Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (10:00 bis 15:00)

 

Dass Gott uns alle lieb hat, bedeutet nicht, wenn wir Seine Wege ignorieren und versuchen auf eigene Art und Weise unser Leben zu gestalten, dass Er dann verpflichtet wäre uns zu segnen. Aber in Seinen Ordnungen ist Sein Segen. Und da sind wir frei, und da sind wir das, was wir wirklich sein sollen. Da sind wir das, wozu wir geschaffen sind. Wir finden unsere wahre Identität wenn wir uns finden in den Beschreibungen in Gottes Wort. Was sagt Er über mein Leben? Wie sieht Er mich? Wie fühlt Er über mich? Was will Er von mir? Was denkt Er? Was denkt Er ganz praktisch über meinen Fernsehkonsum? Was denkt Er über meine Fantasie, über meine Gedanken, über meine Worte? Was denkt Er? Und ich will mit Ihm leben, und ich will Ihm gefallen. Hallelujah.

So, das war der Einstieg gestern. Und da sind viele weitere wunderbare Dinge, die als Eigenschaften des Wortes Gottes uns gegeben werden und die eine große, große Bedeutung haben. Etwas sehr, sehr wichtiges, das Jesus sagt: Die Worte Gottes sind Geist und Leben.

Joh 6,63b
Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben

Gott hat eine andere Qualität von Leben. Das, was wir „Leben“ nennen, würden Engel im Himmel niemals „Leben“ nennen. Die haben eine völlig andere Vorstellung von Leben. Gottes Leben ist anders als das Leben von Menschen. In Gottes Leben gibt es keinen Missmut. Gibt es keine negativen Haltungen, gibt es keinen Ärger, gibt es keine Ungeduld, gibt es keine Langeweile, gibt es keine Hoffnungslosigkeit. All das findest du im Himmel nicht, und das macht den Himmel so attraktiv. Hallelujah.

So, wenn Jesus sagt: Ich bin gekommen, euch ewiges Leben zu geben, göttliches Leben – das ist was anderes als „zu existieren“. Und wir müssen herausfinden, was nennt die Bibel wirklich „Leben“. Und dieses göttliche Leben ist enthalten in Seinem Wort: „Meine Worte sind Geist und Leben“.

Und wenn wir lernen uns diesen Worten zu öffnen, aus diesen Worten das Leben zu empfangen, uns von diesen Worten zu ernähren – das ist auch eine Beschreibung des Wortes Gottes – es ist die Nahrung für unseren Geist. Jeder weiß, dass unser Körper, der aus der Materie von diesem Planeten stammt, Nahrung braucht. Eben in Form von Mineralien und Vitaminen und Steaks und was es alles so an leckeren Dingen da irgendwie gibt, um den Körper zu erhalten. Jeder versteht das und jeder weiß das, jeder glaubt daran und sorgt dafür, dass er drei Mal am Tag ordentlich isst. In der Regel. Lassen wir mal die Snacks zwischendurch weg.

Aber wir sind Geist, wir haben einen neuen Geist. Und dieser Geist ist aus Gott, und dieser Geist muss ernährt werden, und wenn dieser Geist nicht ernährt wird, dann leidet unsere Beziehung zu Gott. Wir können nicht wirklich Ihm vertrauen, und dann trudeln wir dahin in Orientierungslosigkeit, in Hoffnungslosigkeit, in Ängsten und in Sorgen und wir werden von den Dingen des Alltags überwältigt. Aber wenn unser Geist stark ist, wir können glauben. Und durch Glauben können wir, und das sagt die Bibel so wunderbar, herrschen. Wenn wir die Gnade, die Fülle der Gnade empfangen und die Gabe der Gerechtigkeit, sagt Paulus, dann herrschen wir in diesem Leben.

Röm 5,17
Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.

Der Glauben, den die Apostel gelehrt haben, führt zu Herrschaft. Depressiv zu sein, entmutigt zu sein, chronisch traurig zu sein, chronisch lustlos zu sein, Langeweile zu haben ist nicht herrschen, sondern beherrscht zu werden.

Und das ist nicht das Schicksal der Kinder Gottes. Sondern wir dürfen uns freuen an der Gemeinschaft mit Ihm, wir dürfen das Leben mit Ihm zusammen genießen, wir dürfen voller Dankbarkeit sein, und wir haben eine Hoffnung, die niemals sterben kann. Und keine Umstände können diese Hoffnung irgendwie zu Fall bringen. Diese Hoffnung ist vom Himmel, und die wird nicht enttäuscht werden.

So, das Leben aus Gott kommt zu uns durch das Wort Gottes. Weil das Leben in dem Wort ist. Meine Worte sind Geist und Leben. Und wenn wir jetzt lernen uns diesem Wort hinzugeben und diesem Wort zu öffnen und von diesem Wort uns zu ernähren, dann kommt ständig ein Zustrom von Leben aus Gott in uns hinein. Das ist, was Jesus gemeint hat: Bleibt in mir.

Joh 15,4a
Bleibt in mir.

Er redet von diesem Gleichnis von Weinstock und Reben. Und die müssen in Verbindung bleiben, die Rebe kann sich nicht abtrennen oder abgeschnitten werden, dann verdorrt sie. Da ist Leben im Weinstock und das geht hinein in die Rebe. Und wir sind verbunden mit Jesus und jetzt sagt er: Bleibt in mir.