften gerechnet. Wußtest du, dass schon zu den Lebzeiten vom Paulus die Gläubigen gewusst haben, seine Briefe gehören zu den Schriften. Wußtest du das? Ja, aber das ist ein interessanter Fakt.

2 Petrus 3
15 Und seht in der Langmut unseres Herrn die Rettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat,
16 wie auch in allen Briefen, wenn er in ihnen von diesen Dingen redet. In diesen Briefen ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.

Petrus zitiert hier die Briefe von Paulus, und sagt, Leute verdrehen das – genau so wie die anderen Schriften. Das heißt, die Briefe von Paulus wurden schon zu Lebzeiten von Paulus gerechnet als „zugehörig zu den Schriften“. Das ist extrem wichtig, und das lernst du an keiner Uni, das lernst du an keinem theologischen Seminar, aber das lernst du aus der Bibel. Und das ist so extrem wichtig, weil Theologen verdrehen heute alles. Und sie wollen Paulus gegen Jesus ausspielen und umgekehrt, und sie verdrehen das Wort Gottes, und sie sagen, die Apostel haben was anderes gelehrt als Jesus – das ist alles total theologischer Sondermüll und gehört entsorgt. Und raus aus unserem Denken, und wir wollen klar sein und gerade sein, und wir wollen einen Glauben haben wie die Schrift sagt.

Ach, hier ist auch die Schriftstelle mit der „Hoffnung aus den Schriften“:

Röm 15,4b
Durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften haben wir Hoffnung.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 1 (35:00 bis 40:00)

 

Die Wiederkunft des Herrn zu erwarten und zu beschleunigen. Das ist die Aufgabe der Gemeinde. Und flächendeckend zur Zeit schläft die Gemeinde und hat überhaupt noch nicht erkannt, wofür sie überhaupt da ist. Und sie beschäftigt sich mit allem möglichen, aber nicht damit, die Wiederkunft des Herrn zu erwarten und zu beschleunigen. Aber das wird sich ändern. Weil ich hab das Buch bis zu Ende gelesen, und am Ende sehen wir eine Gemeinde in völliger Harmonie mit dem Heiligen Geist. Der Geist und die Braut sprechen: „Komm“.

Offb 22,17a Und der Geist und die Braut sagen: Komm!

Nicht mehr der Geist alleine sagt: „Komm“ – die Braut sagt auch: „Komm!“ Beide zusammen in Harmonie, mit demselben Eifer, mit der selben Sehnsucht, mit der selben feurigen Erwartung.

So, Trost und Hoffnung durch die Schriften.

Röm 15,4 (Luther)
Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben.

Lasst uns niemals das Wort Gottes gering schätzen. Wenn es Passagen gibt, die wir nicht verstehen oder wo wir nicht wissen, was hat das mit unserem Leben zu tun, wofür ist das da? – okay, lass es stehen, geh weiter. Der Heilige Geist wird dir Dinge zeigen, die jetzt dich ernähren, die jetzt dich aufbauen, die jetzt dich ermutigen. Und die anderen Dinge, die wir heute noch nicht verstehen, die kommen morgen dran. Aber wenn so Christen sehe, die blättern so lustlos durch die Bibel – versteh ich nicht, sagt mir nix, ich weiß nicht, wofür das gut ist – was für eine Haltung ist das! Es ist doch das Wort Gottes. Es ist Sein Wort, das Er uns gegeben hat und daraus kommt so viel. Nicht nur Trost, so viel mehr.

Apg 18
24 Aber ein Jude mit Namen Apollos, aus Alexandria gebürtig, kam nach Ephesus, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften.
25a Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn und feurig im Geist

Wieso war der feurig im Geist? Weil der mächtig in den Schriften war! Das Feuer, der Eifer Gottes, kommt aus den Schriften. Und dieser Apollos war mächtig in den Schriften und das hat der Heilige Geist genommen und hat daraus Feuer gemacht. Und wenn ein Christ gelangweilt ist und keine Perspektive hat für sein Leben – mein Rat ist: Geh wieder in die Schrift. Und geh in Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist in die Schrift und sag: „Herr, öffne mir die Augen, zeige mir die Wunder in deinem Wort.“ Das ist, was David gebetet hat.

Ps 119,18
Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz.

Was hat er für Schätze aus dem Wort geholt! „Zeige mir die Wunder in deinem Wort!“ Und lies einmal und bete mal wieder Psalm 119. Was für eine Liebe da ist, was für ein Verlangen, für eine Hingabe, für eine Freude, für eine Dankbarkeit, für eine Wertschätzung David hatte gegenüber dem Worte Gottes. Was für eine Haltung hatte er! Er verlangt danach, er sehnt sich danach, er freut sich darüber, er wird belebt durch das Wort Gottes.

Ps 119,131
Ich tue meinen Mund weit auf und lechze, denn mich verlangt nach deinen Geboten.

Ps 119,40
Siehe, ich sehne mich nach deinen Vorschriften! Belebe mich durch deine Gerechtigkeit!

Ps 119,162
Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht.

Das ist ein großer Gewinn, Psalm 119 zu beten. Das sind ja geistgewirkte Gebete. Und der Geist ist immer noch da drin. Es war ja nicht so: David hat das geschrieben, und dann ist der Geist irgendwie da raus gegangen – er ist immer noch da. Die Schriften sind Geist und Leben.

Joh 6,63b
Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.

Und wir müssen nur den Zugang finden und dieses Leben herausziehen für uns. So, da ist dieser Evangelist – mächtig in der Schrift und feurig im Geist.

Apg 18
25 Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn und feurig im Geist. Er redete und lehrte genau über Jesus, kannte aber nur die Taufe des Johannes.
28 Mit großem Fleiß widerlegte er die Juden öffentlich, indem er durch die Schrift bewies, dass Jesus der Christus ist.

Er zeigte anhand der Schrift, da sind die Prophetien über wo Jesus geboren sein würde, wie er sterben würde, wie er verraten würde, für welches Geld, auf welche Art und Weise er umkommen würde, was die Soldaten mit seinem Mantel tun usw., all diese Dinge, und sagt: Genau das ist passiert. Erinnert euch an die Nachrichten – genau das wurde berichtet.

Das ist, was er getan hat. Er hat die Schrift genommen und gesagt: Ihr seid alle Zeugen, das ist erst wenige Jahre her, ihr wisst das. Das ist passiert, und das hat die Schrift vorhergesagt. Er bewies durch die Schriften, dass Jesus, der Mensch Jesus von Nazareth, der Christus ist, d.h. der Messias, der von Gott verheißene Retter der Menschheit.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 1 (30:00 bis 35:00)

 

So, wir haben Jesus gesehen, sein Verhältnis zur Schrift. Schauen wir uns die Apostel an.

Joh 2,22
Als er nun aus den Toten auferweckt war, gedachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

Sie glaubten der Schrift. Nach der Auferstehung:

Apostelgeschichte 1,16
Ihr Brüder, es musste die Schrift erfüllt werden, die der Heilige Geist durch den Mund Davids vorhergesagt hat über Judas, der denen, die Jesus festnahmen, Wegweiser geworden ist.

Es musste die Schrift erfüllt werden. Die haben nicht gesagt: Ja, da sind ein paar Sachen drin, aber weißt du, wir sehen das heute alles ein bisschen anders. Nein – das ist das heilige, unveränderliche Wort Gottes, und das muss sich erfüllen.

Oder schau mal, wie sie beten – das gefällt mir so sehr, und da ist in einem einzigen Vers – oder in zwei Versen – ihr ganzes Glaubensverständnis verankert. Apg 4 – sie beten, kriegen Widerstand, kommen sie zusammen und dann beten sie.

Apg 4,24a
Sie aber, als sie es hörten, erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen:

Es ist sehr interessant, die biblischen Gebete zu studieren und mal zu vergleichen mit was wir heute so beten.

Apg 4,24b-25
Herrscher, du, der du den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hast und alles, was in ihnen ist; der du durch den Heiligen Geist durch den Mund unseres Vaters, deines Knechtes David, gesagt hast: „Warum tobten die Nationen und sannen Eitles die Völker?

Drei Dinge haben sie hier, die die Grundlage ihres Glaubens sind:

1) Gott ist der Herrscher. Und ihr Lieben, diese Wahrheit wird in den kommenden Jahrzehnten extrem wichtig werden, weil unser Trost und unsere Hoffnung wird in dem ganzen Chaos, was sich ereignen wird, wie die Bibel das beschreibt – unser Trost wird sein: Gott ist doch in Kontrolle. Er regiert. Das ist nicht ein Teufel, der irgendwie dem Herrn entwischt ist und hier ein furchtbares Szenario entwickelt und Gott hat irgendwie verpasst, den an die Leine zu nehmen, und jetzt ist das Chaos ausgebrochen und niemand kann das mehr kontrollieren stoppen. Nein – es ist nicht so. Gott regiert. Er ist der Herrscher. Wenn du einmal in der Offenbarung liest über die furchtbare Zeit der Herrschaft des Antichristen, dann heißt es mehrmals: „Ihm wurde gegeben“.

Offb 13,5
Und es wurde ihm ein Mund gegeben, der große Dinge und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate zu wirken.

Nicht „er nahm sich“ – ihm wurde gegeben das und das zu tun. Das ist alles genau getimt und wohl dosiert und genau so wie es sein soll und nicht anders. Und Gott hat alles in Kontrolle, und nicht der Teufel ist hier wild geworden und macht hier Dinge, die keiner mehr irgendwie kontrollieren und wieder eindämmen kann, sondern Gott regiert. Und das alles, was wir erleben werden, führt zu einem Ziel – König Jesus kommt wieder, König Jesus kommt wieder. So, Er ist der Herrscher.

2) Er ist auch der Schöpfer. Er ist der, der alles, was wir sehen, die Erde und alles, was da drauf ist, all die Bäume, all die Vögel, all das – alles hat Er gemacht. Herrscher, Schöpfer und das dritte:

3) Er redet durch die Heilige Schrift. Das wird hier von David zitiert, „und Gott, Du hast geredet durch den Mund deines Knechtes David“. Dann kommt ein Zitat aus den Psalmen.

Und das heißt, wir haben den Herrscher, wir haben den Schöpfer, und wir haben den Gott, der durch die Schrift geredet hat und redet. Das ist ein gewaltiges Fundament. Und das wird nicht erschüttert werden. Es wird nicht erschüttert werden.

Paulus spricht im Römerbrief von der Hoffnung, die wir haben durch die Schriften.

Röm 15,4
Denn alles, was früher geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben.

Hoffnung durch die Schriften. Wenn wir mit dem Heiligen Geist die Schriften studieren, und die Schriften anfangen eine lebendige Substanz in uns zu werden, haben wir Hoffnung und sind nicht hoffnungslos. Wir wissen, wohin das alles führen wird. Wir wissen, wie alles ausgehen wird. König Jesus wird wiederkommen als Richter der Lebendigen und Toten. Es wird eine neue Ära der Menschheit geben. Es wird eine Zeit geben, in der endlich, endlich, endlich Gerechtigkeit herrscht, weil Jesus regiert. Und durch die Schriften soll dieser Trost kommen, diese Perspektive kommen: Hej, wenn ich dafür arbeite, meinen Teil dazu beizutragen, dass der König zurückkommt auf diese Erde – ich habe keine Langeweile, ich habe nicht ein Leben „ah, ich weiß nicht, wofür ich lebe, ich habe keine Perspektive“ – ich habe ein Perspektive. Ich setze alles dran, und ich versuche andere zu motivieren, das gleiche zu tun – zu kämpfen für eine Sache: Die Wiederkunft des Herrn zu erwarten und zu beschleunigen.