Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (25:00 bis 30:00)

 

Ich erinnere mich, ich war ganz junger Christ, noch nicht einmal zwei Jahre im Herrn, und ich hatte das Privileg – ohne damals zu wissen, wer das überhaupt ist – ich hatte das Privileg einen Mann Gottes zu treffen, den ich dann drei, vier Mal in meinem Leben getroffen habe und der einen großen Einfluss auf mein Leben hatte – Arthur Katz. Kennt jemand Arthur Katz?

Und er sprach über die Beschneidung des Herzens. Und ich habe in meinen über 40 Jahren Christsein – weiß ich nicht, wie viele – hunderte oder tausende von Predigten gehört – aber ich kann mich noch so genau an diese Predigt erinnern. Es war eine der wichtigsten Predigten, die ich je in meinem Leben gehört habe. Und er sprach über die Beschneidung des Herzens.

Ich war zwei Jahre Christ, ich hab noch nie etwas von Beschneidung gehört. Und ich dachte, das ist alttestamentliches Konzept. Und hier steht es im Alten Testament. Aber worum geht es? Es geht um eine Beschneidung, die uns befähigt Gott zu lieben. Ohne diese Beschneidung können wir Gott nicht lieben so wie Er geliebt werden will und geliebt werden muss. Es gibt viele seelische Varianten wie Menschen versuchen Gott zu lieben, aber Gott sucht Anbeter im Geist und in der Wahrheit.

Joh 4,23
Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.

Und das können wir nur lernen wenn dieser Prozess der Beschneidung wirklich erfahren wird von uns. Und Paulus im Neuen Testament – er greift das Thema wieder auf und er redet von der Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht, sondern die Beschneidung durch Christus im Ausziehen des fleischlichen Leibes.

Kol 2,11
In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, sondern im Ausziehen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung des Christus

Und dann redet er weiter – in Kapitel 3 – und er redet dort von Zorn, von Wut, von Unreinheit und von all diesen schrecklichen Dingen, und die müssen rausgeschnitten werden.

Kol 3,5
Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist!

Und diese Liste ist nicht vollständig. Wenn wir weiter das Wort studieren, wir würden manche anderen Dinge auch noch finden: Menschengefälligkeit und Menschenfurcht sind ein Riesenproblem in der Nachfolge. Und je eher wir das erkennen und je mehr wir uns danach austrecken und sagen: „Herr, rette mich davon“ – um so besser für uns und für unseren Dienst.

Dienst darf nicht aus Menschengefälligkeit geschehen, sondern Dienst muss geschehen aus „Ich will Gott gefallen“. Und viele Male wenn du Gott gefallen willst, musst du Dinge tun, die Menschen nicht gefallen. Viele Male, wenn du Dinge tun willst, die Gott gefallen – musst du Dinge tun, die Menschen nicht gefallen. Weil nicht alle Liebhaber und Freunde der Wahrheit sind. Und je länger Menschen in der Seele gewohnt sind und man sie gelassen hat, Gott zu dienen, um so schwieriger ist es sie zur Buße zu bringen und sie aus diesem Falschen herauszubringen. Und sie werden protestieren und sie werden um sich schlagen und sie werden dich attackieren und sie werden alles mögliche tun um ihre Domäne zu verteidigen. Und sie scheuen vor nichts zurück. Vor keiner Hässlichkeit, vor keiner Bosheit, vor keiner Lüge, vor keinen Schlägen unter der Gürtellinie – sie scheuen vor nichts zurück. Hauptsache sie behalten ihre Domäne der Unabhängikeit.

Unabhängigkeit ist etwas Schreckliches. Das ist, warum Satan rausgeschmissen wurde. Weil hätte man ihn gelassen, er hätte den ganzen Himmel durcheinander gebracht.

Aber wir kennen Gott zu wenig und wir haben zu wenig Ehrfurcht und zu viel Menschenfurcht, dass wir sagen: „Wir wollen die Ordnung Gottes wirklich in der Gemeinde haben“. Wo finden wir heute eine Gemeinde wie in Ephesus, wo Jesus sagt: Das habe ich für dich, das schätze ich an dir, dass du Böse nicht ertragen kannst.

Off 2,2
Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren, und dass du Böse nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner befunden

Wo gibt es heute Gemeinden, die das von sich wirklich sagen können? „Die Böse nicht ertragen können“. Und die dafür sorgen – mit den Waffen des Lichts – nicht auf fleischliche Weise, dass Menschen entweder Buße tun oder die Gemeinde verlassen. Wo gibt es heute Gemeinden, die von sich sagen können: Wir können Böse – das heißt Menschen, die mutwillig und fortgesetzt drinbleiben in dem Lebensstil der Unabhängikeit und „ich mache, was ich will“ – die solche Leute nicht ertragen können. Heute, weil es um Größe geht und Ansehen geht und Applaus von den anderen Pastoren – man ist froh über jeden, den man kriegt. Hallo?!

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (20:00 bis 25:00)

 

Und wir geben ihnen nur Hilfestellung und Anleitung wie sie sich verbinden können mit dieser Kraft und Raum machen können für diese Kraft, dass diese Kraft in ihnen wirkt. Und diese Kraft kommt auf eine einzige Art und Weise in unser Leben: Durch das Wort Gottes! Durch das Wort!

Der Gott, dem wir dienen, ist ein Gott, der handelt durch Worte. Er tut Dinge durch sein Wort. Ob das das Universum ist, die Galaxien, er spricht und da sind sie. Und genauso als du Christ geworden bist. Wie bist du Christ geworden? Durch das Wort Gottes? Du hast das Wort Gottes empfangen und du wurdest von neuem geboren. Von neuem geboren.

So, die Schöpfung, die sichtbare Schöpfung durch das Wort – und die neue Schöpfung in Christus – durch das Wort. Und er prägt und er arbeitet und er wirkt und er formt durch sein Wort.

Und nur wenn jemand eine Wertschätzung entwickelt für das Wort Gottes und dem Wort Gottes den Vorrang gibt vor seinen Gedanken und Gefühlen, dann ist eine Offenheit für den Heiligen Geist da. Wir können tausend Mal sagen: Komm, Heiliger Geist – aber wenn wir nicht das Wort ehren, dann weiß er, dass das nicht echt ist. Und er wird nicht kommen. Weil man kann nicht den Heiligen Geist ehren und sein Wort nicht ehren, das ist nicht möglich.

Wenn wir den Heiligen Geist ehren wollen, dann sollen wir und wir müssen sein Wort ehren. Wir können das Wort nicht trennen von Gott. Und das ist ein Riesentrugschluss, der heute an vielen Stellen praktiziert und auch gelehrt wird. Da wird von einer Liebe, einer Hingabe und Intimität mit Jesus gesprochen, getrennt von einem Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes. Und das ist eine Täuschung, und es führt im günstigsten Fall in ein seelisches Imitat – und ich fürchte, sehr schnell wird das seelische Imitat in ein dämonisches Imitat sich verändern. Jakobus sagt: Die Weisheit von dieser Welt – sie ist irdisch, seelisch, dämonisch.

Jak 3,15
Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche (seelisch), teuflische (dämonisch).

Durch das Seelische öffnen wir uns für das Dämonische und es gibt mehr dämonische Aktivität im Volke Gottes als wir glauben. Und Täuschung und Betrug. Und wie werden wir bewahrt? Durch den Heiligen Geist, der uns die Augen auftut, der uns in alle Wahrheit führt, und die Wahrheit macht frei – auch vom seelischen und dämonischen Betrug. Die Wahrheit macht frei.

Joh 16,13a
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten

Joh 8,32
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Und darum sagt Jesus: Das ist ein Jünger! Ein Jünger ist jemand, der an seiner Rede bleibt, an seinem Wort bleibt – der ist wirklich ein Jünger.

Joh 8,31
Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger;

Und was wird geschehen? Er wird die Wahrheit erkennen. Die Wahrheit zu erkennen ist ein Prozess, ihr Lieben. Bis es in die Bereiche des Herzens kommt, wo diese Unabhängigkeit, diese Lust „ich regiere und ich mache, was ich will und mir sagt keiner was“ – bis da das Licht Gottes hineinscheint und wir in diesen Tiefen des Herzens wirklich umkehren können, es braucht Hingabe an das Wort Gottes. Das Wort Gottes ist ein Schwert und es dringt durch, und es trennt Seele und Geist. Und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen, der Motive des Herzens.

Hebr 4,12
Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens;

Und es kann durchaus sein, dass unsere Motive nicht sauber sind, dass unsere Motive gemischt sind und dass wir Dinge tun im Reich Gottes um gesehen zu werden, um anerkannt zu werden, um beliebt zu sein, um wichtig zu sein, um uns das Gefühl zu geben, wir sind doch etwas Besonderes. Ja, wir sind etwas Besonderes, aber der Grund, warum wir das erleben und genießen sollen, ist, weil Gott „ja“ zu uns gesagt hat, weil er uns liebt und schätzt, darum sind wir etwas Besonderes.

Nicht weil Menschen uns für wichtig halten, weil Menschen uns applaudieren: „Was hast du für einen wunderbaren Dienst in der Gemeinde und wie unschätzbar wichtig bist du doch“ und all das – nein, das ist nicht die Quelle unseres Wertgefühles. Und wir haben heute viel Dienst und viel Glamour und viel Ruhm und viel Starrummel im Reiche Gottes – aus Herzen, die niemals durch diesen Prozess der Beschneidung gegangen sind.

Gott sagt in Mose, dass er die Herzen beschneiden wird, damit wir ihn lieben von ganzem Herzen.

5 Mose 30,6
Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, dass du am Leben bleibst.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (15:00 bis 20:00)

 

So, was wir tun, ist, wir verkündigen Jüngerschaft, wir erklären die Segnungen von Jüngerschaft, und wir laden Leute ein und sagen: Wenn du ernst machen willst mit dem Herrn, dann musst du ein Jünger werden – es reicht nicht aus, dass du ein Gläubiger bist, es reicht nicht aus, dass du zur Versammlung kommst, sondern was es jetzt braucht, ist, dass du eine Entscheidung triffst zu Jüngerschaft. Und das ist eine Entscheidung zur Verbindlichkeit und das ist eine Entscheidung, dass dein Leben geprägt werden darf.

Nicht, weil dass die Leiterschaft will, sondern weil DU es willst. Weil du verstanden hast, du brauchst das.

Apg 2,37b
Was sollen wir tun, ihr Brüder?

„Was sollen wir tun?“ Die fragten doch nicht: „Was sollen wir wissen?“ Christsein ist nicht ein Ansammeln von Bibelwissen, sondern Christsein ist ein Hineingeprägt und Hineingestaltet Werden in das Wesen Jesu, in Demut und Sanftmut. Das ist, was Jesus gesagt. Das sollen wir lernen von ihm: Kommt zu mir, lernt von mir, denn ich bin demütig von Herzen.

Mt 11,29
Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und „ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen“

Und Demut ist das Gegenteil von Unabhängigkeit. Wenn wir Jesus sehen in seinem wunderbaren Leben mit dem Vater, da war diese Abhängigkeit, die er erwählt hat, die er geschätzt hat, die er gepflegt hat. Er sagt: Ich tue allzeit, was dem Vater gefällt, und die Worte, die ich rede, die hat der Vater mir gegeben. Ich rede nicht meine eigenen Worte, ich treffe nicht meine eigenen Urteile nach meinen Wünschen und nach meinen Vorlieben, sondern so wie der Vater mich gelehrt hat, so rede ich.

Joh 8
28 Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöhen werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und nichts von mir selber tue, sondern, wie mich der Vater gelehrt hat, so rede ich.
29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er lässt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.

Ist das dein Wunsch, ein solcher Mensch zu werden? Ist das dein Wunsch in diese Abhängigkeit, in diese Verbindung, in diese Beziehung mit dem Vater hineinzukommen? Dann ist Jüngerschaft der Weg wie du das lernst.

In dem Text, den ich vorgelesen habe, sehen wir auch gleich etwas ganz, ganz wesentliches, was sie den Jüngern beibringen.

Apg 14
22 Sie stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und sagten, dass wir durch viele Bedrängnisse (oder Drangsale oder Trübsale oder Leiden) in das Reich Gottes hineingehen müssen.

Das, was einen normalen weltlich gesinnten Gläubigen von einem Jünger unterscheidet, ist, er hat verstanden, es braucht mit Gottes Hilfe und mit Gottes Gnade ein „Ja“ zum Leiden. Christsein heißt, ich habe ein „Ja“ gefunden zum Leiden. Nicht, dass ich leiden toll finde, dass ich leiden liebe, aber dass ich weiß, leiden gehört dazu. Und ich sage „Ja“ dazu. Und das ist vielleicht eins der größten Versäumnisse der letzten Jahrzehnte, wir haben ein Evangelium verkündigt, in dem Leiden keinen Platz hat.

Und darum haben die Leute keine Lust wenn du sagst: Am Samstag machen wir Gemeindeputz. Weil das macht nicht Spaß, das Wetter ist schön, ich hab mir was vorgenommen und wir wollen noch die Grillsaison starten. Und wieso jetzt den Putz? Und was hab ich überhaupt davon? Ich kann ja ein ander Mal kommen, und da sind so viele und wir wissen sowieso nicht irgendwie wie wir mit so vielen Leuten so wenig Arbeit irgendwie bewältigen können – also ich helfe den anderen noch indem ich wegbleibe.

Man kann sich die tollsten Sachen einreden und sich noch dabei toll fühlen und verbrämt (mit sprachlichen Ausdrucksmitteln verhüllen/verschleiern/beschönigen) und versteckt eigentlich nur seinen Egoismus.

Und das ist ja noch das geringste, was es an Leiden gibt. Dass man seine Freizeit opfert, dass man seine schönen Pläne mal hingibt und dass man etwas tut wozu man keine Lust hat. Wer hat schon Lust zu putzen? Es gibt ganz wenige Menschen, die Lust haben zu putzen. Das ist meistens nicht so in unserer Natur angelegt, aber es ist notwendig. Es ist notwendig. „Es wendet die Not“. Und wir drücken damit aus: Ich bin Teil dieser Familie, ich übernehme meine Pflichten. Ich habe nicht nur Rechte, ich habe Pflichten, und ich entziehe mich dem nicht.

So, Jüngerschaft heißt, wir wollen Menschen da hinbringen so tief und so schnell wie möglich wirklich auf eine reale Weise mit Gott, mit der Kraft Gottes verbunden zu sein. Weil wir machen Menschen zu Jüngern, aber wir können sie nicht verändern. Wir können nicht Menschen verändern, wir können ihr Herz nicht verändern, wir können ihren Charakter nicht verändern, wir können gar nichts tun. Aber wir wissen, Gott kann und Gott will. Und wir helfen ihnen wie sie mit Gott in tiefer, echter Weise verbunden sein können, und dann wirkt die Kraft Gottes in ihnen, und sie prägt sie um, und sie verändert sie, und sie wirkt dieses wunderbare Werk der Heiligung – es ist die Kraft Gottes.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (10:00 bis 15:00)

 

Und das sind alles Motive, die taugen nicht für ein Leben im Reich Gottes. Sondern wir brauchen Gott, der in uns wirkt, der unsere Herzen verändert, dass unsere Herzen umgeprägt werden, umgeformt werden, und dass in unseren Herzen immer stärker dieser Wunsch wird, wir wollen für seine Ehre leben. Wir wollen ihn groß machen, wir wollen das tun, was nicht wichtig und interessant und ansprechend in unseren eigenen Augen ist, sondern das, was er uns geboten hat.

Und wir wollen sicher sein, dass wir das richtige tun. Wenn Gott etwas gesagt hat, und das ist deine Berufung, dann ist das 20 Jahre später immer noch so. Und nicht alle paar Monate ändert sich das. Das ist ein Zeichen, dass du von dir selbst geleitet bist. Das ist ein Zeichen, dass du in Täuschung bist. Und warum sind wir in Täuschung? Weil wir nicht in Jüngerschaft sind, weil wir die Kraft des Kreuzes nicht kennen.

So, ein Jünger ist jemand, der besonnen ist. Der sagt: Hej, da gibt es so viele Gefahren im christlichen Leben, und der einzige Weg durch dieses Minenfeld ist der Weg des Kreuzes – das ist der einzige Weg, und den wähle ich.

Ps 25,12
Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.

Jesus sagt: Wir nehmen unser Kreuz. Wir kriegen das nicht aufgedrückt, wir nehmen das freiwillig oder wir lassen’s halt.

Mt 16,24
Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach!

Was ist das Kreuz? Das Kreuz ist eine Hingabe an den Willen Gottes, an die Wahrheit, an das Wort. Du findest das Kreuz jedes Mal da, wo dein Wille sich kreuzt mit dem Willen Gottes, und wo du schon erklärt hast, und jetzt wieder praktisch umsetzt und wieder neu bestätigst – Nicht mein Wille, sondern sein Wille.

Lk 22,42b
doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!

Da findest du das Kreuz, und da erlebst du die Kraft des Kreuzes. Und das ist in Hunderten von Kleinigkeiten jeden Tag. Und das Fleisch sagt: „Komm, bleib liegen und du bist müde, es war gestern so ein schwerer Tag, du musst nicht jeden Tag aufstehen und Gott anbeten, du musst nicht im Wort sein, du willst ja nicht gesetzlich sein“. Das Fleisch hat alle möglichen Erklärungen, aber du verstehst, du bist hingegeben an Gottes Ordnung und Gottes Ordnung regiert dein Leben und nicht deine Gefühle. Nicht mehr deine Gefühle und deine Wünsche, sondern was sagt Gott, was ist richtig, was ist die Wahrheit, was ist die Ordnung Gottes?

Und diesen Lebensstil kann man nur lernen in Anleitung. Man kann nicht einen unsichtbaren Gott ehren mit Unterordnung wenn man nicht willens und imstande ist sich Menschen unterzuordnen, die man sehen kann.

Das Wort Gottes sagt: Wenn du den Bruder, den du sehen kannst, nicht liebst – dann musst du dir nicht einbilden, du liebst Gott.

1 Joh 4,20
Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen hat.

So, da ist sozusagen meine Haltung zu Gott, die sich ausdrückt in der Haltung gegenüber Menschen. Und genauso sage ich auch: Du kannst niemals lernen Gott zu gehorchen wenn du nicht auch Menschen dich unterordnen kannst.

Und da ist der Punkt: Jüngerschaft ist Verbindlichkeit, Jüngerschaft ist: Hier ist mein Platz, ihr seid meine Leiterschaft, ich glaube, dass ich hier von Gott gesetzt bin, und ihr dürft in mein Leben sprechen. Und ihr dürft mir helfen, und ihr dürft mir raten und mich korrigieren und mir einfach Anleitung und Hilfestellung geben, wie ich die Ordnung Gottes in mein Leben bekomme – in meine Finanzen, in meine Ehe, in meine Arbeit, in alle Bereiche meines Lebens die Ordnung Gottes aufzurichten. Das ist, worum es geht.

Wir haben diese Entscheidung getroffen, Jesus ist Herr. Aber jetzt soll das umgesetzt werden, jetzt soll das gelernt werden und praktiziert werden.

Und meine Beobachtung ist die, dass wir heute westentlich höheres Maß an Unabhängigkeit in der Gemeinde haben oder im Volke Gottes haben als noch vor 30 oder 40 Jahren. Ein wesentlich höheres Maß von Unabhängigkeit, eine wesentlich höhere Bereitschaft, schnell beleidigt zu sein. Eine Korrektur und weg sind sie! Feuer und Flamme – wow, das ist mein Platz, hier hat Gott mich hingesetzt, toll, wunderbare Musik, hier bin ich richtig! Eine Korrektur – und sie sind weg und nicht mehr gesehen. Hallo?!

Was sagt uns das? Menschen, die in der Seele leben, die nicht wirklich vom Geist geleitet sind.

So, das ist keine Kleinigkeit, das ist nicht ein Randkonzept, sondern das ist das Zentrum des Evangeliums – Jüngerschaft. Ohne Jüngerschaft lernen wir nicht diesen Lebensstil des Reiches Gottes.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (05:00 bis 10:00)

 

Das Kreuz ist das einzige Mittel, das Gott uns gegeben hat, um von diesem, erbärmlichen, pseudo-christlichen Leben der Unabhängigkeit, wo wir in der Gesinnung und der Mentalität dieser Welt versuchen jetzt christlich zu leben. Und immer noch: „Ich mache, was ich will!“

Das Kreuz ist das einzige Mittel, das Gott uns gegeben hat, durch das wir befreit werden können von diesem schrecklichen Zeug. Und nur ein Jünger lernt, sein Kreuz zu nehmen. Ein Gläubiger weiß nichts vom Kreuz, aber ein Jünger lernt sein Kreuz zu nehmen. Jesus sagt: Du nimmst dein Kreuz täglich und du verleugnest dich selbst und du folgst ihm nach.

Luk 9,23
Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach!

Man kann nicht Jesus im biblischen Sinne nachfolgen ohne sein Kreuz zu nehmen, das ist völlig unmöglich. Darum sagt:

Gal 5,24
Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.

Die Christus Jesus angehören, die wirklich ihm gehören, die haben ihr Kreuz genommen, die haben ihr Fleisch gekreuzigt mitsamt den Lüsten und Begierden.

Und was sind diese Lüste? Das sind nicht unbedingt so die Dinge, die wir denken – ja, so Unreinheit und Pornographie oder ins Bordell gehen oder irgendwie solche Dinge – es sind diese Dinge: „Ich will ich selber sein – ich will bestimmen – ich will regieren – ich will einfach das tun wozu ich Lust habe!“

Das ist die Ur-Sünde der Unabhängigkeit. Bibel nennt das Stolz. Und durch das Kreuz werden wir davon befreit. Hallelujah. Danke für das Kreuz. Und jeder, der wirklich glaubt, was die Bibel sagt über seine Natur, dass er von neuem geboren ist, aber gleichzeitig noch dieses schreckliche Ding in sich hat, was die Bibel „Fleisch“ nennt – dieses Fleisch, das sich nicht beugen will, dass sich nichts sagen lassen will, dass sich nicht beraten lassen will, dass sich nicht führen lassen will, dass Herrschen will, dass Dominieren will, dass Unterdrücken will, dass einfach lauter hässliche Dinge tun möchte und Gott nicht ehren möchte – dieses Fleisch tragen wir uns rum. Wenn wir das wirklich glauben, dann sagen wir: „Hilfe! Ich bin gefährlich! Gefährlich für mich und gefährlich für andere! Ich brauche Hilfe, ich brauche Anleitung!“

Und dann verstehen wir, Jüngerschaft ist ein Schutz, den Gott dir gibt. Das ist ein Schutz für dich vor dir selbst und ein Schutz vor allen möglichen Dingen, die da hineinkommen wollen in dein Leben. Und nicht nur du wirst geschützt, auch die um dich herum werden geschützt. Wir sind gefährlich, wir sind extrem gefährlich. Das Fleisch ist in Feinschaft gegen Gott – sagt das Wort Gottes.

Röm 8,7a
weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist

Das ekelhafteste am Fleisch ist, es kann sich religiös gebährden, es kann so tun als würde es ein Gott wohlgefälliges Leben tun – es kann sich mit ganz vielen Dingen schmücken und dahinter ist immer noch diese ekelhafte Unabhängigkeit: „Ich lasse mir nichts sagen“. Das ist das gefährlichste am Fleisch – das religiöse Fleisch ist das Schlimmste.

Und dank sei Gott für das Kreuz. Und das Kreuz kommt in dein Leben mit Jüngerschaft. Und ohne Jüngerschaft kommt kein Kreuz in dein Leben.

Lk 14,27
Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.

Und der eigentliche Grund warum wir heutzutage in der christlichen Landschaft so ein Durcheinander haben ist, weil wir ein Evangelium haben ohne Kreuz. Weil viele, viele Menschen in der Gemeinde sitzen, die sagen: „Jesus, Jesus“, aber sie haben nie sich gebeugt, sie haben nie Buße getan, sie haben niemals gesagt: „Ich brauche das Kreuz – ich will erlöst werden von diesem Hang der Unabhängigkeit und der Unwahrhaftigkeit“. Sie haben niemals die Kraft des Kreuzes in ihrem Leben gesucht und erlebt.

Und das sind Menschen, die mit großer Leichtigkeit immer sagen: „Der Herr hat mir gesagt“ und „Der Herr hat mir das gesagt“ und „Der Herr hat mir das gesagt“. Und weißt du, alle paar Wochen hat der Herr was neues gesagt. Und einmal sollen sie das machen, und sie haben ihre Berufung gefunden, und sie sollen diese und jene Dinge tun – ein paar Monate später auf einmal was total anderes. Ja, hat Gott alles vergessen, was er gesagt hat? Und nie hörst du „Ich war geleitet von meiner Seele, ich tue Buße, und jetzt werde ich keine Sachen mehr anfangen ohne dass ich Menschen habe, die sagen: Ja, wir haben gebetet und wir sehen, das ist wirklich von Gott – go for it und wir sind mit dir“. Sie machen das immer alles alleine, und sie haben überhaupt keine Bedenken, irgendwelche Entschlüsse zu treffen – egal, was für Projekte das sind, egal, was für Berufungen das angeblich sind – da ist überhaupt keine Gesinnung da: „Vielleicht bin ich getäuscht von Wünschen in meinem Herzen, von denen ich noch gar keine Ahnung hab, vielleicht werde ich getrieben von Ehrgeiz, vielleicht will ich groß sein, geehrt werden, angesehen werden, geachtet werden, geliebt werden oder irgendetwas“.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (00:00 bis 05:00)

 

Auf dem Herzen Gottes ist die Gemeinde. Sie ist ihm so wichtig und so kostbar, und er will durch die Gemeinde großartige Dinge tun. Und wir haben noch nicht gesehen, was Gemeinde wirklich bedeutet. Und Gott will uns in neue Dinge hineinführen. Und er tut das, indem er sein Licht scheinen lässt auf Wahrheiten, die schon immer in diesem Buch standen, aber die wir nie wirklich ergriffen haben, die wir nie wirklich verstanden haben, die wir nie wirklich angepackt haben und ausgelebt haben.

Und eine dieser Wahrheiten, die im Moment vom Heiligen Geist betont werden, Jesus sagt: Wer Ohren hat, der soll hören, was der Geist der Gemeinde zu sagen hat.

Off 2,7
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Der Geist Gottes sagt heute etwas anderes als er vor 30 Jahren. Er sagt etwas anderes. Und er sagt präzise Dinge über die Pläne Gottes. Und was der Heilige Geist betont – nach dem wie ich es verstehe – ist, dass wir in einer Zeit der Vorbereitung leben. Und dass es sehr, sehr ernst wird. Und dass wir gut daran tun uns wirklich an den Herrn zu hängen und an sein Wort zu klammern, weil er sagt: „Er kennt mich, darum will ich ihn erretten“.

Ps 91,14
Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Und die Gemeinde wird gewaltige Errettung sehen in einer Zeit der Bedrängnis und des Durcheinanders und des Chaos, und sie wird mächtige Segnungen erleben, und sie wird ein Werkzeug sein in der Hand Gottes um viele, viele Menschen hinein zu bringen in das Reich.

So, eine dieser Wahrheiten, die jetzt dran sind, wirklich angenommen zu werden und umarmt zu werden und ausgelebt zu werden, ist diese Sache, was ich gestern kurz begonnen habe: Dieses ganze Thema „Jüngerschaft“.

Lasst uns in das Wort Gottes gehen zu diesem Thema. Ich werde heute die Zeit benutzen um noch mehr zu diesem Konzept, zu diesem Plan Gottes einfach zu sagen. Wir beginnen einmal mit Apg 14.

Apg 14
21 Und als sie (Paulus und Barnabas) jener Stadt das Evangelium verkündigt und viele zu Jüngern gemacht hatten, kehrten sie nach Lystra und Ikonion und Antiochia zurück.
22 Sie stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und sagten, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich (Königsherrschaft) Gottes hineingehen müssen.

Hier sehen wir: Was sie getan haben, nachdem Menschen sich bekehrt haben, sie haben sie zu Jüngern gemacht. So, da ist ein Unterscheid zwischen einem Bekehrten und einem Jünger. Wenn die Bekehrten schon Jünger wären, dann können sie sie nicht mehr zu Jüngern machen. Also waren da Bekehrte, und die wurden zu Jüngern gemacht. Sie waren nicht zufrieden, dass Menschen gesagt haben, „ich habe Jesus angenommen, er ist mein Retter, er ist mein Herr“, sondern sie haben gesagt: Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an. Sie haben Menschen zu Jüngern gemacht. Jünger werden gemacht, Jünger kommen nicht einfach so irgendwie zustande, weil es der Wille Gottes ist, sondern wir spielen einen Teil als Gläubige, die wir schon da unterwegs sind mit dem Herrn – wir spielen einen Teil in Gottes Plan. Wir machen Jünger. Die kommen nicht einfach so durch Gebet zustande, sondern durch ganz praktische Arbeit.

Sie haben Jünger gemacht. Warum haben sie das getan? Ganz einfach deswegen, weil Jesus ihnen das geboten hat. Die Apostel haben getan, was Jesus ihnen geboten hat. Und er hatte gesagt: Geht hin, verkündigt das Evangelium und macht zu Jüngern …

Mt 28,19a
So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker

Und die folgenden Worte beschreiben, was ein Jünger ist:

Mt 28,20a
und lehrt sie halten alles, was ich euch geboten habe.

Ein Jünger ist jemand, der lernt den Lebensstil im Reiche Gottes. Und er muss das anhand von Beispielen, anhand von konkreten, anfassbaren Menschen lernen, denen er erlaubt, in ihr Leben hineinzusprechen.

Es geschieht nicht einfach nur so: Du und deine Bibel. Sondern es geschieht durch Anleitung, es geschieht durch einen praktischen Prozess. Ein Jünger ist ein Lernender – das ist der Begriff. Ein Lernender.

Wie kamen sie am Anfang als der Heilige Geist ausgegossen wurde in die Gemeinde? Mit dieser einen Frage: „Was sollen wir tun?“

Apg 2,37
Als sie aber das hörten, ging’s ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?

So begann die Gemeinde. Und so beginnt jedes normale Christenleben, dass man sich der Leiterschaft hingibt und sagt: Bitte, jetzt sag mir, was soll ich tun?

Jüngerschaft ist Gottes einzigartiger Weg uns zu befreien von unserem Selbstleben, von unserer Unabhängigkeit, von unserer Unwahrhaftigkeit, von unserer Lust, einfach nur das zu tun, wozu wir gerade Lust haben.

Es gibt keine andere Möglichkeit von dieser Ur-Lust – „ich mache mein Ding, ich will mir nichts sagen lassen, ich will unabhängig sein, ich will frei sein, ich mache das, wozu ich Lust habe – es gibt keinen anderen Weg, davon frei zu werden als durch das Kreuz.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (30:00 bis 35:00)

 

Ich erinnere mich an einen Baptisten-Jungen, der kam zu mir, ich glaube, er war 13 oder 14 Jahre. Und er sagte: „Ich will, dass du für mich betest für die Taufe im Heiligen Geist“. Ich sage: „Ja, lass uns erstmal das im Wort studieren“, und ich wollte mein einstündiges Bibelstudium beginnen mit ihm, das ich so habe für meine evangelikalen Geschwister. Dann gehe ich eine Stunde so durch die Bibel und wir schauen uns alles an bis jede Frage geklärt ist. Und dann sagt er: „Das kannst du dir alles schenken, wenn du mir die Hände auflegst, empfange ich sofort“.

Ich habe nur die Hände aufgelegt, ich sage: „Danke Vater“ – der machte seinen Mund auf und er redete in Sprachen wie ein Weltmeister. Als würde er das schon viele, viele Jahre tun, laut und klar und präzise in einem unwahrscheinlichen Fluss. Und wenn du für andere betest, du möchtest auch Erfolge sehen, nicht wahr? Du möchtest nicht mit Schrecken an das letzte Mal zurückdenken, also sei klug, sorg dafür, dass die Voraussetzungen wirklich da sind – finde heraus, weiß derjenige wirklich, dass ihm das zusteht?

Jesus sagt in Lukas 11,9a
Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden

Jeder, der bittet, empfängt.

Und dann diese allgemeine Verheißung über Gebet und Gebetserhörung spitzt er dann zu auf den Heiligen Geist:

Luk 11,13b
wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Und dann frage ich: „Okay, was ist die Voraussetzung oder was ist die Bedingung, die Jesus nennt, um den Heiligen Geist zu empfangen?“ Und ich lege ihnen das vor, lass oftmals diese Geschwister selber Lukas 11,9-13 laut lesen, und dann sage ich: „Was sagt Jesus hier, was ist die Voraussetzung um das zu bekommen?“

Und du glaubst es nicht, was du dann für Antworten hörst! „Ja, wir müssen ein heiliges Leben führen“. Ich meine, ich bin nicht dagegen, ein heiliges Leben zu führen, aber das ist nicht, was Jesus sagt, was notwendig ist, um den Heiligen Geist zu empfangen. Und viele, viele andere Dinge. Jesus sagt: Die Voraussetzung ist zu bitten.

Der Vater wird geben denen, die ihn bitten. Er wird geben.

Und ich sage dann immer: „Pass auf, ich weiß eins – wenn wir jetzt bitten, Gott wird geben.“ Sogar in einer Weise: Gott MUSS geben.

Und so habe ich schon manchen Zweifler irgendwie aus seinem Sumpf rausgezogen und hab gesagt, „du, pass auf, wenn wir jetzt beten, egal wie lange du schon vorher gebetet hast, wenn wir beten jetzt, ich garantiere dir, es funktioniert“. Wenn es nicht funktioniert, wir klappen unsere Bibel zu, tun die in den Mülleimer und wir gehen einen saufen.

Wenn Gott an dieser Stelle seine Verheißung nicht hält – das hört sich drastisch an, aber wir müssen mal wirklich die Dinge realistisch anschauen – wenn Gott uns hier eine nette Verheißung gegeben hat nur fürs Andachtsbuch, so was so einen kleinen Moment ein erhebenes Gefühl gibt, aber er schert sich nicht den Dreck darum, seine Verheißung, die er gegeben hat, zu erfüllen – dann wie kann ich sicher sein, dass er es nicht mit den anderen Verheißungen auch so macht?

Entweder Gott ist wahrhaftig oder ich kann sowieso das ganze alles total von vornherein vergessen. Jedenfalls ist mein Denken so.

Ein „so tun als ob“ und nur irgendwie nette andächtige Gedanken irgendwie fühlen oder sowas, darum geht es doch nicht. Das haben wir schon Jahrhunderte lang gemacht und es hat Europa nie verändert. Und es wird Zeit, dass wir wirklich den Gott der Bibel nehmen wie er es gerne möchte, nämlich er sagt: „Ich verändere mich nicht, ich wache über meinem Wort“.

Mal 3,6a
Denn ich, der Herr, verändere mich nicht

Jer 1,12
Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde über meinem Wort wachen, es auszuführen.

Und all diese wunderbaren Dinge. Er hat gesagt: Wenn ihr bittet, ich gebe.

Lukas 11,9a
Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden

Geht doch davon aus! Und viele gehen ganz stark davon aus, dass Gott nicht gibt. Und das ist dann auch, was sie dann erleben müssen, weil es gar nicht anders geht.

Okay, da ist also dieses Gebet im Glauben um den Heiligen Geist. Das ist der dritte Punkt.

Und der vierte ist: Nachdem man gebetet hat, was tut man? Ja, ich weiß, was viele dann tun – sie warten auf ein Gefühl, das ihnen bestätigt, sie haben bekommen, worum sie gebeten haben. Aber Jesus sagt: Der Vater wird geben. Okay, wenn Jesus gesagt hat, der Vater gibt, dann – wenn ich bitte, dann was gehen mich Gefühle an, ob die das bestätigen oder nicht? Jesus hat mir schon bestätigt, dass der Vater gibt. Also – was tue ich? Ich sage: „Danke Vater, du hast mir gegeben!“ Und die Gefühle sagen: „Ja, Moment einmal, wir sind auch noch da, wir haben noch gar kein Okay gegeben, noch gar kein grünes Licht, wir haben noch keine Bestätigung gegeben, über was freust du dich?“ – „Darüber, dass Gott treu ist und dass er sein Wort hält 100%“.

Darauf können wir etwas bauen – unser ganzes Leben können wir darauf bauen, glaubt mir das. So, wir bitten einfach im Glauben und wir empfangen im Glauben und wir sagen Danke. Ein artiges Kind wird trainiert, es sagt Danke wenn es etwas bekommen hat. Wenn meine Kinder mit mir einkaufen gehen, dann kriegen sie oftmals an der Tankstelle oder an der Reinigung oder an verschiedenen Stellen Bonbons und ich achte darauf, dass sie dann wirklich auch Danke sagen. Und wenn du den Vater bittest um den Heiligen Geist – Gott hört das, Gott gibt, also sag Danke.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (25:00 bis 30:00)

 

Ja, das haben mir Leute schon so gesagt. Mit frommen Worten wird einfach diese Hingabe des Glaubens wie sie wirklich von uns zum Ausdruck gebracht werden soll und auch in einer Weise „muss“ – diese Hingabe wird umgangen mit einer Theologie: Gott in Seiner Souveränität hat es doch irgendwie anders. Ich erinner mich mit Schrecken an eine solche Gebetszeit, wo jemand den Heiligen Geist haben wollte. Und ich fragte ihn all die Dinge, ob er darüber Bescheid weiß.

Ob er weiß, das ist der erste Punkt, weiß er, dass das eine Erfahrung ist, die jedem Christen zusteht und dass er sie haben kann ohne länger darauf zu warten? Oder manche möchten sich auch erstmal heiligen, sich vorbereiten, sich reinigen. Alles in Ehren, aber tu das mit dem Heiligen Geist zusammen – er ist der Geist, der heiligt.

Wir haben viel zu heiligen, auch nach der Geistestaufe, dann gehts eigentlich erst richtig los. Und die Vorstellung „wir heiligen uns erstmal und dann empfangen wir den Heiligen Geist“ beinhaltet in sich: Um sich zu heiligen braucht man gar nicht den Heiligen Geist. Das ist dann nur noch so eine Garnierung oben drauf.

Wahres geistliches Leben – du kannst hinschauen, wo du willst – also wo wirklich der Charakter verändert wird und nicht religiös übertüncht wird, wirklich der Charakter verändert wird und wo dann die Kraft dazu kommt, die wirklich Menschen erreicht, befreit und heilt und motiviert und wo Wachstum dann da ist – kommt ohne den Heiligen Geist nicht zustande. Wir sind da abhängig von ihm.

Also, das ist das erste: Belehrung. Wir müssen belehrt sein vom Worte Gottes – das ist eine Erfahrung, die gilt jedem, der Kind Gottes ist, und er soll sie haben und zwar dann wenn er Kind Gottes geworden ist. Nicht dann noch Jahrzehnte später. „Habt ihr den Geist empfangen als ihr gläubig wurdet?“

Apg 19,2a
und sprach zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig geworden seid?

Und wir müssen auch zeigen in dieser Belehrung, dass es nicht darauf ankommt, wann gibt Gott – wenn wir ganz theologisch exakt sein wollen – Gott hat schon gegeben zu Pfingsten. Paulus sagt: Er hat den Geist reichlich ausgegossen.

Titus 3
5 rettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.
6 Den hat er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns ausgegossen

Reichlich! Alles, was wir brauchen an Heiligem Geist, ist ausgegossen. Es geht nicht darum, wann wird Gott mich erfüllen mit dem Heiligen Geist, sondern wann stecke ich endlich meine Nase in das Buch, erkenne wie eine Verheißung im Glauben genommen wird und handle aufgrund dieser Verheißung? Das ist es, worum es geht.

Wir sehen auch die Apostel. Wenn sie gebetet haben, sie haben nicht gebetet, dass Gott doch bitte geben möge, sondern sie haben gebetet, dass die anderen empfangen. Das ist etwas total anderes. Die haben an der Empfängerseite gearbeitet, nicht an der Absenderseite. Daran liegt es!

Und diese Belehrung muss so intensiv sein, dass wir wirklich dann eine Gewissheit haben, dieser Segen ist für mich, Gott bietet in mir an, Gott will, dass ich in jetzt habe, und es geht darum, dass ich nehme, nicht, dass Gott etwas tut. Das muss der Inhalt dieser Belehrung sein. Und ich prüfe das nach bevor ich mit jemandem bete. Ich bete nicht für jeden, der einfach nur mich darum bittet, sondern ich überprüfe, ob die Voraussetzungen zum Gebet überhaupt gegeben sind.

Ich sage: Wenn wir jetzt beten um den Heiligen Geist – wirst du ihn jetzt bekommen? Und wenn er oder sie mir sagt: „Ja, ich hoffe, ach, das wär schön, bei dem neulich hast du auch gebetet, das hat auch geklappt“ – das ist keine Basis für wirklichen Glauben. Glaube weiß, dieser Segen ist von Gott mir verheißen, der gehört mir, er ist in Reichweite, ich kann ihn nehmen, ich werde ihn jetzt nehmen, und dann habe ich ihn auch. Das ist Glauben. Und egal um welches Thema es dann geht. Aber jetzt hier konkret Erfüllung mit dem Heiligen Geist.

Es bringt nichts, immer wieder darum zu beten, sondern wirklich Raum zu geben, das Wort zu studieren, so dass Glaube wirklich entsteht. Das kann bei manchen ganz, ganz schnell sein, und das kann bei manchen, besonders wenn sie anders gelehrt worden sind, in einer Tradition aufgewachsen sind, es kann Jahre dauern. Es gibt Menschen – alles, was sie wissen über den Heiligen Geist: Man muss ganz vorsichtig sein. Das ist, was manche Christen darüber wissen, das ist das einzige. Und es braucht Gebet manchmal, Fürbitte und intensive, breit angelegte Lehre, um diese religiösen Festungen wirklich auszuräumen.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (70:00 bis Ende)

 

Wie ein Raucher, der aufhört zu rauchen und sagt: „Hej, ich habe den ganzen Tag heute nicht mehr geraucht! Super. Morgen werde ich wieder den ganzen Tag nicht rauchen. Übermorgen werde ich sagen: Ich hab schon zwei Tage nicht mehr geraucht. Super, also ich kann zwei Tage nicht rauchen. Also werde ich auch die nächsten zwei Tage nicht rauchen“. Danach sagt er: „Ich hab vier Tage nicht geraucht. Und ich kann vier Tage ohne Zigaretten leben. Wenn ich vier Tage leben kann, kann ich nochmal vier Tage leben“. Und so lernt er, sich Etappen-Ziele zu setzen. Und selbst wenn er einen Rückfall haben sollte. Dann sagt er: „Ja, war alles umsonst, siehste – hat nicht funktioniert! – Nein! Er kann zurückschauen und sagen: Ich habe tagelang nicht geraucht – es ist möglich, es funktioniert.

Und das geht mit Selbstbefriedigung, das geht mit hässlichen Worten, das geht mit Zorn, das geht mit irgendetwas. Arbeite an deinen Bestzeiten, trainiere, bekomme eine Sportler-Mentalität.

Und das aus meinem Munde? Meine Güte!

Okay – es gibt so viel noch zu sagen, wir müssen noch drei Tage dranhängen. Der Glaube, den die Apostel gelehrt haben.

Und ich gebe nur noch Themen für Bibelstudien jetzt, und damit beende ich die Botschaft:

Was sind die Merkmale des Jesus der Bibel, den die Apostel gelehrt haben? Endzeitverführung heißt: Falsche Jesusse werden gepredigt, falsche Evangelien werden gepredigt. Was sind die Merkmale von dem Jesus der Bibel, den die Apostel gelehrt haben?

Was sind die Merkmale des wahren Evangeliums, das Paulus gepredigt hat? Was ist der Unterschied zwischen dem echten Evangelium und dem falschen Evangelium?

Der Unterschied zwischen echter Gnade und falscher Gnade?

Diese Dinge müssen wir kennenlernen, damit wir wissen, das ist, was die Apostel gelehrt haben. Und wir bleiben bei dem, was die Apostel gelehrt haben, denn das funktioniert und das wird uns durch alle Endzeitverirrungen und -verwirrungen und allem Chaos hindurch begleiten und wird uns wie eine Schneise sein mitten durch diesen Dschungel von verrückten Ideen, die im Laufe der Jahre immer verrückter werden.

Ihr Lieben, heute kommen Dinge auf den Markt – wenn das vor 30 Jahren jemand prophezeit hätte, dass von ernsthaft auftretenden Dienern Gottes solcher Müll produziert wird – vor 30 Jahren, wenn das jemand prophezeit hätte – die hätten gesagt: Niemals! So ein Schwachsinn kann sich keiner ausdenken. Und heute kommt eine Welle nach der anderen von dummem Zeug. Und der einzige Schutz ist, du kennst das wahre Evangelium, du kennst das Wort Gottes, du bleibst in dem Glauben, den die Apostel gelehrt haben. Und so wirst du deinen Weg sicher zuende gehen. Und das ist das Ziel von dieser kleinen Serie. Ich habe jetzt aus Zeitgründen viel weggelassen – irgendwie denke ich, dass schon fast wieder eine halbe Stunde rum ist, die ich gesprochen habe und ich soll einfach jetzt mal Schluss machen.

Komm, wir beten aber noch, du hast so lange gesessen, jetzt darfst du mal stehen und hör zu, was ich bete. Und ich mache mich zu deinem Mund und du kannst auch mit deinem Herzen übereinstimmen und sagen: Herr, genau das will ich auch, genau das brauche ich, gib mir Klarheit, gib mir vernünftige Entscheidungen.

Abschlussgebet.

Vater, wir danken dir, dass du in deiner Gnade dich herabgeneigt hast und uns den Weg gezeigt hast wie man mit dir leben kann. Wie man dich kennenlernen kann, wie man dir gefallen kann. Wir danken dir für die Lehre, die wir haben im Worte Gottes, für die Lehre, die die Apostel gelehrt haben um den Menschen zu helfen, dich kennenzulernen und ein Leben zu deiner Ehre zu führen. Vater, wir wollen den Glauben der Apostel haben, wir wollen das haben, was sie gelehrt haben, nicht irgendwas anderes, nicht irgendwelche Abweichungen, die kleinsten Abweichungen werden wir nicht tolerieren. Sondern wir wollen an dieser Stelle ganz klar sein und wir wollen das behalten, was du uns gegeben hast.

So, öffne uns die Augen über die Macht deines Wortes, öffne uns die Augen über unseren Lebensstil, wie wir mit dir umgehen sollen, mit deinem Wort umgehen sollen, damit dein Wort sich entfalten kann in Kraft, in Wiederherstellung, in Erneuerung, in Ermutigung, in Hoffnung, in Zuversicht, in Klarheit, in Geradheit, in Furchtlosigkeit, in Sorgenlosigkeit. Vater, lehre uns wie wir mit dir leben sollen. Lehre uns wie wir dein Wort achten sollen. Wie wir dein Wort schätzen sollen. Hilf uns über dein Wort zu denken wie du denkst über dein Wort und mehre unsere Wertschätzung und unsere Dankbarkeit für dein wunderbares Wort. Hilf uns, dein Wort mehr zu leben. Hilf uns, David nachzueifern und so ein Verlangen zu haben nach deinen Worten, nach deinen Ordnungen, nach deinen Geboten, deinem Gesetz.

Hilf du uns, Vater, den Glauben zu lernen und zu behalten und dann weiterzugeben – den Glauben, den die Apostel gelehrt haben. Und wir danken dir, dass das dein Interesse ist und du wolltest das viel, viel mehr als wir das je wollten – auch als wir es jetzt wollen. Du willst das viel mehr und wir setzen unsere Hoffnung nicht auf unsere Fähigkeiten und auf unsere Beständigkeit oder unsere Charakterstärke – wir setzen unsere Hoffnung auf deine Treue. Du bist imstande uns zu bewahren vor dem Straucheln und uns makellos vor dein Angesicht hinzustellen. Du bist imstande uns zu leiten und zu führen, uns zu erziehen und zu prägen.

Und Vater, wir sagen dir: Wir wollen das. Wir wollen deinen Sohn ehren, indem wir sein Wort ehren. Wir wollen Menschen werden, die ein lebendiges Zeugnis sind von der Kraft von Golgatha. Wir wollen zeigen, es war nicht umsonst. Hallelujah.

So, hilf du uns, erbarme dich über uns, gib du uns Weisheit, gib uns Licht. Entlarve du jeden sich selbst rechtfertigenden und entschuldigenden und aus der Verantwortung stehlenden Gedanken. Zerstöre das alles in uns. Und gib uns eine Gesinnung, wie Jesus sie hatte, dich zu erfreuen alle Zeit und dich zu ehren.

Vater, wir lieben dich und wir begehren, dich mehr zu lieben. Mach uns nüchtern und klar und besonnen. Und mach unseren Weg gerade, durch das Licht, das du uns schenkst. Da ist ein Licht, dein Wort ist ein Licht auf dem Pfad, auf dem Weg, den wir gehen sollen. Und wir danken dir für dein kostbares Wort. Hilf du uns, und wir vertrauen dir, und du wirst uns helfen, und du machst uns gerade und stabil und brennend und beständig. Hallelujah. Danke, Vater, für deine große Gnade. Wir ehren dich. Hallelujah. Amen.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (65:00 bis 70:00)

 

Titus 2
11 Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen;
12 sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit,
13 indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus

Die Gnade erzieht uns, nimmt uns in Zucht, „unterweist uns“ – sagt eine andere Übersetzung. Die Gnade unterweist uns. Und in was unterweist sie uns? Sie unterweist uns, „nein“ zu sagen. „Das ungöttliche Wesen und weltliche Lüste zu verleugnen“ – „Nein“ zu sagen – dazu unterweist uns die Gnade Gottes.

Den selben Gedanken noch, auch wenn wir das aus Zeitgründen jetzt nicht weiter ausführen werden, findest du in Sprüche 2. Dort wird geschrieben die Hingabe an das Wort Gottes. Dass Wort Gottes zu suchen, danach zu fragen, es zu begehren, es anzunehmen. Die Gebote Gottes zu schätzen und zu akzeptieren und sich ihnen zu unterstellen.

Und wenn wir diesen Lebensstil kultivieren, das ist beschrieben: „Wenn du das tust, dann …“ – und dann kommen zwei „dann“ – das erste „dann“ ist: Dann wirst du verstehen die Furcht des Herrn. Und dann wirst du die Erkenntnis Gottes gewinnen.

Spr 2,5
dann wirst du verstehen die Furcht des HERRN und die Erkenntnis Gottes gewinnen.

Ohne dass das Wort Gottes in dir Furcht des Herrn, Ehrfurcht vor Gott – „ich will ihn nicht mehr beleidigen und kränken, ich will ihn ehren, ich will in der Gesinnung Jesu leben“ – wenn das Wort das produziert, dann geht es weiter und du bekommst wirkliche Erkenntnis Gottes.

Ohne Furcht des Herrn gibt es keine Erkenntnis Gottes. Es gibt keine Erkenntnis Gottes ohne Furcht des Herrn. Es gibt irgendwelche Ideen über Gott – und besonders theologische Hirne sind da besonders entwickelt sich krankhafte Ideen über Gott auszudenken. Aber das hat nichts mit Erkenntnis Gottes zu tun. Erkenntnis Gottes heißt Kraft zu bekommen, ein Leben zu führen, das ihm gefällt, wo wir uns wirklich an seinem Wesen erfreuen können.

So, Hingabe an das Wort führt zu Furcht des Herrn, führt zur Erkenntnis Gottes. Und dann wird es nochmal näher ausgeführt: Was passiert dann? „Besonnenheit wacht über dir“.

Spr 2
10 Denn Weisheit zieht ein in dein Herz, und Erkenntnis wird deiner Seele lieb.
11 Besonnenheit wacht über dir, Verständnis wird dich behüten:
12a um dich zu retten …

– von was?

12b … vom bösen Weg, vom Mann, der Verkehrtes nur redet

Das Wort Gottes wirkt in uns Besonnenheit. Und wir halten uns von Dingen, die uns auf Abwege bringen, die uns in ein kaltes Herz bringen, die uns in ein gleichgültiges Herz bringen, die uns auf den Weg des Abfalls bringen, wir halten uns von diesen Dingen fern. Das Wort bewahrt uns, weil das Wort Besonnenheit bewirkt in uns.

Ihr Lieben, das ist, was wir brauchen. Und wenn du dein Leben geendet haben wirst, dann wirst du entweder sagen zum Wort Gottes: „Das war mein Schatz“ oder „Das hätte mein Schatz sein müssen“. Eins von beiden wirst du sagen am Ende deines Glaubenslebens. Das war mein Schatz. Durch das Wort Gottes kam Besonnenheit in mir und ich habe gesunde, bleibende, gesegnete, Gott wohlgefällige Entscheidungen getroffen. Oder du wirst sagen: Das hätte mein Schatz sein müssen. Ein von beiden wirst du am Ende sagen.

Und du kannst heute entscheiden: Und wenn du morgen bei der Entscheidung bleibst und übermorgen und nächste Woche und nächsten Monat und nächstes Jahr und die nächsten Jahrzehnte – dann wird es so sein, dass du sagst: Das war mein Schatz, dass durch Hingabe an das Wort Besonnenheit in mir wirkte und mich bewahrt hat. Und ich freue mich über das, was Gott in meinem Leben tun konnte. Das wirst du am Ende sagen.

Und du musst heute entscheiden, was du am Ende sagen willst. Und morgen bei der Entscheidung bleiben. Und übermorgen auch. Und das durchhalten. Und trainieren und immer neue Bestzeiten aufstellen in deinem Leben in Reinheit und dafür sorgen, dass die Zeitpunkte oder die Abstände zwischen deinen Abstürzen und deinem Sündigen usw. immer größer werden. Gott gibt Gnade – der Gerecht fällt sieben Mal, steht wieder auf.

Spr 24,16
Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht doch wieder auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück.

Aber wir können trainieren und an neuen Bestzeiten arbeiten wie ein Sportler.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (60:00 bis 65:00)

 

Das Wort Gottes wird in uns ein Licht, und wir gehen mit diesem Licht in den Alltag. Und das Wort Gottes ist lebendig und es redet, es warnt, es mahnt, es erinnert – in der Situation. Und wir bekommen eine besondere Gnade, die so kostbar ist. Wir bekommen die Gnade im Alltag Versuchungen zu entdecken bevor wir reingetappt sind. Das ist was Besonderes.

Eine Versuchung im Rückspiegel zu erkennen ist einfach – wenn wir schon reingefallen sind. Aber so mit dem Herrn verbunden zu sein, dass in der Situation wir von ihm gewarnt werden und wir erkennen, hier ist jetzt ein Angebot, das wieder sehr lustvoll daherkommt und dir sehr viel Vergnügen verspricht, aber es ist ein Angebot, das nicht sauber ist, das nicht echt ist, das nicht gut ist, das nicht rein ist, das nicht Gott wohlgefällig ist, womit du sündigen würdest an Gott, an dir und wahrscheinlich auch an deinen Mitmenschen. Und du lernst „nein“ zu sagen, weil das Licht in dir ist, und weil das Licht dir zeigt bevor du falsche Entscheidungen getroffen hast, dass hier eine Gefahr ist.

Versuchung ist Einladung zur Sünde – ist nicht Sünde! Versuchung ist Einladung zur Sünde. Du sitzt vor dem Computer und auf einmal fallen dir irgendwelche interessanten Stichworte ein, die man ja mal Google mal austesten könnte oder irgendwelche Websites, die du vorher schon gesucht hast und gewusst hast, das war nicht in Ordnung, damit hab ich mich wieder so besudelt und habe dem Drachen erlaubt mich anzuhauchen, hab mich befleckt mit dem Geist der Welt und musste am Ende doch wieder zugeben und sagen: Herr, du hast recht, ich hätte das nicht tun sollen, das war dummes Zeug und dieser Lustgewinn steht in keinem Verhältnis zu dem wie ich mich hinterher schlecht fühle, steht in keinem Verhältnis, und ich hab dich damit gekränkt, hab dich beleidigt, vergib mir – lehre du mich gerade Wege.

Wenn das Wort Gottes Raum gewinnt in dir ist das Licht da. Und du wirst gewarnt. Und es kommen Ideen aus deinem eigenen Inneren oder von außen angeboten, und du siehst bevor du zugegriffen hast, das ist nichts Gutes. Und ich sage „Nein“ dazu. Ich sage „Nein“ dazu!

Hör mal, was Jakobus sagt.

Jak 1
14 Ein jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird.
15 Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde.

Das Problem von Sünde ist, dass jede Sünde, die uns angeboten wird, mit einem Lustangebot daherkommt. Es macht tolle Gefühle. Zum Beispiel zu lästern und über andere hässlich zu reden, weil wir erheben uns damit – wir sind toll, aber die sind blöd. Es macht gute Gefühle sich Unreinheiten anzuschauen aus dem Internet. Aber nicht jede Lust ist gesund und ist von Gott und ist für dich erlaubt als Kind Gottes.

Manche christliche Männer müssen sich das mal einpauken. Die einzige Frau, bei der ich ein Recht habe, sie nackt zu sehen, ist meine eigene. Heute ist Nacktheit in den Medien so etwas normales, aber wenn du rein leben willst, dann verstehst du, du hast kein Recht dazu! Und du wirst zu diesen lustvollen Angeboten „nein“ sagen. Und du verlierst dadurch Lust! Aber du gewinnst etwas besseres – Lust am Herrn. Und dich rein zu bewahren.

Pornographie und Unreinheit in Filmen und Internet usw. ist heute eins der größten Glaubenskiller, die wir haben in unserer heutigen Zeit, einer der größten Glaubenskiller. Und denk nicht, du kannst dir ungeschadet jeden Mist und Unrat reinziehen und bleiben in einer reinen Beziehung zum Herrn – das ist eine Illusion. Töte diese Illusion und sage: Wenn ich eine Beziehung zum Herrn haben will, die rein ist, und wo ich ihn erlebe und wo ich mich an ihm freuen kann, wo ich von ihm geführt werde, dann muss ich lernen, zu Dingen, die ihm zuwider sind, „nein“ zu sagen – ich muss lernen, „nein“ zu sagen.

Und an dem Moment, wo Lust angeboten wird, wo die Lust mich lockt, bin ich wach, lebe ich mit Gott und überlege, was das bedeutet, wenn ich jetzt wieder „ja“ sage – und ich sage „nein“ – ich sage „Nein!“

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (20:00 bis 25:00)

 

Lasst mich ganz schnell die einzelnen Punkte so in der Reihenfolge nennen: Wie kommen wir in diese Erfahrung oder aber auch – das ist ja genau dasselbe – wie können wir jemand anders dort hineinführen in diese Erfahrung?

Und es ist wichtig, denkt ja nicht, dass es die Aufgabe des Pastors ist, die Neubekehrten in die Erfahrung des Heiligen Geistes hineinzubringen. Das geht schon jetzt nicht mehr, und das wird in wenigen Jahren überhaupt nur möglich sein, wenn wir versuchen irgendwie solche Dinge dem Pastor zu überlassen. Es läuft ja jetzt schon so, ich bin begeistert darüber, dass Geschwister aus unserer Gemeinde – die kommen zu uns und schleppen da jemanden an und sagen: Schau, das ist der Fritzchen oder weiß ich nicht, wie er heißt – hat sich letzte Woche bekehrt, ist schon geistgetauft und möchte sich nur mal hier melden und gehört jetzt zu dieser Gemeinde dazu. Und du sollst ihn einfach mal kennenlernen.

Denkt doch nicht, das es die Aufgabe des Pastors ist, die Menschen zum Herrn zu führen. Oder in die Taufe des Heiligen Geistes hineinzuführen. Das ist die Aufgabe von euch. Und darum muss mal wissen, was ist dazu notwendig oder was sollte man beachten?

Ich denke wirklich mit viel Amusement an meine erste Erfahrung zurück, wo ich für jemanden beten sollte, der die Geistestaufe haben wollte. Alles, was ich wusste: Es hat irgendetwas mit Hände Auflegen zu tun. Das ist alles, was ich wusste. Jemand kam zu mir, ich weiß nicht, warum diese Person zu mir kam, und ich war ganz junger Christ, gerade selber erfüllt vom Heiligen Geist und diese junge Dame sagte: Ich will jetzt den Heiligen Geist empfangen und ich will das erleben.

Und ich wusste nur, irgendwas muss das mit Hände auflegen zu tun haben – ich habe der Person nicht gesagt, dass ich noch nie für jemanden für sowas gebetet habe und dass ich gar nicht weiß wie man das macht. Also, ich habe gesagt, „Okay, gut“, und habe mich bemüht irgendwie professionell zu wirken und habe Hände aufgelegt und dann habe ich gebetet um den Heiligen Geist und ich habe gebetet und gebetet und gebetet und gebetet. Und ich habe Angst gehabt vor dem Moment wo ich aufhören müsste zu beten, wo dann offenbar wird, dass nix passiert ist. Und darum habe ich so wunderschöne lange Gebete gemacht. Man kann auch aus Unglauben lange beten. Kannst du das verstehen?

Ich wusste nichts darüber außer Hände auflegen und dann irgendwie ja, weiter wusste ich nicht. Und sie ging nach Hause und ich wußte, es hat nicht geklappt, und ich war enttäuscht und dachte, sie ist enttäuscht usw.

Okay, also ganz schnell diese Punkte, die notwendig sind zu wissen und zu beachten wenn jemand in diese Erfahrung hineinwill. Sechs Punkte habe ich dort.

1.) Wir sollten uns darüber klar machen, dass der Geist Gottes wie auch andere Segnungen, andere Erfahrungen, andere Geschenke empfangen werden durch Glauben.

Sie werden empfangen durch Glauben. Nicht durch Einmassieren. Vielleicht hast du das schon einmal gesehen – diese „Pfingstmassage“. Ich weiß nicht, ob das der ein oder andere kennt. Ich dachte früher, das ist nur so ein Witz oder so. Bis ich dann in solche Kreise kam und es wirklich gesehen habe, wo man das versucht einzurubbeln und zu schütteln. Ich dachte, das ist wirklich nur ein Spaß, eine Übertreibung, aber das gibt es tatsächlich.

Und es kommt nicht duch so etwas zustande. Weder durch Schütteln, noch durch Anschreien oder Einmassieren. Man kann ein Haarwasser einmassieren, das kann sehr gut sein. Aber den Heiligen Geist auf diese Weise zu vermitteln ist einfach kindisch, weil es so weit entfernt ist vom Wort. Paulus sagt:

Gal 2,3b
Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Predigt vom Glauben?

Er gibt gar nicht die Antwort – es ist sonnenklar – durch die Predigt vom Glauben!

Es muss also Glauben aufgebaut werden, weil Glaube dann aktiviert werden kann. Und Glaube nimmt, was Gott ihm anbietet. Glaube ist etwas hochaktives und Glaube nimmt, Glaube ist kein passives Abwarten oder nur so eine Erklärung „ich bin offen“ – ich kenne Leute, die sind offen schon seit 10 Jahren. Aber das ist nicht die biblische Offenheit. Jesus sagt: Wer sucht, der findet.

Mt 7,8
Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.

Menschen haben mir schon gesagt: Du, pass mal auf, so einfach ist das nicht – ich suche schon viele Jahre danach. Und ich sage dann meistens in solchen Fällen: Weißt du, hör auf zu suchen und empfange jetzt. Du kannst noch 20 Jahre weitersuchen, du kannst aber auch jetzt empfangen. „Oh, Bruder, danke, dein Enthusiasmus ehrt dich, aber so einfach ist das nicht, Gott hat seine Wege“.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (55:00 bis 60:00)

 

Das ist der Schlüssel, um frisch zu bleiben, um fit zu bleiben, um Frucht zu bringen, um nicht müde zu werden und welke Blätter zu haben, sondern allezeit Frucht zu bringen.

Ps 1,3
Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.

Frucht kommt durch Hingabe an das Wort Gottes. Und Nachsinnen ist mehr als Lesen. Nachsinnen ist verinnerlichen, aufnehmen, es in uns haben und es in uns leben lassen.

Kol 3,16
Laßt das Wort des Christus reichlich in euch wohnen.

Nicht: Stattet ihm einen Besuch ab am Sonntagmorgen. Das Wort muss bei dir wohnen! Nicht: Du gehst mal kurz zu Besuch. Das Wort wohnt bei dir. Und wenn es bei dir wohnt, prägt es dich. Es ändert deine Fantasie, deine Gedanken, deine Art zu sprechen, deine Gefühle – das Wort kriegt Raum und das Wort darf bestimmen. Und wir unterordnen uns dem Wort.

Und wenn das Wort sagt: Das war nicht Christus-gemäß. „Ja, aber das war jetzt so, der hat mich provoziert und dann musste ich ihm auch mal eine einschenken! Das hat er verdient!“ – Nein! – „Herr, das war nicht Sanftmut, vergib mir. Hilf mir, lehre mich ruhig zu bleiben, zu segnen, mich nicht aufzuregen, nicht andere zu verurteilen, hilf mir, in deinem Friedenn zu bleiben, in Einheit mit dir zu bleiben.“

Das Wort muss eine Kraft werden, dass es in uns redet. Dass es in uns wirksam ist. Dass es in uns arbeitet, dass es uns Dinge zeigt. Und das geschieht eben durch dieses „Nachsinnen über das Wort“:

Jos 1,8
Laß dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!

Jakobus sagt: Nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut an.

Jak 1,21b
und nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu retten vermag!

Das Wort wird eingepflanzt, aber danach musst du es annehmen. Und es kann eingepflanzt werden und du nimmst es nicht an, du hast wieder deine eigenen Ideen – „achja, ne, so eng wollen wir nicht sein, und das kann man ja nich so sehen heute und überhaupt irgendwie, das geht ja eigentlich gar nicht, niemand kann heilig leben und das gibt es nicht usw.“ – wir relativeren das Wort Gottes. Und dann haben wir es nicht mehr angenommen, wir haben es verstoßen. Wir haben es in ein Reich der Träume verwiesen und sagen: Das Wort Gottes funktioniert nicht.

Doch, es funktioniert! Und es ist uns gegeben für ein gutes, Gott wohlgefälliges Leben.

Ps 119,11
Ich habe dein Wort in meinem Herzen geborgen, damit ich nicht gegen dich (oder an dir) sündige.

Das Wort im Herzen gibt Kraft, Sünde zu widerstehen und zu bewahren vor Sünde. Und wie geschieht das? Indem wir nicht nur glauben, sondern lernen entsprechend unserem Glauben zu handeln.

Jakobus sagt: Glaube ohne Werke ist tot.

Jak 2,17
So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.

Das ist der Glaube, den die Apostel gelehrt haben. Wenn der Glaube nicht zu Werken führt, zu Taten führt, zu Verhaltensweisen – dann ist es nur Theorie, dann ist es nur eine Zustimmung. Genauso wie: Du kannst der Satzung von deinem Taubenzüchter-Verein zustimmen oder deinem Parteiprogramm zustimmen, aber das heißt nicht, dass das wirklich dein Leben bestimmt und deine Werte sind.

Aber wenn das Wort Gottes wirklich seinen Platz einnimmt, dann bestimmt es unsere Werte und es darf Richter sein und es darf uns leiten und es darf uns die Augen auftun, und es motiviert uns zu neuen Verhaltensweisen.

Ps 119,101:
Von jedem bösen Pfad habe ich meine Füße zurückgehalten, damit ich dein Wort bewahre.

Also es wird eine Kraft in unserem Herzen, und diese Kraft motiviert uns jetzt zu einem neuen Verhalten: Von jedem bösen Pfad habe ich meine Füße ferngehalten. Warum? Damit ich das Wort bewahre.

So, unser Lebensstil oder unsere Verhaltensweisen im Alltag haben etwas damit zu tun uns zu zeigen, ob wir das Wort bewahren oder ob das nur eine Predigt am Sonntag war.

Und vielleicht noch etwas detaillierter ausgeführt: Ja, wie funktioniert das? Wie bewahrt mich das Wort? Wie kann ich lernen Entscheidungen zu treffen und mich vor Dingen zu schützen, die nicht gut sind? Vor unbedachten Worten, vor Entscheidungen, die ich hinterher wieder bereuen muss? Wie kann das geschehen?

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (50:00 bis 55:00)

 

Viele Menschen glauben an Gott, aber es ist der Glaube, den die Apostel gelehrt haben – der Glaube, der uns in Gemeinschaft bringt mit ihm, der Glaube, der uns verändert, der Glaube, der Resultate bringt, der Glaube, der die Segnungen hervorbringt, von denen die Schrift redet – das ist die Frage. Es gibt nur einen Weg, und das ist der Weg, den Jesus und dann noch detaillierter ausgelegt dann die Apostel gelehrt haben.

Hier ist noch was Gutes, was wir brauchen: Das Wort Gottes ist Schutz. Das Wort Gottes ist Schutz.

Diese Zeiten sind gefährlich. Das Leben ist gefährlich. Wie jemand gesagt hat: „Das Leben ist gefährlich und endet meistes tödlich“. Und da gibt’s viele Gefahren, auch für uns als Gläubige gibt es viele Gefahren.

Spr 13,14
Die Weisung des Weisen ist eine Quelle des Lebens, um zu entgehen den Fallen des Todes.

Wow. Und noch ein bisschen ähnlich – in …

Spr 14,27
Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens. Man meidet durch sie die Stricke des Todes.

Die Stricke des Todes zu meiden, das ist, was Gott dir verheißt. Das ist, was Gott dir beibringen will. Die Fallen, die der Feind dir gestellt hat zu umgehen und deinen Weg zu Ende zu gehen. Deinen Glaubensweg zu vollenden. Gut anfangen ist einfach, aber gut zu enden – das ist die Kunst und die wollen wir lernen. Wir wollen gut unseren Weg beenden. Wie Paulus am Ende seines Dienstes sagt: Ich habe meinen Lauf vollendet.

2Tim 4,7
Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten;

Ich weiß nicht, was du geplant hast, aber ich habe geplant, am Ende meines Lebens das auch zu sagen: Ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Kampf gekämpft und jetzt steht mir die Siegeskrone bereit. Und ich freue mich hineinzugehen in die Freude meines Herrn.

Mt 25,21
Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh hinein in die Freude deines Herrn.

So will ich sterben. Nicht: „ohh, ich weiß nicht, ich hab mein Leben vergeudet und ich hoffe, das reicht irgendwie, dass ich es doch noch irgendwie schaffe“. Gläubige, die zittern und hoffen, dass es reicht – sie haben nie die Gnade verstanden. Sie haben nie verstanden, die Grundlage, dass ich in den Himmel komme, die Ewigkeit mit Gott verbringen kann, sind nicht meine Werke. Die Grundlage ist sein Werk und mein Glauben an sein Werk, dass er für mich getan hat. Hallelujah.

Lasst uns noch ein bisschen anschauen, wir haben noch ein bisschen Zeit, nicht wahr? Oder seid ihr eilig? Brutzelt der Braten schon? Ne, oder? Ihr seid schon klug, habt den Herd gar nicht angemacht oder die Zeitschaltuhr so gemacht, dass es erst um 2 Uhr alles gar ist.

Lasst uns noch ein bisschen anschauen, es gibt viele andere wunderbare Eigeschaften, die dem Wort Gottes zugeschrieben werden: Es ist Heilung, es ist unsere Nahrung, es ist unser Licht und vieles, vieles andere mehr. Aber die interessante Frage ist die: Wie muss ich mit dem Wort umgehen damit ich diese Segnungen wirklich erlebe? Dass es eine Waffe in meiner Hand wird gegen den Feind und wirklich funktioniert – dass Heilung kommt, dass Schutz kommt, dass Bewahrung kommt, dass Führung kommt in schwierigen Lebensabschnitten usw. Wie muss ich mit dem Wort leben, damit diese Dinge wirklich meine Erfahrung werden?

Und Gott hat sehr präzise Anweisungen gegeben, und die gehen weit über Kalenderblatt abreissen und während wir Hut und Mantel und Schirm nehmen noch schnell auf das Blatt schauen und dann rauseilen in den Alltag – die gehen weit darüber hinaus.

Weit über Bibel lesen hinaus! Da gibt es etwas, was die Bibel nennt: „Nachsinnen über das Wort“. Und das ist der Schlüssel. Das ist der Schlüssel, den David gefunden hat in den Büchern Mose – der Schlüssel zum Erfolg. Das ist, was Gott dann dem Josua gegeben hat. Und das ist wie gesagt, was David erlebt hat. Und viele Male wird von David gesagt, dass er erfolgreich war, dass er Erfolg hatte. Und wo kam dieser Erfolg her? Weil er verstanden hat – Psalm 1 – nachsinnen über dem Wort Tag und Nacht.

Ps 1
1 Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt,
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (45:00 bis 50:00)

 

Und alles, was die Bibel uns aufträgt, alles, was Gott von uns verlangt, ist eine Verheißung! Jedes Gebot ist eine Verheißung. Wenn Gott dir gebietet, du sollst stark werden in der Macht seiner Stärke, dann heißt das, es gibt einen Weg, und er lehrt dich wie du stark wirst. Er lehrt dich.

Eph 6,10
Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke!

Weil das sind ja übernatürliche Dinge: Nicht zu sorgen. Das ist übernatürlich! Wenn da unbezahlbare Rechnungen ins Haus flattern oder irgendwelche Probleme da sind oder du die Arbeit verlierst usw. – die normale Reaktion ist zu sorgen. Das ist normal. Aber wir leben nicht normal, wir leben übernatürlich. Oberhalb des Natürlichen.

Und warum können wir lernen nicht zu sorgen? Sorgt nicht, denn er sorgt für euch!

1Petr 5,7
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

Wenn du Offenbarung bekommst, Gott als Vater, und der sorgt für dich – du wirst dich nicht mehr sorgen. Du wirst nicht deswegen aufhören zu sorgen, weil du sagst: „Sorge gehe, Sorge weiche, ich höre auf, ich mache nicht mehr mit, ich lasse mir nichts einreden und ich sorge mich nicht!“ – Nein! Du lernst sorgenfrei zu leben, weil du Offenbarung hast, du bist in der Hand des Vaters. Er sorgt für dich.

Er kümmert sich. Er hat gute Gedanken, gute Absichten, und es ist ihm eine Freude dich zu segnen und dir Gutes zu geben.

Jer 29,11
Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.

1Mo 12,2
Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.

Zef 3,17
Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.

Hl 7,11
„Ich gehöre meinem Geliebten, und nach mir ist sein Verlangen.“

Mt 7,11
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!

Du bist in seiner Hand. Und wenn du weißt, er sorgt sich, warum sollst du dich sorgen? Hast du schon mal kleine Kinder in der Familie gesehen – es wird Herbst, die Blätter werden gelb und fallen von den Bäumen, und die sagen: Oh, ich sorge mich, dieser Winter, der kommt bald und es wird kalt werden und wir frieren in der Wohnung“.

Nein – Papa ist da und der sorgt für Öl oder Gas oder was auch immer. Das ist dem Kind völlig egal, Hauptsache es ist warm. Und Papa macht das, das ist Papas Aufgabe. Der macht das. Offenbarung über Gott als Vater, der Verantwortung übernommen hat für mein Leben.

Das heißt nicht, dass ich verantwortungslos lebe, aber er kümmert sich um alle Dinge in meinem Leben. Er kümmert sich – um Wohnung, um Arbeit, um Geld, um Auto, um alles kümmert er sich. Er hat alles wunderbar geplant.

Du sagst: „Davon sehe ich in meinem Leben aber sehr, sehr wenig“. Warum? Weil alle Segnungen Gottes kommen durch Glauben. Wenn dein Herz durch das Wort nicht transformiert ist, wenn da immer noch Einschüchterung, Angst und Sorge und Allein-Gelassen-Sein und Verachtet-Sein und Abgelehnt-Sein in deinem Herzen ist, dann kann die Güte Gottes nicht landen bei dir in Form von praktischen Segungen. Weil alles kommt durch Glauben.

Hab 2,4b // Heb 10,38
der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.

Röm 5,2a
durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen

Röm 14,23b
Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.

Und wenn das Herz glaubt, Gott ist wirklich gut, und es geht mir in ihm gut und ich bin sicher und ich bin geborgen, dann ist die Tür offen und dann kann Gott seinen Segen geben. Alle Segnungen von Gott kommen durch Glauben. Ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen.

Heb 11,6a
Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen

Unmöglich! Du kannst es versuchen, es wird nicht funktionieren. Und das Schöne ist: Wir müssen nicht sagen, ja, siehst du, das ist das Problem – ich habe eben keinen Glauben! Nein – was sagt Paulus? Glaube kommt! Glaube kommt! Er kommt. Und wie kommt er?

Röm 10,17
Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung (aus dem Gehörten), die Verkündigung aber durch Gottes Wort.

Durch das Hören des Wortes. Durch das Hören des Wortes kommt Glaube. Wir hören, wir öffnen uns und wir glauben, das, was wir hören, ist jetzt Gott – das ist nicht Paulus oder Jesaja oder Henkel oder irgendwer, es ist Gott! Und dann wirkt es in mir, und es wirkt Glauben, es wirkt Gewissheit, es wirkt Zuversicht.

Und Glaube macht die Tür auf, dass nach dem Glauben die praktischen, erfahrbaren, genießbaren Segnungen kommen. Das ist die Reihenfolge. Das Wort Gottes hat Kraft in meinem Herzen das hervorzubringen, was die Bibel Glauben nennt – und das ist konkrete Gewissheit, in diesem Fall, in dieser Situation, in dieser Angelegenheit hat er es übernommen und er kümmert sich und er wird sein Werk tun. Hallelujah.

Glaube kommt. Lass ihn kommen! Macht nicht die Tür zu. Sag: „Ja, ich will, dass Glaube kommt!“ Kooperiere mit dem Wort Gottes.

So, Glaube ist nicht ein Gefühl, Glaube ist nicht irgendwie inhaltslos, sondern der Glaube, von dem die Bibel redet, der Glaube, den die Apostel gelehrt haben, hat Inhalte, konkrete Inhalte. Manche Leute sagen: „Ja, glaube einfach nur, glaube an deinen Glauben, glaube, dass es dir jeden Tag in jeder Hinsicht immer ein bisschen besser geht“. Das ist Autosuggestion, das hat nichts mit Wort Gottes zu tun.

Wort Gottes ist: Da ist ein treuer Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, der alle Macht hat, der hat Verheißungen gegeben, der hat Pläne, der hat vorgesorgt für mein Leben, und der steht hinter seinen Worten, und er wird seine Worte erfüllen. Das ist wirklicher Glaube, und der hat Inhalte. Das ist nicht einfach nur so irgendwie: „Ja, ich glaube auch an Gott“.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (40:00 bis 45:00)

 

So, Gottes Wort ist eine Waffe im Kampf gegen die Mächte der Finsternis.

Jer 23,29
Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?

Hallelujah. Das Wort Gottes ist mächtig. Und da sind Felsen des Unglaubens und der Härte und der Gleichgültigkeit in deinem Herzen! Aber verzweifel nicht darüber und sag: „Achja, ich bin soweit weg vom Herrn, ich bin immer so entmutigt, und ich erlebe nichts, alle anderen erleben die Gegenwart Gottes, aber bei mir passiert nichts. Es ist einfach schlimm mit mir.“

Das klingt demütig, aber es ist total dumm. Und es bringt dich keinen Centimenter weiter, es ändert nichts. Statt zu sagen „Ah, ja, ich weiß, ich sollte mich freuen über das Wort Gottes, aber das spricht mich alles nicht an und ich weiß auch nicht, es ist alles so tot in mir“ – nimm den Hammer! Hau drauf! Zerschmetter diese Felsen! Du hast einen Hammer bekommen, jetzt musst du ihn benutzen. Du kannst den Hammer da hin hängen, an die Wand hängen, gold anpinseln und sagen: „Boah, ich hab einen Hammer, wunderbar, schön, schön, ich hab einen Hammer!“ Aber es ändert nichts – du musst den Hammer nehmen und hauen!

Die Felsen des Unglaubens, die Felsen der Gleichgültigkeit, die Felsen der Passivität, der Lässigkeit, der Faulheit musst du zerschlagen und sagen: „Ich kämpfe darum ein brennendes Herz zu haben! Weil das ist meine Berufung!“

Gott macht seine Diener zu einer Feuerflamme.

Ps 104,4 // Heb 1,7
der seine Engel zu Winden macht, seine Diener zu Feuerflammen.

Bist du sein Diener? Dann muss da Feuer sein! Und Feuer ist: Eifer, Entschiedenheit und Nicht-Aufgeben und nicht müde werden – das ist das Feuer. Es ist Entschiedenheit und Klarheit und wir kämpfen und wir werden nicht müde. Warum werden wir nicht müde. Weil er in uns arbeitet. Weil er unsere Kraft ist, weil er unser Eifer ist, weil er unsere Hoffnung ist. Das tun wir nicht in der Kraft unserer dynamischen Persönlichkeit, sondern das bekommen wir von ihm.

Gott schläft nicht, Gott wird nicht müde, Gott geht nicht die Puste aus, Gott ist nicht irgendwie so und sagt: „Mensch, also nach so vielen Jahren, jetzt lasst mich mal ein paar Tausend Jahre in Ruhe, ich muss erstmal selber sortieren und komm hier auch nicht mehr klar mit der Menschheit.“

Gott hat immer einen Plan und Gott ist immer ermutigt und Gott ist voller Kraft und Saft.

Ps 121,4
Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

Und so wir wenn wir mit ihm verbunden sind. Und wir werden nicht in ein Loch von Entmutigung fallen und darin Tage, Wochen oder Monate oder gar Jahre bleiben. Wir werden das nicht tun, weil er in uns ist: Der in uns ist stärker als der, der in der Welt ist.

1 Joh 4,4
Kinder, ihr seid von Gott und habt jene überwunden; denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist.

Und wir können aufstehen gegen den, der uns entmutigen will. Und wir können ihm eins drüberhauen. Und wir können ihn durch die Waffen, die uns gegeben sind in die Flucht schlagen. Das ist, was die Bibel sagt. Wir haben Autorität, den Feind in die Flucht zu schlagen.

Jak 4,7
So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

Er schlendert nicht gemütlich von dannen und sagt: „Naja, ich sehe schon, heute wird das nichts mit uns, ich komme morgen wieder“. Nein, er flieht von uns. Ich habe mal in einem Lexikon, was so Worte erklärt mit anderen Worten – Synonyme – das Wort „fliehen“ nachgeschlagen. Sehr interessante Definition, was „fliehen“ bedeutet:

In Erwartung von etwas Schrecklichem sich eilends fortbewegen.

Das ist die amtliche Definition von „fliehen“. Schön, oder? In Erwartung von etwas Schrecklichem. Das heißt, wir können in dem Teufel Erwartungen erzeugen. Und zwar Erwartungen von etwas Schrecklichem.

Wenn wir Glauben haben an die Macht der Waffen, die uns gegeben sind. Und wir Glauben haben, dass er Angst hat vor dem Blut Jesu, Angst hat vor dem Namen Jesu, Angst hat vor dem Worte Gottes. Dann können wir hinter ihm her rennen und wir können ihn in die Flucht schlagen. Das ist, was die Bibel sagt: Wir bringen den Teufel zum Rennen.

Jemand kommt zum Pastor und sagt: „Pastor, die ganze Woche habe ich den Teufel zum Rennen gebracht“ – „Prima, mein Sohn“ – „Ja, aber ich bin gerannt und er hinter mir her“.

Das ist verkehrt. Das ist die falsche Reihenfolge. Wir widerstehen dem Teufel, und ER flieht. Das heißt, wir rennen und wir treiben ihn vor uns her. Wir haben Autorität.

Und ich sage es noch einmal: Nicht jeder Gedanke, der dir kommt, nicht jedes Gefühl, das du fühlst, nicht jede Atmosphäre, die du wahrnimmst, kommt von Gott. Es gibt eine Menge Zeugs, was dir aufgeladen wird. Und wenn du passiv bist, und wenn du nicht gelernt hast zu kämpfen mit dem Schwert des Geistes, dann werden eine Menge Dinge dir vorgegaukelt, die haben überhaupt keinen Bestand. Und sie sind nicht von Gott. Und du lebst in einer Traumwelt. Aber Jesus ist die Wahrheit und wir kommen durch ihn in die Wahrheit. Und er will, dass wir durch sein Wort stark werden.

Eph 6
10 Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke!
11 Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen (die Kunstgriffe) des Teufels bestehen könnt!

Das ist, was die Bibel uns aufträgt.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (35:00 bis 40:00)

 

Und wir glauben – was glauben wir? Wir glauben, wer Jesus ist. Wir glauben, was Jesus am Kreuz von Golgatha getan hat. Wir glauben an die Macht des Blutes Jesu. Wir glauben an den Sieg und den Triumph Jesu. Wir glauben, dass der Teufel sich unterordnen muss dem Namen Jesu. Dass er das Wort Gottes fürchtet.

So wie Jesus in der Wüste: Es steht geschrieben.

Mt 4,4
Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!«

Es steht geschrieben!

Er hat nicht dem Teufel widerstanden: „Ich bin der Sohn Gottes, wer bist du, was willst du überhaupt? Mach dich vom Acker!“ Er widerstand ihm mit der einen Waffe, die dir auch zur Verfügung steht – mit dem Worte Gottes. Hallelujah. Wir haben das Wort Gottes. Und deswegen sagt Paulus: Nehmt das Schwert des Geistes.

Eph 6,17
und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist

Nehmt es! Schlagt zu! Es heißt sogar in Jesaja: Verflucht ist, wer sein Schwert vom Blut zurückhält.

Jer 48,10
Verflucht sei, wer das Werk des Herrn lässig treibt, und verflucht, wer sein Schwert vom Blutvergießen zurückhält!

Wenn du nicht das Schwert nimmst und dich zur Wehr setzt, das ist eine Einladung an den Feind dich zu berauben, dich zu bedrücken, dich zu entmutigen, dir Lebenskraft und Lebensmut zu rauben. Jesus sagt: Der Teufel kommt um zu rauben, zu würgen und umzubringen.

Joh 10,10
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.

Erlaubst du ihm zu rauben, wird er kühner, fängt an zu würgen. Erlaubst du ihm das, wird er noch kühner, und er wird dich umbringen. Du sagst: „Nana, komm, mach mir keine Angst.“ Das ist keine Angst – das sind Realitäten. Petrus sagt: Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.

1Petr 5,8
Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.

Und wenn du schon ein paar Jahre im Glauben bist, dann kannst du Namen von Gläubigen, die verschlungen worden sind vom Feind, die heute weg vom Fenster sind, die heute Spötter sind, die nicht mehr mit uns gehen, du kennst solche Leute. Das ist real. Der Teufel ist hinter deinem Herzen her für Gott und will dein Herz umdrehen und dich in eine Gesinnung bringen: „Naja, komm, das ist alles nicht sooo ernst gemeint wie es da steht, so kann man nicht leben, also weißt du, man muss schon realistisch sein, gläubig sein, ja, okay, aber weißt du, man muss schon ein bisschen vernünftig sein und kann jetzt nicht einfach das so nehmen wie es da steht“.

Und wer in diese Gesinnung reingekommen ist, den lässt der Teufel in Ruhe, weil der ist keine Gefahr mehr. Der ist keine Gefahr mehr für andere. Und der Teufel hat den sowieso schon in der Tasche. Aber die, die sagen, ich gehe mit Gott und ich habe ein Recht darauf, die Dinge, die hier geschrieben sind, zu erleben – ich habe ein Recht darauf, die Hilfen und die Antwort und den Segen Gottes in meinem Leben zu erleben – ich habe ein Recht darauf, weil Gott es versprochen hat! Nicht weil ich es verdiene, weil er es versprochen hat!

So wie deine Kinder! Hast Du Kinder? Du machst eine Abmachung – „pass auf, jede Woche kriegst du 1 Euro Taschengeld. Jeden Montag ist Zahltag“. Die kommen und sagen: „Papa, das Taschengeld!“ Die sagen nicht: „Oh, ich weiß, ich verdiene es nicht, ich bin unwürdig, aber dürfte ich vielleicht doch bitten um vielleicht mal ausnahmsweise könnte ich mein Geld bekommen“. Du würdest als Papa denken, „Hallo? Was hab ich falsch gemacht?“

Du hast den Kindern gesagt, egal, ob sie brav waren oder nicht, die kriegen jede Woche ihr Taschengeld, und die kommen einfach und die glauben das und sagen: „Papa, rück die Mäuse raus!“ Weil sie dich beim Wort genommen haben. Nicht weil sie das verdienen. Sie kriegen das nicht, weil sie es verdienen. Sondern weil du dein Wort gegeben hast als Vater oder als Mutter – deswegen! Und der religiöse Mensch zuckt wenn er sowas hört: „Wir haben ein Recht darauf die Verheißungen erfüllt zu sehen in unserem Leben“. Die sagen: „Wer sind wir, dass wir so reden können mit Gott?“ Alle, die in der Bibel so gebetet haben, Gott hat applaudiert und gesagt, wunderbar, endlich mal! Endlich glaubt jemand mir. Der religiöse Mensch: „Oh, ich bin ein Wurm, ich verdiene nichts, und ich darf nichts und ich will auch nichts und hoffentlich ein paar Krümelchen“.

Das ist alles dummes Zeug – wir sollen die Fülle bekommen.

Joh 10,10b
ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluß haben.

Jesus hat die Fülle und in ihm haben wir diese Fülle. Wir sind zur Fülle gebracht, die gehört uns.

Kol 2,10
und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht.

Und wir müssen diese Kunst lernen wie aus der Druckerschwärze Erfahrungen werden in unserem Leben.

Ohne Übertreibung könnte ich jetzt ein paar Stunden nehmen und Dinge erzählen aus unserem Leben, die wir erlebt haben, wo Gott uns Wunder gegeben hat, Wunder der Heilung, Wunder der Versorgung, Wunder der Bewahrung, Wunder der Führung, wo Gott Wunder und Wunder und Wunder getan hat in unserem Leben. Aber keine Sorge – mache ich nicht.

Viel wichtiger ist mir euch selber zu erinnern an diesen einfachen, aber nicht leichten – einfach, aber nicht leichten Weg wie ihr selber tiefer hineinkommt und wie wir mehr von Gott bekommen können und wie seine Kraft mehr und mehr wirksam werden kann in unserem Leben.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (30:00 bis 35:00)

 

Und dieser Mann konnte im Licht Gottes, weil der Heilige Geist kam, weil Überführung kam, weil seine Täuschungen und die verborgenen Dinge des Herzens offenbar wurden, er konnte erkennen, was für eine Kälte und für eine Gleichgültigkeit und für eine Härte in seinem Herzen war gegenüber seiner eigenen Frau. Dass er nie bedacht hat, was tut er eigentlich seiner Frau an. Er hat sich als Opfer gesehen. „Ja, ich bin gezwungen, und ich muss diese Dinge mir anschauen und ich kann nichts dagegen tun.“

Aber der Heilige Geist hat ihn überführt, was für eine lieblose Haltung das ist gegenüber seiner Frau und was er ohne Nachzudenken ihr einfach so zugemutet hat. Und er war so erschrocken über sich selber und tat tief, tief, tief Buße. Und Gott hat ihn freigesetzt. Und heute ist er ein Lehrer des Wortes Gottes. Und er dient anderen Menschen. Und er bringt das Wort in Klarheit und in Kraft. Hallelujah.

Und er wird gebraucht, Gefangene freizusetzen. Das Wort Gottes breitet sich aus in mir und dann durch mich, in dir und dann durch dich. Und wir gehen hin, und wir setzen Gefangene frei und wir bringen Menschen Hoffnung und eine neue Sicht vom Leben. Hallelujah. Das ist alles, was das Wort Gottes in uns tun will. Aber es fängt mit uns an, es fängt mit einem Lebensstil an, wo wir uns wirklich hingeben dem Wort Gottes. Und wo wir sagen, ja, wenn das Wort Gottes solche Kraft hat, dann will ich mich geben und ich will zulassen und warten und glauben und erwarten, dass dieses in mir passiert. Ohne Hingabe an das Wort Gottes, ohne Gemeinschaft mit Gott, ohne dem Heiligen Geist den Raum zu geben, den er haben will als Lehrer, der uns die Augen auftut, werden wir aus diesem Buch keinen Gewinn ziehen.

Es gibt viele, viele Schwätzer, die holen Theorien aus diesem Buch und sie reden von irgendwelchen interessanten Dingen, aber es hat keine Kraft sie freizusetzen, und es hat keine Kraft andere freizusetzen. Es sind einfach nur Theorien, und das Wort Gottes wird so eine Spielwiese, wo man alle möglichen Dinge über Zahlen und Symbole und alle möglichen Dinge irgendwie rausholen kann – aber es ist kein Leben dahinter. Es ist kein Leben. Es setzt Menschen nicht frei, es hilft nicht Menschen.

Eine andere wunderbare Eigenschaft, die wir finden, die Gott seinem Wort zuschreibt: Es ist eine Waffe im Kampf gegen die Mächte der Finsternis. Es ist eine Waffe. „Das Schwert des Geistes“, heißt es.

Eph 6,17
und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist

Und wofür ist die Waffe uns gegeben? Uns zur Wehr zu setzen gegen die Mächte der Finsternis, die uns immer wieder angehen wollen und die uns einlullen wollen, die uns in eine Atmosphäre des Unglaubens und der Nichterwartung und der Passivität hineindrängen wollen und uns erzählen wollen, das ist normal, und alle anderen leben auch so. Nicht alles, was du fühlst, kommt von dir selber. Eine Menge von dem, was du fühlst, wird dir einfach aufgeladen – bis dir die Augen aufgehen und du sagst: „Ich lasse das nicht mehr zu, ich erlaube nicht mehr zugemüllt zu werden, ich erlaube nicht mehr, in einen Nebel eingehüllt zu werden und orientierungslos und verwirrt zu sein, ich erlaube das nicht mehr, ich bin Kind Gottes, mir steht zu Klarheit. Mir steht zu, dass ich weiß, was ich tue und dass ich weiß, wo ich hin gehe, und dass ich in Hoffnung leben kann, das steht mir zu, das ist mein Erbe, und ich erlaube nicht, dass der Feind mich beraubt.“

Und wir stehen aktiv auf mit den Waffen, die Gott uns gegeben hat gegen Feind und sagen: „So lange hast du mich beraubt, so lange hast du mich belogen, jetzt ist Feierabend. Jetzt drehen wir den Spieß um, und ich bedränge meine Bedränger!“

2Mo 23,22
Doch wenn du willig auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich Feind deiner Feinde sein und deine Bedränger bedrängen.

Hallelujah. Das ist, was das Wort Gottes sagt:

Ps 44,6
Durch dich werden wir niederstoßen unsere Bedränger; durch deinen Namen werden wir zertreten, die gegen uns aufstehen.

Jes 54,17
Keiner Waffe, die gegen dich bereitet wird, soll es gelingen, und jede Zunge, die sich gegen dich erhebt sollst du im Gericht schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN, und ihre Gerechtigkeit kommt von mir, spricht der HERR.

Anklage, Einschüchterung, Bedrückung, Entmutigung sind Dinge vom Feind, und wir stehen gegen diese Dinge auf. Und wir sprechen diese Dinge schuldig und sagen „Feierabend! Jetzt nicht mehr! Ich lasse nicht mehr bedrücken, jetzt bedrücke ich!“

Aber nicht Menschen, sondern den Feind, den Teufel und seine finsteren Mächte. Und wir bekommen Autorität, und wir haben das Schwert des Geistes. Wofür? Nicht um den Teufel einen Scheitel zu ziehen. Das Wort Gottes sagt: Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

Jak 4,7b
Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch

Petrus sagt aber, wir müssen ihm standhaft im Glauben widerstehen.

1Petr 5,9
Dem widersteht standhaft durch den Glauben

Alles, all die Schätze, die im Wort beschrieben sind, funktionieren nur durch Glauben. Das ist, warum manche Leute scheitern wenn sie sehen wie andere dem Teufel widerstehen – „in Jesu Namen Schluß jetzt“ – und sie versuchen das auch, aber ohne Glauben. Und sie merken, die kriegen noch mehr auf die Jacke. Und es funktioniert nicht. Das Wort Gottes funktioniert nur dann wenn Glaube im Herzen ist und wir haben Autorität.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (25:00 bis 30:00)

 

Und es geschieht, indem das Wort Gottes in uns arbeitet. Und wir geben Raum dem Wort Gottes. Wir erlauben das. Wir begehren das Schwert. Wann hast du das letzte Mal gesagt: „Gott, sende dein Schwert! Dring du durch! Entlarve und bring ans Licht all die Täuschungen, all die irrigen Ideen, die ich über mich habe, über andere Menschen habe, über das Leben, über Gemeinde, über Reich Gottes allgemein – bring das ans Licht, diese falschen Ideen, die sich christlich nennen, aber die nicht von Christus kommen.“

Die Welt ist voll von christlichen Ideen, die nicht von Christus kommen. Und wie kannst du die erkennen? Nur wenn das Licht Gottes scheint in deinem eigenen Herzen. Anders kannst du es nicht erkennen. Weil von Natur aus, wir sind blind.

Spr 21,2
Einen jeglichen dünkt sein Weg recht; aber der HERR prüft die Herzen.

Aber Evangelium bedeutet: Den Blinden werden die Augen aufgetan.

Jes 35,5
Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet.

Das ist das Evangelium: Die Blinden fangen an zu sehen. Hallelujah. Sie sehen die Wahrheit. Und Jesus sagt: Ihr werdet die Wahrheit erkennen. Aber wann erkennen wir die Wahrheit? Wenn wir bleiben an seinem Wort. „Wenn ihr bleibt an meiner Rede, dann seid ihr in Wahrheit meine Jünger“.

Joh 8,31
Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger

Und ihr werdet die Wahrheit erkennen. Und die Wahrheit wird euch freimachen.

Joh 8,32
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Das heißt, in jedem Bereich, wo wir Unfreiheit erleben oder wo du andere Menschen triffst, die Unfreiheit erleben, die gebunden sind von Ängsten, von Sorgen oder von ungesunden Handlungen, die sie tun müssen, wo sie gezwungen werden, übermäßig Fressen oder sich ungesunde Dinge reinziehen wie Pornographie oder so – wo immer du Menschen siehst, die gebunden sind, siehst du Menschen, denen es an Licht fehlt, denen es an Wahrheit fehlt. Weil Jesus sagt: Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Wo keine Freiheit ist, ist sie deswegen nicht da, weil die Wahrheit fehlt. Hinter jeder Bindung, egal was das ist, ob das zwanghaft schmutzige Redeweise ist oder unkontrollierbarer Zorn oder nimm, was du willst – hinter jeder Bindung steht eine Lüge.

Und wenn das Licht der Wahrheit kommt, kommt Umkehr: „Oh mein Gott, vergib mir, was hab ich da für einen Müll in mir deponiert, was hab ich da für falsche Fundamente meines Glaubens und der Lebenseinstellung in meinem Leben?! Hilf mir!“ Und wir kehren uns ab davon, und das nennt die Bibel „Buße“ – wir ändern unsere Gesinnung. Und das setzt uns frei, Hilfe und Gnade und Befreiung von Gott zu erleben. Das ist der Prozess, der in uns stattfinden soll.

Und wir unterstützen das. Das geschieht nicht in Passivität während wir uns mit allem möglichen anderen beschäftigen, sondern wir begehren das, und wir arbeiten mit Gott zusammen, und wir leben ein Leben, wo der Gnade es möglich gemacht wird, wirklich ihr Werk in uns zu tun. Die Gnade Gottes ist die Kraft, die uns verändert, ist die Kraft, die uns befähigt, anders zu leben. Es ist viel, viel mehr als nur Sündenvergebung. Dank sei Gott für Sündenvergebung! Und das brauchen wir so oft! Aber es gibt mehr als immer in das selbe Ding reinzufallen und hinterher Vergebung zu holen, es gibt mehr. Es gibt die Kraft alte Muster zu brechen und auszusteigen und anders zu werden. Und nicht immer auf dieselbe Art und Weise zu reagieren wie wir über Jahre oder Jahrzehnte reagiert haben. Durch das Wort Gottes werden wir freigesetzt von alten Prägungen, von Dingen, die wir gelernt haben in der Kindheit, in der Familie. Wir werden freigesetzt anders uns zu verhalten, anders zu leben durch das Wort Gottes, das in uns wirkt. Und da ist dieses Schwert des Geistes, und das geht durch bis auf die tiefsten Dinge.

Ich habe gestern erwähnt, dass ich in den letzten wenigen Jahren drei Männern, die tief gebunden waren in Pornographie helfen konnte. Aber nicht, weil ich so clever bin, sondern weil das Wort Gottes in mir ein Werk tut. Und das, was das Wort Gottes in dir tut, wird es auch durch dich tun. Was das Wort Gottes in dir tun darf, wird es auch durch dich tun für andere. Ist doch ganz einfach.

Du kannt nicht mit brennender Zigarette dich vor einen Raucher stellen und sagen: „Weißt du, Jesus macht frei!“ – dann sagt der: „Mach vor!“ Und dann bist du schon am Ende mit deinem Latein. Du bist nicht glaubwürdig. Aber das, was das Wort Gottes in uns tut, das wird es auch durch uns tun, und wir sind dafür da, Gefangene freizusetzen.

Jes 61,1
Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (20:00 bis 25:00)

 

Wir sind unter seiner Herrschaft, unter seinem Schutz, weil wir seinen Segen haben wollen, weil wir ihn kennenlernen wollen und weil wir mit ihm leben wollen. Und wir öffnen und für Ihn, indem wir uns öffnen für Sein Wort. Der Heilige Geist hat nichts anderes als das Wort Gottes uns zu berühren, uns zu prägen, uns zu stärken, uns auszurichten, uns zu überführen, uns zu helfen, uns Rat zu geben, uns den Trost Gottes zu geben, uns die Geborgenheit zu geben. Der Heilige Geist hat nichts anderes als das Wort!

Und er braucht auch nichts anderes, weil das Wort ist Gott. Jesus sagt: Ich bin das Wort.

Offb 19,13
und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes.

Jesus, das Wort Gottes – so wird er genannt. Das ist ein Titel von ihm in der Offenbarung. Jesus ist das Wort.

Joh 1,1
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Und das ist das Wort des Lebens und das Wort der Hilfe und das Wort der Ermutigung. Das Wort, welches aufbauen kann uns uns ein Erbe geben kann unter allen Geheiligten.

Apg 20,32
Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, aufzuerbauen und ein Erbe unter allen Geheiligten zu geben.

Uns es wirkt ein wunderbares Werk in uns, es arbeitet in uns. Aber das Wort Gottes arbeitet nur dann in uns, wenn wir uns hingeben dem Wort Gottes und wenn wir mit dem Wort Gottes so leben wie Gott gesagt hat, dass wir seinem Wort leben sollen. Wenn wir das nicht beachten, dann dürfen wir uns nicht wundern, dass es keine Veränderung gibt und wir werden einfach nur älter und kriegen mehr Falten oder die Haare werden grau oder fallen aus oder wie auch immer. Aber wir werden nicht reifer, wir werden nicht mehr in das Bild Jesu umgestaltet und wir werden nicht mehr ein Segen sein für andere. Vielleicht sogar in den ersten Tagen unseres Christseins waren wir mehr ein Segen als dass wir heute ein Segen sind. Das ist nicht normal. Das heißt, wir haben diese Verbindung irgendwie nicht mehr, und wir haben locker gelassen und wir haben nicht mehr diese Hingabe und wir stellen uns ihm nicht mehr zur Verfügung.

Und wir leben nicht mehr in unserer Berufung. Unsere Berufung ist: Gott sagt: Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.

1Mo 12,2
Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein!

Dafür bist du da: Dass du den Segen Gottes bekommst und dass du ein Segen bist für andere.

Wie das im Praktischen einzeln aussieht ist bei jedem anders, aber du hast einen Auftrag: Segen zu bekommen und Segen zu verbreiten in deiner Umgebung. Das ist dein Auftrag, das ist deine Berufung, dafür hat Gott dich geschaffen. Dass du ihn kennenlernen sollst und sollst von ihm empfangen und sollst eine Quelle des Segens werden für andere. Darum geht es. Und ohne das Wort Gottes, das in uns arbeitet, uns verändert, kann es nicht geschehen.

Jesus sagt: Heilige sie in der Wahrheit.

Joh 17,17
Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.

„Heilige sei“ – das heißt: „sondere sie ab von dem Dreck und von dem Schmutz dieser Welt, sonder sie ab. Lass sie verfügbar sein für dich, Gott, präge sie in dein Bild hinein, heilige sie in der Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit.“

Ohne die Offenbarung, dass Gottes Wort die Wahrheit ist und ohne einen Lebensstil der Hingabe an Gottes Wort, ganz praktisch im Alltag, können wir nicht verändert werden in das Bild Jesu. Wir können nicht wachsen in Sanftmut, in Klarheit, in Freundlichkeit, in Barmherzigkeit, in der Liebe Gottes, in der Kühnheit, in der Klarheit, in der Eindeutigkeit – wir können nicht wachsen, ohne dass wir uns dem Wort der Wahrheit hingeben und erlauben, dass dieses Wort in uns arbeitet.

Heb 4,12
Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens

Es gibt keine Charakterveränderung ohne dass das Licht Gottes scheint und wir Dinge – die nicht passen, die nicht von Gott sind, die nicht zu Gott führen, Dinge in unserem Leben, Einstellungen, Gedankenmuster, Prinzipien, Glaubensinhalte, Lebensweisheiten, Motive – entdecken, uns zeigen lassen, die nicht von Gott kommen, die wir mitgebracht haben aus unserem Leben unter der Herrschaft des Teufels. Wenn das Wort Gottes da nicht rein kann, wird es keine echten Veränderungen geben. Wir können ein bisschen christliche Dressur erleben und wir können lernen am Sonntagmorgen irgendwie ein bisschen christlich nett zu sein, aber das ist etwas total anderes als in einem Prozess zu sein, wo unser Charakter verändert wird. Und das ist die Aufgabe. Und das ist ein lebenslanger Prozess.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (15:00 bis 20:00)

 

„Bleibt in mir“ – was bedeutet: Das kann nicht automatisch sein. Nur weil ich gläubig bin, bleibe ich in ihm?! Sonst hätte er nicht sagen müssen: „Bleibt in mir“. Ich muss etwas tun um in ihm zu bleiben. Und was muss ich tun? Ich muss bleiben in seinem Wort. Bleiben in seinem Wort.

Ich muss Zeit haben mit ihm, wo ich alles andere beiseite lege, wo ich mich für ihn einfach frei mache und wie Jesus sagt, die Tür zu mache.

Mt 6,6
Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und wenn du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.

D.h. Handy ausmachen, Computer ausmachen, Fernsehen ausmachen, Radio ausmachen, Zeitung beiseite legen. Jetzt bin ich hier, Gott, und ich bin für Dich da und ich will Dir dienen, und ich will von dir empfangen, und ich will deine Worte hören, und ich will von Dir gelehrt werden, von dir inspiriert werden, von dir aufgebaut werden, von dir korrigiert werden, von dir ermutigt werden, von dir beauftragt werden. Wenn ein Christ solche Zeiten nicht regelmäßig jeden Tag hat, er wird sterben, er wird sterben. Auch wenn er sonntags sich zur Gemeinde schleppt, er wird sterben.

Weil unsere Beziehung muss sieben Tage die Woche sein und nicht einen Sonntag morgen, es muss kontinuierlich sein: Bleibt in mir, sagt Jesus. Bleibt in dieser Verbindung, sorgt dafür, dass diese Verbindung nicht abreisst. Und wie bleiben wir in ihm? Wir bleiben in seinem Wort.

Das heißt, wir verbringen Zeit mit seinem Wort, wir haben diesen Respekt, diese Hochachtung – wenn wir die Bibel aufschlagen. Wir sagen: Das ist Gottes Wort. Und ich brauche den Heiligen Geist um zu verstehen, was da gemeint ist, ich brauche den Heiligen Geist um mir das aufzuschließen und diese Lebenkraft, die da drin ist, in mich hinein zu bringen. Ich empfange Leben jeden Tag neu. Durch das Wort Gottes, das mich aufbaut, das mich stark macht, das in mir wirkt. Jesus sagt: Kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein.

Lk 1,37
Denn kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein.

Paulus sagt zu den Ältesten von Ephesus: Ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade, welches vermag euch aufzubauen und euch ein Erbe zu geben unter allen Geheiligten.

Apg 20,32
Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, aufzuerbauen und ein Erbe unter allen Geheiligten zu geben.

Wir müssen dieses Geheimnis kennenlernen wie aus der Druckerschwärze, die wir hier identifizieren, Power wird, Leben wird, Inspiration wird, Ermutigung wird, Stärke wird, Hoffnung wird. Das müssen wir lernen. Und es geschieht durch den Heiligen Geist, und es geschieht durch Respekt vor dem Worte Gottes. Und wir betrachten Gottes Wort so wie Er es sieht. Wir sagen nicht, naja, was hat jetzt hier der Jesaja geschrieben, was hat mir der Paulus zu sagen? Das ist ja alles so lange her und was können die von meinem Leben verstehen? – Nein, es ist Gott, der durch sein Wort redet. Ob das Jesaja ist, ob das David ist, ob das Paulus ist, was auch immer. Alle Schrift ist eingegeben von Gott.

2 Tim 3,16a
Alle Schrift ist von Gott eingegeben

Es ist nicht Menschenwort. Und wenn wir das glauben und wir geben uns diesem Wort hin, dann wird es wirksam – nur dann! Wenn wir es betrachten wie irgendein anderes Buch, wie irgendwelche anderen Worte, die irgendwelche klugen Leute geschrieben haben, dann kann es nicht wirksam werden in uns. Es wird nur dann wirksam wenn wir sagen: Das ist Gott, das ist sein Wort. Das ist, was er meint. Das ist, was er für mich hat. Das ist, was er von mir will. Das ist gültig für mein Leben.

Und wir machen nicht mehr eine Teilung zwischen Sonntagmorgen und dem Rest der Woche, sondern im Rest der Woche gilt immer noch Gottes Maßstab. Wenn wir vor dem Fernseher sitzen, gilt immer noch Gottes Maßstab. Wenn wir vor dem Computer sitzen, gilt immer noch Gottes Maßstab. Wenn wir mit Menschen Umgang haben, es gilt immer noch Gottes Maßstab.

Und wir erlauben, dass das Wort Gottes über unserem Leben wacht, dass das Wort Gottes ein Richter ist.

Hebr 4,12
Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens

Und das heißt, wenn der Heilige Geist uns überführt, „hier, das war nicht nett, was du gemacht hast, du warst ärgerlich, du warst zornig“ – wir sagen, „Herr, Du hast Recht, bitte vergib mir, das war nicht in Ordnung“. Und wir gehen zu dieser Person und wir bitten um Vergebung. Und wenn du das nicht tust, bist du kein Jünger Jesu, und du wirst niemals wachsen in der Gemeinschaft mit Gott.

Weil Beziehung zu Gott heißt wir unterordnen und ihm, und wir lassen ihn Herr sein, wir lassen uns leiten von ihm. Mir gefällt so, was unter jeder Email vom Kalli steht: „Jesus spielt in meinem Leben keine Rolle … er ist der Regisseur in meinem Leben“. Genial!