Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (45:00 bis 50:00)

 

Es gibt Erfahrungsberichte vom Apostel Paulus, und da sagt er: „Keineswegs! Das, was ich hab, hat jeder andere auch – keineswegs! Die Berufung, die ich habe und diese Kraftwirkungen und dies und das – das hat jeder andere auch – keineswegs!“

Aber es gibt andere Dinge, die sind, und ich sag’s noch einmal, damit du es auch verstehen kannst, serienmäßige Grundausstattung. Ohne Aufpreis. Hast du Christus, hast du das auch. Das gehört dir. Und es wird erst wirksam wenn du weißt, dass es dir gehört, und wenn du entsprechend beginnst, dich darauf einzustellen. Und das wird dann später alles dann näher entfaltet wie dann unsere Seele verändert werden kann, wie die Gedanken verändert werden können, wie unsere Worte verändert werden, unser Vokabular, die Art und Weise wie wir umgehen mit uns selbst und miteinander usw. Das sind alles Folgen von der Erkenntnis dieser Grundausstattung, und darum geht es jetzt.

Und ich werde nur einige solcher Dinge wohl nennen können in dieser Zeit jetzt hier, aber ich möchte euch ermutigen, weiterzuforschen im Worte Gottes. Und ich möchte euch ermutigen, auch gleich von Anfang an, richtig mit diesen Fakten umzugehen: Der Heilige Geist ist derjenige, der uns lehren will, der uns die Augen auftun will, dass wir verstehen, was uns von Gott gegeben ist.

1Kor 2,12
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

Dazu ist der Heilige Geist da. Achte darauf, hier geht es nicht darum, dass uns Dinge von Gott geschenkt werden sollen, sondern dass wir die Dinge, die schon geschenkt wurden, von uns erkannt werden, was ein himmelweiter Unterschied ist. Du kannst etwas haben und gar nicht wissen, was für Kostbarkeiten du da hast und du wirst es nicht schätzen.

Mir hat mal jemand eine Uhr geschenkt. Naja, die sah ein bisschen futuristisch ist, und, ja, war irgendwie brauchbar natürlich – wofür man eine Uhr braucht und so. Und irgendwann war ich mal zu Besuch in der Schweiz und dann hat der Pastor sich die Uhr angeguckt und „Wow“, ich weiß nicht mehr die Marke, die er genannt hat, aber irgendwas so knapp unter Rolex oder sowas ganz extremes, ja, was ganz besonderes und wertvolles sei meine Uhr.

Das wusste ich gar nicht! Habe ich schon viele Monate gehabt, die Uhr und dachte, naja, eine Uhr braucht man halt, so Zeit und so. Und dann hat er mir gesagt, was für eine kostbare Uhr ich habe. Ich dachte, „wow, ich habe eine besondere Uhr“. Auf einmal war die Uhr mir ganz wertvoll, ja? Vorher war das für mich ein ganz normales Ding, aber als ich wusste, Mensch, das ist eine ganz teure Uhr. Er hat auch gesagt, was die ungefähr kostet, ich war sehr beeindruckt, wie jemand mir das schenken konnte. Also auf einmal wurde mir das wertvoll.

Und wir haben solche Kostbarkeiten vom Herrn geschenkt bekommen, die uns fast nichts wert sind, weil wir blind sind. Und wir brauchen den Heiligen Geist, um zu verstehen, was uns geschenkt wurde. Und das Hauptproblem des jungen Gläubigen ist nicht: „Oh Gott, gib mir mehr Kraft, gib mir mehr Liebe, gib mir mehr Reinheit, gib mir mehr das, gib mir mehr jenes“. Das Hauptproblem ist zu verstehen, was Gott mir schon gegeben hat.

Statt um alles mögliche zu bitten, was Gott uns sowieso nicht geben kann, weil er es uns schon gegeben hat – was soll er denn machen? Er hat dich heilig gemacht! Du sagst: „Gott, gib mir Heiligkeit!“ Gott sagt: „Tut mir leid, das geht nicht“ – „Gott, warum nicht? Gib mir Heiligkeit!“ – „Ja, du bist schon heilig!“

Gott kann es nicht nochmal wegnehmen, nur weil du irgendwie ein Spätzünder bist und es dir dann noch einmal geben. „Geschenkt ist geschenkt“, sagt das Sprichwort, „Wiederholen ist gestohlen“.

Gott hat es dir gegeben, und wenn du das nicht verstehst, dann wirst du das nicht genießen können. So viele wichtige Dinge sind uns gegeben. Und wir wissen das nicht. Und wir verhalten uns so wie solche, denen gerade das fehlt. Es fehlt uns gar nicht! Es fehlt uns die Einsicht, die Erkenntnis und Erkenntnis nicht in einem theoretisch, akademischen, intellektuellen Sinne, sondern wenn ich von Erkenntnis spreche, dann meine ich die geistgewirkte geistliche Erkenntnis, die sozusagen ein Aha-Erlebnis ist. Die innerliche Kraft freisetzt. Wenn wir etwas erkennen vom Worte Gottes, dann geht immer einher damit, die Befähigung, das auch zu genießen. Es geht einher die Kraft gemäß dieser Einsicht, gemäß dieser Offenbarung wirklich auch zu leben.

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