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Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 5 – Taufe in den Heiligen Geist (30:00 bis 35:00)

 

Ich erinnere mich an einen Baptisten-Jungen, der kam zu mir, ich glaube, er war 13 oder 14 Jahre. Und er sagte: „Ich will, dass du für mich betest für die Taufe im Heiligen Geist“. Ich sage: „Ja, lass uns erstmal das im Wort studieren“, und ich wollte mein einstündiges Bibelstudium beginnen mit ihm, das ich so habe für meine evangelikalen Geschwister. Dann gehe ich eine Stunde so durch die Bibel und wir schauen uns alles an bis jede Frage geklärt ist. Und dann sagt er: „Das kannst du dir alles schenken, wenn du mir die Hände auflegst, empfange ich sofort“.

Ich habe nur die Hände aufgelegt, ich sage: „Danke Vater“ – der machte seinen Mund auf und er redete in Sprachen wie ein Weltmeister. Als würde er das schon viele, viele Jahre tun, laut und klar und präzise in einem unwahrscheinlichen Fluss. Und wenn du für andere betest, du möchtest auch Erfolge sehen, nicht wahr? Du möchtest nicht mit Schrecken an das letzte Mal zurückdenken, also sei klug, sorg dafür, dass die Voraussetzungen wirklich da sind – finde heraus, weiß derjenige wirklich, dass ihm das zusteht?

Jesus sagt in Lukas 11,9a
Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden

Jeder, der bittet, empfängt.

Und dann diese allgemeine Verheißung über Gebet und Gebetserhörung spitzt er dann zu auf den Heiligen Geist:

Luk 11,13b
wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Und dann frage ich: „Okay, was ist die Voraussetzung oder was ist die Bedingung, die Jesus nennt, um den Heiligen Geist zu empfangen?“ Und ich lege ihnen das vor, lass oftmals diese Geschwister selber Lukas 11,9-13 laut lesen, und dann sage ich: „Was sagt Jesus hier, was ist die Voraussetzung um das zu bekommen?“

Und du glaubst es nicht, was du dann für Antworten hörst! „Ja, wir müssen ein heiliges Leben führen“. Ich meine, ich bin nicht dagegen, ein heiliges Leben zu führen, aber das ist nicht, was Jesus sagt, was notwendig ist, um den Heiligen Geist zu empfangen. Und viele, viele andere Dinge. Jesus sagt: Die Voraussetzung ist zu bitten.

Der Vater wird geben denen, die ihn bitten. Er wird geben.

Und ich sage dann immer: „Pass auf, ich weiß eins – wenn wir jetzt bitten, Gott wird geben.“ Sogar in einer Weise: Gott MUSS geben.

Und so habe ich schon manchen Zweifler irgendwie aus seinem Sumpf rausgezogen und hab gesagt, „du, pass auf, wenn wir jetzt beten, egal wie lange du schon vorher gebetet hast, wenn wir beten jetzt, ich garantiere dir, es funktioniert“. Wenn es nicht funktioniert, wir klappen unsere Bibel zu, tun die in den Mülleimer und wir gehen einen saufen.

Wenn Gott an dieser Stelle seine Verheißung nicht hält – das hört sich drastisch an, aber wir müssen mal wirklich die Dinge realistisch anschauen – wenn Gott uns hier eine nette Verheißung gegeben hat nur fürs Andachtsbuch, so was so einen kleinen Moment ein erhebenes Gefühl gibt, aber er schert sich nicht den Dreck darum, seine Verheißung, die er gegeben hat, zu erfüllen – dann wie kann ich sicher sein, dass er es nicht mit den anderen Verheißungen auch so macht?

Entweder Gott ist wahrhaftig oder ich kann sowieso das ganze alles total von vornherein vergessen. Jedenfalls ist mein Denken so.

Ein „so tun als ob“ und nur irgendwie nette andächtige Gedanken irgendwie fühlen oder sowas, darum geht es doch nicht. Das haben wir schon Jahrhunderte lang gemacht und es hat Europa nie verändert. Und es wird Zeit, dass wir wirklich den Gott der Bibel nehmen wie er es gerne möchte, nämlich er sagt: „Ich verändere mich nicht, ich wache über meinem Wort“.

Mal 3,6a
Denn ich, der Herr, verändere mich nicht

Jer 1,12
Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde über meinem Wort wachen, es auszuführen.

Und all diese wunderbaren Dinge. Er hat gesagt: Wenn ihr bittet, ich gebe.

Lukas 11,9a
Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden

Geht doch davon aus! Und viele gehen ganz stark davon aus, dass Gott nicht gibt. Und das ist dann auch, was sie dann erleben müssen, weil es gar nicht anders geht.

Okay, da ist also dieses Gebet im Glauben um den Heiligen Geist. Das ist der dritte Punkt.

Und der vierte ist: Nachdem man gebetet hat, was tut man? Ja, ich weiß, was viele dann tun – sie warten auf ein Gefühl, das ihnen bestätigt, sie haben bekommen, worum sie gebeten haben. Aber Jesus sagt: Der Vater wird geben. Okay, wenn Jesus gesagt hat, der Vater gibt, dann – wenn ich bitte, dann was gehen mich Gefühle an, ob die das bestätigen oder nicht? Jesus hat mir schon bestätigt, dass der Vater gibt. Also – was tue ich? Ich sage: „Danke Vater, du hast mir gegeben!“ Und die Gefühle sagen: „Ja, Moment einmal, wir sind auch noch da, wir haben noch gar kein Okay gegeben, noch gar kein grünes Licht, wir haben noch keine Bestätigung gegeben, über was freust du dich?“ – „Darüber, dass Gott treu ist und dass er sein Wort hält 100%“.

Darauf können wir etwas bauen – unser ganzes Leben können wir darauf bauen, glaubt mir das. So, wir bitten einfach im Glauben und wir empfangen im Glauben und wir sagen Danke. Ein artiges Kind wird trainiert, es sagt Danke wenn es etwas bekommen hat. Wenn meine Kinder mit mir einkaufen gehen, dann kriegen sie oftmals an der Tankstelle oder an der Reinigung oder an verschiedenen Stellen Bonbons und ich achte darauf, dass sie dann wirklich auch Danke sagen. Und wenn du den Vater bittest um den Heiligen Geist – Gott hört das, Gott gibt, also sag Danke.