Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (15:00 bis 20:00)

 

Jes 51,23a
Ich gebe ihn (diesen „Taumelbecher“) in die Hand deiner Peiniger, die zu deiner Seele sagten: Bück dich, dass wir hinüberschreiten!

Und jetzt hör die Klage Gottes:

Jes 51,23b
Und du machtest deinen Rücken der Erde gleich, wie eine Straße für die Hinüberschreitenden.

Wo das doch gar nicht notwendig gewesen wäre! Wo ich gesagt habe, „wenn du in meinen Ordnungen bleibst, dann mache ich dich zum höchsten Volk, du wirst Kopf sein und nicht Schwanz, und alle deine Feinde ringsum werden sich demütigen und werden besiegt sein und du wirst herrschen“.

5Mo 28,13
Und der HERR wird dich zum Kopf machen und nicht zum Schwanz, und du wirst immer aufwärts steigen und nicht heruntersinken, weil du gehorsam bist den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete zu halten und zu tun

Und diese, die dieses Vorrecht haben, sie hören auf die Peiniger und der sagt: „Leg dich hin“ – und die legen sich hin – und er schreitet stolz und herrisch und gebieterisch über ihren Rücken hinweg. Was für eine Demütigung! Wenn man weiß, es hätte genau anders herum sein müssen. Sie hätten herrschen können.

Und jetzt kommt Gott in diese Situation. Und er ruft sein Volk: „Wach auf, wach auf!“

Jes 52,1a
Wache auf! Wache auf!

Zu wem muss man sagen „wach auf“? Zu denen, die schlafen. Die wach sind, die müssen nicht hören „wach auf“.

Jes 52,2a
Schüttle den Staub von dir ab

Also, die sind nicht nur auf dem Boden, die sind bedeckt mit Staub. Staub ist immer ein Bild für Fluch. Sie sind nicht Herrscher, sondern sie sind beherrscht. „Steh auf!“. Auf dem Boden sind sie. Und Gott sagt:

Jes 52,2b
Steh auf und setze dich hin (setze dich auf den Thron), Jerusalem! Mache dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion!

Jes 52,5b
Denn mein Volk ist umsonst weggenommen worden. Seine Beherrscher höhnen, spricht der HERR, und ständig, den ganzen Tag, wird mein Name gelästert.

Hier siehst du wieder diese Verbindung zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt. Da ist das Volk Gottes, was seine Privilegien verachtet und wegwirft – statt zu herrschen über seine Feinde, kooperiert es mit den Feinden und wird von den Feinden beherrscht, und das hat Auswirkungen auf Gott. „Ständig, den ganzen Tag, wird mein Name gelästert“.

Und jetzt kommt die Antwort Gottes. Was muss passieren damit das aufhört?

Jes 52,6
Darum wird mein Volk meinen Namen erkennen, darum an jenem Tag erkennen, dass ich es bin, der da spricht: Hier bin ich!

Gott wird Offenbarung geben über seinen Namen, über seinen heiligen, wunderbaren Namen. Jesus sagt: Vater, ich habe deinen Namen offenbart und ich werde fortfahren ihn zu offenbaren.

Joh 17,26
Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.

Jesus, durch den Heiligen Geist, offenbart den Namen Gottes. Name steht für Wesen. Den Charakter, das Wesen Gottes, das, was typisch ist für Gott. Jesus hat Gott offenbart in seinem Wesen. Er sagt: Wer mich sieht, sieht den Vater.

Joh 14,9b
Wer mich sieht, der sieht den Vater!

Und er fährt fort. Das ist noch nicht zu Ende, er ist immer noch dabei, den Namen Gottes zu offenbaren. Und je mehr wir Offenbarung bekommen über den Namen Gottes, was das alles beinhaltet, um so mehr wird wachsen in uns, dieses Verlangen für Seine Ehre zu leben. Zu seinem Wohlgefallen zu leben.

1 Thess 4,1
Übrigens nun, Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, da ihr ja von uns Weisung empfangen habt, wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt – wie ihr auch wandelt -, dass ihr darin noch reichlicher zunehmt.

Heute gibt es massive Strömungen, die kommen und vor angeblicher Gesetzlichkeit warnen und sagen: „Du musst nicht versuchen Gott zu gefallen“. Das Gegenteil haben die Apostel gelehrt! Natürlich auf der Grundlage des Werkes von Golgatha: Wir sind angenommmen, wir sind geliebt, wir versuchen nicht Gott zu gefallen um Ihn dazu zu bringen uns zu lieben. Aber weil wir geliebt sind, weil wir das angenommen haben, weil wir das für uns akzeptiert haben, hat diese Liebe eine Reaktion. Und wenn die Liebe Gottes nicht diese Reaktion hat, „ich will jetzt ein reines, heiliges, gehorsames Leben führen“, dann haben wir nicht die Liebe Gottes empfangen, sondern ein menschliches, seelisches Imitat.

Aber die wahre Liebe Gottes wird immer zu einer Reaktion führen: Ich will jetzt für Ihn leben, ich will Ihn ehren, ich will Ihn verherrlichen, ich will meinen Teil dazu beitragen, dass die Gemeinde etwas wird – wie Paulus sagt am Anfang vom Epheserbrief – drei Mal – zum Preise seiner Herrlichkeit, zum Preise seiner Herrlichkeit, zum Preise seiner Herrlichkeit.

Eph 1,6
zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.

Eph 1,12
damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien, die wir vorher schon auf den Christus gehofft haben.

Eph 1,14
Der ist die Anzahlung auf unser Erbe auf die Erlösung seines Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit.

Das ist die Gemeinde. Die Gemeinde lebt für Jesus. „Geheiligt werde dein Name“ – Er soll geehrt werden, Er soll sich erfreuen, Er soll das genießen, dass Sein Werk von Golgatha nicht umsonst war und dass es in uns diese wunderbare Frucht hervorbringt Seiner eigenen Gesinnung – den Vater zu erfreuen. Das war das, was die Apostel bewegt hat, wenn sie an die Gemeinde gedacht haben, wenn sie geschrieben haben.

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