Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (80:00 bis 85:00)

 

Darüber werden wir dann später noch mehr sprechen, aber weil das Wort die Wahrheit ist, muss dieser Vers unbedingt hier einmal gesagt werden. Es ist eine Kraft, die in uns wirkt.

Dann, ganz wichtig: Das Wort Gottes wird uns als Nahrung beschrieben. Wir leben von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.

Mt 4,4
Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“

Wir leben nicht von jedem Wort in der Bibel, sondern von dem *lebendigen* Wort – also was der Heilige Geist lebendig macht. Von dem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.

Und wenn du die Kraft des Lebens entdeckst in einem Bibelvers, wenn du einmal Zugang bekommen hast zu einem Wort, du kannst jeden Tag zurückkehren und dieselbe Kraft kommt wieder hervor. Es gibt keinen Mangel an Energie und an Leben. Und nur weil du und Millionen von anderen Christen dieses Wort schon ausgelutscht haben, heißt das nicht, das nächste Mal ist nichts mehr drin für dich. Es gibt keine Energiekrise, keine Knappheit, kein Mangel, sondern es ist voller Vitalität. Und ein Wort, das dich einmal inspiriert hatte, getröstet hat, ansgesprochen hat – du kannst immer wieder dahin zurückgehen mit deinem Freund, dem Heiligen Geist.

2Kor 3,6b
Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

Sag: „Komm, Heiliger Geist, mach es mir lebendig“, und dann sinne nach über dem Wort.

Jetzt muss ich unbedingt zu dem letzten Teil hier noch etwas sagen: Wenn wir erleben wollen, dass das Wort eine Waffe ist, dass das Wort Nahrung ist, dass das Wort Kraft ist, dass das Wort wirksam ist, dass es uns reinigt – hab ich auch noch ganz vergessen – und vieles, vieles andere mehr – wenn wir erleben wollen, dass das Wort diese Qualitäten entfaltet in unserem Leben, und überleg dir, wie du leben wirst, wenn du Waffen hast – wenn du Kraft hast, wenn du Leben hast, wenn du Reinigung hast, wenn du Heilung hast – überleg dir, wie wird dein Leben anders sein …

Du wirst anders leben, glaub es mir. Jeden Herbst kam die Depression, wenn die letzten Blätter runterkamen, in meinem Leben, dann kam die Depression. Ich konnte das genau verfolgen, ich wusste, jetzt ist es wieder soweit – Ende Oktober. Noch ein Herbststürmchen und dann sind die letzten Blätter runter. Und dann kam eine furchtbare Depression.

Durch das Wort können wir frei sein! Wir haben da drin ein neues Klima, lass draussen die Blätter fallen oder irgendetwas anderes machen, wir sind frei, wir sind frei!

Und wir können unsere Seele füllen, im Winter und im Sommer und im Frühjahr und im Alter und im Midlife und in irgendetwas. Und lass die Welt Midlife-Crisis haben, Burnout-Syndrom oder irgendetwas. Was immer sie möchten – aber wir haben Leben. Die Bibel sagt: Wer im Wort ist, der hat Saft und Kraft und er wird grünen, auch im Alter.

Ps 1,2-3
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.

Auch wenn du jenseits der 30 bist, du wirst noch Power in deinen Knochen spüren, Dynamik haben und Ziele haben. Einmal habe ich einen jungen Mann getroffen und er war so wie ein Opa – er schlurfte so und war so betrübt. Ich sage: „Weißt du was, das gute ist, du kannst noch einmal total von neuem anfangen!“. Er sagt: „Mann, was denkst du, ich bin schon 30!“

Ja! Er war fertig mit seinem Leben. Alles, was er meinte, was man erleben kann, hat er schon erlebt. Er war total fertig, er hat schon abgeschlossen mit seinem Leben. Frührentner.

Das wird uns nicht passieren. Psalm 1. Wenn wir gegründet sind, im Worte Gottes, wenn wir nachsinnen über Sein Wort – Tag und Nacht. Nachsinnen – dann sind wir wie ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen und dann werden wir Frucht bringen, ununterbrochen Frucht bringen.

Und das ist eine Kunst, die wir lernen müssen: Nachzusinnen.

Das heißt: Nicht wie ein Weltmeister durch die Bibel zu jagen, sondern wir nehmen uns ein, zwei, drei gute Verse, von denen wir meinen, oh, die können uns gut tun. Und dann sinnen wir nach. Wir füllen unser Denken damit. Wir fangen an, das Wort zu sprechen, wir fangen an, das Wort in unsere Gedanken, in unsere Fantasie zu nehmen, wir fangen an, mit dem Heiligen Geist uns vorzustellen, was bedeutet das, ein solches Leben zu führen, diese Qualitäten zu haben? Wie wird das aussehen? Der Heilige Geist inspiriert uns, und er macht uns lebendig, und er füllt uns. Das ist eine Kunst, die wir lernen müssen. Erst sprechen wir das Wort, dann nehmen wir es in unsere Fantasie hinein, und dann nehmen wir uns Zeit, wirklich darüber nachzudenken.

Nachzudenken! Du kannst so viel Leben bekommen aus einem Wort. Ein einziges Wort, ja? Und du wirst die Kunst lernen, dir selber zu predigen. Es reicht doch nicht bis zum nächsten Sonntag, bis die nächste Predigt dich aufbaut. Oder Hauskreis. Das sind doch nur zwei, drei Ereignisse pro Woche. Predige dir selbst das Wort! Bau dich auf!

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