Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (05:00 bis 10:00)

 

Paulus nimmt Bezug auf Israel in 1. Kor 10 und sagt: Die waren alle gesegnet, die waren alle unter der Wolke, die sind alle durchs Meer gegangen, die haben alle vom Manna gegessen, die wurden alle gespeist in der Wüste. Aber an den meisten von ihnen hatte Er kein Wohlgefallen, denn sie sind hingestreckt worden in der Wüste.

1 Kor 10,5
An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden.

Und dann geht’s in Bezug auf uns – und deswegen müssen auch wir aufpassen, dass wir nicht Begierden nach allen möglichen Dingen Raum geben.

1 Kor 10,6
Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, damit wir nicht nach Bösem gierig sind, wie jene gierig waren.

So, da ist die klare Betonung im Neuen Testament, das zieht sich durch die Briefe hindurch der Apostel, das war ihr Eifer, ihr Herzschlag – die Gemeinde soll etwas sein zur Verherrlichung Gottes.

Was bedeutet, dass wir ein biblisches Gottesbild brauchen, ganz anders als das griechische oder das weltliche. Da sieht man Gott als, ja, der ist weit weg und der hat so den allgemeinen Überblick, aber mich und mein Leben sieht er nicht – zum Glück. Und mein Leben hat auch keine Auswirkung auf ihn.

Die Bibel sagt etwas total anderes. Wir können Gott erfreuen, wir können Gott beleidigen, wir können Ihn kränken. Wie Er von Israel sagt: Wo immer die hingingen, sie haben meinen heiligen Namen entweiht.

Hes 36,21
Da tat es mir leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel entweiht hatte unter den Heidenvölkern, zu denen es gekommen ist.

Und Gott sagt: Ihr habt mich gekränkt mit euren Götzen.

Jer 7,30
Denn die Kinder Judas haben getan, was böse ist in meinen Augen, spricht der Herr; sie haben ihre Greuelgötzen in dem Haus aufgestellt, das nach meinem Namen genannt ist, um es zu verunreinigen.

So, wir sehen da einen Gott, der nicht weit weg ist und der gar keine Notiz nimmt von dem, was hier passiert auf der Erde, sondern ganz im Gegenteil – einen Gott, der nahe ist. Der nahe ist und der Anteil nimmt und auf den unsere Taten und unsere Worte einen Einfluss haben.

Wir haben die Möglichkeit, Dinge zu tun, die Gott erfreuen oder die ihn erzürnen, die ihn kränken, die ihn beleidigen, die ihn verletzen, die ihn betrüben. Paulus sagt: Betrübt nicht den Heiligen Geist.

Eph 4,30
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin!

So, dieser große, gewaltige, schöpferische, heilige Geist kann durch uns betrübt werden. Und das darf nicht passieren, und das soll nicht passieren.

Und die Apostel hatten diese Gesinnung, es geht um die Ehre Gottes. Und jeder einzelne muss verstehen, im Alltag, da, wo er ist, er lebt zur Ehre Gottes. „Alles, was ihr tut, mit Worten oder Werken, tut im Namen des Herrn“.

Kol 3,17
Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!

1Kor 10,31
Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes!

So simple Dinge wie Essen und Trinken können zur Ehre Gottes sein oder zur Unehre Gottes.

Und der Auftrag der Gemeinde, der Auftrag jedes einzelnen Gläubigen ist, sich danach auszustrecken ein Leben zu führen zur Ehre Gottes. Der Herr soll verherrlicht werden in allen Dingen. In allen Dingen! Auf der Arbeit, in der Ehe, im Ehebett, beim Ausfüllen der Steuererklärung. Oder wenn du Handwerker bist und du schreibst die Stunden. Oder was auch immer. In der Freizeit, vor dem Fernseher, vor dem Computer, in allen Situationen – wenn wir mit Menschen sind und wenn wir alleine sind, ob wir beobachtet werden oder nicht – in allen Situationen. Wir sollen verstehen, wir sind unter wohlwollender Beobachtung. Und Gottes Sehnsucht ist, in uns ein Herz zu finden und uns ein Herz zu geben, dass wir Ihn erfreuen wollen.

Weil das ist das Herz Jesu, zu dem wir gerufen sind. Wir sind ja seine Nachfolger, wir sind ja seine Nachahmer.

Eph 5,1
Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder

Und was hat Jesus gesagt? „Ich tue allezeit, was dem Vater gefällt.“

Joh 8,29b
denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt.

Ich tue allezeit, was dem Vater gefällt. Und wir haben den Heiligen Geist bekommen, damit Er immer stärker und immer eindeutiger diese Gesinnung in uns hervorbringt. Dafür haben wir den Heiligen Geist bekommen. Nicht, dass wir schöne Meetings haben, das ist nebenbei. Aber das in uns eine Gesinnung wächst. Paulus sagt: „Die Gesinnung Christi sei in euch allen“. In euch allen!

Phil 2,5
Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war.

Alle sollen diese Gesinnung Christi haben: Sich zu erniedrigen wie Jesus das getan hat, damit Er uns erhöhen kann. Petrus sagt: Demütigt euch unter die gewaltige Hand Gottes, damit Er euch erhöhe zu Seiner Zeit“.

1Petr 5,6
So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.

So, die Aufgabenverteilung ist ganz einfach: Wir demütigen uns – zum Beispiel durch Dienen, durch Vergeben, durch verschiedene andere Dinge – wir demütigen uns, wir tun Dinge gegen unsere alte Natur – und Gott erhöht uns.

Erst sind wir dran – nach dem vollendeten Werk von Golgata, erst sind wir dran, und dann ist wieder Er dran. So, und wenn wir Gott in unserem Leben sehen wollen, wie Er wirkt, wie Er uns segnet, wie Er neue Türen auftut, wie Er uns einen Dienst gibt, wie Er uns ein Leben gibt, wo wir Frucht bringen für Ihn – wir sind jetzt dran, wir sind dran. Und das wichtigste ist, danach zu suchen, diese Gesinnung zu bekommen, sie festzuhalten und sie immer mehr zu vertiefen, eine Gesinnung, die die Gesinnung Jesu ist – es geht um Seine Ehre.

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