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Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (50:00 bis 55:00)

 

Nehmen wir ein Beispiel. Eine Haltung von „ich bin nichts wert“ wird nach kurzer Zeit ein Gefühl eben von „unglücklich sein“ und von „unzufrieden sein“ produzieren.

Aber nichts das Gefühl „unglücklich sein“ ist dein Problem, sondern dein Problem ist die Haltung und diese Einstellung, die du hast dir selber gegenüber. Meistens haben wir das übernommen und das wurde uns sozusagen auferlegt und antrainiert und dann fühlen wir uns halt leer, unmotiviert, gelangweilt und uninspiriert, und das Leben hat irgendwie nichts farbiges und erfrischendes an uns.

So sind Gefühle nichts anderes als Folgen von bestimmten Verhaltensweisen und Denkweisen und Haltungen. Und willst du deine Gefühle verändern, nun, dann ändere deine Denkweise, ändere dein Haltung, ändere deine Verhaltensweisen – ganz einfach.

Willst du deine Gefühle verändern, ändere deinen Lebensstil. Und du wirst von alleine dann sehen, weil du an der Wurzel arbeitest und nicht versuchst, das Symptom irgendwie zu verändern, dass neue Gefühle in dein Leben kommen.

Und zu diesem ganzen Konzept „Erlösung“ bedeutet es auch, wir sind wieder zu dem gekommen, was am Anfang die Menschen sein sollten nach Gottes Plan: Menschen, die herrschen. 1 Mose 1: „Lasst uns Menschen machen, die herrschen“.

1 Mose 1,28
Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!

Und Röm 5,17 sagt, wenn wir die Fülle der Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit empfangen, dann werden wir herrschen durch Jesus Christus.

Röm 5,17
Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.

Erlösung bedeutet, wir kommen wieder zurück in den ursprünglichen Plan. Und Gottes Plan ist, dass wir Menschen sein sollen, die herrschen. Nicht über Menschen, sondern die herrschen im Leben über die Umstände. Und wir können niemals lernen, über die Umstände zu herrschen, wenn wir nicht über unsere Gedanken und unsere Gefühle beginnen zu herrschen. Herrschaft beginnt innen.

Und können wir nicht unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Haltungen unter Kontrolle nehmen, wir werden niemals Menschen werden, die ein siegreiches Überwinder-Leben führen können, es ist total ausgeschlossen. Weil das, was uns runterreißt – oder sozusagen das Wesen von Niederlage ist, dass wir überrollt werden von negativen Gefühlen: Entmutigung, Hoffnungslosigkeit, Enttäuschung, Abgelehnt sein, Missverstanden sein, und und und … Das sind alles Gefühle, die überwältigen uns, und die Folge davon ist, du wirst lustlos oder sogar böse und bösartig.

Von diesen Dingen überrollt zu sein, wird immer dazu führen, du hast keine Lust mehr, das Wort zu studieren. Du hast auch gar keine Lust in die Versammlung zu gehen, du hast keine Lust, anderen Menschen etwas von Jesus zu sagen. Von diesen negativen Dingen überrollt zu sein, heißt, dass dein geistliches Leben – hoffentlich nur für ganz kurze Zeit – zu einem echten Stillstand gekommen ist.

Und Herrschaft beginnt damit, dass wir lernen zu verstehen, was passiert da in uns und wie können wir diese Dinge herausbekommen aus unserem Leben.

Und das eben hat zu tun mit dem Heiligen Geist, dem wir Raum geben.

2 Kor 13,13b
… die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

Das ist nicht die theoretische oder dogmatische Wahrheit irgendwie – ja, der Heilige Geist wohnt in mir – sondern „Gemeinschaft“.

Wie Menschen in der Ehe – sie können miteinander verheiratet sein, aber sie haben keine Gemeinschaft. Sie sind legal dem Status nach verheiratet, aber sie haben keine Gemeinschaft. So können wir auch den Heiligen Geist in uns haben, aber wir kennen ihn gar nicht. Wir haben keine Gemeinschaft und wir geben ihm keinen Raum und er kann dann uns nicht dienen. Er kann uns nicht dienen und damit ist diese Zufuhr von Kraft einfach nicht da, und das ist gleichbedeutend damit, wir werden keine echte Veränderung erleben. Weil die Änderung kommt durch den Heiligen Geist zustande.

Apg 1,8
sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!

Die Veränderung kommt durch den Heiligen Geist. Also wir brauchen ihn ganz, ganz, ganz dringend.

Und dann ist es notwendig, dass wir verstehen, wie haben wir mit ihm Gemeinschaft und wie können wir ihm Raum geben in unserem Leben.

Und wenn wir etwas verstehen über sein Wesen – und sicherlich Gemeinschaft fängt damit an, dass wir studieren im Worte Gottes, die Person, das Wesen des Heiligen Geistes – dann werden wir entdecken, dass er bestimmte Vorlieben hat, dass er bestimmte Dinge mag und andere Dinge nicht mag.

Und Gemeinschaft ist nichts anderes als mich darauf einzustellen, was ihm gefällt und eine Entscheidung zu treffen – viel mehr können wir kaum tun – eine Entscheidung zu treffen: Das sollen die Dinge sein, nach denen ich mich jetzt ausrichte im Leben, danach werde ich mein Leben neu orientieren.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (45:00 bis 50:00)

 

1 Joh 5,3b
und seine Gebote sind nicht schwer.

Sie Gebote sind nicht schwer! Und wir möchten aufbegehren und sagen, „Mann, hast Du ne Ahnung?! Wenn das Wort Gottes sagt, ich soll immer wieder vergeben, immer wieder vergeben – willst du mal bei mir wohnen, bei meiner Alten? Dann wirst du merken, das Gebot Gottes ist schwer! Immer wieder vergeben – jeden Tag, jeden Tag – es ist schwer!“

Nein! Wir müssen aufpassen mit Gott überein zu stimmen. Sein Gebot ist nicht schwer. Dann geht es weiter. „Denn … “

1 Joh 5,4a
Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt;

Hier ist wieder der Zusammenhang: Wir können nach Gottes Standard leben, weil wir eine Natur in uns haben. Und die neue Natur ist sozusagen danach geschaffen und so gebaut, dass sie diesem Standard entsprechen kann. Das ist unsere Natur. Gehorsam ist unsere Natur. Im Willen Gottes zu leben, das ist unsere Natur. Und darin geht es uns gut. Versuchen zu wollen etwas anderes zu leben, nämlich nach der Art der Welt, im Ungehorsam, in der Unabhänhigkeit von Gott, wird nichts anderes als Unglück produzieren.

Du bist Kind Gottes und du bist geschaffen nach dem Willen Gottes zu leben, und das wird dir die größte Erfüllung und die größte Zufriedenheit geben und den größten Genuss im Leben. Du bist geschaffen danach und du kannst das, du bist ausgerüstet.

Und wichtig ist, dass wir lernen, wie können wir dieser neuen Natur Raum geben.

Nun, erste war, ich wiederhole noch einmal: Dieses zu verstehen, was Gott uns gegeben hat. Und einige, wenige Aspekte habe ich genannt. Aber sehr grundlegende. Wir sind nach dem Willen Gottes geschaffen, wir sind von unserem Inneren her – wir sind gehorsam geworden von Herzen.

Und dann kommt das nächste dazu, dass wir einen Lebensstil lernen, wo die Kraft des Heiligen Geistes anfängt, zur Verfügung zu stehen oder uns zu dienen.

Wenn Paulus das betont, dass wir im Geist wandeln sollen, dann bezieht sich das doch nicht alleine – wie ich das bis jetzt betont habe – auf die neue Geburt, auf den Geist in uns, sondern eben auch auf den Heiligen Geist. Weil die miteinander kommunizieren.

Der Heilige Geist, wenn er uns begegnet, wenn er uns dient, wenn er wirkt in unserem Leben – er wirkt in unserem Geist. Und nur das, was dort als bewirkt wird und im Übermaß vorhanden ist, wirkt sich aus in unserer Seele, wirkt sich aus in unserem Körper. Gott begegnet uns in unserem Geist. Nicht in unseren Gedanken und auch nicht in erster Linie in unseren Gefühlen. Gefühle gehören zum seelischen Bereich, aber wenn genügend und auf richtige Art und Weise wir gelernt haben, dem Heiligen Geist Raum zu geben, wird das auch eine gefühlsmäßige Dimension annehmen, aber das ist nicht das erste. Es ist nicht das erste.

Und da gehen viele, viele Christen irre, sie suchen Gefühle. Und alle Welt sucht Gefühle und Gott will auch, dass es uns gut geht und damit ist unbedingt auch diese Gefühlsdimension eingeschlossen: Liebe, Freude, Friede – das sind Gefühle, die das neue Leben hervorbringen soll. Aber anders als die Welt – wenn wir Gefühle haben wollen, wir suchen nicht Gefühle, sondern der Weg, Gefühle zu bekommen, ist Gehorsam.

Gefühle kommen von alleine. Suche nicht Gefühle, suche Gehorsam und die Gefühle kommen von alleine, glaubt mir das.

Und wir schauen immer auf Gefühle. Oh, wie fühle ich mich heute? Wir sind immer nur beschäftigt damit, zu sehen wie wir uns fühlen. Ich bin ein Mensch gewesen, der eben einen solchen total selbstbezogenen Lebensstil geführt hat wie das jeder Drogenabhängige auch tut. Und das ganze Denken und alles dreht sich nur um Gefühle. Es geht immer nur darum, wie fühle ich mich heute? Und wieviel muss ich heute mir reinpfeifen damit ich mich wieder gut fühle?

Und man ist so in einer Routine, immer nur auf sich zu schauen. Und auch wenn man kein Drogenabhängiger war, kann man dieser Gefahr erliegen, und man schaut immer nur auf sich. Und es ist immer nur wichtig, wie fühle ich mich?

Aber wenn ich verstehe, was Gefühle sind, dann weiß ich, das macht überhaupt keinen Sinn, auf Gefühle zu warten oder auf Gefühle zu starren, ob sie nun kommen oder ob die schlechten nun endlich gehen. Wenn ich verstehe, Gefühle sind nichts anderes als Folgen oder Reaktionen oder Produkte von bestimmten Denkweisen und Haltungen und Verhaltensweisen – ich sag’s noch einmal, weil das so gewichtig ist:

Gefühle sind nichts anderes als Produkte von bestimmten Denkweisen, von bestimmten Verhaltensweisen und bestimmten Haltungen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (40:00 bis 45:00)

 

Und so, und das ist nichts anderes als „Glauben“ – Glauben heißt, nicht auf das Sichtbare zu sehen, sondern das Unsichtbare in Betracht zu ziehen und damit zu rechnen.

Okay, soviel also zu einigen grundsätzlichen Dingen. Jetzt lasst uns ein bisschen präziser werden, wie können wir jetzt tatsächlich Schritte gehen, die diese Kraft Gottes anfangen lassen zu fließen. Und nur wenn Kraft fließt, sind wir imstande, aus alten Verhaltensweisen heraus zu kommen. Ich weiß nicht, ob du schon mal, das gibt’s ja heute kaum noch, auf dem Lande ist ja jetzt jeder Feldweg geteert, aber früher, da gab’s noch so richtige Feldwege und wenn dann Matschwetter war, dann fuhr man dann mit dem Trecker solche tiefen Rillen da hinein. Und ich weiß nicht, ob du das noch kennst, ja? Wenn diese Rillen tief genug sind, du kannst mit dem Trecker da durch fahren, du brauchst gar nicht mehr zu lenken, das fährt von alleine. Du brauchst gar nicht zu lenken, weil die Rillen sind so, dass die Reifen gerade hineinpassen, und das fährt einfach. Du kannst sogar um die Kurve fahren. Du brauchst gar nicht zu lenken, die Rillen machen das alleine.

Und so ist auch unser Charakter. Und es braucht einen Aufwand von Kraft aus dieser eingefahrenen Rille herauszukommen und dagegen zu steuern und einen anderen Weg einzuschlagen. Unser Charakter – das hat sich alles so verselbstständigt, weil wir so hart dran gearbeitet haben – über so viele Jahre uns Dinge hier irgendwie haben erlaubt zu reagieren nach einer Weile, dass es automatisch geworden ist. Wir müssen nichts mehr tun. Und dann kommen die Menschen und sagen: Ich weiß gar nicht, wie das kommt, also ich will es auf jeden Fall nicht, aber in mir kommt dieser Zorn hoch und dann passieren irgendwelche Vulkanausbrüche – also ich bin das jedenfalls nicht.

Doch – wir sind das! Das ist nur schon so eine Automatik geworden, dass wir nichts mehr tun müssen um es auszulösen. Das ist so eine Hingabe an das Äußere, das von alleine der nötige Reiz von draußen die entsprechende Reaktion von innen bewirkt. Und Wandel im Geist hat auch sehr viel damit zu tun, dass wir Verantwortung übernehmen für unser Leben, dass wir Verantwortung übernehmen für unsere Reaktionen.

Es hilft uns kein bisschen weiter, das auf irgendeinen Automatismus in uns zu stellen und zu sagen: Das muss wohl ein Dämon sein, und ich vermute, in meinem Falle ein besonders kräftiger irgendwie, der das bewirkt. Oder wir verlagern das Problem nach außen und sagen: Also, DU bist das Problem. Ja? Diese übliche Redeweise: „DU bringst mich zu Weißglut, DU nervst mich, DU machst mich wahnsinnig. Oder irgendwie so etwas.

Und wir müssen da sehr genau exegetisch arbeiten und dann stellen wir fest, das ist nicht eine Betrachtungsweise, wie sie dem Neuen Testament entspringt. Denn wenn ich sage: Du machst mich wahnsinnig – dann heißt das: Du musst dich ein bisschen ändern, damit du nicht mehr solche Reaktionen bei mir hervorrufst. Du bist schuld.

Aber die biblische Betrachtungsweise ist: Ich habe Verantwortung für meine Worte, für meine Gedanken, für meine Gefühle inkl. meiner Zornesausbrüche.

Ich bin verantwortlich – niemand sonst! Und das ist das uralte Spiel, was eben gespielt wird im Bereich Sünde, dass man immer jemand anders verantwortlich macht. Dass die Schuld verschoben wird und verlagert wird. Keiner will sie haben, keiner will verantwortlich sein. Und man schiebt es immer auf andere.

Also, da muss Kraft hineinkommen, damit wir überhaupt herauskommen aus diesen eingefahrenen Rillen und dass wir lernen können, anders zu reagieren. Diese Kraft ist natürlich der Heilige Geist. Apg 1,8 – Ihr werdet Kraft empfangen wenn der Heilige Geist auf euch kommt und ihr werdet meine Zeugen sein.

Apg 1,8
Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Da haben wir diese Reihenfolge: Kraft, Veränderung – und diese Veränderung führt dann dazu, dass wir glaubwürdige Zeugen sind. Und ich denke, so wichtig diese Betonung ist – Zeichen und Wunder und Erweckung und all das – wir müssen eine klare Reihenfolge der Prioritäten haben. Gott ist wichtiger die Frucht des Charakters in meinem Leben als Zeichen und Wunder.

Im Himmel werde ich keine Zeichen und Wunder brauchen, aber ich brauche einen ordentlichen Charakter, sonst bin ich in Gefahr, den Himmel nicht mehr Himmel sein zu lassen. Und Gott muss sicherstellen, dass ich dem Himmel keine Gewalt antue in dem Sinne, dass ich den Himmel irgendwie beschmutze.

Und Gott wird uns lehren einfach dort Veränderung zu suchen, zu begehren, sie nicht zu fliehen, keine Angst zu haben davor und eben zu sehen: Es ist leicht! Es ist leicht!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (35:00 bis 40:00)

 

Es kann total aussichtslos aussehen – wie Paulus das sagt, als er dort sein Leben beschreibt. Da sagt er:

2 Kor 4,8-9
8 In allem sind wir bedrängt, aber nicht erdrückt; keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg;
9 verfolgt, aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht vernichtet;

Gerade heute morgen habe ich es noch gelesen, das hat mich so ermutigt und ich dachte: Mensch, das ist es!

Okay, er beschreibt dort seinen apostolischen Lebensstil. Und dann sagt er:

2 Kor 4,17
Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit

Und das ist der Gipfel der Frustration des Teufels. Die Drangsal, also die Schwierigkeiten, die Probleme, die Herausforderungen, sagt Paulus, bewirkt ein Maß, ein großes Maß von Herrlichkeit.

Und an der Stelle müssen wir aufpassen, dass wir nicht zu schnell irgendwie sagen: „Ja, bei mir aber nicht, bei mir wirkt zu viel Drangsal auf einmal Enttäuschung oder Depression oder irgendwie so etwas“, sondern Paulus erklärt ganz genau, warum das so ist. Und das hat alles mit „Wandel im Geist“ zu tun. Er erklärt, das Entscheidende in Drangsal-Situationen, Bedrängnissen, Angriffen, Bedrückungen, Herausforderungen, Schwierigkeiten – das Entscheidende ist die Art und Weise wie man reagiert.

2 Kor 4,17b,-18
[…] ein ewiges Gewicht von Herrlichkeit, da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig.

An der Stelle hat die Tradition einfach irgendwie das verkürzt und damit total entstellt und hat gesagt: Ja, Leiden ist gut und wir Christen müssen leiden, und das Leiden wirkt irgendwie etwas Gutes. Und das ist Quatsch! Leiden bewirkt nichts Gutes. Leiden wird dich fertig machen.

Viele Leute glauben an den tieferen Sinn von Krankheit, dass es uns „edelt“ und dass es unseren Charakter irgendwie demütig macht usw. Ich habe viele Jahre im Krankenhaus gearbeitet und habe gesehen, Menschen werden immer verbitterter. Immer verbitterter je mehr sie leiden. Nicht das Leiden hat die Kraft etwas Herrliches in uns hervorzubringen. Das würde ja bedeuten, dass der Teufel an unserer Heiligung arbeitet. Das ist nicht der Fall. Er hat nichts das geringste Interesse daran. Er hat nur ein Interesse: Uns fertigzumachen, uns so zu entmutigen, dass wir irgendwann sagen, okay, also das mit dem Glauben hab ich auch mal probiert, das lassen wir jetzt sein, es bringt einfach keine Früchte.

Nicht das Leiden, nicht die Drangsal bewirkt etwas automatisch, sondern die Reaktion, unsere Reaktion auf die Drangsal. Und wir können entweder eben wieder in der Art und Weise der Welt reagieren mit Empörung – „warum ausgerechnet ich?“. Typische Reaktion wenn was schief geht. „Herr, warum ich?“ Mit anderen Worten: „Warum hast du dieses Unheil nicht meinem Nachbarn geschenkt?“ Wie freundlich! Wie christlich! Wie liebevoll!

„Warum ausgerechnet ich?“ Dahinter ist eine solche Selbstgerechtigkeit! Ich, der ich doch jeden Sonntag zur Kirche gehe, der ich doch so einigermaßen regelmäßig meine Bibel lese und auch sogar ab und zu ein paar Groschen in den Kollektenteller lege, ausgerechnet ich, warum gerade ich. Warum nicht den Sünder von nebenan?

Selbstgerechtigkeit! Und im übrigen verkennen wir total die Tatsache, dass all das Übel dieser Welt, dass es nicht von Gott kommt, sondern dass es vom Teufel kommt – wir haben die völlig verkehrte Adresse gewählt für unsere Anklagen. Dass Übel dieser Welt kommt nicht von Gott – es kommt vom Teufel.

Aber „Wandel im Geist“ ist ein genialer Weg, aus dem, was der Teufel macht, um uns kaputt zu machen, etwas Gutes zu erleben – nämlich den Segen Gottes, dass das Böse überwunden wird und etwas Gutes daraus kommt.

Und Paulus sagt: Die Herrlichkeit kommt, indem wir eben nicht auf das Sichtbare schauen, sondern auf das Unsichtbare.

2 Kor 4,18a
da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare

Und was ist das Unsichtbare? Das ist der Geist, der Bereich des Geistes, die neue Natur, der Heilige Geist, das Wort Gottes, Hilfe, die Engel und all das. Die wunderbaren Verheißungen – das ist das Unsichtbare, auf das wir schauen sollen und schauen können.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (30:00 bis 35:00)

 

Wenn du das verstehst, wenn du das weißt, was das bedeutet, und das kommt nur zustande, indem der Heilige Geist uns Offenbarung gibt. Und wenn du die Schriften des Paulus studierst, dann wirst du sehen, dass er sich sehr, sehr große Mühe darum macht, dass Gläubige das verstehen. Das geht über Intellekt, über Information weit hinaus. Wir brauchen eine echte Offenbarung.

Und deswegen z.B. solche Gebete – Epheser 1,15-22 oder manche andere. Oder eben, was ich vorhin sagte, Philemon 6 – „Erkenntnis all dessen, was in uns ist“.

Wir brauchen eine echte lebendige Offenbarung, das muss irgendwie uns wie Schuppen von den Augen fallen – diese Art von Leben, diese Art von Eigenschaften hat Gott in mich hineingelegt. Nur das, was du erkennst und was du glaubst, wirst du auch erleben.

Vor „Erleben“, und wir sind alle scharf auf „Erleben“ und Gott will, dass wir etwas erleben, vor „Erleben“ kommt Erkennen und Glauben. Das ist das Problem von so vielen, die die Liebe Gottes suchen und nicht kennen und seelisch schier verhungern und sie sagen: „Ich hab das nie erlebt, dass Gott mich lieb hat“ und sie suchen Liebe.

Aber lasst uns verstehen, Liebe ist nicht ein abstraktes Dingsbums, in das man so hineinrennt oder was man irgendwie plötzlich wie so einen schweren Zementsack einfach auf den Kopf gedonnert kriegt und dann ist es halt da – spürbar. Liebe durchläuft verschiedene Phasen – Erkennen und Glauben und dann Erfahren. Deswegen sagt 1. Joh 4,16: Ihr habt erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu euch hat.

1Joh 4,16
Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

Erst erkennen, dann glauben. Und Glaube führt zur Erfahrung.

Und deswegen mein guter Rat für die, die sich also ausstrecken nach der Liebe Gottes: Suche nicht ein Gefühl, sondern gründe dich in Wahrheiten und erlaube den Wahrheiten in dir ein Vertrauen – und das ist ja Glaube – in deinem Herzen hervorzubringen. Erst nach dem Glauben kommt die Erfahrung. Nach dem Glauben kommt die Erfahrung.

Und wir sollen diese neue Natur erkennen, das, was Gott in uns hineingelegt hat, was eben ein Akt des Glaubens ist – wir sehen das ja nicht. Wir erleben das ja noch nicht, aber wir glauben Ihm, dass es so ist wie Sein Wort das sagt. Und dadurch ist eine der ersten Grundlagen oder Stufen gelegt, dass wir diese neue Natur in Aktion auch sehen wollen.

Und diese neue Natur in Aktion bedeutet Sieg. Bedeutet eben Überwinden. Bedeutet in Schwierigkeiten ermutigt bleiben.

Auf einer schönen herrlichen „Heilig-Geist Konferenz“ ermutigt zu sein ist keine große Geschichte, aber dann wenn es von allen Seiten knüppeldicke kommt, dann sind doch die Probleme da, dass wir zu schnell das Handtuch werfen, die Flinte ins Korn oder irgendwo anders hin werfen. Versteht ihr? Da ist doch die Situation, ja? Wo wir etwas brauchen, um in Anbetracht von lauter Schwierigkeiten – und das ist doch unsere Erfahrung – das Hässliche an Schwierigkeiten ist: Meistens kommen sie scharenweise. Wenn sie kommen, dann gleich im Rudel. Und nicht fein verteilt übers Jahr so wie die Feiertage oder so. Mit großen Abständen. Sondern sie kommen hordenweise unangemeldet und sie überfallen uns. Das ist doch das Hässliche an den kleinen vielen Schwierigkeiten des Lebens.

Und dieses Leben aus Gott, das wir in uns haben, diese neue Natur, ist ein Leben, das in keiner Weise Unterstützung oder Inspiration aus der sichtbaren Welt braucht. Sondern es ist ein Leben aus dem Himmel und es bekommt seinen Nachschub aus dem Himmel. Nachschub aus dem Himmel!

Und wenn du durch die Glaubenshelden gehst in der Bibel – Altes und Neues Testament – dann siehst du, etwas hat sie ausgezeichnet: Sie konnten ermutigt sein und zuversichtlich sein, dankbar sein, begeistert sein in der Mitte von ungeheuren Problemen. Wenn wir das Leben von Paulus uns anschauen, durch was für Schwierigkeiten er gegangen ist, und er sagt: Wir sind doch überreich an Freude inmitten allen unserer Trübsale.

2 Kor 7,4
Ich spreche mich mit voller Offenheit euch gegenüber aus, ich bin voll Rühmens über euch, habe Trost in Fülle und bin überreich an Freude bei aller meiner Trübsal.

Und wir denken, das gibt’s doch gar nicht, also entweder, der hat gelogen oder das ist halt die Spezialausstattung des Apostels. Aber um dieses zu erfahren – er hat nichts anderes genutzt als was du und ich haben – seine neue Natur. Dieses Leben, das wir haben, ist ein Leben aus Gott und es braucht nicht die Unterstützung des Sichtbares, es braucht nicht ein paar Probleme, die erstmal wieder ein bisschen abrücken, damit dieses neue Leben sich wieder erholen kann.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (25:00 bis 30:00)

 

Da sagt Paulus: Dank sei Gott, der uns allezeit Sieg gibt in Christus.

1Kor 15,57
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!

2 Kor 2,14
Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart!

Du sagst: Ja, schön, wann komme ich dahin, dass ich das auch einmal über mich sagen kann? Das kann der große Paulus von sich sagen, aber das kann nicht ich von mir sagen.

Doch! In Christus hast du genau wie Paulus allezeit Sieg. Er redet nicht von seinen ehrwürdigen Verdiensten als langjähriger bewährter Apostel, sondern er redet von Segnungen in Christus. Dank aber sei Gott, der uns allezeit Sieg gibt IN CHRISTUS. Nicht aufgrund unserer apostolischen Reife und Erfahrung, sondern in Christus.

Und deswegen also ein Bibelstudium, wer wir sind im Herrn, in ihm, durch die neue Geburt, was der Geist Gottes in uns hineingelegt hat. Und das, was wir da finden, haben wir anzuerkennen, zu bejahen, und anzuerkennen.

Phlm 6 redet von einem wirksamen Glauben, den wir haben können, in der Erkenntnis all des Guten in uns, das wir haben im Hinblick auf Christus.

Phlm 6
dass die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam werde in der Erkenntnis alles Guten, das in uns im Hinblick auf Christus ist.

„Wandel im Geist“ heißt, der neuen Natur Raum zu geben. Die neue Natur ist ein Teil von dir, der anfängt herauszukommen oder sich zu zeigen oder aktiv zu werden, wenn du dem, was in dir drin ist, vertraust. „Wandel im Geist“ hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Vertrauen gegenüber den Segnungen Gottes und auch – wie wir nachher noch sehen werden noch viel mehr – Vertrauen gegenüber dem Geist Gottes. Es hat etwas mit unserem Vertrauen zu tun.

Und wenn wir erkennen, wie Gott uns gesegnet hat, dann natürlich ist die Grundlage das Wort Gottes. Gott beschreibt, was Er uns gegeben hat, und wir als gehorsame Kinder – wir stimmen mit Ihm überein. Wir übernehmen Seine Sicht von uns, wir übernehmen die Art und Weise, wie Er uns beschreibt und was Er in uns hineingelegt hat – ohne Rücksicht darauf, ob wir das jemals erlebt haben, gefühlt haben oder erfahren oder nicht.

Wichtig ist, sagt Gott, dass es mir gehört? Und wenn es so ist, dann stimm du damit überein und krieg nicht irgendwie einen traurigen Augenausdruck und dann irgendwie sagst du: Ja, ich wünschte, ich könnte das von mir auch sagen – allezeit Sieg in Christus.

Dann hast du die ganze Sache nicht verstanden! Du hast – wie jeder andere auch – Sieg in Christus. Da ist keine Niederlage in Christus, weil der Gott, der uns erlöst hat und der uns berufen hat und für den wir leben eben in sich ein erfolgreicher Gott ist. Hallelujah.

Und dieses Leben ist in uns hineingelegt. Ein Leben, das eine einzigartige Qualität hat. Die Bibel redet von zwei verschiedenen Arten von Leben:

Es ist das normale, natürliche, irdische Leben, was eigentlich nur eine Degeneration des göttlichen Lebens ist, das ist das teuflische Leben, und das wir eben im Fleisch ausleben.

Und es ist das Leben aus Gott. Wir nennen das auch „ewiges Leben“, aber wenn wir „ewiges Leben“ sagen, wir denken immer in Zeitkategorien. Und natürlich haben wir in diesem Sinne auch ewiges Leben, dass wir in alle Ewigkeit mit Gott zusammen sein werden. Natürlich! Aber das ewige Leben in Zeitkategorien hat der Sünder auch. Er wird auch ewig in diesem Feuersee sein – wie der Teufel. Das ist nicht das wesentliche von ewigem Leben. „Ewiges Leben“ wäre vielleicht besser übersetzt mit „göttlichem Leben“. Das ist eine göttliche Art von Leben, das wir bekommen haben und diese Art von Leben ist sehr interessant. Es ist ein Leben, das den größten Widerstand, den das Reich der Finsternis auf dieser Welt bieten kann – oder überhaupt bieten kann – den größten Widerstand, den größten Druck, die größte Herausforderung, den größten Angriff, den das Leben überhaupt erfahren kann, nämlich den Tod. Diesen Angriff hat das Leben aus Gott erlebt und überlebt.

Es ist Auferstehungsleben, das durch den Tod gegangen ist und der Tod konnte es nicht unter Kontrolle behalten. Das ist deswegen so wichtig für uns, weil dieses selbe Leben jetzt in uns ist. Und das heißt: Wenn die stärkste Waffe des Teufels zuschanden geworden ist und nicht sich als mächtig genug erwiesen hat eben dieses Leben einzufangen, einzugrenzen, zu unterdrücken, zu ersticken, zuende zu bringen – wenn das dem Teufel nicht gelungen ist durch den Tod eben an Jesus – dann heißt das: ALLE seine Waffen sind schwach, sind hilflos und sind total nicht ausgerüstet für das, was wir jetzt heute haben.

Es gibt in dieser Welt, aus dem Reich der Finsternis nichts stärkeres als Tod, es gibt nichts stärkeres. Und das Leben in uns ist das Auferstehungsleben und es ist durch den Tod gegangen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (20:00 bis 25:00)

 

Der sich als Opfer sieht, sagt: „Ich bin ganz alleine, niemand hilft mir, alles ist zu schwer, alles ist mir zu viel, alles irgendwie ist gegen mich und niemand hilft mir“.

Das ist diese Haltung, die eben das Opfer hat. Eine Haltung voller Selbstmitleid und wenn du es genau analysierst, eine Haltung voller Lüge! Voller Lüge. Weil wir damit faktisch ja ausdrücken, all die schönen Verheißungen, die wir lesen: Gott sagt, Er ist mit mir und wenn die Fluten kommen, sie werden mich nicht ersäufen, wenn ich durchs Feuer gehe, es wird mich nicht verbrennen.

Jes 43,2
Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen.

Das ist alles schön, das sind schöne Bibelverse, die sind gut für die Stille Zeit, aber sie nützen nichts, sie bewirken nichts im Alltag. Ich entmachte das Wort Gottes mit meinem Festhalten an der Lüge. Ich sage: Ja, schön und gut, Gott hat versprochen, Er ist mit mir, aber bitte – wo ist Er denn?! Ich sehe ja, Er ist nicht mit mir. Alles ist genau wie vorher! Meine lieben Geschwister, so lieb sie sind, sind immer noch genauso gegen mich und keiner liebt mich, alle lehnen mich ab usw.

Wir entmachten das Wort Gottes gleich von Anfang an, weil wir etwas wichtiges versäumt haben: Zu achten auf unsere Reaktion, die wir haben oder die wir eben verändern können.

Und „Wandel im Geist“ hat sehr viel damit zu tun, unsere Verhaltensweisen und unsere Reaktionen zu verändern.

Aber das ist ein bisschen vorgegriffen, gehen wir ein bisschen der Reihenfolge nach vor. Ich komme dann noch dann dazu.

Wandel im Geist heißt also, dass wir einen Lebensstil lernen, wo wir die neue Natur aktivieren oder der neuen Natur Raum geben in uns. Und das muss unbedingt damit beginnen, dass wir ein ziemlich klares Konzept haben, wer wir überhaupt sind, jetzt dem Geiste nach. Wer wir jetzt dem Geiste nach sind.

Und es gibt eine Fülle von Aussagen im Worte Gottes, die eben beschreiben, was wir haben, was in uns hineingelegt wurde, was da ist. Und Wandel im Geist beginnt damit, wenn wir dieser neuen Natur Raum geben wollen, wir müssen sie kennen, wir müssen ein Vertrauen entwickeln zu dem, was Gott in uns hineingelegt hat.

Also auf geht eine Reise – nicht jetzt hier, sondern zu Hause als Hausaufgabe – durch die Briefe des Neuen Testamentes. Und dann machen wir ein Bibelstudium, was sagt Gott denn über den neutestamentlichen Gläubigen, der er dem Status nach ist. Also nicht dessen, was er aktuell tut und was man äußerlich sieht, sondern was Gott unsichtbar in ihn hineingelegt hat. Wir brauchen ein klares Konzept: Wer sind wir?

Und eins der Dinge, da war ich jetzt eben so ein bisschen vom Wege abgekommen, ist, wir sind gehorsam gemacht worden von Herzen.

Wenn ihr das wissen wollt, wo das steht, das steht im Römerbrief.

Röm 6,17-18
17 Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist.
18 Frei gemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden.

Und hier ist es wichtig und genauso auch bei vielen anderen Schriftstellen, die etwas sagen über uns: Dies redet nicht von dem, was man von außen bei dir beobachten kann, was dein Bruder gerade an dir erlebt oder erlitten hat, sondern das redet von dem, was Gott bei der neuen Geburt in dir getan hat. Und wir könnten schnell irgendwie mit einem verkehrten Hang zu gründlicher Ehrlichkeit irgendwie sagen: Ja, also das kann ich ja nun wirklich nicht von mir sagen, „Sklaven der Sünde wart“ – was heißt hier „wart“? Ich bin es immer noch! Mein ganzer Lebenswandel Tag für Tag, nicht gerade jetzt auf dem Höhepunkt eben von einem schönen Seminar, aber ansonsten irgendwie – legt davon Zeugnis ab, dass von einer Befreiung von der Macht der Sünde gar nicht die Rede sein kann.

Und dann müssen wir aufpassen, dass wir hier verstehen, wovon Gott redet: Gott redet von dem, was wir sind, dem Geiste nach. Was wir bekommen haben, was Er in uns investiert hat. Und das neue werden wir niemals sehen wenn wir es nicht zuvor anerkennen. Es beginnt damit, dass neue anzuerkennen, was wir haben. Und wir können mit einem verkehrten Hang zur gründlichen deutschen Ehrlichkeit, wir können das totschlagen und sagen: „Nein, das darf ich nicht sagen“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (15:00 bis 20:00)

 

Wir sind gehorsam gemacht worden! Der neue Mensch ist nach Gott geschaffen. So wie der alte Mensch nach dem Teufel geschaffen ist, mit einem eingebauten Verlagen, immer das Verkehrte zu tun, immer das zu tun, was dem Lebensstil des Teufels entspricht und was dessen Resultate hervorbringt: Zerstörung und Selbstzerstörung. Das ist ja auch das Schicksal des Teufels – er richtet Zerstörung an, aber letzten Endes – er zerstört sich selbst. Das ist die Frucht einfach eines solchen Lebensstils.

Und jetzt umgekehrt – Leben im Geist ist Heilung für uns und Heilung und Hilfe, Lösung, Auferbauung, Ermutigung für andere. Wenn wir anfangen, im Geist zu wandeln, dann zum ersten Mal sind wir nicht mehr Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Wir sind nicht mehr Teil des Problems dieser Welt, sondern wir fangen an, Stück für Stück, mehr und mehr Teil von Gottes Antwort zu sein.

Dieses Problem in der Welt ist die Sünde, und die Sünde hat eben einen Mechanismus, sich selber aufrecht zu erhalten oder sogar sich selber zu multiplizieren. Die Sünde des einen bewirkt – wenn ich im Fleisch wandle – dass ich darauf wiederum mit Sünde reagiere. Entweder indem ich total protzig, patzig irgendwie zurückschlage und sage, sowas kannst du mit mir nicht machen und bin böse, hasserfüllt oder voller Rache oder irgendsoetwas. Das ist Sünde, ja? Das wisst ihr, ja? Okay.

Oder aber vielleicht scheingeistlich a la Pharisäer-Natur: „Wie kann man nur? Wie kann man nur so etwas primitives tun wie ich das da gerade bei meinem Bruder sehe?“ Ich entrüste mich und das Entrüsten ist genauso sündig wie das, was der Bruder tut!

So, seine Sünde, wenn ich im Fleisch wandle, produziert auf meiner Seite wieder Sünde. Und dann ist er vielleicht darüber beleidigt oder schockiert oder gefrustet darüber, dass ich entrüstet bin – und so spielt man also Ping-Pong. So richtet man eine Ehe zugrunde, so zerstört man eine Atmosphäre in der Wohngemeinschaft, so geht es am Arbeitsplatz, so geht es in der Welt – die Sünde hat eine Kraft in sich, sich selber zu multiplizieren und zu vervielfältigen und das Leid in alle Ecken dieser Erde zu streuen.

Und wenn wir im Geist wandeln, dann durchbrechen wir dieses Ping-Pong Spiel, wir hören damit auf. Sondern wir werden jetzt welche, die Böses mit Gutem überwinden. Alle Welt kann nur Böses mit Bösem überwinden, und wenn sie noch so guten Einsatz dabei bringt – alles Getrennte von Gott, wenn es auch noch so schön sich anfühlt oder anschaut oder beeindruckend ist, ist letzten Endes ein Versuch der Selbsterlösung, wird wieder zu Stolz führen und zu noch schrecklicheren Dingen und es ist ein Versuch, das Böse mit Bösem zu überwinden.

Und nur wenn wir eben vom Geist geleitet werden und anfangen, anders zu reagieren, dann können wir wirklich zum allerersten Mal Teil von Gottes Antwort sein. Und wir lernen, das Böse mit Gutem zu überwinden. Damit habe ich gleich gesagt, dass „Wandel im Geist“ sehr, sehr viel mit Reaktionen zu tun hat.

Wir werden lernen, auf eine andere Art und Weise zu reagieren auf alle möglichen negativen Herausforderungen und Angriffe und Bedrängnisse usw., die das Leben in Hülle und Fülle bietet.

Und wenn wir verstehen, wie die Kraft Gottes in unser Leben kommt und wie wir dann spezifisch anders reagieren können, dann geschieht etwas ganz interessantes: Dann entdecken wir, dass aus den Schwierigkeiten, den Problemen, den negativen Dingen dieses Lebens sogar noch etwas Gutes kommen kann, weil wir daraus lernen.

Und das ist wichtig, dass wir eine solche positive Haltung haben: Ich kann aus allem, was da vorkommt und was in meinem Leben an Negativem da sich ereignet, ich kann mit Gottes Hilfe daraus etwas Gutes machen. Ich bin nicht ein Opfer der Umstände, das ist eines der schrecklichsten Lügen überhaupt: Wenn man sich so als ein hilfloses, kleines Opfer des Lebens so sieht. Das gebiehrt nichts anderes als Selbstmitleid und Depression und Traurigkeit und das wird keineswegs dazu führen, dass wir Menschen werden, die überwinden können. Wir können nicht überwinden, weil wir schon überwunden sind. Wir sind kein Opfer!

Und ich habe viele Menschen gesehen in der Seelsorge, die eine solche „Opfer-Mentalität“ haben. Und dahinter steht eine Haltung, die eben mit den Wahrheiten des Wortes Gottes eigentlich gar nicht vereinbar ist.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (10:00 bis 15:00)

 

„Wandel im Geist“ ist also das, was uns hier beschäftigen soll und weil Sünde oder das Fleisch „Lust bringt“, deswegen kann man schon sagen, Wandel im Geist muss einfach, weil es typisch ist für Gott, das Böse wird mit dem Guten überwunden und nicht, indem man das Böse bekämpft.

Viele, viele Christen haben eine Vorstellung, sie sind negativ fixiert und sie versuchen, das Böse zu bekämpfen, indem sie sich auf das Böse konzentrieren. Und das ist nicht die neutestamentliche Art und Weise. Du siehst viele Male: „Tut nicht mehr das“, aber dann geht’s weiter: „Sondern stattdessen …“.

Weil wir alle so angelegt sind, wir können nur das eine tun, und während wir das eine tun, können wir nicht automatisch das Gegenteil tun. Und wir versuchen manchmal etwas negatives abzustellen, indem wir uns konzentrieren auf das negative und versuchen, das Negative zu verhindern oder zu unterdrücken. Das ist nicht die Art wie Gott uns anleiten möchte, mit negativen Verhaltensweisen umzugehen. Sondern immer das Gegenteil suchen und uns dann darauf ausrichten, die positive Alternative zur Geltung zu bringen.

Okay, Paulus redet also von diesem großen Gegensatz hier – in diesem Galterbrief, aber auch an anderen Stellen – Fleisch und Geist.

Fleisch, sagte ich schon, ist das, was wir sind ohne den Herrn. Und das ist nicht sehr viel und das ist nicht sehr beeindruckend. Und unsere Umgebung stöhnt manchmal und sagt: „Herr, verändere ihn“. Und dann sitzen wir hier und hören „Wandel im Geist“. Hallelujah. Das ist die Antwort von Fürbitte von vielen. Preis dem Herrn.

Und „Geist“, damit ist nicht der Heilige Geist gemeint, sondern unser Geist. Das ist das, was wir sind aufgrund des stellvertretenden Leidens und Sterbens und der Auferstehung des Herrn. Geist ist das, was wir sind als neue Menschen, dem Geist nach, weil wir von neuem geboren sind.

Und das ist hat einen Konflikt miteinander, sagt uns der Galaterbrief. Fleisch ist gegen den Geist, aus einem Grunde: Um uns in einen Kampf zu verwickeln, damit wir nicht tun, sagt dort Paulus interessanterweise, was wir wollen.

Gal 5,17
Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt.

Dieses Aufbegehren, dieses Stör-Manöver, dieses Behindern des Fleisches hat eigentlich nur ein Ziel: Uns abzuhalten zu tun, was wir wollen. Und das ist eine gewaltige Aussage. Das sagt nämlich, dass wir als Kinder Gottes so frei sein sollen, dass wir tun und lassen können, was wir wollen.

Das klingt sehr gefährlich, aber wenn wir verstehen, dass Gott vorher etwas in uns tut an Veränderung und unsere Wünsche, unser Verlangen, unsere Ziele usw. erneuert und verändert, dann ist das nicht gefährlich. Aber diese Freiheit ist für uns da! Dass wir tun können, das, was wir wollen. Und was uns daran hindert, ist das Fleisch.

Denkt an, was Jesus sagte: Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach.

Mt 26,41b
Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

Und oftmals betonen wir das in der verkehrten Weise: Der Geist ist willig, aber *das Fleisch (!) ist schwach(!)*.

Aber lasst uns das doch in einer anderen Weise betonen: Wir haben einen willigen Geist von Gott bekommen! Das ist einer der größten Offenbarungen, die du bekommen kannst über dich nach dem, was du jetzt im Geist bist. Paulus sagt: Wir kennen niemand mehr dem Fleische nach.

2Kor 5,16a
So kennen wir denn von nun an niemand mehr nach dem Fleisch

Und das ist das Problem: Wir kennen uns zu sehr „dem Fleische nach“. Und Fortschritte werden wir nur machen, wenn wir uns dem Geiste nach kennen.

Und wir brauchen Offenbarung: Wer sind wir? Was hat Gott uns gegeben? Wozu hat er uns befreit? Wozu hat er uns ausgestattet? Was ist eigentlich schon in uns hineingelegt?

Denn Wandel im Geist bedeutet nichts anderes, weil es ja das Gegenteil ist von „Wandel im Fleisch“ – es bedeutet nichts anderes als der neuen Natur, die wir ja geschenkt bekommen haben, fix und fertig, serienmäßig schon eingebaut, dieser neuen Natur in uns Raum zu geben. Wandel im Fleisch ist der alten Natur Raum zu geben, Wandel im Geist ist der neuen Natur Raum zu geben.

Und ohne dass ich jetzt zu sehr irgendwie das aufgreife, aber da gibt es ja eine ganze Reihe von Aussagen im Worte Gottes, die uns beschreiben, wer wir sind dem Geiste nach. Und eines der wichtigsten Aussagen, die uns ein neues Selbstbild geben können und die uns helfen können, aus dieser Verzweiflung über uns selbst auszusteigen – eine der wichtigsten Aussagen ist die: Wir sind durch Gottes Gnade gehorsam gemacht worden.

Röm 6,17
Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (5:00 bis 10:00)

 

Denn Werke des Fleisches – Zorn, Eifersucht, Neid, Streit, Unreinheit usw. – und all diese Verhaltensweisen kann man mit Leichtigkeit sich vorstellen, produzieren nichts anderes als Unglück. Sie produzieren nichts anderes als Unglück – für uns und vielleicht eher noch für den, der das zu erleiden hat – langfristig aber eben auch für uns.

Und vielleicht noch ein Gedanke dazu. Wir alle haben das, was eben die Bibel „Fleisch“ nennt, und das ist recht hoch entwickelt und sehr in Form und man muss sich nicht anstrengen, um diese Dinge zu produzieren – diese Werke des Fleisches. Man muss einfach nur sich gehen lassen, und der Rest kommt ganz von alleine.

Das ist deswegen wichtig, weil die Schrift sagt: So wie die Sünde geherrscht hat zum Tode, so soll auch die Gnade herrschen.

Röm 5,21a
damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche …

Also wir haben nicht ein Leben vor uns in totaler Anstrengung und Zähne zusammenbeissen und ja nicht irgendwie locker sein und ja nicht irgendwie mal ein bisschen sich öffnen oder irgendwie sich nicht immer ständig kontrollieren. Sondern wir haben ein Leben in der Freiheit – ein Leben, wo in derselben überwältigenden Weise wie früher die Sünde geherrscht hat, so kann und soll jetzt auch die Gnade herrschen.

Genau so flächendeckend, genau so einfach unser Leben bestimmen. So kann die Gnade wirklich herrschen in unserem Leben, das ist möglich! Und viele Menschen haben bei diesem Thema „Charakterveränderung“ und Gehorsam, sie haben ein total verkehrtes Konzept und sie sehen lauter Verbote oder Gebote und sie sehen, also wenn ich mich nicht total zusammenreisse, wenn ich mich nicht ganz mächtig anstrenge, dann auf jeden Fall würde ich es nie schaffen.

Und hier kommt die gute Botschaft: Dieser Lebensstil, wo wir Gott gefallen, indem wir lernen nach dem Standard des Neuen Testamentes zu leben, dieser Lebensstil hat nichts mit Anstrengung zu tun – er hat nichts mit Anstrengung zu tun! Wir überwinden unsere alten Schwachstellen nicht durch krampfartige Einsätze unserer eigenen Kraft, das ist nicht die Art und Weise, wie wir in die Freiheit hineinkommen.

Sondern wie wir sehen werden, es ist ein Werk Gottes in uns. Gott motiviert uns und Gott befähigt uns und Gott selbst hilft uns, das allerwichtigste zu tun, es hat nichts mit Kraftanstrengung zu tun, aber auch gar nichts.

Okay, dann der nächste Punkte zum Thema „Fleisch“.

Galater 5,16 spricht von der „Lust des Fleisches“.

Gal 5,16
Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

Sünde ist deswegen ein Problem, weil sie ein gewisses Maß von Lust produziert. Und Menschen sündigen, Menschen geben dem Fleisch Raum, weil eben auf die Impulse des Fleisches einzugehen oder das Fleisch zum Einsatz zu bringen, dem Fleisch Raum zu geben eben „Lust abwirft“. Das ist das große Problem. Denn mit Leichtigkeit kann man sich vorstellen, dass man ja sündige Verhaltensweisen durchschauen kann und verstehen kann. Aber es ist kein Problem von mangelndem Verständnis, sondern Sünde ist ein Problem von mangelnder Motivation.

Und Paulus redet von der „Lust des Fleisches“ und er sagt, es gibt einen Lebensstil, der uns hilft, dass wir die Lust des Fleisches nicht erfüllen. Und eben nicht, indem wir sagen: „Naja, das bisschen Lust, was wir haben – typisch Gott – das müssen wir jetzt auch noch opfern, damit wir dann total frustriert und leer und erschöpft uns durch dieses Leben quälen“. Das ist nicht die Art und Weise, wie Gott uns entgegenkommt und wie Er uns motiviert zu dem neuen Lebensstil. Sondern Er tut es, indem Er uns bessere, schönere und größere Lust gibt!

Und das alles ist enthalten, und das werden wir entfalten in dieser Lektion hier, in diesem Begriff, in diesem Thema „Wandel im Geist“. Das ist ein Lebensstil, wo wir neue Lustquellen erschlossen bekommen, wo eine neue Inspiration in unser Leben kommt, wo wir motiviert werden durch Gottes Liebe, durch Gottes Güte, durch Gottes Bestätigung und Seine Kraft. Und das ist so stark, dass wir freiwillig, ohne dass wir uns dazu zwingen und dahinprügeln müssen oder uns etwas abkneifen müssen, befähigt werden, in neuer Weise Verhaltensweisen einzuüben und zu lernen und so eben auf lange Sicht gesehen einen anderen Charakter bekommen, einen wesentlich besseren – Preis dem Herrn!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 6 – Wandel im Geist (0:00 bis 5:00)

 

Dann möchte ich euch ganz herzlich begrüßen hier bei „Grundlagen“. „Wandel im Geist“ soll also heute drankommen. Das ist die erste wichtige Lektion, die also den Alltag beschreibt oder bzw. unser Verhalten im Alltag. Nachdem wir durch diese einzelnen Stationen gegangen sind – Bekehrung ganz am Anfang in der ersten Lektion. Und die Wassertaufe nach der Ordnung des neuen Testamentes. Und dann die Erfüllung oder die Taufe in den Heiligen Geist oder das Getauft werden in den Heiligen Geist. Jetzt sind wir also bestens ausgerüstet um praktische Schritte zu gehen und an das heranzugehen, worauf es wirklich ankommt – das ist unser Alltagslebensstil. Und dazu hat die Bibel eine Menge zu sagen. Und zwar gibt sie sehr, sehr praktische schöne Anweisungen und Hilfen, wie wir also einen total anderen neuen schönen Lebensstil einüben können, der ein Segen ist – sowohl für uns als auch für unsere Umgebung. Das ist ja das schöne, Gott ruft uns zwar, ein Segen zu sein für andere, aber Er sagt nicht: „Ja, und du wirst dabei drauf gehen“ oder „du wirst irgendwie zu kurz kommen, aber tröste dich, dann irgendwann im Himmel wird alles wieder gut und ich werde dann dir alles wieder erstatten“. Sondern das, was Gott von uns will, sind eigentlich keine Opfer, sondern es ist ein Lebensstil, der heilsam ist für uns und eben für unsere Umgebung. Sei es deine Familie oder WG-Mitbewohner oder Nachbarn oder Hauskreis-Teilnehmer oder wen auch immer.

Wir wollen uns heute anschauen, wie wir das, was wir bekommen haben, diese Erfahrung des Heiligen Geistes, wie wir die jetzt nutzen können zu Kraft-Erfahrungen, die uns dann helfen werden, wirklich einen neuen Lebensstil einzuüben. Und „Lebensstil“ ist deswegen so interessant und so wichtig, weil Charakterveränderung auf keine andere Art und Weise zustande kommt außer durch eben einen neuen, anderen Lebensstil.

Ein Charakter ist nichts anderes als sich verfestigte oder über lange Zeit beibehaltene, eingeübte Haltungen, Gedanken und Verhaltensweisen.

Und wenn wir jetzt, was wir, glaube ich, alle dringend wünschen, unseren Charakter verändern wollen – oder mindestens unsere Ehefrau wünscht sich das, und von daher sind wir dann über ihre Tränen motiviert, daran auch zu arbeiten – dann kommt die Veränderung des Charakters auf dem Wege eines neuen Lebensstils.

Es kommt nicht über dem Wege der Handauflegung! Ja, so gerne wir das wünschten. Und wir sehnen uns danach, dass der vollmächtige Mann Gottes endlich mal in unsere Stadt kommt, uns die Hände auflegt und alle unsere Probleme gelöst sind – aber das wird nicht stattfinden. Und es ist einfach illusorisch, darauf zu warten.

So wie wir viele Jahre oder Jahrzehnte gebraucht haben, einen so verkorksten Charakter zu haben wie wir inn nur haben, so müssen wir auch realistisch sein – es wird ein paar Jahre dauern bis wirklich in den grundlegenden Fragen erkennbare Fortschritte oder Durchbrüche und eben neue Verhaltensweisen, neue Eigenschaften usw. sichtbar werden. Das ist ganz, ganz wichtig, dass wir da realistisch sind und nicht irgendwie verkehrte Vorstellungen haben – ein paar Gehorsamsschritte und das war’s dann. Sondern es ist wirklich ein Lebensstil, den wir einüben – und der wird genannt im Neuen Testament „Wandel im Geist“.

Wir beginnen mit Gal 5,16 – das ist so eine ganz grundlegende Stelle in Bezug auf unsere Alltagsverhaltensweisen.

Gal 5,16
Wandelt im Geist und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht erfüllen.

Das sagt hier Paulus. Das ist ein Satz, in dem also gewaltige Dinge enthalten sind. Zunächst einmal – vielleicht kurz, nicht zu lange, aber doch deutlich genug – ein Augenmerk auf die „Lust des Fleisches“. Da haben wir also zwei wichtige Begriffe hier oder zwei wichtige Aussagen. Erst einmal das „Fleisch“: Im Neuen Testament, in der Sprache des Neuen Testamentes ist das „Fleisch“ die Summe all dessen, was wir sind ohne den Herrn, ohne die neue Geburt, ohne die Kraft Gottes, ohne dass wir erneuert worden sind. Und dieses Fleisch, so wird es beschrieben in Gal 5,19-21 produziert eine Menge von hässlichen Dingen.

Gal 5,19-21
19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit;
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen;
21 Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

Diese Dinge haben unterm Strich immer zwei Resultate: Nämlich Beeinträchtigung der Lebensqualität auf unserer Seite – wenn wir also jetzt die Täter sind, die die Werke des Fleisches vollbringen – Beeinträchtigung, Verminderung der Lebensqualität bei uns und bei anderen!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (85:00 bis Ende)

 

Nehmen wir ein gutes Beispiel, ja? Allen bekannt. „Der Herr ist mein Hirte“. (Psalm 23,1a)

Sag nicht: Naja, hab ich schon mal gehört …

Nein, jetzt wirst du damit richtig umgehen:

Der HERR ist mein Hirte.

Und dann denkst du über den Herrn nach, was für ein powervollen Gott du hast. Nicht irgendsoeinen abgewrackten Guru in Indien, der deine Spendengelder in goldene Rolls-Royce umsetzt und sagt: Der Junge hat doch ne Meise, aber mach mal immer nur weiter.

Du hast den Herrn, den ewig treuen gütigen, wunderbaren Gott, mit dem du zusammen sein kannst alle Ewigkeit, der nicht korrupt ist, der nicht bestechlich ist, der dich nie ausnutzen wird, der immer nur gut ist und freundlich ist und nur gute Gedanken hat. Der HERR ist dein Hirte!

So. Okay, da hast du erstmal schon eine halbe Stunde dir das gepredigt.

Der Herr IST mein Hirte.

Wir haben nicht einen Gott von gestern oder irgendwann wird er es sein. Von jetzt! Von jetzt! Oh jetzt! Gott ist immer jetzt. Immer jetzt! Was nützt dir ein Gott von gestern oder irgendwann später kommt die Erweckung. Ist doch quatsch. Jetzt musst du leben. Jetzt. Der Herr IST mein Hirte.

So, nächster Punkt. Da hast du schon eine Dreiviertelstunde rumgebracht. Jetzt kommt der nächste Punkt.

Der Herr ist MEIN Hirte.

Dann kratzt du deine letzte Deutschkenntnisse zusammen. „Mein“ ist ein besitztanzeigendes Fürwort oder lateinisch „Possessivpronomen“. MEIN Hirte. Der gehört mir! Wow. Der gehört mir. Der ist für mich da, den lass ich nie wieder los. Es ist MEIN Gott, nicht nur der Gott der Christen, er ist MEIN Gott, MEINER.

Und wenn du anfängst, so über Wahrheit nachzusinnen, ich sage dir, ohne dass du dich anstrengst, du kommst in Anbetung. Und sagst: Boah, ist das nicht wunderbar!

Der Herr ist mein HIRTE.

Hallelujah, du gehst vielleicht manchmal in die Irre, aber er hat ein Hirtenstäbchen. Und er angelt dich und sagt: Mein Lieber, das ist der falsche Weg. Und er hat eine mächtige Keule. Wenn die Wölfe kommen, sagt er: Freundchen, pass auf, hier ist die Keule.

Pa 23,4b
dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.

Der Stecken ist dazu da, dem bösen Wolf eins draufzugeben und der Stab ist dazu da, dich wieder auf den richtigen Weg zu leiten. So, dir kann gar nichts passieren! Wenn du in die Irre gehst, er wird dich korrigieren. Wenn der böse Wolf kommt, er wird ihm einen überbraten.

Sein Stecken und Stab trösten mich. Er ist wirklich der gute Hirte.

So, da kannst du einen Bibelvers nehmen und predigst dich total glücklich damit. Und das ist nur einer von tausenden von Versen.

Und du lernst, die Kraft zu nehmen, die in diesem Wort enthalten ist. „Nachsinnen über dem Wort Gottes“.

Jos 1,8
Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.

Psalm 1,1-2
1 Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt,
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!

Und vieles, vieles andere, was darüber redet, wie wir so mit dem Wort leben können und wie wir Liebe bekommen können zum Worte Gottes.

Wenn wir verstehen, was Gottes Wort alles beinhaltet und welche wunderbaren Dienste es uns bringt, wir bekommen Liebe zum Wort. Wir bekommen Verlangen, uns mit dem Wort zu beschäftigen, wir bekommen Eifer zu studieren und es aufzunehmen und uns damit immer wieder zu waschen und zu baden und das aufzunehmen. Und wir werden mehr und mehr und mehr entdecken. Das ist eine Reise, ein Abenteuer. Und das wird immer schöner werden und immer besser. Und das, was du einmal bekommen hast, das bleibt für immer dein. Das bleibt für immer dein. Der Heilige Geist wird immer wieder, wann du willst, dir das lebendig und real machen. Das Problem für uns ist, dass wir das geschrieben lesen im Worte Gottes, aber das es nicht ein „Aha-Erlebnis“ ist in unserem Herzen. Das ist das Problem. Und durch Nachsinnen kann das lebendig gemacht werden. Der Heilige Geist wird uns helfen. Amen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (80:00 bis 85:00)

 

Darüber werden wir dann später noch mehr sprechen, aber weil das Wort die Wahrheit ist, muss dieser Vers unbedingt hier einmal gesagt werden. Es ist eine Kraft, die in uns wirkt.

Dann, ganz wichtig: Das Wort Gottes wird uns als Nahrung beschrieben. Wir leben von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.

Mt 4,4
Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“

Wir leben nicht von jedem Wort in der Bibel, sondern von dem *lebendigen* Wort – also was der Heilige Geist lebendig macht. Von dem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.

Und wenn du die Kraft des Lebens entdeckst in einem Bibelvers, wenn du einmal Zugang bekommen hast zu einem Wort, du kannst jeden Tag zurückkehren und dieselbe Kraft kommt wieder hervor. Es gibt keinen Mangel an Energie und an Leben. Und nur weil du und Millionen von anderen Christen dieses Wort schon ausgelutscht haben, heißt das nicht, das nächste Mal ist nichts mehr drin für dich. Es gibt keine Energiekrise, keine Knappheit, kein Mangel, sondern es ist voller Vitalität. Und ein Wort, das dich einmal inspiriert hatte, getröstet hat, ansgesprochen hat – du kannst immer wieder dahin zurückgehen mit deinem Freund, dem Heiligen Geist.

2Kor 3,6b
Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

Sag: „Komm, Heiliger Geist, mach es mir lebendig“, und dann sinne nach über dem Wort.

Jetzt muss ich unbedingt zu dem letzten Teil hier noch etwas sagen: Wenn wir erleben wollen, dass das Wort eine Waffe ist, dass das Wort Nahrung ist, dass das Wort Kraft ist, dass das Wort wirksam ist, dass es uns reinigt – hab ich auch noch ganz vergessen – und vieles, vieles andere mehr – wenn wir erleben wollen, dass das Wort diese Qualitäten entfaltet in unserem Leben, und überleg dir, wie du leben wirst, wenn du Waffen hast – wenn du Kraft hast, wenn du Leben hast, wenn du Reinigung hast, wenn du Heilung hast – überleg dir, wie wird dein Leben anders sein …

Du wirst anders leben, glaub es mir. Jeden Herbst kam die Depression, wenn die letzten Blätter runterkamen, in meinem Leben, dann kam die Depression. Ich konnte das genau verfolgen, ich wusste, jetzt ist es wieder soweit – Ende Oktober. Noch ein Herbststürmchen und dann sind die letzten Blätter runter. Und dann kam eine furchtbare Depression.

Durch das Wort können wir frei sein! Wir haben da drin ein neues Klima, lass draussen die Blätter fallen oder irgendetwas anderes machen, wir sind frei, wir sind frei!

Und wir können unsere Seele füllen, im Winter und im Sommer und im Frühjahr und im Alter und im Midlife und in irgendetwas. Und lass die Welt Midlife-Crisis haben, Burnout-Syndrom oder irgendetwas. Was immer sie möchten – aber wir haben Leben. Die Bibel sagt: Wer im Wort ist, der hat Saft und Kraft und er wird grünen, auch im Alter.

Ps 1,2-3
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.

Auch wenn du jenseits der 30 bist, du wirst noch Power in deinen Knochen spüren, Dynamik haben und Ziele haben. Einmal habe ich einen jungen Mann getroffen und er war so wie ein Opa – er schlurfte so und war so betrübt. Ich sage: „Weißt du was, das gute ist, du kannst noch einmal total von neuem anfangen!“. Er sagt: „Mann, was denkst du, ich bin schon 30!“

Ja! Er war fertig mit seinem Leben. Alles, was er meinte, was man erleben kann, hat er schon erlebt. Er war total fertig, er hat schon abgeschlossen mit seinem Leben. Frührentner.

Das wird uns nicht passieren. Psalm 1. Wenn wir gegründet sind, im Worte Gottes, wenn wir nachsinnen über Sein Wort – Tag und Nacht. Nachsinnen – dann sind wir wie ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen und dann werden wir Frucht bringen, ununterbrochen Frucht bringen.

Und das ist eine Kunst, die wir lernen müssen: Nachzusinnen.

Das heißt: Nicht wie ein Weltmeister durch die Bibel zu jagen, sondern wir nehmen uns ein, zwei, drei gute Verse, von denen wir meinen, oh, die können uns gut tun. Und dann sinnen wir nach. Wir füllen unser Denken damit. Wir fangen an, das Wort zu sprechen, wir fangen an, das Wort in unsere Gedanken, in unsere Fantasie zu nehmen, wir fangen an, mit dem Heiligen Geist uns vorzustellen, was bedeutet das, ein solches Leben zu führen, diese Qualitäten zu haben? Wie wird das aussehen? Der Heilige Geist inspiriert uns, und er macht uns lebendig, und er füllt uns. Das ist eine Kunst, die wir lernen müssen. Erst sprechen wir das Wort, dann nehmen wir es in unsere Fantasie hinein, und dann nehmen wir uns Zeit, wirklich darüber nachzudenken.

Nachzudenken! Du kannst so viel Leben bekommen aus einem Wort. Ein einziges Wort, ja? Und du wirst die Kunst lernen, dir selber zu predigen. Es reicht doch nicht bis zum nächsten Sonntag, bis die nächste Predigt dich aufbaut. Oder Hauskreis. Das sind doch nur zwei, drei Ereignisse pro Woche. Predige dir selbst das Wort! Bau dich auf!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (75:00 bis 80:00)

 

Du kannst sie aussäen! Schade, dass ich jetzt nicht die ganze Zeit habe, aber geht in dieses Lukas 8 Kapitel hinein und seht dort, wo der Boden ist und wie der Boden beschaffen sein muss und welche Qualitäten er haben muss und wie man sät – und dann kannst du wirklich Landwirtschaft betreiben. Geistliche Landwirtschaft. Pflüg deinen Acker, rotte das Unkraut aus und dann fang an zu säen, bewache die Samen, bewässere sie und siehe da – es fängt an, etwas neues zu wachsen in deinem Leben.

Lukas 8, 4-15
4 Als sich aber eine große Volksmenge versammelte und sie aus jeder Stadt zu ihm hinkamen, sprach er in einem Gleichnis:
5 Der Sämann ging hinaus, seinen Samen zu säen; und indem er säte, fiel einiges an den Weg, und es wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
6 Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.
7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und indem die Dornen mit aufwuchsen, erstickten sie es.
8 Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
9 Seine Jünger aber fragten ihn, was dieses Gleichnis bedeute.
10 Er aber sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu wissen, den Übrigen aber in Gleichnissen, damit sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen.
11 Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes.
12 Die aber an dem Weg sind die, welche hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht glauben und gerettet werden.
13 Die aber auf dem Felsen sind die, welche, wenn sie hören, das Wort mit Freuden aufnehmen; und diese haben keine Wurzel; für eine Zeit glauben sie, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab.
14 Das aber unter die Dornen fiel, sind die, welche gehört haben und hingehen und durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt werden und nichts zur Reife bringen.
15 Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren.

Du bestimmst deine Zukunft! Das ist die Botschaft, die enthalten ist in: Der Same ist das Wort Gottes.

Wenn dir nicht gefällt, was du heute erntest – dein Gehalt, deine Freundschaft, deine Wohnung, deine Lebensumstände – wenn dir das nicht gefällt, ich mache dir einen Vorschlag: Säe etwas neues.

Was willst du sehen in ein paar Jahren, wie soll dein Leben aussehen? Wirst du schwach sein, wirst du stark sein? Wirst du vital sein, voller Ideen, voller Tatkraft oder wirst du weiter irgendwie so mittelmäßig vor dir hinkrepeln wie alle anderen auch? Dazu bist du nicht geschaffen, du hättest nicht Christ werden sollen. Du bist gerufen, dynamisch zu sein und tatkräftig zu sein.

Ich gehe jetzt hier in Affentempo durch, hört mal:

Das Wort Gottes ist eine Waffe.

Eph 6,17
Nehmt […] das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort!

Das Wort ist eine Waffe. So wie Jesus bedrängt wurde in der Wüste mit dem Teufel, und er hat nicht gesagt: Teufel, geh weg, ich bin der Sohn Gottes! Sondern wie ist er ihm begegnet? Mit der einzigen Waffe, die auch uns zur Verfügung steht. „Es steht geschrieben“. Der Haken ist: Du musst wirklich wissen, was geschrieben steht.

Du kannst nur dem Teufel widerstehen wenn du kommst und sagst „es steht geschrieben“ – „Ja, ähm, wie war es nochmal? So ähnlich. Na, Teufel du weißt schon“.

So wird’s nicht funktionieren! Du musst ihn festnageln, du musst sagen: So steht es geschrieben. Und dann wirst du erleben, dem Teufel fällt nichts mehr ein. Wenn du ihm kommst mit dem Wort, wenn du sagst: „Oh, warum passiert mir das alles? Ich bin doch so ein liebes, nettes Kind Gottes – warum passieren so schreckliche Dinge in meinem Leben?“ Der Teufel wird dir keine Antwort geben, er wird dir noch eine drüber braten.

Setz dich zur Wehr. Sag doch nicht, „och, ich war doch schonmal im Grundlagenseminar. Ich gehöre doch hier zur Gemeinde?!“ Das wird dir alles nichts helfen, das wird den Teufel nicht beeindrucken. Sag: Es steht geschrieben! Was steht geschrieben?

Jak 4,7b
Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

Röm 8,31b
Wenn Gott für uns ist – wer kann gegen uns sein?

Das steht geschrieben! Die Pläne des Teufels müssen zunichte werden. Der Teufel wollte etwas tun in meinem Leben, und ich habe das Wort genommen – Jesaja 8 – „schmiedet einen Plan, er geht in die Brüche, berede die Sache, sie wird nicht zustande kommen, denn Gott ist mit uns“.

Jes 8,10
Plant einen Plan, er geht in die Brüche! Beschließt einen Beschluss, er wird nicht zustande kommen! Denn Gott ist mit uns.

Und der Teufel musste sich kehrt drehen und das war’s und alles ist zusammengefallen, was er versucht hatte gegen mich zu tun. Preis dem Herrn.

Das Wort Gottes ist eine Waffe. Und wenn wir sie wissen zu gebrauchen, können wir siegreich jede Bedrückung, jeden Angriff, jede Macht der Finsternis, die uns entgegenkommt wirklich in die Flucht schlagen. Wir können erleben wie wir siegreich sind. Und zwar bevor sich die Außenumstände verändert haben – erst innen drin – das ist die göttliche Reihenfolge. Und das ist, was das Wort tut. Es verändert uns. Es ist eine Waffe gegen die Mächte der Finsternis. Hallelujah.

Das Wort Gottes ist voller Heilungskraft.

Ps 107,20
Er sandte sein Wort und heilte sie, er rettete sie aus ihren Gruben.

Lk 7,7b
sprich ein Wort, und mein Diener wird gesund werden.

Dann wird beschrieben: Das Wort arbeitet in uns. Es ist ein wirksames, lebendiges Wort. Es wirkt in uns.

1 Thess 2,13b
Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt.

Jak 1,21
nehmt mit Sanftmut das [euch] eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten!

Das Wort Gottes kann deine Seele erretten.

Du sagst: Ich bin doch schon gerettet.

Ja, du bist gerettet in dem Sinne, wenn du Jesus angenommen hast, du bist Kind Gottes und du weißt heute schon, du darfst es heute schon wissen, dass du einmal in Ewigkeit mit Christus im Himmel sein wirst. Aber „die Seele erretten“ ist etwas anderes. Die „Seele erretten“ heißt, die Seele in den Genuss führen all der Erfahrungen und all der schönen Dinge, die Jesus für dich erworben hat. Sie freizusetzen von dem Zwang der Selbstzerstörung, von dem negativen, von dem bedrückenden, von dem traurigen, von all diesen negativen Stimmungen. Das ist, was das Wort Gottes in dir tun kann.

Und Gott gibt dir die Möglichkeit, dass du anfangen kannst, das Klima in dir zu verändern.

Joh 8,32
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (70:00 bis 75:00)

 

Und dann bringt Jesus diese wunderbare Lehre auch für uns als Christen: Das ist nicht nur, wie Gott gehandelt hat, sondern auch wie wir leben sollen!

In Lukas 8 bringt er dieses Gleichnis vom vierfältigen Ackerfeld und dort sagt er:

Lukas 8,11
Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes.

Und als ich studierte – ich habe alles aufgeschrieben aus der Bibel: Was sagt die Bibel über das Wort Gottes? Und dann hab ich gefunden: Das Wort Gottes ist schöpferisch. Und dann das mit dem Samen.

Und dann habe ich angefangen darüber nachzudenken – das ist der zweite Teil dann: Wie werden Wahrheiten real, wie werden Wahrheiten etwas lebendiges? Wie werfen sie wirklich Licht und Leben ab? Das ist, indem wir uns wirklich einlassen auf das Wort Gottes und es hineinnehmen in unser Denken und darüber nachsinnen. Und das war für mich eine Bombe: Das Wort Gottes ist ein Same.

Mensch, stell dir das einmal vor! Was ist ein Same? Meistens ein sehr unscheinbares kleines Ding. Und doch, wenn es ein lebendiger, echter Same ist, und nicht ein Plastik-Imitat, dann hat es alle Informationen in sich, die es braucht, um die fertige Pflanze, meinetwegen den Baum oder so, zu bauen. Das ist schon gewaltig. Und man sagt, man bräuchte mehrere Bibliotheken, um einen mitteldeutschen Laubbaum in allen Einzelheiten so zu definieren, dass du ihn nicht mit irgendetwas anderes verwechselst. Du brauchst Bibliotheken voll Büchern voll Informationen, um eine Pflanze exakt zu beschreiben.

Und das alles ist in einem kleinen Samen drin. Damals habe ich gerade gewohnt da neben im dritten Stock und da war eine Birke und jeden Herbst oder August oder wann das war, wehte das diese Birkensamen. Und ich hab mich so geärgert, mit einem Kehrblech hab ich das Zeug geschaufelt. Und dann entdeckte ich, der Same ist das Wort Gottes und dann dachte ich: Wow! Da habe ich mit Respekt geschaufelt.

Da dachte ich, in diesem kleinen Samen ist die Power einen solchen Baum zu bauen. Nicht nur die Information, auch die Kraft einen solchen Baum zu bauen. Der braucht zwar einige Jahre bis er soweit ist, aber wenn er soweit ist – dann spuckt der jedes Jahr säckeweise diese Samen aus, und das reicht aus um den ganzen Erdball, wo immer das Klima günstig ist für Birken, mit Birken zu bepflanzen. Da ist Multiplikationskraft drin in den Samen.

Und Gott, weil Er ein sehr ökonomisch, rationeller Gott ist, Er gibt nicht alle Segnungen auf einmal. Das wäre ja furchtbar. Wenn du in Urlaub fahren würdest, stell dir vor, du bräuchtest Riesensonderzüge. Alle Segnungen, die du die nächsten Jahre und Jahrzehnte bräuchtest im Leben, die würden immer dich begleiten. Das wäre sehr umständlich, du würdest mit keiner Airline mitfliegen dürfen, weil du immer Übergepäck hast. Aber so nimmst du die Bibel, und alles ist in Samenform.

Sehr handlich, sehr kompakt, und wann immer du es brauchst, säst du die Samen aus. Und du weißt ja, aus dem Samen, der sieht zwar unscheinbar aus, das ist nur Druckerschwärze, sogar auf den ersten Blick – die Buchstaben sehen aus wie in deiner Bildzeitung. Aber täusche dich nicht. Da ist Lebenspower drin. Das „B“ sieht aus wie in deiner „BZ“, aber es ist etwas anderes.

Wenn du entdeckst, diese Kraft zu nutzen. Und du kannst Samen säen in dein Leben. Wie macht man das? Jeder Same, sagt die Schrift – am Anfang – 1. Mose – bringt hervor, alles trug Samen und vermehrte sich nach seiner Art.

1Mo 1,12
Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.

Aus einem Birkensamen kommt ein Birkenbaum. Jeder Bauer rechnet damit. Er sät Mais aus oder weiß ich nicht, irgendetwas anderes, Roggen – und dann geht er nicht nach Hause und sagt: Liebe Frau, heute war ich fleißig, ich hab das ganze Feld bestellt und wir haben Roggen ausgesät, und jetzt lass uns gespannt warten, was wir ernten werden. Die Landwirtschaft ist so ein spannendes Gewerbe.

Nein! Er hat Roggen ausgesät, weil er gehört hat, im nächsten Jahr Roggen wird interessant und kann man gut verkaufen – meinetwegen jetzt als Beispiel, ja? Oder irgendetwas anderes.

Er weiß vorher, was er ernten wird. Deswegen hat er das ausgesät. Oder jetzt meinetwegen Raps ist der neueste Hit in Norddeutschland oder irgendwie sowas – wegen Diesel oder was weiß ich.

Und du sagst, ja, was brauche ich denn?

Oh, ich brauche mehr die Erfahrung „Gott ist mein Vater“. Ja, dann nimmst du ein paar Samenkörner – und die säst du aus. „Gott ist der barmherzige, gütige, freundliche Vater“. Du säst die Samen aus – und nach einiger Zeit werden die Samen aufgehen und du fängst an zu erfahren, Gott ist dir nahe und ist ein gütiger Vater.

Und du säst Hoffnung aus. Du säst Tatkraft aus. Du säst – was immer du brauchst – das weißt du doch besser als ich! Überleg dir, was du brauchst, finde die richtigen Samen – und dann säe sie aus.

Wenn du Samen kaufst in der Samenhandlung, da steht drauf, wenns die guten „Pabst-Samen“ sind, „garantiert keimfähig“. Ich weiß nicht, wie die das rausgefunden haben, dass diese Samen keimfähig sind. Ich kenne nur eine Methode, und danach sind sie nicht mehr keimfähig. Aber sie garantieren dir das, die sind keimfähig.

Und das Wort Gottes ist garantiert keimfähig. Aus den alten Pyramiden hat man irgendwelche Getreidekörner rausgeholt. Die seit Jahrtausenden drinnen waren hat man rausgeholt und hat sie ausgesät und siehe da – das Zeug wächst immer noch. Das ist nur natürlich. Aber im Übernatürlichen ist es noch viel mehr Power – die Worte sind noch älter und sie funktionieren heute immer noch.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (65:00 bis 70:00)

 

„Mein Chaos ist undurchdringlich“. Und ich sage immer: „Gib mir Kapitel und Vers für so etwas“. Wo steht in der Bibel, dass Gott über dein Chaos verzweifelt ist? Wo steht in der Bibel, dass er sich die Haare rauft über deine Probleme und sagt, ja, so etwas ist mir ja noch nie untergekommen! Und dass er die ganzen Seelsorge-Bibliotheken nachwälzt, um herauszufinden, ob es in deinem Falle irgendeine Lösung gibt.

Gott ist nicht ratlos und Gott ist nicht verwirrt, sondern er hat Leben in seine Worte hineingetan. Das ist so gewaltig – am Anfang, stilistisch, jeder Deutschlehrer hätte gesagt: „Wiederholung, schlechter Ausdruck“. Acht Mal: „Und Gott sprach“, „Und Gott sprach“, „Und Gott sprach“ …

Warum steht das da gleich vorne in den ersten zwei Kapiteln? Damit wir verstehen, damit wir hier was merken: Gott hat Dinge, die nicht da waren, in Existenz gesprochen durch Sein machtvolles Wort. Er hat gesprochen und da war die ganze Schar der Sterne und Galaxien – das nenne ich Power. Er sprach: Licht sei! Stell dir mal vor, was für eine Dynamik, was für eine Kraft in seinem Wort! Und das Licht, das gar nicht da war, gehorchte und kam.

Es rief nicht vom anderen Ende des Universum: Ich bin doch gar nicht da, wie kann man mich rufen? Mich gibt’s doch gar nicht!

Sondern das Licht, das nicht da war, kam. Und breitet sich seitdem bis zum heutigen Tag mit affenartiger Geschwindigkeit oder Lichtgeschwindigkeit aus.

Das funktioniert immer noch! Ein Wort – „Licht sei“ – und tschummm…. Ab geht die Post. Das ist Dynamik, das ist Power, oder? Ich meine, wo gibt es einen anderen Gott, ja, der kein Universum hat und dann macht er sich eins? Wo findest du das? Das ist einzigartig. Er spricht, er gebot, und da wurden sie geschaffen.

Geh mal so das nächste Mal durch den Park oder durch deinen Garten und sag: all diese wunderschönen Dinge hat Gott geschaffen durch Sein Wort. All die Pflanzen, all die Tiere. Gott hat es geschaffen durch Sein Wort. Schau dir die Sterne an heute nacht und sag: Wow, das hat Gott geschaffen. Und wir sind nur am Rand von einer Galaxie und dahinter geht’s erst richtig los! Und das alles hat Gott geschaffen durch Sein Wort.

Das ist gewaltig. Und du bist jetzt Kind Gottes. Und wie ist das zustande gekommen? Du hast das Wort Gottes empfangen. Du bist wiedergeboren, sagt Petrus, von neuem geboren, von oben geboren durch den Samen des lebendigen Wortes.

1 Petrus 1,23
Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes.

Du warst getrennt von Gott und du hast das Wort Gottes irgendwann gehört, du hast es angenommen, darauf gehandelt und Bäm, ist etwas in dir passiert, eine Explosion von Leben und Licht und eine Verbindung zu Gott, die du vorher nicht hattest und die keine Universität der Welt dir verschaffen kann. Kein Studium, kein Hochschul-Absolvieren oder irgendetwas anderes kann dir das vermitteln – die neue Geburt, das geht nur durch das schöpferische Wort Gottes. Indem du es irgendwann angenommen hast und Bäm! Etwas total neues.

Und jetzt kannst du, ohne dass du dir Mühe gibst oder irgendwie einen besonderen sakralen Dom oder Silbermann Orgelklänge irgendwie hören musst – auf dem Klo weißt du, ich bin mit Gott verbunden. Es gibt so viele Leute, die versuchen sich eine Beziehung mit Gott zu denken. Und das ist so schwierig. Und deswegen muss man in dieser Art von Kirchen so leise sein, weil alle beschäftigt sind: Wir wollen uns jetzt vorstellen, wir kommen in die Gegenwart Gottes.

Und wenn du dann dahinkommst, dynamisch wie du bist – „Hallelujah!“ – „psssst!“.

Ruhe! Das stört!

Aber du kannst bei Aldi dein Wägele fahren und sagen: „Hallelujah, der Herr ist mit mir“. Und bist überhaupt nicht religiös und du musst nicht irgendwie einen Walkman mit den Orgelklängen haben oder irgendwas. Du weißt, dass du weißt!

Du weißt nicht, wieso du das weißt. Aber du weißt es: Gott ist mit mir.

Ich bin mit ihm, er ist mit mir. Wir sind im Reinen. Es ist alles gut. Seine Gegenwart ist da, und Er erfreut mich.

Einmal schob ich bei Aldi so und pfiff so mein Liedchen vor mich hin, sagt die: „Nanu, junger Mann, so fröhlich?“ – Ich sage: „Gott ist mit mir!“

Ich habe gar nicht überlegt, was soll ich jetzt sagen? Oh, die spricht mich jetzt an. Ich hab gar nicht überlegt. Ich sage: „Ja, ich bin so fröhlich, weil Gott mit mir ist, Hallelujah, schönen Tag! Gott segne Sie“.

Jes 55,11
so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (60:00 bis 65:00)

 

Gott hat Sein Wort gegeben, und das Wort ist wahr und Er steht dahinter, und Er ist willig, Sein Wort wahr zu machen. Er steht mit seiner ganzen Person dahinter. Gott kann nicht lügen, sagt die Bibel.

Heb 6,18
damit wir durch zwei unveränderliche Dinge, bei denen Gott doch unmöglich lügen kann, einen starken Trost hätten, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die vorhandene Hoffnung zu ergreifen.

4 Mose 23,19
Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereuen würde. Was er gesagt hat, sollte er es nicht tun? Was er geredet hat, sollte er es nicht ausführen?

1Sam 15,29
Auch lügt der nicht, der Israels Ruhm ist, und es gereut ihn nicht. Denn nicht ein Mensch ist er, dass ihn etwas gereuen könnte.

Es ist einfach die Wahrheit.

Und deswegen muss Er es nicht ändern. Und deswegen werden wir nicht irgendwelche bösen Überraschungen erleben wenn wir eines Tages vor Jesus stehen und er sagt: „Ja, du hast nach dem Buch gehandelt, aber weisst du, du musst wissen, eigentlich habe ich mir das alles ganz anders in deinem Leben vorgestellt“.

Nein! Gott ist klar. Gott ist gerade heraus. Er sagt, was er meint, und er meint, was er sagt. Punkt. Aus. Ganz einfach.

Deswegen können wir Ihm vertrauen! Du kannst niemandem vertrauen, wo du sagst, „ja, das hat er gesagt, aber jetzt müssen wir mal herausfinden, was er gemeint hat“.

Und diese Gespräche mit Christen sind so frustrierend. Man sagt, „ja, das ist, was die Bibel sagt“ – „Ja, aber Bruder, das musst du so vertehen“, und dann drehen sie alles so um, dass auf einmal das Gegenteil dabei herauskommt. Ich sage: „Entschuldigung bitte, dazu reicht meine Intelligenz nicht aus. Ich habe nur Abitur und ein paar Jahre an der Universität, das reicht bei mir nicht, dass ich einfach das jetzt irgendwie so umdeuten kann – ich bin so primitiv, es tut mir leid, aber so steht es geschrieben, und Jesus hat zu mir gesagt, das ist sein Buch, und wenn ich das nicht nehme, wird er nicht mehr zu mir reden, und das möchte ich nie verlieren“.

Und deswegen nehme ich es so wie es da steht. – „Ja, aber das ist ja fundamentalistisch!“

Ist mir egal, wie du das denkst! Ich nenne das Gehorsam.

Sein Wort ist unveränderlich. Hallelujah.

Und wenn Gott einmal vor 2000 Jahren gesagt hat, das ist rein – dann ist das heute noch rein. Und wenn Gott gesagt hat, das ist unrein und das missfällt ihm, dann missfällt ihm das heute immer noch. Gott ist nicht verwirrt, Gott passt sich nicht irgendwelchen Modeströmungen an, Gott sagt nicht: Achja, ich hatte vergessen, das 20ste Jahrhundert wird besonders pervers sein, da muss ich doch ein bisschen herunter mit meinem Maßstab.

Gott ist Gott, und wir messen uns an Seinem Maßstab!

Jemand hat mal gesagt, die einzige Bibelkritik, die erlaubt ist, ist, dass die Bibel UNS kritisiert. Das ist die einzige Bibelkritik.

Weißt du, heute in der Uni, da sagen sie: „Ja, das ist nicht mehr für heute – das ist mythologisch zu verstehen. Damals war man so primitiv und hat an Dämonen geglaubt, heute wissen wir ….“ Blablabla.

Und sie sagen: „Nein, das ist nicht wirklich das Wort Gottes und das hat nicht Er gesagt, das haben andere gesagt, dass Er es gesagt hätte“. Woher wissen die das eigentlich alles? Du kannst ganze Bücher lesen, die sagen dir, dass die 5 Bücher Mose nicht von Mose kommen. Und Jesaja war angeblich drei. Ich weiß, was das bedeutet, wenn man persönlichkeitsgespalten ist, das ist furchtbar, das ist die Hölle. Jesaja war ein Mann Gottes. Er war rein, er war integer. Er war nicht drei! Er war einer! Amen!

Mk 13,31
Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.

Preis dem Herrn! Lasst die Philosophien, die Theologien kommen und gehen – das Wort Gottes bleibt so wie es ist.

Jes 46,9b-10
Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir, der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, – der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus.

Jer 1,12
Da sprach der HERR zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde über meinem Wort wachen, um es auszuführen!

Gott wacht über Seinem Wort! Er ist eine Verpflichtung eingegangen zu Seinem Wort.

Okay – nächster Punkt. Das Wort Gottes hat schöpferische Kraft. Das ist ganz, ganz wichtig. Wenn wir begreifen, wir sind die Nachfolger Gottes und wir sollen lernen zu handeln in unserem Leben wie Er handelt. Wir sind seine Nachahmer.

Eph 5,1
Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder

Und Gott handelt, indem Er schöpferische Worte spricht. Am Anfang war das Chaos, und Er sprach Worte, und aus dem Chaos wurde Ordnung.

Und dasselbe können wir tun. Wenn wir zum Herrn kommen, ich weiß nicht, wie es bei dir war – mein Leben war ein totales Chaos. Und Gott hat mich gelehrt: Sprich Worte! Sprich Worte! Nimm mein Wort. Sprich Worte über deine Gefühle, über deine Seele, sprich Worte über deine Beziehungsfähigkeit, über den Charakter.

Du sagst, „ja, du hast nicht genug gesprochen“ – „Okay, ich bin immer noch dabei“.

Aber ich habe Veränderungen gesehen! Preis dem Herrn. Das Wort Gottes ist schöpferisch und kraftvoll und es kann dich wirklich mit voller Gewissheit und Dynamik erfüllen. Es ist undenkbar, dass jemand sich füllt mit dem Wort Gottes und Trübsal bläst. Dass jemand depressiv ist, der seine Gedanken erneuert nach dem Worte Gottes. Dass jemand ohne Hoffnung lebt und ohne Ziele lebt, ohne Freude lebt, der wirklich im Wort verankert ist. Das gibt es nicht! Du kriegst es nicht fertig, dich zu füllen mit dem Wort Gottes und mit Gott übereinzustimmen und sein Wort wirklich auf diese Art und Weise in Ehren zu halten und stumpfsinnig, voller Langeweile und Monotonie und Depression zu leben – das ist nicht möglich!

Es ist Lebenskraft im Worte Gottes. Und diese entfaltet sich wenn du lernst mit diesem Wort umzugehen.

Du sagst: „Ja, meine Probleme sind zu groß“ – „Das Wort ist größer“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (55:00 bis 60:00)

 

Krankheit in den Augen Gottes ist ein Fluch!

Und das ist nicht so, dass Gott den verflucht, der krank ist – das habe ich nicht gesagt, aber Kranksein ist Fluch und Gesundheit ist Segen. Und lasst uns mit Gott übereinstimmen.

Und es gibt so viele ungläubige Gläubige, die alles verdrehen irgendwie. Die sagen: Armut ist ein Segen von Gott und es macht mich schön demütig. Und die Bibel sagt, dass Geld die Wurzel von allen Problem ist.

Das sagt die Bibel überhaupt nicht! Sondern Gier nach Reichtum!

1Tim 6,10
Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.

Und du kannst keinen Pfennig in der Tasche haben und hast große Gier nach Reichtum.

Also wollen wir da sehr genau sein, wollen wir sehr klar sein! Ich war in christlichen Kreisen, und ich habe angefangen, das Wort zu lehren und man hat gesagt: Ja, was ist denn das? Willst du aus uns eine Pfingstgemeinde machen?

Ich sage: Nein, nur schauen, was die Bibel sagt! – Ja, aber so haben die Väter uns das nicht gelehrt. – Ja, ich weiß nicht, was die Väter gelehrt haben, aber wir haben doch jetzt eine Bibel und wir können doch jetzt hineinschauen, was jetzt Gottes Wort zu uns sagt. Das ist doch entscheidend. Und die Väter in allen Ehren! Aber Gottes Licht nimmt zu und wir sehen heute Dinge, die wir vor 20 Jahren nicht gesehen haben. Und wir müssen mitgehen mit dem, was der Heilige Geist jetzt an Wahrheit offenbart.

Und wenn wir damit konsequent vorangehen, werden wir mehr entdecken. Und wenn wir sagen: Nein, das war früher nicht so und das soll auch heute nicht so sein – wir werden in Finsternis zurückfallen, wir werden in Unglaube zurückfallen. Wir müssen mitgehen mit Gottes Geist: Was sagt der Herr? Und dann – wenn wir etwas entdeckt haben, es übernehmen!

Also, das war Röm 12,2 – unser Denken erneuern! Und Paulus sagt, wir werden verwandelt, indem wir das tun.

Röm 12,2
Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

Wir werden verändert, indem wir unser Denken erneuern.

Du kannst – nehmen wir ein Beispiel – nicht frei werden von Minderwertigkeit, wenn du so negativ über dich denkst wie du denkst. Und du meinst, das wäre große Demut.

Du kannst nicht frei werden, wenn du nicht anerkennst, du bist wertvoll in Gottes Augen, du bist geschätzt, Gott liebt dich, Gott ist für dich, und Er hat Freude an dir.

Du sagt: An mir Freude? Das kann doch gar nicht sein, ich bin der Letzte hier!

Gottes Freude kommt nicht wegen der Dinge, die du tust, sondern wegen dem, was du bist. Und du bist sein Kind. Und da kommt die Freude her.

Wir sind geliebt, wir sind angenommen, wir sind geschätzt.

Du sagst: Ja, aber ich fühle mich so abgelehnt.

Ja, deswegen sollst du das Wort nehmen, dass du angenommen bist, damit deine Gefühle sich ändern.

Ich sage immer so gerne: Wenn deine Gefühle dich stören und wenn sie dir keinen Spaß machen, dann schaffe dir doch ein paar neue an.

Du kannst durch das Wort Gottes deine Gefühle verändern! Indem du anfängst mit Gott übereinzustimmen, indem du anfängst, das zu denken, was Gott denkt, und dann später anfängst zu sprechen, das, was Gott spricht. Und dann anfängst zu handeln nach dem wie Gott will, dass du nach Seinem Wort handelst.

Okay, gut, wir müssen einfach weitermachen. Das ist ein Thema, da könnte ich mich sehr, sehr lange drin aufhalten – diese Wahrheit und die Kraft, die in der Wahrheit ist. Das ist eine ungeheure, heilsame Kraft in Wahrheit. Und es ist eine bindende und runterziehende, negative Kraft in Lüge.

Und wenn du sehen willst, wie Menschen verändert werden, dann geht es nicht anders, als dass du durch das Wort Gottes sie lehrst, ihr Denken zu verändern. Wenn du dein Denken nicht veränderst, du kannst nicht verändert werden. Weil du bist das, was du denkst! Und du kannst dich anstrengen und versuchen, äußerlich etwas zu tun – dein Rauchen zu überwinden oder irgendetwas – wenn innen die Veränderung nicht anfängt, dann kannst du äußerlich versuchen und machen und tun und dich anstrengen – es wird nichts gelingen.

Sieg ist eine Sache, die von innen kommt, vom Herzen, vom Glauben. Und glaubensfähig werden wir, wenn wir anfangen, uns nicht mehr gegen Gott zu stellen, sondern mit Ihm übereinstimmen. Und deswegen also diese Anweisung:

Werdet verändert durch Erneuerung eures Sinnes (nach Röm 12,2).

Okay, zu diesem Aspekt von Wahrheit gehört eben auch – das ist ja gerade Kennzeichen von Wahrheit, aber ich will es hier besonders herausstellen, dass Gottes Wort unveränderlich ist. Weil es eben wahr ist, deswegen muss es nicht alle paar Jahre wieder umgeändert werden. Du wirst nie eine Weissagung hören, hier oder in irgendeiner anderen Heilig-Geist-geleiteten Gemeinde: „Liebe Gemeinde, ich muss eine betrübliche Mitteilung machen, ich hatte mich doch geirrt als ich geschrieben habe, Jesus hat allen Fluch auf sich genommen – ich entdecke, dass da doch noch einiges an Fluch da ist, was er nicht getragen hat, ich bitte im Entschuldigung. Ich werde demnächst eine neue Ausgabe rausbringen. Euer Gott“.

Das wird nicht stattfinden! Gott sagt: „Ich werde nicht ändern, was aus meinem Munde gekommen ist“.

Ps 89,35
Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist.

Warum wird Er es nicht ändern? Weil Er stur ist und weil Er unbelehrbar ist? Weil Er die Fakten nicht zur Kenntnis genommen hat? Nein! Weil Er – bevor Er gesprochen hat – überlegt hat – manchmal im Gegensatz zu uns.

Und das Wort Gottes ist total geprüft bevor es herausgelassen wurde.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (50:00 bis 55:00)

 

Und viele denken, „oh, ja, also das ist mir alles sehr peinlich, und ich weiß nicht, ja, lieber Gott, also heute abend wieder – meine Frau und ich – könntest du bitte irgendwie vielleicht mal ausgehen heute abend und nicht bei uns irgendwie …?“

Wir sind frei! Wir brauchen keine Schuldgefühle zu haben. Das hat Gott sich ausgedacht. Das ist eine wunderbare Angelegenheit, es ist total gesund, erfrischend und normal und natürlich. Und Luther hat gesagt: „Zwei Mal die Woche“. Ja, da waren die Lutheraner noch was! Preis dem Herrn. Oder hat er „drei Mal“ gesagt? Ne, zwei Mal, ne?

In Klammern muss ich dazufügen: Mit dem Partner, mit dem du verheiratet bist, ja? Es reicht nicht aus, dass ihr beide verheiratet seid, ihr müsst miteinander verheiratet sein. Das ist wichtig. Da gibt es manchmal Missverständnisse.

Okay, also es muss alles ganz klar und biblisch und ordentlich und richtig gesund sein.

Was sagt Gottes Wort über Kindererziehung? Ist das, was ich denke über Erziehung – ist das in Übereinstimmung mit Gott? Was sagt Gott über meine Arbeit? Was sagt Gott über meine Hingabe an meine Geschwister, an die Gemeinde? Und wie soll ich mit Geld umgehen und geben usw.?

Mache einmal Inventur und lege dich fest: Was Gott denkt, will ich auch denken. Das ist der Anfang von Sieg. Dass du hier oben entrümpelst, deine religiösen, philosophischen Vorstellungen. Manche haben mehr Philosophie von Brigitte im Kopf – oder „Für Sie“ – als wirklich biblisches Fundament für Eheleben. Ja, das ist wirklich so.

Das ist die Sonntagsschule des Teufels! „Bravo“ oder „Popcorn“ oder wie das alles heißt. Aber die richtigen Anweisungen für ein gesundes Leben, die finden wir im Worte Gottes. Und als Nachfolger Gottes oder wie es Epheser 5 sagt: „Nachahmer Gottes“ beginnt unsere Nachfolge damit: Nicht, dass wir anfangen irgendetwas zu tun für Gott, sondern dass wir anfangen, etwas zu sein für Gott. Dass wir anfangen einfach Partner zu sein, die belehrbar sind und die ihre Gedanken mit seinen Gedanken in Übereinstimmung bringen.

Eph 5,1
Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!

Und wir machen einmal Inventur und gehen durch alle Bereiche unseres Lebens durch.

Was sagt Gott über den Teufel? Was sagt Gott über Dämonen? Was sagt Gott über dieses, über jenes Thema?

Natürlich ist es manchmal schwer, weil du kannst nicht im Inhaltsverzeichnis nachschlagen und sagen, wo steht jetzt das Kapitel über Sex? Sondern du musst hindurchgehen, du musst das studieren. Du brauchst vielleicht eine Konkordanz oder einen Computer. Und du musst wissen, dass in der Bibel nicht alles mit unserer Alltagssprache geschrieben ist. Da wird das alles sehr orientalisch und blumig interessant irgendwie ausgeschmückt, ja? Und wenn du da in deiner Computerkonkordanz unter „Sex“ guckst, dann sagst du: Hab ich ja gleich gewusst, darüber steht nix drin.

Also – wir müssen schon irgendwie uns da hineingraben in das Wort und wir finden hier etwas, und wir finden da etwas, wir finden da etwas, und wir müssen suchen und forschen. Das steht nicht irgendwie so, dass wir gleich darüber fallen und schnell so auf dem Weg zur Arbeit schnell irgendwie das so zu uns nehmen können, sondern das erfordert wirklich Studium.

Okay, und wenn wir herausgefunden haben: Das sagt Gottes Wort über dieses Thema meines Lebens, dann bin ich gewillt, alles andere, was damit nicht übereinstimmt, herauszutun. Jesus sagt zu den Schriftgelehrten: Sie machen das Wort ungültig, kraftlos um ihrer Überlieferungen willen.

Mt 15,6b
und ihr habt so das Wort Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen.

Und ich habe so viele Gläubige getroffen: Ich lehre etwas und dann sagen sie, „ja, aber das ist nicht, was meine Gemeinde lehrt“. Ich sage: Ja, aber das ist, was Jesus lehrt. – „Ja, aber mein Pastor glaubt das nicht“. – Ich sage: Okay, aber was wirst du glauben? Was wirst du glauben? Willst du Jesus folgen oder willst du deinem Pastor folgen? Ist für dich das Wort Gottes der Maßstab? – „Ja, aber das ist mir fremd“ – Ich sage: „Dann werde vertraut damit“.

Sicher ist uns manches fremd. Wir sind ja alle am Lernen – logisch. Aber wenn da etwas kommt, was uns fremd ist und was uns neu ist und wir finden heraus, das ist, was Gott sagt. Und du kannst herausfinden, was Gott „Fluch“ nennt und was Gott „Segen“ nennt. Und dann komm du nicht daher und sage: Ja, aber meine Krankheit war ein großer Segen, weil als ich im Krankenhaus war und ganz alleine war und Langeweile hatte und alle Zeitungen durchgelesen hatte und nicht mehr wusste, was ich tun sollte – da habe ich gebetet, und da fing Gott an zu mir zu sprechen.

Das hättest du schon längst haben können, dazu musst du nicht ins Krankenhaus gehen. Du brauchst nur zu Hause einmal den Kasten auszuschalten, die Illustrierten beiseite legen und anfangen ins Wort zu gehen und zu sagen: Herr, was willst du mir sagen? Und Er wird zu Hause reden.

Ach, der „Segen der Krankheit“ … nenne du doch nicht Segen, was Gott Fluch nennt!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (45:00 bis 50:00)

 

Gott sagt: Der Mensch besteht aus Seele und Geist. Du kannst forschen und forschen und forschen und alles, was du finden wirst in der empirischen Forschung ist die Seele. Und das ist das große Problem der Menschen. Sie versuchen, den Menschen in der Seele zu therapieren und sie verstehen gar nicht, sein Problem ist ein geistliches Problem.

Nur Gottes Wort kann uns offenbaren, dass wir einen Geist haben und dieser Geist muss erneuert werden und muss mit Leben aus Gott angefüllt werden. Und aus diesem Leben aus dem Geist heraus kommt dann heilende Kraft hinein in die Seele und so kann ein Mensch neu werden und verändert werden.

Aber wenn nicht das Wort Gottes hätten, wir würden alle nicht wissen, dass wir einen Geist haben. Und nachdem wir das Wort annehmen und anfangen, Schritte zu gehen, die das Wort Gottes sagt, wie man im Geist wandelt – siehe da, wir fangen an zu entdecken: Mann! Wir haben wirklich einen Geist!

Und das ist sehr, sehr gut. Und wir können anfangen, damit Gott kennenzulernen, wir können anfangen, damit Dinge zu verstehen, die man mit dem menschlichen Verstand nicht verstehen kann. Wir können anfangen, Dinge zu wissen, die man nicht wissen kann.

Vor einiger Zeit erzählte mir jemand etwas über ein bestimmtes Land und über eine bestimmte Stadt und während er davon erzählte – und ich kenne dieses Land, ich habe viel schon darüber gelesen usw., aber hatte nie irgendwie ein so tiefes Interesse. Und er redete mit mir über dieses Land und während er mir von dieser Stadt auch noch Fotos zeigte, ich wusste in meinem Inneren – da werde ich hinfahren. In dieses Land, in diese Stadt, werde ich hinfahren.

Und eine Woche später habe ich gebetet und Gott hat zu mir gesprochen und hat gesagt, ich werde in diese Stadt gehen. Und noch eine Woche später, ich kriege einen Brief aus dieser Stadt und die Pastoren dieser Stadt laden mich ein und ich soll kommen und ich soll ein Seminar halten. Ich wusste das schon. „Du wirst dich freuen – es wird Äthiopien sein“. Ja. Hallelujah.

Wir können Dinge wissen, die man nicht wissen kann. Weil Gottes Geist in unserem Geist wohnt und weil er anfängt, uns Dinge mitzuteilen. Weil er uns etwas zeigt über unser Leben, was man woanders nirgends bekommen kann.

Das Wort Gottes ist wahr! Wir können uns darauf einlassen. Und wir können auf dieser Grundlage von Gottes Wahrheit unser Leben total neu aufbauen. Das Schöne ist, das, was du da aufbaust, ist unveränderlich. Du musst nicht alle paar Wochen wieder vorne anfangen, sondern du gründest dein Leben auf Tatsachen. Und nicht auf Dingen, die aus irgendwelchen Lexika kommen, die alle paar Jahre wieder neu geschrieben werden müssen oder irgendwelchen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die dann auf einmal plötzlich nicht mehr gelten. Nichts gegen wissenschaftlichen Erkenntnisse! Wenn sie wirklich solide sind und wenn sie echt sind, aber es gibt so viel gerade im Bereich der Geisteswissenschaften und Psychologie und Pädagogik usw., was sich als wissenschaftlich ausgibt und was wirklich nicht haltbar und nicht tragbar ist.

Gottes Wort beschreibt uns die Realität! Beschreibt uns die Ursache von Problemen. Beschreibt uns, wer der Teufel ist und warum das und das geschieht in dieser Welt. Nur das Wort Gottes gibt uns solche Antworten. Und es beschreibt uns, wie wir uns schützen können vor den Angriffen der Finsternis. Es beschreibt uns, wie wir im Schutz Gottes wirklich Sieg haben über die bedrängenden Mächte der Finsternis. Das findest du nirgendwo anders, das findest du nur in der Bibel – nirgendwo anders.

Gottes Wort bringt uns Tatsachen, Gottes Wort bringt uns Realität. Und wir bekommen festen Grund unter die Füße. Hallelujah.

Und ich möchte euch sehr, sehr ermutigen, sehr genau hinzuschauen und einmal Inventur zu machen. Die Bibel redet von der Erneuerung unseres Denkens.

Röm 12,1-2
1 Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist.
2 Und seid nicht gleichförmig dieser Welt1, sondern werdet verwandelt2 durch die Erneuerung des Sinnes3, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Jetzt greife ich eigentlich schon vor, wie wir mit dem Wort umgehen sollen, aber es bietet sich einfach bei diesem Punkt so sehr an. Die Bibel sagt: Wenn wir Christ geworden sind, wir sollen uns ihm geben, unseren Körper als Opfer geben – als lebendiges Opfer – und danach sollen wir etwas tun: Wir sollen unsere Gedanken erneuern. Wir sollen unsere Gedanken erneuern!

Und bitte sei nicht damit zufrieden, dass du sagst, ich bin ja Christ und ich glaube an die Bibel! Mach einmal Inventur hier oben, wo deine Gedanken sind. Bist du sicher, dass das, was du denkst, über dich selbst, übereinstimmt mit dem, was Gott über dich denkt? Bist du sicher, dass das, was du denkst über Geld auch das ist, was Gott denkt? Bist du sicher, dass das, was du denkst über Krankheit das ist, was Gott denkt? Das was du denkst über Sex – ist es das, was Gott darüber denkt?

Ohhooo – bloss nicht dieses Thema anrühren, Hilfe, ich dachte, wir sind hier in der Kirche.

Ich bin in Ländern gewesen, wenn du da von der Kanzel das Wort „Sex“ in den Mund nimmst, da erstarrt die ganze Gemeinde und denkt, jetzt kommt ein Blitz vom Himmel und den Pastor pustet’s weg und das war’s. Wirklich!

Und ich sage: Lasst uns doch nicht vergessen, das war alles Gottes Idee, die Sache mit dem Sex! Hallelujah! Das war Gottes Idee, und Er hat sich das ausgedacht um uns zu erfreuen. Amen!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (40:00 bis 45:00)

 

Und das ist, worum es überhaupt letzten Endes geht: Wir sind hier, um den Segen Gottes zu erleben und ein Segen zu sein.

1Mo 12,2
Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.

Auch wenn ich darüber nicht jetzt ausführlich irgendwie lehre, aber mach dir das klar: Du bist hier – viele Christen wissen nicht, warum sie hier sind! Und ich habe mich einmal die Frage gefragt, ja, warum hat eigentlich Gott mich nicht entrückt nachdem ich mich bekehrt habe? Ich meine, man bekehrt sich und es wäre doch – wenn der Himmel so ein schöner Ort ist – es wäre doch das sinnvollste, man bekehrt sich und dann wird man hier eben abgeholt und kann keine dummen Sachen mehr machen, ist im Himmel, kann nicht mehr rückfällig werden, und alles ist in Ordnung. Ich meine, das wäre doch das cleverste für Gott.

Gott hat etwas vor mit meinem Leben, mit deinem Leben. Wir sind hier, um seinen Segen zu erleben, um anderen zu zeigen, Er lebt. Um andere zu motivieren, um andere eben mit Ihm bekannt zu machen. Das ist, wofür wir hier sind. Und ohne das Wort Gottes, dass es sich wirklich in unserem Leben erweist, ist das einfach nicht möglich.

Okay, einige Eigenschaften des Wortes Gottes: Und zwar, die wir von Gott selbst holen. Die holen wir jetzt nicht von den Aussagen von Theologen oder von unserer Erfahrung oder von irgendwelchen anderen menschlichen Quellen, sondern direkt von Gott. Was sagt Er selbst über Sein Wort? Ich meine, Er muss es ja wissen!

Und das Allererste, was ich hier betonen möchte, was eine riesige Chance ist oder eine offene Tür ist zur Veränderung und was gewaltig ist und unvergleich ist gegenüber allen anderen Angeboten: Gottes Wort ist die Wahrheit.

Gott ist die Wahrheit. Sein Wort ist wahr.

Du sagst, naja, das haut mich nicht sehr vom Hocker. Doch! Wenn du überlegst, was mit all den anderen sogenannten modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist. Du weißt vielleicht, dass zu jeder Zeit solange es Wissenschaft gegeben hat, sie immer dachten, sie sind die modernen aufgeklärten Menschen und sie wissen schon alles und haben ein Weltbild zusammen usw. Und dann auf einmal gibt es Entdeckungen, die geben eine totale Veränderung des ganzen Weltbildes. Das ging wie ein Schock in den 20er Jahren durch die westliche Welt als man auf einmal ganz neue Entdeckungen gemacht hat in der Astrophysik und in anderen Bereichen und auf einmal das ganze Weltbild sich total umgeändert hat. Lasst uns nicht denken, ja, „die Wissenschaft hat festgestellt, …“

Es gibt so viele Dinge, die die Wissenschaft meinte festgestellt zu haben, und die hinterher sich als größten Blödsinn aller Zeiten herausgestellt haben. Es gab einmal einen Menschen, der wurde als ein sehr fortschrittlicher Wissenschaftler gepriesen – Ernst Haeckel hieß der – und der hat angeblich herausgefunden, dass das Embryo eines Menschen oder auch bei den Tieren eben während der Zeit der Schwangerschaft all die stammesgeschichtlichen Entwicklungsphasen, also vom Urlurch oder der Kaulquappe oder irgendwas dann durchmacht bis zum fertigen Mensch („Biogenetische Grundregel“).

Das hat man wirklich geglaubt, das war wirklich eine wissenschaftliche Tatsache, das haben die wirklich geglaubt.

Heute wirst du Wissenschaftler nicht mehr hören, sich so töricht zu äußern, weil sie wissen, das ist der größte Schrott überhaupt, das ist nicht haltbar. Du findest noch manches dummes Zeug in den Schulbüchern, aber du musst nicht denken, die Schulbücher sind voll von wissenschaftlicher Weisheit. Da ist man längst schon woanders.

Gottes Wort ist die Wahrheit.

Joh 17,17b
Dein Wort ist Wahrheit.

Wahrheit im Sinne von Realität. Realität! Das heißt, was aus dem Munde Gottes hervorkommt und wie die Sache wirklich ist, das ist total 1:1. Gott sagt, die Sache ist so, und die Sache ist wirklich so.

Wenn wir das begreifen, dass Gottes Wort die Wahrheit ist, dann kommt etwas interessantes zustande: Wir werden fest, wir werden sicher.

Ich hab mich früher mit sehr vielen Philosophien beschäftigt, von Japan und anderen fernöstlichen Dingen bis nachher dann zu Johann Gottlieb Fichte und Ludwig Feuerbach und Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Karl Marx und lauter solche Geschichten. Und du kannst feststellen, wenn du dich mit irgendwelchen Philosophien beschäftigst, irgendwann kommst du an den Punkt, wo dein Weltbild zusammenbricht. Weil du auf einmal neue Gedanken denkst, die passen in dein bisheriges Schema nicht rein und du stehst da, wenn du so philosophisch veranlagt bist wie total nackt.

Und ein Philosoph fühlt sich nicht wohl wenn er nicht irgendwie ein Bild hat, in das er das ganze Leben so einordnen kann. Aber selbst wenn du nicht philosophisch veranlagt bist oder so, sondern sehr, sehr praktisch, ist das eine Riesenmöglichkeit für uns, uns darauf einzulassen: Gottes Wort ist wahr. Die Dinge sind so wie Er sie uns sagt. Und das heißt, wir können Ihm vertrauen. Das heißt, wir können etwas nehmen von Ihm, was wir noch nicht erfahren haben, aber wir nehmen es, wir glauben es und siehe da – danach können wir es erfahren.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (35:00 bis 40:00)

 

Und dann denke ich ist auch noch ein anderer Punkt sehr, sehr wichtig, jedenfalls für uns persönlich: Wenn wir uns einlassen auf das Wort Gottes, wenn wir Schritte gehen, wenn wir tun, was das Wort sagt, dann können wir *erfahren*, was das Wort sagt. Und das ist eine starke Bestätigung!

Wenn du ein Telefonbuch hast und da steht eine Nummer von deinem Bekannten und du rufst den an und Tatsache, der Bekannte ist dran und das passiert dir hunderte von Malen mit verschiedenen Bekannten und Leuten usw. – dann sagst du, das Telefonbuch ist in Ordnung. Ist dir doch egal, wie alt das ist! Solange du alle deine Leute noch erreichen kannst und die Nummer und die Adresse, das alles stimmt, ist doch gut!

Und die Leute sagen: Die Bibel! Die ist doch sooo alt!

Es kommt nicht drauf an wie alt sie ist, sondern ist sie noch gut? Funktioniert sie noch? Und da steht geschrieben: Wenn wir Jesus unser Leben geben, dass göttlicher Friede unser Herz erfüllt, wir werden freigesetzt von unserer Vergangenheit, freigesetzt von Schuldgefühlen.

Phil 4,7
Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!

Joh 14,27
Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!

Da steht geschrieben: Wenn wir bitten um den Heiligen Geist, dann bekommen wir den Heiligen Geist.

Lk 11,13
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Und das haben wir getan, und siehe da, es ist genau so wie die Bibel es sagt. Wenn du ein Buch hast, diese Autoreparatur-Bücher gab es früher immer, ne? „Jetzt helfe ich mir selbst“. Wenn du nach dieser Anleitung vorgehst und dein Auto fährt wieder, dann sagst du, das Buch ist gut. Das ist in Ordnung, es ist gut.

Oder du hast ein Kochbuch und du gehst genau nach Rezept vor und am Ende hast du dann eine köstliche Soße à la sonstwas. Und du kochst nach dem Kochbuch und dann sagst du: „Pfui, was ist denn das für ein Zeug?“ Und du weißt, du hast es genau nach dem Kochbuch gemacht, dann sagst du: Das Buch ist nicht in Ordnung.

Aber wenn du denn am Ende das Ergebnis hast, wovon das Buch spricht, sagst du, das Buch ist in Ordnung, das ist gut!

Und Gottes Buch ist gut! Da steht drin, wir können ihn bitten, und er gibt uns. Wir können um Heilung bitten und Gott ist der Heiler. Wir können ihn bitten, uns zu verändern, wir können ihn bitten, uns freizumachen und er tut es wirklich. Da sind so viele wunderbare Aussagen und Verheißungen in seinem Wort geschrieben, auf die wir uns stellen können, die gültig sind für heute.

Okay, gut, das einfach nur so als erste Anregung, dass es durchaus sinnvoll ist! Ja, manche Leute sagen: Meine Güte! Wie kannst du an die Bibel glauben? Ich dachte, du bist ein moderner, aufgeklärter Mensch.

Als wenn das ein Widerspruch wäre! Gott hat nirgendwo irgendwelche intellektuellen Zumutungen für mich da drin. Als Jesus zu mir sprach: Das ist mein Buch, das soll ich glauben – hab ich es genommen. Und wenn ich dann hinterher gelesen hätte, Jona hätte den Wal verschluckt – ich hätte das auch genommen, weil Jesus mir das gesagt hat! Aber das steht ja nicht da drin, es gibt keine intellektuellen Zumutungen. Wenn du erst einmal anerkannt hast, es gibt einen Gott, der in Zeit und Raum eingreift, dann sind doch Wunder etwas, was man sogar erwarten müsste.

Leute sagen: Wie kannst du an Wunder glauben? – Ja, dein Problem ist, du glaubst nicht an einen Gott, der Wunder tut. Deswegen glaubst du nicht an Wunder. Wenn es wirklich einen Gott gibt, der die Erde geschaffen hat und der uns immer noch liebt und der immer noch eingreifen kann und Naturgesetze, die er geschaffen hat, außer Kraft setzen kann – dann was ist das Besondere an Wundern? Das einzige, worüber man sich wundern kann, ist, dass so wenige Wunder passieren!

Gott kann eingreifen und Er will es auch. Und Er gibt uns sein Wort um uns da zu ermutigen.

Okay, und jetzt als nächsten Schritt wollen wir einmal ein bisschen genauer das Wort Gottes anschauen. Und ich möchte mit euch einige wenige – nicht alle, aber einige wenige wichtige Eigenschaften so besprechen und welche Konsequenzen die haben für unser Leben. Eigeschaften über das Wort Gottes. Dies ist ein Bibelstudium, das ich unternommen habe auf eine Anregung des Heiligen Geistes. Da war ich schon viele, viele Jahre Christ. Und ich muss sagen, je länger ich Christ war, um so langweiliger wurde es. Und ich sehnte mich nach etwas anderem, und ich sehnte mich einfach nach Veränderung und nach mehr Kraft. Und dann hat Gott mich ermutigt zu diesem Bibelstudium und ich war geisterfüllter Christ, viele Jahre, und Gott hat mich ermutigt zu studieren, was sagt Er selbst über Sein Wort. Und dann das zweite: Was sagt Er darüber wie ich mit seinem Wort umgehen soll?

Und dieses simple eine Bibelstudium hat mein Leben revolutioniert. Und ich habe in den darauffolgenden drei, vier, fünf Monaten mehr erlebt und erfahren an Gottes Kraft, an Veränderung, an Wirken Gottes durch mich für andere – in den nächsten drei, vier Monaten hab ich mehr erlebt als in den sechs Jahren davor.

Es kam wirklich Schwung wieder in mein Leben und Dinge fingen an irgendwie interessant zu werden und vieles, vieles war in Bewegung und ich stelle fest, es ist immer noch in Bewegung. Das ist das schöne mit Gott: Wir wachsen und wir wachsen und wir wachsen. Und wir kommen immer weiter hinein in wunderbare Entdeckungen und Geheimnisse und Gott bekommt mehr Raum auch durch uns zu wirken für andere.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (30:00 bis 35:00)

 

Eines fällt mit gerade ein, ich hoffe, dass ich das irgendwie zusammen kriege: Also, die Wahrscheinlichkeit, dass solche biblischen Prophetien sich tatsächlich so ereignen wie sie aufgeschrieben sind, sind zu vergleichen mit – und jetzt bringt er ein sehr interessantes Bild – und zwar sagte er: Der Fixstern Sirius, der ist ziemlich weit weg von der Erde, ich weiß jetzt nicht genau, wieviel, aber er rechnet aus wie viele Jahre man fliegen müsste wenn man ununterbrochen da hinfliegen müsste. Und man spannt eine Schnur von der Erde bis zum Sirius. Und auf dieser Schnur laufen Ameisen. Und er rechnet dann aus, wie viele Ameisen das sind. Das sind genau 64 Cheops-Pyramiden voll Ameisen. Ja, du kennst diese große ägyptische Cheops-Pyramide? Und 64 Pyramiden voller Ameisen sind also auf diesem Seil unterwegs.

Also, ich würde sagen, schon eine ganze Menge.

So, jetzt wird eine Ameise farbig markiert. Da ist also die Schnur, und da laufen die Ameisen und eine Ameise wird farbig markiert. Und jetzt darfst du mit verschlossenen Augen einmal tippen. Und die Wahrscheinlichkeit, die farblich markierte Ameise zu treffen ist größer als dass die 30 oder 60 verschiedenen Verheissungen sich erfüllen würden so wie es aufgeschrieben ist.

Ein hochinteressantes köstliches Buch, heißt „So steht’s geschrieben“ – eine einzige wunderbare Verteidigung der Autorität und der Kompetenz und der Glaubwürdigkeit des Wortes Gottes.

http://clv-server.de/pdf/255982.pdf

Und ich nehme mal an, ehe ein Wissenschaftlicher sich so weit aus dem Fenster lehnt und solche Dinge irgendwie behauptet, muss er sich ganz schön warm anziehen und muss sicher gehen, dass er nicht den größten Müll schreibt und der nächste Atheist ihn dann total auseinander nimmt. Da muss man schon wissen, was man da schreibt, ja?

Also, da gibt es Leute, die sehr schöne Dinge geschrieben haben. Prof. Wilder Smith hat da auch interessante Dinge geschrieben, ihr kennt das Beispiel mit den Karten, die man oben aus dem Flugzeug wirft, von mehreren tausend Meter Höhe. Und wie viele Male musst du werfen, dass dann wirklich den Farben gemäß sortiert dann 10 – Bube – Dame – König – As usw. in der richtigen Reihenfolge unten sortiert ist?

Oder die blinden Affen, die auf der Schreibmaschine herumhacken – wie viele Jahre müssen sie ununterbrochen tippen bis endlich mal ein vernünftiger Satz mit korrekter deutscher Grammatik herauskommt?

Und das sind alles so Vergleiche, die zeigen, dass es keine Zufälle gibt. Und da ist Gottes Plan hinter der Schöpfung und da ist Gottes Plan auch in seinem Wort. Und natürlich all das, was geschrieben ist über das Kommen von Jesus, über sein Leben, über seinen Dienst, über die Art und Weise wie er sterben würde. Ihr wisst, Psalm 22 beschreibt die Kreuzigung Jesu zu einer Zeit als es die Kreuzigung als Hinrichtungsmethode überhaupt nicht gab.

Ja, wie kann einer das beschreiben? Die jüdische Methode jemanden ins Jenseit zu befördern, war steinigen. Erst die Römer haben die Kreuzigung dann mitgebracht, und es ist dort beschrieben – Psalm 22.

Ps 22,17
Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat mich umzingelt. Sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben.

Und was Jesus am Kreuz sagt: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Ps 2,2
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Mt 27,46
Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«

All diese Dinge sind aufgeschrieben. Mit welcher Summe Geld der Judas gekauft wurde um Jesus zu verraten.

Mt 26,15
und sprach: Was wollt ihr mir geben, und ich werde ihn euch überliefern? Sie aber setzten ihm dreißig Silberlinge fest.

Mt 27,9-10
Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia geredet ist, der spricht: „Und sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Preis des Geschätzten, den man geschätzt hatte seitens der Söhne Israels, und gaben sie für den Acker des Töpfers, wie mir der Herr befohlen hat.“

Sacharja 11,12-13
12 Und ich sagte zu ihnen: Wenn es recht ist in euren Augen, gebt mir meinen Lohn, wenn aber nicht, lasst es bleiben! Und sie wogen meinen Lohn ab: dreißig Silberschekel.
13 Da sprach der HERR zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Wert, den ich ihnen wert bin! Und ich nahm die dreißig Silberschekel und warf sie in das Haus des HERRN dem Töpfer hin.

https://bruderhand.de/gott-kennenlernen/antworten-auf-skeptische-fragen/zu-schwierigen-bibelstellen/1291-wie-kann-matthaeus-eine-prophezeiung-jeremia-zuschreiben-wenn-sie-von-sacharja-getroffen-wurde

Und lauter solche Dinge sind beschrieben!

Oder dann bei der Kreuzigung – die Soldaten dort, sie losen dann um das Gewand. Sie teilen die Kleider auf und dann losen sie um das Gewand.

Ps 22,19
Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand.

Joh 19,24
Da sprachen sie zueinander: Lasst es uns nicht zerreißen, sondern darum losen, wessen es sein soll! Damit die Schrift erfüllt würde, die spricht: „Sie haben meine Kleider unter sich verteilt, und über mein Gewand haben sie das Los geworfen.“ Die Soldaten nun haben dies getan.

Und Leute, die das gerne leugnen möchten, sie sprechen von „self-fulfilling prophecy“. Also das heißt, jemand liest in der Bibel und sagt: Oh, wir müssen unbedingt darauf achten, dass die Bibel auch wirklich als gültiges Buch irgendwie bestehen bleibt, also müssen wir jetzt das und das tun, damit das übereinstimmt mit der Prophetie, die vorher gegeben ist.

Wie lächerlich kann man sich eigentlich machen wenn man sich gegen die Wahrheit stellt? Glaubst du, diese römischen Henker dort hätten irgendein Interesse zu beweisen, dass die Religion der Juden irgendwie die richtige ist? „Oh, lasst uns nicht vergessen, der Prophet Jesaja schreibt, wenn wir den Messias umgebracht haben, dann müssen wir die Kleider teilen und dann müssen wir das Gewand verlosen damit die Schrift erfüllt wird!“

Hatten die irgendein Interesse an der jüdischen Religion? Das war ihnen doch total egal! Die waren Henker, die waren Profis, die haben ihre Arbeit gemacht und das war’s.

Und so gibt es so viele Worte, die wir anschauen können und wir sagen: Da haben wir’s, da haben wir wunderbare, schöne Beweise. Und Gott benutzt das.

Jesus sagt:

Joh 13,19
Von jetzt an sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt, dass ich es bin.

Er sagt ihnen Dinge, damit wenn sie hinterher geschehen, sie wissen, er war’s. Er hat ihnen das gesagt. Seine Göttlichkeit wird sozusagen unter Beweis gestellt durch die Prophetien.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (25:00 bis 30:00)

 

Also, da könnt ihr euch selber dann beschäftigen, da gibt es so viele wunderbare Dinge im Worte Gottes. Auch interessante Aussagen aus dem Bereich der Naturwissenschaft, wiewohl die Bibel natürlich kein naturwissenschaftliches Lehrbuch ist. Das ist klar. Aber es gibt Aussagen in der Bibel, die alles andere sind als „altertümlich“. Z.B. gibt es eine Schriftstelle in Jeremia, wo gesagt wird, dass man die Sterne nicht zählen kann.

Jer 33,22a
Wie das Heer des Himmels nicht gezählt und der Sand des Meeres nicht gemessen werden kann

Und wenn du etwas über Astronomie weißt, dann weißt du, im Altertum – man hat sehr wohl die Sterne gezählt. Ptolemäus – er kannte ungefähr 1600 Sterne, und er war der größte Crack seiner Zeit. 1600 und ein bisschen Sterne kannte er! Wenn er die Bibel gelesen hätte, er hätte sich gesagt: „Naja, das hat ein Religiöser geschrieben, das sollte jetzt nicht irgendwie eine wissenschaftliche Aussage sein, ich zähle die Sterne, ich weiß, wie viele das sind“.

Und Jeremia schrieb schon zu der damaligen Zeit also, dass die Sterne nicht zu zählen sind.

Man hatte sich im Altertum die Erde gedacht als eine flache Scheibe, deswegen haben sie so aufgepasst bei Kolumbus wenn die nach Westen segeln. Die Leute haben gesagt: Pass auf, dass du nicht zu dicht an den Rand kommst, dann blopp, fällst du hinten runter.

Und in der Bibel liest du: Gott hat die Erde nicht auf Säulen gestellt, sondern über dem Nichts im Raum aufgehängt. Die Erde ist eine Kugel im Raum.

Hiob 26,7
Er spannt den Norden aus über der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts.

Das ist etwas, was du nicht im altertümlichen Weltbild findest. Das findest du in irgendwelchen Religionen, aber nicht im Worte Gottes.

Da gibt es eine Menge von interessanten Dingen. Einmal hat sich einer aufgeregt und hat gesagt: Da haben wir’s! Der Hase wird zu den Wiederkäuern gerechnet.

3 Mose 11,6
den Hasen, denn er käut wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein

Da haben wir’s! Da ist endlich der Beweis, was man von der Bibel zu halten hat. Ja, aber dann kannst du in „Brehms Tierleben“ nachlesen, dass der Hase, zwar auf eine etwas andere Art und Weise als die Kuh, sehr wohl ein Wiederkäuer ist. Der Hase ist ein Wiederkäuer interessanterweise. Ja, das ist eine wissenschaftliche Tatsache.

Aber Leute, die von Biologie keine Ahnung haben, stürzen sich darauf und sagen: Boah, da haben wir’s.

Wie viele Leute haben sich schon aufgelehnt gegen die Bibel?! Vor 50-60 Jahren oder so wusste man in der Völkerkunde nichts über das Volk der Hetiter. Und die Bibel sagt sehr viel über die Hetiter und das war eine sehr hoch entwickelte Kultur. Und in der ganzen Archäologie und Geschichte usw. gab es nichts über die Hetiter. Und da hat man also die Tatsache, dass die Bibel von den Hetitern schreibt, hat man gesagt: Da haben wir’s! Wenn die Hetiter so mächtig gewesen wären und so entwickelt wie das die Bibel beschreibt, dann wüssten wir heute von den Hetitern. Aber was wissen wir? Nichts! Also es hat sie gar nicht gegeben, also: Die Bibel ist ein Märchenbuch.

Oh – das war aber spannend, als auf einmal die ersten archäologischen Funde kamen über die Hetiter! Und man hat herausgefunden, dass sie eine sehr hoch entwickelte Kultur hatten. Dass sie riesige Bibliotheken hatten, dass sie in ihrer Zeit sehr, sehr fortschrittliche Leute waren. Und heute gilt die Tatsache eben, dass die Hetiter in der Bibel beschrieben werden, ist eines der sichersten Argumente für die Glaubwürdigkeit der Bibel! Und dafür gibt es sehr, sehr viele andere ähnliche Beispiele.

Übrigens zu diesen Prophetien ist noch zu sagen: Ich möchte euch da wirklich ein köstliches Buch empfehlen, was sich damit beschäfigt von einem Wissenschaftler, Prof. Dr. Werner Gitt, das ist der Leiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Also ich nehme mal an, dass er nicht so ein ganz unterbelichtetes Kerlchen ist, sonst würde die Bundesregierung ihm nicht einen solch wichtigen Posten anvertrauen. Und er ist Informatiker und er hat also ausgerechnet, die Wahrscheinlichkeit – wie groß die Wahrscheinlichkeit, dass also eine oder mehrere Prophetien sich erfüllen würden. Man kann also Ereignisse mit bestimmten Formeln ausrechnen. Das braucht z.B. die Münchner Rückversicherung, ja? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit. dass dein Haus von einem Hurricane verwüstet wird? Das muss man ausrechnen können damit man weiß wie viele Beiträge du bezahlen musst, damit hinterher die nicht im Miesen dastehen. Das muss man ganz genau berechnen können.

Und also dann hat er ausgerechnet die Wahrscheinlichkeit. Und er kommt zu solchen interessanten Ergebnissen, die wirklich amüsant sind. Wobei er die Tatsache, dass viele Prophetien auch noch in einer bestimmten Reihenfolge hintereinander sich erfüllen müssen und nicht nur einfach so wahllos – da kommt er also zu ganz herrlichen Dingen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (20:00 bis 25:00)

 

Aber Gott hat Dinge gegeben. Z.B. was wir in unserem Jahrhundert hier sehen, eine der gewaltigsten Ereignisse so in der Geschichte der Nationen – die Wiederstehung des Staates Israel.

Fast 2000 Jahre hat es sie als Staat nicht gegeben und Gott hatte gesagt: Wegen ihrer Ablehung des Messias, ich werde sie zerstreuen unter alle Nationen, und am Ende der Zeiten werde ich sie wieder sammeln aus allen Nationen und werde sie wieder zurückbringen in ihr Land.

Und Gott hat viele, viele Dinge gesagt, die diese Rückkehr der Juden betreffen würden. Und wir haben’s gesehen: 1948, der Staat Israel, vielleicht noch 2 Jahre vorher – niemand hätte geglaubt wenn du 1946 jemanden gefragt hättest: Wird es einen Staat Israel geben? Niemand hätte dafür 5 Mark gewettet.

Das ist ein Ereignis gewesen, wo Gott die Weltgeschichte schlagartig herumgedreht hat. Und als es diesen Staat gegeben hat, 1948, alle Welt hätte gesagt: Der macht das kein Jahr. Weil zig Millionen Araber in dem Moment als der Staat Israel entstanden ist, sofort gesagt haben, wir werden sie ins Meer jagen. Und das haben sie viele Male versucht. Eine riesige Übermacht gegen eine Hand voll Juden sozusagen, und sie haben es viele, viele Male versucht. Und Gott hat gesagt: Am Ende der Tage werde ich sie in ihr Land bringen und dort werden sie bleiben.

Und so ist es bis heute. Und die Araber mussten sich sehr wundern, dass alle ihre Waffen und all das, diese militärische Übermacht, nichts bewirkt hat.

Und Gott hat so viele schöne Dinge gegeben, die ich jetzt alle gar nicht so ausführen kann, aber es gibt Literatur darüber, und ihr könnt euch da selber irgendwie mit beschäftigen, aber z.B. sagt er dann: Wenn sie zurückkommen dann am Ende – die Wüste wird blühen.

Jes 35,1
Freuen werden sich die Wüste und das dürre Land, jauchzen wird die Steppe und aufblühen wie eine Narzisse.

Und das war total karges, unfruchtbares Wüstenland und sie kamen zurück und brachten die Wüste buchstäblich zum Blühen.

Und Gott hat gesagt: Sie werden den Erdkreis füllen mit ihren Früchten.

Jes 27,6
Es wird einst dazu kommen, dass Jakob wurzeln und Israel blühen und grünen wird, dass sie den Erdkreis mit Früchten erfüllen.

Eine Verheißung von Gottes Volk wenn es zurückkommt nach Israel! Und heute – Obst ist eines der Exportgüter Nummer 1 von Israel. Aus einem Wüstenland wird Obst exportiert, buchstäblich in alle Welt.

So, du solltest mit sehr viel Respekt das nächste Mal zum Supermarkt gehen und dann am Obststand – dann kaufst du nicht Marokk oder Espania oder wie die da heißen – du kaufst natürlich „Jaffa“. Und du nimmst die Jaffa-Apfelsine und sagst „Hallelujah“. Hier haben wir den Beweis, Gott lebt. Gott ist ein Gott, der Sein Wort hält, denn das steht geschrieben in Jes 27,6: Sie werden den Erdkreis mit ihren Früchten füllen.

Und es gibt auch eine andere Verheißung noch mit „Blumen“. Dass Blumen ein Kennzeichen sein wird. Blumen und Früchte sind Exportartikel Nummer 1 von Israel. Du kannst in einen normalen Blumenladen um die Ecke gehen und du kannst israelische Blumen kaufen. Frisch gepflückt. Von einem Land, das vor 50 Jahren total karges Wüstenland war. Wenn du da gesagt hättest, demnächst wird von da Blumen exportiert – alle hätten gesagt: Naja, der Glaube hat ihn leider den Verstand gekostet.

Und es gab auch in früheren Zeiten Menschen, die diese Haltung an das Wort Gottes hatten – der alte Preußenkönig Fritz, und er hatte einen gläubigen General oder Heerführer, und er hat sich darüber aufgeregt und hat gesagt: Gib mir einen Beweis, warum du meinst, dass die Bibel Gottes Wort ist?

Und da hat er gesagt: Euer Majestät, die Juden! Die Geschichte der Juden. Und das war vor dem Ereignis, 17xx, und er hat gesagt, die Geschichte der Juden in sich ist der Beweis dafür, dass Gott real ist und dass die Bibel ernst zu nehmen ist.

Und es gab schon viele Leute, die haben versucht, die Bibel auseinanderzunehmen und ad absurdum zu führen. Irgendein christlicher Millionär hat einmal vor langer Zeit einen großen Betrag Geld ausgesetzt und hat gesagt: Wer beweist, dass die Bibel Unfug ist, der soll diesen Betrag von 1 Million sich abholen. Und diese Million, die liegt da bis heute noch.

Und der Voltaire, der große Spötter der Aufklärung hat gesagt: In wenigen Jahrzehnten, niemand wird mehr die Bibel lesen. In wenigen Jahrzehnten, ja? Weil die moderne Aufklärung so weit fortschreitet, dass die Leute die Mythen abstreifen werden und nur noch das Vernünftige und das Real und Realistische gelten lassen werden. Und witzigerweise, 100 Jahre nach seinem Tod, in dem Haus, wo er gestorben ist, hat die Genfer Bibelgesellschaft ihr Hauptquartier eingerichtet. Hundert Jahre nach seinem Tod, exakt in dem Haus! Gott hat Humor, ja?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (15:00 bis 20:00)

 

Etwas Einzigartiges kennzeichnet das Wort Gottes und das hebt es heraus von jeder anderen Art von Literatur, die es gibt. Und Gott hat das hineingetan, um eben uns zu helfen, zu diesem Punkt zu kommen: Jawohl, es macht Sinn! Es ist nicht einfach blödsinnig und frivol und ich muss dabei meinen Intellekt opfern, sondern es ist sehr, sehr vernünftig zu glauben, dass die Bibel, die Heilige Schrift, das Wort Gottes ist. Nämlich: Es gibt in der Bibel – und das ist wunderbar und einzigartig, und viele haben sich damit schon beschäftigt, ich geb nur ein paar Anregungen – es gibt Prophetien.

Die Bibel ist ein Buch, das Prophetien enthält. Und die Bedeutung von Prophetien ist zu beweisen, dass es nicht irgendein x-beliebiges Buch ist, sondern dass es das Buch Gottes ist.

Weil wenn man präzise historische Ereignisse vorhersagt, die vielleicht Jahrhunderte später sich erst einstellen, dann heißt das, man hat eine Quelle von Einsicht, die nicht von dieser Welt kommt. Wenn wir heute hier jemanden hätten, der würde heute hier einen Zeitungsartikel veröffentlichen und sagen wie in 20 Jahren der Bundeskanzler heißen würde, und wir würden uns das aufheben. Und in 20 Jahren kommt ein Bundeskanzler, und der heißt wirklich genau so wie der das heute in der Zeitung veröffentlicht hat – wir würden denken: Wow! Der hat aber Durchblick, der weiß aber was!

Das ist doch lächerlich! Das ist doch gar nichts! Gott hat Dinge vorhergesagt, die Jahrhunderte später sich ereignet haben. Er hat Namen von politischen Leitern gegeben, die natürlich zu der Zeit überhaupt noch nicht gelebt haben. Denkt an diesen König Kyrus. Das ist ein solches Beispiel. Und das ist eben so frappant (= überraschend, verblüffend) und so unübersehbar, dass die moderne Theologie daraus nur eins machen konnte: Aha, das ist der Beweis, dass Jesaja erst nach der Herrschaft oder während der Herrschaft von Kyrus geschrieben sein konnte. Denn er konnte das ja nicht wissen!

Weil du musst eben wissen, die Grundlage von moderner Theologie ist erst einmal: Gott – wenn es ihn denn gäbe – Er greift nicht in Zeit und Raum ein. Das ist ihre Grundlage, davon gehen sie aus, darüber lehren sie zwar nie, aber das ist die Grundlage ihrer Lehre. Ich weiß das, weil ich Jahre an der Uni gesessen habe und habe das mir anhören müssen.

Und wenn es eben übernatürliche Ereignisse gibt, dann muss es dafür andere Erklärungen geben. Und wenn eine Prophetie dort steht, dann sagt man: Ja, ist doch ganz klar, die Prophetie wurde erst nach dem Ereignis geschrieben. Das ist die Erklärung. Und damit hat man natürlich sehr, sehr viele Probleme, weil es auch in unserer Zeit Prophetien gibt, die nachweislich uralt sind und die sich jetzt erfüllen. Und diese Bücher gab es eben schon vor Urzeiten, und wir sehen einfach, das ist einfach Unsinn – so kann man nicht mit dem Worte Gottes umgehen. Es gibt eine ganze Fülle von Ereignissen im Worte Gottes – vielleicht ein, zwei Beispiele gleich mal. Aber zunächst einmal hier, wo Gott sagt: Das sind die Prophetien, die er gegeben hat um uns festzumachen und zu binden an Ihn und an Sein Wort. Jesaja 44 – das ist ein starkes Wort, 6 bis 8.

Jes 44,6-8
6 So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.

Boah, ist das stark!

7a Und wer ist wie ich?

Gott sagt: Wo ist die Konkurrenz? Wollen wir uns messen!

7b Er – also der so meint, er wäre so wie Gott – rufe und verkünde es und lege es mir dar! – Wer hat von Urzeiten her das Kommende hören lassen?

Also damit meint er: Ich hab’s getan, und wenn jemand anders es auch getan hat, okay, dann müssen wir schauen …

7c Und was eintreten wird, sollen sie uns verkünden!

Mit anderen Worten: Ich habe Prophetien gegeben, und wenn da jemand anders sich anmaßt, er sei auch Gott in dieser Welt, dann soll er erstmal tun, was ich getan habe! Das ist, was Gott sagt. Die Prophetien, die Vorhersage von historischen Ereignissen in Zeit und Raum ist Gottes Ausweis „Seht her, ich bin Gott“. Schaut im Islam, schaut im Hinduismus, schaut im Buddhismus, schaut in irgendetwas hinein – gibt es etwas vergleichbares irgendwo? Nein, das gibt es nicht. Gott sagt: Bitte schön! Dann zieh daraus deine Schlüsse, wer der wahre Gott ist. Weil er der Anfang und das Ende ist und Er schaut das Ende schon von Anfang an und deswegen hat Er es aufgeschrieben und hat Dinge gesagt. Und er sagt: Ist jemand anderes der wahre Gott, dann möge er kommen und er möge einmal lehren, was kommen wird. Er soll es uns verkünden.

8 Erschreckt nicht und zittert nicht! Habe ich es dich nicht schon längst hören lassen und es dir verkündet? Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen.

Das gefällt mir so! Gott ist nicht einer, der sich versteckt und sagt: Entschuldigung, es tut mir ja so leid, dass ich diesen Absolutheitsanspruch habe, den werde ich auch demnächst abschaffen, das passt in diese Zeit nicht mehr hinein. Sondern Gott sagt: Ich bin Gott und ich beweise das und wenn irgendeiner meint, er sei auch Gott, dann soll er jetzt antreten und dann soll er den selben Beweis vollführen, den ich vollführt habe. Und dann kommt großes Schweigen seit Jahrhunderten und seit Jahrtausenden – niemand war da, der aufgetreten ist und hat – natürlich zum Silvester jedes Jahr gibt’s irgendwelche Prophezeiungen – im letzten Jahr hat man gesagt, Steffi Graf würde heiraten – sie ist immer noch nicht verheiratet – und lauter solche Scharlatane. Man weiß schon, das ist alles Quatsch, das wird natürlich nie passieren.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (10:00 bis 15:00)

 

Das geschriebene Wort Gottes ist unser Maßstab. Nicht, was Menschen sagen, nicht, was Menschen lehren, nicht, was die „Gemeinde auf dem Weg“ lehrt oder was dieses oder jenes Buch dort sagt, sondern entscheidend ist: Was sagt die Schrift? Das ist das Entscheidende!

Es geht nicht um Modeströmungen und um persönliche Vorlieben oder irgendetwas, sondern darum, was die Schrift sagt. Und Gott möchte – er verlangt nicht irgendwie einen blinden, tollkühnen Glauben, „ja, okay, gut, wenn’s so sein muss, dann opfern wir unseren Verstand und jetzt machen wir einen Sprung ins Ungewisse und jetzt erklären wir einfach tollkühn, die Bibel ist jetzt unser Maßstab, auch wenn unser Verstand dabei baden geht, aber wir machen das jetzt irgendwie“.

Das erwartet Gott nicht von uns, und Gott gibt uns Hilfe, um zu erkennen und auch zu prüfen und dann wirklich zu dem Schluss zu kommen: Jawohl, es macht sehr viel Sinn, die Schrift wirklich als gültige, verbindliche Grundlage unseres Lebens zu haben. Es macht sehr viel Sinn! Und wenn wir durch diese Beschäftigung und diese Prüfung hindurchgegangen sind, dann kommen wir zu diesem Punkt, wie Jesus einfach gelebt hat mit der Schrift.

Und auch wenn ich jetzt nicht weiter darauf eingehe, ich möchte euch sehr ermutigen, dass ihr das studiert: Jesus, der selbst das Wort war, hat in allen wichtigen Abschnitten seines Lebens und besonderen Situationen und Entscheidungen, er hat immer gehandelt nach einem Maßstab: Was sagt die Schrift?

So viele Male findest du: Er tat das und das, damit die Schrift erfüllt würde. Damit erfüllt würde, was über ihn geschrieben steht. Er, der das lebendige Wort war, hat sich an das geschriebene Wort gebunden.

Und das ist unsere einzige Chance, wir sind Nachfolger Christi, wenn wir siegreich sein wollen und wenn wir standhalten wollen gegen die Mächte der Finsternis und sie überwinden wollen, es wird nicht gehen ohne eine Auslieferung und eine Hingabe an das Wort Gottes, die ich also heute hier beschreiben möchte.

Okay, um uns da ein bisschen Hilfe zu geben, am Anfang hier drei Punkte, die uns helfen können, das alles zu bedenken und zu sagen, ja, ist das wirklich sinnvoll?

Zunächst einmal gibt es dort das Selbstzeugnis der Schrift Gottes, der Heiligen Schrift.

2 Tim 3,16
Alle Schrift ist von Gott eingegeben.

Die Schrift ist von Gott eingegeben. Das sagt Gott selbst über sein Wort. Und war eingegeben durch den Heiligen Geist. Viele Male findest du Zitate, z.B. im Neuen Testament aus dem Alten Testament, und dann wird gesagt – hier ist nur ein Beispiel:

Heb 3,7
Deshalb, wie der Heilige Geist spricht: …

Es war vielleicht der Prophet Jeremia, der zitiert wird, aber der Schreiber des Hebräer-Briefes sagte nicht: „Ja, Jeremia sagte folgendes: …“, sondern „Der Heilige Geist sagte folgendes: …“

Und wenn wir das anschauen, dann sehen wir, dass die Apostel, die mit Jesus gegangen waren, eine hohe Achtung vor dem Wort hatten, eine hohe Achtung! Und sie versuchten immer herauszufinden, was sagt die Schrift? Denkt an Pfingsten. Es kam der Heilige Geist, und sie haben nicht gesagt: „Ja, das herrliche Gefühl und das Prickeln auf unserem Rücken und alle Nackenhaare stehen hoch wenn der Heilige Geist auf uns kommt“ – sie haben nicht von den Erfahrungen geredet, sondern sie haben gesagt, dies ist, was der Prophet Joel schon gesagt hat.

Apg 2,15-17
15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, denn es ist die dritte Stunde des Tages;
16 sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist (Joel 3,1-5):
17 „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott …

Sie wussten, wo ihre Erfahrung im Wort vorkam und sie wussten, wie man das Wort anzuwenden hatte, um Situationen zu erklären. Viele, viele Male findest du das, dass sie sich beziehen auf die Schrift.

Okay, übrigens ist es auch sehr sinnvoll, wenn du dir vorstellst mal einen Augenblick, du wärst Gott und du weißt, wie Menschen so veranlagt sind – es macht sehr viel Sinn, um so wenig wie möglich Verwirrung überhaupt oder Raum für Verwirrung zu geben – du würdest das Ganze, was du haben willst, schriftlich hinterlassen.

Du würdest dich nicht darauf verlassen: Naja, der eine wird’s dem anderen sagen, das wird schon irgendwie gut gehen. Du wirst sagen: Nein, nein, ich kenne die Menschen. Hier geht’s in das eine Ohr rein und aus dem anderen wieder raus und man erzählt nicht das, was man gehört hat, sondern man erzählt das, was man meint, was man gehört hat.

So viele Male lehre ich das Wort Gottes und Leute kommen nach vorne und sagen: „Du hast vorhin gesagt, das und das …“ und sie sagen genau das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe. Sie haben gar nicht zugehört, sie haben etwas total anderes verstanden. Und viele, viele Male – wir haben Überzeugungen und wir denken, wir glauben an irgendetwas, was die Bibel sagt, aber wir glauben nur, dass wir das glauben, was die Bibel sagt. Und die Bibel sagt das überhaupt nicht.

Und es ist so notwendig, dass wir genau hinschauen und dass wir lernen wirklich uns damit sehr präzise auseinander zu setzen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (80:00 bis Ende)

 

Ist auch kein Wunder – Markus 16 – Jesus hat gesagt: Diese Zeichen werden denen folgen, die glauben:

Mk 16,17
Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen/Zungen reden

Als Jesus schaut in die Zukunft, wo es die Gemeinde noch gar nicht gibt, er sieht eine Gemeinde, die in Sprachen spricht. Das ist total normal. Das ist das normale vom Neuen Testament.

Okay, die Zeit rennt wieder mal davon. Ich weiß nicht wie das kommen konnte, ich hab doch heute nur dieses kleine Thema.

Lasst mich ganz schnell, das machen wir im Galopp jetzt, ganz schnell die Schritte gehen, die wir jemandem zeigen können vom Worte Gottes – wie wir jemandem helfen können, hineinzukommen in diese Erfahrung.

1)
Das erste – die Belehrung – ist das Allererste. Der Geist wird empfangen durch Glauben.

Gal 3,2
Nur dies will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist aus Gesetzeswerken empfangen oder aus der Kunde des Glaubens?

Deswegen muss der Glaube aufgebaut werden durch das Wort Gottes. Es braucht Belehrung. Die Belehrung muss zwei Punkte erreichen: 1. Derjenige muss wissen, es ist der Segen Gottes für mich und 2. Er muss wissen, dass er empfangen soll.

Viele Christen, die nicht viel Lehre haben, sie beten um Gott und sie denken, ihr Gebet dient dazu, Gott weichzubeten. Und Er soll jetzt geben. Aber es kommt nicht auf das Geben an in dieser Situation, es kommt auf das Empfangen an.

Okay, das muss kommen. Ich bete nur für Menschen, die vor dem Beten schon wissen, wenn wir jetzt beten, sie bekommen den Heiligen Geist und sie reden in Sprachen. Alles andere macht gar keinen Sinn. Das ist kein Glaube. Ich habe so viele Leute gehabt, die irgendwie religiös sind: „Ja, wir wollen mal sehen“ oder „Vielleicht klappt’s ja“ oder „Schwester Berta hats auch bekommen“ oder irgendwie so.

Das ist keine Grundlage! Die Grundlage ist: Ich sehe es im Worte Gottes. Das ist für mich da. Und wenn wir jetzt beten, ich bekomme das auch.

Deswegen frage ich: Wenn wir jetzt beten, wirst du das bekommen – ja oder nein? „Ja, ich weiß nicht“ – dieses „ich weiß nicht“ wird nicht beantwortet durch „mal sehen, was passiert“. Dann weiß ich schon, was passiert – es passiert nichts.

Sondern durch Lehre, die Glauben hervorbringt. Das ist das erste, was geschehen soll.

2)
Dann kommt das eigentliche Bitten. Bitten kommt erst wenn der Glaube da ist. Und manche, die auch irgendwie durch bestimmte Traditionen geprägt sind, brauchen wirklich ein sehr intensives Bibelstudium und das soll man ihnen auch dann gönnen. Es bringt nichts – auf das Handauflegen kommt es nicht an! Da kann man nicht viel verkehrt machen. Das ist nicht das entscheidende. Das entscheidende ist, dass derjenige weiß, wie wird der Heilige Geist mir gegeben und vorallendingen wie soll ich darauf reagieren.

Wir bitten im Glauben. Lk 11,9-13 – das Gebet des Glaubens.

Lk 11,9,13
9 Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!
10 Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.
11 Wen von euch, der Vater ist, wird der Sohn um einen Fisch bitten – und wird er ihm statt des Fisches etwa eine Schlange geben?
12 Oder auch, wenn er um ein Ei bäte – er wird ihm doch nicht einen Skorpion geben?
13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Wir bitten und wir gehen davon aus, dass wir bekommen. Okay, Gebet des Glaubens wird abgeschlossen …

3)
… mit Danken. Man dankt dafür! Man dankt, dass Gott sein Wort gehört hat und dass wir bekommen haben ohne Rücksicht darauf, ob wir irgendwelche Beweise jetzt in uns haben, etwas fühlen, heilige Schauer oder irgendetwas anderes. Gott hat sein Wort gehalten, Jesus hat gesagt am Schluss von Lukas 11,13: „wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!“

Jesus hat gesagt: Der Vater gibt denen, die ihn bitten.

Ich meine, klarer kann man es doch nicht sagen! Jesus hat es versprochen.

Und ich sage manchmal: Wenn jetzt der Vater nicht gibt, obwohl Jesus versprochen hat, der Vater würde geben, weißt du was? Dann klappen wir die Bibel zu und dann vergessen wir das ganze, gehen einen saufen und das war’s dann. Das war’s dann.

Wenn Gott sich nicht an sein Wort hält, dann können wir es gleich sein lassen. Dann was soll die Grundlage unseres Vertrauens sein zu Ihm?

Das ist ein bisschen provokativ, aber hat einen tieferen Sinn.

Okay, dann vierter Punkt.

4)
Glaube ohne Werke ist tot, sagt Jakobus uns.

Jak 2,26b
so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Es müssen Taten folgen, die mit unserem Glauben korrespondieren, die auf der Ebene unseres Glaubens sind und das ist in diesem Falle eben der zweite Schritt des Glaubens: Dass wir ins Sprachen sprechen. Das Grundmuster – Apg 2,4 – sie wurden alle erfüllt mit Heiligem Geist und fingen an in anderen Sprachen zu reden wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Apg 2,4
Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Da haben wir den Fahrplan, was auch wir zu tun haben. Wenn wir das Wesen des Heiligen Geistes kennen, dass er unseren Willen total respektiert, dass er nichts gegen unseren Willen tun will und tun kann, dann ist es völlig klar: Wir sind diejenigen, die in Sprachen sprechen, das sagt das auch das Wort Gottes eindeutig. Ja, nirgendwo steht, dass der Heilige Geist in Sprachen spricht. Wir sprechen in Sprachen.

Und wir haben zu Wollen. Niemand wird in Sprachen sprechen, der nicht in Sprachen sprechen will. Das ist unmöglich.

Wenn du sagst: Ich will nicht, aber etwas zwingt mich, in Sprachen zu sprechen – ich würde sagen: Komm mal in die Seelsorge, lass mich das mal hören – wir werden es austreiben. Das ist nicht der Heilige Geist!

Der Heilige Geist überfährt uns nicht und er zwingt uns nicht und es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir initiieren das Sprachenreden oder er.

Und die biblische Reihenfolge hier ist: *Sie* fingen an. Nachdem sie erfüllt wurden.

Das ist, was ich dann sage: Wir haben gebetet im Glauben um den Heiligen Geist – hast du bekommen? Jawoll, hast du schon gedankt? Artig, jawoll! Alles klar. Dann bist du jetzt dran! Du hast jetzt in Sprachen zu sprechen.

Dann kommt die berühmte Frage: Ja, aber wie soll ich das tun?

Ganz einfach – überlass dich diesem Heiligen Geist, öffne dich für ihn, fließe mit ihm, es kommt nicht aus deinem Verstand. Dein Verstand kann die Frage bedenken, ja, fange ich mit „ohh“ an oder mit „ihh“ oder mit „p“ oder mit irgendetwas? Es kommt nicht aus deinem Verstand! Aber eines weiss ich, wenn du dich ihm überlässt im Vertrauen – du fällst hinein in diese Sprache und du kannst gar nicht herausfallen. Es ist ein „sich überlassen“, das ist ein Schritt des Vertrauens. Gott hat gesagt: Der Heilige Geist ist bei uns und er wird uns leiten und jetzt übergeben wir uns ihm und Glaube ist immer – wenn Gott nicht mitmacht, dann wird’s eine Pleite.

Und so ist es auch mit dem Sprachenreden. Es ist ein Akt des Glaubens, der Hingabe, wo wir uns Ihm anvertrauen und wo wir dann sehen, wenn wir uns an dieses biblische Muster halten – „sie wurden erfüllt mit Heiligem Geist und sie fingen an in anderen Sprachen zu reden wie der Geist gab auszusprechen“ – dass es wirklich auch funktioniert.

Wir fangen an in neuen Sprachen zu sprechen. Du redest so lange nicht in neuen Sprachen wie du noch in deiner Muttersprache redest. Manche Leute sagen dann: „Hallelujah, Hallelujah, Glory, Glory, Glory“ – oder so etwas. Ich sage: Solange du so weiterredest – ist nicht schlecht, Hallelujah zu sagen – aber wenn du jetzt in Sprachen reden willst, dann musst du aufhören, Hallelujah und Glory zu sagen.

Du kannst nicht in deinem verständlichen Sinn sprechen und in Sprachen denken. Weil unser Mund ist so gebaut, man kann nur eine Sprache zu einer Zeit sprechen. Du kannst nur entweder in verständlicher Sprache, Muttersprache sprechen oder in Zungen. Eins von beiden geht nur. Und viele halten sich so krampfhaft an der Muttersprache fest, weil sie Angst haben vor dem Moment was passiert wenn sie loslassen.

Das kann ich auch gut verstehen, aber wir sollten wirklich uns da Mut machen vom Worte Gottes und hineinspringen und mit dem Heiligen Geist dann hineinkommen und sehen dann, es ist eine herrliche Sprache, die voll ausgebildet ist, die muss man nicht üben. Manche haben so diese „Drei-Silben-Theorie“, ja, sei treu, in den nächsten 20 Jahren gibt Gott dir mehr oder irgendwie so etwas. Das ist alles Unsinn. Du hast eine komplette Sprache, eine komplette Sprache, die einen eigenen Satzbau, einen Rhythmus, eine Melodie hat, die sehr schön ist, die kreativ ist, die Spaß macht. Paulus sagt: Wer in Sprachen betet, erbaut sich selbst.

1Kor 14,4
Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst

Judas 20
Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist

Ich nehme an, dass wir nur noch wenige Sekunden Zeit haben und dann schließen wir einfach hier und ihr könnt dann anhand dieses Studienheftes, wo viele, viele Schriftstellen drin sind, die ich jetzt nicht bringen konnte aufgrund von Zeitmangel, noch nachschauen und dann macht euch darauf gefasst: Der Herr will euch gebrauchen, andere in diese Erfahrung hineinzuführen. Bringt die Neubekehrten nicht zum Pastor und sagt, hier, bete, dass er jetzt erfüllt wird mit dem Heiligen Geist. Das ist deine Aufgabe, deswegen hast du dieses Teaching bekommen. Amen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (75:00 bis 80:00)

 

1 Kor 14 – Paulus sagt dort den Korinthern, von denen manche glauben, dass ihr Problem wäre, die hätten zu viel in Sprachen gesprochen. Das war nicht ihr Problem. Sie wussten nicht über die saubere Ausführung der Geistesgaben im Gottesdienst, aber dass sie zuviel in Sprachen gesprochen haben, davon hat Paulus nie etwas gesagt. Er übetrifft sie ja noch indem er sagt: Ich bete ja viel mehr in Sprachen als ihr.

Und er sagt dort : „Ich will“ oder „Ich möchte“ – so sagt es die Elberfelder Übersetzung, aber eigentlich vom Griechischen ist es noch stärker – „ich will, dass ihr alle in Sprachen sprecht“.

1Kor 14,5a
Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet

Ich will, dass ihr das alle tut! Die ganze Gemeinde!

Dann hat er nicht gesagt in Klammern: Für die, denen Gott diese Gabe gegeben hat. Sondern: Ich will, dass ihr alle in Sprachen sprecht.

An der Stelle muss man sehr aufpassen, dass man eben nicht nur eine Bibel hat und zumal wenn’s eine Luther ist, da kommt’s dann völlig verkehrt raus, weil die Übersetzer eben dann da zucken und ihre Theologie dann da einfließen lassen und dort heißt es dann: „Ich wollte, ihr könntet alle in Sprachen sprechen“.

Das ist grammatikalisch ein sogenannter „irrealer Konjunktiv“. Ich wollte, ihr könntet. Damit sagt der, der diese Aussage macht, schon, dass er weiß, dass es natürlich nicht geht. Das ist genau das Gegenteil von dem, was da steht!

Also, ich möchte dich ermutigen, behalte deine Luther, die manchmal sehr knackig ist und sehr auf den Punkt, aber schaff dir ne Elberfelder an, die die genauste deutsche Bibelübersetzung ist, die dicht dran ist am Griechischen und in Zweifelsfällen schau auch dann da hinein.

Ich will / Ich möchte, dass ihr alle in Sprachen sprecht!

Paulus gibt auch eine Definition, er sagt: „In Sprachen beten“ ist „im Geist beten“.

1 Kor 14,14
Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist

Das ist eine gewaltige Aussage, die mir erst viele Jahre später nachdem ich diese Erfahrung schon hatte, deutlich wurde. Ich war Christ geworden auf sehr dramatische Art und Weise, aber kam dann unter der Führung des Herrn in eine Gemeinde, wo diese Gemeinde überhaupt nicht bekannt waren und nicht gelehrt waren und dann merkte ich wie irgendwie die Dynamik nachließ und wie mein Gebetsleben mich gelangweilt hat und wie ich mich nach mehr geseht habe. Und dann hörte man so – das waren die damaligen Zeiten, musst du dir mal vorstellen, so hinter vorgehaltener Hand wurde dann getuschelt: Dieser oder jener, der rede angeblich in Sprachen.

Das waren so ganz seltene Insider-Geheimnisse, die man so irgendwo mal aufpicken konnte oder so. Ja, natürlich, davon war im Gottesdienst nie was zu sehen oder zu hören oder so, ja, es war alles so ganz hinter vorgehaltener Hand. Und dann hat man sich mal an die rangepirscht und die wollten auch nichts so richtig sagen und so, also es war total irgendwie unterm Teppich alles.

Und jedenfalls durch besondere Umstände, die ich jetzt nicht hier erzählen will dann ein halbes Jahr nach meiner Bekehrung, dann hat der Herr mich erfüllt mit dem Heiligen Geist. Aber dann hab ich gemerkt: Es ist eine Sache, ob du mit dem Heiligen Geist erfüllt bist und in Sprachen redest oder ob du ein biblisches Verständnis hast und weißt, was da passiert und weißt, warum du das tust und was das eigentlich bedeutet.

Alles, was wir tun, sollen wir Glauben tun.

Röm 14,23b
Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde.

Und ungefähr dann nochmal 6 Jahre später gab Gott mir richtig eine Offenbarung – 1 Kor 14,14 – wenn ich in Sprachen bete, dann betet mein Geist.

Das ist mein neugeborener Geist! Das Wesentliche, was Gott mir gegeben hat, womit ich mit Ihm in Verbindung kommen kann, das in mir wird inspiriert vom Heiligen Geist und das betet in mir und durch mich. Und es ist ein Durchbruch wenn jemand in Sprachen betet, weil aus dem übernatürlichen Bereich zum ersten Mal etwas in das Sichtbare hinein anfängt zu fließen von himmlischem Material – wenn du so willst.

Wenn wir wirklich verstehen, was Sprachenreden ist, wir würden eine Ehrfurcht haben, wir würden eine neue Liebe dazu haben, wir würden einen Respekt haben, eine Begeisterung, eine Hochachtung, eine Wertschätzung haben. Und wir würden erleben, dass wirklich das sehr, sehr aufbauend ist. Wenn wir gelernt haben, so in Sprachen zu beten wie Paulus das sagt, nämlich dass während des Sprachenredens auch unser Verstand zur Ruhe gekommen ist.

1 Kor 14,14
Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer.

Das ist der entscheidende Punkt, hierauf kann ich jetzt nicht weiter eingehen. Das findest du dann wieder in dem Seminar: „Praxis Geistesgaben“ oder so ähnlich. Da gehe ich dann auf diese Sachen dann ein, kann man auch hier an dieser Adresse erhalten.

Okay, noch schnell ein paar Hinweise.

Eph 6,18 – Paulus sagt der ganzen Gemeinde: „Betet im Geist!“

Eph 6,18a
Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist

Die ganze Gemeinde wird aufgefordert im Geist, das heißt also in Sprachen zu beten. Also, da sind nicht nur die Korinther, die das sollen und die das können, das sind auch die Epheser. Wiederum sagt er nicht in Klammern: Ja, das gilt nur für die, denen Gott diese Gabe gegeben hat, das war für die ganze Gemeinde.

Die erste Gemeinde war eine „Heilig-Geist“-erfüllte in Sprachen sprechende Gemeinde!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (70:00 bis 75:00)

 

Hör mal, wie es dann weitergeht:

Apg 11,1-3a
1 Die Apostel aber und die Brüder, die in Judäa waren, hörten, dass auch die Nationen das Wort Gottes angenommen hatten.
2 Und als Petrus nach Jerusalem hinaufkam, stritten die aus der Beschneidung mit ihm
3a und sagten: Du bist bei unbeschnittenen Männern eingekehrt

Also mit anderen Worten: Sie halten ihm das Gesetz vor und sagen, das darfst du doch nicht, das ist doch nicht richtig, warum hast du das gemacht? Du bist doch ein Apostel?!

Und jetzt war Petrus fein raus.

Apg 11,4
Petrus aber fing an und setzte es ihnen der Reihe nach auseinander

Die ganze Initiative kam ja nicht von ihm, er hat ja nicht gesagt, oh, ich werde mal zu den Heiden gehen, sondern Gott hat durch den Engel bei Kornelius und dann durch die Vision bei ihm und indem der Heilige Geist gesprochen hat, das alles selbst initiiert. Und er erzählt dann die Vision, die er gehabt hat und was Gott gesagt hat, dass er die nicht unrein nennen soll. Und dass der Heilige Geist zu ihm gesprochen hat, das sind alles seine Argumente, auf die er sich jetzt verlassen kann. Und dann sagt er:

Apg 11,15-17
15 Während ich aber zu reden begann, fiel der Heilige Geist auf sie, so wie auch auf uns im Anfang.
16 Ich gedachte aber an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet mit2 Heiligem Geist getauft werden.
17 Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe gegeben hat wie auch uns, die wir an den Herrn Jesus Christus geglaubt haben, wer war ich, dass ich hätte Gott wehren können?

Das ist seine Argumentation. Er sagt, das hat Gott getan und Gott hat sie zur Bekehrung gebracht, Gott hat sie erfüllt mit dem Heiligen Geist und wenn es unsere Brüder und Schwestern sind, dann müssen sie getauft werden – ganz eindeutig!

Vers 18 – noch ein amüsanter Schluss.

Apg 11,18a
Als sie aber dies gehört hatten, beruhigten sie sich.

Beruhigen kann sich nur der, der zuvor nicht ruhig ist. Ich kann hier nicht eine Stunde sitzen und keinen Mucks von mir geben und dann sagst du: Ah, na, eine Stunde, jetzt langsam beruhigt er sich.

Nein! Beruhigen kann sich nur einer, der ein bisschen echauffiert ist und offensichtlich will das sehr dezent hier der Heilige Geist mit einem gewissen Schmunzeln andeuten, dass die Apostel da schon so ihre Turbolenzen gehabt haben.

Okay, worauf es ankommt, ist, dass für Petrus der Erweis des Sprachenredens dieser neuen Gläubigen genug war um zu sagen: Jawohl, die haben dieselbe Erfahrung gemacht wie wir. Die haben den Heiligen Geist bekommen genau wie auch wir.

Und somit komme ich also zu der – denke ich nicht sehr kühnen Schlussfolgerung, dass was der Zauberer Simon gesehen hat in Apg 8 – wenn der Heilige Geist gegeben wurde, war das Reden in neuen Sprachen.

Apg 8,18a
Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde

Übrigens: Hier kann uns die Kirchengeschichte noch einen kleinen Hinweis geben, was aber kein biblisches Argument wäre – man hat also, die Kirchenväter haben bestätigt, in Samarien hat man in Zungen geredet. Dann ist da noch der Fall von Saulus, Paulus wie er sich bekehrt hat – auch er erlebt die Taufe in den Heiligen Geist und es wird doch nicht ausdrücklich beschrieben, dass er in Sprachen gebetet hat zu der Situation, aber dann später hat er doch klar dazu Stellung genommen und hat gesagt, er redet in Sprachen, sogar mehr als die Korinther.

1 Kor 14,18
Ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle.

Und wir wissen, dass er mit Sicherheit nicht vor seiner Geistestaufe in Sprachen geredet hat, also danach ist es dann irgendwie gewesen.

Und wir haben eine ganze Reihe von eindeutigen Schriftstellen, die neben dem, was jetzt schon sehr – denke ich – schlüssig irgendwie an Material da vorliegt, die uns eben sagen: Sprachenreden ist nicht eine besondere Gabe, die Gott einigen wenigen so gibt im Sinne von Geistesgaben, die Er souverän austeilt wie Er möchte, sondern es ist einfach die Grundausstattung jedes Christen, die Gott für uns vorgesehen hat. Ich meine wenn schon Jesus sagt: Ihr werdet Kraft empfangen wenn der Heilige Geist auf uns kommt – und dann kommt er auf sie und sie fangen an in Sprachen zu sprechen – dann ist es schon von daher schwer vorzustellen, dass hinterher dann auf einmal es heißt: Ja, aber das ist nur für einige wenige.

Ja, und ich?! Brauche ich keine Kraft? Jawohl! Wir brauchen Kraft!

Und die Kraft kommt zustande durch eine Beziehung, durch ein Leben im Heiligen Geist, das ausgedrückt wird am Anfang durch diese Erfahrung des Sprachenredens.

Es gibt einige weitere Schriftstellen, die uns zeigen, dass das wirklich nicht etwas war für einige und wieder für andere nicht.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (5:00 bis 10:00)

 

Eins der vielen Titel, die Jesus hat – oder Namen, die er trägt – ist eben „das Wort“. Er ist das Wort.

Joh 1,1
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Und in Offenbarung sehen wir Jesus und sein Name ist das Wort Gottes.

Off 19,13
und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes.

Das Wort Gottes!

Und viele Christen sind sich dessen nicht so richtig bewusst: Wenn sie Jesus angenommen haben, dann in einer Weise haben sie auch eine Entscheidung getroffen, dass sie nicht mehr in allen Bereichen des Lebens irgendwie sich alle möglichen eigenen Freiheiten gedanklicher Art herausnehmen wollen, sondern sie haben mit der Annahme von Jesus eine Entscheidung getroffen, dass auch in den Bereichen, die Gott vorgibt, wir uns auch verpflichten wollen, mit Ihm übereinzustimmen, mit Seinen Gedanken übereinzustimmen.

Das ist nicht in allen Bereichen so. Ich sehe, ihr habt hier viele verschiedene Farben in euren Blusen und T-Shirts und Jackets und das ist in Ordnung so und das ist gut so – Gott gibt dir nicht vor und sagt: Ab jetzt alle Einheit – marineblau.

Aber es gibt andere Bereiche, wo Gott Gedanken hat und wo Er sagt: Das ist meine Norm und wenn ihr glücklich leben wollt, dann tut mir einen Gefallen und übernehmt meine Gedanken, denn außerhalb dieser Gedanken und dieser Norm gibt es keinen Frieden. Z.B. die zehn Gebote. Du kannst nicht sagen, was geht mich das an, ich bin frei, ich bin durch Christus freigemacht, und das interessiert mich alles nicht.

Gal 5,1a
Zur Freiheit hat uns Christus befreit!

Nein! Gott hat bestimmte Normen und wir sind gut beraten, die zu übernehmen. Und je mehr wir das tun, je konsequenter wir sind, um so mehr werden wir den Frieden Gottes erleben und wird die Kraft des Heiligen Geistes in unserer Seele sich entfalten.

Wo das Wort ist, wirkt auch der Heilige Geist. Oder der Heilige Geist braucht das Wort. Und deswegen muss das Wort hinein in unser Leben. Und das möchte ich euch ein bisschen beschreiben, wie das aussieht.

Und zwar meine ich jetzt nicht nur das persönlich erlebte Wort, da sollen wir natürlich auch hinkommen, aber es beginnt damit, dass wir etwas wichtiges entdecken oder beschließen, dass Gott in seiner großen Weisheit uns Sein Wort *schriftlich* hinterlassen hat.

Gott hat uns sein geschriebenes Wort gegeben.

Und ich weiß nicht, wie dir das geht. Als ich ein junger Christ war, ich habe eine sehr dramatische Bekehrung erlebt aus der Finsternis zum Licht, und Jesus war da und hat gesprochen zu mir und hat mir Dinge gezeigt, das war wirklich sehr, sehr dramatisch, was ich dort erlebt habe und ich spürte auch in den folgenden Tagen wirklich wie Jesus mich gewarnt hat, mich beraten hat, mir geholfen hat – er war da. Und dann kam ich in eine Gemeinde und dann sah ich Christen über der Bibel ganz eifrig und sie freuten sich über Bibelverse und ich habe sie so verachtet. Ich dachte, Mensch, ich habe den lebendigen Gott erlebt und sie hängen sich da an ein Buch, ja? Wer weiß, wie viele Leute daran rumübersetzt haben und geschrieben haben und wie oft das irgendwie wieder umgeschichtet wurde und wie viele Konzile darüber beraten haben, ob das nun reinkommt oder nicht – also wer weiß, ob das überhaupt noch verlässlich ist. Da mögen vielleicht gute Gedanken drin sein, aber wofür brauche ich das überhaupt? Ich habe den lebendigen Jesus erlebt, der ist da, der geht mit mir, der redet zu mir, der zeigt mir Dinge und mit der Bibel, ich weiß nicht.

Das war mein Anfang wie ich also als Christ versucht habe zu leben. Und dann dieser wunderbare Jesus, der gekommen war, der mein Retter war, mein Befreier war von diesen furchtbaren Mächten der Finsternis, kam wieder zu mir und er redete und er sagte zu mir ungefähr dem Sinn nach folgendes: „Dieses Buch ist mein Buch und wenn du nicht anfängst, dieses Buch zu lesen, werde ich nicht mehr mit dir reden“.

Ja. Das hat Jesus gesagt am Anfang. Und von diesem Tage an und das ist jetzt fast 21 Jahre her, ich habe nie eine Sekunde Probleme gehabt und intellektuelle Zweifel, „ja, kann man das so sagen – kann man das wirklich so übernehmen, ist wirklich die Bibel Gottes Wort – ich meine durch die Zeiten und die Kulturen haben sich doch verändert und die Umstände sind doch heute ganz anders und die Leute denken doch ganz anders und verdienen doch ganz anders und alles ist doch irgendwie ganz anders, kann man das denn sagen, so ein altes Buch, dass das heute noch gültig ist“?

Ich kann es sagen! Und ich habe auch gar keine andere Wahl, weil Jesus das zu mir gesagt hat.

Jesus hat – derselbe, der mich gerettet hat aus der Hand der Finsternis, hat gesagt, das ist sein Buch. Punkt.

Und wenn wir nicht zu dieser Erkenntnis, zu diesem Verständnis und zu dieser Haltung kommen, sondern rummäkeln und sagen, also hier der Paulus, der alte Chauvinist und dieses hier und das hier und das kann doch heute nicht mehr, und das ist doch nicht zeitgemäß – wir werden niemals in die Kraft des Heiligen Geistes kommen, das kann ich dir versprechen. Es ist nicht möglich ein gebrochenes Verhältnis zur Schrift zu haben und Gott aus vollem Herzen zu lieben, anzubeten, Ihm zu vertrauen und Seine Kraft in unserem Leben zu erleben. Es ist nicht möglich.

Der Glaube an Gott, den er haben möchte in unserem Leben, ist ein Glaube an das geschriebene Wort Gottes.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (0:00 bis 5:00)

 

So, ihr Lieben, wir wollen also dann heute Fortsetzung machen. Ihr habt wohl das letzte Mal dann über „Wandel im Geist“ und Gerechtigkeit, Gottes Gerechtigkeit davon gehört, ja, ist das richtig? Okay, und in einer Weise sind das – Gerechtigkeit Gottes und auch das, was heute kommt über das Wort Gottes – sind eigentlich Unterthemen, die auch alle zu diesem herrlichen, schönen Thema gehören: „Wandel im Geist“. Ich weiß nicht, ob Benjamin euch anempfohlen hat, aber Gal 5,16 sollte ihr alle auswendig kennen. Paulus sagt dort: Ich sage, wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

Gal 5,16
Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

Hier sind wir also endlich angelangt bei dem, was so viele begehren, bei dem Lebensstil, bei dem Alltag des Christen. Und da haben wir diese herrliche Aussage: Man kann auf eine Art und Weise leben, die Paulus „Wandeln im Geist“ nennt. Und der Segen, den man davon hat, ist der, dass man die Lust des Fleisches nicht vollbringt. Oder sag es ein bisschen auf Hochdeutsch oder in moderner Weise: Dass man auf die alten Verhaltensweisen nicht mehr hereinfällt, dass man Kraft hat, der Sünde, den Versuchungen zu widerstehen, dass man also sich hüten kann vor jeder Form von Selbstzerstörung und Zerstörung, die wir, ob wir’s merken oder nicht oder irgendwie unbewusst anderen zufügen. Wandel im Geist ist ein wunderbarer neuer Lebensstil, wo wir durch die Begegnung mit dem Heiligen Geist, der seine Energie, seine Zuwendung, seine Liebe, seine Bejahung unserem Geist – und auch dann eben über den Geist auch der Seele mitteilt, so dass wir von dort innerlich gesättigt werden. Und weil wir gesättigt sind, von daher motiviert sind und auch ausgerütet sind eben dem trügererischen Lustangebot der Sünde zu widerstehen.

Sünde ist ein Problem einer unterernährten Seele. Und wenn die Seele nicht gesättigt ist, können wir uns anstrengen, können wir die Zähne zusammenbeißen, können wir sagen, „wir müssen jetzt unbedingt dadurch, wir müssen da einen Sieg haben“ – wir werden doch keinen wirklichen Sieg haben.

Der Sieg über die Lust des Fleisches kommt nur indem wir von Gott lernen die Original-Lust zu bekommen. Der Teufel bringt das Imitat und Gott hat das Original. Und wenn wir das Original haben, dann sind wir gefeit gegen sein Angebot, was eben wirklich nur ein Abklatsch ist. Wenn du aus einem Super-Restaurant kommst – gut abgefüllt, und danach lädt dich dein Kumpel zur Pommesbude ein – du hast keine Mühe, dem zu widerstehen. Weil du ein super erstklassiges Essen gegessen hast und hast noch den guten Geschmack vom zarten Lachs auf der Zunge, da wirst du doch nicht dir mit der Spandauer ohne Pelle irgendwie da den Geschmack im Mund verderben. Das wirst du nicht tun, weil du sagst: Das ist so edel und so gut und es hat mich so gesättigt, was soll ich mich jetzt noch mit diesem Zeug da belasten?

Und zum Wandel im Geist gehört das, was ihr auch letztes Mal gehört habt unbedingt: Wir müssen frei werden von negativen belastenden Schuldgefühlen. Niemand kann den Frieden Gottes erleben, niemand kann die Freude Gottes erleben, der von Schuldgefühlen bedrückt wird und von Vorwürfen sich selbst überhäuft oder überhäuft sieht. Das ist unmöglich.

Und um Sieg zu haben und die Prägung unserer Seele zu verändern, gibt es eben diese beiden Angebote Gottes: Das ist die Kraft des Heiligen Geistes und es ist das Wort Gottes. Und das beides muss zusammengehen. Wenn wir nur das eine haben, wenn wir nur die Erfahrung des Heiligen Geistes suchen ohne das Wort – wir werden bald in große, große Probleme kommen. Und wenn wir nur das Wort haben ohne die Erfahrung des Geistes, der eben das Wort lebendig macht, dann kommen wir auch – zwar in andere Probleme – aber eben auch in Probleme. Wir brauchen beides. Wir brauchen den Heiligen Geist und wir brauchen das Wort Gottes.

Und heute abend möchte ich also da mit euch drüber sprechen und euch ermutigen, euer Verhältnis zum Worte Gottes zu überdenken und nötigenfalls eben anzupassen an den Standard Gottes und von daher eben die Weichen zu stellen für ein Leben im Sieg. Das ist, was Gott möchte, dass wir siegreich leben können und dazu ist es unbedingt notwendig, dass wir eine richtige Beziehung haben zum Worte Gottes.

Falls ihr in diesem Studienheft hier sucht – dann ist das unser, hier in diesem Heft, das allererste Thema. Jedenfalls so lange es noch die alte Version gibt. Ich weiß nicht, wenn wir eine neue Auflage machen, die erstens besser sein wird, die erweitert sein wird, ob das dann diese Reihenfolge auch noch hat – aber hier ist das Thema ganz vorne: „Das Wort Gottes“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (65:00 bis 70:00)

 

Und jetzt kommt diese schöne Begründung: Woran haben sie es gesehen? Nicht an der Freude, nicht an geheilten Ehen und an neuem Mut irgendwie wirtschaftlich voranzugehen, mitten in der Rezession neue Dinge zu starten oder an irgendwelchen anderen Langzeit-Wirkungen, die der Heilige Geist im Leben eines Menschen wirkt. Nein! Woran haben sie es gesehen?

Denn! Vers 46 fängt mit einem „denn“ an.

Apg 10,46a
denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben.

Das ist die Begründung für „sie haben wahrgenommen, dass der Heilige Geist auf sie ausgegossen worden war“. Woran haben sie es wahrgenommen? An der Tatsache, dass diese Menschen dort in Sprachen Gott erhoben haben. Also für die Leute, die mit Petrus waren und auch für Petrus selbst wie wir gleich noch sehen können, war das Zeichen des Sprachenredens der Beweis, dass diese Menschen den Heiligen Geist empfangen haben.

Manche Gläubige sagen dann an dieser Stelle: Ja, aber weißt du nicht, dass die Zauberer und die Hexen, dass die auch in Sprachen reden?

Ja, das weiß ich. Und ich sage dir, wenn wir hier einen Zauberer oder eine Hexe live hätten, und die würde in Sprachen reden – jeder von euch, auch ohne die Gabe der Geisterunterscheidung würde wissen, das ist nicht der Heilige Geist. Jeder von euch würde erkennen, das ist nicht der Heilige Geist.

Es geht doch gar nicht darum, ob die anderen das auch tun. Der Teufel ist der Imitator, der nachmacht, aber Gott hat das Original, das Übernatürliche, die übernatürliche Erfahrung im Heiligen Geist. Komisch, dass die Leute immer so argumentieren, da gibt es so ganze Disziplinen: „Vergleichende Religionswissenschaft“ oder so. Jetzt äußert man sich zu diesem sogenannten „Toronto-Segen“ – dieses Wort mag ich überhaupt nicht, ja? Und da sagt man: Ja, wenn die Leute im Haschisch-Rausch sind, dann lachen sie auch unkontrolliert.

Ja, ist richtig, das stimmt. Im Haschisch-Rausch kannst du auch unkontrolliert lachen, das hab ich auch gemacht. Und am Ende drehst du durch. Es kommt nicht darauf an, was du da tust, sondern was ist die Frucht von dem ganzen. Du kannst im Haschisch-Rausch ekstatisch lachen, ja, sehr wohl. Aber die Frage ist: Was passiert mit deinem Leben und in welche Richtung entwickelt sich das ganze?

Eph 5,18
Werdet nicht voll des Weines, daraus folgt ein chaotisches Leben, sondern werdet voll des Geistes.

Mit anderen Worten: Damit bessert sich dein Leben. Das ist das entscheidende. Nicht das sichtbare Phänomen, ja? Und es geht nicht darum, ob irgendwelche Zauberer in Sprachen beten können, sondern es geht darum, ist das vom Heiligen Geist oder nicht? Und diese Leute haben das sofort gemerkt und jeder von uns würde das auch merken. Es war der Heilige Geist.

Und jetzt interessant – Petrus wie er reagiert.

Apg 10,47-48
47 Könnte wohl jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie auch wir?
48a Und er befahl, dass sie getauft würden im Namen Jesu Christi.

Jetzt geht bei ihm das ordentliche Denken wieder los. Er sagt: Einen Moment einmal, die reden in Sprachen. Das heißt, sie haben den Heiligen Geist empfangen. Wenn es dabei bleibt, was Jesus gelehrt hat, dass nur die Gläubigen den Heiligen Geist bekommen können, dann bedeutet das, die sind jetzt gläubig geworden. Wenn sie gläubig geworden sind, dann müssen sie unbedingt getauft werden.

So baute er aufgrund von seinem Verständnis von neutestamentlicher Lehre jetzt hier einen Plan auf und hat also entgegen seinen Traditionen hier etwas getan, wofür er dann sich noch schwer rechtfertigen musste.

Und bitte achtet darauf, dass er hier sagt, dass die Menschen dort bei Kornelius den Heiligen Geist empfangen haben – „wie auch wir“. Wie auch wir! Nun, wenn du das hier vergleichst mit Apg 2 zu Pfingsten, dann siehst du deutliche Unterschiede. Zu Pfingsten war ein Brausen wie das eines gewaltigen Windes und es waren Feuerzungen und dann das Reden in Sprachen.

Apg 2,2-4
2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen.
4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Und hier von diesen drei übernatürlichen Phänomenen nur das Reden in Sprachen, und Petrus sagt nicht: Ja, es war so etwas ähnliches. Es war eine heidnische Sparausgabe unserer Erfahrung. Ist ja logisch, dass Gott immer noch einen gewissen Unterschied machen muss. Die haben irgendwie so Geistestaufe light bekommen oder so etwas. Wir haben das Richtige.

Das Reden in Sprachen war für ihn der Punkt! Nein, das ist genau dasselbe. Also mit anderen Worten: Das Sprachenreden ist das Entscheidende. Wind kann sein, muss nicht sein. Feuer kann sein, muss nicht sein. Aber das Reden in Sprachen, das ist das Entscheidende. Und mit diesem Argument kommt er dann auch bei seinen genauso vernagelten Apostelkollegen durch, die in denselben Traditionen drinsteckten wie er.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (60:00 bis 65:00)

 

Also, dann geht er also da hinein, ist dort und dann sagt er: „Okay, weswegen habt ihr mich rufen lassen?“

Apg 10,29
Darum kam ich auch ohne Widerrede, als ich geholt wurde. Ich frage nun: Aus welchem Grund habt ihr mich holen lassen?

Also, ihr merkt, dieser feurige Evangelist hat hier eine totale Ladehemmung. Er kommt da in ein Haus vollgepackt mit Menschen – normalerweise, er würde sagen, egal was die wollen und warum die mich gerufen haben – hier ist eine wunderbare Gelegenheit, ich predige erstmal das Evangelium, hinterher können wir sehen, was die wollen.

Aber er stellt sich da hin und sagt: Äh, ja, was möchtet ihr denn? Weswegen habt ihr mich rufen lassen?

Okay, also dann verkündigt er ihnen dann schließlich nachdem sie ihn dazu sehr ermutigt haben die Botschaft von Jesus. Interessant ist dann hier am Schluss, Vers 43.

Apg 10,43
Diesem (Jesus) geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen.

Was hat er gepredigt? Vergebung der Sünden durch den Namen Jesu. Wenn ihr euch an Philippus erinnert – Apg 8 – er hat auch den Namen Jesu gepredigt. Vergebung der Sünden durch den Namen Jesu für jeden, der an ihn glaubt.

Apg 10,44
Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.

Nun, hier haben wir ein kleines, aber auch nicht zu großes Problem, wenn wir einfach nur konsequent durchziehen. Wir haben vorhin gelernt, Jesus sagt: Die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen.

Joh 14,17
den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Hier sehen wir Heiden, sie sitzen dort, das Wort Gottes wird ihnen verkündigt, die Botschaft des Evangeliums, der Name Jesu, Vergebung, Glauben an Jesus – und auf einmal fällt der Heilige Geist auf sie. Jetzt gibt es, und das ist einfach eine schöne Situation – es gibt nur zwei Möglichkeiten, wie wir damit umgehen. Dass wir sagen: Ach, schau an, Jesus hat seine Meinung geändert. Hier haben wir die Welt und er fand es doch für gut und für richtig, dass die Welt den Heiligen Geist empfängt.

Das würde uns ein Bild geben von Jesus, der nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Sein Wort ist Ja und Ja und Nein und Nein.

Mt 5,37
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

Es ist so wie er gesagt hat. Gott hat gesagt: Ich ändere nicht, was aus meinem Munde hervorgegangen ist.

PS 89,35
Ich werde meinen Bund nicht entweihen und nicht ändern, was hervorgegangen ist aus meinen Lippen.

Das ist deswegen so wichtig wie wir dann später lernen werden: Wir können nicht einem Gott, der einmal „Hü“ sagt und einmal „Hott“ sagt, irgendwie glauben und eine Liebesbeziehung aufbauen – wir werden total verwirrt sein und wir werden auf uns selbst gestellt sein. Wir werden niemals wirkliche Führung und Geborgenheit in Gott erleben können.

Nein – die zweite Möglichkeit ist einfach die, dass während sie dort sitzen und hören: „Glauben an den Namen Jesu, Vergebung der Sünden durch Jesus“ haben sie in ihrem Herzen diese Entscheidung getroffen und haben sich geöffnet für den Herrn, haben ihn in ihr Leben hineingenommen. Und deswegen kommt der Heilige Geist auf sie, weil – wie wir das gleich sehen werden – so ganz frei Petrus von den Traditionen immer noch nicht war. Nie im Leben wäre es ihm eingefallen, für diese Menschen dort jetzt zu beten für die Geistestaufe.

Weil er es immer noch nicht richtig kapiert hat, dass das gleiche Evangelium für diese Leute auch gilt. Wiewohl doch Jesus schon Jahre vorher gesagt hat: „Geht hin in alle Welt, predigt das Evangelium allen Nationen“ – nicht nur den Juden, allen Nationen!

Mk 16,15
Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Über Jahre haben sie es nur zu den Juden gebracht, über Jahre nur zu den Juden. Und hier sagt der Heilige Geist: „Jetzt langt’s mir mit den Tradtionen, wir brauchen einen Durchbruch“ – und das war dieser herrliche Tag, wo das Evangelium zu den Heiden kam. Und deswegen sitzen wir heute hier. Deswegen sitzen wir heute hier. Hallelujah.

Apg 10,45a
Und die Gläubigen aus der Beschneidung

damit sind also jüdische Gläubige gemeint, die eben noch nach dem Gesetz leben – eben das ist mit der Beschneidung hier gemeint –

Apg 10,45b
so viele ihrer mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich, dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen worden war;

Sie konnten das gar nicht fassen! Sie dachten, das ist doch nur für uns!? Das ist doch nur für die Juden! Jetzt bekommen das auch normale Heiden!

Also da war immer noch dieses Zwei-Klassen-Denken: Die Juden und dann der Rest der Welt. Also sie haben gemerkt, der Heilige Geist ist auf sie gekommen. Eine ähnliche Situation wie Apostelgeschichte 8: Der Zauberer sah, dass der Geist gegeben wurde.

Apg 8,18
Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld

Hier sahen sie, dass der Heilige Geist auf sie ausgegossen worden war.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (55:00 bis 60:00)

 

Und dann am nächsten Tag – Petrus, geistlich wie er ist, er ist am Beten auf dem Dach. Und er ist hungrig. Er wurde hungrig und er verlangte zu essen.

Apg 10,10
Da wurde er sehr hungrig und wollte essen. Während man aber etwas zubereitete, kam eine Verzückung über ihn.

Also irgendwie kam der Heilige Geist über ihn.

Apg 10,11-13
11 Und er sieht den Himmel geöffnet und ein Gefäß, gleich einem großen, leinenen Tuch, herabkommen, an vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen;
12 darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels.
13 Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus, schlachte und iss!

Das ist interessant, dass der Herr diese Lektion, die er jetzt dem Petrus geben will, ihm beibringt eben in dieser Situation, wo Petrus Hunger hat. Ganz interessant. Gott knüpft da an, wo Petrus ist. Er hat Hunger, und auf einmal sieht er etwas zu essen.

Vielleicht hast du auch schon mal gefastet und dann siehst du ein großes Steak oder so – aber das ist noch was anderes. Das ist eine Vision aus dem Fleisch, ja? Also eindeutig. Wenn nicht der Engel Gottes auch kommt und noch eine Erklärung, eine geistliche Erklärung dazu gibt, ja?

Und diese Tiere eben, das sind unreine Tiere gewesen, die also den Juden nicht erlaubt waren zu essen. Und hat Petrus hat so ein natürliches Verhältnis zum Herrn – „Keineswegs, Herr“, sagt er.

Apg 10,14
Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn niemals habe ich irgendetwas Gemeines oder Unreines gegessen.

In Klammern: „Und so wird es auch bleiben“. Und wenn du mir 100 Mal vom Himmel her jetzt einen Befehl gibst – ich halte mich an die Ordnung der Väter!

Also wenn das nicht ein „Verhaftet-Sein“ an Traditionen ist! Und das ist doch Mut machen! Hier haben wir einen geisterfüllten Christ, und der ist traditionell blockiert. Lasst uns nicht denken, nur weil wir den Heiligen Geist empfangen haben, wären wir automatisch ohne Traditionen. Da kann noch ein ganz schöner Wust von verkehrten Vorstellungen und überbrachten Einstellungen irgendwie da sein. Wenn Petrus nach vielen Jahren – ich weiß jetzt nicht genau, wann das gewesen ist – in meiner alten Bibel waren immer schön diese Zeiteingaben geschrieben, aber in dieser neuen habe ich das nicht übertragen. Aber es war viele Jahre nach Pfingsten – vielleicht schon 10 Jahre nach Pfingsten oder so – ich weiß es nicht mehr genau, ich will lieber nix behaupten, was hier mir dann hinterher wieder Leserbriefe einhandelt. Also wenn’s jemand weiß, kann er mir schreiben, dann tu ich das in meine Bibel rein.

Aber es war auf jeden Fall Jahre nach Pfingsten – Jahre nach Pfingsten. Und er hat die jüdische Überlieferung und das jüdische Gesetz immer noch in sich und lebt danach.

Apg 10,15-20
15 Und wieder erging eine Stimme zum zweiten Mal an ihn: Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein!
16 Dies aber geschah dreimal; und das Gefäß wurde sogleich hinaufgenommen in den Himmel.
17 Als aber Petrus bei sich selbst in Verlegenheit war, was wohl diese Erscheinung bedeuten möchte, die er gesehen hatte, siehe, da standen die Männer, die von Kornelius gesandt waren und Simons Haus erfragt hatten, vor dem Tor;
18 und als sie gerufen hatten, erkundigten sie sich, ob Simon mit dem Beinamen Petrus dort herberge.
19 Während aber Petrus über die Erscheinung nachsann, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.
20 Steh aber auf, geh hinab und zieh mit ihnen, ohne irgend zu zweifeln, weil ich sie gesandt habe!

Das ist ganz, ganz wichtig diese Vorgeschichte, weil hier nachher Petrus fein raus ist. Durch den Anfang der Geschichte hat er eine gute Position und Gott bricht hier in das Denken von Petrus ein und befreit ihn von seinen Traditionen und tut dasselbe nachher dann auch bei den Apostel-Kollegen. Jetzt kommt er da also hin in das Haus des Kornelius, und man wissen, das war für einen Juden total verboten in ein Haus von Heiden zu gehen und mit denen überhaupt zu essen – das war für ihn völlig verboten.

Und das wollte Gott ihm beibringen, Gott wollte sagen: Die Heiden habe ich auch gereinigt oder gerecht erklärt und du sollst sie nicht jetzt „unrein“ erklären. Sie haben genauso Zugang! Genauso Zugang. Das ist, was Gott hier sagen wollte.

Also er kommt dort hin, das ganze Haus ist voll und es ist auch ein bisschen amüsant wie er hier also herausstellt erst einmal – Vers 28 – er ging hinein …

Apg 10,28
Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, wie unerlaubt es für einen jüdischen Mann ist, sich einem Fremdling anzuschließen oder zu ihm zu kommen; und mir hat Gott gezeigt, keinen Menschen gemein oder unrein zu nennen.

Als wenn das eine Lehre wäre, die er schon seit Jahrzehnten intus hätte und die schon so sein Denken und seinen Alltag total erfüllen würde – das ist für ihn brandneu! Und er bringt gleich das neueste Teaching, die neueste Offenbarung vom Herrn bringt er hier.

Und jetzt wird’s noch amüsanter.

Apg 10,29a
Darum kam ich auch ohne Widerrede, als ich geholt wurde.

Also wir haben ja gerade gelesen wie Gott Mühe hatte ihn umzudrehen und ihm zu sagen: „Das bin jetzt ich, der redet, und ich bin immer noch der Herr, und ich sage dir – du gehst jetzt – und dein jüdisches Gesetz leg mal jetzt beiseite – ich sende dich zu diesen Menschen und du gehst jetzt!“

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (50:00 bis 55:00)

 

Und dann kam er – Apg 2,2 – wie ein gewaltiger Wind.

Apg 2,2-4
2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen.
4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Und das muss eine so starke auch emotionale Erfahrung gewesen sein für sie, dass eben die Außenstehenden zu dem Schluss kamen, die sind ja betrunken.

Apg 2,13
Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines.

Nun, nach den Dingen, die der Heilige Geist seit knapp 2 Jahren so tut, können wir das verstehen. Als ich zum ersten Mal meine Frau trunken sah im Heiligen Geist, ich hatte schlagartig Offenbarung über diese Schriftstelle und über Epheser 5. Schlagartig in einem Augenblick wusste ich, was diese Schriftstellen zu bedeuten haben.

Eph 5,18
Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes.

Die Parallele zwischen Wein trinken und Heiligen Geist! Einerseits Parallele, andererseits natürlich total entgegengesetzte Resultate und Wirkungen. Manche Leute sagen, ja, weil die in fremden Sprachen gesprochen haben, deswegen haben die gedacht, die sind betrunken.

Wenn wir hier einen Japaner holen, ich weiß nicht, ob’s hier jemanden gibt, der japanisch kann – gibt’s jemanden? Doch, ja. Nehmen wir chinesisch. Sieht für uns so ähnlich aus, aber ist total anders.

Also, du verstehst auch kein chinesisch? Versteht jemand chinesisch? Nein.

Wir holen einen Chinesen hier her, stellen den hier hin und lassen den 10 Sätze in Chinesisch sprechen – würde irgendjemand denken, der ist betrunken, nur weil wir das nicht verstehen? Nein.

Die Tatsache, dass jemand eine andere Sprache spricht, heißt noch lange nicht, dass wir denken würden, der wäre betrunken. Betrunken sein hat nun einmal fest definierte medizinisch erkannte und erforschte Phänomene. Und wenn die Leute dachten, die sind betrunken, dann müssen diese Phänomene irgendwie dagewesen sein.

Okay, gut, aber das ist jetzt nicht mein Punkt – das nur so am Rande, kostet auch nichts extra.

Es geht jetzt hier darum: Sie wurden erfüllt vom Heiligen Geist und sie fingen an, in anderen Sprachen zu reden wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Apg 2,4
Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Das ist eine wichtige Schriftstelle, die sehr, sehr viele wichtige Hinweise gibt. Das allererste, was mit ihnen passierte – nicht an ihnen, sondern was sie selbst sozusagen an Kundgebungen zeigten, war, dass sie anfingen, in anderen Sprachen zu reden. Und das war ihnen vom Heiligen Geist gegeben. Der Heilige Geist gab ihnen diese neue Sprache.

Nun, ich will damit natürlich nicht sagen, dass das die einzige Kundgebung des Heiligen Geistes ist – das wäre furchtbar wenn nichts weiteres hinterher an Stabilisierung, seelischer Heilung, Belastbarkeit, Beziehungs- und Arbeitsfähigkeit und Reifung und Entfaltung der Persönlichkeit – wenn das alles nicht kommen würde, das wäre furchtbar wenn das einzige, was wir hätten, das Reden in neuen Sprachen ist. Davon kann keine Rede sein – es gibt sehr, sehr viel mehr.

Aber der Beginn hier am Anfang, als der Heilige Geist zum ersten Mal auf Menschen kommt, und du weißt schon, dass dieses Reden in Sprachen eben einzigartig ist und besonders ist für die Zeit des neuen Bundes. Andere Geistesgaben – Wunder, Heilungen, Wort der Erkenntnis – die durch den Heiligen Geist gewirkt sind, gab es auch vorher. Aber das ist ganz neu. Das hängt damit zusammen, dass Menschen hier innerlich erfüllt sind mit dem Heiligen Geist. Und von innen heraus kommt was eben in ihnen ist.

Okay, wenn wir jetzt zu Apg 10 gehen, dann haben wir hier eine sehr spannende Begegnung, wo Petrus auf übernatürliche Art und Weise gerufen wird durch ein Wirken Gottes – gerufen wird zu etwas, was seine eigenen Traditionen herausgefordert hat. Das ist eine interessante Passage hier. Erst einmal beginnt es damit, dass dieser Kornelius, der offensichtlich nicht im neutestamentlichen Sinne gläubig war. Es wird dort gesagt, er war gottesfürchtig und er hat Almosen gegeben und er hat gebetet zu Gott.

Apg 10,1-2
1 Ein Mann aber in Cäsarea mit Namen Kornelius – ein Hauptmann von der sogenannten Italischen Schar,
2 fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus, der dem Volk viele Almosen gab und allezeit zu Gott betete

Und Gott hat gehört. Das finde ich ganz stark. Gott hört die Gebete von Ungläubigen, das ist ganz, ganz, ganz stark.

Apg 10,30-31
30 Und Kornelius sprach: Vor vier Tagen betete ich in meinem Haus bis zu dieser, der neunten Stunde; und siehe, ein Mann stand vor mir in glänzendem Gewand
31 und spricht: Kornelius! *Dein Gebet ist erhört*, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott.

Und Gott sendet einen Engel und sagt ihm Straße und Hausnummer und Namen, wen er zu holen hat.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (45:00 bis 50:00)

 

Ich frag dich: „Fährst du einen Opel oder nicht?“ – Du sagst: „Ja, also ein Auto ist es“.

Du weißt doch, was du hast und was du nicht hast. Und du weißt, ob du den Heiligen Geist hast oder nicht. Es muss klare Merkmale geben, an denen man das sehen kann. Und dazu kommen wir gleich. Es gibt klare Merkmale. Nicht nur eines, sondern mehrere, aber ein wichtiges, herausragendes gleich am Anfang.

Okay, Jesus sagt, sie sollen warten in Jerusalem und sie werden erleben, dass sie getauft werden in den Heiligen Geist.

Apg 1,5
denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.

Und sie warteten und dann kam der Heilige Geist. Und dann interessanterweise heißt es nicht: „Und alle wurden getauft in den Heiligen Geist“, sondern: „Sie wurden voll des Geistes“.

Apg 2,3-4
3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten.
4 Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.

Und doch wird ganz klar aus dem Zusammenhang dort und auch später wenn Paulus darauf sich wieder bezieht in Apg 10, Apg 11, dass das die Erfahrung ist, die Jesus in Apg 1,5 angekündigt hatte. Also sie wurden getauft in den Heiligen Geist zu Pfingsten. Und doch wird dort genannt: Sie wurden voll des Heiligen Geistes.

Eben haben wir bei Samaria, bei dem Beispiel, schon zwei andere Formulierungen gefunden. Dort heißt es:

Apg 8,15
Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für sie, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten

Den Heiligen Geist empfangen …

Apg 8,16a
denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen

Zwei verschiedene Ausdrücke für diese gleiche Erfahrung.

Dann gibt es noch andere: Der Heilige Geist wird gegeben oder der Heilige Geist kommt auf jemanden. Auch das sind austauschbare Begriffe, die in der Apostelgeschichte benutzt werden und niemals stehen diese Ausdrücke für den Sachverhalt der Bekehrung. Niemals werden sie gebraucht für die Tatsache, jemand erkennt Jesus als seinen Herrn und Erlöser an und begibt sich unter seine Herrschaft.

Okay, wenn wir noch einmal schauen in Apostelgeschichte 8, dann sehen wir hier, dass da ein ehemaliger Zauberer war – Vers 18.

Apg 8,18-19
18 Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld
19 und sagte: Gebt auch mir diese Macht, dass der, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt!

Das war natürlich nicht in Ordnung, das ist nicht mein Punkt. Mein Punkt ist der: Er *sah* – er stand irgendwie dabei und war halt eben von seiner Vergangenheit eben an allem Übernatürlichen sehr interessiert – und er schaute zu und er konnte sehen, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde.

Nun, den Heiligen Geist kann man nicht sehen, also was hat Simon gesehen, woraus er dann geschlossen hat, diese Leute hier empfangen den Heiligen Geist? Nun, das ist eine interessante Frage.

Fünf mal in der Apostelgeschichte findest du überhaupt eine solche Situation beschrieben, dass Menschen – einzelne oder eine Gruppe – erfüllt wird vom Heiligen Geist oder getauft wird in den Heiligen Geist – und bei drei Ereignissen findest du eine nähere Beschreibung, was man erleben konnte als Außenstehender. Dann wird es nicht genannt hier in Apg 8 – dort wird es nicht ausdrücklich genannt, was es gewesen ist. Und in Apg 9 bei Saulus ist es ebenfalls nicht der Fall.

Nun, was ist es gewesen, was sie dort erlebt haben? Manche sagen: „Ja, große Freude haben sie da erlebt“. Nun, der Heilige Geist ist ein Geist der Freude, und viele Male wenn der Heilige Geist kommt und wirkt – Menschen erleben große Freude. Aber das kann es nicht gewesen sein, denn du findest hier schon bei diesem gewaltigen Wundern und die Volksmenge kam zusammen und hörte einmütig auf die Predigt des Philippus – da heißt es: Es war große Freude in jener Stadt.

Apg 8,6-8
6 Die Volksmengen achteten einmütig auf das, was von Philippus geredet wurde, indem sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat.
7 Denn von vielen, die unreine Geister hatten, fuhren sie aus, mit lauter Stimme schreiend; und viele Gelähmte und Lahme wurden geheilt.
8 Und es war große Freude in jener Stadt.

Große Freude war in der Stadt – schon bevor der Heilige Geist da war. So, also das heißt, wenn jetzt die Apostel kommen und Hände auflegen und dann bekommen die wieder Freude, hätte niemand gesagt: „Aha, der Heilige Geist ist gekommen“, weil die Freude war schon vorher da.

Ich denke, wir fangen am Anfang an – da ist es immer am einfachsten. Immer wenn wir etwas neues, ein neues Thema im Worte Gottes entdecken, da wo es zum ersten Mal aufgeschlagen wird und behandelt wird, dort findet man die wichtigen, gültigen Hinweise, die dann durch das ganze Thema durch die Bibel hindurch dann immer wieder eine Bedeutung haben.

Und in Apostelgeschichte 2, das ist euch ja bekannt, kam der Heilige Geist.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (40:00 bis 45:00)

 

Also diese ein Schriftstelle hier alleine denke ich ist schon sehr, sehr markant und klärt eigentlich schon, was haben wir zu halten von diesem Argument: „Ja, es gibt keine zweite Erfahrung – wenn man bekehrt ist, hat man soviel Heiligen Geist als es überhaupt nur gibt“.

Noch deutlicher denke ich wird es dann eben in dieser Geschichte Paulus in Ephesus, Apg 19, dort kommt er hin und stellt diese Frage. Und diese Frage macht überhaupt nur einen einzigen Sinn dann wenn es möglich ist, gläubig zu werden ohne den Heiligen Geist dabei auch mit zu empfangen. Er fragt dort:

Apg 19,2a
sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?

Ich meine, diese Frage macht nur Sinn wenn das überhaupt möglich ist. Heute ein lieber Baptist würde sagen: Paulus, was fragst du da für eine Frage, das weiß doch jeder Mensch – wenn man gläubig geworden ist, hat man den Heiligen Geist empfangen.

Also entschuldigung jetzt, dass ich einen Namen erwähnt habe, ich habe nichts gegen die Baptisten, aber da ist einfach die Standard-Theologie doch nicht so wie wir das so sehen würden. Und da würde man eine solche Meinung vertreten.

Aber ich glaube Paulus war Profi. Er hat es von Gott das Evangelium. Er hat es per Offenbarung von Gott und er wusste, was Christsein ist. Und unser Problem oftmals besteht darin – nicht nur in dieser Frage von Geistestaufe, in vielen, vielen anderen praktischen Fragen auch – dass wir zu viel wissen. Dass wir meinen, wir hätten die Antworten. Dass wir gar nicht ins Wort hineinschauen. Dass für uns gar nicht klar ist, die Antwort, die ich finden werde im Wort, die ist für mich maßgeblich. Sondern dass wir gar nicht nachschauen, dass wir nicht fragen, sondern dass wir einfach so wie wir meinen und wie wir denken wie es richtig ist, irgendetwas tun.

Dann dürfen wir uns nicht wundern wenn es hinterher dann auch nicht biblisch am Ende als Ergebnis herauskommt.

Apg 19,2a
sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?

Und die waren ehrlich genug zu sagen: Nein, haben wir nicht, wir wissen gar nicht, dass es überhaupt einen Heiligen Geist gibt.

Warum wussten sie nicht? Weil Apollos sie gelehrt hatte und Apollos wusste nicht. Und hier hast du eine Erklärung dafür: Viele Menschen fragen mich: „Ja, wenn das so ist wie ihr das hier lehrt in dieser Gemeinde …“ Erstens möchte ich herausstellen, wir sind nicht die einzigen, sondern es gibt Hunderte von Millionen anderer Christen weltweit, die letzte Zahl habe ich gerade letzte Woche gesehen: Die geisterfüllten Christen sollen jetzt eine Größenordnung von über 400 Millionen haben und haben fast 24% der protestantischen Christenheit, was schon ein starker Anteil ist.

Und wenn du bedenkst, dass 1975 es erst 9% waren, dann siehst du, dass in den letzen 20 Jahren sehr viel passiert ist. Noch ein paar Jährchen weiter und wir haben wieder biblische Zeiten, da gab es auch nicht die Baptisten und die Pfingstler und diese und jene, da gab es nur geisterfüllte Christen. Da gab es das alles nicht, was wir heute haben. Und dahin wird das ganze wieder münden. Nicht indem man sagt, lasst uns die Denominationen abschaffen – die schaffen sich von alleine ab. Abstimmung mit den Füßen. Und das hat ja schon begonnen. Nicht, dass wir irgendeiner Gemeinde wünschen, dass sie leer wird, aber ich glaube, wer jetzt in diesen Tagen nicht klar sagt: Jesus ist der Herr der Gemeinde – ihm folgen wir nach, egal, was unsere Tradition gesagt hat, wir wollen lernen und lehren und verkündigen, was sein Wort sagt. Der wird erkennen, dass er auf die Dauer damit nicht mehr weiter kommt.

Apg 19,2a
sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?

Nein, sie hatten nicht – wegen der Erkenntnisdefizite ihres Lehrers. Die Christen in Ephesus hatten nur das, was Apollos ihnen geben konnte. Und das ist der Grund, warum manche Gemeinden, manche Christen sagen: Ja, wenn das der Wille Gottes wäre, dann würden das ja alle Christen haben.

Ja, eine Gemeinde hat das, was ein Pastor oder die dortigen Lehrer verkündigen. Das hat die Gemeinde. Und wenn es dann einige wenige doch haben, dann sicherlich nicht aus der Verkündigung, sondern indem sie dann irgendwo anders sich noch bedient haben an Kassetten oder Büchern oder Konferenzen oder irgendetwas. Eine Gemeinde in der Regel erfährt das, was dort gelehrt wird.

Und Apollos lehre über die Taufe des Johannes, das hatten sie. Er lehrte nicht über den Heiligen Geist, und das hatten sie dann auch. So einfach war das da.

Dann will ich herausstellen, dass es offensichtlich eine ganze Reihe von austauschbaren Begriffen gibt im Neuen Testament, hauptsächlich in der Apostelgeschichte, die alle von derselben Erfahrung, nämlich dieser Taufe oder dieses „Getauft-Werdens in den Heiligen Geist hinein“ berichten. Übrigens muss es eine Erfahrung sein, denn Paulus fragt sie: Habt ihr oder habt ihr nicht?

„Ja, ähm, woran kann man das wissen? Wir nehmen mal an – oder hat nicht eigentlich jeder?“

Das muss eine Erfahrung sein!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (35:00 bis 40:00)

 

Es gibt so viele wildgewordnene, abgehobene, überkandidelte (Anmerkung: sonderbar, skurril), ausgeflippte Gläubige, die haben ihren Fantasie-Jesus. Und du wirst niemals Erfolg haben, es werden niemals sich biblische Resultate einstellen wenn für dich das nicht klar ist: Christus anzunehmen heißt das Wort anzunehmen.

Und es gibt so viele Gläubige – ich habe schon so viele getroffen, das ist wirklich ein Jammer. Jahr für Jahr drehen sie in den selben Kreisen und kommen nicht von der Stelle und haben sogar immer mehr Probleme statt immer weniger. Und der Grund liegt oftmals hier drin, dass man sagt: Ja, ich glaube an Jesus – und dann hat man seine eigenen Vorstellungen wie dieser Glaube ausgelegt wird und wie das praktiziert wird.

Christus anzunehmen heißt das Wort Gottes anzunehmen. Er ist das Wort. Joh 1,1: Das Wort war Gott. Hallelujah.

Joh 1,1
Im Anfang war das Wort*, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

*»Das Wort« (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus (vgl. 1Joh 1,1; Offb 19,13).

Sie sandten also Petrus und Johannes zu ihnen.

Apg 8
14 Als die Apostel in Jerusalem gehört hatten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen.
15 Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für sie, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten;
16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus.
17 Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist!

Also hier haben wir sonnenklar für jeden, der einfach die Buchstaben überhaupt entziffern kann und auch die Redlichkeit besitzt, sie stehen zu lassen und ihnen erlaubt das zu sagen, was sie nun einmal hier sagen möchten:

1) Diese Menschen in Samaria waren gläubig.
2) Die Apostel in Jerusalem haben erkannt – interessant überhaupt: Woran haben sie das erkannt? – Dass die den Heiligen Geist noch nicht bekommen haben.

Also hier siehst du – und an anderen Schriftstellen auch noch – man kann gläubig sein und man hat NICHT den Heiligen Geist empfangen. Eindeutig! Ich meine, sie musste es wissen – sie waren die, nach denen wir uns richten und nicht umgekehrt.

Und 3)
Sie haben nicht gesagt: Na, nun sind wir mal gespannt, was der Herr tun wird. Bei uns kam’s ja Pfingsten ganz unerwartet von oben und mit Feuer und mit Wind und nun sind wir gespannt und sitzen mal in Jerusalem und warten ab, was passiert in Samaria – wie es diesmal der Herr tun wird.

Das war nicht ihre Reaktion! Sondern sie haben gespürt, wir, als die Leiter der Gemeinde, als die Apostel, wir haben Verantwortung für das Volk Gottes, sie zu lehren und ihnen zu sagen, wie die einzelnen Glaubens- und Gehorsamsschritte aussehen und wir senden jetzt zwei von uns hin und die werden diese Sache auf biblisches Niveau bringen.

Also sie waren keineswegs gleichgültig darüber, sie waren nicht irgendwie so lässig, naja, wenn Gott ihnen das geben will, Gott ist Gott, Er weiß schon wie Er das zu tun hat – Er wird das schon machen. Sondern sie haben verstanden, dass Pfingsten in einer Weise wirklich der Startschuss war und etwas besonderes und etwas einzigartiges war und dass es danach nicht in aller Regel in dieser Weise weitergehen würde. Gott hat viele Male im Laufe der Kirchengeschichte ähnliche Ereignisse dann gegeben wie in Pfingsten. Denkt an diese große Erweckung in den 60er Jahren in Indonesien. Die haben Pfingsten erlebt, der Heilige Geist kam. Das Feuer kam auf die Kirche. Das Feuer Gottes. Und die Feuerwehr ist ausgerückt, weil sie dachten, die Kirche steht in Flammen. Das war das Feuer Gottes, was kam:

Die „Indonesische Erweckung“ nach Berichten von Bakht Singh (Frühjahr 1968)

Solche Dinge sind geschehen in der Kirchengeschichte!

Aber in aller Regel, was mit den besonderen Eigenheiten und der Persönlichkeit des Heiligen Geistes zusammenhängt – in aller Regel wird der Heilige Geist *vermittelt* durch jemanden, der es schon erlebt hat. Und deswegen haben sie diese beiden Männer gesandt um mit ihnen zu beten.

Und schau einmal genau hin, was sie hier tun.

Apg 8,15
Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für sie, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten

Wenn wir nachher die praktischen Schritte uns anschauen wie man den Heiligen Geist empfängt, dann wird das noch einmal wichtig für uns. Sie beten nicht darum, dass Gott ihn geben möchte. Mit anderen Worten: Nicht der Absender ist das Problem, sondern der Empfänger ist das Problem. Wir müssen uns mit dem Empfänger beschäftigen.

Paulus sagt an Titus: Der Heilige Geist ist reichlich ausgegossen.

Titus 3,5-6
5 rettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.
6 Den hat er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns ausgegossen

Er ist reichlich ausgegossen! Er ist da. Jeder, der weiß, wie man jetzt nimmt und wie man trinkt kann haben – auf der ganzen Welt, wo auch immer. Aber in aller Regel brauchen wir Hilfe von Menschen, die uns lehren, was man zu tun hat und wie man sich öffnet für diesen wunderbaren Heiligen Geist.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (30:00 bis 35:00)

 

Die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen!

Unsere Botschaft an die Welt ist nicht: „Empfange den Heiligen Geist“ – sondern „Empfange Christus“. Das ist unsere Botschaft. Und wenn einer dann Christus empfangen hat, dann ist unsere nächste Botschaft „Empfange den Heiligen Geist“. Aber die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen.

Und ich hatte schon vorhin bei der Taufe diese Schriftstelle Apg 2,38 zitiert – auch hier sehen wir eine gewisse Stufung:

Apg 2,38
Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Umkehr – Taufe – und so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Noch deutlicher glaube ich wird es, dass eine solche These oder ein solches Gegenargument nicht haltbar ist, wenn wir hineinschauen in die Apostelgeschichte. Denn dort sehen wir in der Tat Menschen, die wirklich an Jesus gläubig geworden sind und sie haben noch nicht die Erfüllung mit dem Heiligen Geist erlebt. Und auch sehr interessant: Den damaligen Leitern war das ganz, ganz wichtig, dass sie das erleben!

Hier gibt es auch so eine scheinoffene Haltung, die ich schon erlebt habe bei manchen Christen: „Wir sind ja offen für den Heiligen Geist“. Und „offen sein“ heißt dann in ihrem Verständnis passiv abzuwarten – „wenn Gott uns das geben will, dann wird es uns das geben“. So kenne ich Christen, auch sogar Pastoren, die sind seit 20 Jahren offen für den Heiligen Geist und es passiert überhaupt nichts.

Es reicht nicht aus offen zu sein für den Heiligen Geist, sondern was sagt die Schrift? Was lehrt Jesus über den Heiligen Geist? Und wie kommen wir mit ihm in Kontakt? Und wie bekommt er Raum in unserem Leben? Und was ist Gottes Teil und was ist unser Teil?

Und so eine Definition von Religion oder Religiösität ist, dass man das verwechselt und austauscht was Gottes Verantwortung ist und was unsere Verantwortung.

Das ist ein Merkmal von Religiösität, dass man das, was Gott an Verantwortung auf uns legt wieder zurück bringt und zurücklegt auch Gott. Und dann aber das irgendwie als große Ergebenheit und demütiges Warten irgendwie ausgeben möchte.

In Apostelgeschichte 8 – wenn ihr da einmal hinschauen wollt – finden wir eindeutig beschrieben, dass aufgrund der Verkündigung von Philippus die ganze Stadt erschüttert wurde. Eine starke Schriftstelle hier:

Apg 8,6
Die Volksmengen achteten einmütig auf das, was von Philippus geredet wurde, indem sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat.

Das ist eine sehr machtvolle Schriftstelle und ich sage dir: Es ist heute genauso – die Volksmengen achten nur deshalb nicht, weil wir noch immer keine Zeichen tun.

Das ist der einzige Grund. Wenn wir an der Stelle weiter sind und Durchbrüche haben und endlich auf einem normalen biblischen Niveau sind wie man das kennt von Afrika oder von Südamerika – wenn Zeichen und Wonder zum normalen Alltag der Gemeinde gehören, dann fangen die Massen an zu rennen. Und dann werden alle Gebäude zu klein.

Aber das ist ein anderes Thema, das findest du in „Botschafter an Christi statt“. Ist auch eine Serie von 10-12 Kassetten.

Okay, Philippus, Vers 5, er predigte ihnen Christus – eindeutig:

Apg 8,5
Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus.

Und deswegen heißt es dann in Vers 12.

Apg 8,12
Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.

Okay, jetzt Vers 14.

Apg 8,14a
Als die Apostel in Jerusalem gehört hatten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe –

was eine andere Definition ist, ein anderes Wort für „gläubig werden“ – „Jesus annehmen“. Eine interessante Formulierung: Christus annehmen, darauf kommen wir dann später auch noch während eines ganzes Abends – Christus annehmen heißt das Wort anzunehmen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (25:00 bis 30:00)

 

Das ist sicherlich nicht der richtige Weg.

Es geht um das, was wir sind und wie wir leben. Und später dann werden wir über „Evangelisation im Alltag“ sprechen, aber es kommt auf die Art und Weise an wie wir leben. Wir können nur anders leben, wir können nur den eigenfahrenen Gleisen oder den ausgetrampelten Pfaden unseres Lebens entkommen, den alten Gewohnheiten, den alten Reflexen und Mustern zu reagieren, wenn eine neue Kraft in unser Leben kommt. Sonst werden wir an den Herrn glauben, aber hier in der Praxis immer noch in derselben Rille unserer alten Schallplatte immer wieder rumkratzen und werden einfach nicht vom Fleck kommen. Es ist der Heilige Geist, der der Geist der Kraft ist, der uns befähigt, anders zu werden. Der uns befähigt, verändert zu werden. Der uns befähigt, wirklich diesen Glauben an den Herrn umzusetzen und so eben an ihm wirklich festzuhalten, dass wir Siege und Durchbrüche und Forschritt und Wachstum erleben.

Okay, darum geht es bei der Taufe in den Heiligen Geist.

Und mit dieser Lektion haben wir dann sozusagen die Vorbereitung abgeschlossen und können dann frohen Mutes uns dann in die Angelegenheit des Alltags mit all seinen Widerwärtigkeiten hineinstürzen. Also nächsten Donnerstag dann geht es richtig zur Sache, dann kommen die richtigen Alltagsherausforderungen, auf die du schon immer eine Antwort haben wolltest.

Okay, ich will das so aufbauen anhand von einigen wichtigen Vorbehalten und Argumenten, die früher sehr, sehr stark waren, die heute schon sehr am bröckeln sind und nicht mehr so ein Thema sind. Aber ich denke, es ist wichtig für uns, dass wir gegründet sind in biblischen Aussagen, in biblischer Wahrheit und dass wir, auch wenn wir diese Erfahrung schon gemacht haben, im Nachhinein wissen, was haben wir erlebt und warum haben wir das erlebt und was können wir davon erwarten, wie wird sich das auswirken? Das ist wichtig! Nicht um Munition zu haben, um den nächsten evangelikalen Bruder damit irgendwie um die Ohren das zu klatschen, weil du musst aufpassen: Die Gefahr besteht darin, du hast wirklich die besseren Argumente. Wenn man die Bibel auf den Tisch legt und sagt: „Bruder, zeig mir mal“ – du hast wirklich die besseren Argumente. Hüte dich davor vor solchen Streitgesprächen. Lebe du vor! Und mache du Menschen hungrig. Und wenn sie hungrig sind und sie wollen wissen, was hast du, was sie nicht haben? Dann kannst du ihnen etwas erzählen über den Heiligen Geist.

Aber wenn ein Christ genug hat von dem, was er hat – oder nicht mehr haben will, kein Bedarf spürt nach Veränderung, nach Kraft, wenn er keinen Hunger hat – du wirst abblitzen wenn du kommst und versuchst ihn jetzt von etwas zu überzeugen, was du erlebt hast. Tu das bitte nicht. Respektiere das, lass ihn stehen, bete für diesen Betreffenden, sei lieb und sei kein streitbarer Held an dieser verkehrten Stelle. Amen? Ganz wichtig!

Besonders wenn ihr so vielleicht in einer christlichen Familie irgendwie zu Hause seid, wo dann die Ansichten auseinandergehen – haltet euch zurück. Haltet euch zurück. Theologische Streitgespräche haben in einer Familie noch niemals etwas gebracht. Noch niemals. Das ist ein Ergebnis von jahrzehnte-langer Seelsorge und versuche du nicht das Gegenteil irgendwie jetzt zu beweisen. Dass du deine Familie niederpredigen könntest und für den Herrn gewinnen könntest. Das Gegenteil wird stattfinden.

Also das ist nur für uns! Dass wir fest sind und dass wir genau wissen, was das Wort gesagt über diese wunderbare Erfahrung, die wir da machen.

Nun, das erste wichtige Gegenargument, das man immer so hört: Es wird behauptet: Es gebe gar nicht zwei verschiedene Erfahrungen, sondern wenn es eine Geistestaufe gibt, eine Erfüllung mit dem Heiligen Geist, dann erlebt man die bei seiner Bekehrung und mehr an Berührung, Erfüllung mit dem Heiligen Geist als bei der Bekehrung gibt es nicht und ist nicht nötig und sollte nicht gesucht werden.

Das ist eines der gängigen Standardargumente, die man so in bestimmten christlichen Kreisen hört. Und was sagt das Wort Gottes dazu?

Jesus sagt: Der Heilige Geist wird den Kindern Gottes gegeben.

Lukas 11,13
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel [den] Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!

Er gibt seinen Kindern! Er gibt den Kindern. Der Vater im Himmel gibt.

Also, man muss erst ein Kind des Vaters sein, um überhaupt ihn bitten zu können.

Jesus hat ganz klar gelehrt, ich hab’s auch irgendwo hier – Johannes 14,17: Die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen.

Joh 14,17
den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (20:00 bis 25:00)

 

Wir sollten uns klar machen, Jesus ist der Herr der Gemeinde. Und er alleine, nur er, kein Konzil, kein Bischof, kein Papst, keine Gemeinde, keine Freikirche, keine Gruppierung – niemand hat in meinen Augen das Recht den Inhalt oder die Form der Taufe zu verändern! Niemand darf das tun. Er ist der Herr der Gemeinde und er darf das anordnen wie das ist. Sonst komm ich am nächsten Sonntag und sage: „Wisst ihr was, Brot und Wein, das ist doch nicht mehr zeitgemäß, lass uns das doch ein bisschen lockerer machen, wir teilen jetzt Kaugummi und Cola aus“.

Du würdest sagen, „das ist ja ein Sakrileg (Anmerkung: ein Vergehen an einem Heiligtum). Das Brot stellt doch den Leib des Herrn dar und der Wein das Blut des Herrn.“ Jawohl, genau richtig! Und deswegen sind wir angehalten, Brot und Wein auszuteilen und das ist eine äußerlich festgeschriebene Form. Und die dürfen wir nicht verändern. Aber was ist der Unterschied zur Wassertaufe? Wenn Wassertaufe die Einheit mit dem Tod Christi und mit der Auferstehung ist und wenn die Form klar definiert ist – wer gibt uns das Recht, das in eigener Weise zu verändern? Oder einfach mit einer Tradition gedankenlos so weiterzumachen, die einfach sich so irgendwann vor vielen, vielen Jahrhunderten einstellt hat?

Okay, mit diesen provokativen, aber ich denke auch sehr wichtigen und hilfreichen Bemerkungen möchte ich jetzt diesen Punkt hier schon verlassen und komme zum nächsten Bereich. Und das ist eben wie ich da sagte, das, was heute weitaus mehr ein Thema ist über das man streitet – jetzt auch nicht mehr so sehr wie meinetwegen noch vor 20 Jahren. Ich weiß nicht wie viele von euch vor 20 Jahren schon sich in christlichen Kreisen bewegt haben, aber da ist die Taufe in den Heiligen Geist ein heißes Eisen gewesen. Da wurde heiß gekämpft und da wogten die Wogen des Kampfes hin und her. Das war eine sehr spannende Zeit.

Noch ein paar Jahre weiter, und dieses Thema wird ganz normal sein. Wir werden Verhältnisse haben wie meinetwegen in Südamerika. Dort heißt Gemeinde: Geisterfüllte Christenheit.

Der Teil, der nicht geisterfüllt ist, spielt nur noch eine kleine Randrolle – jedenfalls was das aktive Gemeindeleben angeht. Ich rede jetzt nicht von registrierten Mitgliedern, die an keinem Gemeindeleben teilnehmen, sondern ich rede davon, was in den Gemeinden wirklich stattfindet. Dort ist Gemeinde gleich geisterfülltes Christsein. Und derselbe Trend ist zu beobachten in Afrika und ich denke, er wird auch bald in Mitteleuropa sich einstellen.

Okay, bei Taufe in den Heiligen Geist geht es um etwas ganz, ganz anderes. Man könnte sogar sagen, die Wassertaufe ist sozusagen der offizielle Abschluss oder die Dokumentation der stattgehabten Bekehrung, des Herrschaftswechsels heraus aus der Welt hinein in das Reich Gottes.

Hier bei der Taufe in den Heiligen Geist – bitte achtet darauf: IN den Heiligen Geist. Wir sagen das so salopp: „Taufe im Heiligen Geist“. Aber wir sollten dabei auch wissen – ich meine, wir sollten sowieso nicht mit Christen, die das nicht so sehen können, streiten – aber du musst wissen: Dieser Begriff „Taufe im Heiligen Geist“ ist nicht neutestamentlich. Es gibt dieses Substantiv „Taufe in den Heiligen Geist“ nicht, aber es gibt „getauft werden in den Heiligen Geist“.

Das kommt z.B. bei Jesus in allen vier Evangelien vor und danach dann auch noch in der Apostelgeschichte.

Joh 1,33
Und ich kannte ihn nicht; aber der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, dieser ist es, der mit Heiligem Geist tauft.

Griechisch: „baptizōn en (= IN!) Pneumati Hagiō“

Und bei dieser Taufe in den Heiligen Geist ist das Ziel, dass wir eine Erfahrung machen der Kraft.

Apg 1,8
Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Das entscheidende ist, die Kraft Gottes soll kommen in unser Leben, damit wir glaubwürdige Zeugen sind. Wir sollen in allererster Linie durch unseren Lebensstil, durch unsere Art und Weise wie wir sind, wie wir leben, welche Art von Beziehungen wir haben, wie wir uns verhalten in Krisen, in Problemen – dadurch soll erkennbar sein für die Menschen draußen, dass wir etwas anderes haben. Etwas, was uns hilft und was auch ihnen helfen könnte, besser durchs Leben zu gehen. Darum geht es, ja? Dieses „Zeuge sein“ hat seinen Schwerpunkt in dem Sein, nicht in „Zeugnis geben“ wie man das so als Christ sehr schnell irgendwie so verkürzt oder dann sogar unter einen frommen Leistungsdruck irgendwie kommt – Hilfe, meine Güte, ich hab ja heut noch gar kein Zeugnis gegeben oder irgendwie so einen Krampf.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (15:00 bis 20:00)

 

Erst im zweiten und dann endgültig etabliert dann im dritten Jahrhundert hat sich eben das, was man heute die Kindertaufe nennt – und das hat im Wesentlichen auch politische Gründe. Und es gibt überhaupt nur ein einziges Beispiel sozusagen in der Nahaufnahme der Taufe in der Apostelgeschichte im Neuen Testament.

Und das ist die, wo Philippus eben den Finanzminister von Äthiopien tauft. Und das ist die einzige Schriftstelle, die uns also etwas über die Taufpraxis sagt. Wenn wir jetzt nochmal für einen Moment absehen von der griechischen Wortwahl, die genommen wird für Taufe – darauf komm ich auch gleich noch, die ist auch ganz, ganz erhellend und wichtig – aber dort heißt es ausdrücklich: Sie kamen an ein Wasser und dann: sie gingen hinab ins Wasser beide.

Apg 8,38
Und er befahl, den Wagen anzuhalten. Und sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl Philippus als auch der Kämmerer, und er taufte ihn.

Beide gingen sie ins Wasser! Warum? Weil der Finanzminister musste ins Wasser gehen damit er da untergetaucht werden konnte.

Wenn man da schon eine solche pluralistische und nach den persönlichen Vorlieben der Menschen irgendwie so eine Einstellung gehabt hätte: Na, Hauptsache du bist Christ, und der Rest, den kannst du dir dann so aussuchen wie du möchtest – schau mal, wir haben ein breites Spektrum von verschiedenen, da gibt es die Charismatiker und die Pfingstler und die Evangelikalen und da gibt es dies und jenes und du kannst dir jetzt so aus diesem breiten Supermarktangebot irgendetwas aussuchen.

Wenn das das Denken damals gewesen wäre, dann hätte doch sicherlich in dieser Situation der Philippus anders reagiert. Das war immerhin ein Minister. Und wer war er? Ein kleiner Diakon.

Das war ein Minister eines bedeutenden afrikanischen Staates. Und er hätte gesagt: Herr Minister, ich verstehe, dass sie jetzt diesen Schritt tun wollen, aber bedenken sie ihren wunderbaren kostbaren Reiseanzug. Also wir werden das ganz dezent erledigen. Hier finde ich noch eine alte leere Cola-Dose, ich geh gerade mal runter zum Tümpel und derweil decken sie schon mal alles ab mit einem großen Badehandtuch. Und dann komm ich wieder und dann tröpfeln wir ganz dezent ein paar Tröpchen aufs Köpfchen und ganz steril und keimfrei und ganz problemlos werden wir dann diese Sache hier vollzogen haben. Keine weitere Mühe, sie brauchen sich gar nicht zu bemühen aus dem Wagen rauszusteigen, das erledige ich alles so für sie – selbstverständlich, Herr Minister.

Nichts davon!

Wenn du dich taufen lassen willst, bitte, da unten ist das Wasser – gehen wir. Und er ließ sich dort taufen, indem er untergetaucht wurde. Das griechische Wort „baptizo“ heißt „untertauchen“.

907. baptizó – Gräz.: etw. vollständig untertauchen, versinken (von gesunkenen Schiffen)

Das ist ganz, ganz wichtig, dass wir das verstehen. Du kannst einen Griechisch-Professor von der Uni anrufen und kannst ihn fragen, ob man das griechische Wort – der braucht kein Christ zu sein – möglichst sogar nicht, damit er richtig neutral ist – und du kannst fragen, ob man einen Gegenstand, wenn man ihn mit Wasser beträufelt, ob man in diesem Falle das griechische Wort „baptizó“ verwenden dürfe. Und er wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und wird sagen: Nein, auf gar keinen Fall – baptizó hat eine ganz umschriebene Bedeutung, baptizó darfst du nur verwenden wenn du den Gegenstand nimmst und tauchst ihn unter Wasser.

Wie das entsprechende Wort für „besprenkeln“ heißen würde im Griechischen weiß ich nicht. Ich bin ja auch kein Griechisch-Experte. Die drei Worte, die ihr hier lernt Griechisch von mir, die habe ich alle von Stefan Tull, unserem Griechisch-Experten.

Also, da haben wir einen klaren Hinweis auch auf die Form: Untertauchen, hineintauchen. Das ist das griechische Wort „baptizó“. Und das ist ja klar, Jesus wurde total in den Tod hineingetaucht. Nicht nur mit dem kleinen Zeh, sondern total war er abgeschnitten vom Lande der Lebendigen. Er hat für uns den Tod geschmeckt, er ging in die untersten Örter für uns.

Und das soll ja zum Ausdruck gebracht werden in der Taufe. Also wenn man das sich alles bei Licht betrachtet, dann bleiben eigentlich bloß noch persönliche, familiäre Rücksichtnahmen, Ängste vor Verfolgung, Enterbung oder dem möglichen Schock eines Familienmitgliedes oder so als Argumente übrig wenn einer das sich anschaut, was das Wort darüber zu sagen hat. Und wie gesagt – ich möchte niemanden verurteilen, der sagt, „nein, also in unserer Familie, alle, wir gehören dieser und jener christlichen Richtung an und da ist es nicht üblich und das würde ein Riesenskandal geben“ – das musst du wissen und verantworten. Niemand wird hinter dir herkommen und dich zur Verantwortung ziehen und versuchen irgendwie dort dir die Leviten zu lesen. Du musst wissen, was du tust, aber du musst auch wissen, was Wort Gottes sagt und wenn die Konsequenz eines Gehorsamsschrittes die ist, dass ich ein paar Unannehmlichkeiten bekomme – nun, das ist ja, was Jesus verheißen hat! Ihm nachzufolgen bedeutet, Ablehung zu erfahren. Bedeutet, dass manchmal unsere engsten Familienmitglieder nicht mehr das auf die Reihe kriegen, was da mit uns los ist und sie einfach innerlich reagieren auf diese Umwälzung, dass wir einen neuen Chef haben, dass wir einen neuen Herrn haben, dass wir nicht mehr nach der Welt gehen, sondern dass wir jetzt unter einen neuen Ordnung leben.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (10:00 bis 15:00)

 

Das war alles. Und an dieser Stelle hat Paulus interessanterweise nicht gesagt: „Naja, wisst ihr was? Machen wir kurzen Prozess. Wollen wir es nicht zu kompliziert machen. Wollen wir die Latte nicht so hoch legen. Die äußere Form der Taufe des Johannes ist ja identisch mit der neutestamentlichen Wassertaufe – also werden wir einfach eure schon stattgefundene Taufe des Johannes umdeklarieren und einfach sagen: Schwupps, da seid ihr schon jetzt nach neutestamentlicher Art und Weise getauft“.

Wär doch eine elegante Lösung gewesen! Und vielleicht hätten Leute heutzutage gesagt: „Ja, wofür soll das gut sein? Das, was du jetzt hier mit uns machen willst, das haben wir gemacht!“ Aber in einem total anderen Kontext mit einem total anderen Hintergrund und eben mit einem anderen geistlichen Gehalt.

Die Taufe, die neutestamentliche Wassertaufe drückt aus unsere Verbindung, unsere Einheit mit Christus, mit seinem Sterben, seinem Abgeschnitten sein vom Leben und von der Welt und eben die Auferstehung. Das ist die Taufe. Und wir sind verbunden mit Christus. Und wir können nicht mit ihm herrschen wenn wir nicht an dieser Stelle uns mit ihm identifiert haben. Darüber ist das Wort Gottes sehr, sehr klar.

Und überhaupt können wir sehen, dass die Taufe eine solche Bedeutung hatte für die damaligen Christen, dass wenn Menschen sich bekehrt haben, man sozusagen die Taufe befohlen hat. Man hat ihnen gesagt: Du bist jetzt Christ geworden, jetzt sage ich dir im Namen des Herrn, was dran ist – du hast dich jetzt taufen zu lassen.

Das kannst du sehen in Apostelgeschichte 10 als Paulus bei dem Kornelius ist in dem Haus dort – er befahl, dass sie sich taufen ließen, heißt es dort.

Apg 10,48
Und er befahl, dass sie getauft würden im Namen des Herrn. Da baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben.

Und so haben wir eine ganze Reihe von Schriftstellen, die eine solche Betonung legen. Wir haben eindeutige biblische Belege über die Reihenfolge zwischen Bekehrung und Taufe. Und da findest du jedes Mal wenn so etwas angesprochen wird: Erst glauben, dann getauft werden.

Du findest niemals im Worte Gottes: Getauft werden und im Nachhinein sozusagen im Rückgriff die schon stattgefundene Taufe dann zu aktivieren. Das findest du im Worte Gottes nicht. Ich möchte niemanden, der das so gemacht hat, der daran glaubt oder der meint, dass das so richtig ist, angreifen – ich will nur lehren, was das Wort Gottes sagt.

Manche empfinden das als eine Konfrontation gegenüber anderen Gemeinschaften oder Kirchen oder irgendwelchen anderen Gruppierungen, aber ich will einfach nur lehren und herausstellen, was das Wort Gottes darüber sagt. Und wer an dieser Stelle das für sich irgendwie meint die Freiheit zu haben anders zu sehen, der braucht nicht mit mir zu argumentieren. Wenn du darüber mit dem Herrn Frieden hast – na, das ist deine Sache. Du musst nicht mit mir darüber argumentieren, ich hab auch die Bibel nicht geschrieben, ich hab sie nicht zu verantworten, ich habe sie nur zu lehren, und da lese ich ganz klar die Reihenfolge: Erst glauben, dann getauft werden.

Jesus sagt: Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden.

Mk 16,16a
Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden

Und dann kommen dann ganz Kluge und sagen: Ja, aber er hat gesagt: Wer nicht glaubt, wird verdammt werden!

Mk 16,16b
wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Aha! Also möglicherweise reicht das Glauben zur Errettung auch schon aus! Meine Antwort auf diesen Vorwurf oder diesen Einwand ist immer die: Was möchtest du? Möchtest du herausfinden, was das Minimum ist dessen, was du tun sollst, was der Herr von dir erwartet um gerade noch irgendwie drin zu sein im Reiche Gottes? Ist das dein Bestreben? So viel eigenes wie möglich zu behalten und so wenig wie möglich gehorsam zu sein gegenüber dem Worte Gottes?!

Das ist doch nicht unsere Frage! Unsere Frage ist: Herr, du hast mich errettet – was kann ich noch tun? Was kann ich noch lassen, wo kann ich Veränderungen einleiten in meinem Leben? Wie kann ich auf dein Wort eingehen? Wie kann ich dir gehorchen?

Das ist doch meine Frage! Ich will doch so dicht wie möglich ran und nicht sagen: Ja, aber wenn ich nur glaube, nicht getauft werde, dann bin ich doch wohl hoffentlich auch noch akzeptiert oder was?

Wir suchen nicht den äußersten Rand des Abgrundes, wo wir gerade noch drin sind, sondern wir suchen das Zentrum des Willens Gottes. Jedenfalls ist das mein Verständnis von Christsein und deswegen lehre ich so diese Dinge ganz klar.

Also die Reihenfolge ist total festgelegt: Umkehr und Glaube vor der Taufe.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (5:00 bis 10:00)

 

Da ist zunächst einmal die Wassertaufe, die – als sie so vor 150 Jahren oder so sich allmählich durchgesetzt hat – ein Riesenspektakel war und Riesenempörung und Abwehr und Kritik und Verfolgung ausgelöst hat. Heute ist das Thema nur noch ein Randthema. Ähnliche Dinge haben wir dann so vor 20 Jahren gehabt als dann Gott so in der Entwicklung des Wiederaufbaus der herrlichen Gemeinde dann die Geistestaufe so in alle Denominationen brachte – dann gab es da nochmal ähnliche Reaktionen. Aber Wassertaufe – das Thema hat sich schon sehr beruhigt.

Und ich möchte einfach, dass ihr da mal noch einmal zurückgeht zu Römer 6. Diese Schriftstelle hatten wir das letzte Mal uns angeschaut. Römer 6, und wir haben über das Kreuz gesprochen, wir haben davon gesprochen, dass wir in eine faktische Einheit hineingekommen sind mit Christi Tod und Auferstehung und diese Einheit wird dann deutlich gemacht oder zum Ausdruck gebracht in der Taufe.

Röm 6
3 Oder wisst ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
4 So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so werden auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.

Hier haben wir dieses Kreuzgeschehen eben dann zum Ausdruck gebracht bei der neutestamentlichen Wassertaufe, die Jesus gelehrt hat, die Jesus verordnet hat. Die ein klarer Bestandteil war oder eigentlich sogar nach der Umkehr, der Hinwendung eben unter die Herrschaft Gottes der erste sichtbare Schritt des Gehorsams war in der Nachfolge. Und das war so deutlich und so markant – wenn man da die Apostelgeschichte liest, dann wurde die Taufe bei Menschen, die sich bekehrt haben, sofort vollzogen. Wurde sogar schon in der missionarischen Verkündigung gelehrt! Also im Hinblick auf deine zukünftige Bekehrung hätte meinetwegen Philippus dann zu dem Kämmerer gesagt – obwohl das da nicht steht, aber dem Ablauf des Geschehens muss man das irgendwie ausmachen … Wenn du dich wirklich dem Herrn hingibst, das würde bedeuten, du wirst dich taufen lassen. Das ist das allererste.

Das ist, was Petrus gepredigt hat zu Pfingsten als er seine machtvolle Predigt dort gebracht hat. Und sie waren wirklich erschüttert – es ging ihnen durchs Herz. Und sie sagten: Was sollen wir tun? Und dann war eine ganz klare Reihenfolge, was sie tun sollten.

Apg 2
37 Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Brüder?
38 Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Und hier sehen wir, dass das Verständnis der ersten Gemeinde, auchder Leiterschaft der ersten Gemeinde alles andere war als ein religiöser Pluralismus: Hauptsache, du hast den Herrn angenommen, und den Rest, den magst du dir selber so zusammensuchen und aussuchen, so wie es deinem Geschmack oder deiner religiösen Tradition so entspricht.

Sondern es war eine klare Aufforderung dort: Tut Buße – also umkehren, neue Gesinnung, eine neue Haltung annehmen, das ist Apg 2,38 – Tut Buße, lasst euch taufen und so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Eine ganz klare Reihenfolge. Das war das Programm. Das haben die geistlichen Leiter damals den Neubekehrten oder die sich bekehren wollten klar vorgelegt. Und darüber gab es keinerlei Diskussionen und auch keine verkehrte Rücksichtnahme auf menschliche Vorlieben.

Denkt so einmal an die Situation als Paulus in Apg 18 nach Ephesus kommt und dort Gläubige findet, die eben durch den Dienst des Apollos zum Glauben an Jesus gekommen waren. Und dieser Apollos war ein wunderbarer Mann und der Heilige Geist hat es für notwendig gehalten, hineinzuschreiben ins Wort Gottes: Er lehrte richtig von Jesus.

Apg 18
24 Es kam aber nach Ephesus ein Jude mit Namen Apollos, aus Alexandria gebürtig, ein beredter Mann und gelehrt in der Schrift.
25 Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn und redete brennend im Geist und lehrte richtig von Jesus, wusste aber nur von der Taufe des Johannes.

Nun, wenn Apollos richtig von Jesus gelehrt hat – was ist das Ergebnis gewesen? Richtige Christen! Das ist doch ganz klar. Weil manche Leute wollen diese Schriftstelle aushebeln nach der berühmten Methode „das ist ein Sonderfall“ und sagen: Das waren gar keine Christen, die waren nur Jünger des Johannes.

Nein! Sie waren wirkliche Christen, das können wir ganz klar erkennen aus dem Worte Gottes und sie wussten nur eben aufgrund der beschränkten oder der fehlenden Einsicht vom Apollos – sie wussten nichts über die neutestamentliche Wassertaufe und sie waren nach der Taufe des Johannes getauft.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (0:00 bis 5:00)

 

So, gut, ich möchte euch bitten am Anfang unserer Lehre hier zum Hebräerbrief zu gehen, Kapitel 5 – am Ende, und dann am Anfang in Kapitel 6 hinein. Und da sehen wir eine interessante Aufzählung von grundlegenden biblischen Wahrheiten. Und um die geht es auch hier in unserem Seminar über die Grundlagen. Ab Vers 12.

Heb 5,12
Denn während ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr wieder nötig, dass man euch lehre, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise.

Erst einmal achtet hier darauf, dass hier der Schreiber des Hebräerbriefs – für mich ist das Paulus – dass er eine klare Vorstellung hat – wir wissen nicht, wie lange diese Christen hier schon jetzt dem Herrn nachfolgen – aber er hat eine klare Vorstellung davon: Sie sollten längst Lehrer sein, also sollten schon herangewachsen sein im Glauben und in der Lage sein, andere zu unterweisen.

Also das zeigt uns, dass es eine relativ überschaubare geistliche Entwicklung gibt. Wir brauchen nicht Jahrzehnte bis wir dahinkommen, dass wir andere unterweisen können. Und wir sollen unbedingt dieses Ziel haben – wir wollen nach vorne, wir wollen in die Reife hinein, wir wollen alles haben, was der Herr für uns vorbereitet hat, damit wir dann das auch anderen geben können.

Dann wir hier von „Anfangsgründen der Aussprüche Gottes“ gesprochen. Das wird gleichgesetzt mit Milch. Und dann in Kapitel 6 geht es weiter, wird dasselbe noch einmal mit einem anderen Wort genannt: Das Wort vom Anfang des Christus.

Heb 6
1 Deshalb wollen wir das Wort vom Anfang des Christus lassen und uns der vollen Reife zuwenden und nicht wieder einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott,
2 der Lehre von Waschungen und der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht.

Diese Elemente neutestamentlicher Lehre werden hier also genannt „das Wort vom Anfang des Christus“ oder „ein Grund wird gelegt“. Und da kommt auch dann dieser Name des Seminars her: Grundlagen. Das sind die Dinge, die ein Christ am Anfang wissen soll und wissen muss. Und das ist schon interessant wenn man einmal so herumfragt. Ich komm ja sehr viel herum in verschiedenen Kreisen, Gemeinden, Seminare und Konferenzen usw. Und ich habe manches mal so nur interessehalber so gefragt: Na, wie viele sind da, die schon einmal eine Lehreinheit gehört haben über die Lehre vom Hand auflegen.

Und nehmen wir mal so ein Beispiel, ich habe das viele, viele Male gefragt, da waren meinetwegen drei-, vier-, fünfhundert Leute. Dann sind das deutlich unter 10% gewesen, die überhaupt nur eine solche Lehre je gehört haben. Und ich habe das so gebraucht als ein Beispiel, um zu zeigen: Schau mal, so sind wir im Anfang. Wir denken, wir sind „full gospel“-Leute und wir haben das volle Evangelium, und nur ein Bruchteil von uns hat etwas gehört von diesen Elementen, die ein Babychrist hören sollte! Also wir sind noch noch einmal dem Baby-Stadium entwachsen, und wir haben da noch viel, viel vor uns.

Das ist eine sehr machtvolle Lehre vom Handauflegen, aber darum geht es heute nicht.

Es geht um etwas anderes, was auch hier aufgezählt wird: Die Lehre von den Waschungen oder Taufen. Die Lehre von den Taufen.

Wir reden heute hier über Taufen, was ich eigentlich letzte Mal schon beginnen wollte, aber dann wieder nicht geschafft habe. Heute ist es also dran. Es gibt im Neuen Testament drei Taufen, die erwähnt werden, wovon zwei für uns eine Bedeutung haben. Wir haben dort die Taufe des Johannes, die nur für das Volk Israel war als ein äußeres Zeichen der Umkehr, der Vorbereitung, der geistlichen Vorbereitung auf das Kommen des Messias, das verkündigt wurde durch Johannes, den Täufer. Und auf dass die Menschen dort in großer Breite reagiert haben bis auf die religiösen Leiter, die Pharisäer und Sadduzäer – die wollten nicht. Aber das Volk ist in Scharen gekommen und sie haben geglaubt, dass das von Gott ist. Okay. Das ist ein Sonderfall, der wie wir mit Leichtigkeit nachweisen können aus dem Worte Gottes für uns keine Bedeutung hat.

Dann gibt es die neutestamentliche Wassertaufe, die – wenn sie auch von der äußerlichen Form ähnlich oder identisch war wie die Taufe des Johannes – doch einen ganz anderen Hintergrund hat.

Und dann gibt es die Taufe in den Heiligen Geist.

Okay, und mit diesen beiden wollen wir uns dann heute beschäftigen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (80:00 bis Ende)

 

Ich kann mich erinnern wie ich unter diesen Zwängen war. Ich sitze im Bus und bete und habe eine gute Gemeinschaft mit dem Herrn und ich sage ihm, dass ich ihm dienen möchte und ehe ich noch so weiterbeten möchte – auf einmal fühle ich etwas in mir, und ich denke, das ist Gott jetzt und Er zeigt mir da eine Person gegenüber auf der anderen Reihe im Bus. „Und wenn du mir wirklich gehorchen willst, dann geh hin und sag ihm jetzt von mir“. Und ich dachte, oh Hilfe.

Und dann hab ich versucht darauf zu reagieren, hab mich dann da hingeprügelt, hab mich da hingesetzt. Und jedes Mal wenn ich unter Gesetz, unter Zwang versucht habe, Menschen das Evangelium zu sagen – es war eine Katastrophe! Der Sünder hatte die Salbung, und ich stammelte da meine Sätze runter, und ich konnte förmlich sehen wie er mich anschaute: „Ach, dieser arme Christ. Dieser arme Mensch, der muss jetzt mich bekehren, der muss mich jetzt missionieren. Naja, ich werde ein bisschen zuhören, aber so interessant scheint das nicht zu sein, was er da erzählt.“

Der Sünder hatte die Salbung und ich war wirklich ein Dummchen, ein Doofchen, es war furchtbar. Und hinterher fühlte ich mich kein bisschen besser oder so, weil ich mich zum Gehorsam durchgerungen habe.

Und Gott hat mir gezeigt: Das ist nicht Er, das ist das religiöse, das fromme, das knechtische, falsche Gewissen – das ist nicht der Heilige Geist.

Wenn der Heilige Geist uns treibt – du siehst einen Menschen – du sagst, oh Mensch, der gefällt mir, ich möchte mit dem reden, ich möchte ihm was sagen vom Herrn. Ohne dass du dich überwindest, du bist auf einmal da und ohne dass du dich anstrengst, bist du auf einmal vom Wetter auf einmal beim Herrn.

Und hinterher, du merkst, du hast die Salbung – und er hat den Mund offen und Nase, Ohren, alles offen und sagt: Wow, sowas hab ich noch nie gehört.

Und du bist kreativ, du erzählst vielleicht deinen Bericht wie du zum Herrn gekommen bist, aber es ist so interessant, dass du sagst, wow, wenn ich als Heide das hören würde, ich würde mich sofort bekehren – das klingt so interessant, so lebendig, ich bin ganz begeistert.

Da ist die Salbung! Und der Mensch wird angesprochen.

Und du hast nicht das Gefühl, dass du was besonderes getan hast. Es ist einfach das Leben aus dir heraus gekommen.

Noch ein Segen des Kreuzes: Wir sind der Welt gekreuzigt. Wir sind der Sünde gekreuzigt, der Welt – das sind eben die ganzen Einflüsse von draussen – dem sind wir gekreuzigt. Und wir sind dem Gesetz gekreuzigt. Drei wichtige Bereiche, wo das Kreuz sein ausgiebiges Werk getan hat. Und das Ergebnis davon ist, wir sind total freigesetzt in neuen Dimensionen zu leben.

Und dann hat diese ganze Geschichte des Kreuzes und des Todes und der Auferstehung hat auch noch zu tun mit der neutestamentlichen Taufe. Aber das ist unmöglich hier noch in drei Minuten hineinzubringen. Und ich hab auch schon eine gute Lösung dafür. In Hebräer 6 werden so die grundlegenden Lehren des christlichen Glaubens beschrieben, und da heißt es: Die Lehre von den Taufen.

Also man kann über Taufen lehren, Taufen im Plural, und das nächste Mal lehren wir dann über die Wassertaufe und über die Taufe in den Heiligen Geist. Die Lehre von den Taufen. Und dann haben wir so die Grundbausteine zusammen um dann wirklich endlich loszulegen, wie kann man diese Dinge anwenden: Das Kreuz, die Befreiung von der Macht der Sünde, die Wassertaufe, die Taufe in den Heiligen Geist, wie kann man das anwenden um dann wirklich mit neuem Elan und mit neuer Schubkraft, und mit neuer Sicht von uns selbst wirklich im Alltag etwas neues auch zu tun. Das ist ja das Entscheidende. Wir pirschen uns langsam ran, das muss aber sein. Und dann sind wir gut ausgestattet für den Alltag.

Wir sehen’s auch in den Briefen bei Paulus so: Zum Beispiel denkt an den Epheserbrief. Da werden diese Dinge abgehandelt in den ersten drei Kapiteln. Und früher habe ich immer gedacht, das sind so dichterische Vorspanne. Bis er dann so in Kapitel 4 langsam zum Thema kommt: Nicht mehr lügen und nicht mehr faul sein und nicht mehr stehlen und so diese Sachen und dann kommt die ganze Geschichte mit der Unterordnung und Ehe und so. Und ich dachte immer, die ersten Kapitel – mann, braucht der lange bis er zum Thema kommt! Das ist so dichterisch irgendwie ein bisschen ausgeschmückte Sätze, sehr gepackt, aber irgendwie wenig Substanz.

Und es ist genau anders! Du kannst nicht Epheser 4, Epheser 5, Epheser 6 leben wenn du nicht die ersten drei Kapitel hast. Es ist unmöglich. Das ist die Voraussetzung. Und dort geht es genau um das! Wenn ihr das mal zu Hause lesen wollt – Epheser 1, ab Vers 15: „geöffnete Augen, erleuchtete Augen des Herzens“. Und dann wird beschrieben: das Erbe, die Hoffnung unserer Berufung. Dann wird beschrieben: die gewaltige Kraft Gottes, die Christus aus den Toten geholt hat, die in uns wirksam geworden ist.

Eph 1
15 Deshalb höre auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht auf,
16 für euch zu danken, und ich gedenke euer in meinen Gebeten,
17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst.
18 Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen
19 und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.
20 Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat.

All das sind diese Dinge, die wir hier behandeln. Die sind die Voraussetzung, damit wir dann ohne Krampf und ohne Anstrengung wirklich auf eine entspannte Art und Weise wirklich siegreich leben können. Das ist unbedingt die Voraussetung. Und Römer 6 ist eine Schlüsselwahrheit, die wir unbedingt kennen müssen.

Also, als Hausaufgabe: Lest doch einige dutzend Male Römer 6. Und ladet den Heiligen Geist ein und sagt: „Bitte erklär mir das! Erklär mir, was das bedeutet“. Geh Wort für Wort, Satz für Satz durch mit dem Heiligen Geist und sag: „Der Pastor hat gesagt, da ist der Hammer drin, und ich sehe es überhaupt nicht. Heiliger Geist, öffne mir die Augen!“

Und Er wird kommen und du wirst verstehen, warum ich sage, dass das eines der powerfullsten Kapitel in der ganzen Bibel überhaupt ist.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (75:00 bis 80:00)

 

Das ist die Reaktion – die doppelte Reaktion nach der Aufnahme oder der Zur-Kenntnis-Nahme dieser Wahrheiten: „So auch ihr, haltet euch der Sünde für tot“.

Röm 6,11a
So auch ihr: haltet euch der Sünde für tot

Du kannst dich der Sünde für gestorben halten, weil du der Sünde wirklich gestorben bist. Und auf dieser Grundlage kannst du dann widerstehen.

Röm 6,12
So herrsche nun nicht die Sünde

„So“ soll sie nicht herrschen. Wie? Indem du weißt, was passiert ist. Indem du weißt, dass du dem Machtbereich der Sünde entzogen bist, du bist der Sünde mit ihren Ansprüchen abgestorben. Die Sünde ist immer noch da, aber sie hat keinen Zugriff mehr. Sie hat keinen Zugriff, sie greift ins Leere. Du bist herausgenommen aus ihrem Machtbereich.

Und weil du das als Tatsache erkennst, dass es so ist – nicht: Du versuchst tot zu sein oder so etwas. Davon redet Paulus nicht. Sondern du bist tatsächlich tot! Mausetot der Sünde. Und weil das so ist, und weil du dich darauf stellst, deswegen kannst du dich „dafür halten“, dass du der Sünde gestorben bist. Und das ist eine total andere Reaktion: „Oh, da kommt wieder die Eifersucht – nein, ich darf nicht eifersüchtig sein, das Wort Gottes sagt, das ist Sünde und auf gar keinen Fall will ich mehr eifersüchtig sein, das hat mir schon genügend Probleme gebracht, ich werde nicht eifersüchtig sein, nein, ich werde nicht eifersüchtig sein, ich widerstehe der Eifersucht, weiche von mir, das kommt überhaupt nicht in Frage, ich mache nicht mit“.

Und ehe du dich versiehst – bumms, bist du drin.

Weil du versuchst zu kämpfen. Weil du die Eifersucht überwinden willst – und nirgendwo hast du dafür eine biblische Grundlage. Die Grundlage ist: Ah, da kommt die Eifersucht, interessant, mal sehen, was jetzt passiert. Jetzt ist eine neue Grundlage. Ich weiß, wer ich bin, ich weiß, was passiert ist, ich weiß, welches Leben in mir ist. Und ich sage: Hallo Eifersucht. Ich bin kein Kandidat mehr für diesen Schrott, ich kaufe nichts. Ich lebe in einem neuen Leben, das Leben der Auferstehung, das Leben der Reinheit, das Leben der Liebe, der Vergebung, des Glaubens ist in mir, und ich kann widerstehen auf der Grundlage „ich bin diesen Ansprüchen gestorben“.

Ich bin den gestorben! Das, was die in mir sucht, findet sie nicht mehr, weil der „Leib der Sünde außer Kraft gesetzt ist“.

Röm 6,6
da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Das, wo die Sünde einhaken konnte, das ist nicht mehr da. Der Leib der Sünde, also dasjenige von uns, was eben immer kooperiert hat mit der Sünde. Das ist nicht mehr da.

Und wir halten uns dafür, dass wir für Gott leben.

Wenn du dieses innere Zeugnis haben willst, du gefällst Gott, dann geht das nur auf der Grundlage des Glaubens. Du hast dich ihm hingegeben. Du gehörst Ihm. Und du weißt, dass Er das weiß und Du weißst, dass Er weiß, dass Er das weiß. Das ist total klar.

Nicht als Ergebnis deiner großartigen Anstrengung, sondern du hast dein Leben Ihm gegeben und du hast geglaubt, dass Er das genommen hat und Du lebst für Ihn.

Was nicht bedeutet, dass du ab jetzt fehlerfrei ist, aber dieser Schritt ist vollzogen – ein für alle Mal. Er ist vollzogen.

Und du lebst in einer neuen Dimension mit einem neuen Leben in dir. Und so können wir der Sünde widerstehen. Es gibt noch wichtige andere Aspekte, die eigentlich hierzu gehören, zu der Befreiung von der Macht der Sünde – du siehst es gleich in Vers 14.

Röm 6,14
Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.

Befreiung von der Macht der Sünde ist nur unter Gnade möglich. Und die Bibel redet davon in Römer 6 am Ende und vorallendingen dann in Römer 7 und auch an anderen Stellen noch des Neuen Testamentes, dass man als Christ sehr wohl unter Gesetz leben kann.

Und unter Gesetz zu leben bedeutet, dass man die Forderungen jetzt als Christ eben die biblischen, göttlichen Forderungen als sehr lebendig und real in sich erlebt und zuckt innerlich zusammen und versucht, diesen Forderungen zu entsprechen. Und man weiß, dass darf ich nicht, das soll ich nicht, da muss ich aufpassen, das nicht und das nicht. Und wer unter dem Gesetz lebt wird immer unter Verdammnis leben.

Und das Gesetz hat seine Macht auch verloren durch denselben Akt des Kreuzes. Wir sind auch durch das Kreuz dem Gesetz abgestorben.

Und des gibt Christen, und ich weiß, wie schrecklich das ist, die sind unter christlichen Zwängen. Sie haben Missionierungszwänge. Und sie versuchen, sich selbst irgendwie zu zwingen, etwas christliches zu tun. Und das ist furchtbar.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (70:00 bis 75:00)

 

Und die Kraft des Kreuzes, dass also der Leib der Sünde außer Kraft gesetzt ist, wird wirksam wenn wir reagieren so wie Paulus das hier beschreibt. Nachdem all diese Wahrheiten entfaltet sind, dann sagt er in Vers 11:

Röm 6,11a
So auch ihr: haltet euch …

… jetzt kommen zwei Dinge, die wir tun sollen. Das sind echte Handlungsanweisungen. Erst kommt die Wahrheit und dann kommt die Anweisung wie wir umgehen sollen oder was wir tun sollen, wie wir uns verhalten sollen nachdem wir Wahrheit gehört haben …

Röm 6,11a
… haltet euch der Sünde für tot …

Und das ist nur der erste Teil.

Röm 6,11b
… Gott aber lebend in Christus Jesus!

Und das ist der zweite wichtige Teil, diese wichtige Nuance geht in der Luther-Übersetzung unter. Da heisst es: „Und nun lebt für Gott“. Und das kann sehr stressig sein!

Bevor du erlebst, dass du für Gott lebst, musst du glauben, „dich dafür halten“ oder „damit rechen“ – das ist ein Wort im Griechischen, was aus der Wirtschaftssprache kommt.

3049. logizomai: sammeln, dazuzählen, etw. [und zwar Fakten] berechnen), aufgrund von Berechnung etw. oder jmdn. bewerten, erachten, ansehen als…, halten für…, jmdn. zu etw. (dazu)zählen, zählen unter…

Also: „kalkuliere messerscharf mit den Fakten“ – so ungefähr auf Hochdeutsch.

„Stelle in Rechnung, dass du der Sünde gestorben bist und zweitens, dass du für Gott lebst.“

Bevor du erlebst und erfahren kannst, dass du für Gott lebst, musst du glauben, dass du für Gott lebst.

Du sagst: „Ja, ich versuche es, ich möchte gerne für Gott leben, aber ich sehe so viele Hindernisse“. Kümmer dich nicht um die Hindernisse, kümmer dich darum, dass das Kreuz wirklich von dir klar gesehen wird, und das Kreuz hat sich ausgiebig und radikal und erschöpfend und endgültig mit den Hindernissen schon beschäftigt. Das Kreuz war sehr wirksam!

Als Christus vom Kreuz herabkam, er war mausetot. Er war mausetot. Das ist der Grund, warum einige Theologen heute dagegen protestieren und sagen: „Nein, er tat nur so! Und als er dann in diese Binden gewickelt wurde, er war zwar schwer angeschlagen, aber er tat nur so um dann das Wunder der Auferstehung vorzutäuschen. Und er war in diesen Kokon eingewickelt und dann einbalsamiert und da hat er drei Tage ausgeharrt, musste sich ein bisschen ausruhen von den Schmerzen und von all diesem Schrecklichen, aber dann hat er sich daraus befreit – halb tot, aber er hat sich daraus befreit. Und dann hat er einen 2 1/2 Tonnen Stein weggewälzt und kam siegreich aus dem Grab hervor.“

Es gibt Theologen, die einen Doktortitel haben und die wollen uns solchen Müll erzählen. Das ist wirklich wahr!

Aber die Bibel sagt um extra einen Profi von diesen römischen Soldaten, von diesem Exekutionskommando – das war ja nicht ihr erster Fall, die haben ja nicht geübt, einen zu kreuzigen, die waren Profis. Und sie waren erstaunt darüber, dass er schon tot sein sollte und sagen: „Ne ne, so einfach können wir das nicht machen, jemand sagt, der ist tot – das geht nicht“. Und sie haben ihm ein Speer reingestochen um zu testen, ob er wirklich tot ist. Und meinst du, er hätte vielleicht alle Zähne zusammengebissen, jetzt nur nicht aufschreien? Jetzt nur nicht zeigen, dass ich in Wirklichkeit noch lebendig bin? Das ist doch hirnrissig so etwas. Er war mausetot! Und das hat ein römischer Henkersprofi überprüft. Da haben nicht die Jünger in der Erwartung, dass man noch irgendwie eine Auferstehung türken könnte, gesagt: „Er ist schon tot, er ist schon tot, lasst das mal. Wir werden ihn jetzt begraben, er ist schon tot“.

Das waren Profis, die haben gesagt: Was habt ihr damit zu tun? Wir testen das. Wir wissen, wann einer tot ist.

Darum gibt die Bibel diese Details: Er war wirklich tot. Und wenn er wirklich tot war, und wenn wir in Christus, mit Christus gekreuzigt sein, dann sind auch wir tot.

Röm 6,6
da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Dank sei Gott für diesen Henker, der professionelle Arbeit geleistet hat. Wir sind wirklich gekreuzigt. Wir sind wirklich gestorben. Wir sind wirklich mit Christus auferstanden zu einem neuen Leben. Das ist Realität. Wenn der Tod real ist und wenn, wie Paulus das sagt, und das ist diese herrliche Identifikation, die beschrieben wird: Wenn wir diese Einheit haben mit seinem Tode, dann ist auch eine Einheit mit der Auferstehung da.

Und diese Einheit mit dem Tode hat sehr viel damit zu tun, dass wir endlich einmal realistisch und vernünftig werden und dass wir aufhören zu denken, na, so schlechte Menschen sind wir auch nicht.

Die Strafe der Sünde ist der Tod!

Röm 6,23
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod

So schlechte Menschen sind wir! Und wenn du sagst, „nein, das gefällt mir nicht“. Ich sage es von mir: So ein schlechter Mensch ohne den Herrn bin ich! Und das ist für mich auch gar nicht schwer das zu glauben wenn ich da mal ein bisschen hineinschaue, was ich so alles getrieben habe. Hallelujah.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (65:00 bis 70:00)

 

Er ist doch nur an meiner Stelle dahingegangen! Wenn er da nicht hingegangen wäre, dann hätte ich da gehangen! Ja? Versteht ihr?

Seine Stellvertretung anzunehmen ist eine totale Kapitulation und ein Verurteilen unserer guten Anstrengungen und unserer eigenen moralischen Kraft. Wir können uns nicht erlösen, wir können nicht anständige Menschen sein. Das, was wir getan haben – vielleicht ein Schock für den einen oder anderen – du sagst: „Wieso? Ich war ein so netter Bankangestellter und so braver und freundlicher Reihenhausbesitzer. Du kannst meine Nachbarn rechts und links fragen, ich habe mir nie etwas zu schulden kommen lassen, mein Rasen stand immer auf 2,5 DIN und es war alles bei mir in Ordnung. Top. Also, da kann mir niemand was sagen. Das hat immer alles gestimmt bei mir und ich hatte die besten Beziehungen zu den Nachbarn, zu meiner Umgebung und einmal im Jahr hab ich was für die Caritas gespendet, es war alles tiptop“.

Wenn wir anerkennen, wir sind des Kreuzestodes schuldig, dann sagen wir damit: Es ist nichts zu holen bei uns. Wir sind nicht zu veredeln. Wir sind nicht zu verbessern. Wir brauchen nicht noch ein bisschen kleinen Unterricht und ein klein bisschen christliche Benimmschule und dann ist schon alles irgendwie prächtig. Sondern wir sagen damit: Bei uns ist Hopfen und Malz verloren, wir sind ein hoffnungsloser Fall.

Das sagen wir damit. Und die Kraft der Gnade, die Kraft der Erlösung, die Kraft des Kreuzes wird nur wirksam bei dem, der sich selbst verurteilt in diesem Sinne.

Nur bei dem, der zugibt, bei mir ist nichts zu holen. Und was ich getan habe, ist so schrecklich und so furchtbar, dass es die Todesstrafe mit Recht verdient.

Das war ein schockierender Augenblick als ich verstanden habe, zwischen mir und Adolf Hitler ist kein wesensmäßiger Unterschied. Das war ein schockierender Augenblick. Ich dachte, ich war Pazifist, ich konnte doch keinem Menschen, keiner Fliege was zu leide tun. Ich war doch ein ganz netter Mensch. Love and Peace war unser Motto.

Und Jesus sagt: Aus dem Herzen des Menschen kommen Mord, Unzucht, Unreinheit, Lüge und all das.

Mk 7
21 Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord,
22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut, Torheit
23 alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.

Mt 15
19 Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken: Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen;
20 diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen, aber mit ungewaschenen Händen zu essen, verunreinigt den Menschen nicht.

Und ich dachte immer, Jesus sieht so global die Menschheit – da ist der Mörder, da ist der Ehebrecher und da ist der Lügner und da ist der sonstwas – und deswegen fasst er das irgendwie so zusammen und dann sagt er eben: Aus dem Herzen des Menschen kommen eben diese bösen Dinge. Das war meine Idee.

Und als der Herr sagte: „Nein, nein, ich rede von *deinem* Herzen!“ – das war etwas Interessantes. Schockierend, aber wenn wir die andere Wahrheit dazunehmen, dann auch sehr befreiend. Und dann hört es mit der Selbstgerechtigkeit auf und dass wir uns erheben über andere – „wir sind ja nicht so wie dieser Penner“ oder wie dieser sowieso oder wie dieser – sondern wir sind doch schon irgendwie ganz nette Menschen. Wir sind nichts ohne Gott!

Und das ist vielleicht eine der schwierigsten Wahrheiten zu akzeptieren oder zu verstehen. Und die Kraft der Erlösung wird wirksam wenn wir an der Stelle in die Wahrheit kommen. Und wenn du das nicht glaubst oder sagst, „nein, also so herbe und so krass, das tritt mir doch ein bisschen auf den Schlips und das wird meiner guten Schokoladenseite nicht gerecht“ – dann bitte den Heiligen Geist als Geist der Wahrheit dich auch an der Stelle zu führen und zu belehren. Und vielleicht brauchst du noch ein paar Wochen, ein paar Monate oder auch ein paar Jahre deines anständigen Kämpfens, und irgendwann wirst du sagen: „Recht hat er gehabt – bei mir ist nichts zu holen!“

Und das ist einerseits ein bisschen frustrierend, aber andererseits ganz schnell dann leitet es über eben in die neue hoffnungsvolle Wahrheit: „Ja, wenn bei mir nichts zu holen ist, dann brauche ich auch da nicht mehr zu suchen“. Und ich kann endlich aufhören aus eigener Kraft zu versuchen das neue Leben zu produzieren, das ist doch so anstrengend! Alle sind gut drauf, und ich muss so tun als wäre ich gut drauf – das ist doch schrecklich! Das ist doch ein totaler Stress.

Wir müssen nicht so tun als wären wir etwas, wir brauchen nur Erkenntnis, was wir wirklich sind und was wir nicht sind und dann einfach nur zustimmen und diesem Leben Raum geben, diesem herrlichen Leben in uns.

Übrigens, wer diese Schriftstelle hier sucht, Paulus war da total klar:

Röm 7,18a
Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (60:00 bis 65:00)

 

Was sagt der eine? Oder: Beide waren in dieser furchtbaren Situation eben, dass sie verurteilt waren und dass sie an das Kreuz geschlagen waren. Und der eine wandte sich an den Herrn und sagte: „Bist du nicht der Christus, hilf dir selbst und hilf uns!“

Lk 23,39
Einer der gehenkten Übeltäter aber lästerte ihn: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns!

Wir denken, na, das ist doch ein prächtiges Gebet. Ist doch wunderbar. Er wendete sich an den, der helfen kann und sagt: Hilf dir und danach hilf uns auch. Wir würden denken, na prima, ist auf einem guten Wege.

Und was sagt die Schrift? Diese Art von Gebet von Lästerung! Er lästerte Christus.

Und warum kann man erkennen wenn man die Reakton des anderes sieht. Der andere, der sicherlich genauso Schmerzen hatte, der genauso heraus wollte aus dieser schrecklichen Situation – er hat seinen Kumpel zurecht gewiesen und hat gesagt:

Lk 23
40 Der andere aber antwortete und wies ihn zurecht/fuhr ihn an und sprach: Auch du fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist?
41 Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan.
42 Und er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst!
43 Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

Er hat zwei Dinge verstanden: Christus ist ohne Schuld und die Strafe, die ich bekomme, ist eine gerechte Strafe.

Und das ist die Grundlage, dass wir uns zu Gott nahen dürfen. Das ist die Grundlage, dass wir die Hilfe Gottes bekommen. Und nur derjenige – jetzt können wir zurückgehen zu Römer 6 – nur derjenige erfährt die Macht und die ganze Wucht des Kreuzes als ein befreiendes Mittel Gottes, uns von der Sünde und von dem Zwang der Sünde frei zu machen, der sich selbst verurteilt hat. Der gesagt hat: Das Kreuz, das ist eine gerechte Strafe.

So lange du an das Gute und an deine guten moralischen Leistungen und Fähigkeiten in dir glaubst, kann das Kreuz niemals wirksam sein, weil du im Grunde genommen nicht wirklich erlösungsbedürftig dich siehst. Sondern du glaubst, du kannst es alleine. Und so lange du es alleine kannst, brauchst du keinen Erlöser, der es für dich übernimmt und der dich erlöst.

Also hier trifft man den Humanismus im Zentrum. Und daran scheiden sich die Geister. Entweder wir haben einige Probleme, aber wir sind auch gut und wenn die anderen uns endlich mal nett behandeln würden, würde das Gute sich so richtig prächtig entfalten und alle würden sehen, was für ein wunderbarer Mensch wir sind. Unsere guten Seiten, die müssen nur ein bisschen trainiert werden und gebildet werden und ausgebildet werden, dann wird schon alles irgendwie gut. Wenn die anderen nur nicht immer so hässlich zu uns wären!

Dann sind wir in der Selbstgerechtigkeit und wir sagen: Die anderen sind das Problem. Ich bin eigentlich schon ganz weit fortgeschritten, ich bin eigentlich schon ganz prächtig. Und wenn ich noch ein bisschen daran arbeite, dann bin ich schon nahe an der Vollendung. Selbstgerechtigkeit – die Lüge der Selbstgerechtigkeit – eine der Ur-Sünden überhaupt, weil es einfach eine totale Täuschung ist. Die Wahrheit ist: Ein Mensch ohne Gott kann niemals Gott wirklich gefallen, kann niemals gemäß des Maßstabs des Wortes Gottes leben – das ist total unmöglich.

Es braucht Gott um Gott zu dienen. Es braucht die Kraft Gottes, um Gott zu dienen. Das ist, warum Gott sich bei Abraham so vorgestellt hat: Ich bin der allmächtige Gott, wandele vor mir und sei fromm.

1 Mose 17,1
Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.

Das gehört zusammen. Den allmächtigen Gott braucht man um vor ihm zu wandeln. Um Gott zu lieben wie die Bibel sagt, dass man Gott lieben soll, dazu braucht es Gott.

Und es ist totale humanistische Täuschung zu denken, wir könnten das aus uns selbst heraus. Und das Kreuz wird nur wirksam bei dem, der gesagt hat und der anerkannt hat: Die Strafe ist gerecht – was ich verdiene für mein Leben, ist das Kreuz.

Denn wenn ich glaube wirklich, das sagen wir ja so bei der Bekehrung: „Ich danke dir, dass du für mich gestorben bist“ – so dem Sinne nach. Ob man das nun jedes Mal so formuliert, das spielt keine Rolle, aber das ist ja der Inhalt: Christus ist für uns gestorben. Das bedeutet doch: Das Kreuz war eigentlich für mich!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (55:00 bis 60:00)

 

Wir sind deswegen nicht begeistert wenn wir das leben, weil wir das gar nicht verstehen! Weil wir noch gar keine Ahnung haben, was das eigentlich für unglaubliche Schätze sind, die uns da anvertraut worden sind. Paulus redet von irdenen Gefäßen, Schätze beherbergen.

2 Kor 4,7
Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit das Übermaß der Kraft von Gott sei und nicht aus uns.

Und eins der Schätze ist das Leben der Auferstehung. Und Paulus sagt, der so viel erlebt hat mit diesem Leben der Auferstehung, er sagt, er streckt sich aus und er betet dieses Auferstehungsleben zu erkennen.

Phil 3
10 um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde,
11 damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange.
12 Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.
13 Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt

Wie viele uns beten das regelmäßig? Ich möchte die Kraft der Auferstehung kennenlernen. Ja, das ist der Grund, warum wir das so wenig unter uns haben. Weil wir alles mögliche beten, aber nicht das, was die Bibel sagt, was da gebetet wurde. Und mein Vers ist immer der, wenn wir zurückkommen zu biblischen Gebeten und um das beten, was in der Bibel gebetet wurde, werden wir auch zurückkommen zu biblischen Erfahrungen. Wir beten alles mögliche, aber nicht das, was in der Bibel gebetet wurde. Und darum erleben wir so wenig diese Dinge.

„Der Sünde gestorben“ – das ist das große Geheimnis.

Röm 6,2b
Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben?

Die Sünde ist lebendig, und wir sind durch Gottes wunderbares Eingreifen der Domäne, dem Machtbereich der Sünde entzogen.

Weil eben der, der die Sünde produziert, der Sünde, hingerichtet wurde. Unser Kampf gegen die Sünde, wenn wir nicht auf der Grundlage des Wortes sind, ist so ähnlich wie jemand, der versucht an einem Obstbaum irgendwie, den er da irgendwo sieht im Wald, der sich alleine ausgesät hat – Kirschbaum oder so – gibt’s ja, wenn man spazieren geht besonders so im Frühjahr wenn sie blühen, dann kann man sie entdecken. Und du sagst: Oh, wunderbar, ein Kirschbaum, hier mitten im Wald, das gehört niemandem, im Juni komm ich wieder und dann werde ich die Kirschen ernten.

Und dann sind sie da und schön rot, aber sie sind sehr klein und sie schmecken überhaupt nicht – total sauer. Und fast kein Fleisch – nur Kern und ein bisschen Haut drüber.

Und du sagst, aha, ich bin ein geschickter Gärtner, das kriegen wir hin, im nächsten Frühjahr werde ich all die verkehrten, kleinen, falschen Früchte abknipsen. Da kannst du auf den ganzen Baum rumsteigen und kannst alle falsche Früchte abknipsen. Das geht bei dem Baum sogar noch, aber nehmen wir das als Bild für den Kampf gegen die Sünde: Du kannst alles abknipsen – selbst wenn du erfolgreich wärst, dann hast du immer noch nicht das Gute. Du hast immer noch nicht die guten Früchte, du hast es vielleicht geschafft, dass die schlechten Früchte irgendwie verhindert worden sind, was nicht wirklich funktioniert mit der Sünde. Aber der erfahrene Gärtner sagt: Nein, hier muss was ganz anderes hin, wird müssen den Baum abhauen!

Aber nicht ganz! Sondern wir lassen den Stumpf stehen und dann pfropfen wir Zweige von einem guten Baum hinein und lassen die sich verbinden mit dem alten Baum und dann strömt das Leben da hindurch und dann kommen neue Blüten, neue Früchte und siehe da! Auf einmal hat man die wunderbarsten Piemont-Kirschen oder irgendetwas anderes.

Und das ist ein Bild für das göttliche Leben. Gott sagt, der Sünder, so lange der Sünder lebt, der wird immer diese schlechten Früchte produzieren. Und man kann versuchen noch die ganz schlechten auszulesen, aber es ist immer noch nicht das richtig gute. Und Gottes Lösung ist, den Baum abzuhacken. Der Sünder wird hingerichtet. Etwas neues wird eingepfroft und das ist das Leben aus Gott. Und das bringt diese Frucht hervor.

Wir haben schon diese Erfahrung, diese Realität gemacht. Und nur aus dem Grunde, weil wir es nicht verstehen, weil wir es nicht angenommen haben, deswegen erleben wir so wenig die Frucht davon. Deswegen erleben wir nicht die Auswirkungen davon.

Wir sind der Sünde gestorben, sagt das Wort Gottes. Der alte Mensch ist mitgekreuzigt worden.

Röm 6,6
da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Als ich als junger Christ, da war ich vielleicht so 2, 2 1/2 Jahre Christ, merkte ich, irgendwelche Geheimnisse sind hinter diesen mysteriösen Worten. Dann hab ich sehr darüber nachgedacht und habe irgendwie versucht herauszufinden. Und dann sprach der Heilige Geist zu mir und hat mir einen Schlüssel gegeben das zu verstehen. Und er hat gesagt: Mit Christus mitgekreuzigt – sind nicht damals auch mit Christus buchstäblich zwei Menschen mitgekreuzigt worden?

Und ich ging hin zu dieser Schriftstelle im Lukas-Evangelium und hab mir das angeschaut von diesen beiden Verbrechern, die rechts und links von Christus mit ihm zusammen gekreuzigt wurden.

Lk 23,33
Und als sie an den Ort kamen, der Schädelstätte genannt wird, kreuzigten sie dort ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken.

Und wenn du dir das genauer anschaust, dann hast du den entscheidenden Schlüssel.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (50:00 bis 55:00)

 

Aber es drückt etwas aus, hört mal zu. Die Frage ist die, angesichts der Landung der Amerikaner auf dem Mond 1969, Aldrin, Armstrong, Collins – die waren dort oben, ja? Sind mit ihrem Ding da gelandet auf dem Mond, haben da eine Fahne in den Sand gesteckt und auch sonst ein bisschen Müll dort hinterlassen, haben ein paar Steine mitgebracht und Fußspuren hinterlassen da auf dem Mond usw. Jetzt ist die Frage: Warum hat seit diesem denkwürdigen Tage die Sonne keine Angst, dass dasselbe bei ihr auch geschehen könnte?

Das ist, was ich meine, mit den etwas primitiven Beispielen.

Aber das Beispiel, das ist gar nicht so doof. Warum hat die Sonne keine Angst? Weil sie so weit weg ist? Nein, man könnte sagen: Die Technologie schreitet vor, wir werden den Menschen einfrieren und auf die lange Reise schicken und irgendwie ihm einen Automaten mitgeben, dass, wenn er dann ankommt oder durch die Sonnenwärme, dann wird er alleine wieder wach und munter und dann startet er seine Sonnenexpedition. Warum hat die Sonne solche Ängste nicht?

Weil sie weiß, was sie ist. Weil sie weiß, was sie hat: Pure Energie. Und wenn da so ein Fahrzeug daherkäme mit ihren tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten und würde auch nur dicht genug herankommen an die Sonne – sie würde immer noch nicht in Panik geraten. Sie ist pure Energie, sie ist Leben, sie ist totale Power. Sie bleibt total gelassen. Sie sagt: Lass sie kommen, lass sie noch ein bisschen dichter kommen. Ja, noch ein paar Meter, und dann wollen wir mal schauen, was passiert.

Und was passiert? Piff, macht es. Und dieses Sonnenfahrzeug ist verdampft. Vielleicht macht es dann noch einmal „Piff“ und dann ist der Dampf verdampft. Und dann ist die ganze Aktion beendet. Weil es pure Energie ist, pure Power ist.

Und ihr Lieben, das ist ein Bild für mich für Christus aus dem Tod. Er ist souverän, er sitzt nicht im Himmel und versucht morgens in seiner stillen Zeit sich fit zu machen, geistlich aufzubauen gegen die Grippe. Er hat gehört, die Hongkong-Grippe grassiert und ein paar Viren sind auch schon irgendwie ins All geflogen mit den Kosmonauten und jetzt schwirren sie da oben rum und bedrohen auch die himmlischen Thronsäle. Er ist locker! Er sagt: Lass sie kommen. Hier ist Leben, hier ist Leben aus dem Tod. Ein Krankheitskeimchen, das nur den himmlischen Pforten zu dicht kommt – Piff! Ohne dass man ein großes Abwehrprogramm starten muss, weil einfach die pure Gesundheit, pures Leben, pure Energie ist.

Gott ist souverän, er regiert. Und wir brauchen durch den Heiligen Geist, und das versucht Paulus hier zu sagen, Christus, er ist aus dem Tod gekommen. Er hat den Tod hinter sich gelassen, der Tod hat’s nicht überlebt. Seitdem Christus aus dem Grab kam, ist der Tod nicht mehr das, was er vorher war.

Und Christus hat ein solches Leben bekommen aus dem Tode, dass nie wieder dieser Vergänglichkeit unterworfen werden kann, nie wieder! Das ist total unmöglich.

Und das ist Sieg. Dieses Leben einfach in sich selbst. Das muss man nicht hervorbringen oder irgendwie hochtrainieren oder irgendwie versuchen aktiv sein zu lassen. Es ist ungeheuerlich aktiv! Und unser Leben, viele Male, oder unser Problem als Christen ist: Wir versuchen siegreiches Leben mit irgendwelchen Formeln, mit irgendwelchen Methoden, mit irgendwelchen verkürzten Theologien oder irgendetwas zu erzeugen. Und damit fallen wir schon flach auf die Nase, weil dieses Auferstehungsleben kann niemand erzeugen. Du kannst es auch nicht hervorbringen. Du kannst nur eins tun: Anerkennen, es ist in dir und Bahn machen und ihn wirken lassen und ihn hervorkommen lassen.

Das ist, was Paulus sagt und ich glaube, wir sind alle erst ganz am Anfang zu verstehen, was Paulus sagt: Christus ist mein Leben. Nicht mehr ich lebe, Christus in mir.

Gal 2,20a
und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir

Das ist eine der kraftvollsten Offenbarungen im Worte Gottes und ohne dass ich irgendwie beanspruche irgendwie ein Prophet zu sein. Ich sage dir eins: Wir werden in dieser Hinsicht, was es bedeutet, dass wir Gottes Leben in uns haben, die Kraft der Auferstehung und das Christus unser Leben ist – wir werden noch sehr dramatische Entwicklungen und Erfahrungen und Veränderungen machen durch diese Wahrheiten.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (45:00 bis 50:00)

 

Und dann kann ich sagen: Ach, Paulus, wenn du gewusst hättest, wer da hinten hinter der letzten Säule sitzt, dann hättest du diesen Brief nicht geschrieben – oder nicht so – dann hättest du geschrieben „ihr Gemeinde von Rom, ihr seid gehorsam geworden von Herzen mit Ausnahme von dem Henkel da hinten. Bei dem fehlt’s noch“.

Aber jetzt ist es so geschrieben, jetzt ist es gültig, und was aus dem Munde Gottes hervorgegangen ist, wird nicht geändert.

Mt 24,35
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Ps 89,35
Ich werde meinen Bund nicht entweihen und nicht ändern, was hervorgegangen ist aus meinen Lippen.

Was habe ich zu tun? Ich kann nichts anderes tun als zu sagen: „Gott, dein Glaube ist groß! Ich nehme dieses Wort, ich darf mich nicht von deinem Wort distanzieren, ich danke dir, auch wenn ich es nicht begreifen kann, aber du bescheinigst mir durch diesen wunderbaren Apostel und Diener des Herrn – ich BIN schon, ich versuche es gar nicht mehr, ich bin’s ja schon – gehorsam geworden von Herzen“.

Ich habe keine andere Wahl als das Wort anzunehmen. Und jedes „ja, aber …“ muss ich zum Schweigen bringen, weil Gott ist Gott und Gott kann sagen über mein Leben, was er will. Und wenn Gott sagt, ich bin gehorsam geworden von Herzen, dann kann ich nicht alle meine Erfahrungen der letzten 24 Stunden nehmen und auffahren und sagen: Schau mal, deswegen und deswegen und deswegen und deswegen kann das doch gar nicht wahr sein. Sondern Erfahrungen sind Erfahrungen, aber Gott sagt, ich bin es geworden.

Und indem ich das annehme und mich demütige unter das Wort Gottes wird Glaube einfach zu einer Erfahrung. Die Kraft Gottes wird freigesetzt durch Glauben. Und das ist ein wichtiges Gesetz im Worte Gottes: Bevor wir etwas neues erleben auf der Grundlage des Wortes, müssen wir das Wort glauben. Bevor wir etwas neues erleben gemäß dem Wort müssen wir glauben, müssen wir das, diesen konkreten Segen wirklich glauben.

Und viele versuchen gehorsam zu sein bevor sie glauben, dass sie gehorsam schon geworden sind. Und das ist ein sehr mühsames Geschäft oder – um gleich jede Hoffnung zu nehmen – es funktioniert nicht. Es funktioniert nicht! Wenn du sagst, oh, ich werde mich sehr anstrengen damit ich auch eines Tages das über mich sagen kann, dann ist diese Befreiung von der Macht der Sünde nicht ein Gnadengeschenk, das Christus für dich erworben hat am Kreuz, sondern es ist etwas, was du erwerben möchtest. Und da muss ich dir sagen, du wirst es nicht schaffen! Du wirst es nicht schaffen. Du kannst es dir nicht verdienen. Du kannst dich nicht anstrengen, du kannst dich nicht abmühen. Es kann dir nur geschenkt werden. Und wenn es dir nicht als Geschenk – oder wenn du es nicht als Geschenk nimmst, dann wirst du es nicht erleben. Du wirst leer ausgehen.

Und hier wird davon berichtet: Wir sind der Sünde gestorben.

Röm 6,2b
Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben?

Der Sünde gestorben! Wir gegenüber der Sünde. Das ist ganz wichtig, dass wir das verstehen. Nicht die Sünde ist gestorben, sondern wir der Sünde. Und das wird verglichen mit dem Bild Christus im Tode und dann zu neuem Leben. Christus zu neuem Leben! Und so heißt es ja dann hier auch: „Christus aus den Toten auferweckt, er stirbt nicht mehr“.

Röm 6,9
da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.

Er stirbt nicht mehr! Warum? Weil er schon gestorben ist. Und das hat dem Tod so wenig bekommen, dass danach der Tod keine Kraft hatte ein zweites Mal zuzuschlagen. Der Tod, indem er zugeschlagen hat, bei unserem wunderbaren Herrn, hat sich übernommen und hat sich das Genick dabei gebrochen und das war’s. Und deswegen kann Christus nicht noch einmal sterben.

Und er lebt eben hoch erhoben über allen seinen Feinden und er hat ein Leben in sich, das einfach gewaltig ist. Er hat ein Leben in sich, das stärker ist als der Tod, stärker ist als die Sünde, stärker als alles Negative. Und dieses Leben in ihm fließt heraus und umgibt ihn und schützt ihn und es trägt ihn. Nicht er muss sich kümmern, dass dieses Leben aufrecht erhalten wird. Und wenn wir verstehen, dass Gnade uns trägt und wir nicht mühsam die Gnade irgendwie hochhalten müssen – dann haben wir einen wichtigen Schlüssel gefunden zu siegreichem Leben.

Christus ist in einer Dimension des Lebens, wo der Tod ihm nichts mehr anhaben kann. Nicht eine geographische Entfernung – eine qualitative Entfernung! Und an dieser Stelle gebrauche ich immer ein sehr blödsinniges Bild. Wenn wir hier weiter fortfahren im Grundlagenseminar wirst du entdecken, dass meine Beispiele immer ein sehr intellektuell niedriges Niveau haben, aber ich möchte hinzufügen, dass ich Abitur habe.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (40:00 bis 45:00)

 

Davon kann nicht die Rede sein, dass auf einmal aus der Niederlage, indem man ein neues, frommes Mäntelchen drüber macht, dann irgendwie daraus ein Sieg wird! Und wir dann sagen: Ja, die Niederlage ist mein Sieg und wenn ich schwach bin, dann bin ich stark – irgendwie so – und meine Schwäche ist dann in Gottes Augen die Stärke oder soetwas. Davon kann nicht die Rede sein!

Gott sagt: Wir sind der Sünde gestorben. Wie sind wir der Sünde gestorben? Indem wir mit Christus mitgekreuzigt worden sind.

Das macht doch überhaupt keinen Sinn für unseren Verstand! Wie können wir mit Christus, der vor 2000 Jahren gekreuzigt wurde, wie können wir mit ihm, die wir doch alle zu der Zeit noch gar nicht auf der Erde waren, mit ihm mitgekreuzigt worden sein?! Das verstehe ich nicht.

Ich auch nicht. Ich bin jetzt fast 20 Jahre Christ, das hab ich noch nie verstanden. Und ich habe aufgehört darüber nachzudenken, mir versuchen das irgendwie klarzumachen, das kann man nicht verstehen! Aber man kann das glauben, und man kann sagen: Gott, was immer du sagst. Wenn du mir demnächst im Wort offenbarst, Jona hat den Fisch verschluckt – mir ist alles egal, ich gehöre dir und du trägst die Verantwortung.

Natürlich stehen da keine naturwissenschaftlichen Blödsinnigkeiten drinne oder soetwas. Gott mutet uns das nicht zu, bitte nicht den Verstand an der Garderobe abgeben. Ganz und gar nicht. Aber es gibt einige Aussagen im Worte Gottes, die nur per demütiges Annehmen eine Realität werden. Es gibt keinen anderen Weg. Gott hat es irgendwie – und ich weiß nicht wie – fertig gekriegt, etwas zu tun in Christus vor 2000 Jahren am Kreuz, und das ist auch wirksam für uns. Und was da geschehen ist: Der alte Mensch ist mitgekreuzigt worden und so sind wir – wie das Paulus eben sagt – der Sünde abgestorben.

Röm 6,2b
Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben?

Paulus redet nicht davon, nach viel Fasten, viel Beten und Jahrzehnten des treuen Dienens ist er zu dieser wunderbaren Stufe gekommen, sondern er sagt: „Wir“. Er sagt das von einer Gemeinde, die er nie besucht hat. Das ist so tröstend. Ich hab mir das immer vorgestellt, wenn er dann solche Wahrheiten sagt, z.B. in Röm 6,17: „Ihr seid gehorsam geworden von Herzen“.

Röm 6,17
Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid!

Und das ist wiederum nicht eine – das hat Paulus nicht an die Gemeinde geschrieben, nachdem er die Personalakten studiert hat und in das Leben jedes einzelnen hineingeschaut hat, sondern das hat er geschrieben auf der Grundlage seiner Offenbarung, was der neue Mensch ist, wie wir geschaffen sind von Gott, was für eine Motivation, was für ein Verlangen in uns ist, weil das Leben aus Gott in uns ist. Der neue Mensch – Epheser 4 – ist nach Gott geschaffen.

Eph 4,24
und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Und diese schönen grundsätzlichen Dinge eben schreibt Paulus in Bezug auf diese Gemeinde, die er ja nicht gesehen hat, zumindestens nicht zu dem Zeitpunkt als er das geschrieben hat. Rom, ja, große Gemeinde, weiß ich nicht, 25, 30, 40 oder wieviel Tausend Christen, und dann irgendwann sonntags in den verschiedenen Versammlungsstätten, und dann wird das vorgelesen, der Brief von Paulus. Bruder Paulus hat uns wieder einen Brief geschrieben, der muss vorgelesen werden der ganzen Gemeinde von Rom. Und dann ist da irgendwie so ein Versammlungsraum von wenigen hundert Menschen, und ich natürlich als das letzte Licht der Gemeinde sitze hinten irgendwie hinter der Säule, dass ich ja nicht zu dicht irgendwie an das Adlerauge des Pastors gerate und er dann wieder den totalen Durchblick hat oder vielleicht noch verstärkt mit Geistesgaben, was mit mir alles nicht in Ordnung ist. Also stehst du da ganz hinten und denke, Mensch, ich weiß gar nicht, ob ich würdig bin überhaupt nicht in diese schöne Gemeinde zu gehen, alles so wunderbare Menschen und dann so einer wie ich dazwischen. Ja, wirklich, ein Problem nach dem anderen, mit mir selbst und ich weiß überhaupt nicht, ob ich noch jemals irgendwie klarkomme, ich weiß auch gar nicht – ich bin schon so verwirrt von meinen Niederlagen – was ich überhaupt noch will, ob ich Gott dienen will oder was eigentlich mit mir los ist.

Und dann kommt der Brief von Paulus: „Ihr seid gehorsam geworden von Herzen!“ Und da klingelts bei mir da ganz hinten hinter der letzten Säule.

Paulus, unter der Inspiration des Heiligen Geistes, sagt: „Wir“ – und damit auch ich – bin gehorsam geworden von Herzen. Und das war so inspiriert, dass der Heilige Geist gesagt hat, ist in Ordnung, kommt ins Buch, bleibt drin, ist gültig. Das ist das Wort Gottes.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (35:00 bis 40:00)

 

Röm 6,6a
da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist

Der alte Mensch – das ist der, der die Sünde produziert. Das ist das, was du bist oder was du warst ohne den Herrn. Der in seiner eigenen Art und Weise gelebt hat. Diese alte Natur, das alte in uns, wo der Sitz der negativen sündhaften Energie war, der alte Mensch ist mitgekreuzigt worden.

Bitte lasst uns hier grammatikalisch ganz genau sein – das ist schon, wie man so sagt, vollendete Vergangenheit. Es ist schon vollendete Vergangenheit, Hallelujah. Unser alter Mensch ist mitgekreuzigt worden.

Röm 6,6b
damit der Leib der Sünde abgetan sei

das ist wenn du das mal anatomisch nehmen willst, wobei das ja natürlich nichts Physisches ist – der Leib der Sünde, der Sitz, wo die Sünde halt ihr Hauptquartier hat und von wo alles ausgeht – ist abgetan oder Griechisch: „außer Kraft gesetzt“ (2673. katargeó). Und jetzt gibt’s bestimmt welche, die fühlen und sagen: „Also das scheint bei mir irgendwie nicht ganz funktioniert zu haben. Vielleicht hat man im Zuge einer Massenabfertigung bei mir nicht richtig irgendwie zugeschlagen oder die Nägel falsch eingeklopft oder irgendwie scheine ich das alles überlebt zu haben, das Ganze, denn dass der Leib der Sünde außer Kraft gesetzt ist – davon kann nun wirklich bei mir überhaupt nicht die Rede sein. Wort Gottes schön und gut, aber ich muss ja auch wahrhaftig bleiben und muss auch schon sagen, also dass der Leib der Sünde außer Kraft gesetzt ist, das mag für Apostel Paulus zutreffen und vielleicht noch für Pastor Margies, aber ansonsten denke ich, ist das doch ein bisschen zu hoch gestochen. Sicher, wir eifern dem nach, wir streben danach, dass wir mehr und mehr die Sünde überwinden und wir kämpfen auch und wir geben unser Letztes, nach der Devise „try it harder“ und wir sind sehr bemüht, aber dass wir jetzt einfach so diesen Kampf der Sünde sozusagen einstellen und die Niederlage dann für Sieg erklären, das kann es jawohl nicht sein“.

Eine Wahrheit, die Gott uns offenbart, die im Gegensatz zu unserer Erfahrung steht, muss als Wahrheit erkannt werden, im Glauben ergriffen werden, und Glaube – das Wesen von Glaube ist immer, dass es im Sichtbaren etwas gibt, was dem entgegenspricht. Immer. Das ist Glaube. Sündenvergebung ist etwas, was wir durch Glauben haben.

Die Bibel sagt: Wenn wir unsere Sünde bekennen, dann ist er treu und gerecht, dass er vergibt und reinigt.

1Joh 1,9
Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.

Der Herr vergibt dir, nachdem du bekannt hast. Und wenn du noch nicht viel über Glauben weißt, am Anfang deine Seele noch sehr wenig in den Wegen Gottes diszipliniert ist, was wird passieren? Die Schuldgefühle sind immer noch da!

Und dann kannst du zwei Dinge tun. Entweder sagen: „Nein, das Wort Gottes ist wahr, Gott hat mir vergeben“ und die Schuldgefühle machen einen letzten kleinen Protest: „Aber wieso? Wir sind ja noch da. Das ist der Beweis, dass dir nicht vergeben wurde!“ Dann können wir sagen: „Ich bleibe beim Wort Gottes, und das heißt, ihr seid nicht mehr lange da! Schuldgefühle Auf Wiedersehen oder Auf Nimmer Wiedersehen“.

Ich kann das Sichtbare nehmen und mich mit dem Sichtbaren verbinden gegen das Wort oder ich kann das Wort nehmen, mich gegen das Sichtbare – und Gefühle nach biblischer Ordnung gehören zum Sichtbaren. Witzigerweise. Du sagst: „Kann ich doch nicht sehen“, aber sie gehören zur sichtbaren Welt. Du kannst dich mit der Wahrheit des Wortes gegen deine alten Stimmungen, Innenerfahrungen, seelischen Regungen stellen und kannst so erleben, dass du Veränderungen erlebst.

Also, wenn wir Sündenvergebung als Glaubensgeschenk empfangen, ist es sogar zwingend notwendig, in dem Moment, wo wir im Glauben empfangen, dass noch die Schuldgefühle da sind. Sonst brauchen wir es ja nicht mehr zu glauben.

Und wenn wir diese Wahrheit erleben wollen, dass wir mit Christus gekreuzigt sind, und wir haben aktuell in Hülle und Fülle die Erfahrung, dass die Sünde noch sehr lebendig ist, ja, dann haben wir schon die Voraussetzungen, dass wir wirklich glauben können.

Macht das Sinn, ja? Wir stellen uns auf die Wahrheit des Wortes Gottes gegen das, was wir erleben. Damit wollen wir nicht leugnen, dass das was unschön ist, was hässlich ist, was sündig ist, dass das auf einmal nicht da wäre – darum geht es überhaupt nicht. Das ist ein Glauben im Hinblick auf unsere nächsten Erfahrungen, das ist ein Glaube auf die Zukunft gerichtet, nicht ein Glaube, der sozusagen den jetzigen Mangelzustand, die jetzige Niederlage umdeklariert.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (30:00 bis 35:00)

 

Wir können nicht mit Willenskraft, mit Anstrengung, Sünde überwinden. Und wenn wir das versuchen, wir werden baden gehen. Wir werden erleben, die Sünde ist stärker. Die Sünde ist nicht etwas, was wir mit unserer Kraft überwinden können.

Und die Passage hier in Römer 6, die handelt davon, dass es eine Erlösung von der Macht der Sünde gibt. Hör mal wie es hier geschrieben ist:

Röm 6,6b
… dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Der Sünde nicht mehr dienen – das ist das Ergebnis dieser Lehre hier, die wir in Römer 6 uns heute anschauen – der Sünde nicht mehr dienen. Wie kommt das zustande? Es kommt zustande durch Wissen und durch Erkennen. Erkennen dessen, was der Herr für uns und mit uns schon getan hat. Die Bibel redet davon, er hat etwas an uns und in uns und mit uns getan. Und wenn wir uns anschauen – ohne Bibel, ohne Heiligen Geist – wir würden niemals darauf kommen, dass er das getan hat. Wir werden sagen, „oh Herr, erlöse mich von der Sünde, befreie mich, das ist furchtbar. Ich kämpfe hilflose Kämpfe und ich komme nicht durch, tue etwas!“

Aber hier haben wir etwas total anderes: Wir sollen erkennen, was schon geschehen ist. Rückblickend, zurückschauen zum Kreuz, zurückschauen zu unserer Bekehrung und zu dem, was dort Gott in uns hineingepflanzt hat.

In Römer 6,2 finden wir diesen interessanten Ausdruck, und den müssen wir sehr genau zur Kenntnis nehmen: Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben?

Röm 6,2b
Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben?

Der Sünde gestorben sein! Bitte achte darauf, dass du es ganz genau mitbekommst: Hier steht nicht, dass die Sünde gestorben ist. Als ich ein junger Christ war, ich hab das alles irgendwie sehr oberflächlich so gelesen, hörte nur irgendwas von „der Sünde absterben“ oder so etwas. Und dann dachte ich, jawoll, die Sünde muss sterben. Dann hab ich gebetet, dass die Sünde stirbt. Und ich hatte den Eindruck, je mehr ich betete, um so lebendiger wurde sie. Und dann dachte ich, aha, das Gebet muss mit Fasten verstärkt werden. Da hatte ich was über Fasten gehört. Dann habe ich zu meinem Gebet dann Fasten hinzugetan. Und dachte, ja, durch Fasten und Beten, so wird also dann die Sünde irgendwie ausgerottet.

Und je mehr ich in diese Richtung gegangen bin, um so schrecklicher wurde es. Dann hörte ich noch ein paar andere Lehren über Zerbruch und „Gott will uns zerbrechen“ und lauter solche Dinge, und ich betete Horror-Gebete: „Gott, zerbrich mich!“ – und ich sage dir, du kannst solche dummen Gebete beten, der Teufel sagt: Jawoll, Amen, das wird gleich erledigt! Er steht daneben und er wird dir gerne dieses Gebet erhören. Du wirst durch die Hölle hier auf Erden gehen, bitte bete nicht so einen Quatsch.

Gott will nicht deinen Willen zerbrechen, Gott will deinen Willen aufrichten und stark machen. Nirgendwo findest du im Worte Gottes, dass Gott deinen Willen zerbrechen will. Nirgendwo.

Also, ich will das nur sagen, damit du nicht dieselben Fehler machst wie ich. Das war so schrecklich, dass ich sage, eigentlich reicht es und das muss nicht noch einmal wiederholt werden. Weil es funktioniert wirklich nicht.

Nicht unsere Aufmerksamkeit ist auf die Sünde gerichtet, dass wir versuchen, die Sünde zu bekämpfen, die Sünde auszurotten, sondern unsere Aufmerksamkeit sollte darauf bestehen, dass wir erkennen, was geschehen ist.

Gott ist ein radikaler Gott, ein erfolgreicher Gott, wie ich das schon versucht habe herauszustellen und noch mehr herausstellen werde. Und er weiß eins: Das Problem ist nicht die Sünde, sondern das Problem ist der Sünder. Das Problem ist der Sünder.

Und Gott hat eine sehr wirksame Methode mit der Sünde fertig zu werden, und das ist die Hinrichtung des Sünders. Das macht sehr viel Sinn, oder? Wenn der Sünder hingerichtet ist – es wird jetzt sehr still, weil du jetzt etwas befürchtest – aber ich werde dir gleich erklären, du musst keine Angst haben, das Evangelium bleibt auch heute das Evangelium, immer noch frohmachende Botschaft, und du hast nicht eine Hinrichtungsstätte für dich vorbereitet, sondern die Bibel redet davon, dass wir bereits gestorben sind. Wir sind der Sünde gestorben!

So lange der Sünder lebt, wird er Sünde produzieren – ganz einfach. Und Gott sagt: Machen wir kurzen Prozess, beenden wir das schreckliche Spiel, richten wir den Sünder hin und dann ist das Problem der Sünde auch erledigt. Und so hat Er es schon, und das ist die gute Botschaft – Er hat es schon mit uns getan. In Christus – als Christus hingerichtet wurde, sind auch wir mit ihm zusammen gestorben.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (25:00 bis 30:00)

 

Und interessanterweise schreibt hier Paulus über das Kreuz, der ja wie wir wissen nicht einer der Jünger Jesu war. Als Jesus gekreuzigt wurde, Paulus war nicht dabei. Aber später hat er Offenbarung als der Herr ihm begegnet ist und ihn total verwandelt hat und er von einem Christenverfolger dann zu einem Diener des Herrn geworden ist. Der Herr durch seinen Heiligen Geist hat ihm offenbart, was am Kreuz geschehen ist, was man mit den Augen nicht wahrnehmen kann. Das ist interessant, dass das allerstärkste des Kreuzes von jemandem geschrieben ist, der beim Kreuzigungsvorgang gar nicht dabei gewesen ist.

Geistliche Wahrheiten kommen per Offenbarung oder sie kommen gar nicht. Du kannst daneben stehen und es mit physischen Augen sehen und du begreifst überhaupt nichts. Es wird entweder durch den Heiligen Geist dir offenbart oder du verstehst nur Bahnhof. Das ist die Alternative. Es gibts nichts dazwischen. Du kannst es dir nicht anlernen, du kannst fünf Jahre Theologie studieren und versuchen, das zu begreifen – das ist dir mit akademischen Möglichkeiten nicht zugänglich!

Das ist das große Problem von einer Theologie, die meint, indem man historische Fakten wälzt und Texte analysiert oder so, würde man zu lebendigen fruchtbringenden Erkenntnissen kommen. Aber die Bibel ist das einzige Buch, das nur in einer Freundschaft mit dem Autor verstanden werden kann.

Nur wenn du eine Freundschaft zum Autor hast, kannst du die Bibel verstehen. Sonst liest du Buchstaben und verstehst Bahnhof oder verstehst irgendetwas, was du meinst, was es sagen könnte, aber du wirst in die Irre gehen. Und viele sind vor dir in die Irre gegangen, und du wirst nicht in die Irre gehen, weil du sagst: Ich bin doch nicht blöd. Ich demütige mich, ich halte meinen Mund.

Das ist übrigens mein Rat an viele, viele Christen: Viele junge Christen kommen daher und sie sind den zweiten Sonntag im Gottesdienst und das zweite Mal im Grundlagenseminar und sie scheinen schon alles zu wissen. Sie kommen hinterher und sagen mir, ich soll doch das predigen und warum ich nicht das mache und warum ich dies nicht anders und das so und so mache – und dann mein guter Rat ist immer der: Lieber Bruder, kauf dir eine Bibel wenn du noch keine hast. Wenn du kein Geld hast, ich werde dir eine besorgen für umsonst – so dann besorge dir einen großen Notizblock, einen scharfen Bleistift oder einen Kugelschreiber mit vielen Ersatzminen. Und dann setz dich hin, halt deinen Mund, mach die Ohren auf, höre zu und schreibe wie ein Weltmeister und vergleiche, ob das alles auch in deiner Bibel steht. Und dann geh mit all dem Gelernten nach Hause und sag: Heiliger Geist, ich verstehe nichts, bitte zeige mir, bitte belehre mich.

Das ist der schnellste Weg wie du wirklich wächst. Aber wenn du meinst, du musst alle anderen vollpredigen, du wirst nichts kapieren. Wahrheit ist etwas, was Gott uns schenkt. Das können wir uns nicht erarbeiten, das schenkt uns Gott. Und Er schenkt seine Gnade dem Demütigen.

Jak 4,6
Er gibt aber desto größere Gnade. Deshalb spricht er: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“

Und zu sagen: Ich bin ganz neu hier und ich will erstmal lernen und gucken, wie der Hase läuft – das ist ein Beweis von Demut. Belehrbar sein! Und Menschen, die das so machen, die lernen und die wachsen und die erleben herrliche Dinge mit dem Herrn und ich kenne Leute, die einfach wirklich rasant wachsen und andere, die schon seit 10 Jahren hier sind, schon nach 1,5 Jahren überholt haben. Das hat nichts mit der Zeit zu tun, sondern mit unserer Haltung.

Also seid ermutigt. Sag: Ich werde auch so einer sein, ich werde wenig reden, viel hören und mich ausstrecken nach Verständnis.

Okay, hier sind so schöne Sachen drin hier: Die Sünde wird nicht über uns herrschen.

Röm 6,14
Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen

Du sagst: Ja, im Himmel wird es so sein. Jetzt herrscht sie ganz gewaltig.

Und hier ist die Antwort drin, wie wir befreit werden können von dem Zwang zur Sünde. Von diesem Hingezogensein zum Negativen, zum Zerstörerischen – wie wir befreit sein können. Und lass es dir gleich am Anfang gesagt sein, weil wir alle diesen Fehler machen oder gemacht haben: Wir versuchen Sünde, also all das, was wir erkennen, was nicht gut ist in unserem Leben, wir versuchen es in unserer Kraft zu überwinden.

Und jeder, der das versucht, hat schon diese frustrierende Erfahrung gemacht – je mehr man sich anstrengt, je mehr man kämpft gegen die Sünde, um so stärker scheint die Sünde zu werden. Das ist ein Kampf wie Don Quijote gegen die Windmühle – also, man kann ihn nicht gewinnen, und selbst wenn man einiges irgendwie unter seine Füße bekommen hat mit Ach und Krach, man ist sehr verkrampft und man ist sehr irgendwie konzentriert, dass ja nichts mehr passiert in diesem Bereich und während man seine ganze Aufmerksamkeit auf diesen kritischen Bereich seiner Charakters und Lebens richtet, bricht hinten die Hölle los. Und dann dreht man sich um und schlägt eine Schlacht hier und dann auf einmal – das, was man vorher schon überwunden hatte im ersten Frontabschnitt, auf einmal geht wieder los. Weiß jemand nicht, wovon ich spreche?! Bitte Hände hoch, ich werde es noch ein bisschen deutlicher erklären.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (20:00 bis 25:00)

 

Und jetzt schauen wir einmal hinein in Römer 6, aber ich schlage vor, dass wir schon den letzten Vers mitnehmen von Kapitel 5, weil der einfach zu gut ist, als dass man jetzt links liegen lassen sollte …

Also Römer 5, der letzte Satz dort.

Röm 5
20b Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade noch überschwenglicher geworden
21 damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrscht durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unserem Herrn.

Die Sünde hat den Tod gebracht, und sie hat geherrscht in unserem Leben. Und zwar hat sie, so beschreibt das jedenfalls die Bibel, sie hat flächendeckend geherrscht. Wir waren unter dem Gesetz der Sünde und ob wir das wollten oder nicht, ob wir das gesehen haben oder nicht, ob wir uns dazu besonders angestrengt haben oder nicht – meistens nämlich nicht – wir haben dieser Sünde gedient.

Und das brauchte auch nicht besondere eiserne Vorsätze, sondern wir waren einfach Sünder, wir hatten eben das niedere menschliche Leben in uns, was total anders ist als das göttliche Auferstehungsleben, und das lebten wir einfach aus. Und das nennt die Bibel „Sünde“. Sogar in unseren besten Tagen, wo wir am karitativsten waren, am sozialsten und am nettesten – waren wir, wie die Bibel das sagt, „tot in der Sünde“.

Eph 2,1b
die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden

Das ist schon ein Schlag ins Gesicht des Humanisten, der doch auch einmal seine Schokoladenseite gewürdigt wissen möchte und auf das Gute in sich verweist. Und die Bibel ist da sehr radikal und sagt, in uns wohnt nichts gutes. In uns selbst, in unserem Fleisch, also das, was wir sind ohne den Herrn, wohnt nichts Gutes.

Röm 7,18
Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht.

Und das ist eine wichtige Wahrheit. Und wenn wir die erkennen, dann können wir auch die andere Seite erkennen, dass eben durch Christus Power in uns ist, Gnade in uns ist, die machtvoll ist.

Jetzt lasst uns hineingehen nach Kapitel 6.

Röm 6
1 Was sollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme?
2 Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben?

Ein interessanter Ausdruck hier: „der Sünde gestorben“. Ich komme gleich dazu, aber lasst uns erst Vers 3 nehmen

Röm 6,3
Oder wisst ihr nicht dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?

Wir sind auf den Tod des Herrn getauft.

Röm 6,4
So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod (wir werden auch heute dann noch etwas hören über die neutestamentliche Taufe) damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so werden auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.

Ich les einmal erstmal so noch die folgenden Verse hier und dann wollen wir da ein bisschen hineingehen.

Röm 6
5 Denn wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein;
6 da wir dies erkennen („wisst ihr nicht …“ und „erkennt“ – wir sollen „erkennen“), dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.
7 Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde.
8 Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden;
9 da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.
10 Denn was er gestorben ist, ist er ein für alle Mal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott.
11 So auch ihr (das wird ein starke Betonung sein, das ist die Schlussfolgerung sozusagen aus diesen Wahrheiten, die hier entfaltet werden): Haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus!
12 So herrsche nun nicht die Sünde in eurem sterblichen Leib, dass er seinen Begierden/Lüsten gehorche;
13 stellt auch nicht eure Glieder der Sünde zur Verfügung als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Lebende aus den Toten und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit!
14 Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.

Ich möchte dich ermutigen, dich sehr viel mit dieser Passage zu beschäftigen. Das ist eine der wichtigsten Schriftstellen, die du jemals finden wirst im gesamten Neuen Testament. Eine der wichtigsten Schriftstellen, die über das Kreuz redet.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (15:00 bis 20:00)

 

Und dann können wir lernen! Aber manche Leute kommen zum Glauben und nur weil sie in einer christlichen Kinderstube großgeworden sind, meinen sie, sie wissen schon alles. Und sie vergessen dabei, dass es möglich ist, ein schein-christliches Gedankengut gepflegt zu haben, was sich nett anhört, aber mit den biblischen Realitäten wirklich manchmal gar nichts zu tun hat.

Und dann sind sie nicht offen, weil sie festhalten an dem Alten. Und sie haben dann irgendetwas gelernt von dass es ganz schwer ist und dass man leiden muss, dass man entsagen muss und das hier das dürre Tal ist, durch das wir hindurch müssen und sie haben so eine ganz schreckliche Vorstellung vom Leben hier – der Himmel ist herrlich, und die Erde ist furchtbar. Und das ist überhaupt nicht was die Bibel sagt.

Für uns, die wir uns verbunden haben mit dem Herrn, gilt, dass Seine Kraft schon jetzt in unserem Leben, in unserer Arbeit, in unserer Familie, in all dem, was wir so hier tun, wirksam werden kann und werden soll. Und die Bibel hat in Hülle und Fülle davon zu reden, dass ein gutes Leben hier auf Erden auf uns wartet.

Und dann sind wir auch überzeugte Missionare – wenn ich das mal da einfügen kann. Dann können die Leute sagen: Ja, wieso bist du sicher, dass es überhaupt einen Himmel gibt? Wieso meinst du, dass du in den Himmel kommst? – Ja, weil wir Gottes Segnungen schon hier erfahren!

Wir warten nicht ab, wir sind nicht auf dem selben Stand wie vorher und warten ab, dass es irgendwann besser wird, sondern es ist jetzt schon besser. Und es wird immer besser von Jahr zu Jahr. Es wird besser von Jahr zu Jahr! Unser Leben wird schöner, reicher und einfach erfüllender.

Okay, hier ist eine solche Beschreibung des neuen Christen, und er hat göttliches Leben in sich. Und dieses göttliche Leben überwindet die Welt.

1 Joh 5
4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.
5 Wer aber ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Was ist die Welt? Die Welt ist Feindschaft gegen Gott. Es ist Unabhängigkeit, Lüge, Verweigerung der Hingabe, des Akzeptierens von Gottes Gegenwart, von Gottes Herrschaft, von Gottes Recht in unserem Leben zu wirken. Das ist „Welt“.

Und das, was in uns ist, überwindet die Welt.

Und jetzt lasst uns das in einem konkreten Beispiel anschauen, wie diese eine Wahrheit, wie die also wirklich von uns klarer gesehen werden kann. Ich möchte euch einladen mit mir zum Römerbrief zu gehen.

Römerbrief Kapitel 6 – und hier haben wir eine von den mächtigsten Offenbarungen im gesamten Neuen Testament. Und das ist auch eine von solchen Offenbarungen – wenn wir nicht das Wort hätten, wenn nicht der Heilige Geist kommen würde und uns das lebendig machen würde, wir würden es niemals akzeptieren, weil unsere gesamte Erfahrung dagegensteht. Die gesamte Erfahrung, die wir haben in unserem Leben mit uns, steht total dagegen! Das ist Offenbarungswissen: Es kommt vom Himmel und es findet zunächst einmal keine Entsprechung hier auf der Erde – es soll geglaubt werden damit danach, wenn es geglaubt wird, es auch erfahren werden kann. So ist immer die Reihenfolge.

Und deswegen in diesem Kapitel Römer 6 – es geht hier um die Befreiung von der Macht der Sünde, Befreiung vom Zwang der Sünde. Darum geht es in diesem herrlichen Kapitel hier.

Und da gibt es zwei Worte, die also eine Schlüsselrolle dabei spielen. Und das ist Wissen und Erkennen: Wir sollen im Rückblick erkennen, was geschehen ist mit uns, was der Herr für uns getan hat, welche Position wir jetzt haben, was da in uns ist. Wir brauchen geöffnete Augen. Das ist ein ganz, ganz wichtiges Thema bei Paulus: Geöffnete Augen über das, was schon uns gegeben ist und was auch in uns ist.

Letztes Mal habe ich euch, glaube ich, auch Philemon 6 schon genannt.

Philemon 6
dass die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam werde in der Erkenntnis alles Guten, das in uns im Hinblick auf Christus ist.

Wirksamer Glaube in der Erkenntnis all des Guten, das wir haben in uns im Hinblick auf Christus! Durch Christus, durch das Kreuz, durch sein Leiden, Sterben und die Auferstehung haben wir etwas in uns. Und wenn das, was wir in uns haben von uns erkannt wird, kommt wirksamer Glaube. Das ist ein ganz machtvolles Wort.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (10:00 bis 15:00)

 

Und dann wird es im nächsten Vers begründet, warum sind sie nicht schwer: Sie sind für den Gläubigen, der von neuem geboren ist, nicht schwer.

1 Joh 5
4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, (… das haben wir den von neuem geborenen Christen …) überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.
5 Wer aber ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Da haben wir diesen schönen Zusammenhang nochmal: Glaube an Jesus, unseren Retter, an den Sohn Gottes, bringt die neue Geburt. Und die neue Geburt bedeutet Leben aus Gott. Und das bedeutet, wir haben etwas anderes in uns als was draußen in der Welt ist. Wir haben das Leben aus Gott in uns. Und dieses Leben aus Gott ist so angelegt und so in uns hineingetan, dass wir befähigt sind, nach dem Willen Gottes zu leben.

Wenn ein Christ stöhnt, er könnte nicht den Willen Gottes tun, dann liegt das in erster Linie daran, dass er schon bevor er überhaupt irgendetwas versucht zu tun schon innerlich in seinem Herzen sich entfernt hat vom Worte Gottes. Wenn wir nicht übereinstimmen mit Gottes Wort – gegen unsere Erfahrung – haben wir im Nachhinein keine Chance mehr zu erleben, was das Wort Gottes sagt. Wenn wir – positiv ausgedrückt – erleben wollen, was das Wort Gottes sagt, dann beginnt es damit, dass wir übereinstimmen mit Gottes Wort.

Wenn Gott etwas sagt, und ich habe es noch nie so erfahren, aber ich will Gott dienen, und ich will ihm gehorsam sein, und ich will ihm vertrauen, dann bedeutet das für mich, dass ich ergreife und mich eins mache mit der Wahrheit und damit mich gegen meine Erfahrung stelle.

Und wir werden noch viele, viele Male das hören, dass es hier einen Konflikt im Leben gibt zwischen der Wahrheit des Wortes Gottes und zwischen unseren Erfahrungen. Wenn du erleben möchtest, was das Wort Gottes sagt, d.h. also deine Erfahrungen verändern willst, dann ist der Weg eindeutig so, dass du dich eins machst mit dem Wort und sagst: „Meine Erfahrungen bisher – schön und gut, aber das ist nicht das Letzte! Das ist nicht der Wille Gottes, was ich bis jetzt erfahre, das stimmt nicht überein mit seinem Plan für mein Leben, ich mache mich eins mit dem Wort, mit Seinen Gedanken, mit Seinem Plan. Ich stimme mit Ihm überein!“

So viele Leute versuchen es anders herum: Sie wollen ihre Erfahrungen als Maßstab nehmen und sie wollen das Wort Gottes herunterziehen auf den Maßstab ihrer Erfahrungen. Das sollten wir auf keinen Fall tun, weil damit schreiben wir den jetzigen Zustand fest. Und wir haben keine Möglichkeit weiter darüber hinausgehende, neue Erfahrungen zu machen.

Also wenn das Wort Gottes sagt, wir sind aus Gott geboren und alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt, dann heißt das: Dieses Leben, das stärker ist als eben der Ungehorsam gegen Gott und gegen seine Gebote und seine Normen, Maßstäbe – dieses Leben ist in mir! Und weil das in mir ist, deswegen werde ich sehen, dass es normal ist und dass total leicht ist, Gott zu gefallen. Es ist leicht und normal! Es ist nicht ein fernes Ziel in späteren Sphären des Himmels, sondern es ist normal, so wie die Bibel das beschreibt, den Willen Gottes hier auf Erden schon zu tun.

Natürlich ist das ein Wachstum hinein in diese Dinge, aber es beginnt damit, dass wir anerkennen, was Gott sagt. Und Gott erwartet nicht alles auf einmal von uns! Das ist das Schöne. Es gibt bestimmte Lernschritte, bestimmte Reihenfolgen von Bereichen, in denen Er möchte, dass wir lernen mit Ihm übereinzustimmen, dass wir lernen uns von dem alten zu verabschieden, dass wir lernen neu zu denken, dass wir lernen, das Neue zu ergreifen, zu glauben und damit auch zu sehen.

Und man kann als ein junger Christ von wenigen Tagen oder Wochen, man kann siegreich leben – wiewohl es vielleicht noch eine ganze Reihe von Bereichen gibt, die man „noch nicht unter den Füßen hat“. Aber Gott hat dir das noch gar nicht gezeigt und das ist noch gar nicht dran, dass du in diesem Bereich jetzt dir irgendwelche Gedanken machst. Sondern Gott hat einen bestimmten Bereich dir offenbart und in dem möchte Er, dass du lernst. Und wenn du das absolviert hast, dann kommst du in Klasse 2. Und dort gibt es wieder ein neues Programm und dann kannst du so aufrücken.

Und es gibt Christen, die sind 50 Jahre im Glauben, sie sind immer noch in der ersten Klasse. Sie sind sitzengeblieben – jedes Jahr sitzengeblieben! Weil sie nicht gehört haben, weil sie ihre eigenen Ideen haben, weil sie festhalten an ihrem eigenen, statt einmal das alles beseite zu legen. Man tut so als wisse man schon alles. Lasst uns doch ehrlich sein: Wir waren nie Christen vorher! Wenn wir zum Herrn kommen, das ist etwas total neues für uns, wir wissen nicht, was da auf uns zu kommt. Wir kennen dieses ganze Leben überhaupt nicht, wir kennen nicht die Gesetze, wir kennen nicht all das, was dort wirklich für Gott wichtig ist, wir wissen nichts, lasst uns doch ehrlich sein, wir sind doch keine Profis!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (5:00 bis 10:00)

 

Einen Tag sind wir dem Herrn so nah, dass wir denken, noch einen halben Meter und wir sind im Himmel – und den nächsten Tag, wir fragen uns, sind wir überhaupt Christen, sind wir überhaupt von Gott angenommen? Das liegt nicht daran, dass Gott sich geändert hat, sondern das hat mit ganz anderen Dingen zu tun. Das hat damit zu tun, dass die Seele einfach noch nicht erneuert und verändert wurde oder wie die Schrift das sagt: „Unsere Seele noch nicht von uns errettet wurde“.

1Petr 1,9
wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!

Das ist unsere Aufgabe – die Seele sollen wir erretten. Kommt mehrere Mal im Neuen Testament vor. Das bedeutet, dass die Seele in die Segnungen hineingeführen soll, die Jesus am Kreuz für uns erworben hat.

Alles ist dort für uns erworben, was notwendig ist für ein schönes, stabiles, gesundes, erfolgreiches, kraftvolles, abenteuerliches, lebendiges, fröhliches, interessantes Leben. Alles ist dort vorhanden. Alles hat er für uns erworben. Es gehört uns. Wie Jesus gesagt hat: Er überwindet den Teufel und er teilt die Beute wieder aus.

Lk 11,22
Wenn aber der, welcher stärker ist als er, über ihn kommt und ihn überwindet, so nimmt er ihm seine Waffenrüstung, auf die er sich verließ, und verteilt seine Beute.

Jes 49
24 Kann wohl einem Starken die Beute genommen werden? Und können rechtmäßig Gefangene entfliehen?
25 Ja, so spricht der HERR: Auch die Gefangenen des Starken sollen ihm genommen werden, und die Beute des Tyrannen soll entfliehen; denn nun werde ich mit dem kämpfen, der gegen dich kämpft, und ich werde deine Kinder erretten.

Das, was der Teufel uns gestohlen hat, Jesus hat es zurückgeholt und er teilt die Beute wieder aus. Die Stelle hatten wir auch einmal uns angeschaut – Lukas 11. Jesus teilt die Beute wieder aus. Das. was der Feind uns abgenommen hat, wird uns hier schon zurück erstattet. Und wir haben in Christus – auch eine solcher Stellen von „in Christus“, die beschreiben, was wir haben „in ihm“ – wir haben einen Erbteil: Wir sind in Christus zu einem Erbteil schon gekommen. Das Problem ist, dass wir nicht wissen, was unser Erbteil ist und wenn wir anfangen zu verstehen, was es ist, dann kommt der zweite Punkt: Wie fangen wir an es zu erleben?

Und genau an dieser Stelle sind wir. Der Heilige Geist möchte uns dienen und er möchte diese Schriftstellen, die wir suchen müssen und die wir entdecken sollen und die wir dann auch auf uns wirken lassen sollen, er möchte das zu einer Erfahrung werden lassen. Wir brauchen innere Offenbarung. Mit „Offenbarung“ meine ich, dass das geschriebene Wort Gottes in uns lebendig wird. Ein Aha-Erlebnis wird und seine Kraft freigeben kann, damit wir jetzt auf dieser Höhe der neuen Offenbarung tatsächlich auch leben können.

Das ist der Dienst des Heiligen Geistes. Und er kommt zu jedem einzelnen, der so klug geworden ist, dass er weiß, er braucht das und sein akademisches Wissen und seine Fähigkeiten alleine reichen nicht aus und er braucht Hilfe. Sich zu demütigen vor dem Heiligen Geist ist einer der Hauptschlüssel seinen Dienst zu empfangen.

Und er macht das Wort lebendig. Der Buchstabe tötet und der Geist macht lebendig.

2Kor 3,6
der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Deswegen brauchen wir das Wort und den Geist. Und wann immer du siehst in der Kirchengeschichte, wo man das Wort hatte ohne den Geist – es wurde sehr trocken. Manchmal so trocken, dass der Kalk von den Wänden rieselte. Und wo man nur den Geist hatte und sagte: Oh, wir haben den Heiligen Geist, Gott ist bei uns, das Wort ist nicht mehr so wichtig – was ist da passiert? Da wurde es sehr wild. Wild, zügellos, extrem, fanatisch und noch schlimmeres.

Und wenn wir gesund wachsen wollen, wir brauchen den Heiligen Geist und wir brauchen das Wort. Wir brauchen beides in einer Ausgeglichenheit in unserem Leben. Und darum sitzen wir hier zusammen und studieren die Grundlagen.

Okay, also der Heilige Geist will uns hineinführen in die Wahrheiten, die uns zu einem großen Teil nicht anders offenbart werden als eben durch das Wort und durch seinen Dienst. Du kannst in die Natur schauen und wenn du schon an den Herrn gläubig geworden bist, du schaust dir die Sterne an und du lernst etwas über das Weltall, dann kriegst du einen Eindruck von der Größe Gottes und von der Macht Gottes.

Aber du kannst nicht „Gnade“ in der Natur sehen. Du kannst nicht Gottes Güte und Freundlichkeit sehen. Oder du siehst so viele andere Dinge, die dem scheinbar widersprechen und das, was du da siehst in dieser gefallenen Welt, die eben nicht mehr die ursprüngliche Welt Gottes ist, daraus bekommst du die machtvollsten Einsichten über Gott eben nicht. Die kommen nur über das Wort zustande – nur über das Wort.

Und heute wollen wir uns also mit einer wichtigen Wahrheit beschäftigen, die ganz große Auswirkungen hat für unser persönliches, praktisches Leben. Lasst uns einmal zu 1. Joh 5 gehen – und hier ist wieder so ein Wort, was beschreibt die Grundaustattung des neutestamentlichen Gläubigen.

1 Joh 5,3
Denn dies ist die Liebe Gottes: dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.

Viele Christen lesen den ersten Teil und eh sie den zweiten richtig wahrgenommen haben, sind sie schon ganz traurig und enttäuscht und entmutigt. Aber diese beiden Dinge gehören zusammen: Zu dem Halten von Gottes Geboten gehört unbedingt die Erkenntnis dazu, dass Gottes Gebote nicht schwer sind.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (0:00 bis 5:00)

 

Okay, wir haben das letzte Mal gesprochen über einige wichtige Eigenschaften, die im Neuen Testament beschrieben werden als Eigenschaften, die jeden wirklichen Christen, jeden von neuem geborenen Christen kennzeichnen. Die also nicht irgendwie andere Bedinungen noch haben oder etwas zu tun haben mit geistlichem Wachstum, mit Reife – sondern die uns einfach mitgegeben sind, die wir haben, weil Gott uns das einfach in der neuen Geburt geschenkt hat.

Und ich habe sehr stark herausgestellt – meiner Meinung nach immer noch nicht stark genug, dass es unbedingt das Wirken des Heiligen Geistes braucht, uns diese Dinge zu erklären, lebendig zu machen, real zu machen. Wir haben also die beiden Faktoren: Wir haben das Wort Gottes, was erstmal uns die Information gibt. Und wir haben den Heiligen Geist als unseren persönlichen Lehrer, der aus dem gelesenen, geschriebenen Wort dann eine lebendige Realität machen möchte und auch machen soll und machen muss, damit wir auch diese Segnungen erleben können.

Aber der Prozess der Veränderung beginnt damit, dass wir fleissig studieren und hören, was das Wort Gottes sagt über den Status des neuen Christen. Und wenn wir uns das einmal so ganz kurz vergegenwärtigen, ist das schon eine interessante Sache: Hier kommen wir in eine ganz neue Dimension des Lebens, weil eigentlich zum allerersten Mal wir Informationen auf eine andere Art und Weise bekommen wie das normalerweise der Fall ist. Normalerweise: Wir sehen etwas, wir hören etwas, wir beobachten etwas, wir bekommen über die fünf Sinne Informationen aus der sichtbaren Welt. Die speisen wir ein und versuchen dann eben daraus unsere Schlüsse zu ziehen oder zu lernen halt und Dinge eben zu verändern, zu vermeiden, wie auch immer.

Und das Problem eben bei dem ganzen, bei diesem Verfahren ist, dass die fünf Sinne nur aus der sichtbaren Welt Informationen holen können und die sichtbare Welt ist die gefallene Welt. So, wir versuchen also wenn wir auf diese Art und Weise leben und unsere Probleme lösen wollen, wir versuchen uns am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen a la Münchhausen. Und das geht gekanntlich nicht.

Wenn wir jetzt aber über das Wort Gottes Informationen und Einsichten und Wahrheiten bekommen, die in unserer sichtbaren Umgebung nirgendwo sich wiederfinden und wir aber doch dem Herrn das abnehmen und einen Schritt des Glaubens gehen, dann auf einmal haben wir eine Quelle und wir kommen aus unserer eigenen Soße heraus und bestätigen nicht immer nur und wälzen nicht immer nur das um, was wir schon sowieso zu genüge kennen, sondern es kommt frische Kraft, frische Inspiration, neuer frischer Input in unser System hinein. Dieses geschlossene System wird geöffnet und etwas von Gott fängt an hineinzukommen in unser Leben.

Das ist eine ganz, ganz wichtige Angelegenheit. Natürlich müsste eigentlich, damit das richtig funktioniert, erst einmal geklärt werden: Ist das Wort Gottes überhaupt eine zuverlässige Quelle der Offenbarung?

Aber das hat nun einmal Lehre so an sich – man muss an irgendeinem Punkt anfangen und erst in einer späteren Lektion werden wir uns dann beschäftigen mit der Gültigkeit, der Kompetenz, der Autorität des Wortes Gottes. Und dann holen wir das, was jetzt erstmal so stillschweigend sozusagen voraussetze, das holen wir dann nach. Man hätte auch damit anfangen können – in dem Büchlein habt ihr’s auch gesehen – da fängt es an mit dem Wesen und der Wirkung des Wortes Gottes.

Okay, also Gott offenbart uns Dinge, die wir nicht gesehen haben, die wir nicht gehört haben. Wie die Schrift sagt: „Was kein Auge gesehen hat, was kein Ohr gehört hat – das hat uns Gott geschenkt und offenbart es uns“.

1 Kor 2,9-10
sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«.
Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.

Er offenbart es uns.

1 Kor 2,12
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

Das ist die wichtigste Aufgabe des Heiligen Geistes oder eine der wichtigsten Aufgaben – uns zu belehren, uns zu zeigen, was Gott uns gegeben hat. Und man kann wirklich sagen, unser Hauptproblem als junge Christen, die wir noch mit vielen Problemen, mit Aufs und Abs in unserer Seele, Gefühlsschwankungen und Beziehungsproblemen und Sünde und allen möglichen Dingen zu kämpfen haben und zu rudern haben und mal ganz oben sind und glücklich sind, aber gar nicht wissen, warum sind wir oben und dann sind wir wieder ganz unten, wissen auch nicht, warum wir unten sind und was wir tun können. Das ist typisch für einen jungen Christen, da fährt die Seele mit uns Achterbahn. Weiß jemand nicht, wovon ich spreche?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (85:00 bis Ende)

 

Und es gibt so viele andere herrliche Dinge und ich glaube, die werden wir nicht mehr hier unterbringen heute. Ihr könnt aber in dem Studienheft dann nachschauen – dort sind noch viele, viele andere Schriftstellen. Und jede einzelne Schriftstelle ist eine Predigt. Das waren nur ein paar Gedanken zu „Gott ist unser Vater“ – und da könnte man noch ein paar Stunden weiterreden.

Aber es gibt viele andere:

  • Wir haben Autorität über den Teufel.
  • Wir sind befreit vom Zwang der Sünde.
  • Wir sind zu einem Erbteil gekommen in Christus.

Zu jeder einzelnen Stelle könnte ich stundenlang euch etwas erzählen ohne dass mir das Material ausgeht – jeder einzelne dieser Verse ist stundenlang. Das ist mein Problem hier.

Gut, es lohnt einfach nicht, dass wir hier ein neues Thema beginnen. Noch einmal zurück zu 1. Kor 2,12 – der Geist aus Gott, den haben wir bekommen, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

1 Kor 2,12
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

Und Philemon 6 passt sehr gut dazu – das könnt ihr euch dazuschreiben, das steht nicht in diesem Heft hier drin. Dort wird von einem starken oder wirksamen Glauben gesprochen, der zustande kommt durch Erkenntnis all des Guten, das wir in uns haben im Hinblick auf Christus.

Philemon 6
dass die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam werde in der Erkenntnis alles Guten, das in uns im Hinblick auf Christus ist.

Starker Glaube durch Erkenntnis all des Guten in uns, das wir haben im Hinblick auf Christus.

Wir haben nichts Gutes in uns selbst, aber im Hinblick auf Christus haben wir eine Menge von Reichtümern.

Röm 7,18a
Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt

Philemon ist ein ganz kleiner Brief, den findest du da bei den Paulus-Briefen, der hat nur ein Kapitel – und deswegen „Philemon 6„: Wirksamer Glaube in der Erkenntnis all des Guten, das wir haben im Hinblick auf Christus.

Das Kreuz hat eine riesige Menge von Segnungen für uns bereitgestellt. Und jetzt beginnt die Entdeckungsreise durch das Neue Testament. Herauszufinden – nicht, was sind die Bedingungen und die Verheißungen – sondern was ist uns schon geschenkt, was gehört schon uns? Und wann immer du etwas entdeckst, wovon das Wort Gottes sagt, das beschreibt den neutestamentlichen Christen – nicht besondere Erfahrungen eines besonderen Menschen – dann sag: „Das redet von mir! Das habe ich auch!“

Deine Erfahrungen sagen: Ja, wo hast du das? Haben wir ja nie gesehen?!

Sag: Ruhe! Ihr werdet sehen!

Stell dich zu den Wahrheiten des Wortes Gottes, lass dich nicht Gefühlen irritieren. Die werden sich später schon umstellen. Die werden schon merken, dass es sinnvoll ist, sich in Übereinstimmung mit dem Wort zu bringen. Es beginnt mit den Tatsachen, wer du bist, was Christus für dich getan hat, welche Position du hast, wie du dem Vater dich nähern kannst, wie du ausgestattet bist. Das alles muss eine Realität werden oder – nicht „muss“, das ist falsch – es „darf“ eine Realität werden und der Sieg einfach beginnt an dieser Stelle.

Hallelujah. Amen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (80:00 bis 85:00)

 

Er hat den totalen Durchblick, er hat dich angenommen. Er hat dich ein für allemal angenommen. Die Kindschaft ist eine rechtliche Angelegenheit. Die Kindschaft hat nicht zu tun mit wie brav oder wie ungezogen du bist. Dazu sind doch diese Bilder da: Vater und Familie und Kinder.

Ich habe drei Kinder. Und ich kann doch nicht zum Standesamt gehen nur weil mal zu Hause irgendwas nicht geklappt hat und sage: „Also, passen sie auf, der steht zwar hier in der Liste unter „Familie Henkel“, aber in letzter Zeit – das Zimmer ist überhaupt nicht mehr aufgeräumt und ich bin damit nicht einverstanden, er hört auch nicht. Ich habe schon eine kleine Taschengeldkürzung vorgenommen, das hat alles nicht gebracht.“

Ist jetzt illusorisch, mein Sohn hat seine Sachen sehr in Ordnung – die Tochter ist das Problem.

Und dann sag ich: „Also – wissen Sie, alle meine pädagogischen Maßnahmen sind fehlgeschlagen, wir machen einfach folgendes: Streichen Sie ihn aus!“

Der wird sich wundern, vielleicht tut er das. Also, bleiben wir mal bei meinem blöden Beispiel.

Nächste Woche komme ich wieder: „Ach, es tut mir doch leid, er ist wieder so lieb geworden, und es ist mein lieber Sohn, ich habe so viel Gefallen an ihm, tragen Sie ihn wieder ein“. Wenn ich drei Mal da war – dann sagt er: „Nicht Sie schon wieder – Sie machen jetzt eine Entscheidung – entweder das ist ihr Sohn, dann bleibt es ihr Sohn, oder es ist nicht ihr Sohn, dann bleibt es so. Dieses Hin und Her machen wir nicht mehr mit!“

Und Gott hat sich entscheiden: Es gibt kein Hin und Her, aber hat „ja“ gesagt zu dir, du bist Kind Gottes. Egal, was du noch alles für schiefe Dinge da laufen hast und was nicht in Ordnung ist, du bist Kind Gottes. Und Er ist dein Vater und Er steht zu dir. Und Er sorgt sich um dich. Und Er hat – und das ist eine schwere Botschaft zu glauben – Er hat Freude an dir! Ich weiß, das ist eine härtesten Botschaften in deutschen Landen zu predigen: Gott freut sich über uns.

Wir möchten so gerne leiden. Wir möchten so gerne bezahlen für unsere Sünde und Buße tun und irgendwie bedrückt sein und irgendwie etwas wiedergutmachen und so. Mit solchen Dingen, sowas nehmen wir mit offenen Armen auf, aber „Gott ist dein Vater und Er freut sich über dich“ ist eine harte Botschaft.

Ich sage immer: Die Pastoren sollten bei dieser Botschaft irgendwie Gefahrenzulage oder Erschwerniszulage bekommen. Das ist wirklich wahr.

Gott hat Gefallen an dir! Er hat nicht Gefallen an allem, was du tust. Aber Er kann – was übrigens auch jeder Vater kann – Er kann unterscheiden zwischen „Das ist mein lieber Sohn und ich hab ihn sehr, sehr lieb“ und „über diese Dinge werden wir später reden“. Gott kann dich als Person trennen von deiner Sünde und Er bejaht dich total. Und Er hat auch Seine Ziele mit dir und sagt: „Das werde ich ihm abgewöhnen, das kommt nicht mehr in Frage“.

Aber Gott kommt nicht und sagt: „Was?! Du willst zu mir? Na, dann komm mal her, mein Bürschchen, das ist ja gerade richtig! Und hier und da und da und neulich habe ich beobachtet, dass … und das und jenes“. So ist nicht Gott! Viele haben ein Mischung aus strengem Vater und Verkehrspolizist und Staatsanwalt – so eine Mischung von Gott haben sie. Und Jesus hat gesagt: Wenn ihr mich seht, dann seht ihr den Vater.

Joh 14,9
Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?

Und oftmals ist es notwendig für uns, dass wir wieder hineingehen in die Evangelien und sehen wie freundlich Jesus war. Die einzigen Menschen, die eine Abfuhr bekommen haben, das sind professionellen Religiösen gewesen. Da hat er sehr herbe Worte gehabt. Aber alle, die kamen und gesagt haben: „Wir verdienen das nicht, erbarme dich unser“ – die hat er in Liebe angenommen.

Jesus demonstriert uns wie Gott wirklich ist. Und wir brauchen ein neues Bild. Wir brauchen ein Bild. Und Gott bejaht uns. Und Veränderung in unserem Charakter wird niemals stattfinden bevor nicht die Erfahrung der Annahme kommt, das wird nicht stattfinden. Erst kommt die Erfahrung, ich bin Kind Gottes. Die Reifungsstufen im Neuen Testament sind das Baby, das Kleinkind, der junge Mann und der Vater.

Und von dem Baby wird nur gesagt: Sie kennen den Vater.

1 Joh 2,13
Ich schreibe euch, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, weil ihr den Bösen überwunden habt. Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil ihr den Vater erkannt habt.

Und das ist das erste, was deine Aufgabe ist: Sorge dich nicht um deinen Führerschein, um deine Reifeprüfung, deine geistliche Hochschulzulassung oder irgendwie so etwas. Sorge dich darum, dass du den Vater kennenlernt. Und die Liebe des Vaters wird dich glattbügeln. Die Liebe des Vaters wird alles rausnehmen und wird dich verändern, wird dich motivieren, wird dir helfen und wird dir Glauben geben, dass du nicht mehr verzweifelt bist über die selbst, sondern siehst, Gott hat irgendwie Glauben für mich. Gott hat Glauben für mich! Wenn Er Glauben hat, Er muss es wissen – Er ist schon länger im Geschäft! Er wird es tun, Er macht das. Nicht unsere Kraft, nicht unsere Anstrengung. Das alles ist enthalten in diesem einen kleinen Punkt: Wir sind Kinder Gottes und wir haben neues Leben aus Gott in uns.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (75:00 bis 80:00)

 

Du würdest sagen: „Liebes Kindchen, hier ist die Brust – genieße und sei still!“ Du würdest ihm nicht ein Handbuch kaufen wie man die Führerscheinprüfung macht. Das kommt später! Erstmal muss er viel Liebe bekommen, die Windeln müssen gewechselt werden, muss gebadet werden, muss geschaukelt werden, gesungen werden, gesegnet werden, geliebt werden. Und das muss man jahrelang machen. Und dann kann man immer noch nicht an den Führerschein denken. Dann hat man laufen gelernt, dann hat man sprechen gelernt, dann kann man bis 20 zählen, und so geht das nach und nach weiter.

Und viele Christen sind frühreif – kaum sind sie geboren und in den Windeln, wollen sie schon an die Führerscheinprüfung denken und fragen sich, ob sie überhaupt ehetauglich sind oder dieses oder jenes. Und Gott sagt: Immer schön langsam, das kriegen wir alles auf die Reihe.

Aber wir haben einen Herrn, der führt uns! Und das geht langsam. Manche machen sich Gedanken – oh, werde ich wirklich Gott gehorsam sein können? – Nein, wirst du nicht! Du kannst nicht Gott gehorsam sein! Wenn du das noch glaubst, dass du Gott gehorsam sein kannst, hast du vom Evangelium noch nicht viel verstanden.

Darum hast du einen neuen Geist, eine neue Kraft, ein neues Leben in dir, weil du das nicht schaffst. Du kannst es dir noch so viel vornehmen, du wirst es nicht schaffen. Und wenn du es versuchst, du wirst viele Male scheitern. Und irgendwann bist du total frustriert und sagst: „Oh, Gott, ich kann dir gar nicht dienen, ich wollte …“ – und Gott sagt: „Na endlich siehst du es ein“.

Gott sagt nicht: „Was?! Du kannst mir nicht dienen?! Du kannst mir nicht gehorsam sein?! Du kannst nicht heilig leben?! Ja, was hab ich mir denn da für einen an Land gezogen?!“

Wie hat Gott Abraham gerufen? „Ich bin der allmächtige Gott, wandle vor mir und sei fromm!“

1 Mose 17,1
Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.

Er ist der allmächtige Gott. Mit anderen Worten: Du brauchst mich um heilig zu leben. Ohne mich kannst du das nicht schaffen.

Und wir versuchen so viel, das ist alles so krampfig, was wir tun. Wir versuchen mit den alten Methoden das neue Leben hervorzubringen. Und das funktioniert nicht. Die alten Methoden sind: Stress, Druck, sich-innerlich-in-Hintern-treten oder sich Vorwürfe machen, oder sich irgendwie die Haare raufen oder sonstwie verdammen und anklagen und unter Druck bringen. So kannst du das neue Leben nicht zur Entfaltung bringen. Lass es in Ruhe, störe es nicht, Finger weg. Und tu die Dinge, die Gott dir sagt und lass die Dinge, die Er dir sagt. Und du wirst sehen, das Leben kommt hervor von ganz alleine. Du musst nicht das Leben schaffen, du musst nur Bahn machen für das Leben. Das kommt von ganz alleine heraus. Du musst nur Bahn machen für das Leben.

Und die Bahn beginnt indem wir erkennen, was sagt Gott – und wir unsere Gedanken ändern. Und wir übernehmen, was Gott sagt. Und wir eine Entscheidung getroffen haben, die wir eigentlich noch gar nicht erklärt haben: Gottes Gedanken gehen vor meine Gedanken. Später werden wir dann über die Bedeutung des Wortes Gottes reden. Und warum ist es so sinnvoll, die Bibel als das Wort Gottes anzunehmen und sein Leben auf dieser Grundlage neu zu bauen und kühn und mutig – nicht frivol und überheblich, aber kühn und entschieden alle Philosophien dieser Welt beiseite zu lassen und sich zu gründen in den Wahrheiten von Gottes Wort. Da beginnt Aufstieg, da beginnt Erfolg.

Mit Schrecken stelle ich fest, dass die Zeit schon wieder dem Ende entgegen geht. Ich wollte noch so viel hier reintun. Hört einmal, was hier noch alles herrliches drin ist:

Röm 5,9
Wir sind nicht länger unter dem Zorn Gottes

Was nicht bedeutet, dass Gottes Ansichten über die Sünde sich geändert hätte. Viele Christen sind da auch verworren im Kopf. Sie denken irgendwie mysteriöserweise, man weiß nicht wie, aber glücklicherweise ist es so: Von Maleachi zu Matthäus hat Gott auf einmal irgendwie seinen Zorn verloren. Und Gott hat sich gewandelt.

Gott hat sich nie gewandelt! Aber durch Christus, durch das Blut, das wir haben, das Blut der Bedeckung, ist der Zorn Gottes nicht mehr über uns. Aber der Zorn Gottes über die Sünde ist immer noch da!

Und Gott wird nach und nach auf eine sehr liebevolle, sehr motivierende und sehr bestimmte Art und Weise sagen: „So, jetzt werden wir uns mit diesen Dingen in deinem Leben beschäftigen. Und wenn wir das durch haben, dann kommt eine weitere Lektion – wir kriegen das hin. Ich mache das.“

Das ist Evangelium!

Nach Hes 36,26
Ich tue einen neuen Geist in euch. Ich gebe meinen Geist in euch und ich werde aus euch Menschen machen, die in meinen Geboten wandeln, meine Rechte handeln und danach tun.

Gott sagt: „Ich mache das!“ Und wir kommen dann daher: „Oh, Gott, ich bin so ungehorsam, bin so ein Fiesling, ich bin so gemein, ich bin es gar nicht wert“. Gott sagt: „Sei ruhig, ich weiß das, ich wusste das vorher als ich dich genommen habe“. Wir kriegen manchmal Offenbarungen über uns selbst und wir sind schockiert und wir denken, au weia, wenn das Gott erfährt! Wenn er das mitkriegt, was wir da für eine Sorte von Mensch sind – er würde sich das alles mit der Kindschaft nochmal überlegen.

Gott hat den totalen Durchblick. Bevor du zum ersten Mal zu Ihm gebetet hast – Gott ist nicht geschockt.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (70:00 bis 75:00)

 

Er kann widerstehen auf der Grundlage einer Identität. Und wir haben oftmals keine Identität als Christen, als Kinder Gottes, und deswegen können wir nicht widerstehen. Da kommt der Teufel und klopft an die Tür und sagt: „Das war doch immer so bei uns, um diese Jahreszeit kriegtest du deine Depression wenn die Blätter fielen“. Und du sagst: „Oh, richtig, hätte ich beinahe vergessen! Ist ja Herbst, ist ja wieder dran“.

Nur aus Routine, weil du seit 20 Jahren deine Herbstdepressionen kriegst, und du hast ganz vergessen, du bist ein neuer in Christus – der Teufel klopft und bietet sie dir an. Und aus Routine, weil du sie jedes Jahr genommen hast, nimmst du sie.

Oder du warst ein Drogenabhängiger. Und auf einmal kriegst du einen totalen Appetit wieder nach Drogen, und weil du gewohnt warst, fünfzehn Jahre, immer wenn dieser Appetit nach Drogen war, sofort – ohne weiter nachzudenken und danach zu greifen und sie dir eben reinzupfeifen … Wenn du weißt, du bist frei – das ist nur ein Gefühl! Aber die Realität ist: Du bist frei. Die Realität ist: Du bist ein neuer Mensch in Christus. – „Nein, danke! Auf wiedersehen. Bei mir nicht mehr!“

Die alten Wünsche, die alten Forderungen, die alten Schuldigkeiten sind abgetan. Es ist vorbei, du bist ein neuer. Zieh deinen Personalausweis hervor – das ist das Neue Testament. Sag: „Es steht geschrieben … ist jemand in Christus, ist er eine neue Kreatur – das alte ist vorbei“.

Auf dieser Grundlage kann man der Sünde widerstehen ohne dass krampfig wird. Ohne dass man da ein Riesenopfer bringen muss und irgendwas irgendwie so aus sich herausreissen muss. Du brauchst das nicht, weil du weißt, wer du wirklich bist, weil du weißt, was passiert ist, weil du weißt, was du hast und was du nicht hast.

Und deswegen – und das tue ich auch heute noch – immer wieder kehre ich zu diesen Wahrheiten zurück und denke darüber nach und preise Gott dafür und sage: „Das ist das, was für mich zählt. Das ist die Wahrheit über meinem Leben“. Und wann immer ich in einer Situation bin, wo die Gefühle mir etwas anderes sagen – ich will mich halten an das Wort Gottes. Ich will mich halten an das, was geschrieben steht. Und so wirst du durchkommen, so wirst du heile werden, so wirst du herauskommen aus deinen Problemen, so wirst du aufsteigen.

Tag für Tag von Entscheidung zu Entscheidung immer nach dem gehen: Was sagt das Wort? Und dem Heiligen Geist Gelegenheit geben, diese Wahrheiten immer schön lebendig in dir zu halten. Und dieses Empfinden für Wahrheit trübt die Sünde ein und verdreckt sie und staubt sie ein. Es muss in dir sauber werden damit es ganz klar für uns ist, wer wir sind.

Dies würden Psychologen so sagen ohne dass sie wissen, wie tiefgründig diese Wahrheit eigentlich ist: Dein Bild von dir selbst bestimmt dein Leben.

Dein Bild von dir selbst! Denke doch nicht – oder plane doch nicht, weiterhin dich als harmloses, kleines, armes, trauriges Mauerblümchen zu sehen, aber zu hoffen, ein siegreiches Leben zu führen. Es wird nicht klappen. Ich habe noch nie einen siegreichen Menschen gesehen, der sich als unbedeutendes Würmchen sieht. Das gibt es nicht. Das ist unmöglich.

Und da ist die herrliche Botschaft der Bibel – es beginnt nicht damit, dass Gott sagt: „Hach wie schön, jetzt hast du die Entscheidung getroffen für mich. Jetzt – erstens: Haare ab, Ohrring raus!“ Also, ich rede jetzt von den Männern, ja? Oder: „Zigaretten ab ins Klo!“ Und was weiß ich – deine hochprozentigen Getränke alle den Abfluss runter oder irgendwelchen solche Dinge.

Das ist nicht wie das christliche Leben beginnt. Viele Leute machen sich den Kopf, was sie alles tun müssen. „Oh, jetzt bin ich Christ geworden“ – und sie sehen nur noch einen Wald von lauter Verbotsschildern. „Oh, jetzt darf ich nicht mehr dieses, jetzt soll ich das tun, jetzt muss ich darauf achten, jetzt muss ich auch noch meinen Zehnten geben und dies und jenes usw.“ So beginnt nicht das christliche Leben, das wird ein Fehlstart, das kann ich dir jetzt schon sagen. Es beginnt nicht damit, dass du etwas tust – es beginnt damit, dass du erkennst, was geschehen ist. Es beginnt damit, dass du hineingeführt wirst in Realitäten, es beginnt damit, dass du Gott, den Vater kennenlernst. Das ist das Allererste, was ein Baby in Christus machen muss.

Und hier redet die Bibel wirklich von einer geistlichen Entwicklung wie ein Mensch auch. Er wird geboren. Und was ist er danach? Ein Baby. Stell dir vor, ein Baby kommt zur Welt und es ist eine Woche gerade alt und zu Hause und sagt: „Oh, meine Güte, Mami, wie ist das mit der Steuererklärung? Wie macht man das eigentlich? Und kann ich nicht schon mit dem Führerschein beginnen? Werde ich das schaffen?! Diese schwierigen Fragen!!“

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (65:00 bis 70:00)

 

Wenn die Korinther geheiligt sind, du bist auch geheiligt. Wenn sie abgewaschen worden sind, wenn sie durch das Blut Christi gereinigt sind, dann du auch. Du bist gereinigt.

Du sagst: „Ich fühle das aber nicht!“ – Ja, weil du gar nicht zuhörst wenn ich sage: Du bist gereinigt. Statt das anzunehmen und zu glauben und dich darin total einzugraben in dieser Wahrheit – „du bist geheiligt, gereinigt durch das Blut Jesu“ – starrst du nur immer auf deine Sünde!

Und viele halten die Sünde fest und meinen sogar, die Sünde hätte eine demütigende Wirkung auf sie. Und sie halten die Sünde selber fest. Und die Bibel redet von ganz anderen Dingen, darüber werden wir später reden: Von dem reinen Gewissen durch das Blut Jesu.

Also – Errettung heißt: Wir sind in einer neuen Dimension. Und das bedeutet, wir haben Schutz und wir haben Freiheit. So wie wir vorher Kinder des Teufels waren. Und mancher Theologe ist ein bisschen empört darüber, aber Jesus hat gesagt: „Ihr habt den Teufel zum Vater“.

Joh 8,44
Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.

Zu den Profi-Religiösen hat er das gesagt! „Ihr habt den Teufel zum Vater!“ Nicht, weil die besonders schlimm waren, sondern weil sie einfach noch nicht in diesem drin waren, was Christus an neuer Beziehung und Grundlage eben geschaffen hatte. Jeder Mensch, auch wenn er noch so anständig versucht zu leben, der getrennt ist von Gott, hat den Teufel zum Vater.

Das mag der Humanist nicht gerne hören – er möchte auf seine Schokoladenseite hinweisen und möchte doch irgendwie ein Wertgefühl aufgrund seiner Leistungen irgendwie haben und das auch anerkannt wissen – aber die biblische Tatsache ist, dass wenn wir nicht von neuem geboren sind, dann sind wir nur von altem geboren. Und das heißt, wir haben den Teufel zum Vater.

Und Errettung bedeutet: Wir werden herausgenommen. Und der alte Anspruch des Teufels gilt nicht mehr. Aber weil wir so gewohnt sind, in diesen alten Bahnen zu denken und zu leben und zu reagieren, brauchen wir eine Weile bis das hier oben bei uns klingelt und wir verstehen, ich muss diesen alten Wünschen, diesen alten Begierden, diesen alten Dingen, die da immer wiederkommen – ich muss denen gar nicht mehr gehorchen! Aber das Widerstehen beginnt damit, dass du weißt, du hast einen Herrn. Du lebst in einem neuen Machtbereich.

Mein Bild früher war immer das eines DDR-Bürgers, der ausgebürgert wurde. Irgendwann durch irgendwelche Umstände meinetwegen kam er dann rüber und dann war er hier. Und dann stell ich mir so vor, es ist also der Vorabend zum 1. Mai. Am 1. Mai war immer „Arbeitergroßkampftag“, also Paraden waren angesagt und alles mögliche. Und er lebt jetzt im Westen und ist wenige Wochen hier. Und am Abend des 30. April klingelt’s und da ist der alte Brigadenführer oder irgendwer und sagt: Ach, Herr Müller, gut, dass ich sie treffe, ich wollte nur nochmal dran erinnern, morgen 10:30 Uhr auf dem Platz wie immer, hier sind die Fähnchen, bitte schön sozialistisch siegreich lächeln, nicht vergessen, also wir sehen uns dann in alter Frische“.

Was wird der Mann tun? Wir er sagen: „Oh Mann, um ein Haar hätte ich den Termin vergessen, Mensch, jetzt hätte ich doch beinahe glatt vergessen. Hatte ich mir schon schön einen freien Tag irgendwie ausgedacht mit meiner Familie, habe ich doch vergessen – ist doch Parade! War doch jedes Jahr. Ist doch jedes Jahr, das gehört doch zu den Pflichten eines guten sozialisitischen Staatsbürgers. Oh Mensch, gut, dass er mich erinnert hat! Das wäre ja eine Pleite gewesen wenn ich das vergessen hätte“.

So wird er – wenn er weiß, was Ausbürgerung bedeutet und dass er nicht zu Gast in der Bundesrepublik ist, sondern dass er jetzt hier Staatsbürger ist – so wird er nicht reagieren! Sondern wie wir er reagieren? „Ach, ja schön, dass ich sie mal wiedersehe. Was ich ihnen noch alles so erzählen wollte, was damals irgendwie nicht so ganz möglich war. Aber jetzt möchte ich ihnen einiges sagen. Und im übrigen – morgen, das können sie sich aus dem Kopf schlagen!“ – Sagt er: „Wieso? Sie waren doch immer da! Das erwarte ich von ihnen. Das wird Konsequenzen haben“. Und dann zieht er seinen kleinen bundesdeutschen Plastik-Personalausweis heraus und sagt: „Schauen sie mal hier – wissen sie, was das ist? Ich bin ein neuer Staatsbürger. Ich habe eine neue Regierung! Die alten Gesetze, die alten Ordnungen, die alten Pflichten sind ein für alle mal gekündigt und gelten nicht mehr. Ich wünsche einen schönen Feiertag, eine schöne Parade da draußen morgen aber ohne mich. Ich komme morgen nicht, ich komme auch nächstes Jahr nicht, ich komme nie mehr, weil ich nicht mehr kommen muss. Weil ich eine neue Identität habe. Ich bin einer neuer Mensch, ich habe einen neuen Pass, ich habe ein neues Recht, ich habe eine neue Autorität über mir, und die alte Ordnung ist für mich zusammengebrochen. So sieht’s aus, also auf Wiedersehen“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (60:00 bis 65:00)

 

Du gehörst zu Gottes Familie. Das musst du wissen, was das bedeutet. Das heißt: Gott übernimmt alle Verantwortung für dich! Wie früher so als kleines Kind. Ich weiß nicht, wie es dir ging, ich hatte nur eine Schwester, und mit der verstand ich mich nicht gut. Aber ich hatte Jungs in der Nachbarschaft, die mir Böses wollten. Und dann habe ich immer gesagt: „Du, wenn du mich nicht in Ruhe lässt, hole ich meinen großen Bruder“. Das hat gewirkt, aber nur so lange bis sie herausgefunden haben, ich hatte keinen großen Bruder.

Aber so lange sie das nicht gewusst haben, hat das prächtig geklappt. Ich konnte kühn da ihre Straße durchgehen ohne Angst zu haben, sie vermöbeln mich, weil ich ihnen gedroht habe mit meinem großen Bruder.

Und jetzt hast du endlich mal einen großen Bruder! Christus ist dein Bruder. Der große Bruder, der ältere Bruder, der dich beschützt. Er ist für dich da. Gott ist dein Vater, Christus ist dein Bruder. Er ist der Erstgeborene – Röm 8 – unter vielen Brüdern.

Röm 8,29
Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Der Erstgeborene unter vielen Brüdern! Und wenn du mit dem Teufel Ärger hast, dann kannst du sagen: „Ich hole meinen großen Bruder“. Und er weiß, was du meinst, und er ist sehr beeindruckt. Weil er weiß, dass nicht jetzt du gegen ihn versuchst anzukommen, sondern du trittst ganz bescheiden zur Seite und lässt einmal den großen Bruder zwei Schritte nach vorne machen. Und da wird selbst der böseste Teufel ein bisschen blass. Er wird blass und er kriegt Probleme.

Jak 4,7b
Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen.

„Widersteht dem Teufel“ – das heißt nicht, ihn anzuschreien. Manche jungen Christen sehe ich, die schreien den Teufel an. Das ist ja lächerlich. Er ist nicht beeindruckt von deiner Lautstärke. Oder dass du ihm irgendwelche Verwünschungen hinterher wirfst. Das sollten wir nicht tun. Lass den großen Bruder ran. Sag: „Moment einmal, das regeln wir gleich, ja? Augenblick …“ – einen Schritt zur Seite und sagst: „Jesus, übernimm du“. Und er in dir steht auf, er ist der Herr, alles ist ihm untertan. Der Teufel muss sich beugen. Der Teufel ist besiegt, Jesus ist Herr. Stell dir Jesus vor – er spricht ein Wort und sagt: „Lass ihn in Ruhe!“ Bäm. Und er rennt.

Er rennt! Du kleiner Winzling – indem du auf den großen Bruder verweist – kannst den Teufel zum Rennen bringen. Das ist die Grundlage von Freiheit. Das ist die Grundlage von „hier oben klare Gedanken haben“, Zwänge ablegen, reine Fantasie bekommen, von Alpträumen befreit werden. Die Grundlage ist, dass Christus überwunden hat und dass er für dich streitet. Er für dich! Das könnten wir in vielen, vielen Schriftstellen nachweisen. Das ganze Kapitel Römer 8 ist da eine sehr interessante Hausaufgabe, die ich euch hiermit so vorlegen möchte: Das einmal so betenderweise durchzulesen. Das ist so fantastisch, was für Wahrheiten dort drin sind.

Und dort heißt es: „Wenn er für uns ist, wer könnte gegen uns sein?“

Röm 8,31
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?

Wer kann gegen dich sein? Wenn er für uns ist?! Er ist der Herr! Er ist der Höchste, der Größte. Er ist für uns! Und das müssen wir verstehen und sehen, dass das klare Aussagen sind im Worte Gottes, die gelten jedem Christen.

Kol 1,13 redet von der Errettung: Wir sind herausgenommen aus dem Machtbereich der Finsternis und versetzt in ein neues Reich.

Kol 1,13
Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe

Wir „sind“. Nicht: „Wir werden eines Tages“. Ja, du sagst, ich weiß – im Himmel. Nein! Die Bibel redet nicht davon! Sondern sie sagt: Jetzt, hier. Wir sind schon aus dem Herrschaftsbereich der Finsternis herausgenommen und sind in einem neuen Reich. Wir sind.

Viele versuchen etwas zu erleben, was sie noch nicht ergriffen haben. Und das wird nie funktionieren. Du kannst nur erleben, was du ergriffen hast. Und darum ist es wichtig, dass wir diese Aussagen wirklich bedenken, dass wir sie in uns tief hineinbauen in unseren Geist und dass wir sie durch den Heiligen Geist, durch Anbetung, durch Danken immer wieder frisch und lebendig halten.

1 Kor 1,30
Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung

Wir sind in Christus. Wir sind versetzt, wir sind jetzt „in ihm“. Paulus sagt an einer anderen Stelle: Unser Leben ist verborgen.

Kol 3,3
denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.

Unser Leben ist verborgen – wir sind „in Christus“. Wir sind in ihm. Nicht: „wir werden sein – einige von uns haben es schon geschafft“, sondern wir! Wer ist „wir“? Wir, die Gläubigen! Paulus redet nicht von: „Ihr lieben Korinther, ich hab’s geschafft, ich bin in Christus, ihr habt noch viel vor euch, aber ich hab es schon geschafft“. Sondern er sagt: „Wir sind in Christus“.

Genauso zu den Korinthern, die viele Probleme hatten. Und ein ziemliches Durcheinander in ihren Gottesdiensten hatten. Denkt an diese Gelage, die sie da gehabt haben statt Abendmahl. Wo sie alles mögliche durcheinander irgendwie hatten.

Und Paulus sagt zu ihnen: Ihr seid geheiligt, ihr seid abgewaschen.

1Kor 6,11
Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes!

Redet er da von dem, was er gerade aktuell bei ihnen vorfindet? Nein, er redet nicht davon, er redet von ihrem Status. Er redet von dem, was sie im Hinblick auf Christus haben. Und weil sie das nicht gewusst haben und weil sie nicht wussten, wie man das umsetzt, hatten sie im sichtbaren Leben, in ihren Beziehungen in der Gemeinde, im Gemeindealltag, hatten sie wenig davon vorzuweisen.

Und trotzdem macht Paulus klar: Sie sind geheiligt. Und ich sage dir: Wenn die Korinther geheiligt waren, dann bist du auch geheiligt.

Hier wäre jetzt ein „Amen!“ angebracht gewesen, ich habe extra eine Pause gemacht. Wäre jetzt wirklich sehr gut gewesen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (55:00 bis 60:00)

 

Der Tod ist die stärkste Waffe des Teufels. Und der Tod hat sich die Zähne ausgebissen. Wie die Schrift sagt:

Apg 2,24
Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass Er von ihm festgehalten würde.

Ein ganz starkes Wort – „festhalten“.

2902. krateó: Kraft haben, kräftig sein und daher: etw. beherrschen, sich einer Sache oder Person bemächtigen; jmdn. oder etw. ergreifen (mit oder ohne Gewaltanwendung), in Besitz nehmen. jmdn. festnehmen, gefangennehmen, an d. Hand nehmen.

Das ist also richtig mit Klammern und mit aller Kraft. Man sieht förmlich die Schweißperlen auf dem Angesicht des Todes. Er wollte noch Christus zurückhalten, aber es war so eine Power in ihm, die Herrlichkeit Gottes – pow. Hast du mal dieses herrliche Bild gesehen von Albrecht Dürer von dem auferstehenden Christus, wie er da so – wow, mit Licht und Herrlichkeit irgendwie da hervorkommt und so?

Albrecht Dürer – Christus erhebt sich von den Toten (Quelle: Wikipedia)

Es gibt da herrliche Bilder, und da denkst du, wow, der hat etwas davon verstanden. Der hat etwas davon verstanden, von dieser Dynamik, die da ist. Und dieses Leben ist uns geschenkt und wir brauchen ein Verständnis dessen, was das ist. Dass das Leben den Tod verschlungen hat. Dieses Auferstehungsleben ist in dir.

Matthias Grünewald – Auferstehung (Quelle: quatember.de)

1 Joh 5,4
Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.

Alles, was aus Gott geboren ist, überwinder die Welt. Was ist „Welt“? „Welt“ ist Sünde, ist Bedrückung, ist Selbstsucht, sind verkehrte, negative Verhaltensweisen, ist alles mögliche, alles nicht heilsam, nicht gut. Verkehrte Lust. Und was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt. Warum? Nicht, weil der sich so kräftig anstrengt, sondern weil er etwas in sich hat gegen das die Welt keine Chance hat. Deswegen! Und weil er gelernt hat, dieses Leben hervorkommen zu lassen.

Und alles, was wir tun sollen, ist, durch Lehre und durch glaubendes Reagieren diesem Leben in uns Raum zu geben. Das ist in einem Satz der Schlüssel von Sieg.

Durch Lehre zur Erkenntnis kommen und von der Erkenntnis zu einem glaubensvollen Reagieren auf die göttlichen Wahrheiten. Das setzt dieses Auferstehungsleben frei. Und wenn ich von „freisetzen“ spreche, dann meine ich: Immer wenn neue Herausforderungen sind, immer wenn neue Probleme da sind, immer wenn neue Schwierigkeiten und Engpässe da sind – dieses Leben ist da, aber es ist ein Leben aus Glauben, und jedes Mal neu können wir uns entscheiden zu trauern und so zu tun als wäre kein Helfer da und den Gefühlen zu glauben – oder wir können uns entscheiden: Wir sind gläubige Gläubige – im Gegensatz zu den ungläubigen „Gläubigen“.

Wir rechnen mit dem, was das Wort Gottes sagt: Christus, der Herr, ist in mir. Auferstehungsleben ist in mir. Die Probleme haben keine Chance. Nicht, weil ich so clever bin, weil ich mich so anstrenge oder weil ich Abitur habe. Nein! Weil dieses Leben aus Gott in mir ist. Und es ist ein Leben, das den Tod verschlungen hat.

Das ist die stärkste Waffe, die der Teufel hatte. So, wenn die versagt hat – ich glaube, er hat wenig Gelüste dann noch mit den anderen zu kommen. Das macht keinen großen Sinn mehr. Wenn schon seine mächtigste Waffe versagt hat. Dieser Christus lebt in uns, sagt die Bibel. Er ist in uns.

Kol 1,27
Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Auferstehungsleben ist in dir! Da machst du deine Jacke auf – wow! Da ist es drin. „Soll ich es noch mal herauskommen lassen, Teufel? Möchstest du nochmal erleben, das, was damals unten im Totenreich – erinnerst dich – Apostelgeschichte 2? Wo der Tod nicht festhalten konnte? Apostelgeschichte 13 – wo Christus von neuem gezeugt wurde? Möchtest du das noch einmal erleben? Wie dieses Leben hervorkommt und dich demütigt?“

Apg 13,33
dass Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte; wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“

Es kehrt sich alles um! Statt vom Teufel gejagt zu werden, werden wir solche, die den Teufel verjagen. Du sagst, das ist aber mir ein bisschen zu extrem. Wie kann man so etwas sagen? Nun, die Bibel sagt: Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch!

Jak 4,7b
Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch

Und „fliehen“, du kannst es in einem Wörterbuch der deutschen Sprache nachschlagen. „Fliehen“ bedeutet: „in Erwartung von etwas Schrecklichem sich eilends fortzubewegen“.

Das heißt „fliehen“. Und die Bibel sagt nicht: Widersteht dem Teufel, und dann schlendert er von dannen – und sagt: Okay, okay, gut, ich komme morgen nochmal vorbei.

Er flieht! Er flieht! Hallelujah. Er flieht. Du kleiner Wicht, nicht weil du so drahtig und dynamisch bist, sondern weil Christus in dir ist und weil du verstanden hast wie dieses Leben hervorkommt und wie nicht du dem Teufel entgegentrittst, sondern der Christus in dir. Du kannst den Teufel zum rennen bringen. Das ist, was die Bibel sagt.

Und das ist die Grundlage von Sieg, von Autorität, dass wir verstehen, was da in uns passiert ist, was für eine Art von Leben.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (50:00 bis 55:00)

 

Okay, und jetzt gehen wir mal einige solche wenigen Dinge durch. Und ich will noch ein bisschen bei dieser biblischen Aussage bleiben, dass – wenn Christus unser Herr geworden ist – unser Geist neu ist. Unser Geist ist aus Gott geboren.

Eph 4,24 redet von dem inneren Menschen, der nach Gott geschaffen ist.

Eph 4,24
und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Der innere Mensch ist nach Gott geschaffen. Was haben wir gelernt am Anfang beim Sündenfall? Da gab es eine Transformation und der Mensch wurde verwandelt nach den Gelüsten und den Grundeinstellungen und nach den Werten des Teufels. Und das war der Anfang der Katastrophe. Und jetzt – das ist das Schöne – bei dieser neuen Schöpfung – die ist nicht nur „neu“ im Sinne von „zeitlich“, sondern qualitativ! Viele, viele Christen, wenn sie hören, sie haben ewiges Leben oder wenn sie das lesen – sie denken nur in Zeitbegriffen. Aber das Wesentliche des ewigen Lebens ist, dass es göttliches Leben ist. Der Sünder in der Hölle nachher hat auch ewiges Leben – wenn du so willst – wenn du in Zeitbegriffen denkst.

Viel wichtiger als die Zeit ist die Qualität. Was für ein Leben haben wir? Das ist göttliches Leben, Leben aus Gott, das haben wir in uns. Und Gott bekanntlich ist ein Gott, dem es sehr gut geht. Die Bibel redet davon, dass er sehr vital ist, sehr lebendig, dass es ihm gut geht, dass er totalen Überblick hat, dass er sehr kraftvoll ist, dass er herrscht und nicht beherrscht wird, dass er ein siegreicher Gott ist, dass er ein Gott ist, der sich Pläne setzt und diese Pläne erfüllt. Und dieses Leben haben wir in uns. Wir haben ein Leben in uns, dass uns zum Erfolg führen wird.

Bitte nicht „Erfolg“ im Sinne von „du hast zwei Mercedes vor der Tür und noch ein drittes als Cabrio und hast ein Verhältnis mit deiner Sekretärin und auch sonst irgendwie stehst du kurz vorm Nervenzusammenbruch“. Das ist nicht „Erfolg“!

Erfolg ist, dass du weißt, was du tun sollst in diesem Leben, dass du es gerne tust, dass die Kraft Gottes da ist und dass du erfüllen kannst, wozu Gott dich gerufen hat. Erfolg ist nicht, dass du ein zweiter Reinhard Bonnke wirst, Erfolg ist, dass du ein erster Du selbst wirst – das ist Erfolg: Den Willen Gottes zu kennen und zu tun. Du wirst nirgendwo glücklicher sein, mehr Erfüllung haben, mehr Sicherheit im Leben erleben und Geborgenheit und Spaß und Abenteuer und Freude und das alles in einer wunderbaren Mixtur als im Zentrum des Willens Gottes – nirgendwo wirst du mehr Erfüllung haben. Das ist doch eine Lüge par excellence zu glauben, da draußen mit dem Teufel hätte man mehr Spaß als mit Gott! Das ist ja schon die Lüge des Feindes: „Gott ist der Miesepeter, der macht dich heilig, aber unglücklich. Aber draußen hast du den Spaß, okay, du musst ein bisschen bezahlen, aber da hast du den großen Spaß“.

Nein, es ist genau umgekehrt: Drinnen hast du den großen Spaß ohne dass du einen Preis bezahlen musst und es geht dir gut und nachdem es dir gut geht, geht es dir besser. Und nachdem es dir besser geht, geht es dir noch besser. Du steigst auf mit Gott. Der Lebensstil des Reiches Gottes – in Wahrheit, in Liebe, in Hoffnung usw. – ist ein wunderbarer Schutz. Und wir werden sehen, wenn du diese Lektionen des Grundlagenseminars durchläufst und anwendest in deinem Leben, Traurigkeit, Langeweile, Depression werden sich für immer aus deinem Leben verabschieden. Es ist nicht möglich, im Willen Gottes zu leben und depressiv zu werden. Es ist nicht möglich, du kriegst es einfach nicht hin. Die Depression sagt: Mit dem kann ich nichts mehr anfangen, der bietet mir keinen Landeplatz mehr, ich habe keine Landerechte mehr. Es ist nicht möglich!

Sich einsam zu fühlen wenn ich eine wirkliche Beziehung mit dem lebendigen Gott habe – und bitte, es ist ein Unterschied, ob jemand alleine ist, sagen wir mal als Single lebt oder ob er sich einsam fühlt – das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Und wir denken, ja, ich bin einsam, weil ich alleine bin, mein Heim ist verlassen, die Frau ist mir durchgebrannt, ich bin so einsam! Nein! Du bist nicht deswegen einsam, weil die Frau weggerannt ist, du bist einsam, weil du die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist nicht kennst.

Und wenn du die kennst, dann wirst du ein Mann, von dem wird nie wieder eine Frau weglaufen. Und entweder sie kommt wieder oder Gott gibt dir eine neue.

Und wir denken, ja, logisch, ich bin einsam, weil ich alleine bin. Nein, das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Es kann allerhand trauriges in deinem Leben passieren, deswegen bist du noch lange nicht traurig. Das ist das interessante: Wir schaffen jetzt, wenn wir das verstehen, wie das funktioniert, aus diesem göttlichen Leben in uns, das ein herrliches Leben ist, ein „Auferstehungsleben“! Das heißt, das war mausetot und ist zum Leben gekommen. Danach kann der Tod kratzen, rütteln, drohen, schimpfen, irgendetwas tun – der Tod grundsätzlich hat sich schon disqualifiziert als ein Faktor, der dieses Leben noch einmal dezimieren oder einengen oder einsperren oder unterdrücken könnte. Wir brauchen eine Anschauung, was ist Auferstehungsleben? Es ist Power!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (45:00 bis 50:00)

 

Es gibt Erfahrungsberichte vom Apostel Paulus, und da sagt er: „Keineswegs! Das, was ich hab, hat jeder andere auch – keineswegs! Die Berufung, die ich habe und diese Kraftwirkungen und dies und das – das hat jeder andere auch – keineswegs!“

Aber es gibt andere Dinge, die sind, und ich sag’s noch einmal, damit du es auch verstehen kannst, serienmäßige Grundausstattung. Ohne Aufpreis. Hast du Christus, hast du das auch. Das gehört dir. Und es wird erst wirksam wenn du weißt, dass es dir gehört, und wenn du entsprechend beginnst, dich darauf einzustellen. Und das wird dann später alles dann näher entfaltet wie dann unsere Seele verändert werden kann, wie die Gedanken verändert werden können, wie unsere Worte verändert werden, unser Vokabular, die Art und Weise wie wir umgehen mit uns selbst und miteinander usw. Das sind alles Folgen von der Erkenntnis dieser Grundausstattung, und darum geht es jetzt.

Und ich werde nur einige solcher Dinge wohl nennen können in dieser Zeit jetzt hier, aber ich möchte euch ermutigen, weiterzuforschen im Worte Gottes. Und ich möchte euch ermutigen, auch gleich von Anfang an, richtig mit diesen Fakten umzugehen: Der Heilige Geist ist derjenige, der uns lehren will, der uns die Augen auftun will, dass wir verstehen, was uns von Gott gegeben ist.

1Kor 2,12
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

Dazu ist der Heilige Geist da. Achte darauf, hier geht es nicht darum, dass uns Dinge von Gott geschenkt werden sollen, sondern dass wir die Dinge, die schon geschenkt wurden, von uns erkannt werden, was ein himmelweiter Unterschied ist. Du kannst etwas haben und gar nicht wissen, was für Kostbarkeiten du da hast und du wirst es nicht schätzen.

Mir hat mal jemand eine Uhr geschenkt. Naja, die sah ein bisschen futuristisch ist, und, ja, war irgendwie brauchbar natürlich – wofür man eine Uhr braucht und so. Und irgendwann war ich mal zu Besuch in der Schweiz und dann hat der Pastor sich die Uhr angeguckt und „Wow“, ich weiß nicht mehr die Marke, die er genannt hat, aber irgendwas so knapp unter Rolex oder sowas ganz extremes, ja, was ganz besonderes und wertvolles sei meine Uhr.

Das wusste ich gar nicht! Habe ich schon viele Monate gehabt, die Uhr und dachte, naja, eine Uhr braucht man halt, so Zeit und so. Und dann hat er mir gesagt, was für eine kostbare Uhr ich habe. Ich dachte, „wow, ich habe eine besondere Uhr“. Auf einmal war die Uhr mir ganz wertvoll, ja? Vorher war das für mich ein ganz normales Ding, aber als ich wusste, Mensch, das ist eine ganz teure Uhr. Er hat auch gesagt, was die ungefähr kostet, ich war sehr beeindruckt, wie jemand mir das schenken konnte. Also auf einmal wurde mir das wertvoll.

Und wir haben solche Kostbarkeiten vom Herrn geschenkt bekommen, die uns fast nichts wert sind, weil wir blind sind. Und wir brauchen den Heiligen Geist, um zu verstehen, was uns geschenkt wurde. Und das Hauptproblem des jungen Gläubigen ist nicht: „Oh Gott, gib mir mehr Kraft, gib mir mehr Liebe, gib mir mehr Reinheit, gib mir mehr das, gib mir mehr jenes“. Das Hauptproblem ist zu verstehen, was Gott mir schon gegeben hat.

Statt um alles mögliche zu bitten, was Gott uns sowieso nicht geben kann, weil er es uns schon gegeben hat – was soll er denn machen? Er hat dich heilig gemacht! Du sagst: „Gott, gib mir Heiligkeit!“ Gott sagt: „Tut mir leid, das geht nicht“ – „Gott, warum nicht? Gib mir Heiligkeit!“ – „Ja, du bist schon heilig!“

Gott kann es nicht nochmal wegnehmen, nur weil du irgendwie ein Spätzünder bist und es dir dann noch einmal geben. „Geschenkt ist geschenkt“, sagt das Sprichwort, „Wiederholen ist gestohlen“.

Gott hat es dir gegeben, und wenn du das nicht verstehst, dann wirst du das nicht genießen können. So viele wichtige Dinge sind uns gegeben. Und wir wissen das nicht. Und wir verhalten uns so wie solche, denen gerade das fehlt. Es fehlt uns gar nicht! Es fehlt uns die Einsicht, die Erkenntnis und Erkenntnis nicht in einem theoretisch, akademischen, intellektuellen Sinne, sondern wenn ich von Erkenntnis spreche, dann meine ich die geistgewirkte geistliche Erkenntnis, die sozusagen ein Aha-Erlebnis ist. Die innerliche Kraft freisetzt. Wenn wir etwas erkennen vom Worte Gottes, dann geht immer einher damit, die Befähigung, das auch zu genießen. Es geht einher die Kraft gemäß dieser Einsicht, gemäß dieser Offenbarung wirklich auch zu leben.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (40:00 bis 45:00)

 

Wichtig ist mir hier, bevor wir da so in Einzelheiten hineingehen, dass wir den Unterschied verstehen zwischen Verheißungen und zwischen Beschreibungen unseres Status, unseres Zustandes. Es gibt wunderbare Verheißungen im Worte Gottes und das ist sehr ermutigend, sich damit zu beschäftigen und die haben eine enorme Kraft, unser Leben zu prägen und zu verändern. Die Bibel redet davon: Wenn ich weise und vernünftig mit meiner Frau umgehe, dann behindere ich nicht meine Gebete.

1Petr 3,7
Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden!

Also, ich kann meine eigenen Gebete behindern, dass sie nicht erhört werden. Das hat etwas damit zu tun, mit der Art und Weise wie ich mit meiner Frau umgehe. Also – mit anderen Worten: Gott schaut in meine Wohnung hinein! Und Gott sagt: Ja, mein Lieber, hier gibt es einiges zu verändern, sonst gibt es keine Gebetserhörung.

Interessant!

Oder nehmen wir eine andere Schriftstelle – Eph 6,2-3 – ist meine Lieblingsstelle für meine Kinder.

Eph 6
2 »Ehre Vater und Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat:
3 »auf dass dir’s wohlgehe und du lange lebest auf Erden« (5.Mose 5,16).

Da sag ich: Schau mal, wenn du willst, dass es dir gut geht und du ein langes und schönes Leben hast, das hat etwas zu tun mit deiner Haltung gegenüber deinen Eltern. Dann sag ich: Nun lass uns mal überlegen, was bedeutet „Ehre Vater und Mutter“, und dann kommen wir auf einige interessante Dinge. Und dann stellen wir fest, das hat etwas mit Respekt zu tun, nicht mit Unterwürfigkeit oder Sklavengeist oder so – sondern wenn ich meine Eltern ehre, dann werde ich sie nicht in den Schmutz ziehen, dann werde ich sie nicht demontieren, dann werde ich nicht irgendwie sie beschämen, sie beschimpfen oder sonst irgendwie negativ sie darstellen und mich gegen sie stellen. Sondern ich erkenne das Gute an, was da ist und ich bin dankbar für das, was Gott durch sie in mein Leben gewirkt hat. Das alles hat etwas mit Ehre zu tun.

Gut, das sind nur Beispiele. Wir kommen später zu diesen schönen Themen. Das sind nur so kleine Vorausblicke mal. Später dann im mittleren Teil kommen wir dann dazu, wie Gott wirklich therapeutisch eingreifen kann, uns freisetzen kann, Ketten zerbrechen kann usw.

Aber jetzt will ich nur sagen, es gibt Verheissungen im Worte Gottes, wo Gott sagt: Tu das und das, und dann wird das und das passieren.

Und es gibt etwas anderes, und das ist in einer Weise für uns als Leute, die erste klare Schritte gehen wollen im christlichen Leben, noch viel wichtiger: Das sind nicht die Verheissungen, sondern die Beschreibungen unseres Status. Wo Gott etwas sagt über die serienmäßige Grundausstattung eines jeden neutestamentlichen Christen. Das ist etwas anderes als Verheissung, ja? Bei einer Verheissung sagt Gott: Geh vernünftig mit deiner Ehefrau um, und dann werde ich deine Gebete erhören. Das hat eine Bedingung. Aber z.B. Johannes 1,12 ist eine Beschreibung.

Joh 1,12
so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben

Wenn ich Christus angenommen habe – gut, man könnte sagen, das ist auch die Bedingung, aber die haben wir jetzt ja erfüllt und darauf haben wir geantwortet – aber dann sagt es: Man ist von neuem geboren.

2 Kor 5,17
Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2 Kor 5,17 – ein Neues ist geworden, eine neue Schöpfung. Wir sind aus Gott geboren, wir sind Kinder Gottes. Das hat keine weiteren Bedingungen – all diese Beschreibungen, die wir uns jetzt anschauen und die sehr, sehr wichtig sind und enorme Auswirkungen haben auf unser Lebensgefühl, auf die Art und Weise wie wir jetzt Schritte gehen können, wie wir mit Problemen umgehen können – diese Grundausstattungen haben alle nur mit einer Bedingung zu tun, nämlich, dass man zum Herrn gekommen ist, dass man sein Leben ihm übergeben hat. Das ist das einzige. Wenn wir von Bedingungen reden, dann diese, aber weiter nichts.

Du kannst männlich sein, du kannst weiblich sein, vielleicht weißt du auch nicht, was du bist, das ist egal – solange du dein Leben dem Herrn gegeben hast, trifft auf dich zu, was die Schrift sagt. Es trifft auf dich zu, du bist Kind Gottes, und du bist vieles, vieles andere mehr. Und wenn wir uns diese Liste anschauen, wir werden nicht zuende kommen, aber immerhin kann ich euch einen Vorgeschmack geben und ihr könnt dann weiterstudieren und sucht im Neuen Testament – besonders in den Briefen dann – die Beschreibungen, was hat ein Christ und was hat er nicht mehr. Nicht aufgrund seiner Leistung, aufgrund dessen, was er jetzt selber für Schritte geht, sondern was hat er bekommen als Grundausstattung vom Herrn. Und das zu kennen und darauf dann entsprechend zu reagieren, um Bahn zu machen, dass wir das auch erleben können – das ist einer der ersten Schlüssel zum Aufstieg und zu Erfolg, den du hier lernen kannst.

Was hat Gott dir gegeben „in Christus“ ist einer der ersten Schlüssel, vielleicht sogar nach der Hingabe an den Herrn, der allererste Schlüssel für Aufstieg. Also – wir werden uns solche Dinge anschauen und werden jedesmal vergewissern, trifft das auch auf uns zu oder sind das hier nur irgendwelche wunderbaren, sehr weit fortgeschrittene Apostel, die da von ihren persönlichen Erfahrungen reden und wir können nur zu ihnen aufschauen und sagen: „Ich wünschte, ich hätte das auch“?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (35:00 bis 40:00)

 

Zunächst einmal ist wichtig: Die neue Geburt ist: Unser Geist ist neu geworden. Der Körper und wie du vielleicht schon gemerkt hast – deine Seele ist immer noch die alte. Das ist ja dein Problem. Die Seele ist unverändert, und davon redet auch die Bibel ganz klar. Ist jemand in Christus ist er eine neue Kreatur, ein neues ist da geworden.

2 Kor 5,17
Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

Aber nicht alles ist neu geworden, wie die Luther-Übersetzung das sagt, sondern ein neues ist geworden – dein Geist ist neu geworden. Und du kannst jetzt mit Gott im Geist kommunizieren, du bist sogar – sagt die Schrift – eins mit Christus. Du bist eins mit ihm.

Und das betrifft deinen Geist. Du hast die Fähigkeit unverkrampft und ungehindert mit ihm Gemeinschaft zu haben, sogar auf der Toilette. Das ist, was ich rausgefunden habe, warum es in manchen Versammlungen dort so still ist. Die Leute versuchen sich eine Beziehung zu Jesus vorzustellen. Und das ist sehr schwierig. Und wenn du da hinkommst – „Hallelujah, ich bin ein Kind Gottes und alles ist wunderbar, der Teufel ist besiegt, wow, lasst uns feiern“ – „Psssst! Ruhe!“. Du sagt: „Aber es ist doch alles passiert – Jesus ist Herr!“ – „Psssst, bist du ruhig?!“

Weil alle sind angestrengt und versuchen sich eine Beziehung zu Jesus vorzustellen, was sehr schwierig ist wenn man sie nicht hat. Aber wenn man sie wirklich hat, ich kann beim Einkaufen sagen, bei Aldi schieben und pfeife ein Liedchen und weiß, der Herr ist mit mir und ich bin Kind Gottes. Ich muss dazu nicht in eine Kathedrale gehen und Orgelklänge hören, die sind auch ganz schön manchmal, aber manche Leute kriegen nur heilige Gefühle wenn sie in so einem ehrfurchtgebietenen Gotteshaus irgendwie sind.

Aber wir leben einfach mit ihm zusammen wo wir sind. Er ist immer da. Er ist mit uns. Er hat uns angenommen, er hat uns bejaht. Und sogar mit den Dingen, die danach dann, wenn es um diesen Prozess der Veränderung unserer Seele und unseres Charakters geht, wenn dann so allerhand nach oben kommt und wir erstmal ein bisschen erschrocken sind. Wir dachten, huch, wir sind doch ganz neu geworden. Ja, unser Geist ist neu geworden! Und später dann, nach einer Weile erstmal, dann fängt der Herr an, uns zu lehren und wir fangen an, einige Dinge zu sehen. Dann geht es an die Veränderung, aber zunächst mal geht es darum, wirklich festzuhalten: Unser Geist, der die Beziehung hat mit Gott, ist neu geboren. Und dieser Geist ist von göttlicher Substanz. Von göttlichem Wesen, von göttlichem Leben, von göttlicher Kraft. Es ist ein Geist aus Gott. Von seinem Geist hat er uns etwas gegeben. Wir haben einen neuen Geist. Und mit diesem Geist können wir mit Gott kommunizieren. Und wenn du das verstanden hast, dann ist Tor und Tür offen, dass du lernen kannst, auch die Stimme Gottes zu hören.

Viele versuchen hier oben in ihrem Oberstübchen, in ihrem Verstand die Stimme Gottes zu hören – in ihren Gedanken. Und da redet Gott nicht. Gott redet nicht in deinen Gedanken. Gott redet in deinem Geist. Das ist etwas ganz, ganz anderes. Und wenn du den Unterschied lernst, und hier im Grundlagen-Seminar kann man den lernen, den Unterschied zwischen Seele und Geist.

Und da ist dann die Grundlage, dass wir wirklich eine Zwei-Wege-Kommunikation haben mit Gott. Wir redet mit ihm, und Er redet zu uns. Und Er zeigt uns Dinge, Er warnt uns, Er ermahnt uns, Er ermutigt uns, Er tröstet uns, Er gibt uns viele, viele wichtige Hinweise, die wir brauchen für unser Leben, wie mit unserem Ehepartner umzugehen, wie da zu reagieren, wie das zu machen usw. All das kann beginnen wenn die Grundlage da ist: Wir sind von neuem geboren. Das ist der Anfang des Evangeliums, und wo das nicht da ist, ist das Evangelium noch nicht eingeschlagen. Wenn ein Mensch nicht weiß, dass er Kind Gottes ist, dann muss er einfach das klar hören, was das Wort sagt und dann diesen Schritt gehen. Jeder, der diese Lebensübergabe vollzieht, kommt zu diesem Punkt. Das ist mir ganz, ganz wichtig.

Okay. Ich hatte das schon genannt – 2 Kor 5,17.

2 Kor 5,17
Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

Wir sind eine neue Schöpfung, ein neues ist geworden. Ist jemand in Christus, ist er eine neue Kreatur. Und ich will jetzt hier im Verlauf dieser Lektion so eine ganze Reihe von sehr wichtigen und grundlegenden interessanten Eigenschaften besprechen, die also unseren Status als neugeborene Kinder Gottes beschreiben.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (30:00 bis 35:00)

 

Ich kann mich sehr gut erinnern, ich bin so begeistert, dass ich das erlebt habe: Als ich hier das Grundlagen-Seminar angefangen habe vor vielen, vielen Jahren – einer der ersten Durchgänge war hier ein Doktor der Philosophie. Er war fast Professor, aber dann haben sie ihn aus Polen rausgeworfen, und so war er also sozusagen schon fast Professor. Und er war so eifrig, er hat keinen Abend verpasst, hat mitgeschrieben. Die anderen haben mir erzählt: „Du, weißt du was? Der Adam …“ – so hieß der nämlich – „der liest stundenlang in der Bibel jeden Tag“. Ich dachte, wow, was für ein Christ, wie vorbildlich, hervorragend, ich wünschte, alle wären so. „Stundenlang liest er in der Bibel und er betet“ – ich sage: Beeindruckend!

Und dann irgendwann kam ich mit Adam ins Gespräch und ich merkte, das es alles so butterweich war und schließlich nahm ich dann allen Mut zusammen und fragte dann: „Sag mal, ich schau da nicht so ganz durch, weißt du überhaupt, dass du errettet bist? Bist du überhaupt ein Kind Gottes?“ Und er sagte: „Errettet? Kind Gottes? Naja, ich weiß nicht“. Ich sage: „Ja, hast du denn nie dein Leben Jesus gegeben?“ – „Doch!“, sagt er, „das tue ich jeden Tag viele Male“.

Und da ist mir erstmal klar geworden, nur zu hören und zu glauben reicht überhaupt nicht aus. Es muss darauf reagiert werden. Ich sage: „Ja, was tust du denn?“ – „Ja, ich gebe mein Leben Jesus“ – „Ja, und was dann?“ – „Ja, nichts und dann. Dann passiert nichts“. Und dann hab ich verstanden, warum nichts passiert. Er gibt sein Leben Jesus und statt zu glauben und dieses zu ergreifen, dass Gott ihn angenommen hat, dass Gott mit ihm umgeht so wie Gott es beschrieben hat. Jesus sagt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

Joh 6,37
Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen

Statt das zu nehmen und endgültig so den Glauben festzumachen ein für alle Mal, wartet er auf ein Zeichen vom Himmel. Er wartet auf irgendein Gefühl, auf irgendetwas, das ihm bescheinigt, jawohl, du bist jetzt bei Gott angenommen. Dann hab ich gesagt: „Adam, so geht’s nicht. Du willst etwas fühlen, was du noch nicht ergriffen hast. Erst ergreifen, danach fühlen“. Ist doch logisch. Wenn du ein Geschenk bekommst, ja? Jemand hält dir ein Geschenk hin, wie kannst du es fühlen in deiner Hand wenn du es nicht genommen hast?

Und dann hab ich gesagt: „Wir beten noch einmal“. Und dann hab ich ihn geleitet in dieses Gebet der Lebensübergabe und er wollte protestieren und sagen, das hat er schon hunderte von Male gemacht. Ich sage: „Pass auf, gleich wird’s anders“. Und nachdem wir dieses Gebet gebetet haben, habe ich gesagt: „So, Adam, wie ist es? Wie sieht’s aus? Hat Gott dein Gebet gehört? Ist Gott treu? Ist Gott der, wie Jesus ihn beschreibt oder nicht? Hat er dich angenommen oder hat er dich nicht angenommen?“

Und da sagt er: „Ja, meine Gefühle sagen eigentlich, es ist nichts passiert“. Ich sage: „Adam, die Gefühle interessieren mich überhaupt nicht – was sagt das Wort Gottes?“

Niemanden wird der Herr hinausstoßen, der zu ihm kommt (Joh 6,37)

Joh 1,12
Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht/Macht, Kinder Gottes zu werden.

Ich sage: „Hier geht’s nicht darum, was du fühlst, hier geht es um die Treue Gottes. Ist Gott der, wie er sich vorstellt in der Bibel oder ist er das nicht? Darum geht es“.

Und er hat sich entschieden, das zu glauben: Gott ist treu, Gott ist wahrhaftig. Und er sagte dann als ich ihm das so vorgelegt habe: „Okay, wenn das wirklich so ist, dann danke jetzt Gott dafür, du hast gebetet und Gott hat dein Gebet gehört, danke dafür, dass Christus für dich gestorben ist und dass du angenommen bist bei Gott – jetzt“.

Und er dankte Gott und im nächsten Augenblick sprang er aus seinem Sessel hoch, riss die Arme in die Höhe und sprudelte nur so: „Oh, danke, danke, danke, ich fühle es, ich fühle es, ich hab’s, ich bin dein Kind“. Hunderte von Malen oder weiß nicht, vielleicht nur Dutzende von Malen hat er sein Leben Jesus gegeben – nie was erlebt. Warum? Weil das kein wirklicher Glaube war.

Glaube ist: Das Wort sagt es, ich handle danach und ich nehme es. Das ist Glaube.

Und so kam Adam dann hinein in diese herrliche Erfahrung. Und sein Leben wurde transformiert. Dann später ist er nach Amerika gegangen, hat mir noch schöne Briefe geschrieben und ist dort in einem christlichen Dienst dort tätig für den Herrn und in Polen und Kanada. Und seitdem hab ich ein gutes Beispiel, dass nur Nicken und nur Zustimmen wenn man das Evangelium hört, nicht ausreicht. Man muss wirklich mit Haut und Haar reagieren. Das ist ganz wichtig und dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Okay, das ist das Allererste. Das ist das Allererste. Und diese Gewissheit ist tief in unserem Herzen, die ist nicht in unserem Verstand, die ist nicht irgendwie so oberflächlich, sondern die ist innen, und jeder, der das erfahren hat, kennt dann auch dieses eigenartige Ding, dass er eine Gewissheit im Herzen hat und einen Zweifel im Kopf.

Und die Bibel sagt: Mit dem Herzen glaubt man.

Röm 10,9
Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.

Nicht mit dem Kopf! Mit dem Herzen wird geglaubt. Und du kannst den Zweifel im Kopf besiegen wenn du klar weißt, auf welcher Grundlage du stehst. Wenn du das Wort Gottes kennst und wenn du weißt, die Tatsache, dass da oben Zweifel dich bedrängen, bedeutet überhaupt nichts! Sondern bedeutet höchstens eines: Dass du noch mit beiden Beinen auf dieser Erde bist, weiter gar nichts. Lass dich nicht irritieren von dem, was zunächst mal in deinem Kopf vorgeht, sondern sei sicher, dass das Richtige in deinem Herzen ist. Den Rest klären wir später – wie man dann Gedanken unter Kontrolle nimmt, wie man da oben aufräumt, wie man da mal Aprilfrische reinbringt oder irgendwie sauber macht. Das können wir dann später behandeln, ja?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (25:00 bis 30:00)

 

Und das ist, was die Bibel sagt: Das erste Ergebnis dieses Glaubens ist eben die Kindschaft und die Gewissheit der Kindschaft.

1 Joh 3,2
Wir sind nun Gottes Kinder.

Wir sind nun! Nicht: „Wir werden es sein. Wir trösten uns mit der vagen Hoffnung, vielleicht gehören wir auch zu den Auserwählten. Wir werden Gott in Treue dienen, unser Bestes geben, aber wie das ausgehen wird, das müssen wir schon dem Allmächtigen überlassen“.

Oh, wie klingt das demütig. Aber es geht total an seinen Verheißungen vorbei!

Joh 6,47
Wer glaubt, hat das ewige Leben.

Wer glaubt, hat! Nicht: „wird haben, versucht zu bekommen“. Wer glaubt, hat! Wir strengen uns nicht an, etwas zu bekommen, sondern wir haben es ergriffen. Es gehört uns und nachdem wir das glauben, dann fangen wir an, auch das in uns zu erleben.

Wir sind Kinder Gottes und wie ich das eben schon sagte: Wir sind von neuem geboren. Wir gehören zur Familie per Geburt. Wir gehören zur Familie.

Wir haben – und das ist jetzt wichtig, hier ist die Parallele zu dem, was Christus für uns erlitten und erlebt hat – wir haben einen neuen Geist. Wir haben einen neuen Geist. Die Bibel redet von dem Menschen, der aus Geist, Seele und Leib besteht. Draußen in der Welt, man kennt nur Seele und Leib. Und wenn man das Wort „Geist“ vielleicht auch verwendet, dann meint man das in einer edlen Art und Weise von Intellekt oder so irgendwie.

Aber nach der biblischen Einteilung: Der Verstand, der sehr sehr wichtig und nützlich ist, und niemand lehrt hier, du sollst ihn an der Garderobe abgeben wenn du zum Herrn kommst. Wenn wir auch manchmal uns ein bisschen so benehmen als würde der Verstand irgendwie nicht immer die oberste Richtschnur sein. Aber so ist es auf einer Party: Es gibt Zeiten, da ist man ausgelassen und dann muss man nicht als Mathematiker dahergehen und sagen: Wofür soll jetzt diese Freude gut sein?

Das muss man nicht irgendwie so alles analysieren. Beim „Blauen Bock“ sind sie auch manchmal sehr heiter, und da kann ich auch nicht daherkommen und sagen: Warum sind die jetzt so und warum schunkeln die und warum ist da Stimmung im Laden? Ja, weil das zum Menschsein dazugehört – Feiern! Und ich glaube, das ist ein Grund, warum die Gemeinden so leer sind. Weil draußen wird gefeiert und drinnen ist alles bierernst. Und da muss irgendwie mal ein biblisches Gleichgewicht hin. Eins der herausragenden Segnungen und Kennzeichen des Evangeliums – und deswegen heißt es auch „Evangelium“ – „frohe Botschaft“ – ist, dass da Freude ins Haus einzieht.

Wenn wir wirklich frei sind von der Schuld, frei sind von den Ketten Satans, wenn wir wirklich eine neue Perspektive haben, wenn wir wissen, der Himmel ist unser und niemand kann ihn uns mehr nehmen und Gottes Kraft ist in uns und alle unsere Probleme im Laufe der nächsten Wochen und Monate und Jahre werden glattgebügelt werden, und die Gnade Gottes ist mächtig da, dann haben wir doch keine andere Möglichkeit mehr als darauf zu reagieren mit großer Erleichterung.

Und wenn die Erleichterung lange genug da ist, dann wird daraus Freude, glaubt mir das. Das ist nicht zu verhindern. Aus Friede wird Freude. Wenn der Friede sich nur lange genug ausbreitet, wird aus Frieden Freude und vieles andere schöne mehr.

Also, da ist diese biblische Aussage: „Wir sind Kinder Gottes“ (1 Joh 3,2). Es gibt auch andere Schriftstellen, viele andere. Hier ist noch eine andere:

Gal 3,26
denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben in Christus Jesus.

Diese Kindschaft ist etwas, was der erste Segen ist, die Gewissheit der Kindschaft. Wenn du einen Menschen triffst, und er weiß nicht genau, ob er in den Himmel kommt oder nicht, er weiß nicht, ob er von Gott angenommen ist oder nicht – dann kannst du eines wissen: Du hast entweder einen Menschen vor dir, der nie das Evangelium wirklich gehört hat und Gott sucht und sich sehr anstrengt. Oder einer, der nie zugehört hat wenn das Evangelium verkündigt wurde und der zu stolz ist, sich etwas schenken zu lassen und der es gerne selber verdienen möchte. Und er strengt sich an und sagt, „ja, wir hoffen alle eines Tages dabei zu sein, wir geben jetzt unser Bestes“.

Oh, wie klingt das rührend, aber leider geht es total an den Realitäten vorbei. Die Errettung unseres Heils ist das Erste. Und dessen müssen wir sicher sein. Das nennt man so mit dem Fachterminus „Heilsgewissheit“.

Und das kommt durch den Heiligen Geist in uns wenn es eine Hingabe gibt. Ich sagte eben: Hören ist das erste vom Evangelium. Das Zweite ist Glauben. Also das Annehmen und „auf mich beziehen“ und dieses Glauben geht immer einher mit einer Tat.

Jak 2,26
Glaube ohne Werke ist tot

Und die Tat des Glaubens in Bezug auf das Evangelium, das man hört, wo man sagt: Jesus ist der Weg zum Vater, er hat deine Schuld getragen, er hat den Fluch für dich genommen. Die Tat des Glaubens ist die, dass ich danke.

Das ist die Tat des Glaubens: „Danke, du hast das für mich getan, ich nehme das an, ich danke Dir“.

So kommen wir hinein eben in diese Erfahrung. Die Reaktion Gottes darauf ist die neue Geburt.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (20:00 bis 25:00)

 

Und so gibt es Millionen und Abermillionen von Menschen auf dieser Erde, die diese Erfahrung gemacht haben und wahrscheinlich fast alle, nehme ich an, hier heute abend – oder vielleicht auch alle – ich weiß es nicht genau. Ihr habt schon diese Erfahrung gemacht, aber es ist wichtig, dass wir rückwirkend klare Kenntnisse haben: Was sagt das Wort Gottes? Wo stehen wir? Wo standen wir, wo stehen wir jetzt und warum stehen wir da?

Ich kann mich noch erinnern: Als ganz junger Christ, ich hatte eine sehr dramatische Bekehrung gehabt aus vielen Problemen und Finsternis, und der Teufel ist wirklich mit mir Motorroller gefahren, hab ich mal erzählt irgendwann. Und schaurige Dinge habe ich erlebt. Und dann kam der Herr und hat mich errettet und ich lebte wirklich auf eine wunderbare Art und Weise in den nächsten Tagen. Und dann auf einmal wollten die alten Ängste und Dinge irgendwie wiederkommen und ich war ein bisschen irritiert und ich dachte, was ist los? Und jemand sagte: Bedenke, dass du auf dem Felsengrund stehst, der unerschütterlich ist.

Und mir wurde klar, das ist alles nur Theater um mich herum, was der Feind macht. Ich stehe auf einem Grund, der sich schon erwiesen hat als absolut felsenfest und unerschütterlich. Und man kann gelassen sein. Und der Teufel kann ruhig versuchen, ein bisschen daran zu nagen oder zu knabbern oder ein bisschen zu versuchen, diesen Felsen zu verrücken – es wird ihm nicht gelingen. Nicht wir schützen uns, sondern jetzt schützt der Herr uns. Wir sind total geborgen und geschützt in ihm.

Okay, also „wer diese Botschaft hört und glaubt …“. Der entscheidende Faktor ist das Glauben. Natürlich, dem Glauben muss das Hören vorangehen. Ohne hören kann man nicht glauben. Das ist die Grundlage der Errettung. Keine Werke! Kein Abwarten. Kein „erstmal treu irgendwelche christlichen Aufgaben und Pflichten übernehmen“. Das ist nicht der Weg, sondern der Weg ist, die Errettung zu ergreifen hier und jetzt.

Und deswegen, hier ist die Grenzlinie, der Punkt, wo sich Religion und christlicher Glaube voneinander trennt: Alles, was dich nicht schlagartig zu der Gewissheit der Annahme und der Errettung führt, sondern was die Leute aufs Jenseits oder auf spätere Zeiten, wo sie sich bewährt haben, vertröstet im Hinblick also auf die Errettung und die Gewissheit ihres Heils, ist Religion und es ist vom Teufel!

Vielleicht sagt jetzt der eine: Ja, aber da beleidigst du meine „So-und-so“ Kirche. Nein, ich beleidige keine Kirche, sondern ich sage nur, was die Bibel sagt. Wenn wir nicht durch den Glauben an Christus gerettet sind, wenn Werke, Anstrengungen die Grundlage unserer Errettung ist, dann erwirken wir unsere eigene Errettung, und das ist Religion und das wird niemals funktionieren. Und deswegen fehlt auch die Freude. Deswegen fehlt der Friede und die Erfahrung der Gegenwart Gottes, weil wir versuchen etwas zu bewirken und etwas zu erreichen, was wir nicht erreichen können. Wir können es uns nicht erreichen! Wir können es uns nicht verdienen.

Der erste grundlegende Segen dieser Errettung ist der, dass jemand weiß: Ich gehöre zu Gott. Vielleicht kennt er noch nicht alle christlichen Fachausdrücke, aber er weiß eines: Ich gehöre zu Gott. Ich bin angekommen. Das war für mich so eine starke Erfahrung als ich also in dieser Nacht vom 23. zum 24. November 1974 mein Leben Jesus gegeben habe und ich gemerkt habe wie ich freigesetzt wurde von den Ketten der Finsternis und wie ich innerlich ohne dass ich das irgendwie wusste, dass das jetzt kommen würde, eine Gewissheit bekam, die überwältigend war: Ich bin von Gott angenommen. Ich gehöre ihm, er gehört mir, und ich werde nie wieder von ihm lassen.

In einem Augenblick! Ich wusste nicht, „ich bin neuem geboren“ oder diese Dinge – ich wusste das nicht. Aber ich wusste eines: Gott ist mein Vater, Jesus ist mein Herr, und ich lebe mit ihm von jetzt in alle Ewigkeit und nichts wird mich wieder von ihm trennen. In einem Augenblick nach all den Irrfahrten, äußerlich, geographisch, aber auch innerlich, mysthisch-religiös, psychedelisch und sonst irgendwas – ich wußte, ich bin angekommen. Ich wußte, bei Gott ist mein Vaterhaus, da bin ich zu Hause.

Das hat mir niemand gesagt. Niemand hat mir das eingeredet. Niemand hat mir gesagt: Jetzt musst aber davon mal theoretisch ausgehen, dass du errettet bist. Ich wußte das. Und diese Ketten und diese Last und dieses alles, was mich bedrückt hatte, es fiel ab.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (15:00 bis 20:00)

 

Übrigens: Es gibt noch manche andere wichtige Details, die ich aber aus Platzgründen hier nicht mit hineinnehmen kann, die eigentlich auch alle noch zum Werk der Erlösung gehören. Die Bibel redet davon, dass Christus unser Hohepriester mit seinem eigenen Blut in die himmlischen Heiligtümer gegangen ist nach seiner Auferstehung und hat dort im Himmel Sühne und Reinigung bewirkt.

Heb 9
11 Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt – das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist –
12 und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und hat uns eine ewige Erlösung erworben.

Und das irdische Heiligtum, was wir sehen im alten Bund, das Zelt der Begegnung, die Stiftshütte, das war nur ein irdisches Abbild, was dokumentieren sollte: So sind die wahren geistlichen Verhältnisse.

Und Christus ist unser Hoherpriester, und er ging mit seinem eigenen Blut in die himmlischen Heiligtümer und hat sie gereinigt. Was mir sagt, dass unsere Sünde da oben Dreck veranstaltet hat. Die Sünde der Menschen hat den Himmel verdreckt. Eine echte Umweltverschmutzung. Und Christus ist der, der alles wieder in Ordnung gebracht hat mit seinem eigenen Blut. Und er ist jetzt als Hoherpriester vor dem Vater und er betet für uns. Er hat einen Dienst der Fürbitte für uns.

Das ist auch ganz, ganz wichtig. Ja, wenn du siehst wieviel Glauben der Herr für dich hat! Manchmal vielleicht du siehst so viele alte Dinge, die da hochkommen, und vielleicht zuviel auf einmal, dass du gar nicht mehr weißt, ob du noch bekehrt bist oder nicht. Oder kaum noch Glauben hast für deine persönlichen Durchbrüche und für Veränderungen. Ja, dann wisse eines: Christus hat großen Glauben, er steht vor dem Vater und er macht dem Vater klar, mach dir keine Gedanken, der Junge kommt durch. Der kommt durch! – „Ja, aber das war doch nicht in Ordnung, was da gelaufen ist …“ – „Der Junge kommt durch! Der hat Leben aus dem Tod in sich, der kann gar nicht anders als aufsteigen. Der wird hochkommen, der wird durchkommen, der wird es machen!“

Dieses Leben ist uns ist so unbändig, so vital, so energiereich. Es ist wirkliche eine herrliche Sache wenn der Heilige Geist uns die Augen auftut über die Kraft des Auferstehungslebens, das in uns ist. Das ist etwas ganz gewaltiges und wir sollten unbedingt uns danach ausstrecken mehr davon zu entdecken.

Also, das ist, was Jesus getan hat für uns in groben, kurzen Zügen: Er hat den Preis bezahlt für die Sünde, er hat den Teufeln entmachtet, er ist auferstanden aus den Toten, er sitzt im Himmel zur Rechten Gottes. Und dann hat er verfügt seinen Jüngern bevor er dann den irdischen Abschied nahm: Geht in alle Welt und verkündigt dieses Evangelium.

Markus 16,16a
Und wer glaubt und getauft wird, wird errettet werden.

„Wer glaubt und getauft wird“ – was soll man glauben? Nun, dass Christus nicht irgendein Mensch ist, sondern dass Christus Gott ist, der herabkam und der Mensch wurde und dort am Kreuz von Golgatha unseren Platz eingenommen hat. Dass er den Fluch genommen hat und dass der Zorn Gottes auf die Sünde dort kam in ihm, dass er alles auf sich genommen hat, damit wir frei sein können.

Und wer das hört und wer darauf richtig reagiert, der empfängt diese Erfahrung von der die Bibel eben redet: Die neue Geburt. Wer glaubt und getauft wird, der wird errettet werden. Errettung ist das, was Gott anbietet jedem Menschen seit Ostermorgen. Und die Errettung kommt zustande indem man darüber hört. Vielleicht nicht immer in der Ausführlichkeit wie man das im Grundlagenseminar sozusagen rückwirkend hört. Vielleicht hat bei dir ausgereicht „Jesus liebt dich und er ist für deine Sünden gestorben“, du sagst: „Das nehme ich!“ – und das war der Ausgangspunkt. Aber der Kern muss der sein: Er hat alles auf sich genommen und durch ihn – und nicht durch meine Leistung, nicht durch meine christlichen Werke und durch meine Anstrengung oder durch irgendetwas – sondern weil er der Stellvertreter ist, weil er der Weg zum Vater ist, deswegen komme ich zu Gott. Deswegen habe ich ein Recht überhaupt ihm zu begegnen. Deswegen habe ich überhaupt den Mut, zu ihm zu kommen.

Weil Gott etwas wunderbares getan hat: Er hat die Sünde von uns auf Christus gelegt und wenn wir jetzt im Namen des Herrn kommen zu Gott dem Vater, dann sieht Er – oh, Wunder – Er sieht die Sünde nicht! Hallelujah! Was Er sieht, ist uns als neue Menschen, Er sieht uns bedeckt durch das Blut Jesu, Er sieht uns gereinigt. Wir sind gereinigt, und wir sind durch das Leben, das Auferstehungsleben in uns, wir sind bevorzugt und privilegiert und würdig und berechtigt, diesem wunderbaren, heiligen Gott überhaupt zu begegnen.

Das kommt nicht von uns, sondern das kommt aufgrund dessen, was Er für uns getan hat. Jeder Mensch, der das hört, „Christus ist dein Stellvertreter, im Tode so wie im Leben und durch ihn, und nur durch ihn kommst du zum Vater“ – jeder Mensch, der das annimmt, erfährt diese Erfahrung. Das ist eine universelle Angelegenheit. Ob das in Afrika ist oder in Asien oder in Südamerika oder auf Grönland oder irgendwo – jeder Mensch, der das hört, dass das für ihn ein Angebot ist und der das ergreift, erlebt das.

Das hat nichts mit Amerika zu tun, keine neue Bewegung, das hat auch nichts mit irgendwelchen charismatischen oder nicht charismatischen Fragen zu tun, das hat zu tun mit der Aussage und mit der Verheißung, die Jesus gegeben hat: „Wer glaubt, der wird errettet werden“. Jeder Mensch zu jeder Zeit.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (10:00 bis 15:00)

 

Und wir hatten schon am Anfang als wir über den Fall des Menschen gesprochen haben gesehen, dass Paulus sagt: Wir waren alle tot in den Sünden (Eph 2,1).

Eph 2,1
Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden

Die Bibel sagt, wir waren geistlich tot. Und wir müssen verstehen, der geistliche Tod ist etwas anderes als die Tatsache, dass ein menschliches Herz nicht mehr schlägt. Der geistliche Tod ist die Trennung von Gott. Dass wir nicht das Leben aus Gott in uns haben, das ist der geistliche Tod. Und in diesen Tod ging Christus hinein. Der Hebräerbrief sagt, er hat den Tod für uns geschmeckt.

Hebr 2,9
Den aber, der »eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die Engel«, Jesus, sehen wir durch das Leiden des Todes »gekrönt mit Preis und Ehre«; denn durch Gottes Gnade sollte er für alle den Tod schmecken.

Die totale Gottesferne hat er für uns geschmeckt auf dass wir jetzt die totale Gottesnähe haben können. Hallelujah. Er hat das für uns getan und jeder, der an ihn glaubt, bekommt diese Erfahrung: Vom Tode zum Leben hindurchgedrungen zu sein. Das ist, was die Bibel sagt.

Joh 1,12-13
so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht [und hier ist dieses schöne Wort „Vollmacht“ oder „Autorität“), Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus Geblüt, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, auch nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

Das ist das Kennzeichen eines wahren, neutestamentlichen Christen. Man kann ihn nicht daran erkennen, dass er zur Kirche geht, dass er irgendwelche anderen netten Dinge tut oder Gelder spendet oder soziale Taten tut. All das sind wichtige Teile unseres Lebensstils mit Gott – wir sollen das Wort Gottes hören, wir sollen im Gottesdienst zusammenkommen, wir sollen in einer Gemeinde leben, wir sollen gute Taten tun und wir sollen uns engagieren für die Armen. All das sind wichtige Anteile eines Lebens unter der Herrschaft Christi, aber sie sind nicht die erste Folge oder das erste Kennzeichen. Sondern das erste Kennzeichen ist, dass jemand eine Erfahrung erlebt hat, die offensichtlich so verändernd ist und so eingreifend und dramatisch, dass die Bibel sie mit einer Geburt vergleicht.

Und Jesus lehrt zu dem Nikodemus, dem Gelehrten des Wortes Gottes: Er sagt, wenn man nicht von neuem geboren ist, dann kann das Reich Gottes nicht sehen.

Joh 3,3
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Es ist die absolute Notwendigkeit! Man muss von neuem geboren sein, von neuem. Das ist ein Werk, das Gott tut. Das verschafft dir keine Gemeinde, keine Denomination, keine Kirche, kein Evangelist, kein Pastor, kein anderer Mensch, das kann dir nur Christus selbst geben, niemand anders.

Und deswegen geht es nicht darum, dass wir von irgendeiner Mitgliedschaft hier reden oder was auf deinem Lohnsteuerstreifen steht zu welcher Religionsgemeinschaft du gehörst, sondern es geht darum: Bist du von neuem geboren oder bist du nicht von neuem geboren? Darum geht es. Das ist das entscheidende. Wer nicht von neuem geboren ist, kann das Reich Gottes gar nicht sehen.

Vor einiger Zeit hörte ich so einen Kommentar von jemandem, der offensichtlich weder die Bibel liest noch sonst sich umhört im Reiche Gottes, was überhaupt so passiert usw. Und er sagt: „Das ist diese neue Bewegung aus Amerika, diese Born-Again Christians“. Nun, so neu ist das auch wieder nicht. Das gibt es jetzt 2000 Jahre. So neu ist es nicht.

Da gibt’s ein paar Extremisten, die definieren auf einmal Christsein ganz neu. Nein, ich glaube, Christus war der Erste, der Christsein definiert hat und nach ihm kommen wir und er hat gesagt: Wer nicht von neuem geboren ist, er gehört noch gar nicht dazu. Egal, ob er sonntags in die Kirche geht oder auch einen Talar anhat, das spielt alles keine Rolle. Das ist nicht das entscheidende, das macht ihn nicht zum Christen. Man Leute denken, ja, ich geh doch in die Kirche, dann bin ich doch Christ?!

Ja, ich geh zu Burger King, deswegen bin ich noch lange kein Hamburger. Ja?

Das ist doch ein bisschen kurz gedacht. Ich war auch schon mal im Pferdestall, deswegen wurde ich noch kein Pferd, ja? Und du kannst in die Kirche gehen und wirst trotzdem kein Christ. Sondern Christ kommt zustande wenn wir den Christus treffen und wenn er in uns tun kann, was er tun möchte in jedem Leben, nämlich diese totale Umwandlung, diesen Neuanfang. Das sagt ja das Wort „Geburt“ – es ist ein neuer Anfang, du fängst noch einmal ganz von vorne an. Und darüber wollen wir heute uns unterhalten hier – wie also ein Mensch sich das aneignen kann, das, was Christus getan hat.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (5:00 bis 10:00)

 

Und ich möchte ein bisschen noch dabei verweilen hier bei dieser Sache mit dem Kreuz und der Auferstehung, weil das wirklich das Zentrum ist. Und wir werden noch viele Male dazu zurückkommen. Wir haben so geschlossen damit am Schluss rannten mir dann Sekunden davon, ich versuchte noch reinzupropfen was ging – wenn ihr euch erinnern könnt, aber es ging dann doch nicht mehr alles. Wir waren bei dieser herrlichen Aussage, die zwei Mal im neuen Testament vorkommt – in Offenbarung 1 und Kollosser 1, dass Christus genannt wird: „Der Erstgeborene aus den Toten“.

Der Erstgeborene aus den Toten. Das bedeutet, er ist der erste Mensch, der unten war im Totenreich und der durch die Kraft Gottes da wieder herausgekommen ist. Du sagst: „Ja, aber was war mit Lazarus?“ – Ein total anderer Fall! Als Lazarus aus dem Grab gerufen wurde von Jesus – ja, ihr erinnert euch? Der Freund Lazarus war tot und die Schwestern haben dann Jesus gerufen und dann kam er, er war am Grab und Jesus rief ihn, er kam heraus. Aber nur für eine Weile! Irgendwann musste er wieder rein!

Als Jesus aus dem Grab kam, war der Teufel nicht mehr das, was er war. Der Teufel war besiegt, entmachtet, und Jesus ist nie wieder zurückgegangen. Und weil er dort unten etwas vollbracht hat, was gültig ist bis zum heutigen Tage – und jeder kleine Dämon auf dem Antlitz dieser Erde weiß und muss anerkennen, was am Kreuz von Golgatha vor 2000 Jahren durch Christus passiert ist – jeder weiß, dass dort das heilige Blut Gottes vergossen wurde und nicht das Blut eines Menschen, irgendeines Propheten oder Sozialreformers. Jeder Dämon und der Teufel persönlich weiß, was am Kreuz passiert ist. Du kannst ihn darauf hinweisen und mit großer Furcht und großem Schrecken müssen sie erinnert werden an das, was passiert ist. Das ist eine enorme Kraft in dem Kreuz und in dem, was da geschehen ist, und das ist der Mittelpunkt des Evangeliums. Christus ist der Erstgeborene aus den Toten.

Und natürlich, das hatte ich schon ein paar Mal glaube ich vorgeschlagen: Ich plädiere dafür, weil wir es hier mit Lehre zu tun haben und Lehre wird über Worte vermittelt und Lehre kann überhaupt nur seinen Sinn dann haben, wenn wir ganz ordentlich und ganz redlich mit Worten umgehen und sie nicht einfach im Sinne unserer eigenen Gedanken, vielleicht auch unserer christlichen Tradition irgendwie umdeuten. Und deswegen habe ich diese Schriftstelle zum Beispiel letztes Mal genannt aus dem Römerbrief, Kapitel 6, Vers 9.

Röm 6,9b
Christus, […] der Tod herrscht hinfort nicht mehr über ihn.

Der Tod herrscht nicht mehr über Christus. Dieses Wort „hinfort nicht mehr“ sagt mir eins: Es gab einen Moment in dem Leben des Herrn, wo der Tod über ihn geherrscht hat. Und der Tod ist eine Person, ein Angestellter des Teufels und verwaltet das Totenreich. Und Christus ging hinab, wie das auch unser guter Vorkämpfer des Glaubens Martin Luther geglaubt und gelehrt hat. Auch darauf habe ich schon hingewiesen.

Also, er kam herauf wieder mit neuem Leben, mit siegreicher Herrschaft und Kraft. Und wenn er der Erstgeborene aus den Toten ist, und wenn Worte das bedeuten, was wie normalerweise bedeuten und wir nicht auf einmal sagen: „Ja, aber das bedeutet ja etwas ganz anderes“. Wenn jemand sagt: „Das ist dein erstgeborener Sohn“ oder wenn ich das sage: „Das ist mein erstgeborenes Kind“. Automatisch wenn du bei mir zu Besuch bist und wenn du höflich sein willst, ich sage: „Das ist mein Erstgeborenes“, sagst du: „Super, wo sind die anderen?“.

Wenn ich sage, das ist der Erstgeborene, dann sagst du: Und wie heißen die anderen? Ich sage: „Wieso die anderen? Ich habe nur eins!“ Dann sagst du: „Moment einmal“. Wenn du ein Faible hast für Sprache und sauber und klar denken willst, dann sagst du: „Moment einmal, du musst sagen, das ist dein einziges Kind, aber nicht dein Erstgeborenener, weil du hast nur eins“. Erstgeborene machen nur Sinn, wenn es Weitergeborene gibt danach. Verstehen wir uns?

Und da wird es interessant und da wird dann angedeutet wozu wir dann kommen, nämlich wie das, was Christus getan hat wirksam wird für uns und wie wir das in unser Leben hineinnehmen können und welche Grundlage des Lebens wir dann dadurch bekommen haben. Er kam aus dem Tod zu Leben und zu einem Leben der Herrschaft und der Autorität und er muss sich nicht beugen, vor keinem Teufel, er muss sich nicht beugen vor den Werken der Finsternis, sondern er hat Autorität darüber. Das ist dieses Leben der Herrschaft und der Auferstehung. Und genau dieses Leben hat Christus uns vermittelt und er verspricht es jedem, der an ihn glaubt. Joh 5,24 ist ein ganz starkes Wort. Jesus sagt dort:

Joh 5,24a
Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht

Ganz starke Aussagen! Er hat das ewige Leben! Nicht: Er wird es vielleicht möglicherweise bekommen.

Joh 5,24b
[Er] kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen! Das ist das, was Christus erlebt hat. Er war im Tod für uns. Und er ist zum Leben hindurchgedrungen, und Jesus sagt: Jeder, der jetzt seine Stimme hört und der glaubt, dass er von Gott gesandt ist und nicht nur irgendwie ihn so menschlich einordnet, sondern wirklich glaubt, das ist der von Gott gesandte Retter – wer das glaubt, der empfängt eine Erfahrung, die Jesus beschreibt: Vom Leben zum Tod hindurchgedrungen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (0:00 bis 5:00)

 

Also dann wollen wir weitermachen hier mit unserem Studium der Grundlagen. Wir sind das letzte Mal stehengeblieben bei dem Erlösungswerk unseres Herrn, wo Jesus für uns, mit unserer Sünde, mit unserem Fluch, mit der Krankheit unser Stellvertreter geworden ist, wo er alles auf sich genommen hat und wo er an unserer Stelle für uns gestorben ist.

Und weil er aus sich selbst heraus eben doch gerecht war, nur unsere Ungerechtigkeit genommen hatte, dann von Gott gerecht gesprochen wurde. 1 Tim 3,16 – dort heisst es: Er ist gerechtfertigt im Geist.

1 Tim 3,16
Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Der offenbart worden ist im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.

Und er kam heraus aus dem Totenreich, nicht durch irgendeinen Kampf – manche Leute denken, wir würden lehren, in der Hölle hat ein Kampf stattgefunden. Erstens war es nicht die Hölle, sondern das Totenreich. Jesus ging hinab ins Totenreich, und er hat dort keinen Kampf Satan ausgefochten, sondern er bekam durch den Heiligen Geist, durch die Herrlichkeit Gottes, neues Leben. Er wurde von neuem gezeugt – wie wir das letzte Mal gesehen haben in Apostelgeschichte 13. Da ist eine wichtige Verheißung, die endlich erfüllt wurde.

Apg 13
32 Und wir verkündigen euch die gute Botschaft von der zu den Vätern geschehenen Verheißung,
33 dass Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte; wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“
34 Dass er ihn aber aus den Toten auferweckt hat, so dass er nicht mehr zur Verwesung zurückkehrte, hat er so ausgesprochen: „Ich werde euch die zuverlässigen heiligen Güter Davids geben.“

Sie wurde erfüllt als Jesus aus den Toten auferweckt wurde. Er wurde zu neuem Leben gebracht, und das war ein Leben des Sieges, der Herrschaft, der Autorität, der Freiheit und dort unten, kraft seiner Neuschöpfung, seiner neuen Existenz hat er dort in einem Augenblick den Satan und alle Mächte der Finsternis entmachtet. Die Bibel sagt – oder Jesus sagt, er hat die Schlüssel des Totenreiches.

Off 1
17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
18 und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.

Jesus hat die Schlüssel dem Teufel abgenommen. Und das ist eine ganz ermutigende Aussage: Wie sicher fühlt sich ein Hausherr wenn die Schlüssel ihm nicht mehr gehören? Wenn sein ärgster Gegener die Schlüssel hat? Das heißt, jeden Augenblick kann er wiederkommen und noch irgendetwas holen, was er vielleicht auch noch von seinen Gütern irgendwie haben wollte. Man fühlt sich in seinen Wänden – mir wurde einmal mein Schlüssel, äh, kam abhanden – man fühlt sich sehr unwohl zu Hause, weil man denkt, Mensch, wenn jetzt jemand meinen Schlüssel findet, mein Haus ist sozusagen offen, die Türen nützen überhaupt nichts. Der Teufel hat die Schlüssel abgeben müssen, Jesus ist der Herr. Als er auferstanden ist, hat er gesagt: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden – alle Macht ist ihm gegeben.

Mt 28,18
Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.

Er ist der Herr. Er hat durch seinen Tod und durch die Auferstehung den Teufel total entmachtet, besiegt, entwaffnet, sagt die Schrift. Lukas 11,21-22 – dort redet er von dem Starken, der den Hof bewacht und alles bleibt irgendwie unter seiner Kontrolle. Und dann sagt Jesus: Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und ihn überwindet und entmachtet, entwaffnet, dann nimmt er ihm alles, worauf er sich verlassen hat und auch die Waffenrüstung.

Lk 11
21 Wenn der Starke bewaffnet seinen Hof bewacht, so ist seine Habe in Frieden;
22 wenn aber ein Stärkerer als er über ihn kommt und ihn besiegt, so nimmt er seine ganze Waffenrüstung weg, auf die er vertraute, und seine Beute verteilt er.

Die Bibel redet davon, dass dem Teufel die Waffenrüstung abgenommen wurde. Das ist ein hochinteressantes Wort, was genauer vom Griechischen sogar heißt: Die gesamte Waffenrüstung.

panoplian (Strong: 3833): komplete Bewaffnung eines Soldaten (d.h. Schild, Schwert, Lanze, Helm, Brustpanzer, Stiefel, Gürtel, usw.)

Das kommt nur zwei Mal vor im neuen Testament, haben mir griechische Experten gesagt. Und zwar einmal in Bezug auf den Teufel: Die gesamte Ausrüstung ist ihm genommen worden. Und in Bezug auf den neutestamentlichen Christen: Die gesamte Waffenrüstung Gottes steht ihm zur Verfügung.

Eph 6,13
Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.

Fast könnte man denken, das ist ja unfair, ja? Wir haben totale Ausstattung und das, was der Teufel hat, ist ihm auch noch weggenommen. Ja, welche Chance hat er dann noch gegen einen neutestamentlichen Christen? Ganz genau: Er hat keine Chance! Sieg ist das Normale. Und davon reden wir hier, das Grundlagen-Seminar soll eine Anleitung sein wie du siegreich leben kannst. Wie der Friede Gottes in dein Leben kommen kann, wie du frei wirst von allem möglichen, was dich bedrängt, wie der Friede Gottes in deine Ehe, in deine Familie kommt, in deine Arbeitsbeziehungen und wie du unweigerlich einfach aufsteigen musst. Du musst aufsteigen. Ein glücklicher Mensch ist kreativer als ein unglücklicher Mensch, ist leistungsfähiger, ist belastbarer. Mit dem Segen, den Gott uns hinterlassen hat durch das Kreuz haben wir noch eine Chance: Wir können nur noch aufsteigen. Es geht nur noch nach oben. Es geht nur noch nach oben. Das ist sehr ermutigend: Das Schlimmste liegt hinter dir. Hallelujah. Es kann nur noch nach oben gehen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (85:00 bis Ende)

 

Wer wird gerecht gesprochen? Der, der nicht gerecht ist! Wer gerecht ist, braucht nicht gerecht gesprochen zu werden. Christus wurde gerecht gesprochen im Geist. Als er im Geist war, wurde er gerechtfertigt – gerecht gesprochen. Also, Gott hat über ihn das Urteil gesprochen: „Er ist ohne Schuld“. Er war ohne Schuld und er ist ohne Schuld. Und wer ohne Schuld ist, hat da unten nichts zu suchen. Und wummmms – die Kraft Gottes kam hin, und er wurde wirklich neu geschaffen. Und er ist der Erstgeborene aus den Toten.

Das heißt also, er bekam göttliches Leben dort unten. Das ist dasselbe wie 1 Mose 3 – der Sündenfall – im Rückwärtsgang. Da war der Mensch verbunden mit Gott und er wandte sich dem Teufel zu. Und er wurde umgedreht. Und hier haben wir den von Gott getrennten Menschen, Jesus, den Sohn Gottes, und er bekam Gottes Kraft in sich, und er wurde verwandelt, und er kam einfach zu neuem Leben, zu Autorität und zu Herrschaft.

Und er hat dort unten dem Teufel die Schlüssel abgenommen. Da war kein Kampf, das war keine Schlacht mehr, sondern Jesus kam zu neuem Leben. Und alle Ketten des Todes – Apg 2,24 – fielen einfach von ihm ab.

Apg 2,24
Den hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte, wie es denn nicht möglich war, dass er von ihm behalten würde.

Die Ketten konnten ihn nicht halten. Ich sehe buchstäblich den Tod, wie er ihn gerne halten möchte. Er konnte nicht! Der Tod konnte ihn nicht halten. Eph 1,20 redet von einer gewaltigen Kraft Gottes, die Gott investiert hat, um ihn aus den Toten herauszuholen.

Eph 1
19 und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.
20 Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat

Wenn da unten das Territorium unter Gottes Herrschaft gewesen wäre, wofür hat es eine große Kraft Gottes gebraucht, ihn da heraus zu holen? Die Kraft Gottes hat es gebraucht, weil das da unten das Herrschaftsgebiet der Finsternis war. Und Jesus wurde herausgeholt. Röm 6,9 sagt, der Tod herrscht hinfort nicht mehr über ihn.

Röm 6,9
und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen.

Nun, wenn Worte etwas bedeuten, dann bedeutet dieser Vers, dass einmal im Leben von Jesus der Tod über ihn geherrscht hat. Wenn du sagst, ich fahre hinfort nicht mehr nach Spanien, dann weiß ich eines: Du warst mindestens ein Mal in Spanien. Du sagst: „Nein, wieso? Wie kommst du darauf? Nie im Leben – ich würde da nie hinfahren!“

Dann sage ich: „Moment einmal, ich bin ein Liebhaber für Sprache und für exakte Worte – dann darfst du nicht sagen: Ich fahre hinfort nicht mehr nach Spanien, sondern „ich werde nie nach Spanien fahren“ – das kannst du sagen. Aber wenn du sagst, ich fahre hinfort nicht mehr nach Spanien, dann sagst du damit, du warst ein Mal dort.

Wenn Paulus sagt, der Tod herrscht hinfort nicht mehr über Christus – dann sagt mir damit Paulus, der auch ein großer Liebhaber von Worten und von Wahrheit und von klaren Formulierungen war, es gab einmal einen Moment, wo Jesus vom Tod beherrscht wurde.

Wir müssen einfach den Mut haben, Worte in ihrer Bedeutung zu akzeptieren. Wenn wir großherzig darüber hinweggehen und sagen, nein, das heißt alles etwas ganz anderes, dann können wir auch fairerweise eigentlich nur sagen, wir klappen unsere Bibel zu und gehen nach Hause – über Theologie brauchen wir uns dann nicht mehr zu unterhalten. Wenn diese Worte, die wir da lesen, sowieso alle von uns umgebogen werden können in jede beliebige Richtung – und ein normales Wort dann nicht mehr das bedeutet, was es normalerweise bedeutet – dann kann man sich über Lehre nicht mehr unterhalten. Darüber muss man sich im Klaren sein.

Der Tod herrscht nicht mehr über ihn, das heißt: Er herrschte einmal über ihn, aber das ist vorbei. Er kam heraus, kam zu Leben, kam zu Herrschaft, kam zu Sieg.

(Ende.)

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (80:00 bis 85:00)

 

Und nicht als Siegreicher, sondern als einer, der abhängig war. Als ein Gefangener der Finsternis! Denkt an Jona – er war gefangen, es war dunkel, es war Isolation. Dorthin ging Jesus. Und er hat dort die Schmerzen des Todes für uns erlitten.

Und weil er dort illegalerweise war – zu Unrecht – nämlich: Er hatte nicht beide Qualifikationen. Er hatte nicht selbst in Sünde eingewilligt, er hatte nur unsere Sünde. So, das Resultat war da, aber nicht die eigene Verantwortung, die eigene Billigung von Sünde. Und weil Jesus dort war, und der Teufel das Recht des Todes angewandt hatte, zum allerersten Mal in einem Falle, in dem er es nicht hätte tun dürfen, deswegen konnte Gott ihn herausholen!

Das war kein Unfall, das war nicht ein Missgeschick, sondern als Jesus da unten im Totenreich war, war er genau dort gelandet, wo Gott und wo Jesus auch wollte, dass er sein würde. Das war göttliche Strategie. Und als Jesus da unten war, wurde er durch die Herrlichkeit Gottes – was ein anderes Wort ist für den Heiligen Geist – auferweckt. Nirgendwo, wenn es um diese Auferweckung Jesu aus den Toten geht, siehst du diese Formulierung „Jesus selbst einfach hat sich da raus wieder befreit“. Immer „er wurde auferweckt“. Es ist an ihm geschehen. Nicht er hat es gemacht. Warum hat er es nicht gemacht? Weil er es gar nicht konnte!

Er konnte nicht sich aus diesem Loch wieder herausholen. Sondern es kam Gott herab. Und dort ist etwas wunderbares geschehen wie das die Bibel sagt. Apg 13,28 – und es ist schade, dass wir hier schon wieder mit der Zeit zu kämpfen haben, aber das müssen wir uns unbedingt anschauen, weil das eine der kraftvollsten Aussagen ist zu diesem Ereignis. Dort redet Paulus von einer Verheißung.

Apg 13
32 Wir verkündigen euch die gute Botschaft von der zu den Vätern geschehenen Verheißung
33 dass Gott sie uns – ihren Kindern – erfüllt hat, indem er Jesus erweckte wie auch in Psalm 2 geschrieben steht: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.

Nun mal ganz langsam das irgendwie so auseinander nehmen: Hier ist von einer Verheißung die Rede, die den Vätern gegeben wurde. Was ist die Verheißung? Nun, dieses Zitat als Psalm 2: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt! Das ist die Verheißung, die den Vätern gegeben wurde.

Und Paulus sagt: Heute predigen wir eine gute Botschaft. Was ist die gute Botschaft? Dass die Verheißung nicht länger Verheißung ist, sondern dass Gott sie erfüllt hat. Die Verheißung „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“ ist erfüllt worden. Das sagt Paulus. Und wann ist sie erfüllt worden? Und da haben wir das ganze Bild dessen, was zwischen Kreuz und Ostermorgen tatsächlich geschehen ist. Diese Verheißung hat Gott erfüllt – ich bin jetzt bei Vers 33 – indem er Jesus erweckte.

Als Jesus aus den Toten herauskam, ist etwas geschehen, was die Bibel nennt: Er wurde gezeugt. Wie eine Neuschöpfung. Etwas neues ist in ihm geworden. Etwas neues hat Gott gewirkt – ein schöpferisches Wunder an seinem lieben Sohn dort unten im Totenreich. Das ist, was ich daraus lese. Und ich denke, jeder, der den Mut besitzt den Text einfach nur stehen zu lassen und zur Kenntnis zu nehmen, was gesagt ist, muss der Wahrheit einfach zustimmen – eine Verheißung ist erfüllt worden. Die Verheißung ist: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt – und sie wurde erfüllt, als Jesus auferweckt wurde.

Und das ist der Grund, ihr Lieben, warum Jesus an mehreren Stellen im Neuen Testament genannt wird: Der Erstgeborene aus den Toten.

Christus ist der Erstgeborene aus den Toten. Eine hochinteressante Formulierung! Und wenn du sagst, das ist alles schöne Theorie, dann möchte ich, dass du eine Erklärung einmal dir überlegst, was diese Formulierung bedeutet. Bevor ich diese Dinge studiert habe, ich habe gelesen: Jesus ist der Erstgeborene aus den Toten – ich habe nie verstanden, was das bedeutet.

„Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“ – ein Zeugung, eine Neuschöpfung ist geschehen. Er bekam göttliche Gerechtigkeit. Timotheus sagt: Er wurde gerechtfertigt im Geist. Er wurde gerecht gesprochen.

1Tim 3,16
Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Der offenbart worden ist im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (75:00 bis 80:00)

 

Jesus schrie auf, weil dieser Schmerz der Trennung für ihn etwas war, das konnte man nicht vorher üben im Himmel! Er war von Ewigkeit in totaler Liebe und Harmonie und Einheit und unglaublicher Liebe verbunden mit Gott und auf einmal kam diese Trennung. Und das war ein Schmerz für Jesus. Und darum schrie er auf. Gott hat ihn nicht verlassen, weil er gesagt hat irgendwie, du bist es mir nicht wert oder du bist nicht mein Sohn – sondern die Sünde trennt einen Menschen vom heiligen Gott.

Und als Jesus die Sünde genommen hat, und ich sage es zum dritten Mal, weil ich immer wieder merke, dass es Menschen gibt, die an der Stelle mich falsch verstehen wollen: Jesus hat nicht und niemals gesündigt – auch nicht am Kreuz. Aber er hat meine Sünde genommen, und er hat die Sünde der Welt genommen, und danach war er getrennt von Gott. Das ist, was die Bibel sagt. Er war getrennt von Gott.

Und als er dort am Kreuz dann starb, dann starb er mit unserer Sünde. Johannes sagte: „Er trägt die Sünden der Welt hinweg“.

Joh 1,29
Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!

Er trägt unsere Sünde hinweg. Wenn wir Jesus dann glorreich sehen wie er dann am Ostermorgen wiederaufersteht in großer Herrlichkeit und Kraft und Reinheit und Vitalität und Stärke – dann sehen wir, er ist frei von Gebrechen, frei von Schmerzen, frei von all diesen Dingen. Aber als er am Kreuz war, er war beladen mit diesen Dingen und er wurde zur Sünde und er war getrennt von Gott.

Also die Bibel redet davon, und Jesus hat es auch in Bildern so gesagt. Denkt an die Situation, wo er redet von dem Zeichen des Jona. Er sagt: Ihr werdet ein Zeichen bekommen, das Zeichen des Jona – so wie Jona für drei Tage im Bauch des Fisches war, so auch der Sohn des Menschen.

Was war der Bauch des Fisches für Jona? Ein Ort der Dunkelheit, ein Ort der Trennung, ein Ort, wo er sich nicht selbst helfen konnte. Hätte der Fisch Jona nicht ausgespuckt, Jona hätte sich nicht helfen können. Und Jesus ging freiwillig, nachdem er unsere Sünde genommen hatte, an den Ort, wo er sich nicht helfen konnte. An den Ort der Dunkelheit, an den Ort der Trennung. Jesus ging in das Totenreich, sagt die Bibel, und er ging keineswegs dort von Anfang an siegreich hinein, sondern er ging dort als ein Gefangener. Er ging dort mit unserer Sünde hin und da ist der entscheidende Punkt: Jesus hat dem die Macht des Todes genommen, der sie inne hatte. Und das ist der Teufel.

Warum hatte er die Macht des Todes? Weil jeder Mensch, der nach Adam oder eben nach dem Sündenfall gestorben war, mit zwei Dingen sich ausgezeichnet hatte: Er hatte die Sünde an sich, das Wesen der Sünde an sich – und er hatte gesündigt. Und das hat dem Teufel das Recht gegeben, den Menschen nach dessen Tode in das Reich der Finsternis und der Qual hineinzunehmen. Und in diesem unglaublichen Siegestaumel und dieser Begeisterung hat der Teufel etwas entscheidendes übersehen: Als Jesus mit unserer Sünde starb: Es war nicht die Sünde von Jesus, es war unserer Sünde.

Jesus hatte nie gesündigt. Und als Jesus in das Totenreich hineingebracht wurde, um dort, wie die Bibel das sagt, Schmerzen zu erleben. Den (also Jesus) hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte. Und „Wehen“ eigentlich ist dasselbe Wort wie auch sonst wo es anderer Stelle gebraucht wird, für „Schmerzen“. Wie es denn nicht möglich war, dass er von ihm (dem Tod nämlich) behalten würde.

Apg 2,24
Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen/Schmerzen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass Er von ihm festgehalten würde.

Die Schmerzen des Todes, die hat Jesus für uns erlitten. Wie es Hebräer sagt: Er hat für uns alle den Tod geschmeckt.

Hebr 2,9
Wir sehen aber Jesus, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jeden den Tod schmeckte.

Und der Tod der Sünde ist nicht nur physische Pein, Sünde und Krankheit und Trennung von Gott – der Tod oder die Bezahlung von Sünde ist auch die endgültige Trennung von Gott. Und an diesen Ort der totalen Isolation und Trennung von Gott, dorthin ging Jesus.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (70:00 bis 75:00)

 

Und Jesus wurde dann ans Kreuz genagelt. Ohne dass es der Teufel wusste, dass er damit erfüllte, was schon Jahrhunderte vorher – 700 Jahre oder so vorher – schon der Prophet David geredet hat als er im Psalm 22 dieses Wort brachte: „Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt“.

Ps 22,17
Denn Hunde haben mich umgeben, / und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben.

Eine Methode der Hinrichtung, die es zu der damaligen Zeit überhaupt nicht gab! Erst Jahrhunderte später haben die Römer sie mitgebracht oder erfunden. Und Jahrhunderte vorher, David redet von diesem Kreuzestod. Und von vielen, vielen anderen Dingen auch, die geschehen sind als Judas Jesus verraten hat mit dem Geld. Der Betrag des Geldes wurde vom Propheten – 22 Silberlinge – wurde vorhergesagt! Damit wir genügend Anhaltspunkte haben, und jeder der ein bisschen nachdenken will, Anhaltspunkte haben kann, dass das nicht eine normale Angelegenheit war, sondern hier etwas außerordentliches geschehen ist.

Okay, 1 Kor 2,6-8 redet von dem Kreuz als die verborgene Weisheit Gottes.

1 Kor 2
6 Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, jedoch nicht Weisheit dieses Zeitalters, auch nicht der Fürsten dieses Zeitalters, die zunichte werden,
7 sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit.
8 Keiner von den Fürsten dieses Zeitalters hat sie erkannt – denn wenn sie sie erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben

Die Weisheit, die den Fürsten, den Herrschern dieser Welt verborgen war. Was sind die Herrscher dieser Welt? Nicht Pontius und Pilatus und all die anderen – die Herrscher dieser Welt, das sind die Mächte der Finsternis, von denen Paulus in Epheser 6 redet – die Geister in der Himmelswelt, die Herren dieser Welt, die Weltbeherrscher dieser Finsternis, dämonische Strukturen unterhalb des Teufels, die diese Erde umspannend kontrollieren und regieren.

Eph 6,12
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

Über jedem Land, über jeder Nationalität, über jeder wichtigen Institution, überall diese Mächte der Finsternis, die dort eben den Plan des Teufels, den Plan der Zerstörung vorantreiben sollten. Und Gott sagt, das Kreuz war eine verborgene Weisheit. Und die Herren dieser Welt haben es nicht verstanden. Und er sagt dort: Wenn sie gewusst hätten, was das Kreuz ist, hätten sie Jesus nicht gekreuzigt. Wenn sie gewusst hätten, was das Kreuz ist, sie hätten das nicht getan. Das Kreuz war eine verborgene Weisheit, der Plan Gottes. Es war der Plan Gottes – es war nicht ein Missgeschick, es war nicht irgendwie, dass der Teufel auf einmal irgendwie ein gewendetes Schicksal bekam und auf einmal irgendwie die Dinge für ihn gut standen. Sondern während er glaubte, siegessicher voranzuschreiten und schnell das Problem erledigt zu haben, vollführte er unwissend unter göttlicher Regie den Willen Gottes aus. Jesus hatte sich in seine Hände gegeben, damit genau das geschehen würde. Wenn wir das so sehen, dann sind die Ideen von dem gescheiterten Sozialrevolutionär – das ist alles Müll! Das war kein Verlust, das war der Beginn der Wende. Das war der Beginn von Gottes großartigem Plan der Erlösung. Jesus war am Kreuz, und er war dort total unfähig noch irgendetwas für sich zu tun. Er war unfähig sich zu wehren, er war unfähig sich aus dieser Situation wieder zu befreien. Und das war genau der Ort, an dem er sein wollte.

Und als er dort war geschah etwas, was der Teufel niemals sich hätte vorstellen können, was er nie geglaubt hätte, dass Gott so weit gehen würde – Jesus selbst nahm die Sünde der Welt auf sich. Wie Johannes, der Täufer gesagt hat: Dies ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg trägt. Jesus nahm die Sünde der Welt.

2 Kor 5,21
Den, der Sünde nicht kannte, hat er (Gott) für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.

Wiederum hier dieser Austausch: Jesus wurde zur Sünde, damit wir die Gerechtigkeit sein können. Diese Gerechtigkeit, die Jesus hatte und die er war. Dieser Austausch ist am Kreuz geschehen – Gott hat Jesus zur Sünde gemacht. So wie es Luther auch bekennt und wie er es schreibt: Dass Jesus sich herabgelassen hat unter den Teufel, unter die Welt, unter die Sünde.

Heute gibt es einige Theologen – inzwischen ist der Streit irgendwie abgeflaut, man findet neue Themen, das hat sich beruhigt – aber vor etlichen Jahren ging es heiß her in deutschen Landen und man hat sehr darüber darüber diskutiert, darf man das so sagen? Ist Jesus geistlich gestorben oder nicht? Und wurde er zur Sünde oder nicht und war er dann noch der Sohn Gottes oder wie soll man das alles sehen usw.?

Aber ich sage einfach das, was das Wort sagt. Er wurde zur Sünde.

Nicht, weil er gesündigt hat – Jesus hat nicht gesündigt. Er war sündlos, aber er hat unsere Sünde auf sich genommen. Nur: Nachdem er unsere Sünde auf sich genommen hatte, war er nicht mehr der heilige, makellose, reine Sohn Gottes – und Gott musste sich wegen der Sünde abwenden. Und das ist, warum Jesus sagt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Mt 27,46
Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (65:00 bis 70:00)

 

Dann kamen sie in den Garten dort, wo Jesus war. Sie kamen mit Waffen, mit Lanzen, mit Schwertern, eine ganze Schar von Soldaten kam und sie wollten ihn gefangennehmen. Und wiederum – wir sind das manchmal so gewohnt aus unserer religiösen Brille das zu sehen – sie kommen dahin und sie wissen nicht, wer Jesus ist! Warum nicht? Weil er den Heiligenschein, den wir auf den religiösen Bildern sehen, gar nicht hatte! Wir sagen, „naja, den hätte doch mit Leichtigkeit im Dunkeln gesehen, da leuchtet er doch!“ Er hatte keinen! Und deswegen kommen sie dahin und ironischerweise – Jesus weiß, wer sie sind und warum sie gekommen sind, und er tritt ihnen entgegen und sagt: „Wen sucht ihr?“ Und er wusste, dass sie ihn suchen. Aber sie wussten nicht, dass er der war, den sie suchten.

Und sie sagten: „Jesus von Nazareth“. Und das war eine herrliche Situation. Er sprach dieses kraftvolle Wort: „Ich bin!“ – „Ich bin“ – das war immer, wie Gott sich vorgestellt hatte. Und da war so viel Saft und Kraft und Leben und Power drin in diesem Wort – „ich bin“. Die Bibel sagt, die Soldaten wichen zurück und fielen um. Sie fielen hin auf den Boden! Was für ein Geschepper, all ihre Waffen klirrten durcheinander und da lagen sie auf dem Boden. Er hat sie gar nicht angerührt, er hat nichts gemacht. Er hat nur gesagt: „Ich bin“.

Und das war doch immer seine Botschaft: Ich bin der Weg, das Leben, die Wahrheit. Ich bin der wahre Weinstock. Ich bin, ich bin das Licht der Welt. Ich bin. Das war immer seine Botschaft: „Ich bin“. Als Mose wissen wollte, „Gott, wer bist du? Du sagst, ich soll Ägypten befreien, aber wirst du auch mit mir sein? Wer bist du? Wie ist dein Name?“ – „Ich bin!“

Gott ist: „Ich bin“. Nicht: „Ich war“ oder „ich werde sein“ – „ich bin“. Jetzt, hier, gegenwärtig!

Und da war so viel Dynamik drin, dass sie alle zu Boden gingen. Und er muss sie sozusagen ermutigen, dass sie wieder zu sich kommen und sagt, versuchen wir es noch einmal – „wen sucht ihr?“ – und ich glaube, diesmal war es nicht sehr siegessicher, „wir kommen hier, wir sind kräftig ausgerüstet, egal, wer es von euch ist und wer sich wehren wird, fällt gleich auf der Stelle gefällt von unseren Schwertern um. Wir nehmen hier, was wir haben wollen“. Die Kühnheit, diese Vermessenheit war ihnen abhanden gekommen, weil sie gesehen haben, hier ist nicht ein normaler Mensch, das ist etwas anderes.

Und sie sagten noch einmal: „Jesus von Nazareth“. Sehr viel betretener, nicht mehr siegessicher. Und sie wussten, diesen Mann können sie nicht greifen. Und er gab sich freiwillig in ihre Hände und sagt: „Ich bin es. Wir können gehen, ich bin bereit mitzugehen“. Er gab sich in die Hände der Sünder.

Als ich früher noch hier oben durch die Drogen und vieles andere irgendwie nicht so klar im Kopf war – ich habe auch etwas über Jesus gehört und ich dachte, er ist der gescheiterte Sozialrevolutionär. Ach, der arme Mann. Er hat es gut gemeint, er wollte die Gesellschaft reformieren, aber leider nachher – das Establishment hat es nicht zugelassen. So ähnlich wie mit unserer Landkommune.

Jesus war kein Gescheiterter! Jesus war siegreich, und er gab sich nicht als ein Überwundener, sondern er gab sich als Herr in die Hände der Sünder und damit eben auch – und das müssen wir immer wieder sehen, so diese Komponente – in die Hände des Teufels! Wenn Gott etwas tun will, er braucht gerechte Menschen. Wenn der Teufel etwas tun will, er braucht ungerechte Menschen, die bereit sind, zu tun das Böse und das Ungerechte. Und als Jesus sich in die Hände der Sünder gab, gab er sich damit indirekt in die Hände des Teufels. Ja, der war total verblüfft! Wie kann das sein?! Der war immer unantastar und jetzt auf einmal haben ihn meine Männer?!

Und sie fingen an, alles mögliche zu tun, ihn zu schlagen, ihn anzuspucken, ihn zu verspotten, ihm wehzutun, ihn zu geisseln, alles mögliche zu tun – und der Teufel kann es gar nicht begreifen. Der wehrt sich nicht! Er wehrt sich überhaupt nicht! Kein Engel ist da, niemand hilft ihm, er ist ganz alleine! Er ist in meiner Hand!

Das war für ihn – Hoffnung kam wieder in ihm auf. Hoffnung. Ich habe eine reale Chance zum ersten Mal zu beweisen, dass der Gott, der von Ewigkeit her der Herrscher des Universums ist, dass er gelogen hat, dass er selbst sein Wort nicht halten kann. Er hat versprochen, „dieser Mensch wird kommen, mir die Macht nehmen“ – und was ist? Ich habe ihn in meiner Macht! Ich tue mit ihm, was ich will. Ich kann ihn verspotten, kann ihn als König präsentieren mit Dornenkrone und Mantel, ich kann ihn schlagen, ich kann alles machen – er wehrt sich nicht, er ist total in meiner Hand.

Hoffnung kam in ihm auf – jawoll! Er konnte es nicht verstehen, was diese Wende bewirkt hatte. Aber er sagte: Das ist ein großer Tag. Mit diesen Kampagnen, mit diesem „über die Dörfer gehen und Hände auflegen und diesem Dämonen austreiben“ – damit ist jetzt Schluss! Und er sagte den Jungs, flüsterte ihnen ins Ohr, was sie machen sollten: Diese Hände werden nie wieder auf Kranke gelegt! Die werden jetzt angenagelt und da bleiben sie! Und diese Füße laufen in kein Dorf mehr, diese Füße gehen nirgendwo mehr hin, Schluss, aus, vorbei!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (60:00 bis 65:00)

 

Und so wurden sie aufgestachelt, etwas zu unternehmen. Sie beschlossen, Jesus umzubringen. Stell dir mal vor – die, die die Liebe gepredigt haben, beschlossen, Jesus umzubringen! Da kannst du sehen, das waren alles nette Worte, und ihr Herz – wie Jesus gesagt hat – war eine Mördergrube.

Ihre Taten haben bewiesen, dass das wirklich so war wie Jesus gesagt hat. Und so gibt es auch heute viele, die predigen Liebe und predigen Frieden – und da drin ist eine Mördergrube und sie planen die schrecklichsten Dinge. Und der Teufel gebrauchte diese Menschen. Sie versuchten, Jesus umzubringen, und etwas interessantes passierte: Zum Beispiel in Nazareth, gleich ziemlich am Anfang des Dienstes von Jesus. Sie waren sehr, sehr erbost über die Botschaft von Jesus, weil Jesus zu ihnen gesagt hat: „Wenn Gott eingreifen soll im Leben und ein Wunder bringen soll, selbst wenn da genügend Probleme und Mangel da sind – dieser Mensch, der die Hilfe Gottes erleben soll, braucht bestimmte Qualitäten“. Und Jesus bringt Beispiele – zu Zeiten von Elija gab es viele, viele Leute, die in Nöten waren und vom Propheten Elisa usw. diese Beispiele. Und es war immer nur ein Mensch, der die Hilfe Gottes bekommen hat. Und das ist auch noch sogar skandalöserweise ein Ausländer gewesen.

Mit anderen Worten: Kein anderer in ganz Israel war ein Kandidat, hatte sich qualifiziert durch Hingabe und Liebe zur Wahrheit für ein Eingreifen Gottes.

Und sie haben die Botschaft von Jesus sehr wohl verstanden. Sie waren sehr, sehr erbost darüber. Statt zu sagen: „Gut, dann werden wir uns ändern“ haben sie beschlossen: „Wir werden ihn umbringen“. Wie kann er uns so die Wahrheit sagen?!

Und angetrieben von der satanischen Macht versuchten sie Jesus eine Klippe runterzustürzen. Und ich kann mir das lebhaft vorstellen – wiederum nicht sehr theologisch, aber so in meiner wild gewordenen Fantasie: Dutzende und dutzende von Menschen und da ist der Abhang und sie drängen Jesus immer mehr, immer mehr. Und der Teufel sagt: „Ja, richtig so. Noch einen Meter, noch einen Meter, noch einen Schritt, jawoll, jetzt gebt ihr ihm den letzten Tritt und dann haben wir es geschafft!“ Und Jesus war an der Klippe und sie setzten an. Und der Teufel sagt: „Ja, ja, ja, weiter, weiter, weiter!“ Und Jesus dreht sich um – und er geht einfach durch diese Masse hindurch. Niemand rührt ihn auch nur an.

Warum? Weil irgendwie eine Macht über ihm war, irgendwie war ein Schutz da, vielleicht eine ganze Eskorte von Engeln um ihn herum. Ich kann mir vorstellen wie sie ihren Chef begleitet haben. Und sie schritten majestätisch, und da standen die bösen Geister – „hähä!“ – und sie gingen und haben Jesus den Weg frei gemacht. Niemand getraute sich ihn anzufassen.

Lukas 4
28 Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn, als sie dies hörten.
29 Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen.
30 Er aber ging mitten durch sie hindurch und zog weiter.

Er war unter göttlicher Immunität. Und so war es manche Male. Sie versuchten ihn umzubringen und nichts gelang. Nichts gelang von dem, was sie taten. Und es wurde immer ärger. Es wurde immer ärger.

So, Jesus war unter göttlicher Immunität, weil da keine Sünde war. Jesus sagt einmal: „Es kommt der Fürst dieser Welt, er findet nichts in mir. Er findet nichts in mir“.

Joh 14,30
Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt; und in mir hat er gar nichts

Und dann kommt diese Situation, wo Jesus seine Jünger vorbereitet und sagt: „Ich werde in die Hände der Leiter übergeben werden, und ich muss viel leiden“. Und sie verstanden nicht, wovon er redet. „Wieso leiden? Was heisst hier „leiden“? Wir waren bisher immer siegreich. Wenn wir immer hinter dir hergegangen sind, irgendwie ist nie etwas fehlgeschlagen, es ging immer gut. Du hast jede Situation gelöst. Wenn sie dir knifflige Fragen gestellt haben, du hast immer eine gute Antwort parat gehabt – nie hat jemand uns etwas an den Karren fahren können – es ist immer gut gegangen. Wovon redest du? Du musst leiden, du musst sterben, das verstehen wir alles gar nicht, es läuft doch prächtig, wir sind 83 – wir erobern die Welt und es läuft doch sehr dynamisch alles. Wovon redest du, wir verstehen das nicht“.

Sie verstanden nicht, dass all das nichts nützen würde wenn es nicht eine wirkliche Erlösung von der Macht der Sünde und von der Macht der Finsternis gibt, die eben in der Sünde sich begründet.

Und dann kam dieser Tag, wo Jesus von seinem Abschied geredet hat. Und er sagt: „Ich gehe weg, und ihr seid jetzt traurig“. Und sie haben das alles überhaupt nicht verstanden. Und Jesus hat sich freiwillig in die Hände der Sünder gegeben, hat das sehr klar herausgestellt: „Niemand nimmt mein Leben“, hat er gesagt. „Niemand nimmt mein Leben, sondern ich habe Macht, es zu geben. Ich habe Macht es zu geben und wieder zu nehmen“.

Joh 10
17 Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich’s wieder nehme.
18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.

Und das wurde herrlich demonstriert dann als ein neuer Komplott geschmiedet wurde und Jesus sollte dann von dieser Tempelwache gefangen genommen werden und sollte vor Gericht gestellt werden.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (55:00 bis 60:00)

 

Er gibt sich so viel Mühe, in ein Leben Zerstörung zu bringen, und dann kommt Jesus, spricht ein Wort, legt einmal die Hand auf, und der ganze Spuk ist vorbei. Ich meine, das ist frustrierend, nicht wahr? Mit so viel Mühe und Eifer und Überstunden bastelt der Teufel da an Krankheiten und strickt da an allen möglichen dämonischen Dingen, und dann kommt Jesus und sagt: „Sei gesund!“ Und das war’s.

Das ist doch frustriend für einen Teufel, oder? Und das war nicht nur ein Fall, das waren hunderte, nachher tausende. Und dann wurde die Geschichte dramatisch. Jesus nahm zwölf Jünger und bildete sie aus und sagt: „Jetzt geht ihr!“ Und hat ihnen genaue Anweisungen gegeben, was sie tun sollen: Sie sollen eine Botschaft bringen, ihr könnt schon raten, welche das war: „Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen, kehrt um!“ Und sie sollten dasselbe tun wie er, auf Kranke die Hände legen und den bösen Geistern befehlen. Stell dir mal vor, was für ein Fortschritt! Vorher war es einer, jetzt waren es 13, die überall rumgingen, überall! Dreizehn Leute mit einer Botschaft, mit einem Programm!

Der Teufel wurde langsam nervös, ja? Und die Leute rannten in Scharen einfach, wo Jesus kam, wo sie hörten, dass er kommen würde, sie rannten. Es gab kein Gebäude, was groß genug war. Zu tausenden kamen sie zusammen. Und der Teufel sagt: So langsam graben die mir hier das Wasser ab!

Und es wurde noch ärger: Jesus wählte noch einmal 70, bildete sie aus, schickte sie aus mit einer Botschaft, mit einem Programm: „Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“ und „Heilt die Kranken! Weckt die Toten auf! Treibt die bösen Geister aus!“ Da waren es 83, die umhergingen und heilten und befreiten und überall demonstrierten, der Teufel hat ausgedient, ein Stärkerer ist hier. Dämonie, Krankheit, Gebundenheit, Zwänge, all das hat nicht mehr das letzte Wort – etwas stärkeres ist ins Land gekommen. Das war in aller Munde, das wurde eine Volksbewegung. Und wo immer heute oder in der Vergangenheit das selbe wieder geschehen ist, ist es auch eine Volksbewegung geworden. Und der Tag wird kommen, wenn wir herangereift sind und viele Dinge verlernt haben, die wir jetzt noch haben und vieles gelernt haben, was wir noch nicht haben – wir werden das erleben. Wir werden Apostelgeschichte erleben.

Und wir werden das sehen, was sie woanders haben. Was sie jetzt schon haben – in Argentinien. Was sie haben in manchen Ländern in Afrika. Wir werden das – gerade vor ein paar Tagen sah ich ein Video, wie Kranke geheilt wurden, Blinde sehend wurden in Äthiopien – Hallelujah. In Äthiopien! Und was war? Tausende von Leuten! Das ist nicht irgendwie eine Sache, wo dann drei religiöse Hobby-Spezialisten dann sagen: „Naja, gut, wir haben heute nichts anderes zu tun, schauen wir mal dahin, was da passiert mit den Blinden“. Wo immer das geschieht, gibt es ein Problem: Zu wenig Stühle.

Wo immer das geschieht auf dieser Erde. Diese wunderwirkende Kraft Gottes im Namen Jesu wirkt und keine Massen anzieht – das gibt es nirgendwo auf dieser Erde! Nirgendwo. Und wir müssen das ganz klar sehen ohne dass das jetzt lieblose Kritik ist – unser momentaner Zustand ist total unbiblisch, total unbiblisch! Und ohne dass wir das zunichte machen wollen, was Gott schon gegeben hat, müssen wir einen Hunger haben nach dem Echten, nach dem Vollen, nach dem Ganzen. Das ist unbedingt notwendig, sonst sterben wir bei lebendigem Leibe. Und wir schlafen ein, und man kann beim Laufen uns die Schuhsohlen besohlen, weil wir so lahm sind und keinen Drive haben, keine Power haben, nicht beten können, keine Ziele haben, keinen Eifer haben und richtig charismatisch einfach eingelullt und versackt sind.

Ja! Du kannst in Zungen sprechen und hast trotzdem keine Sehnsucht für das Reich Gottes – und du bist genauso verführt und tot wie irgendjemand anders auch.

Aber das wollen wir nicht, deswegen sitzen wir hier und deswegen lernen wir. Amen? Okay.

Gut, also das war eine sehr interessante Situation: 83 Leute, eine Botschaft, ein Programm, zig tausende von Leuten waren unterwegs. Da wurde der Teufel nervös. Da wurde er sehr nervös und hat gesagt: „Ja, jetzt kann ich mir vorstellen, wenn das so weitergeht – demnächst machen die eine Bibelschule auf, und dann trainieren sie tausend Leute, die das tun. Und die tausend Leute gehen in alle Länder und machen Tausend Bibelschulen auf, und dann trainieren sie hunderttausend Leute. Und so kann man sich ausrechnen, irgendwann in ein paar Generationen, sieht es hier für mich ganz schön brenzlig aus. Wir wüssen das unbedingt stoppen!“

Und wenn der Teufel arbeiten will auf der Erde, genau wie Gott, braucht er Menschen. Wenn Gott arbeiten will, Er brauchte gerechte Menschen, die die Wahrheit lieben und die für das Gute sich einsetzen wollen. Und wenn der Teufel arbeiten will, dann braucht er ungerechte Menschen, die die Lüge lieben, die das Böse tun wollen, und das Böse gutheißen wollen. Und er gebraucht sie. Und in diesem Falle waren es – auch in manchen anderen Situationen der späteren Zeit der Menschheit – waren es die professionellen Religiösen. Sie waren eifersüchtig. Und der Teufel konnte mit Leichtigkeit ihnen klar machen: Wenn das so weitergeht, wird in ihre langweiligen Gottesdienste bald keiner mehr kommen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (50:00 bis 55:00)

 

Und die Bibel redet davon, dass Jesus Seine ganze Herrlichkeit im Himmel gelassen hat. Er hatte nicht irgendwie Kraft seiner Gottheit übernatürliche Ausstattung. Er hatte überhaupt keine übernatürliche Ausstattung, die hat er alle zu Hause gelassen. Dreissig Jahre lebte er wie ein unscheinbarer Mensch, wiewohl er frei war von Sünde und den Willen Gottes tat.

Aber dann in dieser Situation des Jordans, wo Jesus sich taufen ließ, war etwas anderes: Der Heilige Geist kam auf ihn herab in Gestalt einer Taube. Und das erste was geschah: Der Heilige Geist führte ihn eben in diese Wüste, und dann aber auch wieder heraus aus der Wüste. Die Wüste war ein Ort der Konfrontation und wo der Teufel gesehen hat, diesem Menschen kann ich nicht so leicht etwas anhaben. Jesus gewann diese Runde und der Dienst Jesu begann.

Jesus ging umher und er hatte ein Botschaft. Was war seine Botschaft? „Kehrt um, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“. Dasselbe, was Johannes gesagt hat. Nur es war noch näher gekommen! Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.

Und jetzt sogar noch deutlicher demonstrierte er das Reich Gottes: Er trieb Dämonen aus. Also, er brachte dem Teufel eine öffentliche Niederlage bei. Und er sagte: Leute, wenn ich die Dämonen austreibe, dann ist es der Beweis, dass das Reich Gottes gekommen ist – es ist mitten unter euch. Und das war eine Logik, die den Leuten eingeleuchtet hat und die auch heute noch einleuchtet. Wenn du im Namen Jesu die Dämonie über einem Menschen brechen kannst, dann hat er verstanden, du hast etwas, was mehr ist, was mehr Kraft hat als die Macht der Finsternis.

Wenn sich die Krankheit und die Gebundenheit und die Zwänge und all das beugen muss, dann bedeutet das, etwas stärkeres ist gekommen. Jesus demonstrierte das Reich Gottes, er demonstrierte, er redete nicht nur von einem guten Gott im Himmel, sondern er demonstrierte auch wie Gott ist.

Er heilte die Kranken, er beugte sich zu denen, die niedergeschlagen waren, hat aufgehoben, ermutigt, die Abgelehnten, Ausgestoßenen hat er wieder hineingenommen in die Gesellschaft, hat sie angenommen, hat sie gereinigt, hat gezeigt einfach, dass Gott ein erbarmender Gott ist. Und seine Botschaft war: „Die Werke, die ich tue, tue ich nur deswegen, weil ich sehe wie das Gott, der Vater sie tut. Ich tue seine Werke. Wenn ihr mich seht, seht ihr den Vater“.

Sie hatten Konzept von Gott, dem Vater. Und Jesus zeigte ihnen wie Gott sein würde. Er sagt: „Wenn ihr seht, wie ich mich der Kranken erbarme, das ist der Vater – so ist der Vater“. Das war eine gewaltige Botschaft, die sehr anschaulich war und die die frommen Führer sehr in Verlegenheit gebracht haben. Jesus hat geheilt und er hat ihre ganzen kleinlichen Gesetze, die sie total verkehrt verstanden haben und missbraucht haben, um Menschen zu knechten, hat er zunichte gemacht. Sie hatten die unsinnigsten Regeln aufgestellt. Und Jesus zerbrach das alles. Und er sagte: „Der Mensch ist nicht für den Sabbat, sondern der Sabbat ist für den Menschen“. Er heilte am Sabbat und das hat sie total aufgeregt. Sie haben gesagt: „Das ist doch nicht richtig! Man muss doch am Montag heilen und nicht am Sabbat oder am Sonntag oder so!“ Als wenn sie einen Heilungsdienst gehabt hätten!

Jesus hat sie provoziert. In ihrer Versammlung war ein Kranker, und er holt ihn hervor und sagt: „Komm mal her“. Und er zeigte auf die Pharisäer und sagt: „Ist es recht zu heilen am Sabbat oder nicht?“ Und er sagt: „Ihr Heuchler, wenn eure Kuh oder euer Vieh in den Brunnen fällt, ihr holt es raus. Ihr sagt nicht: Es ist Sabbat, lass es drin, wir dürfen keine Hände krumm machen, sondern wir warten bis dann der Sabbat vorüber ist und dann holen wir unsere Kuh raus“. Er sagt: „Jeder von euch würde das tun, also bitte – wenn ihr euch um euer Vieh kümmert, ich kümmer mich um meine Kinder“.

Mit anderen Worten: Ihr seid geistliche Führer, die sich überhaupt nicht um das Volk kümmern. Das war für sie nicht gerade sehr angenehm. Das war eine Bankrott-Erklärung, die er ihnen da präsentiert hat. Und sie waren nicht gerade sehr erbaut über diesen Menschen wie man sich vorstellen kann.

Und so ging Jesus umher und hat Menschen geheilt und hat demonstriert das Reich Gottes: Gott ist ein guter Gott. Gott kann heilen, kann Frieden bringen, kann reinigen, kann wiederherstellen, Gott bringt das, was man verloren hat, wieder zurück. All das ist der Inhalt seiner Wunder. Und das ist so motivierend einfach in diesem Sinne so durch die Evangelien zu gehen und sich vorzustellen: Ja, was hat dieses Wunder für eine Botschaft für den Teufel?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (45:00 bis 50:00)

 

Und wenn jetzt Johannes, der Täufer, sagt: „Da ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt“ – das war für sie eine gewaltige Botschaft. Und das war für den Teufel die Offenbarung, sozusagen der Schleier wurde hinweggenommen und auf einmal wußte er, der ist es.

Wenn er die Sünden der Welt hinwegnimmt – wie immer er das tun wird – wenn er die Sünden der Welt hinwegnimmt, dann ist er der Erlöser. Wer die Sünden wegnehmen kann, das ist der Erlöser. Der hat Macht von Gott und der wird mir gefährlich. Das war eine Offenbarung.

Eine Stimme Gottes kam vom Himmel: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“.

Mt 3,17
Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.

Der Teufel wusste, die Menschen waren Sünder. Und an keinem konnte Gott wirklich Gefallen haben. Und auf einmal das Zeugnis Gottes: An ihm habe ich Wohlgefallen. Da waren die Fronten klar. Da war klar, wer hier gekommen war und was das alles bedeutet. Und deswegen dann als allererstes nachdem sozusagen das Geheimnis gelüftet war – die Konfrontation in der Wüste.

Jesus, vom Heiligen Geist geführt in die Wüste, hat diese Konfrontation. Er fastet, er betet und der Teufel kommt und der Teufel hat ein Ziel: ihn zur Sünde zu verleiten. Weil er weiß, wenn dieser Mann in Sünde einwilligt, danach kann er machen, was er will, danach kann er versuchen, was möchte – wenn er in Sünde einwilligt, ist er nicht mehr qualifiziert, der Erlöser zu sein und die Sünden hinwegzunehmen. Die Sünden hinwegnehmen kann nur das reine, fleckenlose, makellose Lamm.

Und deswegen dieser Versuch Jesus zur Sünde zu motivieren. Was mir sagt – wenn ich den Charakter des Teufels richtig verstehe, dass er faul ist – er wird nichts tun, was von vornherein unmöglich ist: Es war theoretisch möglich! Viele denken von der Heiligkeit Gottes, das ist so irgendwie so eingebaut oder irgendwie so automatisch da. Es hat sehr wohl etwas mit Hingabe und mit Entscheidung zu tun. Es war möglich für Jesus zu sündigen! Wenn es nicht möglich gewesen wäre für Jesus zu sündigen, warum hat der Teufel sich 40 Tage in der Wüste darum bemüht, es zu erreichen?

Sünde und Sündlosigkeit ist nicht etwas, was irgendwie der eine hat, der andere nicht hat, sondern es hat sehr wohl – ich rede hier nicht von Willenskraft oder so etwas, aber in dieser Situation mit Jesus – es hat sehr wohl auch etwas mit seinem Willen und mit seiner Entscheidung zu tun. Und er willigte nicht ein in Sünde.

Und ich will jetzt nicht durch die verschiedenen Dimensionen der Versuchung eingehen, die dort also stattgefunden haben. Das ist insich eine interessante Situation, aber für uns jetzt hier nur interessant ist: Jesus widerstand dem Teufel auf eine sehr interessante Art und Weise: „Es steht geschrieben …“

Wie am Anfang auch Eva im Garten – der Teufel kam, versuchte sie, und was tat sie? Sie nahm das Wort Gottes. Sie zitierte das Wort Gottes. Sie sagte: Das ist, woran wir hingegeben sind, das ist, was wir glauben, das ist, was wir erleben werden, das ist, was bewiesen wird durch unser Leben.

Leider hat sie das nicht lang genug durchgehalten, aber so hat sie angefangen, das war glorreich, das war richtig, das war gut. Und Jesus hat es durchgehalten. „Es steht geschrieben …“ Und er zitierte das Wort Gottes, aber nicht nur aus dem Kopf, nicht nur aus der Sonntagsschule oder so irgendwie, sondern sein ganzes Herz, sein ganzes Leben, alles stand dahinter. So wie er manches Mal gesagt hatte: „Die Schrift muss erfüllt werden“.

Mt 26,56
Aber dies alles ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden. Da verließen ihn die Jünger alle und flohen.

Und die Bibel redet von seinem Leben dann. Er traf Entscheidungen auf dass die Schrift erfüllt würde.

Joh 19,28
Danach, da Jesus wusste, dass alles schon vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet!

Wenn wir nur das lernen würden – eine solche Hingabe an das geschriebene Wort Gottes zu bekommen wie Jesus das hatte. Wir würden unsere Entscheidungen treffen auf dass die Schrift erfüllt wird. Denn die Schrift sagt eine Menge auch über dich und über mich. Und wenn ich sage, ich will so leben, dass die Schrift, die von mir zeugt – du sagst, wo steht „Hartwig Henkel“ in der Bibel? – Nun, nicht gerade mit Namen, aber da stehen viele, viele Dinge drin, die ein Kind Gottes kennzeichnen, und ich bin ein Kind Gottes, also betrifft es auch mich. Und wir können diese Hingabe lernen von Jesus – „auf dass die Schrift erfüllt würde“. Hallelujah. Okay.

Gut, dann also ging die ganze Geschichte weiter, nahm also dramatische Dimensionen an, der Teufel hat verloren die erste Runde. Jesus widerstand ihm mit dem Wort. Nicht mit der Aussage: „Teufel, was willst du? Ich bin Gott, ich bin der, der damals dich geschaffen hat, erinnerst du dich dran? Ich bin der Boss?!“

So hat er ihm nicht widerstanden, sondern er widerstand ihm auf die Art und Weise, die auch uns möglich ist: Durch das Wort Gottes.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (40:00 bis 45:00)

 

Was ist die Herrschaft Gottes über den Menschen? Das Ende der Herrschaft des Teufels! Das ist die Herrschaft Gottes.

Also, wenn da etwas nahe herbeigekommen ist, was von Gott ist, dann heißt das, mein Ende ist nahe herbeigekommen. Und ich bin ganz davon überzeugt, dieser Teufel hat irgendwelche subaltären Dämonen, die er abgestellt hat, das Meetings zu beobachten und die ihm alles berichten sollten, was da sich abspielt – er hat sie nach Hause geschickt und hat gesagt, das ist Chefsache. Da bin ich jetzt selbst da. Und ich glaube, dass er kein Meeting, keine Predigt von Johannes, dem Täufer ausgelassen hat.

Das ist jetzt ein bisschen meine wilde Fantasie, ja? Entschuldigt bitte, das ist nicht sehr theologisch für die Herren Theologen, die auf Cassette dann hinterher das prüfer, ob wir vielleicht nicht eine Sekte sind, da muss ich das gleich kennzeichnen, dass das nicht theologisch gemeint ist, sondern nur ein bisschen so aus meiner wild gewordenen Fantasie.

Aber ich glaube, dass diese Botschaft „Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“ eine enorme Bedrohung für den Teufel gewesen ist. Und so war er da und hörte zu und guckte, was da passierte, wurde nervös wie die Leute kamen. Die einzigen, die nicht kamen, waren die professionellen Religiösen, die Theologen, Schriftgelehrten, Sadduzäer und Pharisäer. Das waren die einzigen, die nicht kommen wollten. Alle anderen sind gekommen – in Scharen sind sie gekommen, hörten da stundenlang in der Wüste zu und dann gingen sie in das Wasser als ein Zeichen: „Jawohl, wir sind bereit für das Kommen des Erlösers. Wir wollen uns vorbereiten auf das Reich Gottes“.

Und dann gab es einen besonderen Tag, den wird der Teufel nie wieder vergessen. Auf einmal sagte dieser Mann Gottes, dieser Prophet Johannes, der Täufer. Es sagte etwas anderes – die Leute kamen, gingen in das Wasser, ließen sich taufen – und dann kam einer – und bitte denkt: Er war von außen ganz normal, ja? Und er zeigt auf ihn und er sagt etwas, was wie ein Schwert einfach den Teufel getroffen hat und durchbohrt hat: „Dieses ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegträgt“.

Joh 1,29
Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!

Was für ein Wort! Ein Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Die ganze Herrschaft des Teufels besteht in der Sünde. Er hat Herrschaft über Menschen wegen der Sünde. Und weil es keine wirkliche Erlösung für die Sünde gab, deswegen war die Herrschaft des Teufels da. Die Herrschaft beruht in der Sünde. Und wenn da jemand kommt jetzt, der die Sünde wegnimmt – das heißt, das Recht, die Handhabe für die Herrschaft des Teufels ist zuende.

Und ganz anders als wir das hören haben die Juden das gehört: Das Lamm Gottes. Das war ein Ausdruck für sie, der sehr, sehr lebendig war für sie. Sie dachten zurück an die Zeit als sie als Sklaven lebten in Ägypten und wo sie geschrien haben zu Gott um Befreiung, und Gott sandte Mose und in der Endphase dann dieses Befreiungsgeschehens dann – in der letzten Nacht gab Gott den Befehl: Jede Familie muss ein Lamm schlachten, ein fehlerloses, makelloses Lamm, jede Familie. Und sie müssen es schlachten, sie müssen das Blut an die Pfosten schmieren, und als sie das getan haben, ging ein Engel des Todes durch das Land und er schlug die Häuser. Und die Bibel sagt: Wo der Engel das Blut sah, musste er vorübergehen.

2 Mose 12,23
Und der HERR wird durch das Land gehen, um die Ägypter zu schlagen. Sieht er dann das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, wird der HERR an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, euch zu schlagen.

Und das was so eindringlich. Gott hat gesagt, wir sollen das Blut des Lammes nehmen, an das Haus schmieren. Und siehe da – das Blut des Lammes brachte ihnen Schutz und Bewahrung und Hilfe in dieser furchtbaren Katastrophe. Und Gott hat weiter gesagt: Bereitet das Lamm zu und esst es. Und er sagt: Esst es ganz, lasst nichts übrig, es muss ganz verspeist werden, nicht nur ein Teil, es muss ganz verspeist werden.

2 Mose 12,10
Und ihr dürft nichts davon bis zum Morgen übrig lassen! Was aber davon bis zum Morgen übrig bleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen.

Und das war das letzte, was sie getan hatten. Nachdem sie das getan hatten, hat Gott gesagt: „Jetzt geht“. Das war einfach das letzte äußere Zeichen – die Errettung, der Ausweg aus der Sklaverei ist jetzt für sie vorhanden und sie kamen glorreich heraus aus Ägypten.

Und damit sie das nie wieder vergessen, was Gott da getan hat, was gewaltig war, aber was nur wie ein Bild war – eine lebendige Predigt sozusagen in Hinblick auf die wirkliche Erlösung – sollten sie jedes Jahr dieses Fest wieder feiern. Jedes Jahr sollten sie dieses Fest feiern und mussten dann wiederum dasselbe tun: Ein Lamm nehmen, und das Blut an die Pfosten tun und das Lamm essen, um immer daran zu denken: Durch das Lamm, das Gott uns geboten hat, haben wir Befreiung.

Jahrhunderte um Jahrhunderte wurde dieses Fest gefeiert als Erinnerung im Hinblick auf das, was geschehen war und als innere Vorbereitung in Bezug auf das, was kommen sollte.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (35:00 bis 40:00)

 

Herodes wurde blass. Er checkte schnell alle seine Frauen und Nebenfrauen durch und merkte, es ist kein Sohn in diesen Tagen geboren. Und überhaupt, selbst wenn er einen Sohn geboren hätte, woher wissen denn die in Indien, dass da ein Sohn in seiner Familie geboren ist?! Und er merkt auf einmal, das ist total übernatürlich – der König! Und er wusste, er kannte die Prophetien, er wusste, was los war. Er hat sofort verstanden, ganz anders als wir heute denken – und er holt seine Schriftgelehrten, seine Profi-Theologen holt er herbei und sagt: „Leute, tut was für euer Geld, jetzt studiert einmal die Schriften, was sagen die Propheten, wo wird der Messias, der Erretter, der Erlöser der Menschheit geboren?“ Nun machten sie ihre Hausaufgaben, kamen bald zurück, freudestrahlend, dass sie endlich mal ihr Geld wert waren und sagten: „Also, die Propheten haben gesagt und wir haben es herausgefunden: In Bethlehem wird er geboren“.

So, Herodes, die alte Schlange sagt: „Also, ihr lieben Männer, geht da hin und gratuliert ihm und wenn ihr dann ihn gefunden habt, dann kommt ihr zu mir zurück und dann gebt ihr mir Name und Adresse und dann will ich auch kommen und meine Geschenke bringen und ihm huldigen“. Und so gingen sie dann und kamen nach Bethlehem und fanden diesen Ort, fanden diesen Platz, fanden genau so das vor und erlebten einfach, das ist etwas besonderes, etwas einzigartiges. Und sie brachten ihre Geschenke, teure Geschenke, Gold und alles mögliche.

Also, nachdem sie dann bei diesem Baby gewesen sind, dann kommt der Engel des Herrn und er gibt ihnen Weisung, nicht wieder zu Herodes zurück, sondern einen anderen Weg zu nehmen. Und das einfach zeigt uns, was für ein Konflikt da abläuft. Denn Herodes als der, der um Macht und um Einfluss gefürchtet hat, um seine Königsherrschaft, er wusste, wenn ein übernatürlicher, gerechter König geboren wird, dann ist es mit ihm und mit seinem Königshaus aus.

Und so inspiriert und geleitet von der Macht der Finsternis, weil er dann die Adresse nicht hatte und weil er nicht wusste, wo es ist, hat er befohlen, dass alle Kinder in der ganzen Gegend von Bethlehem unter 2 Jahre, alle männlichen Babys, dass sie alle umgebracht würden. Was uns eines sagt: Der Teufel wusste nicht, wo der Messias zu finden war!

Denn wenn es das gewusst hätte, hätte er einen Blitz einschlagen lassen, ein Erdbeben punktuell und irgendwo die große Verwüstung angerichtet, er wusste nicht! Gott hat ihn verborgen. Und nicht nur da zu dieser Zeit. Sie flohen ja dann nach Ägypten und hatten schon reichlich Gold und andere Schätze um die Reise zu finanzieren und lebten in Ägypten. Und dann sprach der Engel des Herrn: Jetzt, Herodes ist gestorben, und ihr könnt wieder zurückkommen.

Und sie kamen wieder zurück und ließen sich dann in Nazareth nieder. Und dort lebte Jesus, wuchs heran und ich glaube für diese 30 Jahre bis eben Jesus hervorkam, hat Gott einfach seinen Sohn verborgen. Und das sind sehr nervöse Jahre für den Teufel gewesen. Der, der Jahrhunderte lang angekündigt wurde, der kommen würde, der mir den Kopf zertreten würde, der mir die Herrschaft nehmen würde über die Menschen, der ist jetzt da! Auf dem Planeten, er läuft schon rum. Und ich weiß nicht wo! Wenn ich nur wüsste, wo er wäre. Jetzt als jungen Knaben ist es doch ein leichtes noch ihn um die Ecke zu bringen. Wenn er erstmal erwachsen ist, dann fallen ihm noch ein paar Tricks ein. Und er wusste nicht, wo er ihn finden sollte.

Er war verborgen. Verborgen und geschützt von Gott. Und dann passierte etwas sehr interessantes, sehr interessantes. Ein Mann stand auf, sehr kühn, sehr originell, sehr anders als alle anderen. Und er fing an etwas zu sagen: „Kehrt um, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“. Das war seine Botschaft: „Kehrt um, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“. Und er war so kühn, er hatte vor niemandem Angst, und er hat gesprochen wie mit unwahrscheinlicher Autorität. Und er hat gesagt: Wenn du glaubst, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist und wenn du glaubst, dass du so nicht hineinkommt und dass du eine Veränderung brauchst und dass Gott dir helften muss, dann als ein Zeichen, dass du dich demütigst vor Gott und dass du die Wahrheit anerkennst, verlange ich, dass du dich hier im schmutzigen Jordan untertauchst.

Ich meine, das war kühn. Und es war so beglaubigt, es war so echt, es war so lebendig, dass ganz Israel herausgekommen ist an den Jordan und sie ließen sich taufen uns sie hörten das. Und wir können uns vorstellen, seine Botschaft ist für uns vielleicht irgendwie nicht so plastisch, aber wenn wir das einmal einen Moment mit dem Ohr des Teufels hören – was redet dieser Mensch da?! Die Herrschaft Gottes ist nahe herbeigekommen?!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (30:00 bis 35:00)

 

Es beginnt schon damit, dass der Engel des Herrn angekündigt hat Maria, der Jungfrau: „Du wirst ein Baby bekommen“. Und sie sagt: „Wie soll das gehen? Ich habe nie mit einem Mann geschlafen, ich weiß von nix.“ – „Der Heilige Geist wird über dich kommen“.

Und hier haben wir diesen ersten wichtigen Punkt: Die Erlösung begann damit, dass Gott ein gewaltiges schöpferisches Wunder getan hat, dass durch die Kraft des Heiligen Geistes ohne dass ein Mann in irgendeiner Weise beteiligt war, eine Jungfrau ein Baby bekommen hat. Und die Bibel redet davon, das war von den Propheten vorhergesagt: Die Jungfrau bekommt ein Baby.

Wo hat man so etwas jemals gehört? Vorher oder nachher? Die Biologen sagen: Das ist unmöglich. Die Mediziner sagen: Das ist der größte Schrott aller Zeiten, das ist doch nicht möglich, das gibt’s doch nicht.

Das gibt es nur dann nicht wenn es keinen Schöpfer-Gott gibt. Wenn es aber einen Schöpfer-Gott gibt, dann ist auch das möglich. Und es war sogar notwendig, dass Jesus ohne irdischen Vater geboren wurde durch die Kraft des Heiligen Geistes. Denn durch diese Jungfrauengeburt ist dieser geniale Trick gelungen, dass er Mensch wurde – Gott wurde Mensch. Und das muss ich vielleicht auch noch betonen, damit das ganz, ganz klar ist: Jesus war nicht einer in der Reihe von vielen erleuchteten, weisen Lehrern der Menschheit, die man so in eine Reihe stellen könnte neben Buddha und Konfizius und Zarathustra und was weiß ich, wen es da noch alles gegeben hat. Es gibt so manche Leute, die haben so eine ganze Gallerie und sagen: Ja, hier ist was gutes und da gibt’s ein paar gute Gedanken und da usw. Und sie denken, Jesus war irgendwie ein weiser Lehrer.

Jesus war in erster Linie Gott! Gott kam herab. Und die entscheidende Frage ist: Wo war Jesus vor der Krippe von Bethlehem? Und wenn du sagst, er war nicht da, dann hast du nichts verstanden. Das Wort Gottes sagt: Er ist Gott von Ewigkeit, er ist Gott, der Sohn – genauso wie Gott, der Vater und wie Gott, der Heilige Geist. Wenn Jesus nicht Gott ist, dann ist nicht Gott für uns am Kreuz gestorben, dann war es nur ein sündiger Mensch genau wie du und wie wir und wir sind überhaupt nicht errettet. Das ist alles eine einzige Illusion, wir sind immer noch unter der Macht der Finsternis.

Jesus muss Gottes Sohn sein, sonst ist die ganze Geschichte von Erlösung zu reden total nur ein Spiel mit Worten ohne wirkliche Substanz. Das ist ganz, ganz wichtig. Und das ist auch sicherlich der Grund, warum – als diese kritische Bibelbetrachtung aufgekommen ist Ende des letzten Jahrhunderts und dann besonders in diesem Jahrhundert – eines der ersten Dinge, die man eliminiert hat und gesagt hat: „Das ist Mythologie!“ – ist die Schöpfung und die Jungfrauengeburt.

Das war das erste, was man rausgeschmissen hat. Man hat gesagt, das entspricht dem mythologischen Denken des Altertums. Und man hat das einfach rausgetan. „Das müssen wir heute anders sehen. Wir wissen heute, dass das nicht möglich gewesen sein kann“. Ja, interessant, was wir nicht alles wissen!

Gott kam und wurde Mensch und hat die Form eines Menchen angenommen. Das ist das Wunder. Das ist ein gewaltiges Wunder. Und wenn du davor keine Ehrfurcht hast wenn du irgendwie in Bezug auf Weihnachten nur denkst, „ja, irgendwie die schönen Lichter und das kleine Kindlein in der Krippe – eititei“ – du hast nichts verstanden. Das ist ein unglaubliches Wunder: Gott kommt herab, lässt seine ganze Macht, seine Herrschaft, seine Herrlichkeit, all das lässt er zurück und er kommt als kleiner Mensch. Er kommt als Mensch. Und doch gibt es genügend Hinweise für uns und für andere Menschen und auch für den Teufel damals, dass das ein total einzigartiges Geschehen war. So einzigartig, dass bis zum heutigen Tage die Menschheit eingeteilt wird in die Zeit vor dieser Geburt und nach dieser Geburt. Die Geschichte der Menschheit wird neu geschrieben und eingeteilt und bewertet mit „vorher“ und „nachher“. Man sagt nicht „vor Buddha“ und „nach Buddha“, „vor Konfuzius“, „nach Konfuzius“ – sondern Christus! Gott kam und er hat einen markanten Meilenstein gesetzt und die Weltgeschichte wurde in einem ganz neuen Licht bewertet. Das finde ich gewaltig.

Und denk einmal an diese Könige, die da aus dem Morgenlande kamen. Durch übernatürliche, kosmische Zeichen wurden sie geschickt. Und irgendwie hatten sie ein Verständnis davon: Der König der Juden ist geboren. Das war immer die Botschaft der Propheten: „Der König kommt, der König kommt“. Und natürlich, weil sie nicht sehr viel wussten, dachten sie, ja, der König wird geboren im Königspalast, ist doch logisch. Also gingen sie zu König Herodes und sagten: „Wir sind von weit her gekommen“. Man weiß nicht – Indien oder China oder wo auch immer. Mit Geschenken und Gold und allem möglichen. „Wir sind gekommen den neugeborenen König der Juden zu sehen und zu beglückwünschen und zu gratulieren zu seiner Geburt“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (25:00 bis 30:00)

 

So sandte dann Gott nach Abraham viele viele andere Propheten – auch Abraham war ein Prophet, die den Plan Gottes ein Stückchen verstanden haben und die die Aufgabe hatten, diesen Plan auszusprechen, aufzuschreiben und vorzubereiten durch ihr Leben, durch ihr Gebet und durch die Verkündigung usw. Das war eine Arbeit, in diese Dunkelheit Licht hineinzubringen. Und so wurden viele viele Menschen gesandt und wenn man das zusammenfasst, ihre Botschaft war immer: Es wird eine Erlösung kommen, es wird ein Erlöser kommen, der Messias, der Gesalbte. Die Errettung kommt. Gott wird zurückkommen, Gott wird sich holen, was ihm gehört, er wird wieder Herrscher sein über die Erde und es wird wunderbar sein.

Das ist zusammengefasst, was die Botschaft der Propheten gewesen ist. Wir können uns eine Schriftstelle dazu anschauen, die nicht einen einzelnen Propheten zitiert, sondern sozusagen eine Summe zieht.

Lukas 1,70-75
70 wie er geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Ewigkeit her:

Und jetzt kommt diese Aussage – was war die Botschaft der Propheten?

71 Rettung von unseren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen;
72 um Barmherzigkeit zu üben an unseren Vätern und seines heiligen Bundes zu gedenken,
73 des Eides, den er Abraham, unserem Vater, geschworen hat; und uns zu geben,

Jetzt kommt’s:

74 dass wir, gerettet aus der Hand unserer Feinde, ohne Furcht ihm dienen sollen
75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage.

Das ist hier die Botschaft der Propheten. Gott kommt als Retter und er wirkt eine solche machtvolle Befreiung, dass wir nicht nur wieder willig sind, Gott zu dienen, sondern – und das ist der große Unterschied zu Religion – Gott dienen ohne Furcht. Ich bin in vielen, vielen christlichen Kreisen gewesen und ich bin in islamischen Ländern gewesen und ich bin in vielen verschiedenen Gruppierungen gewesen, und viele glauben, sie dienen Gott, aber weißt du, wenn sie Gott mit Furcht dienen, das ist nicht das Evangelium. Das ist nicht das Evangelium! Es gibt Christen, die dienen Gott aus Angst vor Strafe, aus Angst vor dem Gericht, aus Angst, in die Hölle zu kommen, aus Angst, irgendwie verstoßen zu werden. Das ist nicht die Erlösung. Die Erlösung ist Gott zu dienen ohne Furcht. Freiwillig – aus Liebe, aus Freude.

Aus Einsicht und aus Dankbarkeit und der Befähigung, die Er uns gibt. Das ist die Erlösung. Und das war die Botschaft der Propheten zusammengefasst. Und alle hatten einen bestimmten Auftrag, und jeder brachte wieder etwas weiteres und etwas neues. Wenn man die Propheten anschaut, David war ein großer Prophet, den wir so als Psalm-Schreiber kennen – er war ein großer Prophet. Abraham war ein Prophet. Mose war ein Prophet und viele viele andere waren da. Und sie alle haben gesagt: Die Errettung kommt, der Erlöser kommt. Und dann haben sie beschrieben, was für gewaltige Dinge geschehen werden. Wie die Menschheit erneuert wird, wie Gott wieder zurückkommen kann zu den Menschen.

Und sie sprachen eben von dem Erlöser. Die Erlösung sollte kommen durch den Erlöser. Und natürlich – wir hören das so jetzt mit unseren Ohren, aber wir müssen uns vorstellen, wie das dem Teufel gegangen ist. Dieses Wort war ihm immer noch im Ohr: Der Nachkomme der Frau wird mir den Kopf zermalmen.

Und dann kommen diese seltsamen Männer, die irgendwie anders leben und die man nicht so in den Griff kriegen kann, und sie reden von einem Messias, sie reden von Befreiung, sie reden von Frieden. Sie bringen diese Ankündigungen und die Leute fangen an zu glauben. Der Teufel wurde nervös. Er wurde sehr nervös. Und er fing an sich vorzustellen, Mensch – wenn das weitergeht, die werden immer mehr davon hören und die werden das glauben! Und das ist der Grund, warum der Teufel diese Propheten gehasst hat und warum er sie verfolgt hat, warum er den Mob auf sie gehetzt hat, sie zu steinigen, sie umzubringen und alles mögliche zu tun, um ihren Mund zu stopfen, dass diese Botschaft „Der König kommt zurück, die Herrschaft Gottes über den Menschen wird wieder aufgerichtet“ – dass die gar nicht gehört werden sollte! Das war die Botschaft, die diese Propheten hatten.

Und dann gab es einen besonderen Propheten, der war special, der war wirklich interessant. Und ich lasse jetzt einmal viele interessante Begebenheiten aus der Zeit der Geburt Jesu und dem, was vorher bei Johannes, dem Täufer auch geschehen ist, ich lasse das weg, obwohl das so voll ist von diesen interessanten Hinweisen, dass ein gewaltiger Konflikt da entstanden ist. Ach, einige wichtige Dinge muss ich doch sagen …

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (20:00 bis 25:00)

 

Und das war doch ein interessantes Wort. Wusste doch der Teufel, die ersten Menschen sind auf meiner Seite, ich hab sie überlistet, ich hab sie belogen, ich hab sie betrogen, sie sind auf meiner Seite. Das Licht ist ausgegangen, das Leben aus Gott ist aus ihnen heraus und das Gesetz Gottes wird in Kraft treten: „Alles vermehrt sich nach seiner Art“.

1Mo 1,24
Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so.

Lass Adam Kinder bekommen – schon per Geburt haben sie dieses selbe schwache Leben in sich und sie sind mein bevor sie das erste Wort sprechen können, sie gehören mir, weil sie unter dem Fluch geboren sind, weil ich Chef bin über die Menschheit.

Das wusste der Teufel! Er wusste, was er erreicht hatte, er wusste, welches Ausmaß dieser Sieg hatte, den er errungen hat. Er hatte Gott dieses weggenommen, er hatte die Menschheit von Gott abgewandt – nicht nur Adam und Eva – die Menschheit!

Und doch sagt Gott: Der Nachkomme, der Same der Frau wird dir den Kopf zermalmen.

Ja, wie kann das sein? Und das war eine Situation für den Teufel, die sehr interessant war. Einerseits sagt er sich: Das ist unmöglich, das geht nicht. Jeder Mensch, der geboren ist, wird unter meiner Herrschaft stehen, was immer er tun mag. Es geht nicht darum, ob er ein nobler Bankdirektor ist oder vielleicht mehr ein gemeiner Bankräuber, das spielt alles keine Rolle, das sind äußerliche Unterschiedlichkeiten – es geht um die Verfassung des Herzens. Und da sagt die Bibel, dass der Mensch einfach von Grund auf böse ist, dass er ungerecht ist, dass er getrennt ist von Gott.

Röm 3
10 wie geschrieben steht: „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer;
11 da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht.
12 Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer. (Psalm 14,1-3)“

Und wenn du sehr an deine Stärken glaubst und sehr überzeugt bist, dass du ein lieber netter Mensch bist, dann muss ich dir sagen, die Bibel sieht das ein bisschen anders. Sie sagt: Was immer wir tun – getrennt von Gott – wir sind unter dem Fluch. Wir sind unter dem Fluch. Da ist nicht ein Mensch, sagt Paulus, der Gutes tut.

Du sagst: Ja, doch, ich! – So, entweder du hast Recht oder Paulus. Du hast ein Problem mit Paulus. Du hast ein Problem mit dem Heiligen Geist, weil der Heilige Geist Paulus inspiriert hat und hat gesagt, das ist eine so tiefe Wahrheit, die kommt ins Buch. Und sie gilt heute noch. Das war nicht eine momentane Idee, die er einmal so hatte, sondern das ist Gottes Gedanke.

Der Nachkomme der Frau wird dir den Kopf zermalmen (1 Mose 3,15).

Das war etwas, was der Teufel sich nicht vorstellen konnte: Wie kann das geschehen? Das ist unmöglich! Und auf der anderen Seite wusste er, es muss geschehen, weil Gott es gesagt hat. Der Teufel kannte Gott. Ich weiß nicht wie lange er schon gelebt hat mit Gott und dieser hervorragende Engel war in Gottes Gegenwart, dieser herrliche Cherub – aber er kannte Gott genug um zu wissen: Was Gott spricht, das geschieht.

Ps 33,4
Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.

Das hat später der Psalmist geschrieben, der Teufel wusste das schon lange. So, das war ein Problem. Er konnte sich nicht vorstellen, wie soll das gehen? Und auf der anderen Seite wusste er: Es wird gehen, es muss gehen. Es muss gehen!

Und dann erleben wir diese interessante Situation, dass Gott also von langer Hand die Erlösung der Menschheit vorbereitet hat. Und ganz am Schluss, am Ende der langen Kette von Vorbereitungen, dann endlich kommt der Erlöser. Die Bibel redet davon: „Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn“.

Gal 4,4
Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan

Als die Zeit erfüllt war. Und Gott begann damit, dass er einen Mann fand – Abram – und er machte einen Pakt mit ihm. Und Er sagte: Lebe du total und ganz für mich. Gib du mir alles, was du hast – und ich gebe dir alles, was ich habe. Und Abram, so hieß er damals noch, später wurde er Abraham dann genannt – er war klug genug, auf diesen Vorschlag einzugehen. Und weil er das getan hat und auch mit seinem Leben bewiesen hat, dass er das wirklich wollte, deswegen sitzen wir heute hier.

Weil Abram gehorsam war, deswegen gab es Jesus. Er war der erste, der diesen Pakt mit Gott gemacht hat und der sozusagen ein Verbündeter Gottes war. Wir müssen uns vorstellen, da ist diese Erde unter der Herrschaft des Teufel und Gott ist ausgeschlossen. Das ist eine irrige Idee zu denken, der Gott der Bibel ist ein souveräner Gott in dem Sinne, dass Er auf der Erde tun könne was Er wolle. Das ist nicht in der Bibel. Und ich kann dir viele, viele Schriftstellen zeigen, die genau das Gegenteil sagen. Die sagen: Gott braucht die Kooperation von Menschen. Gott braucht Menschen, die Ihm zur Seite stehen, die Ihm helfen, die Ihm vertrauen, die einfach ihren Teil übernehmen. Das hängt damit zusammen, dass eben wir die Autorität über die Erde hatten. Wir haben die Autorität und wir haben sie verspielt. Und ich glaube deswegen musste es auch letzten Endes ein Mensch sein, der diese Herrschaft über die Erde wieder zurückgewinnt.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (15:00 bis 20:00)

 

Okay, jetzt will ich auf diesen einen Punkt hier hinweisen: Jesus hat durch seinen Tod den Tod zunichte gemacht und hat den Teufel dadurch eben besiegt. Wieso – das ist jetzt die Frage, auf die wir hier eingehen wollen, weil ich glaube, dass darin sehr viel Munition ist für unseren Glauben, für einen starken, unerschütterlichen Glauben, der sogar auch Krankheit und Tod und Bedrängnis und Mangel und Defiziten ins Angesicht sehen kann und der das Wort des Glaubens sprechen kann, dass diese Dinge aus unserem Leben weichen müssen. Die Frage ist die: Wieso hat Jesus durch seinen Tod dem Teufel die Macht genommen? Das ist die Frage. Er hat das, das sagt die Bibel – jawoll! Und das ist sehr gut, dass zu glauben. Aber ich glaube, dass es nicht so hilfreich ist wie ich das erlebt habe als junger Christ – ich hatte sehr, sehr viele Fragen, viele, viele Fragen hatte ich. Und die Standard-Antwort der lieben Brüder in der Gemeinde war: „Bruder, das musst du einfach glauben. Das musst du einfach so hinnehmen“.

Und ich glaube, wenn ich Antworten suche und finde im Worte Gottes, ist das nicht ein Zeichen, dass ich negativ bin, dass ich kritisch bin, dass ich ungläubig bin oder dass ich zweifle – sondern ich bin einfach nur gründlich.

Ich möchte einfach nur gründlich sein. Nichts gegen Gründlichkeit! Und je gründlicher wir sind und die Fragen nicht irgendwie „oh … wenn ich diese Frage lang genug bedenke, dann vielleicht falle ich in ein tiefes Loch – lieber gar nicht darüber nachdenken“ – nein! Ich glaube, alles, was wirklich nützlich und was gut ist, hat das Wort Gottes für uns vorbereitet. Aber diese Schätze des Glaubens, die uns Kraft geben, die uns aufbauen, die uns emporheben, liegen nicht so billig an der Oberfläche, dass man nur Tag für Tag über sie stolpert, sondern die Schätze von Weisheit werden gegeben denen die suchen, die graben, die sich hineinvertiefen, die nicht oberflächlich sein wollen. Und ich gebe dir einen guten Rat: Sei nicht oberflächlich. Wenn du Fragen hast, dann frage deine Fragen! An die Bibel, an den Heiligen Geist. Und zur richtigen Zeit auch hier im Grundlagenseminar, aber nicht gerade jetzt, weil wir Aufnahme haben.

Aber seine Fragen zu fragen und durchzudenken – das ist ein Zeichen dafür, dass du wirklich gründlich sein willst, und das ist gut, das ist gut. Wir müssen bei unseren Fragen nur darauf achten, dass wir das stehen lassen, was wir schon verstanden haben. Dass wir von dem ausgehen, was uns schon einleuchtet. Wir dürfen nicht so eine kritische Haltung haben nur um kritisch zu sein und alles hinterfragen auch wenn es schon zehn mal eigentlich uns längst eingeleuchtet ist. Das ist eine Form von zersetzender Kritik, die wird niemals echten Glauben aufbauen, niemals. Aber wenn wir von dem, was wir erkannt haben, ausgehen, und dann uns den Fragen zuwenden, dann ist das sehr, sehr, sehr gut.

Und eines Tages, das ist viele, viele Jahre her, weit über zehn Jahre, kam dieser Vers mir so richtig vor Augen. Und zum ersten Mal fragte ich mich diese Frage: „Wieso ist der Teufel besiegt dadurch, dass Jesus am Kreuz gestorben ist?“ Wo ist der Zusammenhang, dass der Teufel entmachtet ist, nur weil Jesus gestorben ist? Wo besteht der Zusammenhang?

Ist ja schön, dass der Teufel besiegt ist, aber wo ist der Zusammenhang? Warum ist der eine besiegt wenn es mit dem anderen auch zuende ist? Wo ist der Zusammenhang?

Und das Wort Gottes lehrt uns. Und das Wort Gottes gibt uns eine Linie von Gedanken. Und ich möche einfach einige wichtige Hinweise und Puzzlesteine dazu geben. Das allererste, was wir festhalten wollen, das habe ich letztes Mal gar nicht mehr erwähnen können: Als dieser Fall, diese Trennung zwischen Gott und den Menschen stattfand und der Mensch sich abgewandt hatte, hat Gott die Zukunft des Menschen beschrieben. Dass es ein sehr, sehr hartes, schwieriges Leben sein würde mit Schwerzen und mit viel Mühsal usw.

Aber Gott hat auch ein sehr interessantes Wort gehabt – sozusagen eine Prophetie für den Teufel: Er sagte: Der Nachkomme der Frau – wörtlich sogar „der Same der Frau“, was in sich für jeden, der in biblischen Begriffen schon ein bisschen gelernt hat zu denken, der weiß, wie Geschlechtsregister aufgebaut sind, was die Bedeutung des Mannes in der Familie ist aus geistlicher Sicht und dass der Mann derjenige ist, der das Erbe weitergibt an die Kinder – der wird sofort stutzig bei diesem Begriff „der Same der Frau“. Weil es sonst immer der Mann ist, der etwas weitergibt! Und wenn du das anschaust, du siehst die Bedeutung des Mannes – nicht, weil die Frau weniger wert ist, sondern weil es dort um geistliche Aussagen geht.

Und Gott sagt in Bezug auf den Teufel: Der Same der Frau wird dem Teufel wird dem Teufel den Kopf zermalmen.

1 Mose 3,15
Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (10:00 bis 15:00)

 

Erlösung hat sehr, sehr viele Anteile, und wir werden diesen Abend nicht schaffen, um das alles aufzuzählen.

Also, Jesus ist der Erlöser. Und er ist für uns, an unserer Stelle, ist er gestorben.

Jesaja 53 – auch so optisch ungefähr in der Mitte der Bibel – vielleicht die zentrale Schriftstelle, die wir so haben. Und dort wird schon hingewiesen auf das, was er für uns getan hat.

Jes 53,5
Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.

Wenn man das so richtig langsam zur Kenntnis nimmt und auf sich wirken lässt, dann sieht man, die Strafe lag auf ihm. Welche Strafe? Das ist die Strafe, die wir eigentlich verdient haben. Die Bibel redet davon, dass der Tod die Bezahlung für die Sünde ist. Der Tod ist die Bezahlung für die Sünde. Das, was die Quittung ist, die Konsequenz der Sünde. Und unsere Strafe, die wir eigentlich verdienen – zu Recht – die hat Gott auf Christus gelegt. Warum? Damit wir Frieden bekommen. Welcher Frieden ist das? Das ist der Friede, den er hatte mit Gott. Diesen Frieden bekommen wir, indem er unsere Strafe genommen hat.

Und derselbe Austausch noch einmal dann hier auch sogar in Bezug auf körperliche Heilung. Durch seine Striemen, durch das, was er an Verwundung und Verletzung in seinem Körper erlebt hat, haben wir in unserem Körper Heilung. Ein totaler Austausch. Wir werden das später noch mehr anschauen, weil es noch viel mehr Schriftstellen gibt, die darauf Bezug nehmen.

Jetzt möchte ich zu einer wichtigen Schriftstelle kommen, und von da an dann so interessante Aspekte entwickeln über das, was Jesus getan hat.

Heb 2,14-15
Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er (das ist Jesus, das Sohn Gottes) in gleicher Weise daran Anteil gehabt, um durch den Tod den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel, und um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.

Das ist ein starkes Wort. Da sind sehr, sehr viele interessante Dinge drin hier. Durch seinen Tod hat Jesus den zunichte gemacht, der die Macht – wiederum hier dieses Wort „Autorität“ – der die Autorität des Todes inne hatte – und das ist der Teufel. Um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.

Und die Psychologen in den letzten Jahrzehnten haben festgestellt, dass tatsächlich – wenn man es auch gar nicht irgendwie so oberflächlich sehr merkt und wahrhaben will – Angst vor dem Tod eins der größten Probleme der Menschen ist.

Und ich glaube, dass es wirklich so ist, und bei fast jeder Beerdigung sag ich das den Anwesenden: Wenn wir nicht das Problem unseres eigenen Todes gelöst haben, können wir auch nicht leben. Niemand kann wirklich leben, der keine echte wirksame Antwort gefunden hat auf die Frage: Was passiert eigentlich mit mir wenn ich sterbe?

Und das allermeiste, was geschieht, ist: Die Menschen haben keine Antwort darauf und deswegen ignorieren sie und verdrängen sie den Gedanken ihres eigenen Todes. Und doch ist er so unausweichlich wie sonst kein anderer Termin. Wir alle haben diesen Termin. Eines Tages geben wir den Löffel ab. Eines Tages ist hier Schluss. Und man versucht zu leben als gäbe es diesen Punkt nicht. Wir versuchen zu leben als wären wir unsterblich. Und das ist nicht der Fall. Wir haben einen Tag, wo wir sterben. Jeder einzelne, da ist keine Ausnahme. Sag nicht: Ich bin stark. Es wird dich treffen! Es wird dich treffen. Mach dir keine Illusionen. Und wenn du eine Antwort darauf hast, die wirksam ist, die dir heute Zuversicht und Freiheit und Mut gibt, dann weißt du auch, was Leben ist. Man kann nicht Leben ohne die Frage gelöst zu haben, „ja, wie gehe ich mit meinem eigenen Tod um?“ Das ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Leute versuchen das zu verdrängen. Und die Bibel gibt uns die beste und schönste und stärkste Antwort darauf.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (5:00 bis 10:00)

 

Darüber werden wir dann später sehr viel sprechen wenn wir über die praktischen Schritte im Alltag dann sprechen, aber ich muss ein bisschen noch mehr Dinge klären, die am Anfang notwendig sind. Weil je klarer uns ist, was wirklich passiert ist, wie die Erlösung zustande gekommen ist, was die Grundlage meines neuen Lebens ist, um so stärker kann ich darauf aufbauen, um so stärker kann ich dann auch die Segnungen, die das neue Testament beschreibt tatsächlich auch genießen.

Die Bibel macht sehr, sehr klar, dass weil der Mensch getrennt war von Gott, weil der Mensch böse geworden ist, natürlich er auch selber keinerlei Beitrag leisten konnte in irgendeiner Weise sozusagen sich selber aus dem Schlamassel herauszuholen. Der Mensch war getrennt von Gott, er war mit seinem Tun einfach verflucht, er hatte sich selbst dem Fluch ja hingegeben. Die Herrschaft der Finsternis, die Herrschaft Satans ist Fluch. Und das hat der Mensch gewählt. Statt Segen hat er Fluch gewählt. Und deswegen war kein Mensch qualifiziert etwas zu tun für sich oder für die Erlösung anderer.

Und deswegen brauchen wir nicht nur einen Erlöser, sondern er muss von ganz anderer Qualität sein als wir selbst. Er muss von ganz anderer Qualität sein. Und das alles sehen wir erfüllt in dem Erlösungswerk, das uns beschrieben wird in der Bibel – im neuen Testament vor allen Dingen – durch Jesus Christus. Darüber werde ich also heute abend dann sprechen. Vielleicht können wir einige wenige solcher Aussagen einmal uns anschauen, und dann sehen wir, dass Jesus für uns und auch an unserer Stelle sein Leben gegeben hat. Und dass wir frei sein können.

Eph 1,7
In Ihm – in Christus – haben wir die Erlösung.

Und das ist ein schönes Wort dort. Wenn man das so in seiner Bedeutung nachgeht vom Griechischen – Erlösung: „Loskommen aus Unfreiheit durch ein gezahltes Lösegeld.

apolutrósis (629): a release effected by payment of ransom, d. Freilassung (gegen einen Preis); d. Auslösung

Das ist ein starkes Wort! Jesus hat ein Lösegeld gegeben und er hat uns freigekauft, sagt das Wort Gottes.

Mt 20,28
Er ist gekommen um sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

1 Tim 2,6
Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gab.

Und so gibt es sehr, sehr viele solche Schriftstellen.

Apg 20,28
Er (Gott) hat sich die Gemeinde erworben durch das Blut seines eigenen Sohnes

1 Kor 6,20
Ihr seid um einen Preis erkauft worden.

Gal 3,13a
Christus hat uns losgekauft vom Fluch des Gesetzes.

… und hier wird schon beschrieben wie das dann geschehen ist:

Gal 3,13b
indem er ein Fluch für uns geworden ist.

Und das will ich also heute dann erklären, was das bedeutet, was Jesus wirklich getan hat. Wenn wir vom Worte Gottes verstehen, was am Kreuz von Golgatha vor 2000 Jahren geschehen ist, unsere Liebe, unsere Dankbarkeit, unsere Hochachtung gegenüber Jesus wird steigen, unsere Anbetung wird einfach neue Dimensionen annehmen. Es wird nicht nur eine Form sein, sondern wir wissen, wen wir anbeten. Wir wissen, was er für uns getan hat. Wir wissen, was das bedeutet. Wir können also jetzt sozusagen durch die Belehrung des Wortes und des Heiligen Geistes zurückschauen und können ein Verständnis bekommen über das, was auf Golgatha geschehen ist.

Und im Nachheinein zusammen hauptsächlich mit dem Apostel Paulus können wir heute sogar interessanterweise mehr entdecken über das Kreuz als die Menschen, die Jünger Jesu z.B., die dabei gewesen sind! Die gesehen haben wie er gekreuzigt wurde! Weil das äußerliche Geschehen eine Sache war, die eine Bedeutung hat, aber dahinter noch ganz andere Dinge geschehen sind, die mit dem bloßen Auge, mit dem natürlichen Denken und den fünf Sinnen einfach gar nicht zu erfassen sind. Und das Wort Gottes lehrt uns, was geschehen ist.

Und das Wort soll uns festmachen, es soll eine Realität werden in uns. Das werden wir später dann mehr erklären. Und je mehr wir verstehen, das hat Jesus mit uns getan, das hat er für uns getan, und das hat er getan mit dem Teufel, der Macht der Finsternis, um so stärker werden wir werden in unserer Sicherheit und in unserer Beziehung, in unserer Geborgenheit mit dem Herrn und wir können sogar dann diese Herrschaft, die wir verloren haben, zurückgewinnen.

Das ist ja das schöne. Es ist eben nicht so: Der Herr sagt, „ja, du hast alles vermasselt, aber in meiner großen Gnade darfst du jetzt zu mir kommen. Aber bitte erwartete nicht, dass alles, was du verspielt hast, ich dir jetzt noch einmal geben werde“. Doch! Genau das tut Gott! Was wir verloren haben – und mehr noch als das – bekommen wir zurück! Das ist Gott. Das ist wunderbar.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (0:00 bis 5:00)

 

Okay, dann legen wir jetzt los. Wir haben das letzte Mal so in der Einleitung zu diesem Grundlagenseminar gesprochen über die Schöpfung, über den wunderbaren Aufbau, wie der Mensch geschaffen ist, geplant ist zu einer Liebesbeziehung, zur Gemeinschaft mit Gott – ein Leben zu führen, wo eine Freundschaft mit Gott da ist, ein Leben zu führen, wo er nicht beherrscht wird, sondern wo er mit Verantwortung und Liebe herrschen kann. Wo die Erde ihm gehört. Und wir haben dann gesehen wie diese Beziehung dann zerbrochen ist als der Mensch sich abgewandt hat und dem Teufel, dem Feind Gottes, sich zugewandt hat und dessen Wort gehört hat, darauf acht gegeben hat und sich damit einer neuen Herrschaft unterworfen hat. Was furchtbare Folgen hat, die bis heute immer noch sichtbar sind. Jedes Mal neu wieder wenn wir in diese Welt schauen, dann sehen wir, dass es immer noch genau so ist wie damals: Der Mensch ist unfähig – eigentlich genau genommen – sein eigenes Leben wirklich zu führen. Er ist sein größter Feind, er zerstört sich selbst, er zerstört andere, zerstört auch diesen Planeten, wie wir das sehen können.

All das sind Folgen davon, dass Mensch eigentlich die moralische Orientierung verloren hat. Er hat zwar einen brillianten Verstand, aber er ist nicht fähig, den sozusagen weise einzusetzen, sondern tut alle möglichen Dinge, die eben sehr, sehr problematisch sind.

Dann haben wir gesehen, dass es also eine ganze Reihe von solchen Folgen gibt dieses Herrschaftswechsels. Die Sünde, die Selbstbezogenheit kam in diese Welt. Der Mensch verlor diese Gemeinschaft mit Gott. Gott hat gesagt: An dem Tag, wo du davon isst, wirst du sterben.

1 Mose 2,17
aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!

Das Leben aus Gott hat der Mensch verloren und hat eine niedere Form des Lebens dafür bekommen. All das, was eben plagt, kam in das Leben. Satan wurde Gott dieser Welt. Er beherrscht die Menschen. Das ist, was die Bibel sagt: Er herrscht von Adam an.

Röm 5,14
Dennoch herrschte der Tod von Adam an bis Mose auch über die, die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam, welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte.

Krankheit, Not, Angst – alles mögliche kam in diese Welt, kam in dieses Leben. Sogar der Teufel bekommt als der, der das Recht des Todes hat – so nennt die Bibel das – das „Recht des Todes“ – er hat sogar die Macht, nach dem physischen Tod Menschen zu sich zu nehmen. Wo schon also die Bibel überhaupt nicht große Mühe sich macht zu erklären, dass der Mensch ein geistliches Wesen ist und dass mit dem physischen Tode bei weitem nicht alles aus ist. Da ist dann der Mensch, der geholt wird in diese unmittelbare Gegenwart des Teufels, wo er geplagt und gequält wird.

Ungefähr so bis da hin sind wir das letzte Mal gekommen.

Und wenn wir uns das alles so anschauen, dann kriegen wir ein Verständnis davon, was die Bibel mit „Errettung“ meint. Errettung bedeutet ein Ende der Knechtschaft. Herausgenommen zu werden aus dem Machtbereich der Finsternis wie Kol 1,13 das sagt: Gott hat uns errettet aus dem Machtbereich.

Kol 1,13
er hat uns gerettet aus der Macht (dem Machtbereich) der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.

Und hier ist dieses Wort „Autorität“, also ein Herrschaftsbereich, worüber der Teufel Recht hatte zu herrschen.

exousia (Strong: 1849): Autorität, Freiheit bzw. d. Recht etw. zu tun

Und Errettung bedeutet, Gott hat uns da herausgenommen und in eine ganz neue Sphäre des Lebens, in eine neue Dimension hineingepflanzt, und das ist das Reicht Gottes, wo Jesus König ist.

Gerade neulich las ich wieder, dass man Christen wie uns vorwirft, wir hätten ein dualistisches Weltbild. Nun, auch Jesus hatte ein dualistisches Weltbild: Gott ist gut, der Teufel ist böse. Und getrennt von Gott sind die Menschen nicht in einem neutralen Zustand, sondern sie sind schon unter der Herrschaft der Finster. Die Bibel nennt das „geistlich tot“. Epheser 2 – Paulus sagt dort, wir waren „geistlich tot“, wir waren getrennt von Gott, wir hatten nicht das Leben aus Gott in uns.

Eph 2,1
Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünde

Und Errettung bedeutet also nicht nur, dass jemand irgendwie eine Erfahrung macht und dann weiß, wenn ich eines Tages sterbe, dann lande ich nicht da unten in der Finsternis und in der Qual, sondern ich komme zu dem Herrn – das ist ein wichtiger Teil von Errettung, aber eben nur ein Teil! Errettung hat noch ganz andere Segnungen und Folgen mit sich. Und das schöne ist dieses: Die Errettung, von der die Bibel redet, beginnt schon hier und jetzt.

Errettung bedeutet Beendigung der Knechtschaft, einen neuen Herrn zu haben, unter einen neuen Herrschaft zu stehen und sogar Heilung und Befreiung von den Folgen unseres unabhängigen Gott-fernen Lebens hier und jetzt zu erleben. Das bedeutet Errettung. Nicht nur: Gott ist unser Vater. Nicht nur: Wir kommen in den Himmel. Sondern auch: Wir erleben Heilung von der Zerstörung, die andere in uns angerichtet haben. Sogar von dem, was wir an uns angerichtet haben. Wir erleben Befreiung, wir erleben Erneuerung, wir erleben einfach diese Fähigkeit wieder neu zu herrschen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (80:00 bis Ende)

 

Aber da ist einfach eine moralische Dunkelheit und eine Unfähigkeit. Und das kommt daher, weil der Teufel diese Welt regiert. Du sagst: „Das finde ich primitiv, finde ich mittelalterlich“ – aber das ist, was die Bibel sagt. Und mit keiner Silbe hab ich damit gesagt, wie manche das irgendwie so empfinden, wir lehren hier über den Teufel und wir machen den Leuten Angst.

Im Gegenteil, wir reden von Jesus, der den Teufel besiegt hat und wie man durch den Namen Jesu den Teufel mit aller Zerstörung und allen finsteren Dingen aus unserem Leben hinausjagen kann – davon reden wir. Und wer Herrschaft ausübt über den Teufel hat keine Angst. Braucht auch keine Angst zu haben. Angst vor dem Teufel hat nur jemand, der gar nicht weiß, was Jesus getan hat, wer Jesus ist, warum er gekommen ist.

Zu mir kam mal eine liebe Christin und sagte: „Ich habe solche Angst, dass irgendwann in der Nacht der Teufel in mein Schlafzimmer kommt“. Und ich sollte beten. Ich sage: „Lass uns beten, dass der Heilige Geist dir die Augen auftut, wer Jesus ist, was am Kreuz passiert ist, wer jetzt auf dem Thron sitzt und welche Autorität du hast im Namen Jesu“. Wenn du das verstehst, wenn der Heilige Geist dir darüber die Augen auftut, hast du ein neues Problem. Du wirst kommen und sagen: „Pastor, seitdem ich das weiß, was Jesus getan hat, seitdem kommt der Teufel nicht mehr. Was kann ich tun?“

Wir haben Sieg und Freiheit in Jesu Namen. Wir können herrschen. Dazu sind wir geschaffen, über das Böse zu herrschen und es aus unseren Familien, aus unserer Arbeit, aus dem Umkreis unserer Beziehungen herauszujagen. Das sollen wir tun. So sollen wir die Herrschaft Gottes wieder neu aufrichten.

Okay, Lukus 4,6 – Jesus ist dort im Konflikt mit dem Teufel. Der Teufel sagt: „Alle diese Reiche, die Reiche dieser Welt sind mir gegeben“. Jesus widerspricht ihm nicht.

Lk 4
5 Und er führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises.
6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie.

Paulus – in Epheser 6,12 – nennt die Geister in der Himmelswelt, also eine Hierarchie unterhalb des Teufels, die Herren dieser Welt.

Eph 6,12
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

Johannes 14,30 – Jesus nennt den Teufel den Fürsten dieser Welt.

Joh 14,30
Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt; und in mir hat er gar nichts

1. Joh 5,19 – die ganze Welt ist in der Hand oder in der Macht des Argen.

1 Joh 5,19
Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen

Das ist, was die Bibel darüber zu sagen hat. Gott hat mit Vietnam und mit Auschwitz nichts zu tun. Das ist das Produkt von Menschen, die nie die Hilfe Gottes in Anspruch genommen haben. Stattdessen in größenwahnsinniger Weise sich erhoben haben. Denken wir einmal an das, was in unserer Geschichte passiert ist – wie sozusagen der Führer ein Ersatz für Jesus, den Erlöser, wurde und wie er angebetet wurde. Wie ein ganzes Volk diese Sünde des Götzendienstes auf sich genommen hat – und was für ein entsetzlicher Preis dafür bezahlt wurde. Wenn wir nicht den richtigen Erlöser annehmen, wir werden irgendeinen falschen Erlöser – Guru-Ideologie oder Selbsterlösungsphilosophien und Therapien und Praktiken oder irgendetwas anderes uns erfinden. Wir haben nur die Wahl zwischen dem wahren Gott, der Heilung bringt oder den falschen Göttern, die Zerstörung und Verwüstung bringen.

Etwas anderes wichtiges sagt das Wort Gottes noch über den Teufel: Nicht nur war der Teufel von diesem Moment an der Gott der Welt, der den Menschen quält und sie sozusagen beschenkt mit all dem, was eben er bringt an Fluch, an Mühsal, an Frustration, an Enttäuschen und an Leid – sondern darüber hinaus hat der Teufel, also der, der die Autorität über den Tod hat, sogar – nach den Aussagen der Bibel (Lk 16) – die Gewalt, Menschen nach ihrem physischen Tode zu quälen.

Lk 16,24
Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle! Denn ich leide Pein in dieser Flamme.

Das ist, was die Bibel sagt über den Teufel. Heute reden viele über „was kommt nach dem Tode“? Ja, Jesus zieht ein bisschen den Vorhang weg, und er malt uns keine herrliche Blumenwiese, auf der wir alle irgendwie so elfenhaft und vergnügt irgendwie tanzen und fröhlich sind und sagen: „Ach, wie hätten wir nur gewusst, was für eine herrliche Ewigkeit uns hier umfängt!“ Sondern er malt ein ganz anderes Bild. Da gibt es Menschen, die landen in der Finsternis, in der Pein, sie werden gequält. Und es gibt andere Menschen, denen es offensichtlich gut geht. Das ist, was die Bibel darüber zu sagen hat.

Und noch etwas sagt die Bibel über den Teufel und über die Menschen, die dann diese Erlösung, von der ich dann das nächste Mal sprechen werde, nicht angenommen haben: Dass auf sie eine ewige Verdammnis wartet. Das ist, was die Bibel sagt. Ein Gericht, ein Ort der Qual, der Pein, den Gott für den Teufel bereitet hat.

Und wenn es Gott nicht gelingt, dass die Menschen sich von diesem Teufel wieder abwenden, dann gibt es keine andere Wahl für Ihn, dass wenn der Teufel da hin geht auch die mitgehen, die die Lüge und die Unabhängigkeit von Gott gewählt haben – es gibt keine andere Wahl. Gott ist nicht der bestrafende Gott, sondern Trennung von Gott, die der Teufel gewählt hat und die auch wir sozusagen jetzt als Nachfahren Adams stillschweigend weiter dulden, fordert einfach einen Preis. Es gibt einen Ort zwischen Himmel und Hölle – entweder oder. Entweder wir gehören zu Ihm oder wir gehören nicht zu Ihm. Und wir müssen uns nicht für den Teufel entscheiden wenn wir Jesus nicht haben – wir leben mit ihm, wir haben seine Form von Leben in uns.

Viele Menschen denken, „ja, da sind die Taten, die werden abgewogen und am Schluss im Rentenalter werde ich nochmal kräftig zulegen und dann werden doch in letzter Minute die guten Taten irgendwie so, zwar um Haaresbreite, aber doch irgendwie überwiegen und dann glorreich – Petrus dann wie Karneval: „Sollen wir sie reinlassen?“ – und dann strahlend marschiere ich ein in den Himmel, weil die guten Taten doch überwogen haben“.

Das ist totaler Blödsinn, das ist nicht, was die Bibel sagt. Die Bibel sagt: Wir gehen nicht verloren, weil wir gestohlen oder geraucht oder gehurt oder irgendetwas haben, sondern wir gehen verloren wenn wir den Erlöser nicht haben. Wir sitzen auf einem untergehenden Schiff. Die Titanic geht unter. Und die einzige Rettung besteht darin das Schiff zu verlassen, in das Rettungsboot zu steigen. Und das ist Jesus, die Erlösung. Auf dem Schiff zu bleiben, heißt, das selbe Schicksal zu teilen wie das Schiff. Das ist die Situation. Es geht nicht um gute Taten. Du kannst der edelste Mensch sein auf der Titanic. Wenn du nicht ins Rettungsboot springst, dann gehst du unter. Das ist die Situation.