Schlagwort-Archive: Nachsinnen über das Wort

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (55:00 bis 60:00)

 

Das ist der Schlüssel, um frisch zu bleiben, um fit zu bleiben, um Frucht zu bringen, um nicht müde zu werden und welke Blätter zu haben, sondern allezeit Frucht zu bringen.

Ps 1,3
Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.

Frucht kommt durch Hingabe an das Wort Gottes. Und Nachsinnen ist mehr als Lesen. Nachsinnen ist verinnerlichen, aufnehmen, es in uns haben und es in uns leben lassen.

Kol 3,16
Laßt das Wort des Christus reichlich in euch wohnen.

Nicht: Stattet ihm einen Besuch ab am Sonntagmorgen. Das Wort muss bei dir wohnen! Nicht: Du gehst mal kurz zu Besuch. Das Wort wohnt bei dir. Und wenn es bei dir wohnt, prägt es dich. Es ändert deine Fantasie, deine Gedanken, deine Art zu sprechen, deine Gefühle – das Wort kriegt Raum und das Wort darf bestimmen. Und wir unterordnen uns dem Wort.

Und wenn das Wort sagt: Das war nicht Christus-gemäß. „Ja, aber das war jetzt so, der hat mich provoziert und dann musste ich ihm auch mal eine einschenken! Das hat er verdient!“ – Nein! – „Herr, das war nicht Sanftmut, vergib mir. Hilf mir, lehre mich ruhig zu bleiben, zu segnen, mich nicht aufzuregen, nicht andere zu verurteilen, hilf mir, in deinem Friedenn zu bleiben, in Einheit mit dir zu bleiben.“

Das Wort muss eine Kraft werden, dass es in uns redet. Dass es in uns wirksam ist. Dass es in uns arbeitet, dass es uns Dinge zeigt. Und das geschieht eben durch dieses „Nachsinnen über das Wort“:

Jos 1,8
Laß dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!

Jakobus sagt: Nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut an.

Jak 1,21b
und nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu retten vermag!

Das Wort wird eingepflanzt, aber danach musst du es annehmen. Und es kann eingepflanzt werden und du nimmst es nicht an, du hast wieder deine eigenen Ideen – „achja, ne, so eng wollen wir nicht sein, und das kann man ja nich so sehen heute und überhaupt irgendwie, das geht ja eigentlich gar nicht, niemand kann heilig leben und das gibt es nicht usw.“ – wir relativeren das Wort Gottes. Und dann haben wir es nicht mehr angenommen, wir haben es verstoßen. Wir haben es in ein Reich der Träume verwiesen und sagen: Das Wort Gottes funktioniert nicht.

Doch, es funktioniert! Und es ist uns gegeben für ein gutes, Gott wohlgefälliges Leben.

Ps 119,11
Ich habe dein Wort in meinem Herzen geborgen, damit ich nicht gegen dich (oder an dir) sündige.

Das Wort im Herzen gibt Kraft, Sünde zu widerstehen und zu bewahren vor Sünde. Und wie geschieht das? Indem wir nicht nur glauben, sondern lernen entsprechend unserem Glauben zu handeln.

Jakobus sagt: Glaube ohne Werke ist tot.

Jak 2,17
So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.

Das ist der Glaube, den die Apostel gelehrt haben. Wenn der Glaube nicht zu Werken führt, zu Taten führt, zu Verhaltensweisen – dann ist es nur Theorie, dann ist es nur eine Zustimmung. Genauso wie: Du kannst der Satzung von deinem Taubenzüchter-Verein zustimmen oder deinem Parteiprogramm zustimmen, aber das heißt nicht, dass das wirklich dein Leben bestimmt und deine Werte sind.

Aber wenn das Wort Gottes wirklich seinen Platz einnimmt, dann bestimmt es unsere Werte und es darf Richter sein und es darf uns leiten und es darf uns die Augen auftun, und es motiviert uns zu neuen Verhaltensweisen.

Ps 119,101:
Von jedem bösen Pfad habe ich meine Füße zurückgehalten, damit ich dein Wort bewahre.

Also es wird eine Kraft in unserem Herzen, und diese Kraft motiviert uns jetzt zu einem neuen Verhalten: Von jedem bösen Pfad habe ich meine Füße ferngehalten. Warum? Damit ich das Wort bewahre.

So, unser Lebensstil oder unsere Verhaltensweisen im Alltag haben etwas damit zu tun uns zu zeigen, ob wir das Wort bewahren oder ob das nur eine Predigt am Sonntag war.

Und vielleicht noch etwas detaillierter ausgeführt: Ja, wie funktioniert das? Wie bewahrt mich das Wort? Wie kann ich lernen Entscheidungen zu treffen und mich vor Dingen zu schützen, die nicht gut sind? Vor unbedachten Worten, vor Entscheidungen, die ich hinterher wieder bereuen muss? Wie kann das geschehen?

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (50:00 bis 55:00)

 

Viele Menschen glauben an Gott, aber es ist der Glaube, den die Apostel gelehrt haben – der Glaube, der uns in Gemeinschaft bringt mit ihm, der Glaube, der uns verändert, der Glaube, der Resultate bringt, der Glaube, der die Segnungen hervorbringt, von denen die Schrift redet – das ist die Frage. Es gibt nur einen Weg, und das ist der Weg, den Jesus und dann noch detaillierter ausgelegt dann die Apostel gelehrt haben.

Hier ist noch was Gutes, was wir brauchen: Das Wort Gottes ist Schutz. Das Wort Gottes ist Schutz.

Diese Zeiten sind gefährlich. Das Leben ist gefährlich. Wie jemand gesagt hat: „Das Leben ist gefährlich und endet meistes tödlich“. Und da gibt’s viele Gefahren, auch für uns als Gläubige gibt es viele Gefahren.

Spr 13,14
Die Weisung des Weisen ist eine Quelle des Lebens, um zu entgehen den Fallen des Todes.

Wow. Und noch ein bisschen ähnlich – in …

Spr 14,27
Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens. Man meidet durch sie die Stricke des Todes.

Die Stricke des Todes zu meiden, das ist, was Gott dir verheißt. Das ist, was Gott dir beibringen will. Die Fallen, die der Feind dir gestellt hat zu umgehen und deinen Weg zu Ende zu gehen. Deinen Glaubensweg zu vollenden. Gut anfangen ist einfach, aber gut zu enden – das ist die Kunst und die wollen wir lernen. Wir wollen gut unseren Weg beenden. Wie Paulus am Ende seines Dienstes sagt: Ich habe meinen Lauf vollendet.

2Tim 4,7
Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten;

Ich weiß nicht, was du geplant hast, aber ich habe geplant, am Ende meines Lebens das auch zu sagen: Ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Kampf gekämpft und jetzt steht mir die Siegeskrone bereit. Und ich freue mich hineinzugehen in die Freude meines Herrn.

Mt 25,21
Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh hinein in die Freude deines Herrn.

So will ich sterben. Nicht: „ohh, ich weiß nicht, ich hab mein Leben vergeudet und ich hoffe, das reicht irgendwie, dass ich es doch noch irgendwie schaffe“. Gläubige, die zittern und hoffen, dass es reicht – sie haben nie die Gnade verstanden. Sie haben nie verstanden, die Grundlage, dass ich in den Himmel komme, die Ewigkeit mit Gott verbringen kann, sind nicht meine Werke. Die Grundlage ist sein Werk und mein Glauben an sein Werk, dass er für mich getan hat. Hallelujah.

Lasst uns noch ein bisschen anschauen, wir haben noch ein bisschen Zeit, nicht wahr? Oder seid ihr eilig? Brutzelt der Braten schon? Ne, oder? Ihr seid schon klug, habt den Herd gar nicht angemacht oder die Zeitschaltuhr so gemacht, dass es erst um 2 Uhr alles gar ist.

Lasst uns noch ein bisschen anschauen, es gibt viele andere wunderbare Eigeschaften, die dem Wort Gottes zugeschrieben werden: Es ist Heilung, es ist unsere Nahrung, es ist unser Licht und vieles, vieles andere mehr. Aber die interessante Frage ist die: Wie muss ich mit dem Wort umgehen damit ich diese Segnungen wirklich erlebe? Dass es eine Waffe in meiner Hand wird gegen den Feind und wirklich funktioniert – dass Heilung kommt, dass Schutz kommt, dass Bewahrung kommt, dass Führung kommt in schwierigen Lebensabschnitten usw. Wie muss ich mit dem Wort leben, damit diese Dinge wirklich meine Erfahrung werden?

Und Gott hat sehr präzise Anweisungen gegeben, und die gehen weit über Kalenderblatt abreissen und während wir Hut und Mantel und Schirm nehmen noch schnell auf das Blatt schauen und dann rauseilen in den Alltag – die gehen weit darüber hinaus.

Weit über Bibel lesen hinaus! Da gibt es etwas, was die Bibel nennt: „Nachsinnen über das Wort“. Und das ist der Schlüssel. Das ist der Schlüssel, den David gefunden hat in den Büchern Mose – der Schlüssel zum Erfolg. Das ist, was Gott dann dem Josua gegeben hat. Und das ist wie gesagt, was David erlebt hat. Und viele Male wird von David gesagt, dass er erfolgreich war, dass er Erfolg hatte. Und wo kam dieser Erfolg her? Weil er verstanden hat – Psalm 1 – nachsinnen über dem Wort Tag und Nacht.

Ps 1
1 Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt,
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!