Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (25:00 bis 30:00)

 

Oder denk an diese Schneekristalle. Jemand hat mir einmal ein so dickes Buch – also für unsere Cassettenhörer ungefähr 4 cm dickes Buch – geschenkt mit Fotos von Schneekristallen. Jemand hat sich also die Mühe gemacht, was gar nicht so einfach war, weil die ja nicht sehr langlebig sind, Schneekristalle zu fotografieren. Und es ist eine bekannte Tatsache, dass alle Schneekristalle einen sechszackigen Stern darstellen und jeder Stern ist anders. Jeder Stern ist anders. Also eine gute mitteleuropäische Schneeflocke besteht je nach Konsistenz des Schnees aus – weiß ich nicht – 5 bis 20 oder 30 Schneekristallen. Und nun kann man sich vorstellen, in einem guten Winter, wie viele Schneeflocken da so über der ganzen nördlichen Hemisphäre herunterkommen. Und man hat noch nicht zwei identische Schneekristalle gefunden.

Und dieses Buch ist also ein Inspirationsbuch oder eine Inspirationshilfe für Designer, die so Muster entwerfen sollen für alle möglichen Gebauchsartikel oder so. Und immer wenn denen die Ideen ausgehen, dann gucken sie in dieses Buch und finden da neue Muster und Ornamente und filigran und alles mögliche. Und das ist nur ein Buch, da sind wahrscheinlich nur einige tausend oder vieleicht einige zehntausend solcher Schneekristalle abgebildet. Und man könnte ganze Bibliotheken haben von solchen Büchern und würde da dann viel, viel Anregung bekommen.

Das will ich nur als Beispiel sagen: Der Gott, der in der Bibel beschrieben wird, der der schöpferische Gott ist, hat ein enormes kreatives Potenzial. Und Er ist nicht sparsam, Er ist freigiebig, er hat viele Ideen und offensichtlich liebt Er Farben. Sonst hätten wir alles in schwarz-weiß. Er liebt Farben, Er liebt Formen, Er liebt Vielfalt. Er hat ein Gefallen daran und deswegen sind wir auch vielfältig.

Okay, das ist eine Eigenschaft, die wir, wenn auch begrenzt und nur zum Teil, wir als Menschen eben auch haben.

Daneben gibt es noch eine andere wichtige Fähigkeit – also Denken – wir haben auch die Fähigkeit, unsere Ideen, die wir uns ausgedacht haben, sogar einem anderen mitzuteilen. Wir können mit Sprache etwas erklären. Also ich kann diese Maschine mir ausdenken, von der ich vorhin sprach, und dann kann ich sie dir beschreiben, dass du, wenn ich lang genug rede, eine sehr präzise Vorstellung hast wie diese Maschine aussieht und wie sie arbeitet. Also eine abstrakte Idee, die ich nirgendwo vorfinde außerhalb von mir, kann ich erfinden und kann sie sogar dann zu einem anderen Individuum oder wenn ich will über Fernsehen auch zu vielen, vielen Menschen transportieren. Das sind gewaltige Fähigkeiten. Das kann kein Tier. Das sind gewaltige Fähigkeiten. Die Sprache, das hab ich an der Uni gelernt, der Menschen ist grundsätzlich total verschieden.

Manche Menschen, an dieser Stelle, sagen dann: Ja, aber die Bienen haben auch eine Sprache. – Die Sprache der Tiere, ob der Bienen oder der Spechte oder irgendetwas anderes, ist etwas von der Sache her total anderes als das menschliche Sprachsystem, etwas total anderes. Das können Linguisten uns gut erklären.

Okay, das ist uns eigen – die Sprache. Wo haben wir das her? Wir sind ähnlich nach dem Bilde Gottes. Der Gott der Bibel ist ein sprechender, sich mitteilender Gott. Er hüllt sich nicht in ein Schweigen von Ewigkeit, sondern Er teilt sich mit, Er redet. Er ist ein mitteilender Gott.

Das ist ganz, ganz wichtig. Und so hat Er uns geschaffen, dass wir zur Kommunikation fähig sind. Und Er hat uns geschaffen auch zur Kommunikation mit Ihm. Er hat ein Interesse daran mit uns in Beziehung zu treten. Und zwar nicht nur in einer Dienstbeziehung. Also damit meine ich, dass wir Ihn immer dann ansprechen wenn es brenzlig wird und wenn wir irgendwas von Ihm wollen oder wenn wir wieder mal daneben waren und Ihm irgendwelche unschönen Dinge über uns bekennen müssen. Sondern Er hat Interesse daran, eine wirkliche Gemeinschaft mit uns zu haben.

Und dann noch andere Fähigkeiten: Wir haben die Fähigkeit auch analog eben zu Gott, dass wir einen Willen haben. Wir haben einen Willen. Wir können uns entscheiden. „Heute abend gehe ich zum Grundlagen-Seminar, auch wenn ich mich ein bisschen müde fühle – das ist mir wichtig, ich komme heute abend“. Wir können uns entscheiden. Wir können Entscheidungen treffen, und dadurch ganz wesentlich unser Leben gestalten.

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