Hartwig Henkel – „Innige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist“

Hartwig Henkel – „Innige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist“ (1/3)

Hartwig Henkel lehrt in der folgenden dreiteiligen Predigtserie biblisch fundiert und praxiserprobt über die innige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist.

Die Gegenwart Gottes ist das Kostbarste und Schönste, was es auf diesem Planeten gibt. Und Gott muss ein tiefes Werk in uns tun, dass wir anfangen zu genießen und zu schätzen und uns nach dem zu sehnen, was Ihm so kostbar ist. Und ich glaube von ganzem Herzen, dass wir heute Abend das Herz des Bräutigams berührt haben und glücklich gemacht haben – ich glaube das. Ich glaube das. Und je mehr wir das lernen unter der Anleitung und der Führung des Heiligen Geistes anzubeten mit Herzen, die wissen, das Wichtigste ist nicht, was ich jetzt äußerlich tue, sondern das Wichtigste ist mein Herz. Herzen, die sagen: Hier bin ich. Ich gehöre Dir. Mach mit mir, was du willst. Arbeite in mir. Präge mich. Lass das Bild Deines Sohnes in mir hervorkommen. Hilf, dass ich Dir kein Hindernis entgegenbringe. Hilf, dass ich völlig flexibel und frei mit Dir fließe und beweglich bin unter Deiner Führung. Hilf, dass ich von Herzen lerne immer klarer und immer entschiedener und immer schneller Dir zu gehorchen. Je mehr unsere Herzen das rufen, um so mehr wird ein Platz bereitet für Gottes Gegenwart. Hallelujah. Und das ist, worum es geht. Gott sucht Orte, wo er sich niederlassen kann, wo Er wohnen kann, wo Er sein darf – ungehindert von menschlichen Beschränkungen und menschlichen Einflüssen und menschlichen Dingen. Und Gott wird solche Orte schaffen, und dies wird ein solcher Ort, und es wird viele andere Orte des Lichtes und des Feuers und der Klarheit und der Reinheit und der Hingabe geben und Gottes Feuer wird sich ausbreiten im Land. Gottes Feuer wird gesehen werden. Es wird kommen, es wird kommen. Hallelujah.

Diese Woche ist ja unter dieser Überschrift: „Vom Geist Gottes geleitet leben und dienen“. Und auch der heutige Abend gehört mit in diese Serie hinein und ich möchte ganz vorne anfangen und ich möchte eine Einführung geben und Anleitung und Hilfestellung geben zu diesem wunderbaren und so grundlegenden Thema: Wie können wir denn den Heiligen Geist persönlich kennenlernen?

Das ist auf dem Herzen Gottes. Viele kennen Jesus und haben auch etwas vom Vater gehört, aber die ganze Rolle des Heiligen Geistes und was er eigentlich tut und wie er mit uns in Beziehung treten möchte und was er in unserem Leben tun will, da haben wir noch sehr, sehr viel Nachholbedarf.

Damit wir alle mitkommen, ich möchte, dass wir einfach entlang des Wortes Gottes ganz am Anfang beginnen. Ein guter Einstieg um in diese Thematik hineinzukommen, zu hören, ja wie hat sich Gott das eigentlich vorgestellt – ist wenn wir einmal zurückgehen gedanklich in die Situation als Jesus nachdem er drei Jahre mit seinen Jüngern gegangen war, dann begann, sie auf seinen Abschied, auf sein Weggehen vorzubereiten. Das lesen wir im Johannes-Evangelium am Ende von Kapitel 13 und dann 14, 15, 16 und da redet Jesus und er bereitet die Jünger vor auf den Punkt, wo sie in eine neue Dimension kommen sollten und wo sie eine andere Art von Beziehung mit ihm haben sollten durch den Heiligen Geist. Und man kann es sich vorstellen: Diese drei Jahre, das war ja so etwas fantastisches für die Jünger und eines Tages fängt Jesus an von seinem Weggehen zu sprechen. Und eines Tages sagt er: Wo ich jetzt hingehe, da könnt ihr nicht mitkommen.

Joh 13,36
Wo ich hingehe, kannst du jetzt nicht mitkommen.

Das war eine große Irritation für die Jünger, sie waren drei Jahre mit ihm gegangen und haben für ihn, weil sie ihn erkannt haben als den Messias, der jahrhundertelang prophezeit wurde, sie haben alles stehen und liegen gelassen – Jesus ging vorbei, sie sahen ihn und sie sahen nicht nur einen Menschen, sie sahen etwas von Gott, und er sprach einfach: Komm, folge mir nach! Sie ließen ihre Boote, sie ließen ihre Netze, sie ließen alles zurück und gingen mit ihm. Und als Lohn dafür hatten sie die gewaltigsten, die fantastischsten drei Jahre – mehr als alles, was man sich je erträumen könnte. Sie sahen Tag für Tag Dinge, die kannten sie nur aus den Berichten und aus der Sonntagsschule. Die alten Stories von Elia. Tote werden auferweckt, Kranke werden geheilt, mächtige Taten werden getan, das kannten sie alles aus der Sonntagsschule. Und jetzt waren sie mittendrin und das passierte wieder und sie waren dabei. Und zum Teil sogar fing es an durch sie zu geschehen. So, man kann sich vorstellen, sie waren so begeistert, sie waren so zuversichtlich, das Reich Gottes bricht an, wo immer sie hinkommen, das Reich Gottes fängt an, die Mächte der Finsternis beben und zittern. Wo wir kommen wird die Königsherrschaft Christi proklamiert und demonstriert und wir gehen von Sieg zu Sieg und bald werden wir das Land erobert haben und dann die Nationen und es wird immer weitergehen.

Und eines Tages sagt Jesus: „Nein, jetzt kommt etwas anderes. Ich gehe weg. Und wo ich hingehe, könnt ihr nicht gehen“. Ich glaub, eine Welt ist für sie zusammengebrochen. Sie waren völlig verwirrt und durcheinander. Und dann sagt Jesus: Das ist nützlich für euch, dass ich weggehe.

Joh 16,7a
Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe

Ja, wer soll denn das verstehen? Er war mit ihnen, und er war ihr Freund, ihr Fels, ihr Ermutiger. Er hat an sie geglaubt, er hat sie trainiert, er hat von ihrer Zukunft gesprochen, von ihrer Berufung und von all diesen wunderbaren Dingen. Und dann soll das gut sein, dass er weggeht? Wofür soll denn das gut sein? Das ist doch eine Katastrophe. Das ist gut wenn ich weggehe?! Und die Jünger waren völlig am Boden: Wir verstehen das überhaupt nicht mehr.

Aber Jesus erklärt: Wenn ich weggehe, dann kommt ein anderer Beistand. Ein anderer Beistand wird kommen. Und er wird meinen Platz einnehmen. Und so wie bisher ich euch gelehrt habe, dann wird er euch lehren. Er wird mit euch sein und er wird in euch sein. Jesus prophezeit und sagt: Wenn dieser Beistand gekommen ist, ihr kennt ihn, die Welt kennt ihn nicht, aber ihr kennt ihn.

Und dann kommt die Erklärung, warum werden sie ihn kennen? Denn … er wird bei euch bleiben und wird in euch sein. Er wird in euch sein. Er wird euch so nahe sein wie niemand anders euch sein kann. Er wird in euch sein.

Und wir brauchen geöffnete Augen, wir brauchen Herzen, die das behaupten können. Der Geist Gottes – wie Paulus das sagt in …

1. Kor 3,16:
Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?

In uns wohnt er! In uns! Was für ein Wunder, dass dieser mächtige, schöpferische, Wunder wirkende Gott in uns Wohnung genommen hat! Und wenn Jesus sagt: „Ihr kennt ihn, denn er wohnt in euch“, dann meint er ja damit, „weil er euch so nahe ist, werdet ihr euch danach ausstrecken, ihn kennenzulernen. Ihr werdet mit ihm Gemeinschaft haben. Ihr werdet ihn als Person kennenlernen.“

Das war das Anliegen Jesu, der Heilige Geist ist nicht in Konkurrenz zu Jesus. Sondern er ist derjenige der Dreieinigkeit unseres wunderbaren Gottes, der jetzt hier auf Erden mit uns und bei uns ist. Jesus ist auf dem Thron und dort bleibt er bis er in Herrschaft und Majestät und gewaltiger Pracht wiederkommt als König. Und Gott, der Heilige Geist wohnt in uns. Und deswegen sind Voraussetzungen geschaffen für eine weltweite mächtige Bewegung, ganz anders als das zu den Lebzeiten Jesu war. Jesus hatte die 12, hatte dann noch die 70, aber das war die Grenze seiner Kapazität. Und sein Radius war ein relativ kleines Ländchen wenn man das auf dem Globus sieht. Und nur in Gemeinschaft mit ihm konnten die 12 und die 70 dann in diesen Bereich des Übernatürlichen hineingehen. Und Jesus hat etwas viel größeres vor – und er sagt: „Es ist nützlich für euch“. Weil wenn der Heilige Geist kommt, wird die Begrenzung, die er als Mensch auf Erden hatte, aufgehoben. Jesus konnte nur mit den 12 sein. Wenn er mit den 12 war, war er nicht mit den 70. Und wenn er mit den 12en war, war er nicht auf dem Berg von 5000. Er konnte nur an einem Ort zu einer Zeit sein. Und sein Radius war sehr begrenzt. Aber dann kommt der Heilige Geist und er kommt in dich und in mich und in dich und in dich und in dich und in jeden von uns. Und wir wohnen in verschiedenen Städten, vielleicht sogar in verschiedenen Ländern und überall in der gleichen Art und Weise will er und kann er da sein.

Er ist unser Helfer, er ist unser Helfer, der uns hilft Dinge zu tun, die wir ohne ihn niemals tun könnten. Die jenseits unserer Begrenzungen sind. Die jenseits unserer Möglichkeiten sind. Und Jesus nennt ihn: Den zur Hilfe Herbeigerufenen. Das ist die Übersetzung von „parakletos“. Der zur Hilfe Herbeigerufene. Da ist wunderbar ausgedrückt, dieses Abhängigkeitsverhältnis. Und wir sollten nicht zu lange uns aufhalten mit diesem scheinbaren Paradoxon: Ja, er ist doch da, warum soll ich in dann rufen? Sein Name ist „der zur Hilfe Herbeigerufene“, also rufen wir ihn.

Und damit richten wir unsere Aufmerksamkeit und unsere Erwartung auf ihn. Und wir sagen: Komm du und diene du und hilf du mir, dass ich dir zur Verfügung stehe und tu du, was du jetzt tun musst und tun möchtest. Eine Übersetzung, aber nur eine von verschiedenen dieses Wortes „parakletos“ ist: Tröster. Er ist der Tröster. Er gießt die Liebe des Vaters aus. Und bitte, das ist nicht ein Akt, der einmal irgendwie bürokratisch irgendwie so beschlossen wurde und dann vollzogen wurde, Stempel drunter, Unterschrift und dann zu den Akten. Sondern das wird immer wieder passieren, und wenn wir die Liebe Gottes suchen und brauchen und wieviel brauchen wir doch davon! Dann sagen wir: Lieber Heiliger Geist, die Liebe Gottes ist ausgegossen in mein Herz durch dich. Ich brauche das gerade jetzt, ich brauche das.

Vor einigen Jahren habe ich ein sehr, sehr eindrückliches, erst schreckliches, aber dann sehr, sehr schönes Erlebnis gehabt in dieser Hinsicht: Ich war gerade dabei meine Koffer zu packen und sollte für eine Woche gehen in eine Bibelschule dort zu lehren in Zentralasien, und in den letzten Tagen bevor also die Abreise sein sollte ist etwas ganz, ganz schreckliches – jedenfalls für mich – passiert, und ich musste diese schmerzhafte Erfahrung machen, dass jemand, der mir sehr, sehr nahe war, dem ich sehr vertraut habe, über eine lange Zeit auf eine sehr, sehr unschöne und hässliche Art und Weise hinter meinem Rücken über mich gesprochen hat. Und dieser Verrat, der dann herauskam, das tat so weh und ich war so am Boden zerstört, ich war so erledigt und trotzdem waren es nur noch wenige Tage bis zur Abreise und ich sollte eine Woche in einer Bibelschule lehren. Ich dachte, das macht keinen Sinn dort hinzufliegen, das viele Geld auszugeben, aber das Ticket war ja schon bezahlt, und es macht keinen Sinn, dass ich da komme, ich kann den Bibelschülern sagen, ich bin am Ende, ihr dürft eine Woche für mich beten, zeigt mal, was ihr könnt.

Das tat so weh und ich war so verwundet und so am Ende und so kraftlos und so ohne Inspiration – ich war wie ein Wrack. Aber ich wusste, ich kann das nicht ändern. Dann hab ich mich in den Flieger gesetzt, und hab gesagt: Heiliger Geist, du bist mein Tröster. Du bist mein Tröster. Jetzt habe ich nichts anderes außer die Zusage, du wirst mir helfen. Du wirst mich trösten. Und dann hab ich ihm vorgerechnet wie viele Stunden ich habe – umsteigen in London, dort ein bisschen warten, und dann von London nach Bishkek – wie viele Stunden das sind und sage, die Stunden sind jetzt deine Stunden, tu du dein Werk und hilf du mir und bau mich wieder auf und flick mich zusammen und gib mir neuen Mut, gib mir neue Kraft. Und dann saß ich einfach da und hab einfach nur – wie ich das da erinner – Händchen gehalten mit dem Heiligen Geist. Damit meine ich, ich mach mir immer wieder klar, er ist da, er ist treu, er gibt mir, was ich brauche. So ohne viele Worte, ich sage: Danke, Heiliger Geist, danke. Ich empfange deinen Dienst, du weißt, dass ich den jetzt so dringend brauche, danke, dass du treu bist.

Völlig ohne Gefühle – oder mit furchtbaren Gefühlen. Gottes Segnungen, Gottes Dienst zu uns kommt durch Glauben. Alles, was Gott uns schenkt, kommt durch Glauben. Ohne Glauben ist es unmöglich, ihm zu gefallen. Wir müssen glauben, dass er mit uns so umgehen wird wie es das Wort beschrieben hat, wie Jesus es versprochen hat.
Und die wunderbare heilsame und ermutigende, tröstende Gegenwart Gottes war so da. Im ersten Flieger und im zweiten Flieger. Und dann kam ich da an und hatte noch zwei Stunden Zeit mich irgendwie ins Bett zu legen, hab ein bisschen geschlafen und dann war ich irgendwie so weit wieder hergestellt, dass ich die ersten paar Stunden lehren konnte. Und dann in der Nacht und in den nächsten darauffolgenden Nächten, jede Nacht kam der Heilige Geist mit solch einer wunderbaren, süßen inspirierenden belebenden heilenden aufbauenden Gegenwart, dass ich nicht schlafen wollte, weil es so herrlich war. Ich wollte keine Minute davon verpassen. Und hab dort wach gelegen stundenlang jede Nacht, und er war da, und ich hab gebadet und ohhhh – das war so eine Labsal, es war wunderbar, einfach wunderbar. Und nach ein paar Tagen, mir war besser als vor der Katastrophe. Hallelujah. Hallelujah. Er ist ein treuer Beistand, ein treuer Tröster. Und so oft erleben wir seinen Trost nicht, weil wir unsere Trösterchen haben.

Oh, lasst uns das doch festmachen! Das nächste Mal – es muss ja nicht gleich so eine große Katastrophe sein, es gibt ja viele kleine. Das nächste Mal, statt zu unserem beliebten und altbewährten Hausmittelchen zu greifen, wie immer die aussehen mögen, sagen wir doch: Was sollen wir mit diesem billigen Trost wenn wir den Originaltrost haben. Wir sagen uns davon los und wir tun uns in einen Sessel, machen die Tür zu und sagen: Heiliger Geist, du bist mein Tröster. Und ich will nicht billigen Trost haben, an dem mir dann noch schlecht wird oder ich dick werde oder sonst irgendwas oder arm werde – ich will den Originaltrost haben. Tröste du mich, sei mein Tröster. Jesus hat versprochen, du wirst es tun, ich glaube dir. Hallelujah. Hallelujah.

Der wunderbare Heilige Geist ist unser Beistand. Er ist unser Sachverwalter, er ist der, der mit uns geht und der in uns ein tiefes Werk tun will und dann auch durch uns ein Werk tun will. Aber es beginnt damit, dass wir uns ausstrecken und Raum geben dafür, dass er in uns ein Werk tut. Und je mehr er ins uns tun kann, um so mehr wird er dann auch durch uns tun. Es muss erst etwas hineinkommen, damit es dann wieder herauskommt. Das ist, was Jesus gesagt hat. Wenn wir Durst haben – Johannes 7,37 – dann sollen wir zu ihm kommen und trinken. Und wenn wir genug getrunken haben, dann fließt das, was wir getrunken haben, von uns wieder hin zu anderen, die in Not sind. Und dann erklärt Johannes das, was da in Strömen von uns fließt und was wir zuvor getrunken haben, ist der Heilige Geist. Und wiederum – lasst uns versuchen nicht zu deutsch und zu korrekt zu sein – wie kann man eine Person trinken? Ich weiß es nicht. Aber Jesus sagt: Das Wasser, das wir trinken, ist der Heilige Geist. Es ist nicht ein Etwas vom Heiligen Geist, es ist der Heilige Geist selbst. „Das sagte er vom Heiligen Geist“ (Joh 7,39). Ströme, die wir trinken. Das ist der Dienst des Heiligen Geistes. Und den dürfen wir genießen und dem sollen wir uns anvertrauen und davon sollen wir lernen uns zu ernähren. Hallelujah. Hallelujah.

Und dann werden wir verändert, und dann werden wir gestärkt. Der Heilige Geist will unser Lehrer sein. Er will mit uns gehen, er will durch uns wirken, er will Wunder wirken durch uns. Aber wir müssen ihn kennen. Wenn wir ihn zu Hause kennenlernen und anfangen zu erleben wie sich das anfühlt wenn er kommt, dann werden wir es auch wissen wie sich das anfühlt wenn er in der Versammlung kommt. Und wissen: Aha, das ist, was ich gerade heute morgen hatte, das ist der wunderbare Heilige Geist, der klopft an, der will was tun. Und jetzt bin ich in der Versammlung, okay, das geht jetzt wahrscheinlich nicht um mich, denn das hatten wir heute morgen das Thema, also, sondern jetzt geht es darum, er will mit mir und durch mich etwas tun.

Und wenn wir sensibel werden, dann werden wir nachgeben und nicht so sehr uns vom Verstand steuern lassen, das ist eine schwierige Lektion, die müssen wir lernen. Und da haben wir sicherlich mehr Hindernisse oder mehr Schwierigkeiten zu überwinden als Menschen aus anderen Kulturen, die von vornherein nicht so kopflastig sind wie wir, aber der Heilige Geist weiß, was unser Problem ist. Und er sagt nicht: Ach, die Deutschen! Schade! Zu viel im Kopf! Mit denen klappt es nicht.

Nein – er wird uns lehren. Er wird uns auch genau so gebrauchen. Er gibt uns Herzen, die glauben. Er gibt uns ein Vertrauen zu ihm. Hallelujah. Er ist stärker als unsere Prägung. Er ist stärker als unsere Abhängigkeit von Vernunftschlüssen und all diesen Dingen. Und wir können lernen mit ihm zu fließen. Und das ist immer Abenteuer, das ist immer Abenteuer – und demütigt uns auch, weil wir uns da manchmal so blöd vorkommen. Weil das gar nicht so unser intellektuelles Niveau ist wenn der Heilige Geist uns gebraucht, das ist dann sehr simples, einfaches Niveau, aber mit einer Power, die aus unserem Hirnkasten niemals kommen könnte – niemals.

Vor einigen Jahren war ich hier in dieser Halle und wir waren in der Anbetung. Und der Heilige Geist kam auf mich und ich spürte, er möchte etwas tun. Und ich schau dann so rum, und auf einmal sehe ich eine Person und habe einfach einen starken Wunsch – es ist nicht irgendwie mit einem Super-Echo vom Himmel, kommt jetzt seine donnernde Stimme: Du musst da hingehen und du musst jetzt beten und wenn du nicht … nein, ganz einfach ist da ein Wunsch. Und wir machen den Fehler, wir analysieren zu lange: Ist das jetzt von mir oder ist das vom Heiligen Geist oder ist das vielleicht vom Teufel? Und damit sind wir so beschäftigt bis die Zeit vorbei ist. So, da war diese Person und ich hatte dieses Empfinden, einfach irgendwie hinzugehen und für diese Person zu beten – ich hatte kein Wort, ich hatte keine Erklärung, ich hatte gar nichts, nur in mir diesen Wunsch jetzt hinzugehen und für diese Person zu beten. Dann ging ich hin, die saß ungefähr da in dieser Ecke – nicht, dass da so ein besonderer Platz ist. Und als ich da war, ich hatte immer noch keinen Plan, ich legte Hände auf, und aus meinem Mund kam einfach raus: „Ich breche jeden Fluch in Jesu Namen über deinem Leben“. Und dann war fertig. Das war alles. Und dann ging die Anbetung weiter und dann kommt wieder dieser Impuls und ich ging wieder zu dieser Person. Und dachte, okay, jetzt kommt die Erklärung, was ist der Fluch und von welcher Generation und so. Und ich mache meinen Mund auf, bete für diese Person und sage: In Jesu Namen, ich breche jeden Fluch über deinem Leben. Das war alles. Mehr kam nicht. Und das passierte ein drittes Mal. Ich ahnte schon, was ich wieder beten würde. Ja. Aber es war so, es war nichts anderes, nur das. Und nach dem dritten Mal hatte ich Ruhe. War gut. Und ein paar Wochen später haben wir einen Brief bekommen von dieser Person. Und sie hat geschrieben, es ist eine verheiratete Frau, und die sagte, durch eine bestimmte Krankheit und Hormonstörung in ihrem Leben von Jugend auf niemals – wie die Bibel das so sagt – „ging es ihr nach der Frauen Weise“.

1Mo 18,11
Und Abraham und Sarah waren alt und recht betagt, so daß es Sarah nicht mehr nach der Weise der Frauen ging.

Niemals. Und direkt nach – wenige Tage nach diesem Gebet zum ersten Mal in ihrem Leben bekam diese Frau ihre Tage. Hallelujah. Ich dachte, da könnte ein Zusammenhang sein. Zwischen dem Gebet und der Veränderung. Das wäre ja möglich. Hallelujah. Und eine Weile später schrieb sie einen neuen Brief und sagt, sie ist schwanger. Hallelujah. Hallelujah. Wunderbar. Wunderbar.

Und ich weiß, ich hatte nichts damit zu tun, alles, was ich gemacht habe, ist, ich habe Hände aufgelegt. Ja, und? Was weiß ich von einem Fluch, was weiß ich, was da zu tun ist? Ich weiß gar nichts! Ich hab einfach nur Hände aufgelegt und gebetet, aber Gott hatte etwas vor. Gott hat etwas getan. Hallelujah. Er weiß, was Menschen brauchen. Und wenn wir uns von Ihm füllen lassen, dann fließt das über, und dann haben wir zu viel und das muss irgendwo abfließen. Und das Wasser des Heiligen Geistes fließt dahin, wo die Nöte sind. Da, wo Menschen sind, die Hilfe brauchen. Und Er weiß, was wir brauchen. Und wir müssen nicht wissen, was Er weiß.

Aber wir wollen flexibel sein, und wir wollen uns von Ihm leiten lassen. Und wenn Er uns kleine Impulse gibt, dann wollen wir lernen diesen Impulsen nachzugehen. Und manchesmal hat man ein bisschen Herzklopfen dabei, und ich weiß nicht, ob man sich da jemals dran gewöhnt, aber ich bin immer noch in der Herzklopfen-Phase. Und ich sehne mich danach, dass der Geist Gottes mehr Raum hat und mehr durch mich wirken kann. Nicht nur durch das Wort, auch durch Taten. Und darum will ich Ihn kennenlernen, und darum verbringe ich Zeit und sitze zu Hause und tue sehr, sehr wenig, aber ich warte auf Ihn. Ich warte auf Ihn. Und ich sage: Komm, Heiliger Geist. Komm.

Paulus sagt in 2. Kor 13,13:
Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Alle sollen eine Gemeinschaft haben mit dem Heiligen Geist. Das war seine Sehnsucht. Und wenn das alle von Korinth haben sollten, dann glaub ich, dann sollen das sowieso alle haben. Dann muss ich nicht noch sagen: Ja, aber wo steht das im Epheserbrief und wo steht das im Bad Gandersheimer Brief? Nein, wenn alle in Korinth die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist haben sollten, dann weiß ich, das ist die Sehnsucht Gottes. Weil der Heilige Geist ist hier, uns das Herz Gottes mitzuteilen, uns die Weisheit Gottes mitzuteilen, in uns zu arbeiten, uns zu füllen, uns zu prägen, das Zukünftige uns zu offenbaren, all das will der Heilige Geist tun. Und wenn wir das einmal erlebt haben wie da vom Himmel etwas kommt jenseits unserer Vorstellungen, jenseits unserer Planung, das ist so gewaltig, so gewaltig! Ich werde das nie vergessen wie ich Mitte der 80er, ich denke, es war entweder 85 oder 86, wie ich in meinem Büro gebetet habe und während des Gebetes auf einmal spürte wie in einer starken Weise der Heilige Geist auf mich kam, und ich habe sehr, sehr intensiv und sehr stark, mit sehr viel innerer Beteiligung und sehr viel Intensität in Sprachen gebetet. Lange Zeit. Und es war anders als sonst. Und nach dieser Zeit dann auf einmal fing ich an, das auszulegen. Und es kam auf Deutsch aus meinem Mund heraus und Gott sagte, Er wird die Macht des Kommunismus in Osteuropa brechen. Und dieser Vorhang wird aufgehen, und das Evangelium wird frei fließen. Und es gab noch einige andere Details, was das mit Christen in den einzelnen Ländern zu tun hat usw. Das will ich jetzt weglassen. Aber das zu hören – ich hatte das Gefühl, ich stehe neben mir, ich höre einem anderen Menschen zu. Das kam nicht aus meinem Verstand, das hab ich mir nicht ausgedacht. Ich hab überhaupt nicht irgendwie beim Beten an Kommunismus oder Osteuropa oder so gedacht, aber es kam heraus und es hat mich so gepackt. Und das hören und das Verlangen zu haben, ich will Teil von diesem Plan sein, das war eine Geschichte. Das war nicht eine Einladung: Ja, und möchtest du teilhaben an diesem Projekt? Ich hörte das und ich sagte, oh, Gott, hier bin ich, hier bin ich. Das ist über 20 Jahre her und bis heute hat dieses eine Wort einen enormen Einfluss auf meinen Dienst, weil ein wesentlicher Teil meines Dienstes ist immer noch in diesen Ländern. Aber es begann damals mit diesem einen Wort. Jesus sagt, er wird das Zukünftige uns offenbaren. Das Zukünftigte in unserem Leben, das Zukünftige in diesem Dienst, das Zukünftige, was in deiner Umgebung passieren soll – der Heilige Geist weiß Dinge, die wissen wir nicht. Aber hier und da, und ich denke viel öfter als wir das bis jetzt erleben, möchte Er das mitteilen. Er möchte das mitteilen. Und Sein Problem ist, dass wir in einem Bereich leben, und Er lebt in einem anderen Bereich.

Hartwig Henkel – „Innige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist“ (2/3)

Innige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist ist der Titel der dreiteiligen Predigtserie von Hartwig Henkel. Im ersten Teil der Predigt erklärte Hartwig Henkel anhand der Bibel und eigenen persönlichen Erfahrungen, wer der Heilige Geist ist und was eine innige Gemeinschaft mit ihm bewirkt. Sehen Sie jetzt im zweiten Teil wie diese innige Gemeinschaft entsteht und warum der Heilige Geist der Schlüssel für alle Verheissungen und Segnungen Gottes ist.

Und darum sagt Paulus: Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen (2. Kor 13,13). Jeder von euch soll diese Gemeinschaft haben, diese Partnerschaft, diese innige Vertrautheit, diesen Austausch, dieses Geben und Nehmen. Jeder soll das haben. Das war die Sehnsucht des Apostels. Wo hatte er das denn her? Das war die Sehnsucht des Vaters, die der Vater in das Herz des Apostels gelegt hat. Der Vater möchte, dass wir über den Heiligen Geist seine Liebe kennenlernen und die Schönheit des Bräutigams sehen und davon gepackt sind. Danach sehnt er sich.

Und wir legen viel zu viel Wert auf unsere Aktivitäten. Und Gott möchte uns umtrainieren. Und er möchte uns einen Wechsel vollziehen lassen, einen Übergang. Weg von dem, was wir tun können, hin zu dem, was wir sein sollen: Freunde Gottes, die auf ihn warten, die Zeit mit ihm verbringen, die ihn einladen, die ihn begehren, die sich ihm hingeben, und die sagen, ich möchte dich kennenlernen. Jesus sagt in Joh 14,17: „Ihr kennt ihn“. Ihr kennt ihn! Und wenn du in der Apostelgeschichte schaust, dann siehst du wie sehr sich dieses Wort erfüllt hat und wie sehr sie wirklich den Heiligen Geist gekannt haben. Da gab es Worte in der Versammlung, und die Apostel haben gesagt, da sprach der Heilige Geist. Da sprach nicht Jesus, da sprach nicht der Vater, da sprach der Heilige Geist. Und sie konnten das erkennen und sie wussten, das ist der Heilige Geist. Sie kannten ihn wirklich. Und sie vertrauten ihm und sie gingen mit ihm und sie erlebten wunderbare Dinge.

Und all das, was wir dort beschrieben sehen, wird wiederkommen. Auch in unserem Land, wo wir so verkopft sind und so viel Wissen, aber so wenig erleben. Es wird wiederkommen. Der Heilige Geist hat Weisheit und Verlangen uns aus dem natürlichen Bereich, aus dem menschlichen, verstandesmäßigen Bereich herauszulocken in den Bereich des Geistes, in den Bereich, wo er uns führt, wo er uns Dinge zeigt und wo wir von ihm an die Hand genommen werden und wo wir mit ihm Dinge tun, die jenseits unserer Diploma sind. Hallelujah. Jenseits unserer Bildung und unserer Ideen, die wir uns so gemacht haben. Und darum ist so eine Sehnsucht da, dass wir ihn kennenlernen, dass dieses Wort, was Jesus gesprochen hat über die Gemeinde sich auch in unserem Leben erfüllt: Ihr kennt ihn. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wohnt in euch. Er wohnt in euch.

Joh 14,17b
Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Gewöhn es dir doch mal an dich entspannt in einen Sessel zu setzen und dann schau auf dein Bäuchlein, vielleicht hast du auch einen guten durchtrainierten Waschbrett-Bauch, schade, denn wenn da schon etwas mehr irgendwie Fülle so, Hüftgold angesammelt ist, ja, dann fällt das viel leicht zu sagen: Da wohnt der Heilige Geist drin. Da wohnt er. Man sieht ihn nicht, man fühlt ihn nicht, aber man weiß es durch Glauben, man weiß es. Und dann fängt man an sich hineinzutasten in diese Beziehung, und sagt: Heiliger Geist, ich spür dich nicht, ich fühl dich nicht, ich rieche dich nicht, aber ich weiß, du bist da. Ich weiß es. Weil Jesus hat gesagt: Er wird kommen und er wird bleiben.

Manchmal trifft man so in der Gebetszeit so ganz aufgescheuchte, nervöse kleine christliche Hühnchen: Hach, ich weiß nicht, der Herr hat mich verlassen, und der Heilige Geist ist nicht mehr da. Nein – er bleibt bei dir, hat er gesagt. Jesus hat gesagt: Er bleibt! Bleibt ruhig. Ob du ihn jetzt nicht fühlst, gestern hast du ihn so stark gefühlt, heute gar nicht. Macht nichts! Unsere Gewissheit kommt durch die Verheissung, nicht durch das Gefühl – durch die Verheißung. Das ist das erste wenn wir eine Beziehung zum Heiligen Geist aufbauen wollen: Wir gehen zum Wort. Wir studieren, was das Wort sagt über Gott, den Heiligen Geist. Wir sammeln all diese wunderbaren Aussagen, besonders aus dem Mund von Jesus, aber es gibt auch andere, schon im Alten Testament, wunderbare Dinge. Einmal heißt es in Jesaja: Wenn der Geist kommt aus der Höhe, dann wird die Wüste zum Fruchtgarten.

Jes 32,15
so lange, bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird. Dann wird die Wüste zum Fruchtgarten, und der Fruchtgarten wird wie Wald geachtet werden.

So, wenn du sagst, mein Leben ist eine Wüste, boah, was hast du für Möglichkeiten der Entwicklung! Ein gewaltiges Entwicklungspotenzial – wenn nur der Heilige Geist kommen darf. „Aus der Wüste wird ein Fruchtgarten“ – was für ein Wechsel! Er ist der Geist, der lebendig macht. So, wenn wir uns tot fühlen, klamm fühlen, steif fühlen, uninspiriert fühlen, leblos fühlen, wie auch immer, das ist die Stunde des Heiligen Geistes. Und wir rechnen mit ihm, weil das Wort es so sagt.

So, wir studieren all diese wunderbaren Dinge. All das, was verheißen ist, alles, was beschrieben ist. Jesus nennt ihn „die Verheißung des Vaters“. Ja, weiß er denn nicht, dass es noch hunderte andere gibt? Warum nennt er den Heiligen Geist die Verheißung …

Apg 1,4
… sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten …

… die Verheißung des Vaters? Weil mit ihm werden alle anderen Verheißungen wahr werden! Er ist der Schlüssel. Wenn wir mehr von ihm haben oder sagen wir es ein bisschen genauer: Wenn er mehr von uns hat – dann wird all das, was beschrieben und verheißen ist über das christliche Leben wird mehr und mehr hineinkommen in unser Leben.
Und wenn wir ihn kennenlernen, dann wächst auch dieses Verlangen der Hingabe, der Auslieferung, rauszukommen aus falschen Abhängigkeiten, rauszukommen aus Dingen, auf die wir uns stützen. Auch in unserem christlichen Leben, auch in unserem christlichen Dienst – da sind so manche Dinge, auf die wir uns stützen. Und manchmal sind die Stützen so wesentlich, dass wir denken, ohne die geht gar nichts. Und da wollen wir einmal wirklich lernen Ihm zu vertrauen, und wenn Er sagt: Du, leg doch mal diese Krücke beiseite – das ist nicht so einfach. Vielleicht ist da ein Pastor mitten in der Anbetung, da sagt der Heilige Geist: „Dein schön geplantes und gut vorbereitetes Opfer fällt heute aus. Du wirst nichts über Opfer sagen“. Da wird einem eine Krücke genommen. Ja, aber nächste Woche muss das und das bezahlt werden. Der Heilige Geist möchte, dass wir lernen, ihm zu vertrauen. Vielleicht hast du eine wunderschöne Botschaft vorbereitet, kommst in deinen Hauskreis oder kommst in deine Gemeinde, und mitten in der Anbetung sagt der Heilige Geist: „Du hast wunderbar vorbereitet, aber diese Botschafte heute hier nicht!“ Und dann kommt die Panik und dann blättert man durch die Bibel. Ja, was – hier jetzt – vielleicht das, vielleicht das, vielleicht das. Was soll ich tun? Und der Heilige Geist sagt: „Bete an. Sei entspannt, leg deine Bemühungen beiseite. Komm zurück in den Frieden, bete an“. Ja, aber was ist, wenn ich nichts habe? „Das ist meine Sache, bete an“. Was ist so schlimmes daran, dass wir sagen: Die Predigt, die für heute vorbereitet war, die kommt heute nicht. Und eine andere habe ich nicht, seid gesegnet, liebe Gemeinde. Aber wenn wir unter Stress sind – wir müssen was tun für unser Geld, wir müssen ja zeigen, dass wir fleissig sind, und dass wir auch irgendwie nicht faul sind usw. Was offenbart sich da? Eine Haltung von Menschenabhängigkeit! Menschen sind unsere Brötchengeber und nicht Gott selbst.

So wollen wir doch dem Heiligen Geist sagen, wo wir vielleicht auf Krücken humpeln: „Du darfst die mal wegnehmen. Du darfst die wegnehmen.“ So, das ist der erste Punkt: Wir studieren das Wort Gottes über den Heiligen Geist, über die Person des Heiligen Geistes, über seine Absichten. Er will Jesus verherrlichen. Wenn mein Plan so bleibt, dann werde ich am Donnerstag darüber sprechen – der Heilige Geist verherrlicht Jesus. Mal sehen. Wir sind ja jetzt schon so sehr im indischen Fluss hier und laufen über Wasser. Donnerstag trinken wir sogar nur Wasser. Ist doch Fastentag!

So, wir finden diese Worte. Und wenn wir sie gefunden haben, am besten sogar aufschreiben, und dann kommt Punkt Nummer 2. Dann haben wir diese Worte – „er ist mein Lehrer“, „er ist mein Tröster“, „er ist der, der das Zukünftige offenbart“, „er ist der, der mich führen will“, „er ist der, der Jesus verherrlichen will“, „er ist der, der das Wort mir aufschließen will, der das Wort lebendig machen will“ und und und und und …

Und dann nehmen wir diese Worte und dann gehen wir zu ihm. Du sagst, ja, wo soll ich denn da hingehen? Du musst nicht weit gehen, er ist ja schon da. Schau auf dein Bäuchlein und sag: Da bist du, ich möchte jetzt mit dir sprechen. Ich sehe dich nicht, ich fühl dich nicht, aber ich weiß etwas über dich. Und dann sag dem Heiligen Geist, was du in seinem Buch über ihn gefunden hast. Das ist ziemlich niedriges Niveau für unseren deutschen Verstand. Weil wir sagen, warum sollen wir ihm sagen, was wir in seinem Buch gefunden haben? Das hat er ja schließlich geschrieben, also wir gehen davon aus, dass er immer noch weiß, was in seinem Buch steht. Aber es ist grundsätzlich so, dass immer Gebet nie dazu da ist, Gott mit frischen, neuen Informationen zu versorgen, die Er noch nicht hat. Das ist nicht die Aufgabe von Gebet. So, wir dürfen schon das Wort ihm bringen. Und er ist mehr begeistert über das Wort als wir, glaubt es mir. Und er wird nicht gelangweilt sein. So müssen wir auch nicht gelangweilt sein. Wir bringen ihm das Wort. Wir erinnern ihn an das Wort. Und wir verbinden uns mit dem Wort. Und wir sagen: Ich glaube jeden Buchstaben. Ich glaube, dass Du zu mir so bist wie ich es hier gerade lese. So bist du zu mir. Ich entscheide mich das zu glauben. Ob ich das schon einmal erlebt habe oder nicht. Ob ich das fühle oder nicht. Das spielt überhaupt keine Rolle. Das ist die Wahrheit. Und ich gehe mit der Wahrheit, und ich gründe mein Leben auf diese Wahrheit. Das ist die Wahrheit und so wie es hier geschrieben steht, so wirst Du in meinem Leben Dich erweisen. Weil ich mich danach ausstrecke von ganzem Herzen das zu glauben. Hilf mir das zu glauben, was ich dir gerade vorgelesen habe.

Wir reden mit ihm über sein Wort! Über das, was von ihm und über ihn geschrieben ist. Und wir verbinden damit unser Herz und unsere Hingabe und sagen: „Das ist, was mir gehört. Das ist mein Recht. Das ist, was ich erwarten darf und erwarten soll und erwarten muss. Du hast dich nicht geändert und auf diese Art und Weise willst du in meinem Leben wirken.“

Wir brauchen keine eigenen Geschichten, keine Erfahrungen, keine Dinge, auf die wir das stützen. Wir nehmen nur das Wort, nur das Wort. Wir müssen nicht sagen: Ja, da sind andere Leute, die erleben so wunderbare Dinge – das ist herrlich und darüber wollen wir uns freuen, aber wir sind die nächsten, die da hineingehen. Und sagen: Diese Menschen, die du da gebrauchst, sind genauso unfähig wie ich. Ihr Fleisch ist genauso böse, genauso gemein, genauso im Widerstand gegen die göttlichen Dinge wie mein Fleisch. Da ist überhaupt kein Unterschied. Nur, die haben schon ein paar Jahre vorher gelernt, dass man eine Partnerschaft, eine Beziehung, eine Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist aufbauen muss. Wir können nicht ihn als Person ignorieren und hoffen und erwarten, dass eines Tages irgendwie er wie wild in unserer Versammlung ausbricht. Das gibt es nicht. Das gibt es nicht. Weil der Heilige Geist fällt nicht von der Decke. Sondern er kommt durch Menschen, durch dich und durch mich, durch jeden von uns. Er kommt durch uns. Er ist ausgegossen und jetzt ist er in uns. Und jetzt sollen wir dort mit ihm so Gemeinschaft haben und so aufgeladen werden und so dieses Leben erleben, dass es irgendwann zu viel ist, und dann muss das raus.

Und dann ist halt ein Überfluss da, und dann fließen Ströme. Ströme lebendigen Wassers fließen aus der Mitte deines Leibes, hat Jesus gesagt, wenn wir gelernt haben zu trinken.

Joh 7,38
Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Wir konzentrieren uns auf die Ströme, die fließen sollen. Es fließen die Ströme, die zuvor in uns hineingeflossen sind. So, wir müssen uns nicht konzentrieren auf das, was hinausfließt, sondern auf das, was hineinkommt. Und da müssen wir erstmal eine Menge Dinge und eine Menge Unrat an Zustrom und Zufluss abschneiden, die uns vergiften, die uns verseuchen. Und dann Raum machen, dass der richtige Strom uns tränkt und belebt und erfrischt und inspiriert und wir in diese Dimensionen der Gegenwart Gottes kommen. Der Heilige Geist möchte uns sensibel machen für die Gegenwart Gottes, nicht nur in der Versammlung. Nicht nur in der Versammlung, auch zu Hause. Und dann auch in anderen Situationen. Im Alltag. Und davon erleben bis jetzt so, so wenig, und darum gibt es so wenig Berichte über die Macht Gottes auf der Straße in unserem Land. Es gibt einige Berichte – Hallelujah.

Vor zwei Tagen hab ich mich mit einigen Teenies unterhalten, die bei dieser Aktion dort dabei waren, „Summer2Go“, und sie haben die Kraft Gottes auf der Straße gesehen, und sie haben gesagt: „Auf der Straße, das ist viel leichter als in der Gemeinde“. Auf der Straße viel leichter als in der Gemeinde!

So, Gott ist dabei uns vorzubereiten, und es wird einen Ausbruch der Kraft Gottes geben auf der Straße. Es wird etwas geben, was Menschen, die schon abgeschaltet haben, die abwinken, die sagen, „Du, Gemeinde, Glauben, Bibel, danke schön“, das die noch einmal neu packt und aufrüttelt und ihnen zeigt, Gott ist lebendig im Lande. Das wird kommen, aber es beginnt im kleinen, ganz unscheinbar, wo wir uns Zeit nehmen und wir sagen, „Heiliger Geist, Jesus hat versprochen, wir kennen dich, ich möchte dich kennenlernen. Ich möchte dich kennenlernen“.

Und jeder von uns hat den gleichen Start, wir fangen an mit dem Wort. Und wir fangen an mit einer Gegenwart, die wir nicht wahrnehmen, aber wir benehmen uns so als wäre er da. Weil er ist ja wirklich da. Wir reden mit einer Person, die wir uns nicht vorstellen können, die wir nicht fühlen, die wir nicht spüren, aber wir reden. Im Gehorsam auf der Grundlage des Wortes. Und wir sagen ihm, „ich vertraue dir, hier ist mein Herz, gebrauche mich, schneid mich los von falschen Abhängigkeiten, verkehrten Dingen, auf die ich mich stütze, hilf mir, frei zu sein mit dir zu fließen, hilf mir dich zu kennen, hilf mir“.

Und wir lernen einen Lebensstil der Abhängigkeit vom Heiligen Geist. Das fängt schon damit an wenn wir unsere Bibel aufschlagen. Gewöhne dir an, das nächste Mal bevor du so deine Bibel aufschlägst, schlag sie wieder zu – halt, stop, nochmal. Ein paar Sekunden den Film zurückdrehen, nimm die Bibel und sag: „Heiliger Geist, das ist dein Buch. Und ohne dass du mich lehrst versteh ich Bahnhof oder nur dummes Zeug. Hilf du mir. Öffne mir die Augen, zeige mir die Wunder in deinem Wort.“

Wie ich das schon viele Male gesagt habe, die Bibel ist das einzige Buch der Weltliteratur, das man nur in inniger Freundschaft mit dem Autor verstehen kann. Das einzige Buch, weil der Heilige Geist muss uns lehren, er muss uns Offenbarung geben. Wenn wir da mit unserem Verstand, mit unseren Erfahrungen, mit unserer Theologie, mit unserer Prägung rangehen – wir werden den Unsinn vervielfältigen, den es schon im Land gibt. Und wieviel Angst, und wieviel komische Dinge sind dort, gerade in Bezug auf den wunderbaren Heiligen Geist.

Einmal war ich in einer Gemeinde, hab dort eine Mitarbeiterschulung gehabt und sprach über den Heiligen Geist, und jemand meldete sich und sagte: „Aber in meiner Bibel hab ich irgendwo gelesen, man darf nicht mit dem Heiligen Geist sprechen“.

Es gibt keinen einzigen Bibelvers, der uns das verbietet. Aber es gibt das Gebot, Gemeinschaft zu haben mit dem Heiligen Geist. Kannst du dir vorstellen, Jesus sagt also: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, ich werde nicht mehr mit euch Gemeinschaft haben, aber an meiner Stelle kommt ein anderer – und dann fragen die Jünger: Ja, und
dürfen wir auch mit dem sprechen? Kannst du dir so etwas vorstellen?

Jesus hat gesagt „ein anderer von der gleichen Art“, das ist, was das griechische Wort dort bedeutet – „ein anderer Beistand von der gleichen Art“. So, wenn die Jünger mit Jesus gesprochen haben, und wie viele Male haben sie gesagt, „Herr, wir verstehen nicht, was meinst du? Erkläre uns. Was bedeutet dieses, was du da erzählt hast?“ Sie durften fragen, und wenn die Jünger Jesus fragen durften, dann dürfen wir heute den Heiligen Geist fragen, weil er ist unser Lehrer. Und Jesus sagt nicht, „er kommt, und er hält theologische Vorträge und er möchte nicht unterbrochen werden, egal wie wenig wir verstehen.“

Sondern wir dürfen sagen, „halt, stop, langsam, das muss ich nochmal ein bisschen genauer erklärt bekommen, das hab ich noch nicht verstanden, hilf du mir, das zu verstehen“. Wir dürfen natürlich mit ihm reden! Er ist Gott. Wie kann das sein, wir haben einen dreieinigen Gott, mit dem Vater darf man reden, mit Jesus darf man reden und der, der uns am nächsten ist, bitte nicht ansprechen?! Das ist doch Irrsinn.

Und doch gibt es so viele Menschen, die davor Angst haben. Und manche Leute, alles, was sie wissen über den Heiligen Geist, ist: „Oh, Heiliger Geist, uhh, da müssen wir ganz vorsichtig sein“. Ja, wir wollen vorsichtig sein ihn nicht zu beleidigen, ihn nicht zu betrüben, ihn nicht zu kränken, aber nicht vorsichtig sein, indem wir ihn ignorieren. Das ist keine Vorsicht, die uns geboten ist. Sondern Freundschaft, Gemeinschaft, Partnerschaft, Austausch, ein Hin und Her und ein Geben und ein Nehmen. Das ist, was uns geboten wurde. Das ist, was dieses Wort „koinonia“ bedeutet.

Und ein dritter Punkt, und die gute Botschaft ist, ich hab nur vier Punkte. Darum kleine Kanzel. Ein dritter Punkt in Bezug auf den Heiligen Geist: Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, ein Geben und ein Nehmen, und da ist uns versprochen diese wunderbare, so herrliche, so wohltuende, heilbringende Sprache des Gebetes.

Und auch da gibt es viele Missverständnisse, wobei das Wort so klar ist. Gerade vor kurzem bekam ich wieder eine Mail und jemand hat irgendwie Dinge ganz falsch verstanden und sagte, ich halte es ja da lieber mit Paulus, der sagt, ich will nicht in Sprachen beten, ich will lieber mit dem Verstand beten. Nirgendwo hat Paulus so etwas gesagt. Im Gegenteil, er hat gesagt: Ich will im Geist beten, und dann will ich auch mit dem Verstand beten. Und dann hat er den Korinthern gesagt, „passt auf, euer Problem ist nicht, dass ihr zu viel in Sprachen betet, ihr wisst nur nicht, wofür Sprachengebet da ist. Und statt vernünftige Botschaften zu bringen, benutzt ihr den Gottesdienst damit und sprecht alle durcheinander in Sprachen“. Er sagt: „Macht das doch zu Hause!“. „Ich spreche mehr in Sprachen als ihr alle zusammen,“ hat er gesagt. So, wer kann daraus lesen, dass für Paulus das unwichtig war und er sagt, ach, die Korinther, die brabbeln so viel Zeugs, was sie nicht verstehen, damit sollen sie doch endlich mal aufhören und endlich vernünftig werden. Das ist doch nicht, was Paulus gesagt hat! „Wehret nicht in Zungen zu sprechen“, hat er gesagt.

1 Kor 14,5
Ich will, dass ihr alle in Sprachen sprecht.

„Ich will, dass ihr es alle tut“, hat er gesagt. Alle! So, das Problem der Korinther war nicht, die haben eine Überbetonung von Sprachen gehabt. Das war nicht ihr Problem. Das Problem war, sie haben nicht gewusst, wie man Sprachenreden nutzt zur persönlichen Auferbauung. Sie haben nicht gewusst wie man an diese Quelle sich anschließt und dort sich selber aufbaut und dann etwas von Gott hat und dann in der Gemeinde durch Prophetie, durch ein Gebet, durch eine Segnung oder durch eine Verkündigung oder wie auch immer zur Auferbauung der anderen ist. Das war ihr Problem.

Sie haben nicht den Unterschied verstanden zwischen einer Sprachenrede als prophetisches Wort, das ausgelegt werden muss und die Sprachenrede zur persönlichen Erbauung. Und was wo seinen Platz hat. Das haben sie alles nicht auf der Reihe gehabt. Nirgendwo findest du eine einzige Andeutung, dass Paulus skeptisch oder distanziert oder ablehnend war gegenüber dem Sprachengebet. Nirgendwo. Und trotzdem glauben das so viele Menschen, weil sie glauben, was sie gehört haben und nicht, was die Bibel sagt.

Hartwig Henkel – „Innige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist“ (3/3)

Im nun folgenden letzten Teil der Predigt berichtet Hartwig Henkel von den Wundern, die der Heilige Geist in seinem Leben durch das Sprachengebet getan hat.

Und Paulus sagt: Ich will, dass ihr alle in Sprachen sprecht. Alle. Vielleicht sagst du, ja, aber in meiner Bibel steht „ich wollte, ihr könntet“. Ja, dann hast du eine Luther-Bibel, und du musst dir sagen lassen, dass sie an dieser Stelle, so sehr wir auch den Luther schätzen und ihm auch viel verdanken, an dieser Stelle ist es einfach wirklich irreführend und nicht korrekt übersetzt.

Als das mal gesagt wurde, hat sich jemand empört und hat gesagt: „Das ist ja unverschämt, die Luther-Bibel zu kritisieren. Wenn die für Paulus gut genug war, dann ist sie für uns auch gut genug.“

Aber Paulus hat nicht in Luther-Deutsch geschrieben, sondern in Griechisch. Und wenn Paulus das Wort „thelo“ benutzt, dann hat er gewusst, was er da meinte. Und er hat nicht einen irrealen Konjunktiv konstruiert, sondern hat einfach gesagt: „thelo“ – „ich will“. „Ich will, dass ihr das tut“ – ganz einfach. Wie an anderer Stelle: „Ich will, dass ich nicht rumhurt“.

1 Kor 14,5a:
thelō de pantas hymas lalein glōssais.

Nicht „ich wollte, ihr würdet …“ – „Ich will, dass ihr es tut“. Das ist doch ganz eindeutig. Ist doch völlig klar. Ich will, dass ihr alle in Sprachen sprecht. Wer in Sprachen spricht, baut sich selber auf. Das ist, was das Wort sagt.

1Kor 14,4a
Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst

Das müssen wir glauben. Wir müssen alles, was wir tun, im Glauben tun.

Röm 14,23b
Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde.

So viele Jahre habe ich minimalen Segen gehabt vom Sprachengebet, weil ich es nicht im Glauben getan hab und weil ich es nicht so getan hab wie die Bibel sagt, dass man es tun soll. Paulus sagt, wenn er in Sprachen betet, dann ist sein Verstand fruchtleer.

1Kor 14,14
Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer.

Der produziert mal nichts, der ruht sich aus. Der hat mal ein Päuschen. Hat er sich auch nach so viel Stress und so viel Bemühungen, Lösungen sich auszudenken für die man sich sowieso keine ausdenken kann, da hat er sich mal ein Päuschen verdient. Wenn ich in Sprachen spreche, sagt Paulus, dann ruht mein Verstand. Der produziert nichts. Was hab ich getan? Ich dachte, ja, die Bibel sagt, kauft die Zeit aus. Ich spreche in Sprachen, verstehe ja eh nicht, was ich da rede, dann hab ich parallel dazu in Gedanken meine To Do-Listen durchgearbeitet. Und ich dachte, ich handele nach der Bibel. Man kann einen Bibelvers nehmen und anwenden und damit das Gegenteil tun von dem, was die Bibel möchte. Wir brauchen für alles die Weisheit und die Führung des Heiligen Geistes.

Und als ich gesehen habe, Paulus hat ganz anders in Sprachen gesprochen. Wenn er in Sprachen gesprochen hat, dann hat er dafür gesorgt, dass sein Verstand zur Ruhe kam. Und so kommt Auferbauung zustande. Und wenn du dich dazu hingibst und da ein bisschen trainierst – und versuche nicht, wie ich das eine Zeit lang versucht habe, die Gedanken irgendwie alle einzufangen – das ist sehr, sehr schwer, die kriegst du nie zur Ruhe, je mehr du dich bemühst, um so turbolenter geht das da zu. Das ist wie wenn du so eine Herde wilde Mustangs einfangen willst. Wenn du hier gerade ein paar irgendwie eingepfercht hast, da brechen da schon wieder welche aus. Und dann rennst du denen hinterher, und dann sind die wieder weg, und du bist nur am rotieren.

Aber wir können in Sprachen sprechen in Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist. Mach dir bewusst, was passiert beim Sprachen beten. Wenn ich in Sprachen bete, dann betet mein Geist, sagt Paulus.

1 Kor 14,14
Wenn ich in Sprachen bete, dann betet mein Geist.

Der Geist betet. Und der Geist betet unter der Inspiration des Heiligen Geistes. Sprachenreden ist immer live. Es ist nicht ein Tonband, was da bei dir deponiert wurde. Dass du dann abspulst. Und wenn du gelangweilt bist von deinem Sprachenreden, pflege mehr Gemeinschaft, suche seine Gegenwart, halte sein Händchen, sag: „Hier bin ich, fließe durch mich. Gib mir eine andere Sprache“. Du musst ja nicht jahrzehntelang in der selben Sprache sprechen. Da gibt es verschiedene Arten von Sprachen. Und manche sind auch so steckengeblieben und haben nur so einen ganz begrenzten Wortschatz. Ihr Lieben, im Heiligen Geist hast du eine komplette Sprache, und eine weitere und noch eine weitere … und da kannst du ganz kreativ sein. Und je mehr du die Gemeinschaft suchst mit ihm und dich ihm hingibst und sagst, das ist jetzt live, jetzt fließt etwas in meinen Geist hinein und es fließt, weil ich mich hingebe aus mir heraus. Und dann lauscht du auf das, was da kommt und du hörst nur auf das – so lernst du deine Gedanken zur Ruhe zu bekommen: Höre auf das, was aus deinem Mund kommt und freu dich an der Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist. Sag: Was für ein Schatz, da fließt es jetzt, frisch vom Himmel, ganz frisch, ganz sauber, ganz rein. Die reinste Form zu beten ist wenn du in Sprachen betest. Hallelujah.

Und dank ihm dafür, halte inne in deinem Sprachengebet und sag, Heiliger Geist, das ist so wunderbar, das ist jetzt von dir, das kommt von dir. „Sie fingen an in neuen Sprachen zu sprechen wie der Geist gab auszusprechen.“ Sie fingen an zu sprechen wie er gab. Du fängst an wie er gibt. Hier, jetzt, live. Und es fließt aus dir heraus. Und du tust das mit Dankbarkeit und mit Wertschätzung.

Lasst uns Wertschätzung haben, manche entwerten ihr eigenes Sprachengebet. Und denken darüber wie die religiöse Welt darüber denkt und sagen: „Ach, was soll das? Das ist ja nur Gebrabbel. Das sind ja nur Silben.“ Ich glaube nicht, dass ich nur Silben spreche. Ich glaube, dass ich Worte unter der Inspiration des Heiligen Geistes spreche. Ich glaube, dass das Inhalt hat. Dass das Botschaften sind. Und das hab ich auch live schon erlebt. Einmal war ich in einem Pastorenkreis und wir haben gebetet und dann hab ich auch gebetet in Sprachen, und ein Pastor kam zu mir und sagt: Kannst Du griechisch? Ich sage, ja, Gyros und Souvlaki. Und er sagt, ja, und neutestamentliches griechisch? Ich sage, nein, kein Wort. Ja, sagt er, du hast eben griechisch gebetet. Neutestamentlich griechisch. Ich sage, wow, was habe ich gesagt? Und er sagte, was du gesagt hast, ist, „wer der Größte sein will, soll der Diener von allen sein“.

Das kommt aus der Bibel. Der Heilige Geist kennt die Bibel. Du kannst in Sprachen biblische Wahrheiten sprechen ohne das zu wissen. Einmal hat der Heilige Geist mich gebraucht, einer Person zu dienen, von der ich gar nicht wusste, dass sie in großen Nöten ist, und er sprach durch mich in Kisuaheli zu dieser Frau. Ich wusste nicht, dass ich Kisuaheli spreche, mein Kisuaheli ist zero, null. Und diese Frau lebte irgendwie auf und kam dann hinterher zu mir und sagte: Sagen sie, können sie Kisuaheli? Ich schaute sie an, ich dachte, macht die jetzt einen Witz mit mir oder was? Und dann stellte sich raus, sie war mit ihren Eltern Missionarin, also die Eltern waren Missionare unter den Massai in Kenia, und sie ist aufgewachsen unter den Massai, und sie spricht fließend Kisuaheli. Und sie sollte das Werk übernehmen und ist gestrauchelt und Dinge sind passiert und sie hat alles abgebrochen und ist weggefahren und hat alles liegengelassen und ist weg vom Missionsfeld. Und sie hat immer das Gefühl gehabt, Gott hat sich abgewandt. Weil sie weggelaufen ist. Und Gott kümmert sich nicht mehr um sie. Sie hat diese Lüge geglaubt. Und ich hatte diesen Impuls, das war in der Bibelschule, und ich hatte diesen Impuls in der Anbetung, geh mal zu dieser Person. Und dann war ich da und es kam nichts, dann dachte ich, ja gut, dann bete ich in Sprachen.

Und dann stellte sich heraus, Gott hat zu ihr gesprochen in Kisuaheli. Und ich sage, was hat er gesagt? Und sie sagt, das war ein ganz spezielles Wort wie Gott mich angesprochen hat wie das ein zärtlicher, liebevoller Vater zu seinem Kind tut. Und er hat gesagt, mein Kind, wie geht es dir? Und sie hat mir später, Monate später, eine Postkarte geschrieben und hat gesagt, das war der Wendepunkt, da ist sie aus der Talsohle rausgekommen. Sie fing wieder an zu glauben, Gott ist für sie. Gott wirft ihr das nicht vor und sagt: Du bist getürmt und du bist geflohen und du hast mich verraten und deswegen bin ich nicht mehr mit dir. Sie hat Lügen geglaubt. Und der Heilige Geist hat diese Lüge durchbrochen mit der Liebe des Vaters auf eine Art und Weise, wo sie wusste, das kann nur Gott sein. Es muss Gott sein, und er kennt mich hier in der Bibelschule! Wow! Ich bin doch nicht verlassen, er redet zu mir ganz zärtlich, und er interessiert sich dafür wie es mir geht. Und das war der Anfang von einem Wiederherstellungsprozess. Hallelujah. Hallelujah.

So, das ist ein dummes Argument wenn wir Sprachenreden entwerten und sagen: Ja, wir wissen ja nicht, was wir da sprechen. Dank sei Gott, dass wir nicht wissen, was wir da sprechen! Das ist doch die Weisheit Gottes, weil wenn du in Sprachen sprichst, du sprichst Geheimnisse Gottes.

1 Kor 14,2
Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse.

Vielleicht redest du gerade über das, was du in 10 Jahren tun wirst mit Gott. Vielleicht redest du über deinen zukünftigen Ehepartner. Vielleicht redest du über irgendwelche Heilig-Geist-Geschäftsunternehmungen oder irgendwelche Dinge. Wenn du wüsstest, wovon du gerade redest, du würdest permanent auf die Bremse treten: „Nein, Herr, davor hab ich Angst, nicht mit mir! Nimm jemand anders! Niemals, niemals, nein, mir ist total bange davor, bitte nicht, nein, das überfordert mich“. Wir würden ständig auf die Bremse treten. Und so sagt Gott in seiner Weisheit: Pass mal auf, gib mir deine Sprechwerkzeuge, lass es fließen aus deinem Geist, der Verstand kommt mal zur Ruhe, der kriegt gar keine Gelegenheit zu protestieren, und dann lass es fließen. Und du sprichst die Weisheiten, die Geheimnisse Gottes aus. Für dich, für deine Umgebung, für deine Gemeinde, für deinen Hauskreis, für deine Stadt, für dein Land, für Nationen – wer weiß?

Und wenn Gott möchte, dass du es auch weißt, wird er es dir mitteilen und wenn nicht, glaube. Und sprich weiter. Lass es fließen. Wir müssen glauben, was die Bibel sagt. Wenn wir in Sprachen beten, dann sprechen wir nicht „blabla“. Und wir vergeuden nicht unsere Zeit. Sondern wir bringen das reinste und mächtigste Gebet, das es überhaupt nur gibt auf diesem Planeten. Gott pur. Unvermischt. Und Gottes Wort ist mächtig. Und Gottes Wort wirkt etwas, und es kommt aus dir heraus, und dann ist das Wort da und sobald das Wort in Form von akustischen Schallwellen hier auf diesem Planeten ist, ist es am arbeiten. Das Wort arbeitet. Das Wort wird nicht leer zurückkommen. Das Wort wird tun, wozu er es gesandt hat. Hallelujah. Das ist, was die Propheten geglaubt haben. Die stellen sich auf einen Berg und prophezeien für Nationen, die sie nie gesehen haben, wo sie ein Visum für gekriegt haben. Sie sprechen etwas aus über einen König, der 400 Jahre später kommt. Ja, wie soll man den je treffen? Brauchen sie nicht, nur das Wort muss raus! Das Wort muss raus. Das Wort ist wie ein Cruise-Missile, weißt du was ein Cruise-Missile ist? Das ist eine intelligente Rakete. Und vorne im Kopf ist das Ziel einprogrammiert. Und das Ziel kann sogar beweglich sein, das macht dem Cruise-Missile überhaupt nichts. Der findet das. Der geht hin und her und solange bis er es gefunden hat. So ist das Wort aus deinem Mund. Das Wort Gottes.

Wir müssen glauben, dass das geschieht, was die Bibel sagt mit dem Heiligen Geist. Und so tun wir Dinge, wir sind schöpferisch tätig. Und Veränderungen passieren aufgrund dessen, was Gott durch uns gesprochen hat. Hallelujah. Das mag uns betreffen, das mag andere betreffen, das mag Städte betreffen, das mag irgendetwas betreffen. Gott hat so viele Dinge zu sagen und zu tun.

Und darum ist das keine Zeitverschwendung, dass wir uns hingeben und dass wir sagen: Heiliger Geist, hier ist mein Mund, ich glaube dir, fließe jetzt durch mich.

Und lasst es uns tun auf eine intelligente, angemessene Art und Weise. Wir sprechen zu Gott, sagt das Wort. Wir sprechen zu Ihm. Das ist ein Unterschied, ob du in die Luft sprichst, oder ob du zu Ihm sprichst, da ist ein Unterschied. Und verschwende nicht, wie wir das auch heute morgen gehört haben, deine Zeit mit Sprachengebet oder sonst irgendwie irgendwo immer irgendwelchen Teufeln hinterher zu sein. Sprich zu Gott. Und wenn du dir klar machst, jetzt spreche ich zu Gott, dann wirst du dich bemühen in deine Stimme ein bisschen Dankbarkeit rein zu tun, ein bisschen Ehrfurcht rein zu tun, ein bisschen Wertschätzung zu tun, ein bisschen Sehnsucht, ein bisschen Hunger auszudrücken. Ich sage immer meinen lieben Geschwistern in Russland und in Zentral-Asien – wisst ihr, ihr mit euren Kalaschnikow-Gebeten, ihr verschreckt ja den Heiligen Geist. Weil sie beten wie ein Maschinengewehr. Wie ein Maschinengewehr! So kalt, so staccato-mäßig, so rattatatatatatat, meine Güte. Das ist nicht die richtige Art für Liebeserklärungen. Da muss ein bisschen Vibrato rein, ein bisschen Schmelz, ein bisschen „hmmmm“, ein bisschen „ohhh“ und „wunderbar“ und „ich danke dir“ und „hmmm“ und „bitte“. Da muss etwas in deine Stimme rein.

Du bestimmst wie du sprichst. Du kannst es auch denen nachmachen und mit Maschinengewehr rumrattern oder du kannst sagen, da ist ein wunderbarer Gott und Er ist zart und liebevoll und herrlich und ich gebe ihm Worte der Liebe und der Wertschätzung.

Du bestimmst die Art und Weise. Du kannst schreien, du kannst singen, du kannst flüstern, du kannst es hart sagen, und du kannst es ein bisschen milder sagen. Du bestimmst das! Die Sprache ist das einzige, was der Heilige Geist bestimmt. Aber die Verpackung, wie das dann ausgedrückt wird, das tust du. Und wenn du weißt, du sprichst zu Gott, dann wird das angemessen sein und wird schön sein. Da ist eine Schönheit im Sprachengebet, das ist kein wie manche es denken irgendwie so ein halb irres Gesabbel und der Speichel läuft schon irgendwie aus dem Mund und die Augen verdrehen sich nach hinten und es ist nur noch das Weiße zu sehen und gleich kippt er um und die Ambulanz muss kommen. Ihr Lieben, nein! Wir sind ganz normal. Wir sind ganz normal, und es ist eine schöne, liebliche Sprache, eine liebliche Sprache. Wir sind nicht irre.

Wenn hier ein, weiß ich nicht, irgendein Mensch aus einer anderen Nation und anderen Kulturkreis und anderen Sprache irgendwie sein würde und würde hier sprechen, uns grüßen in seiner Sprache, vielleicht hier unser Bruder aus Indien, wo hab ich ihn gesehen? Vorhin hab ich ihn gesehen, jetzt ist er weg. Okay. Er würde jetzt aufstehen und irgendwas sagen, ach, da ist er. Wir würden doch nicht denken, der ist ja irre, der gehört ja eingesperrt. Nein! Er spricht auf eine vernünftige Art und Weise und nur wir verstehen es nicht. Aber alle seine Landsleute verstehen ihn und sagen, er ist normal.

Und wenn wir in Sprachen sprechen, wir sind die normalsten Menschen eigentlich auf diesem Planeten, weil wir dem Himmel so nah sind. Wir sind ganz normal. Ganz normal. So, weg mit all diesen Blockaden und Hindernissen und diesen Argumenten, ja, wir verstehen ja nicht, was wir da sprechen. Dank sein Gott, wir verstehen nicht! Und dass wir nicht verstehen heißt doch noch lange nicht, dass es nicht funktioniert. Es funktioniert.

Weißt du, damals bei der Schöpfung. Wie Gott sprach: Licht sei! Nehmen wir an, du wärst schon dabei gewesen, ich glaube nicht, dass Gott deutsch gesprochen hat. Ist höchst unwahrscheinlich. Also du hörst nur Klänge. Du hörst nicht, was er sagt, du verstehst nichts, du hörst nur einen Befehl, und sagst: „Häh? Was hat Er gesagt?“ Aber du fängst nicht an zu theologisieren, das nützt ja alles gar nichts. Weil bevor du anfängst zu denken kommt Licht, und du sagst, oh, ich glaube, der hat Licht befohlen. Wow.

Es funktioniert ohne dass du es verstehst! Das ist der Punkt. Sprachenreden ist Reden Gottes und es funktioniert, ob du verstehst oder nicht. Es funktioniert, weil Gott spricht, und es geschieht. Hallelujah.

Wenn wir nur lernen mit ein paar wenigen biblischen Informationen uns zu disziplinieren und in Sprachen zu sprechen wie die Bibel das sagt, wir werden so viel mehr Gewinn haben am Sprachengebet. Und es wird eine Quelle der Inspiration und der Belebung und dann fangen wir an zu erleben, was Paulus sagt: Wer in Sprachen spricht erbaut sich selbst. Er baut sich auf. Da passiert etwas in uns, wir werden aufgeladen, und da kommt Leben zustande. Und es blubbert und quirlt und sprudelt und es ist einfach ein Genuss und du genießt das, was da kommt. Genießt du dein Sprachenreden? Wenn du dein Sprachenreden nicht genießt, dann musst du diese Predigt nochmal hören und dann anfangen zu tun, was ich erklärt habe: Händchen halten, Heiliger Geist, das ist jetzt von Dir, das ist sinnvoll, das ist vernünftig, das ist gut, das ist geboten, das funktioniert, das ist nicht sinnlos, das ist kein Blabla, so wirkst du durch mich, und ich danke dir, dass du mich adelst, durch mich in so einer reinen Weise zu sprechen. Tu es im Glauben. Hallelujah.

Und dann werden wir erleben, dass Auferbauung kommt, dass wir belebt werden, dass wir gestärkt werden, dass wir gekräftigt werden, dass es uns irgendwie anders und tiefer bewusst wird, Gott ist da. Gott ist mit mir, Gott ist in mir. Damit beginnt alles, wenn wir das kultivieren können wir von da weitergehen, und dann können wir in die Gaben gehen. Und dann können wir in andere Bereiche gehen, der Führung usw. Oder Gebetslasten oder irgendwelche anderen Manifestationen des Geistes. Aber es beginnt damit, dass wir ihm Raum geben, dass wir ihn kennenlernen und dass wir ihn erleben. Wir müssen beginnen ihn zu erleben.

Und ein wichtiger, kurzer, aber ganz, ganz wichtiger vierter Punkt: Gewöhn dir an, wann immer du die Hilfe des Heiligen Geistes erlebt hast, vielleicht als dein Lehrer, dir werden Zusammenhänge klar im Wort Gottes oder mit einer Gebetslast oder mit dieser Auferbauung und diesem Strom der Liebe – wie auch immer. Oder du wirst gebraucht vom Heiligen Geist für andere ein Segen zu sein – wann immer du erlebst, das war jetzt nicht nur ich, sondern da war der Heilige Geist mit dabei – wann immer du das erlebst, geh nach Hause und danke ihm. Ehre ihn. Jesus sagt, wenn wir treu sind im Kleinen, wird uns mehr gegeben.

Mt 25,21b
Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen

Wenn wir den Heiligen Geist ehren und sagen, das, was da passiert ist und wie du mich gebraucht hast in dem Gebet, in der Prophetie, in dem Segnen oder in irgendetwas – das war deine Macht, das war deine Treue, das war deine Fähigkeit, das war nicht aus mir! Mach dir klar, was du gemacht hast! Du hast nicht mehr gemacht als Hände
aufgelegt – das kann doch jeder. Was ist denn daran besonders? Was soll man sich darüber rühmen?

So, wenn Heilung war, dann ist es weil der Heiler sich gezeigt hat. Wenn der Plan Gottes offenbart wurde, dann, weil die Weisheit Gottes sich manifestiert hat trotz unseres geringen Intelligenzquotienten – also gemessen an Gott. Ich möchte hier niemanden beleidigen, aber gemessen an Gott haben wir alle ein Spatzenhirn. Aber Gott hat die Weisheit. Und er weiß Dinge über Menschen, er weiß Dinge, er weiß Zusammenhänge und Er will Dinge sagen, und Er will sich offenbaren und Dinge tun, wo du sagst: „Boah. Mit all meiner Klugheit und all meiner Diploma hätte ich das nie tun können, niemals. Niemals“.

Hab ich einmal die Geschichte von meiner kürzesten Prophetie erzählt? Ja, ne? Ich glaube, ich habe schon alle Geschichten erzählt, weil ich hab ja so wenige. Aber dank sei Gott für die paar, die ich hab, die machen mir Mut, es gibt noch mehr, das kann nicht das letzte gewesen sein. Und wenn du das alles schon kennst, gut, aber ich erzähl noch eine Geschichte, ist das okay? Oder ist spät? Oder?

Einmal war ich auf einer Konferenz und war in Anbetung und kriegte diesen Impuls für eine Person zu beten. Ich wusste, das ist ein Pastor. Ich wusste sogar seinen Namen, und ich wusste, dass er russlanddeutsche Wurzeln hat. Das ist alles, was ich wusste. Er lebt in Deutschland, hat im Rheinland eine Gemeinde. Das wusste ich. Ich hatte nicht näheren Kontakt zu ihm, aber das wusste ich. Und dann kam diese Inspiration, dieser Drang oder wie soll man das nennen? Ich weiß nicht, wie ich das nennen soll, aber einfach „ich möchte jetzt hingehen und für diese Person beten“. Das.

Und dann bin ich hingegangen und hab für ihn gebetet. Und der Heilige Geist kam sehr stark auf diesen Bruder. Und aus meinem Mund, ich dachte, jetzt segne ich ihn irgendwie so, aus meinem Mund kam ein einziges Wort. Der Name einer russischen Stadt. Sogar – später habe ich gelernt – habe ich es sogar falsch ausgesprochen. Gott ist nicht begrenzt. Josua hat gesagt: „Sonne, steh still!“

Josua 10,12
Sonne, stehe still in Gibeon, und du, Mond, im Tal Ajalon!

Das ist anatomischer Unsinn, ähh, nicht anatomischer – astronomischer! Astronomischer Unsinn ist das. Aber Gott wusste, was er meinte. Hat nicht gesagt: Josua, bevor du hier solche Gebete mir bringst, bitte erstmal Astronomie studieren, die Sonne steht sowieso still – was erzählst du mir das? Was willst du denn hier überhaupt erreichen mit deinem Gebet? Ja? Gott hat gewusst, was der Josua brauchte, er braucht ein bisschen Zeitverlängerung um mit den Feinden fertig zu werden, weil die Sonne drohte unterzugehen. Und darum sagt er: Sonne, steh still. Was er meinte: Der Planet soll aufhören sich um die Sonne zu drehen, damit Zeit ist, der Tag länger ist. Und es hat funktioniert.

So, ich hab diese Stadt in falschem Deutsch ausgesprochen, also russisches Deutsch. „Tscheljabinsk“ hab ich gesagt. Es heisst aber: „Tschelj*a*sbinsk“. Gewaltiger Unterschied! Aber Gott hat gewusst, was ich meine. Ich wusste ja selber nicht, was ich meine.

Und das hat ihn so getroffen, der Mann lag am Boden und ich dachte, da kommt noch mehr und jetzt kommt der Plan Gottes und so. Und dann schließlich, ich kniete neben ihm auf dem Boden und alles, was ich tat, aus meinem Mund, immer wieder das Wort: Tscheljabinsk, Tscheljabinsk, Tscheljabinsk. Zum Schluss, ich kniete neben ihm, und mit aller Macht, ich rief das in seinen Brustkorb hinein, kam mir ziemlich blöd vor. Aber ich war im Strom. Und es war intensiv. Und da hab ich halt so lang gelassen bis es dann irgendwie fertig war. Aber es kam nichts weiter, nur dieser Name.

Und dann kam nichts mehr, dann ging ich wieder auf meinen Platz, kam mir ziemlich blöd vor, muss ich sagen. Ziemlich blöd. Nach der Versammlung kommt dieser Bruder zu mir und sagt: Danke, danke, danke, darauf hab ich die ganze Zeit gewartet. Ich sage, was meinst du? Ja, ich hab die ganze Zeit schon gewartet, dass du endlich kommst. Ich sage, was meinst du? Er sagt: Vor der Konferenz habe ich einen Traum gehabt und in dem Traum habe ich gesehen wie du auf der Konferenz zu mir gekommen bist und hast mir vom Himmel etwas gegeben. Wow! Alle meine Nackenhaare, die ich gar nicht habe, standen mir zu Berge. Und er sagt, weißt du, mein Vater hatte eine Gemeinde in Tscheljabinsk. Und heute hat Gott hat zu mir gesprochen, ich muss zurückgehen in die Stadt meines Vaters und Gott wird mich benutzen, eine Gemeinde zu gründen in Tscheljabinsk. Wow.

Dann hatte ich keinen Kontakt mit dieser Person. Und Jahre später war ich in einer anderen Gemeinde und diente dort und der Pastor erzählte so beim Gespräch, dass er mit einem Amerikaner eine Rundreise gemacht hat durch verschiedene russische Städte und erwähnte dann den Namen „Tscheljabinsk“. Und da fiel mir dieser Mann wieder ein und ich sagte, ja, als du da warst, hast du da von einem Deutschen mit Namen Viktor Müller gehört? Und er schaut mich an und sagt, das war mein Übersetzer. Ich sage, ja, und was macht Viktor Müller? Ja, der ist Pastor in Tscheljabinsk, hat eine Gemeinde dort, die sehr vorwärts geht und jetzt hat er schon eine Tochtergemeinde gegründet, und er ist dort sehr erfolgreich für das Reich Gottes tätig. Hallelujah.

So, wieviel Singen auch immer der gewinnt, ich habe Anteil daran. Hallelujah. Herr, segne sein Werk! Lass ihn fruchtbar sein. Ich habe Anteil daran. Ist doch gewaltig, ich bin hier und ruh mich aus auf der KuBi und der schafft da für mich in Russland. Gewaltig. Hallelujah.

Ihr Lieben, das ist meine kürzeste Prophetie. Aber eine meiner mächtigsten. Okay, ich hab bescheidene Beispiele, aber immerhin – mich inspiriert das, und ich sage, Herr, ich will mehr davon, ich will mehr solche Sachen haben, ja? Ich hab nur leider nur ganz wenige solcher Geschichten und das war auch die einzige, die ich jetzt noch erzählt habe, aber ich weiß eines: Es ist real. Der Heilige Geist kann durch mich, durch dich, Dinge tun, jenseits deiner Begrenzungen, jenseits deiner Weisheit, jenseits deines Wissens, jenseits deines Könnens, jenseits deines Träumens, der Heilige Geist, wenn er nur Raum bekommt, kann durch dich etwas tun, wo du sagst, wow, das war Gott jetzt, das war jetzt Gott, das weiß ich ganz genau, das war Gott. Boah, und wenn du dann sowas hast, das wird dir ganz real, Gott ist mit mir! Sogar mit mir! Gott ist mit mir! Hallelujah. Hallelujah.

Wunderbar, wunderbar. So, lasst uns diese Gemeinschaft suchen mit dem Heiligen Geist, auf ihn warten und investieren in diese Freundschaft, es lohnt sich. Es lohnt sich. Hallelujah. Und wenn er dich gebraucht, dann geh zurück und sag: Wunderbarer Heiliger Geist, wie herrlich ist es mit dir zu gehen! Wie wunderbar, ich danke dir dafür, ich gebe dir alle Ehre, und ich mache das klar, dass ich keinen Anteil an dieser Sache habe, was ich getan habe, ist, was jeder andere auch hätte tun können. Das ist nichts besonderes. Das besondere lag daran, dass du etwas getan hast.

Wollen wir aufstehen – Hallelujah, Hallelujah. Hallelujah. Hallelujah.

Abschlussgebet.

Vater, wir danken Dir, dass Jesus für uns gehorsam war, dass Jesus für uns den Platz genommen hat, dass die Strafe auf ihm liegt, damit wir Frieden haben, damit wir jetzt mit dir Gemeinschaft haben können. Wir danken Dir, dass Jesus aufgefahren ist und zu deiner Rechten sitzt und dass der Heilige Geist gesandt wurde, und dass der Heilige Geist in uns wohnt.

Und wir danken dir, dass du uns einlädst ihn kennenzulernen, eine Beziehung, eine Gemeinschaft, eine Kameradschaft, eine Freunschaft mit ihm zu haben. Jesus, du hast gesagt, dass ist normal, das ist möglich, das ist geboten, das wird so sein: Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch in wird in euch sein. So, wir danken dir, Herr, für diese Verheißung. Wir werden ihn kennenlernen. Und, Heiliger Geist, wir wollen dir sagen, wir möchten unbedingt dir in unserem Leben den Platz geben, der dir gebührt. Wir möchten, dass du uns dienst, dass du uns Jesus verherrlichst, dass du uns die Augen auftust, dass du uns veränderst, dass du uns leitest. Und wir wollen dich kennenlernen, und wir wollen mit dir Gemeinschaft haben. So, bitte hilf uns, unsere Prioritäten Stück für Stück zu verändern und in das zu investieren, was Zukunft hat, in die himmlischen Dinge, in die übernatürlichen Dinge, in die Dinge, die von dir kommen. Wir danken dir. Gott, Heiliger Geist, unser Lehrer, wir wollen dich kennenlernen, zieh uns, präge uns, motiviere uns. Hilf du uns, alle Ängste, alle Vorbehalte, alle komischen Ideen, alle Warnungen, die Menschen eingeimpft haben, beiseite zu lassen und alle Lügen zu ersetzen durch das wunderbare Wort der Wahrheit.

Gott, der Heilige Geist ist nicht böse, ist nicht gefährlich, ist nicht gemein, ist nicht trügerisch, es ist nicht gefährlich, sich auf ihn einzulassen wenn wir das Herz haben, wir wollen, dass Gott verherrlicht wird. Wir wollen, dass das Reich Gottes vorwärts kommt, es geht uns nicht um uns. Um unseren Namen und um unsere Dinge, es geht ihm darum, dass er – es geht uns darum, dass er gesehen wird, dass er gehört wird, dass er vernommen wird, dass er Werke tun kann, die jenseits der menschlichen Möglichkeiten sind, und dass erkannt wird, Gott ist lebendig, Gott ist im Land, Gott ist immer noch da, und er tut immer noch Dinge, und er kennt immer noch Menschen, und er ruft immer noch Menschen beim Namen. Er ruft sie. Und er hilft ihnen zu verstehen, wie gewaltig der Plan Gottes ist. Hallelujah.

Oh, wir danken dir. Und wir sagen dir heute, Heiliger Geist, wir wollen diese Einladung nicht verschlafen, diese Einladung zur Gemeinschaft, diese Einladung dich kennenzulernen. Wir wollen das nicht verschlafen. Wir wollen dir danken, dass du mit uns Geschichte machst. Dass du uns hilfst, wir werden dich kennenlernen und an deiner Hand gehen und deiner Stimme gehorchen. Auch wenn wir da so viel Bange haben und so viel Dinge loslassen müssen, aber wir wollen das. Entwöhne uns von den Krücken und hilf uns an deiner Hand zu gehen. Menschlich übers unsichere Wasser. Aber geistlich über gebahnte Wege, die du bestätigst, wo du dabei bist. Wo du dich erweist. Und wo du Dinge tust, die Menschen ausrufen lassen: Gott lebt! Gott ist real! Er ist erfahrbar.

Hallelujah, wir danken dir. Wir verneigen uns vor dir. Und sagen, wir möchten dir diesen Platz in unserem Leben geben als Gott uns als Herr. Hallelujah, Hallelujah. Hallelujah. Hallelujah. Danke.