Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (85:00 bis Ende)

 

Wer wird gerecht gesprochen? Der, der nicht gerecht ist! Wer gerecht ist, braucht nicht gerecht gesprochen zu werden. Christus wurde gerecht gesprochen im Geist. Als er im Geist war, wurde er gerechtfertigt – gerecht gesprochen. Also, Gott hat über ihn das Urteil gesprochen: „Er ist ohne Schuld“. Er war ohne Schuld und er ist ohne Schuld. Und wer ohne Schuld ist, hat da unten nichts zu suchen. Und wummmms – die Kraft Gottes kam hin, und er wurde wirklich neu geschaffen. Und er ist der Erstgeborene aus den Toten.

Das heißt also, er bekam göttliches Leben dort unten. Das ist dasselbe wie 1 Mose 3 – der Sündenfall – im Rückwärtsgang. Da war der Mensch verbunden mit Gott und er wandte sich dem Teufel zu. Und er wurde umgedreht. Und hier haben wir den von Gott getrennten Menschen, Jesus, den Sohn Gottes, und er bekam Gottes Kraft in sich, und er wurde verwandelt, und er kam einfach zu neuem Leben, zu Autorität und zu Herrschaft.

Und er hat dort unten dem Teufel die Schlüssel abgenommen. Da war kein Kampf, das war keine Schlacht mehr, sondern Jesus kam zu neuem Leben. Und alle Ketten des Todes – Apg 2,24 – fielen einfach von ihm ab.

Apg 2,24
Den hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte, wie es denn nicht möglich war, dass er von ihm behalten würde.

Die Ketten konnten ihn nicht halten. Ich sehe buchstäblich den Tod, wie er ihn gerne halten möchte. Er konnte nicht! Der Tod konnte ihn nicht halten. Eph 1,20 redet von einer gewaltigen Kraft Gottes, die Gott investiert hat, um ihn aus den Toten herauszuholen.

Eph 1
19 und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.
20 Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat

Wenn da unten das Territorium unter Gottes Herrschaft gewesen wäre, wofür hat es eine große Kraft Gottes gebraucht, ihn da heraus zu holen? Die Kraft Gottes hat es gebraucht, weil das da unten das Herrschaftsgebiet der Finsternis war. Und Jesus wurde herausgeholt. Röm 6,9 sagt, der Tod herrscht hinfort nicht mehr über ihn.

Röm 6,9
und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen.

Nun, wenn Worte etwas bedeuten, dann bedeutet dieser Vers, dass einmal im Leben von Jesus der Tod über ihn geherrscht hat. Wenn du sagst, ich fahre hinfort nicht mehr nach Spanien, dann weiß ich eines: Du warst mindestens ein Mal in Spanien. Du sagst: „Nein, wieso? Wie kommst du darauf? Nie im Leben – ich würde da nie hinfahren!“

Dann sage ich: „Moment einmal, ich bin ein Liebhaber für Sprache und für exakte Worte – dann darfst du nicht sagen: Ich fahre hinfort nicht mehr nach Spanien, sondern „ich werde nie nach Spanien fahren“ – das kannst du sagen. Aber wenn du sagst, ich fahre hinfort nicht mehr nach Spanien, dann sagst du damit, du warst ein Mal dort.

Wenn Paulus sagt, der Tod herrscht hinfort nicht mehr über Christus – dann sagt mir damit Paulus, der auch ein großer Liebhaber von Worten und von Wahrheit und von klaren Formulierungen war, es gab einmal einen Moment, wo Jesus vom Tod beherrscht wurde.

Wir müssen einfach den Mut haben, Worte in ihrer Bedeutung zu akzeptieren. Wenn wir großherzig darüber hinweggehen und sagen, nein, das heißt alles etwas ganz anderes, dann können wir auch fairerweise eigentlich nur sagen, wir klappen unsere Bibel zu und gehen nach Hause – über Theologie brauchen wir uns dann nicht mehr zu unterhalten. Wenn diese Worte, die wir da lesen, sowieso alle von uns umgebogen werden können in jede beliebige Richtung – und ein normales Wort dann nicht mehr das bedeutet, was es normalerweise bedeutet – dann kann man sich über Lehre nicht mehr unterhalten. Darüber muss man sich im Klaren sein.

Der Tod herrscht nicht mehr über ihn, das heißt: Er herrschte einmal über ihn, aber das ist vorbei. Er kam heraus, kam zu Leben, kam zu Herrschaft, kam zu Sieg.

(Ende.)

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (80:00 bis 85:00)

 

Und nicht als Siegreicher, sondern als einer, der abhängig war. Als ein Gefangener der Finsternis! Denkt an Jona – er war gefangen, es war dunkel, es war Isolation. Dorthin ging Jesus. Und er hat dort die Schmerzen des Todes für uns erlitten.

Und weil er dort illegalerweise war – zu Unrecht – nämlich: Er hatte nicht beide Qualifikationen. Er hatte nicht selbst in Sünde eingewilligt, er hatte nur unsere Sünde. So, das Resultat war da, aber nicht die eigene Verantwortung, die eigene Billigung von Sünde. Und weil Jesus dort war, und der Teufel das Recht des Todes angewandt hatte, zum allerersten Mal in einem Falle, in dem er es nicht hätte tun dürfen, deswegen konnte Gott ihn herausholen!

Das war kein Unfall, das war nicht ein Missgeschick, sondern als Jesus da unten im Totenreich war, war er genau dort gelandet, wo Gott und wo Jesus auch wollte, dass er sein würde. Das war göttliche Strategie. Und als Jesus da unten war, wurde er durch die Herrlichkeit Gottes – was ein anderes Wort ist für den Heiligen Geist – auferweckt. Nirgendwo, wenn es um diese Auferweckung Jesu aus den Toten geht, siehst du diese Formulierung „Jesus selbst einfach hat sich da raus wieder befreit“. Immer „er wurde auferweckt“. Es ist an ihm geschehen. Nicht er hat es gemacht. Warum hat er es nicht gemacht? Weil er es gar nicht konnte!

Er konnte nicht sich aus diesem Loch wieder herausholen. Sondern es kam Gott herab. Und dort ist etwas wunderbares geschehen wie das die Bibel sagt. Apg 13,28 – und es ist schade, dass wir hier schon wieder mit der Zeit zu kämpfen haben, aber das müssen wir uns unbedingt anschauen, weil das eine der kraftvollsten Aussagen ist zu diesem Ereignis. Dort redet Paulus von einer Verheißung.

Apg 13
32 Wir verkündigen euch die gute Botschaft von der zu den Vätern geschehenen Verheißung
33 dass Gott sie uns – ihren Kindern – erfüllt hat, indem er Jesus erweckte wie auch in Psalm 2 geschrieben steht: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.

Nun mal ganz langsam das irgendwie so auseinander nehmen: Hier ist von einer Verheißung die Rede, die den Vätern gegeben wurde. Was ist die Verheißung? Nun, dieses Zitat als Psalm 2: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt! Das ist die Verheißung, die den Vätern gegeben wurde.

Und Paulus sagt: Heute predigen wir eine gute Botschaft. Was ist die gute Botschaft? Dass die Verheißung nicht länger Verheißung ist, sondern dass Gott sie erfüllt hat. Die Verheißung „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“ ist erfüllt worden. Das sagt Paulus. Und wann ist sie erfüllt worden? Und da haben wir das ganze Bild dessen, was zwischen Kreuz und Ostermorgen tatsächlich geschehen ist. Diese Verheißung hat Gott erfüllt – ich bin jetzt bei Vers 33 – indem er Jesus erweckte.

Als Jesus aus den Toten herauskam, ist etwas geschehen, was die Bibel nennt: Er wurde gezeugt. Wie eine Neuschöpfung. Etwas neues ist in ihm geworden. Etwas neues hat Gott gewirkt – ein schöpferisches Wunder an seinem lieben Sohn dort unten im Totenreich. Das ist, was ich daraus lese. Und ich denke, jeder, der den Mut besitzt den Text einfach nur stehen zu lassen und zur Kenntnis zu nehmen, was gesagt ist, muss der Wahrheit einfach zustimmen – eine Verheißung ist erfüllt worden. Die Verheißung ist: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt – und sie wurde erfüllt, als Jesus auferweckt wurde.

Und das ist der Grund, ihr Lieben, warum Jesus an mehreren Stellen im Neuen Testament genannt wird: Der Erstgeborene aus den Toten.

Christus ist der Erstgeborene aus den Toten. Eine hochinteressante Formulierung! Und wenn du sagst, das ist alles schöne Theorie, dann möchte ich, dass du eine Erklärung einmal dir überlegst, was diese Formulierung bedeutet. Bevor ich diese Dinge studiert habe, ich habe gelesen: Jesus ist der Erstgeborene aus den Toten – ich habe nie verstanden, was das bedeutet.

„Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“ – ein Zeugung, eine Neuschöpfung ist geschehen. Er bekam göttliche Gerechtigkeit. Timotheus sagt: Er wurde gerechtfertigt im Geist. Er wurde gerecht gesprochen.

1Tim 3,16
Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Der offenbart worden ist im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (75:00 bis 80:00)

 

Jesus schrie auf, weil dieser Schmerz der Trennung für ihn etwas war, das konnte man nicht vorher üben im Himmel! Er war von Ewigkeit in totaler Liebe und Harmonie und Einheit und unglaublicher Liebe verbunden mit Gott und auf einmal kam diese Trennung. Und das war ein Schmerz für Jesus. Und darum schrie er auf. Gott hat ihn nicht verlassen, weil er gesagt hat irgendwie, du bist es mir nicht wert oder du bist nicht mein Sohn – sondern die Sünde trennt einen Menschen vom heiligen Gott.

Und als Jesus die Sünde genommen hat, und ich sage es zum dritten Mal, weil ich immer wieder merke, dass es Menschen gibt, die an der Stelle mich falsch verstehen wollen: Jesus hat nicht und niemals gesündigt – auch nicht am Kreuz. Aber er hat meine Sünde genommen, und er hat die Sünde der Welt genommen, und danach war er getrennt von Gott. Das ist, was die Bibel sagt. Er war getrennt von Gott.

Und als er dort am Kreuz dann starb, dann starb er mit unserer Sünde. Johannes sagte: „Er trägt die Sünden der Welt hinweg“.

Joh 1,29
Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!

Er trägt unsere Sünde hinweg. Wenn wir Jesus dann glorreich sehen wie er dann am Ostermorgen wiederaufersteht in großer Herrlichkeit und Kraft und Reinheit und Vitalität und Stärke – dann sehen wir, er ist frei von Gebrechen, frei von Schmerzen, frei von all diesen Dingen. Aber als er am Kreuz war, er war beladen mit diesen Dingen und er wurde zur Sünde und er war getrennt von Gott.

Also die Bibel redet davon, und Jesus hat es auch in Bildern so gesagt. Denkt an die Situation, wo er redet von dem Zeichen des Jona. Er sagt: Ihr werdet ein Zeichen bekommen, das Zeichen des Jona – so wie Jona für drei Tage im Bauch des Fisches war, so auch der Sohn des Menschen.

Was war der Bauch des Fisches für Jona? Ein Ort der Dunkelheit, ein Ort der Trennung, ein Ort, wo er sich nicht selbst helfen konnte. Hätte der Fisch Jona nicht ausgespuckt, Jona hätte sich nicht helfen können. Und Jesus ging freiwillig, nachdem er unsere Sünde genommen hatte, an den Ort, wo er sich nicht helfen konnte. An den Ort der Dunkelheit, an den Ort der Trennung. Jesus ging in das Totenreich, sagt die Bibel, und er ging keineswegs dort von Anfang an siegreich hinein, sondern er ging dort als ein Gefangener. Er ging dort mit unserer Sünde hin und da ist der entscheidende Punkt: Jesus hat dem die Macht des Todes genommen, der sie inne hatte. Und das ist der Teufel.

Warum hatte er die Macht des Todes? Weil jeder Mensch, der nach Adam oder eben nach dem Sündenfall gestorben war, mit zwei Dingen sich ausgezeichnet hatte: Er hatte die Sünde an sich, das Wesen der Sünde an sich – und er hatte gesündigt. Und das hat dem Teufel das Recht gegeben, den Menschen nach dessen Tode in das Reich der Finsternis und der Qual hineinzunehmen. Und in diesem unglaublichen Siegestaumel und dieser Begeisterung hat der Teufel etwas entscheidendes übersehen: Als Jesus mit unserer Sünde starb: Es war nicht die Sünde von Jesus, es war unserer Sünde.

Jesus hatte nie gesündigt. Und als Jesus in das Totenreich hineingebracht wurde, um dort, wie die Bibel das sagt, Schmerzen zu erleben. Den (also Jesus) hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte. Und „Wehen“ eigentlich ist dasselbe Wort wie auch sonst wo es anderer Stelle gebraucht wird, für „Schmerzen“. Wie es denn nicht möglich war, dass er von ihm (dem Tod nämlich) behalten würde.

Apg 2,24
Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen/Schmerzen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass Er von ihm festgehalten würde.

Die Schmerzen des Todes, die hat Jesus für uns erlitten. Wie es Hebräer sagt: Er hat für uns alle den Tod geschmeckt.

Hebr 2,9
Wir sehen aber Jesus, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jeden den Tod schmeckte.

Und der Tod der Sünde ist nicht nur physische Pein, Sünde und Krankheit und Trennung von Gott – der Tod oder die Bezahlung von Sünde ist auch die endgültige Trennung von Gott. Und an diesen Ort der totalen Isolation und Trennung von Gott, dorthin ging Jesus.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (70:00 bis 75:00)

 

Und Jesus wurde dann ans Kreuz genagelt. Ohne dass es der Teufel wusste, dass er damit erfüllte, was schon Jahrhunderte vorher – 700 Jahre oder so vorher – schon der Prophet David geredet hat als er im Psalm 22 dieses Wort brachte: „Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt“.

Ps 22,17
Denn Hunde haben mich umgeben, / und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben.

Eine Methode der Hinrichtung, die es zu der damaligen Zeit überhaupt nicht gab! Erst Jahrhunderte später haben die Römer sie mitgebracht oder erfunden. Und Jahrhunderte vorher, David redet von diesem Kreuzestod. Und von vielen, vielen anderen Dingen auch, die geschehen sind als Judas Jesus verraten hat mit dem Geld. Der Betrag des Geldes wurde vom Propheten – 22 Silberlinge – wurde vorhergesagt! Damit wir genügend Anhaltspunkte haben, und jeder der ein bisschen nachdenken will, Anhaltspunkte haben kann, dass das nicht eine normale Angelegenheit war, sondern hier etwas außerordentliches geschehen ist.

Okay, 1 Kor 2,6-8 redet von dem Kreuz als die verborgene Weisheit Gottes.

1 Kor 2
6 Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, jedoch nicht Weisheit dieses Zeitalters, auch nicht der Fürsten dieses Zeitalters, die zunichte werden,
7 sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit.
8 Keiner von den Fürsten dieses Zeitalters hat sie erkannt – denn wenn sie sie erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben

Die Weisheit, die den Fürsten, den Herrschern dieser Welt verborgen war. Was sind die Herrscher dieser Welt? Nicht Pontius und Pilatus und all die anderen – die Herrscher dieser Welt, das sind die Mächte der Finsternis, von denen Paulus in Epheser 6 redet – die Geister in der Himmelswelt, die Herren dieser Welt, die Weltbeherrscher dieser Finsternis, dämonische Strukturen unterhalb des Teufels, die diese Erde umspannend kontrollieren und regieren.

Eph 6,12
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

Über jedem Land, über jeder Nationalität, über jeder wichtigen Institution, überall diese Mächte der Finsternis, die dort eben den Plan des Teufels, den Plan der Zerstörung vorantreiben sollten. Und Gott sagt, das Kreuz war eine verborgene Weisheit. Und die Herren dieser Welt haben es nicht verstanden. Und er sagt dort: Wenn sie gewusst hätten, was das Kreuz ist, hätten sie Jesus nicht gekreuzigt. Wenn sie gewusst hätten, was das Kreuz ist, sie hätten das nicht getan. Das Kreuz war eine verborgene Weisheit, der Plan Gottes. Es war der Plan Gottes – es war nicht ein Missgeschick, es war nicht irgendwie, dass der Teufel auf einmal irgendwie ein gewendetes Schicksal bekam und auf einmal irgendwie die Dinge für ihn gut standen. Sondern während er glaubte, siegessicher voranzuschreiten und schnell das Problem erledigt zu haben, vollführte er unwissend unter göttlicher Regie den Willen Gottes aus. Jesus hatte sich in seine Hände gegeben, damit genau das geschehen würde. Wenn wir das so sehen, dann sind die Ideen von dem gescheiterten Sozialrevolutionär – das ist alles Müll! Das war kein Verlust, das war der Beginn der Wende. Das war der Beginn von Gottes großartigem Plan der Erlösung. Jesus war am Kreuz, und er war dort total unfähig noch irgendetwas für sich zu tun. Er war unfähig sich zu wehren, er war unfähig sich aus dieser Situation wieder zu befreien. Und das war genau der Ort, an dem er sein wollte.

Und als er dort war geschah etwas, was der Teufel niemals sich hätte vorstellen können, was er nie geglaubt hätte, dass Gott so weit gehen würde – Jesus selbst nahm die Sünde der Welt auf sich. Wie Johannes, der Täufer gesagt hat: Dies ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg trägt. Jesus nahm die Sünde der Welt.

2 Kor 5,21
Den, der Sünde nicht kannte, hat er (Gott) für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.

Wiederum hier dieser Austausch: Jesus wurde zur Sünde, damit wir die Gerechtigkeit sein können. Diese Gerechtigkeit, die Jesus hatte und die er war. Dieser Austausch ist am Kreuz geschehen – Gott hat Jesus zur Sünde gemacht. So wie es Luther auch bekennt und wie er es schreibt: Dass Jesus sich herabgelassen hat unter den Teufel, unter die Welt, unter die Sünde.

Heute gibt es einige Theologen – inzwischen ist der Streit irgendwie abgeflaut, man findet neue Themen, das hat sich beruhigt – aber vor etlichen Jahren ging es heiß her in deutschen Landen und man hat sehr darüber darüber diskutiert, darf man das so sagen? Ist Jesus geistlich gestorben oder nicht? Und wurde er zur Sünde oder nicht und war er dann noch der Sohn Gottes oder wie soll man das alles sehen usw.?

Aber ich sage einfach das, was das Wort sagt. Er wurde zur Sünde.

Nicht, weil er gesündigt hat – Jesus hat nicht gesündigt. Er war sündlos, aber er hat unsere Sünde auf sich genommen. Nur: Nachdem er unsere Sünde auf sich genommen hatte, war er nicht mehr der heilige, makellose, reine Sohn Gottes – und Gott musste sich wegen der Sünde abwenden. Und das ist, warum Jesus sagt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Mt 27,46
Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (65:00 bis 70:00)

 

Dann kamen sie in den Garten dort, wo Jesus war. Sie kamen mit Waffen, mit Lanzen, mit Schwertern, eine ganze Schar von Soldaten kam und sie wollten ihn gefangennehmen. Und wiederum – wir sind das manchmal so gewohnt aus unserer religiösen Brille das zu sehen – sie kommen dahin und sie wissen nicht, wer Jesus ist! Warum nicht? Weil er den Heiligenschein, den wir auf den religiösen Bildern sehen, gar nicht hatte! Wir sagen, „naja, den hätte doch mit Leichtigkeit im Dunkeln gesehen, da leuchtet er doch!“ Er hatte keinen! Und deswegen kommen sie dahin und ironischerweise – Jesus weiß, wer sie sind und warum sie gekommen sind, und er tritt ihnen entgegen und sagt: „Wen sucht ihr?“ Und er wusste, dass sie ihn suchen. Aber sie wussten nicht, dass er der war, den sie suchten.

Und sie sagten: „Jesus von Nazareth“. Und das war eine herrliche Situation. Er sprach dieses kraftvolle Wort: „Ich bin!“ – „Ich bin“ – das war immer, wie Gott sich vorgestellt hatte. Und da war so viel Saft und Kraft und Leben und Power drin in diesem Wort – „ich bin“. Die Bibel sagt, die Soldaten wichen zurück und fielen um. Sie fielen hin auf den Boden! Was für ein Geschepper, all ihre Waffen klirrten durcheinander und da lagen sie auf dem Boden. Er hat sie gar nicht angerührt, er hat nichts gemacht. Er hat nur gesagt: „Ich bin“.

Und das war doch immer seine Botschaft: Ich bin der Weg, das Leben, die Wahrheit. Ich bin der wahre Weinstock. Ich bin, ich bin das Licht der Welt. Ich bin. Das war immer seine Botschaft: „Ich bin“. Als Mose wissen wollte, „Gott, wer bist du? Du sagst, ich soll Ägypten befreien, aber wirst du auch mit mir sein? Wer bist du? Wie ist dein Name?“ – „Ich bin!“

Gott ist: „Ich bin“. Nicht: „Ich war“ oder „ich werde sein“ – „ich bin“. Jetzt, hier, gegenwärtig!

Und da war so viel Dynamik drin, dass sie alle zu Boden gingen. Und er muss sie sozusagen ermutigen, dass sie wieder zu sich kommen und sagt, versuchen wir es noch einmal – „wen sucht ihr?“ – und ich glaube, diesmal war es nicht sehr siegessicher, „wir kommen hier, wir sind kräftig ausgerüstet, egal, wer es von euch ist und wer sich wehren wird, fällt gleich auf der Stelle gefällt von unseren Schwertern um. Wir nehmen hier, was wir haben wollen“. Die Kühnheit, diese Vermessenheit war ihnen abhanden gekommen, weil sie gesehen haben, hier ist nicht ein normaler Mensch, das ist etwas anderes.

Und sie sagten noch einmal: „Jesus von Nazareth“. Sehr viel betretener, nicht mehr siegessicher. Und sie wussten, diesen Mann können sie nicht greifen. Und er gab sich freiwillig in ihre Hände und sagt: „Ich bin es. Wir können gehen, ich bin bereit mitzugehen“. Er gab sich in die Hände der Sünder.

Als ich früher noch hier oben durch die Drogen und vieles andere irgendwie nicht so klar im Kopf war – ich habe auch etwas über Jesus gehört und ich dachte, er ist der gescheiterte Sozialrevolutionär. Ach, der arme Mann. Er hat es gut gemeint, er wollte die Gesellschaft reformieren, aber leider nachher – das Establishment hat es nicht zugelassen. So ähnlich wie mit unserer Landkommune.

Jesus war kein Gescheiterter! Jesus war siegreich, und er gab sich nicht als ein Überwundener, sondern er gab sich als Herr in die Hände der Sünder und damit eben auch – und das müssen wir immer wieder sehen, so diese Komponente – in die Hände des Teufels! Wenn Gott etwas tun will, er braucht gerechte Menschen. Wenn der Teufel etwas tun will, er braucht ungerechte Menschen, die bereit sind, zu tun das Böse und das Ungerechte. Und als Jesus sich in die Hände der Sünder gab, gab er sich damit indirekt in die Hände des Teufels. Ja, der war total verblüfft! Wie kann das sein?! Der war immer unantastar und jetzt auf einmal haben ihn meine Männer?!

Und sie fingen an, alles mögliche zu tun, ihn zu schlagen, ihn anzuspucken, ihn zu verspotten, ihm wehzutun, ihn zu geisseln, alles mögliche zu tun – und der Teufel kann es gar nicht begreifen. Der wehrt sich nicht! Er wehrt sich überhaupt nicht! Kein Engel ist da, niemand hilft ihm, er ist ganz alleine! Er ist in meiner Hand!

Das war für ihn – Hoffnung kam wieder in ihm auf. Hoffnung. Ich habe eine reale Chance zum ersten Mal zu beweisen, dass der Gott, der von Ewigkeit her der Herrscher des Universums ist, dass er gelogen hat, dass er selbst sein Wort nicht halten kann. Er hat versprochen, „dieser Mensch wird kommen, mir die Macht nehmen“ – und was ist? Ich habe ihn in meiner Macht! Ich tue mit ihm, was ich will. Ich kann ihn verspotten, kann ihn als König präsentieren mit Dornenkrone und Mantel, ich kann ihn schlagen, ich kann alles machen – er wehrt sich nicht, er ist total in meiner Hand.

Hoffnung kam in ihm auf – jawoll! Er konnte es nicht verstehen, was diese Wende bewirkt hatte. Aber er sagte: Das ist ein großer Tag. Mit diesen Kampagnen, mit diesem „über die Dörfer gehen und Hände auflegen und diesem Dämonen austreiben“ – damit ist jetzt Schluss! Und er sagte den Jungs, flüsterte ihnen ins Ohr, was sie machen sollten: Diese Hände werden nie wieder auf Kranke gelegt! Die werden jetzt angenagelt und da bleiben sie! Und diese Füße laufen in kein Dorf mehr, diese Füße gehen nirgendwo mehr hin, Schluss, aus, vorbei!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (60:00 bis 65:00)

 

Und so wurden sie aufgestachelt, etwas zu unternehmen. Sie beschlossen, Jesus umzubringen. Stell dir mal vor – die, die die Liebe gepredigt haben, beschlossen, Jesus umzubringen! Da kannst du sehen, das waren alles nette Worte, und ihr Herz – wie Jesus gesagt hat – war eine Mördergrube.

Ihre Taten haben bewiesen, dass das wirklich so war wie Jesus gesagt hat. Und so gibt es auch heute viele, die predigen Liebe und predigen Frieden – und da drin ist eine Mördergrube und sie planen die schrecklichsten Dinge. Und der Teufel gebrauchte diese Menschen. Sie versuchten, Jesus umzubringen, und etwas interessantes passierte: Zum Beispiel in Nazareth, gleich ziemlich am Anfang des Dienstes von Jesus. Sie waren sehr, sehr erbost über die Botschaft von Jesus, weil Jesus zu ihnen gesagt hat: „Wenn Gott eingreifen soll im Leben und ein Wunder bringen soll, selbst wenn da genügend Probleme und Mangel da sind – dieser Mensch, der die Hilfe Gottes erleben soll, braucht bestimmte Qualitäten“. Und Jesus bringt Beispiele – zu Zeiten von Elija gab es viele, viele Leute, die in Nöten waren und vom Propheten Elisa usw. diese Beispiele. Und es war immer nur ein Mensch, der die Hilfe Gottes bekommen hat. Und das ist auch noch sogar skandalöserweise ein Ausländer gewesen.

Mit anderen Worten: Kein anderer in ganz Israel war ein Kandidat, hatte sich qualifiziert durch Hingabe und Liebe zur Wahrheit für ein Eingreifen Gottes.

Und sie haben die Botschaft von Jesus sehr wohl verstanden. Sie waren sehr, sehr erbost darüber. Statt zu sagen: „Gut, dann werden wir uns ändern“ haben sie beschlossen: „Wir werden ihn umbringen“. Wie kann er uns so die Wahrheit sagen?!

Und angetrieben von der satanischen Macht versuchten sie Jesus eine Klippe runterzustürzen. Und ich kann mir das lebhaft vorstellen – wiederum nicht sehr theologisch, aber so in meiner wild gewordenen Fantasie: Dutzende und dutzende von Menschen und da ist der Abhang und sie drängen Jesus immer mehr, immer mehr. Und der Teufel sagt: „Ja, richtig so. Noch einen Meter, noch einen Meter, noch einen Schritt, jawoll, jetzt gebt ihr ihm den letzten Tritt und dann haben wir es geschafft!“ Und Jesus war an der Klippe und sie setzten an. Und der Teufel sagt: „Ja, ja, ja, weiter, weiter, weiter!“ Und Jesus dreht sich um – und er geht einfach durch diese Masse hindurch. Niemand rührt ihn auch nur an.

Warum? Weil irgendwie eine Macht über ihm war, irgendwie war ein Schutz da, vielleicht eine ganze Eskorte von Engeln um ihn herum. Ich kann mir vorstellen wie sie ihren Chef begleitet haben. Und sie schritten majestätisch, und da standen die bösen Geister – „hähä!“ – und sie gingen und haben Jesus den Weg frei gemacht. Niemand getraute sich ihn anzufassen.

Lukas 4
28 Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn, als sie dies hörten.
29 Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen.
30 Er aber ging mitten durch sie hindurch und zog weiter.

Er war unter göttlicher Immunität. Und so war es manche Male. Sie versuchten ihn umzubringen und nichts gelang. Nichts gelang von dem, was sie taten. Und es wurde immer ärger. Es wurde immer ärger.

So, Jesus war unter göttlicher Immunität, weil da keine Sünde war. Jesus sagt einmal: „Es kommt der Fürst dieser Welt, er findet nichts in mir. Er findet nichts in mir“.

Joh 14,30
Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt; und in mir hat er gar nichts

Und dann kommt diese Situation, wo Jesus seine Jünger vorbereitet und sagt: „Ich werde in die Hände der Leiter übergeben werden, und ich muss viel leiden“. Und sie verstanden nicht, wovon er redet. „Wieso leiden? Was heisst hier „leiden“? Wir waren bisher immer siegreich. Wenn wir immer hinter dir hergegangen sind, irgendwie ist nie etwas fehlgeschlagen, es ging immer gut. Du hast jede Situation gelöst. Wenn sie dir knifflige Fragen gestellt haben, du hast immer eine gute Antwort parat gehabt – nie hat jemand uns etwas an den Karren fahren können – es ist immer gut gegangen. Wovon redest du? Du musst leiden, du musst sterben, das verstehen wir alles gar nicht, es läuft doch prächtig, wir sind 83 – wir erobern die Welt und es läuft doch sehr dynamisch alles. Wovon redest du, wir verstehen das nicht“.

Sie verstanden nicht, dass all das nichts nützen würde wenn es nicht eine wirkliche Erlösung von der Macht der Sünde und von der Macht der Finsternis gibt, die eben in der Sünde sich begründet.

Und dann kam dieser Tag, wo Jesus von seinem Abschied geredet hat. Und er sagt: „Ich gehe weg, und ihr seid jetzt traurig“. Und sie haben das alles überhaupt nicht verstanden. Und Jesus hat sich freiwillig in die Hände der Sünder gegeben, hat das sehr klar herausgestellt: „Niemand nimmt mein Leben“, hat er gesagt. „Niemand nimmt mein Leben, sondern ich habe Macht, es zu geben. Ich habe Macht es zu geben und wieder zu nehmen“.

Joh 10
17 Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich’s wieder nehme.
18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.

Und das wurde herrlich demonstriert dann als ein neuer Komplott geschmiedet wurde und Jesus sollte dann von dieser Tempelwache gefangen genommen werden und sollte vor Gericht gestellt werden.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (55:00 bis 60:00)

 

Er gibt sich so viel Mühe, in ein Leben Zerstörung zu bringen, und dann kommt Jesus, spricht ein Wort, legt einmal die Hand auf, und der ganze Spuk ist vorbei. Ich meine, das ist frustrierend, nicht wahr? Mit so viel Mühe und Eifer und Überstunden bastelt der Teufel da an Krankheiten und strickt da an allen möglichen dämonischen Dingen, und dann kommt Jesus und sagt: „Sei gesund!“ Und das war’s.

Das ist doch frustriend für einen Teufel, oder? Und das war nicht nur ein Fall, das waren hunderte, nachher tausende. Und dann wurde die Geschichte dramatisch. Jesus nahm zwölf Jünger und bildete sie aus und sagt: „Jetzt geht ihr!“ Und hat ihnen genaue Anweisungen gegeben, was sie tun sollen: Sie sollen eine Botschaft bringen, ihr könnt schon raten, welche das war: „Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen, kehrt um!“ Und sie sollten dasselbe tun wie er, auf Kranke die Hände legen und den bösen Geistern befehlen. Stell dir mal vor, was für ein Fortschritt! Vorher war es einer, jetzt waren es 13, die überall rumgingen, überall! Dreizehn Leute mit einer Botschaft, mit einem Programm!

Der Teufel wurde langsam nervös, ja? Und die Leute rannten in Scharen einfach, wo Jesus kam, wo sie hörten, dass er kommen würde, sie rannten. Es gab kein Gebäude, was groß genug war. Zu tausenden kamen sie zusammen. Und der Teufel sagt: So langsam graben die mir hier das Wasser ab!

Und es wurde noch ärger: Jesus wählte noch einmal 70, bildete sie aus, schickte sie aus mit einer Botschaft, mit einem Programm: „Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“ und „Heilt die Kranken! Weckt die Toten auf! Treibt die bösen Geister aus!“ Da waren es 83, die umhergingen und heilten und befreiten und überall demonstrierten, der Teufel hat ausgedient, ein Stärkerer ist hier. Dämonie, Krankheit, Gebundenheit, Zwänge, all das hat nicht mehr das letzte Wort – etwas stärkeres ist ins Land gekommen. Das war in aller Munde, das wurde eine Volksbewegung. Und wo immer heute oder in der Vergangenheit das selbe wieder geschehen ist, ist es auch eine Volksbewegung geworden. Und der Tag wird kommen, wenn wir herangereift sind und viele Dinge verlernt haben, die wir jetzt noch haben und vieles gelernt haben, was wir noch nicht haben – wir werden das erleben. Wir werden Apostelgeschichte erleben.

Und wir werden das sehen, was sie woanders haben. Was sie jetzt schon haben – in Argentinien. Was sie haben in manchen Ländern in Afrika. Wir werden das – gerade vor ein paar Tagen sah ich ein Video, wie Kranke geheilt wurden, Blinde sehend wurden in Äthiopien – Hallelujah. In Äthiopien! Und was war? Tausende von Leuten! Das ist nicht irgendwie eine Sache, wo dann drei religiöse Hobby-Spezialisten dann sagen: „Naja, gut, wir haben heute nichts anderes zu tun, schauen wir mal dahin, was da passiert mit den Blinden“. Wo immer das geschieht, gibt es ein Problem: Zu wenig Stühle.

Wo immer das geschieht auf dieser Erde. Diese wunderwirkende Kraft Gottes im Namen Jesu wirkt und keine Massen anzieht – das gibt es nirgendwo auf dieser Erde! Nirgendwo. Und wir müssen das ganz klar sehen ohne dass das jetzt lieblose Kritik ist – unser momentaner Zustand ist total unbiblisch, total unbiblisch! Und ohne dass wir das zunichte machen wollen, was Gott schon gegeben hat, müssen wir einen Hunger haben nach dem Echten, nach dem Vollen, nach dem Ganzen. Das ist unbedingt notwendig, sonst sterben wir bei lebendigem Leibe. Und wir schlafen ein, und man kann beim Laufen uns die Schuhsohlen besohlen, weil wir so lahm sind und keinen Drive haben, keine Power haben, nicht beten können, keine Ziele haben, keinen Eifer haben und richtig charismatisch einfach eingelullt und versackt sind.

Ja! Du kannst in Zungen sprechen und hast trotzdem keine Sehnsucht für das Reich Gottes – und du bist genauso verführt und tot wie irgendjemand anders auch.

Aber das wollen wir nicht, deswegen sitzen wir hier und deswegen lernen wir. Amen? Okay.

Gut, also das war eine sehr interessante Situation: 83 Leute, eine Botschaft, ein Programm, zig tausende von Leuten waren unterwegs. Da wurde der Teufel nervös. Da wurde er sehr nervös und hat gesagt: „Ja, jetzt kann ich mir vorstellen, wenn das so weitergeht – demnächst machen die eine Bibelschule auf, und dann trainieren sie tausend Leute, die das tun. Und die tausend Leute gehen in alle Länder und machen Tausend Bibelschulen auf, und dann trainieren sie hunderttausend Leute. Und so kann man sich ausrechnen, irgendwann in ein paar Generationen, sieht es hier für mich ganz schön brenzlig aus. Wir wüssen das unbedingt stoppen!“

Und wenn der Teufel arbeiten will auf der Erde, genau wie Gott, braucht er Menschen. Wenn Gott arbeiten will, Er brauchte gerechte Menschen, die die Wahrheit lieben und die für das Gute sich einsetzen wollen. Und wenn der Teufel arbeiten will, dann braucht er ungerechte Menschen, die die Lüge lieben, die das Böse tun wollen, und das Böse gutheißen wollen. Und er gebraucht sie. Und in diesem Falle waren es – auch in manchen anderen Situationen der späteren Zeit der Menschheit – waren es die professionellen Religiösen. Sie waren eifersüchtig. Und der Teufel konnte mit Leichtigkeit ihnen klar machen: Wenn das so weitergeht, wird in ihre langweiligen Gottesdienste bald keiner mehr kommen.