Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (10:00 bis 15:00)

 

Und dann wird es im nächsten Vers begründet, warum sind sie nicht schwer: Sie sind für den Gläubigen, der von neuem geboren ist, nicht schwer.

1 Joh 5
4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, (… das haben wir den von neuem geborenen Christen …) überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.
5 Wer aber ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Da haben wir diesen schönen Zusammenhang nochmal: Glaube an Jesus, unseren Retter, an den Sohn Gottes, bringt die neue Geburt. Und die neue Geburt bedeutet Leben aus Gott. Und das bedeutet, wir haben etwas anderes in uns als was draußen in der Welt ist. Wir haben das Leben aus Gott in uns. Und dieses Leben aus Gott ist so angelegt und so in uns hineingetan, dass wir befähigt sind, nach dem Willen Gottes zu leben.

Wenn ein Christ stöhnt, er könnte nicht den Willen Gottes tun, dann liegt das in erster Linie daran, dass er schon bevor er überhaupt irgendetwas versucht zu tun schon innerlich in seinem Herzen sich entfernt hat vom Worte Gottes. Wenn wir nicht übereinstimmen mit Gottes Wort – gegen unsere Erfahrung – haben wir im Nachhinein keine Chance mehr zu erleben, was das Wort Gottes sagt. Wenn wir – positiv ausgedrückt – erleben wollen, was das Wort Gottes sagt, dann beginnt es damit, dass wir übereinstimmen mit Gottes Wort.

Wenn Gott etwas sagt, und ich habe es noch nie so erfahren, aber ich will Gott dienen, und ich will ihm gehorsam sein, und ich will ihm vertrauen, dann bedeutet das für mich, dass ich ergreife und mich eins mache mit der Wahrheit und damit mich gegen meine Erfahrung stelle.

Und wir werden noch viele, viele Male das hören, dass es hier einen Konflikt im Leben gibt zwischen der Wahrheit des Wortes Gottes und zwischen unseren Erfahrungen. Wenn du erleben möchtest, was das Wort Gottes sagt, d.h. also deine Erfahrungen verändern willst, dann ist der Weg eindeutig so, dass du dich eins machst mit dem Wort und sagst: „Meine Erfahrungen bisher – schön und gut, aber das ist nicht das Letzte! Das ist nicht der Wille Gottes, was ich bis jetzt erfahre, das stimmt nicht überein mit seinem Plan für mein Leben, ich mache mich eins mit dem Wort, mit Seinen Gedanken, mit Seinem Plan. Ich stimme mit Ihm überein!“

So viele Leute versuchen es anders herum: Sie wollen ihre Erfahrungen als Maßstab nehmen und sie wollen das Wort Gottes herunterziehen auf den Maßstab ihrer Erfahrungen. Das sollten wir auf keinen Fall tun, weil damit schreiben wir den jetzigen Zustand fest. Und wir haben keine Möglichkeit weiter darüber hinausgehende, neue Erfahrungen zu machen.

Also wenn das Wort Gottes sagt, wir sind aus Gott geboren und alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt, dann heißt das: Dieses Leben, das stärker ist als eben der Ungehorsam gegen Gott und gegen seine Gebote und seine Normen, Maßstäbe – dieses Leben ist in mir! Und weil das in mir ist, deswegen werde ich sehen, dass es normal ist und dass total leicht ist, Gott zu gefallen. Es ist leicht und normal! Es ist nicht ein fernes Ziel in späteren Sphären des Himmels, sondern es ist normal, so wie die Bibel das beschreibt, den Willen Gottes hier auf Erden schon zu tun.

Natürlich ist das ein Wachstum hinein in diese Dinge, aber es beginnt damit, dass wir anerkennen, was Gott sagt. Und Gott erwartet nicht alles auf einmal von uns! Das ist das Schöne. Es gibt bestimmte Lernschritte, bestimmte Reihenfolgen von Bereichen, in denen Er möchte, dass wir lernen mit Ihm übereinzustimmen, dass wir lernen uns von dem alten zu verabschieden, dass wir lernen neu zu denken, dass wir lernen, das Neue zu ergreifen, zu glauben und damit auch zu sehen.

Und man kann als ein junger Christ von wenigen Tagen oder Wochen, man kann siegreich leben – wiewohl es vielleicht noch eine ganze Reihe von Bereichen gibt, die man „noch nicht unter den Füßen hat“. Aber Gott hat dir das noch gar nicht gezeigt und das ist noch gar nicht dran, dass du in diesem Bereich jetzt dir irgendwelche Gedanken machst. Sondern Gott hat einen bestimmten Bereich dir offenbart und in dem möchte Er, dass du lernst. Und wenn du das absolviert hast, dann kommst du in Klasse 2. Und dort gibt es wieder ein neues Programm und dann kannst du so aufrücken.

Und es gibt Christen, die sind 50 Jahre im Glauben, sie sind immer noch in der ersten Klasse. Sie sind sitzengeblieben – jedes Jahr sitzengeblieben! Weil sie nicht gehört haben, weil sie ihre eigenen Ideen haben, weil sie festhalten an ihrem eigenen, statt einmal das alles beseite zu legen. Man tut so als wisse man schon alles. Lasst uns doch ehrlich sein: Wir waren nie Christen vorher! Wenn wir zum Herrn kommen, das ist etwas total neues für uns, wir wissen nicht, was da auf uns zu kommt. Wir kennen dieses ganze Leben überhaupt nicht, wir kennen nicht die Gesetze, wir kennen nicht all das, was dort wirklich für Gott wichtig ist, wir wissen nichts, lasst uns doch ehrlich sein, wir sind doch keine Profis!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (5:00 bis 10:00)

 

Einen Tag sind wir dem Herrn so nah, dass wir denken, noch einen halben Meter und wir sind im Himmel – und den nächsten Tag, wir fragen uns, sind wir überhaupt Christen, sind wir überhaupt von Gott angenommen? Das liegt nicht daran, dass Gott sich geändert hat, sondern das hat mit ganz anderen Dingen zu tun. Das hat damit zu tun, dass die Seele einfach noch nicht erneuert und verändert wurde oder wie die Schrift das sagt: „Unsere Seele noch nicht von uns errettet wurde“.

1Petr 1,9
wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!

Das ist unsere Aufgabe – die Seele sollen wir erretten. Kommt mehrere Mal im Neuen Testament vor. Das bedeutet, dass die Seele in die Segnungen hineingeführen soll, die Jesus am Kreuz für uns erworben hat.

Alles ist dort für uns erworben, was notwendig ist für ein schönes, stabiles, gesundes, erfolgreiches, kraftvolles, abenteuerliches, lebendiges, fröhliches, interessantes Leben. Alles ist dort vorhanden. Alles hat er für uns erworben. Es gehört uns. Wie Jesus gesagt hat: Er überwindet den Teufel und er teilt die Beute wieder aus.

Lk 11,22
Wenn aber der, welcher stärker ist als er, über ihn kommt und ihn überwindet, so nimmt er ihm seine Waffenrüstung, auf die er sich verließ, und verteilt seine Beute.

Jes 49
24 Kann wohl einem Starken die Beute genommen werden? Und können rechtmäßig Gefangene entfliehen?
25 Ja, so spricht der HERR: Auch die Gefangenen des Starken sollen ihm genommen werden, und die Beute des Tyrannen soll entfliehen; denn nun werde ich mit dem kämpfen, der gegen dich kämpft, und ich werde deine Kinder erretten.

Das, was der Teufel uns gestohlen hat, Jesus hat es zurückgeholt und er teilt die Beute wieder aus. Die Stelle hatten wir auch einmal uns angeschaut – Lukas 11. Jesus teilt die Beute wieder aus. Das. was der Feind uns abgenommen hat, wird uns hier schon zurück erstattet. Und wir haben in Christus – auch eine solcher Stellen von „in Christus“, die beschreiben, was wir haben „in ihm“ – wir haben einen Erbteil: Wir sind in Christus zu einem Erbteil schon gekommen. Das Problem ist, dass wir nicht wissen, was unser Erbteil ist und wenn wir anfangen zu verstehen, was es ist, dann kommt der zweite Punkt: Wie fangen wir an es zu erleben?

Und genau an dieser Stelle sind wir. Der Heilige Geist möchte uns dienen und er möchte diese Schriftstellen, die wir suchen müssen und die wir entdecken sollen und die wir dann auch auf uns wirken lassen sollen, er möchte das zu einer Erfahrung werden lassen. Wir brauchen innere Offenbarung. Mit „Offenbarung“ meine ich, dass das geschriebene Wort Gottes in uns lebendig wird. Ein Aha-Erlebnis wird und seine Kraft freigeben kann, damit wir jetzt auf dieser Höhe der neuen Offenbarung tatsächlich auch leben können.

Das ist der Dienst des Heiligen Geistes. Und er kommt zu jedem einzelnen, der so klug geworden ist, dass er weiß, er braucht das und sein akademisches Wissen und seine Fähigkeiten alleine reichen nicht aus und er braucht Hilfe. Sich zu demütigen vor dem Heiligen Geist ist einer der Hauptschlüssel seinen Dienst zu empfangen.

Und er macht das Wort lebendig. Der Buchstabe tötet und der Geist macht lebendig.

2Kor 3,6
der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Deswegen brauchen wir das Wort und den Geist. Und wann immer du siehst in der Kirchengeschichte, wo man das Wort hatte ohne den Geist – es wurde sehr trocken. Manchmal so trocken, dass der Kalk von den Wänden rieselte. Und wo man nur den Geist hatte und sagte: Oh, wir haben den Heiligen Geist, Gott ist bei uns, das Wort ist nicht mehr so wichtig – was ist da passiert? Da wurde es sehr wild. Wild, zügellos, extrem, fanatisch und noch schlimmeres.

Und wenn wir gesund wachsen wollen, wir brauchen den Heiligen Geist und wir brauchen das Wort. Wir brauchen beides in einer Ausgeglichenheit in unserem Leben. Und darum sitzen wir hier zusammen und studieren die Grundlagen.

Okay, also der Heilige Geist will uns hineinführen in die Wahrheiten, die uns zu einem großen Teil nicht anders offenbart werden als eben durch das Wort und durch seinen Dienst. Du kannst in die Natur schauen und wenn du schon an den Herrn gläubig geworden bist, du schaust dir die Sterne an und du lernst etwas über das Weltall, dann kriegst du einen Eindruck von der Größe Gottes und von der Macht Gottes.

Aber du kannst nicht „Gnade“ in der Natur sehen. Du kannst nicht Gottes Güte und Freundlichkeit sehen. Oder du siehst so viele andere Dinge, die dem scheinbar widersprechen und das, was du da siehst in dieser gefallenen Welt, die eben nicht mehr die ursprüngliche Welt Gottes ist, daraus bekommst du die machtvollsten Einsichten über Gott eben nicht. Die kommen nur über das Wort zustande – nur über das Wort.

Und heute wollen wir uns also mit einer wichtigen Wahrheit beschäftigen, die ganz große Auswirkungen hat für unser persönliches, praktisches Leben. Lasst uns einmal zu 1. Joh 5 gehen – und hier ist wieder so ein Wort, was beschreibt die Grundaustattung des neutestamentlichen Gläubigen.

1 Joh 5,3
Denn dies ist die Liebe Gottes: dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.

Viele Christen lesen den ersten Teil und eh sie den zweiten richtig wahrgenommen haben, sind sie schon ganz traurig und enttäuscht und entmutigt. Aber diese beiden Dinge gehören zusammen: Zu dem Halten von Gottes Geboten gehört unbedingt die Erkenntnis dazu, dass Gottes Gebote nicht schwer sind.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (0:00 bis 5:00)

 

Okay, wir haben das letzte Mal gesprochen über einige wichtige Eigenschaften, die im Neuen Testament beschrieben werden als Eigenschaften, die jeden wirklichen Christen, jeden von neuem geborenen Christen kennzeichnen. Die also nicht irgendwie andere Bedinungen noch haben oder etwas zu tun haben mit geistlichem Wachstum, mit Reife – sondern die uns einfach mitgegeben sind, die wir haben, weil Gott uns das einfach in der neuen Geburt geschenkt hat.

Und ich habe sehr stark herausgestellt – meiner Meinung nach immer noch nicht stark genug, dass es unbedingt das Wirken des Heiligen Geistes braucht, uns diese Dinge zu erklären, lebendig zu machen, real zu machen. Wir haben also die beiden Faktoren: Wir haben das Wort Gottes, was erstmal uns die Information gibt. Und wir haben den Heiligen Geist als unseren persönlichen Lehrer, der aus dem gelesenen, geschriebenen Wort dann eine lebendige Realität machen möchte und auch machen soll und machen muss, damit wir auch diese Segnungen erleben können.

Aber der Prozess der Veränderung beginnt damit, dass wir fleissig studieren und hören, was das Wort Gottes sagt über den Status des neuen Christen. Und wenn wir uns das einmal so ganz kurz vergegenwärtigen, ist das schon eine interessante Sache: Hier kommen wir in eine ganz neue Dimension des Lebens, weil eigentlich zum allerersten Mal wir Informationen auf eine andere Art und Weise bekommen wie das normalerweise der Fall ist. Normalerweise: Wir sehen etwas, wir hören etwas, wir beobachten etwas, wir bekommen über die fünf Sinne Informationen aus der sichtbaren Welt. Die speisen wir ein und versuchen dann eben daraus unsere Schlüsse zu ziehen oder zu lernen halt und Dinge eben zu verändern, zu vermeiden, wie auch immer.

Und das Problem eben bei dem ganzen, bei diesem Verfahren ist, dass die fünf Sinne nur aus der sichtbaren Welt Informationen holen können und die sichtbare Welt ist die gefallene Welt. So, wir versuchen also wenn wir auf diese Art und Weise leben und unsere Probleme lösen wollen, wir versuchen uns am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen a la Münchhausen. Und das geht gekanntlich nicht.

Wenn wir jetzt aber über das Wort Gottes Informationen und Einsichten und Wahrheiten bekommen, die in unserer sichtbaren Umgebung nirgendwo sich wiederfinden und wir aber doch dem Herrn das abnehmen und einen Schritt des Glaubens gehen, dann auf einmal haben wir eine Quelle und wir kommen aus unserer eigenen Soße heraus und bestätigen nicht immer nur und wälzen nicht immer nur das um, was wir schon sowieso zu genüge kennen, sondern es kommt frische Kraft, frische Inspiration, neuer frischer Input in unser System hinein. Dieses geschlossene System wird geöffnet und etwas von Gott fängt an hineinzukommen in unser Leben.

Das ist eine ganz, ganz wichtige Angelegenheit. Natürlich müsste eigentlich, damit das richtig funktioniert, erst einmal geklärt werden: Ist das Wort Gottes überhaupt eine zuverlässige Quelle der Offenbarung?

Aber das hat nun einmal Lehre so an sich – man muss an irgendeinem Punkt anfangen und erst in einer späteren Lektion werden wir uns dann beschäftigen mit der Gültigkeit, der Kompetenz, der Autorität des Wortes Gottes. Und dann holen wir das, was jetzt erstmal so stillschweigend sozusagen voraussetze, das holen wir dann nach. Man hätte auch damit anfangen können – in dem Büchlein habt ihr’s auch gesehen – da fängt es an mit dem Wesen und der Wirkung des Wortes Gottes.

Okay, also Gott offenbart uns Dinge, die wir nicht gesehen haben, die wir nicht gehört haben. Wie die Schrift sagt: „Was kein Auge gesehen hat, was kein Ohr gehört hat – das hat uns Gott geschenkt und offenbart es uns“.

1 Kor 2,9-10
sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«.
Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.

Er offenbart es uns.

1 Kor 2,12
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

Das ist die wichtigste Aufgabe des Heiligen Geistes oder eine der wichtigsten Aufgaben – uns zu belehren, uns zu zeigen, was Gott uns gegeben hat. Und man kann wirklich sagen, unser Hauptproblem als junge Christen, die wir noch mit vielen Problemen, mit Aufs und Abs in unserer Seele, Gefühlsschwankungen und Beziehungsproblemen und Sünde und allen möglichen Dingen zu kämpfen haben und zu rudern haben und mal ganz oben sind und glücklich sind, aber gar nicht wissen, warum sind wir oben und dann sind wir wieder ganz unten, wissen auch nicht, warum wir unten sind und was wir tun können. Das ist typisch für einen jungen Christen, da fährt die Seele mit uns Achterbahn. Weiß jemand nicht, wovon ich spreche?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (85:00 bis Ende)

 

Und es gibt so viele andere herrliche Dinge und ich glaube, die werden wir nicht mehr hier unterbringen heute. Ihr könnt aber in dem Studienheft dann nachschauen – dort sind noch viele, viele andere Schriftstellen. Und jede einzelne Schriftstelle ist eine Predigt. Das waren nur ein paar Gedanken zu „Gott ist unser Vater“ – und da könnte man noch ein paar Stunden weiterreden.

Aber es gibt viele andere:

  • Wir haben Autorität über den Teufel.
  • Wir sind befreit vom Zwang der Sünde.
  • Wir sind zu einem Erbteil gekommen in Christus.

Zu jeder einzelnen Stelle könnte ich stundenlang euch etwas erzählen ohne dass mir das Material ausgeht – jeder einzelne dieser Verse ist stundenlang. Das ist mein Problem hier.

Gut, es lohnt einfach nicht, dass wir hier ein neues Thema beginnen. Noch einmal zurück zu 1. Kor 2,12 – der Geist aus Gott, den haben wir bekommen, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

1 Kor 2,12
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

Und Philemon 6 passt sehr gut dazu – das könnt ihr euch dazuschreiben, das steht nicht in diesem Heft hier drin. Dort wird von einem starken oder wirksamen Glauben gesprochen, der zustande kommt durch Erkenntnis all des Guten, das wir in uns haben im Hinblick auf Christus.

Philemon 6
dass die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam werde in der Erkenntnis alles Guten, das in uns im Hinblick auf Christus ist.

Starker Glaube durch Erkenntnis all des Guten in uns, das wir haben im Hinblick auf Christus.

Wir haben nichts Gutes in uns selbst, aber im Hinblick auf Christus haben wir eine Menge von Reichtümern.

Röm 7,18a
Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt

Philemon ist ein ganz kleiner Brief, den findest du da bei den Paulus-Briefen, der hat nur ein Kapitel – und deswegen „Philemon 6„: Wirksamer Glaube in der Erkenntnis all des Guten, das wir haben im Hinblick auf Christus.

Das Kreuz hat eine riesige Menge von Segnungen für uns bereitgestellt. Und jetzt beginnt die Entdeckungsreise durch das Neue Testament. Herauszufinden – nicht, was sind die Bedingungen und die Verheißungen – sondern was ist uns schon geschenkt, was gehört schon uns? Und wann immer du etwas entdeckst, wovon das Wort Gottes sagt, das beschreibt den neutestamentlichen Christen – nicht besondere Erfahrungen eines besonderen Menschen – dann sag: „Das redet von mir! Das habe ich auch!“

Deine Erfahrungen sagen: Ja, wo hast du das? Haben wir ja nie gesehen?!

Sag: Ruhe! Ihr werdet sehen!

Stell dich zu den Wahrheiten des Wortes Gottes, lass dich nicht Gefühlen irritieren. Die werden sich später schon umstellen. Die werden schon merken, dass es sinnvoll ist, sich in Übereinstimmung mit dem Wort zu bringen. Es beginnt mit den Tatsachen, wer du bist, was Christus für dich getan hat, welche Position du hast, wie du dem Vater dich nähern kannst, wie du ausgestattet bist. Das alles muss eine Realität werden oder – nicht „muss“, das ist falsch – es „darf“ eine Realität werden und der Sieg einfach beginnt an dieser Stelle.

Hallelujah. Amen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (80:00 bis 85:00)

 

Er hat den totalen Durchblick, er hat dich angenommen. Er hat dich ein für allemal angenommen. Die Kindschaft ist eine rechtliche Angelegenheit. Die Kindschaft hat nicht zu tun mit wie brav oder wie ungezogen du bist. Dazu sind doch diese Bilder da: Vater und Familie und Kinder.

Ich habe drei Kinder. Und ich kann doch nicht zum Standesamt gehen nur weil mal zu Hause irgendwas nicht geklappt hat und sage: „Also, passen sie auf, der steht zwar hier in der Liste unter „Familie Henkel“, aber in letzter Zeit – das Zimmer ist überhaupt nicht mehr aufgeräumt und ich bin damit nicht einverstanden, er hört auch nicht. Ich habe schon eine kleine Taschengeldkürzung vorgenommen, das hat alles nicht gebracht.“

Ist jetzt illusorisch, mein Sohn hat seine Sachen sehr in Ordnung – die Tochter ist das Problem.

Und dann sag ich: „Also – wissen Sie, alle meine pädagogischen Maßnahmen sind fehlgeschlagen, wir machen einfach folgendes: Streichen Sie ihn aus!“

Der wird sich wundern, vielleicht tut er das. Also, bleiben wir mal bei meinem blöden Beispiel.

Nächste Woche komme ich wieder: „Ach, es tut mir doch leid, er ist wieder so lieb geworden, und es ist mein lieber Sohn, ich habe so viel Gefallen an ihm, tragen Sie ihn wieder ein“. Wenn ich drei Mal da war – dann sagt er: „Nicht Sie schon wieder – Sie machen jetzt eine Entscheidung – entweder das ist ihr Sohn, dann bleibt es ihr Sohn, oder es ist nicht ihr Sohn, dann bleibt es so. Dieses Hin und Her machen wir nicht mehr mit!“

Und Gott hat sich entscheiden: Es gibt kein Hin und Her, aber hat „ja“ gesagt zu dir, du bist Kind Gottes. Egal, was du noch alles für schiefe Dinge da laufen hast und was nicht in Ordnung ist, du bist Kind Gottes. Und Er ist dein Vater und Er steht zu dir. Und Er sorgt sich um dich. Und Er hat – und das ist eine schwere Botschaft zu glauben – Er hat Freude an dir! Ich weiß, das ist eine härtesten Botschaften in deutschen Landen zu predigen: Gott freut sich über uns.

Wir möchten so gerne leiden. Wir möchten so gerne bezahlen für unsere Sünde und Buße tun und irgendwie bedrückt sein und irgendwie etwas wiedergutmachen und so. Mit solchen Dingen, sowas nehmen wir mit offenen Armen auf, aber „Gott ist dein Vater und Er freut sich über dich“ ist eine harte Botschaft.

Ich sage immer: Die Pastoren sollten bei dieser Botschaft irgendwie Gefahrenzulage oder Erschwerniszulage bekommen. Das ist wirklich wahr.

Gott hat Gefallen an dir! Er hat nicht Gefallen an allem, was du tust. Aber Er kann – was übrigens auch jeder Vater kann – Er kann unterscheiden zwischen „Das ist mein lieber Sohn und ich hab ihn sehr, sehr lieb“ und „über diese Dinge werden wir später reden“. Gott kann dich als Person trennen von deiner Sünde und Er bejaht dich total. Und Er hat auch Seine Ziele mit dir und sagt: „Das werde ich ihm abgewöhnen, das kommt nicht mehr in Frage“.

Aber Gott kommt nicht und sagt: „Was?! Du willst zu mir? Na, dann komm mal her, mein Bürschchen, das ist ja gerade richtig! Und hier und da und da und neulich habe ich beobachtet, dass … und das und jenes“. So ist nicht Gott! Viele haben ein Mischung aus strengem Vater und Verkehrspolizist und Staatsanwalt – so eine Mischung von Gott haben sie. Und Jesus hat gesagt: Wenn ihr mich seht, dann seht ihr den Vater.

Joh 14,9
Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?

Und oftmals ist es notwendig für uns, dass wir wieder hineingehen in die Evangelien und sehen wie freundlich Jesus war. Die einzigen Menschen, die eine Abfuhr bekommen haben, das sind professionellen Religiösen gewesen. Da hat er sehr herbe Worte gehabt. Aber alle, die kamen und gesagt haben: „Wir verdienen das nicht, erbarme dich unser“ – die hat er in Liebe angenommen.

Jesus demonstriert uns wie Gott wirklich ist. Und wir brauchen ein neues Bild. Wir brauchen ein Bild. Und Gott bejaht uns. Und Veränderung in unserem Charakter wird niemals stattfinden bevor nicht die Erfahrung der Annahme kommt, das wird nicht stattfinden. Erst kommt die Erfahrung, ich bin Kind Gottes. Die Reifungsstufen im Neuen Testament sind das Baby, das Kleinkind, der junge Mann und der Vater.

Und von dem Baby wird nur gesagt: Sie kennen den Vater.

1 Joh 2,13
Ich schreibe euch, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, weil ihr den Bösen überwunden habt. Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil ihr den Vater erkannt habt.

Und das ist das erste, was deine Aufgabe ist: Sorge dich nicht um deinen Führerschein, um deine Reifeprüfung, deine geistliche Hochschulzulassung oder irgendwie so etwas. Sorge dich darum, dass du den Vater kennenlernt. Und die Liebe des Vaters wird dich glattbügeln. Die Liebe des Vaters wird alles rausnehmen und wird dich verändern, wird dich motivieren, wird dir helfen und wird dir Glauben geben, dass du nicht mehr verzweifelt bist über die selbst, sondern siehst, Gott hat irgendwie Glauben für mich. Gott hat Glauben für mich! Wenn Er Glauben hat, Er muss es wissen – Er ist schon länger im Geschäft! Er wird es tun, Er macht das. Nicht unsere Kraft, nicht unsere Anstrengung. Das alles ist enthalten in diesem einen kleinen Punkt: Wir sind Kinder Gottes und wir haben neues Leben aus Gott in uns.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (75:00 bis 80:00)

 

Du würdest sagen: „Liebes Kindchen, hier ist die Brust – genieße und sei still!“ Du würdest ihm nicht ein Handbuch kaufen wie man die Führerscheinprüfung macht. Das kommt später! Erstmal muss er viel Liebe bekommen, die Windeln müssen gewechselt werden, muss gebadet werden, muss geschaukelt werden, gesungen werden, gesegnet werden, geliebt werden. Und das muss man jahrelang machen. Und dann kann man immer noch nicht an den Führerschein denken. Dann hat man laufen gelernt, dann hat man sprechen gelernt, dann kann man bis 20 zählen, und so geht das nach und nach weiter.

Und viele Christen sind frühreif – kaum sind sie geboren und in den Windeln, wollen sie schon an die Führerscheinprüfung denken und fragen sich, ob sie überhaupt ehetauglich sind oder dieses oder jenes. Und Gott sagt: Immer schön langsam, das kriegen wir alles auf die Reihe.

Aber wir haben einen Herrn, der führt uns! Und das geht langsam. Manche machen sich Gedanken – oh, werde ich wirklich Gott gehorsam sein können? – Nein, wirst du nicht! Du kannst nicht Gott gehorsam sein! Wenn du das noch glaubst, dass du Gott gehorsam sein kannst, hast du vom Evangelium noch nicht viel verstanden.

Darum hast du einen neuen Geist, eine neue Kraft, ein neues Leben in dir, weil du das nicht schaffst. Du kannst es dir noch so viel vornehmen, du wirst es nicht schaffen. Und wenn du es versuchst, du wirst viele Male scheitern. Und irgendwann bist du total frustriert und sagst: „Oh, Gott, ich kann dir gar nicht dienen, ich wollte …“ – und Gott sagt: „Na endlich siehst du es ein“.

Gott sagt nicht: „Was?! Du kannst mir nicht dienen?! Du kannst mir nicht gehorsam sein?! Du kannst nicht heilig leben?! Ja, was hab ich mir denn da für einen an Land gezogen?!“

Wie hat Gott Abraham gerufen? „Ich bin der allmächtige Gott, wandle vor mir und sei fromm!“

1 Mose 17,1
Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.

Er ist der allmächtige Gott. Mit anderen Worten: Du brauchst mich um heilig zu leben. Ohne mich kannst du das nicht schaffen.

Und wir versuchen so viel, das ist alles so krampfig, was wir tun. Wir versuchen mit den alten Methoden das neue Leben hervorzubringen. Und das funktioniert nicht. Die alten Methoden sind: Stress, Druck, sich-innerlich-in-Hintern-treten oder sich Vorwürfe machen, oder sich irgendwie die Haare raufen oder sonstwie verdammen und anklagen und unter Druck bringen. So kannst du das neue Leben nicht zur Entfaltung bringen. Lass es in Ruhe, störe es nicht, Finger weg. Und tu die Dinge, die Gott dir sagt und lass die Dinge, die Er dir sagt. Und du wirst sehen, das Leben kommt hervor von ganz alleine. Du musst nicht das Leben schaffen, du musst nur Bahn machen für das Leben. Das kommt von ganz alleine heraus. Du musst nur Bahn machen für das Leben.

Und die Bahn beginnt indem wir erkennen, was sagt Gott – und wir unsere Gedanken ändern. Und wir übernehmen, was Gott sagt. Und wir eine Entscheidung getroffen haben, die wir eigentlich noch gar nicht erklärt haben: Gottes Gedanken gehen vor meine Gedanken. Später werden wir dann über die Bedeutung des Wortes Gottes reden. Und warum ist es so sinnvoll, die Bibel als das Wort Gottes anzunehmen und sein Leben auf dieser Grundlage neu zu bauen und kühn und mutig – nicht frivol und überheblich, aber kühn und entschieden alle Philosophien dieser Welt beiseite zu lassen und sich zu gründen in den Wahrheiten von Gottes Wort. Da beginnt Aufstieg, da beginnt Erfolg.

Mit Schrecken stelle ich fest, dass die Zeit schon wieder dem Ende entgegen geht. Ich wollte noch so viel hier reintun. Hört einmal, was hier noch alles herrliches drin ist:

Röm 5,9
Wir sind nicht länger unter dem Zorn Gottes

Was nicht bedeutet, dass Gottes Ansichten über die Sünde sich geändert hätte. Viele Christen sind da auch verworren im Kopf. Sie denken irgendwie mysteriöserweise, man weiß nicht wie, aber glücklicherweise ist es so: Von Maleachi zu Matthäus hat Gott auf einmal irgendwie seinen Zorn verloren. Und Gott hat sich gewandelt.

Gott hat sich nie gewandelt! Aber durch Christus, durch das Blut, das wir haben, das Blut der Bedeckung, ist der Zorn Gottes nicht mehr über uns. Aber der Zorn Gottes über die Sünde ist immer noch da!

Und Gott wird nach und nach auf eine sehr liebevolle, sehr motivierende und sehr bestimmte Art und Weise sagen: „So, jetzt werden wir uns mit diesen Dingen in deinem Leben beschäftigen. Und wenn wir das durch haben, dann kommt eine weitere Lektion – wir kriegen das hin. Ich mache das.“

Das ist Evangelium!

Nach Hes 36,26
Ich tue einen neuen Geist in euch. Ich gebe meinen Geist in euch und ich werde aus euch Menschen machen, die in meinen Geboten wandeln, meine Rechte handeln und danach tun.

Gott sagt: „Ich mache das!“ Und wir kommen dann daher: „Oh, Gott, ich bin so ungehorsam, bin so ein Fiesling, ich bin so gemein, ich bin es gar nicht wert“. Gott sagt: „Sei ruhig, ich weiß das, ich wusste das vorher als ich dich genommen habe“. Wir kriegen manchmal Offenbarungen über uns selbst und wir sind schockiert und wir denken, au weia, wenn das Gott erfährt! Wenn er das mitkriegt, was wir da für eine Sorte von Mensch sind – er würde sich das alles mit der Kindschaft nochmal überlegen.

Gott hat den totalen Durchblick. Bevor du zum ersten Mal zu Ihm gebetet hast – Gott ist nicht geschockt.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (70:00 bis 75:00)

 

Er kann widerstehen auf der Grundlage einer Identität. Und wir haben oftmals keine Identität als Christen, als Kinder Gottes, und deswegen können wir nicht widerstehen. Da kommt der Teufel und klopft an die Tür und sagt: „Das war doch immer so bei uns, um diese Jahreszeit kriegtest du deine Depression wenn die Blätter fielen“. Und du sagst: „Oh, richtig, hätte ich beinahe vergessen! Ist ja Herbst, ist ja wieder dran“.

Nur aus Routine, weil du seit 20 Jahren deine Herbstdepressionen kriegst, und du hast ganz vergessen, du bist ein neuer in Christus – der Teufel klopft und bietet sie dir an. Und aus Routine, weil du sie jedes Jahr genommen hast, nimmst du sie.

Oder du warst ein Drogenabhängiger. Und auf einmal kriegst du einen totalen Appetit wieder nach Drogen, und weil du gewohnt warst, fünfzehn Jahre, immer wenn dieser Appetit nach Drogen war, sofort – ohne weiter nachzudenken und danach zu greifen und sie dir eben reinzupfeifen … Wenn du weißt, du bist frei – das ist nur ein Gefühl! Aber die Realität ist: Du bist frei. Die Realität ist: Du bist ein neuer Mensch in Christus. – „Nein, danke! Auf wiedersehen. Bei mir nicht mehr!“

Die alten Wünsche, die alten Forderungen, die alten Schuldigkeiten sind abgetan. Es ist vorbei, du bist ein neuer. Zieh deinen Personalausweis hervor – das ist das Neue Testament. Sag: „Es steht geschrieben … ist jemand in Christus, ist er eine neue Kreatur – das alte ist vorbei“.

Auf dieser Grundlage kann man der Sünde widerstehen ohne dass krampfig wird. Ohne dass man da ein Riesenopfer bringen muss und irgendwas irgendwie so aus sich herausreissen muss. Du brauchst das nicht, weil du weißt, wer du wirklich bist, weil du weißt, was passiert ist, weil du weißt, was du hast und was du nicht hast.

Und deswegen – und das tue ich auch heute noch – immer wieder kehre ich zu diesen Wahrheiten zurück und denke darüber nach und preise Gott dafür und sage: „Das ist das, was für mich zählt. Das ist die Wahrheit über meinem Leben“. Und wann immer ich in einer Situation bin, wo die Gefühle mir etwas anderes sagen – ich will mich halten an das Wort Gottes. Ich will mich halten an das, was geschrieben steht. Und so wirst du durchkommen, so wirst du heile werden, so wirst du herauskommen aus deinen Problemen, so wirst du aufsteigen.

Tag für Tag von Entscheidung zu Entscheidung immer nach dem gehen: Was sagt das Wort? Und dem Heiligen Geist Gelegenheit geben, diese Wahrheiten immer schön lebendig in dir zu halten. Und dieses Empfinden für Wahrheit trübt die Sünde ein und verdreckt sie und staubt sie ein. Es muss in dir sauber werden damit es ganz klar für uns ist, wer wir sind.

Dies würden Psychologen so sagen ohne dass sie wissen, wie tiefgründig diese Wahrheit eigentlich ist: Dein Bild von dir selbst bestimmt dein Leben.

Dein Bild von dir selbst! Denke doch nicht – oder plane doch nicht, weiterhin dich als harmloses, kleines, armes, trauriges Mauerblümchen zu sehen, aber zu hoffen, ein siegreiches Leben zu führen. Es wird nicht klappen. Ich habe noch nie einen siegreichen Menschen gesehen, der sich als unbedeutendes Würmchen sieht. Das gibt es nicht. Das ist unmöglich.

Und da ist die herrliche Botschaft der Bibel – es beginnt nicht damit, dass Gott sagt: „Hach wie schön, jetzt hast du die Entscheidung getroffen für mich. Jetzt – erstens: Haare ab, Ohrring raus!“ Also, ich rede jetzt von den Männern, ja? Oder: „Zigaretten ab ins Klo!“ Und was weiß ich – deine hochprozentigen Getränke alle den Abfluss runter oder irgendwelchen solche Dinge.

Das ist nicht wie das christliche Leben beginnt. Viele Leute machen sich den Kopf, was sie alles tun müssen. „Oh, jetzt bin ich Christ geworden“ – und sie sehen nur noch einen Wald von lauter Verbotsschildern. „Oh, jetzt darf ich nicht mehr dieses, jetzt soll ich das tun, jetzt muss ich darauf achten, jetzt muss ich auch noch meinen Zehnten geben und dies und jenes usw.“ So beginnt nicht das christliche Leben, das wird ein Fehlstart, das kann ich dir jetzt schon sagen. Es beginnt nicht damit, dass du etwas tust – es beginnt damit, dass du erkennst, was geschehen ist. Es beginnt damit, dass du hineingeführt wirst in Realitäten, es beginnt damit, dass du Gott, den Vater kennenlernst. Das ist das Allererste, was ein Baby in Christus machen muss.

Und hier redet die Bibel wirklich von einer geistlichen Entwicklung wie ein Mensch auch. Er wird geboren. Und was ist er danach? Ein Baby. Stell dir vor, ein Baby kommt zur Welt und es ist eine Woche gerade alt und zu Hause und sagt: „Oh, meine Güte, Mami, wie ist das mit der Steuererklärung? Wie macht man das eigentlich? Und kann ich nicht schon mit dem Führerschein beginnen? Werde ich das schaffen?! Diese schwierigen Fragen!!“

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (65:00 bis 70:00)

 

Wenn die Korinther geheiligt sind, du bist auch geheiligt. Wenn sie abgewaschen worden sind, wenn sie durch das Blut Christi gereinigt sind, dann du auch. Du bist gereinigt.

Du sagst: „Ich fühle das aber nicht!“ – Ja, weil du gar nicht zuhörst wenn ich sage: Du bist gereinigt. Statt das anzunehmen und zu glauben und dich darin total einzugraben in dieser Wahrheit – „du bist geheiligt, gereinigt durch das Blut Jesu“ – starrst du nur immer auf deine Sünde!

Und viele halten die Sünde fest und meinen sogar, die Sünde hätte eine demütigende Wirkung auf sie. Und sie halten die Sünde selber fest. Und die Bibel redet von ganz anderen Dingen, darüber werden wir später reden: Von dem reinen Gewissen durch das Blut Jesu.

Also – Errettung heißt: Wir sind in einer neuen Dimension. Und das bedeutet, wir haben Schutz und wir haben Freiheit. So wie wir vorher Kinder des Teufels waren. Und mancher Theologe ist ein bisschen empört darüber, aber Jesus hat gesagt: „Ihr habt den Teufel zum Vater“.

Joh 8,44
Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.

Zu den Profi-Religiösen hat er das gesagt! „Ihr habt den Teufel zum Vater!“ Nicht, weil die besonders schlimm waren, sondern weil sie einfach noch nicht in diesem drin waren, was Christus an neuer Beziehung und Grundlage eben geschaffen hatte. Jeder Mensch, auch wenn er noch so anständig versucht zu leben, der getrennt ist von Gott, hat den Teufel zum Vater.

Das mag der Humanist nicht gerne hören – er möchte auf seine Schokoladenseite hinweisen und möchte doch irgendwie ein Wertgefühl aufgrund seiner Leistungen irgendwie haben und das auch anerkannt wissen – aber die biblische Tatsache ist, dass wenn wir nicht von neuem geboren sind, dann sind wir nur von altem geboren. Und das heißt, wir haben den Teufel zum Vater.

Und Errettung bedeutet: Wir werden herausgenommen. Und der alte Anspruch des Teufels gilt nicht mehr. Aber weil wir so gewohnt sind, in diesen alten Bahnen zu denken und zu leben und zu reagieren, brauchen wir eine Weile bis das hier oben bei uns klingelt und wir verstehen, ich muss diesen alten Wünschen, diesen alten Begierden, diesen alten Dingen, die da immer wiederkommen – ich muss denen gar nicht mehr gehorchen! Aber das Widerstehen beginnt damit, dass du weißt, du hast einen Herrn. Du lebst in einem neuen Machtbereich.

Mein Bild früher war immer das eines DDR-Bürgers, der ausgebürgert wurde. Irgendwann durch irgendwelche Umstände meinetwegen kam er dann rüber und dann war er hier. Und dann stell ich mir so vor, es ist also der Vorabend zum 1. Mai. Am 1. Mai war immer „Arbeitergroßkampftag“, also Paraden waren angesagt und alles mögliche. Und er lebt jetzt im Westen und ist wenige Wochen hier. Und am Abend des 30. April klingelt’s und da ist der alte Brigadenführer oder irgendwer und sagt: Ach, Herr Müller, gut, dass ich sie treffe, ich wollte nur nochmal dran erinnern, morgen 10:30 Uhr auf dem Platz wie immer, hier sind die Fähnchen, bitte schön sozialistisch siegreich lächeln, nicht vergessen, also wir sehen uns dann in alter Frische“.

Was wird der Mann tun? Wir er sagen: „Oh Mann, um ein Haar hätte ich den Termin vergessen, Mensch, jetzt hätte ich doch beinahe glatt vergessen. Hatte ich mir schon schön einen freien Tag irgendwie ausgedacht mit meiner Familie, habe ich doch vergessen – ist doch Parade! War doch jedes Jahr. Ist doch jedes Jahr, das gehört doch zu den Pflichten eines guten sozialisitischen Staatsbürgers. Oh Mensch, gut, dass er mich erinnert hat! Das wäre ja eine Pleite gewesen wenn ich das vergessen hätte“.

So wird er – wenn er weiß, was Ausbürgerung bedeutet und dass er nicht zu Gast in der Bundesrepublik ist, sondern dass er jetzt hier Staatsbürger ist – so wird er nicht reagieren! Sondern wie wir er reagieren? „Ach, ja schön, dass ich sie mal wiedersehe. Was ich ihnen noch alles so erzählen wollte, was damals irgendwie nicht so ganz möglich war. Aber jetzt möchte ich ihnen einiges sagen. Und im übrigen – morgen, das können sie sich aus dem Kopf schlagen!“ – Sagt er: „Wieso? Sie waren doch immer da! Das erwarte ich von ihnen. Das wird Konsequenzen haben“. Und dann zieht er seinen kleinen bundesdeutschen Plastik-Personalausweis heraus und sagt: „Schauen sie mal hier – wissen sie, was das ist? Ich bin ein neuer Staatsbürger. Ich habe eine neue Regierung! Die alten Gesetze, die alten Ordnungen, die alten Pflichten sind ein für alle mal gekündigt und gelten nicht mehr. Ich wünsche einen schönen Feiertag, eine schöne Parade da draußen morgen aber ohne mich. Ich komme morgen nicht, ich komme auch nächstes Jahr nicht, ich komme nie mehr, weil ich nicht mehr kommen muss. Weil ich eine neue Identität habe. Ich bin einer neuer Mensch, ich habe einen neuen Pass, ich habe ein neues Recht, ich habe eine neue Autorität über mir, und die alte Ordnung ist für mich zusammengebrochen. So sieht’s aus, also auf Wiedersehen“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (60:00 bis 65:00)

 

Du gehörst zu Gottes Familie. Das musst du wissen, was das bedeutet. Das heißt: Gott übernimmt alle Verantwortung für dich! Wie früher so als kleines Kind. Ich weiß nicht, wie es dir ging, ich hatte nur eine Schwester, und mit der verstand ich mich nicht gut. Aber ich hatte Jungs in der Nachbarschaft, die mir Böses wollten. Und dann habe ich immer gesagt: „Du, wenn du mich nicht in Ruhe lässt, hole ich meinen großen Bruder“. Das hat gewirkt, aber nur so lange bis sie herausgefunden haben, ich hatte keinen großen Bruder.

Aber so lange sie das nicht gewusst haben, hat das prächtig geklappt. Ich konnte kühn da ihre Straße durchgehen ohne Angst zu haben, sie vermöbeln mich, weil ich ihnen gedroht habe mit meinem großen Bruder.

Und jetzt hast du endlich mal einen großen Bruder! Christus ist dein Bruder. Der große Bruder, der ältere Bruder, der dich beschützt. Er ist für dich da. Gott ist dein Vater, Christus ist dein Bruder. Er ist der Erstgeborene – Röm 8 – unter vielen Brüdern.

Röm 8,29
Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Der Erstgeborene unter vielen Brüdern! Und wenn du mit dem Teufel Ärger hast, dann kannst du sagen: „Ich hole meinen großen Bruder“. Und er weiß, was du meinst, und er ist sehr beeindruckt. Weil er weiß, dass nicht jetzt du gegen ihn versuchst anzukommen, sondern du trittst ganz bescheiden zur Seite und lässt einmal den großen Bruder zwei Schritte nach vorne machen. Und da wird selbst der böseste Teufel ein bisschen blass. Er wird blass und er kriegt Probleme.

Jak 4,7b
Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen.

„Widersteht dem Teufel“ – das heißt nicht, ihn anzuschreien. Manche jungen Christen sehe ich, die schreien den Teufel an. Das ist ja lächerlich. Er ist nicht beeindruckt von deiner Lautstärke. Oder dass du ihm irgendwelche Verwünschungen hinterher wirfst. Das sollten wir nicht tun. Lass den großen Bruder ran. Sag: „Moment einmal, das regeln wir gleich, ja? Augenblick …“ – einen Schritt zur Seite und sagst: „Jesus, übernimm du“. Und er in dir steht auf, er ist der Herr, alles ist ihm untertan. Der Teufel muss sich beugen. Der Teufel ist besiegt, Jesus ist Herr. Stell dir Jesus vor – er spricht ein Wort und sagt: „Lass ihn in Ruhe!“ Bäm. Und er rennt.

Er rennt! Du kleiner Winzling – indem du auf den großen Bruder verweist – kannst den Teufel zum Rennen bringen. Das ist die Grundlage von Freiheit. Das ist die Grundlage von „hier oben klare Gedanken haben“, Zwänge ablegen, reine Fantasie bekommen, von Alpträumen befreit werden. Die Grundlage ist, dass Christus überwunden hat und dass er für dich streitet. Er für dich! Das könnten wir in vielen, vielen Schriftstellen nachweisen. Das ganze Kapitel Römer 8 ist da eine sehr interessante Hausaufgabe, die ich euch hiermit so vorlegen möchte: Das einmal so betenderweise durchzulesen. Das ist so fantastisch, was für Wahrheiten dort drin sind.

Und dort heißt es: „Wenn er für uns ist, wer könnte gegen uns sein?“

Röm 8,31
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?

Wer kann gegen dich sein? Wenn er für uns ist?! Er ist der Herr! Er ist der Höchste, der Größte. Er ist für uns! Und das müssen wir verstehen und sehen, dass das klare Aussagen sind im Worte Gottes, die gelten jedem Christen.

Kol 1,13 redet von der Errettung: Wir sind herausgenommen aus dem Machtbereich der Finsternis und versetzt in ein neues Reich.

Kol 1,13
Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe

Wir „sind“. Nicht: „Wir werden eines Tages“. Ja, du sagst, ich weiß – im Himmel. Nein! Die Bibel redet nicht davon! Sondern sie sagt: Jetzt, hier. Wir sind schon aus dem Herrschaftsbereich der Finsternis herausgenommen und sind in einem neuen Reich. Wir sind.

Viele versuchen etwas zu erleben, was sie noch nicht ergriffen haben. Und das wird nie funktionieren. Du kannst nur erleben, was du ergriffen hast. Und darum ist es wichtig, dass wir diese Aussagen wirklich bedenken, dass wir sie in uns tief hineinbauen in unseren Geist und dass wir sie durch den Heiligen Geist, durch Anbetung, durch Danken immer wieder frisch und lebendig halten.

1 Kor 1,30
Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung

Wir sind in Christus. Wir sind versetzt, wir sind jetzt „in ihm“. Paulus sagt an einer anderen Stelle: Unser Leben ist verborgen.

Kol 3,3
denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.

Unser Leben ist verborgen – wir sind „in Christus“. Wir sind in ihm. Nicht: „wir werden sein – einige von uns haben es schon geschafft“, sondern wir! Wer ist „wir“? Wir, die Gläubigen! Paulus redet nicht von: „Ihr lieben Korinther, ich hab’s geschafft, ich bin in Christus, ihr habt noch viel vor euch, aber ich hab es schon geschafft“. Sondern er sagt: „Wir sind in Christus“.

Genauso zu den Korinthern, die viele Probleme hatten. Und ein ziemliches Durcheinander in ihren Gottesdiensten hatten. Denkt an diese Gelage, die sie da gehabt haben statt Abendmahl. Wo sie alles mögliche durcheinander irgendwie hatten.

Und Paulus sagt zu ihnen: Ihr seid geheiligt, ihr seid abgewaschen.

1Kor 6,11
Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes!

Redet er da von dem, was er gerade aktuell bei ihnen vorfindet? Nein, er redet nicht davon, er redet von ihrem Status. Er redet von dem, was sie im Hinblick auf Christus haben. Und weil sie das nicht gewusst haben und weil sie nicht wussten, wie man das umsetzt, hatten sie im sichtbaren Leben, in ihren Beziehungen in der Gemeinde, im Gemeindealltag, hatten sie wenig davon vorzuweisen.

Und trotzdem macht Paulus klar: Sie sind geheiligt. Und ich sage dir: Wenn die Korinther geheiligt waren, dann bist du auch geheiligt.

Hier wäre jetzt ein „Amen!“ angebracht gewesen, ich habe extra eine Pause gemacht. Wäre jetzt wirklich sehr gut gewesen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (55:00 bis 60:00)

 

Der Tod ist die stärkste Waffe des Teufels. Und der Tod hat sich die Zähne ausgebissen. Wie die Schrift sagt:

Apg 2,24
Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass Er von ihm festgehalten würde.

Ein ganz starkes Wort – „festhalten“.

2902. krateó: Kraft haben, kräftig sein und daher: etw. beherrschen, sich einer Sache oder Person bemächtigen; jmdn. oder etw. ergreifen (mit oder ohne Gewaltanwendung), in Besitz nehmen. jmdn. festnehmen, gefangennehmen, an d. Hand nehmen.

Das ist also richtig mit Klammern und mit aller Kraft. Man sieht förmlich die Schweißperlen auf dem Angesicht des Todes. Er wollte noch Christus zurückhalten, aber es war so eine Power in ihm, die Herrlichkeit Gottes – pow. Hast du mal dieses herrliche Bild gesehen von Albrecht Dürer von dem auferstehenden Christus, wie er da so – wow, mit Licht und Herrlichkeit irgendwie da hervorkommt und so?

Albrecht Dürer – Christus erhebt sich von den Toten (Quelle: Wikipedia)

Es gibt da herrliche Bilder, und da denkst du, wow, der hat etwas davon verstanden. Der hat etwas davon verstanden, von dieser Dynamik, die da ist. Und dieses Leben ist uns geschenkt und wir brauchen ein Verständnis dessen, was das ist. Dass das Leben den Tod verschlungen hat. Dieses Auferstehungsleben ist in dir.

Matthias Grünewald – Auferstehung (Quelle: quatember.de)

1 Joh 5,4
Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.

Alles, was aus Gott geboren ist, überwinder die Welt. Was ist „Welt“? „Welt“ ist Sünde, ist Bedrückung, ist Selbstsucht, sind verkehrte, negative Verhaltensweisen, ist alles mögliche, alles nicht heilsam, nicht gut. Verkehrte Lust. Und was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt. Warum? Nicht, weil der sich so kräftig anstrengt, sondern weil er etwas in sich hat gegen das die Welt keine Chance hat. Deswegen! Und weil er gelernt hat, dieses Leben hervorkommen zu lassen.

Und alles, was wir tun sollen, ist, durch Lehre und durch glaubendes Reagieren diesem Leben in uns Raum zu geben. Das ist in einem Satz der Schlüssel von Sieg.

Durch Lehre zur Erkenntnis kommen und von der Erkenntnis zu einem glaubensvollen Reagieren auf die göttlichen Wahrheiten. Das setzt dieses Auferstehungsleben frei. Und wenn ich von „freisetzen“ spreche, dann meine ich: Immer wenn neue Herausforderungen sind, immer wenn neue Probleme da sind, immer wenn neue Schwierigkeiten und Engpässe da sind – dieses Leben ist da, aber es ist ein Leben aus Glauben, und jedes Mal neu können wir uns entscheiden zu trauern und so zu tun als wäre kein Helfer da und den Gefühlen zu glauben – oder wir können uns entscheiden: Wir sind gläubige Gläubige – im Gegensatz zu den ungläubigen „Gläubigen“.

Wir rechnen mit dem, was das Wort Gottes sagt: Christus, der Herr, ist in mir. Auferstehungsleben ist in mir. Die Probleme haben keine Chance. Nicht, weil ich so clever bin, weil ich mich so anstrenge oder weil ich Abitur habe. Nein! Weil dieses Leben aus Gott in mir ist. Und es ist ein Leben, das den Tod verschlungen hat.

Das ist die stärkste Waffe, die der Teufel hatte. So, wenn die versagt hat – ich glaube, er hat wenig Gelüste dann noch mit den anderen zu kommen. Das macht keinen großen Sinn mehr. Wenn schon seine mächtigste Waffe versagt hat. Dieser Christus lebt in uns, sagt die Bibel. Er ist in uns.

Kol 1,27
Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Auferstehungsleben ist in dir! Da machst du deine Jacke auf – wow! Da ist es drin. „Soll ich es noch mal herauskommen lassen, Teufel? Möchstest du nochmal erleben, das, was damals unten im Totenreich – erinnerst dich – Apostelgeschichte 2? Wo der Tod nicht festhalten konnte? Apostelgeschichte 13 – wo Christus von neuem gezeugt wurde? Möchtest du das noch einmal erleben? Wie dieses Leben hervorkommt und dich demütigt?“

Apg 13,33
dass Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte; wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“

Es kehrt sich alles um! Statt vom Teufel gejagt zu werden, werden wir solche, die den Teufel verjagen. Du sagst, das ist aber mir ein bisschen zu extrem. Wie kann man so etwas sagen? Nun, die Bibel sagt: Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch!

Jak 4,7b
Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch

Und „fliehen“, du kannst es in einem Wörterbuch der deutschen Sprache nachschlagen. „Fliehen“ bedeutet: „in Erwartung von etwas Schrecklichem sich eilends fortzubewegen“.

Das heißt „fliehen“. Und die Bibel sagt nicht: Widersteht dem Teufel, und dann schlendert er von dannen – und sagt: Okay, okay, gut, ich komme morgen nochmal vorbei.

Er flieht! Er flieht! Hallelujah. Er flieht. Du kleiner Wicht, nicht weil du so drahtig und dynamisch bist, sondern weil Christus in dir ist und weil du verstanden hast wie dieses Leben hervorkommt und wie nicht du dem Teufel entgegentrittst, sondern der Christus in dir. Du kannst den Teufel zum rennen bringen. Das ist, was die Bibel sagt.

Und das ist die Grundlage von Sieg, von Autorität, dass wir verstehen, was da in uns passiert ist, was für eine Art von Leben.