Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (30:00 bis 35:00)

 

Wir können nicht mit Willenskraft, mit Anstrengung, Sünde überwinden. Und wenn wir das versuchen, wir werden baden gehen. Wir werden erleben, die Sünde ist stärker. Die Sünde ist nicht etwas, was wir mit unserer Kraft überwinden können.

Und die Passage hier in Römer 6, die handelt davon, dass es eine Erlösung von der Macht der Sünde gibt. Hör mal wie es hier geschrieben ist:

Röm 6,6b
… dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Der Sünde nicht mehr dienen – das ist das Ergebnis dieser Lehre hier, die wir in Römer 6 uns heute anschauen – der Sünde nicht mehr dienen. Wie kommt das zustande? Es kommt zustande durch Wissen und durch Erkennen. Erkennen dessen, was der Herr für uns und mit uns schon getan hat. Die Bibel redet davon, er hat etwas an uns und in uns und mit uns getan. Und wenn wir uns anschauen – ohne Bibel, ohne Heiligen Geist – wir würden niemals darauf kommen, dass er das getan hat. Wir werden sagen, „oh Herr, erlöse mich von der Sünde, befreie mich, das ist furchtbar. Ich kämpfe hilflose Kämpfe und ich komme nicht durch, tue etwas!“

Aber hier haben wir etwas total anderes: Wir sollen erkennen, was schon geschehen ist. Rückblickend, zurückschauen zum Kreuz, zurückschauen zu unserer Bekehrung und zu dem, was dort Gott in uns hineingepflanzt hat.

In Römer 6,2 finden wir diesen interessanten Ausdruck, und den müssen wir sehr genau zur Kenntnis nehmen: Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben?

Röm 6,2b
Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben?

Der Sünde gestorben sein! Bitte achte darauf, dass du es ganz genau mitbekommst: Hier steht nicht, dass die Sünde gestorben ist. Als ich ein junger Christ war, ich hab das alles irgendwie sehr oberflächlich so gelesen, hörte nur irgendwas von „der Sünde absterben“ oder so etwas. Und dann dachte ich, jawoll, die Sünde muss sterben. Dann hab ich gebetet, dass die Sünde stirbt. Und ich hatte den Eindruck, je mehr ich betete, um so lebendiger wurde sie. Und dann dachte ich, aha, das Gebet muss mit Fasten verstärkt werden. Da hatte ich was über Fasten gehört. Dann habe ich zu meinem Gebet dann Fasten hinzugetan. Und dachte, ja, durch Fasten und Beten, so wird also dann die Sünde irgendwie ausgerottet.

Und je mehr ich in diese Richtung gegangen bin, um so schrecklicher wurde es. Dann hörte ich noch ein paar andere Lehren über Zerbruch und „Gott will uns zerbrechen“ und lauter solche Dinge, und ich betete Horror-Gebete: „Gott, zerbrich mich!“ – und ich sage dir, du kannst solche dummen Gebete beten, der Teufel sagt: Jawoll, Amen, das wird gleich erledigt! Er steht daneben und er wird dir gerne dieses Gebet erhören. Du wirst durch die Hölle hier auf Erden gehen, bitte bete nicht so einen Quatsch.

Gott will nicht deinen Willen zerbrechen, Gott will deinen Willen aufrichten und stark machen. Nirgendwo findest du im Worte Gottes, dass Gott deinen Willen zerbrechen will. Nirgendwo.

Also, ich will das nur sagen, damit du nicht dieselben Fehler machst wie ich. Das war so schrecklich, dass ich sage, eigentlich reicht es und das muss nicht noch einmal wiederholt werden. Weil es funktioniert wirklich nicht.

Nicht unsere Aufmerksamkeit ist auf die Sünde gerichtet, dass wir versuchen, die Sünde zu bekämpfen, die Sünde auszurotten, sondern unsere Aufmerksamkeit sollte darauf bestehen, dass wir erkennen, was geschehen ist.

Gott ist ein radikaler Gott, ein erfolgreicher Gott, wie ich das schon versucht habe herauszustellen und noch mehr herausstellen werde. Und er weiß eins: Das Problem ist nicht die Sünde, sondern das Problem ist der Sünder. Das Problem ist der Sünder.

Und Gott hat eine sehr wirksame Methode mit der Sünde fertig zu werden, und das ist die Hinrichtung des Sünders. Das macht sehr viel Sinn, oder? Wenn der Sünder hingerichtet ist – es wird jetzt sehr still, weil du jetzt etwas befürchtest – aber ich werde dir gleich erklären, du musst keine Angst haben, das Evangelium bleibt auch heute das Evangelium, immer noch frohmachende Botschaft, und du hast nicht eine Hinrichtungsstätte für dich vorbereitet, sondern die Bibel redet davon, dass wir bereits gestorben sind. Wir sind der Sünde gestorben!

So lange der Sünder lebt, wird er Sünde produzieren – ganz einfach. Und Gott sagt: Machen wir kurzen Prozess, beenden wir das schreckliche Spiel, richten wir den Sünder hin und dann ist das Problem der Sünde auch erledigt. Und so hat Er es schon, und das ist die gute Botschaft – Er hat es schon mit uns getan. In Christus – als Christus hingerichtet wurde, sind auch wir mit ihm zusammen gestorben.

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