Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 1 (50:00 bis 55:00)

 

Petrus hat einen Plan, und er verkündet den auch ganz klar. Und er sprach:

Apg 2,38+41
Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan.

Achte auf die Formulierung „die sein Wort annahmen … “ – nicht „meldeten sich zur Mitgliedschaft an“, sondern die wurden aufgenommen! Die wurden hinzugetan. Sie wurden hinzugetan. Ja, unter diesen tausenden von Menschen können wir uns vorstellen – wissen wir nicht genau, aber könnte man sich vorstellen, gab es vielleicht welche, die sagen: „Du mit der Taufe, das sehe ich ein bisschen anders, aber ich möchte gerne mitmachen“. Was hätten die Apostel gesagt? No way! Wir setzen die Bedingungen, weil das ist, was Jesus uns gesagt hat. Wir bauen seine Gemeinde. Und er hat uns gesagt, die Gemeinde beginnt mit Buße und die Buße zeichnet sich dann aus als Gehorsamsschritt in Taufe. Und dann kommt der Empfang des Heiligen Geistes inklusive dieser so wichtigen Gabe in Sprachen zu beten.

Petrus sagt, das ist normal. So fangen wir an. „Ja, aber ne, also mit dem Heiligen Geist, du, weißt du, ich meine, früher wurden wir ja gelehrt, mit dem Heiligen Geist, da muss man ganz vorsichtig sein. Also mit Sprachen beten, das ist mir irgendwie unheimlich und überhaupt, was soll das sein? Ich rede was, was ich gar nicht verstehe. Also das macht doch gar keinen Sinn, komm, lass uns vernünftig sein“.

Petrus hätte gesagt, okay, du darfst weiter überlegen. Wenn du auf unsere Bedingungen eingehst, kannst du zurückkommen.

So, die Liebe – ganz anders als heute – ein wichtiger Slogan in der religiösen Welt: „Die Liebe schließt niemanden aus“. Ganz anders in der Realität! Die sein Wort annahmen, wurden hinzugetan. Niemand sonst, nur die sein Wort annahmen. Das heißt also, die Apostel haben gesagt, wir bestimmen wer mitmacht und wer nicht. „Oh, das klingt aber krass. Ich meine, ich will ja dazugehören, ich hab zwar meine Ideen und möchte einiges nicht so wie ihr, aber im Grunde stimme ich schon überein: Jesus ist der Herr, und alles ist gut“. Wenn Jesus der Herr ist, dann hast du die Haltung: Ich will ihm gehorchen.

Jesus sagte in Lk 6,46:
Was nennt ihr mich aber: Herr, Herr!, und tut nicht, was ich sage?

Die Herrschaft Jesu heißt, ich habe ein Gesinnung, ich will tun, was er sagt, ich will ein gehorsames Leben lernen. Aber heute kann man leichtfertig sagen: Jesus ist der Herr – und mit allergrößter Selbstverständlichkeit tut man das Gegenteil von dem, was die Bibel sagt. Das kann nicht funktionieren. Und gesunde Leiterschaft wird so etwas niemals akzeptieren. Gesunde Leiterschaft, die hingegeben ist an Jesus und frei ist von Menschenfurcht! Wie viele Leiter habe ich getroffen, die Angst haben. Die sagen: „Ja, wenn ich das verkündige, was die Bibel sagt, da laufen mir ja die Leute weg!“ Ich sag, ja und, lass sie laufen! Mit denen kannst du sowieso nichts anfangen. Lass sie laufen!

Eine Gemeinde hat mich gerufen mit ihr zu arbeiten vor ungefähr 5-6 Jahren, waren nur 30 Leute, und ich hab gesagt, „wisst ihr, was das bedeuten könnte? Wenn wir hier göttliche Ordnung aufrichten, kann sein, dass Leute gehen“ – „Ja, wir wollen, dass Jesus der Herr ist“. Und dann fangen wir an zu arbeiten, und von 30 Leuten sind 15 gegangen. Das ist die Hälfte. Und bei 30 merkst du, dass 15 fehlen. Wenn du 500 hast und 15 gehen, das merkst du gar nicht. Aber bei 30 – 15 gehen! Aber diese Leiterschaft hat ihre Lektion gelernt, hat gesagt: „Und wir sind nicht erpressbar, wir sind nicht käuflich, unser Ziel ist nicht schnell eine große Gemeinde zu haben, unser Ziel ist, dass hier Jesus in die Mitte kommt, weil er der Herr ist, und das ist unser Ziel“. Und weißt du was? Innerhalb von einem Jahr sind 15 neue Leute gekommen, die brennend waren, die gesagt haben, hier machen wir mit, hier sehen wir die wahre Linie, und Gott hat die ganze Atmosphäre radikal verändert. Das ist eine feurige, anbetende, leidenschaftliche Gemeinde. Hallelujah. Keine Stuhlwärmer, sondern Menschen, die ein brennendes Herz haben.

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