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Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (70:00 bis 75:00)

 

Und die Kraft des Kreuzes, dass also der Leib der Sünde außer Kraft gesetzt ist, wird wirksam wenn wir reagieren so wie Paulus das hier beschreibt. Nachdem all diese Wahrheiten entfaltet sind, dann sagt er in Vers 11:

Röm 6,11a
So auch ihr: haltet euch …

… jetzt kommen zwei Dinge, die wir tun sollen. Das sind echte Handlungsanweisungen. Erst kommt die Wahrheit und dann kommt die Anweisung wie wir umgehen sollen oder was wir tun sollen, wie wir uns verhalten sollen nachdem wir Wahrheit gehört haben …

Röm 6,11a
… haltet euch der Sünde für tot …

Und das ist nur der erste Teil.

Röm 6,11b
… Gott aber lebend in Christus Jesus!

Und das ist der zweite wichtige Teil, diese wichtige Nuance geht in der Luther-Übersetzung unter. Da heisst es: „Und nun lebt für Gott“. Und das kann sehr stressig sein!

Bevor du erlebst, dass du für Gott lebst, musst du glauben, „dich dafür halten“ oder „damit rechen“ – das ist ein Wort im Griechischen, was aus der Wirtschaftssprache kommt.

3049. logizomai: sammeln, dazuzählen, etw. [und zwar Fakten] berechnen), aufgrund von Berechnung etw. oder jmdn. bewerten, erachten, ansehen als…, halten für…, jmdn. zu etw. (dazu)zählen, zählen unter…

Also: „kalkuliere messerscharf mit den Fakten“ – so ungefähr auf Hochdeutsch.

„Stelle in Rechnung, dass du der Sünde gestorben bist und zweitens, dass du für Gott lebst.“

Bevor du erlebst und erfahren kannst, dass du für Gott lebst, musst du glauben, dass du für Gott lebst.

Du sagst: „Ja, ich versuche es, ich möchte gerne für Gott leben, aber ich sehe so viele Hindernisse“. Kümmer dich nicht um die Hindernisse, kümmer dich darum, dass das Kreuz wirklich von dir klar gesehen wird, und das Kreuz hat sich ausgiebig und radikal und erschöpfend und endgültig mit den Hindernissen schon beschäftigt. Das Kreuz war sehr wirksam!

Als Christus vom Kreuz herabkam, er war mausetot. Er war mausetot. Das ist der Grund, warum einige Theologen heute dagegen protestieren und sagen: „Nein, er tat nur so! Und als er dann in diese Binden gewickelt wurde, er war zwar schwer angeschlagen, aber er tat nur so um dann das Wunder der Auferstehung vorzutäuschen. Und er war in diesen Kokon eingewickelt und dann einbalsamiert und da hat er drei Tage ausgeharrt, musste sich ein bisschen ausruhen von den Schmerzen und von all diesem Schrecklichen, aber dann hat er sich daraus befreit – halb tot, aber er hat sich daraus befreit. Und dann hat er einen 2 1/2 Tonnen Stein weggewälzt und kam siegreich aus dem Grab hervor.“

Es gibt Theologen, die einen Doktortitel haben und die wollen uns solchen Müll erzählen. Das ist wirklich wahr!

Aber die Bibel sagt um extra einen Profi von diesen römischen Soldaten, von diesem Exekutionskommando – das war ja nicht ihr erster Fall, die haben ja nicht geübt, einen zu kreuzigen, die waren Profis. Und sie waren erstaunt darüber, dass er schon tot sein sollte und sagen: „Ne ne, so einfach können wir das nicht machen, jemand sagt, der ist tot – das geht nicht“. Und sie haben ihm ein Speer reingestochen um zu testen, ob er wirklich tot ist. Und meinst du, er hätte vielleicht alle Zähne zusammengebissen, jetzt nur nicht aufschreien? Jetzt nur nicht zeigen, dass ich in Wirklichkeit noch lebendig bin? Das ist doch hirnrissig so etwas. Er war mausetot! Und das hat ein römischer Henkersprofi überprüft. Da haben nicht die Jünger in der Erwartung, dass man noch irgendwie eine Auferstehung türken könnte, gesagt: „Er ist schon tot, er ist schon tot, lasst das mal. Wir werden ihn jetzt begraben, er ist schon tot“.

Das waren Profis, die haben gesagt: Was habt ihr damit zu tun? Wir testen das. Wir wissen, wann einer tot ist.

Darum gibt die Bibel diese Details: Er war wirklich tot. Und wenn er wirklich tot war, und wenn wir in Christus, mit Christus gekreuzigt sein, dann sind auch wir tot.

Röm 6,6
da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

Dank sei Gott für diesen Henker, der professionelle Arbeit geleistet hat. Wir sind wirklich gekreuzigt. Wir sind wirklich gestorben. Wir sind wirklich mit Christus auferstanden zu einem neuen Leben. Das ist Realität. Wenn der Tod real ist und wenn, wie Paulus das sagt, und das ist diese herrliche Identifikation, die beschrieben wird: Wenn wir diese Einheit haben mit seinem Tode, dann ist auch eine Einheit mit der Auferstehung da.

Und diese Einheit mit dem Tode hat sehr viel damit zu tun, dass wir endlich einmal realistisch und vernünftig werden und dass wir aufhören zu denken, na, so schlechte Menschen sind wir auch nicht.

Die Strafe der Sünde ist der Tod!

Röm 6,23
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod

So schlechte Menschen sind wir! Und wenn du sagst, „nein, das gefällt mir nicht“. Ich sage es von mir: So ein schlechter Mensch ohne den Herrn bin ich! Und das ist für mich auch gar nicht schwer das zu glauben wenn ich da mal ein bisschen hineinschaue, was ich so alles getrieben habe. Hallelujah.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 4 – Siegreich durch das Kreuz (60:00 bis 65:00)

 

Was sagt der eine? Oder: Beide waren in dieser furchtbaren Situation eben, dass sie verurteilt waren und dass sie an das Kreuz geschlagen waren. Und der eine wandte sich an den Herrn und sagte: „Bist du nicht der Christus, hilf dir selbst und hilf uns!“

Lk 23,39
Einer der gehenkten Übeltäter aber lästerte ihn: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns!

Wir denken, na, das ist doch ein prächtiges Gebet. Ist doch wunderbar. Er wendete sich an den, der helfen kann und sagt: Hilf dir und danach hilf uns auch. Wir würden denken, na prima, ist auf einem guten Wege.

Und was sagt die Schrift? Diese Art von Gebet von Lästerung! Er lästerte Christus.

Und warum kann man erkennen wenn man die Reakton des anderes sieht. Der andere, der sicherlich genauso Schmerzen hatte, der genauso heraus wollte aus dieser schrecklichen Situation – er hat seinen Kumpel zurecht gewiesen und hat gesagt:

Lk 23
40 Der andere aber antwortete und wies ihn zurecht/fuhr ihn an und sprach: Auch du fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist?
41 Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan.
42 Und er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst!
43 Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

Er hat zwei Dinge verstanden: Christus ist ohne Schuld und die Strafe, die ich bekomme, ist eine gerechte Strafe.

Und das ist die Grundlage, dass wir uns zu Gott nahen dürfen. Das ist die Grundlage, dass wir die Hilfe Gottes bekommen. Und nur derjenige – jetzt können wir zurückgehen zu Römer 6 – nur derjenige erfährt die Macht und die ganze Wucht des Kreuzes als ein befreiendes Mittel Gottes, uns von der Sünde und von dem Zwang der Sünde frei zu machen, der sich selbst verurteilt hat. Der gesagt hat: Das Kreuz, das ist eine gerechte Strafe.

So lange du an das Gute und an deine guten moralischen Leistungen und Fähigkeiten in dir glaubst, kann das Kreuz niemals wirksam sein, weil du im Grunde genommen nicht wirklich erlösungsbedürftig dich siehst. Sondern du glaubst, du kannst es alleine. Und so lange du es alleine kannst, brauchst du keinen Erlöser, der es für dich übernimmt und der dich erlöst.

Also hier trifft man den Humanismus im Zentrum. Und daran scheiden sich die Geister. Entweder wir haben einige Probleme, aber wir sind auch gut und wenn die anderen uns endlich mal nett behandeln würden, würde das Gute sich so richtig prächtig entfalten und alle würden sehen, was für ein wunderbarer Mensch wir sind. Unsere guten Seiten, die müssen nur ein bisschen trainiert werden und gebildet werden und ausgebildet werden, dann wird schon alles irgendwie gut. Wenn die anderen nur nicht immer so hässlich zu uns wären!

Dann sind wir in der Selbstgerechtigkeit und wir sagen: Die anderen sind das Problem. Ich bin eigentlich schon ganz weit fortgeschritten, ich bin eigentlich schon ganz prächtig. Und wenn ich noch ein bisschen daran arbeite, dann bin ich schon nahe an der Vollendung. Selbstgerechtigkeit – die Lüge der Selbstgerechtigkeit – eine der Ur-Sünden überhaupt, weil es einfach eine totale Täuschung ist. Die Wahrheit ist: Ein Mensch ohne Gott kann niemals Gott wirklich gefallen, kann niemals gemäß des Maßstabs des Wortes Gottes leben – das ist total unmöglich.

Es braucht Gott um Gott zu dienen. Es braucht die Kraft Gottes, um Gott zu dienen. Das ist, warum Gott sich bei Abraham so vorgestellt hat: Ich bin der allmächtige Gott, wandele vor mir und sei fromm.

1 Mose 17,1
Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.

Das gehört zusammen. Den allmächtigen Gott braucht man um vor ihm zu wandeln. Um Gott zu lieben wie die Bibel sagt, dass man Gott lieben soll, dazu braucht es Gott.

Und es ist totale humanistische Täuschung zu denken, wir könnten das aus uns selbst heraus. Und das Kreuz wird nur wirksam bei dem, der gesagt hat und der anerkannt hat: Die Strafe ist gerecht – was ich verdiene für mein Leben, ist das Kreuz.

Denn wenn ich glaube wirklich, das sagen wir ja so bei der Bekehrung: „Ich danke dir, dass du für mich gestorben bist“ – so dem Sinne nach. Ob man das nun jedes Mal so formuliert, das spielt keine Rolle, aber das ist ja der Inhalt: Christus ist für uns gestorben. Das bedeutet doch: Das Kreuz war eigentlich für mich!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (65:00 bis 70:00)

 

Wenn die Korinther geheiligt sind, du bist auch geheiligt. Wenn sie abgewaschen worden sind, wenn sie durch das Blut Christi gereinigt sind, dann du auch. Du bist gereinigt.

Du sagst: „Ich fühle das aber nicht!“ – Ja, weil du gar nicht zuhörst wenn ich sage: Du bist gereinigt. Statt das anzunehmen und zu glauben und dich darin total einzugraben in dieser Wahrheit – „du bist geheiligt, gereinigt durch das Blut Jesu“ – starrst du nur immer auf deine Sünde!

Und viele halten die Sünde fest und meinen sogar, die Sünde hätte eine demütigende Wirkung auf sie. Und sie halten die Sünde selber fest. Und die Bibel redet von ganz anderen Dingen, darüber werden wir später reden: Von dem reinen Gewissen durch das Blut Jesu.

Also – Errettung heißt: Wir sind in einer neuen Dimension. Und das bedeutet, wir haben Schutz und wir haben Freiheit. So wie wir vorher Kinder des Teufels waren. Und mancher Theologe ist ein bisschen empört darüber, aber Jesus hat gesagt: „Ihr habt den Teufel zum Vater“.

Joh 8,44
Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.

Zu den Profi-Religiösen hat er das gesagt! „Ihr habt den Teufel zum Vater!“ Nicht, weil die besonders schlimm waren, sondern weil sie einfach noch nicht in diesem drin waren, was Christus an neuer Beziehung und Grundlage eben geschaffen hatte. Jeder Mensch, auch wenn er noch so anständig versucht zu leben, der getrennt ist von Gott, hat den Teufel zum Vater.

Das mag der Humanist nicht gerne hören – er möchte auf seine Schokoladenseite hinweisen und möchte doch irgendwie ein Wertgefühl aufgrund seiner Leistungen irgendwie haben und das auch anerkannt wissen – aber die biblische Tatsache ist, dass wenn wir nicht von neuem geboren sind, dann sind wir nur von altem geboren. Und das heißt, wir haben den Teufel zum Vater.

Und Errettung bedeutet: Wir werden herausgenommen. Und der alte Anspruch des Teufels gilt nicht mehr. Aber weil wir so gewohnt sind, in diesen alten Bahnen zu denken und zu leben und zu reagieren, brauchen wir eine Weile bis das hier oben bei uns klingelt und wir verstehen, ich muss diesen alten Wünschen, diesen alten Begierden, diesen alten Dingen, die da immer wiederkommen – ich muss denen gar nicht mehr gehorchen! Aber das Widerstehen beginnt damit, dass du weißt, du hast einen Herrn. Du lebst in einem neuen Machtbereich.

Mein Bild früher war immer das eines DDR-Bürgers, der ausgebürgert wurde. Irgendwann durch irgendwelche Umstände meinetwegen kam er dann rüber und dann war er hier. Und dann stell ich mir so vor, es ist also der Vorabend zum 1. Mai. Am 1. Mai war immer „Arbeitergroßkampftag“, also Paraden waren angesagt und alles mögliche. Und er lebt jetzt im Westen und ist wenige Wochen hier. Und am Abend des 30. April klingelt’s und da ist der alte Brigadenführer oder irgendwer und sagt: Ach, Herr Müller, gut, dass ich sie treffe, ich wollte nur nochmal dran erinnern, morgen 10:30 Uhr auf dem Platz wie immer, hier sind die Fähnchen, bitte schön sozialistisch siegreich lächeln, nicht vergessen, also wir sehen uns dann in alter Frische“.

Was wird der Mann tun? Wir er sagen: „Oh Mann, um ein Haar hätte ich den Termin vergessen, Mensch, jetzt hätte ich doch beinahe glatt vergessen. Hatte ich mir schon schön einen freien Tag irgendwie ausgedacht mit meiner Familie, habe ich doch vergessen – ist doch Parade! War doch jedes Jahr. Ist doch jedes Jahr, das gehört doch zu den Pflichten eines guten sozialisitischen Staatsbürgers. Oh Mensch, gut, dass er mich erinnert hat! Das wäre ja eine Pleite gewesen wenn ich das vergessen hätte“.

So wird er – wenn er weiß, was Ausbürgerung bedeutet und dass er nicht zu Gast in der Bundesrepublik ist, sondern dass er jetzt hier Staatsbürger ist – so wird er nicht reagieren! Sondern wie wir er reagieren? „Ach, ja schön, dass ich sie mal wiedersehe. Was ich ihnen noch alles so erzählen wollte, was damals irgendwie nicht so ganz möglich war. Aber jetzt möchte ich ihnen einiges sagen. Und im übrigen – morgen, das können sie sich aus dem Kopf schlagen!“ – Sagt er: „Wieso? Sie waren doch immer da! Das erwarte ich von ihnen. Das wird Konsequenzen haben“. Und dann zieht er seinen kleinen bundesdeutschen Plastik-Personalausweis heraus und sagt: „Schauen sie mal hier – wissen sie, was das ist? Ich bin ein neuer Staatsbürger. Ich habe eine neue Regierung! Die alten Gesetze, die alten Ordnungen, die alten Pflichten sind ein für alle mal gekündigt und gelten nicht mehr. Ich wünsche einen schönen Feiertag, eine schöne Parade da draußen morgen aber ohne mich. Ich komme morgen nicht, ich komme auch nächstes Jahr nicht, ich komme nie mehr, weil ich nicht mehr kommen muss. Weil ich eine neue Identität habe. Ich bin einer neuer Mensch, ich habe einen neuen Pass, ich habe ein neues Recht, ich habe eine neue Autorität über mir, und die alte Ordnung ist für mich zusammengebrochen. So sieht’s aus, also auf Wiedersehen“.

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (55:00 bis 60:00)

 

Gnade ist Gottes Kraft, und die kommt in unser Leben auf eine Art und Weise: Gott gibt dem Demütigen Gnade. Er widersteht dem Stolzen, aber dem Demütigen gibt Er Gnade.

Spr 3,34
Den Spöttern gegenüber spottet er, den Demütigen aber gibt er Gnade.

Jak 4,6b
Deshalb spricht er: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“

1Petr 5,5
Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter! Alle aber umkleidet euch mit Demut im Umgang miteinander! Denn „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade“.

So, wir bringen dem Jünger bei: Wir wissen, du bist kreativ, du kannst viel tun, du könntest hier Bäume ausreißen, du könntest gewaltige Dinge tun für das Reich Gottes – denkst du. Aber was du tust, ist, du setzt dich hin mit der Bibel und du lernst mit einem Gott auszuhalten, den du nicht sehen kannst, den du erstmal nicht fühlst, von dem du keine Ahnung hast. Und das einzige, was dich mit ihm verbindet, ist das Wort Gottes.

So, fang an das Wort in dir aufzunehmen, fang an das Wort zu denken, fang an Dinge zu sehen wie Gott sie sieht. Fang an mit dem Wort Gott anzubeten. Komm mit dem Wort vor Gott. Hosea sagt: Lasst uns umkehren zum Herrn. Kehrt um zum Herrn, bringt Worte mit.

Hos 14,3a
Nehmt Worte mit euch und kehrt zum HERRN um!

Wir kommen mit Worte in die Gegenwart Gottes. Und wir lernen diese Kunst, wir lernen diese Kunst, das Wort – auf dem Höhepunkt unserer Anbetung, das Wort in das Angesicht Gottes zu sprechen. Und wir glauben Ihm, dass Er tut, was Er versprochen hat. Er wird Sein Wort auf die Tafel unseres Herzens schreiben.

Das ist die einzige Art und Weise, wie dein Herz anders werden kann. Nichts wird es tun außer Gott schreibt sein Wort auf dein Herz.

Und die Bibel macht klar: Das ist der neue Bund. Und viele von uns haben noch nicht den neuen Bund geschmeckt. Und sie leben aus eigener Kraft. Sie leben aus Leistung. Sie leben aus guten Vorsätzen. Sie leben aus irgendetwas. Aber wir leben aus der Kraft des Wortes. Und zwar das Wort, das Gott in unser Herz schreibt. Das ist der neue Bund. Das heißt, das Wort bekommt Raum und Möglichkeit dein Herz zu prägen. Dein Geschmackt wird verändert, deine Lüste ändern sich, und du kommst in eine tiefe Herzensübereinstimmung mit Gott. Und du fängst an zu lieben, was Er liebt. Und zu hassen, was Er hasst.

Du wirst nie in Balance kommen, wenn du diesen Aspekt ausklammerst und sagst: Nein, ich will nicht lernen zu hassen. Dann heißt das, du willst nicht Jesus ähnlich werden. Er hat Gesetzlosigkeit gehasst und Gerechtigkeit geliebt.

Hebr 1,9
du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst

Wenn du ein Mensch nach seinem Herzen werden willst, dann würdest du sagen: Gott, lehre mich zu lieben, was du liebst, und lehre mich zu hassen, was du hasst. Und du wirst ein Mensch werden, der inbrünstig lernt zu hassen. Wenn an der Stelle es zuckt bei dir, dann hast du den Humanismus-Test nicht bestanden.

Nein – zu hassen, das will ich nicht. Gott ist Liebe. Und alles Eititeiti. Nein! Gott ist voller Grimm auf die Sünde, auf das Böse. Er hasst das Böse.

Und Furcht des Herrn heißt, wir lernen, das Böse zu hassen. Wenn das geschieht in Deutschland gibt es eine Revolution in den Gemeinden. Und der humanistische Geist wird rausgejagt aus der Gemeinde. Und diese seichte und seelische und religiöse und diese Imitate haben keine Chance mehr. Weil wir Jesus sehen als Lamm und als Löwe – und beides gehört zusammen und wir können das nicht voneinander trennen. Gott ist Liebe, und weil Gott Liebe ist, hat Er einen grimmigen Hass auf die Sünde. Und wir sollen diesen Jesus kennenlernen, der Sünde in unserem Leben nicht toleriert. Und wenn wir ihn kennenlernen, dann werden wir lernen auch ein Mensch nach dem Herzen Gottes zu sein, und wir werden die Sünde nicht tolerieren im Leben des Bruders und der Schwester. „Eine Gemeinde, die Böse nicht ertragen kann“.

Offb 2,2 (Sendschreiben an die Gemeinde in Ephesus)
Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren, und dass du Böse nicht ertragen kannst

Und da ist ein Riesenunterschied zwischen Willigen und Schwachen und zwischen Widerständlern und Rebellen, die sagen: Ich weiß, was das Wort Gottes sagt, aber das musst du verstehen, das ist heute anders und überhaupt – Gott hat zu mir gesagt: In meinem Fall ist das okay usw.

Menschen, die ihre Sünde rechtfertigen, sind die Stolzen, sind die Rebellen, sind die im Widerstand gegen Gott. Und was tut Gott? Er ignoriert sie, Er gibt – in Seiner Liebe – ihnen keine Gnade. Gnade gibt Er dem Demütigen, Er widersteht dem Stolzen. Wenn wir das verstehen – in Seelsorge, in Leiterschaft, in der Art und Weise wie wir Menschen formen, prägen oder ob und wann wir und wie wir sie einsetzen in Verantwortung – wenn wir das verstehen, ihr Lieben, dann kommt so viel Ordnung in die Gemeinde.

Aber weil wir Gott nicht kennen, wir geben Gnade Menschen, denen Gott keine Gnade gibt. Und manchmal umgekehrt – wir verweigern Gnade zu geben, Menschen, denen Gott Gnade geben möchte. Leiterschaft heißt, wir lernen zu leiten wie Jesus leitet. Das ist Leiterschaft. Und da haben wir viel zu lernen.

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 1 (75:00 bis 80:00)

 

Aber der humanistische Mensch, der nicht geprägt ist vom Wort Gottes sagt: Ne, das kann nicht Liebe sein. Kann auch nicht Liebe sein, dass ein liebender Gott Menschen für immer in die Hölle wirft – das kann nicht sein.

Humanismus treibt uns dazu lieber zu sein als der liebe Gott. Gnädiger zu sein als der gnädige Gott.

Es gibt Fälle, wo Gott einem Menschen, der Sein Wort verachtet, der seinen eigenen Weg gehen will, entgegensteht. Gott widersteht dem Stolzen.

Jak 4,6
„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“

Und was tun wir? Wir geben Gnade. Nein! Wenn wir Nachfolger des Herrn sind, werden wir herausfinden, was tut Gott in diesem Falle? Gibt er Gnade? Ja. Dann geben wir auch Gnade. Gibt er keine Gnade – widersteht er diesem Menschen? Dann werden wir diesem Menschen auch widerstehen. Wir sind seine Nachahmer.

Eph 5,1
Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!

Und dann werden die Leute kommen und sagen: Bei euch ist keine Liebe.

Weil ihre Vorstellung von Liebe ist: Sie können mit ihren Kompromissen und ihrer Rebellion und ihrem Widerspruch gegen das Wort Gottes leben und trotzdem gesegnet sein. Und diese Art von Leben gibt es nicht in der Bibel – das gibt es nicht. Das ist eine Illusion, das haben Menschen sich ausgedacht.

So, in Seiner Liebe kann Gott widerstehen. Und wenn wir Leiter sind, wir müssen auch Menschen widerstehen. Und sagen: Sorry, Gott gibt dir keine Gnade – ich kann dir auch keine Gnade geben. Das heißt nicht, dass wir diesen Menschen verurteilen, verachten, ablehnen oder nicht lieben – wir lieben sie in der Liebe Gottes.

Und viele Gläubige glauben nicht an den Gott der Bibel. Sie glauben an einen guten Onkel im Himmel, an einen Nikolaus. Aber nicht an den Gott der Bibel. Der Gott der Bibel sagt: Sie waren widerspenstig, sie widerstrebten meinem Heiligen Geist – da wandelte er sich selbst und er wurde ihr Feind und kämpfte gegen sie.

Jes 63,10
Sie aber, sie sind widerspenstig gewesen und haben seinen heiligen Geist betrübt. Da wandelte er sich ihnen zum Feind: Er selbst kämpfte gegen sie.

Kann das sein? Ein Gott, der gegen seine Gläubigen kämpft? Ja. Das ist der Gott der Bibel – wenn wir dem Heiligen Geist widerstehen. Und das selbe im Neuen Testament: Betrübt nicht den Heiligen Geist.

Eph 4,30
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin!

So, das Wort Gottes zeigt uns, wie ist Gott, wie denkt Gott, wie handelt Gott – und wir lernen unser Leben zu beurteilen mit seinen Augen. Wir lernen die Dinge anzuschauen und zu bewerten wie Er sie bewertet. Wir stimmen mit Ihm überein. Wir denken über alle Bereiche des Lebens, ob das Arbeit ist oder Geld ist oder irgendetwas. Heutzutage fühlen sich Leute berufen, lehren und schreiben sogar Bücher gegen den Zehnten und erklären dir, dass du das nicht brauchst, dass das nicht notwendig ist.

Übrigens, interessanterweise, ich hab viele Diskussionen geführt über dieses Thema, ich habe noch nie einen Gläubigen gefunden, der protestiert und ablehnt die Lehre des Zehnten und der selber den Zehnten gibt – hab ich noch nie gesehen. Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der den Zehnten gibt oder mehr als den Zehnten und gleichzeitig protestiert und rebelliert und sagt: Das ist Gesetz und das brauchen wir heute nicht mehr, und wir sind frei. Alle, die gegen den Zehnten rebellieren sind getrieben von Geiz – und von Unglaube.

Und sie verstehen nicht, es ist doch nicht ein armer Gott, der mein Geld braucht?! Es ist genau umgekehrt. Es ist ein reicher Gott, und ich armer Knopf brauche Sein Geld. Und Zehnter ist der elegante Weg, den Gott gegeben hat, damit ich eine Plattform habe, Ihm zu glauben. Das ist der Zehnte. Weil Gott sagt: Gib deinen Zehnten in voller Höhe und dann prüfe mich.

Mal 3,10
Bringt den ganzen Zehnten in das Vorratshaus, damit Nahrung in meinem Haus ist! Und prüft mich doch darin, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß!

Das heißt, du gibst deinen Zehnten und dann kannst du sagen: Gott, siehst du, was ich getan habe? Jetzt bist du verpflichtet mich zu segnen!

Der religiöse Mensch zuckt und sagt: Das kann nicht sein. Gott ist nicht verpflichtet, wir können nicht Gott verpflichten.

Doch, wir müssen Ihn nehmen bei Seinem Wort! „Prüft mich“ – hat Er gesagt. Und wir leben seit vielen, vielen Jahren im Segen Gottes auch was unsere Finanzen angeht und wir sind raus aus den Schulden und sind seit 20 Jahren nie wieder zurück einen einzigen Tag in rote Zahlen und es würde mir nicht im Traum einfallen, zu sagen: Ich kann es mir nicht mehr erlauben den Zehnten zu geben. Ich kann er mir nicht erlauben, darauf zu verzichten – das ist die Realität. Das kann ich mir gar nicht erlauben.

Ich habe Ausgaben, wir haben Dinge zu tun, wir haben Projekte, wir drucken Bücher in Albanisch oder in Russisch oder irgendwas und wir machen Seminare und Bibelschule usw. – und das kostet alles Geld. Fliegt mal nach Zentralasien, das kostet alles Geld. Druckt mal ein Buch, das kostet Tausende von Euro. Das machen die nicht für umsonst. Und wir brauchen für diese Projekte Geld. Das habe ich nicht, aber Gott hat.