Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 1 (80:00 bis 85:00)

 

Und deswegen haben wir so eine starke Betonung, einmal hier und an etlichen anderen Stellen über das Merkmal von neutestamentlicher Gemeinde: Es ist die Lehre der Apostel. Das, was die Apostel gelehrt haben, ist in der neutestamentlichen Gemeinde maßgeblich, nichts anderes. Nicht meine Meinung, nicht deine Meinung, sondern die Lehre der Apostel.

Und wieviel Verwirrung haben wir darunter? Und wie viele Menschen, die sich Christ nennen, erfüllt vom Heiligen Geist, sind sogar der Meinung, man kann überhaupt nicht klar wissen, was die Lehre des neuen Testamentes ist. Die einen sagen so, die anderen sagen so, und irgendwie kann man das nicht herausfinden. Und dann zitieren sie Paulus und sagen: „Unsere Erkenntnis ist Stückwerk“.

1 Kor 13,9
Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.

„Siehst du, nichtmal Paulus hatte den Plan“.

Paulus redet in 1. Kor 13 von Geistesgaben, vom Wort der Erkenntnis, was immer nur Bruchstücke sind der großen Weisheit Gottes. Aber er redet nicht von Lehre. Wenn er von Lehre redet, sagt er: Ich hab euch dem Bild der Lehre übergeben.

Röm 6,17
Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid!

So, er hat ein klares Verständnis gehabt, die neutestamentliche Lehre ist wie ein Gemälde, wie ein Bild mit verschiedenen Elementen, und die sind alle in Harmonie miteinander und alles wird umschlossen von einem Rahmen, und da ist ganz klar: Das ist die Lehre, und irgendwas anderes, was damit nicht überstimmt, ist außerhalb.

Deswegen konnten die Apostel sagen: „Wer nicht das bringt, was wir gebracht haben … „. Jeder hat das auch verstanden, wenn eine fremde Lehre kam – okay, das ist nicht, was die Apostel gebracht haben. Was soll ich jetzt damit tun? Ein bisschen studieren, mal ein bisschen angucken, kann ja auch was wertvolles drin sein? Nein! Sich davon fernhalten! Das war die klare Anweisung der Apostel.

Röm 16,17
Ich ermahne euch aber, Brüder, dass ihr achthabt auf die, welche entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, Zwistigkeiten und Ärgernisse anrichten, und wendet euch von ihnen ab!

Nicht „aber guck mal, die lieben doch auch Jesus“ – wenn sie Jesus lieben, dann sollen sie zur Wahrheit kommen. Und wir können ihnen helfen, indem wir sie zur Buße rufen aus ihren Verwirrungen und sagen: Komm doch zurück zum Wort, komm doch zur Einfachheit und zur Klarheit des Glaubens.

Mein ganzer Lehrdienst gründet sich auf eine einzige grundlegende Idee oder Offenbarung: „Gott ist nicht verwirrt“.

Was Gott sagt, meint Er, was Er meint, sagt Er, und Er hat nicht zu einem Thema zwei oder drei Meinungen. Sondern Gott ist total klar. Er hat über Taufe eine Meinung. Er hat über Geistestaufe eine Meinung. Er hat über Sex vor der Ehe oder außerhalb der Ehe eine Meinung. Gott hat eine Meinung. Wie viele Menschen vergesen das in ihrem Meinungsstreit. Dass ja Gott auch eine Meinung hat! Eigentlich sind ja unsere Meinungen gar nicht wichtig, sondern nur was sagt denn Er überhaupt? Was hat Er denn gesagt?

Uns interessiert nur Gottes Meinung, nicht unsere Meinung, nicht die Meinung der anderen, nur Gottes Meinung. Das ist unsere Gesinnung wenn wir Freunde Jesu sein wollen. Er sagt: Ihr seid meine Freunde wenn ihr tut, was ich euch sage.

Joh 15,14
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.

So, mit solchen einfachen Dingen haben wir diesen Geist der Toleranz, diesen Geist der Verwirrung komplett rausgeschmissen – aus unserem Leben und aus der Gemeinde. Hallelujah. Die Kämpfe finden draußen statt, aber hier haben wir eine klare Linie, die Lehre der Apostel. Alle, die dazukommen wollen, werden diesen grundlegenden Dingen zustimmen müssen. Und wer sagt, das finde ich gut, aber diesen und jenen Aspekt, das gefällt mir nicht – sei gesegnet, muss ja nicht, finde deinen Platz, wir beten für dich. Wer sucht, der findet. Aber hier wird dein Platz nicht sein. Dein Platz kann hier nur unter der Bedingung sein, dass du akzeptierst, was die Lehre der Apostel ist.

Und wenn wir diese Gesinnung einnehmen, werden wir erleben wie Gläubige Sturm laufen und sagen: „Ihr seid doch alle intolerant. Ihr habt ja keine Liebe. Wo bleibt denn da die Liebe und die Mitmenschlichkeit?“ Das ist der Geist der Welt, der im massiven Widerspruch zum Heiligen Geist ist. Und wir müssen uns entscheiden auf welche Seite wir uns stellen wollen. Wenn wir den Heiligen Geist erfreuen wollen, wenn wir ihm folgen wollen, machen wir den Geist der Welt böse auf uns. Aber wenn wir dem Geist der Welt folgen wollen, kriegen wir Probleme mit dem Heiligen Geist. Die beiden passen nicht zusammen – entweder oder. Wahrheit oder Lüge. Man kann es nicht mischen.

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