Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 4 (60:00 bis 65:00)

 

Die Salbung bricht das Joch!

Jes 10,27
Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird seine Last von deinen Schultern weichen und sein Joch von deinem Hals; ja, das Joch wird zersprengt werden wegen der Salbung.

Und Dienst muss in der Salbung geschehen. Und wir müssen beten für die, die dienen von der Kanzel, wir müssen für sie beten. Deswegen – Paulus in fast jedem seiner Briefe, der große Apostel – er sagt: Bitte betet für uns.

Wenn Paulus brauchte, dass die Gemeinden für ihn beten, dann was brauchen wir? Hallo?! Und Die Gemeinde muss verstehen, wir kommen nicht am Sonntag morgen wie zu so einer Casting-Show und gucken mal, ob der heute gesalbt war und dann geben wir unsere Zensuren hinterher. Früher hab ich immer als Kind, ich weiß auch nicht warum, diese Eiskunstlaufwettbewerbe gesehen. Und da war dann immer so eine Jury von 5, 6 Leuten und die sahen alle so aus als wenn die noch nie auf dem Eis gestanden hätten. Aber wenn dann die Darbietung vorbei war, mit wichtiger Mine zückten sie ihre Karten – 4,5 – 5 – 3,0 – und haben bewertet. Und viele Leute kommen am Sonntag morgen in dieser Jury-Mentalität und wollen bewerten das Lobpreisteam, wollen bewerten den Dienst von der Kanzel. Aber sie beten nicht.

Und ich habe es viele Male gemacht, Menschen kommen nach der Predigt und sagen: Danke für das Wort, Gott hat heute zu mir gesprochen, ich habe eine Antwort bekommen, das war wofür ich gebetet habe und jetzt habe ich eine ganz klare Antwort heute bekommen – ich sage: Beantworte mir eine Frage, bevor du in den Gottesdienst gekommen bist – hast du gebetet, Gott rede heute zu mir? – Na klar!

Jakobus sagt: Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.

Jak 4,2b
Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet

Da ist so viel Mangel da in der Gemeinde, weil wir uns gewöhnt haben an den Mangel, weil wir das normal finden, auf Schmalkost zu leben, weil wir gewöhnt sind einfach irgendwie halb am verhungern zu sein geistlich.

Und die Salbung wird tiefer und stärker und kräftiger und wird mehr die Herzen erreichen, wird mehr von Sünde überführen, wird mehr motivieren, mehr das Joch der Verdammnis zerbrechen – je stärker wir für diejenigen beten und in Fürbitte ihnen die Arme stützen, die den Dienst des Wortes haben.

So, damals die Leiterschaft hat gesagt: Du, weg mit dem organisatorischen Kram, wir können das nicht tun, wir haben eine andere Berufung, wir haben die Berufung des Gebetes und des Dienstes des Wortes. Und der Dienst des Wortes, das Amt des Wortes, das fängt nicht am Wochenende an, schnell eine Predigt zusammenstricken, sondern es ist das Leben im Wort Gottes. Und es fängt am Montag an und geht zum nächsten Montag, und es geht immer so weiter und es hört nicht auf. Auch nicht im Urlaub. So, das ist etwas wichtiges, was die Leiterschaft zu tun hat.

Dann gibt sie Schutz – auch ein Teil des Hirtendienstes. Sie gibt Schutz vor verkehrten Diensten, die Schaden bringen. Sie wachen über die Lehre. Die Leiterschaft wacht über die Lehre. Deswegen kann so etwas nicht stattfinden wie ich das in manchen Gemeinden miterlebt habe: Da ist irgendeiner, der hat so seine privaten Kontakte zu irgendeinem Wanderprophet, aber die Ältesten haben Vorbehalte und möchten den aus bestimmten Gründen in der Gemeinde nicht haben, und dann sagt er einfach – kein Problem, ich öffne meine Wohnzimmer, und ich mache eine private Versammlung in meinem Wohnzimmer und lade alle ein von der Gemeinde. Und dann darf dieser Prophet dann da dienen. In einer Gemeinde, in der die Ordnung Gottes aufgerichtet wird, geht so etwas nicht.

Und niemand kann sagen: „Ja, das ist ja privat“. Nein, das ist nicht privat, weil du die Schäfchen von der Gemeinde unter einen Dienst bringst, von dem die Ältesten meinen, dass dieser nicht förderlich und nicht empfehlenswert ist und du agierst hinter dem Rücken der Leiterschaft, und damit beweist du, dass du nicht loyal bist, dass du nicht untergeordnet bist, dass du dein eigenes Ding machst, du wirst in Anführungsstrichen „vom Heiligen Geist geleitet“ – aber ohne Unterordnung unter die Ältesten. So etwas ist niemals gesegnet und wird geradewegs in Unruhe und in Spaltung hineinführen.

Oder da ist diese agile Schwester, die den Büchertisch leitet, und sie packt Bücher auf den Büchertisch, von denen die Ältesten sagen, das können wir nicht hier unseren Leuten empfehlen. Und sie sagt: Ich bin die Leiterin des Büchertisches, und ich bestimme. Hallo?! Jeder Dienst in der Gemeinde, ob das Büchertisch ist oder ob das Seniorenclub ist oder Kinderdienst, jeder Dienst bekommt ein Stück der Autorität der Ältestesten delegiert – hat niemals in sich selber eine Macht und kann diesen Dienst nur ausführen so lange er in Herzensharmonie und in Übereinstimmung und im Sinne der Ältesten agiert. Anders kann ein Dienst in der Gemeinde nicht funktionieren.

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