Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (15:00 bis 20:00)

 

Etwas Einzigartiges kennzeichnet das Wort Gottes und das hebt es heraus von jeder anderen Art von Literatur, die es gibt. Und Gott hat das hineingetan, um eben uns zu helfen, zu diesem Punkt zu kommen: Jawohl, es macht Sinn! Es ist nicht einfach blödsinnig und frivol und ich muss dabei meinen Intellekt opfern, sondern es ist sehr, sehr vernünftig zu glauben, dass die Bibel, die Heilige Schrift, das Wort Gottes ist. Nämlich: Es gibt in der Bibel – und das ist wunderbar und einzigartig, und viele haben sich damit schon beschäftigt, ich geb nur ein paar Anregungen – es gibt Prophetien.

Die Bibel ist ein Buch, das Prophetien enthält. Und die Bedeutung von Prophetien ist zu beweisen, dass es nicht irgendein x-beliebiges Buch ist, sondern dass es das Buch Gottes ist.

Weil wenn man präzise historische Ereignisse vorhersagt, die vielleicht Jahrhunderte später sich erst einstellen, dann heißt das, man hat eine Quelle von Einsicht, die nicht von dieser Welt kommt. Wenn wir heute hier jemanden hätten, der würde heute hier einen Zeitungsartikel veröffentlichen und sagen wie in 20 Jahren der Bundeskanzler heißen würde, und wir würden uns das aufheben. Und in 20 Jahren kommt ein Bundeskanzler, und der heißt wirklich genau so wie der das heute in der Zeitung veröffentlicht hat – wir würden denken: Wow! Der hat aber Durchblick, der weiß aber was!

Das ist doch lächerlich! Das ist doch gar nichts! Gott hat Dinge vorhergesagt, die Jahrhunderte später sich ereignet haben. Er hat Namen von politischen Leitern gegeben, die natürlich zu der Zeit überhaupt noch nicht gelebt haben. Denkt an diesen König Kyrus. Das ist ein solches Beispiel. Und das ist eben so frappant (= überraschend, verblüffend) und so unübersehbar, dass die moderne Theologie daraus nur eins machen konnte: Aha, das ist der Beweis, dass Jesaja erst nach der Herrschaft oder während der Herrschaft von Kyrus geschrieben sein konnte. Denn er konnte das ja nicht wissen!

Weil du musst eben wissen, die Grundlage von moderner Theologie ist erst einmal: Gott – wenn es ihn denn gäbe – Er greift nicht in Zeit und Raum ein. Das ist ihre Grundlage, davon gehen sie aus, darüber lehren sie zwar nie, aber das ist die Grundlage ihrer Lehre. Ich weiß das, weil ich Jahre an der Uni gesessen habe und habe das mir anhören müssen.

Und wenn es eben übernatürliche Ereignisse gibt, dann muss es dafür andere Erklärungen geben. Und wenn eine Prophetie dort steht, dann sagt man: Ja, ist doch ganz klar, die Prophetie wurde erst nach dem Ereignis geschrieben. Das ist die Erklärung. Und damit hat man natürlich sehr, sehr viele Probleme, weil es auch in unserer Zeit Prophetien gibt, die nachweislich uralt sind und die sich jetzt erfüllen. Und diese Bücher gab es eben schon vor Urzeiten, und wir sehen einfach, das ist einfach Unsinn – so kann man nicht mit dem Worte Gottes umgehen. Es gibt eine ganze Fülle von Ereignissen im Worte Gottes – vielleicht ein, zwei Beispiele gleich mal. Aber zunächst einmal hier, wo Gott sagt: Das sind die Prophetien, die er gegeben hat um uns festzumachen und zu binden an Ihn und an Sein Wort. Jesaja 44 – das ist ein starkes Wort, 6 bis 8.

Jes 44,6-8
6 So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.

Boah, ist das stark!

7a Und wer ist wie ich?

Gott sagt: Wo ist die Konkurrenz? Wollen wir uns messen!

7b Er – also der so meint, er wäre so wie Gott – rufe und verkünde es und lege es mir dar! – Wer hat von Urzeiten her das Kommende hören lassen?

Also damit meint er: Ich hab’s getan, und wenn jemand anders es auch getan hat, okay, dann müssen wir schauen …

7c Und was eintreten wird, sollen sie uns verkünden!

Mit anderen Worten: Ich habe Prophetien gegeben, und wenn da jemand anders sich anmaßt, er sei auch Gott in dieser Welt, dann soll er erstmal tun, was ich getan habe! Das ist, was Gott sagt. Die Prophetien, die Vorhersage von historischen Ereignissen in Zeit und Raum ist Gottes Ausweis „Seht her, ich bin Gott“. Schaut im Islam, schaut im Hinduismus, schaut im Buddhismus, schaut in irgendetwas hinein – gibt es etwas vergleichbares irgendwo? Nein, das gibt es nicht. Gott sagt: Bitte schön! Dann zieh daraus deine Schlüsse, wer der wahre Gott ist. Weil er der Anfang und das Ende ist und Er schaut das Ende schon von Anfang an und deswegen hat Er es aufgeschrieben und hat Dinge gesagt. Und er sagt: Ist jemand anderes der wahre Gott, dann möge er kommen und er möge einmal lehren, was kommen wird. Er soll es uns verkünden.

8 Erschreckt nicht und zittert nicht! Habe ich es dich nicht schon längst hören lassen und es dir verkündet? Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen.

Das gefällt mir so! Gott ist nicht einer, der sich versteckt und sagt: Entschuldigung, es tut mir ja so leid, dass ich diesen Absolutheitsanspruch habe, den werde ich auch demnächst abschaffen, das passt in diese Zeit nicht mehr hinein. Sondern Gott sagt: Ich bin Gott und ich beweise das und wenn irgendeiner meint, er sei auch Gott, dann soll er jetzt antreten und dann soll er den selben Beweis vollführen, den ich vollführt habe. Und dann kommt großes Schweigen seit Jahrhunderten und seit Jahrtausenden – niemand war da, der aufgetreten ist und hat – natürlich zum Silvester jedes Jahr gibt’s irgendwelche Prophezeiungen – im letzten Jahr hat man gesagt, Steffi Graf würde heiraten – sie ist immer noch nicht verheiratet – und lauter solche Scharlatane. Man weiß schon, das ist alles Quatsch, das wird natürlich nie passieren.

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