Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (20:00 bis 25:00)

 

Und jetzt schauen wir einmal hinein in Römer 6, aber ich schlage vor, dass wir schon den letzten Vers mitnehmen von Kapitel 5, weil der einfach zu gut ist, als dass man jetzt links liegen lassen sollte …

Also Römer 5, der letzte Satz dort.

Röm 5
20b Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade noch überschwenglicher geworden
21 damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrscht durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unserem Herrn.

Die Sünde hat den Tod gebracht, und sie hat geherrscht in unserem Leben. Und zwar hat sie, so beschreibt das jedenfalls die Bibel, sie hat flächendeckend geherrscht. Wir waren unter dem Gesetz der Sünde und ob wir das wollten oder nicht, ob wir das gesehen haben oder nicht, ob wir uns dazu besonders angestrengt haben oder nicht – meistens nämlich nicht – wir haben dieser Sünde gedient.

Und das brauchte auch nicht besondere eiserne Vorsätze, sondern wir waren einfach Sünder, wir hatten eben das niedere menschliche Leben in uns, was total anders ist als das göttliche Auferstehungsleben, und das lebten wir einfach aus. Und das nennt die Bibel „Sünde“. Sogar in unseren besten Tagen, wo wir am karitativsten waren, am sozialsten und am nettesten – waren wir, wie die Bibel das sagt, „tot in der Sünde“.

Eph 2,1b
die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden

Das ist schon ein Schlag ins Gesicht des Humanisten, der doch auch einmal seine Schokoladenseite gewürdigt wissen möchte und auf das Gute in sich verweist. Und die Bibel ist da sehr radikal und sagt, in uns wohnt nichts gutes. In uns selbst, in unserem Fleisch, also das, was wir sind ohne den Herrn, wohnt nichts Gutes.

Röm 7,18
Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht.

Und das ist eine wichtige Wahrheit. Und wenn wir die erkennen, dann können wir auch die andere Seite erkennen, dass eben durch Christus Power in uns ist, Gnade in uns ist, die machtvoll ist.

Jetzt lasst uns hineingehen nach Kapitel 6.

Röm 6
1 Was sollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme?
2 Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben?

Ein interessanter Ausdruck hier: „der Sünde gestorben“. Ich komme gleich dazu, aber lasst uns erst Vers 3 nehmen

Röm 6,3
Oder wisst ihr nicht dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?

Wir sind auf den Tod des Herrn getauft.

Röm 6,4
So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod (wir werden auch heute dann noch etwas hören über die neutestamentliche Taufe) damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so werden auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.

Ich les einmal erstmal so noch die folgenden Verse hier und dann wollen wir da ein bisschen hineingehen.

Röm 6
5 Denn wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein;
6 da wir dies erkennen („wisst ihr nicht …“ und „erkennt“ – wir sollen „erkennen“), dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.
7 Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde.
8 Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden;
9 da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.
10 Denn was er gestorben ist, ist er ein für alle Mal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott.
11 So auch ihr (das wird ein starke Betonung sein, das ist die Schlussfolgerung sozusagen aus diesen Wahrheiten, die hier entfaltet werden): Haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus!
12 So herrsche nun nicht die Sünde in eurem sterblichen Leib, dass er seinen Begierden/Lüsten gehorche;
13 stellt auch nicht eure Glieder der Sünde zur Verfügung als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Lebende aus den Toten und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit!
14 Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.

Ich möchte dich ermutigen, dich sehr viel mit dieser Passage zu beschäftigen. Das ist eine der wichtigsten Schriftstellen, die du jemals finden wirst im gesamten Neuen Testament. Eine der wichtigsten Schriftstellen, die über das Kreuz redet.

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