Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (00:00 bis 05:00)

 

Wir haben in der vorigen Einheit gesehen, dass der Herr großes Interesse hat, dass wir genau hinschauen und dass wir nach Seinen Anweisungen bauen. Das war damals beim Heiligtum so, und das ist heute bei der neutastamentlichen Gemeinde nicht anders. Und wir haben das Wort Gottes, was uns genau beschreibt wie die Strukturen aussehen, was die Inhalte sind und worum es geht bei Gemeinde. Und danach müssen wir uns richten wenn wir Seinen Segen haben wollen, weil Er segnet nur Seine Ordnungen und Seine Anweisungen und nicht unseren guten Willen. Sondern wenn wir wirklich schauen, ja, was will Er eigentlich und was hat Er angeordnet?

Okay, jetzt gehen wir ein bisschen weiter und wollen ein bisschen schauen, was ist das Wesentliche der Gemeinde. Worum geht es bei Gemeinde überhaupt? Viele haben diese Vorstellung, ja, Gemeinde, da sollen sich alle wohlfühlen. Ich kenne eine Situation, da haben sie viel, da haben sie sogar einen Experten geholt und haben viel Aufwand betrieben und Fragebogen und alle gefragt – alle möglichen Fragen über die Gemeinde und ob sie sich wohlfühlen und alles gut ist. Und ich hab mich gefragt, haben sie wohl genausoviel Einsatz unternommen, genausoviel Mühe sich gemacht, den Heiligen Geist zu fragen, ob Er sich überhaupt wohlfühlt in der Gemeinde.

Es ist so eine Gefahr, dass wir die Gemeinde bauen und ausrichten nach den Menschen. Aber es ist Sein Haus, und es geht um Ihn, und Er macht das sehr, sehr klar, sowohl im Alten Testament in Bezug auf Israel als auch jetzt im Neuen Bund für uns. Lasst uns einmal lesen – 2. Mose – das ist noch ein bisschen vor dieser Situation, die wir vorhin angeschaut haben, wo Er sagt: „Baut mir ein Heiligtum“. Das ist unmittelbar nach der Befreiung aus Ägypten – 2. Mose 19. Ich les einmal ab Vers 3.

2 Mose 19
3 Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen und den Söhnen Israel mitteilen:
4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.
5 Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde.
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst.

So, hier haben wir ganz stark diese Betonung: Ich hab das gemacht, weil ich euch haben wollte für mich. Ihr seid ein Volk für mich, was bedeutet: zu meiner Ehre. Es gibt auch eine andere Schriftstelle, dort sagt der Herr: „Wir sollen ein Volk zum Ruhm und zum Preis und zum Schmuck sein“.

Jer 13,11b
damit sie mir zum Volk und zum Ruhm und zum Preis und zum Schmuck seien

Er hat uns geschaffen für Seine Ehre. Und das wesentliche Element einer Gemeinde ist diese Grundhaltung: Wir sind da für Ihn, und es geht um Seine Ehre. Das ist das tragende Element von einer wirklichen Gemeinde – diese Gesinnung, die die Bibel auch die Furcht des Herrn nennt. Eine Herzenshaltung, die sagt: Ich will Ihn ehren, ich will Ihn verherrlichen, ich will, dass Er sich an mir freuen kann.

Da ist ein gewaltiger Unterschied in der Bibel – im Alten und im Neuen Testament zwischen der Liebe Gottes und dem Wohlgefallen Gottes. Das sind zwei verschiedene Dinge, und die müssen wir auseinanderhalten. Und im Neuen Testament sehen wir ganz klar, die Betonung ist mehr auf dem Wohlgefallen Gottes als auf der Liebe Gottes. Wir sind alle geliebt, alle gleich geliebt, da ist nicht einer mehr geliebt – die Eifrigsten und Hingegebensten und Brennendsten unter uns sind nicht mehr geliebt als irgendwer anders. Wir sind alle geliebt vom Herrn.

Aber jetzt geht es darum, dass wir diese Liebe nutzen und erlauben, dass sie in uns ein Werk tut, dass unsere Gesinnung verändert wird und dass wir jetzt ein Leben führen zu Seinem Wohlgefallen.

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