Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Wassertaufe und Geistestaufe (25:00 bis 30:00)

 

Das ist sicherlich nicht der richtige Weg.

Es geht um das, was wir sind und wie wir leben. Und später dann werden wir über „Evangelisation im Alltag“ sprechen, aber es kommt auf die Art und Weise an wie wir leben. Wir können nur anders leben, wir können nur den eigenfahrenen Gleisen oder den ausgetrampelten Pfaden unseres Lebens entkommen, den alten Gewohnheiten, den alten Reflexen und Mustern zu reagieren, wenn eine neue Kraft in unser Leben kommt. Sonst werden wir an den Herrn glauben, aber hier in der Praxis immer noch in derselben Rille unserer alten Schallplatte immer wieder rumkratzen und werden einfach nicht vom Fleck kommen. Es ist der Heilige Geist, der der Geist der Kraft ist, der uns befähigt, anders zu werden. Der uns befähigt, verändert zu werden. Der uns befähigt, wirklich diesen Glauben an den Herrn umzusetzen und so eben an ihm wirklich festzuhalten, dass wir Siege und Durchbrüche und Forschritt und Wachstum erleben.

Okay, darum geht es bei der Taufe in den Heiligen Geist.

Und mit dieser Lektion haben wir dann sozusagen die Vorbereitung abgeschlossen und können dann frohen Mutes uns dann in die Angelegenheit des Alltags mit all seinen Widerwärtigkeiten hineinstürzen. Also nächsten Donnerstag dann geht es richtig zur Sache, dann kommen die richtigen Alltagsherausforderungen, auf die du schon immer eine Antwort haben wolltest.

Okay, ich will das so aufbauen anhand von einigen wichtigen Vorbehalten und Argumenten, die früher sehr, sehr stark waren, die heute schon sehr am bröckeln sind und nicht mehr so ein Thema sind. Aber ich denke, es ist wichtig für uns, dass wir gegründet sind in biblischen Aussagen, in biblischer Wahrheit und dass wir, auch wenn wir diese Erfahrung schon gemacht haben, im Nachhinein wissen, was haben wir erlebt und warum haben wir das erlebt und was können wir davon erwarten, wie wird sich das auswirken? Das ist wichtig! Nicht um Munition zu haben, um den nächsten evangelikalen Bruder damit irgendwie um die Ohren das zu klatschen, weil du musst aufpassen: Die Gefahr besteht darin, du hast wirklich die besseren Argumente. Wenn man die Bibel auf den Tisch legt und sagt: „Bruder, zeig mir mal“ – du hast wirklich die besseren Argumente. Hüte dich davor vor solchen Streitgesprächen. Lebe du vor! Und mache du Menschen hungrig. Und wenn sie hungrig sind und sie wollen wissen, was hast du, was sie nicht haben? Dann kannst du ihnen etwas erzählen über den Heiligen Geist.

Aber wenn ein Christ genug hat von dem, was er hat – oder nicht mehr haben will, kein Bedarf spürt nach Veränderung, nach Kraft, wenn er keinen Hunger hat – du wirst abblitzen wenn du kommst und versuchst ihn jetzt von etwas zu überzeugen, was du erlebt hast. Tu das bitte nicht. Respektiere das, lass ihn stehen, bete für diesen Betreffenden, sei lieb und sei kein streitbarer Held an dieser verkehrten Stelle. Amen? Ganz wichtig!

Besonders wenn ihr so vielleicht in einer christlichen Familie irgendwie zu Hause seid, wo dann die Ansichten auseinandergehen – haltet euch zurück. Haltet euch zurück. Theologische Streitgespräche haben in einer Familie noch niemals etwas gebracht. Noch niemals. Das ist ein Ergebnis von jahrzehnte-langer Seelsorge und versuche du nicht das Gegenteil irgendwie jetzt zu beweisen. Dass du deine Familie niederpredigen könntest und für den Herrn gewinnen könntest. Das Gegenteil wird stattfinden.

Also das ist nur für uns! Dass wir fest sind und dass wir genau wissen, was das Wort gesagt über diese wunderbare Erfahrung, die wir da machen.

Nun, das erste wichtige Gegenargument, das man immer so hört: Es wird behauptet: Es gebe gar nicht zwei verschiedene Erfahrungen, sondern wenn es eine Geistestaufe gibt, eine Erfüllung mit dem Heiligen Geist, dann erlebt man die bei seiner Bekehrung und mehr an Berührung, Erfüllung mit dem Heiligen Geist als bei der Bekehrung gibt es nicht und ist nicht nötig und sollte nicht gesucht werden.

Das ist eines der gängigen Standardargumente, die man so in bestimmten christlichen Kreisen hört. Und was sagt das Wort Gottes dazu?

Jesus sagt: Der Heilige Geist wird den Kindern Gottes gegeben.

Lukas 11,13
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel [den] Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!

Er gibt seinen Kindern! Er gibt den Kindern. Der Vater im Himmel gibt.

Also, man muss erst ein Kind des Vaters sein, um überhaupt ihn bitten zu können.

Jesus hat ganz klar gelehrt, ich hab’s auch irgendwo hier – Johannes 14,17: Die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen.

Joh 14,17
den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

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