Bekehrung

Wie bist Du zum Glauben gekommen?

Ich komme aus einem eher atheistischen Elternhaus. Ich wurde zwar „getauft“ bzw. „mit Wasser besprenkelt“ in jungen Jahren, weil meine Eltern dies wohl für richtig hielten – wurde dann auch später konfirmiert, hatte aber mit Jesus und Christsein nichts am Hut.

Mein Studium in Kiel war geprägt von Kiffen, Bier trinken, X-Box spielen und Döner essen. Mein Mitbewohner und ich haben zusammen im Wohnzimmerschrank Marihuana angebaut und waren offensichtlich keine sehr guten Studenten, sondern haben vielmehr „rumgegammelt“. Wie sagte mal ein Freund zu mir: „Lange Haare, lange schlafen, lange studieren“.

Das beschreibt die Situation sehr treffend. Man könnte jetzt denken, wow, das klingt doch total entspannt und „chillig“, aber ich war innen drin tief unglücklich, wollte es mir aber nicht eingestehen. Mit den Frauen klappte es irgendwie auch nicht. Und als ich dann noch anfing, mich mit New-Age Religionen zu beschäftigen, hat Jesus die Reißleine gezogen und mich zu sich geholt. Und das kam so:

Eines Tages hatte ich mir das Auto meines Mitbewohners ausgeliehen und hatte dann beim „rückwärts seitlich einparken“ ein anderes Auto minimal berührt. Ich war dadurch so erschrocken, dass ich ganz schnell weggefahren bin. Während dieser „Fahrerflucht“ ist meine Welt zusammengestürzt – ich habe mich dumm, unfähig und schuldig gefühlt. Ich habe dann irgendwo geparkt und bin erstmal ein bisschen spazieren gegangen um langsam wieder klar zu kommen.

Abends, als ich wieder zu Hause war, hatte ich das Bedürfnis, eine alte Schulfreundin anzurufen und ihr mein Herz auszuschütten. Dass meine alte Schulfreundin Christin war, hatte ich dabei nicht auf dem Schirm – Jesus in Seiner Weisheit aber natürlich schon. So hatte ich ihr also am Telefon mein Leid geklagt und sagte irgendwann: „Laura, irgendetwas Grundlegendes muss sich ändern“. Im Nachhinein weiß ich, dass dies der Moment meiner Bekehrung war, weil dieses Eingeständnis mir nicht leicht über die Lippen gekommen ist. Dies war der Moment, wo Jesus mir die Augen geöffnet hat für die Realität und meine Erlösungsbedürftigkeit. Dies war der Moment, wo Jesus eingezogen ist und ich von neuem geboren wurde – im Sommer 2005. Hallelujah.

Meine Schulfreundin fragte noch, ob sie für mich beten dürfte, und ich erwiderte: „Ja, kannst Du ja mal machen“. Insofern betete sie noch, und ich weiß gar nicht mehr, um was es ging. Aber ich schlief an dem Abend wie ein Baby. Ich hatte neuen Frieden, und der Friede blieb! In den nächsten Tagen fing es dann an, dass mich die ganze „Sache mit Jesus“ interessiert hat. Ich kaufte mir eine Bibel und nahm auch Kontakt zu dem Pastor der Freikirche in Eckernförde auf, in die auch meine Bekannte Laura ging.

Der Pastor Philipp Bömer hat mich dann auf meinem neuen Weg begleitet. Zeitnah haben wir auch ein „Lebensübergabe-Gebet“ gesprochen. Gott hat mich dann geleitet, dass ich einige Dinge in Ordnung bringen sollte – bei einigen Menschen habe ich mich entschuldigt und auch einige gestohlene Dinge musste ich zurückbringen. Z.B. hatte ich zusammen mit einem Freund mal ein Mischpult aus der Diskothek „K7“ in Eckernförde gestohlen, was ich also zurückgebracht habe.

Ab sofort besuchte ich neuerdings sonntags die Gottesdienste der Freikirche in Eckernförde, wo passenderweise auch ein „Alpha-Kurs“ anfing. Dort habe ich alle Informationen über Jesus, den Vater, den Heiligen Geist und das ganze Christsein „verschlungen“. Im Anschluss an den Alpha-Kurs hatte ich meine Wassertaufe im Dezember 2005. Ein paar Wochen vorher hatte Gott mir in einer Sonntagspredigt über den Heiligen Geist Glauben geschenkt für das Sprachengebet, das ich dort empfangen habe und seitdem praktiziere.

Wie lebst Du heute Deinen Glauben?

Der Glaube bedeutet für mich ganz konkret, dass ich eine lebendige Beziehung zur großartigsten Person im ganzen Universum haben darf, dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist mein Augenöffner, er offenbart mir Jesus, den Sohn Gottes, meinen großen Bruder. Der Heilige Geist ist mein Lehrer und erklärt mir das Wort Gottes, die Bibel. Der Heilige Geist ist mein „Tröster“ und lässt mich die Liebe des Vaters schmecken und sehen (Psalm 34,9a: Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist).

Mein Glaube sieht so aus, dass ich versuche, den Heiligen Geist immer besser kennenzulernen, herauszufinden, was Ihm gefällt und auch zu verstehen, was Er nicht mag. Dafür verbringe ich Zeit mit Ihm in unserer „Kammer“ (Mt 6,6: Wenn du aber betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist). Hier verbringen wir täglich Zeit im Lobpreis und Anbetung, im Gebet und im Bibel lesen.

Ich liebe das (geschriebene) Wort Gottes und will erleben, wie das lebendige Wort mich mehr und mehr verwandelt, mein Denken erneuert und mich Jesus immer ähnlicher macht. Das Kiffen war z.B. das erste, wovon Jesus mich befreit hat. Danach hat Jesus mich über die Jahre beziehungsfähiger und verantwortungsbewusster gemacht, so dass Er mir mit Beate 2016 eine wunderbare Ehefrau schenken konnte. Seine Erziehung/Umgestaltung/Therapie geht aber natürlich immer noch weiter, und ich will versuchen, dabei zu kooperieren und Ihm nicht im Wege zu stehen.

Mein Herz schlägt für gute, bibeltreue Lehre, welche Glauben erzeugt, Furcht Gottes bewirkt und einen motiviert, sich Gott wieder mehr hinzugeben. Vermutlich betreibe ich deswegen eine Homepage, wo ich Predigtabschriften von Bibellehrern veröffentliche (mit deren Erlaubnis).

Da ich früher jemand war, der „das Glück gesucht hat“ in allen möglichen Dingen, liebe ich nun die Bibelstellen, die beschreiben wie wahres Glück aussieht. Hier nur ein paar Beispiele:

Ps 1,1-2: Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!

Ps 34,9: Schmecket und sehet, dass der HERR gütig ist! Glücklich der Mann, der sich bei ihm birgt!

Ps 112,1: Halleluja! Glücklich der Mann, der den HERRN fürchtet, der große Freude an seinen Geboten hat!

Gott hat mich das wahre Glück finden lassen, und ich bin im Vaterhaus angekommen. Dennoch geht meine Suche weiter und weiter, denn Seine Größe ist „unausforschlich“ (Ps 145,3). Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin (Phil 3,12). Hallelujah.