Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 1 (75:00 bis 80:00)

 

Aber der humanistische Mensch, der nicht geprägt ist vom Wort Gottes sagt: Ne, das kann nicht Liebe sein. Kann auch nicht Liebe sein, dass ein liebender Gott Menschen für immer in die Hölle wirft – das kann nicht sein.

Humanismus treibt uns dazu lieber zu sein als der liebe Gott. Gnädiger zu sein als der gnädige Gott.

Es gibt Fälle, wo Gott einem Menschen, der Sein Wort verachtet, der seinen eigenen Weg gehen will, entgegensteht. Gott widersteht dem Stolzen.

Jak 4,6
„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“

Und was tun wir? Wir geben Gnade. Nein! Wenn wir Nachfolger des Herrn sind, werden wir herausfinden, was tut Gott in diesem Falle? Gibt er Gnade? Ja. Dann geben wir auch Gnade. Gibt er keine Gnade – widersteht er diesem Menschen? Dann werden wir diesem Menschen auch widerstehen. Wir sind seine Nachahmer.

Eph 5,1
Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!

Und dann werden die Leute kommen und sagen: Bei euch ist keine Liebe.

Weil ihre Vorstellung von Liebe ist: Sie können mit ihren Kompromissen und ihrer Rebellion und ihrem Widerspruch gegen das Wort Gottes leben und trotzdem gesegnet sein. Und diese Art von Leben gibt es nicht in der Bibel – das gibt es nicht. Das ist eine Illusion, das haben Menschen sich ausgedacht.

So, in Seiner Liebe kann Gott widerstehen. Und wenn wir Leiter sind, wir müssen auch Menschen widerstehen. Und sagen: Sorry, Gott gibt dir keine Gnade – ich kann dir auch keine Gnade geben. Das heißt nicht, dass wir diesen Menschen verurteilen, verachten, ablehnen oder nicht lieben – wir lieben sie in der Liebe Gottes.

Und viele Gläubige glauben nicht an den Gott der Bibel. Sie glauben an einen guten Onkel im Himmel, an einen Nikolaus. Aber nicht an den Gott der Bibel. Der Gott der Bibel sagt: Sie waren widerspenstig, sie widerstrebten meinem Heiligen Geist – da wandelte er sich selbst und er wurde ihr Feind und kämpfte gegen sie.

Jes 63,10
Sie aber, sie sind widerspenstig gewesen und haben seinen heiligen Geist betrübt. Da wandelte er sich ihnen zum Feind: Er selbst kämpfte gegen sie.

Kann das sein? Ein Gott, der gegen seine Gläubigen kämpft? Ja. Das ist der Gott der Bibel – wenn wir dem Heiligen Geist widerstehen. Und das selbe im Neuen Testament: Betrübt nicht den Heiligen Geist.

Eph 4,30
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin!

So, das Wort Gottes zeigt uns, wie ist Gott, wie denkt Gott, wie handelt Gott – und wir lernen unser Leben zu beurteilen mit seinen Augen. Wir lernen die Dinge anzuschauen und zu bewerten wie Er sie bewertet. Wir stimmen mit Ihm überein. Wir denken über alle Bereiche des Lebens, ob das Arbeit ist oder Geld ist oder irgendetwas. Heutzutage fühlen sich Leute berufen, lehren und schreiben sogar Bücher gegen den Zehnten und erklären dir, dass du das nicht brauchst, dass das nicht notwendig ist.

Übrigens, interessanterweise, ich hab viele Diskussionen geführt über dieses Thema, ich habe noch nie einen Gläubigen gefunden, der protestiert und ablehnt die Lehre des Zehnten und der selber den Zehnten gibt – hab ich noch nie gesehen. Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der den Zehnten gibt oder mehr als den Zehnten und gleichzeitig protestiert und rebelliert und sagt: Das ist Gesetz und das brauchen wir heute nicht mehr, und wir sind frei. Alle, die gegen den Zehnten rebellieren sind getrieben von Geiz – und von Unglaube.

Und sie verstehen nicht, es ist doch nicht ein armer Gott, der mein Geld braucht?! Es ist genau umgekehrt. Es ist ein reicher Gott, und ich armer Knopf brauche Sein Geld. Und Zehnter ist der elegante Weg, den Gott gegeben hat, damit ich eine Plattform habe, Ihm zu glauben. Das ist der Zehnte. Weil Gott sagt: Gib deinen Zehnten in voller Höhe und dann prüfe mich.

Mal 3,10
Bringt den ganzen Zehnten in das Vorratshaus, damit Nahrung in meinem Haus ist! Und prüft mich doch darin, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß!

Das heißt, du gibst deinen Zehnten und dann kannst du sagen: Gott, siehst du, was ich getan habe? Jetzt bist du verpflichtet mich zu segnen!

Der religiöse Mensch zuckt und sagt: Das kann nicht sein. Gott ist nicht verpflichtet, wir können nicht Gott verpflichten.

Doch, wir müssen Ihn nehmen bei Seinem Wort! „Prüft mich“ – hat Er gesagt. Und wir leben seit vielen, vielen Jahren im Segen Gottes auch was unsere Finanzen angeht und wir sind raus aus den Schulden und sind seit 20 Jahren nie wieder zurück einen einzigen Tag in rote Zahlen und es würde mir nicht im Traum einfallen, zu sagen: Ich kann es mir nicht mehr erlauben den Zehnten zu geben. Ich kann er mir nicht erlauben, darauf zu verzichten – das ist die Realität. Das kann ich mir gar nicht erlauben.

Ich habe Ausgaben, wir haben Dinge zu tun, wir haben Projekte, wir drucken Bücher in Albanisch oder in Russisch oder irgendwas und wir machen Seminare und Bibelschule usw. – und das kostet alles Geld. Fliegt mal nach Zentralasien, das kostet alles Geld. Druckt mal ein Buch, das kostet Tausende von Euro. Das machen die nicht für umsonst. Und wir brauchen für diese Projekte Geld. Das habe ich nicht, aber Gott hat.