Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (10:00 bis 15:00)

 

Und dann wird es im nächsten Vers begründet, warum sind sie nicht schwer: Sie sind für den Gläubigen, der von neuem geboren ist, nicht schwer.

1 Joh 5
4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, (… das haben wir den von neuem geborenen Christen …) überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.
5 Wer aber ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Da haben wir diesen schönen Zusammenhang nochmal: Glaube an Jesus, unseren Retter, an den Sohn Gottes, bringt die neue Geburt. Und die neue Geburt bedeutet Leben aus Gott. Und das bedeutet, wir haben etwas anderes in uns als was draußen in der Welt ist. Wir haben das Leben aus Gott in uns. Und dieses Leben aus Gott ist so angelegt und so in uns hineingetan, dass wir befähigt sind, nach dem Willen Gottes zu leben.

Wenn ein Christ stöhnt, er könnte nicht den Willen Gottes tun, dann liegt das in erster Linie daran, dass er schon bevor er überhaupt irgendetwas versucht zu tun schon innerlich in seinem Herzen sich entfernt hat vom Worte Gottes. Wenn wir nicht übereinstimmen mit Gottes Wort – gegen unsere Erfahrung – haben wir im Nachhinein keine Chance mehr zu erleben, was das Wort Gottes sagt. Wenn wir – positiv ausgedrückt – erleben wollen, was das Wort Gottes sagt, dann beginnt es damit, dass wir übereinstimmen mit Gottes Wort.

Wenn Gott etwas sagt, und ich habe es noch nie so erfahren, aber ich will Gott dienen, und ich will ihm gehorsam sein, und ich will ihm vertrauen, dann bedeutet das für mich, dass ich ergreife und mich eins mache mit der Wahrheit und damit mich gegen meine Erfahrung stelle.

Und wir werden noch viele, viele Male das hören, dass es hier einen Konflikt im Leben gibt zwischen der Wahrheit des Wortes Gottes und zwischen unseren Erfahrungen. Wenn du erleben möchtest, was das Wort Gottes sagt, d.h. also deine Erfahrungen verändern willst, dann ist der Weg eindeutig so, dass du dich eins machst mit dem Wort und sagst: „Meine Erfahrungen bisher – schön und gut, aber das ist nicht das Letzte! Das ist nicht der Wille Gottes, was ich bis jetzt erfahre, das stimmt nicht überein mit seinem Plan für mein Leben, ich mache mich eins mit dem Wort, mit Seinen Gedanken, mit Seinem Plan. Ich stimme mit Ihm überein!“

So viele Leute versuchen es anders herum: Sie wollen ihre Erfahrungen als Maßstab nehmen und sie wollen das Wort Gottes herunterziehen auf den Maßstab ihrer Erfahrungen. Das sollten wir auf keinen Fall tun, weil damit schreiben wir den jetzigen Zustand fest. Und wir haben keine Möglichkeit weiter darüber hinausgehende, neue Erfahrungen zu machen.

Also wenn das Wort Gottes sagt, wir sind aus Gott geboren und alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt, dann heißt das: Dieses Leben, das stärker ist als eben der Ungehorsam gegen Gott und gegen seine Gebote und seine Normen, Maßstäbe – dieses Leben ist in mir! Und weil das in mir ist, deswegen werde ich sehen, dass es normal ist und dass total leicht ist, Gott zu gefallen. Es ist leicht und normal! Es ist nicht ein fernes Ziel in späteren Sphären des Himmels, sondern es ist normal, so wie die Bibel das beschreibt, den Willen Gottes hier auf Erden schon zu tun.

Natürlich ist das ein Wachstum hinein in diese Dinge, aber es beginnt damit, dass wir anerkennen, was Gott sagt. Und Gott erwartet nicht alles auf einmal von uns! Das ist das Schöne. Es gibt bestimmte Lernschritte, bestimmte Reihenfolgen von Bereichen, in denen Er möchte, dass wir lernen mit Ihm übereinzustimmen, dass wir lernen uns von dem alten zu verabschieden, dass wir lernen neu zu denken, dass wir lernen, das Neue zu ergreifen, zu glauben und damit auch zu sehen.

Und man kann als ein junger Christ von wenigen Tagen oder Wochen, man kann siegreich leben – wiewohl es vielleicht noch eine ganze Reihe von Bereichen gibt, die man „noch nicht unter den Füßen hat“. Aber Gott hat dir das noch gar nicht gezeigt und das ist noch gar nicht dran, dass du in diesem Bereich jetzt dir irgendwelche Gedanken machst. Sondern Gott hat einen bestimmten Bereich dir offenbart und in dem möchte Er, dass du lernst. Und wenn du das absolviert hast, dann kommst du in Klasse 2. Und dort gibt es wieder ein neues Programm und dann kannst du so aufrücken.

Und es gibt Christen, die sind 50 Jahre im Glauben, sie sind immer noch in der ersten Klasse. Sie sind sitzengeblieben – jedes Jahr sitzengeblieben! Weil sie nicht gehört haben, weil sie ihre eigenen Ideen haben, weil sie festhalten an ihrem eigenen, statt einmal das alles beseite zu legen. Man tut so als wisse man schon alles. Lasst uns doch ehrlich sein: Wir waren nie Christen vorher! Wenn wir zum Herrn kommen, das ist etwas total neues für uns, wir wissen nicht, was da auf uns zu kommt. Wir kennen dieses ganze Leben überhaupt nicht, wir kennen nicht die Gesetze, wir kennen nicht all das, was dort wirklich für Gott wichtig ist, wir wissen nichts, lasst uns doch ehrlich sein, wir sind doch keine Profis!

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