Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (50:00 bis 55:00)

 

Und die Bibel redet davon, dass Jesus Seine ganze Herrlichkeit im Himmel gelassen hat. Er hatte nicht irgendwie Kraft seiner Gottheit übernatürliche Ausstattung. Er hatte überhaupt keine übernatürliche Ausstattung, die hat er alle zu Hause gelassen. Dreissig Jahre lebte er wie ein unscheinbarer Mensch, wiewohl er frei war von Sünde und den Willen Gottes tat.

Aber dann in dieser Situation des Jordans, wo Jesus sich taufen ließ, war etwas anderes: Der Heilige Geist kam auf ihn herab in Gestalt einer Taube. Und das erste was geschah: Der Heilige Geist führte ihn eben in diese Wüste, und dann aber auch wieder heraus aus der Wüste. Die Wüste war ein Ort der Konfrontation und wo der Teufel gesehen hat, diesem Menschen kann ich nicht so leicht etwas anhaben. Jesus gewann diese Runde und der Dienst Jesu begann.

Jesus ging umher und er hatte ein Botschaft. Was war seine Botschaft? „Kehrt um, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“. Dasselbe, was Johannes gesagt hat. Nur es war noch näher gekommen! Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.

Und jetzt sogar noch deutlicher demonstrierte er das Reich Gottes: Er trieb Dämonen aus. Also, er brachte dem Teufel eine öffentliche Niederlage bei. Und er sagte: Leute, wenn ich die Dämonen austreibe, dann ist es der Beweis, dass das Reich Gottes gekommen ist – es ist mitten unter euch. Und das war eine Logik, die den Leuten eingeleuchtet hat und die auch heute noch einleuchtet. Wenn du im Namen Jesu die Dämonie über einem Menschen brechen kannst, dann hat er verstanden, du hast etwas, was mehr ist, was mehr Kraft hat als die Macht der Finsternis.

Wenn sich die Krankheit und die Gebundenheit und die Zwänge und all das beugen muss, dann bedeutet das, etwas stärkeres ist gekommen. Jesus demonstrierte das Reich Gottes, er demonstrierte, er redete nicht nur von einem guten Gott im Himmel, sondern er demonstrierte auch wie Gott ist.

Er heilte die Kranken, er beugte sich zu denen, die niedergeschlagen waren, hat aufgehoben, ermutigt, die Abgelehnten, Ausgestoßenen hat er wieder hineingenommen in die Gesellschaft, hat sie angenommen, hat sie gereinigt, hat gezeigt einfach, dass Gott ein erbarmender Gott ist. Und seine Botschaft war: „Die Werke, die ich tue, tue ich nur deswegen, weil ich sehe wie das Gott, der Vater sie tut. Ich tue seine Werke. Wenn ihr mich seht, seht ihr den Vater“.

Sie hatten Konzept von Gott, dem Vater. Und Jesus zeigte ihnen wie Gott sein würde. Er sagt: „Wenn ihr seht, wie ich mich der Kranken erbarme, das ist der Vater – so ist der Vater“. Das war eine gewaltige Botschaft, die sehr anschaulich war und die die frommen Führer sehr in Verlegenheit gebracht haben. Jesus hat geheilt und er hat ihre ganzen kleinlichen Gesetze, die sie total verkehrt verstanden haben und missbraucht haben, um Menschen zu knechten, hat er zunichte gemacht. Sie hatten die unsinnigsten Regeln aufgestellt. Und Jesus zerbrach das alles. Und er sagte: „Der Mensch ist nicht für den Sabbat, sondern der Sabbat ist für den Menschen“. Er heilte am Sabbat und das hat sie total aufgeregt. Sie haben gesagt: „Das ist doch nicht richtig! Man muss doch am Montag heilen und nicht am Sabbat oder am Sonntag oder so!“ Als wenn sie einen Heilungsdienst gehabt hätten!

Jesus hat sie provoziert. In ihrer Versammlung war ein Kranker, und er holt ihn hervor und sagt: „Komm mal her“. Und er zeigte auf die Pharisäer und sagt: „Ist es recht zu heilen am Sabbat oder nicht?“ Und er sagt: „Ihr Heuchler, wenn eure Kuh oder euer Vieh in den Brunnen fällt, ihr holt es raus. Ihr sagt nicht: Es ist Sabbat, lass es drin, wir dürfen keine Hände krumm machen, sondern wir warten bis dann der Sabbat vorüber ist und dann holen wir unsere Kuh raus“. Er sagt: „Jeder von euch würde das tun, also bitte – wenn ihr euch um euer Vieh kümmert, ich kümmer mich um meine Kinder“.

Mit anderen Worten: Ihr seid geistliche Führer, die sich überhaupt nicht um das Volk kümmern. Das war für sie nicht gerade sehr angenehm. Das war eine Bankrott-Erklärung, die er ihnen da präsentiert hat. Und sie waren nicht gerade sehr erbaut über diesen Menschen wie man sich vorstellen kann.

Und so ging Jesus umher und hat Menschen geheilt und hat demonstriert das Reich Gottes: Gott ist ein guter Gott. Gott kann heilen, kann Frieden bringen, kann reinigen, kann wiederherstellen, Gott bringt das, was man verloren hat, wieder zurück. All das ist der Inhalt seiner Wunder. Und das ist so motivierend einfach in diesem Sinne so durch die Evangelien zu gehen und sich vorzustellen: Ja, was hat dieses Wunder für eine Botschaft für den Teufel?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (45:00 bis 50:00)

 

Und wenn jetzt Johannes, der Täufer, sagt: „Da ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt“ – das war für sie eine gewaltige Botschaft. Und das war für den Teufel die Offenbarung, sozusagen der Schleier wurde hinweggenommen und auf einmal wußte er, der ist es.

Wenn er die Sünden der Welt hinwegnimmt – wie immer er das tun wird – wenn er die Sünden der Welt hinwegnimmt, dann ist er der Erlöser. Wer die Sünden wegnehmen kann, das ist der Erlöser. Der hat Macht von Gott und der wird mir gefährlich. Das war eine Offenbarung.

Eine Stimme Gottes kam vom Himmel: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“.

Mt 3,17
Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.

Der Teufel wusste, die Menschen waren Sünder. Und an keinem konnte Gott wirklich Gefallen haben. Und auf einmal das Zeugnis Gottes: An ihm habe ich Wohlgefallen. Da waren die Fronten klar. Da war klar, wer hier gekommen war und was das alles bedeutet. Und deswegen dann als allererstes nachdem sozusagen das Geheimnis gelüftet war – die Konfrontation in der Wüste.

Jesus, vom Heiligen Geist geführt in die Wüste, hat diese Konfrontation. Er fastet, er betet und der Teufel kommt und der Teufel hat ein Ziel: ihn zur Sünde zu verleiten. Weil er weiß, wenn dieser Mann in Sünde einwilligt, danach kann er machen, was er will, danach kann er versuchen, was möchte – wenn er in Sünde einwilligt, ist er nicht mehr qualifiziert, der Erlöser zu sein und die Sünden hinwegzunehmen. Die Sünden hinwegnehmen kann nur das reine, fleckenlose, makellose Lamm.

Und deswegen dieser Versuch Jesus zur Sünde zu motivieren. Was mir sagt – wenn ich den Charakter des Teufels richtig verstehe, dass er faul ist – er wird nichts tun, was von vornherein unmöglich ist: Es war theoretisch möglich! Viele denken von der Heiligkeit Gottes, das ist so irgendwie so eingebaut oder irgendwie so automatisch da. Es hat sehr wohl etwas mit Hingabe und mit Entscheidung zu tun. Es war möglich für Jesus zu sündigen! Wenn es nicht möglich gewesen wäre für Jesus zu sündigen, warum hat der Teufel sich 40 Tage in der Wüste darum bemüht, es zu erreichen?

Sünde und Sündlosigkeit ist nicht etwas, was irgendwie der eine hat, der andere nicht hat, sondern es hat sehr wohl – ich rede hier nicht von Willenskraft oder so etwas, aber in dieser Situation mit Jesus – es hat sehr wohl auch etwas mit seinem Willen und mit seiner Entscheidung zu tun. Und er willigte nicht ein in Sünde.

Und ich will jetzt nicht durch die verschiedenen Dimensionen der Versuchung eingehen, die dort also stattgefunden haben. Das ist insich eine interessante Situation, aber für uns jetzt hier nur interessant ist: Jesus widerstand dem Teufel auf eine sehr interessante Art und Weise: „Es steht geschrieben …“

Wie am Anfang auch Eva im Garten – der Teufel kam, versuchte sie, und was tat sie? Sie nahm das Wort Gottes. Sie zitierte das Wort Gottes. Sie sagte: Das ist, woran wir hingegeben sind, das ist, was wir glauben, das ist, was wir erleben werden, das ist, was bewiesen wird durch unser Leben.

Leider hat sie das nicht lang genug durchgehalten, aber so hat sie angefangen, das war glorreich, das war richtig, das war gut. Und Jesus hat es durchgehalten. „Es steht geschrieben …“ Und er zitierte das Wort Gottes, aber nicht nur aus dem Kopf, nicht nur aus der Sonntagsschule oder so irgendwie, sondern sein ganzes Herz, sein ganzes Leben, alles stand dahinter. So wie er manches Mal gesagt hatte: „Die Schrift muss erfüllt werden“.

Mt 26,56
Aber dies alles ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden. Da verließen ihn die Jünger alle und flohen.

Und die Bibel redet von seinem Leben dann. Er traf Entscheidungen auf dass die Schrift erfüllt würde.

Joh 19,28
Danach, da Jesus wusste, dass alles schon vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet!

Wenn wir nur das lernen würden – eine solche Hingabe an das geschriebene Wort Gottes zu bekommen wie Jesus das hatte. Wir würden unsere Entscheidungen treffen auf dass die Schrift erfüllt wird. Denn die Schrift sagt eine Menge auch über dich und über mich. Und wenn ich sage, ich will so leben, dass die Schrift, die von mir zeugt – du sagst, wo steht „Hartwig Henkel“ in der Bibel? – Nun, nicht gerade mit Namen, aber da stehen viele, viele Dinge drin, die ein Kind Gottes kennzeichnen, und ich bin ein Kind Gottes, also betrifft es auch mich. Und wir können diese Hingabe lernen von Jesus – „auf dass die Schrift erfüllt würde“. Hallelujah. Okay.

Gut, dann also ging die ganze Geschichte weiter, nahm also dramatische Dimensionen an, der Teufel hat verloren die erste Runde. Jesus widerstand ihm mit dem Wort. Nicht mit der Aussage: „Teufel, was willst du? Ich bin Gott, ich bin der, der damals dich geschaffen hat, erinnerst du dich dran? Ich bin der Boss?!“

So hat er ihm nicht widerstanden, sondern er widerstand ihm auf die Art und Weise, die auch uns möglich ist: Durch das Wort Gottes.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (40:00 bis 45:00)

 

Was ist die Herrschaft Gottes über den Menschen? Das Ende der Herrschaft des Teufels! Das ist die Herrschaft Gottes.

Also, wenn da etwas nahe herbeigekommen ist, was von Gott ist, dann heißt das, mein Ende ist nahe herbeigekommen. Und ich bin ganz davon überzeugt, dieser Teufel hat irgendwelche subaltären Dämonen, die er abgestellt hat, das Meetings zu beobachten und die ihm alles berichten sollten, was da sich abspielt – er hat sie nach Hause geschickt und hat gesagt, das ist Chefsache. Da bin ich jetzt selbst da. Und ich glaube, dass er kein Meeting, keine Predigt von Johannes, dem Täufer ausgelassen hat.

Das ist jetzt ein bisschen meine wilde Fantasie, ja? Entschuldigt bitte, das ist nicht sehr theologisch für die Herren Theologen, die auf Cassette dann hinterher das prüfer, ob wir vielleicht nicht eine Sekte sind, da muss ich das gleich kennzeichnen, dass das nicht theologisch gemeint ist, sondern nur ein bisschen so aus meiner wild gewordenen Fantasie.

Aber ich glaube, dass diese Botschaft „Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“ eine enorme Bedrohung für den Teufel gewesen ist. Und so war er da und hörte zu und guckte, was da passierte, wurde nervös wie die Leute kamen. Die einzigen, die nicht kamen, waren die professionellen Religiösen, die Theologen, Schriftgelehrten, Sadduzäer und Pharisäer. Das waren die einzigen, die nicht kommen wollten. Alle anderen sind gekommen – in Scharen sind sie gekommen, hörten da stundenlang in der Wüste zu und dann gingen sie in das Wasser als ein Zeichen: „Jawohl, wir sind bereit für das Kommen des Erlösers. Wir wollen uns vorbereiten auf das Reich Gottes“.

Und dann gab es einen besonderen Tag, den wird der Teufel nie wieder vergessen. Auf einmal sagte dieser Mann Gottes, dieser Prophet Johannes, der Täufer. Es sagte etwas anderes – die Leute kamen, gingen in das Wasser, ließen sich taufen – und dann kam einer – und bitte denkt: Er war von außen ganz normal, ja? Und er zeigt auf ihn und er sagt etwas, was wie ein Schwert einfach den Teufel getroffen hat und durchbohrt hat: „Dieses ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegträgt“.

Joh 1,29
Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!

Was für ein Wort! Ein Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Die ganze Herrschaft des Teufels besteht in der Sünde. Er hat Herrschaft über Menschen wegen der Sünde. Und weil es keine wirkliche Erlösung für die Sünde gab, deswegen war die Herrschaft des Teufels da. Die Herrschaft beruht in der Sünde. Und wenn da jemand kommt jetzt, der die Sünde wegnimmt – das heißt, das Recht, die Handhabe für die Herrschaft des Teufels ist zuende.

Und ganz anders als wir das hören haben die Juden das gehört: Das Lamm Gottes. Das war ein Ausdruck für sie, der sehr, sehr lebendig war für sie. Sie dachten zurück an die Zeit als sie als Sklaven lebten in Ägypten und wo sie geschrien haben zu Gott um Befreiung, und Gott sandte Mose und in der Endphase dann dieses Befreiungsgeschehens dann – in der letzten Nacht gab Gott den Befehl: Jede Familie muss ein Lamm schlachten, ein fehlerloses, makelloses Lamm, jede Familie. Und sie müssen es schlachten, sie müssen das Blut an die Pfosten schmieren, und als sie das getan haben, ging ein Engel des Todes durch das Land und er schlug die Häuser. Und die Bibel sagt: Wo der Engel das Blut sah, musste er vorübergehen.

2 Mose 12,23
Und der HERR wird durch das Land gehen, um die Ägypter zu schlagen. Sieht er dann das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, wird der HERR an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, euch zu schlagen.

Und das was so eindringlich. Gott hat gesagt, wir sollen das Blut des Lammes nehmen, an das Haus schmieren. Und siehe da – das Blut des Lammes brachte ihnen Schutz und Bewahrung und Hilfe in dieser furchtbaren Katastrophe. Und Gott hat weiter gesagt: Bereitet das Lamm zu und esst es. Und er sagt: Esst es ganz, lasst nichts übrig, es muss ganz verspeist werden, nicht nur ein Teil, es muss ganz verspeist werden.

2 Mose 12,10
Und ihr dürft nichts davon bis zum Morgen übrig lassen! Was aber davon bis zum Morgen übrig bleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen.

Und das war das letzte, was sie getan hatten. Nachdem sie das getan hatten, hat Gott gesagt: „Jetzt geht“. Das war einfach das letzte äußere Zeichen – die Errettung, der Ausweg aus der Sklaverei ist jetzt für sie vorhanden und sie kamen glorreich heraus aus Ägypten.

Und damit sie das nie wieder vergessen, was Gott da getan hat, was gewaltig war, aber was nur wie ein Bild war – eine lebendige Predigt sozusagen in Hinblick auf die wirkliche Erlösung – sollten sie jedes Jahr dieses Fest wieder feiern. Jedes Jahr sollten sie dieses Fest feiern und mussten dann wiederum dasselbe tun: Ein Lamm nehmen, und das Blut an die Pfosten tun und das Lamm essen, um immer daran zu denken: Durch das Lamm, das Gott uns geboten hat, haben wir Befreiung.

Jahrhunderte um Jahrhunderte wurde dieses Fest gefeiert als Erinnerung im Hinblick auf das, was geschehen war und als innere Vorbereitung in Bezug auf das, was kommen sollte.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (35:00 bis 40:00)

 

Herodes wurde blass. Er checkte schnell alle seine Frauen und Nebenfrauen durch und merkte, es ist kein Sohn in diesen Tagen geboren. Und überhaupt, selbst wenn er einen Sohn geboren hätte, woher wissen denn die in Indien, dass da ein Sohn in seiner Familie geboren ist?! Und er merkt auf einmal, das ist total übernatürlich – der König! Und er wusste, er kannte die Prophetien, er wusste, was los war. Er hat sofort verstanden, ganz anders als wir heute denken – und er holt seine Schriftgelehrten, seine Profi-Theologen holt er herbei und sagt: „Leute, tut was für euer Geld, jetzt studiert einmal die Schriften, was sagen die Propheten, wo wird der Messias, der Erretter, der Erlöser der Menschheit geboren?“ Nun machten sie ihre Hausaufgaben, kamen bald zurück, freudestrahlend, dass sie endlich mal ihr Geld wert waren und sagten: „Also, die Propheten haben gesagt und wir haben es herausgefunden: In Bethlehem wird er geboren“.

So, Herodes, die alte Schlange sagt: „Also, ihr lieben Männer, geht da hin und gratuliert ihm und wenn ihr dann ihn gefunden habt, dann kommt ihr zu mir zurück und dann gebt ihr mir Name und Adresse und dann will ich auch kommen und meine Geschenke bringen und ihm huldigen“. Und so gingen sie dann und kamen nach Bethlehem und fanden diesen Ort, fanden diesen Platz, fanden genau so das vor und erlebten einfach, das ist etwas besonderes, etwas einzigartiges. Und sie brachten ihre Geschenke, teure Geschenke, Gold und alles mögliche.

Also, nachdem sie dann bei diesem Baby gewesen sind, dann kommt der Engel des Herrn und er gibt ihnen Weisung, nicht wieder zu Herodes zurück, sondern einen anderen Weg zu nehmen. Und das einfach zeigt uns, was für ein Konflikt da abläuft. Denn Herodes als der, der um Macht und um Einfluss gefürchtet hat, um seine Königsherrschaft, er wusste, wenn ein übernatürlicher, gerechter König geboren wird, dann ist es mit ihm und mit seinem Königshaus aus.

Und so inspiriert und geleitet von der Macht der Finsternis, weil er dann die Adresse nicht hatte und weil er nicht wusste, wo es ist, hat er befohlen, dass alle Kinder in der ganzen Gegend von Bethlehem unter 2 Jahre, alle männlichen Babys, dass sie alle umgebracht würden. Was uns eines sagt: Der Teufel wusste nicht, wo der Messias zu finden war!

Denn wenn es das gewusst hätte, hätte er einen Blitz einschlagen lassen, ein Erdbeben punktuell und irgendwo die große Verwüstung angerichtet, er wusste nicht! Gott hat ihn verborgen. Und nicht nur da zu dieser Zeit. Sie flohen ja dann nach Ägypten und hatten schon reichlich Gold und andere Schätze um die Reise zu finanzieren und lebten in Ägypten. Und dann sprach der Engel des Herrn: Jetzt, Herodes ist gestorben, und ihr könnt wieder zurückkommen.

Und sie kamen wieder zurück und ließen sich dann in Nazareth nieder. Und dort lebte Jesus, wuchs heran und ich glaube für diese 30 Jahre bis eben Jesus hervorkam, hat Gott einfach seinen Sohn verborgen. Und das sind sehr nervöse Jahre für den Teufel gewesen. Der, der Jahrhunderte lang angekündigt wurde, der kommen würde, der mir den Kopf zertreten würde, der mir die Herrschaft nehmen würde über die Menschen, der ist jetzt da! Auf dem Planeten, er läuft schon rum. Und ich weiß nicht wo! Wenn ich nur wüsste, wo er wäre. Jetzt als jungen Knaben ist es doch ein leichtes noch ihn um die Ecke zu bringen. Wenn er erstmal erwachsen ist, dann fallen ihm noch ein paar Tricks ein. Und er wusste nicht, wo er ihn finden sollte.

Er war verborgen. Verborgen und geschützt von Gott. Und dann passierte etwas sehr interessantes, sehr interessantes. Ein Mann stand auf, sehr kühn, sehr originell, sehr anders als alle anderen. Und er fing an etwas zu sagen: „Kehrt um, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“. Das war seine Botschaft: „Kehrt um, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“. Und er war so kühn, er hatte vor niemandem Angst, und er hat gesprochen wie mit unwahrscheinlicher Autorität. Und er hat gesagt: Wenn du glaubst, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist und wenn du glaubst, dass du so nicht hineinkommt und dass du eine Veränderung brauchst und dass Gott dir helften muss, dann als ein Zeichen, dass du dich demütigst vor Gott und dass du die Wahrheit anerkennst, verlange ich, dass du dich hier im schmutzigen Jordan untertauchst.

Ich meine, das war kühn. Und es war so beglaubigt, es war so echt, es war so lebendig, dass ganz Israel herausgekommen ist an den Jordan und sie ließen sich taufen uns sie hörten das. Und wir können uns vorstellen, seine Botschaft ist für uns vielleicht irgendwie nicht so plastisch, aber wenn wir das einmal einen Moment mit dem Ohr des Teufels hören – was redet dieser Mensch da?! Die Herrschaft Gottes ist nahe herbeigekommen?!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (30:00 bis 35:00)

 

Es beginnt schon damit, dass der Engel des Herrn angekündigt hat Maria, der Jungfrau: „Du wirst ein Baby bekommen“. Und sie sagt: „Wie soll das gehen? Ich habe nie mit einem Mann geschlafen, ich weiß von nix.“ – „Der Heilige Geist wird über dich kommen“.

Und hier haben wir diesen ersten wichtigen Punkt: Die Erlösung begann damit, dass Gott ein gewaltiges schöpferisches Wunder getan hat, dass durch die Kraft des Heiligen Geistes ohne dass ein Mann in irgendeiner Weise beteiligt war, eine Jungfrau ein Baby bekommen hat. Und die Bibel redet davon, das war von den Propheten vorhergesagt: Die Jungfrau bekommt ein Baby.

Wo hat man so etwas jemals gehört? Vorher oder nachher? Die Biologen sagen: Das ist unmöglich. Die Mediziner sagen: Das ist der größte Schrott aller Zeiten, das ist doch nicht möglich, das gibt’s doch nicht.

Das gibt es nur dann nicht wenn es keinen Schöpfer-Gott gibt. Wenn es aber einen Schöpfer-Gott gibt, dann ist auch das möglich. Und es war sogar notwendig, dass Jesus ohne irdischen Vater geboren wurde durch die Kraft des Heiligen Geistes. Denn durch diese Jungfrauengeburt ist dieser geniale Trick gelungen, dass er Mensch wurde – Gott wurde Mensch. Und das muss ich vielleicht auch noch betonen, damit das ganz, ganz klar ist: Jesus war nicht einer in der Reihe von vielen erleuchteten, weisen Lehrern der Menschheit, die man so in eine Reihe stellen könnte neben Buddha und Konfizius und Zarathustra und was weiß ich, wen es da noch alles gegeben hat. Es gibt so manche Leute, die haben so eine ganze Gallerie und sagen: Ja, hier ist was gutes und da gibt’s ein paar gute Gedanken und da usw. Und sie denken, Jesus war irgendwie ein weiser Lehrer.

Jesus war in erster Linie Gott! Gott kam herab. Und die entscheidende Frage ist: Wo war Jesus vor der Krippe von Bethlehem? Und wenn du sagst, er war nicht da, dann hast du nichts verstanden. Das Wort Gottes sagt: Er ist Gott von Ewigkeit, er ist Gott, der Sohn – genauso wie Gott, der Vater und wie Gott, der Heilige Geist. Wenn Jesus nicht Gott ist, dann ist nicht Gott für uns am Kreuz gestorben, dann war es nur ein sündiger Mensch genau wie du und wie wir und wir sind überhaupt nicht errettet. Das ist alles eine einzige Illusion, wir sind immer noch unter der Macht der Finsternis.

Jesus muss Gottes Sohn sein, sonst ist die ganze Geschichte von Erlösung zu reden total nur ein Spiel mit Worten ohne wirkliche Substanz. Das ist ganz, ganz wichtig. Und das ist auch sicherlich der Grund, warum – als diese kritische Bibelbetrachtung aufgekommen ist Ende des letzten Jahrhunderts und dann besonders in diesem Jahrhundert – eines der ersten Dinge, die man eliminiert hat und gesagt hat: „Das ist Mythologie!“ – ist die Schöpfung und die Jungfrauengeburt.

Das war das erste, was man rausgeschmissen hat. Man hat gesagt, das entspricht dem mythologischen Denken des Altertums. Und man hat das einfach rausgetan. „Das müssen wir heute anders sehen. Wir wissen heute, dass das nicht möglich gewesen sein kann“. Ja, interessant, was wir nicht alles wissen!

Gott kam und wurde Mensch und hat die Form eines Menchen angenommen. Das ist das Wunder. Das ist ein gewaltiges Wunder. Und wenn du davor keine Ehrfurcht hast wenn du irgendwie in Bezug auf Weihnachten nur denkst, „ja, irgendwie die schönen Lichter und das kleine Kindlein in der Krippe – eititei“ – du hast nichts verstanden. Das ist ein unglaubliches Wunder: Gott kommt herab, lässt seine ganze Macht, seine Herrschaft, seine Herrlichkeit, all das lässt er zurück und er kommt als kleiner Mensch. Er kommt als Mensch. Und doch gibt es genügend Hinweise für uns und für andere Menschen und auch für den Teufel damals, dass das ein total einzigartiges Geschehen war. So einzigartig, dass bis zum heutigen Tage die Menschheit eingeteilt wird in die Zeit vor dieser Geburt und nach dieser Geburt. Die Geschichte der Menschheit wird neu geschrieben und eingeteilt und bewertet mit „vorher“ und „nachher“. Man sagt nicht „vor Buddha“ und „nach Buddha“, „vor Konfuzius“, „nach Konfuzius“ – sondern Christus! Gott kam und er hat einen markanten Meilenstein gesetzt und die Weltgeschichte wurde in einem ganz neuen Licht bewertet. Das finde ich gewaltig.

Und denk einmal an diese Könige, die da aus dem Morgenlande kamen. Durch übernatürliche, kosmische Zeichen wurden sie geschickt. Und irgendwie hatten sie ein Verständnis davon: Der König der Juden ist geboren. Das war immer die Botschaft der Propheten: „Der König kommt, der König kommt“. Und natürlich, weil sie nicht sehr viel wussten, dachten sie, ja, der König wird geboren im Königspalast, ist doch logisch. Also gingen sie zu König Herodes und sagten: „Wir sind von weit her gekommen“. Man weiß nicht – Indien oder China oder wo auch immer. Mit Geschenken und Gold und allem möglichen. „Wir sind gekommen den neugeborenen König der Juden zu sehen und zu beglückwünschen und zu gratulieren zu seiner Geburt“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (25:00 bis 30:00)

 

So sandte dann Gott nach Abraham viele viele andere Propheten – auch Abraham war ein Prophet, die den Plan Gottes ein Stückchen verstanden haben und die die Aufgabe hatten, diesen Plan auszusprechen, aufzuschreiben und vorzubereiten durch ihr Leben, durch ihr Gebet und durch die Verkündigung usw. Das war eine Arbeit, in diese Dunkelheit Licht hineinzubringen. Und so wurden viele viele Menschen gesandt und wenn man das zusammenfasst, ihre Botschaft war immer: Es wird eine Erlösung kommen, es wird ein Erlöser kommen, der Messias, der Gesalbte. Die Errettung kommt. Gott wird zurückkommen, Gott wird sich holen, was ihm gehört, er wird wieder Herrscher sein über die Erde und es wird wunderbar sein.

Das ist zusammengefasst, was die Botschaft der Propheten gewesen ist. Wir können uns eine Schriftstelle dazu anschauen, die nicht einen einzelnen Propheten zitiert, sondern sozusagen eine Summe zieht.

Lukas 1,70-75
70 wie er geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Ewigkeit her:

Und jetzt kommt diese Aussage – was war die Botschaft der Propheten?

71 Rettung von unseren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen;
72 um Barmherzigkeit zu üben an unseren Vätern und seines heiligen Bundes zu gedenken,
73 des Eides, den er Abraham, unserem Vater, geschworen hat; und uns zu geben,

Jetzt kommt’s:

74 dass wir, gerettet aus der Hand unserer Feinde, ohne Furcht ihm dienen sollen
75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage.

Das ist hier die Botschaft der Propheten. Gott kommt als Retter und er wirkt eine solche machtvolle Befreiung, dass wir nicht nur wieder willig sind, Gott zu dienen, sondern – und das ist der große Unterschied zu Religion – Gott dienen ohne Furcht. Ich bin in vielen, vielen christlichen Kreisen gewesen und ich bin in islamischen Ländern gewesen und ich bin in vielen verschiedenen Gruppierungen gewesen, und viele glauben, sie dienen Gott, aber weißt du, wenn sie Gott mit Furcht dienen, das ist nicht das Evangelium. Das ist nicht das Evangelium! Es gibt Christen, die dienen Gott aus Angst vor Strafe, aus Angst vor dem Gericht, aus Angst, in die Hölle zu kommen, aus Angst, irgendwie verstoßen zu werden. Das ist nicht die Erlösung. Die Erlösung ist Gott zu dienen ohne Furcht. Freiwillig – aus Liebe, aus Freude.

Aus Einsicht und aus Dankbarkeit und der Befähigung, die Er uns gibt. Das ist die Erlösung. Und das war die Botschaft der Propheten zusammengefasst. Und alle hatten einen bestimmten Auftrag, und jeder brachte wieder etwas weiteres und etwas neues. Wenn man die Propheten anschaut, David war ein großer Prophet, den wir so als Psalm-Schreiber kennen – er war ein großer Prophet. Abraham war ein Prophet. Mose war ein Prophet und viele viele andere waren da. Und sie alle haben gesagt: Die Errettung kommt, der Erlöser kommt. Und dann haben sie beschrieben, was für gewaltige Dinge geschehen werden. Wie die Menschheit erneuert wird, wie Gott wieder zurückkommen kann zu den Menschen.

Und sie sprachen eben von dem Erlöser. Die Erlösung sollte kommen durch den Erlöser. Und natürlich – wir hören das so jetzt mit unseren Ohren, aber wir müssen uns vorstellen, wie das dem Teufel gegangen ist. Dieses Wort war ihm immer noch im Ohr: Der Nachkomme der Frau wird mir den Kopf zermalmen.

Und dann kommen diese seltsamen Männer, die irgendwie anders leben und die man nicht so in den Griff kriegen kann, und sie reden von einem Messias, sie reden von Befreiung, sie reden von Frieden. Sie bringen diese Ankündigungen und die Leute fangen an zu glauben. Der Teufel wurde nervös. Er wurde sehr nervös. Und er fing an sich vorzustellen, Mensch – wenn das weitergeht, die werden immer mehr davon hören und die werden das glauben! Und das ist der Grund, warum der Teufel diese Propheten gehasst hat und warum er sie verfolgt hat, warum er den Mob auf sie gehetzt hat, sie zu steinigen, sie umzubringen und alles mögliche zu tun, um ihren Mund zu stopfen, dass diese Botschaft „Der König kommt zurück, die Herrschaft Gottes über den Menschen wird wieder aufgerichtet“ – dass die gar nicht gehört werden sollte! Das war die Botschaft, die diese Propheten hatten.

Und dann gab es einen besonderen Propheten, der war special, der war wirklich interessant. Und ich lasse jetzt einmal viele interessante Begebenheiten aus der Zeit der Geburt Jesu und dem, was vorher bei Johannes, dem Täufer auch geschehen ist, ich lasse das weg, obwohl das so voll ist von diesen interessanten Hinweisen, dass ein gewaltiger Konflikt da entstanden ist. Ach, einige wichtige Dinge muss ich doch sagen …

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (20:00 bis 25:00)

 

Und das war doch ein interessantes Wort. Wusste doch der Teufel, die ersten Menschen sind auf meiner Seite, ich hab sie überlistet, ich hab sie belogen, ich hab sie betrogen, sie sind auf meiner Seite. Das Licht ist ausgegangen, das Leben aus Gott ist aus ihnen heraus und das Gesetz Gottes wird in Kraft treten: „Alles vermehrt sich nach seiner Art“.

1Mo 1,24
Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so.

Lass Adam Kinder bekommen – schon per Geburt haben sie dieses selbe schwache Leben in sich und sie sind mein bevor sie das erste Wort sprechen können, sie gehören mir, weil sie unter dem Fluch geboren sind, weil ich Chef bin über die Menschheit.

Das wusste der Teufel! Er wusste, was er erreicht hatte, er wusste, welches Ausmaß dieser Sieg hatte, den er errungen hat. Er hatte Gott dieses weggenommen, er hatte die Menschheit von Gott abgewandt – nicht nur Adam und Eva – die Menschheit!

Und doch sagt Gott: Der Nachkomme, der Same der Frau wird dir den Kopf zermalmen.

Ja, wie kann das sein? Und das war eine Situation für den Teufel, die sehr interessant war. Einerseits sagt er sich: Das ist unmöglich, das geht nicht. Jeder Mensch, der geboren ist, wird unter meiner Herrschaft stehen, was immer er tun mag. Es geht nicht darum, ob er ein nobler Bankdirektor ist oder vielleicht mehr ein gemeiner Bankräuber, das spielt alles keine Rolle, das sind äußerliche Unterschiedlichkeiten – es geht um die Verfassung des Herzens. Und da sagt die Bibel, dass der Mensch einfach von Grund auf böse ist, dass er ungerecht ist, dass er getrennt ist von Gott.

Röm 3
10 wie geschrieben steht: „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer;
11 da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht.
12 Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer. (Psalm 14,1-3)“

Und wenn du sehr an deine Stärken glaubst und sehr überzeugt bist, dass du ein lieber netter Mensch bist, dann muss ich dir sagen, die Bibel sieht das ein bisschen anders. Sie sagt: Was immer wir tun – getrennt von Gott – wir sind unter dem Fluch. Wir sind unter dem Fluch. Da ist nicht ein Mensch, sagt Paulus, der Gutes tut.

Du sagst: Ja, doch, ich! – So, entweder du hast Recht oder Paulus. Du hast ein Problem mit Paulus. Du hast ein Problem mit dem Heiligen Geist, weil der Heilige Geist Paulus inspiriert hat und hat gesagt, das ist eine so tiefe Wahrheit, die kommt ins Buch. Und sie gilt heute noch. Das war nicht eine momentane Idee, die er einmal so hatte, sondern das ist Gottes Gedanke.

Der Nachkomme der Frau wird dir den Kopf zermalmen (1 Mose 3,15).

Das war etwas, was der Teufel sich nicht vorstellen konnte: Wie kann das geschehen? Das ist unmöglich! Und auf der anderen Seite wusste er, es muss geschehen, weil Gott es gesagt hat. Der Teufel kannte Gott. Ich weiß nicht wie lange er schon gelebt hat mit Gott und dieser hervorragende Engel war in Gottes Gegenwart, dieser herrliche Cherub – aber er kannte Gott genug um zu wissen: Was Gott spricht, das geschieht.

Ps 33,4
Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.

Das hat später der Psalmist geschrieben, der Teufel wusste das schon lange. So, das war ein Problem. Er konnte sich nicht vorstellen, wie soll das gehen? Und auf der anderen Seite wusste er: Es wird gehen, es muss gehen. Es muss gehen!

Und dann erleben wir diese interessante Situation, dass Gott also von langer Hand die Erlösung der Menschheit vorbereitet hat. Und ganz am Schluss, am Ende der langen Kette von Vorbereitungen, dann endlich kommt der Erlöser. Die Bibel redet davon: „Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn“.

Gal 4,4
Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan

Als die Zeit erfüllt war. Und Gott begann damit, dass er einen Mann fand – Abram – und er machte einen Pakt mit ihm. Und Er sagte: Lebe du total und ganz für mich. Gib du mir alles, was du hast – und ich gebe dir alles, was ich habe. Und Abram, so hieß er damals noch, später wurde er Abraham dann genannt – er war klug genug, auf diesen Vorschlag einzugehen. Und weil er das getan hat und auch mit seinem Leben bewiesen hat, dass er das wirklich wollte, deswegen sitzen wir heute hier.

Weil Abram gehorsam war, deswegen gab es Jesus. Er war der erste, der diesen Pakt mit Gott gemacht hat und der sozusagen ein Verbündeter Gottes war. Wir müssen uns vorstellen, da ist diese Erde unter der Herrschaft des Teufel und Gott ist ausgeschlossen. Das ist eine irrige Idee zu denken, der Gott der Bibel ist ein souveräner Gott in dem Sinne, dass Er auf der Erde tun könne was Er wolle. Das ist nicht in der Bibel. Und ich kann dir viele, viele Schriftstellen zeigen, die genau das Gegenteil sagen. Die sagen: Gott braucht die Kooperation von Menschen. Gott braucht Menschen, die Ihm zur Seite stehen, die Ihm helfen, die Ihm vertrauen, die einfach ihren Teil übernehmen. Das hängt damit zusammen, dass eben wir die Autorität über die Erde hatten. Wir haben die Autorität und wir haben sie verspielt. Und ich glaube deswegen musste es auch letzten Endes ein Mensch sein, der diese Herrschaft über die Erde wieder zurückgewinnt.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (15:00 bis 20:00)

 

Okay, jetzt will ich auf diesen einen Punkt hier hinweisen: Jesus hat durch seinen Tod den Tod zunichte gemacht und hat den Teufel dadurch eben besiegt. Wieso – das ist jetzt die Frage, auf die wir hier eingehen wollen, weil ich glaube, dass darin sehr viel Munition ist für unseren Glauben, für einen starken, unerschütterlichen Glauben, der sogar auch Krankheit und Tod und Bedrängnis und Mangel und Defiziten ins Angesicht sehen kann und der das Wort des Glaubens sprechen kann, dass diese Dinge aus unserem Leben weichen müssen. Die Frage ist die: Wieso hat Jesus durch seinen Tod dem Teufel die Macht genommen? Das ist die Frage. Er hat das, das sagt die Bibel – jawoll! Und das ist sehr gut, dass zu glauben. Aber ich glaube, dass es nicht so hilfreich ist wie ich das erlebt habe als junger Christ – ich hatte sehr, sehr viele Fragen, viele, viele Fragen hatte ich. Und die Standard-Antwort der lieben Brüder in der Gemeinde war: „Bruder, das musst du einfach glauben. Das musst du einfach so hinnehmen“.

Und ich glaube, wenn ich Antworten suche und finde im Worte Gottes, ist das nicht ein Zeichen, dass ich negativ bin, dass ich kritisch bin, dass ich ungläubig bin oder dass ich zweifle – sondern ich bin einfach nur gründlich.

Ich möchte einfach nur gründlich sein. Nichts gegen Gründlichkeit! Und je gründlicher wir sind und die Fragen nicht irgendwie „oh … wenn ich diese Frage lang genug bedenke, dann vielleicht falle ich in ein tiefes Loch – lieber gar nicht darüber nachdenken“ – nein! Ich glaube, alles, was wirklich nützlich und was gut ist, hat das Wort Gottes für uns vorbereitet. Aber diese Schätze des Glaubens, die uns Kraft geben, die uns aufbauen, die uns emporheben, liegen nicht so billig an der Oberfläche, dass man nur Tag für Tag über sie stolpert, sondern die Schätze von Weisheit werden gegeben denen die suchen, die graben, die sich hineinvertiefen, die nicht oberflächlich sein wollen. Und ich gebe dir einen guten Rat: Sei nicht oberflächlich. Wenn du Fragen hast, dann frage deine Fragen! An die Bibel, an den Heiligen Geist. Und zur richtigen Zeit auch hier im Grundlagenseminar, aber nicht gerade jetzt, weil wir Aufnahme haben.

Aber seine Fragen zu fragen und durchzudenken – das ist ein Zeichen dafür, dass du wirklich gründlich sein willst, und das ist gut, das ist gut. Wir müssen bei unseren Fragen nur darauf achten, dass wir das stehen lassen, was wir schon verstanden haben. Dass wir von dem ausgehen, was uns schon einleuchtet. Wir dürfen nicht so eine kritische Haltung haben nur um kritisch zu sein und alles hinterfragen auch wenn es schon zehn mal eigentlich uns längst eingeleuchtet ist. Das ist eine Form von zersetzender Kritik, die wird niemals echten Glauben aufbauen, niemals. Aber wenn wir von dem, was wir erkannt haben, ausgehen, und dann uns den Fragen zuwenden, dann ist das sehr, sehr, sehr gut.

Und eines Tages, das ist viele, viele Jahre her, weit über zehn Jahre, kam dieser Vers mir so richtig vor Augen. Und zum ersten Mal fragte ich mich diese Frage: „Wieso ist der Teufel besiegt dadurch, dass Jesus am Kreuz gestorben ist?“ Wo ist der Zusammenhang, dass der Teufel entmachtet ist, nur weil Jesus gestorben ist? Wo besteht der Zusammenhang?

Ist ja schön, dass der Teufel besiegt ist, aber wo ist der Zusammenhang? Warum ist der eine besiegt wenn es mit dem anderen auch zuende ist? Wo ist der Zusammenhang?

Und das Wort Gottes lehrt uns. Und das Wort Gottes gibt uns eine Linie von Gedanken. Und ich möche einfach einige wichtige Hinweise und Puzzlesteine dazu geben. Das allererste, was wir festhalten wollen, das habe ich letztes Mal gar nicht mehr erwähnen können: Als dieser Fall, diese Trennung zwischen Gott und den Menschen stattfand und der Mensch sich abgewandt hatte, hat Gott die Zukunft des Menschen beschrieben. Dass es ein sehr, sehr hartes, schwieriges Leben sein würde mit Schwerzen und mit viel Mühsal usw.

Aber Gott hat auch ein sehr interessantes Wort gehabt – sozusagen eine Prophetie für den Teufel: Er sagte: Der Nachkomme der Frau – wörtlich sogar „der Same der Frau“, was in sich für jeden, der in biblischen Begriffen schon ein bisschen gelernt hat zu denken, der weiß, wie Geschlechtsregister aufgebaut sind, was die Bedeutung des Mannes in der Familie ist aus geistlicher Sicht und dass der Mann derjenige ist, der das Erbe weitergibt an die Kinder – der wird sofort stutzig bei diesem Begriff „der Same der Frau“. Weil es sonst immer der Mann ist, der etwas weitergibt! Und wenn du das anschaust, du siehst die Bedeutung des Mannes – nicht, weil die Frau weniger wert ist, sondern weil es dort um geistliche Aussagen geht.

Und Gott sagt in Bezug auf den Teufel: Der Same der Frau wird dem Teufel wird dem Teufel den Kopf zermalmen.

1 Mose 3,15
Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (10:00 bis 15:00)

 

Erlösung hat sehr, sehr viele Anteile, und wir werden diesen Abend nicht schaffen, um das alles aufzuzählen.

Also, Jesus ist der Erlöser. Und er ist für uns, an unserer Stelle, ist er gestorben.

Jesaja 53 – auch so optisch ungefähr in der Mitte der Bibel – vielleicht die zentrale Schriftstelle, die wir so haben. Und dort wird schon hingewiesen auf das, was er für uns getan hat.

Jes 53,5
Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.

Wenn man das so richtig langsam zur Kenntnis nimmt und auf sich wirken lässt, dann sieht man, die Strafe lag auf ihm. Welche Strafe? Das ist die Strafe, die wir eigentlich verdient haben. Die Bibel redet davon, dass der Tod die Bezahlung für die Sünde ist. Der Tod ist die Bezahlung für die Sünde. Das, was die Quittung ist, die Konsequenz der Sünde. Und unsere Strafe, die wir eigentlich verdienen – zu Recht – die hat Gott auf Christus gelegt. Warum? Damit wir Frieden bekommen. Welcher Frieden ist das? Das ist der Friede, den er hatte mit Gott. Diesen Frieden bekommen wir, indem er unsere Strafe genommen hat.

Und derselbe Austausch noch einmal dann hier auch sogar in Bezug auf körperliche Heilung. Durch seine Striemen, durch das, was er an Verwundung und Verletzung in seinem Körper erlebt hat, haben wir in unserem Körper Heilung. Ein totaler Austausch. Wir werden das später noch mehr anschauen, weil es noch viel mehr Schriftstellen gibt, die darauf Bezug nehmen.

Jetzt möchte ich zu einer wichtigen Schriftstelle kommen, und von da an dann so interessante Aspekte entwickeln über das, was Jesus getan hat.

Heb 2,14-15
Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er (das ist Jesus, das Sohn Gottes) in gleicher Weise daran Anteil gehabt, um durch den Tod den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel, und um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.

Das ist ein starkes Wort. Da sind sehr, sehr viele interessante Dinge drin hier. Durch seinen Tod hat Jesus den zunichte gemacht, der die Macht – wiederum hier dieses Wort „Autorität“ – der die Autorität des Todes inne hatte – und das ist der Teufel. Um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.

Und die Psychologen in den letzten Jahrzehnten haben festgestellt, dass tatsächlich – wenn man es auch gar nicht irgendwie so oberflächlich sehr merkt und wahrhaben will – Angst vor dem Tod eins der größten Probleme der Menschen ist.

Und ich glaube, dass es wirklich so ist, und bei fast jeder Beerdigung sag ich das den Anwesenden: Wenn wir nicht das Problem unseres eigenen Todes gelöst haben, können wir auch nicht leben. Niemand kann wirklich leben, der keine echte wirksame Antwort gefunden hat auf die Frage: Was passiert eigentlich mit mir wenn ich sterbe?

Und das allermeiste, was geschieht, ist: Die Menschen haben keine Antwort darauf und deswegen ignorieren sie und verdrängen sie den Gedanken ihres eigenen Todes. Und doch ist er so unausweichlich wie sonst kein anderer Termin. Wir alle haben diesen Termin. Eines Tages geben wir den Löffel ab. Eines Tages ist hier Schluss. Und man versucht zu leben als gäbe es diesen Punkt nicht. Wir versuchen zu leben als wären wir unsterblich. Und das ist nicht der Fall. Wir haben einen Tag, wo wir sterben. Jeder einzelne, da ist keine Ausnahme. Sag nicht: Ich bin stark. Es wird dich treffen! Es wird dich treffen. Mach dir keine Illusionen. Und wenn du eine Antwort darauf hast, die wirksam ist, die dir heute Zuversicht und Freiheit und Mut gibt, dann weißt du auch, was Leben ist. Man kann nicht Leben ohne die Frage gelöst zu haben, „ja, wie gehe ich mit meinem eigenen Tod um?“ Das ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Leute versuchen das zu verdrängen. Und die Bibel gibt uns die beste und schönste und stärkste Antwort darauf.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (5:00 bis 10:00)

 

Darüber werden wir dann später sehr viel sprechen wenn wir über die praktischen Schritte im Alltag dann sprechen, aber ich muss ein bisschen noch mehr Dinge klären, die am Anfang notwendig sind. Weil je klarer uns ist, was wirklich passiert ist, wie die Erlösung zustande gekommen ist, was die Grundlage meines neuen Lebens ist, um so stärker kann ich darauf aufbauen, um so stärker kann ich dann auch die Segnungen, die das neue Testament beschreibt tatsächlich auch genießen.

Die Bibel macht sehr, sehr klar, dass weil der Mensch getrennt war von Gott, weil der Mensch böse geworden ist, natürlich er auch selber keinerlei Beitrag leisten konnte in irgendeiner Weise sozusagen sich selber aus dem Schlamassel herauszuholen. Der Mensch war getrennt von Gott, er war mit seinem Tun einfach verflucht, er hatte sich selbst dem Fluch ja hingegeben. Die Herrschaft der Finsternis, die Herrschaft Satans ist Fluch. Und das hat der Mensch gewählt. Statt Segen hat er Fluch gewählt. Und deswegen war kein Mensch qualifiziert etwas zu tun für sich oder für die Erlösung anderer.

Und deswegen brauchen wir nicht nur einen Erlöser, sondern er muss von ganz anderer Qualität sein als wir selbst. Er muss von ganz anderer Qualität sein. Und das alles sehen wir erfüllt in dem Erlösungswerk, das uns beschrieben wird in der Bibel – im neuen Testament vor allen Dingen – durch Jesus Christus. Darüber werde ich also heute abend dann sprechen. Vielleicht können wir einige wenige solcher Aussagen einmal uns anschauen, und dann sehen wir, dass Jesus für uns und auch an unserer Stelle sein Leben gegeben hat. Und dass wir frei sein können.

Eph 1,7
In Ihm – in Christus – haben wir die Erlösung.

Und das ist ein schönes Wort dort. Wenn man das so in seiner Bedeutung nachgeht vom Griechischen – Erlösung: „Loskommen aus Unfreiheit durch ein gezahltes Lösegeld.

apolutrósis (629): a release effected by payment of ransom, d. Freilassung (gegen einen Preis); d. Auslösung

Das ist ein starkes Wort! Jesus hat ein Lösegeld gegeben und er hat uns freigekauft, sagt das Wort Gottes.

Mt 20,28
Er ist gekommen um sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

1 Tim 2,6
Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gab.

Und so gibt es sehr, sehr viele solche Schriftstellen.

Apg 20,28
Er (Gott) hat sich die Gemeinde erworben durch das Blut seines eigenen Sohnes

1 Kor 6,20
Ihr seid um einen Preis erkauft worden.

Gal 3,13a
Christus hat uns losgekauft vom Fluch des Gesetzes.

… und hier wird schon beschrieben wie das dann geschehen ist:

Gal 3,13b
indem er ein Fluch für uns geworden ist.

Und das will ich also heute dann erklären, was das bedeutet, was Jesus wirklich getan hat. Wenn wir vom Worte Gottes verstehen, was am Kreuz von Golgatha vor 2000 Jahren geschehen ist, unsere Liebe, unsere Dankbarkeit, unsere Hochachtung gegenüber Jesus wird steigen, unsere Anbetung wird einfach neue Dimensionen annehmen. Es wird nicht nur eine Form sein, sondern wir wissen, wen wir anbeten. Wir wissen, was er für uns getan hat. Wir wissen, was das bedeutet. Wir können also jetzt sozusagen durch die Belehrung des Wortes und des Heiligen Geistes zurückschauen und können ein Verständnis bekommen über das, was auf Golgatha geschehen ist.

Und im Nachheinein zusammen hauptsächlich mit dem Apostel Paulus können wir heute sogar interessanterweise mehr entdecken über das Kreuz als die Menschen, die Jünger Jesu z.B., die dabei gewesen sind! Die gesehen haben wie er gekreuzigt wurde! Weil das äußerliche Geschehen eine Sache war, die eine Bedeutung hat, aber dahinter noch ganz andere Dinge geschehen sind, die mit dem bloßen Auge, mit dem natürlichen Denken und den fünf Sinnen einfach gar nicht zu erfassen sind. Und das Wort Gottes lehrt uns, was geschehen ist.

Und das Wort soll uns festmachen, es soll eine Realität werden in uns. Das werden wir später dann mehr erklären. Und je mehr wir verstehen, das hat Jesus mit uns getan, das hat er für uns getan, und das hat er getan mit dem Teufel, der Macht der Finsternis, um so stärker werden wir werden in unserer Sicherheit und in unserer Beziehung, in unserer Geborgenheit mit dem Herrn und wir können sogar dann diese Herrschaft, die wir verloren haben, zurückgewinnen.

Das ist ja das schöne. Es ist eben nicht so: Der Herr sagt, „ja, du hast alles vermasselt, aber in meiner großen Gnade darfst du jetzt zu mir kommen. Aber bitte erwartete nicht, dass alles, was du verspielt hast, ich dir jetzt noch einmal geben werde“. Doch! Genau das tut Gott! Was wir verloren haben – und mehr noch als das – bekommen wir zurück! Das ist Gott. Das ist wunderbar.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (0:00 bis 5:00)

 

Okay, dann legen wir jetzt los. Wir haben das letzte Mal so in der Einleitung zu diesem Grundlagenseminar gesprochen über die Schöpfung, über den wunderbaren Aufbau, wie der Mensch geschaffen ist, geplant ist zu einer Liebesbeziehung, zur Gemeinschaft mit Gott – ein Leben zu führen, wo eine Freundschaft mit Gott da ist, ein Leben zu führen, wo er nicht beherrscht wird, sondern wo er mit Verantwortung und Liebe herrschen kann. Wo die Erde ihm gehört. Und wir haben dann gesehen wie diese Beziehung dann zerbrochen ist als der Mensch sich abgewandt hat und dem Teufel, dem Feind Gottes, sich zugewandt hat und dessen Wort gehört hat, darauf acht gegeben hat und sich damit einer neuen Herrschaft unterworfen hat. Was furchtbare Folgen hat, die bis heute immer noch sichtbar sind. Jedes Mal neu wieder wenn wir in diese Welt schauen, dann sehen wir, dass es immer noch genau so ist wie damals: Der Mensch ist unfähig – eigentlich genau genommen – sein eigenes Leben wirklich zu führen. Er ist sein größter Feind, er zerstört sich selbst, er zerstört andere, zerstört auch diesen Planeten, wie wir das sehen können.

All das sind Folgen davon, dass Mensch eigentlich die moralische Orientierung verloren hat. Er hat zwar einen brillianten Verstand, aber er ist nicht fähig, den sozusagen weise einzusetzen, sondern tut alle möglichen Dinge, die eben sehr, sehr problematisch sind.

Dann haben wir gesehen, dass es also eine ganze Reihe von solchen Folgen gibt dieses Herrschaftswechsels. Die Sünde, die Selbstbezogenheit kam in diese Welt. Der Mensch verlor diese Gemeinschaft mit Gott. Gott hat gesagt: An dem Tag, wo du davon isst, wirst du sterben.

1 Mose 2,17
aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!

Das Leben aus Gott hat der Mensch verloren und hat eine niedere Form des Lebens dafür bekommen. All das, was eben plagt, kam in das Leben. Satan wurde Gott dieser Welt. Er beherrscht die Menschen. Das ist, was die Bibel sagt: Er herrscht von Adam an.

Röm 5,14
Dennoch herrschte der Tod von Adam an bis Mose auch über die, die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam, welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte.

Krankheit, Not, Angst – alles mögliche kam in diese Welt, kam in dieses Leben. Sogar der Teufel bekommt als der, der das Recht des Todes hat – so nennt die Bibel das – das „Recht des Todes“ – er hat sogar die Macht, nach dem physischen Tod Menschen zu sich zu nehmen. Wo schon also die Bibel überhaupt nicht große Mühe sich macht zu erklären, dass der Mensch ein geistliches Wesen ist und dass mit dem physischen Tode bei weitem nicht alles aus ist. Da ist dann der Mensch, der geholt wird in diese unmittelbare Gegenwart des Teufels, wo er geplagt und gequält wird.

Ungefähr so bis da hin sind wir das letzte Mal gekommen.

Und wenn wir uns das alles so anschauen, dann kriegen wir ein Verständnis davon, was die Bibel mit „Errettung“ meint. Errettung bedeutet ein Ende der Knechtschaft. Herausgenommen zu werden aus dem Machtbereich der Finsternis wie Kol 1,13 das sagt: Gott hat uns errettet aus dem Machtbereich.

Kol 1,13
er hat uns gerettet aus der Macht (dem Machtbereich) der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.

Und hier ist dieses Wort „Autorität“, also ein Herrschaftsbereich, worüber der Teufel Recht hatte zu herrschen.

exousia (Strong: 1849): Autorität, Freiheit bzw. d. Recht etw. zu tun

Und Errettung bedeutet, Gott hat uns da herausgenommen und in eine ganz neue Sphäre des Lebens, in eine neue Dimension hineingepflanzt, und das ist das Reicht Gottes, wo Jesus König ist.

Gerade neulich las ich wieder, dass man Christen wie uns vorwirft, wir hätten ein dualistisches Weltbild. Nun, auch Jesus hatte ein dualistisches Weltbild: Gott ist gut, der Teufel ist böse. Und getrennt von Gott sind die Menschen nicht in einem neutralen Zustand, sondern sie sind schon unter der Herrschaft der Finster. Die Bibel nennt das „geistlich tot“. Epheser 2 – Paulus sagt dort, wir waren „geistlich tot“, wir waren getrennt von Gott, wir hatten nicht das Leben aus Gott in uns.

Eph 2,1
Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünde

Und Errettung bedeutet also nicht nur, dass jemand irgendwie eine Erfahrung macht und dann weiß, wenn ich eines Tages sterbe, dann lande ich nicht da unten in der Finsternis und in der Qual, sondern ich komme zu dem Herrn – das ist ein wichtiger Teil von Errettung, aber eben nur ein Teil! Errettung hat noch ganz andere Segnungen und Folgen mit sich. Und das schöne ist dieses: Die Errettung, von der die Bibel redet, beginnt schon hier und jetzt.

Errettung bedeutet Beendigung der Knechtschaft, einen neuen Herrn zu haben, unter einen neuen Herrschaft zu stehen und sogar Heilung und Befreiung von den Folgen unseres unabhängigen Gott-fernen Lebens hier und jetzt zu erleben. Das bedeutet Errettung. Nicht nur: Gott ist unser Vater. Nicht nur: Wir kommen in den Himmel. Sondern auch: Wir erleben Heilung von der Zerstörung, die andere in uns angerichtet haben. Sogar von dem, was wir an uns angerichtet haben. Wir erleben Befreiung, wir erleben Erneuerung, wir erleben einfach diese Fähigkeit wieder neu zu herrschen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (80:00 bis Ende)

 

Aber da ist einfach eine moralische Dunkelheit und eine Unfähigkeit. Und das kommt daher, weil der Teufel diese Welt regiert. Du sagst: „Das finde ich primitiv, finde ich mittelalterlich“ – aber das ist, was die Bibel sagt. Und mit keiner Silbe hab ich damit gesagt, wie manche das irgendwie so empfinden, wir lehren hier über den Teufel und wir machen den Leuten Angst.

Im Gegenteil, wir reden von Jesus, der den Teufel besiegt hat und wie man durch den Namen Jesu den Teufel mit aller Zerstörung und allen finsteren Dingen aus unserem Leben hinausjagen kann – davon reden wir. Und wer Herrschaft ausübt über den Teufel hat keine Angst. Braucht auch keine Angst zu haben. Angst vor dem Teufel hat nur jemand, der gar nicht weiß, was Jesus getan hat, wer Jesus ist, warum er gekommen ist.

Zu mir kam mal eine liebe Christin und sagte: „Ich habe solche Angst, dass irgendwann in der Nacht der Teufel in mein Schlafzimmer kommt“. Und ich sollte beten. Ich sage: „Lass uns beten, dass der Heilige Geist dir die Augen auftut, wer Jesus ist, was am Kreuz passiert ist, wer jetzt auf dem Thron sitzt und welche Autorität du hast im Namen Jesu“. Wenn du das verstehst, wenn der Heilige Geist dir darüber die Augen auftut, hast du ein neues Problem. Du wirst kommen und sagen: „Pastor, seitdem ich das weiß, was Jesus getan hat, seitdem kommt der Teufel nicht mehr. Was kann ich tun?“

Wir haben Sieg und Freiheit in Jesu Namen. Wir können herrschen. Dazu sind wir geschaffen, über das Böse zu herrschen und es aus unseren Familien, aus unserer Arbeit, aus dem Umkreis unserer Beziehungen herauszujagen. Das sollen wir tun. So sollen wir die Herrschaft Gottes wieder neu aufrichten.

Okay, Lukus 4,6 – Jesus ist dort im Konflikt mit dem Teufel. Der Teufel sagt: „Alle diese Reiche, die Reiche dieser Welt sind mir gegeben“. Jesus widerspricht ihm nicht.

Lk 4
5 Und er führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises.
6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie.

Paulus – in Epheser 6,12 – nennt die Geister in der Himmelswelt, also eine Hierarchie unterhalb des Teufels, die Herren dieser Welt.

Eph 6,12
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

Johannes 14,30 – Jesus nennt den Teufel den Fürsten dieser Welt.

Joh 14,30
Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt; und in mir hat er gar nichts

1. Joh 5,19 – die ganze Welt ist in der Hand oder in der Macht des Argen.

1 Joh 5,19
Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen

Das ist, was die Bibel darüber zu sagen hat. Gott hat mit Vietnam und mit Auschwitz nichts zu tun. Das ist das Produkt von Menschen, die nie die Hilfe Gottes in Anspruch genommen haben. Stattdessen in größenwahnsinniger Weise sich erhoben haben. Denken wir einmal an das, was in unserer Geschichte passiert ist – wie sozusagen der Führer ein Ersatz für Jesus, den Erlöser, wurde und wie er angebetet wurde. Wie ein ganzes Volk diese Sünde des Götzendienstes auf sich genommen hat – und was für ein entsetzlicher Preis dafür bezahlt wurde. Wenn wir nicht den richtigen Erlöser annehmen, wir werden irgendeinen falschen Erlöser – Guru-Ideologie oder Selbsterlösungsphilosophien und Therapien und Praktiken oder irgendetwas anderes uns erfinden. Wir haben nur die Wahl zwischen dem wahren Gott, der Heilung bringt oder den falschen Göttern, die Zerstörung und Verwüstung bringen.

Etwas anderes wichtiges sagt das Wort Gottes noch über den Teufel: Nicht nur war der Teufel von diesem Moment an der Gott der Welt, der den Menschen quält und sie sozusagen beschenkt mit all dem, was eben er bringt an Fluch, an Mühsal, an Frustration, an Enttäuschen und an Leid – sondern darüber hinaus hat der Teufel, also der, der die Autorität über den Tod hat, sogar – nach den Aussagen der Bibel (Lk 16) – die Gewalt, Menschen nach ihrem physischen Tode zu quälen.

Lk 16,24
Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle! Denn ich leide Pein in dieser Flamme.

Das ist, was die Bibel sagt über den Teufel. Heute reden viele über „was kommt nach dem Tode“? Ja, Jesus zieht ein bisschen den Vorhang weg, und er malt uns keine herrliche Blumenwiese, auf der wir alle irgendwie so elfenhaft und vergnügt irgendwie tanzen und fröhlich sind und sagen: „Ach, wie hätten wir nur gewusst, was für eine herrliche Ewigkeit uns hier umfängt!“ Sondern er malt ein ganz anderes Bild. Da gibt es Menschen, die landen in der Finsternis, in der Pein, sie werden gequält. Und es gibt andere Menschen, denen es offensichtlich gut geht. Das ist, was die Bibel darüber zu sagen hat.

Und noch etwas sagt die Bibel über den Teufel und über die Menschen, die dann diese Erlösung, von der ich dann das nächste Mal sprechen werde, nicht angenommen haben: Dass auf sie eine ewige Verdammnis wartet. Das ist, was die Bibel sagt. Ein Gericht, ein Ort der Qual, der Pein, den Gott für den Teufel bereitet hat.

Und wenn es Gott nicht gelingt, dass die Menschen sich von diesem Teufel wieder abwenden, dann gibt es keine andere Wahl für Ihn, dass wenn der Teufel da hin geht auch die mitgehen, die die Lüge und die Unabhängigkeit von Gott gewählt haben – es gibt keine andere Wahl. Gott ist nicht der bestrafende Gott, sondern Trennung von Gott, die der Teufel gewählt hat und die auch wir sozusagen jetzt als Nachfahren Adams stillschweigend weiter dulden, fordert einfach einen Preis. Es gibt einen Ort zwischen Himmel und Hölle – entweder oder. Entweder wir gehören zu Ihm oder wir gehören nicht zu Ihm. Und wir müssen uns nicht für den Teufel entscheiden wenn wir Jesus nicht haben – wir leben mit ihm, wir haben seine Form von Leben in uns.

Viele Menschen denken, „ja, da sind die Taten, die werden abgewogen und am Schluss im Rentenalter werde ich nochmal kräftig zulegen und dann werden doch in letzter Minute die guten Taten irgendwie so, zwar um Haaresbreite, aber doch irgendwie überwiegen und dann glorreich – Petrus dann wie Karneval: „Sollen wir sie reinlassen?“ – und dann strahlend marschiere ich ein in den Himmel, weil die guten Taten doch überwogen haben“.

Das ist totaler Blödsinn, das ist nicht, was die Bibel sagt. Die Bibel sagt: Wir gehen nicht verloren, weil wir gestohlen oder geraucht oder gehurt oder irgendetwas haben, sondern wir gehen verloren wenn wir den Erlöser nicht haben. Wir sitzen auf einem untergehenden Schiff. Die Titanic geht unter. Und die einzige Rettung besteht darin das Schiff zu verlassen, in das Rettungsboot zu steigen. Und das ist Jesus, die Erlösung. Auf dem Schiff zu bleiben, heißt, das selbe Schicksal zu teilen wie das Schiff. Das ist die Situation. Es geht nicht um gute Taten. Du kannst der edelste Mensch sein auf der Titanic. Wenn du nicht ins Rettungsboot springst, dann gehst du unter. Das ist die Situation.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (75:00 bis 80:00)

 

Damit kannst du keinen Heiden hinterm Ofen hervorlocken wenn du mit ihm von diesem Gott redest mit seinen übergeordneten pädagogischen Absichten. Und das ist auch außerdem von der Bibel her überhaupt nicht zu decken. Denn das, was wir als Fluch und als schädlich und beraubend und negativ bezeichnen – interessanterweise, wenn wir auch sonst sehr viel über Gott an Wissen verloren haben – dieses Wissen, das ist nicht normal, krank zu sein und ich werde alles tun, um so schnell wie möglich gesund zu sein. Und da rennen wir und nehmen jeden Arzttermin wahr, der uns vorgegeben wird und niemand der krank ist, sagt, ich hab zu viel zu tun, ich kann nicht zum Arzt gehen. Wenn du wirklich krank bist und du willst gesund werden – du nimmst die Termine wahr, und wenn der dich drei Mal die Woche bestellt, du gehst hin.

Warum? Weil du ein starkes Bedürfnis hast, du möchtest gesund werden. Das ist nur bei einigen wenigen religiös verbildeten Menschen irgendwie abhanden gekommen durch eine Art religiöse Gehirnwäsche, indem sie dann das Leid irgendwie umetikettieren als einen irgendwie gearteten Segen. Aber Gott nennt Krankheit Fluch und etwas negatives. Eindeutig! Und viele andere Dinge, die wir als Fluch erleben, sind auch in Gottes Augen wirklich Fluch.

So, wenn wir auch viel an Wissen über Gott verloren haben, dann ist da immer noch irgendwie dieses Wissen in uns: Es muss ein Glück geben. Es muss ein schönes, gutes Leben geben. Und wer noch dieses Empfinden in sich hat, ich sage „Hallelujah, du lebst noch“ – das ist gut! Das ist sehr vernünftig und sehr gesund.

So, die Bibel redet davon, dass all diese negativen Dinge, die der Teufel in das Leben der Menschen gebracht hat, eben eine Folge dessen sind, dass der Mensch sich mit dem Teufel verbunden hat und Gott ausgeschlossen hat und bis zu dem heutigen Tage etwas in dieser Welt vorgeht, was über Jahrhunderte wir als Christen nicht gesehen haben und was wir der Welt nicht erklären konnten, weil wir es selber nicht verstanden haben: Die Bibel redet davon, dass auf dieser Erde bis zum heutigen Tage der Teufel regiert. Und das, was hier an Leid, Beeinträchtigung, Katastrophen, Pleiten, Pech und Pannen usw. passiert geht auf das Konto des Zerstörers, des Kaputtmachers und geht nicht auf das Konto Gottes. Gott ist ein heilender, wiederherstellender Gott, und der Teufel ist ein zerströrerischer, krank machender, böser Teufel. So einfach ist das. Und du sagst: „Ja, das ist mir aber schwarz-weiß“ – es tut mir leid, so sind nun einmal die Fakten. Und wenn sie so sind, dann sollten wir sie auch so nennen. Jedenfalls Jesus, als er dann kam, er hat sie genau so genannt: Joh 10,10: Ich bin gekommen, Leben im Überfluss zu geben. Der Teufel, der Dieb kommt nur zu rauben, zu würgen und umzubringen. Und ich bin gekommen, Leben im Überfluss zu bringen.

Joh 10,10
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.

Da haben wir einen klaren Gegensatz. Ich meine, deutlicher kann man es nicht sagen. Das ist Verwüstung und das ist Wiederherstellung. Das ist Unglück und das ist Glück. Ganz klar gibt es dort diese Gegensätze im Worte Gottes.

Und da gibt es keine Grauzonen und fließenden Übergänge, sondern der Teufel ist einfach böse und nur böse. Und Gott ist einfach gut und nur gut, so einfach ist das. So einfach ist das. Das ist, was wir der Bibel entnehmen wenn wir sie sorgfältig studieren. Und es gibt nicht eine Schriftstelle – es gibt hunderte von Schriftstellen, die uns das belegen.

Okay, also was die Bibel sagt – und hier sind einige Schriftstellen:

2 Kor 4,4
Der Gott dieser Welt – das ist der Teufel – er hat den Menschen den Sinn verblendet, den Verstand vernebelt – würde ich mal auf Hochdeutsch sagen – dass sie das Evangelium einfach nicht verstehen.

Es ist so einfach – ein sechsjähriges Kind kann es verstehen, es ist so einfach. Aber der Verstand ist vernebelt. Ich empfinde diese Aussage der Bibel: Es gibt einen Zerstörer, es gibt einen Verwüster, der hier auf der Erde sein zerstörerisches, böses Werk treibt – ich finde es die logischste, die vernünftigste und nachvollziehbarste Antwort auf die Frage: „Wo kommt das Unglück überhaupt her?“

Wie kann denn das sein, dass wir so intelligent sind und einen Menschen auf den Mond schicken können – und wir können noch nicht einmal unsere eigenen Gefühle kontrollieren! Wie kann denn das sein? Wo kommt denn dieser Zwiespalt her zwischen unseren riesigen Fähigkeiten und zwischen unseren Unfähigkeiten, die einfachsten Dinge in einer Beziehung geregelt zu kriegen? Das muss doch einen Grund geben. Das liegt doch nicht an mangelnder Intelligenz. Wir wissen doch inzwischen was die Grundlagen von Beziehungen sind. Wir sind doch jetzt inzwischen schon im Bilde darüber.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (70:00 bis 75:00)

 

Und weil diese Fähigkeit uns verloren gegangen ist, deswegen ist die Fähigkeit heile und bleibende, schöne Beziehungen zu pflegen uns abhanden gekommen. Man kann nicht Beziehungen haben mit jemandem, der immer sagt, nein, er ist nicht schuld wenn er schuld ist – das ist nicht möglich. Bloß das ist eben beidseitg. Das, was der andere macht und was wir auch klar sehen und was wir ihm vorwerfen, tun wir genauso.

Und da haben wir das interessante Phänomen, dass man intellektuell sehr entwickelt sein kann, dass man einen sehr scharfen Verstand haben kann, dass man Universitätsprofessor sein kann, dass man die tollsten Dinge irgendwie verstehen kann – und dass man nicht versteht, warum bestimmte Verhaltensweisen bei sich selbst nicht richtig sind. Und nicht die moralische Kraft da ist, danach zu handeln. Jeder Arzt kann dir einen Vortrag halten darüber, dass du eine wesentlich größere Chance hast, an Lungenkrebs zu sterben wenn du regelmäßig und intensiv rauchst – jeder Atrzt kann dir einen solchen Vortrag halten, er kennt sich bis in alle Einzelheiten aus und trotzdem gibt es viele, viele rauchen Ärzte.

Das ist doch ein Phänomen, worüber man mal nachdenken muss. Wir können theoretisch die Folgen unseres Tuns abschätzen, aber im persönlichen Fall fehlt die Einsicht oder die Kraft und die Fähigkeit, nach dem, was wir theoretisch im Allgemeinen erkannt haben, zu handeln.

Und deswegen haben wir Eheberater, die nicht imstande sind, eine vernünftige Ehe zu führen. Deswegen haben wir Pädagogen, die nie ein einziges Kind in die Welt gesetzt haben, geschweige denn erfolgreich erzogen haben, und sie schreiben Bücher über Pädagogik. Wir leben in einer absurden Welt.

Aber weil wir alle irgendwie so angepasst sind und irgendwie so wenig Gottes Gedanken kennen, deswegen wird uns das überhaupt nicht bewusst, wie absurd diese Welt ist. Weil das Absurde das Normale ist – und wenn wir auf einmal anfangen normal zu werden, dann sagen die anderen: Das ist doch absurd! Dass du an Gott glaubst. Das ist doch nicht normal. Da ist doch irgendwie bei dir eine Schraube locker. Das kann doch gar nicht sein.

Die Welt ist total verrückt. Und wenn endlich mal jemand kommt und fängt an, wieder normal zu denken, dann auf einmal bist du der Verrückte – so geht’s. Es ist eine verrückte Welt.

Diese Selbstgerechtigkeit und die Unwilligkeit Verantwortung zu übernehmen war ein ganz wichtiger Bestandteil dessen, was der Mensch sich da eingehandelt hatte. Aber noch viele, viele andere Dinge auch.

In Epheser 2,1-3 und Vers 5 – dort beschreibt Paulus die geistliche Natur oder den geistichen Zustand des Menschen. Und er sagt etwas sehr, sehr interessantes. Dass die Menschen in Bezug auf dort die Christen von der Gemeinde von Ephesus: „Ihr wart tot“.

Epheser 2
1 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden,
2 in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.
3 Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.
5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden

Wie die Bibel den Zustand beschreibt eines Menschen ohne Gott, ist „tot“. Wir leben zwar, aber das ist nicht das richtige Leben. Das ist eine andere Art von Leben. Eine wesentlich niedere und wesentlich weniger erfreuliche und beglückende Art von Leben. Wo wir Opfer sind von allen möglichen Dingen, von Sorgen, die uns dann Schlaflosigkeit bringen und Ratlosigkeit und Ängsten und Depressionen und und und. Ihr wisst, was alles so los ist in dieser Welt.

Und noch etwas anderes wichtiges, ganz, ganz wichtiges müssen wir hier hervorheben, was auch Folgen des Sündenfalls sind. Das verstehen sehr, sehr viele Menschen nicht. Und hier empfinde ich, dass wir als Christen auch der Welt eine ganz, ganz wichtige Antwort schuldig geblieben sind. Wenn du mal mit Menschen gesprochen hast, die von Jesus, von Glauben, von Bibel wenig wissen – dann mit Sicherheit hast du schon diese Frage oder diesen Vorwurf gehört: Ja, warum lässt Gott das alles zu? All das Leid? Wenn da wirklich ein gütiger Gott ist, dann warum lässt er all das zu? Wo war Gott in Vietnam? Wo war Gott in Auschwitz? Wo war Gott hier und da und dort?

Und ich denke, wir haben zu wenig gedacht, wir haben zu wenig die Schrift geforscht, denn wir haben eine so klare deutliche Antwort darauf und statt in irgendwelche religiösen Floskeln irgendwie uns zu versteigen, „ja, Gott mit seiner übergeordneten Weisheit vermag das alles irgendwie gut zu machen – auch das Leid hat seinen Segen“ und lauter solches religiöses Gesülze. Was draußen kein Heide dir abkaufen kann! Wenn du ihm sagst wenn er krank ist – und du sagst zu ihm: Ja, weißt du, Gott in seiner Weisheit wird sich etwas dabei gedacht haben, und eines Tages wirst du auch entdecken, was für ein erfrischender Segen das ganze für dich war.

Er wird sagen: „Erfrischender Segen – bist du wahnsinnig?! Ich will das Zeug loswerden! Das ist einfach furchtbar, was ich erleide, du hast keine Ahnung, was Schmerzen sind!“

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (65:00 bis 70:00)

 

Und wenn wir verstehen, dass Gott sagt: „Ich bin das Leben“. Und sie wandten sich ab vom Leben. Was passierte? Sie starben!

Joh 14,6a
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben

Sie starben! Nicht in dem Sinne, dass sie tot umfielen, sondern dass sie etwas verloren, was sie zuvor hatten – den Schutz Gottes, das Leben aus Gott, die Fähigkeit, auf sich selbst aufzupassen, die Fähigkeit über sich zu herrschen, zu verstehen, was tue ich jetzt, warum mache ich das? Welche Konsequenzen wird das haben? Das ist eine ganz wichtige Fähigkeit. Die Bibel nennt das „Besonnenheit“.

2 Tim 1,7
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Das ging den Menschen total verloren. Und heute haben wir – oder von diesem Tage an – das Problem, dass der Mensch sehr intelligent ist und eine Menge Dinge sich ausdenken kann – und fast alles, was er sich ausdenkt, ist zu seinem Schaden. Fast alles, was er sich ausdenkt, ist zu seinem Schaden. Und es gibt riesige Probleme von diesem Tage an, wo das Licht in dem Menschen, diese Fähigkeit, einfach gerecht und vernünftig und in Weisheit irgendwie zu leben und sein Leben zu bestimmen – das hat er verloren. Das ist typisch für göttliches Leben. Das verlor er. Er verlor die Kontrolle, die Autorität über sich selbst und seit dem sehen wir, von diesem Tage an, eine Menschheit, die eben all die Merkmale aufweist eben der Herrschaft oder des Beherrscht Seins vom Teufel.

Paulus redet davon, dass er sagt: Der Tod herrscht von Adam an.

Röm 5,14a
Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Mose selbst …

Von Adam an! Damit ist dieser Tag des Sündenfalls gemeint. Seitdem herrscht der Tod. Seitdem gibt es das, worunter sehr, sehr viele Menschen leiden: Angst. Wenn du siehst, was für eine dramatische Veränderung muss da passiert sein? Gott kommt wieder nach diesem verbotenen Griff nach den Früchten – Gott kommt wieder. Und was passiert? Sie haben Angst vor Gott!

Der, der vorher ihr bester Freund war, vor dem auf einmal haben sie Angst. Das heißt, sie können gut und böse nicht mehr unterscheiden. Sie wissen nicht, dass Gott gut ist, und sie wissen nicht, dass sie doch zu Ihm gehören und zu Ihm kommen sollen. Es ist alles verdreht. Der Mensch kannte keine Angst. Er kannte keine Schutzlosigkeit, er kannte auch keine Krankheit. Er kannte kein Tod, er kannte all diese Dinge, die wir denken, na, die sind doch natürlicherweise Bestandteil des Lebens – all das kannte Adam vor diesem schrecklichen Tag nicht. Das müssen wir uns ganz klar vor Augen führen, dass das Dinge waren, die hineinbrachen in das Leben der Menschheit nach dem Sündenfall.

Wir wissen nicht, wie lange sie in dieser Harmonie und Einheit mit Gott gelebt haben, aber wir wissen eines: Das, was die Bibel als Leid beschreibt und als Folgen des Fluches und der Auswirkungen der Finsternis, das hat der Mensch erst seit diesem Tage, wo sie sich eben eine neue Autorität gesucht haben.

Und der Mensch hat dort Eigenschaften angenommen, die eben typisch satanisch sind, womit ich nicht sage, dass Satan und Menschen identisch sind, sondern ich sage nur, wie wir geschaffen waren am Anfang nach dem Bilde Gottes und wir Fähigkeiten hatten von Gott – so auf einmal ging das Licht aus und wir bekamen etwas anderes, was typisch teuflisch ist: Selbstgerechtigkeit. Die Unwilligkeit und die Unfähigkeit Verantwortung zu übernehmen. Und du kannst heute hineinschauen in das Leben von einzelnen oder Familie oder am Arbeitsplatz oder zwischen Nationen und auf der internationalen Ebene – ein Problem, das wir haben, ist, dass wir nicht zugeben wollen und zugeben können, hier habe ich einen Fehler gemacht, das tut mir leid, vergib mir.

Sondern dass wir das zudecken wollen, dass wir das rumdrehen wollen, dass wir sagen: Nein, du bist schuld – und das begann an diesem Tage. Gott kommt und sagt: „Was ist passiert? Was habt ihr gemacht? Adam, wo bist du?“

Was für eine dramatische Situaton. Und Gott spricht Adam an und will eine Erklärung haben: „Was ist hier passiert?“

Und statt alles auf sich zu nehmen als der, der die Verantwortung hatte, was macht er? Und dieses Spiel geht seitdem vor einer Generation zur anderen: „Nicht ich! Meine Frau ist schuld!“ Das kennen doch manche. Diese Schuldverschiebung findet seitdem statt und keiner will sie haben, keiner will die Schuld auf sich nehmen. Die Frau sagt: „Nein, nicht ich! Die Schlange!“

So wird die Schuld von diesem Tage von einem auf den anderen geschoben und keiner will sie haben. Das ist ein ganz großes Problem. Diese Selbstgerechtigkeit! Friede in der Familie geht verloren. weil man nicht die Größe hat, zu sagen: „Ich war verkehrt. Die Art und Weise wie ich gehandelt habe, wie ich gesprochen habe, was ich gemacht habe, ist nicht in Ordnung gewesen und so soll es nicht mehr sein, vergib mir“.