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Helmut Richert – Freude am Arbeiten

 

Jesus, ich möchte Dich bitten, dass Du uns jetzt aufnahmebereit machst. Ich bitte Dich, dass Du alles störende aus unseren Gedanken rausnimmst. Ich bitte Dich, Heiliger Geist, dass Du alles Störende aus unserem Herzen, aus unserem Unterbewusstsein jetzt herausnimmst. Ich bitte Dich, dass Du uns die Gnade gibst, Dein Wort und Deine Stimme durch die Predigt hindurch zu hören. Ich vertraue jetzt auf Dich, Vater im Himmel, dass Du durch mich reden wirst und dass wir alles vergessen, was nicht von Dir ist. In Jesu Namen. Amen.

Und der Engel erschien den Hirten und sprach: Siehe, ich verkündige euch große Probleme. Euch ist jetzt der Retter geboren und ihr werdet euch bekehren und Christen werden. Dann werdet ihr ein schlechtes Gewissen haben und dann wird der Teufel euch ständig verklagen. Und euch wird es noch viel schlimmer gehen als vorher, ihr werdet es nicht zugeben, aber in Wirklichkeit ist das so und ja, die Dämonen werden euch nerven und ihr müsst ja ein Zeugnis sein und das klappt alles nicht so. Siehe, ich verkündige euch große Probleme.

Habt ihr das schon mal in der Bibel gelesen? Nein! Das ist auch nicht das, was der Engel den Hirten verkündet hat. Er hat gesagt, ihr verkündige euch große Freude. Aber was ich hier gerade vom Stapel gelassen habe, ist das, was man beobachten kann. Und um Weihnachten rum fing Gott an – Er fing schon vorher an – Er fing schon ein bisschen vorher an, aber um Weihnachten rum fing er an mir eine Sache besonders klar zu machen. Und Weihnachten sprach Gott diesen Vers zu mir – „siehe ich verkündige euch große Freude“ – und nicht große Probleme.

Lk 2,10 (Lut):
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.

Da ist irgendwas faul wenn wir Christen mehr Probleme als Freude haben, vorallem ist da etwas falsch wenn wir jetzt Christen sind, aber als Nichtchristen irgendwie glücklicher waren. Dann ist wirklich was falsch. Dann müssen wir gucken, welchem Gott glauben wir da eigentlich?

Und meine Predigt heute soll so ein bisschen beitragen wie man etwas mehr Spaß hat als Christ. Das klingt ja schrecklich fleischlich, nicht? Wie man etwas mehr Spaß haben kann als Christ, darüber möchte ich heute predigen.

Ich bin von Natur aus ein sehr fauler Mensch, der jegliche Form von Arbeit verabscheut. D.h. ich war so, ich bin jetzt nicht mehr so, aber ich war so. Und solche Sachen wir Schule – Schule war für mich immer ein notwendiges Übel, das ich anfangs eher schlecht, später ziemlich gut gemeistert habe. Aber es war immer so, okay, jetzt erledige ich all das Zeug, was ich für Schule gemacht habe und wenn ich das erledigt habe, dann kann ich endlich Spaß haben, dann kommt endlich die freie Zeit. Und dann – dieses Denken habe ich mit hinein in mein Studium genommen. Mein Studium war für mich sehr anstrengend, am Ende vor allem – die meiste Zeit habe ich nicht studiert. Aber irgendwann als ich meinen Abschluss machen musste, weil Gott mich dazu gezwungen hat, und ich dann tatsächlich etwas leisten musste und etwas lernen musste, fand ich das sehr schlimm, und ich war froh als ich mein Studium beendet hatte. Aber ich habe mein Studium mit Jesus gemacht, sonst hätte ich es nicht auf die Reihe bekommen. Und ich hab während des Studiums – Paul war so ähnlich wie ich, er war auch in der Uni, aber er hat auch nicht studiert. Ich war auch lange Zeit an der Uni, aber wir haben nicht studiert. Wir haben die SMD geleitet und viele andere Sachen gemacht. Z.B. als ich in der Uni in die SMD-Arbeit involviert war, das fand ich richtig gut, das hat mir richtig Spaß gemacht, das war etwas mit Jesus – studieren war nicht etwas mit Jesus. Und das war gleichzeitig auch eine Super-Ausrede nicht zu studieren. Weil man war ja beschäftigt.

Okay – aber irgendwann war das vorbei und Gott sagt: So, wenn du deine Familie nicht ernährst bist du schlimmer als ein Heide. Das sagt er nicht nur zu mir, sondern zu jedem von euch, das steht in der Bibel, das könnt ihr nachlesen.

1Tim 5,8:
Wenn aber jemand die Seinen, besonders seine Hausgenossen, nicht versorgt, hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Heide.

So, das war die Art und Weise wie Gott mir das klar gemacht hat, so, ich muss jetzt sehen, dass aus meinem Studium auch was wird. Zur gleichen Zeit, Paul hatte vor mir diese Erkenntnis, Paul fing an zu studieren – und ganz ehrlich, als ich Paul kennengelernt habe, dachte ich so, der wird sein Studium nicht zuende machen, der wird das abbrechen. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr Gott Menschen verändern kann. Aber Paul hat sein Studium vor mir beendet, was ich damals nie geglaubt hätte. Und Paul hat das mit Jesus gemacht – und er hat das damals auch öfter rumerzählt – und wenn ichs nicht gesehen hätte, ich hätte es nicht geglaubt. Paul hat das tatsächlich mit Jesus gemacht. Ich dachte so, naja, der kann froh sein wenn er das so mit einer 4 da durchkommt, durchsegelt, aber das war besser, nicht? Das war ziemlich gut sogar. Es war ziemlich gut. Und ich dachte so, nicht schlecht. Aber bei mir hat das nicht funktioniert. Die letzten zwei Jahre meines Studiums waren für mich die Hölle, das war total zum Kotzen, ich hab acht Stunden am Tag in der Bibliothek gesessen und versucht alles nachzuholen, was ich in den sieben Jahren davor, wo ich nicht studiert hab, vergessen habe bzw. nie gelernt habe. Und das war nicht gut. Das hat keinen Spaß gemacht. Und Gott hat mir auch nicht so geholfen wie er Paul geholfen hat, was ich damals – ja, gut, ich fand das ein bisschen doof – aber okay, ich war froh, dass Gott mir überhaupt geholfen hat. Ich wusste, Gott wird mich da durchbringen, das war so, das hat er mir gesagt, und daraufhin hab ich das gemacht. Und dann bin ich so in das Arbeitsleben gegangen bzw. weil ich ein bisschen faul war, dachte ich so, och, nö, das Referendariat fängst du noch nicht sofort an. Du machst erstmal ganz locker – so gehst erstmal in die Schule, die werden dich als Aushilfslehrer anstellen für ein halbes Jahr, dann hast du außerdem so ein bisschen Vorteil gegenüber den anderen Referendaren. Und dann hab ich das so gemacht. Aber irgendwann kam die Sache, okay, du musst dich jetzt zum Referendariat anmelden – hm, hast du wieder Arbeit. Und tatsächlich, während meines Referendariats war ich so fleissig wie noch nie in meinem Leben und ich hab mich auch daran gewöhnt fleissig zu sein, ich hab mich sogar dran gewöhnt früh aufzustehen – unglaublich. Ja, das ist für mich eines der größten Wunder. Warum erzähl ich euch das alles und was hat das alles mit Jesus zu tun?

Ich hatte das nie vergessen wie Paul so die Endphase seines Studiums oder zweite Hälfte, ich weiß nicht, so mit Jesus durchgezogen hat und wie Gott ihm bei all den Scheinen geholfen hat und bei all den Prüfungen, die er eigentlich nicht mehr – ach, ist egal wie das alles so ging. Und ich hab das bewundert wie er auf einmal da diszipliniert so lange lernen konnte, was ich nie konnte, was mir sehr schwer fiel. Aber naja. Ich hab mich gefragt, warum hat das bei mir nicht geklappt? Heute weiß ich, warum das bei mir nicht geklappt hat. Ich weiß ganz genau warum das bei mir nicht geklappt hat, deswegen hol ich so weit aus. Aber diese Einstellung, die ich damals hatte und woran es in Wirklichkeit lag, die hab ich immer mitgetragen – in mein Referendariat. In meinem Referendariat, da war es das erste Mal, dass es geklappt hat, dass ich mit Jesus das mache. Und das war im Gegensatz zu all meinen anderen Bekannten weder eine traumatische Erfahrung für mich noch war das irgendwie besonders schrecklich oder so, das war okay. Man musste viel machen, man musste allerhand komische Sachen machen, die man jetzt nicht mehr machen muss. Aber das war okay, das war nicht schrecklich. Das war das erste mal, dass ich sowas gemacht hab, was nicht total zum Kotzen war – für mich jetzt ehrlich gesprochen wie ich das sonst so empfunden habe.

Dann hab ich mein Referendariat ziemlich gut – besser als ich dachte – gemacht, weil Jesus kann das sehr gut. Ich werd gleich jetzt die Schlüssel erzählen warum das so kam – und dann hab ich halt angefangen zu arbeiten und ich hab eine Sache festgestellt: Als Lehrer arbeiten, das macht mir eigentlich total Spaß, aber ich hab so gedacht, ich hab schon als Nebenjobs alle möglichen Sachen gemacht, Dachdecker war ich, ich war bei Hanning am Fließband, das war alles ziemlich schrecklich für mich, ich hab meinem Papa geholfen, das Haus zu bauen – das wusste ich so, das wirst du nie im Leben später freiwillig auch nur eine Sekunde lang machen und deswegen lernst du lieber.

Meine Arbeit hat mir Spaß gemacht solange ich in der Klasse war und unterrichten konnte, aber das ist ja nicht die ganze Arbeit, die der Lehrer machen muss. Ein Lehrer muss auch ziemlich viel Organisationskram machen, der muss all die Stunden vorbereiten und dann muss er noch so Sachen machen, die mir immer total lästig waren. Und die hab ich total gehasst. Ich musste meine ganzen Hefte ordentlich führen, die Klassenbücher. Ein Lehrer hat ja auch Vorgesetzte, Abteilungsleiter heissen die oder Schulleiter und denen musst du auch regelmäßig diverse Dokumente richtig abliefern. Und das hab ich immer verschlampt, das war immer so: Ach, das machst du auf den Drücker. Und dann – als die dritte Mahnung kam, dann okay, dann musst du das mal machen. Und ich fing die ganze Zeit eigentlich schon an darüber nachzudenken: Was wäre wenn Arbeit wirklich so wäre wie dein Hobby? Was wäre wenn Arbeit den ganzen Tag Spaß machen würde? Das war so für mich zumindest der unvorstellbarste Gedanke in meinem Leben. Da dachte ich, ja, da hätte ich vielleicht einen anderen Beruf haben müssen oder so – keine Ahnung. Wenn ich meine Schüler frage, was für eine Arbeit würdet ihr am liebsten machen? – Computerspiele-Tester. So, das kommt dann. Ungefähr so habe ich auch gedacht. Dann müsste ich schon irgendwas machen, keine Ahnung, professioneller Bücher-Leser. Nur Bücher, die ich mag. Oder irgendwelche Sachen, die mir Spaß machen. Aber so eine Arbeit hatte ich ja nicht, und ich wusste, es gibt auch noch wesentlich schlimmere Arbeiten als die, die ich habe. Ich war eigentlich schon ziemlich glücklich.

Und ich hab mich so gefragt, Gott, gibt es eine Möglichkeit, dass ich die Arbeit so mache, dass sie wirklich Spaß macht? Oder anders gefragt: Kannst du meine Arbeit erlösen? Gott konnte mich in meinem Leben erretten, vor dem Teufel, vor vielen anderen Sachen, die mir das Leben schwer gemacht haben. Vor Furcht, vor Sorge, vor Kritik, von diversen Süchten und Sünden konnte Gott mich freimachen, war nicht schwer für ihn. Und diese Sachen machen ja unser Leben zur Hölle. Falls ihr es nicht wusstet – Furcht wird euer Leben zur Hölle machen, Sorge wird euer Leben zur Hölle machen, Sorge wird euer Leben zur Hölle machen. Viele andere Sachen: ständig meckern wird euer Leben zur Hölle machen. Geiz, Habgier, Eifersucht, all diese Dinge werden euer Leben zur Hölle machen. So, und ich hab mich immer gefragt, Gott, gibt es eine Möglichkeit, dass du mein normales Arbeitsleben irgendwie erretten kannst? So wie du mich erretten kannst? So dass ich sage: Das macht mir Spaß.

Und ja, es gibt eine Möglichkeit, und Gott hat das gemacht – das ist jetzt schon eine Zeit lang her. Ich hab das nicht sofort gepredigt, weil ich erst testen wollte, ob es wirklich funktioniert. Und es funktioniert. Deswegen trau ich mich jetzt darüber zu reden.

Wir schlagen mal ein paar Verse auf – 1 Mose 2,15 (SLT):
Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.

Gott hat den Menschen geschaffen damit der Mensch arbeitet. Der Garten Eden war anscheinend kein Paradies von der Sorte, wo man sich in den Schaukelstuhl lehnen konnte und wartete bis einem die reifen Früchte in den Mund fallen. Adam hatte da, der Mensch hatte da eine Aufgabe, er hatte was zu arbeiten da. Für alle die denken, dass im Paradies nicht gearbeitet wird: Ich habe eine schlechte Nachricht für euch, die eigentlich nicht so schlecht ist. Und ich könnte jetzt auch noch ein paar Verse zitieren, wo steht, dass wir im Himmel arbeiten werden. Und im tausendjährigen Reich werden wir auch arbeiten und im neuen Jerusalem wird auch eine Arbeit sein. Aber warum ist das für die meisten von uns eine schlechte Nachricht? Da müssen wir ein Kapitel weitergehen.

1 Mose 3,17-19 (SLT):
Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang; Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du [dein] Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden; denn von ihm bist du genommen. Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren!

1 Mose 3,23 (SLT):
So schickte ihn Gott der Herr aus dem Garten Eden, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war.

So, Gott setzt ihn in den Garten damit er arbeitet. Gott schickt den Menschen aus dem Garten raus damit er arbeitet. Aber ein Unterschied: Von jetzt an ist die Arbeit verflucht. Von jetzt an ist die Arbeit anders. Jetzt kommt Schweiß („im Schweiße deines Angesichts“), das war vorher nicht so. Adam war vorher anscheinend in der Lage den Garten zu bebauen ohne dass es für ihn Mühe und anstrengend war. Adam war anscheinend vorher in der Lage Milliarden von Tieren einen Namen zu geben und sie zu klassifizieren ohne dass sein Gehirn darüber zusammengebrochen ist. Das war eine seiner Aufgaben, die er da zu tun hatte. Und jetzt ist es aber anders. Der Erdboden ist verflucht – „mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang“ – und dann steht hier weiter: „Dornen und Disteln soll er dir tragen“. Also er wird dich stechen oder er wird dir in irgendeiner Weise unbequem sein.

1 Mose 5,29 (SLT):
und er gab ihm den Namen Noah, indem er sprach: Der wird uns trösten über unsere Arbeit und die Mühe unserer Hände, die von dem Erdboden herrührt, den der Herr verflucht hat!

Weil ein Fluch über dem Erdboden, über der Arbeit ist, haben wir alle Mühe – das ist die ganz normale Erfahrung. Und Gott kann von Flüchen erlösen, deswegen hab ich das vorher so gesagt: Kann Gott meine Arbeit erlösen oder erretten? Kann Gott mich befreien von diesem Fluch, der über der Arbeit liegt? Ist das möglich oder ist das nicht möglich?

Ich fing an einige interessante Sachen zu lesen, z.B. ein Typ, der ist schon tot, ein Mann Gottes, der war College-Lehrer und Football-Trainer. Als er noch ziemlich jung war, hatte er eine sehr, sehr schlechte Gesundheit, er hat irgendwas von seiner Mama, eine komische Nervenkrankheit, geerbt und hatte unter ständiger Erschöpfung zu leiden. Er ging zum Arzt, er sagt, es war einer der berühmtesten Nervenärzte in Amerika zu seiner Zeit. Und der Arzt sagte ihm: Wenn du überleben willst – also, du kannst überleben, musst dir keine Sorgen machen, du musst nur aufpassen, dass du nur ein Drittel der Arbeit eines normalen Menschen tust. Solange du das befolgst wirst du ein halbwegs normales Leben haben, weil du hast von deiner Mama diese Krankheit geerbt und wenn du mehr arbeitest wirst du früher sterben. Ich erzähl euch jetzt nicht wie die Geschichte von dem Typen war, aber nach einem Jahr hat dieser Typ – er war Lehrer am College, dann war er Trainer von Sportmannschaften, dann hat er Vollzeit gepredigt jeden Abend in der Woche. Und das dritte war, er hat vollzeitig für eine Zeitschrift als Redakteur gearbeitet. Er hat die Arbeit von drei Männern getan. Und er sagt, alle haben mich zum Predigen eingeladen, weil jeder wollte mein Geheimnis wissen. Nach einem oder nach einem halben Jahr, nachdem Gott ihm dies Geheimnis gezeigt hat, ist er wieder zu seinem Nervenarzt gegangen und wollte mit ihm darüber sprechen über seine Diagnose und ihm sagen, was Gott für ihn getan hat. Aber der Nervenarzt war verstorben in der Zwischenzeit. Das ist die Ironie, die manchmal das Leben so hat.

Ich hab mehrere solche Geschichten gelesen, wo Leute tatsächlich gerne arbeiten – für ihn war das schrecklich, für ihn war das ein vernichtendes Urteil, dass er nur ein Drittel der Arbeit eines normales Menschen tun konnte, weil er so voller Ideen war und so voller Energie war und so viele Sachen vorhatte, die er machen wollte. Vor einem Jahr wäre ich froh gewesen wenn mir jemand gesagt hätte, du darfst nur ein Drittel arbeiten – oh cool. Dieser Mann aber war anders. Und er hatte nie Langeweile, und es war nie anstrengend oder schwierig oder stressig für ihn. Wir kennen alle den Stress wenn wichtige Prüfungen anstehen, wenn die Arbeit zu viel wird – das ist alles ein Teil dieses Fluches. Und ich habe einige Menschen gefunden, die es geschafft haben, diesen Fluch zu überwinden, wo Gott das geschafft hat. Und ich glaube, ich gehöre auch zu diesen Menschen.

Was Gott mir gezeigt hat – also, ich hab noch nie darüber gepredigt, und ich weiß nicht, ob ich das mit den Bibelversen alles zusammenkriege, es kann sein, dass ich ein bisschen hin und herspringe. Das ist voll in Ordnung.

Letztes Jahr irgendwann, als ich so durch meine Arbeitsstelle lief, da merkte ich, oh, da ist der Typ, geh mal lieber so, damit der dich nicht sieht. Nach ein paar Malen dachte ich so, wieso? Du hast gerade gar keinen Bock hier, du willst gerade viel lieber woanders sein. Das ist doch komisch. Normalerweise bist du gerne hier. Normalerweise macht dir das hier Spaß hier zu arbeiten – da fragte ich mich selber also, wieso habe ich gerade gar keine Lust, dem und dem unter die Augen zu treten? Und die Antwort war gar nicht schwer – das waren meine Vorgesetzten, deren Arbeit ich nicht gewissenhaft gemacht hatte. Gott hat mir das sehr deutlich gesagt genau in dem Moment: Weil du deine Arbeit nicht gewissenhaft machst. Alles, was du nicht gewissenhaft erledigst, wird dir eine Last werden und wird dafür sorgen, dass es eklig wird. Naja, das ist gesunder Menschenverstand, oder? Da muss man eigentlich nicht Gott haben, der einem das sagt – ich allerdings schon. Normalerweise verstehen das die meisten Menschen auch so, ohne dass Gott einem das irgendwie klar macht.

Für mich war das so der erste Stein, und ich hab drüber nachgedacht und weil ich hier in der Gemeinde bin und die ganzen langen Predigten immer höre, weiß ich, dass es mit dem Herzen zusammenhängt. Alles was ich tue kommt aus meinem Herzen.

Spr 4,23 (SLT):
Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.

Und ich habe zu Hause Gott gesucht: Gott, was ist wirklich in meinem Herzen? Was ist wirklich los? Und Gott zeigt mir, du verunehrst all deine Vorgesetzten, indem du deine Arbeit nicht gewissenhaft erledigst. Weil Du deine Arbeit nicht gewissenhaft erledigst, haben die doppelte Arbeit, die müssen dir ständig hinterher rennen. Du hältst den auf, du machst dem die Arbeit schwerer.

Okay, ich hab Buße getan – vorallem bei einem. Und hab das gesagt, Gott ich will mich ändern. Okay, das hat funktioniert. War nicht mehr so schlimm. Das war der erste Schritt bei mir – der allererste.

Na gut, der allerallererste Schritt war, dass Gott mich von Furcht frei gemacht hat – deswegen, ich sagte ja, es wird konfus: Zurück zum Studium. Mein Studium war hauptsächlich wegen einer Sache so schrecklich: Weil ich voller Furcht war. Das ist die Hauptursache gewesen. Und als ich mit meinem Studium fertig war, das war ungefähr vor vier Jahren, genau dann fing Gott an mich zu lehren, dass ich alle meine Gedanken gefangen nehmen muss – und vorallem Gedanken der Furcht. Und in meinem Referendariat fing ich an, das auf die Probe zu stellen, das wirklich auszutesten. Weil ich gemerkt hab, dass ich total nervös bin in Prüfungssituationen. Und das hat wunderbar funktioniert. Und das ist eine der Hauptgründe, warum mein Referendariat, was witzigerweise für die meisten Leute viel anstrengender oder nervenaufreibender ist oder ekelhafter ist als das Studium – ihr werdet viel mehr Leute finden, die sagen: Das Referendariat war die Hölle und das Studium war gut. Bei mir war es umgekehrt. Bei mir war das Studium die Hölle und das Referendariat gut. Und der erste Schritt, den Gott bei mir gemacht hat, er hat mich von Furcht befreit. Das war wirklich der allererste Schritt.

Okay, ich hatte jetzt keine Angst mehr, das zu machen, aber es war noch nicht so, dass es wirklich Spaß gemacht hat. Ich hab mich da immer so mit frommen Sprüchen rausgeredet, ja, gut, mein eigentlicher Job, der ist hier in der Gemeinde übersetzen oder predigen oder Gitarre spielen oder was auch immer. Und das hier mache ich nur um meine Familie zu ernähren. Das klingt sehr fromm, ist aber völlig falsch, völlig falsch. Ich dachte, ich hab einen guten geistlichen Grund gefunden, aber das war nur fromme Heuchelei oder eine fromme Ausrede, denn Gott sagt in …

1 Kor 10,31:
Ob ihr nun eßt oder trinkt oder sonst etwas tut — tut alles zur Ehre Gottes!

„Oder sonst etwas tut“ – darunter fällt auch „arbeiten“. Ich habe hier in der Gemeinde oder solche frommen Sachen zur Ehre Gottes getan, essen und trinken, ja, geht auch noch – aber arbeiten oder Klassenarbeiten korrigieren habe ich nicht zur Ehre Gottes getan. Und diesen Organisationskram, den ich zu erledigen hatte als Lehrer, der mir gar nicht passte, den hab ich noch viel weniger zur Ehre Gottes getan. Und ich hatte die ganze Zeit so eine fromme Ausrede: Naja, das ist ja nur „Arbeit“, das mache ich ja nur um meine Familie zu versorgen, das ist ja nicht wirklich was Geistliches, was ich hier mache. Jeder der so denkt, der wird keine Freude haben in seinem Job im Alltag.

Ich werde gerade dran erinnert, dass ich auch über ein Jahr lang überhaupt keine Freude hatte hier zu übersetzen und Gitarre zu spielen, werde ich gerade dran erinnert. Ich hatte nie Lust Gitarre zu spielen, ich wollte lieber Gott anbeten als Gitarre zu spielen – auf deutsch: Ich wollte lieber selber profitieren als anderen zu dienen. Ich wollte auch nicht übersetzen, ich wollte lieber selber da in der Reihe sitzen und die Predigt hören. Weil sehr oft habe ich beim Übersetzen die Predigt nicht mitgehört, weil mein Verstand anderweitig beschäftigt war. Und es hat keinen Spaß gemacht.

Das erste war: Gott macht mich von Furcht frei bzw. ich musste mitmachen: Ich musste anfangen, die Gedanken gefangen zu nehmen. Bei all diesen Sachen, die ich euch erzähle, könnt ihr die Vorstellung, dass ihr sitzt und betet zu Hause und Gott drückt oben auf den roten Knopf und schwingt den Zauberstab: „Befreiung!“ – zack! – „Er hat die richtigen Worte ausgesprochen, jetzt darf ich endlich den Knopf drücken ‚Befreiung von Furcht‘, nach all den Jahren hat er endlich die richtigen Worte gefunden und das richtige magische Zaubergebet gesprochen und er ist von Furcht frei“. Leute, das ist Quatsch. Wir müssen unsere Gedanken gefangen nehmen. Wenn wir sagen, Gott mach mich frei von Furcht, und ich habe keine Dispiplin in meinem Gedankenleben und in meinen Vorstellungen und Gedanken oder meine Vorstellungskraft ist ein offenes Tor für den Teufel – dann wird nichts passieren, gar nichts. Gott hat mich von Furcht frei gemacht.

Gott zeigt mir, alles, was ich schlampig erledige, tue ich nicht zur Ehre Gottes, und es wird mich früher oder später belasten. Es wird die Arbeit, die ich nicht mag, noch ekelhafter machen. Okay, das habe ich gelernt.

Dann zeigt Gott mir einen richtig fiesen Vers. Da fuhr ich im Auto und hör das so in der Hörbibel. 4. Mose 16, da fangen so ein paar Leute an zu rebellieren und das waren Leviten, die rebelliert haben. Und das waren nicht nur irgendwelche Leviten, das waren sozusagen die Leiter von den Leviten. Und die fingen an Stress zu schieben, und die sagten …

4 Mose 16,1-2
1 Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kahats, des Sohnes Levis, nahm mit sich Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, Söhne Rubens, 2 und sie empörten sich gegen Mose (sie rebellierten), samt 250 Männern aus den Kindern Israels, Vorstehern der Gemeinde, Berufenen der Versammlung, angesehenen Männern.

Das waren nicht irgendwelche, das waren Leiter, angesehene Männer.

3 Und sie versammelten sich gegen Mose und gegen Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr beansprucht zu viel (wörtlich: genug für euch, es reicht langsam!); denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der Herr ist in ihrer Mitte! Warum erhebt ihr euch über die Gemeinde des Herrn?

Auf deutsch: Mose und Aaron waren die einzigen, die ins Heiligtum, ins Allerheiligste reindurften. Die Leviten durften nicht ins Heiligtum rein, die Leviten durften nur ins Heilige rein, einige nur in den Vorhof – und sie sagten: Das stimmt gar nicht, Gott redet nicht nur durch euch. Gott redet auch durch uns! Es reicht langsam. Wir sind alle heilig!

Na klar! Voll nicht! Zwei, drei Kapitel vorher, da ist die Rebellion mit den Kundschaftern passiert. Gott ist nicht in ihrer Mitte, völliger Quatsch, ja? Gott ist außerhalb des Lagers, da hat er gewohnt, weil er nicht in der Mitte sein konnte, weil sie also nicht heilig waren. Stimmt alles nicht, was sie hier sagen. Aber das sehen sie nicht. „Ihr erhebt euch über die Gemeinde des Herrn, ihr denkt, ihr seid etwas besonderes“ – Nein, hat Mose nicht gedacht, obwohl er was besonderes war. Ohne Mose wären sie alle schon tot, hätte Mose nicht Fürbitte eingelegt, hätte Mose Gott nicht gebeten, hätte Gott sie schon alle zwei, drei mal umgebracht.

4 Als Mose dies hörte, warf er sich auf sein Angesicht;
5 und er sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte so: Morgen wird der Herr wissen lassen, wer ihm angehört, und wer heilig ist, so daß er ihn zu sich nahen läßt. Wen er erwählt, den wird er zu sich nahen lassen.
6 So tut nun dies, Korah und seine ganze Rotte: Nehmt für euch Räucherpfannen
7 und tut morgen Feuer hinein und legt Räucherwerk darauf vor dem Herrn; und der Mann, den der Herr dann erwählt, der ist heilig. Ihr beansprucht zu viel, ihr Söhne Levis!
8 Und Mose sprach zu Korah: Hört doch, ihr Söhne Levis!

Und jetzt kommt der Vers, den Gott mir da gezeigt hat:

9 Ist es euch zu wenig, daß euch der Gott Israels aus der Gemeinde Israels ausgesondert hat, um euch zu sich nahen zu lassen, damit ihr den Dienst an der Wohnung des Herrn verseht und vor der Gemeinde steht, um ihr zu dienen?

„Ist euch das zu wenig?“ Er sagt: „Gott hat euch eine besondere Stellung unter all denen gegeben.“ Gott hat denen sogar unter den Leviten noch eine besondere Stellung gegeben. Und Mose fragt: „Ist euch das zu wenig?“

10 Er hat dich und alle deine Brüder, die Söhne Levis, samt dir zu ihm nahen lassen, und ihr begehrt nun auch das Priestertum?

Und als ich das hörte, sagt Gott mir: Jeder Art von Dienst, den du hast, ist a) von mir gegeben und b) ist es ein Privileg. Dann dachte ich so, Gott ich sehe das aber nicht als Privileg, weil ich habe keinen Bock dadrauf. Und das war genau der Punkt! Diese Leute haben ihren Dienst, den sie hatten, nicht als Privileg gesehen. Sie konnten der Gegenwart Gottes näher kommen als all die anderen Leute, aber sie haben das nicht als Privileg gesehen. Genauso habe ich das Übersetzen und vor allem das Gitarre spielen nicht als Privileg gesehen, das Gott mir anvertraut hat, und deswegen war mir das auch zur Last geworden.

Das ist die zweite Sache, die Gott mir gezeigt hat: Alles, was ich nicht als von Ihm gegeben, als ein Privileg ansehe, das werde ich verachten. Ich habe das Übersetzen verachtet. Warum? Weil ich so von mir selbst eingenommen war und nur an mich gedacht hatte, weil ich lieber in den Reihen sitzen wollte und empfangen wollte und wollte, dass Gott mich verändert. Ich wollte aber nicht dienen für die anderen. Das ist das Gegenteil von Selbstverleugnung.

Lk 9,23 (Mk 8,34; Mt 16,24)
Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.

Jeder Dienst, den Gott uns gibt, ist ein Privileg von Gott, und es ist eine Möglichkeit, wo wir uns selbst verleugnen können. Jedes Mal, wenn wir uns selbst verleugnen wird eine Kraft freigesetzt, die den Teufel in unserem Leben besiegt, die Gott erlaubt, in uns etwas zu tun. So, das war völlig bescheuert von mir zu denken, wenn ich jetzt hier diene in dem von Gott gegebenen Dienst, dass ich dann irgendetwas verpasse. Hallo? Ich verpasse höchstens etwas wenn ich in einem mir selbst erwählten Dienst diene – den wird Gott auch nie erretten oder erlösen oder von dem Fluch der Arbeit befreien. Okay, ich habe Buße getan, das ging einfach. Seit dem macht mir Übersetzen Spaß und tatsächlich, seitdem ist was passiert, was vorher noch nie war – ich kann die Predigt während des Übersetzens hören. Das ging vorher noch nicht. Ich hab gemerkt, dass ich was mitkriege – okay, das war gut.

Aber Gott hat mich sehr streng ermahnt durch diesen Vers, ich habe es nicht als Privileg gesehen, und ich hatte das erst nur auf diese zwei Sachen bezogen – Übersetzen und Gitarre spielen – aber bei meinem Arbeitsleben ist es genauso: Sobald ich mit Verachtung irgendeine Arbeit angehe wird die Arbeit automatisch ekelhaft für mich. Gott hat mir das auch beim Müll raustragen gezeigt. Jeder verachtet es Müll rauszutragen. Jeder Mensch, glaube ich. Jeder Mensch auf dieser Welt verachtet es Müll rauszutragen. Pampers wechseln, manche, ja. Jeder verachtet es im Winter wenn es regnet und kalt ist, den Müll rauszutragen – vor allem wenn die Mülltonne nicht direkt vor der Haustür steht sondern noch ein bisschen weiter weg ist. Ich glaube, das ist der Hauptgrund warum Müll raustragen eklig ist: weil das jeder verachtet. Und die Art uns Weise, unsere Haltung, mit der wir der Arbeit begegnen, die entscheidet viel mehr wieviel Stress die Arbeit uns wirklich macht.

Gott hat mir danach gezeigt, dass ich eigentlich noch nie im Leben oder dass ich zumindest seitdem ich an der Schule arbeite, diese Arbeit noch nie wirklich gerne gemacht habe und nie wirklich mit Achtung gemacht habe. Ich bin nie wirklich mit einem positiven Gedanken an die Arbeit gegangen. Ich dachte so, orr, okay, früh aufstehen, okay, arbeiten. Und so ging das den ganzen Tag. Und Weihnachten sagt Gott mir diesen Vers mit dem „Siehe, ich verkündige euch große Probleme bzw. große Freude“ – und Gott fragt mich so, na, wie ist es bei dir? Bock auf Probleme oder Bock auf Freude?

Gott zeigt mir in der Weihnachtszeit diesen Vers: Jeden Dienst, den ich nicht mit Ehrerbietung oder mit Achtung, den ich mit Verachtung mache, jeden Dienst, den ich verachte, jede Art von Arbeit, die ich verachte wird automatisch ekelhaft für mich und kann sogar dazu führen, dass ich mich gegen Gott erhehe.

Gott hat mir gezeigt vor Weihnachten, dass ich die Arbeit nicht mag, weil ich meine Vorgesetzen nicht ehre, weil ich die verachte in irgendeiner Weise – oder ich ehre nicht die Position, die sie haben und wo ich mich unterordnen muss. Jeder muss sich seinem Chef unterordnen, das ist so. Christen haben ja besonders ein Problem mit Unterordnung, weil ja so viel Missbrauch damit getrieben wird, aber irgendwie hat kaum einer Probleme sich seinem Chef unterzuordnen, weil er weiß, er wird sonst gefeuert. Das ist sehr einfach, jeder lernt das: Ich tue lieber, was mein Chef von mir will oder ich suche mir eine andere Arbeit. Ja, bei Gott ist das auch so. Gott ist ein bisschen gnädiger und barmherziger als der Chef meistens.

Gott zeigt mir all diese Sachen, und ich habe noch nicht so gemerkt, dass das im Grunde alles auf eine Sache hin abzielt. Und am ersten oder zweiten Tag in diesem Jahr wache ich auf mit einem einzigen Gedanken: Du wirst dieses Jahr keinen negativen Gedanken mehr denken. Und ich dachte so, das klingt so ein bisschen nach „positives Denken“ oder irgendso eine andere Sekte. Oder so ein Quatsch. Und ich hab mich gewundert, was macht dieser Gedanke in meinem Kopf, und der blieb den ganzen Tag. Und ich hab darüber nachgedacht, und ich bin zu dem Schluss gekommen, es gibt wirklich keinen Grund für mich, einen negativen Gedanken zu denken. Und das liegt nicht daran, dass ich jetzt nicht mehr mit de Füßen auf dem Boden stehe oder mit beiden Beinen im Leben stehe, das liegt auch nicht daran, dass ich irgendwie abgehoben bin oder rumlaufe, „ja, alles ist super“. Nein, es ist nicht alles super! Hallo? Ich bin der letzte, der sagt, dass alles toll ist. Jeder, der halbwegs normal im Leben steht, weiß, dass diese Welt nicht super ist, dass diese Welt nicht toll ist, dass die meisten Leute sich hassen und kritisieren und richten und misstrauisch sind und sich verurteilen. Und bei Christen ist es genauso. Ja, ich weiß das alles. Ich weiß auch, dass ich da nicht viel besser bin. Aber wie kann ich dann so bescheuert sein und sagen, ich werde nichts negatives mehr denken? Ich habe gemerkt, dass negative Gedanken der Furcht mir mein ganzes Studium zur Hölle gemacht haben. Und sobald ich die raus hatte, war das Referenderiat schon viel angenehmer, es war nicht Spaß. Aber es war angenehmer.

Ich habe gemerkt, dass negative Gedanken wie Kritik oder einen Menschen verurteilen sofort dazu führt, dass ich mit diesem Menschen nicht mehr zusammen sein möchte. Und dass ich keinen Bock habe mit dem rumzuhängen. Die Gedanken bewirken, dass es ekelhaft wird, dass die Freude weg ist. Ich habe gemerkt, dass sobald ich irgendeine Form von Arbeit oder Dienst verachte mir der Dienst ekelhaft wird und ich keine Lust mehr hab auf den. Und interessanterweise sitzt das so tief, sobald einer von uns irgendetwas tun muss, worauf er keine Lust hat, ohne, dass ihr etwas machen müsst, ist der Gedanke da „oh, jetzt muss ich das schon wieder machen, hm, okay, na, dann hast du es schnell hinter dir“. Diese Gedanken lauern da irgendwo in unserem Unterbewusstsein, und sie werden sofort getriggert, ausgelöst, sobald die Sache nur da ist – und wir uns nicht dagegen wehren.

1 Kor 10,31:
Ob ihr nun eßt oder trinkt oder sonst etwas tut — tut alles zur Ehre Gottes!

Jeder kennt diesen Vers, jeder hat den schon wahrscheinlich 100 mal gehört. Aber ich möchte euch heute hier sagen wie man das richtig praktisch macht im Alltag.

Und ich wache da auf mit diesem komischen Gedanken, mit diesem häretischen (ketzerisch, unorthodox, im Widerspruch zur allgemeinen Lehre) Gedanken: Du wirst keine negativen Gedanken mehr denken ab heute. – Ja, aber die Welt ist doch so in Sünde. Der Leib Christi ist doch so am Boden, und die Christen machen alle so komische Sachen. Wie kann ich da keine negativen Gedanken mehr denken? Wie ist das möglich? Und mein Leben ist ja so durcheinander. Wie soll ich das dann machen?

Ich hab nicht gesagt, dass ich all diese Dinge verleugne. Ich hab nicht gesagt, dass ich irgendwie in Unwahrheit lebe oder in einem Phantasieland. Nein, aber wozu ich mich entschlossen habe an dem Morgen – das war ein Experiment, und ich kann euch jetzt sagen, dass es funktioniert hat. Ich habe gesagt, ich werde das ausprobieren. Sobald ein negativer Gedanke kommt über eine andere Person, ich werde ihn gefangennehmen. Sobald ein negativer Gedanke kommt über das Müll raustragen, ich werde ihn gefangennehmen. Sobald ein negativer Gedanke kommt über meine Arbeit oder über irgendetwas, das ich tue, ich werde ihn gefangennehmen und weigere mich diesen zuende zu denken. Ja, und warum kann ich das machen? Warum kann ich das machen als Christ ohne dass ich bescheuert bin? Das hängt ganz davon ab wie sehr ich an Gott glaube. Glaube ich, dass Gott so groß ist, dass all die Probleme, die mir erlauben negative Gedanken zu denken – weil wir denken ja negative Gedanken nur wenn irgendwo ein Problem da ist oder so und so sündigt und macht völligen Blödsinn, oder ich selber – und dann fange ich an darüber nachzudenken und meine Gedanken darüber werden zu 99% sein: Hach, warum macht der das? Was kann man tun, damit er das nicht macht? Und was wird das bewirken, was werden die anderen Leute denken?

Dieser ganze Haufen an Gedanken, der in diese Richtung geht. Und meistens ist kein einziger Gedanke dabei: Wie wird Gott dieses Problem lösen? Gott ist doch allmächtig, bestimmt findet Gott einen Weg. Diese Gedanken tauchen dann gar nicht auf. Wir fangen mit so ein paar Sorgen an, und die werden immer größer und die werden zu Ängsten und wir malen uns alles aus im Kopf. Und jedes mal wenn wir sowas denken, dann spielt unsere Vorstellungskraft auch noch schön mit. Wir haben gar keinen einzigen Gedanken daran, dass Gott allmächtig ist, dass Gott noch niemals Depressionen hatte. Gott hat sich auch niemals auch nur eine Sorge gemacht. Und Gott ist noch nie verzweifelt an irgendeinem Problem. Diese Gedanken haben wir interessanterweise nicht. Beides ist wahr: Natürlich ist das Problem wahr, aber es ist auch wahr, dass Gott allmächtig ist. Und die Frage ist, von welchem Gedanken lasse ich mich beherrschen? Habe ich im Kopf, dass Gott allmächtig ist und dass Gott einen Weg finden wird? Ich werde keinen Weg finden, hallo? Jeder, der denkt, dass er irgendwie einen Weg finden wird, der ist total verführt und der braucht es gar nicht erst versuchen, der wird voller negativer Gedanken sein und der wird seine Arbeit nicht mögen. Ich denke nicht im geringsten, dass ich irgendwie eine Lösung finde – bei keinem Problem mehr. Ich denke jederzeit, mein Geist ist mit dem Geist Gottes verbunden.

1Kor 6,17
Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.

Paulus schreibt interessanterweise genau in dem selben Brief, dass wir den Sinn Christi haben.

1Kor 2,16
denn »wer hat den Sinn des Herrn erkannt, daß er ihn belehre?« Wir aber haben den Sinn des Christus.

Ich habe den Verstand, das Denken, die gleiche Ausrichtung wie Christus. Das bedeutet, ich kann den Verstand von Christus anzapfen. Und Christus ist ziemlich schlau, denn er hat die Welt gemacht. Er weiß wie das alles funktioniert. Der ist ziemlich schlau. Christus ist der beste Lehrer, gibt keinen besseren. Christus ist der beste Fließbandarbeiter, gibt keinen besseren. Christus ist der beste Ingenieur, Christus ist der beste was auch immer. Er kann alles am besten. Es gibt nichts, was Gott nicht kann. Und wenn ich glaube, dass ich das irgendwie kann, dann bin ich verführt, aber wenn ich weiß, ich kann den Verstand Christi anzapfen oder einfacher gesagt: Gott kann mir eine Idee geben, wie ich dieses Problem löse – dann brauche ich mir keine Sorgen zu machen um all meine negativen Gedanken. Weil jedes mal wenn ich in Sorgen verfalle, wenn ich darin verfalle, dass Problem alleine in meiner Kraft lösen zu wollen und mir den Kopf zerbreche, werde ich gefüllt mit all diesen negativen Gedanken. Das Problem wird schlimmer als es ist. Ich werde nicht wirklich etwas bewirken können in dem Moment und ich leide nur unnötig. Stattdessen kann ich darauf vertrauen, dass Gott mir zu Seiner Zeit die Idee geben wird und dass das funktioniert. Und es funktioniert wirklich, es funktioniert im alltäglichen Leben: Zu Seiner Zeit wird Er dir die Idee geben. Wenn wir es schaffen all das negative Zeug rauszukriegen aus unserem Gehirn, weil die ganzen negativen Gedanken, die wir haben, sind das Haupthindernis um den Sinn Christi zu haben, um Gottes Verstand anzuzapfen oder um die Weisheit Gottes zu bekommen.

Jak 1,5
Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht, und sie wird ihm gegeben werden.

Und Gott wird sie geben. Das ist nicht das Problem. Aber erkennen wir sie wenn Er sie gibt? Sind wir in der Lage sie zu empfangen? Wir sind es nicht wenn wir voller Kritik sind, wenn wir immer nur das negative sehen. Ihr könnt es vergessen. Ihr werdet Gottes Stimme nicht hören, niemals. Ihr werdet Gottes Stimme nur hören wenn Gott solche Sachen macht wie euch in einen Unfall verwickeln oder euch so richtig in den Hinter tritt durch irgendwelche Lebensumstände. Das ist meistens Gottes letzte Chance irgendwie unsere Aufmerksamkeit zu kriegen.

All die negativen Gedanken, die wir haben, Eifersucht, Kritik, Richten, Gedanken, dass ich richtig sein muss, all diese Ausprägungen von Stolz oder Härte, Unbarmherzigkeit, vor allem Verachtung – all diese Gedanken bewirken, dass uns die Arbeit ekelhaft wird und sie bewirken, dass wir nicht wirklich mit Gott eins sind. Oder dass wir nicht wirklich das Gefäß sind, durch das Gott kommen kann. Und das ist, was ich herausgefunden habe, das Haupthindernis, was uns das alltägliche Leben ekelhaft macht.

Ich habe jetzt herausgefunden – wie wache ich morgens auf? „Ach, schon wieder aufstehen – so früh, orr, jetzt hab ich die und die Schüler und die nerven mich so furchtbar“. Wenn ich diese Gedanken nicht aus meinem Gehirn ausräume, die meisten von uns, wenn wir ehrlich sind, wir sind so aufgewachsen, manchmal erzogen worden: Man muss immer aufpassen und misstrauisch sein. Wenn wir so aufgewachsen sind oder noch schlimmer, wenn wir dazu angeleitet wurden, so zu sein, dann werden wir morgens so aufwachen. Der Weg, den der Knabe von klein auf gelernt hat, den wird er später nicht so einfach verlassen, sagt die Bibel.

Spr 22,6
Gewöhne den Knaben an den Weg, den er gehen soll, so wird er nicht davon weichen, wenn er alt wird!

Keinem von uns wurde als Kind schon beigebracht, du musst aufpassen, was du denkst. Du musst deine Gedanken disziplinieren. Nicht jeder Gedanke, den du denkst, kommt von dir. Ein paar kommen von Gott, eine ganze Menge kommen vom Teufel bzw. von seinen Dämonen. Und was mache ich mit all dem Zeug, was der Teufel mir eingibt und womit der Teufel mich füllt und mit all den Bildern in meiner Vorstellungskraft, die der Teufel mir gibt? Die mein ganzes Unterbewusstsein füllen? Von denen ich hier oben gar nicht wirklich was mitkriege, was aber viel mehr mein Verhalten steuert als alle meinen bewussten Gedanken. Sogar unsere Gefühle steuern unser Verhalten mehr, beeinflussen unser tatsächliches Verhalten mehr als unsere Gedanken – nur mal so am Rande. Ganz zu schweigen von den ganzen Bildern, mit denen wir gefüllt sind.

Wir wurden nicht so trainiert, dass wir gesagt haben, der Gedanke ist von unten, der ist von Gott. Wir wurden nicht so trainiert. Mein Kind wird so trainiert werden soweit Gott mir Gnade dafür gibt das umzusetzen. Und ich hoffe, dass ihr das auch macht bei euren Kindern. Aber bei uns wurde das nicht so gemacht. Und das hat zur Folge, dass die meisten von uns in ihrem Verstand und in ihrer Vorstellungskraft völlig passiv sind. Und was reinkommt – ja, das ist halt drinne, ne? „Hm, irgendwie jedes mal wenn ich die und die Person sehe, mag ich die nicht, hm, ich mag die Person nicht. Das ist halt so.“ Nein! Das ist halt nicht so! Du hast da nur eine offene Tür für den Teufel und der bewirkt das in dir. Und solange du dich nicht dagegen entscheidest, so lange du nicht wie Paulus das in 2. Kor 10,5 sagt, „den Gedanken gefangen nimmst“ …

2 Kor 10,5
so daß wir Vernunftschlüsse (Berechnungen, klug erdachte Anschläge) zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangennehmen zum Gehorsam gegen Christus

… oder gegen die Vernunftschlüsse kämpfst. Wisst ihr, Logik klingt immer sehr vernünftig. Aber Logik kann uns sehr leicht reinlegen.

Joh 1,46a
Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? „Der kommt doch aus Nazareth! Wie kann der behaupten, der kommt von Gott?!“ Das ist Logik. Haben die Leute alle über Jesus gesagt, im Joh-Evangelium und so. „Der kommt doch aus Narareth! Was will der denn?“

Wie kann jemand, der in Nazareth aufwächst, wie kann der der Erretter sein? Das sagt die Logik eben, sie haben alle gesehen, Jesus, seine Eltern, die haben alle in Nazareth gelebt. Nein, nein, das geht ja gar nicht. Guck doch, lies doch die Bibel, geht gar nicht. Haben sie alle gesagt, das ist Logik, das sind Vernunftschlüsse.

Ein Schriftsteller sagte mal, Logik ist schön und gut, aber manchmal muss man aussteigen und zu Fuß weitergehen (Terry Pratchett). Wir müssen einfach unseren Verstand demütigen und die Logik, die für uns so logisch erscheint, ist nicht immer die Logik Gottes. Weil uns manchmal, meistens entscheidende Teile des Puzzles fehlen und unsere Gedanken sind nicht Gottes Gedanken. Gottes Gedanken sind höher als unsere Gedanken.

Jes 55,9
sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Deswegen müssen wir sehr aufpassen über unsere Gedanken, und wir sind alle so aufgewachsen, dass wir ungefiltert alles hier reinlassen. Und Gedanken können nur aus drei Quellen kommen: Von uns selber, vom Teufel, von Gott. Und wir filtern nicht nach diesen drei Quellen: Woher kommt das?

Das ist sozusagen der Hauptgrund, das ist das, was uns unser alltägliches Leben zur Hölle macht. Es ist gar nicht so sehr die Arbeit an sich. Ich habe z.B. festgestellt, es gibt Leute, die machen total gerne praktische Arbeit – die lieben das richtig. Ich mochte das nie. Irgendwann hab ich festgestellt, ne, die mögen das! Dann hab ich festgestellt, es gibt Leute, für die ist das voll schlimm wenn die sich hinsetzen und was durchrechnen müssen. Dann haben die voll die Panik und so. Nein, das ist für mich nicht schlimm – das mache ich viel lieber als praktische Arbeit. Gott hat uns alle in gewisser weise verschieden geschaffen, und ich bin sehr froh, dass es Leute gibt, die praktische Arbeit gerne machen. Aber das zeigt andererseits auch, dass es nicht so sehr die Arbeit ist, die ansich ekelhaft ist oder nicht ekelhaft ist, sondern es zeigt, dass es viel mehr meine Einstellung ist. Leute, die gerne praktische Arbeit machen, die denken nicht so wie ich über praktische Arbeit, die denken, „ohh, cool, jetzt kann ich was bauen.“ Die denken da viel positiver rüber. Leute, die es nicht mögen, irgendeine Sache zu durchdenken oder irgendein mathematisches Problem logisch zu lösen, die denken nicht so wie ich, „och …“ – die sehen das nicht als Herausforderung, sondern die sehen das so „ahhh – Hilfe, lass mich in Ruhe damit.“

Jede Arbeit, die ihr mögt, alles, was ihr tut, was ihr mögt, darüber denkt ihr nicht negativ. Ist euch das schon mal aufgefallen? Und alles, was ihr nicht mögt, da sind schon, bevor ihr das überhaupt angefangen habt zu tun, ist euer Kopf schon voll mit allen möglichen negativen Gedanken. Und diese negativen Gedanken verhindern, dass wir es wirklich zur Ehre Gottes tun.

1 Kor 10,31:
Ob ihr nun eßt oder trinkt oder sonst etwas tut — tut alles zur Ehre Gottes!

Der richtige Weg ist, wenn wir die Sache lieben und ehren oder verehren. Ein Mann Gottes sagte mal, Jesus hatte die Fähigkeit, selbst die banalsten Alltagsprobleme zu einem Meisterstück zu machen. Jesus muss die Steuern zahlen – wie löst Jesus das Problem? Er schickt Petrus raus, der einen Fisch fängt, der im Bauch Geld hat.

Mt 17,27
Wir wollen sie jedoch nicht vor den Kopf stoßen. Geh hinunter zum See und wirf eine Angelschnur aus. Dem ersten Fisch, den du fängst, öffne das Maul. Du wirst darin eine Münze finden. Nimm diese Münze und bezahle damit für uns beide die Steuer.

Das ist ziemlich cool, oder? Jesus hatte nicht Depressionen gekriegt: „Wo nehmen wir jetzt das Geld her? Wo ist Judas. Judas hat doch unsere Geldbörse. Holt mal schnell Judas, dann können wir die bezahlen.“ Nein, Jesus hatte eine Art und Weise, eine Genialität, die er nicht in sich selbst hatte, weil er sagt, ich tue nichts ohne Gott.

Joh 5,30a
Ich kann nichts von mir selbst aus tun.

Diese geniale Idee, genau Petrus dahin zu schicken, wo gerade dieser Fisch vorbeikommt, der zufällig sich mal verschluckt hat an dem Geldstück, das war Gottes Idee. Jesus sagt: Ich kann nichts aus mir selbst tun. Und weil Jesus so gelebt hat und eins war mit Gott, den Sinn Gottes hatte, die Ideen Gottes hatte, hat er so gelebt, dass sein langweiliger Alltag nie langweilig war. Und interessanterweise hat Jesus nicht einmal auf die gleiche Art einen Menschen geheilt. Manchmal hat er nur durch ein Wort, durch Hände auflegen, manchmal hat er es durch Anspucken getan, manchmal hat er Lehm aufgeschmiert – durch alle möglichen Sachen. Jesus hatte die Fähigkeit aus dem normalen Alltag etwas geniales zu machen, ein Meisterstück zu machen. Das ist Gott, weil Gott ist der Kreator, der Schöpfer. C. S. Lewis sagte immer, Gott ist der einzige wirklich Kreative, und alle Kreativität, die irgendein Künstler oder irgendein Mensch hat, ist im Grunde nur die Kreativität, die Gott ihm von sich selbst abgibt oder wo er Gott durch sich fließen lässt.

Gott ist der einzige Schöpfer. Wenn Menschen versuchen kreativ zu sein ohne dass sie auf Gottes Ideen sich verlassen, dann ist es eine destruktive Kreativität, die keine echte Kreativität ist. Es ist dann eine Kreativität, die rein verneinend ist. „Okay, ich möchte etwas ganz neues machen, unsere Band soll so klingen wie keine andere Band, also machen wir nicht das, und wir machen nicht das.“ Das ist eine Kreativität, die nur verneinen kann, Sachen, die es schon gibt. Aber die nicht aus sich selbst irgendetwas völlig neues entdecken kann, was noch kein Mensch zuvor entdeckt hat. Diese Kreativität ist nur von Gott. Diese verneinende, falsche Kreativität, das ist, was der Teufel macht: Er nimmt Gottes Geschöpf und macht es hässlich. Er ist selber von dem schönsten Geschöpf zum hässlichsten geworden. Vom dem Engel des Lichts zum Teufel.

2Kor 11,14
Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts.

In dem Maße wie ich mit Gott eins sein kann und wie ich Gott durch mich kommen lassen kann – das ist das, was wir hier so oft hören, dass wir ein Gefäß für Gott sind:

2Kor 4,7
Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns.

Wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen, wir haben den Sinn Christi.

1Kor 2,16b
Wir aber haben den Sinn des Christus.

Das ist die Möglichkeit wie Gott in uns reinkommen kann und unseren stinknormalen Alltag so erretten kann, unsere Arbeit erretten kann von diesem Fluch der Mühe und Last – dass es uns a) Spaß macht und dass b) alles, was wir anpacken zu einem Meisterstück wird.

Es gibt drei Leute in der Bibel, die haben das wahrscheinlich mehr als alle anderen Männer Gottes so erlebt. Man kann ein großer Mann Gottes sein, und trotzdem nicht so viel Spaß haben – so wie Elia z.B. Der hatte Depressionen und nicht immer Spaß. Oder Jakob, Jakob war von Gott geliebt und Jakob hat alle möglichen krassen Sachen mit Gott erlebt, aber so Jakob vor Pharao steht, kurz vor Ende seines Lebens, sagt er: „Ich habe ein hartes und schreckliches Leben gehabt. Ich hab nicht gemerkt, dass Gott mich die ganze Zeit liebt, wusste ich nicht – obwohl er es mir ein paar mal gesagt hat. Aber ich hab die ganze Zeit nur Mühe gehabt in meinem Leben“. Aber obwohl er ein Mann Gottes war, den Gott sehr geliebt hat, hatte er nicht dieses Geheimnis entdeckt.

Aber es gibt drei Leute, das sind Josef, David und Daniel, die dieses Geheimnis entdeckt hatten und die es geschafft haben, alles, was sie angepackt haben, hat funktioniert und ist so zu einem Meisterstück geworden und ist richtig gut geworden.

1 Sam 18
14 Und David hatte auf allen seinen Wegen Gelingen, und der Herr war mit ihm.
15 Als nun Saul sah, daß ihm alles gelang, scheute er sich vor ihm.

Das ist interessant, David hat nirgendwo gelernt, wie man z.B. Krieg führt. Er ist nicht in die Kriegsschule gegangen wie Sauls Soldaten. Seine einzige Schule war auf übernatürliche Art und Weise einen Bären platt zu machen, durch übernatürliche Art und Weise durch Gottes Eingreifen einen Löwen platt zu machen und durch übernatürliche Art und Weise einen Riesen platt zu machen. Daraufhin, was macht Saul? Saul stellt ihn als einen Obersten in seiner Armee ein. Er musste jetzt kämpfen gegen die Philister. David hatte keine Ahnung von Taktik und von Waffen und von all diesen Sachen. David hat keine Ahnung, er hat das nicht gelernt. Aber wir lesen in Vers 6 …

6 Es geschah aber, als sie heimkamen, als David von der Schlacht der Philister zurückkehrte, daß die Frauen aus allen Städten Israels mit Gesang und Reigen dem König Saul entgegengingen, mit Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln.
7 Und die Frauen sangen im Reigen und riefen: »Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende!«

Aha, ohne dass er es gelernt hatte.

8 Da ergrimmte Saul sehr, und dieses Wort mißfiel ihm, und er sprach: Sie haben dem David Zehntausende gegeben und mir Tausende; es fehlt ihm nur noch das Königreich!
9 Und Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an und forthin.

Und am Ende sieht Saul, alles, was der Typ macht, das klappt obwohl er es nirgendwo gelernt hatte. Warum? Weil er selber so toll ist? Nein! Weil er ein Gefäß ist für Gott und weil David einer der wenigen Männer war, wo Gott in all diesen Bereichen durchkommen konnte. Das ist purer Wahnsinn. Jemandem, der noch nie gekämpft hat, zu sagen: Hier, du hast diese Division Soldaten, mach mal den Schlachtzug da. Das ist Selbstmord. Aber David hat das nicht selber gemacht. David hatte Gottes Ideen und Gottes Kreativität und David wusste wie man das anzapfen konnte.

Anderes Beispiel Josef. Josef wird verkauft als Sklave. Was passiert? Nach kürzester Zeit wurde er über alle Sklaven gesetzt, weil Potifar sah, dass sobald Josef irgendwo die Verantwortung für etwas hatte, läuft das super, läuft das besser. Und er sah, das bringt seinem ganzen Haus einen Nutzen. Alles, was er machte, klappte.

1 Mose 39
3 Und als sein Gebieter sah, daß der Herr mit ihm war, und daß der Herr in seiner Hand alles gelingen ließ, was er unternahm,
4 da fand Joseph Gnade in seinen Augen und durfte ihn bedienen; und er setzte ihn zum Aufseher über sein Haus und gab alles, was er hatte, in seine Hand.

Jetzt ist Josef im Gefängnis. Obwohl Josef alles super gemacht hat, sorgt Gott selber dafür, dass er in den Knast kommt. Jetzt wäre doch wirklich der Punkt, wo Josef mal ein paar negative Gedanken reinlassen könnte, oder? „Äh, wieso macht Gott das? Gott hat mir doch diese Prophetie gegeben, ich werde das und das und das sein und jetzt bin ich hier im Knast, und das sah doch so gut aus im Haus des Potifar, ich hab doch Karriere gemacht!“ Und glaubt ihr, Josef hätte im Knast so gut seine dortige Arbeit verrichtet wenn er diese negativen Gedanken hätte? Glaubt ihr, jemand, der depressiv ist, der voller negativer Gedanken ist, der wird seine Arbeit so erledigen – niemals!

21 Aber der Herr war mit Joseph und verschaffte ihm Gunst und schenkte ihm Gnade vor den Augen des Kerkermeisters.
22 Und der Kerkermeister gab alle Gefangenen, die im Kerker waren, in Josephs Hand; und alles, was es dort zu tun gab, geschah durch ihn.
23 Der Kerkermeister kümmerte sich nicht im geringsten um irgend etwas, das [Joseph] in die Hand nahm; denn der Herr war mit ihm, und der Herr ließ alles gelingen, was er tat.

Und Daniel lesen wir jetzt nicht, bei Daniel war es genau das gleiche.

Das zeigt uns, dass so etwas tatsächlich möglich ist. Die Frage ist nur: Sind wir bereit mitzumachen mit Gott? Aber wenn wir so leben, dann zeigen wir den Menschen tatsächlich, dass es eine Möglichkeit gibt. Es ist interessant, wenn man sich mal die ganzen Nobelpreisträger durchschaut, die irgenwelchen bahnbrechenden Erfindungen gemacht haben. Die meisten haben, bei vielen war es so, sie haben eine Idee gekriegt, irgendetwas zu tun, eine Eingebung, wo sie selber nicht wussten, wo die herkam. Natürlich kam die von Gott. Gott hatte Gnade mit der Menschheit und hat gesagt: Wir lassen die Menschen jetzt mal dies und das entdecken, um denen das Leben ein bisschen leichter zu machen. Manchmal war es einfach nur ein Einfall, und es war da. Bei anderen, bei dem Herrn Röntgen, der die Röntgenstrahlen erfunden hat, sagte er selber: Ich weiß nicht, warum ich diese Folie um meine Apparatur machte, ich weiß nicht, warum ich das tat. Aber er machte es einfach, und er wusste nicht, warum er das macht, sagt er selber. Und das Ergebnis war, dass er seine Knochen sehen konnte, dass er die Röntgenstrahlen entdeckt hatte.

Ich habe in der Geschichte viele Leute, Christen oder Nichtchristen, egal, gefunden – es gibt einige, wenige Christen, die tatsächlich so wie Daniel, Josef oder David in dieser Hinsicht im Arbeitsleben gelebt haben, die bahnbrechende Erfindungen gemacht haben, weil Gott sie ihnen eingegeben hat ohne dass irgendwas gelernt haben. Aber gut, das ist eine andere Geschichte. Wer will, kann das alles bei Wikipedia nachlesen. Es funktioniert heute noch, das ist das, was ich sagen will.

Und selbst wenn ihr keinen Glauben habt für solche krassen Sachen, wir können doch das Experiment versuchen, das in unserem Alltagsleben anzufangen:

  • Wir entscheiden uns, wir werden keine negativen Gedanken mehr über die Dinge denken, die wir nicht mögen.
  • Wir entscheiden uns, wir werden versuchen so gut wir können die Dinge zu ehren und nicht zu verachten.
  • Wir entscheiden uns, wir werden unsere Vorgesetzen ehren und nicht verachten.
  • Wir entscheiden uns, dass wir die Sachen, so gut wir es können gewissenhaft machen.

Damit meine ich nicht, dass wir in einen Perfektionismus verfallen, der uns auffrisst. Das ist wieder das Gegenteil, das ist die Verfälschung vom Teufel. Aber so weit es in unserer Macht steht machen wir es so gut wir können, und wenn wir es so gut gemacht haben wie wir es können, dann brauchen wir kein schlechtes Gewissen haben, wenn es einigen Menschen nicht gut genug war.

Ich möchte euch herausfordern, dass ihr das austestet, ob das bei euch auch funktioniert.

Okay, Furcht ist glaube ich eins der Haupthindernisse in dieser Sache. Furcht ist ja richtig böse. Die müssen wir rausschmeissen. Aber solche Sachen wie „Dinge mit Verachtung tun“, „Dinge nicht wirklich wertschätzen“, das ist auch übel. Das zeigt, das wir ein böses Herz haben.

Drei mal steht in der Bibel, dass Genuss von Gott kommt. Alles, was wir genießen können in irgendeiner Weise ist Gnade von Gott.

1 Tim 6,17b:
Gott, der uns alles reichlich zum Genuß darreicht.

Zwei mal steht im Buch „Prediger“, dass wenn jemand etwas genießen kann, dann ist es nur von Gott, nicht weil er reich ist.

Pred 5,18
Auch wenn Gott irgend einem Menschen Reichtum und Schätze gibt und ihm gestattet, davon zu genießen und sein Teil zu nehmen und sich zu freuen in seiner Mühe, so ist das eine Gabe Gottes.

Pred 6,2
Wenn Gott einem Menschen Reichtum, Schätze und Ehre gibt, so daß ihm gar nichts fehlt, wonach seine Seele begehrt, wenn ihm Gott aber nicht gestattet, davon zu genießen, sondern ein Fremder bekommt es zu genießen, so ist das nichtig und ein schweres Leid!

Es gibt viele reiche Leute, die können ihren Reichtum nicht genießen. Es gibt viele Leute, die erarbeiten sich Dinge, können die Früchte ihrer Arbeit aber nicht genießen. Das ist ein Teil des Fluches. Aber Genuss kommt von Gott. Und Gott wird uns den Genuss geben. Und fordere euch heraus, das auszuprobieren. Wenn ihr das noch nie gemacht habt, auf eure Gedanken aufzupassen, dann wird das schwer. Es ist wichtig, dass ihr nicht enttäuscht seid, wenn das nur drei mal am Tag klappt anstatt vielleicht 30000 Mal wie es hätte sein müssen. Wir müssen einfach Gott dankbar sein, dass er uns für drei mal Gnade gegeben hat. Weil auch die drei mal, wo es geklappt hat, hätten wir nicht ohne Gott geschafft. Probiert das aus.

Gerade wenn ihr Sachen macht, die ihr bis jetzt nicht mochtet. Und dann fragt euch selber: Hab ich die Sache geliebt oder hab ich sie verachtet? Hab ich meine Vorgesetzten für diese Sache geehrt oder habe ich sie verunehrt? Bin ich die Sache mit Respekt angegangen oder nicht? Habe ich Angst gehabt oder nicht?

Wenn ihr euch jetzt irgendeine Sache vorstellt, die ihr überhaupt nicht mögt, dann werden wahrscheinlich sofort all diese negativen Gedanken ausgelöst. Habt ihr euch bis jetzt irgendwann mal dagegen gewehrt oder nicht? Wenn wir uns entscheiden, diese Gedanken nicht mehr zu denken, das alleine löst noch nicht das Problem. Wer das glaubt ist verführt. Aber das bringt uns in die Möglichkeit mit Gott eins zu sein, den Sinn Christi zu haben und Gottes Gedanken zu empfangen für dieses Problem. Und auf diese Art und Weise können wir jedes Problem und jede Schwierigkeit als Herausforderung sehen. Und wir behalten im Kopf, dass Gott niemals Depressionen haben wird – niemals. Und ich kann euch versprechen, dass euch euer Leben viel mehr Spaß machen wird. Und ihr müsst nicht mehr von Wochenende zu Wochenende leben und diese komischen fünf Tage da durchstehen. Es gibt verschiedene Arten von Leben, es gibt pflanzliches Leben, mineralisches Leben, tierisches Leben, menschliches Leben und es gibt das „zoe“, das göttliche Leben. Die meisten Menschen, das hat Gott mir gesagt, leben wie Pflanzen. Die sind wie so ein Baum, der steht sein ganzes Leben lang auf derselben Stelle, kommt nie vom Fleck. Er macht ein bisschen was gutes, er gibt ein bisschen Sauerstoff, er saugt aber aus seiner Umgebung sehr viele Nährstoffe aus, und irgendwann, wenn keine Nährstoffe mehr da sind, die er aussaugen kann, stirbt er. Die meisten Leute leben so, sie gehen fünf Tage die Woche zur Arbeit, machen jeden Tag dasselbe, am Wochenende müssen sie sich besaufen, weil sie es nicht aushalten oder machen irgendwas anderes um sich zu betäuben, was ich verstehen kann. Weil ich es wahrscheinlich auch machen würde wenn ich so leben würde. Dann arbeiten sie wieder fünf Tage die Woche. Sie kommen noch nicht mal in der Welt irgendwie rum. Das ist pure Langeweile und Eintönigkeit – wo ist der Unterschied zu einem Baum?

Manche Leute haben ein Leben, das ist wie das Leben eines Tieres. Ein Tier ist nur von seinen Lüsten gesteuert, von seinen Trieben. Die Bibel redet über Menschen, deren Verstand wie der der Tiere ist.

In Judas zum Beispiel – Jud 10:
Diese aber lästern alles, was sie nicht verstehen; was sie aber von Natur wie die unvernünftigen Tiere wissen, darin verderben sie sich.

Aber auch an anderen Stellen:

Röm 1,23
und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht.

Paulus redet da von solchen degenerierten Menschen. Die sehen zwar aus wie Menschen, die sind vielleicht auch halbwegs schlau oder können irgendwas, aber ihr ganzes Ziel ist: Ich will meine Lust befriedigen. Wenn du so ein Leben hast, dann unterscheidet sich dein Leben im Grunde nicht viel mehr von dem eines Tieres.

Paulus sagt in Korinther, ihr werdet sterben wie normale Menschen. Wir sind sogar dazu berufen ein Leben zu haben, was sich von anderen Menschen unterscheidet. Paulus sagt den Korinthern: Ihr werdet sterben wie normale Menschen.

Vielleicht erinnert ihr euch an die Predigt mit diesen kontroversen Versen, die Jesus zitiert aus den Psalmen „Ihr seid Götter“. Wenn wir einen göttlichen Schatz, wenn wir den Heiligen Geist in uns haben, und wenn wir tatsächlich behaupten, dass wir mit dem Schöpfer, dass wir mit dem Kreativen in Verbindung stehen, mit dem kreativsten Wesen, das es je gab. Wenn wir tatsächlich behaupten, dass wir eine Verbindung zu dem kreativen Schöpfer haben, sollte sich das dann nicht irgendwie zeigen und unser Leben kreativ machen? Das sollte uns eigentlich – und Paulus sagt das sehr deutlich – in die Lage versetzen, ein Leben zu leben, das sich abhebt, was eine andere Qualität hat als nur ein einfaches menschliches Leben. Okay, damit schließe ich.

Vater im Himmel, Du allein weißt, was in unserem Verstand, in unseren Gefühlen, in unserer Vorstellungskraft, in unserem Unterbewusstsein, in unserem gesamten unsichtbaren Mensch, Du weißt, was sich da im Laufe der Jahre alles abgelagert hat. Und ich bitte Dich, dass Du mit deinem Staubsauger kommst und den ganzen Dreck wegsaugst. Ich bitte Dich, dass Du uns einiges von dem Dreck ins Bewusstsein bringst und es uns zeigst, was für Schimmelpilze wir alles in unserem Unterbewusstsein, in unserem unsichtbaren Menschen mit uns rumschleppen, die uns das Leben zur Hölle machen. Gott, danke, dass Du uns von jedem Fluch erlösen kannst. Danke, dass Du ein Erretter bist. Dass Dir kein Problem zu groß ist.

Und es ist nicht so sehr nur in unserem Interesse, dass wir hier mehr Spaß haben, darum geht es in Wirklichkeit überhaupt nicht, sondern es geht darum, dass die Leute sehen, dass da ein Gott in Israel ist. Dass da wirklich tatsächlich ein Gott existiert. Und wie sollen sie es sehen wenn wir leben wie Bäume oder wie Tiere oder wie normale Menschen? Wie sollen sie das erkennen?

Gott, ich möchte Dich bitten, dass Du all die Herzenshaltungen der Missachtung und der Verunehrung und der Verachtung jetzt ins Bewusstsein rufst bei uns. Wo wir uns versündigt haben, wo wir einen geistlichen Dienst nicht geachtet haben, wo wir das Herz von Korah hatten und rebelliert haben oder wo wir irgendeine Arbeit, die Du uns gegeben hast, damit wir unsere Familie versorgen können, wo wir sie missachtet haben. Ich möchte Dich bitten, dass du uns das jetzt ins Bewusstsein rufst und ich möchte dir gleichzeitig auch danken, dass du uns das vergibst wenn wir es bekennen und vor dich bringen. Danke, dass Du uns diese Herzenshaltung vergibst. Danke, dass Du uns vergibst, wo wir mit Verachtung auf das Leben geschaut haben, welches Du uns gegeben hast, dass wir es leben dürfen. Vergib uns all die Kritik, vergib uns, wo wir nur das negative gesehen haben. Vergib uns, wo wir immer nur gesehen haben, was der Teufel tun kann und wo wir nicht sehen wollten, was du tun kannst. Vergib uns, dass unser Glaube so klein ist, dass wir dir nicht zugetraut haben, dass du auf eine meisterhafte Art und Weise unseren Alltag genial gestalten kannst.

Gott, wir wollen ab jetzt immer diese Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Du uns einen genialen Einfall geben kannst, sei es für unsere Arbeit, sei es für unser zu Hause, für unsere Familie oder für was auch immer. Wir erkennen Dich an als kreativer einziger Schöpfer. Du hast Himmel und Erde geschaffen, und Du bist so kreativ und möchtest das mit uns teilen.

Danke, Herr, dass es so etwas wie eigene Kreativität oder so nicht wirklich gibt, sondern dass alles von dir kommt. Lass uns doch zu einem Volk werden, zu Menschen werden, die mit unserem alltäglichen Leben beweisen, dass es da einen mächtigen Gott gibt, einen mächtigen Erretter, der unglaubliche Dinge tun kann so wie Du es durch David getan hast, so wie du all die Heiden durch Daniel verblüfft hast und die sich gewundert haben, woher hat der all diese Weisheit? Und wieso ist der schlauer als jeder von uns?

Und Gott, du sagst auch, dass es nicht funktionieren wird wenn wir uns nicht selbst verleugnen, wenn wir nur unseren eigenen Vorteil im Sinn haben. Es wird nicht funktionieren wenn wir nicht im Kleinen treu sind. Danke, dass du uns die Kraft gibst im Kleinen treu zu sein. Und wenn wir hier rausgehen, lass doch jeden wissen, wo er im kleinen treu sein kann. Lass jeden wissen, wo er dienen kann ohne etwas zurück zu erwarten, wo wir geben können ohne eine Gegenleistung zu erwarten so wie du es in der Bergpredigt sagst. Und du sagst, alles was ihr wollt, das die Menschen euch tun, das tut ihr ihnen zuerst. Und mach das doch zu unserer Haltung. Dann werden wir nie wieder auf irgendeine Sache verächtlich schauen.

Danke Jesus, dass der Engel damals nicht gelogen hat. Vergib uns, dass wir es oft so aussehen lassen als ob der Engel die Hirten damals angelogen hat, aber er hat sie nicht angelogen. Es ist tatsächlich große Freude, Jesus. Vergib uns, dass wir das nicht gesehen haben. Danke dafür Jesus, dass wir dieses Leben leben können. Amen.