Archiv der Kategorie: Grundlagen1

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (80:00 bis Ende)

 

Aber da ist einfach eine moralische Dunkelheit und eine Unfähigkeit. Und das kommt daher, weil der Teufel diese Welt regiert. Du sagst: „Das finde ich primitiv, finde ich mittelalterlich“ – aber das ist, was die Bibel sagt. Und mit keiner Silbe hab ich damit gesagt, wie manche das irgendwie so empfinden, wir lehren hier über den Teufel und wir machen den Leuten Angst.

Im Gegenteil, wir reden von Jesus, der den Teufel besiegt hat und wie man durch den Namen Jesu den Teufel mit aller Zerstörung und allen finsteren Dingen aus unserem Leben hinausjagen kann – davon reden wir. Und wer Herrschaft ausübt über den Teufel hat keine Angst. Braucht auch keine Angst zu haben. Angst vor dem Teufel hat nur jemand, der gar nicht weiß, was Jesus getan hat, wer Jesus ist, warum er gekommen ist.

Zu mir kam mal eine liebe Christin und sagte: „Ich habe solche Angst, dass irgendwann in der Nacht der Teufel in mein Schlafzimmer kommt“. Und ich sollte beten. Ich sage: „Lass uns beten, dass der Heilige Geist dir die Augen auftut, wer Jesus ist, was am Kreuz passiert ist, wer jetzt auf dem Thron sitzt und welche Autorität du hast im Namen Jesu“. Wenn du das verstehst, wenn der Heilige Geist dir darüber die Augen auftut, hast du ein neues Problem. Du wirst kommen und sagen: „Pastor, seitdem ich das weiß, was Jesus getan hat, seitdem kommt der Teufel nicht mehr. Was kann ich tun?“

Wir haben Sieg und Freiheit in Jesu Namen. Wir können herrschen. Dazu sind wir geschaffen, über das Böse zu herrschen und es aus unseren Familien, aus unserer Arbeit, aus dem Umkreis unserer Beziehungen herauszujagen. Das sollen wir tun. So sollen wir die Herrschaft Gottes wieder neu aufrichten.

Okay, Lukus 4,6 – Jesus ist dort im Konflikt mit dem Teufel. Der Teufel sagt: „Alle diese Reiche, die Reiche dieser Welt sind mir gegeben“. Jesus widerspricht ihm nicht.

Lk 4
5 Und er führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises.
6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie.

Paulus – in Epheser 6,12 – nennt die Geister in der Himmelswelt, also eine Hierarchie unterhalb des Teufels, die Herren dieser Welt.

Eph 6,12
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

Johannes 14,30 – Jesus nennt den Teufel den Fürsten dieser Welt.

Joh 14,30
Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt; und in mir hat er gar nichts

1. Joh 5,19 – die ganze Welt ist in der Hand oder in der Macht des Argen.

1 Joh 5,19
Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen

Das ist, was die Bibel darüber zu sagen hat. Gott hat mit Vietnam und mit Auschwitz nichts zu tun. Das ist das Produkt von Menschen, die nie die Hilfe Gottes in Anspruch genommen haben. Stattdessen in größenwahnsinniger Weise sich erhoben haben. Denken wir einmal an das, was in unserer Geschichte passiert ist – wie sozusagen der Führer ein Ersatz für Jesus, den Erlöser, wurde und wie er angebetet wurde. Wie ein ganzes Volk diese Sünde des Götzendienstes auf sich genommen hat – und was für ein entsetzlicher Preis dafür bezahlt wurde. Wenn wir nicht den richtigen Erlöser annehmen, wir werden irgendeinen falschen Erlöser – Guru-Ideologie oder Selbsterlösungsphilosophien und Therapien und Praktiken oder irgendetwas anderes uns erfinden. Wir haben nur die Wahl zwischen dem wahren Gott, der Heilung bringt oder den falschen Göttern, die Zerstörung und Verwüstung bringen.

Etwas anderes wichtiges sagt das Wort Gottes noch über den Teufel: Nicht nur war der Teufel von diesem Moment an der Gott der Welt, der den Menschen quält und sie sozusagen beschenkt mit all dem, was eben er bringt an Fluch, an Mühsal, an Frustration, an Enttäuschen und an Leid – sondern darüber hinaus hat der Teufel, also der, der die Autorität über den Tod hat, sogar – nach den Aussagen der Bibel (Lk 16) – die Gewalt, Menschen nach ihrem physischen Tode zu quälen.

Lk 16,24
Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle! Denn ich leide Pein in dieser Flamme.

Das ist, was die Bibel sagt über den Teufel. Heute reden viele über „was kommt nach dem Tode“? Ja, Jesus zieht ein bisschen den Vorhang weg, und er malt uns keine herrliche Blumenwiese, auf der wir alle irgendwie so elfenhaft und vergnügt irgendwie tanzen und fröhlich sind und sagen: „Ach, wie hätten wir nur gewusst, was für eine herrliche Ewigkeit uns hier umfängt!“ Sondern er malt ein ganz anderes Bild. Da gibt es Menschen, die landen in der Finsternis, in der Pein, sie werden gequält. Und es gibt andere Menschen, denen es offensichtlich gut geht. Das ist, was die Bibel darüber zu sagen hat.

Und noch etwas sagt die Bibel über den Teufel und über die Menschen, die dann diese Erlösung, von der ich dann das nächste Mal sprechen werde, nicht angenommen haben: Dass auf sie eine ewige Verdammnis wartet. Das ist, was die Bibel sagt. Ein Gericht, ein Ort der Qual, der Pein, den Gott für den Teufel bereitet hat.

Und wenn es Gott nicht gelingt, dass die Menschen sich von diesem Teufel wieder abwenden, dann gibt es keine andere Wahl für Ihn, dass wenn der Teufel da hin geht auch die mitgehen, die die Lüge und die Unabhängigkeit von Gott gewählt haben – es gibt keine andere Wahl. Gott ist nicht der bestrafende Gott, sondern Trennung von Gott, die der Teufel gewählt hat und die auch wir sozusagen jetzt als Nachfahren Adams stillschweigend weiter dulden, fordert einfach einen Preis. Es gibt einen Ort zwischen Himmel und Hölle – entweder oder. Entweder wir gehören zu Ihm oder wir gehören nicht zu Ihm. Und wir müssen uns nicht für den Teufel entscheiden wenn wir Jesus nicht haben – wir leben mit ihm, wir haben seine Form von Leben in uns.

Viele Menschen denken, „ja, da sind die Taten, die werden abgewogen und am Schluss im Rentenalter werde ich nochmal kräftig zulegen und dann werden doch in letzter Minute die guten Taten irgendwie so, zwar um Haaresbreite, aber doch irgendwie überwiegen und dann glorreich – Petrus dann wie Karneval: „Sollen wir sie reinlassen?“ – und dann strahlend marschiere ich ein in den Himmel, weil die guten Taten doch überwogen haben“.

Das ist totaler Blödsinn, das ist nicht, was die Bibel sagt. Die Bibel sagt: Wir gehen nicht verloren, weil wir gestohlen oder geraucht oder gehurt oder irgendetwas haben, sondern wir gehen verloren wenn wir den Erlöser nicht haben. Wir sitzen auf einem untergehenden Schiff. Die Titanic geht unter. Und die einzige Rettung besteht darin das Schiff zu verlassen, in das Rettungsboot zu steigen. Und das ist Jesus, die Erlösung. Auf dem Schiff zu bleiben, heißt, das selbe Schicksal zu teilen wie das Schiff. Das ist die Situation. Es geht nicht um gute Taten. Du kannst der edelste Mensch sein auf der Titanic. Wenn du nicht ins Rettungsboot springst, dann gehst du unter. Das ist die Situation.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (75:00 bis 80:00)

 

Damit kannst du keinen Heiden hinterm Ofen hervorlocken wenn du mit ihm von diesem Gott redest mit seinen übergeordneten pädagogischen Absichten. Und das ist auch außerdem von der Bibel her überhaupt nicht zu decken. Denn das, was wir als Fluch und als schädlich und beraubend und negativ bezeichnen – interessanterweise, wenn wir auch sonst sehr viel über Gott an Wissen verloren haben – dieses Wissen, das ist nicht normal, krank zu sein und ich werde alles tun, um so schnell wie möglich gesund zu sein. Und da rennen wir und nehmen jeden Arzttermin wahr, der uns vorgegeben wird und niemand der krank ist, sagt, ich hab zu viel zu tun, ich kann nicht zum Arzt gehen. Wenn du wirklich krank bist und du willst gesund werden – du nimmst die Termine wahr, und wenn der dich drei Mal die Woche bestellt, du gehst hin.

Warum? Weil du ein starkes Bedürfnis hast, du möchtest gesund werden. Das ist nur bei einigen wenigen religiös verbildeten Menschen irgendwie abhanden gekommen durch eine Art religiöse Gehirnwäsche, indem sie dann das Leid irgendwie umetikettieren als einen irgendwie gearteten Segen. Aber Gott nennt Krankheit Fluch und etwas negatives. Eindeutig! Und viele andere Dinge, die wir als Fluch erleben, sind auch in Gottes Augen wirklich Fluch.

So, wenn wir auch viel an Wissen über Gott verloren haben, dann ist da immer noch irgendwie dieses Wissen in uns: Es muss ein Glück geben. Es muss ein schönes, gutes Leben geben. Und wer noch dieses Empfinden in sich hat, ich sage „Hallelujah, du lebst noch“ – das ist gut! Das ist sehr vernünftig und sehr gesund.

So, die Bibel redet davon, dass all diese negativen Dinge, die der Teufel in das Leben der Menschen gebracht hat, eben eine Folge dessen sind, dass der Mensch sich mit dem Teufel verbunden hat und Gott ausgeschlossen hat und bis zu dem heutigen Tage etwas in dieser Welt vorgeht, was über Jahrhunderte wir als Christen nicht gesehen haben und was wir der Welt nicht erklären konnten, weil wir es selber nicht verstanden haben: Die Bibel redet davon, dass auf dieser Erde bis zum heutigen Tage der Teufel regiert. Und das, was hier an Leid, Beeinträchtigung, Katastrophen, Pleiten, Pech und Pannen usw. passiert geht auf das Konto des Zerstörers, des Kaputtmachers und geht nicht auf das Konto Gottes. Gott ist ein heilender, wiederherstellender Gott, und der Teufel ist ein zerströrerischer, krank machender, böser Teufel. So einfach ist das. Und du sagst: „Ja, das ist mir aber schwarz-weiß“ – es tut mir leid, so sind nun einmal die Fakten. Und wenn sie so sind, dann sollten wir sie auch so nennen. Jedenfalls Jesus, als er dann kam, er hat sie genau so genannt: Joh 10,10: Ich bin gekommen, Leben im Überfluss zu geben. Der Teufel, der Dieb kommt nur zu rauben, zu würgen und umzubringen. Und ich bin gekommen, Leben im Überfluss zu bringen.

Joh 10,10
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.

Da haben wir einen klaren Gegensatz. Ich meine, deutlicher kann man es nicht sagen. Das ist Verwüstung und das ist Wiederherstellung. Das ist Unglück und das ist Glück. Ganz klar gibt es dort diese Gegensätze im Worte Gottes.

Und da gibt es keine Grauzonen und fließenden Übergänge, sondern der Teufel ist einfach böse und nur böse. Und Gott ist einfach gut und nur gut, so einfach ist das. So einfach ist das. Das ist, was wir der Bibel entnehmen wenn wir sie sorgfältig studieren. Und es gibt nicht eine Schriftstelle – es gibt hunderte von Schriftstellen, die uns das belegen.

Okay, also was die Bibel sagt – und hier sind einige Schriftstellen:

2 Kor 4,4
Der Gott dieser Welt – das ist der Teufel – er hat den Menschen den Sinn verblendet, den Verstand vernebelt – würde ich mal auf Hochdeutsch sagen – dass sie das Evangelium einfach nicht verstehen.

Es ist so einfach – ein sechsjähriges Kind kann es verstehen, es ist so einfach. Aber der Verstand ist vernebelt. Ich empfinde diese Aussage der Bibel: Es gibt einen Zerstörer, es gibt einen Verwüster, der hier auf der Erde sein zerstörerisches, böses Werk treibt – ich finde es die logischste, die vernünftigste und nachvollziehbarste Antwort auf die Frage: „Wo kommt das Unglück überhaupt her?“

Wie kann denn das sein, dass wir so intelligent sind und einen Menschen auf den Mond schicken können – und wir können noch nicht einmal unsere eigenen Gefühle kontrollieren! Wie kann denn das sein? Wo kommt denn dieser Zwiespalt her zwischen unseren riesigen Fähigkeiten und zwischen unseren Unfähigkeiten, die einfachsten Dinge in einer Beziehung geregelt zu kriegen? Das muss doch einen Grund geben. Das liegt doch nicht an mangelnder Intelligenz. Wir wissen doch inzwischen was die Grundlagen von Beziehungen sind. Wir sind doch jetzt inzwischen schon im Bilde darüber.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (70:00 bis 75:00)

 

Und weil diese Fähigkeit uns verloren gegangen ist, deswegen ist die Fähigkeit heile und bleibende, schöne Beziehungen zu pflegen uns abhanden gekommen. Man kann nicht Beziehungen haben mit jemandem, der immer sagt, nein, er ist nicht schuld wenn er schuld ist – das ist nicht möglich. Bloß das ist eben beidseitg. Das, was der andere macht und was wir auch klar sehen und was wir ihm vorwerfen, tun wir genauso.

Und da haben wir das interessante Phänomen, dass man intellektuell sehr entwickelt sein kann, dass man einen sehr scharfen Verstand haben kann, dass man Universitätsprofessor sein kann, dass man die tollsten Dinge irgendwie verstehen kann – und dass man nicht versteht, warum bestimmte Verhaltensweisen bei sich selbst nicht richtig sind. Und nicht die moralische Kraft da ist, danach zu handeln. Jeder Arzt kann dir einen Vortrag halten darüber, dass du eine wesentlich größere Chance hast, an Lungenkrebs zu sterben wenn du regelmäßig und intensiv rauchst – jeder Atrzt kann dir einen solchen Vortrag halten, er kennt sich bis in alle Einzelheiten aus und trotzdem gibt es viele, viele rauchen Ärzte.

Das ist doch ein Phänomen, worüber man mal nachdenken muss. Wir können theoretisch die Folgen unseres Tuns abschätzen, aber im persönlichen Fall fehlt die Einsicht oder die Kraft und die Fähigkeit, nach dem, was wir theoretisch im Allgemeinen erkannt haben, zu handeln.

Und deswegen haben wir Eheberater, die nicht imstande sind, eine vernünftige Ehe zu führen. Deswegen haben wir Pädagogen, die nie ein einziges Kind in die Welt gesetzt haben, geschweige denn erfolgreich erzogen haben, und sie schreiben Bücher über Pädagogik. Wir leben in einer absurden Welt.

Aber weil wir alle irgendwie so angepasst sind und irgendwie so wenig Gottes Gedanken kennen, deswegen wird uns das überhaupt nicht bewusst, wie absurd diese Welt ist. Weil das Absurde das Normale ist – und wenn wir auf einmal anfangen normal zu werden, dann sagen die anderen: Das ist doch absurd! Dass du an Gott glaubst. Das ist doch nicht normal. Da ist doch irgendwie bei dir eine Schraube locker. Das kann doch gar nicht sein.

Die Welt ist total verrückt. Und wenn endlich mal jemand kommt und fängt an, wieder normal zu denken, dann auf einmal bist du der Verrückte – so geht’s. Es ist eine verrückte Welt.

Diese Selbstgerechtigkeit und die Unwilligkeit Verantwortung zu übernehmen war ein ganz wichtiger Bestandteil dessen, was der Mensch sich da eingehandelt hatte. Aber noch viele, viele andere Dinge auch.

In Epheser 2,1-3 und Vers 5 – dort beschreibt Paulus die geistliche Natur oder den geistichen Zustand des Menschen. Und er sagt etwas sehr, sehr interessantes. Dass die Menschen in Bezug auf dort die Christen von der Gemeinde von Ephesus: „Ihr wart tot“.

Epheser 2
1 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden,
2 in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.
3 Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.
5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden

Wie die Bibel den Zustand beschreibt eines Menschen ohne Gott, ist „tot“. Wir leben zwar, aber das ist nicht das richtige Leben. Das ist eine andere Art von Leben. Eine wesentlich niedere und wesentlich weniger erfreuliche und beglückende Art von Leben. Wo wir Opfer sind von allen möglichen Dingen, von Sorgen, die uns dann Schlaflosigkeit bringen und Ratlosigkeit und Ängsten und Depressionen und und und. Ihr wisst, was alles so los ist in dieser Welt.

Und noch etwas anderes wichtiges, ganz, ganz wichtiges müssen wir hier hervorheben, was auch Folgen des Sündenfalls sind. Das verstehen sehr, sehr viele Menschen nicht. Und hier empfinde ich, dass wir als Christen auch der Welt eine ganz, ganz wichtige Antwort schuldig geblieben sind. Wenn du mal mit Menschen gesprochen hast, die von Jesus, von Glauben, von Bibel wenig wissen – dann mit Sicherheit hast du schon diese Frage oder diesen Vorwurf gehört: Ja, warum lässt Gott das alles zu? All das Leid? Wenn da wirklich ein gütiger Gott ist, dann warum lässt er all das zu? Wo war Gott in Vietnam? Wo war Gott in Auschwitz? Wo war Gott hier und da und dort?

Und ich denke, wir haben zu wenig gedacht, wir haben zu wenig die Schrift geforscht, denn wir haben eine so klare deutliche Antwort darauf und statt in irgendwelche religiösen Floskeln irgendwie uns zu versteigen, „ja, Gott mit seiner übergeordneten Weisheit vermag das alles irgendwie gut zu machen – auch das Leid hat seinen Segen“ und lauter solches religiöses Gesülze. Was draußen kein Heide dir abkaufen kann! Wenn du ihm sagst wenn er krank ist – und du sagst zu ihm: Ja, weißt du, Gott in seiner Weisheit wird sich etwas dabei gedacht haben, und eines Tages wirst du auch entdecken, was für ein erfrischender Segen das ganze für dich war.

Er wird sagen: „Erfrischender Segen – bist du wahnsinnig?! Ich will das Zeug loswerden! Das ist einfach furchtbar, was ich erleide, du hast keine Ahnung, was Schmerzen sind!“

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (65:00 bis 70:00)

 

Und wenn wir verstehen, dass Gott sagt: „Ich bin das Leben“. Und sie wandten sich ab vom Leben. Was passierte? Sie starben!

Joh 14,6a
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben

Sie starben! Nicht in dem Sinne, dass sie tot umfielen, sondern dass sie etwas verloren, was sie zuvor hatten – den Schutz Gottes, das Leben aus Gott, die Fähigkeit, auf sich selbst aufzupassen, die Fähigkeit über sich zu herrschen, zu verstehen, was tue ich jetzt, warum mache ich das? Welche Konsequenzen wird das haben? Das ist eine ganz wichtige Fähigkeit. Die Bibel nennt das „Besonnenheit“.

2 Tim 1,7
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Das ging den Menschen total verloren. Und heute haben wir – oder von diesem Tage an – das Problem, dass der Mensch sehr intelligent ist und eine Menge Dinge sich ausdenken kann – und fast alles, was er sich ausdenkt, ist zu seinem Schaden. Fast alles, was er sich ausdenkt, ist zu seinem Schaden. Und es gibt riesige Probleme von diesem Tage an, wo das Licht in dem Menschen, diese Fähigkeit, einfach gerecht und vernünftig und in Weisheit irgendwie zu leben und sein Leben zu bestimmen – das hat er verloren. Das ist typisch für göttliches Leben. Das verlor er. Er verlor die Kontrolle, die Autorität über sich selbst und seit dem sehen wir, von diesem Tage an, eine Menschheit, die eben all die Merkmale aufweist eben der Herrschaft oder des Beherrscht Seins vom Teufel.

Paulus redet davon, dass er sagt: Der Tod herrscht von Adam an.

Röm 5,14a
Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Mose selbst …

Von Adam an! Damit ist dieser Tag des Sündenfalls gemeint. Seitdem herrscht der Tod. Seitdem gibt es das, worunter sehr, sehr viele Menschen leiden: Angst. Wenn du siehst, was für eine dramatische Veränderung muss da passiert sein? Gott kommt wieder nach diesem verbotenen Griff nach den Früchten – Gott kommt wieder. Und was passiert? Sie haben Angst vor Gott!

Der, der vorher ihr bester Freund war, vor dem auf einmal haben sie Angst. Das heißt, sie können gut und böse nicht mehr unterscheiden. Sie wissen nicht, dass Gott gut ist, und sie wissen nicht, dass sie doch zu Ihm gehören und zu Ihm kommen sollen. Es ist alles verdreht. Der Mensch kannte keine Angst. Er kannte keine Schutzlosigkeit, er kannte auch keine Krankheit. Er kannte kein Tod, er kannte all diese Dinge, die wir denken, na, die sind doch natürlicherweise Bestandteil des Lebens – all das kannte Adam vor diesem schrecklichen Tag nicht. Das müssen wir uns ganz klar vor Augen führen, dass das Dinge waren, die hineinbrachen in das Leben der Menschheit nach dem Sündenfall.

Wir wissen nicht, wie lange sie in dieser Harmonie und Einheit mit Gott gelebt haben, aber wir wissen eines: Das, was die Bibel als Leid beschreibt und als Folgen des Fluches und der Auswirkungen der Finsternis, das hat der Mensch erst seit diesem Tage, wo sie sich eben eine neue Autorität gesucht haben.

Und der Mensch hat dort Eigenschaften angenommen, die eben typisch satanisch sind, womit ich nicht sage, dass Satan und Menschen identisch sind, sondern ich sage nur, wie wir geschaffen waren am Anfang nach dem Bilde Gottes und wir Fähigkeiten hatten von Gott – so auf einmal ging das Licht aus und wir bekamen etwas anderes, was typisch teuflisch ist: Selbstgerechtigkeit. Die Unwilligkeit und die Unfähigkeit Verantwortung zu übernehmen. Und du kannst heute hineinschauen in das Leben von einzelnen oder Familie oder am Arbeitsplatz oder zwischen Nationen und auf der internationalen Ebene – ein Problem, das wir haben, ist, dass wir nicht zugeben wollen und zugeben können, hier habe ich einen Fehler gemacht, das tut mir leid, vergib mir.

Sondern dass wir das zudecken wollen, dass wir das rumdrehen wollen, dass wir sagen: Nein, du bist schuld – und das begann an diesem Tage. Gott kommt und sagt: „Was ist passiert? Was habt ihr gemacht? Adam, wo bist du?“

Was für eine dramatische Situaton. Und Gott spricht Adam an und will eine Erklärung haben: „Was ist hier passiert?“

Und statt alles auf sich zu nehmen als der, der die Verantwortung hatte, was macht er? Und dieses Spiel geht seitdem vor einer Generation zur anderen: „Nicht ich! Meine Frau ist schuld!“ Das kennen doch manche. Diese Schuldverschiebung findet seitdem statt und keiner will sie haben, keiner will die Schuld auf sich nehmen. Die Frau sagt: „Nein, nicht ich! Die Schlange!“

So wird die Schuld von diesem Tage von einem auf den anderen geschoben und keiner will sie haben. Das ist ein ganz großes Problem. Diese Selbstgerechtigkeit! Friede in der Familie geht verloren. weil man nicht die Größe hat, zu sagen: „Ich war verkehrt. Die Art und Weise wie ich gehandelt habe, wie ich gesprochen habe, was ich gemacht habe, ist nicht in Ordnung gewesen und so soll es nicht mehr sein, vergib mir“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (60:00 bis 65:00)

 

Der Teufel sagt dort: „Ja, sicher, Gott hat das gesagt“. Damit gesteht er ein, dass er die erste Runde schon mal verloren hat. „Aber er hat es nur deswegen gesagt, weil er genau weiß, wenn ihr von diesem Baum esst, das ist für euch so ein Zugewinn an Lebensqualität und ihr müsst einfach wissen, er ist so geizig, er will nichts abgeben. Er möchte das für sich haben, er hat das Beste und hat euch eine schlechte Form des Lebens gegeben und er möchte einfach das für sich behalten und er ist geizig. Er ist eng und er möchte nicht, dass es euch wirklich gut geht. Aber ich sage euch, ich weiß mehr, hier ist etwas. Wenn ihr davon nehmt, dann geht die Fahrt erst richtig ab. Das ist das wahre Leben, was da kommt“.

1 Mose 3
4 Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!
5 Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses.

Der Teufel verspricht etwas. Und das ist bis zum heutigen Tage immer noch dasselbe Problem. Leute glauben, dass sie ein besseres, erfüllteres und schöneres Leben finden können da draußen ohne das Wort, ohne Jesus, ohne die Kraft des Heiligen Geistes und ohne Gottes Schutz – sie würden da draußen mehr Spaß, mehr Abenteuer, mehr Erfüllung und mehr Pepp erleben als mit Gott.

Da ist schon dieser Angriff des Feindes sozusagen erfolgreich gewesen. Man hat schon diese Idee übernommen, Gott ist langweilig. Aber da draußen ist das wahre Leben. Und wenn ich hier bin unter Christen und in der Gemeinde, da verpasse ich ja etwas. Mann! Da geht mir doch was verloren! Da muss ich doch auch mal hin und da muss ich doch teilnehmen, das geht doch nicht, dass das gute Leben irgendwie an mir vorbeigeht. Dahinter ist die Theologie: Der Teufel kann ein besseres Leben geben als Gott. Und das ist blanker Unsinn, das ist blanker Unsinn. Der Teufel verspricht sehr viel, hält nichts und hinterher zahlst du einen immensen Preis. Das ist das Wesen des Teufels. Das ist alles nur heiße Luft, Schaumblasen und ohne wirkliche Substanz.

Also, er kommt mit einem Misstrauen gegen die Güte Gottes. „Oh, es gibt noch so viel mehr, was du nicht kennst, und das will Gott dir vorenthalten, und jetzt musst du wirklich mal kernig sein und deine eigene Entscheidung treffen und nun mach doch einmal“.

Und das, was dann die Frau und der Mann getan hat, war eben nicht ein Stehlen von Früchten, sondern es war ein Abwenden von der Hingabe unter Gottes Autorität. Und gleichzeitig ein Hören und Annehmen und Befolgen des Wortes vom Teufel. Was dort stattgefunden hat an diesem dramatischen, schrecklichen Tag ist ein Herrschaftswechsel, den der Mensch vollzogen hat. Aus der Autorität unter Gott hat der Mensch sich herausbegeben und unter die Autorität des Teufels gesellt. Indem er dessen Rat angenommen hat, indem er getan hat, was der Teufel vorgeschlagen hat, hat er sich nicht in die Freiheit, sondern in eine erneute Abhängigkeit begeben, aber im Gegensatz zur ersten Abhängigkeit, die heilsam, die vital, die gesund war, die erfrischend war, die einfach schön war und unüberbietbar war, war das eine Abhängigkeit, für die er einen hohen Preis bezahlt hat.

Als der Mensch sich umwandte und das Wort des Teufels angenommen hatte, ist etwas Schreckliches passiert in ihm, was Gott vorher beschrieben hat. Und was hat er gesagt? An dem Tage, wo du davon isst, musst du sterben.

1 Mose 2,17
aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!

Und wir sehen, dass nachdem sie gegessen haben, sie immer noch lebten. Sie redeten miteinander. Sogar dann kam Gott und sie redeten auch mit Gott. Also, was halten wir davon? Hat Gott nicht dann dieses Wort gehalten, hat er nicht diese Konsequenz dann kommen lassen, die er angekündigt hatte? Das wäre die eine Möglichkeit, diesen Text so zu deuten. Dem spricht entgegen, dass die Bibel sagt: Was Gott zusagt, hält Er gewiss.

Ps 33,4
Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.

Sein Wort ist wahr, und er ist kein Lügner, und was Er ankündigt, geschieht.

Also, wenn das so ist, dann gibt es eine andere Möglichkeit der Deutung. Nämlich die, dass „Sterben“ im biblischen Sinne oder im göttlichen Sinne etwas anderes ist als wir darunter normalerweise verstehen. Wir verstehen unter „sterben“: Die Pumpe macht ihren letzten Zucker und dann war’s das und ein Mensch hört auf zu atmen und Schluss, Aus.

Und das ist medizinisch, biologisch natürlich auch irgendwo eine exakte Beschreibung, aber biblisch, geistlich gesehen gibt es noch eine ganz andere Form von „Tod“ und von „sterben“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (55:00 bis 60:00)

 

Und das war eine Grenzlinie, die gezogen war. Und nichts war in Adam, nichts war außerhalb von ihm, was ihn hätte zwingen können, diese Grenzlinie zu überschreiten. Und das war für ihn eine Gewissheit – da ist der Baum, ich rühre ihn nicht an, Gott ist mein Freund, ich liebe Ihn, ich tue, was Er sagt, ich bin Ihm untergeordnet. Es musste dieser Punkt da sein, um für ihn selbst eine Sicherheit zu geben. Das ist der Grund, warum dieser Baum da war. Und wenn der Baum nicht gewesen wäre, hätte es irgendetwas anderes sein müssen. Manche Leute sagen: „Ja, also ich weiß nicht, Sündenfall, da ging es um ein paar gestohlene Äpfel, also was soll das ganze? Ist er so arm, dass er daraus so ein Drama macht?“

Erstens sagt die Bibel nicht – entgegen der Werbung heutzutage -, dass es „Äpfel“ waren, sondern nur Früchte.

1 Mose 3
2 Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen;
3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Eßt nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!

Und außerdem geht es nicht um den Marktwert, dass Gott sagt: „Oh, das Pfund hätte ich auf dem Markt für mehr Geld verscherbeln können, jetzt haben die mir das aufgegessen“. Darum geht es doch gar nicht, sondern es geht darum, dass hier ein Gebot gegeben wurde. Und dieses Gebot war das Zeichen, an dem sie beweisen konnten – ihre Liebe, ihre Hingabe und ihr Vertrauen zu Gott.

Und deswegen dann diese Verführung zum Sündenfall – es ging nicht um die Äpfel, sondern es ging um das Prinzip dahinter. Dass der Teufel den Menschen versucht hat und überredet hat, dann nachher auf sein Wort, statt auf das Wort Gottes zu hören und zu handeln. Darum ging es. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Es ging darum, dass der Mensch sich abwenden sollte von der Hingabe, von dem Vertrauen, von der Einheit mit Gott – und der Unterordnung unter seine Autorität – und eben stattdessen sich umwendet und hört und befolgt, was der Teufel ihm an Ratschlägen und Anweisungen gibt. Darum ging es. Und was ich jetzt nicht in aller Ausführlichkeit irgendwie tun kann – ich habe ein großes Problem hier, deswegen rede ich so schnell, weil das so viel Stoff ist und ich muss das in 12 Abende packen – in der Bibelschule mache ich dasselbe in ungefähr 40 Stunden. Also da könnt ihr verstehen, was mein Problem ist.

Wenn man aber in 1. Mose 3 sich dann diese Versuchungsgeschichte näher anschaut, diesen sogenannten Sündenfall, dann sieht man, dass der Teufel dort einfach verschiedene Angriffe gestartet hat, die sehr interessant sind, von denen man sehr viel lernen kann und die für unser späteres, geistliches Leben von großer Wichtigkeit sind. Das erste war ein In-Frage-Stellen der Gültigkeit des Wortes Gottes. Ein „Zweifel säen“. „Hat Gott wirklich gesagt?“

1 Mose 3,1
Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen?

Hat Gott das wirklich gesagt? So kommt der Teufel dort eben als Schlange zur Frau und versucht sie so irgendwie zu beeinflussen. Und das Mutmachende – bis dahin ist noch alles in Ordnung – das Mutmachende daran ist: Was tut sie darauf hin? Sie sagt nicht: „Hilfe! Der Teufel! Ich bin verführt! Es ist alles schrecklich! Die Sache ist vorbei!“

Nein, sie reagiert darauf in einer sehr vernünftigen Art und Weise. Sie wiederholt, was Gott gesagt hat plus diese Hingabe ihres Herzens. Nicht nur „ich zitiere das auswendig“, sondern mein Leben, mein Herz, mein Alles steht dahinter – das ist die Richtschnur meines Lebens. Und ich bin festgelegt, so zu leben.

1 Mose 3
2 Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen;
3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Eßt nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!

Also, die erste Runde verliert der Teufel. Das ist etwas, was wir schnell übersehen, wenn wir da uns anschauen, ja, der Teufel kommt und versucht sie und alles geht den Bach runter. Nein, die erste Runde verliert der Teufel. Der Angriff auf die Gültigkeit, die Echtheit des Wortes Gottes wird beantwortet, indem der Mensch das Wort zitiert und sich hingibt und festlegt, das ist für mich gültig und das ist Maßstab. Und später werden wir dann darüber reden, wie wir Gedanken kontrollieren können und das hat ganz viel damit zu tun, dass wir lernen, das Wort Gottes als eine Waffe, als ein Schwert zu gebrauchen, uns zu verteidigen und unsere Freiheit zu behaupten.

Der zweite Angriff – und dem Teufel, der ist eben nicht so kreativ wie Gott, fällt nichts wesentlich neues ein, und deswegen heute immer noch genau das selbe: Er greift uns an mit der Versuchung, das Wort in Frage zu stellen. Und der zweite Angriff, den man da lesen kann, dann gilt dem Charakter oder der Güte Gottes.

Zwei interessante Angriffe des Feindes, die man kennen muss: Die Gültigkeit des Wortes Gottes und als anderes die Güte Gottes.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (50:00 bis 55:00)

 

Weil Adam unter göttlichem Schutz war. Gott war selbst Adams Schutz. Das ist ganz, ganz wichtig, dass wir das verstehen. Und weil der Mensch geschaffen war zu einer Liebesbeziehung war da auch der freie Wille – das ist ganz, ganz, ganz wichtig, dass wir verstehen: Der Mensch ist ein Wesen, das geschaffen ist freiwillig seine Entscheidungen zu treffen.

Und es gibt viele Theorien heutzutage auch mit wissenschaftlichem Anspruch, die das irgendwie untergraben wollen, und die sagen, wir sind nur ein Produkt unserer Umwelt oder irgendwie ein Ergebnis der Verteilung des Kapitals oder der Produktionsmittel oder irgendwie solche Geschichten – oder der biologischen Anlagen oder der Sozialisation oder irgend so etwas. Nein! Die Bibel redet davon: Wir sind geschaffen selbst unser Leben zu bestimmen. Dazu sind wir geschaffen.

Und das ist auch notwendig für eine Liebesbeziehung. Wenn Gott eine Liebesbeziehung haben wollte, dann – Liebe ist immer freiwillig. Manche Leute, die nicht weit genug denken, sagen: „Ja, warum hat Gott uns mit dem freien Willen ausgestattet? Du siehst ja, was passiert ist! Das ist das große Problem. Hätte Er das nicht gemacht …“

Ja, was ist die Alternative? Roboter, die pünktlich morgens um 6:30 Uhr aufstehen, sich drei Mal gen Osten verneigen und sagen: „Großer Gott, wir beten Dich an, wir lieben Dich, Du bist herrlich, Du bist wunderbar, unser Leben gehört Dir. Amen.“ Und dann an ihre Arbeit gehen?

Ja, das hätte Er machen können – logisch, das können wir auch machen. Bloß das ist keine Liebe! Liebe bedeutet, „ich habe gewählt bei dir zu bleiben“. Das sag ich oft meiner Frau: Ich sage, schätzt du das überhaupt, unter Millionen und weiß ich nicht wie vielen Menschen, habe ich dich auserwählt – und nach 17 Jahren oder so ähnlich bin ich immer noch bei dir. Schätzt du das überhaupt? Ich mache Spaß jetzt!

Das war nicht eine Entscheidung, ein Mal, sondern ich habe mich viele Male entscheiden müssen, ich bleibe bei ihr. Aber sie auch mit mir! Und ich schätzt das, dass sie immer noch an meiner Seite ist. Das ist nicht, weil ich sie zwinge. Sondern sie macht das, weil sie das möchte. Sie ist bei mir, weil sie das möchte. Sie möchte bei keinem anderen Mann sein, das finde ich ganz stark, das baut mich sehr auf.

Und genauso ist es mit Gott: Liebe wird erst dann Liebe wenn die Möglichkeit besteht, die Liebesbeziehung abzubrechen. Nur das ist wirkliche Liebe. Versteht ihr das? Sonst wären wir Roboter, einprogrammierte Maschinen, die nach außen hin vielleicht ein Verhalten wie Liebe produzieren, aber das kann Gott nicht erfüllen und glücklich machen, wenn er dann da vom Himmel herunterschaut und ist begeistert über seine vielen, vielen Robots, die da alle sich verneigen und Er sagt zu den Engeln: „Ist das nicht wunderbar wie sie mich alle lieb haben?“ Und der Engel sagt: „Ja, aber vergiss nicht, du hast sie programmiert.“ – „Oh ja …“

Das wäre ein echter Stich, das würde die Freude Ihm rauben. Zu Beziehung, zu Liebe gehört das Element der Freiwilligkeit, das ist absolut wichtig. Und auch wiederum hier: Die Freiwilligkeit ist nicht das Problem, der Missbrauch des freien Willens ist das Problem.

Und Gott hat nichts in den Menschen hineingelegt, er hat den freien Willen, und jetzt muss er auch diesen freien Willen missbrauchen. Sondern das ist ja gerade der „freie“ Wille – anders wäre es kein freier Wille. Der freie Wille besteht darin, dass er frei ist. Und es war nicht von Gott hineingelegt und deswegen ist Er auch nicht verantwortlich für diese Misere, die dann danach sich ereignet hat. Ich rede von diesem Einbruch der Finsternis, von dieser Trennung, von dem, was man so „Sündenfall“ nennt. Aber so weit bin ich noch nicht.

Gott hat um dem Menschen ein Positionslicht zu setzen, um ihm zu zeigen oder ihn gewiss zu machen, auf welcher Seite er steht – der Wahrheit oder der Lüge – der Liebe und der Hingabe und des Vertrauens oder der Unabhängigkeit und der Rebellion. Gott hat ihm etwas gegeben. Aus lauter Güte hat Er einen Baum in den Garten gesetzt. Und wiederrum – viele Leute, die nicht mitdenken, sagen: „Ja, das ist das Problem – wenn da nicht der verbotene Baum gewesen wäre“. Der verbotene Baum ist nur dazu da, um zu zeigen, ich bin noch im grünen Bereich sozusagen. Ich bin noch auf der richtigen Seite.

Nichts hat Adam oder die Frau gezwungen von diesem Baum zu essen. Sondern Gott hat diesen Baum gegeben, und Er hat gesagt: „Passt auf, esst nicht davon, und an dem Tage, wo ihr davon esst, müsst ihr sterben“.

1 Mose 2
16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,
17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (45:00 bis 50:00)

 

Und der Schreiber in der Bibel, er redet von einer Zahl von Sternen, die nicht zu zählen ist.

Jer 33,22a
Wie das Heer des Himmels nicht gezählt und der Sand des Meeres nicht gemessen werden kann

Und da kommen heute die Leute her und sagen: „Ja, die Bibel hat ja ein altertümliches Weltbild“. Nein, ganz im Gegenteil – im Altertum hatte man ein altertümliches Weltbild, aber die Schreiber der Bibel sprachen von Tatsachen, die wissenschaftlich gar nicht erforscht waren. Woher hatten die das wenn alle Astromen aufstanden und sagen: „Du bist ein netter Poet, aber pass mal auf – von Astronomie verstehst du überhaupt nichts. Es gibt genau 3650 Sterne, die haben wir alle ganz genau gezählt und katalogisiert. Wie kannst du da – naja, gut, dichterische Freiheit – wie kannst du da von einer Zahl von Sternen schreiben, die nicht zu zählen ist? So sind halt die Dichter …“

Aber da war ein Mann, der wusste mehr. Er kannte den, der die Sterne gemacht hat, er wusste, hinter den Sternen, die man jetzt sehen kann, gibt es noch ganz andere, und da gehts erst richtig los. Okay. Kleiner Exkurs.

Also, da war diese Gemeinschaft mit Gott und diese Beziehung einfach der Verantwortung vor Ihm. Beides gehört zusammen, es ist kein Widerspruch: Ver-antwort-ung ist auch ein so schönes Wort eigentlich, ja? Verantwortung bedeutet, es gibt jemanden, dem ich Antwort gegen soll über das, was ich tue. Ist ein ganz starkes Wort.

Ich soll eine Antwort geben in Bezug auf das, was ich tue. Und der Mensch, wie er beschrieben wird am Anfang in Gottes Buch. Er war ein freies Wesen. Und er war geborgen und geschützt in dieser Beziehung mit Gott, weil es eine Beziehung des Vertrauens und der Wahrheit war. Ganz, ganz wichtig. Vertrauen und Wahrheit. Und in dieser Beziehung war er geschützt. Er brauchte auch diesen Schutz, weil die Bibel uns sagt: Schon zu der Zeit als der Mensch also auf seiner Erde spazieren ging und das Leben genoss, gab es schon einen Widersacher Gottes, der auch die Menschen gehasst hat und ihnen Böses wollte – den Teufel, den Satan, die alte Schlange. Wovon an anderer Stelle dann die Bibel berichtet, dass es ein prächtiger Chef-Engel gewesen ist, der gegen Gott rebelliert hat und der deswegen ausgestoßen wurde.

Er wollte wie Gott sein – Hesekiel 28 – Jesaja 14 – kann man diese Dinge nachlesen. Er wollte wie Gott sein.

Hes 28,2
So spricht Gott, der Herr: Weil sich dein Herz erhoben hat und du gesagt hast: »Ich bin ein Gott und sitze auf einem Götterthron mitten im Meer«, da du doch nur ein Mensch und kein Gott bist, und [weil du] dein Herz dem Herzen Gottes gleichstellst …

Jes 14
13 Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ›Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden;
14 ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen!‹

Er wollte sich erheben. Und das ging natürlich nicht, weil wenn ein geschaffenes Wesen sich erheben würde und sagt: Also, ich kann genauso Chef sein wie du, ist es eine einfache Lüge – er kann es nicht. Weil er ein geschaffenes Wesen ist, und Gott ist von Ewigkeit her ungeschaffen. Und wenn Gott gesagt hätte: Okay, machen wir ein Agreement, also die Hälfte des Imperiums gebe ich dir – es wäre alles zusammengebrochen! Gott musste sagen: „Nein, es geht nicht. Nicht, weil ich autoritär bin, aber ich bin Gott, ich habe das alles geschaffen, ich hab das zu verantworten und es bleibt dabei, ich bin Gott. Du kannst nicht Gott sein, weil du nicht Gott bist. Du bist nicht qualifiziert dazu.“

Und er musste diesen Engel ausstoßen. Und der hat einen ganzen Teil von anderen Engeln mit sich gerissen, das ist der Satan, der Widersacher Gottes. Und du sagst jetzt: „Was? So primitiv sind die hier? Die glauben an den Teufel?“ Nein, wir glauben nicht an den Teufel, wir glauben an den Retter, an Jesus, an den lebendigen Gott, an den glauben wir. Aber wir wissen eines, es gibt den Teufel. Und der wird sehr präzise beschrieben und interessanterweise das, was die Bibel über ihn sagt, sehe ich jeden Abend in meiner Tagessschau. Also es ist nicht so, dass Gott da mir etwas zumutet – „pass auf, die Welt ist heile, aber trotzdem sage ich dir, es gibt einen Zerstörer, einen Widersacher, einen, der destruktiv ist“ – nein, sondern um mich herum und auch in meinem früheren Leben, auf Schritt und Tritt, sehe ich, dass da eine systematische Zerstörung wirklich am Wirken ist. Und die Bibel hat einiges darüber zu sagen, und sicherlich gab es niemanden, der so viel über den Teufel gesagt hat und darüber gelehrt und erklärt hat wie Jesus dann selbst.

Okay, dieser Teufel war da, und er war böse. Genauso böse wie heute, genauso finster und hasserfüllt auf Gott und auf alles, was Gott geschaffen hatte, und er wollte diese Harmonie zerstören. Und trotzdem, wiewohl er mächtiger war in seiner Ausstattung als der Mensch, war der Mensch geschützt – nicht durch gewaltige Waffen, sondern durch Hingabe, Vertrauen, Wahrheit und Gehorsam. In dieser Beziehung war der Mensch durch Gott selbst geschützt. Gott war sein Schutz.

Der Teufel konnte nicht mit seiner übermächtigen Gewalt irgendwie hinterm Busch lauern und warten bis Adam da ahnungslos verbeistolpert und dann ihn von hinten in den Würgegriff nehmen und ihn dann irgendwie dransalieren – er durfte ihn nicht antasten.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (40:00 bis 45:00)

 

Und das ist ein ganz wichtiger Punkt: Wir sind gerufen zu einer Liebesbeziehung mit Gott. Gott ist nicht ein philosophischer, theoretischer, ferner Gott, der uns ein paar Prinzipien irgendwie gnädigerweise hat herunterregnen lassen vom Himmel und sagt: „Nun versucht mal, danach zu leben, strampelt euch schön ab“. Sondern der Gott der Bibel ist ein Gott der Gemeinschaft, der Beziehung, der Liebe und Er möchte Austausch haben mit uns. Und ich glaube, dass Er sich manchmal sehr, sehr viel Mühe gibt, und das sogar wir als Christen und Kinder Gottes irgendwie daran vorbeigehen – ich glaube manches mal, ja, extra um uns zu erfreuen, zaubert er da so einen wunderschönen Abendhimmel dahin, und manche bemerken das sogar wenn sie dann an Feierabend nach Hause fahren und fahren dann die Heerstraße raus und das ist gen Westen und da geht die Sonne unter – ach, wie schön ist das. Aber begreifen wir das, dass das nicht irgendwie bloß ein physikalisches Naturphänomen ist – ja, die Lichtstrahlen brechen sich halt und deswegen ist es dann da rot irgendwie am Horizont?! Sondern das ist Gottes Sinn uns zu erfreuen.

Wenn wir solche Lilien gemacht hätten, ich glaube, die sähen ganz anders aus. Die sähen ganz anders aus, und wir wären wahrscheinlich auf 20 verschiedene Blumensorten gekommen, aber nicht auf tausende und tausende. Gott ist nicht funktional, das müssen wir Westler unbedingt begreifen, ja? Ein Afrikaner hätte da nicht so viel Probleme mit, sondern Gott liebt es, Beziehung zu haben. Wir sind da manchmal fassungslos davor, wie da Leute sich irgendwie über gar nichts, nur weil sie Freude aneinander haben – unsere Afrikaner meinetwegen stundenlang so auf der Straße sich unterhalten können. Aber die wissen von diesem Aspekt von Gemeinschaft und Leben viel, viel mehr. Es gibt auch andere Bereiche, die wir Westler vielleicht wieder mehr drauf haben – Gott, der strategische, der planende, der schöpferische, der zielgerichtete Gott, der auch was schafft. Aber wir brauchen alles, und überall gibt es ein bisschen etwas, was sich von Gott so wiederspiegelt. Deswegen ist es so interessant verschiedene Kulturen kennenzulernen – okay, Klammer zu.

Also, hier haben wir es in der Bibel beschrieben: Psalm 8, 7; Psalm 115,16.

Psalm 8,7
Du machst ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt

Das ist der Plan Gottes hier. Die Erde hat Er gemacht und Er hat sie uns gegeben.

Psalm 115,16
Der Himmel ist der Himmel des HERRN, die Erde aber hat er den Menschenkindern gegeben.

Gott hat uns die Erde gegeben. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Gesichtspunkt, um irgendwie in diesen ganzen weiteren Gedankenfluss irgendwie hineinzukommen, was dann passiert ist und was Erlösung bedeutet und warum Jesus gekommen ist. Die Erde gehört uns!

Und bitte jetzt sag nicht irgendwie vorschnell: Ja, das sehen wir ja, was wir damit gemacht haben! – Das ist nicht Gottes Plan gewesen. Seine Art von Herrschen ist nicht kaputt machen, Seine Art von Herrschen ist nicht Verwüstung und Ausbeutung und irgendwie alles zunichte machen, sondern es ist pflegen, es ist erhalten, es ist genießen, aber nicht kaputt machen.

So, da war diese Beziehung, die Gott mit dem Menschen hatte, und sie haben Gemeinschaft gehabt, und der Gott, den ich sehe in der Bibel, der eben kreativ ist, der das Leben genießt, hat einfach – auch wenn ich da keinen einzigen Bibelvers im 1. Mose dafür sehe, aber ich kenne einfach das Wesen Gottes, ich weiß, wie dann einfach Jesus nachher später dann Gott repräsentiert und dargestellt hat – der Gott der Bibel, der herabkam, der mit den Menschen Gemeinschaft hatte, war ein Gott, bei dem man sich wohlgefühlt hat. Ein Gott, mit dem es schön war zusammen zu sein. Ich glaube, der auch gute, konstruktive, ordentliche, saubere Witze machen kann. Ich glaube das, dass Gott Spaß hat an humorigen Dingen, ich glaube das ganz gewiss. Der Gott der Bibel ist ein Gott, der Freude hat. Das sehen wir dann später wenn Jesus kommt, er sagt zu seinen Jüngern: „Meine Freude gebe ich euch“.

Joh 15,11
Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde.

Und dann siehst du nicht im nächsten Vers: „Ja, aber Jesus – das ist ja nicht viel, du hast ja keine! Wir haben dich ja nie lächeln sehen. Du hast dich ja nie gefreut, was nützt uns das wenn du sagst: Deine Freude ist jetzt unsere Freude – ja, du hast ja keine?!“

Sondern er hat Freude. Er ist die Lebensfreude in Person. Ist doch logisch.

Noch ein kleiner Einschub zur Kreativität Gottes – „Sterne“. Zur Zeit, als die Bibel geschrieben wurde, kannte man nur ein paar Tausend Sterne. Ich weiß nicht genau, 2-3 Tausend. Weil man eben keine astronischen Hilfsmittel hatte – ein paar tausend Sterne gab es.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (35:00 bis 40:00)

 

Und all das ist Gottes Plan gewesen und – sag ich gleich hier schon mal – ist es heute immer noch. Wir sind gerufen zu herrschen – nicht beherrscht zu werden. So viele Menschen werden beherrscht. Es kommt irgendwie eine Grippewelle und man bereitet sich vor und man sagt: „Ja, alle bekommen es, warum sollte ich es nicht bekommen? Bin ich etwa anders?“ Ja, wenn wir Gott kennen, wenn wir seine Verheißungen kennen, wenn wir das Leben kennen, das in uns ist, dann sehr wohl! Dann nicht weil wir besser sind, aber weil Gott eben so gut ist, ist da etwas in uns, und wir können anders leben. Und was vielleicht viele, viele andere erwischt, muss uns nicht zwangsläufig erwischen. Und wenn andere Leute ihre Midlife-Crisis kriegen, weil das eben so Gang und Gebe ist, das können wir uns schenken. Da haben wir keine Zeit zu, weil wir zu vital sind, zu viele Pläne haben, zu viel Energie haben und irgendwie einfach noch so viel tun wollen. Wir werden nicht durchhängen. Mit Gott zu leben, heißt nicht durchzuhängen. Oder schlapp zu machen oder müde zu werden. Gott ist nicht müde – also warum sollten wir müde werden? Es ist Kraft da, die Gott uns reichlich anbietet, wenn wir verstehen wie dieser Zugang möglich ist und wie diese Kraft in uns hineinkommt.

Gott ist ein herrschender Gott – wir sollen herrschen – unter Ihm und mit Ihm. Nicht willkürlich, nicht über andere Menschen, sondern über Umstände, über unser Leben, über die Dinge, die da kommen und die uns berauben und beeinträchtigen, beengen und knebeln und knechten wollen, über diese Dinge sollen und können wir herrschen. Das war der Plan Gottes als es noch in Planung war. Und ich kann mir das regelrecht vorstellen wie sie so zusammensaßen und sich so beraten haben und total begeistert waren: „Ja, genau so muss er aussehen, so muss er sein, so einer soll es werden – genau so einer wie wir!“

Wie ein irdischer Vater – nimmt sein Baby und sagt: „Oh, ist das süß, ganz der Papi“. Ja, man ist begeistert wenn man etwas von sich in dem Kind sieht. Oder wenn das ein anderer dann sagt: „Ach, ist ja ganz der Vati“ – du bist echt total gerührt und sagst, oh, wie recht er hat! Und Gott hat auch so etwas wie einen Vaterstolz. Er hat uns nicht mit links gemacht, hat nicht den Engeln – irgendwie so einen subaltären Engel gesagt: Naja, kommt, ihr habt doch eine freie Minute, macht doch mal einen Menschen. Und wenn ich mal eine Minute Zeit habe, werf ich einen Blick drauf, was ihr da geschaffen habt!“

Nein, Gott sagt: Das ist Chefsache. Das machen wir selbst. Und er hat es sich genau überlegt. Und er hat einen Menschen geschaffen nach seinem Bild. Und wenn wir dann ihn beschrieben sehen – natürlich er wird dort nicht irgendwie von den Äußerlichkeiten beschrieben, aber der erste Mensch wird beschrieben als jemand, der tatsächlich einer war, der Herrschaft ausüben konnte. Gott hat ihm den ganzen Planeten gegeben zusammen mit seiner Frau und gesagt: „Ihr herrscht! Das ist euer Bereich hier – hier sollt ihr Verantwortung ausüben“.

Und Gott kam dann wie die Bibel es sagt, in der Abendkühle und hatte Gemeinschaft mit Ihnen. Und das ist der Zweck der Schöpfung. Und wir können nicht unser Leben sinnvoll leben wenn wir vergessen oder wenn wir überhaupt nie drauf kommen, wozu wir geschaffen sind. Wir sind nicht geschaffen etwas zu leisten, sondern wir sind geschaffen etwas zu sein: Freunde, Partner Gottes zu sein, dazu sind wir da. Und wenn dein Gebetsleben nur darin besteht, dass du Gott immer alles sagst, was du haben möchtest, wie also irgendwelche Einkaufslisten oder Bestellformulare, die du so durchfaxt zum Himmel – wenn das dein Gebetsleben ist, dann wirst du sehr, sehr wenig in der Beziehung mit dem Herrn erleben.

Gott will sich um unsere Anliegen kümmern, aber stell dir vor, ich würde zu meiner Frau kommen und würde ihr nur so die Essenspläne für die nächsten Wochen irgendwie so reinreichen oder an ihre Pinnwand irgendwie da tun und sagen, was sie alles einkaufen soll und dies und jenes usw., und das wäre meine ganze Beziehung – dazu könnte ich eine Köchin anstellen! Das ist nicht Ehe. Ehe ist etwas ganz anderes. Das ist Beziehung, es ist Gemeinschaft, es ist etwas zusammen zu machen, etwas zusammen zu erleben und aneinander Freude zu haben, Austausch, Kommunikation, Anteilnahme. Das ist der Plan, den Gott hat für uns. Wir sollen in Gemeinschaft mit Ihm leben.

Und so wenn Gott kam in der Abendkühle und er hatte mit ihnen Gemeinschaft, dann haben sie nicht nur die technischen Dinge besprochen – wie soll man das jetzt mit dem Spinat hinkriegen und was machen wir mit den Kaninchen, dass sie uns nicht alles irgendwie klauen oder solche Dinge. Sondern ich glaube, dass da einfach wirklich Freundschaft da war, wirklich Beziehung.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (30:00 bis 35:00)

 

Viele Menschen sind dann irgendwie so verführt worden zur Passivität, dass sie gar nicht mehr leben, sondern leben lassen. Aber grundsätzlich haben wir das Potenzial zu Entscheidungen und wenn wir diese Beziehung, von der ich dann noch später sprechen werde, mit Gott, wenn wir die bekommen, wir werden merken wie unser Wille enorm gestärkt wird und freigesetzt wird. Und wie wir lernen nicht nur Entscheidungen zu treffen, sondern obendrein noch lernen die richtigen Entscheidungen zu treffen, heilsame, gute, positive Entscheidungen, die gute Auswirkungen haben.

Dann noch etwas anderes, was ganz, ganz wichtig ist und schön ist – manche leiden darunter. Wir haben die Fähigkeit zu fühlen. Wir können fühlen. Du sagst: „Ja, das ist doch mein Problem, meine Gefühle! Meine Gefühle sind so furchtbar“. Nun, später werden wir lernen, was Gefühle sind und wie man, wenn einem seine Gefühle nicht gefallen, wie man sich ein paar bessere zulegen kann. Das alles hängt damit zusammen, was hier beschrieben ist: Von Gottes Willen her sind wir nicht gerufen von irgendetwas beherrscht zu werden, sondern der Plan Gottes ist es, dass wir in Gemeinschaft mit Ihm und in Abhängigkeit von Ihm, unter Ihm selbst herrschen.

Und wenn du dir das Leben der Menschen anschaust und würdest das mit wenigen Worten versuchen zu charakterisieren, dann müsste man wohl eines sagen: Wir werden beherrscht – von Krankheiten, von Nöten, von Mangel, von Defiziten in uns selbst. Wir werden beherrscht von negativen Außenumständen, und da ist die Wirtschaft und da ist das Wetter und da sind die Naturkatastrophen und die Krankheiten und die Preiserhöhungen und ich weiß nicht was alles – so viele Dinge, die nach uns greifen und die unsere Lebensqualität negativ beeinträchtigen wollen.

Aber so ist es nicht immer gewesen und so ist es nicht Gottes Plan gewesen, sondern anstatt zu beherrscht zu werden, sollen wir herrschen. Das ist etwas ganz, ganz, ganz wichtiges. Der Gott der Bibel ist nicht irgendwie so ein Schlappi oder irgendwie ein alter, greiser Herr, der nicht mehr alles irgendwie so richtig auf die Reihe kriegt, sondern Er ist fit, Er ist vital und Er herrscht. Er hat Überblick. Und hier ist auch wichtig, dass wir die biblische Füllung dieses Begriffes „herrschen“ wirklich kennen und auch übernehmen. Wenn man so dieses Wort „herrschen“ hört, so heute in unserer links-ideologisch unterwanderten Gesellschaft, hat das gleich einen total negativen Beigeschmack, aber „Herrschen“ in der Bibel ist immer verbunden mit Verantwortung. Herrschen ist immer verbunden mit Verantwortung. Nicht willkürlich diktatorisch unterdrückend – ich mache, was ich will – sondern das biblische Herrschen, wie Gott herrscht und wie Gott möchte, dass wir herrschen – das werden wir dann später alles irgendwie auf die Reihe kriegen. Vielleicht rede ich ein bisschen schnell für euch, ihr könnt ja später das Band dann irgendwie langsamer, mit halber Geschwindigkeit zurücklaufen lassen oder so. Herrschen bedeutet, dass wir unser Leben bestimmen. Dass wir den Kurs festlegen, und dass nicht alles mögliche nach uns greift und uns auffrisst und uns verschlingt und uns irgendwie verplant und uns in irgendwelche Dinge hineinzwängt, die wir eigentlich nicht wirklich wollen. Und auf einmal merken wir, meine Gefühle sind stärker als ich und ich tue Dinge, ich sage Dinge, ich verhalte mich auf eine Art und Weise wie das für mich und wie das für andere gar nicht gut ist. Und ich merke wie ich Unheil und Leid erzeuge. Das ist alles nicht wie Gott will, dass wir leben. Sondern wir sollen herrschen.

Und das geht so weit, dass vielleicht zum Schock von manchem Menschen, was hier oben in unserem Gehirn geschieht, was wir denken oder was wir nicht denken, das sollen wir bestimmen! So viele Menschen lassen denken. Aber wir sollen denken.

Und wir sollen auch nicht sagen: Naja, was kann ich gegen meine Gefühle tun? Doch, wir können etwas tun. Wir haben Verantwortung, wir haben die Kraft Gottes, wir haben neue Möglichkeiten, die wir vorher nicht hatten. Wir können in einer ganz neuen Weise unser Leben wirklich prägen und bestimmen. Und das will ich gleich einmal hier sagen: Wenn es um die Planung eines erfolgreichen Lebens geht, niemand kann erfolgreich leben, der nicht seine Gedanken und seine Gefühle unter Kontrolle nimmt. Niemand kann erfolgreich leben, dem das nicht gelingt. Es ist nicht möglich. Weil zu Erfolg gehört, ein Ziel zu haben und die Kraft zu haben, dieses Ziel auch anzugehen und dem nachzugehen und eine Richtung beizubehalten, die wir einmal als richtig erkannt haben und der wir dann nachfolgen wollen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (25:00 bis 30:00)

 

Oder denk an diese Schneekristalle. Jemand hat mir einmal ein so dickes Buch – also für unsere Cassettenhörer ungefähr 4 cm dickes Buch – geschenkt mit Fotos von Schneekristallen. Jemand hat sich also die Mühe gemacht, was gar nicht so einfach war, weil die ja nicht sehr langlebig sind, Schneekristalle zu fotografieren. Und es ist eine bekannte Tatsache, dass alle Schneekristalle einen sechszackigen Stern darstellen und jeder Stern ist anders. Jeder Stern ist anders. Also eine gute mitteleuropäische Schneeflocke besteht je nach Konsistenz des Schnees aus – weiß ich nicht – 5 bis 20 oder 30 Schneekristallen. Und nun kann man sich vorstellen, in einem guten Winter, wie viele Schneeflocken da so über der ganzen nördlichen Hemisphäre herunterkommen. Und man hat noch nicht zwei identische Schneekristalle gefunden.

Und dieses Buch ist also ein Inspirationsbuch oder eine Inspirationshilfe für Designer, die so Muster entwerfen sollen für alle möglichen Gebauchsartikel oder so. Und immer wenn denen die Ideen ausgehen, dann gucken sie in dieses Buch und finden da neue Muster und Ornamente und filigran und alles mögliche. Und das ist nur ein Buch, da sind wahrscheinlich nur einige tausend oder vieleicht einige zehntausend solcher Schneekristalle abgebildet. Und man könnte ganze Bibliotheken haben von solchen Büchern und würde da dann viel, viel Anregung bekommen.

Das will ich nur als Beispiel sagen: Der Gott, der in der Bibel beschrieben wird, der der schöpferische Gott ist, hat ein enormes kreatives Potenzial. Und Er ist nicht sparsam, Er ist freigiebig, er hat viele Ideen und offensichtlich liebt Er Farben. Sonst hätten wir alles in schwarz-weiß. Er liebt Farben, Er liebt Formen, Er liebt Vielfalt. Er hat ein Gefallen daran und deswegen sind wir auch vielfältig.

Okay, das ist eine Eigenschaft, die wir, wenn auch begrenzt und nur zum Teil, wir als Menschen eben auch haben.

Daneben gibt es noch eine andere wichtige Fähigkeit – also Denken – wir haben auch die Fähigkeit, unsere Ideen, die wir uns ausgedacht haben, sogar einem anderen mitzuteilen. Wir können mit Sprache etwas erklären. Also ich kann diese Maschine mir ausdenken, von der ich vorhin sprach, und dann kann ich sie dir beschreiben, dass du, wenn ich lang genug rede, eine sehr präzise Vorstellung hast wie diese Maschine aussieht und wie sie arbeitet. Also eine abstrakte Idee, die ich nirgendwo vorfinde außerhalb von mir, kann ich erfinden und kann sie sogar dann zu einem anderen Individuum oder wenn ich will über Fernsehen auch zu vielen, vielen Menschen transportieren. Das sind gewaltige Fähigkeiten. Das kann kein Tier. Das sind gewaltige Fähigkeiten. Die Sprache, das hab ich an der Uni gelernt, der Menschen ist grundsätzlich total verschieden.

Manche Menschen, an dieser Stelle, sagen dann: Ja, aber die Bienen haben auch eine Sprache. – Die Sprache der Tiere, ob der Bienen oder der Spechte oder irgendetwas anderes, ist etwas von der Sache her total anderes als das menschliche Sprachsystem, etwas total anderes. Das können Linguisten uns gut erklären.

Okay, das ist uns eigen – die Sprache. Wo haben wir das her? Wir sind ähnlich nach dem Bilde Gottes. Der Gott der Bibel ist ein sprechender, sich mitteilender Gott. Er hüllt sich nicht in ein Schweigen von Ewigkeit, sondern Er teilt sich mit, Er redet. Er ist ein mitteilender Gott.

Das ist ganz, ganz wichtig. Und so hat Er uns geschaffen, dass wir zur Kommunikation fähig sind. Und Er hat uns geschaffen auch zur Kommunikation mit Ihm. Er hat ein Interesse daran mit uns in Beziehung zu treten. Und zwar nicht nur in einer Dienstbeziehung. Also damit meine ich, dass wir Ihn immer dann ansprechen wenn es brenzlig wird und wenn wir irgendwas von Ihm wollen oder wenn wir wieder mal daneben waren und Ihm irgendwelche unschönen Dinge über uns bekennen müssen. Sondern Er hat Interesse daran, eine wirkliche Gemeinschaft mit uns zu haben.

Und dann noch andere Fähigkeiten: Wir haben die Fähigkeit auch analog eben zu Gott, dass wir einen Willen haben. Wir haben einen Willen. Wir können uns entscheiden. „Heute abend gehe ich zum Grundlagen-Seminar, auch wenn ich mich ein bisschen müde fühle – das ist mir wichtig, ich komme heute abend“. Wir können uns entscheiden. Wir können Entscheidungen treffen, und dadurch ganz wesentlich unser Leben gestalten.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (20:00 bis 25:00)

 

Was sicherlich nicht die Augenfarbe betrifft oder die Größe in Centimentern oder so etwas, sondern die Grundausstattung des Menschen: Die Menschen, die wir haben wollen, das sollen Wesen sein, die sollen uns ähnlich sein.

Das ist schon eine ganz wichtige Aussage. Und hier müssen wir einfach mal deutlich sagen: Hier irrt einfach die atheistische Religionskritik gründlich, die also sagt a la Feuerbach: „Ja, ist doch ganz einfach, der Mensch fühlt sich alleine und hat ein Bedürfnis und jetzt erfindet er sich einen Gott. Und das ist doch kein Wunder, dass er sich einen Gott ausdenkt, der so ähnlich ist wie er. Und deswegen wird eben Gott so menschlich beschrieben in der Bibel“ – Nein, es ist genau andersrum. Es gibt einen wunderbaren Gott, der denkt sich Menschen aus, die sollen so sein wie Er! Es ist genau anders herum, genau anders herum.

Und wir haben wichtige Eigenschaften, die eben auch auf Gott zutreffen. Wir sind, jeder für sich, eine Persönlichkeit, die einzigartig ist. Gott, der Vater ist eine Persönlichkeit. Gott, der Sohn ist eine Persönlichkeit. Gott, der Heilige Geist ist eine Persönlichkeit. Alle sind verschieden, alle haben besondere Merkmale und Wesenzüge und sie sind wirklich für sich eine eigene Persönlichkeit. Vielleicht in Klammern: So, manche Leute glauben, der Heilige Geist ist irgendwie so ein seltsames Fluidum, was so durchs Weltall irgendwie gleitet. Nein! Der Heilige Geist ist genauso wie Jesus und wie der Vater eine Person, er ist eine Person. Das ist ganz, ganz wichtig. Darauf kommen wir dann später noch wenn wir darauf dann kommen über die Beziehung zum Heiligen Geist.

Okay, also, wir haben Ähnlichkeiten. Z.B. wir können denken, was uns ganz eindeutig abhebt von Tieren. Du sagst, ja, mein Wald kann auch denken. Okay, ja, da gibt es gewissene eingeschliffene Verhaltensweisen und dein Waldi weiß genau, wenn du zur Leine schaust, dass es jetzt dran ist irgendwie Gassi zu gehen oder so – das ist schon richtig. Aber wenn ich von „denken“ spreche, meine ich, wir können kreativ uns etwas ausdenken. Wir können uns ein Bild vorstellen, was es gar nicht gibt. Wir können eine Maschine ausdenken, die es nicht gibt. Wir können etwas entwerfen, was es nicht gibt. Und da ist die Grenze deines Waldis, das kann er nicht. Er kann sich vielleicht noch ausgehend von der schönen Wurst, die du ihm da vorhältst, irgendwie eine noch viel größere Wurst vorstellen – weiß ich nicht, ob er das kann. Aber er kann sich nicht eine Wurstfabrik denken. Wie die arbeiten würde und wie das Fließband laufen müsste und wie die Maschine das Fleisch zerstückelt und so etwas alles. So etwas könnte er nicht konstruieren. Das ist eine typisch menschliche Eigenschaft, dass wir kreativ sein können, dass wir etwas uns ausdenken können, was es nicht gibt. Das ist einzigartig, das ist wunderbar.

Wir sind kreativ. Du sagst, ja, aber der Mensch gebraucht alles zum Schaden – Moment! Das ist nicht ein Problem der Kreativität, sondern das ist ein Problem seiner moralischen Verdorbenheit. Die Kreativität in sich ist göttlich, ist gut und hat ganz gewiss einfach wirklich den Hintergrund: Weil Gott ein kreativer Gott ist.

Der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, ist unendlich vielfältig und kreativ. Schau dir einmal deinen Daumen an und wenn du da genau hinschaust oder das vielleicht mit Tinte irgendwie schwarz machst und auf Papier tust, dann siehst du, du hast da ein bestimmtes Linienmuster auf deinem Daumen. Und jetzt gibt es 7 Milliarden Menschen auf der Erde, du kannst die nächsten Jahrzehnte damit verbringen, die Daumen der anderen Menschen dir anzuschauen, du wirst nicht einen finden, der dasselbe Muster auf seinem Daumen hat wie du. Das nenne ich kreativ. Und meinst du, Gott hat das nur für das Bundeskriminalamt gemacht? Damit falls du was auf dem Kerbholz hast, du eindeutig zu identifizieren bist? Nein, du hast ein lebendiges Beweisstück in den Händen, sogar an der Hand – du bist ein einzigartiges Individuum, du bist keine Seriennummer, so eine Massenabfertigung, sondern du bist einzigartig, du bist einzigartig. Dich gibt es nur ein Mal – du bist extrem kostbar. Du bist ein Unikat, wie das die Münzsammler sagen würden. Manche geben damit an dann irgendwie: „Ja, meine Münze hat nur eine Auflage von 5000 Stück“ – Du bist Auflage Eins! Dich gibt es nur ein einziges Mal. Du bist einzigartig.

Gott ist kreativ, und das ist ganz, ganz wichtig. Er liebt es, sag ich mal, zu spielen, zu formen und zu schaffen. Schau dir die Natur an, hier diese schönen Blüten, was für ein Gedicht von weiß! Noch viel schöner ist es, wenn man einen blauen Himmel dagegen irgendwie sehen würde oder so, ja? Diese herrlichen Büten.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (15:00 bis 20:00)

 

Leute fragen dann: Ja, glaubst du das wirklich, weißt du denn nicht, was die Wissenschaft sagt? Doch, ich weiß, was die Wissenschaft sagt. Sie versucht mir zu erklären, dass alles durch viel, viel Zeit und durch Zufall und durch winzige Mutationen irgendwie entstanden ist – und ich sage, diesen Glauben habe ich nicht.

Dafür reicht mein Glaube einfach nicht aus, ja? Und wenn ich dir hier erzählen würde, meine Armbanduhr, ich glaube, die ist recht billig, aber immerhin besteht sie aus vielen, vielen Einzelteilen. Und die Einzelteile haben alle die richtige Größe und die passen alle zusammen und die funktionieren eben zusammen, weil sie die richtige Größe haben und weil irgendjemand mal Energie reingetan hat und dem Ding also durch diese Energie den Anstoß gegeben hat, dass sie laufen soll. Und wenn die Batterie zuende ist, hört sie halt auf.

Und wenn ich dir jetzt erzählen würde, diese Teile, die schwirrten so durch den unendlichen Kosmos, zufällig hatten die alle diese richtige Größe und irgendwann trafen sich zwei Teilchen und küssten sich und sagten, wir bleiben zusammen für immer. Und – oh Wunder – da kam ein drittes Teilchen aus dem Nichts hervor und fand die beiden und sagte: Lass uns zu dritt zusammengehen. Und so hunderte von winzigen Teilchen, die zufällig alle dieselbe Größe hatten, fanden sich in den unendlichen Weiten des Universums im Laufe von Jahrhunderten von Millionen und irgendwann als sie alle beieinander waren, sagten sie, es fehlt uns noch das letzte Teil. Und dann können wir eine richtige, funktionierende Armbanduhr herstellen.

Ich meine, für wie blöd hält man uns eigentlich? Und die chemischen Vorgänge, die notwendig sind um Eiweisse herzustellen, die die Grundbausteine des Lebens darstellen, sind weitaus komplizierter als solche primitiven Teile in meiner Armbanduhr.

Und es gibt eine Fülle von wissenschaftlichen Tatsachen, ich nenne nur diesen sogenannten dritten thermodynamischen Hauptsatz, und es gibt viele, viele andere Erkenntnisse aus der Informationstheorie, die diese Evolutionstheorie Lügen strafen und die Fakten liefern, die einfach nur den einen Schluss zulassen: Dass Leben sich selbst organisiert, ist eine Theorie, die mit nichts aus den Fakten der Wissenschaft und des alltäglichen Lebens irgendwo bewiesen werden könnte. Das ist der größte Blödsinn, den Menschen sich ausgedacht haben.

Okay, hier verlasse ich jetzt das Thema Schöpfung oder Evolution, weil das sonst einfach ein Thema wird, in das ich mich zu sehr verliere. Aber es gibt eine ganze Reihe von interessanten schönen Vorträgen oder Büchern zu diesem Thema und wer mag, kann sich da vertiefen. Und wer es gerne wissenschaftlich haben möchte mit vielen Formeln, auch da gibt es Bücher, wo du dich richtig dran erfreuen kannst, dass es so richtig seitenweise nur so purzelt von irgendwelchen Formeln, die ich dann alle nicht mehr verstehe.

Okay, die Bibel sagt: Gott hat das Weltall, das Universum und die Erde geschaffen. Gott hat die Tiere, die Pflanzen geschaffen, Gott hat auch den Menschen gemacht.

Und etwas interessantes wird gesagt noch im Stadium der Planung – 1 Mose 1,26, und das ist vielleicht deswegen wichtig, weil hier schon mal für zukünftige Studien irgendwie ein interessantes Prinzip der Bibel so uns entgegentritt: Immer wenn es ein neues Thema gibt in der Bibel, und der Mensch, wenn du bei der ersten Seite anfängst, ist ein neues Thema, denn zum Zeitpunkt, wo du anfängst 1. Mose 1 gibt es ihn noch nicht. Aber immer wenn ein neues Thema beginnt, wird etwas sehr, sehr wichtiges und Grundlegendes, was dann für das ganze Thema bis zum Schluss eine ganz herausragende Bedeutung hat, wird dort genannt.

Das könnte man auf manche andere Themen, die in der Bibel beschrieben werden, auch beziehen. Also, wenn hier der Mensch erwähnt wird, lasst uns ganz besonders hinschauen.

1 Mose 1,26a
Und Gott sprach (wieder der Mehrzahl-Gott): Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen.

Hier breche ich einfach mal ab, das wird dann noch weiter ausgeführt. Zwei wichtige Dinge werden hier gesagt wenn Gott also über den Menschen, der noch hier im Planungsstadium ist, sich Gedanken macht. Also, der Mensch soll ihm ähnlich sein. Der Mensch soll ihm ähnlich sein.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (10:00 bis 15:00)

 

Okay, aber auch für uns, die wir diesen Schritt schon getan haben, ist es von großer, großer Wichtigkeit, dass wir sehr nüchtern, besonnen und realistisch an die ganze Sache rangehen und dass wir nicht vorschnell sagen, wir wissen schon alles, sondern dass wir sagen, ja, was sagt Gott? Was sagt Gott über diese Erfahrung, die ich gemacht habe? Es ist eine Sache, eine Erfahrung zu machen, und es ist eine ganz andere Sache zu hören, was Gott über diese Erfahrung sagt und der mich informieren möchte, was ist tatsächlich passiert.

Und ihr werdet merken eben, dass es eine ganz starke Betonung geben wird auf Wissen und auf Kennen und auf Erkenntnis. Je klarer wir Dinge sehen, je klarer wir etwas verstehen, um so sicherer ist das Fundament auf dem wir stehen.

Also, wenn wir uns jetzt Gedanken machen wollen über Errettung und die neue Geburt – dann geht es darum, was sagt Gott darüber? Und ich werde tatsächlich heute wie man das so schön sagt bei Adam und Eva anfangen, ja? Wenn du also heute abend nach Hause gehst und einer deiner Verwandten sagt dann: Ja, wie war’s und was hat er denn gesagt? – Dann sagst du: Ja, er hat bei Adam und Eva angefangen. Ja? Wie man das manchmal so scherzweise von irgendwelchen Menschen sagt, die also wirklich ganz weit ausholen.

Aber das ist für unser Thema, für unsere Betrachtung von ganz großer Wichtigkeit. Und auch viele Christen an der Stelle sind irgendwie nicht genau genug, sind nachlässig, sie verstehen nicht, was die ursprünglichen Gedanken und Pläne Gottes für die Menschheit waren. Und wer das nicht versteht, kann auch nicht das ganze Ausmaß der Erlösung, die wir haben durch Christus verstehen. Nur wer versteht, was ursprünglich der Plan Gottes war und was dann in Frage gestellt hat und was das bedeutet, dass eben dann Jesus gekommen ist und was er getan hat und was das Kreuz bedeutet – das alles gehört zusammen.

Und je klarer wir das Ursprüngliche sehen, um so klarer werden wir erkennen, Erlösung ist weitaus mehr als dieses innere, tief verborgene Wissen, ich weiß, eines Tages wenn ich sterbe gehe ich zu Gott, zu meinem Vater und ich komme in den Himmel. Das ist eine glorreiche, wichtige Erfahrung, ja? Und jeder ist gut dran, der das hat, aber das ist nur ein winziger Bruchteil dessen was Erlösung bedeutet. Erlösung ist weit, weit, weit, weitaus mehr.

Und vorallendingen Erlösung ist schon etwas für unser Leben jetzt hier. Es ist nicht etwas, was wir so in uns tragen und dann hier geht es uns ganz schrecklich, vielleicht noch schrecklicher als den anderen Menschen, aber der Trost trägt uns – eines Tages kommen wir in den Himmel. Jemand hat mich einmal gefragt, ja, wie weißt du, dass das mit dem Himmel wirklich real ist? Nun, ganz einfach: Weil das Wort Gottes so viele Dinge über das Leben jetzt hier sagt mit Gott, die ich anfange zu erfahren und die alle zutreffen und die alle so schön sind, dass ich deswegen davon ausgehen muss, ja, wenn die Dinge, die Gott über mein irdisches Leben hier, über meine Familie, über meine Ehe, über meine Arbeit, wenn diese Dinge zutreffen – dann bin ich doch ein Narr wenn ich sage, ja, aber wer weiß, ob das mit dem Himmel richtig ist.

Wenn es hier schon jetzt zutrifft und Gott segnen kann ein Leben, das auf seinen Prinzipien aufgebaut ist, dann wieviel mehr nachher dann wenn es keine anderen störenden Einflüsse mehr gibt.

Okay, also Gottes ursprünglicher Plan. Den finden wir in Gottes Buch ganz am Anfang, ganz am Anfang. Normalerweise an dieser Stelle im Grundlagenseminar verliere ich auch viele Worte, manchmal glaube ich zu viele, mit dem allerersten Vers: Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

1 Mose 1,1
Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

Weil sehr sehr viel hier schon an grundlegenden Dingen enthalten ist. Erstens einmal wird hier etwas interessantes gebracht: Gott, der Begriff Gott, wie er hier geschrieben ist, im Hebräischen ist Plural. Also sozusagen wie mehrere Gottheiten oder mehrere Götter oder so schufen … Da haben wir schon einen ersten Hinweis darauf, dass wir nicht einen einsamen Gott im Himmel haben, sondern Gott ist ein Gott in der Mehrzahl. Das ist, was man theologisch die Dreieinigkeit nennt. Da haben wir Gott, den Vater, Gott, den Sohn und Gott, den Heiligen Geist.

Und dann gibt es einen interessanten grammatikalischen Lapsus: Also ein Plural-Gott schafft im Sinne von einem Tätigkeitswort, was eben in der Einzahl beschrieben ist.

Was uns sagt, da ist ein Gott, der mehr ist als einer, aber wenn er handelt, handelt er wie einer. Mit einem grammatikalischen Lapsus beginnt Gott sein Buch! Stell dir einmal vor, um uns hier gleich zu sagen, was für ein einzigartiger, wunderbarer Gott er ist, und er hat Himmel und die Erde geschaffen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (05:00 bis 10:00)

 

Du sollst motiviert werden durch das Wort Gottes. Dass du nicht nur weißt, ja, Gott möchte das und das, sondern es ist sehr, sehr klug, es ist sehr, sehr sinnvoll und es bringt reichtlich Ertrag und Frucht wenn ich die einzelnen Wahrheiten übernehme in meinem Leben und eben mich aufbaue auf diese Grundlagen.

Wir wissen alle, dass es sehr viele Bedrängnisse und Herausforderungen und Schwierigkeiten gibt und so wie es aussieht, werden die nicht weniger, sondern werden offensichtlich immer mehr in unserer Gesellschaft. Die Zahl der psychisch gestörten Menschen nimmt enorm zu, und Gott möchte dir helfen, möchte dich stabil machen, so dass du nachher jemand wirst, der anderen den Weg weisen kann, der sagen kann: Da geht es lang und da ist wirklich etwas zu holen, was Bestand hat.

Das ist das schöne: Der Plan Gottes in unserem Leben, wenn der erfüllt wird, das soll etwas beständiges, etwas sicheres sein. Und sicherlich ist es nicht vermeindbar, wenn wir ausgeglichene, verantwortungsbewußte Menschen sind, mit einem geschärften, wachen Verstand und mit kreativ geschenkten Fähigkeiten, dass wir auch beruflich aufsteigen müssen. Das ist ganz logisch. Ja, das ist einfach ein nicht zu vermeidendes Abfallprodukt von dem ganzen, aber es geht darum, dass wir richtige Grundlagen in unserem Leben bekommen. Je fester die Fundamente sind, um so sicherer ist das Haus, das darauf gebaut wird. Und Gott möchte, dass wir ein Haus bauen, das ist unser Leben, dass, wenn die Stürme kommen, es steht. Andere mögen umfallen, wir werden stehen. Nicht, weil wir so stabil sind, sondern weil die Gnade Gottes da ist und weil sie uns halten kann. Die natürlich für jeden Menschen da ist, aber da braucht es auf unserer Seite Kenntnis und Reaktion. Das beides muss da sein. Und in diesem Sinne wird es wirklich etwas sein, was unser Leben verändern kann.

Okay, gut, damit genug der Vorrede. Ich möchte beginnen mit unserem ersten Thema. Und wenn ihr dabei habt, oder wenn ihr das habt, dann könnt ihr dieses Studienheft, was es hier übrigens dazu gibt mit dem gleichnamigen Titel, was eine wirklich, denke ich, hilfreiche Ergänzung ist. Viele Schriftstellen, die ich vielleicht nicht hier gebrauche zu einem bestimmten Thema, findest du dann hier, und dann gibt es reichlich Platz, du kannst dann also dann noch deine eigenen Notizen dazumachen. Das kann man hier am Büchertisch erwerben oder über unseren Aufbruch-Verlag. Und damit beginnen wir mit dem Thema „Errettung und die neue Geburt“.

Ihr braucht jetzt viel, viel Gnade. Ich werde 90 Minuten nonstop reden, 90 Minuten! Ich bin immer begeistern, dass ich das hier kann. Im Gottesdienst sind es nur maxial 25 Minuten, die einem da gegeben werden. Aber Grundlagenseminar ist immer schön – 90 Minuten nonstop. Das ist herrlich. Und wir werden entdecken, es wird doch nicht langweilig sein, weil so viel Klarheit kommt wenn wir in einer systematischen Weise einfach das Wort Gottes betrachten. Es gibt so viele Menschen, die anfangen irgendwie zu lesen in der Bibel, und sie wissen nicht, wo sie beginnen sollen, ja? Und sie sind verwirrt, und dann vielleicht landen sie auch noch zufälligerweise irgendwo im Geschlechtsregister und Kapitel nach Kapitel lesen sie da irgendwelche Namen von Menschen, die geboren sind, die einen gezeugt haben und dann wieder gestorben sind. Und sie sagen sich, ja, was hilft mir das für mein Leben? Also, es gibt bestimmte Passagen der Bibel, die sind für jemanden, der am Anfang im Glaubensleben ist, der Jesus kennenlernen will, der den Plan Gottes kennenlernen will, der wissen will, wie wird mein Charakter verändert ohne dass das wehtut? Das ist auch ganz wichtig.

Und was muss ich eigentlich tun für Schritte um ein richtiger Christ zu sein? Es gibt Passagen in der Bibel, die sind vordringlich dran, und es gibt andere Passagen, wo ich sage, die lassen wir im Moment mal liegen. Und die kommen dann irgendwann später dran. Und es gibt viele aufbauende Seminare auf das Grundlagenseminar, aber das ist das allererste, was jemand wissen sollte, ob er Christ ist oder nicht. Ich denke, das ist einfach eine Bildungslücke in unserer Zeit nicht zu wissen, was die wichtigsten Dinge aus Gottes Buch sind. Was sagt Gott über den Menschen, über das Leben, über unsere Zukunft, über unsere Herkunft usw? Das sind wichtige Fragen und viele Philosophen haben sich den Kopf zerbrochen und also man sollte auch wenn man so fragt und interessiert ist, hören, was das Wort Gottes zu sagen hat.

Okay, also das war der zweite Schluss meiner Einleitung: Errettung und die neue Geburt. Das ist der erste Punkt, den ich euch heute abend hier nahe legen möchte. Errettung und die neue Geburt. Wobei ich davon ausgehe, dass höchstwahrscheinlich die allermeisten von euch diesen Schritt und diese Erfahrung schon gemacht haben und sie sagen: Jawohl, ich weiß, ich bin Kind Gottes, Jesus ist mein Herr und er lebt einfach in mir und ich gehöre ihm und ich lerne einfach jetzt etwas ganz, ganz neues.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 1 – Errettung und die neue Geburt (00:00 bis 05:00)

 

Okay, so, dann möchte ich euch ganz, ganz herzlich begrüßen heute abend hier zu unserem neuen Durchgang des Grundlagenseminars des biblischen Lebensstils. Ich möchte euch gratulieren zu dieser cleveren Entscheidung, dieses Seminar zu besuchen. Ich hoffe, dass es nicht irgendwie ein einmaliges Ereignis ist, sondern dass ihr durchhaltet bis zum Ende. Das wird ja eine Serie sein von insgesamt 12 Abenden. Und die haben alle wichtige verschiedene aufeinander aufbauende und miteinander verbundende Themen – und ich möchte euch da gleich ermutigen, wirklich das ganze mitzumachen, weil nur das ganze bringt auch ganze Resultate. Ganz einfach. Ich werde gleich noch etwas zu den Resultaten sagen, aber bevor ich das tue, möchte ich auch unbedingt noch die begrüßen, die wir hier nicht sehen, aber die uns hören werden später auf Cassette – diesmal nach vielen Jahren wieder wird das Grundlagenseminar noch einmal auf Cassette aufgenommen, weil es schon eine uralte Version ist. Und die soll einmal wieder aufgefrischt werden, also lieben Cassettenhörer, herzlich Willkommen hier auch zu diesem Seminar.

Okay, das ist übrigens auch der Grund, diese Cassettenaufnahme ist der Grund dafür, dass es leider nicht möglich ist, worüber ich gar nicht so traurig bin, während meines Vortrags Fragen zu stellen. In der Bibelschule hat sich das so eingebürgert und im Grundlagenseminar auch – mir ist auch ohne Aufnahme eigentlich viel lieber, ich mache mein Thema durch. Was während des Abends an Fragen dir kommt, schreibst du dir auf und wenn ich ein Themenblock durchhabe, das kann nach einem Abend sein, das kann auch nach zwei Abenden sein, dann gebe ich den Ring frei auch für Fragen, nachdem also dann das Thema durch ist. Und jetzt um so mehr halt, weil es auch eben auf Cassette aufgenommen wird.

Okay, also der Name eigentlich erklärt schon den Sinn und den Zweck dieses ganzen Ereignisses hier – Grundlagen des biblischen Lebensstils. Wahrscheinlich die allermeisten von euch oder ich kenne euch nicht alle so, möglichweise bereits alle von denen, die hier sind, kennen schon den Herrn in einer Weise haben auch vielleicht schon diesen Schritt der Lebensübergabe vollzogen. Aber ich weiß, dass es immer wieder Leute gibt, auch von den Cassettenhörern weiß ich das, die eigentlich von der Bibel, vom Glauben von Jesus wenig oder manchmal sogar gar nichts wissen und die da wirklich wertvolle Antworten bekommen.

Und das soll wirklich ein Seminar sein, wenn wir es anwenden, wenn wir es beherzigen und diese konkreten Schritte, die dann mehr so nach den ersten zwei, drei Themen so dann beschrieben werden, wenn wir die gehen, es soll tatsächlich dann erfolgen, dass wir eine feste Grundlage für unser Leben bekommen. Und das wird auch wirklich so sein, das kann ich versprechen. Nicht irgendwie, weil ich der Autor von dem ganzen bin, denn der bin ich nicht, sondern das sind alles Wahrheiten aus Gottes Wort, die sich vielfach bewährt haben, und ich weiß, wie das Wort Gottes in meinem eigenen Leben gewirkt hat. Vor ungefähr gut 20 Jahren war ich ein runtergekommener, abgewrackter Drogentyp, persönlichkeitsgespalten, von Ängsten geplagt, hatte nicht die Möglichkeit oder die innere Freiheit auch nur vor drei Leuten irgendwie ein paar zusammenhängende Sätze zu sagen und hatte viele, viele andere Probleme, die ich euch jetzt hier erspare, die ich nicht in Einzelheiten beschreiben will. Das wäre ein abendfüllendes Programm in sich. Ich war wirklich fix und fertig. Und dann kam Jesus, und dann kam das Wort Gottes, und er hat mich gelehrt und hat mich therapiert und er ist immer noch dabei, sagt meine Frau, und er ist auch noch nicht fertig, aber es geht voran, preis dem Herrn. Und diese Probleme, die ich damals gehabt habe, diese Menschenfurcht und Zwänge und ganz hässliche Dinge sind aus meinem Leben verschwunden, und es ist wunderbar. In der Freiheit zu leben, ist etwas ganz, ganz herrliches und schönes und das wünsche ich jedem von euch hier und auch von denen, die noch dazukommen werden oder eben auf Cassette das hören.

Wir wollen wirklich hier lernen, was die Grundlagen sind für ein solides, vernünftiges, erfolgreiches Leben. Ja, Erfolg im richtigen, guten, göttlichen Sinne, nämlich in dem Sinne, dass das, was der Plan Gottes ist, was der Wille Gottes ist, und was wir daraus erkennen und was wir uns vornehmen, dass das wirklich gelingt, dass wir nicht irgendwelche Luftschlösser bauen oder irgendwelchen irrealen Träumen nachjagen, die dann zerplatzen und wir wieder am Ende sind und wieder anfangen müssen dann nach ein paar Jahren alles wieder neu aufzubauen.

Sondern es soll wirklich etwas schönes, solides, starkes sein. Es soll auch für die, die das brauchen, so wie ich früher einer war, eine Art von Therapie sein. Also wenn du sagst, ja, da sehe ich Bereiche von Ängsten, von Minderwertigkeit, von Zwängen oder von Beziehungsunfähigkeit oder Identitätsproblemen oder Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitsunwilligkeit oder irgendwelche anderen Probleme, die mir jetzt gerade im Moment nicht einfallen, ja, dann ist das genau das richtige. Das wird eine Grundlage dir geben für ein erfolgreiches Leben, das Gott so für dich hat.