Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (5:00 bis 10:00)

 

Einen Tag sind wir dem Herrn so nah, dass wir denken, noch einen halben Meter und wir sind im Himmel – und den nächsten Tag, wir fragen uns, sind wir überhaupt Christen, sind wir überhaupt von Gott angenommen? Das liegt nicht daran, dass Gott sich geändert hat, sondern das hat mit ganz anderen Dingen zu tun. Das hat damit zu tun, dass die Seele einfach noch nicht erneuert und verändert wurde oder wie die Schrift das sagt: „Unsere Seele noch nicht von uns errettet wurde“.

1Petr 1,9
wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!

Das ist unsere Aufgabe – die Seele sollen wir erretten. Kommt mehrere Mal im Neuen Testament vor. Das bedeutet, dass die Seele in die Segnungen hineingeführen soll, die Jesus am Kreuz für uns erworben hat.

Alles ist dort für uns erworben, was notwendig ist für ein schönes, stabiles, gesundes, erfolgreiches, kraftvolles, abenteuerliches, lebendiges, fröhliches, interessantes Leben. Alles ist dort vorhanden. Alles hat er für uns erworben. Es gehört uns. Wie Jesus gesagt hat: Er überwindet den Teufel und er teilt die Beute wieder aus.

Lk 11,22
Wenn aber der, welcher stärker ist als er, über ihn kommt und ihn überwindet, so nimmt er ihm seine Waffenrüstung, auf die er sich verließ, und verteilt seine Beute.

Jes 49
24 Kann wohl einem Starken die Beute genommen werden? Und können rechtmäßig Gefangene entfliehen?
25 Ja, so spricht der HERR: Auch die Gefangenen des Starken sollen ihm genommen werden, und die Beute des Tyrannen soll entfliehen; denn nun werde ich mit dem kämpfen, der gegen dich kämpft, und ich werde deine Kinder erretten.

Das, was der Teufel uns gestohlen hat, Jesus hat es zurückgeholt und er teilt die Beute wieder aus. Die Stelle hatten wir auch einmal uns angeschaut – Lukas 11. Jesus teilt die Beute wieder aus. Das. was der Feind uns abgenommen hat, wird uns hier schon zurück erstattet. Und wir haben in Christus – auch eine solcher Stellen von „in Christus“, die beschreiben, was wir haben „in ihm“ – wir haben einen Erbteil: Wir sind in Christus zu einem Erbteil schon gekommen. Das Problem ist, dass wir nicht wissen, was unser Erbteil ist und wenn wir anfangen zu verstehen, was es ist, dann kommt der zweite Punkt: Wie fangen wir an es zu erleben?

Und genau an dieser Stelle sind wir. Der Heilige Geist möchte uns dienen und er möchte diese Schriftstellen, die wir suchen müssen und die wir entdecken sollen und die wir dann auch auf uns wirken lassen sollen, er möchte das zu einer Erfahrung werden lassen. Wir brauchen innere Offenbarung. Mit „Offenbarung“ meine ich, dass das geschriebene Wort Gottes in uns lebendig wird. Ein Aha-Erlebnis wird und seine Kraft freigeben kann, damit wir jetzt auf dieser Höhe der neuen Offenbarung tatsächlich auch leben können.

Das ist der Dienst des Heiligen Geistes. Und er kommt zu jedem einzelnen, der so klug geworden ist, dass er weiß, er braucht das und sein akademisches Wissen und seine Fähigkeiten alleine reichen nicht aus und er braucht Hilfe. Sich zu demütigen vor dem Heiligen Geist ist einer der Hauptschlüssel seinen Dienst zu empfangen.

Und er macht das Wort lebendig. Der Buchstabe tötet und der Geist macht lebendig.

2Kor 3,6
der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Deswegen brauchen wir das Wort und den Geist. Und wann immer du siehst in der Kirchengeschichte, wo man das Wort hatte ohne den Geist – es wurde sehr trocken. Manchmal so trocken, dass der Kalk von den Wänden rieselte. Und wo man nur den Geist hatte und sagte: Oh, wir haben den Heiligen Geist, Gott ist bei uns, das Wort ist nicht mehr so wichtig – was ist da passiert? Da wurde es sehr wild. Wild, zügellos, extrem, fanatisch und noch schlimmeres.

Und wenn wir gesund wachsen wollen, wir brauchen den Heiligen Geist und wir brauchen das Wort. Wir brauchen beides in einer Ausgeglichenheit in unserem Leben. Und darum sitzen wir hier zusammen und studieren die Grundlagen.

Okay, also der Heilige Geist will uns hineinführen in die Wahrheiten, die uns zu einem großen Teil nicht anders offenbart werden als eben durch das Wort und durch seinen Dienst. Du kannst in die Natur schauen und wenn du schon an den Herrn gläubig geworden bist, du schaust dir die Sterne an und du lernst etwas über das Weltall, dann kriegst du einen Eindruck von der Größe Gottes und von der Macht Gottes.

Aber du kannst nicht „Gnade“ in der Natur sehen. Du kannst nicht Gottes Güte und Freundlichkeit sehen. Oder du siehst so viele andere Dinge, die dem scheinbar widersprechen und das, was du da siehst in dieser gefallenen Welt, die eben nicht mehr die ursprüngliche Welt Gottes ist, daraus bekommst du die machtvollsten Einsichten über Gott eben nicht. Die kommen nur über das Wort zustande – nur über das Wort.

Und heute wollen wir uns also mit einer wichtigen Wahrheit beschäftigen, die ganz große Auswirkungen hat für unser persönliches, praktisches Leben. Lasst uns einmal zu 1. Joh 5 gehen – und hier ist wieder so ein Wort, was beschreibt die Grundaustattung des neutestamentlichen Gläubigen.

1 Joh 5,3
Denn dies ist die Liebe Gottes: dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.

Viele Christen lesen den ersten Teil und eh sie den zweiten richtig wahrgenommen haben, sind sie schon ganz traurig und enttäuscht und entmutigt. Aber diese beiden Dinge gehören zusammen: Zu dem Halten von Gottes Geboten gehört unbedingt die Erkenntnis dazu, dass Gottes Gebote nicht schwer sind.

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