Hartwig Henkel – „Innige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist“ (3/3)

Im nun folgenden letzten Teil der Predigt berichtet Hartwig Henkel von den Wundern, die der Heilige Geist in seinem Leben durch das Sprachengebet getan hat.

Und Paulus sagt: Ich will, dass ihr alle in Sprachen sprecht. Alle. Vielleicht sagst du, ja, aber in meiner Bibel steht „ich wollte, ihr könntet“. Ja, dann hast du eine Luther-Bibel, und du musst dir sagen lassen, dass sie an dieser Stelle, so sehr wir auch den Luther schätzen und ihm auch viel verdanken, an dieser Stelle ist es einfach wirklich irreführend und nicht korrekt übersetzt.

Als das mal gesagt wurde, hat sich jemand empört und hat gesagt: „Das ist ja unverschämt, die Luther-Bibel zu kritisieren. Wenn die für Paulus gut genug war, dann ist sie für uns auch gut genug.“

Aber Paulus hat nicht in Luther-Deutsch geschrieben, sondern in Griechisch. Und wenn Paulus das Wort „thelo“ benutzt, dann hat er gewusst, was er da meinte. Und er hat nicht einen irrealen Konjunktiv konstruiert, sondern hat einfach gesagt: „thelo“ – „ich will“. „Ich will, dass ihr das tut“ – ganz einfach. Wie an anderer Stelle: „Ich will, dass ich nicht rumhurt“.

1 Kor 14,5a:
thelō de pantas hymas lalein glōssais.

Nicht „ich wollte, ihr würdet …“ – „Ich will, dass ihr es tut“. Das ist doch ganz eindeutig. Ist doch völlig klar. Ich will, dass ihr alle in Sprachen sprecht. Wer in Sprachen spricht, baut sich selber auf. Das ist, was das Wort sagt.

1Kor 14,4a
Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst

Das müssen wir glauben. Wir müssen alles, was wir tun, im Glauben tun.

Röm 14,23b
Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde.

So viele Jahre habe ich minimalen Segen gehabt vom Sprachengebet, weil ich es nicht im Glauben getan hab und weil ich es nicht so getan hab wie die Bibel sagt, dass man es tun soll. Paulus sagt, wenn er in Sprachen betet, dann ist sein Verstand fruchtleer.

1Kor 14,14
Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer.

Der produziert mal nichts, der ruht sich aus. Der hat mal ein Päuschen. Hat er sich auch nach so viel Stress und so viel Bemühungen, Lösungen sich auszudenken für die man sich sowieso keine ausdenken kann, da hat er sich mal ein Päuschen verdient. Wenn ich in Sprachen spreche, sagt Paulus, dann ruht mein Verstand. Der produziert nichts. Was hab ich getan? Ich dachte, ja, die Bibel sagt, kauft die Zeit aus. Ich spreche in Sprachen, verstehe ja eh nicht, was ich da rede, dann hab ich parallel dazu in Gedanken meine To Do-Listen durchgearbeitet. Und ich dachte, ich handele nach der Bibel. Man kann einen Bibelvers nehmen und anwenden und damit das Gegenteil tun von dem, was die Bibel möchte. Wir brauchen für alles die Weisheit und die Führung des Heiligen Geistes.

Und als ich gesehen habe, Paulus hat ganz anders in Sprachen gesprochen. Wenn er in Sprachen gesprochen hat, dann hat er dafür gesorgt, dass sein Verstand zur Ruhe kam. Und so kommt Auferbauung zustande. Und wenn du dich dazu hingibst und da ein bisschen trainierst – und versuche nicht, wie ich das eine Zeit lang versucht habe, die Gedanken irgendwie alle einzufangen – das ist sehr, sehr schwer, die kriegst du nie zur Ruhe, je mehr du dich bemühst, um so turbolenter geht das da zu. Das ist wie wenn du so eine Herde wilde Mustangs einfangen willst. Wenn du hier gerade ein paar irgendwie eingepfercht hast, da brechen da schon wieder welche aus. Und dann rennst du denen hinterher, und dann sind die wieder weg, und du bist nur am rotieren.

Aber wir können in Sprachen sprechen in Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist. Mach dir bewusst, was passiert beim Sprachen beten. Wenn ich in Sprachen bete, dann betet mein Geist, sagt Paulus.

1 Kor 14,14
Wenn ich in Sprachen bete, dann betet mein Geist.

Der Geist betet. Und der Geist betet unter der Inspiration des Heiligen Geistes. Sprachenreden ist immer live. Es ist nicht ein Tonband, was da bei dir deponiert wurde. Dass du dann abspulst. Und wenn du gelangweilt bist von deinem Sprachenreden, pflege mehr Gemeinschaft, suche seine Gegenwart, halte sein Händchen, sag: „Hier bin ich, fließe durch mich. Gib mir eine andere Sprache“. Du musst ja nicht jahrzehntelang in der selben Sprache sprechen. Da gibt es verschiedene Arten von Sprachen. Und manche sind auch so steckengeblieben und haben nur so einen ganz begrenzten Wortschatz. Ihr Lieben, im Heiligen Geist hast du eine komplette Sprache, und eine weitere und noch eine weitere … und da kannst du ganz kreativ sein. Und je mehr du die Gemeinschaft suchst mit ihm und dich ihm hingibst und sagst, das ist jetzt live, jetzt fließt etwas in meinen Geist hinein und es fließt, weil ich mich hingebe aus mir heraus. Und dann lauscht du auf das, was da kommt und du hörst nur auf das – so lernst du deine Gedanken zur Ruhe zu bekommen: Höre auf das, was aus deinem Mund kommt und freu dich an der Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist. Sag: Was für ein Schatz, da fließt es jetzt, frisch vom Himmel, ganz frisch, ganz sauber, ganz rein. Die reinste Form zu beten ist wenn du in Sprachen betest. Hallelujah.

Und dank ihm dafür, halte inne in deinem Sprachengebet und sag, Heiliger Geist, das ist so wunderbar, das ist jetzt von dir, das kommt von dir. „Sie fingen an in neuen Sprachen zu sprechen wie der Geist gab auszusprechen.“ Sie fingen an zu sprechen wie er gab. Du fängst an wie er gibt. Hier, jetzt, live. Und es fließt aus dir heraus. Und du tust das mit Dankbarkeit und mit Wertschätzung.

Lasst uns Wertschätzung haben, manche entwerten ihr eigenes Sprachengebet. Und denken darüber wie die religiöse Welt darüber denkt und sagen: „Ach, was soll das? Das ist ja nur Gebrabbel. Das sind ja nur Silben.“ Ich glaube nicht, dass ich nur Silben spreche. Ich glaube, dass ich Worte unter der Inspiration des Heiligen Geistes spreche. Ich glaube, dass das Inhalt hat. Dass das Botschaften sind. Und das hab ich auch live schon erlebt. Einmal war ich in einem Pastorenkreis und wir haben gebetet und dann hab ich auch gebetet in Sprachen, und ein Pastor kam zu mir und sagt: Kannst Du griechisch? Ich sage, ja, Gyros und Souvlaki. Und er sagt, ja, und neutestamentliches griechisch? Ich sage, nein, kein Wort. Ja, sagt er, du hast eben griechisch gebetet. Neutestamentlich griechisch. Ich sage, wow, was habe ich gesagt? Und er sagte, was du gesagt hast, ist, „wer der Größte sein will, soll der Diener von allen sein“.

Das kommt aus der Bibel. Der Heilige Geist kennt die Bibel. Du kannst in Sprachen biblische Wahrheiten sprechen ohne das zu wissen. Einmal hat der Heilige Geist mich gebraucht, einer Person zu dienen, von der ich gar nicht wusste, dass sie in großen Nöten ist, und er sprach durch mich in Kisuaheli zu dieser Frau. Ich wusste nicht, dass ich Kisuaheli spreche, mein Kisuaheli ist zero, null. Und diese Frau lebte irgendwie auf und kam dann hinterher zu mir und sagte: Sagen sie, können sie Kisuaheli? Ich schaute sie an, ich dachte, macht die jetzt einen Witz mit mir oder was? Und dann stellte sich raus, sie war mit ihren Eltern Missionarin, also die Eltern waren Missionare unter den Massai in Kenia, und sie ist aufgewachsen unter den Massai, und sie spricht fließend Kisuaheli. Und sie sollte das Werk übernehmen und ist gestrauchelt und Dinge sind passiert und sie hat alles abgebrochen und ist weggefahren und hat alles liegengelassen und ist weg vom Missionsfeld. Und sie hat immer das Gefühl gehabt, Gott hat sich abgewandt. Weil sie weggelaufen ist. Und Gott kümmert sich nicht mehr um sie. Sie hat diese Lüge geglaubt. Und ich hatte diesen Impuls, das war in der Bibelschule, und ich hatte diesen Impuls in der Anbetung, geh mal zu dieser Person. Und dann war ich da und es kam nichts, dann dachte ich, ja gut, dann bete ich in Sprachen.

Und dann stellte sich heraus, Gott hat zu ihr gesprochen in Kisuaheli. Und ich sage, was hat er gesagt? Und sie sagt, das war ein ganz spezielles Wort wie Gott mich angesprochen hat wie das ein zärtlicher, liebevoller Vater zu seinem Kind tut. Und er hat gesagt, mein Kind, wie geht es dir? Und sie hat mir später, Monate später, eine Postkarte geschrieben und hat gesagt, das war der Wendepunkt, da ist sie aus der Talsohle rausgekommen. Sie fing wieder an zu glauben, Gott ist für sie. Gott wirft ihr das nicht vor und sagt: Du bist getürmt und du bist geflohen und du hast mich verraten und deswegen bin ich nicht mehr mit dir. Sie hat Lügen geglaubt. Und der Heilige Geist hat diese Lüge durchbrochen mit der Liebe des Vaters auf eine Art und Weise, wo sie wusste, das kann nur Gott sein. Es muss Gott sein, und er kennt mich hier in der Bibelschule! Wow! Ich bin doch nicht verlassen, er redet zu mir ganz zärtlich, und er interessiert sich dafür wie es mir geht. Und das war der Anfang von einem Wiederherstellungsprozess. Hallelujah. Hallelujah.

So, das ist ein dummes Argument wenn wir Sprachenreden entwerten und sagen: Ja, wir wissen ja nicht, was wir da sprechen. Dank sei Gott, dass wir nicht wissen, was wir da sprechen! Das ist doch die Weisheit Gottes, weil wenn du in Sprachen sprichst, du sprichst Geheimnisse Gottes.

1 Kor 14,2
Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse.

Vielleicht redest du gerade über das, was du in 10 Jahren tun wirst mit Gott. Vielleicht redest du über deinen zukünftigen Ehepartner. Vielleicht redest du über irgendwelche Heilig-Geist-Geschäftsunternehmungen oder irgendwelche Dinge. Wenn du wüsstest, wovon du gerade redest, du würdest permanent auf die Bremse treten: „Nein, Herr, davor hab ich Angst, nicht mit mir! Nimm jemand anders! Niemals, niemals, nein, mir ist total bange davor, bitte nicht, nein, das überfordert mich“. Wir würden ständig auf die Bremse treten. Und so sagt Gott in seiner Weisheit: Pass mal auf, gib mir deine Sprechwerkzeuge, lass es fließen aus deinem Geist, der Verstand kommt mal zur Ruhe, der kriegt gar keine Gelegenheit zu protestieren, und dann lass es fließen. Und du sprichst die Weisheiten, die Geheimnisse Gottes aus. Für dich, für deine Umgebung, für deine Gemeinde, für deinen Hauskreis, für deine Stadt, für dein Land, für Nationen – wer weiß?

Und wenn Gott möchte, dass du es auch weißt, wird er es dir mitteilen und wenn nicht, glaube. Und sprich weiter. Lass es fließen. Wir müssen glauben, was die Bibel sagt. Wenn wir in Sprachen beten, dann sprechen wir nicht „blabla“. Und wir vergeuden nicht unsere Zeit. Sondern wir bringen das reinste und mächtigste Gebet, das es überhaupt nur gibt auf diesem Planeten. Gott pur. Unvermischt. Und Gottes Wort ist mächtig. Und Gottes Wort wirkt etwas, und es kommt aus dir heraus, und dann ist das Wort da und sobald das Wort in Form von akustischen Schallwellen hier auf diesem Planeten ist, ist es am arbeiten. Das Wort arbeitet. Das Wort wird nicht leer zurückkommen. Das Wort wird tun, wozu er es gesandt hat. Hallelujah. Das ist, was die Propheten geglaubt haben. Die stellen sich auf einen Berg und prophezeien für Nationen, die sie nie gesehen haben, wo sie ein Visum für gekriegt haben. Sie sprechen etwas aus über einen König, der 400 Jahre später kommt. Ja, wie soll man den je treffen? Brauchen sie nicht, nur das Wort muss raus! Das Wort muss raus. Das Wort ist wie ein Cruise-Missile, weißt du was ein Cruise-Missile ist? Das ist eine intelligente Rakete. Und vorne im Kopf ist das Ziel einprogrammiert. Und das Ziel kann sogar beweglich sein, das macht dem Cruise-Missile überhaupt nichts. Der findet das. Der geht hin und her und solange bis er es gefunden hat. So ist das Wort aus deinem Mund. Das Wort Gottes.

Wir müssen glauben, dass das geschieht, was die Bibel sagt mit dem Heiligen Geist. Und so tun wir Dinge, wir sind schöpferisch tätig. Und Veränderungen passieren aufgrund dessen, was Gott durch uns gesprochen hat. Hallelujah. Das mag uns betreffen, das mag andere betreffen, das mag Städte betreffen, das mag irgendetwas betreffen. Gott hat so viele Dinge zu sagen und zu tun.

Und darum ist das keine Zeitverschwendung, dass wir uns hingeben und dass wir sagen: Heiliger Geist, hier ist mein Mund, ich glaube dir, fließe jetzt durch mich.

Und lasst es uns tun auf eine intelligente, angemessene Art und Weise. Wir sprechen zu Gott, sagt das Wort. Wir sprechen zu Ihm. Das ist ein Unterschied, ob du in die Luft sprichst, oder ob du zu Ihm sprichst, da ist ein Unterschied. Und verschwende nicht, wie wir das auch heute morgen gehört haben, deine Zeit mit Sprachengebet oder sonst irgendwie irgendwo immer irgendwelchen Teufeln hinterher zu sein. Sprich zu Gott. Und wenn du dir klar machst, jetzt spreche ich zu Gott, dann wirst du dich bemühen in deine Stimme ein bisschen Dankbarkeit rein zu tun, ein bisschen Ehrfurcht rein zu tun, ein bisschen Wertschätzung zu tun, ein bisschen Sehnsucht, ein bisschen Hunger auszudrücken. Ich sage immer meinen lieben Geschwistern in Russland und in Zentral-Asien – wisst ihr, ihr mit euren Kalaschnikow-Gebeten, ihr verschreckt ja den Heiligen Geist. Weil sie beten wie ein Maschinengewehr. Wie ein Maschinengewehr! So kalt, so staccato-mäßig, so rattatatatatatat, meine Güte. Das ist nicht die richtige Art für Liebeserklärungen. Da muss ein bisschen Vibrato rein, ein bisschen Schmelz, ein bisschen „hmmmm“, ein bisschen „ohhh“ und „wunderbar“ und „ich danke dir“ und „hmmm“ und „bitte“. Da muss etwas in deine Stimme rein.

Du bestimmst wie du sprichst. Du kannst es auch denen nachmachen und mit Maschinengewehr rumrattern oder du kannst sagen, da ist ein wunderbarer Gott und Er ist zart und liebevoll und herrlich und ich gebe ihm Worte der Liebe und der Wertschätzung.

Du bestimmst die Art und Weise. Du kannst schreien, du kannst singen, du kannst flüstern, du kannst es hart sagen, und du kannst es ein bisschen milder sagen. Du bestimmst das! Die Sprache ist das einzige, was der Heilige Geist bestimmt. Aber die Verpackung, wie das dann ausgedrückt wird, das tust du. Und wenn du weißt, du sprichst zu Gott, dann wird das angemessen sein und wird schön sein. Da ist eine Schönheit im Sprachengebet, das ist kein wie manche es denken irgendwie so ein halb irres Gesabbel und der Speichel läuft schon irgendwie aus dem Mund und die Augen verdrehen sich nach hinten und es ist nur noch das Weiße zu sehen und gleich kippt er um und die Ambulanz muss kommen. Ihr Lieben, nein! Wir sind ganz normal. Wir sind ganz normal, und es ist eine schöne, liebliche Sprache, eine liebliche Sprache. Wir sind nicht irre.

Wenn hier ein, weiß ich nicht, irgendein Mensch aus einer anderen Nation und anderen Kulturkreis und anderen Sprache irgendwie sein würde und würde hier sprechen, uns grüßen in seiner Sprache, vielleicht hier unser Bruder aus Indien, wo hab ich ihn gesehen? Vorhin hab ich ihn gesehen, jetzt ist er weg. Okay. Er würde jetzt aufstehen und irgendwas sagen, ach, da ist er. Wir würden doch nicht denken, der ist ja irre, der gehört ja eingesperrt. Nein! Er spricht auf eine vernünftige Art und Weise und nur wir verstehen es nicht. Aber alle seine Landsleute verstehen ihn und sagen, er ist normal.

Und wenn wir in Sprachen sprechen, wir sind die normalsten Menschen eigentlich auf diesem Planeten, weil wir dem Himmel so nah sind. Wir sind ganz normal. Ganz normal. So, weg mit all diesen Blockaden und Hindernissen und diesen Argumenten, ja, wir verstehen ja nicht, was wir da sprechen. Dank sein Gott, wir verstehen nicht! Und dass wir nicht verstehen heißt doch noch lange nicht, dass es nicht funktioniert. Es funktioniert.

Weißt du, damals bei der Schöpfung. Wie Gott sprach: Licht sei! Nehmen wir an, du wärst schon dabei gewesen, ich glaube nicht, dass Gott deutsch gesprochen hat. Ist höchst unwahrscheinlich. Also du hörst nur Klänge. Du hörst nicht, was er sagt, du verstehst nichts, du hörst nur einen Befehl, und sagst: „Häh? Was hat Er gesagt?“ Aber du fängst nicht an zu theologisieren, das nützt ja alles gar nichts. Weil bevor du anfängst zu denken kommt Licht, und du sagst, oh, ich glaube, der hat Licht befohlen. Wow.

Es funktioniert ohne dass du es verstehst! Das ist der Punkt. Sprachenreden ist Reden Gottes und es funktioniert, ob du verstehst oder nicht. Es funktioniert, weil Gott spricht, und es geschieht. Hallelujah.

Wenn wir nur lernen mit ein paar wenigen biblischen Informationen uns zu disziplinieren und in Sprachen zu sprechen wie die Bibel das sagt, wir werden so viel mehr Gewinn haben am Sprachengebet. Und es wird eine Quelle der Inspiration und der Belebung und dann fangen wir an zu erleben, was Paulus sagt: Wer in Sprachen spricht erbaut sich selbst. Er baut sich auf. Da passiert etwas in uns, wir werden aufgeladen, und da kommt Leben zustande. Und es blubbert und quirlt und sprudelt und es ist einfach ein Genuss und du genießt das, was da kommt. Genießt du dein Sprachenreden? Wenn du dein Sprachenreden nicht genießt, dann musst du diese Predigt nochmal hören und dann anfangen zu tun, was ich erklärt habe: Händchen halten, Heiliger Geist, das ist jetzt von Dir, das ist sinnvoll, das ist vernünftig, das ist gut, das ist geboten, das funktioniert, das ist nicht sinnlos, das ist kein Blabla, so wirkst du durch mich, und ich danke dir, dass du mich adelst, durch mich in so einer reinen Weise zu sprechen. Tu es im Glauben. Hallelujah.

Und dann werden wir erleben, dass Auferbauung kommt, dass wir belebt werden, dass wir gestärkt werden, dass wir gekräftigt werden, dass es uns irgendwie anders und tiefer bewusst wird, Gott ist da. Gott ist mit mir, Gott ist in mir. Damit beginnt alles, wenn wir das kultivieren können wir von da weitergehen, und dann können wir in die Gaben gehen. Und dann können wir in andere Bereiche gehen, der Führung usw. Oder Gebetslasten oder irgendwelche anderen Manifestationen des Geistes. Aber es beginnt damit, dass wir ihm Raum geben, dass wir ihn kennenlernen und dass wir ihn erleben. Wir müssen beginnen ihn zu erleben.

Und ein wichtiger, kurzer, aber ganz, ganz wichtiger vierter Punkt: Gewöhn dir an, wann immer du die Hilfe des Heiligen Geistes erlebt hast, vielleicht als dein Lehrer, dir werden Zusammenhänge klar im Wort Gottes oder mit einer Gebetslast oder mit dieser Auferbauung und diesem Strom der Liebe – wie auch immer. Oder du wirst gebraucht vom Heiligen Geist für andere ein Segen zu sein – wann immer du erlebst, das war jetzt nicht nur ich, sondern da war der Heilige Geist mit dabei – wann immer du das erlebst, geh nach Hause und danke ihm. Ehre ihn. Jesus sagt, wenn wir treu sind im Kleinen, wird uns mehr gegeben.

Mt 25,21b
Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen

Wenn wir den Heiligen Geist ehren und sagen, das, was da passiert ist und wie du mich gebraucht hast in dem Gebet, in der Prophetie, in dem Segnen oder in irgendetwas – das war deine Macht, das war deine Treue, das war deine Fähigkeit, das war nicht aus mir! Mach dir klar, was du gemacht hast! Du hast nicht mehr gemacht als Hände
aufgelegt – das kann doch jeder. Was ist denn daran besonders? Was soll man sich darüber rühmen?

So, wenn Heilung war, dann ist es weil der Heiler sich gezeigt hat. Wenn der Plan Gottes offenbart wurde, dann, weil die Weisheit Gottes sich manifestiert hat trotz unseres geringen Intelligenzquotienten – also gemessen an Gott. Ich möchte hier niemanden beleidigen, aber gemessen an Gott haben wir alle ein Spatzenhirn. Aber Gott hat die Weisheit. Und er weiß Dinge über Menschen, er weiß Dinge, er weiß Zusammenhänge und Er will Dinge sagen, und Er will sich offenbaren und Dinge tun, wo du sagst: „Boah. Mit all meiner Klugheit und all meiner Diploma hätte ich das nie tun können, niemals. Niemals“.

Hab ich einmal die Geschichte von meiner kürzesten Prophetie erzählt? Ja, ne? Ich glaube, ich habe schon alle Geschichten erzählt, weil ich hab ja so wenige. Aber dank sei Gott für die paar, die ich hab, die machen mir Mut, es gibt noch mehr, das kann nicht das letzte gewesen sein. Und wenn du das alles schon kennst, gut, aber ich erzähl noch eine Geschichte, ist das okay? Oder ist spät? Oder?

Einmal war ich auf einer Konferenz und war in Anbetung und kriegte diesen Impuls für eine Person zu beten. Ich wusste, das ist ein Pastor. Ich wusste sogar seinen Namen, und ich wusste, dass er russlanddeutsche Wurzeln hat. Das ist alles, was ich wusste. Er lebt in Deutschland, hat im Rheinland eine Gemeinde. Das wusste ich. Ich hatte nicht näheren Kontakt zu ihm, aber das wusste ich. Und dann kam diese Inspiration, dieser Drang oder wie soll man das nennen? Ich weiß nicht, wie ich das nennen soll, aber einfach „ich möchte jetzt hingehen und für diese Person beten“. Das.

Und dann bin ich hingegangen und hab für ihn gebetet. Und der Heilige Geist kam sehr stark auf diesen Bruder. Und aus meinem Mund, ich dachte, jetzt segne ich ihn irgendwie so, aus meinem Mund kam ein einziges Wort. Der Name einer russischen Stadt. Sogar – später habe ich gelernt – habe ich es sogar falsch ausgesprochen. Gott ist nicht begrenzt. Josua hat gesagt: „Sonne, steh still!“

Josua 10,12
Sonne, stehe still in Gibeon, und du, Mond, im Tal Ajalon!

Das ist anatomischer Unsinn, ähh, nicht anatomischer – astronomischer! Astronomischer Unsinn ist das. Aber Gott wusste, was er meinte. Hat nicht gesagt: Josua, bevor du hier solche Gebete mir bringst, bitte erstmal Astronomie studieren, die Sonne steht sowieso still – was erzählst du mir das? Was willst du denn hier überhaupt erreichen mit deinem Gebet? Ja? Gott hat gewusst, was der Josua brauchte, er braucht ein bisschen Zeitverlängerung um mit den Feinden fertig zu werden, weil die Sonne drohte unterzugehen. Und darum sagt er: Sonne, steh still. Was er meinte: Der Planet soll aufhören sich um die Sonne zu drehen, damit Zeit ist, der Tag länger ist. Und es hat funktioniert.

So, ich hab diese Stadt in falschem Deutsch ausgesprochen, also russisches Deutsch. „Tscheljabinsk“ hab ich gesagt. Es heisst aber: „Tschelj*a*sbinsk“. Gewaltiger Unterschied! Aber Gott hat gewusst, was ich meine. Ich wusste ja selber nicht, was ich meine.

Und das hat ihn so getroffen, der Mann lag am Boden und ich dachte, da kommt noch mehr und jetzt kommt der Plan Gottes und so. Und dann schließlich, ich kniete neben ihm auf dem Boden und alles, was ich tat, aus meinem Mund, immer wieder das Wort: Tscheljabinsk, Tscheljabinsk, Tscheljabinsk. Zum Schluss, ich kniete neben ihm, und mit aller Macht, ich rief das in seinen Brustkorb hinein, kam mir ziemlich blöd vor. Aber ich war im Strom. Und es war intensiv. Und da hab ich halt so lang gelassen bis es dann irgendwie fertig war. Aber es kam nichts weiter, nur dieser Name.

Und dann kam nichts mehr, dann ging ich wieder auf meinen Platz, kam mir ziemlich blöd vor, muss ich sagen. Ziemlich blöd. Nach der Versammlung kommt dieser Bruder zu mir und sagt: Danke, danke, danke, darauf hab ich die ganze Zeit gewartet. Ich sage, was meinst du? Ja, ich hab die ganze Zeit schon gewartet, dass du endlich kommst. Ich sage, was meinst du? Er sagt: Vor der Konferenz habe ich einen Traum gehabt und in dem Traum habe ich gesehen wie du auf der Konferenz zu mir gekommen bist und hast mir vom Himmel etwas gegeben. Wow! Alle meine Nackenhaare, die ich gar nicht habe, standen mir zu Berge. Und er sagt, weißt du, mein Vater hatte eine Gemeinde in Tscheljabinsk. Und heute hat Gott hat zu mir gesprochen, ich muss zurückgehen in die Stadt meines Vaters und Gott wird mich benutzen, eine Gemeinde zu gründen in Tscheljabinsk. Wow.

Dann hatte ich keinen Kontakt mit dieser Person. Und Jahre später war ich in einer anderen Gemeinde und diente dort und der Pastor erzählte so beim Gespräch, dass er mit einem Amerikaner eine Rundreise gemacht hat durch verschiedene russische Städte und erwähnte dann den Namen „Tscheljabinsk“. Und da fiel mir dieser Mann wieder ein und ich sagte, ja, als du da warst, hast du da von einem Deutschen mit Namen Viktor Müller gehört? Und er schaut mich an und sagt, das war mein Übersetzer. Ich sage, ja, und was macht Viktor Müller? Ja, der ist Pastor in Tscheljabinsk, hat eine Gemeinde dort, die sehr vorwärts geht und jetzt hat er schon eine Tochtergemeinde gegründet, und er ist dort sehr erfolgreich für das Reich Gottes tätig. Hallelujah.

So, wieviel Singen auch immer der gewinnt, ich habe Anteil daran. Hallelujah. Herr, segne sein Werk! Lass ihn fruchtbar sein. Ich habe Anteil daran. Ist doch gewaltig, ich bin hier und ruh mich aus auf der KuBi und der schafft da für mich in Russland. Gewaltig. Hallelujah.

Ihr Lieben, das ist meine kürzeste Prophetie. Aber eine meiner mächtigsten. Okay, ich hab bescheidene Beispiele, aber immerhin – mich inspiriert das, und ich sage, Herr, ich will mehr davon, ich will mehr solche Sachen haben, ja? Ich hab nur leider nur ganz wenige solcher Geschichten und das war auch die einzige, die ich jetzt noch erzählt habe, aber ich weiß eines: Es ist real. Der Heilige Geist kann durch mich, durch dich, Dinge tun, jenseits deiner Begrenzungen, jenseits deiner Weisheit, jenseits deines Wissens, jenseits deines Könnens, jenseits deines Träumens, der Heilige Geist, wenn er nur Raum bekommt, kann durch dich etwas tun, wo du sagst, wow, das war Gott jetzt, das war jetzt Gott, das weiß ich ganz genau, das war Gott. Boah, und wenn du dann sowas hast, das wird dir ganz real, Gott ist mit mir! Sogar mit mir! Gott ist mit mir! Hallelujah. Hallelujah.

Wunderbar, wunderbar. So, lasst uns diese Gemeinschaft suchen mit dem Heiligen Geist, auf ihn warten und investieren in diese Freundschaft, es lohnt sich. Es lohnt sich. Hallelujah. Und wenn er dich gebraucht, dann geh zurück und sag: Wunderbarer Heiliger Geist, wie herrlich ist es mit dir zu gehen! Wie wunderbar, ich danke dir dafür, ich gebe dir alle Ehre, und ich mache das klar, dass ich keinen Anteil an dieser Sache habe, was ich getan habe, ist, was jeder andere auch hätte tun können. Das ist nichts besonderes. Das besondere lag daran, dass du etwas getan hast.

Wollen wir aufstehen – Hallelujah, Hallelujah. Hallelujah. Hallelujah.

Abschlussgebet.

Vater, wir danken Dir, dass Jesus für uns gehorsam war, dass Jesus für uns den Platz genommen hat, dass die Strafe auf ihm liegt, damit wir Frieden haben, damit wir jetzt mit dir Gemeinschaft haben können. Wir danken Dir, dass Jesus aufgefahren ist und zu deiner Rechten sitzt und dass der Heilige Geist gesandt wurde, und dass der Heilige Geist in uns wohnt.

Und wir danken dir, dass du uns einlädst ihn kennenzulernen, eine Beziehung, eine Gemeinschaft, eine Kameradschaft, eine Freunschaft mit ihm zu haben. Jesus, du hast gesagt, dass ist normal, das ist möglich, das ist geboten, das wird so sein: Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch in wird in euch sein. So, wir danken dir, Herr, für diese Verheißung. Wir werden ihn kennenlernen. Und, Heiliger Geist, wir wollen dir sagen, wir möchten unbedingt dir in unserem Leben den Platz geben, der dir gebührt. Wir möchten, dass du uns dienst, dass du uns Jesus verherrlichst, dass du uns die Augen auftust, dass du uns veränderst, dass du uns leitest. Und wir wollen dich kennenlernen, und wir wollen mit dir Gemeinschaft haben. So, bitte hilf uns, unsere Prioritäten Stück für Stück zu verändern und in das zu investieren, was Zukunft hat, in die himmlischen Dinge, in die übernatürlichen Dinge, in die Dinge, die von dir kommen. Wir danken dir. Gott, Heiliger Geist, unser Lehrer, wir wollen dich kennenlernen, zieh uns, präge uns, motiviere uns. Hilf du uns, alle Ängste, alle Vorbehalte, alle komischen Ideen, alle Warnungen, die Menschen eingeimpft haben, beiseite zu lassen und alle Lügen zu ersetzen durch das wunderbare Wort der Wahrheit.

Gott, der Heilige Geist ist nicht böse, ist nicht gefährlich, ist nicht gemein, ist nicht trügerisch, es ist nicht gefährlich, sich auf ihn einzulassen wenn wir das Herz haben, wir wollen, dass Gott verherrlicht wird. Wir wollen, dass das Reich Gottes vorwärts kommt, es geht uns nicht um uns. Um unseren Namen und um unsere Dinge, es geht ihm darum, dass er – es geht uns darum, dass er gesehen wird, dass er gehört wird, dass er vernommen wird, dass er Werke tun kann, die jenseits der menschlichen Möglichkeiten sind, und dass erkannt wird, Gott ist lebendig, Gott ist im Land, Gott ist immer noch da, und er tut immer noch Dinge, und er kennt immer noch Menschen, und er ruft immer noch Menschen beim Namen. Er ruft sie. Und er hilft ihnen zu verstehen, wie gewaltig der Plan Gottes ist. Hallelujah.

Oh, wir danken dir. Und wir sagen dir heute, Heiliger Geist, wir wollen diese Einladung nicht verschlafen, diese Einladung zur Gemeinschaft, diese Einladung dich kennenzulernen. Wir wollen das nicht verschlafen. Wir wollen dir danken, dass du mit uns Geschichte machst. Dass du uns hilfst, wir werden dich kennenlernen und an deiner Hand gehen und deiner Stimme gehorchen. Auch wenn wir da so viel Bange haben und so viel Dinge loslassen müssen, aber wir wollen das. Entwöhne uns von den Krücken und hilf uns an deiner Hand zu gehen. Menschlich übers unsichere Wasser. Aber geistlich über gebahnte Wege, die du bestätigst, wo du dabei bist. Wo du dich erweist. Und wo du Dinge tust, die Menschen ausrufen lassen: Gott lebt! Gott ist real! Er ist erfahrbar.

Hallelujah, wir danken dir. Wir verneigen uns vor dir. Und sagen, wir möchten dir diesen Platz in unserem Leben geben als Gott uns als Herr. Hallelujah, Hallelujah. Hallelujah. Hallelujah. Danke.

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