Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (10:00 bis 15:00)

 

Das geschriebene Wort Gottes ist unser Maßstab. Nicht, was Menschen sagen, nicht, was Menschen lehren, nicht, was die „Gemeinde auf dem Weg“ lehrt oder was dieses oder jenes Buch dort sagt, sondern entscheidend ist: Was sagt die Schrift? Das ist das Entscheidende!

Es geht nicht um Modeströmungen und um persönliche Vorlieben oder irgendetwas, sondern darum, was die Schrift sagt. Und Gott möchte – er verlangt nicht irgendwie einen blinden, tollkühnen Glauben, „ja, okay, gut, wenn’s so sein muss, dann opfern wir unseren Verstand und jetzt machen wir einen Sprung ins Ungewisse und jetzt erklären wir einfach tollkühn, die Bibel ist jetzt unser Maßstab, auch wenn unser Verstand dabei baden geht, aber wir machen das jetzt irgendwie“.

Das erwartet Gott nicht von uns, und Gott gibt uns Hilfe, um zu erkennen und auch zu prüfen und dann wirklich zu dem Schluss zu kommen: Jawohl, es macht sehr viel Sinn, die Schrift wirklich als gültige, verbindliche Grundlage unseres Lebens zu haben. Es macht sehr viel Sinn! Und wenn wir durch diese Beschäftigung und diese Prüfung hindurchgegangen sind, dann kommen wir zu diesem Punkt, wie Jesus einfach gelebt hat mit der Schrift.

Und auch wenn ich jetzt nicht weiter darauf eingehe, ich möchte euch sehr ermutigen, dass ihr das studiert: Jesus, der selbst das Wort war, hat in allen wichtigen Abschnitten seines Lebens und besonderen Situationen und Entscheidungen, er hat immer gehandelt nach einem Maßstab: Was sagt die Schrift?

So viele Male findest du: Er tat das und das, damit die Schrift erfüllt würde. Damit erfüllt würde, was über ihn geschrieben steht. Er, der das lebendige Wort war, hat sich an das geschriebene Wort gebunden.

Und das ist unsere einzige Chance, wir sind Nachfolger Christi, wenn wir siegreich sein wollen und wenn wir standhalten wollen gegen die Mächte der Finsternis und sie überwinden wollen, es wird nicht gehen ohne eine Auslieferung und eine Hingabe an das Wort Gottes, die ich also heute hier beschreiben möchte.

Okay, um uns da ein bisschen Hilfe zu geben, am Anfang hier drei Punkte, die uns helfen können, das alles zu bedenken und zu sagen, ja, ist das wirklich sinnvoll?

Zunächst einmal gibt es dort das Selbstzeugnis der Schrift Gottes, der Heiligen Schrift.

2 Tim 3,16
Alle Schrift ist von Gott eingegeben.

Die Schrift ist von Gott eingegeben. Das sagt Gott selbst über sein Wort. Und war eingegeben durch den Heiligen Geist. Viele Male findest du Zitate, z.B. im Neuen Testament aus dem Alten Testament, und dann wird gesagt – hier ist nur ein Beispiel:

Heb 3,7
Deshalb, wie der Heilige Geist spricht: …

Es war vielleicht der Prophet Jeremia, der zitiert wird, aber der Schreiber des Hebräer-Briefes sagte nicht: „Ja, Jeremia sagte folgendes: …“, sondern „Der Heilige Geist sagte folgendes: …“

Und wenn wir das anschauen, dann sehen wir, dass die Apostel, die mit Jesus gegangen waren, eine hohe Achtung vor dem Wort hatten, eine hohe Achtung! Und sie versuchten immer herauszufinden, was sagt die Schrift? Denkt an Pfingsten. Es kam der Heilige Geist, und sie haben nicht gesagt: „Ja, das herrliche Gefühl und das Prickeln auf unserem Rücken und alle Nackenhaare stehen hoch wenn der Heilige Geist auf uns kommt“ – sie haben nicht von den Erfahrungen geredet, sondern sie haben gesagt, dies ist, was der Prophet Joel schon gesagt hat.

Apg 2,15-17
15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, denn es ist die dritte Stunde des Tages;
16 sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist (Joel 3,1-5):
17 „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott …

Sie wussten, wo ihre Erfahrung im Wort vorkam und sie wussten, wie man das Wort anzuwenden hatte, um Situationen zu erklären. Viele, viele Male findest du das, dass sie sich beziehen auf die Schrift.

Okay, übrigens ist es auch sehr sinnvoll, wenn du dir vorstellst mal einen Augenblick, du wärst Gott und du weißt, wie Menschen so veranlagt sind – es macht sehr viel Sinn, um so wenig wie möglich Verwirrung überhaupt oder Raum für Verwirrung zu geben – du würdest das Ganze, was du haben willst, schriftlich hinterlassen.

Du würdest dich nicht darauf verlassen: Naja, der eine wird’s dem anderen sagen, das wird schon irgendwie gut gehen. Du wirst sagen: Nein, nein, ich kenne die Menschen. Hier geht’s in das eine Ohr rein und aus dem anderen wieder raus und man erzählt nicht das, was man gehört hat, sondern man erzählt das, was man meint, was man gehört hat.

So viele Male lehre ich das Wort Gottes und Leute kommen nach vorne und sagen: „Du hast vorhin gesagt, das und das …“ und sie sagen genau das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe. Sie haben gar nicht zugehört, sie haben etwas total anderes verstanden. Und viele, viele Male – wir haben Überzeugungen und wir denken, wir glauben an irgendetwas, was die Bibel sagt, aber wir glauben nur, dass wir das glauben, was die Bibel sagt. Und die Bibel sagt das überhaupt nicht.

Und es ist so notwendig, dass wir genau hinschauen und dass wir lernen wirklich uns damit sehr präzise auseinander zu setzen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (80:00 bis Ende)

 

Ist auch kein Wunder – Markus 16 – Jesus hat gesagt: Diese Zeichen werden denen folgen, die glauben:

Mk 16,17
Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen/Zungen reden

Als Jesus schaut in die Zukunft, wo es die Gemeinde noch gar nicht gibt, er sieht eine Gemeinde, die in Sprachen spricht. Das ist total normal. Das ist das normale vom Neuen Testament.

Okay, die Zeit rennt wieder mal davon. Ich weiß nicht wie das kommen konnte, ich hab doch heute nur dieses kleine Thema.

Lasst mich ganz schnell, das machen wir im Galopp jetzt, ganz schnell die Schritte gehen, die wir jemandem zeigen können vom Worte Gottes – wie wir jemandem helfen können, hineinzukommen in diese Erfahrung.

1)
Das erste – die Belehrung – ist das Allererste. Der Geist wird empfangen durch Glauben.

Gal 3,2
Nur dies will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist aus Gesetzeswerken empfangen oder aus der Kunde des Glaubens?

Deswegen muss der Glaube aufgebaut werden durch das Wort Gottes. Es braucht Belehrung. Die Belehrung muss zwei Punkte erreichen: 1. Derjenige muss wissen, es ist der Segen Gottes für mich und 2. Er muss wissen, dass er empfangen soll.

Viele Christen, die nicht viel Lehre haben, sie beten um Gott und sie denken, ihr Gebet dient dazu, Gott weichzubeten. Und Er soll jetzt geben. Aber es kommt nicht auf das Geben an in dieser Situation, es kommt auf das Empfangen an.

Okay, das muss kommen. Ich bete nur für Menschen, die vor dem Beten schon wissen, wenn wir jetzt beten, sie bekommen den Heiligen Geist und sie reden in Sprachen. Alles andere macht gar keinen Sinn. Das ist kein Glaube. Ich habe so viele Leute gehabt, die irgendwie religiös sind: „Ja, wir wollen mal sehen“ oder „Vielleicht klappt’s ja“ oder „Schwester Berta hats auch bekommen“ oder irgendwie so.

Das ist keine Grundlage! Die Grundlage ist: Ich sehe es im Worte Gottes. Das ist für mich da. Und wenn wir jetzt beten, ich bekomme das auch.

Deswegen frage ich: Wenn wir jetzt beten, wirst du das bekommen – ja oder nein? „Ja, ich weiß nicht“ – dieses „ich weiß nicht“ wird nicht beantwortet durch „mal sehen, was passiert“. Dann weiß ich schon, was passiert – es passiert nichts.

Sondern durch Lehre, die Glauben hervorbringt. Das ist das erste, was geschehen soll.

2)
Dann kommt das eigentliche Bitten. Bitten kommt erst wenn der Glaube da ist. Und manche, die auch irgendwie durch bestimmte Traditionen geprägt sind, brauchen wirklich ein sehr intensives Bibelstudium und das soll man ihnen auch dann gönnen. Es bringt nichts – auf das Handauflegen kommt es nicht an! Da kann man nicht viel verkehrt machen. Das ist nicht das entscheidende. Das entscheidende ist, dass derjenige weiß, wie wird der Heilige Geist mir gegeben und vorallendingen wie soll ich darauf reagieren.

Wir bitten im Glauben. Lk 11,9-13 – das Gebet des Glaubens.

Lk 11,9,13
9 Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!
10 Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.
11 Wen von euch, der Vater ist, wird der Sohn um einen Fisch bitten – und wird er ihm statt des Fisches etwa eine Schlange geben?
12 Oder auch, wenn er um ein Ei bäte – er wird ihm doch nicht einen Skorpion geben?
13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Wir bitten und wir gehen davon aus, dass wir bekommen. Okay, Gebet des Glaubens wird abgeschlossen …

3)
… mit Danken. Man dankt dafür! Man dankt, dass Gott sein Wort gehört hat und dass wir bekommen haben ohne Rücksicht darauf, ob wir irgendwelche Beweise jetzt in uns haben, etwas fühlen, heilige Schauer oder irgendetwas anderes. Gott hat sein Wort gehalten, Jesus hat gesagt am Schluss von Lukas 11,13: „wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!“

Jesus hat gesagt: Der Vater gibt denen, die ihn bitten.

Ich meine, klarer kann man es doch nicht sagen! Jesus hat es versprochen.

Und ich sage manchmal: Wenn jetzt der Vater nicht gibt, obwohl Jesus versprochen hat, der Vater würde geben, weißt du was? Dann klappen wir die Bibel zu und dann vergessen wir das ganze, gehen einen saufen und das war’s dann. Das war’s dann.

Wenn Gott sich nicht an sein Wort hält, dann können wir es gleich sein lassen. Dann was soll die Grundlage unseres Vertrauens sein zu Ihm?

Das ist ein bisschen provokativ, aber hat einen tieferen Sinn.

Okay, dann vierter Punkt.

4)
Glaube ohne Werke ist tot, sagt Jakobus uns.

Jak 2,26b
so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Es müssen Taten folgen, die mit unserem Glauben korrespondieren, die auf der Ebene unseres Glaubens sind und das ist in diesem Falle eben der zweite Schritt des Glaubens: Dass wir ins Sprachen sprechen. Das Grundmuster – Apg 2,4 – sie wurden alle erfüllt mit Heiligem Geist und fingen an in anderen Sprachen zu reden wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Apg 2,4
Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Da haben wir den Fahrplan, was auch wir zu tun haben. Wenn wir das Wesen des Heiligen Geistes kennen, dass er unseren Willen total respektiert, dass er nichts gegen unseren Willen tun will und tun kann, dann ist es völlig klar: Wir sind diejenigen, die in Sprachen sprechen, das sagt das auch das Wort Gottes eindeutig. Ja, nirgendwo steht, dass der Heilige Geist in Sprachen spricht. Wir sprechen in Sprachen.

Und wir haben zu Wollen. Niemand wird in Sprachen sprechen, der nicht in Sprachen sprechen will. Das ist unmöglich.

Wenn du sagst: Ich will nicht, aber etwas zwingt mich, in Sprachen zu sprechen – ich würde sagen: Komm mal in die Seelsorge, lass mich das mal hören – wir werden es austreiben. Das ist nicht der Heilige Geist!

Der Heilige Geist überfährt uns nicht und er zwingt uns nicht und es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir initiieren das Sprachenreden oder er.

Und die biblische Reihenfolge hier ist: *Sie* fingen an. Nachdem sie erfüllt wurden.

Das ist, was ich dann sage: Wir haben gebetet im Glauben um den Heiligen Geist – hast du bekommen? Jawoll, hast du schon gedankt? Artig, jawoll! Alles klar. Dann bist du jetzt dran! Du hast jetzt in Sprachen zu sprechen.

Dann kommt die berühmte Frage: Ja, aber wie soll ich das tun?

Ganz einfach – überlass dich diesem Heiligen Geist, öffne dich für ihn, fließe mit ihm, es kommt nicht aus deinem Verstand. Dein Verstand kann die Frage bedenken, ja, fange ich mit „ohh“ an oder mit „ihh“ oder mit „p“ oder mit irgendetwas? Es kommt nicht aus deinem Verstand! Aber eines weiss ich, wenn du dich ihm überlässt im Vertrauen – du fällst hinein in diese Sprache und du kannst gar nicht herausfallen. Es ist ein „sich überlassen“, das ist ein Schritt des Vertrauens. Gott hat gesagt: Der Heilige Geist ist bei uns und er wird uns leiten und jetzt übergeben wir uns ihm und Glaube ist immer – wenn Gott nicht mitmacht, dann wird’s eine Pleite.

Und so ist es auch mit dem Sprachenreden. Es ist ein Akt des Glaubens, der Hingabe, wo wir uns Ihm anvertrauen und wo wir dann sehen, wenn wir uns an dieses biblische Muster halten – „sie wurden erfüllt mit Heiligem Geist und sie fingen an in anderen Sprachen zu reden wie der Geist gab auszusprechen“ – dass es wirklich auch funktioniert.

Wir fangen an in neuen Sprachen zu sprechen. Du redest so lange nicht in neuen Sprachen wie du noch in deiner Muttersprache redest. Manche Leute sagen dann: „Hallelujah, Hallelujah, Glory, Glory, Glory“ – oder so etwas. Ich sage: Solange du so weiterredest – ist nicht schlecht, Hallelujah zu sagen – aber wenn du jetzt in Sprachen reden willst, dann musst du aufhören, Hallelujah und Glory zu sagen.

Du kannst nicht in deinem verständlichen Sinn sprechen und in Sprachen denken. Weil unser Mund ist so gebaut, man kann nur eine Sprache zu einer Zeit sprechen. Du kannst nur entweder in verständlicher Sprache, Muttersprache sprechen oder in Zungen. Eins von beiden geht nur. Und viele halten sich so krampfhaft an der Muttersprache fest, weil sie Angst haben vor dem Moment was passiert wenn sie loslassen.

Das kann ich auch gut verstehen, aber wir sollten wirklich uns da Mut machen vom Worte Gottes und hineinspringen und mit dem Heiligen Geist dann hineinkommen und sehen dann, es ist eine herrliche Sprache, die voll ausgebildet ist, die muss man nicht üben. Manche haben so diese „Drei-Silben-Theorie“, ja, sei treu, in den nächsten 20 Jahren gibt Gott dir mehr oder irgendwie so etwas. Das ist alles Unsinn. Du hast eine komplette Sprache, eine komplette Sprache, die einen eigenen Satzbau, einen Rhythmus, eine Melodie hat, die sehr schön ist, die kreativ ist, die Spaß macht. Paulus sagt: Wer in Sprachen betet, erbaut sich selbst.

1Kor 14,4
Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst

Judas 20
Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist

Ich nehme an, dass wir nur noch wenige Sekunden Zeit haben und dann schließen wir einfach hier und ihr könnt dann anhand dieses Studienheftes, wo viele, viele Schriftstellen drin sind, die ich jetzt nicht bringen konnte aufgrund von Zeitmangel, noch nachschauen und dann macht euch darauf gefasst: Der Herr will euch gebrauchen, andere in diese Erfahrung hineinzuführen. Bringt die Neubekehrten nicht zum Pastor und sagt, hier, bete, dass er jetzt erfüllt wird mit dem Heiligen Geist. Das ist deine Aufgabe, deswegen hast du dieses Teaching bekommen. Amen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (75:00 bis 80:00)

 

1 Kor 14 – Paulus sagt dort den Korinthern, von denen manche glauben, dass ihr Problem wäre, die hätten zu viel in Sprachen gesprochen. Das war nicht ihr Problem. Sie wussten nicht über die saubere Ausführung der Geistesgaben im Gottesdienst, aber dass sie zuviel in Sprachen gesprochen haben, davon hat Paulus nie etwas gesagt. Er übetrifft sie ja noch indem er sagt: Ich bete ja viel mehr in Sprachen als ihr.

Und er sagt dort : „Ich will“ oder „Ich möchte“ – so sagt es die Elberfelder Übersetzung, aber eigentlich vom Griechischen ist es noch stärker – „ich will, dass ihr alle in Sprachen sprecht“.

1Kor 14,5a
Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet

Ich will, dass ihr das alle tut! Die ganze Gemeinde!

Dann hat er nicht gesagt in Klammern: Für die, denen Gott diese Gabe gegeben hat. Sondern: Ich will, dass ihr alle in Sprachen sprecht.

An der Stelle muss man sehr aufpassen, dass man eben nicht nur eine Bibel hat und zumal wenn’s eine Luther ist, da kommt’s dann völlig verkehrt raus, weil die Übersetzer eben dann da zucken und ihre Theologie dann da einfließen lassen und dort heißt es dann: „Ich wollte, ihr könntet alle in Sprachen sprechen“.

Das ist grammatikalisch ein sogenannter „irrealer Konjunktiv“. Ich wollte, ihr könntet. Damit sagt der, der diese Aussage macht, schon, dass er weiß, dass es natürlich nicht geht. Das ist genau das Gegenteil von dem, was da steht!

Also, ich möchte dich ermutigen, behalte deine Luther, die manchmal sehr knackig ist und sehr auf den Punkt, aber schaff dir ne Elberfelder an, die die genauste deutsche Bibelübersetzung ist, die dicht dran ist am Griechischen und in Zweifelsfällen schau auch dann da hinein.

Ich will / Ich möchte, dass ihr alle in Sprachen sprecht!

Paulus gibt auch eine Definition, er sagt: „In Sprachen beten“ ist „im Geist beten“.

1 Kor 14,14
Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist

Das ist eine gewaltige Aussage, die mir erst viele Jahre später nachdem ich diese Erfahrung schon hatte, deutlich wurde. Ich war Christ geworden auf sehr dramatische Art und Weise, aber kam dann unter der Führung des Herrn in eine Gemeinde, wo diese Gemeinde überhaupt nicht bekannt waren und nicht gelehrt waren und dann merkte ich wie irgendwie die Dynamik nachließ und wie mein Gebetsleben mich gelangweilt hat und wie ich mich nach mehr geseht habe. Und dann hörte man so – das waren die damaligen Zeiten, musst du dir mal vorstellen, so hinter vorgehaltener Hand wurde dann getuschelt: Dieser oder jener, der rede angeblich in Sprachen.

Das waren so ganz seltene Insider-Geheimnisse, die man so irgendwo mal aufpicken konnte oder so. Ja, natürlich, davon war im Gottesdienst nie was zu sehen oder zu hören oder so, ja, es war alles so ganz hinter vorgehaltener Hand. Und dann hat man sich mal an die rangepirscht und die wollten auch nichts so richtig sagen und so, also es war total irgendwie unterm Teppich alles.

Und jedenfalls durch besondere Umstände, die ich jetzt nicht hier erzählen will dann ein halbes Jahr nach meiner Bekehrung, dann hat der Herr mich erfüllt mit dem Heiligen Geist. Aber dann hab ich gemerkt: Es ist eine Sache, ob du mit dem Heiligen Geist erfüllt bist und in Sprachen redest oder ob du ein biblisches Verständnis hast und weißt, was da passiert und weißt, warum du das tust und was das eigentlich bedeutet.

Alles, was wir tun, sollen wir Glauben tun.

Röm 14,23b
Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde.

Und ungefähr dann nochmal 6 Jahre später gab Gott mir richtig eine Offenbarung – 1 Kor 14,14 – wenn ich in Sprachen bete, dann betet mein Geist.

Das ist mein neugeborener Geist! Das Wesentliche, was Gott mir gegeben hat, womit ich mit Ihm in Verbindung kommen kann, das in mir wird inspiriert vom Heiligen Geist und das betet in mir und durch mich. Und es ist ein Durchbruch wenn jemand in Sprachen betet, weil aus dem übernatürlichen Bereich zum ersten Mal etwas in das Sichtbare hinein anfängt zu fließen von himmlischem Material – wenn du so willst.

Wenn wir wirklich verstehen, was Sprachenreden ist, wir würden eine Ehrfurcht haben, wir würden eine neue Liebe dazu haben, wir würden einen Respekt haben, eine Begeisterung, eine Hochachtung, eine Wertschätzung haben. Und wir würden erleben, dass wirklich das sehr, sehr aufbauend ist. Wenn wir gelernt haben, so in Sprachen zu beten wie Paulus das sagt, nämlich dass während des Sprachenredens auch unser Verstand zur Ruhe gekommen ist.

1 Kor 14,14
Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer.

Das ist der entscheidende Punkt, hierauf kann ich jetzt nicht weiter eingehen. Das findest du dann wieder in dem Seminar: „Praxis Geistesgaben“ oder so ähnlich. Da gehe ich dann auf diese Sachen dann ein, kann man auch hier an dieser Adresse erhalten.

Okay, noch schnell ein paar Hinweise.

Eph 6,18 – Paulus sagt der ganzen Gemeinde: „Betet im Geist!“

Eph 6,18a
Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist

Die ganze Gemeinde wird aufgefordert im Geist, das heißt also in Sprachen zu beten. Also, da sind nicht nur die Korinther, die das sollen und die das können, das sind auch die Epheser. Wiederum sagt er nicht in Klammern: Ja, das gilt nur für die, denen Gott diese Gabe gegeben hat, das war für die ganze Gemeinde.

Die erste Gemeinde war eine „Heilig-Geist“-erfüllte in Sprachen sprechende Gemeinde!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (70:00 bis 75:00)

 

Hör mal, wie es dann weitergeht:

Apg 11,1-3a
1 Die Apostel aber und die Brüder, die in Judäa waren, hörten, dass auch die Nationen das Wort Gottes angenommen hatten.
2 Und als Petrus nach Jerusalem hinaufkam, stritten die aus der Beschneidung mit ihm
3a und sagten: Du bist bei unbeschnittenen Männern eingekehrt

Also mit anderen Worten: Sie halten ihm das Gesetz vor und sagen, das darfst du doch nicht, das ist doch nicht richtig, warum hast du das gemacht? Du bist doch ein Apostel?!

Und jetzt war Petrus fein raus.

Apg 11,4
Petrus aber fing an und setzte es ihnen der Reihe nach auseinander

Die ganze Initiative kam ja nicht von ihm, er hat ja nicht gesagt, oh, ich werde mal zu den Heiden gehen, sondern Gott hat durch den Engel bei Kornelius und dann durch die Vision bei ihm und indem der Heilige Geist gesprochen hat, das alles selbst initiiert. Und er erzählt dann die Vision, die er gehabt hat und was Gott gesagt hat, dass er die nicht unrein nennen soll. Und dass der Heilige Geist zu ihm gesprochen hat, das sind alles seine Argumente, auf die er sich jetzt verlassen kann. Und dann sagt er:

Apg 11,15-17
15 Während ich aber zu reden begann, fiel der Heilige Geist auf sie, so wie auch auf uns im Anfang.
16 Ich gedachte aber an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet mit2 Heiligem Geist getauft werden.
17 Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe gegeben hat wie auch uns, die wir an den Herrn Jesus Christus geglaubt haben, wer war ich, dass ich hätte Gott wehren können?

Das ist seine Argumentation. Er sagt, das hat Gott getan und Gott hat sie zur Bekehrung gebracht, Gott hat sie erfüllt mit dem Heiligen Geist und wenn es unsere Brüder und Schwestern sind, dann müssen sie getauft werden – ganz eindeutig!

Vers 18 – noch ein amüsanter Schluss.

Apg 11,18a
Als sie aber dies gehört hatten, beruhigten sie sich.

Beruhigen kann sich nur der, der zuvor nicht ruhig ist. Ich kann hier nicht eine Stunde sitzen und keinen Mucks von mir geben und dann sagst du: Ah, na, eine Stunde, jetzt langsam beruhigt er sich.

Nein! Beruhigen kann sich nur einer, der ein bisschen echauffiert ist und offensichtlich will das sehr dezent hier der Heilige Geist mit einem gewissen Schmunzeln andeuten, dass die Apostel da schon so ihre Turbolenzen gehabt haben.

Okay, worauf es ankommt, ist, dass für Petrus der Erweis des Sprachenredens dieser neuen Gläubigen genug war um zu sagen: Jawohl, die haben dieselbe Erfahrung gemacht wie wir. Die haben den Heiligen Geist bekommen genau wie auch wir.

Und somit komme ich also zu der – denke ich nicht sehr kühnen Schlussfolgerung, dass was der Zauberer Simon gesehen hat in Apg 8 – wenn der Heilige Geist gegeben wurde, war das Reden in neuen Sprachen.

Apg 8,18a
Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde

Übrigens: Hier kann uns die Kirchengeschichte noch einen kleinen Hinweis geben, was aber kein biblisches Argument wäre – man hat also, die Kirchenväter haben bestätigt, in Samarien hat man in Zungen geredet. Dann ist da noch der Fall von Saulus, Paulus wie er sich bekehrt hat – auch er erlebt die Taufe in den Heiligen Geist und es wird doch nicht ausdrücklich beschrieben, dass er in Sprachen gebetet hat zu der Situation, aber dann später hat er doch klar dazu Stellung genommen und hat gesagt, er redet in Sprachen, sogar mehr als die Korinther.

1 Kor 14,18
Ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle.

Und wir wissen, dass er mit Sicherheit nicht vor seiner Geistestaufe in Sprachen geredet hat, also danach ist es dann irgendwie gewesen.

Und wir haben eine ganze Reihe von eindeutigen Schriftstellen, die neben dem, was jetzt schon sehr – denke ich – schlüssig irgendwie an Material da vorliegt, die uns eben sagen: Sprachenreden ist nicht eine besondere Gabe, die Gott einigen wenigen so gibt im Sinne von Geistesgaben, die Er souverän austeilt wie Er möchte, sondern es ist einfach die Grundausstattung jedes Christen, die Gott für uns vorgesehen hat. Ich meine wenn schon Jesus sagt: Ihr werdet Kraft empfangen wenn der Heilige Geist auf uns kommt – und dann kommt er auf sie und sie fangen an in Sprachen zu sprechen – dann ist es schon von daher schwer vorzustellen, dass hinterher dann auf einmal es heißt: Ja, aber das ist nur für einige wenige.

Ja, und ich?! Brauche ich keine Kraft? Jawohl! Wir brauchen Kraft!

Und die Kraft kommt zustande durch eine Beziehung, durch ein Leben im Heiligen Geist, das ausgedrückt wird am Anfang durch diese Erfahrung des Sprachenredens.

Es gibt einige weitere Schriftstellen, die uns zeigen, dass das wirklich nicht etwas war für einige und wieder für andere nicht.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (5:00 bis 10:00)

 

Eins der vielen Titel, die Jesus hat – oder Namen, die er trägt – ist eben „das Wort“. Er ist das Wort.

Joh 1,1
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Und in Offenbarung sehen wir Jesus und sein Name ist das Wort Gottes.

Off 19,13
und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes.

Das Wort Gottes!

Und viele Christen sind sich dessen nicht so richtig bewusst: Wenn sie Jesus angenommen haben, dann in einer Weise haben sie auch eine Entscheidung getroffen, dass sie nicht mehr in allen Bereichen des Lebens irgendwie sich alle möglichen eigenen Freiheiten gedanklicher Art herausnehmen wollen, sondern sie haben mit der Annahme von Jesus eine Entscheidung getroffen, dass auch in den Bereichen, die Gott vorgibt, wir uns auch verpflichten wollen, mit Ihm übereinzustimmen, mit Seinen Gedanken übereinzustimmen.

Das ist nicht in allen Bereichen so. Ich sehe, ihr habt hier viele verschiedene Farben in euren Blusen und T-Shirts und Jackets und das ist in Ordnung so und das ist gut so – Gott gibt dir nicht vor und sagt: Ab jetzt alle Einheit – marineblau.

Aber es gibt andere Bereiche, wo Gott Gedanken hat und wo Er sagt: Das ist meine Norm und wenn ihr glücklich leben wollt, dann tut mir einen Gefallen und übernehmt meine Gedanken, denn außerhalb dieser Gedanken und dieser Norm gibt es keinen Frieden. Z.B. die zehn Gebote. Du kannst nicht sagen, was geht mich das an, ich bin frei, ich bin durch Christus freigemacht, und das interessiert mich alles nicht.

Gal 5,1a
Zur Freiheit hat uns Christus befreit!

Nein! Gott hat bestimmte Normen und wir sind gut beraten, die zu übernehmen. Und je mehr wir das tun, je konsequenter wir sind, um so mehr werden wir den Frieden Gottes erleben und wird die Kraft des Heiligen Geistes in unserer Seele sich entfalten.

Wo das Wort ist, wirkt auch der Heilige Geist. Oder der Heilige Geist braucht das Wort. Und deswegen muss das Wort hinein in unser Leben. Und das möchte ich euch ein bisschen beschreiben, wie das aussieht.

Und zwar meine ich jetzt nicht nur das persönlich erlebte Wort, da sollen wir natürlich auch hinkommen, aber es beginnt damit, dass wir etwas wichtiges entdecken oder beschließen, dass Gott in seiner großen Weisheit uns Sein Wort *schriftlich* hinterlassen hat.

Gott hat uns sein geschriebenes Wort gegeben.

Und ich weiß nicht, wie dir das geht. Als ich ein junger Christ war, ich habe eine sehr dramatische Bekehrung erlebt aus der Finsternis zum Licht, und Jesus war da und hat gesprochen zu mir und hat mir Dinge gezeigt, das war wirklich sehr, sehr dramatisch, was ich dort erlebt habe und ich spürte auch in den folgenden Tagen wirklich wie Jesus mich gewarnt hat, mich beraten hat, mir geholfen hat – er war da. Und dann kam ich in eine Gemeinde und dann sah ich Christen über der Bibel ganz eifrig und sie freuten sich über Bibelverse und ich habe sie so verachtet. Ich dachte, Mensch, ich habe den lebendigen Gott erlebt und sie hängen sich da an ein Buch, ja? Wer weiß, wie viele Leute daran rumübersetzt haben und geschrieben haben und wie oft das irgendwie wieder umgeschichtet wurde und wie viele Konzile darüber beraten haben, ob das nun reinkommt oder nicht – also wer weiß, ob das überhaupt noch verlässlich ist. Da mögen vielleicht gute Gedanken drin sein, aber wofür brauche ich das überhaupt? Ich habe den lebendigen Jesus erlebt, der ist da, der geht mit mir, der redet zu mir, der zeigt mir Dinge und mit der Bibel, ich weiß nicht.

Das war mein Anfang wie ich also als Christ versucht habe zu leben. Und dann dieser wunderbare Jesus, der gekommen war, der mein Retter war, mein Befreier war von diesen furchtbaren Mächten der Finsternis, kam wieder zu mir und er redete und er sagte zu mir ungefähr dem Sinn nach folgendes: „Dieses Buch ist mein Buch und wenn du nicht anfängst, dieses Buch zu lesen, werde ich nicht mehr mit dir reden“.

Ja. Das hat Jesus gesagt am Anfang. Und von diesem Tage an und das ist jetzt fast 21 Jahre her, ich habe nie eine Sekunde Probleme gehabt und intellektuelle Zweifel, „ja, kann man das so sagen – kann man das wirklich so übernehmen, ist wirklich die Bibel Gottes Wort – ich meine durch die Zeiten und die Kulturen haben sich doch verändert und die Umstände sind doch heute ganz anders und die Leute denken doch ganz anders und verdienen doch ganz anders und alles ist doch irgendwie ganz anders, kann man das denn sagen, so ein altes Buch, dass das heute noch gültig ist“?

Ich kann es sagen! Und ich habe auch gar keine andere Wahl, weil Jesus das zu mir gesagt hat.

Jesus hat – derselbe, der mich gerettet hat aus der Hand der Finsternis, hat gesagt, das ist sein Buch. Punkt.

Und wenn wir nicht zu dieser Erkenntnis, zu diesem Verständnis und zu dieser Haltung kommen, sondern rummäkeln und sagen, also hier der Paulus, der alte Chauvinist und dieses hier und das hier und das kann doch heute nicht mehr, und das ist doch nicht zeitgemäß – wir werden niemals in die Kraft des Heiligen Geistes kommen, das kann ich dir versprechen. Es ist nicht möglich ein gebrochenes Verhältnis zur Schrift zu haben und Gott aus vollem Herzen zu lieben, anzubeten, Ihm zu vertrauen und Seine Kraft in unserem Leben zu erleben. Es ist nicht möglich.

Der Glaube an Gott, den er haben möchte in unserem Leben, ist ein Glaube an das geschriebene Wort Gottes.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (0:00 bis 5:00)

 

So, ihr Lieben, wir wollen also dann heute Fortsetzung machen. Ihr habt wohl das letzte Mal dann über „Wandel im Geist“ und Gerechtigkeit, Gottes Gerechtigkeit davon gehört, ja, ist das richtig? Okay, und in einer Weise sind das – Gerechtigkeit Gottes und auch das, was heute kommt über das Wort Gottes – sind eigentlich Unterthemen, die auch alle zu diesem herrlichen, schönen Thema gehören: „Wandel im Geist“. Ich weiß nicht, ob Benjamin euch anempfohlen hat, aber Gal 5,16 sollte ihr alle auswendig kennen. Paulus sagt dort: Ich sage, wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

Gal 5,16
Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

Hier sind wir also endlich angelangt bei dem, was so viele begehren, bei dem Lebensstil, bei dem Alltag des Christen. Und da haben wir diese herrliche Aussage: Man kann auf eine Art und Weise leben, die Paulus „Wandeln im Geist“ nennt. Und der Segen, den man davon hat, ist der, dass man die Lust des Fleisches nicht vollbringt. Oder sag es ein bisschen auf Hochdeutsch oder in moderner Weise: Dass man auf die alten Verhaltensweisen nicht mehr hereinfällt, dass man Kraft hat, der Sünde, den Versuchungen zu widerstehen, dass man also sich hüten kann vor jeder Form von Selbstzerstörung und Zerstörung, die wir, ob wir’s merken oder nicht oder irgendwie unbewusst anderen zufügen. Wandel im Geist ist ein wunderbarer neuer Lebensstil, wo wir durch die Begegnung mit dem Heiligen Geist, der seine Energie, seine Zuwendung, seine Liebe, seine Bejahung unserem Geist – und auch dann eben über den Geist auch der Seele mitteilt, so dass wir von dort innerlich gesättigt werden. Und weil wir gesättigt sind, von daher motiviert sind und auch ausgerütet sind eben dem trügererischen Lustangebot der Sünde zu widerstehen.

Sünde ist ein Problem einer unterernährten Seele. Und wenn die Seele nicht gesättigt ist, können wir uns anstrengen, können wir die Zähne zusammenbeißen, können wir sagen, „wir müssen jetzt unbedingt dadurch, wir müssen da einen Sieg haben“ – wir werden doch keinen wirklichen Sieg haben.

Der Sieg über die Lust des Fleisches kommt nur indem wir von Gott lernen die Original-Lust zu bekommen. Der Teufel bringt das Imitat und Gott hat das Original. Und wenn wir das Original haben, dann sind wir gefeit gegen sein Angebot, was eben wirklich nur ein Abklatsch ist. Wenn du aus einem Super-Restaurant kommst – gut abgefüllt, und danach lädt dich dein Kumpel zur Pommesbude ein – du hast keine Mühe, dem zu widerstehen. Weil du ein super erstklassiges Essen gegessen hast und hast noch den guten Geschmack vom zarten Lachs auf der Zunge, da wirst du doch nicht dir mit der Spandauer ohne Pelle irgendwie da den Geschmack im Mund verderben. Das wirst du nicht tun, weil du sagst: Das ist so edel und so gut und es hat mich so gesättigt, was soll ich mich jetzt noch mit diesem Zeug da belasten?

Und zum Wandel im Geist gehört das, was ihr auch letztes Mal gehört habt unbedingt: Wir müssen frei werden von negativen belastenden Schuldgefühlen. Niemand kann den Frieden Gottes erleben, niemand kann die Freude Gottes erleben, der von Schuldgefühlen bedrückt wird und von Vorwürfen sich selbst überhäuft oder überhäuft sieht. Das ist unmöglich.

Und um Sieg zu haben und die Prägung unserer Seele zu verändern, gibt es eben diese beiden Angebote Gottes: Das ist die Kraft des Heiligen Geistes und es ist das Wort Gottes. Und das beides muss zusammengehen. Wenn wir nur das eine haben, wenn wir nur die Erfahrung des Heiligen Geistes suchen ohne das Wort – wir werden bald in große, große Probleme kommen. Und wenn wir nur das Wort haben ohne die Erfahrung des Geistes, der eben das Wort lebendig macht, dann kommen wir auch – zwar in andere Probleme – aber eben auch in Probleme. Wir brauchen beides. Wir brauchen den Heiligen Geist und wir brauchen das Wort Gottes.

Und heute abend möchte ich also da mit euch drüber sprechen und euch ermutigen, euer Verhältnis zum Worte Gottes zu überdenken und nötigenfalls eben anzupassen an den Standard Gottes und von daher eben die Weichen zu stellen für ein Leben im Sieg. Das ist, was Gott möchte, dass wir siegreich leben können und dazu ist es unbedingt notwendig, dass wir eine richtige Beziehung haben zum Worte Gottes.

Falls ihr in diesem Studienheft hier sucht – dann ist das unser, hier in diesem Heft, das allererste Thema. Jedenfalls so lange es noch die alte Version gibt. Ich weiß nicht, wenn wir eine neue Auflage machen, die erstens besser sein wird, die erweitert sein wird, ob das dann diese Reihenfolge auch noch hat – aber hier ist das Thema ganz vorne: „Das Wort Gottes“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (65:00 bis 70:00)

 

Und jetzt kommt diese schöne Begründung: Woran haben sie es gesehen? Nicht an der Freude, nicht an geheilten Ehen und an neuem Mut irgendwie wirtschaftlich voranzugehen, mitten in der Rezession neue Dinge zu starten oder an irgendwelchen anderen Langzeit-Wirkungen, die der Heilige Geist im Leben eines Menschen wirkt. Nein! Woran haben sie es gesehen?

Denn! Vers 46 fängt mit einem „denn“ an.

Apg 10,46a
denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben.

Das ist die Begründung für „sie haben wahrgenommen, dass der Heilige Geist auf sie ausgegossen worden war“. Woran haben sie es wahrgenommen? An der Tatsache, dass diese Menschen dort in Sprachen Gott erhoben haben. Also für die Leute, die mit Petrus waren und auch für Petrus selbst wie wir gleich noch sehen können, war das Zeichen des Sprachenredens der Beweis, dass diese Menschen den Heiligen Geist empfangen haben.

Manche Gläubige sagen dann an dieser Stelle: Ja, aber weißt du nicht, dass die Zauberer und die Hexen, dass die auch in Sprachen reden?

Ja, das weiß ich. Und ich sage dir, wenn wir hier einen Zauberer oder eine Hexe live hätten, und die würde in Sprachen reden – jeder von euch, auch ohne die Gabe der Geisterunterscheidung würde wissen, das ist nicht der Heilige Geist. Jeder von euch würde erkennen, das ist nicht der Heilige Geist.

Es geht doch gar nicht darum, ob die anderen das auch tun. Der Teufel ist der Imitator, der nachmacht, aber Gott hat das Original, das Übernatürliche, die übernatürliche Erfahrung im Heiligen Geist. Komisch, dass die Leute immer so argumentieren, da gibt es so ganze Disziplinen: „Vergleichende Religionswissenschaft“ oder so. Jetzt äußert man sich zu diesem sogenannten „Toronto-Segen“ – dieses Wort mag ich überhaupt nicht, ja? Und da sagt man: Ja, wenn die Leute im Haschisch-Rausch sind, dann lachen sie auch unkontrolliert.

Ja, ist richtig, das stimmt. Im Haschisch-Rausch kannst du auch unkontrolliert lachen, das hab ich auch gemacht. Und am Ende drehst du durch. Es kommt nicht darauf an, was du da tust, sondern was ist die Frucht von dem ganzen. Du kannst im Haschisch-Rausch ekstatisch lachen, ja, sehr wohl. Aber die Frage ist: Was passiert mit deinem Leben und in welche Richtung entwickelt sich das ganze?

Eph 5,18
Werdet nicht voll des Weines, daraus folgt ein chaotisches Leben, sondern werdet voll des Geistes.

Mit anderen Worten: Damit bessert sich dein Leben. Das ist das entscheidende. Nicht das sichtbare Phänomen, ja? Und es geht nicht darum, ob irgendwelche Zauberer in Sprachen beten können, sondern es geht darum, ist das vom Heiligen Geist oder nicht? Und diese Leute haben das sofort gemerkt und jeder von uns würde das auch merken. Es war der Heilige Geist.

Und jetzt interessant – Petrus wie er reagiert.

Apg 10,47-48
47 Könnte wohl jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie auch wir?
48a Und er befahl, dass sie getauft würden im Namen Jesu Christi.

Jetzt geht bei ihm das ordentliche Denken wieder los. Er sagt: Einen Moment einmal, die reden in Sprachen. Das heißt, sie haben den Heiligen Geist empfangen. Wenn es dabei bleibt, was Jesus gelehrt hat, dass nur die Gläubigen den Heiligen Geist bekommen können, dann bedeutet das, die sind jetzt gläubig geworden. Wenn sie gläubig geworden sind, dann müssen sie unbedingt getauft werden.

So baute er aufgrund von seinem Verständnis von neutestamentlicher Lehre jetzt hier einen Plan auf und hat also entgegen seinen Traditionen hier etwas getan, wofür er dann sich noch schwer rechtfertigen musste.

Und bitte achtet darauf, dass er hier sagt, dass die Menschen dort bei Kornelius den Heiligen Geist empfangen haben – „wie auch wir“. Wie auch wir! Nun, wenn du das hier vergleichst mit Apg 2 zu Pfingsten, dann siehst du deutliche Unterschiede. Zu Pfingsten war ein Brausen wie das eines gewaltigen Windes und es waren Feuerzungen und dann das Reden in Sprachen.

Apg 2,2-4
2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen.
4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Und hier von diesen drei übernatürlichen Phänomenen nur das Reden in Sprachen, und Petrus sagt nicht: Ja, es war so etwas ähnliches. Es war eine heidnische Sparausgabe unserer Erfahrung. Ist ja logisch, dass Gott immer noch einen gewissen Unterschied machen muss. Die haben irgendwie so Geistestaufe light bekommen oder so etwas. Wir haben das Richtige.

Das Reden in Sprachen war für ihn der Punkt! Nein, das ist genau dasselbe. Also mit anderen Worten: Das Sprachenreden ist das Entscheidende. Wind kann sein, muss nicht sein. Feuer kann sein, muss nicht sein. Aber das Reden in Sprachen, das ist das Entscheidende. Und mit diesem Argument kommt er dann auch bei seinen genauso vernagelten Apostelkollegen durch, die in denselben Traditionen drinsteckten wie er.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (60:00 bis 65:00)

 

Also, dann geht er also da hinein, ist dort und dann sagt er: „Okay, weswegen habt ihr mich rufen lassen?“

Apg 10,29
Darum kam ich auch ohne Widerrede, als ich geholt wurde. Ich frage nun: Aus welchem Grund habt ihr mich holen lassen?

Also, ihr merkt, dieser feurige Evangelist hat hier eine totale Ladehemmung. Er kommt da in ein Haus vollgepackt mit Menschen – normalerweise, er würde sagen, egal was die wollen und warum die mich gerufen haben – hier ist eine wunderbare Gelegenheit, ich predige erstmal das Evangelium, hinterher können wir sehen, was die wollen.

Aber er stellt sich da hin und sagt: Äh, ja, was möchtet ihr denn? Weswegen habt ihr mich rufen lassen?

Okay, also dann verkündigt er ihnen dann schließlich nachdem sie ihn dazu sehr ermutigt haben die Botschaft von Jesus. Interessant ist dann hier am Schluss, Vers 43.

Apg 10,43
Diesem (Jesus) geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen.

Was hat er gepredigt? Vergebung der Sünden durch den Namen Jesu. Wenn ihr euch an Philippus erinnert – Apg 8 – er hat auch den Namen Jesu gepredigt. Vergebung der Sünden durch den Namen Jesu für jeden, der an ihn glaubt.

Apg 10,44
Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.

Nun, hier haben wir ein kleines, aber auch nicht zu großes Problem, wenn wir einfach nur konsequent durchziehen. Wir haben vorhin gelernt, Jesus sagt: Die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen.

Joh 14,17
den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Hier sehen wir Heiden, sie sitzen dort, das Wort Gottes wird ihnen verkündigt, die Botschaft des Evangeliums, der Name Jesu, Vergebung, Glauben an Jesus – und auf einmal fällt der Heilige Geist auf sie. Jetzt gibt es, und das ist einfach eine schöne Situation – es gibt nur zwei Möglichkeiten, wie wir damit umgehen. Dass wir sagen: Ach, schau an, Jesus hat seine Meinung geändert. Hier haben wir die Welt und er fand es doch für gut und für richtig, dass die Welt den Heiligen Geist empfängt.

Das würde uns ein Bild geben von Jesus, der nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Sein Wort ist Ja und Ja und Nein und Nein.

Mt 5,37
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

Es ist so wie er gesagt hat. Gott hat gesagt: Ich ändere nicht, was aus meinem Munde hervorgegangen ist.

PS 89,35
Ich werde meinen Bund nicht entweihen und nicht ändern, was hervorgegangen ist aus meinen Lippen.

Das ist deswegen so wichtig wie wir dann später lernen werden: Wir können nicht einem Gott, der einmal „Hü“ sagt und einmal „Hott“ sagt, irgendwie glauben und eine Liebesbeziehung aufbauen – wir werden total verwirrt sein und wir werden auf uns selbst gestellt sein. Wir werden niemals wirkliche Führung und Geborgenheit in Gott erleben können.

Nein – die zweite Möglichkeit ist einfach die, dass während sie dort sitzen und hören: „Glauben an den Namen Jesu, Vergebung der Sünden durch Jesus“ haben sie in ihrem Herzen diese Entscheidung getroffen und haben sich geöffnet für den Herrn, haben ihn in ihr Leben hineingenommen. Und deswegen kommt der Heilige Geist auf sie, weil – wie wir das gleich sehen werden – so ganz frei Petrus von den Traditionen immer noch nicht war. Nie im Leben wäre es ihm eingefallen, für diese Menschen dort jetzt zu beten für die Geistestaufe.

Weil er es immer noch nicht richtig kapiert hat, dass das gleiche Evangelium für diese Leute auch gilt. Wiewohl doch Jesus schon Jahre vorher gesagt hat: „Geht hin in alle Welt, predigt das Evangelium allen Nationen“ – nicht nur den Juden, allen Nationen!

Mk 16,15
Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Über Jahre haben sie es nur zu den Juden gebracht, über Jahre nur zu den Juden. Und hier sagt der Heilige Geist: „Jetzt langt’s mir mit den Tradtionen, wir brauchen einen Durchbruch“ – und das war dieser herrliche Tag, wo das Evangelium zu den Heiden kam. Und deswegen sitzen wir heute hier. Deswegen sitzen wir heute hier. Hallelujah.

Apg 10,45a
Und die Gläubigen aus der Beschneidung

damit sind also jüdische Gläubige gemeint, die eben noch nach dem Gesetz leben – eben das ist mit der Beschneidung hier gemeint –

Apg 10,45b
so viele ihrer mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich, dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen worden war;

Sie konnten das gar nicht fassen! Sie dachten, das ist doch nur für uns!? Das ist doch nur für die Juden! Jetzt bekommen das auch normale Heiden!

Also da war immer noch dieses Zwei-Klassen-Denken: Die Juden und dann der Rest der Welt. Also sie haben gemerkt, der Heilige Geist ist auf sie gekommen. Eine ähnliche Situation wie Apostelgeschichte 8: Der Zauberer sah, dass der Geist gegeben wurde.

Apg 8,18
Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld

Hier sahen sie, dass der Heilige Geist auf sie ausgegossen worden war.