Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (0:00 bis 5:00)

 

Dann möchte ich euch ganz herzlich begrüßen hier bei „Grundlagen“. „Wandel im Geist“ soll also heute drankommen. Das ist die erste wichtige Lektion, die also den Alltag beschreibt oder bzw. unser Verhalten im Alltag. Nachdem wir durch diese einzelnen Stationen gegangen sind – Bekehrung ganz am Anfang in der ersten Lektion. Und die Wassertaufe nach der Ordnung des neuen Testamentes. Und dann die Erfüllung oder die Taufe in den Heiligen Geist oder das Getauft werden in den Heiligen Geist. Jetzt sind wir also bestens ausgerüstet um praktische Schritte zu gehen und an das heranzugehen, worauf es wirklich ankommt – das ist unser Alltagslebensstil. Und dazu hat die Bibel eine Menge zu sagen. Und zwar gibt sie sehr, sehr praktische schöne Anweisungen und Hilfen, wie wir also einen total anderen neuen schönen Lebensstil einüben können, der ein Segen ist – sowohl für uns als auch für unsere Umgebung. Das ist ja das schöne, Gott ruft uns zwar, ein Segen zu sein für andere, aber Er sagt nicht: „Ja, und du wirst dabei drauf gehen“ oder „du wirst irgendwie zu kurz kommen, aber tröste dich, dann irgendwann im Himmel wird alles wieder gut und ich werde dann dir alles wieder erstatten“. Sondern das, was Gott von uns will, sind eigentlich keine Opfer, sondern es ist ein Lebensstil, der heilsam ist für uns und eben für unsere Umgebung. Sei es deine Familie oder WG-Mitbewohner oder Nachbarn oder Hauskreis-Teilnehmer oder wen auch immer.

Wir wollen uns heute anschauen, wie wir das, was wir bekommen haben, diese Erfahrung des Heiligen Geistes, wie wir die jetzt nutzen können zu Kraft-Erfahrungen, die uns dann helfen werden, wirklich einen neuen Lebensstil einzuüben. Und „Lebensstil“ ist deswegen so interessant und so wichtig, weil Charakterveränderung auf keine andere Art und Weise zustande kommt außer durch eben einen neuen, anderen Lebensstil.

Ein Charakter ist nichts anderes als sich verfestigte oder über lange Zeit beibehaltene, eingeübte Haltungen, Gedanken und Verhaltensweisen.

Und wenn wir jetzt, was wir, glaube ich, alle dringend wünschen, unseren Charakter verändern wollen – oder mindestens unsere Ehefrau wünscht sich das, und von daher sind wir dann über ihre Tränen motiviert, daran auch zu arbeiten – dann kommt die Veränderung des Charakters auf dem Wege eines neuen Lebensstils.

Es kommt nicht über dem Wege der Handauflegung! Ja, so gerne wir das wünschten. Und wir sehnen uns danach, dass der vollmächtige Mann Gottes endlich mal in unsere Stadt kommt, uns die Hände auflegt und alle unsere Probleme gelöst sind – aber das wird nicht stattfinden. Und es ist einfach illusorisch, darauf zu warten.

So wie wir viele Jahre oder Jahrzehnte gebraucht haben, einen so verkorksten Charakter zu haben wie wir inn nur haben, so müssen wir auch realistisch sein – es wird ein paar Jahre dauern bis wirklich in den grundlegenden Fragen erkennbare Fortschritte oder Durchbrüche und eben neue Verhaltensweisen, neue Eigenschaften usw. sichtbar werden. Das ist ganz, ganz wichtig, dass wir da realistisch sind und nicht irgendwie verkehrte Vorstellungen haben – ein paar Gehorsamsschritte und das war’s dann. Sondern es ist wirklich ein Lebensstil, den wir einüben – und der wird genannt im Neuen Testament „Wandel im Geist“.

Wir beginnen mit Gal 5,16 – das ist so eine ganz grundlegende Stelle in Bezug auf unsere Alltagsverhaltensweisen.

Gal 5,16
Wandelt im Geist und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht erfüllen.

Das sagt hier Paulus. Das ist ein Satz, in dem also gewaltige Dinge enthalten sind. Zunächst einmal – vielleicht kurz, nicht zu lange, aber doch deutlich genug – ein Augenmerk auf die „Lust des Fleisches“. Da haben wir also zwei wichtige Begriffe hier oder zwei wichtige Aussagen. Erst einmal das „Fleisch“: Im Neuen Testament, in der Sprache des Neuen Testamentes ist das „Fleisch“ die Summe all dessen, was wir sind ohne den Herrn, ohne die neue Geburt, ohne die Kraft Gottes, ohne dass wir erneuert worden sind. Und dieses Fleisch, so wird es beschrieben in Gal 5,19-21 produziert eine Menge von hässlichen Dingen.

Gal 5,19-21
19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit;
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen;
21 Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

Diese Dinge haben unterm Strich immer zwei Resultate: Nämlich Beeinträchtigung der Lebensqualität auf unserer Seite – wenn wir also jetzt die Täter sind, die die Werke des Fleisches vollbringen – Beeinträchtigung, Verminderung der Lebensqualität bei uns und bei anderen!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (85:00 bis Ende)

 

Nehmen wir ein gutes Beispiel, ja? Allen bekannt. „Der Herr ist mein Hirte“. (Psalm 23,1a)

Sag nicht: Naja, hab ich schon mal gehört …

Nein, jetzt wirst du damit richtig umgehen:

Der HERR ist mein Hirte.

Und dann denkst du über den Herrn nach, was für ein powervollen Gott du hast. Nicht irgendsoeinen abgewrackten Guru in Indien, der deine Spendengelder in goldene Rolls-Royce umsetzt und sagt: Der Junge hat doch ne Meise, aber mach mal immer nur weiter.

Du hast den Herrn, den ewig treuen gütigen, wunderbaren Gott, mit dem du zusammen sein kannst alle Ewigkeit, der nicht korrupt ist, der nicht bestechlich ist, der dich nie ausnutzen wird, der immer nur gut ist und freundlich ist und nur gute Gedanken hat. Der HERR ist dein Hirte!

So. Okay, da hast du erstmal schon eine halbe Stunde dir das gepredigt.

Der Herr IST mein Hirte.

Wir haben nicht einen Gott von gestern oder irgendwann wird er es sein. Von jetzt! Von jetzt! Oh jetzt! Gott ist immer jetzt. Immer jetzt! Was nützt dir ein Gott von gestern oder irgendwann später kommt die Erweckung. Ist doch quatsch. Jetzt musst du leben. Jetzt. Der Herr IST mein Hirte.

So, nächster Punkt. Da hast du schon eine Dreiviertelstunde rumgebracht. Jetzt kommt der nächste Punkt.

Der Herr ist MEIN Hirte.

Dann kratzt du deine letzte Deutschkenntnisse zusammen. „Mein“ ist ein besitztanzeigendes Fürwort oder lateinisch „Possessivpronomen“. MEIN Hirte. Der gehört mir! Wow. Der gehört mir. Der ist für mich da, den lass ich nie wieder los. Es ist MEIN Gott, nicht nur der Gott der Christen, er ist MEIN Gott, MEINER.

Und wenn du anfängst, so über Wahrheit nachzusinnen, ich sage dir, ohne dass du dich anstrengst, du kommst in Anbetung. Und sagst: Boah, ist das nicht wunderbar!

Der Herr ist mein HIRTE.

Hallelujah, du gehst vielleicht manchmal in die Irre, aber er hat ein Hirtenstäbchen. Und er angelt dich und sagt: Mein Lieber, das ist der falsche Weg. Und er hat eine mächtige Keule. Wenn die Wölfe kommen, sagt er: Freundchen, pass auf, hier ist die Keule.

Pa 23,4b
dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.

Der Stecken ist dazu da, dem bösen Wolf eins draufzugeben und der Stab ist dazu da, dich wieder auf den richtigen Weg zu leiten. So, dir kann gar nichts passieren! Wenn du in die Irre gehst, er wird dich korrigieren. Wenn der böse Wolf kommt, er wird ihm einen überbraten.

Sein Stecken und Stab trösten mich. Er ist wirklich der gute Hirte.

So, da kannst du einen Bibelvers nehmen und predigst dich total glücklich damit. Und das ist nur einer von tausenden von Versen.

Und du lernst, die Kraft zu nehmen, die in diesem Wort enthalten ist. „Nachsinnen über dem Wort Gottes“.

Jos 1,8
Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.

Psalm 1,1-2
1 Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt,
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!

Und vieles, vieles andere, was darüber redet, wie wir so mit dem Wort leben können und wie wir Liebe bekommen können zum Worte Gottes.

Wenn wir verstehen, was Gottes Wort alles beinhaltet und welche wunderbaren Dienste es uns bringt, wir bekommen Liebe zum Wort. Wir bekommen Verlangen, uns mit dem Wort zu beschäftigen, wir bekommen Eifer zu studieren und es aufzunehmen und uns damit immer wieder zu waschen und zu baden und das aufzunehmen. Und wir werden mehr und mehr und mehr entdecken. Das ist eine Reise, ein Abenteuer. Und das wird immer schöner werden und immer besser. Und das, was du einmal bekommen hast, das bleibt für immer dein. Das bleibt für immer dein. Der Heilige Geist wird immer wieder, wann du willst, dir das lebendig und real machen. Das Problem für uns ist, dass wir das geschrieben lesen im Worte Gottes, aber das es nicht ein „Aha-Erlebnis“ ist in unserem Herzen. Das ist das Problem. Und durch Nachsinnen kann das lebendig gemacht werden. Der Heilige Geist wird uns helfen. Amen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (80:00 bis 85:00)

 

Darüber werden wir dann später noch mehr sprechen, aber weil das Wort die Wahrheit ist, muss dieser Vers unbedingt hier einmal gesagt werden. Es ist eine Kraft, die in uns wirkt.

Dann, ganz wichtig: Das Wort Gottes wird uns als Nahrung beschrieben. Wir leben von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.

Mt 4,4
Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“

Wir leben nicht von jedem Wort in der Bibel, sondern von dem *lebendigen* Wort – also was der Heilige Geist lebendig macht. Von dem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.

Und wenn du die Kraft des Lebens entdeckst in einem Bibelvers, wenn du einmal Zugang bekommen hast zu einem Wort, du kannst jeden Tag zurückkehren und dieselbe Kraft kommt wieder hervor. Es gibt keinen Mangel an Energie und an Leben. Und nur weil du und Millionen von anderen Christen dieses Wort schon ausgelutscht haben, heißt das nicht, das nächste Mal ist nichts mehr drin für dich. Es gibt keine Energiekrise, keine Knappheit, kein Mangel, sondern es ist voller Vitalität. Und ein Wort, das dich einmal inspiriert hatte, getröstet hat, ansgesprochen hat – du kannst immer wieder dahin zurückgehen mit deinem Freund, dem Heiligen Geist.

2Kor 3,6b
Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

Sag: „Komm, Heiliger Geist, mach es mir lebendig“, und dann sinne nach über dem Wort.

Jetzt muss ich unbedingt zu dem letzten Teil hier noch etwas sagen: Wenn wir erleben wollen, dass das Wort eine Waffe ist, dass das Wort Nahrung ist, dass das Wort Kraft ist, dass das Wort wirksam ist, dass es uns reinigt – hab ich auch noch ganz vergessen – und vieles, vieles andere mehr – wenn wir erleben wollen, dass das Wort diese Qualitäten entfaltet in unserem Leben, und überleg dir, wie du leben wirst, wenn du Waffen hast – wenn du Kraft hast, wenn du Leben hast, wenn du Reinigung hast, wenn du Heilung hast – überleg dir, wie wird dein Leben anders sein …

Du wirst anders leben, glaub es mir. Jeden Herbst kam die Depression, wenn die letzten Blätter runterkamen, in meinem Leben, dann kam die Depression. Ich konnte das genau verfolgen, ich wusste, jetzt ist es wieder soweit – Ende Oktober. Noch ein Herbststürmchen und dann sind die letzten Blätter runter. Und dann kam eine furchtbare Depression.

Durch das Wort können wir frei sein! Wir haben da drin ein neues Klima, lass draussen die Blätter fallen oder irgendetwas anderes machen, wir sind frei, wir sind frei!

Und wir können unsere Seele füllen, im Winter und im Sommer und im Frühjahr und im Alter und im Midlife und in irgendetwas. Und lass die Welt Midlife-Crisis haben, Burnout-Syndrom oder irgendetwas. Was immer sie möchten – aber wir haben Leben. Die Bibel sagt: Wer im Wort ist, der hat Saft und Kraft und er wird grünen, auch im Alter.

Ps 1,2-3
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.

Auch wenn du jenseits der 30 bist, du wirst noch Power in deinen Knochen spüren, Dynamik haben und Ziele haben. Einmal habe ich einen jungen Mann getroffen und er war so wie ein Opa – er schlurfte so und war so betrübt. Ich sage: „Weißt du was, das gute ist, du kannst noch einmal total von neuem anfangen!“. Er sagt: „Mann, was denkst du, ich bin schon 30!“

Ja! Er war fertig mit seinem Leben. Alles, was er meinte, was man erleben kann, hat er schon erlebt. Er war total fertig, er hat schon abgeschlossen mit seinem Leben. Frührentner.

Das wird uns nicht passieren. Psalm 1. Wenn wir gegründet sind, im Worte Gottes, wenn wir nachsinnen über Sein Wort – Tag und Nacht. Nachsinnen – dann sind wir wie ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen und dann werden wir Frucht bringen, ununterbrochen Frucht bringen.

Und das ist eine Kunst, die wir lernen müssen: Nachzusinnen.

Das heißt: Nicht wie ein Weltmeister durch die Bibel zu jagen, sondern wir nehmen uns ein, zwei, drei gute Verse, von denen wir meinen, oh, die können uns gut tun. Und dann sinnen wir nach. Wir füllen unser Denken damit. Wir fangen an, das Wort zu sprechen, wir fangen an, das Wort in unsere Gedanken, in unsere Fantasie zu nehmen, wir fangen an, mit dem Heiligen Geist uns vorzustellen, was bedeutet das, ein solches Leben zu führen, diese Qualitäten zu haben? Wie wird das aussehen? Der Heilige Geist inspiriert uns, und er macht uns lebendig, und er füllt uns. Das ist eine Kunst, die wir lernen müssen. Erst sprechen wir das Wort, dann nehmen wir es in unsere Fantasie hinein, und dann nehmen wir uns Zeit, wirklich darüber nachzudenken.

Nachzudenken! Du kannst so viel Leben bekommen aus einem Wort. Ein einziges Wort, ja? Und du wirst die Kunst lernen, dir selber zu predigen. Es reicht doch nicht bis zum nächsten Sonntag, bis die nächste Predigt dich aufbaut. Oder Hauskreis. Das sind doch nur zwei, drei Ereignisse pro Woche. Predige dir selbst das Wort! Bau dich auf!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (75:00 bis 80:00)

 

Du kannst sie aussäen! Schade, dass ich jetzt nicht die ganze Zeit habe, aber geht in dieses Lukas 8 Kapitel hinein und seht dort, wo der Boden ist und wie der Boden beschaffen sein muss und welche Qualitäten er haben muss und wie man sät – und dann kannst du wirklich Landwirtschaft betreiben. Geistliche Landwirtschaft. Pflüg deinen Acker, rotte das Unkraut aus und dann fang an zu säen, bewache die Samen, bewässere sie und siehe da – es fängt an, etwas neues zu wachsen in deinem Leben.

Lukas 8, 4-15
4 Als sich aber eine große Volksmenge versammelte und sie aus jeder Stadt zu ihm hinkamen, sprach er in einem Gleichnis:
5 Der Sämann ging hinaus, seinen Samen zu säen; und indem er säte, fiel einiges an den Weg, und es wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
6 Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.
7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und indem die Dornen mit aufwuchsen, erstickten sie es.
8 Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
9 Seine Jünger aber fragten ihn, was dieses Gleichnis bedeute.
10 Er aber sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu wissen, den Übrigen aber in Gleichnissen, damit sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen.
11 Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes.
12 Die aber an dem Weg sind die, welche hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht glauben und gerettet werden.
13 Die aber auf dem Felsen sind die, welche, wenn sie hören, das Wort mit Freuden aufnehmen; und diese haben keine Wurzel; für eine Zeit glauben sie, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab.
14 Das aber unter die Dornen fiel, sind die, welche gehört haben und hingehen und durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt werden und nichts zur Reife bringen.
15 Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren.

Du bestimmst deine Zukunft! Das ist die Botschaft, die enthalten ist in: Der Same ist das Wort Gottes.

Wenn dir nicht gefällt, was du heute erntest – dein Gehalt, deine Freundschaft, deine Wohnung, deine Lebensumstände – wenn dir das nicht gefällt, ich mache dir einen Vorschlag: Säe etwas neues.

Was willst du sehen in ein paar Jahren, wie soll dein Leben aussehen? Wirst du schwach sein, wirst du stark sein? Wirst du vital sein, voller Ideen, voller Tatkraft oder wirst du weiter irgendwie so mittelmäßig vor dir hinkrepeln wie alle anderen auch? Dazu bist du nicht geschaffen, du hättest nicht Christ werden sollen. Du bist gerufen, dynamisch zu sein und tatkräftig zu sein.

Ich gehe jetzt hier in Affentempo durch, hört mal:

Das Wort Gottes ist eine Waffe.

Eph 6,17
Nehmt […] das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort!

Das Wort ist eine Waffe. So wie Jesus bedrängt wurde in der Wüste mit dem Teufel, und er hat nicht gesagt: Teufel, geh weg, ich bin der Sohn Gottes! Sondern wie ist er ihm begegnet? Mit der einzigen Waffe, die auch uns zur Verfügung steht. „Es steht geschrieben“. Der Haken ist: Du musst wirklich wissen, was geschrieben steht.

Du kannst nur dem Teufel widerstehen wenn du kommst und sagst „es steht geschrieben“ – „Ja, ähm, wie war es nochmal? So ähnlich. Na, Teufel du weißt schon“.

So wird’s nicht funktionieren! Du musst ihn festnageln, du musst sagen: So steht es geschrieben. Und dann wirst du erleben, dem Teufel fällt nichts mehr ein. Wenn du ihm kommst mit dem Wort, wenn du sagst: „Oh, warum passiert mir das alles? Ich bin doch so ein liebes, nettes Kind Gottes – warum passieren so schreckliche Dinge in meinem Leben?“ Der Teufel wird dir keine Antwort geben, er wird dir noch eine drüber braten.

Setz dich zur Wehr. Sag doch nicht, „och, ich war doch schonmal im Grundlagenseminar. Ich gehöre doch hier zur Gemeinde?!“ Das wird dir alles nichts helfen, das wird den Teufel nicht beeindrucken. Sag: Es steht geschrieben! Was steht geschrieben?

Jak 4,7b
Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

Röm 8,31b
Wenn Gott für uns ist – wer kann gegen uns sein?

Das steht geschrieben! Die Pläne des Teufels müssen zunichte werden. Der Teufel wollte etwas tun in meinem Leben, und ich habe das Wort genommen – Jesaja 8 – „schmiedet einen Plan, er geht in die Brüche, berede die Sache, sie wird nicht zustande kommen, denn Gott ist mit uns“.

Jes 8,10
Plant einen Plan, er geht in die Brüche! Beschließt einen Beschluss, er wird nicht zustande kommen! Denn Gott ist mit uns.

Und der Teufel musste sich kehrt drehen und das war’s und alles ist zusammengefallen, was er versucht hatte gegen mich zu tun. Preis dem Herrn.

Das Wort Gottes ist eine Waffe. Und wenn wir sie wissen zu gebrauchen, können wir siegreich jede Bedrückung, jeden Angriff, jede Macht der Finsternis, die uns entgegenkommt wirklich in die Flucht schlagen. Wir können erleben wie wir siegreich sind. Und zwar bevor sich die Außenumstände verändert haben – erst innen drin – das ist die göttliche Reihenfolge. Und das ist, was das Wort tut. Es verändert uns. Es ist eine Waffe gegen die Mächte der Finsternis. Hallelujah.

Das Wort Gottes ist voller Heilungskraft.

Ps 107,20
Er sandte sein Wort und heilte sie, er rettete sie aus ihren Gruben.

Lk 7,7b
sprich ein Wort, und mein Diener wird gesund werden.

Dann wird beschrieben: Das Wort arbeitet in uns. Es ist ein wirksames, lebendiges Wort. Es wirkt in uns.

1 Thess 2,13b
Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt.

Jak 1,21
nehmt mit Sanftmut das [euch] eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten!

Das Wort Gottes kann deine Seele erretten.

Du sagst: Ich bin doch schon gerettet.

Ja, du bist gerettet in dem Sinne, wenn du Jesus angenommen hast, du bist Kind Gottes und du weißt heute schon, du darfst es heute schon wissen, dass du einmal in Ewigkeit mit Christus im Himmel sein wirst. Aber „die Seele erretten“ ist etwas anderes. Die „Seele erretten“ heißt, die Seele in den Genuss führen all der Erfahrungen und all der schönen Dinge, die Jesus für dich erworben hat. Sie freizusetzen von dem Zwang der Selbstzerstörung, von dem negativen, von dem bedrückenden, von dem traurigen, von all diesen negativen Stimmungen. Das ist, was das Wort Gottes in dir tun kann.

Und Gott gibt dir die Möglichkeit, dass du anfangen kannst, das Klima in dir zu verändern.

Joh 8,32
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (70:00 bis 75:00)

 

Und dann bringt Jesus diese wunderbare Lehre auch für uns als Christen: Das ist nicht nur, wie Gott gehandelt hat, sondern auch wie wir leben sollen!

In Lukas 8 bringt er dieses Gleichnis vom vierfältigen Ackerfeld und dort sagt er:

Lukas 8,11
Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes.

Und als ich studierte – ich habe alles aufgeschrieben aus der Bibel: Was sagt die Bibel über das Wort Gottes? Und dann hab ich gefunden: Das Wort Gottes ist schöpferisch. Und dann das mit dem Samen.

Und dann habe ich angefangen darüber nachzudenken – das ist der zweite Teil dann: Wie werden Wahrheiten real, wie werden Wahrheiten etwas lebendiges? Wie werfen sie wirklich Licht und Leben ab? Das ist, indem wir uns wirklich einlassen auf das Wort Gottes und es hineinnehmen in unser Denken und darüber nachsinnen. Und das war für mich eine Bombe: Das Wort Gottes ist ein Same.

Mensch, stell dir das einmal vor! Was ist ein Same? Meistens ein sehr unscheinbares kleines Ding. Und doch, wenn es ein lebendiger, echter Same ist, und nicht ein Plastik-Imitat, dann hat es alle Informationen in sich, die es braucht, um die fertige Pflanze, meinetwegen den Baum oder so, zu bauen. Das ist schon gewaltig. Und man sagt, man bräuchte mehrere Bibliotheken, um einen mitteldeutschen Laubbaum in allen Einzelheiten so zu definieren, dass du ihn nicht mit irgendetwas anderes verwechselst. Du brauchst Bibliotheken voll Büchern voll Informationen, um eine Pflanze exakt zu beschreiben.

Und das alles ist in einem kleinen Samen drin. Damals habe ich gerade gewohnt da neben im dritten Stock und da war eine Birke und jeden Herbst oder August oder wann das war, wehte das diese Birkensamen. Und ich hab mich so geärgert, mit einem Kehrblech hab ich das Zeug geschaufelt. Und dann entdeckte ich, der Same ist das Wort Gottes und dann dachte ich: Wow! Da habe ich mit Respekt geschaufelt.

Da dachte ich, in diesem kleinen Samen ist die Power einen solchen Baum zu bauen. Nicht nur die Information, auch die Kraft einen solchen Baum zu bauen. Der braucht zwar einige Jahre bis er soweit ist, aber wenn er soweit ist – dann spuckt der jedes Jahr säckeweise diese Samen aus, und das reicht aus um den ganzen Erdball, wo immer das Klima günstig ist für Birken, mit Birken zu bepflanzen. Da ist Multiplikationskraft drin in den Samen.

Und Gott, weil Er ein sehr ökonomisch, rationeller Gott ist, Er gibt nicht alle Segnungen auf einmal. Das wäre ja furchtbar. Wenn du in Urlaub fahren würdest, stell dir vor, du bräuchtest Riesensonderzüge. Alle Segnungen, die du die nächsten Jahre und Jahrzehnte bräuchtest im Leben, die würden immer dich begleiten. Das wäre sehr umständlich, du würdest mit keiner Airline mitfliegen dürfen, weil du immer Übergepäck hast. Aber so nimmst du die Bibel, und alles ist in Samenform.

Sehr handlich, sehr kompakt, und wann immer du es brauchst, säst du die Samen aus. Und du weißt ja, aus dem Samen, der sieht zwar unscheinbar aus, das ist nur Druckerschwärze, sogar auf den ersten Blick – die Buchstaben sehen aus wie in deiner Bildzeitung. Aber täusche dich nicht. Da ist Lebenspower drin. Das „B“ sieht aus wie in deiner „BZ“, aber es ist etwas anderes.

Wenn du entdeckst, diese Kraft zu nutzen. Und du kannst Samen säen in dein Leben. Wie macht man das? Jeder Same, sagt die Schrift – am Anfang – 1. Mose – bringt hervor, alles trug Samen und vermehrte sich nach seiner Art.

1Mo 1,12
Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.

Aus einem Birkensamen kommt ein Birkenbaum. Jeder Bauer rechnet damit. Er sät Mais aus oder weiß ich nicht, irgendetwas anderes, Roggen – und dann geht er nicht nach Hause und sagt: Liebe Frau, heute war ich fleißig, ich hab das ganze Feld bestellt und wir haben Roggen ausgesät, und jetzt lass uns gespannt warten, was wir ernten werden. Die Landwirtschaft ist so ein spannendes Gewerbe.

Nein! Er hat Roggen ausgesät, weil er gehört hat, im nächsten Jahr Roggen wird interessant und kann man gut verkaufen – meinetwegen jetzt als Beispiel, ja? Oder irgendetwas anderes.

Er weiß vorher, was er ernten wird. Deswegen hat er das ausgesät. Oder jetzt meinetwegen Raps ist der neueste Hit in Norddeutschland oder irgendwie sowas – wegen Diesel oder was weiß ich.

Und du sagst, ja, was brauche ich denn?

Oh, ich brauche mehr die Erfahrung „Gott ist mein Vater“. Ja, dann nimmst du ein paar Samenkörner – und die säst du aus. „Gott ist der barmherzige, gütige, freundliche Vater“. Du säst die Samen aus – und nach einiger Zeit werden die Samen aufgehen und du fängst an zu erfahren, Gott ist dir nahe und ist ein gütiger Vater.

Und du säst Hoffnung aus. Du säst Tatkraft aus. Du säst – was immer du brauchst – das weißt du doch besser als ich! Überleg dir, was du brauchst, finde die richtigen Samen – und dann säe sie aus.

Wenn du Samen kaufst in der Samenhandlung, da steht drauf, wenns die guten „Pabst-Samen“ sind, „garantiert keimfähig“. Ich weiß nicht, wie die das rausgefunden haben, dass diese Samen keimfähig sind. Ich kenne nur eine Methode, und danach sind sie nicht mehr keimfähig. Aber sie garantieren dir das, die sind keimfähig.

Und das Wort Gottes ist garantiert keimfähig. Aus den alten Pyramiden hat man irgendwelche Getreidekörner rausgeholt. Die seit Jahrtausenden drinnen waren hat man rausgeholt und hat sie ausgesät und siehe da – das Zeug wächst immer noch. Das ist nur natürlich. Aber im Übernatürlichen ist es noch viel mehr Power – die Worte sind noch älter und sie funktionieren heute immer noch.