Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 4 (50:00 bis 55:00)

 

Paulus hatte eine total andere Sicht, was sagt er zu Timotheus?

2Tim 2,2
und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig (fähig) sein werden, auch andere zu lehren!

So, er sagt nicht: Schau nach den Quatschköpfen, schau nach denen, die meinen, sie sind fähig – „schau nach den treuen, schau nach den treuen!“

Als ich später Jugendleiter war mit unserem Team, wir haben genau das gemacht. Wir haben geschaut nach den Treuen. Und ich weiß noch wie wir einmal zusammengesessen haben und haben gesagt, du wir könnten jetzt eine Liste machen von Menschen, in einen Briefumschlag tun, versiegeln und warten. Von Menschen, wenn sie in dieser Haltung weitermachen, wie sie es die letzten Jahre gemacht haben, sie werden alle in den Dienst gehen.

Und fast alle von dieser Liste sind heute im Dienst – als Missionare, als leitende Kindermitarbeiter, als Pastoren, als Leute, die Verantwortung tragen im Reiche Gottes. Woher wussten wir das? Weil wir besonders prophetisch waren? Nein. Weil wir gucken konnten, und konnten sehen, wer ist treu, wer ist offen für Korrektur, wer lässt sich was sagen, wer übernimmt seine Aufgaben mit Hingabe und mit Konsequenz?

Und danach müssen wir schauen. Gott sucht nach den Treuen im Lande, nicht nach den Fähigen. Weil – was sagt das Wort?

Vertraue es den treuen an, denn sie werden fähig sein (2 Tim 2,2b). Die müssen nicht fähig sein – die müssen treu sein, und Gott gibt ihnen die Fähigkeit!

Fähigkeit zum Dienst im Büro, im Kinderdienst, in der Technik, im Lobpreis, an der Kanzel, in der Leitung, das sind alles übernatürliche Begabungen, die kommen von Gott. Und Gott weiß, was jede Gemeinde braucht, und Er hat genügend Personal. Manche Leute sagen, ja, wir haben keine Leute, wir müssen dann irgendwo einen importieren. Ich sage, das ist dummes Zeug, mach die Augen auf, bitte, dass Gott dir die Augen auftut – alles, was ihr braucht, ist da. Wenn Gott jemanden dazuholen will, dann wird das kommen. Aber nicht mit dieser Casting-Show, die ich da vorhin beschrieben habe. Das wird ganz anders sein. Er wird vielleicht Gast der Gemeinde sein, und irgendwann hat er die Idee, er soll umziehen und wir Teil der Gemeinde sein. Aber er kommt nicht her, und am ersten Tag sagt er, gebt mir die Kanzel – sondern er sagt, gebt mir den Besen.

So fängt es an. Wir dienen. Wir setzen Zeichen vor Gott, vor der unsichtbaren Welt, dass wir bereit sind zu investieren und Opfer zu bringen. So wird Gemeinde gebaut. Und Leiterschaft muss auf diese Dinge schauen.

So, wo waren wir? Ich wollte eigentlich erzählen, was die zu tun haben, die Ältesten. Aber hier in dieser Schriftstelle sehen wir, wir müssen sie anerkennen, wir müssen sie in Liebe achten, wir müssen Frieden halten, und sie stehen uns vor, und sie weisen uns zurecht.

1 Thess 5
12 Wir bitten euch aber, Brüder, dass ihr die anerkennt, die unter euch arbeiten und euch vorstehen im Herrn und euch zurechtweisen,
13 und dass ihr sie ganz besonders in Liebe achtet um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander!

Eines der wichtigen Dinge, die Älteste zu tun haben, ist der Hirtendienst. Was ist Hirtendienst? Das ist die Ernährung, das ist die Pflege, das ist die Heilung, die Wiederherstellung von zerbrochenen Leben. Das ist, was Hirten tun. Sie kümmern sich um die Herde, und sie haben das Ziel, hier ist jemand, der hat totale Probleme in seiner Familie, wir werden ihm helfen, ein Ehemann nach dem Herzen Gottes zu werden, wir werden ihr helfen, eine Ehefrau nach dem Herzen Gottes zu werden, wir werden ihnen Weisheit geben, wie sie jetzt ihre Kinder erziehen können, wir werden helfen, dass diese jungen Leute, wir werden unseren Teil tun, diese jungen Leute sollen einen guten Ehepartner bekommen, wir lehren über Ehe, wir lehren über diese Dinge, wir beten, dass sie von Gott einen guten Ehepartner bekommen. Das ist uns nicht egal, wir übernehmen Verantwortung für die Leben der einzelnen – das ist Hirtendienst. Das ist etwas anderes als „Kellner beim Abendmahl“ einmal im Monat. Hallo?

Und deswegen, um diesen Dienst auszuführen, müssen die Ältesten zusammenkommen regelmäßig. Manchmal gehe ich irgendwohin und sage, ja, und ihr als Leiter, wie oft kommt ihr zusammen? – Ja, wenn es mal nötig ist.

Das ist dann so zwei, drei Mal im Jahr wenn irgendwelche Entscheidungen getroffen werden müssen. Und ich weiß sofort, die verstehen überhaupt nicht, was Gemeinde ist, verstehen nicht, was Leitung ist. Älteste kommen zusammen – jede Woche. Treffen sich für mehrere Stunden. Und was tun sie da? Die beraten nicht über den neuen Rasenmäher, der anzuschaffen ist. Sie beraten nicht über die Farbe des neuen Teppichbodens oder irgendwie solche Dinge – dafür haben sie Leute. Das Bauteam, das Hausteam, und das delegieren sie. Das ist keine Aufgabe von Ältesten. Älteste tun einen geistlichen Dienst. Was machen die denn da, die Stunden an dem Abend? Die sind vor dem Herrn, die sind Priester, sie beten an.

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