Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (10:00 bis 15:00)

 

Und wir hatten schon am Anfang als wir über den Fall des Menschen gesprochen haben gesehen, dass Paulus sagt: Wir waren alle tot in den Sünden (Eph 2,1).

Eph 2,1
Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden

Die Bibel sagt, wir waren geistlich tot. Und wir müssen verstehen, der geistliche Tod ist etwas anderes als die Tatsache, dass ein menschliches Herz nicht mehr schlägt. Der geistliche Tod ist die Trennung von Gott. Dass wir nicht das Leben aus Gott in uns haben, das ist der geistliche Tod. Und in diesen Tod ging Christus hinein. Der Hebräerbrief sagt, er hat den Tod für uns geschmeckt.

Hebr 2,9
Den aber, der »eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die Engel«, Jesus, sehen wir durch das Leiden des Todes »gekrönt mit Preis und Ehre«; denn durch Gottes Gnade sollte er für alle den Tod schmecken.

Die totale Gottesferne hat er für uns geschmeckt auf dass wir jetzt die totale Gottesnähe haben können. Hallelujah. Er hat das für uns getan und jeder, der an ihn glaubt, bekommt diese Erfahrung: Vom Tode zum Leben hindurchgedrungen zu sein. Das ist, was die Bibel sagt.

Joh 1,12-13
so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht [und hier ist dieses schöne Wort „Vollmacht“ oder „Autorität“), Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus Geblüt, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, auch nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

Das ist das Kennzeichen eines wahren, neutestamentlichen Christen. Man kann ihn nicht daran erkennen, dass er zur Kirche geht, dass er irgendwelche anderen netten Dinge tut oder Gelder spendet oder soziale Taten tut. All das sind wichtige Teile unseres Lebensstils mit Gott – wir sollen das Wort Gottes hören, wir sollen im Gottesdienst zusammenkommen, wir sollen in einer Gemeinde leben, wir sollen gute Taten tun und wir sollen uns engagieren für die Armen. All das sind wichtige Anteile eines Lebens unter der Herrschaft Christi, aber sie sind nicht die erste Folge oder das erste Kennzeichen. Sondern das erste Kennzeichen ist, dass jemand eine Erfahrung erlebt hat, die offensichtlich so verändernd ist und so eingreifend und dramatisch, dass die Bibel sie mit einer Geburt vergleicht.

Und Jesus lehrt zu dem Nikodemus, dem Gelehrten des Wortes Gottes: Er sagt, wenn man nicht von neuem geboren ist, dann kann das Reich Gottes nicht sehen.

Joh 3,3
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Es ist die absolute Notwendigkeit! Man muss von neuem geboren sein, von neuem. Das ist ein Werk, das Gott tut. Das verschafft dir keine Gemeinde, keine Denomination, keine Kirche, kein Evangelist, kein Pastor, kein anderer Mensch, das kann dir nur Christus selbst geben, niemand anders.

Und deswegen geht es nicht darum, dass wir von irgendeiner Mitgliedschaft hier reden oder was auf deinem Lohnsteuerstreifen steht zu welcher Religionsgemeinschaft du gehörst, sondern es geht darum: Bist du von neuem geboren oder bist du nicht von neuem geboren? Darum geht es. Das ist das entscheidende. Wer nicht von neuem geboren ist, kann das Reich Gottes gar nicht sehen.

Vor einiger Zeit hörte ich so einen Kommentar von jemandem, der offensichtlich weder die Bibel liest noch sonst sich umhört im Reiche Gottes, was überhaupt so passiert usw. Und er sagt: „Das ist diese neue Bewegung aus Amerika, diese Born-Again Christians“. Nun, so neu ist das auch wieder nicht. Das gibt es jetzt 2000 Jahre. So neu ist es nicht.

Da gibt’s ein paar Extremisten, die definieren auf einmal Christsein ganz neu. Nein, ich glaube, Christus war der Erste, der Christsein definiert hat und nach ihm kommen wir und er hat gesagt: Wer nicht von neuem geboren ist, er gehört noch gar nicht dazu. Egal, ob er sonntags in die Kirche geht oder auch einen Talar anhat, das spielt alles keine Rolle. Das ist nicht das entscheidende, das macht ihn nicht zum Christen. Man Leute denken, ja, ich geh doch in die Kirche, dann bin ich doch Christ?!

Ja, ich geh zu Burger King, deswegen bin ich noch lange kein Hamburger. Ja?

Das ist doch ein bisschen kurz gedacht. Ich war auch schon mal im Pferdestall, deswegen wurde ich noch kein Pferd, ja? Und du kannst in die Kirche gehen und wirst trotzdem kein Christ. Sondern Christ kommt zustande wenn wir den Christus treffen und wenn er in uns tun kann, was er tun möchte in jedem Leben, nämlich diese totale Umwandlung, diesen Neuanfang. Das sagt ja das Wort „Geburt“ – es ist ein neuer Anfang, du fängst noch einmal ganz von vorne an. Und darüber wollen wir heute uns unterhalten hier – wie also ein Mensch sich das aneignen kann, das, was Christus getan hat.

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