Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (75:00 bis 80:00)

 

Das ist die Reaktion – die doppelte Reaktion nach der Aufnahme oder der Zur-Kenntnis-Nahme dieser Wahrheiten: „So auch ihr, haltet euch der Sünde für tot“.

Röm 6,11a
So auch ihr: haltet euch der Sünde für tot

Du kannst dich der Sünde für gestorben halten, weil du der Sünde wirklich gestorben bist. Und auf dieser Grundlage kannst du dann widerstehen.

Röm 6,12
So herrsche nun nicht die Sünde

„So“ soll sie nicht herrschen. Wie? Indem du weißt, was passiert ist. Indem du weißt, dass du dem Machtbereich der Sünde entzogen bist, du bist der Sünde mit ihren Ansprüchen abgestorben. Die Sünde ist immer noch da, aber sie hat keinen Zugriff mehr. Sie hat keinen Zugriff, sie greift ins Leere. Du bist herausgenommen aus ihrem Machtbereich.

Und weil du das als Tatsache erkennst, dass es so ist – nicht: Du versuchst tot zu sein oder so etwas. Davon redet Paulus nicht. Sondern du bist tatsächlich tot! Mausetot der Sünde. Und weil das so ist, und weil du dich darauf stellst, deswegen kannst du dich „dafür halten“, dass du der Sünde gestorben bist. Und das ist eine total andere Reaktion: „Oh, da kommt wieder die Eifersucht – nein, ich darf nicht eifersüchtig sein, das Wort Gottes sagt, das ist Sünde und auf gar keinen Fall will ich mehr eifersüchtig sein, das hat mir schon genügend Probleme gebracht, ich werde nicht eifersüchtig sein, nein, ich werde nicht eifersüchtig sein, ich widerstehe der Eifersucht, weiche von mir, das kommt überhaupt nicht in Frage, ich mache nicht mit“.

Und ehe du dich versiehst – bumms, bist du drin.

Weil du versuchst zu kämpfen. Weil du die Eifersucht überwinden willst – und nirgendwo hast du dafür eine biblische Grundlage. Die Grundlage ist: Ah, da kommt die Eifersucht, interessant, mal sehen, was jetzt passiert. Jetzt ist eine neue Grundlage. Ich weiß, wer ich bin, ich weiß, was passiert ist, ich weiß, welches Leben in mir ist. Und ich sage: Hallo Eifersucht. Ich bin kein Kandidat mehr für diesen Schrott, ich kaufe nichts. Ich lebe in einem neuen Leben, das Leben der Auferstehung, das Leben der Reinheit, das Leben der Liebe, der Vergebung, des Glaubens ist in mir, und ich kann widerstehen auf der Grundlage „ich bin diesen Ansprüchen gestorben“.

Ich bin den gestorben! Das, was die in mir sucht, findet sie nicht mehr, weil der „Leib der Sünde außer Kraft gesetzt ist“.

Röm 6,6
da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Das, wo die Sünde einhaken konnte, das ist nicht mehr da. Der Leib der Sünde, also dasjenige von uns, was eben immer kooperiert hat mit der Sünde. Das ist nicht mehr da.

Und wir halten uns dafür, dass wir für Gott leben.

Wenn du dieses innere Zeugnis haben willst, du gefällst Gott, dann geht das nur auf der Grundlage des Glaubens. Du hast dich ihm hingegeben. Du gehörst Ihm. Und du weißt, dass Er das weiß und Du weißst, dass Er weiß, dass Er das weiß. Das ist total klar.

Nicht als Ergebnis deiner großartigen Anstrengung, sondern du hast dein Leben Ihm gegeben und du hast geglaubt, dass Er das genommen hat und Du lebst für Ihn.

Was nicht bedeutet, dass du ab jetzt fehlerfrei ist, aber dieser Schritt ist vollzogen – ein für alle Mal. Er ist vollzogen.

Und du lebst in einer neuen Dimension mit einem neuen Leben in dir. Und so können wir der Sünde widerstehen. Es gibt noch wichtige andere Aspekte, die eigentlich hierzu gehören, zu der Befreiung von der Macht der Sünde – du siehst es gleich in Vers 14.

Röm 6,14
Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.

Befreiung von der Macht der Sünde ist nur unter Gnade möglich. Und die Bibel redet davon in Römer 6 am Ende und vorallendingen dann in Römer 7 und auch an anderen Stellen noch des Neuen Testamentes, dass man als Christ sehr wohl unter Gesetz leben kann.

Und unter Gesetz zu leben bedeutet, dass man die Forderungen jetzt als Christ eben die biblischen, göttlichen Forderungen als sehr lebendig und real in sich erlebt und zuckt innerlich zusammen und versucht, diesen Forderungen zu entsprechen. Und man weiß, dass darf ich nicht, das soll ich nicht, da muss ich aufpassen, das nicht und das nicht. Und wer unter dem Gesetz lebt wird immer unter Verdammnis leben.

Und das Gesetz hat seine Macht auch verloren durch denselben Akt des Kreuzes. Wir sind auch durch das Kreuz dem Gesetz abgestorben.

Und des gibt Christen, und ich weiß, wie schrecklich das ist, die sind unter christlichen Zwängen. Sie haben Missionierungszwänge. Und sie versuchen, sich selbst irgendwie zu zwingen, etwas christliches zu tun. Und das ist furchtbar.

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