Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (40:00 bis 45:00)

 

Und das ist ein ganz wichtiger Punkt: Wir sind gerufen zu einer Liebesbeziehung mit Gott. Gott ist nicht ein philosophischer, theoretischer, ferner Gott, der uns ein paar Prinzipien irgendwie gnädigerweise hat herunterregnen lassen vom Himmel und sagt: „Nun versucht mal, danach zu leben, strampelt euch schön ab“. Sondern der Gott der Bibel ist ein Gott der Gemeinschaft, der Beziehung, der Liebe und Er möchte Austausch haben mit uns. Und ich glaube, dass Er sich manchmal sehr, sehr viel Mühe gibt, und das sogar wir als Christen und Kinder Gottes irgendwie daran vorbeigehen – ich glaube manches mal, ja, extra um uns zu erfreuen, zaubert er da so einen wunderschönen Abendhimmel dahin, und manche bemerken das sogar wenn sie dann an Feierabend nach Hause fahren und fahren dann die Heerstraße raus und das ist gen Westen und da geht die Sonne unter – ach, wie schön ist das. Aber begreifen wir das, dass das nicht irgendwie bloß ein physikalisches Naturphänomen ist – ja, die Lichtstrahlen brechen sich halt und deswegen ist es dann da rot irgendwie am Horizont?! Sondern das ist Gottes Sinn uns zu erfreuen.

Wenn wir solche Lilien gemacht hätten, ich glaube, die sähen ganz anders aus. Die sähen ganz anders aus, und wir wären wahrscheinlich auf 20 verschiedene Blumensorten gekommen, aber nicht auf tausende und tausende. Gott ist nicht funktional, das müssen wir Westler unbedingt begreifen, ja? Ein Afrikaner hätte da nicht so viel Probleme mit, sondern Gott liebt es, Beziehung zu haben. Wir sind da manchmal fassungslos davor, wie da Leute sich irgendwie über gar nichts, nur weil sie Freude aneinander haben – unsere Afrikaner meinetwegen stundenlang so auf der Straße sich unterhalten können. Aber die wissen von diesem Aspekt von Gemeinschaft und Leben viel, viel mehr. Es gibt auch andere Bereiche, die wir Westler vielleicht wieder mehr drauf haben – Gott, der strategische, der planende, der schöpferische, der zielgerichtete Gott, der auch was schafft. Aber wir brauchen alles, und überall gibt es ein bisschen etwas, was sich von Gott so wiederspiegelt. Deswegen ist es so interessant verschiedene Kulturen kennenzulernen – okay, Klammer zu.

Also, hier haben wir es in der Bibel beschrieben: Psalm 8, 7; Psalm 115,16.

Psalm 8,7
Du machst ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt

Das ist der Plan Gottes hier. Die Erde hat Er gemacht und Er hat sie uns gegeben.

Psalm 115,16
Der Himmel ist der Himmel des HERRN, die Erde aber hat er den Menschenkindern gegeben.

Gott hat uns die Erde gegeben. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Gesichtspunkt, um irgendwie in diesen ganzen weiteren Gedankenfluss irgendwie hineinzukommen, was dann passiert ist und was Erlösung bedeutet und warum Jesus gekommen ist. Die Erde gehört uns!

Und bitte jetzt sag nicht irgendwie vorschnell: Ja, das sehen wir ja, was wir damit gemacht haben! – Das ist nicht Gottes Plan gewesen. Seine Art von Herrschen ist nicht kaputt machen, Seine Art von Herrschen ist nicht Verwüstung und Ausbeutung und irgendwie alles zunichte machen, sondern es ist pflegen, es ist erhalten, es ist genießen, aber nicht kaputt machen.

So, da war diese Beziehung, die Gott mit dem Menschen hatte, und sie haben Gemeinschaft gehabt, und der Gott, den ich sehe in der Bibel, der eben kreativ ist, der das Leben genießt, hat einfach – auch wenn ich da keinen einzigen Bibelvers im 1. Mose dafür sehe, aber ich kenne einfach das Wesen Gottes, ich weiß, wie dann einfach Jesus nachher später dann Gott repräsentiert und dargestellt hat – der Gott der Bibel, der herabkam, der mit den Menschen Gemeinschaft hatte, war ein Gott, bei dem man sich wohlgefühlt hat. Ein Gott, mit dem es schön war zusammen zu sein. Ich glaube, der auch gute, konstruktive, ordentliche, saubere Witze machen kann. Ich glaube das, dass Gott Spaß hat an humorigen Dingen, ich glaube das ganz gewiss. Der Gott der Bibel ist ein Gott, der Freude hat. Das sehen wir dann später wenn Jesus kommt, er sagt zu seinen Jüngern: „Meine Freude gebe ich euch“.

Joh 15,11
Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde.

Und dann siehst du nicht im nächsten Vers: „Ja, aber Jesus – das ist ja nicht viel, du hast ja keine! Wir haben dich ja nie lächeln sehen. Du hast dich ja nie gefreut, was nützt uns das wenn du sagst: Deine Freude ist jetzt unsere Freude – ja, du hast ja keine?!“

Sondern er hat Freude. Er ist die Lebensfreude in Person. Ist doch logisch.

Noch ein kleiner Einschub zur Kreativität Gottes – „Sterne“. Zur Zeit, als die Bibel geschrieben wurde, kannte man nur ein paar Tausend Sterne. Ich weiß nicht genau, 2-3 Tausend. Weil man eben keine astronischen Hilfsmittel hatte – ein paar tausend Sterne gab es.

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