Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 4 (75:00 bis 80:00)

 

Wir haben uns Strukturen geschaffen, die nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmen, und dann ächzen wir und stöhnen wir und jammern über Symptome, aber begreifen nicht, die Symptome kehren immer wieder zurück, weil das System falsch ist. Und die Antwort Gottes ist: Gott hat keine Antwort für Denominationen, Gott hat keine Antwort für Konfessionen, Gott will nicht traditionelle Kirchen wiederbeleben, das ist alles Unfug. Jesus sagt: „Ich werde meine Gemeinde bauen“.

Mt 16,18b
auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen

Ich möchte Herr sein, und ich mach das so wie ich das will. Kein Bischof, kein Papst, und dieses ganze Zeug, alles weg, wir fangen nochmal von vorne an, Neubekehrte Jüngerschaft, Mitarbeitertraining, dann Älteste, apostolischer Dienst usw. So gehts und das funktioniert. Das Wort funktioniert. Gott segnet Sein Wort und Er bestätigt Sein Wort, und das sind so geniale einfache Konstrukte, die der Herr dort gegeben hat. Hallelujah.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den auch die Ältesten zu tun haben: Sie sprechen Recht bei Konflikten in der Gemeinde.

Paulus sagt zu den Korinthern: „Ist denn bei euch kein Weiser, der richten kann?“

1Kor 6,5
Euch zur Schande muss ich das sagen. Ist denn gar kein Weiser unter euch, auch nicht einer, der zwischen Bruder und Bruder richten könnte?

„Ihr müsst doch die richten, die drinnen sind, nicht die, die da draußen sind, aber die, die drinnen sind, müsst ihr richten“.

Übrigens eine der wichtigen Schriftstellen, die uns eine Balance gibt. Viele Leute – alles, was sie zum Richten kennen, ist: „Du darfst nicht richten“. Das ist ein Aspekt. Und Richten ist verboten. Und derselbe Herr, der gesagt hat, „ihr dürft nicht richten“, hat auch geboten: „Richtet ein gerechtes Gericht“. So, Jesus verbietet Richten, und er gebietet Richten. Ja, wie? Jetzt bin ich ganz verwirrt. Prima, dann geh ins Wort und finde heraus, was Jesus meint und wie du diesen Widerspruch auflösen kannst. Ohne zu sagen, das eine hat er gemeint und das andere hat Johannes sich ausgedacht und hat das irgendwie dazugeschrieben, aber es ist nicht Original Wort Jesu. Beides ist Original Wort Jesu. Wie kriegst du das zusammen? Ganz einfach! Es gibt verbotenes Richten, und es gibt gebotenes Richten.

Und lass dich vom Heiligen Geist und vom Wort Gottes unterweisen, was der Unterschied ist. Aber heutzutage, mindestens in der charismatischen Bewegung, „nenne mir Schriftstellen zum Thema Richten“ – „Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet“. Ich sage: „Und, weiter?“ – „Ja, mehr nicht“. Das ist das Problem. Und Leute haben Angst vor dem kritischen Geist. Ich sage, sei du so kritisch wie du möchtest, aber alles, was du ehrlichen Herzens herausfindest in der Bibel musst du behalten. Stell deine Fragen! Ich habe keine Probleme mit Fragen stellen. Aber lass das Wort die Fragen beantworten.

Manchmal habe ich den Eindruck, es ist eine Tugend bei den Charismatikern, dass man das Denken abschraubt irgendwie und abstellt. Unser Problem ist nicht, dass wir zu viel denken, wir denken viel zu wenig! Wir überlegen nicht: Was sagt die Bibel dazu und wie ist das und wie ist jenes? Und wie passt das zusammen?

So, Älteste sprechen Recht bei Konflikten. Gibt es manchmal Konflike in der Gemeinde? Ja. Und Paulus sagt: Dann geht ihr als Gläubige nicht vor Gericht, sondern dann klärt ihr das in der Gemeinde. Es ist ein Armutszeugnis für die Gemeinde wenn Gläubige miteinander im Rechtsstreit sind und gehen vor Gericht. Mit deinem ungläubigen Nachbarn ja – wenn er dir ein paar Quadratmeter abzwackt und den Zaun falsch setzt, da darfst du nachdem du versucht hast zu klären, dann darft du vor Gericht gehen – aber nicht mit einem Gläubigen. Es ist nicht vorgesehen im Worte Gottes.

Anderer wichtiger Aspekt: Die Ältesten bestimmen welcher Geist in der Gemeinde wirkt. Die Ältesten bestimmen das. Wenn ein religiöser Geist in der Gemeinde ist, dann deswegen, weil die Ältesten nicht ihre Aufgabe wahrnehmen. Im Alten Testament, die Ältesten saßen in den Toren der Stadt, d.h. sie haben kontrolliert wer reinging und wer rausging. Und das ist ein Bild für die Ältesten, und deswegen haben die Ältesten Aufsicht über den Büchertisch, über die Lehre, und es gibt eine Richtung von Lehre – immer wieder höre ich das: Ja, im Leitungsteam, wir sind uns nicht einig, der eine predigt das jüdische Zeugs, und der andere predigt die Gnade, und das gibt Konflikte, und wie passt das jetzt zusammen? – Ich sag: Das passt überhaupt nicht zusammen. Das jüdische Zeug muss raus – Ja, aber das ist ja auch einer aus der Leitung.

Ja, wer hat ihm erlaubt diese Dinge zu sagen? Wer? Wir können nicht in zwei Richtungen gehen, es gibt eine Richtung, und Paulus nennt das die gesunde Lehre, und die finden wir im Worte Gottes, und die wird verkündigt, und etwas anderes wird von keinem Hauskreisleiter, von keinem Jugendleiter, von keinem Lobpreisleiter, von keinem Seniorenclub-Leiter verkündigt als das, was die vorgegebene Linie der Ältesten ist. Es ist doch eigentlich ganz einfach!

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