Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (15:00 bis 20:00)

 

Leute fragen dann: Ja, glaubst du das wirklich, weißt du denn nicht, was die Wissenschaft sagt? Doch, ich weiß, was die Wissenschaft sagt. Sie versucht mir zu erklären, dass alles durch viel, viel Zeit und durch Zufall und durch winzige Mutationen irgendwie entstanden ist – und ich sage, diesen Glauben habe ich nicht.

Dafür reicht mein Glaube einfach nicht aus, ja? Und wenn ich dir hier erzählen würde, meine Armbanduhr, ich glaube, die ist recht billig, aber immerhin besteht sie aus vielen, vielen Einzelteilen. Und die Einzelteile haben alle die richtige Größe und die passen alle zusammen und die funktionieren eben zusammen, weil sie die richtige Größe haben und weil irgendjemand mal Energie reingetan hat und dem Ding also durch diese Energie den Anstoß gegeben hat, dass sie laufen soll. Und wenn die Batterie zuende ist, hört sie halt auf.

Und wenn ich dir jetzt erzählen würde, diese Teile, die schwirrten so durch den unendlichen Kosmos, zufällig hatten die alle diese richtige Größe und irgendwann trafen sich zwei Teilchen und küssten sich und sagten, wir bleiben zusammen für immer. Und – oh Wunder – da kam ein drittes Teilchen aus dem Nichts hervor und fand die beiden und sagte: Lass uns zu dritt zusammengehen. Und so hunderte von winzigen Teilchen, die zufällig alle dieselbe Größe hatten, fanden sich in den unendlichen Weiten des Universums im Laufe von Jahrhunderten von Millionen und irgendwann als sie alle beieinander waren, sagten sie, es fehlt uns noch das letzte Teil. Und dann können wir eine richtige, funktionierende Armbanduhr herstellen.

Ich meine, für wie blöd hält man uns eigentlich? Und die chemischen Vorgänge, die notwendig sind um Eiweisse herzustellen, die die Grundbausteine des Lebens darstellen, sind weitaus komplizierter als solche primitiven Teile in meiner Armbanduhr.

Und es gibt eine Fülle von wissenschaftlichen Tatsachen, ich nenne nur diesen sogenannten dritten thermodynamischen Hauptsatz, und es gibt viele, viele andere Erkenntnisse aus der Informationstheorie, die diese Evolutionstheorie Lügen strafen und die Fakten liefern, die einfach nur den einen Schluss zulassen: Dass Leben sich selbst organisiert, ist eine Theorie, die mit nichts aus den Fakten der Wissenschaft und des alltäglichen Lebens irgendwo bewiesen werden könnte. Das ist der größte Blödsinn, den Menschen sich ausgedacht haben.

Okay, hier verlasse ich jetzt das Thema Schöpfung oder Evolution, weil das sonst einfach ein Thema wird, in das ich mich zu sehr verliere. Aber es gibt eine ganze Reihe von interessanten schönen Vorträgen oder Büchern zu diesem Thema und wer mag, kann sich da vertiefen. Und wer es gerne wissenschaftlich haben möchte mit vielen Formeln, auch da gibt es Bücher, wo du dich richtig dran erfreuen kannst, dass es so richtig seitenweise nur so purzelt von irgendwelchen Formeln, die ich dann alle nicht mehr verstehe.

Okay, die Bibel sagt: Gott hat das Weltall, das Universum und die Erde geschaffen. Gott hat die Tiere, die Pflanzen geschaffen, Gott hat auch den Menschen gemacht.

Und etwas interessantes wird gesagt noch im Stadium der Planung – 1 Mose 1,26, und das ist vielleicht deswegen wichtig, weil hier schon mal für zukünftige Studien irgendwie ein interessantes Prinzip der Bibel so uns entgegentritt: Immer wenn es ein neues Thema gibt in der Bibel, und der Mensch, wenn du bei der ersten Seite anfängst, ist ein neues Thema, denn zum Zeitpunkt, wo du anfängst 1. Mose 1 gibt es ihn noch nicht. Aber immer wenn ein neues Thema beginnt, wird etwas sehr, sehr wichtiges und Grundlegendes, was dann für das ganze Thema bis zum Schluss eine ganz herausragende Bedeutung hat, wird dort genannt.

Das könnte man auf manche andere Themen, die in der Bibel beschrieben werden, auch beziehen. Also, wenn hier der Mensch erwähnt wird, lasst uns ganz besonders hinschauen.

1 Mose 1,26a
Und Gott sprach (wieder der Mehrzahl-Gott): Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen.

Hier breche ich einfach mal ab, das wird dann noch weiter ausgeführt. Zwei wichtige Dinge werden hier gesagt wenn Gott also über den Menschen, der noch hier im Planungsstadium ist, sich Gedanken macht. Also, der Mensch soll ihm ähnlich sein. Der Mensch soll ihm ähnlich sein.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (10:00 bis 15:00)

 

Okay, aber auch für uns, die wir diesen Schritt schon getan haben, ist es von großer, großer Wichtigkeit, dass wir sehr nüchtern, besonnen und realistisch an die ganze Sache rangehen und dass wir nicht vorschnell sagen, wir wissen schon alles, sondern dass wir sagen, ja, was sagt Gott? Was sagt Gott über diese Erfahrung, die ich gemacht habe? Es ist eine Sache, eine Erfahrung zu machen, und es ist eine ganz andere Sache zu hören, was Gott über diese Erfahrung sagt und der mich informieren möchte, was ist tatsächlich passiert.

Und ihr werdet merken eben, dass es eine ganz starke Betonung geben wird auf Wissen und auf Kennen und auf Erkenntnis. Je klarer wir Dinge sehen, je klarer wir etwas verstehen, um so sicherer ist das Fundament auf dem wir stehen.

Also, wenn wir uns jetzt Gedanken machen wollen über Errettung und die neue Geburt – dann geht es darum, was sagt Gott darüber? Und ich werde tatsächlich heute wie man das so schön sagt bei Adam und Eva anfangen, ja? Wenn du also heute abend nach Hause gehst und einer deiner Verwandten sagt dann: Ja, wie war’s und was hat er denn gesagt? – Dann sagst du: Ja, er hat bei Adam und Eva angefangen. Ja? Wie man das manchmal so scherzweise von irgendwelchen Menschen sagt, die also wirklich ganz weit ausholen.

Aber das ist für unser Thema, für unsere Betrachtung von ganz großer Wichtigkeit. Und auch viele Christen an der Stelle sind irgendwie nicht genau genug, sind nachlässig, sie verstehen nicht, was die ursprünglichen Gedanken und Pläne Gottes für die Menschheit waren. Und wer das nicht versteht, kann auch nicht das ganze Ausmaß der Erlösung, die wir haben durch Christus verstehen. Nur wer versteht, was ursprünglich der Plan Gottes war und was dann in Frage gestellt hat und was das bedeutet, dass eben dann Jesus gekommen ist und was er getan hat und was das Kreuz bedeutet – das alles gehört zusammen.

Und je klarer wir das Ursprüngliche sehen, um so klarer werden wir erkennen, Erlösung ist weitaus mehr als dieses innere, tief verborgene Wissen, ich weiß, eines Tages wenn ich sterbe gehe ich zu Gott, zu meinem Vater und ich komme in den Himmel. Das ist eine glorreiche, wichtige Erfahrung, ja? Und jeder ist gut dran, der das hat, aber das ist nur ein winziger Bruchteil dessen was Erlösung bedeutet. Erlösung ist weit, weit, weit, weitaus mehr.

Und vorallendingen Erlösung ist schon etwas für unser Leben jetzt hier. Es ist nicht etwas, was wir so in uns tragen und dann hier geht es uns ganz schrecklich, vielleicht noch schrecklicher als den anderen Menschen, aber der Trost trägt uns – eines Tages kommen wir in den Himmel. Jemand hat mich einmal gefragt, ja, wie weißt du, dass das mit dem Himmel wirklich real ist? Nun, ganz einfach: Weil das Wort Gottes so viele Dinge über das Leben jetzt hier sagt mit Gott, die ich anfange zu erfahren und die alle zutreffen und die alle so schön sind, dass ich deswegen davon ausgehen muss, ja, wenn die Dinge, die Gott über mein irdisches Leben hier, über meine Familie, über meine Ehe, über meine Arbeit, wenn diese Dinge zutreffen – dann bin ich doch ein Narr wenn ich sage, ja, aber wer weiß, ob das mit dem Himmel richtig ist.

Wenn es hier schon jetzt zutrifft und Gott segnen kann ein Leben, das auf seinen Prinzipien aufgebaut ist, dann wieviel mehr nachher dann wenn es keine anderen störenden Einflüsse mehr gibt.

Okay, also Gottes ursprünglicher Plan. Den finden wir in Gottes Buch ganz am Anfang, ganz am Anfang. Normalerweise an dieser Stelle im Grundlagenseminar verliere ich auch viele Worte, manchmal glaube ich zu viele, mit dem allerersten Vers: Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

1 Mose 1,1
Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

Weil sehr sehr viel hier schon an grundlegenden Dingen enthalten ist. Erstens einmal wird hier etwas interessantes gebracht: Gott, der Begriff Gott, wie er hier geschrieben ist, im Hebräischen ist Plural. Also sozusagen wie mehrere Gottheiten oder mehrere Götter oder so schufen … Da haben wir schon einen ersten Hinweis darauf, dass wir nicht einen einsamen Gott im Himmel haben, sondern Gott ist ein Gott in der Mehrzahl. Das ist, was man theologisch die Dreieinigkeit nennt. Da haben wir Gott, den Vater, Gott, den Sohn und Gott, den Heiligen Geist.

Und dann gibt es einen interessanten grammatikalischen Lapsus: Also ein Plural-Gott schafft im Sinne von einem Tätigkeitswort, was eben in der Einzahl beschrieben ist.

Was uns sagt, da ist ein Gott, der mehr ist als einer, aber wenn er handelt, handelt er wie einer. Mit einem grammatikalischen Lapsus beginnt Gott sein Buch! Stell dir einmal vor, um uns hier gleich zu sagen, was für ein einzigartiger, wunderbarer Gott er ist, und er hat Himmel und die Erde geschaffen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (05:00 bis 10:00)

 

Du sollst motiviert werden durch das Wort Gottes. Dass du nicht nur weißt, ja, Gott möchte das und das, sondern es ist sehr, sehr klug, es ist sehr, sehr sinnvoll und es bringt reichtlich Ertrag und Frucht wenn ich die einzelnen Wahrheiten übernehme in meinem Leben und eben mich aufbaue auf diese Grundlagen.

Wir wissen alle, dass es sehr viele Bedrängnisse und Herausforderungen und Schwierigkeiten gibt und so wie es aussieht, werden die nicht weniger, sondern werden offensichtlich immer mehr in unserer Gesellschaft. Die Zahl der psychisch gestörten Menschen nimmt enorm zu, und Gott möchte dir helfen, möchte dich stabil machen, so dass du nachher jemand wirst, der anderen den Weg weisen kann, der sagen kann: Da geht es lang und da ist wirklich etwas zu holen, was Bestand hat.

Das ist das schöne: Der Plan Gottes in unserem Leben, wenn der erfüllt wird, das soll etwas beständiges, etwas sicheres sein. Und sicherlich ist es nicht vermeindbar, wenn wir ausgeglichene, verantwortungsbewußte Menschen sind, mit einem geschärften, wachen Verstand und mit kreativ geschenkten Fähigkeiten, dass wir auch beruflich aufsteigen müssen. Das ist ganz logisch. Ja, das ist einfach ein nicht zu vermeidendes Abfallprodukt von dem ganzen, aber es geht darum, dass wir richtige Grundlagen in unserem Leben bekommen. Je fester die Fundamente sind, um so sicherer ist das Haus, das darauf gebaut wird. Und Gott möchte, dass wir ein Haus bauen, das ist unser Leben, dass, wenn die Stürme kommen, es steht. Andere mögen umfallen, wir werden stehen. Nicht, weil wir so stabil sind, sondern weil die Gnade Gottes da ist und weil sie uns halten kann. Die natürlich für jeden Menschen da ist, aber da braucht es auf unserer Seite Kenntnis und Reaktion. Das beides muss da sein. Und in diesem Sinne wird es wirklich etwas sein, was unser Leben verändern kann.

Okay, gut, damit genug der Vorrede. Ich möchte beginnen mit unserem ersten Thema. Und wenn ihr dabei habt, oder wenn ihr das habt, dann könnt ihr dieses Studienheft, was es hier übrigens dazu gibt mit dem gleichnamigen Titel, was eine wirklich, denke ich, hilfreiche Ergänzung ist. Viele Schriftstellen, die ich vielleicht nicht hier gebrauche zu einem bestimmten Thema, findest du dann hier, und dann gibt es reichlich Platz, du kannst dann also dann noch deine eigenen Notizen dazumachen. Das kann man hier am Büchertisch erwerben oder über unseren Aufbruch-Verlag. Und damit beginnen wir mit dem Thema „Errettung und die neue Geburt“.

Ihr braucht jetzt viel, viel Gnade. Ich werde 90 Minuten nonstop reden, 90 Minuten! Ich bin immer begeistern, dass ich das hier kann. Im Gottesdienst sind es nur maxial 25 Minuten, die einem da gegeben werden. Aber Grundlagenseminar ist immer schön – 90 Minuten nonstop. Das ist herrlich. Und wir werden entdecken, es wird doch nicht langweilig sein, weil so viel Klarheit kommt wenn wir in einer systematischen Weise einfach das Wort Gottes betrachten. Es gibt so viele Menschen, die anfangen irgendwie zu lesen in der Bibel, und sie wissen nicht, wo sie beginnen sollen, ja? Und sie sind verwirrt, und dann vielleicht landen sie auch noch zufälligerweise irgendwo im Geschlechtsregister und Kapitel nach Kapitel lesen sie da irgendwelche Namen von Menschen, die geboren sind, die einen gezeugt haben und dann wieder gestorben sind. Und sie sagen sich, ja, was hilft mir das für mein Leben? Also, es gibt bestimmte Passagen der Bibel, die sind für jemanden, der am Anfang im Glaubensleben ist, der Jesus kennenlernen will, der den Plan Gottes kennenlernen will, der wissen will, wie wird mein Charakter verändert ohne dass das wehtut? Das ist auch ganz wichtig.

Und was muss ich eigentlich tun für Schritte um ein richtiger Christ zu sein? Es gibt Passagen in der Bibel, die sind vordringlich dran, und es gibt andere Passagen, wo ich sage, die lassen wir im Moment mal liegen. Und die kommen dann irgendwann später dran. Und es gibt viele aufbauende Seminare auf das Grundlagenseminar, aber das ist das allererste, was jemand wissen sollte, ob er Christ ist oder nicht. Ich denke, das ist einfach eine Bildungslücke in unserer Zeit nicht zu wissen, was die wichtigsten Dinge aus Gottes Buch sind. Was sagt Gott über den Menschen, über das Leben, über unsere Zukunft, über unsere Herkunft usw? Das sind wichtige Fragen und viele Philosophen haben sich den Kopf zerbrochen und also man sollte auch wenn man so fragt und interessiert ist, hören, was das Wort Gottes zu sagen hat.

Okay, also das war der zweite Schluss meiner Einleitung: Errettung und die neue Geburt. Das ist der erste Punkt, den ich euch heute abend hier nahe legen möchte. Errettung und die neue Geburt. Wobei ich davon ausgehe, dass höchstwahrscheinlich die allermeisten von euch diesen Schritt und diese Erfahrung schon gemacht haben und sie sagen: Jawohl, ich weiß, ich bin Kind Gottes, Jesus ist mein Herr und er lebt einfach in mir und ich gehöre ihm und ich lerne einfach jetzt etwas ganz, ganz neues.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (00:00 bis 05:00)

 

Okay, so, dann möchte ich euch ganz, ganz herzlich begrüßen heute abend hier zu unserem neuen Durchgang des Grundlagenseminars des biblischen Lebensstils. Ich möchte euch gratulieren zu dieser cleveren Entscheidung, dieses Seminar zu besuchen. Ich hoffe, dass es nicht irgendwie ein einmaliges Ereignis ist, sondern dass ihr durchhaltet bis zum Ende. Das wird ja eine Serie sein von insgesamt 12 Abenden. Und die haben alle wichtige verschiedene aufeinander aufbauende und miteinander verbundende Themen – und ich möchte euch da gleich ermutigen, wirklich das ganze mitzumachen, weil nur das ganze bringt auch ganze Resultate. Ganz einfach. Ich werde gleich noch etwas zu den Resultaten sagen, aber bevor ich das tue, möchte ich auch unbedingt noch die begrüßen, die wir hier nicht sehen, aber die uns hören werden später auf Cassette – diesmal nach vielen Jahren wieder wird das Grundlagenseminar noch einmal auf Cassette aufgenommen, weil es schon eine uralte Version ist. Und die soll einmal wieder aufgefrischt werden, also lieben Cassettenhörer, herzlich Willkommen hier auch zu diesem Seminar.

Okay, das ist übrigens auch der Grund, diese Cassettenaufnahme ist der Grund dafür, dass es leider nicht möglich ist, worüber ich gar nicht so traurig bin, während meines Vortrags Fragen zu stellen. In der Bibelschule hat sich das so eingebürgert und im Grundlagenseminar auch – mir ist auch ohne Aufnahme eigentlich viel lieber, ich mache mein Thema durch. Was während des Abends an Fragen dir kommt, schreibst du dir auf und wenn ich ein Themenblock durchhabe, das kann nach einem Abend sein, das kann auch nach zwei Abenden sein, dann gebe ich den Ring frei auch für Fragen, nachdem also dann das Thema durch ist. Und jetzt um so mehr halt, weil es auch eben auf Cassette aufgenommen wird.

Okay, also der Name eigentlich erklärt schon den Sinn und den Zweck dieses ganzen Ereignisses hier – Grundlagen des biblischen Lebensstils. Wahrscheinlich die allermeisten von euch oder ich kenne euch nicht alle so, möglichweise bereits alle von denen, die hier sind, kennen schon den Herrn in einer Weise haben auch vielleicht schon diesen Schritt der Lebensübergabe vollzogen. Aber ich weiß, dass es immer wieder Leute gibt, auch von den Cassettenhörern weiß ich das, die eigentlich von der Bibel, vom Glauben von Jesus wenig oder manchmal sogar gar nichts wissen und die da wirklich wertvolle Antworten bekommen.

Und das soll wirklich ein Seminar sein, wenn wir es anwenden, wenn wir es beherzigen und diese konkreten Schritte, die dann mehr so nach den ersten zwei, drei Themen so dann beschrieben werden, wenn wir die gehen, es soll tatsächlich dann erfolgen, dass wir eine feste Grundlage für unser Leben bekommen. Und das wird auch wirklich so sein, das kann ich versprechen. Nicht irgendwie, weil ich der Autor von dem ganzen bin, denn der bin ich nicht, sondern das sind alles Wahrheiten aus Gottes Wort, die sich vielfach bewährt haben, und ich weiß, wie das Wort Gottes in meinem eigenen Leben gewirkt hat. Vor ungefähr gut 20 Jahren war ich ein runtergekommener, abgewrackter Drogentyp, persönlichkeitsgespalten, von Ängsten geplagt, hatte nicht die Möglichkeit oder die innere Freiheit auch nur vor drei Leuten irgendwie ein paar zusammenhängende Sätze zu sagen und hatte viele, viele andere Probleme, die ich euch jetzt hier erspare, die ich nicht in Einzelheiten beschreiben will. Das wäre ein abendfüllendes Programm in sich. Ich war wirklich fix und fertig. Und dann kam Jesus, und dann kam das Wort Gottes, und er hat mich gelehrt und hat mich therapiert und er ist immer noch dabei, sagt meine Frau, und er ist auch noch nicht fertig, aber es geht voran, preis dem Herrn. Und diese Probleme, die ich damals gehabt habe, diese Menschenfurcht und Zwänge und ganz hässliche Dinge sind aus meinem Leben verschwunden, und es ist wunderbar. In der Freiheit zu leben, ist etwas ganz, ganz herrliches und schönes und das wünsche ich jedem von euch hier und auch von denen, die noch dazukommen werden oder eben auf Cassette das hören.

Wir wollen wirklich hier lernen, was die Grundlagen sind für ein solides, vernünftiges, erfolgreiches Leben. Ja, Erfolg im richtigen, guten, göttlichen Sinne, nämlich in dem Sinne, dass das, was der Plan Gottes ist, was der Wille Gottes ist, und was wir daraus erkennen und was wir uns vornehmen, dass das wirklich gelingt, dass wir nicht irgendwelche Luftschlösser bauen oder irgendwelchen irrealen Träumen nachjagen, die dann zerplatzen und wir wieder am Ende sind und wieder anfangen müssen dann nach ein paar Jahren alles wieder neu aufzubauen.

Sondern es soll wirklich etwas schönes, solides, starkes sein. Es soll auch für die, die das brauchen, so wie ich früher einer war, eine Art von Therapie sein. Also wenn du sagst, ja, da sehe ich Bereiche von Ängsten, von Minderwertigkeit, von Zwängen oder von Beziehungsunfähigkeit oder Identitätsproblemen oder Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitsunwilligkeit oder irgendwelche anderen Probleme, die mir jetzt gerade im Moment nicht einfallen, ja, dann ist das genau das richtige. Das wird eine Grundlage dir geben für ein erfolgreiches Leben, das Gott so für dich hat.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (55:00 bis Ende)

 

Hinterher, alles, was passiert ist: Wir tun uns schrecklich leid. Wir haben so viel Mitleid mit uns – „so alleine, so verlassen, der Teufel so gemein, Gott weit weg. Was soll das eigentlich alles bringen?“ Wir haben uns in Selbstmitleid hineingebetet, und das war alles, was wir geschafft haben.

Indem wir nämlich auf die Probleme sehen ohne zuvor auf Jesus zu sehen! Wir sollen nicht den Kopf in den Sand stecken und sagen: „Probleme – wo denn?“ Und sie haben uns schon überall umzingelt. Das ist nicht, was wir tun sollen. Aber bevor wir auf die Probleme sehen, sehen wir auf Jesus. Und wir erklären, wie er ist. Wir erklären, was er getan hat. Wir erklären, wie gültig sein Sieg ist, wie gewaltig seine Überlegenheit ist. Wir erklären, dass er alles unter Kontrolle hat, dass er Macht hat, diese Umstände, diese widrigen Attacken und Angriffe und Herausfoderungen, Anfragen usw. völlig unter seine Füße auch in unserem Leben zu nehmen.

Und erst wenn wir gesättigt sind von Jesus, mit ihm zusammen wenden wir uns dann den Problemen zu. Und wir schauen nicht als allererstes auf die Probleme, sondern nachdem wir den biblischen Jesus gesehen haben, ihn angebetet haben – ein Lebenstil der Anbetung ist hier gefragt. Anbetung heißt Gott dafür danken und rühmen und ihn ehren und wertschätzen und Liebe ausdrücken für das, was Er ist. Nicht unbedingt nur das, was Er getan hat in unserem Leben und was Er tun wird – auch das sollen wir beachten. Aber noch viel wichtiger: Seinen Charakter, sein Wesen. Weißt du, Jesus ist so souverän. Er ist nicht in Hektik über deine Probleme, er macht sich keine Sorgen und versucht irgendwo noch in den letzten Vorratskammern ein bisschen Glauben zusammenzukratzen um dich irgendwie da heile oder halbwegs heile durchzubringen. Er ist total souverän.

Was sagt die Bibel? Er sitzt im Himmel und lacht über die Feinde.

Ps 2,4
Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie.

Ps 37
12 Der Gottlose heckt Pläne aus gegen den Gerechten und knirscht gegen ihn mit den Zähnen;
13 aber der Herr lacht über ihn; denn er sieht, daß sein Tag kommt.

Er lacht über die Feinde! Er lacht über Satan. Du sagst, ja, er hat gut lachen, er sitzt da oben, und ich sitze hier mittendrin. Nein, die biblische Perspektive haben wir doch schon durchgenommen – du bist mit ihm versetzt.

Eph 2,6
und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus.

Und wenn du ihn anschaust und das anschaust, was er in dir getan hat, dann wirst du entdecken, dass – auch mitten in Problemen – du mit Jesus auf dem Thron sitzt und du kannst mit ihm lachen über die Feinde. Und sagst: Keiner Waffe wird es gelingen, gib dir keine Mühe, auch diesmal wird es nicht klappen.

Jes 54,17
Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil wird, spricht der Herr.

Amen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (50:00 bis 55:00)

 

Vielleicht hast du es schon gemerkt – morgens nach deiner Zeit mit dem Herrn wenn du das richtige tust, du bist stark und irgendwann gegen Mittag oder wenn du nicht geladen hast – vielleicht schon am Vormittag merkst du, die Luft ist raus. So, die geistliche Energie, die wir tanken, verbraucht sich. Und darum müssen wir jeden Tag wieder neu erfüllt werden vom Heiligen Geist. Und das ist unsere persönliche Verantwortung. Das ist nicht, was Jesus für dich tut, das ist nicht, was der Heilige Geist für dich tut, und das ist auch nicht, was der Pastor oder dein Hauskreisleiter für dich tut. Das ist etwas, was du tust. Und nur indem du das tust, wovon Paulus jetzt hier in den nächsten Versen schreibt, wirst du tatsächlich erfahren, dass du immer wieder erfüllt wirst vom Heiligen Geist.

Denn die Satzkonstruktion dort vom Griechischen wäre ungefähr wenn man so übersetzen würde: „Werdet voll Geistes:“ oder „Werdet voll Geistes, indem ihr die folgenden Dinge tut.“ – „Werdet voll Geistes, indem ihr tut“!

Und was sollen wir tun? Hier ist etwas beschrieben, und lasst das praktisch werden, setzt das um und finde da deine eigene Art und Weise wie du das tun möchtest.

Eph 5,19-21
Redet untereinander in Psalmen, Lobgesängen, in geistlichen Liedern, singet und spielt dem Herrn in eurem Herzen, saget Dank allezeit für alles Gott dem Vater in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus. Seid einander untertan in der Furcht Christi.

Lasst uns mal ein bisschen praktisch da rangehen. Fangen wir an der hässlichen Stelle an, wo der Wecker klingelt. Da fangen wir an, denn da hat uns jetzt der Alltag wieder eingeholt und dort sind wir konfrontiert mit Aufgaben, mit Herausforderungen, mit Schwierigkeiten, mit Problemen. Und ich hoffe, dass wir alle schon so weise geworden sind, dass wir nicht mehr Probleme und Schwierigkeiten meiden oder fliehen wollen.

So lange du auf dieser Welt lebst, und manche verbrauchen sehr viel Energie, weil sie suchen ein problemloses Leben. Das ist echt verkehrt, da hättest du nicht Christ werden sollen. Du hast ein Leben, wo du die bisherigen Probleme, die du hattest, überwinden kannst. Und eine Flut von neuen Problemen kommen auf dich zu.

Was meinst du – wir als Gemeindeleitung – wir sind immensen Problemen. Monat für Monat sind wir in Problemen. Aber Monat für Monat gehen wir durch. Guck mal, zum Beispiel, wir müssen andauernd neue Stühle anschaffen, wir müssen andauernd neue Räume schaffen, das sind Probleme. Das sind echte Probleme.

Christsein und Leben nach dem Wort bringt Probleme mit sich. Zum Beispiel auch Verfolgung, Ablehnung, Spott oder so etwas. Also, wir sollten nicht ein Leben suchen ohne Probleme. Sondern Jesus hat uns versprochen, er ist bei uns und er hilft uns diese Dinge zu überwinden. Er hilft uns. Vorallendingen auch erst einmal die Probleme, die mit unserem alten Wesen und unserem verkehrten Verhalten zu tun haben – die sind das erste Arbeitsfeld, das wir beackern sollen.

Eph 5,19a
Redet untereinander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern.

Weil es so ist, dass die Probleme dich herausfordern, Anfragen starten gegen dich, dir Sorgen bereiten, dir unangenehme Gefühle bis hin zu Ängsten oder Magengeschwüren oder Bedrückungen oder sonst irgendetwas verpassen wollen, musst du schneller sein als sie. Bevor sie anfangen zu reden. Und das tun sie schon. Die sind schon hellwach wenn du noch schlaftrunken ins Badezimmer torkelst. Und sie fangen schon an: „Oh, heute wieder die Begegnung mit dem Chef und mit diesem und jenem und dann noch Kaffeetrinken bei der Schwiegermutter. Und wenn ich an dies und an jenes denke usw. Und eh du dich versiehst und noch gar nicht richtig wach bist, hast du schon ein mulmiges Gefühl und du denkst, oh, das kann ja wieder ein Tag werden!“

Ja, ihr natürlich nicht! Ihr seid alle schon weit darüber. Ihr seid so still, ich muss euch ein bisschen herausfordern.

Bevor die Probleme das tun, fangen *wir* an etwas zu tun. Wir reden untereinander oder auch zu uns selbst – wir reden auf der Ebene des Wortes Gottes: Psalmen, Lobgesänge. Und wenn du all die schönen Lieder analysierst, die wir singen, die vom Worte Gottes sind, dann wirst du sehen, sie verherrlichen Jesus, sie verherrlichen nicht Probleme.

Weißt du, dass Christen auch Probleme verherrlichen können? Sie wollen das natürlich nicht, aber es passiert trotzdem. Sie verherrlichen Probleme in ihren Gebeten. „Oh, Gott, du siehst mich in dieser schrecklichen Situation, und ich habe dir schon fünf mal dieses Ding gesagt, und du weißt, wie mich das beschäftigt und bedrängt, und du weißt, dass ich das gar nicht gerne erlebe – und es ist so schrecklich, und trotzdem kommt es heute schon wieder. Und du hast nie etwas dagegen getan. Gott, ich glaube, du wirst nie was tun, hast du mich überhaupt noch lieb oder was ist eigentlich los?“

Und wir beten uns immer mehr in Verzweiflung hinein!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (45:00 bis 50:00)

 

Mit anderen Worten: Ihr könntet eigentlich ganz anders leben, ihr tut ja nur das, was alle anderen tun, die nicht die Erlösung haben, die nicht den Heiligen Geist haben. Ihr könntet ganz anders leben.

Wir leben über-natürlich. Über oder jenseits unserer Natur. Und lasst mich das ein bisschen zeigen wie das geschieht. Paulus sagt, dass wir im Geist oder durch den Geist wandeln können. Ach, ich geb euch einfach mal eine Hausaufgabe auf. Das ist ja ein Kurs hier, also es sollte auch Hausaufgaben geben – Galater 5, 16-26 studiert ihr mal intensiv zu Hause.

Gal 5
16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.
17 Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so daß ihr nicht das tut, was ihr wollt.
18 Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.
19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit;
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen;
21 Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.
22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
23 Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.
24 Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten.
25 Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln.
26 Laßt uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern noch einander beneiden!

Und dort seht ihr, es gibt einen „Wandeln im Geist“ und es gibt ein „Wandeln im Fleisch“. Und wenn wir im Geist wandeln wollen, dann sagt er, dann werden wir die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Und ich glaube, jeder, der nur ein bisschen den biblischen Maßstab erkannt hat und sagt: Das ist, was ich haben will – er wird schnell erkennen, es braucht einen neuen Zustrom von übernatürlicher Kraft aus den alten Denkmustern und Reaktionsmustern und Gefühlsabläufen herauszukommen. Stimmt das?

Es braucht etwas übernatürliches, sonst bleibst du, der du bist. Vielleicht jetzt fromm und mit Anzug und einer schönen schwarzen Bibel, aber du bist immer noch derselbe was deinen Lebensstil angeht. Es braucht eine Kraft, die in dir wirkt und in dir erstmal etwas tut. Die Welt nennt das „den inneren Schweinehund überwinden“ oder so etwas. Sie sind da sehr drastisch, aber das ist ja biblisch sehr dicht dran, nicht wahr? Der alte Mensch, der nichts weiter tut als das zu produzieren, was Gott nicht wohlgefällig ist. Und durch die Kraft des Heiligen Geistes lernen wir so zu leben, dass wir die Lüste des Fleisches – und dann wird alles aufgezählt – ich hab ja eben schon gesagt – Neid und Eifersucht und Streit und Zorn und Zank und all dieses ganze, was das Leben und die Gemeinschaft so schwierig macht – das kann durch die Kraft des Heiligen Geistes – und *nur* durch die Kraft des Heiligen Geistes überwunden werden.

Und wir haben darauf zu achten, dass die Kraft vom Heiligen Geist kommt, aber wir geben ihm Raum. Und so weit wie wir ihm Raum geben kann er halt wirken. Und wo wir ihm nicht Raum geben, obwohl er alle Kraft hätte uns zu verändern, er darf einfach nicht. Und er wird nicht mit der Brechstange einbrechen in unser Innenleben, sondern er kommt einfach wenn wir ihm Raum geben.

Und lasst mich da einige Dinge sagen. Geht einmal mit mir zum Epheserbrief. Und dort finden wir etwas schönes. Und wir werden also jetzt noch in den Minuten und auch in der nächsten Lektion dann darüber reden: Wie können wir wirklich im Geist wandeln – wie kann die Kraft des Geistes wirken und Veränderung, Heilung, Befreiung bewirken?

Eph 5 – dort sehen wir etwas, und das musst du dir, was ich jetzt vorlese, rot anstreichen wenn das noch nicht geschehen ist. Das ist dein Programm! Ich sagte ja, wir kommen heute endlich zum Alltag. Das ist, was angesagt ist – morgen früh wenn der Wecker klingelt! Dann fängt dieses Programm an. Das ist etwas, was du jeden Tag, jeden Tag wirklich praktizieren kannst.

Eph 5,18a
Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt

Das können wir schnell sehen wenn wir auf die Straße sehen und Alkoholiker sehen, ihr ganzes Leben ist durcheinander, ihr Wesen ist durcheinander, ihre Gedanken sind durcheinander. Und Paulus sagt stattdessen tut etwas anderes:

Eph 5,18b
sondern werdet voll Geistes.

Werdet voll Geistes! Wir sind aufgefordert, voll des Geistes, voll des Heiligen Geistes zu werden. Das geschieht, indem wir, und das ist etwas ganz besonderes und beachtenswertes – indem wir etwas *tun*. Wir werden nicht voll des Geistes, indem wir Gott darum bitten. Jetzt rede ich nicht mehr von der anfänglichen Erfüllung oder Taufe in den Geist, sondern von einem tagtäglichen Erfüllt-werden, Durchströmt-werden, Aufgeladen-werden – wie eine Batterie.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (40:00 bis 45:00)

 

Wir versuchen eine Beziehung zu haben mit Gott aus dem Verstand – und das ist unmöglich. Unser Verstand ist bestens geeignet für die Dinge der natürlichen Welt. Aber wenn es um Dinge des Lebens, der Beziehung mit Gott geht, wird viele Male unser Verstand – und so sind ganze theologische Schulen entstanden – wird stolpern über Aussagen und wird sagen: Das kann ja so nicht gemeint sein – und wird alles umdrehen.

Und darum wird der Verstand allerhand an Argumenten oder Fragen oder praktischen Hilfestellungen haben wollen, nur um den Moment, wo du springst, herauszuzögern. Und um diese Qual abzukürzen und den Geschwistern zu helfen, mache ich folgenden Vorschlag. Ich sage: Ich schlage vor, ihr habt jetzt alle den Heiligen Geist empfangen, ich zähle bis drei und bei drei – sofort wenn ich drei gesagt habe, macht ihr den Mund auf und fangt an zu sprechen – volle Kanne. Nicht nuscheln, nicht versuchen, nicht irgendwie flüstern, nicht schreien, aber normal laut und deutlich, redet einfach in Sprachen. Und dann zähle ich bis drei und dann tun wir das. Und alle zwanzig Leute, in der Regel bei so einer Gruppe, manchmal ist es einer, meistens aber die ganze Gruppe, oder vielleicht zwei, die einfach da stehen und sich Mühe geben und in Schweiß ausbrechen und versuchen etwas zu tun und sich gar nicht eingestehen, dass sie nicht bereit sind, diesen Schritt zu tun. Sie brauchen dann Hilfe, sie brauchen Belehrung, man muss dann mit ihnen in Ruhe die Dinge nochmal durchgehen. Aber das normale ist, dass wir so einfach hineinkommen.

Und es ist schon interessant, wie ein Schauen auf menschliche Vorbilder da Gang und Gebe ist. Ich weiß ganz genau, ich saß hier vorne, jemand kam zu mir nach dem Gottesdienst und sagte: Ich möchte den Heiligen Geist empfangen. Da sag ich: Ja, nichts leichter als das. Können wir gleich hier dafür beten und es wird gleich jetzt geschehen. „Ja“, sagt sie, „ich möchte das aber so wie jene Frau in jenem Buch da hinten“.

So wie die das erlebt hat! Ich sage: Ich weiß nicht wie jene Frau in jenem Buch dahinten das erlebt hat, weil ich das Buch nicht gelesen habe, und deswegen kenne ich die Methode nicht, aber ich kenne eine Methode in diesem Buch hier, und die funktioniert immer. Die können wir jetzt anwenden, danach können wir beten.

Nein, nein, nein – ich möchte es haben so wie jene Frau in jenem Buch.

Ich sage: Ja, dann kann ich ihnen nicht helfen.

Also, sie wollen nicht mit mir beten?

Doch, aber nach diesem Buch.

„Nein, danke“, sagt sie. Und sie ging sehr entrüstet von dannen. Dieses Buch funktioniert. Andere Bücher – weiß ich nicht. Die sind auch gut vielleicht, aber dieses Buch auf jeden Fall funktioniert immer.

Preis dem Herrn. Und lasst uns eine Anwendung finden. Wie wenden wir das an? Wir sind durch, wir sind erfüllt vom Heiligen Geist, der Durchbruch hat stattgefunden, wir reden in neuen Sprachen. Und wenn wir das tun, vielleicht erst nach einer Weile, merken wir wie ein Fluss zustande kommt, eine Freude. Eine Kraft, eine Inspiration, die wir vorher nicht gekannt haben.

Und wir sollten unbedingt das kanalisieren, das fließen lassen. Jesus sagt: Ihr werdet Kraft empfangen wenn der Heilige Geist kommt und ihr werdet meine Zeugen sein.

Apg 1,8
Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Der Heilige Geist ist eine Kraft, die uns verändert, die in uns wirkt und die uns befähigt Übernatürliches zu tun. Und bitte glaube mir, das Übernatürliche fängt nicht dort an, wo du Menschen aus dem Rollstuhl ziehst. Das Übernatürliche fängt dort an, wo mit der Kraft des Heiligen Geistes du deine Gedanken in Ordnung bringst. Wo du dann als nächstes deine Fantasie und deine Gefühle in Ordnung bringst. Und wo du dann Einsicht bekommst über verkehrte Haltungen in dir drinnen, und du lernst darauf Einfluss zu nehmen.

Das ist etwas Übernatürliches, was kein Mensch tun kann. Kein Mensch kann seine Gefühle verändern. Er kann sie unterdrücken, und irgendwie sich davon distanzieren, aber wirklich sie verändern ist unmöglich – ist unmöglich.

Und mit dem Heiligen Geist leben wir auf einer total neuen Ebene. Die Erlösung wird real. Paulus kritisiert einmal die Korinther und er sagt: Wenn Neid und Eifersucht und Streit unter euch ist, dann lebt ihr ja nur nach menschlicher Weise.

1 Kor 3,3
denn ihr seid noch fleischlich. Denn wo Eifersucht (Neid, Rivalität) und Streit unter euch ist, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (35:00 bis 40:00)

 

Und dann kommt der entscheidende Moment: Wo wir unseren Glauben noch in einer ganz spezifischen Weise einsetzen sollen, wo wir nämlich gemäß dem Worte Gottes, gemäß unserem Glauben handeln sollen.

Jakobus sagt: Ein Glaube, der nicht zu Werken führt, ist tot. Er produziert nichts.

Jak 2,17
So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.

Und Apostelgeschichte 2,4 gibt uns das Muster wie man zu handeln hat.

Apg 2,4
Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.

Und ich weiß, wer nicht biblisch geschult ist in seinem Denken, er findet das unmöglich aus dieser Beschreibung eines Sachverhalts, einer historischen Begebenheit, eine Handlungsanweisung zu machen. Denn dort steht: Sie wurden voll des Heiligen Geistes – und ich sage immer zu den Menschen, mit denen ich bete, jetzt hast du das bekommen, du bist genau da, wo sie waren in diesem Moment. Sie wurden voll des Heiligen Geistes. Und dann sage ich: Jetzt schau genau hin – wie geht’s jetzt weiter? Nun, dann geht’s weiter: „Und finden an zu sprechen“. Ich sage: Moment einmal, nicht so schnell – wer fing an zu sprechen?

Und viele, viele Gläubige platzen heraus: Na, der Heilige Geist! Ich sage: Okay, wir gehen noch einmal ins Wort hinein. Sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an – wer fing an? Und irgendwann dämmert es dann: „Ja, die Menschen fingen an!“ Sie taten etwas. Und es gibt ja nur zwei Möglichkeiten. Entweder du fängst an oder irgendetwas fremdes außerhalb deines Ichs fängt an.

Und an der Stelle hab ich als ich mal vor Jahren anfing mit diesem Seminar, kam jemand zu mir und sagt: Ich habe verstanden, was du eigentlich sagen willst, aber ich sage dir, das werde ich auch anders bekommen, ich werde den Heiligen Geist bekommen ohne dass ich anfangen muss. Die Gefahr, dass ich ja seelisch was imitiere und nachmache ist ja viel zu groß. Also ich werde das erleben – aber anders!

Ich sage dir, ich weiß eines, du wirst den Heiligen Geist bekommen wenn du anfängst zu tun, was das Wort sagt. Du fängst an zu sprechen.

Er sagt: Nein, bei mir wird’s anders sein. Ich sage: Okay, wir werden sehen.

Monate lang war nichts mehr von ihm zu diesem Thema zu hören. Dann irgendwann kam er ganz strahlend wieder in die Gemeinde und sagt: Ich habs, ich habs, ich habs – Ja, was hast du? – Jetzt rede ich in neuen Sprachen. Ich sage: Ja, aber du hast es erst bekommen als du dich entschieden hast, dass du anfangen wirst zu tun, was das Wort sagt. Ja, sagt er, stimmt genau, wie weißt du das?

Weil das Wort funktioniert! Weil das Wort wahr ist, weil Gott sein Wort bestätigt.

Apg 2,4b
Sie fingen an zu sprechen.

Wenn wir erfüllt sind vom Heiligen Geist, und das kann manchmal wenn wir mit jemand anderem zusammenbeten, leichter sein als wenn wir alleine sind – und wenn wir verstehen, diese Sprache kommt nicht aus unserem Verstand. Wenn sie nicht aus unserem Verstand kommt, ist es absolut müßig darüber nachzudenken, wie soll ich anfangen? Was soll ich als erstes sagen? Ich glaube auch nicht an solche Theorien: „Horche in dich hinein, ob da irgendwas aufsteigt und dann sprich das aus“. Das sehe ich nicht in der Bibel. Ich weiß, dass manche so angefangen haben, und der Heilige Geist hat’s trotzdem gegeben, aber das heißt nicht, dass es richtig war.

Da steht nicht, wir sollen auf irgendwas warten, was dann in uns geschieht oder manche sagen: Ja, dann pass auf, sei ganz locker mit deiner Zunge und gleich fängt deine Zunge an sich zu bewegen. Ist doch alles Quatsch?! Meine Zunge bewege ich und sonst niemand! Die gehört nämlich mir, die hat Gott mir gegeben, die ist verbunden mit meinem Willen, hier ist sie kurzgeschaltet, und ich bin derjenige, der die Zunge in Bewegung bringt oder niemand.

Ich fange an zu sprechen, der Heilige Geist gibt die Sprache. Und darum bringt es nichts zu überlegen, ja, wie soll ich anfangen? Womit? Was sollte mein erster – sollte ich mit einem Vokal anfangen oder mit einem Konsonanten oder eher mit einem Umlaut? Das wird dir nicht helfen. Sogar – je mehr wir – das ist so wie einer wenn er vom 10-Meter-Brett springen will. Er steht so da oben und er macht sich allerhand vor – sollte ich mit dem rechten Bein zuerst oder mit dem linken zuerst oder lieber doch mit beiden oder eventuell gleich einen eleganten Kopfsprung? Ach, ich muss noch überlegen, ich weiß noch nicht so richtig, das ist doch ein schwieriges Problem und ich will ja auch nichts verkehrt machen. Und so steht er noch heute da oben.

Und wenn ich eine Gruppe habe, sagen wir 15 oder 20 oder mehr Leute, dann mache ich es immer so – und das funktioniert hervorragend: Ich lege diese Grundlagen zu diesem Thema, und ich sage: Bist du bereit zu tun, was die Bibel sagt? Ich frage jeden einzelnen, weil einfach es keinen Sinn macht, mit denen zu arbeiten, die noch nicht so weit sind. Sie sollen sich hinsetzen und die Bibel studieren.

Und dann beten wir um den Heiligen Geist. Dann schaue ich sie alle an und sage: Du hast jetzt den Heiligen Geist bekommen. Und gehe die ganze Reihe durch und sage: Pass auf, der Heilige Geist ist in dir, er befähigt dich in neuen Sprachen zu sprechen. Du musst es wollen, und du musst im Vertrauen auf den Heiligen Geist anfangen, in dieser Sprache zu sprechen. Und das ist eine Sprache der Anbetung. Und darum hilft es sehr, dass wir uns auf den Herrn konzentrieren, die Hände meinetwegen auch hochtun, obwohl das bringt es natürlich nicht alleine, aber immerhin, das kann eine Hilfe sein, dass wir wirklich in Haltung der Anbetung kommen. Und ich sage: Pass auf, um dir diese Qual zu ersparen deines Denkapparates, denn der weiß ganz genau, in dem Moment, wo du anfängst in Sprachen zu reden ist er, was geistliche Dinge angeht, entmachtet.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (60:00 bis Ende)

 

In Demut klar zu sein, kühn zu sein und herausfordernd zu sein, Fragen zu stellen und zu sagen: „Wie denkst du über diese Sache? Was denkst du, was Gott darüber denkt? Was wirst du damit tun?“

Ich war ein junger Christ und habe mir so mein Reservat gebaut und da war so eine Sphäre in meinem Leben, wo ich dachte, „ja, ich weiß, was das Wort Gottes sagt, aber das gilt für die Schwachen – die Reifen, die Starken, die Mündigen, die wissen, wie man damit umgeht. Für die ist das nicht gemeint und für die kann das ganz anders aussehen, und die können sich Freiheiten erlauben, die zwar das Wort verbietet, aber das ist ja für die Schwachen“.

Solch einen Schwachsinn habe ich mir mal erzählt. Wir können sehr raffiniert sein. Nicht nur Theologen sind dazu imstande, wir alle sind dazu in der Lage, uns schöne Rechtfertigungen zu basteln für unser Reservat, für unser Eigenleben.

Und da war ein Mann Gottes, den ich sehr mochte, und der kam ein paar Mal mehrere Jahre hintereinander zu Besuch, ein sehr angenehmer, liebenswerter Mensch, immer voller Freude, sehr ermutigend, immer positiv und es war einfach ein Genuss mit ihm zu sein. Und ich hab mich schon gefreut, ich fuhr zum Flughafen, sollte ihn abholen. Und ich holte ihn ab, und er kam auf mich zu, und er machte so ein ernster Gesicht. Ich denke, hm, was ist mit dem los? Hat der Probleme? Ist der nicht gut drauf? Ist er vielleicht nicht im Geist?!

Und statt so wie sonst: „Ohh, Brother, good to see you, I love you“ – da macht er ein ganz ernstes Gesicht und als er dicht genug dran war, nimmt er seinen Finger und sticht so auf meine Brust und sagt: „Bruder, was ist mit dieser Sache in deinem Leben?“

Ich dachte, au weia, Volltreffer. Und ich sehnte mich von ganzem Herzen, flehentlich, ich sehnte mich nach was ich aus meiner Kindheit kannte von den Ritterfilmen – Falltüren! Wo so die Tür wegklappt nach unten, und man verschwindet einfach unten im Keller. So, Könige haben solche Tricks drauf, wenn sie den feindlichen König zum Mahl geladen haben, dann bitte ich hierüber, hier, und dann stand der genau an der richtigen Stelle und dann drückt der das Knöpchen, die Tür geht auf und dschumm, der rauscht in den Keller, wo schon die anderen Skelette modern.

Und ich sehnte mich nach einer solchen Falltür. Ich dachte, das ist mein Ausweg, jetzt macht es so, ich verschwinde und bin weg. Aber die Tür kam nicht. Meine Gebete wurden nicht erhört, und das Ding stand hier auf meiner Brust: „Was tust du mit dieser Sache?“

Und dann habe ich überlegt, wie komme ich hier raus? Was mache ich jetzt? Und dann habe ich eine glorreiche Idee gehabt. Ich sage: „Gut, Bruder, dass du es ansprichst, ich wollte sowieso einen Seelsorge-Termin bei dir haben“.

Wenn Gott solche Leute in dein Leben schickt, dann lernst du etwas. Gott liebt dich zu sehr als dir zu erlauben, krumme Wege zu gehen. Gott liebt dich zu sehr. Und Er fordert dich heraus. Und wir brauchen Leiterschaft, wir brauchen Väter und Mütter, die mutig sind, die keine Menschenfurcht haben, die unkonventionell sind und die Dinge tun, die man normalerweise nicht tut. Was bin ich diesem Bruder dankbar für seinen Finger! Und er wartet auf eine Antwort. Und er hat mich konfrontiert.

Liebe konfrontiert! Das ist ein wesentlicher Aspekt der Liebe Gottes. Jesus sagt: Alle, die ich liebe, überführe und züchtige ich.

Off 3,19a
Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich.

Glauben wir das wirklich, dass Überführung und Züchtigung, Disziplinierung, Training, Zurechtweisung – dass das ein wesentliches Element der Liebe Gottes ist? Glauben wir das wirklich?

Wenn wir das glauben, dann werden wir immer wieder beten: „Herr, überführe mich. Lass mich nicht in die Irre gehen, lass dein Licht scheinen. Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten zu deinem heiligen Berg, zu deinen Wohnungen“.

Hier breche ich einfach ab.

Vater, gib uns den Geist der Furcht des Herrn. Zeig uns unsere Verantwortung für uns selbst, für unser Herz, für unsere Geschwister. Hilf uns mutig zu sein und Menschen einzuladen und anzuleiten in Jüngerschaft und hilf, dass wir Wege finden, das, was du uns beigebracht hast, anderen beizubringen und in ihr Leben zu investieren und ihnen zu helfen, gerade, stabil und stark zu werden und treu zu werden und leidensbereit zu werden. Hilf uns in diesen Prozess der Multiplikation wirklich unseren Platz einzunehmen, hilf uns, Menschen nach Deinem Herzen zu sein, die Jünger sind und die Jünger machen und so wird Dein Volk gesund werden. So wird Kraft zurückkommen, so wird Klarheit zurückkommen, so wird Deine Ordnung aufgerichtet werden, und so wird der Fluch des Seelischen gebrochen werden. Wir danken Dir für Dein Wort, für die Macht Deines Wortes. Hallelujah. Amen.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (55:00 bis 60:00)

 

Gnade ist Gottes Kraft, und die kommt in unser Leben auf eine Art und Weise: Gott gibt dem Demütigen Gnade. Er widersteht dem Stolzen, aber dem Demütigen gibt Er Gnade.

Spr 3,34
Den Spöttern gegenüber spottet er, den Demütigen aber gibt er Gnade.

Jak 4,6b
Deshalb spricht er: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“

1Petr 5,5
Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter! Alle aber umkleidet euch mit Demut im Umgang miteinander! Denn „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade“.

So, wir bringen dem Jünger bei: Wir wissen, du bist kreativ, du kannst viel tun, du könntest hier Bäume ausreißen, du könntest gewaltige Dinge tun für das Reich Gottes – denkst du. Aber was du tust, ist, du setzt dich hin mit der Bibel und du lernst mit einem Gott auszuhalten, den du nicht sehen kannst, den du erstmal nicht fühlst, von dem du keine Ahnung hast. Und das einzige, was dich mit ihm verbindet, ist das Wort Gottes.

So, fang an das Wort in dir aufzunehmen, fang an das Wort zu denken, fang an Dinge zu sehen wie Gott sie sieht. Fang an mit dem Wort Gott anzubeten. Komm mit dem Wort vor Gott. Hosea sagt: Lasst uns umkehren zum Herrn. Kehrt um zum Herrn, bringt Worte mit.

Hos 14,3a
Nehmt Worte mit euch und kehrt zum HERRN um!

Wir kommen mit Worte in die Gegenwart Gottes. Und wir lernen diese Kunst, wir lernen diese Kunst, das Wort – auf dem Höhepunkt unserer Anbetung, das Wort in das Angesicht Gottes zu sprechen. Und wir glauben Ihm, dass Er tut, was Er versprochen hat. Er wird Sein Wort auf die Tafel unseres Herzens schreiben.

Das ist die einzige Art und Weise, wie dein Herz anders werden kann. Nichts wird es tun außer Gott schreibt sein Wort auf dein Herz.

Und die Bibel macht klar: Das ist der neue Bund. Und viele von uns haben noch nicht den neuen Bund geschmeckt. Und sie leben aus eigener Kraft. Sie leben aus Leistung. Sie leben aus guten Vorsätzen. Sie leben aus irgendetwas. Aber wir leben aus der Kraft des Wortes. Und zwar das Wort, das Gott in unser Herz schreibt. Das ist der neue Bund. Das heißt, das Wort bekommt Raum und Möglichkeit dein Herz zu prägen. Dein Geschmackt wird verändert, deine Lüste ändern sich, und du kommst in eine tiefe Herzensübereinstimmung mit Gott. Und du fängst an zu lieben, was Er liebt. Und zu hassen, was Er hasst.

Du wirst nie in Balance kommen, wenn du diesen Aspekt ausklammerst und sagst: Nein, ich will nicht lernen zu hassen. Dann heißt das, du willst nicht Jesus ähnlich werden. Er hat Gesetzlosigkeit gehasst und Gerechtigkeit geliebt.

Hebr 1,9
du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst

Wenn du ein Mensch nach seinem Herzen werden willst, dann würdest du sagen: Gott, lehre mich zu lieben, was du liebst, und lehre mich zu hassen, was du hasst. Und du wirst ein Mensch werden, der inbrünstig lernt zu hassen. Wenn an der Stelle es zuckt bei dir, dann hast du den Humanismus-Test nicht bestanden.

Nein – zu hassen, das will ich nicht. Gott ist Liebe. Und alles Eititeiti. Nein! Gott ist voller Grimm auf die Sünde, auf das Böse. Er hasst das Böse.

Und Furcht des Herrn heißt, wir lernen, das Böse zu hassen. Wenn das geschieht in Deutschland gibt es eine Revolution in den Gemeinden. Und der humanistische Geist wird rausgejagt aus der Gemeinde. Und diese seichte und seelische und religiöse und diese Imitate haben keine Chance mehr. Weil wir Jesus sehen als Lamm und als Löwe – und beides gehört zusammen und wir können das nicht voneinander trennen. Gott ist Liebe, und weil Gott Liebe ist, hat Er einen grimmigen Hass auf die Sünde. Und wir sollen diesen Jesus kennenlernen, der Sünde in unserem Leben nicht toleriert. Und wenn wir ihn kennenlernen, dann werden wir lernen auch ein Mensch nach dem Herzen Gottes zu sein, und wir werden die Sünde nicht tolerieren im Leben des Bruders und der Schwester. „Eine Gemeinde, die Böse nicht ertragen kann“.

Offb 2,2 (Sendschreiben an die Gemeinde in Ephesus)
Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren, und dass du Böse nicht ertragen kannst

Und da ist ein Riesenunterschied zwischen Willigen und Schwachen und zwischen Widerständlern und Rebellen, die sagen: Ich weiß, was das Wort Gottes sagt, aber das musst du verstehen, das ist heute anders und überhaupt – Gott hat zu mir gesagt: In meinem Fall ist das okay usw.

Menschen, die ihre Sünde rechtfertigen, sind die Stolzen, sind die Rebellen, sind die im Widerstand gegen Gott. Und was tut Gott? Er ignoriert sie, Er gibt – in Seiner Liebe – ihnen keine Gnade. Gnade gibt Er dem Demütigen, Er widersteht dem Stolzen. Wenn wir das verstehen – in Seelsorge, in Leiterschaft, in der Art und Weise wie wir Menschen formen, prägen oder ob und wann wir und wie wir sie einsetzen in Verantwortung – wenn wir das verstehen, ihr Lieben, dann kommt so viel Ordnung in die Gemeinde.

Aber weil wir Gott nicht kennen, wir geben Gnade Menschen, denen Gott keine Gnade gibt. Und manchmal umgekehrt – wir verweigern Gnade zu geben, Menschen, denen Gott Gnade geben möchte. Leiterschaft heißt, wir lernen zu leiten wie Jesus leitet. Das ist Leiterschaft. Und da haben wir viel zu lernen.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (50:00 bis 55:00)

 

Du wirst eine Wertschätzung kultivieren, denke nach über die Natur des Wortes Gottes. Was bedeutet das für dich, dass das Wort Gottes schöpferisch ist? Dass das Wort Gottes wie ein Same ist? Unscheinbar, aber voller Lebenskraft – und es kann etwas hervorbringen, was noch nicht da war. Das Wort ist schöpferisch in unserem Herzen.

So, neue Eigenschaften, neue Wünsche, neue Gelüste kommen in uns hervor durch das schöpferische Wort Gottes. Und wir müssen lernen, uns dem Wort Gottes hinzugeben, wir müssen lernen, dem Heiligen Geist zu erlauben, das Wort zu gebrauchen als ein Schwert, das unser Herz durchdringt. Das Wort Gottes ist zweischneidig, schärfer als jedes zweischneidige Schwert und es dringt durch.

Heb 4,12a
Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch.

Durch was? Durch all diese Sümpfe und Dschungel in unserem Herzen, es dringt durch, es rohdet. Es ist wie ein Feuer – der ganze Dschungel, der wird mal abgeflammt. Und dann bleiben nur noch ein paar Teile über, die nicht brennen. Und dann kommt der Hammer. Ist mein Wort nicht wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt?

Jer 23,29
Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?

So, statt zu jammern, „oh, ich bin so hart, ich bin so trocken, ich bin so weit weg von Gott, ich weiß auch nicht“ – und wir denken, jammern über unseren Zustand verbessert unseren Zustand. Das ist eine Illusion. Sondern unser Zustand wird verbessert, wenn wir tun, was das Wort sagt.

So, wenn du uninspiriert bist, wenn du trocken bist, wenn du dich hart fühlst, wenn die Gegenwart Gottes nicht dein Genuss ist – nimm den Hammer. Nimm den Hammer und schlag diese Dinge in Stücke. Das Wort ist wie ein Feuer und wie ein Hammer. Es ist eine Waffe gegen den Feind! Es bringt uns Schutz, es bringt uns Geborgenheit.

David betet: Oberste sitzen und verhandeln gegen mich. Ich aber sinne nach über dein Wort.

Ps 119,23
Sitzen auch Oberste und verhandeln gegen mich, dein Knecht sinnt nach über deine Ordnungen.

Er sagt: Der Schutz vor diesen Anschlägen, vor diesen Intrigen, vor diesen bösen Anschlägen und diesen hässlichen Worten und Plänen ist mich zu bergen beim Herrn. Ganz nah bei Ihm zu sein und dort diesen Ort der Bewahrung, diesen Ort der Zuflucht zu finden und von Gott abhängig zu sein und zu wissen, meine Feinde sind in Gottes Hand. Die führen kein Eigenleben getrennt von Gott. Gott ist größer als deine Feinde und deine Bedränger.

Und manchmal, wenn wir in Rebellion gehen, dann benutzt er unsere Feinde um uns zu quälen, um uns zu piesacken, um uns zu zeigen, hej, wir brauchen Ihn. Wenn wir uns weigern zu vergeben – was sagt Jesus? Gott wirft uns ins Gefängnis, und nicht genug damit – wir kriegen Besuch: Folterknechte kommen, und sie dürfen uns mit der Erlaubnis des Vaters im Himmel quälen.

Mt 18
34 Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war.
35 So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt.

Du sagst, das kann doch nicht sein, das ist doch nicht Liebe?! Das ist die Liebe Gottes! Jesus sagt: So wird euer Vater im Himmel tun mit einem jeden von euch. Wer ist hier ausgenommen bei diesem Wort „jeder von euch“? Gibt’s hier jemanden, der meint, „ich bin außerhalb von diesem Vers“? Jeder ist angesprochen, jeder ist gemeint. So wird euer Vater im Himmel tun mit jedem von euch, der nicht von Herzen vergibt seinem Bruder.

Das ist, warum diese neue Gnadenreformation diese Worte von Jesus streicht und sagt, das ist Altes Testament, das gilt für die Juden, das gilt nicht für uns. Weil sie sagen: Dann ist die Gnade nicht mehr Gnade, dann ist es ja eine Bedingung, ich muss Bedingungen erfüllen.

Nein – weil wir die Gnade empfangen haben – es ist nicht nur die Gnade der Vergebung, es ist auch die Gnade der Befähigung. Es gibt eine Gnade, die uns befähigt zum Gehorsam. Und wenn wir diese Gnade verweigern und diese Gnade nicht annehmen wollen, dann kommen wir halt in Probleme und dann kommen wir uns Bedrängnis. Gnade ist die Kraft den Willen Gottes zu tun.

Die heilsame Gnade Gottes ist erschienen und sie trainiert uns, sie diszipliniert uns, sie leitet uns an, sie lehrt uns. Was lehrt die Gnade uns? Die weltlichen Lüste zu verleugnen. „Nein“ zu sagen zu weltlichen Lüsten – das ist die Kraft der Gnade.

Tit 2
11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen
12 und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben.

Gnade ist nicht nur, dass Gott sich kümmert um den Mist, den wir hinter uns lassen. Gnade ist auch eine Kraft Gottes, die uns bewahrt neuen Mist zu produzieren.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (45:00 bis 50:00)

 

Und er begreift, das Wort ist nicht nur Nahrung, das Wort ist die Wahrheit – *die* Wahrheit. Jesus betet: „Heilige sie in der Wahrheit“.

Joh 17,17
Heilige sie in der Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.

Es gibt keine Heiligung, keine echte Heiligung, kein Umgewandelt-Werden in die Gesinnung Jesu, in das Wesen Jesu ohne dass wir verstehen, Gottes Wort ist die Wahrheit. Und Wahrheit soll in unser Leben kommen. Das ist nicht Theorie, das ist nicht Theologie, sondern es ist eine reale Kraft, die in unser Leben hineinkommt – und die einzige Möglichkeit uns von Lüge zu befreien. Die einzige Möglichkeit.

Die Wahrheit vertreibt die Lüge. Licht vertreibt die Finsternis.

Und Jesus sagt es dort und an vielen anderen Stellen der Bibel finden wir das: Gottes Wort ist die Wahrheit. Das sagt sich so einfach. Aber wenn wir durch den Geist begreifen, was das bedeutet, hat das so viele Konsequenzen, so viele praktische Konsequenzen – bis hin zu deiner Steuererklärung. Bis hin zu deinem Fernsehkonsum oder Internetkonsum. Bishin zu der Art und Weise wie du sprichst über dich, über andere Menschen, über Leiterschaft, über Gemeinde, über andere Leiter – wenn Gottes Wort die Wahrheit ist, und wir uns der Wahrheit hingeben, dann beginnt ein Prozess der Reinigung.

Weil die Wahrheit ist über allem. Die Wahrheit richtet. Die Wahrheit leuchtet und macht das Dunkle offenbar und vertreibt die Finsternis. Das wahre Licht scheint jetzt und die Finsternis vergeht, sagt Johannes.

1 Joh 2,8b
denn die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint schon.

Kannst du das auch sagen von deinem Herzen? Das Licht hat angefangen zu scheinen, die Finsternis vergeht? Da ist noch manches zu tun, aber ich bin im Prozess und ich bin heute besser dran als vor fünf Jahren. Und in fünf Jahren werde ich besser dran sein als heute. Hallelujah. Kannst du das von dir sagen oder sagst du: Oh, vor fünf Jahren, da war meine goldene Zeit, da habe ich noch gebrannt und da war Jesus mein ein und alles – und da war ich so nah am Herrn und da war ich bereit, alles zu tun, aber heute ist das alles irgendwie Routine.

Wie ist der Weg zurück? Der Weg zur ersten Liebe ist der Weg der ersten Werke.

Durch Werke kommen wir zur ersten Liebe – und zwar nicht durch irgendwelche Werke, sondern durch die ersten Werke.

Wir sind alle sehr Luther-geschädigt und wenn wir das Wort „Werke“ hören, dann wissen wir nur eins: Durch Werke werden wir nicht gerecht, nur durch Glauben – und das Thema „Werke“ ist abgehakt.

Gal 2,16
Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht.

Aber studier mal im neuen Testament das Thema „Werke“. Und dann wirst du sehen, was Werke für eine Bedeutung haben. Warum konnte Luther sich nie mit Jakobus anfreunden? Weil Jakobus diese Ergänzung und diese Balance bringt: Der Glaube ohne Werke ist tot.

Jak 2,26
Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Wenn da keine Werke sind, ist der Glaube nicht echt. Wenn der Glaube echt ist, folgen dem Glauben Werke. Die dienen nicht dazu uns gerecht zu machen, die dienen nicht dazu, einen gnädigen Gott zu finden, aber weil wir einen gnädigen Gott gefunden haben, weil er uns Gnade gegeben hat, müssen dem Werke folgen in unserem praktischen Leben. Wenn Werke nicht folgen, dann haben wir nicht eine Offenbarung bekommen, dass wir aus Gnade errettet sind.

So, Gnade und Werke gehören zusammen! Aber Werke sind die Folge von einer wirklichen Offenbarung von Gnade. Und Werke sind niemals dazu da, dir einen gnädigen Gott zu machen.

So, ein Teil der Offenbarung von Luther, das war alles richtig, aber man merkt, wo er steckengeblieben ist, und er hatte seine Probleme mit Jakobus – hätte es am liebsten aus der Bibel rausgetan. Und das ist kein Widerspruch, sondern das gehört zusammen. Und der Glaube erweist seine Echtheit durch Werke. Und wenn wir merken, wir sind kalt und lau geworden und routiniert geworden – der Weg zurück zur ersten Liebe ist der Weg der ersten Werke.

Und was sind die ersten Werke? Das Wort! Hingabe an das Wort. Gott anbeten, unser Herz Ihm geben, Ihn suchen jeden Tag, egal wie es uns geht und einen Lebensstil der Dankbarkeit und des Lobpreises und der Zuversicht zu kultivieren. Das sind die ersten Werke. Nicht rausgehen und einer armen Person irgendwie helfen oder so wie Pfadfinder – „jeden Tag eine gute Tat“ oder so etwas.

Die Werke sind Werke, die Gott uns verordnet hat, und es sind Werke, die uns wieder öffnen für Ihn und in Gemeinschaft, in Beziehung mit Ihm bringen. Und das bringen wir dem Jünger bei.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (40:00 bis 45:00)

 

So, wann immer ich merke, dass mein Leben wieder ein bisschen zu routiniert wird oder irgendwie die Inspiration nachlässt oder die Gegenwart Gottes nicht mehr so da ist wie sie schon einmal da war – ich gehe wieder zurück zu meinen Bibelstudien und gehe wieder da hinein und beschäftige mich wieder intensiv mit diesen Wahrheiten und bohre die alten Brunnen wieder auf. Und das Wasser fließt wieder neu – Wasser des Lebens, der Erfrischung.

Das ist Glauben. Glauben heißt: Zu wissen, Jesus ist die Quelle, zu wissen, wie man zu ihm kommt, zu wissen, wie man trinkt. Das ist Glauben.

Joh 7,37b
Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke.

Und der Grund, warum wir oft nicht erfrischt sind und belebt sind und inspiriert sind und lebendigen Glauben im Herzen haben – weil wir nicht wirklich zu ihm kommen, weil wir nicht trinken. Wasser des Lebens gibt er zu trinken. Und das ist: Der Heilige Geist macht das Wort in deinem Herzen lebendig. Das ist das Wasser des Lebens.

Und alle deine Nöte und Bedürfnisse sollen und werden gestillt durch die Begegnung mit Gott, dein Verlangen nach Geborgenheit, nach Liebe, nach Schutz, nach Wert – wir alle schreien danach zu fühlen und zu wissen, dass wir wertvoll und wichtig sind. Über diesen Wunsch deines Herzens kannst du nie Buße tun. Den kriegst du nie weg! Aber die Frage ist: Wie erfüllst du dieses Bedürfnis? Durch Aktivitäten, indem du Leute aufmerksam machst, was für ein toller Mensch du bist und wie hilfsbereit du bist und wie nett du bist und dass du für jede Arbeit zur Verfügung stehst und dass du dich unentbehrlich machst in der Gemeinde – und im Grunde genommen Dinge nur tust um zu empfangen? Also gar nicht dienst, sondern eine versteckte, raffinierte, religiöse Form der Habsucht kultiviert hast?

Und ihr Lieben, viel Verkündigung geschieht aus diesem Motiv heraus.

Und Paulus sagt: Wir reden als solche, die Gott geprüft hat, die Gott für bewährt erfunden hat, mit dem Evangelium betraut zu werden – nicht als Menschen Gefällige.

1Thess 2,4
sondern so wie wir von Gott für tauglich befunden wurden, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir auch — nicht als solche, die den Menschen gefallen wollen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft.

Er (Paulus) kannte Gott, „der die Herzen prüft“. Der die Herzen beschneidet von diesen ekelhaften Dingen. Und der ihn freisetzt für einen wirklichen Dienst – und das wollen wir haben, danach strecken wir uns aus. Das ist, was es braucht. Ein Dienst aus Wahrhaftigkeit, nicht mit versteckter Motivation, eine Bühne zu finden, wo applaudiert wird, wo wir gefeiert werden, wo wir Anerkennung bekommen, wo wir von Menschen, die Versicherung bekommen, wir sind ja doch wichtig und wir sind wertvoll. Dieses Bedürfnis kann nur Gott stillen – nur Gott. Und Er muss es und Er will es. Und wenn wir es auf andere Art und Weise versuchen zu stillen, betrügen wir uns, betrügen wir den Herrn, betrügen wir die Gemeinde, betrügen das Volk Gottes.

Und ihr Lieben, wir kommen in Zeiten, wo das Licht Gottes scheint und Betrug wird aufgedeckt werden. Betrug wird aufgedeckt werden. Spannende Zeiten! Und wir bereiten uns besser darauf vor.

So, zurück zu „Jüngerschaft“: Wir bringen ihm bei, einen Lebensstil in der Hingabe an das Wort Gottes. Er muss selber durch den Heiligen Geist lernen wie aus Druckerschwärze, Buchstaben, die er in seinem Buch findet, eine saftige, lebensspendende Quelle von Kraft wird in ihm.

Das ist, was Jesus sagt: Wir trinken das Wasser des Lebens, und es wird eine Quelle in uns. Eine Quelle, die quillt in das ewige Leben.

Joh 4,14
wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.

Er soll Wertschätzung bekommen, Dankbarkeit, Hingabe, Sehnsucht, Verlangen, Hunger nach dem Worte Gottes. Und das bekommt er wenn er versteht, was es mit dem Wort Gottes auf sich hat, wenn er versteht, er lebt von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorkommt.

Mt 4,4
Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!«

Er lebt von diesen Worten! Was ist das Wort, das aus dem Mund Gottes hervorkommt? Es ist das Wort, das der Heilige Geist lebendig macht als eine Realität in unserem Herzen. Wir leben von den Worten Gottes!