Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 3 (40:00 bis 45:00)

 

Und was ist das überhaupt für eine Weisheit? „Ich höre auf zu predigen über Sünde und dann kommen die Leute“?! Überleg einmal gerade – hat Jesus über Sünde irgendwas gesagt? Oh ja! Haben die Apostel was über Sünde gesagt? Oh ja. So, was ist das für eine moderne Marketing-Strategie – wir predigen nicht über Sünde und dann kommen die Leute. Was ist das für eine Weisheit?! Das ist nicht die Weisheit, die von Gott kommt. Wie Jakobus sagt: Das ist die Weisheit, die von unten kommt.

Jak 3,15
Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche/seelische, teuflische/dämonische.

Weisheit aus der Hölle! Und wo heute das Wort Gottes nicht repektiert und geachtet wird, kommt der Geist der Welt in die Gemeinde. Weisheit aus der Welt. Und mit Weisheit von Menschen wird versucht Leute zu Gott zu bringen. Wie soll das funktionieren? Nur Gottes Weisheit kann Menschen motivieren sich Ihm zu ergeben, Ihm zu vertrauen und zu lernen Ihm zu gehorchen. Die Weisheit der Welt ist gegen Gott, ist in Feindschaft gegen Gott – wie soll die denn das können, das hervorbringen?! Das ist völlig unmöglich. Das kann doch gar nicht funktionieren.

Jak 4,4b Wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, erweist sich als Feind Gottes.

Aber ich habe eben beim Lesen etwas ausgelassen von Vers 2 Tim 3,15:

2 Tim 3,15
die heiligen Schriften (…), die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.

Die Heiligen Schriften haben Kraft, dich weise zu machen! Es beginnt mit der Hingabe an das geschriebene Wort Gottes. Egal was Menschen sagen. Und sie werden dich auslachen, sie werden dich verspotten, sie sagen: Du hast ja einen „Buchstaben-Glauben“. Nein, Gott war clever genug seine Gedanken schriftlich niederzulegen um das Maß an Verwirrung möglichst gering zu halten. Und wir alle den gleichen Text haben. Und wenn wir dann nichts eigenes wollen, sondern sagen: Heiliger Geist, was immer das Ergebnis ist, bitte lehre mich, leite mich, führe mich in alle Wahrheit. Heute ist die Verwirrung so massiv geworden, dass es sogar christliche Leiter gibt, die sagen: „Die Wahrheit kann man gar nicht erkennen. Jeder liest seine Bibel anders. Du siehst so, ich sehe so – also das muss man schon anerkennen, die Wahrheit als objektive, absolute Wahrheit, das gibt es ja gar nicht, das ist eine Illusion, und das wäre auch gar nicht gut, Wahrheit trennt nämlich – aber lasst uns fokussieren auf die Liebe. Die Liebe vereint“.

So wird heute geredet. Das ist der Geist aus der Hölle, der in die Gemeinde gelassen wird. Der Geist des Humanismus. Der redet von Liebe, aber er meint nicht die Liebe Gottes. Weil die Liebe Gottes geht immer zusammen mit Wahrheit – immer. Eine Liebe, die Wahrheit außen vorlässt, ist nicht die Liebe Gottes. Die Liebe freut sich an der Wahrheit. Das ist, was Paulus sagt.

1 Kor 13,6
sie (die Liebe) freut sich nicht über die Ungerechtigkeit; sondern sie freut sich mit der Wahrheit

Die Liebe ist immer in Verbindung mit der Wahrheit. Und wir dürfen die zwei nie auseinander dividieren, und deswegen heißt es auch als eine wichtige Regel, die zigtausendfach verletzt wird im Volke Gottes: Wir sollen die Wahrheit sprechen in Liebe.

Eph 4,15a
Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe

Die Wahrheit sprechen in Liebe – wir können nicht Liebe und Wahrheit trennen und sagen: Wir sind lieb, wir können dem nicht sagen, was uns an ihm stört und was uns hier alle irgendwie mächtig auf den Senkel geht – die Liebe gebietet, dass wir schweigen. Die Liebe sagt etwas anderes! Wenn dein Bruder sündigt, gehe hin!

Mt 18,15a
Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin!

Hin zu wem? Zur Gemeinde? Nein, zu dem Bruder! Nicht „geh zum Telefon und telefoniere durch die halbe Gemeinde“ – geh zum Bruder. Das ist, was die Bibel sagt.

Mt 18,15a
Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein!

Aber wir sind geleitet von „neee, das kann man nicht machen, wir wollen doch nett sein“ – und tratschen über seine Sünde statt ihm zu helfen. Das ist in vielen, vielen Gemeinden, die ich besucht habe, Standard. Das passiert jede Woche x Mal, und keiner macht sich Gedanken, dass damit der Heilige Geist betrübt wird und sie wundern sich, wo bleibt jetzt Gott am Sonntagmorgen? Wir haben doch dieses mächtige Gebet und haben uns daraufgestellt: Wo zwei oder drei versammelt sind in seinem Namen, da ist er mitten unter uns – wo bleibt er denn jetzt?

Mt 18,20
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.

Längst verscheucht! Längt in Ketten gelegt! Und dann sagen wir: Gott, wo bist du jetzt?

Wir verhindern die Gegenwart Gottes durch Sünde. Und das sind nicht die riesigen, gewaltigen Dinge, die wir so als massiv sehen würden. Wenn wir nachts heimlich ins Bordell oder der raubt eine Bank aus oder der bringt jemanden um – es sind die Dinge, die wir alle als normal ansehen.

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