Archiv der Kategorie: Gebet3

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (50:00 bis Ende)

 

Wir werden global denken, wir werden großflächig denken, wir werden mit gewaltigen Bulldozern kommen und die geistliche Landschaft umstrukturieren. Das ist unsere Aufgabe: Mächte der Finsternis in Ketten legen, Gericht an ihnen vollziehen und all diese Dinge.

Und wenn das nicht eine Realität durch den Heiligen Geist wird, dann können wir die powervollsten Lieder singen – ohne Glauben, und der Teufel steht daneben, und sagt: „Macht nur weiter so. Das tut mir überhaupt nichts“.

Was ihn trifft und was die Sache scharf macht, ist der Glaube im Herzen. Das ist der Unterschied. Und deswegen kann der eine sagen: „Im Namen Jesu – weiche!“ und es passiert nichts, und der andere sagt: „Im Namen Jesu – weiche!“ und der Teufel kriegt fast einen Herzinfarkt.

Das ist jetzt ein bisschen übertrieben, ja? Er ist noch langlebig, und er wird nicht umkommen. Er hat ja noch eine Zukunft vor sich im Feuersee. Hallelujah. Und wir werden keinen Mitleid mit ihm haben, weil Gott kein Mitleid mit ihm hat. Die Gerichte Gottes sind gerecht.

Ps 119,164 (NeÜ)
Ich preise dich täglich wohl sieben Mal, / denn deine Gerichte sind gut und gerecht.

Und alle, die Gott kennen, werden jubeln wenn Gott sein Gericht macht.

Ps 48,12 (NeÜ)
Es freue sich der Zionsberg, / auch Judas Städte sollen jubeln / wegen deiner gerechten Gerichte.

Hallelujah. Wir stehen auf Seiner Seite, sind nicht sentimental und spinnen rum wie heute Leute rumspinnen mit dieser falschen Gnade und planen schon irgendwo noch die Versöhnung und die Erlösung vom Teufel und all diese ganzen Geschichten. Es wird mit dem Teufel so passieren wie geschrieben ist und kein bisschen anders – kein bisschen anders.

Und auch wenn ihr Badenser seid, ihr könnt ruhig mal „Amen“ sagen an der richtigen Stelle. Das will ich mal sagen. Ich predige nicht um euer „Amen“ zu bekommen, aber ihr könntet wirklich mal ein bisschen in die Socken kommen und wirklich mal — er hat mir gesagt, ich soll das sagen. Nein, hat er nicht. So. Oh, Hallelujah.

Ich denke, obwohl hier noch so einiges wichtiges auf meinem Konzept ist, ich denke, ich belasse es hier dabei. Diese zweite Einheit war sowieso noch geschenkt, ja? Die war gar nicht geplant, die hab ich ja durchgesetzt. Hallelujah. Kommt, wollen wir mal aufstehen?

Abschlussgebet.

Herr, wir haben das so nötig, dass Dein Geist kommt und uns klar macht, was Gemeinde ist und uns klar macht, wofür Du uns gerufen hast, was das Ziel ist und worum es geht. Und wie wir bei aller Liebe und bei aller Freundlichkeit und bei aller Sanftmut scharfe Kämpfer werden können – ohne irgendwie ins Fleisch zu kommen, ohne extrem zu werden, ohne in menschlichen Zorn zu kommen. Hallelujah. Jesus, Du hattest diese Balance, Du hattest dieses „Löwe und Lamm“, diese Demut und diese Kühnheit und diese Entschiedenheit und diese Unerbittlichkeit gegenüber dem Feind, Herr. Und wir wollen Dich kennenlernen, und deswegen laden wir Dich ein, Heiliger Geist, dass Du uns dienst, dass Du uns die Augen auf tust, dass wir begreifen, was ist Gemeinde, was heißt Christsein, was ist unser Platz, was ist unsere Aufgabe in der Endzeit, was kommt auf uns zu, Herr? Und wie willst Du durch uns wirken durch Gebet, Herr? Wie willst du Dinge verändern, wie willst Du geistliche Barrieren brechen und Raum machen und Bahn machen für die Erkenntnis Deines wunderbaren Wesens, Herr? Oh,Hallelujah.

Herr, wir haben so viel Bedarf zu Dir zu schreien um geöffnete Augen des Herzens, um Veränderung, um eine neue Perspektive. Füll uns doch, Herr, mit Erkenntnis Deines Willens, und hilf uns, dass wir immer wieder dran sind. So wie der Feind Tag und Nacht redet, so werden wir auch mehr und mehr und immer intensiver beten. Komm, Heiliger Geist, öffne uns die Augen, zeige uns, Geist der Weisheit und Offenbarung, lass uns das Herz und die Absichten Gottes verstehen für diese Tage, in denen wir leben. Lass uns verstehen, worum es geht. Lass uns verstehen, dass unsere Gebete wichtig sind, lass uns verstehen, dass unser Leben jetzt hier zählt für die Ewigkeit. Hilf Du doch, dass wir nicht so denken wie alle anderen Heiden, mit 80 oder 85 oder wann auch immer ist hier fertig und dann sind wir einfach tot, Herr, wir sind nicht tot, wir fangen dann an zu leben. Wir kommen in das Wirkliche hinein. Reiss den Schleier weg, zeig uns die Ewigkeit, zeig uns, worum es wirklich geht, zeig uns Deine Endzeitpläne, zeig uns diese herrliche Perspektive, in aller Ewigkeit mit Dir verbunden zu sein und mach uns zu Kämpfern für Dein Reich, Herr. Belebe und intensiviere unser Gebetsleben und komm mit Glauben in unsere Herzen, dass wir Deinem Wort wirklich glauben. Hallelujah. Wir brauchen so dringend Deine Hilfe, komm und hilf uns, komm und hilf uns, komm und hilf uns. Heiliger Geist, komm und hilf uns und bring uns hinein in neue Dimensionen der Klarheit und der Realität.

Hallelujah. Und wir danken Dir, dass Du das hörst, und dass Du das gerne tun willst, und dass Du uns rufst dran zu bleiben und im Eifer und im Feuer und in der Entschiedenheit mit Dir zu bleiben. Danke, Herr, für Deine Hilfe. Danke, dass Du tust, was wir uns nicht geben können. Du öffnest uns die Augen, Du machst uns scharf, Du machst uns klar, Du machst uns entschieden, Du gibst uns Deinen Eifer ins Herz hinein. Hallelujah. Hallelujah. Wir danken Dir von ganzem Herzen. Hallelujah. Amen. Amen. Amen.

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (45:00 bis 50:00)

 

So, es geht nicht darum, wie groß und wie klein irgendwer ist oder du dich fühlst oder so – sondern dass du tust, was der Wille Gottes ist. Gott wird dich ehren und Gott wird dich gebrauchen und Gott benutzt Gebete nach Seinem Willen.

Ps 91,15
Er ruft mich an, und ich antworte ihm. Ich bin bei ihm in der Not. Ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.

Hallelujah. Und wir können diese Gebete für uns beten. Und wir können sie auch füreinander beten. Und die Folge wird sein, der Schleier wird sich lichten und der Nebel wird verschwinden und Klarheit wird kommen. Und wir verstehen, wer wir sind. Wir verstehen, welches Vorrecht wird haben, welche Vollmacht wir haben. Wenn wir als Volk Gottes zusammenkommen am Sonntag abend oder Gebetsabend oder Sonntag morgen oder wann auch immer – und wir fangen an, den Namen des Herrn hoch zu heben, wir glauben, dass da etwas passiert, wir machen nicht charismatischen Lobpreis, sondern wir dienen Gott, wir schreiben Geschichte, und unsere Worte zählen. Und ob ich die Hände hebe oder nicht ist wichtig. Ob ich mitsinge oder nicht ist wichtig. Ob ich mich einklinke und „Amen“ sage zu dem Gebet, was jemand laut betet, das ist wichtig. Wir sind dabei, und wir tun etwas gemeinsam. Und wir haben dieses Verständnis, wir schlagen jetzt Schlachten für unseren Gott.

Das ist was total anderes als „Ja, gleich kommt die Predigt, okay, lass uns noch ein bisschen Lobpreis machen“. Als wenn das irgendwie so wie so ein Vorprogramm ist. Sondern wir dienen Gott – der schaut zu!

Und dann kommt noch eine ganz andere Dimension zu, das will ich jetzt nicht weiter ausführen. Wenn du da hineinschaust in das ganze Konzept von Hütte Davids: Nicht nur hatten die den Glauben, dass Gott zuschaut, und dass Gott geehrt wird, dass man Gott etwas geben kann, dass man Ihn erfreuen kann, dass man Ihn erheben kann. Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, wie das eigentlich geht, den Höchsten zu erheben? Und was soll das überhaupt? Wenn Er der Höchste ist, warum sollen wir dann noch Ihn erheben? Wofür? Wenn Er schon der Höchste ist, kann Er doch zufrieden sein.

Wir machen uns überhaupt keine Gedanken. Wir singen: „Wir erheben Dich, Du bist der Höchste“. Ja wieso eigentlich? Wenn Er sowieso der Höchste ist?

Wir müssen mal anfangen zu denken! Und nicht mechanisch irgendwelche Dinge abzuspulen. Warum ist das wichtig? Weil Gott ist der Höchste, aber wenn wir Ihn hier erheben, ist er hier der Höchste. Und Sein Thron wird gebaut, wie das in einem Lied da heißt, durch Lobpreis. Wir bauen Seinen Thron. Wir machen Raum für die manifestierte Gegenwart Gottes, was etwas anderes ist als wie die allgemeine Gegenwart Gottes.

Gott kann sich tatsächlich zeigen – für Sein Volk zum Wohl und für die Mächte der Finsternis zum Schrecken und zum Terror. Und der ganze Grund, warum wir so lustlos und so lethargisch und routinemäßig rangehen an unseren Sonntagmorgen-Lobpreis, ist, weil wir nicht wirklich glauben, dass wir jetzt dem Teufel Schaden zufügen, dass wir ihn jetzt tyrannisieren, dass wir ihn quälen. Wir glauben das nicht. Wir glauben nicht, dass Gott wirklich Anteil nimmt, und wir glauben auch nicht, dass der Teufel Anteil nimmt. Hütte Davids war anders. Die haben Anbetung gemacht, die haben Gott groß gemacht, Gott erhoben über alles – vor den Göttern.

Ps 138,1
Preisen will ich dich mit meinem ganzen Herzen, ich will dir spielen vor den Göttern.

Und sie haben sogar geglaubt, mitten im Lobpreis kann man dem Teufel noch einen Tritt geben: Fallt vor Ihm nieder alle Götter!

Ps 97,7
Fallt vor ihm nieder, alle Götter!

Das war nicht an Gott gerichtet, das waren die Mächte der Finsternis. Die kriegten Befehle. Und die haben deswegen so Spaß gemacht, weil sie geglaubt haben, dass das funktioniert.

Wenn man das nur tut als Formel ohne zu glauben, dass das wirklich eine empfindliche Demütigung ist für den Teufel, macht das nicht so viel Spaß. Aber wenn wir glauben, dass unsere Worte Waffen sind und dass Gott das Wort seiner Knechte erfüllt, ist es eine total andere Sache.

Und wir tun zwei Dinge im Lobpreis: Wir machen Gott groß, und wir demütigen den Teufel und seine Mächte der Finsternis. Aber das funktioniert nur wenn wir Glauben haben, wenn wir wirklich glauben, jetzt tun wir das, was die Bibel sagt, und deswegen passiert jetzt auch, was die Bibel sagt. Das hat alles etwas mit Glauben zu tun! Und ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen.

Heb 11,6a
Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen

Nur durch Glauben kommen wir in diese Dimensionen hinein. Ihr Lieben, es stehen geistliche Umwälzungen bevor. Und wir brauchen den Heiligen Geist, um geöffnete Augen zu bekommen und zu sehen, wofür preisen wir Gott, was machen wir mit den Mächten der Finsternis, was heißt das, „Bahn zu machen“, „Anstöße, Hindernisse aus dem Weg zu räumen“ usw.

Ps 68,5
Singt Gott, spielt seinem Namen! Macht Bahn dem, der einherfährt durch die Wüsten. Jah ist sein Name, und jubelt vor ihm!

Jes 57,14
Und er sagt: Macht Bahn, macht Bahn! Bahnt einen Weg! Beseitigt jedes Hindernis aus dem Weg meines Volkes!

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (40:00 bis 45:00)

 

Viele haben zu kleine Visionen, zu kleine Erwartungen, zu kleinen Horizont. Aber wenn der Heilige Geist kommt, dann verstehen wir, Gott braucht jeden von uns! Und jedes Gebet ist wichtig. Was ich so gigantisch finde beim Kolosser-Brief, da gibt es diesen Epaphras. Hast du schonmal von Epaphras gehört? Ja, der spielt fast keine Rolle, der kriegt zwei Verse in der ganzen Bibel. Nein, er wird noch ein anderes Mal erwähnt, aber es wird nichts weiter über ihn gesagt. Aber er ist ein treuer Knecht.

Und was tut Epaphras? Komm, wir lesen mal – Kolosser 4. Wofür hat der sein Leben gegeben? Was macht der? Der war ein Beter. Nicht jeder hat die Berufung ein Beter zu sein, aber alle sollen beten. Genauso wie nicht jeder ein Prophet ist, aber alle sollen prophetisch reden.

1 Kor 14,5
Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt (prophetisch redet). Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange.

Kol 4,12a
Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit für euch ringt in den Gebeten (…)

Hier sehen wir, dass Gebet auch etwas mit Widerständen zu überwinden zu tun hat. Mit einer Widersacher, mit einem Feind, ein intensiver Ringkampf. Und worum ringt er?

Kol 4,12b-13
(…) dass ihr vollkommen und völlig überzeugt in allem Willen Gottes dasteht. Denn ich gebe ihm Zeugnis, dass er viel Mühe hat um euch und die in Laodizea und die in Hierapolis.

So, dieser Mann hat sich hingegeben für drei Gemeinden. Und er hat für drei Gemeinden gerungen. Und was war sein Ziel, was wollte er erreichen? Er wollte, dass diese drei Gemeinden erfüllt sind, völlig überzeugt sind in allem Willen Gottes.

Ja, und wenn du Kolosser 1 liest, dann siehst du, dass es – mit etwas anderen Worten – es ist genau dasselbe, was Paulus gebetet hat. Kolosser 1. Er betet – und auch wieder: „Er hört nicht auf“.

Kol 1
9 Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis,
10 um des Herrn würdig zu wandeln zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes,
11 gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem Ausharren und aller Langmut, mit Freuden
12 dem Vater danksagend (…)

Aber es beginnt damit erfüllt zu sein mit der Erkenntnis seines Willens. So, das ist genau dasselbe für was Epaphras betet. Jetzt stell dir mal vor – kleiner Epaphras, kriegt zwei Verse in der Bibel – und da der große Paulus – 2/3 des Neuen Testamentes schreibt der, gründet Gemeinden überall, schreibt die ganzen Lehrbriefe und alles. Und Epaphras hört, dass der große Apostel Paulus permanent betet für die Gemeinde in Kolossä, dieses Gebet. Und jetzt kommt sein Glaube und seine Größe: Er sagt, „okay, und ich werde auch permanent beten. Und ich toppe noch Paulus. Wenn Paulus betet, wird Gewaltiges passieren. Ich bete dasselbe, und es wird noch Größeres passieren“.

Der hat nicht gesagt, „ja, wer bin denn ich – kleines Licht? Paulus, der große Apostel betet diese Dinge, glaube ich denn wirklich – wenn ich jetzt mich da noch dranhänge und diese Dinge auch bete, dass dann etwas mehr passiert als was nur Paulus erreichen könnte?“

Genau das hat er geglaubt! Hat nicht gesagt, „ja, komm, immer schön demütig bleiben“. Vieles, was wir mit Demut bezeichnen, ist Dummheit. Fängt auch mit „D“ an, aber ansonsten ist das sehr verschieden von den biblischen Realitäten.

Der hat tatsächlich – dieser kleine Epaphras, ein treuer Knecht – keinen Brief geschrieben, keine großen Feldzüge gemacht, nichts hörst du von ihm, außer, dass er sich für drei Gemeinden gibt – wahrscheinlich über Jahre und Jahre und Jahre und betet für die. Und er glaubt: „Ja, wunderbar, dass Paulus betet, aber noch besser, dass ich auch bete, weil jetzt passiert noch mehr“.

Der hat Glauben gehabt: Mein Gebet ist wichtig. Das spielt keine Rolle, was die Leute über mich denken und wie groß und wie klein die mich sehen, mein Leben zählt, mein Leben ist wichtig. Und ob ich hier bete oder nicht, das schreibt Geschichte. Wow! Was für ein Vorbild, was für ein Beispiel. Hallelujah.

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (35:00 bis 40:00)

 

So, wir sind mit ihm zusammen auferweckt. Und wir sind mit ihm versetzt in himmlische Örter – über jede Gewalt, Macht und Kraft und Herrschaft usw.

Eph 1,20b-21
(…) indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, hoch über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird.

Eph 2,6
Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus.

So, das ist, was Paulus getan hat – wenn er nicht vor Ort war um der Gemeinde zu dienen, um der Gemeinde den Weg zu bereiten – für geistliches Wachstum. Und das heißt: Wenn das bei ihm funktioniert hat, wenn Gott diese Gebete bei ihm gebraucht hat, um das Wachstum in dieser wunderbaren Gemeinde Ephesus hervorzubringen, Er wird dieselben Gebete gebrauchen wenn wir sie beten.

Weil es nicht war wegen Paulus, sondern weil es war wegen der Inhalte. Wenn wir etwas bitten nach dem Willen Gottes, dann bekommen wir das. Das ist, was die Bibel sagt.

Joh 14,14
Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.

So, wir müssen uns motivieren und sagen: „Hej, diese Gebete sind hier geschrieben“. Und wie viele Christen überlesen diese Passage, weil ihnen das zu langweilig ist? Epheser 1 wird übersprungen. Epheser 2 wird übersprungen. Aber ihr Lieben, da sind die Fundamente für das, was danach kommt. Da sind die entscheidenden Dinge.

Und wir können uns hingeben und sagen, diese Gebete werden wir auch beten – immer wieder, immer wieder – für uns selbst, für die Menschen in unserer Umgebung. Es braucht den Dienst des Heiligen Geistes, und der muss Klarheit bringen. Der muss Offenbarung geben. Und so wird der Nebel sich lichten, und so werden wir mehr und mehr hineingenommen werden in die Pläne Gottes. Hallelujah. Hallelujah.

Und ganz ähnlich ist es auch mit diesem wunderbaren Gebet – Kolosser 1,9 und dann die nächsten Verse. Da betet er, dass die Gemeinde erfüllt wird mit Erkenntnis Seines Willens.

Kol 1,9
Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis

Hier kriegst du auch einen Einblick oder ein Verständnis, was Offenbarung ist. Du sagst: „Wieso erfüllt mit der Erkenntnis des Willens Gottes? Die haben doch die Briefe von Paulus gelesen, dann wissen die doch, was der Wille Gottes ist“. Ja, aber etwas zu hören und sich verstandesmäßig daran zu erinnern ist eine Sache – aber es als eine motivierende, treibende, lebendige, dynamische Kraft in unserem Inneren zu erleben ist etwas total anderes. Offenbarung versetzt dich immer in die Lage mit neuer Power zu leben, auf einem anderen Niveau zu leben. Das ist Offenbarung. Offenbarung ist ein wichtiger Begriff im Neuen Testament, und unser ganzer Glaube soll sich auf Offenbarung gründen.

Paulus warnt vor Menschenweisheit in 1 Kor 2 und sagt, der Glaube soll sich nicht auf Menschenweisheit gründen.

1Kor 2,5
damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe.

Es gibt ein Imitat von Glauben. Das benutzt alle christlichen Vokabeln, aber es ist nicht aus Gott. Es ist ein menschliches, verstandesmäßiges Konstrukt. Und er sagt: „Ich möchte, dass euer Glaube sich gründet auf der Kraft Gottes“.

Und das ist dieses übernatürliche, aber nicht spektakuläre, Wirken des Heiligen Geistes. Viele verstehen unter übernatürlich „spektakulär“. Aber wenn der Heilige Geist Tag für Tag, weil Er begehrt wird, weil Er eingeladen wird, dieses Werk tut, die Herzensaugen zu öffnen, das ist alles andere als spektakulär. Und das kannst du Montag den ganzen Tag tun, du wirst am Dienstag keinen Unterschied feststellen. Aber tu es die nächsten 20 Jahre, und dann schaust du zurück und sagst: „Ja, meine Güte! Hallelujah. Was tut der Herr! Wie wunderbar!“ Und die Dinge werden so klar.

So, das ist ein Langzeitprojekt. Das ist nicht – ich will dich jetzt nicht anfeuern damit du sagst: „Okay, gut, ich geb dem Ding auch mal drei Tage, und ich probiers jetzt mal und bete das“. Paulus sagt: „Ich höre nicht mehr auf“.

Kol 1,9a
Deshalb hören auch wir nicht auf …

Unser Problem ist, wir fangen noch nicht mal an. Aber wenn wir anfangen, dann müssen wir aufpassen, dass wir nicht mehr aufhören. Paulus sagt: „Im Gutes tun nicht müde werden“.

Gal 6,9
Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden!

Und Gebet ist mit das Beste, was man tun kann. Und die große Herausforderung ist erstens anfangen und zweitens nicht mehr aufhören. Das sind die beiden Herausforderungen im Gebet: Anfangen und dann nicht mehr aufhören. Immer wieder, immer wieder, immer wieder. Und ich zähl das ja nicht, bin ja kein Ami, aber sicherlich habe ich tausende von Malen dieses Gebet gebetet, und ich werde das noch viele zigtausende Male beten. Weil das ist die Tür, die aufgeht, wo der Herr anfängt, dich in neue Dimensionen hineinzuführen. Und wo dein ganzes Wertesystem umgebaut wird und du eine andere Sicht bekommst vom Leben.

Der Heilige Geist muss uns lehren. Und Er muss den Willen Gottes zu einer Realität, zu einem Glauben umformen in uns, dass wir nicht nur wissen, das will der Herr tun, sondern wir haben Glauben und wir haben Eifer, und wir haben Verlangen. Und wir wissen, mein Leben geht darein und trägt mit dazu bei, dass diese Pläne Gottes sich erfüllen. Darum geht es in meinem Leben.

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (30:00 bis 35:00)

 

Und die Gemeinde, Apostelgeschichte 15, die erste Gemeinde hat sich verstanden als „wir sind eine weitere Erfüllung von dieser Prophetie: Die Wiederherstellung der Hütte Davids.“

Apg 15
12 Die ganze Menge aber schwieg und hörte Barnabas und Paulus zu, die erzählten, wie viele Zeichen und Wunder Gott unter den Nationen durch sie getan habe.
13 Als sie aber schwiegen, antwortete Jakobus und sprach: Ihr Brüder, hört mich!
14 Simon hat erzählt, wie Gott zuerst darauf gesehen hat, aus den Nationen ein Volk zu nehmen für seinen Namen.
15 Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht (Am 9,11-12):
16 „Nach diesem will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids, die verfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten;
17 damit die Übrigen der Menschen den Herrn suchen und alle Nationen, über die mein Name angerufen ist, spricht der Herr, der dieses tut“,
18 was von jeher bekannt ist.

Am 9,11a
An jenem Tag richte ich die verfallene Hütte Davids auf,

Gott wird kommen und die verfallene Hütte Davids wieder aufrichten.

Das war das Verständnis damals. Und davon sind wir total abgefallen. Und jetzt wird das wieder zurückgeholt und wieder zurückgebracht und erobert, und wir wachsen wieder hinein. Und das Ende wird sein wie der Anfang: Ein Haus des Gebetes für die Nationen.

Und alles beginnt damit, dass unsere Berufung uns bewusst wird, so dass wir verstehen, was für einen Reichtum an Herrlichkeit Gott in uns schon deponiert hat und was die überragende Größe Seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist – nach der Wirksamkeit der Macht Seiner Stärke.

Eph 1
18 Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen
19 und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.

Ich werde jetzt nicht einen Schwerpunkt auf das legen, aber dies alleine wäre ein einstündiges Teaching. Wenn wir Offenbarung bekommen, was die neue Geburt ist, was Gott in uns getan hat, was es bedeutet, dass wir von Finsternis zum Licht durchgedrungen sind …

Eph 5,8
Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn.

1Thess 5,5
denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis

1 Petr 2,9b
damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat;

… dass das Leben aus Gott, an dem der Teufel sich schon einmal die Zähne ausgebissen hat, jetzt in uns ist – wenn das real wird, dann gehts dem Teufel schlecht. Dann ist die Gemeinde in der Offensive. Dann wird sie wirklich im Vormarsch sein und wird durch nichts mehr aufgehalten werden. Und darum hat der Teufel ein Rieseninteresse, dass diese Dinge möglichst verborgen bleiben, möglichst verdeckt bleiben, möglichst wenig Klarheit irgendwie mit sich bringen. Dass wir ja nicht verstehen, was heißt das eigentlich, „die Kraft, die Christus aus dem Tod zurückgebracht hat – diese Kraft wurde in mir wirksam“. Wir sind mit Ihm zusammen lebendig gemacht worden. Wir sind mit Ihm zusammen auferweckt worden.

Ist dir jemals aufgefallen – und damit beende ich diesen wichtigen Punkt – ist die jemals aufgefallen, dass es einen sehr entscheidenden Unterschied gibt im Neuen Testament zwischen Auferweckung und Auferstehung? Wenn du diesen Zusammenhang noch nie gesehen – oder diesen Unterschied noch nie gesehen hast – du verstehst überhaupt noch nicht mal ansatzweise von was ich hier sprechen möchte. Aber ich spreche ja nicht davon.

Wir sind mit Christus zusammen lebendig gemacht worden. Wir sind mit Ihm auferweckt worden.

Röm 6,4
So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so werden auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.

Kol 3,1 (ELB)
Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes!

Wir sind nicht mit Ihm auferstanden, wir teilen nicht die Erfahrung von Oster-Morgen: Ein neuer Leib. Das kommt erst wenn Jesus wiederkommt. Aber Jesus hat einen neuen Leib bekommen, weil er auferweckt wurde. Auferweckung ist nicht Oster-Morgen, Auferweckung ist im Totenreich. Und weil er auferweckt wurde, deswegen konnte er zum Grab zurückgehen und die Leiche abholen und in seinen Körper wieder gehen und schlagartig, weil er jetzt Leben pur war, hat diese Leiche sich verwandelt in das, was man dann Auferstehungsleib nennt – mit einer unglaublichen Herrlichkeit. Nicht mehr den Gesetzen der physischen Wirklichkeit unterworfen. Und Jesus konnte mit seinem Geistleib durch Wände gehen.

Die Jünger waren zusammen, Tür verrammelt, hatten totale Angst und Jesus kommt einfach durch die Wand. Und Jesus sitzt mit ihnen, isst mit ihnen, Honig und Fisch, ja? Konnte durch Wände gehen. Und Fisch und Honig blieben nicht an der Wand kleben. Das ist erstaunlich. Und diese Art von Leib werden wir haben. Wir werden mühelos im Sichtbaren und im Geistlichen leben – mühelos.

So, du kannst irgendwo – wenn du ein fauler Knecht warst – du kannst irgendwo ein Drei-Hütten-Dorf in Sibirien als Bürgermeister verwalten – und abends nach Feierabend im Geist bist du vor dem Thron in Herrlichkeit und – ermutigst dich noch mehr (Link zum Predigtabschnitt über unsere Jobs im Tausendjährigen Reich).

Weil wir sind nicht mehr Zeit und Raum unterworfen. Und trotzdem leben wir in Zeit und Raum. Das ist etwas, was für den Verstand schwer zu begreifen ist. Das kann man sich nicht vorstellen. Aber am Beispiel von Jesus sehen wir das. Der konnte weg sein und wusste, was sie geredet haben. Und dann kommt er wieder und sagt: „Was redet ihr denn da?“

Er konnte durch Wände gehen und war doch ein Mensch, war Mensch und Gott im Diesseits und im Jenseit zu Hause, gleichzeitig. Unglaublich, unglaublich.

Und das wird für uns normal sein. Kann man sich kaum vorstellen, aber wir brauchen den Heiligen Geist, und der will uns helfen, dass das real wird und sagen: „Wow, da kommen ja ganz neue Möglichkeiten, ganz neue Dimensionen des Lebens“. Hallelujah.

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (25:00 bis 30:00)

 

Und Paulus betet, dass „durch den Geist der Weisheit und der Offenbarung die Augen des Herzens erleuchtet werden“.

Eph 1,17b-18a
[…] Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst. Er erleuchte die Augen eures Herzens […]

Das bedeutet erstens: Unsere Herzen haben Augen. Wir haben zwei Paar Augen, wir haben physische Augen, die physischen Dinge zu sehen – die Berge und die Tiere und das grüne Gras und was weiß ich, nette Menschen – und wir haben Augen des Herzens. Und mit den Augen des Herzens kann man geistliche Dinge sehen: Die Pläne Gottes, das Herz Gottes, die Absichten Gottes, die Schönheit Jesu.

Und diese Augen des Herzens sind von Natur aus verschlossen. Nicht sehfähig. Und jetzt sagt Paulus: „Ja, und hier ist meine Antwort: Ich bete, dass der Heilige Geist kommt. Und wenn der Heilige Geist kommt, der wird ihnen die Augen auftun“.

So, er glaubt, dass durch Fürbitte, durch Gebet, die Augen sehfähig werden. Hallelujah.

So, das ist eine sehr, sehr machtvolle Angelegenheit, weil die geistliche Wahrnehmungsfähigkeit enorm verändert wird und erweitert wird durch Gebet. Gebet um den Heiligen Geist, dass er diesen Dienst tut. Wenn wir wachsen wollen, wenn geistliche Dinge und die Absichten Gottes uns realer werden sollen, dann lasst uns doch uns hingeben und sagen, die nächsten Jahre, und die nächsten zwanzig Jahre werden wir dieses Gebet beten – und denken nicht, dass das langweilig wird.

Man kann das immer wieder beten, du musst das nicht Wort für Wort runterlesen, aber du musst verstehen, worum es geht, und du musst die einzelnen Punkte vor Augen haben und darum beten, dass der Heilige Geist diesen Dienst tut.

Als dieses wunderbare Haus des Gebetes für die Nationen in Kansas City vor über 20 Jahren glaube ich angefangen hat – dort beten sie 24 Stunden rund um die Uhr, hat jemand schon mal davon gehört – IHOP, Kansas City? Ist das jemandem ein Begriff? Viel zu wenig! Wieso wisst ihr solche Dinge nicht? Ihr müsst doch wissen, was für innovative Dinge der Herr tut, weil das ist der Trend, da gehts hin. Jesus sagt, die Gemeinde wird ein Haus des Gebetes sein.

Mt 21,13
und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus soll ein Bethaus heißen«; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.

Das, was die da jetzt machen, ist dasselbe wie man früher Bibelschulen gemacht hat. Die Bibelschulen – warum gibts die? Weil die Gemeinde noch nicht die Gemeinde ist. Warum gibt es Gebetshäuser? Weil die Gemeinde noch nicht die Gemeinde ist.

Irgendwann wird Schluss sein mit Bibelschule, weil die Gemeinden endlich Bibelschule sind, weil die Gemeinde die Leute ausbildet vor Ort. Und irgendwann wird Schluss sein mit Gebetshäusern, weil die Gemeinde Gebetshaus wird. Aber im Moment Dank sein Gott für Bibelschulen, Dank sei Gott für diese Häuser des Gebetes, die jetzt überall entstehen. Aber wir müssen verstehen, die Gemeinde wird das Haus des Gebetes sein – für alle Nationen.

Unser ganzes Verständnis, warum kommen wir zusammen, was machen wir eigentlich, wird sich vollständig verändern. Jetzt kommen wir zusammen, weil nach einer anstrengenden Woche wollen wir ein bisschen aufgepumpt werden. Wenn wir verstehen, was Leben im Geist ist, dann kommen wir aufgepumpt in die Versammlung und wir dienen dem Herrn und sagen: „So, Herr, wie willst Du uns jetzt gebrauchen, Städte, Nationen, Kulturen usw. zu berühren?“ Völlig neue Perspektive!

Und wir sind engagiert in Gottes Endzeitplänen. Das Verständnis von Gemeinde, ihr Lieben, macht euch drauf gefasst, wird sich radikal verändern. Und wenn wir Schritt halten wollen, dann brauchen wir den Heiligen Geist, so dass wir verstehen, wie ist das eigentlich gedacht. Dann ist es nicht Gemeinde, die einmal im Monat einen Gebetsabend macht – die Gemeinde wird ein Haus des Gebetes sein. Und es wird 24 Stunden, rund um die Uhr gebetet werden. Wie weiß ich das? Das ist, weil Jesus gesagt hat: Wird des Menschen Sohn diesen Glauben finden wenn er wiederkommt?

Lk 18,8b
Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?

Welchen Glauben? Nämlich den Glauben, Tag und Nacht zu schreien: Verschaffe uns Recht! Tag und Nacht – Lukas 18 – zu schreien: Verschaffe uns Recht vor unserem Widersacher!

Lk 18,7
Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen?

Das wird die Gemeinde tun Tag und Nacht. Du sagst: „Ja, wie? Tag und Nacht? Ich muss ja auch mal schlafen, ich muss auch mal arbeiten gehen“. Darum machen wir das wie die Hütte Davids in Schichten – du arbeitest, ich bete, er schläft – und dann wechseln wir uns ab – dann schlafe ich, der arbeitet, und der betet. Rund um die Uhr, so haben sie das damals gemacht.

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (20:00 bis 25:00)

 

So, wir wollen uns nicht verdammen lassen, dass heute die Wiederkunft Jesu kein großes Thema ist und dass kaum jemand so etwas betet. Aber wir wollen sehen, das ist das Ziel, da gehts hin. Wir werden erfüllt sein von dem Verlangen Gottes, und das Verlangen des Vaters ist Jesus wiederzubringen und Jesus vor den Augen einer rebellischen Menschheit – oder mindestens des Teils, die die irdischen Endzeitgerichte überlebt hat – zu rehabilitieren.

Das ist die Sehnsucht des Vaters. Vor allen zu zeigen, Er ist gerecht, Er hat ein Recht zu herrschen, und Er bekommt den Platz als König über alle Könige. Er darf regieren und Er regiert gerecht, Seine Gerichte sind gerecht, und Seine Herrschaft ist wunderbar. Und niemand wird das anzweifeln, niemand wird das in Frage stellen, niemand wird sagen, „ja, aber das könnte man so besser machen“. Sondern da wird Ehrfurcht sein, da wird Klarheit sein, Gott ist gut, Gott ist gerecht, Gott ist heilig, die Erde wird voll sein vom Lobpreis Gottes. Und die Nationen werden pilgern um Rat und Weisung zu holen. Kannst du dir überlegen, was das bedeutet für uns Erziehungssystem? Für die Medien, für das Internet? Kannst du dir vorstellen, was das bedeutet? Hallelujah.

Was wird das bedeuten für die Zigarettenindustrie? Für die Mafia? Für korrupte Politiker? Wenn Jesus kommt, 220 oder 225 Regierungen in einem Augenblick werden gewaltsam abgesetzt werden. Die größte Revolution, die in der Geschichte der Menschheit jemals stattgefunden hat. Hallelujah.

Und Er bringt Gerechtigkeit und einen neuen Standard. Und deswegen, weil Gerechtigkeit da ist, kommt Frieden. Und weil Friede da ist, kommt Freude. Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Das ist die Reihenfolge.

Röm 14,17
Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist

Sogar unsere Politiker wissen das. Als die Bewältigung der Vergangenheit war mit DDR – ohne Gerechtigkeit wird es keinen Frieden geben, deswegen diese ganze StaSi-Geschichte – wie vollkommen das ist oder nicht, es spielt keine Rolle, aber die Idee ist, wir können das nicht einfach unter den Tisch kehren. Wir können nicht einfach sagen, naja, haben wir heute nichts mehr mit zu tun – sondern da muss aufgearbeitet werden, und Unrecht muss Unrecht genannt werden. Und wenn es irgendwie geht, muss das gesühnt werden. Das ist wichtig, sonst gibt es keinen Frieden. Und wenn es keinen Frieden gibt, gibt es keine Freude. Gerechtigkeit, Friede und Freude in dem Heiligen Geist.

Das ist unsere Zukunft. Hallelujah. Darum geht es. Und der Heilige Geist muss uns das real machen. Und je leuchtender das wird – Petrus sagt:

2Petr 3,13
Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.

Diese Erwartung ist fast nicht vorhanden. Aber wir dienen einem Gott, der sagt, Er wird den glimmenden Docht nicht auslöschen. Er wird das geknickte Rohr nicht zerbrechen.

Mt 12,20
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt.

Sondern das, was schwach ist, wird Er stark machen. Hallelujah. Das ist Seine Natur. Er sagt nicht: „Was? So wenig Verlangen ist in meiner Gemeinde nach meiner Wiederkunft? Okay, vergessen wir das alles!“ Nein! Er sagt: „Wir haben einen Plan. Und der Heilige Geist wird kommen, und sie werden die Bedeutung dieser Gebete entdecken, sie werden anfangen, diese Gebete zu beten.“

Weil diese Gebete sind die Antwort. Viele Male – wir beten unsere Probleme. Aber die biblischen Gebete, besonders die Gebete eben der Apostel, wie …

Das sind alles Gebete, die beten die Antwort. Viele Male, wir beschäftigen uns mit Symptomen. Aber das Evangelium ist, die „Axt ist an die Wurzel gelegt“ (vgl. Mt 3,10 und Lk 3,9).

Das ist das Evangelium. Und das Problem der heutigen Gemeinde – ihrer Lauheit, ihrer Bereitschaft zu Kompromissen, ihres Unglaubens usw. – liegt nur in dieser vagen, verschwommenen, unklaren Vorstellung, wer ist Gott und was will Er und was hat Er eigentlich mit uns vor? Je klarer wir Ihn kennenlernen, je mehr das in uns lebt – ich meine nicht erkennen im Sinne von „ich habe ein Konzept verstanden“. Das ist nicht, was biblische Erkenntnis ist. Erkenntnis ist immer eine kraftvolle Realität in unserem Herzen.

Je klarer diese Realität vom Heiligen Geist in unseren Herzen wird, um so brennender wird unser Verlangen werden, um so größer wird unsere Hingabe werden, um so größer wird unsere Liebe zu Jesus werden. Die Liebe ist deswegen so schwach und so kümmerlich und so wenig ausgeprägt, weil wir Ihn nicht sehen in Seiner Herrlichkeit. Weil wir nicht sehen, wer Er wirklich ist und wie Sein wunderbares Wesen. Das ist uns so vage und so verschwommen und so unklar. Aber der Heilige Geist ist dazu da, das Herz Gottes zu offenbaren, die Pläne Gottes zu offenbaren.

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (15:00 bis 20:00)

 

Wer im Kleinen treu ist, wird über viel gesetzt werden. Das ist, was Jesus gesagt hat.

Lk 16,10a
Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu.

Lk 19,17
Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter Knecht! Weil du im Geringsten treu warst, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben.

Der wird dann über soundso viele Städte gesetzt, davon redet Jesus. Das ist das Tausendjährige Reich, wo Jesus mit der Gemeinde regiert – hier auf diesem Planeten. Und darum geht es. Es geht nicht um die nächten paar 20 oder 30 oder – wenn du jung bist – noch 50 Jahre – ich glaube nicht, dass es noch so lange dauert bis Jesus wiederkommt, aber das ist meine persönliche Meinung, und das ist nicht wichtig. Es geht um etwas ganz anderes. Es geht um das Reich Gottes, was auf diese Erde kommt. Die Bibel redet von einem Zeitalter, wo der Teufel und die Dämonen verbannt sind von diesem Planeten.

Off 20
2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für 1 000 Jahre
3 und warf ihn in den Abgrund und schloß ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1 000 Jahre vollendet sind. Und nach diesen muß er für kurze Zeit losgelassen werden.

Wir warten auf einen neuen Himmel, eine neue Erde, in welcher Gerechtigkeit wohnt.

2Petr 3,13
Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.

Jeden Schauen der Nachrichten, jedes Schauen von allen möglichen Lügen und Bestechungen und Skandalen und Korruption und all diesen Dingen sollte uns ein Anlass sein, „Herr Jesus, komm wieder, komm wieder, richte Dein Reich auf, danke, dass eine neue Ära kommt, Gerechtigkeit wird einmal herrschen“. Mit Sünde wird es Schluss sein auf diesem Planeten.

Und wir werden mit Jesus das durchsetzen. Das ist unsere Aufgabe. Darum geht es. Und deswegen ist dein kleiner Kaffeedienst da hinten an der Maschine wichtig. Der hat Bedeutung. Weil es nicht um den Kaffeedienst geht, sondern um dein Herz, um deine Haltung. Und deswegen sagt Paulus: Alles, was wir tun, sollen wir im Namen des Herrn tun.

Kol 3,17
Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Wir sollen es für Ihn tun. Das ist unser „Gottesdienst“.

Röm 12,1
Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

So, wenn wir diese Perspektive haben – meine Taten hier, jetzt, die zählen, und es gibt eine Ewigkeit, es gibt einen Lohn für das, was ich hier und jetzt für Jesus tue, es gibt eine Belohnung. Je mehr mir das bewusst wird, je mehr der Heilige Geist mir das bewusst werden lässt, um so mehr wird sich meine Sicht vom Leben hier, jetzt verändern.

Manche Leute, in christlichen Kreisen gibt es diesen Spruch: „Der ist so sehr mit dem Himmel beschäftigt, dass er für das Irdische nicht mehr taugt“. Erstens habe ich noch nie jemanden getroffen, der so sehr mit dem Himmel beschäftigt ist. Und zweitens je mehr du mit der Ewigkeit beschäftigt bist, um so mehr wirst du taugen für das Hier und Jetzt.

Kol 3,2
Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist

So, was ist unsere Zunkunft? Was ist unsere Berufung? Worum geht es? Und wir sollen unsere Berufung festmachen – als Könige und als Priester mit Jesus.

2Petr 1,10
Darum, Brüder, seid um so eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen.

Und der Heilige Geist muss uns das bewusst machen. Wie viele Male erlebe ich das, dass, wenn ich Leute frage, ja, hast du schon mal gedacht, was du in 500 Jahren tun wirst? – In 500 Jahren? Dann bin ich doch schon längst tot – Ja, Unglaube pur!

Da ist überhaupt keine Realität da, überhaupt keine Substanz, worum geht denn das Ganze? In 500 Jahren bist du mehr lebendig als heute.

Und keine zu hohen Rechnungen flattern mehr ins Haus, keine Grippeviren werden sich unserer bemächtigen, keine stressigen Leute werden uns nerven, keine Krankheiten, kein Schmerz. Das ist so gewaltig, darum ist der Himmel so erstrebenswert, weil das permanente Freude ist. Hallelujah.

Und das wartet auf uns. Und wir laufen auf Straßen aus Gold.

Offb 21,21
Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, jedes der Tore aus einer Perle; und die Straßen der Stadt waren aus reinem Gold, wie durchsichtiges Glas.

Du wirst sagen, kannst du dich noch erinnern auf der Erde, ja? Wie da verrückte Leute dem Gold hinterhergelaufen sind? Die müssten mal hier gucken, was hier ist. Wir laufen hier auf Gold rum.

Eine neue Erde, in welcher Gerechtigkeit wohnt. Das wartet auf uns. Das ist wirklich real. Und je mehr der Heilige Geist als Geist der Offenbarung uns diese Dinge zeigen kann, um so intensiver wird das werden in uns. Und das wird passieren in den nächsten 10-20 Jahren. Der Schrei in den Herzen der Gläubigen „Komm Herr Jesus, komm!“ wird lauter und dringlicher und intensiver werden. Und wir werden verstehen, neben all den vielen anderen Dingen, die wir zu tun haben – unsere Hauptaufgabe, unsere Hauptaktivität ist unser Verlangen nach der Wiederkunft Jesu zum Kochen zu bringen.

In völlige Harmonie mit dem Heiligen Geist zu kommen und mit dem Heiligen Geist zusammen zu rufen: „Komm Herr Jesus, komm!“

Offb 22,17a
Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm!

Und wenn das auf dem Höhepunkt ist, dann wird er kommen. Wenn das eine Intensität erreicht hat, die nicht mehr steigerbar ist, dann wird Jesus kommen. Aber nicht in ein paar wenigen Gläubigen, sondern das wird Standard der Braut-Gemeinde sein. Da gehts hin.

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (10:00 bis 15:00)

 

Der Heilige Geist hat diese eine Aufgabe, uns die Augen aufzutun über das, was uns schon gegeben ist – was wir noch nicht erleben, was noch nicht unsere Erfahrung ist, aber was uns schon grundsätzlich gehört, und in das, was wir hineinkommen sollen. Der Heilige Geist ist der jenige, der den Schleier wegnimmt. „Offenbarung“ heißt so viel wie „Enthüllung“ – eine Decke wird weggenommen.

Strong 602: apokalupsis: an uncovering (Enthüllung)

Und der Heilige Geist ist dafür da, uns geistliche Realitäten zu zeigen, damit wir in denen zu Hause sind und in denen dann wirklich leben können.

Wir haben den Geist aus Gott empfangen, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind (1 Kor 2,12). Und genau von diesem Dienst, nämlich diesem Dienst der Offenbarung der zukünftigen Dinge, der Dinge, die uns geschenkt sind, von diesem Dienst oder für diesen Dienst betet Paulus hier in Epheser 1.

Der Geist der Weisheit und der Offenbarung soll uns dienen …

Eph 1,17b
in der Erkenntnis (oder zur Erkenntnis) seiner selbst.

Die Aufgabe des Heiligen Geistes ist uns das Wesen, die Schönheit Gottes nahe zu bringen. Das ist die Aufgabe des Heiligen Geistes. Nur durch den Geist Gottes kann man Jesus und Seine Herrlichkeit erkennen. Wir brauchen diesen Dienst des Heiligen Geistes. Und je mehr der Heilige Geist das tun kann, um so mehr wird sich unser Verständnis vom Leben und wer wir sind und wofür wir hier sind und worum die ganze Sache geht – wird sich total verändern.

Eins der Dinge, was passieren wird, was aufhören wird wenn der Heilige Geist diesen Dienst tun kann, dass wir mehr und mehr aus dieser Täuschung herauskommen, die der Geist der Welt ständig uns anbietet oder uns darin einwickelt: „Das Hier und Jetzt und das Sichtbare, das sei die einzige Realität – und eine Ewigkeit, ja, davon redet die Bibel, aber ob das wirklich real ist. Das weiß kein Mensch“.

Das ist, was der Geist der Welt uns vermitteln will – ohne Worte. Durch Atmosphäre. Das ist in der Luft, das ist in den Medien, in den Gesprächen, das ist einfach um uns herum permanent da. Wir leben sozusagen unter einem Dauerbeschuss des Feindes. Ein permanenter Fluss von Lüge kommt auf uns. Und gibt uns ein falsches Verständnis, wer wir sind, wofür wir da sind, und wohin das alles führen wird usw. Und wenn wir den Heiligen Geist jetzt einladen und den Heiligen Geist bitten, diesen Dienst zu tun, dann verflüchtigt sich diese Lüge und stattdessen macht sich Bahn – prozesshaft, aber immer mehr – wie die Realitäten eigentlich sind.

Und wir verstehen, wie es hier drin dann auch heißt, …

Eph 1,18b
was die Hoffnung seiner Berufung ist.

Wenn der Heilige Geist uns das klarmachen kann, dieses Leben, was wir Leben nennen, ist nur ein Vorspann – wie beim Film die Werbung. Das ist nur vorne weg, das ist noch nicht der Hauptfilm. Das Eigentliche kommt noch. Und uns ist das nicht bewusst, in sagen wir 300 oder 500 Jahren werden wir hier auf diesem Planeten sein und werden tüchtig viel zu tun haben und dabei eine Menge Spaß haben. Und ist das nicht real, sondern wir leben so wie mit der Sanduhr – okay, du bist jetzt 30, du bist jetzt 50, du bist jetzt 70 und der Sand rinnt und irgendwann ist fertig. Ja, aber wenn fertig ist, dann fängt es erst an. Dann fängt es erst an.

Was sind 80 Jahre im Vergleich zu einer Ewigkeit nach der anderen?

Und in 500 Jahren werden wir hier auf dieser Erde sein. Vielleicht nicht gerade hier in diesem Ort, ja? Aber wir werden hier sein, und wir haben Aufgaben, wir sind mit Jesus zusammen, wir regieren mit Jesus hier auf der Erde. Und das, was wir heute tun, ist Vorbereitung und ist Übung und ist Praxis. Und nach dem Maß unserer Hingabe, nach dem Maß unserer Treue, nach dem Maß unserer Entschiedenheit und unserer Verantwortung, die wir jetzt übernehmen in unserem Leben mit Jesus, werden wir in dem zukünftigen Zeitalter verschiedene Maße von Authorität und Verantwortung bekommen.

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (05:00 bis 10:00)

 

Und wir wollen uns ein solches Gebet anschauen und können sehen, das können wir für uns nehmen, und das können wir aber auch benutzen, um füreinander zu beten, um für die Gemeinde zu beten. Lass uns einmal zu Epheser, Kapitel 1 gehen. Das ist in meinen Augen eines der effektivsten Gebete im gesamten Neuen Testament. Und wenn du etwas tun willst für dein geistliches Wachstum oder auch für das Wachstum deiner Geschwister, dann empfehle ich dir, dich hier einzuklinken und regelmäßig und anhaltend dieses Gebet zu beten.

Paulus fängt hier an in Vers 15 – Kapitel 1, Vers 15 – mit diesem vielsagenden Wort „deshalb“.

Eph 1,15-16
15 Deshalb höre auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht auf,
16 für euch zu danken, und ich gedenke euer in meinen Gebeten.

Wieso „deshalb“? Was meint er mit „deshalb“? Nun, das bezieht sich auf den Satz natürlich davor. Und dort ist in Vers 13 und Vers 14 die Rede vom Heiligen Geist. Und es heißt, der Heilige Geist ist die Anzahlung auf unser Erbe – auf die Erlösung seines Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit.

Eph 1,14
Der (Der Heilige Geist) ist die Anzahlung auf unser Erbe auf die Erlösung seines Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit.

Die Gemeinde hat die Berufung etwas wunderbares zu werden, was das Wesen Christi wiederspiegelt und was den Herrn verherrlicht, dem Herrn Ehre gibt – eben durch diese zunehmende, wachsende Ähnlichkeit. So beweist die Gemeinde, dass Golgatha wirklich erfolgreich war, und dass dort etwas passiert ist, was zutiefst einen Einschnitt in der Geschichte der Menschheit bedeutet und was eine mächtige Sache ist um die Werke des Teufels zu zerstören. Dazu ist der Sohn Gottes gekommen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.

1 Joh 3,8b
Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

Und das Werk ist Finsternis, ist Sünde, ist eben diese falsche Gesinnung der Unabhängigkeit und für sich selber leben. Und jetzt ist hier eine Gemeinde, die kommt in die Reife, und sie ist dafür da – nicht für sich selber – sondern für den Herrn, zum Preise seiner Herrlichkeit. Sie beweist, er ist herrlich. Sie ist ein Beispiel. Sie ist ein leuchtendes Beispiel, dass die Gemeinde wirklich aus Seiner Gnade für Ihn lebt. Wie Paulus das über Jesus sagt, „die Gemeinde sich selbst verherrlich darstellt“.

Eph 5,27a
damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte

Und weil wir eine Anzahlung bekommen haben, jetzt sollen wir das ganze bekommen. Da ist noch so viel mehr, was noch nicht eingelöst ist oder ausgezahlt ist, was wir noch nicht erleben und was wir noch nicht genießen. Und um in dieses „mehr“ hineinzukommen, um in die Fülle hineinzukommen, um in all das hineinzukommen, womit wir den Herrn wirklich verherrlichen, deshalb betet er.

Sein Ziel ist, dass die Gemeinde herrlich wird, dass die Gemeinde etwas wird zum Preis Seiner Herrlichkeit. Das ist sein Ziel. So, es geht um ein Gebet für geistliches Wachstum. Dafür betet er.

Und es heißt hier, …

Eph 1,17a
dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung.

Ja, die waren doch schon geisterfüllt, die haben schon in Zungen gesprochen. Was meint er denn damit? Er redet nicht davon, dass sie nochmal eine solche Erfahrung machen sollen, sondern wenn man erfüllt ist vom Heiligen Geist und anfängt, Gott in neuen Zungen anzubeten, dann ist man erfüllt vom Heiligen Geist. Das kann man nicht wiederholen. Man kann da drin bleiben. Aber wovon er hier redet ist, dass sie jetzt den Dienst des Heiligen Geistes in starker Weise erleben, der ihnen dient, der an ihnen wirkt als Geist der Weisheit und der Offenbarung.

Der Heilige Geist ist der Geist der Weisheit und der Offenbarung. Er vermittelt uns geistliche Realitäten, die unser Verstand vielleicht theoretisch erfassen kann, aber nicht wirklich verstehen kann. Aber unser Geist kann diese Dinge wirklich aufnehmen. Und dafür ist der Heilige Geist uns gegeben.

Lasst uns einmal einen Moment zu 1. Kor 2 gehen. Und da schreibt Paulus von diesem wunderbaren Dienst:

1 Kor 2,9-10+12
9 sondern wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“
10 Uns aber hat Gott es offenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.
12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind (oder: das kennen, was uns von Gott geschenkt ist).

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 3 (00:00 bis 05:00)

 

Bevor ich zum nächsten Punkt komme, soll ich noch zwei Dinge ergängen oder – naja, richtigstellen kann man nicht sagen – ergänzen: Ich habe die Geschichte mit dem Arzt und meiner Rückenmuskulator erzählt. Und also, ich soll noch betonen, dass zwischen der Schicknachricht vom Arzt und bis wir angefangen haben mit Gymnastik oder mit Rücken – wie heißt das Ding – Reha-Sport – hat es ein Jahr gedauert. Und nur auf Drängen meiner Frau haben wir überhaupt angefangen. Also das sollte ich noch ergängen – ich weiß nicht, warum das jetzt wichtig ist … also – die Botschaft, die du daraus nehmen kannst: Es ist Hoffnung für dich da, ja? Das kannst du daraus nehmen.

So, also „Gebet“ – persönliches Gebet: Warum haben wir ein bisschen angeschaut. Und wie – mit Hingabe an die Wahrheit ohne Rücksicht auf das Fleisch. Jetzt machen wir noch einen dritten Teil. Ja, was sollen wir denn überhaupt beten?

Natürlich ist es absolut legitim und hat seinen Platz, gerade in Zeiten, wo es schwierig ist, wo wir bedrängt werden, wo es irgendwie nicht so gut läuft, es ist allemal richtig und erlaubt und legitim, vor dem Herrn unser Herz auszuschütten. Das dürfen wir. In allen Einzelzeiten.

Lass uns aber dann ein Beispiel nehmen an David, das findest du viele Male in seinen Gebeten – am Ende von deiner Klage musst du die Kurve kriegen und musst sagen: „Aber Du, Herr … Du wirst mir helfen. Du bist mein Beistand, Du holst mich hier heraus, Du wirst die Sache zum Guten wenden. Ich setze mein Vertrauen auf Dich.“

Das ist sehr, sehr notwendig, dass wir nicht in der Klage steckenbleiben, sondern am Schluss aufschauen und erklären, was Er schon gesagt hat, und wie Seine Sicht über unsere Situation ist.

Okay. Aber ansonsten ist es sehr, sehr hilfreich und inspirierend, dass wir uns angewöhnen, das Wort zu beten. Wenn wir nur unsere Befindlichkeiten beten, wir werden sehr bald am Ende sein. Aber wenn wir lernen, das Wort zu beten – und ich will erklären, was das bedeutet – dann haben wir mehrere Vorteile:

  1. Wir wissen, was wir jetzt zu beten haben.
  2. Wir beten göttliche Wahrheit. Wir beten sogar Gebete, die Gott selbst in Sein Buch hineingenommen hat und die nach Seinem Willen sind, die inspiriert sind vom Heiligen Geist und die schon gesalbt sind und die Er benutzen wird.

Gott benutzt gesalbte Gebete. Nicht wegen der Leute, die sie beten, sondern wegen der Gebete selber. Weil diese Gebete aus Seinem Herzen sind, aus Seinem Willen sind und eben von Ihm gegeben sind. Und wir haben eine Fülle von Gebeten im Worte Gottes. Ein, zwei will ich euch – oder drei will ich euch kurz vorstellen und sagen, was das damit auf sich hat.

So, Gott gibt uns klare Anweisungen, wie wir zu beten haben und was wir da beten sollen.

Lasst uns ein Vorbild nehmen an Paulus. Paulus hat seinen Dienst, die Gemeinden zu fördern, die Gemeinden zum Wachsen zu bringen und stark zu machen – hat sich gegründet auf drei Säulen. Jedenfalls drei sehe ich, wenn ich das Leben von Paulus anschauen. Das erste ist sein Vorbild, das zweite ist seine Verkündigung, und das dritte ist seine regelmäßige, systematische Fürbitte.

Und davon können wir eine Menge lernen. Er hat sich nicht verlassen darauf, „ich habe wunderbare Predigten in der Salbung eines Apostels gebracht und jetzt wird das ja wohl funktionieren“ – sondern er hat gesagt, zu der Verkündigung muss etwas anderes hinzukommen – und sein Vorbild natürlich auch, ja? Aber dazu muss noch etwas anderes dazukommen: Und das ist anhaltendes, regelmäßiges Gebet.