Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (5:00 bis 10:00)

 

Und ich möchte ein bisschen noch dabei verweilen hier bei dieser Sache mit dem Kreuz und der Auferstehung, weil das wirklich das Zentrum ist. Und wir werden noch viele Male dazu zurückkommen. Wir haben so geschlossen damit am Schluss rannten mir dann Sekunden davon, ich versuchte noch reinzupropfen was ging – wenn ihr euch erinnern könnt, aber es ging dann doch nicht mehr alles. Wir waren bei dieser herrlichen Aussage, die zwei Mal im neuen Testament vorkommt – in Offenbarung 1 und Kollosser 1, dass Christus genannt wird: „Der Erstgeborene aus den Toten“.

Der Erstgeborene aus den Toten. Das bedeutet, er ist der erste Mensch, der unten war im Totenreich und der durch die Kraft Gottes da wieder herausgekommen ist. Du sagst: „Ja, aber was war mit Lazarus?“ – Ein total anderer Fall! Als Lazarus aus dem Grab gerufen wurde von Jesus – ja, ihr erinnert euch? Der Freund Lazarus war tot und die Schwestern haben dann Jesus gerufen und dann kam er, er war am Grab und Jesus rief ihn, er kam heraus. Aber nur für eine Weile! Irgendwann musste er wieder rein!

Als Jesus aus dem Grab kam, war der Teufel nicht mehr das, was er war. Der Teufel war besiegt, entmachtet, und Jesus ist nie wieder zurückgegangen. Und weil er dort unten etwas vollbracht hat, was gültig ist bis zum heutigen Tage – und jeder kleine Dämon auf dem Antlitz dieser Erde weiß und muss anerkennen, was am Kreuz von Golgatha vor 2000 Jahren durch Christus passiert ist – jeder weiß, dass dort das heilige Blut Gottes vergossen wurde und nicht das Blut eines Menschen, irgendeines Propheten oder Sozialreformers. Jeder Dämon und der Teufel persönlich weiß, was am Kreuz passiert ist. Du kannst ihn darauf hinweisen und mit großer Furcht und großem Schrecken müssen sie erinnert werden an das, was passiert ist. Das ist eine enorme Kraft in dem Kreuz und in dem, was da geschehen ist, und das ist der Mittelpunkt des Evangeliums. Christus ist der Erstgeborene aus den Toten.

Und natürlich, das hatte ich schon ein paar Mal glaube ich vorgeschlagen: Ich plädiere dafür, weil wir es hier mit Lehre zu tun haben und Lehre wird über Worte vermittelt und Lehre kann überhaupt nur seinen Sinn dann haben, wenn wir ganz ordentlich und ganz redlich mit Worten umgehen und sie nicht einfach im Sinne unserer eigenen Gedanken, vielleicht auch unserer christlichen Tradition irgendwie umdeuten. Und deswegen habe ich diese Schriftstelle zum Beispiel letztes Mal genannt aus dem Römerbrief, Kapitel 6, Vers 9.

Röm 6,9b
Christus, […] der Tod herrscht hinfort nicht mehr über ihn.

Der Tod herrscht nicht mehr über Christus. Dieses Wort „hinfort nicht mehr“ sagt mir eins: Es gab einen Moment in dem Leben des Herrn, wo der Tod über ihn geherrscht hat. Und der Tod ist eine Person, ein Angestellter des Teufels und verwaltet das Totenreich. Und Christus ging hinab, wie das auch unser guter Vorkämpfer des Glaubens Martin Luther geglaubt und gelehrt hat. Auch darauf habe ich schon hingewiesen.

Also, er kam herauf wieder mit neuem Leben, mit siegreicher Herrschaft und Kraft. Und wenn er der Erstgeborene aus den Toten ist, und wenn Worte das bedeuten, was wie normalerweise bedeuten und wir nicht auf einmal sagen: „Ja, aber das bedeutet ja etwas ganz anderes“. Wenn jemand sagt: „Das ist dein erstgeborener Sohn“ oder wenn ich das sage: „Das ist mein erstgeborenes Kind“. Automatisch wenn du bei mir zu Besuch bist und wenn du höflich sein willst, ich sage: „Das ist mein Erstgeborenes“, sagst du: „Super, wo sind die anderen?“.

Wenn ich sage, das ist der Erstgeborene, dann sagst du: Und wie heißen die anderen? Ich sage: „Wieso die anderen? Ich habe nur eins!“ Dann sagst du: „Moment einmal“. Wenn du ein Faible hast für Sprache und sauber und klar denken willst, dann sagst du: „Moment einmal, du musst sagen, das ist dein einziges Kind, aber nicht dein Erstgeborenener, weil du hast nur eins“. Erstgeborene machen nur Sinn, wenn es Weitergeborene gibt danach. Verstehen wir uns?

Und da wird es interessant und da wird dann angedeutet wozu wir dann kommen, nämlich wie das, was Christus getan hat wirksam wird für uns und wie wir das in unser Leben hineinnehmen können und welche Grundlage des Lebens wir dann dadurch bekommen haben. Er kam aus dem Tod zu Leben und zu einem Leben der Herrschaft und der Autorität und er muss sich nicht beugen, vor keinem Teufel, er muss sich nicht beugen vor den Werken der Finsternis, sondern er hat Autorität darüber. Das ist dieses Leben der Herrschaft und der Auferstehung. Und genau dieses Leben hat Christus uns vermittelt und er verspricht es jedem, der an ihn glaubt. Joh 5,24 ist ein ganz starkes Wort. Jesus sagt dort:

Joh 5,24a
Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht

Ganz starke Aussagen! Er hat das ewige Leben! Nicht: Er wird es vielleicht möglicherweise bekommen.

Joh 5,24b
[Er] kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen! Das ist das, was Christus erlebt hat. Er war im Tod für uns. Und er ist zum Leben hindurchgedrungen, und Jesus sagt: Jeder, der jetzt seine Stimme hört und der glaubt, dass er von Gott gesandt ist und nicht nur irgendwie ihn so menschlich einordnet, sondern wirklich glaubt, das ist der von Gott gesandte Retter – wer das glaubt, der empfängt eine Erfahrung, die Jesus beschreibt: Vom Leben zum Tod hindurchgedrungen.

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