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Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (85:00 bis Ende)

 

Nehmen wir ein gutes Beispiel, ja? Allen bekannt. „Der Herr ist mein Hirte“. (Psalm 23,1a)

Sag nicht: Naja, hab ich schon mal gehört …

Nein, jetzt wirst du damit richtig umgehen:

Der HERR ist mein Hirte.

Und dann denkst du über den Herrn nach, was für ein powervollen Gott du hast. Nicht irgendsoeinen abgewrackten Guru in Indien, der deine Spendengelder in goldene Rolls-Royce umsetzt und sagt: Der Junge hat doch ne Meise, aber mach mal immer nur weiter.

Du hast den Herrn, den ewig treuen gütigen, wunderbaren Gott, mit dem du zusammen sein kannst alle Ewigkeit, der nicht korrupt ist, der nicht bestechlich ist, der dich nie ausnutzen wird, der immer nur gut ist und freundlich ist und nur gute Gedanken hat. Der HERR ist dein Hirte!

So. Okay, da hast du erstmal schon eine halbe Stunde dir das gepredigt.

Der Herr IST mein Hirte.

Wir haben nicht einen Gott von gestern oder irgendwann wird er es sein. Von jetzt! Von jetzt! Oh jetzt! Gott ist immer jetzt. Immer jetzt! Was nützt dir ein Gott von gestern oder irgendwann später kommt die Erweckung. Ist doch quatsch. Jetzt musst du leben. Jetzt. Der Herr IST mein Hirte.

So, nächster Punkt. Da hast du schon eine Dreiviertelstunde rumgebracht. Jetzt kommt der nächste Punkt.

Der Herr ist MEIN Hirte.

Dann kratzt du deine letzte Deutschkenntnisse zusammen. „Mein“ ist ein besitztanzeigendes Fürwort oder lateinisch „Possessivpronomen“. MEIN Hirte. Der gehört mir! Wow. Der gehört mir. Der ist für mich da, den lass ich nie wieder los. Es ist MEIN Gott, nicht nur der Gott der Christen, er ist MEIN Gott, MEINER.

Und wenn du anfängst, so über Wahrheit nachzusinnen, ich sage dir, ohne dass du dich anstrengst, du kommst in Anbetung. Und sagst: Boah, ist das nicht wunderbar!

Der Herr ist mein HIRTE.

Hallelujah, du gehst vielleicht manchmal in die Irre, aber er hat ein Hirtenstäbchen. Und er angelt dich und sagt: Mein Lieber, das ist der falsche Weg. Und er hat eine mächtige Keule. Wenn die Wölfe kommen, sagt er: Freundchen, pass auf, hier ist die Keule.

Pa 23,4b
dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.

Der Stecken ist dazu da, dem bösen Wolf eins draufzugeben und der Stab ist dazu da, dich wieder auf den richtigen Weg zu leiten. So, dir kann gar nichts passieren! Wenn du in die Irre gehst, er wird dich korrigieren. Wenn der böse Wolf kommt, er wird ihm einen überbraten.

Sein Stecken und Stab trösten mich. Er ist wirklich der gute Hirte.

So, da kannst du einen Bibelvers nehmen und predigst dich total glücklich damit. Und das ist nur einer von tausenden von Versen.

Und du lernst, die Kraft zu nehmen, die in diesem Wort enthalten ist. „Nachsinnen über dem Wort Gottes“.

Jos 1,8
Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.

Psalm 1,1-2
1 Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt,
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!

Und vieles, vieles andere, was darüber redet, wie wir so mit dem Wort leben können und wie wir Liebe bekommen können zum Worte Gottes.

Wenn wir verstehen, was Gottes Wort alles beinhaltet und welche wunderbaren Dienste es uns bringt, wir bekommen Liebe zum Wort. Wir bekommen Verlangen, uns mit dem Wort zu beschäftigen, wir bekommen Eifer zu studieren und es aufzunehmen und uns damit immer wieder zu waschen und zu baden und das aufzunehmen. Und wir werden mehr und mehr und mehr entdecken. Das ist eine Reise, ein Abenteuer. Und das wird immer schöner werden und immer besser. Und das, was du einmal bekommen hast, das bleibt für immer dein. Das bleibt für immer dein. Der Heilige Geist wird immer wieder, wann du willst, dir das lebendig und real machen. Das Problem für uns ist, dass wir das geschrieben lesen im Worte Gottes, aber das es nicht ein „Aha-Erlebnis“ ist in unserem Herzen. Das ist das Problem. Und durch Nachsinnen kann das lebendig gemacht werden. Der Heilige Geist wird uns helfen. Amen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (80:00 bis 85:00)

 

Darüber werden wir dann später noch mehr sprechen, aber weil das Wort die Wahrheit ist, muss dieser Vers unbedingt hier einmal gesagt werden. Es ist eine Kraft, die in uns wirkt.

Dann, ganz wichtig: Das Wort Gottes wird uns als Nahrung beschrieben. Wir leben von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.

Mt 4,4
Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“

Wir leben nicht von jedem Wort in der Bibel, sondern von dem *lebendigen* Wort – also was der Heilige Geist lebendig macht. Von dem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.

Und wenn du die Kraft des Lebens entdeckst in einem Bibelvers, wenn du einmal Zugang bekommen hast zu einem Wort, du kannst jeden Tag zurückkehren und dieselbe Kraft kommt wieder hervor. Es gibt keinen Mangel an Energie und an Leben. Und nur weil du und Millionen von anderen Christen dieses Wort schon ausgelutscht haben, heißt das nicht, das nächste Mal ist nichts mehr drin für dich. Es gibt keine Energiekrise, keine Knappheit, kein Mangel, sondern es ist voller Vitalität. Und ein Wort, das dich einmal inspiriert hatte, getröstet hat, ansgesprochen hat – du kannst immer wieder dahin zurückgehen mit deinem Freund, dem Heiligen Geist.

2Kor 3,6b
Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

Sag: „Komm, Heiliger Geist, mach es mir lebendig“, und dann sinne nach über dem Wort.

Jetzt muss ich unbedingt zu dem letzten Teil hier noch etwas sagen: Wenn wir erleben wollen, dass das Wort eine Waffe ist, dass das Wort Nahrung ist, dass das Wort Kraft ist, dass das Wort wirksam ist, dass es uns reinigt – hab ich auch noch ganz vergessen – und vieles, vieles andere mehr – wenn wir erleben wollen, dass das Wort diese Qualitäten entfaltet in unserem Leben, und überleg dir, wie du leben wirst, wenn du Waffen hast – wenn du Kraft hast, wenn du Leben hast, wenn du Reinigung hast, wenn du Heilung hast – überleg dir, wie wird dein Leben anders sein …

Du wirst anders leben, glaub es mir. Jeden Herbst kam die Depression, wenn die letzten Blätter runterkamen, in meinem Leben, dann kam die Depression. Ich konnte das genau verfolgen, ich wusste, jetzt ist es wieder soweit – Ende Oktober. Noch ein Herbststürmchen und dann sind die letzten Blätter runter. Und dann kam eine furchtbare Depression.

Durch das Wort können wir frei sein! Wir haben da drin ein neues Klima, lass draussen die Blätter fallen oder irgendetwas anderes machen, wir sind frei, wir sind frei!

Und wir können unsere Seele füllen, im Winter und im Sommer und im Frühjahr und im Alter und im Midlife und in irgendetwas. Und lass die Welt Midlife-Crisis haben, Burnout-Syndrom oder irgendetwas. Was immer sie möchten – aber wir haben Leben. Die Bibel sagt: Wer im Wort ist, der hat Saft und Kraft und er wird grünen, auch im Alter.

Ps 1,2-3
2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.

Auch wenn du jenseits der 30 bist, du wirst noch Power in deinen Knochen spüren, Dynamik haben und Ziele haben. Einmal habe ich einen jungen Mann getroffen und er war so wie ein Opa – er schlurfte so und war so betrübt. Ich sage: „Weißt du was, das gute ist, du kannst noch einmal total von neuem anfangen!“. Er sagt: „Mann, was denkst du, ich bin schon 30!“

Ja! Er war fertig mit seinem Leben. Alles, was er meinte, was man erleben kann, hat er schon erlebt. Er war total fertig, er hat schon abgeschlossen mit seinem Leben. Frührentner.

Das wird uns nicht passieren. Psalm 1. Wenn wir gegründet sind, im Worte Gottes, wenn wir nachsinnen über Sein Wort – Tag und Nacht. Nachsinnen – dann sind wir wie ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen und dann werden wir Frucht bringen, ununterbrochen Frucht bringen.

Und das ist eine Kunst, die wir lernen müssen: Nachzusinnen.

Das heißt: Nicht wie ein Weltmeister durch die Bibel zu jagen, sondern wir nehmen uns ein, zwei, drei gute Verse, von denen wir meinen, oh, die können uns gut tun. Und dann sinnen wir nach. Wir füllen unser Denken damit. Wir fangen an, das Wort zu sprechen, wir fangen an, das Wort in unsere Gedanken, in unsere Fantasie zu nehmen, wir fangen an, mit dem Heiligen Geist uns vorzustellen, was bedeutet das, ein solches Leben zu führen, diese Qualitäten zu haben? Wie wird das aussehen? Der Heilige Geist inspiriert uns, und er macht uns lebendig, und er füllt uns. Das ist eine Kunst, die wir lernen müssen. Erst sprechen wir das Wort, dann nehmen wir es in unsere Fantasie hinein, und dann nehmen wir uns Zeit, wirklich darüber nachzudenken.

Nachzudenken! Du kannst so viel Leben bekommen aus einem Wort. Ein einziges Wort, ja? Und du wirst die Kunst lernen, dir selber zu predigen. Es reicht doch nicht bis zum nächsten Sonntag, bis die nächste Predigt dich aufbaut. Oder Hauskreis. Das sind doch nur zwei, drei Ereignisse pro Woche. Predige dir selbst das Wort! Bau dich auf!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (75:00 bis 80:00)

 

Du kannst sie aussäen! Schade, dass ich jetzt nicht die ganze Zeit habe, aber geht in dieses Lukas 8 Kapitel hinein und seht dort, wo der Boden ist und wie der Boden beschaffen sein muss und welche Qualitäten er haben muss und wie man sät – und dann kannst du wirklich Landwirtschaft betreiben. Geistliche Landwirtschaft. Pflüg deinen Acker, rotte das Unkraut aus und dann fang an zu säen, bewache die Samen, bewässere sie und siehe da – es fängt an, etwas neues zu wachsen in deinem Leben.

Lukas 8, 4-15
4 Als sich aber eine große Volksmenge versammelte und sie aus jeder Stadt zu ihm hinkamen, sprach er in einem Gleichnis:
5 Der Sämann ging hinaus, seinen Samen zu säen; und indem er säte, fiel einiges an den Weg, und es wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
6 Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.
7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und indem die Dornen mit aufwuchsen, erstickten sie es.
8 Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
9 Seine Jünger aber fragten ihn, was dieses Gleichnis bedeute.
10 Er aber sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu wissen, den Übrigen aber in Gleichnissen, damit sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen.
11 Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes.
12 Die aber an dem Weg sind die, welche hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht glauben und gerettet werden.
13 Die aber auf dem Felsen sind die, welche, wenn sie hören, das Wort mit Freuden aufnehmen; und diese haben keine Wurzel; für eine Zeit glauben sie, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab.
14 Das aber unter die Dornen fiel, sind die, welche gehört haben und hingehen und durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt werden und nichts zur Reife bringen.
15 Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren.

Du bestimmst deine Zukunft! Das ist die Botschaft, die enthalten ist in: Der Same ist das Wort Gottes.

Wenn dir nicht gefällt, was du heute erntest – dein Gehalt, deine Freundschaft, deine Wohnung, deine Lebensumstände – wenn dir das nicht gefällt, ich mache dir einen Vorschlag: Säe etwas neues.

Was willst du sehen in ein paar Jahren, wie soll dein Leben aussehen? Wirst du schwach sein, wirst du stark sein? Wirst du vital sein, voller Ideen, voller Tatkraft oder wirst du weiter irgendwie so mittelmäßig vor dir hinkrepeln wie alle anderen auch? Dazu bist du nicht geschaffen, du hättest nicht Christ werden sollen. Du bist gerufen, dynamisch zu sein und tatkräftig zu sein.

Ich gehe jetzt hier in Affentempo durch, hört mal:

Das Wort Gottes ist eine Waffe.

Eph 6,17
Nehmt […] das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort!

Das Wort ist eine Waffe. So wie Jesus bedrängt wurde in der Wüste mit dem Teufel, und er hat nicht gesagt: Teufel, geh weg, ich bin der Sohn Gottes! Sondern wie ist er ihm begegnet? Mit der einzigen Waffe, die auch uns zur Verfügung steht. „Es steht geschrieben“. Der Haken ist: Du musst wirklich wissen, was geschrieben steht.

Du kannst nur dem Teufel widerstehen wenn du kommst und sagst „es steht geschrieben“ – „Ja, ähm, wie war es nochmal? So ähnlich. Na, Teufel du weißt schon“.

So wird’s nicht funktionieren! Du musst ihn festnageln, du musst sagen: So steht es geschrieben. Und dann wirst du erleben, dem Teufel fällt nichts mehr ein. Wenn du ihm kommst mit dem Wort, wenn du sagst: „Oh, warum passiert mir das alles? Ich bin doch so ein liebes, nettes Kind Gottes – warum passieren so schreckliche Dinge in meinem Leben?“ Der Teufel wird dir keine Antwort geben, er wird dir noch eine drüber braten.

Setz dich zur Wehr. Sag doch nicht, „och, ich war doch schonmal im Grundlagenseminar. Ich gehöre doch hier zur Gemeinde?!“ Das wird dir alles nichts helfen, das wird den Teufel nicht beeindrucken. Sag: Es steht geschrieben! Was steht geschrieben?

Jak 4,7b
Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

Röm 8,31b
Wenn Gott für uns ist – wer kann gegen uns sein?

Das steht geschrieben! Die Pläne des Teufels müssen zunichte werden. Der Teufel wollte etwas tun in meinem Leben, und ich habe das Wort genommen – Jesaja 8 – „schmiedet einen Plan, er geht in die Brüche, berede die Sache, sie wird nicht zustande kommen, denn Gott ist mit uns“.

Jes 8,10
Plant einen Plan, er geht in die Brüche! Beschließt einen Beschluss, er wird nicht zustande kommen! Denn Gott ist mit uns.

Und der Teufel musste sich kehrt drehen und das war’s und alles ist zusammengefallen, was er versucht hatte gegen mich zu tun. Preis dem Herrn.

Das Wort Gottes ist eine Waffe. Und wenn wir sie wissen zu gebrauchen, können wir siegreich jede Bedrückung, jeden Angriff, jede Macht der Finsternis, die uns entgegenkommt wirklich in die Flucht schlagen. Wir können erleben wie wir siegreich sind. Und zwar bevor sich die Außenumstände verändert haben – erst innen drin – das ist die göttliche Reihenfolge. Und das ist, was das Wort tut. Es verändert uns. Es ist eine Waffe gegen die Mächte der Finsternis. Hallelujah.

Das Wort Gottes ist voller Heilungskraft.

Ps 107,20
Er sandte sein Wort und heilte sie, er rettete sie aus ihren Gruben.

Lk 7,7b
sprich ein Wort, und mein Diener wird gesund werden.

Dann wird beschrieben: Das Wort arbeitet in uns. Es ist ein wirksames, lebendiges Wort. Es wirkt in uns.

1 Thess 2,13b
Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt.

Jak 1,21
nehmt mit Sanftmut das [euch] eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten!

Das Wort Gottes kann deine Seele erretten.

Du sagst: Ich bin doch schon gerettet.

Ja, du bist gerettet in dem Sinne, wenn du Jesus angenommen hast, du bist Kind Gottes und du weißt heute schon, du darfst es heute schon wissen, dass du einmal in Ewigkeit mit Christus im Himmel sein wirst. Aber „die Seele erretten“ ist etwas anderes. Die „Seele erretten“ heißt, die Seele in den Genuss führen all der Erfahrungen und all der schönen Dinge, die Jesus für dich erworben hat. Sie freizusetzen von dem Zwang der Selbstzerstörung, von dem negativen, von dem bedrückenden, von dem traurigen, von all diesen negativen Stimmungen. Das ist, was das Wort Gottes in dir tun kann.

Und Gott gibt dir die Möglichkeit, dass du anfangen kannst, das Klima in dir zu verändern.

Joh 8,32
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (70:00 bis 75:00)

 

Und dann bringt Jesus diese wunderbare Lehre auch für uns als Christen: Das ist nicht nur, wie Gott gehandelt hat, sondern auch wie wir leben sollen!

In Lukas 8 bringt er dieses Gleichnis vom vierfältigen Ackerfeld und dort sagt er:

Lukas 8,11
Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes.

Und als ich studierte – ich habe alles aufgeschrieben aus der Bibel: Was sagt die Bibel über das Wort Gottes? Und dann hab ich gefunden: Das Wort Gottes ist schöpferisch. Und dann das mit dem Samen.

Und dann habe ich angefangen darüber nachzudenken – das ist der zweite Teil dann: Wie werden Wahrheiten real, wie werden Wahrheiten etwas lebendiges? Wie werfen sie wirklich Licht und Leben ab? Das ist, indem wir uns wirklich einlassen auf das Wort Gottes und es hineinnehmen in unser Denken und darüber nachsinnen. Und das war für mich eine Bombe: Das Wort Gottes ist ein Same.

Mensch, stell dir das einmal vor! Was ist ein Same? Meistens ein sehr unscheinbares kleines Ding. Und doch, wenn es ein lebendiger, echter Same ist, und nicht ein Plastik-Imitat, dann hat es alle Informationen in sich, die es braucht, um die fertige Pflanze, meinetwegen den Baum oder so, zu bauen. Das ist schon gewaltig. Und man sagt, man bräuchte mehrere Bibliotheken, um einen mitteldeutschen Laubbaum in allen Einzelheiten so zu definieren, dass du ihn nicht mit irgendetwas anderes verwechselst. Du brauchst Bibliotheken voll Büchern voll Informationen, um eine Pflanze exakt zu beschreiben.

Und das alles ist in einem kleinen Samen drin. Damals habe ich gerade gewohnt da neben im dritten Stock und da war eine Birke und jeden Herbst oder August oder wann das war, wehte das diese Birkensamen. Und ich hab mich so geärgert, mit einem Kehrblech hab ich das Zeug geschaufelt. Und dann entdeckte ich, der Same ist das Wort Gottes und dann dachte ich: Wow! Da habe ich mit Respekt geschaufelt.

Da dachte ich, in diesem kleinen Samen ist die Power einen solchen Baum zu bauen. Nicht nur die Information, auch die Kraft einen solchen Baum zu bauen. Der braucht zwar einige Jahre bis er soweit ist, aber wenn er soweit ist – dann spuckt der jedes Jahr säckeweise diese Samen aus, und das reicht aus um den ganzen Erdball, wo immer das Klima günstig ist für Birken, mit Birken zu bepflanzen. Da ist Multiplikationskraft drin in den Samen.

Und Gott, weil Er ein sehr ökonomisch, rationeller Gott ist, Er gibt nicht alle Segnungen auf einmal. Das wäre ja furchtbar. Wenn du in Urlaub fahren würdest, stell dir vor, du bräuchtest Riesensonderzüge. Alle Segnungen, die du die nächsten Jahre und Jahrzehnte bräuchtest im Leben, die würden immer dich begleiten. Das wäre sehr umständlich, du würdest mit keiner Airline mitfliegen dürfen, weil du immer Übergepäck hast. Aber so nimmst du die Bibel, und alles ist in Samenform.

Sehr handlich, sehr kompakt, und wann immer du es brauchst, säst du die Samen aus. Und du weißt ja, aus dem Samen, der sieht zwar unscheinbar aus, das ist nur Druckerschwärze, sogar auf den ersten Blick – die Buchstaben sehen aus wie in deiner Bildzeitung. Aber täusche dich nicht. Da ist Lebenspower drin. Das „B“ sieht aus wie in deiner „BZ“, aber es ist etwas anderes.

Wenn du entdeckst, diese Kraft zu nutzen. Und du kannst Samen säen in dein Leben. Wie macht man das? Jeder Same, sagt die Schrift – am Anfang – 1. Mose – bringt hervor, alles trug Samen und vermehrte sich nach seiner Art.

1Mo 1,12
Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.

Aus einem Birkensamen kommt ein Birkenbaum. Jeder Bauer rechnet damit. Er sät Mais aus oder weiß ich nicht, irgendetwas anderes, Roggen – und dann geht er nicht nach Hause und sagt: Liebe Frau, heute war ich fleißig, ich hab das ganze Feld bestellt und wir haben Roggen ausgesät, und jetzt lass uns gespannt warten, was wir ernten werden. Die Landwirtschaft ist so ein spannendes Gewerbe.

Nein! Er hat Roggen ausgesät, weil er gehört hat, im nächsten Jahr Roggen wird interessant und kann man gut verkaufen – meinetwegen jetzt als Beispiel, ja? Oder irgendetwas anderes.

Er weiß vorher, was er ernten wird. Deswegen hat er das ausgesät. Oder jetzt meinetwegen Raps ist der neueste Hit in Norddeutschland oder irgendwie sowas – wegen Diesel oder was weiß ich.

Und du sagst, ja, was brauche ich denn?

Oh, ich brauche mehr die Erfahrung „Gott ist mein Vater“. Ja, dann nimmst du ein paar Samenkörner – und die säst du aus. „Gott ist der barmherzige, gütige, freundliche Vater“. Du säst die Samen aus – und nach einiger Zeit werden die Samen aufgehen und du fängst an zu erfahren, Gott ist dir nahe und ist ein gütiger Vater.

Und du säst Hoffnung aus. Du säst Tatkraft aus. Du säst – was immer du brauchst – das weißt du doch besser als ich! Überleg dir, was du brauchst, finde die richtigen Samen – und dann säe sie aus.

Wenn du Samen kaufst in der Samenhandlung, da steht drauf, wenns die guten „Pabst-Samen“ sind, „garantiert keimfähig“. Ich weiß nicht, wie die das rausgefunden haben, dass diese Samen keimfähig sind. Ich kenne nur eine Methode, und danach sind sie nicht mehr keimfähig. Aber sie garantieren dir das, die sind keimfähig.

Und das Wort Gottes ist garantiert keimfähig. Aus den alten Pyramiden hat man irgendwelche Getreidekörner rausgeholt. Die seit Jahrtausenden drinnen waren hat man rausgeholt und hat sie ausgesät und siehe da – das Zeug wächst immer noch. Das ist nur natürlich. Aber im Übernatürlichen ist es noch viel mehr Power – die Worte sind noch älter und sie funktionieren heute immer noch.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (65:00 bis 70:00)

 

„Mein Chaos ist undurchdringlich“. Und ich sage immer: „Gib mir Kapitel und Vers für so etwas“. Wo steht in der Bibel, dass Gott über dein Chaos verzweifelt ist? Wo steht in der Bibel, dass er sich die Haare rauft über deine Probleme und sagt, ja, so etwas ist mir ja noch nie untergekommen! Und dass er die ganzen Seelsorge-Bibliotheken nachwälzt, um herauszufinden, ob es in deinem Falle irgendeine Lösung gibt.

Gott ist nicht ratlos und Gott ist nicht verwirrt, sondern er hat Leben in seine Worte hineingetan. Das ist so gewaltig – am Anfang, stilistisch, jeder Deutschlehrer hätte gesagt: „Wiederholung, schlechter Ausdruck“. Acht Mal: „Und Gott sprach“, „Und Gott sprach“, „Und Gott sprach“ …

Warum steht das da gleich vorne in den ersten zwei Kapiteln? Damit wir verstehen, damit wir hier was merken: Gott hat Dinge, die nicht da waren, in Existenz gesprochen durch Sein machtvolles Wort. Er hat gesprochen und da war die ganze Schar der Sterne und Galaxien – das nenne ich Power. Er sprach: Licht sei! Stell dir mal vor, was für eine Dynamik, was für eine Kraft in seinem Wort! Und das Licht, das gar nicht da war, gehorchte und kam.

Es rief nicht vom anderen Ende des Universum: Ich bin doch gar nicht da, wie kann man mich rufen? Mich gibt’s doch gar nicht!

Sondern das Licht, das nicht da war, kam. Und breitet sich seitdem bis zum heutigen Tag mit affenartiger Geschwindigkeit oder Lichtgeschwindigkeit aus.

Das funktioniert immer noch! Ein Wort – „Licht sei“ – und tschummm…. Ab geht die Post. Das ist Dynamik, das ist Power, oder? Ich meine, wo gibt es einen anderen Gott, ja, der kein Universum hat und dann macht er sich eins? Wo findest du das? Das ist einzigartig. Er spricht, er gebot, und da wurden sie geschaffen.

Geh mal so das nächste Mal durch den Park oder durch deinen Garten und sag: all diese wunderschönen Dinge hat Gott geschaffen durch Sein Wort. All die Pflanzen, all die Tiere. Gott hat es geschaffen durch Sein Wort. Schau dir die Sterne an heute nacht und sag: Wow, das hat Gott geschaffen. Und wir sind nur am Rand von einer Galaxie und dahinter geht’s erst richtig los! Und das alles hat Gott geschaffen durch Sein Wort.

Das ist gewaltig. Und du bist jetzt Kind Gottes. Und wie ist das zustande gekommen? Du hast das Wort Gottes empfangen. Du bist wiedergeboren, sagt Petrus, von neuem geboren, von oben geboren durch den Samen des lebendigen Wortes.

1 Petrus 1,23
Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes.

Du warst getrennt von Gott und du hast das Wort Gottes irgendwann gehört, du hast es angenommen, darauf gehandelt und Bäm, ist etwas in dir passiert, eine Explosion von Leben und Licht und eine Verbindung zu Gott, die du vorher nicht hattest und die keine Universität der Welt dir verschaffen kann. Kein Studium, kein Hochschul-Absolvieren oder irgendetwas anderes kann dir das vermitteln – die neue Geburt, das geht nur durch das schöpferische Wort Gottes. Indem du es irgendwann angenommen hast und Bäm! Etwas total neues.

Und jetzt kannst du, ohne dass du dir Mühe gibst oder irgendwie einen besonderen sakralen Dom oder Silbermann Orgelklänge irgendwie hören musst – auf dem Klo weißt du, ich bin mit Gott verbunden. Es gibt so viele Leute, die versuchen sich eine Beziehung mit Gott zu denken. Und das ist so schwierig. Und deswegen muss man in dieser Art von Kirchen so leise sein, weil alle beschäftigt sind: Wir wollen uns jetzt vorstellen, wir kommen in die Gegenwart Gottes.

Und wenn du dann dahinkommst, dynamisch wie du bist – „Hallelujah!“ – „psssst!“.

Ruhe! Das stört!

Aber du kannst bei Aldi dein Wägele fahren und sagen: „Hallelujah, der Herr ist mit mir“. Und bist überhaupt nicht religiös und du musst nicht irgendwie einen Walkman mit den Orgelklängen haben oder irgendwas. Du weißt, dass du weißt!

Du weißt nicht, wieso du das weißt. Aber du weißt es: Gott ist mit mir.

Ich bin mit ihm, er ist mit mir. Wir sind im Reinen. Es ist alles gut. Seine Gegenwart ist da, und Er erfreut mich.

Einmal schob ich bei Aldi so und pfiff so mein Liedchen vor mich hin, sagt die: „Nanu, junger Mann, so fröhlich?“ – Ich sage: „Gott ist mit mir!“

Ich habe gar nicht überlegt, was soll ich jetzt sagen? Oh, die spricht mich jetzt an. Ich hab gar nicht überlegt. Ich sage: „Ja, ich bin so fröhlich, weil Gott mit mir ist, Hallelujah, schönen Tag! Gott segne Sie“.

Jes 55,11
so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (60:00 bis 65:00)

 

Gott hat Sein Wort gegeben, und das Wort ist wahr und Er steht dahinter, und Er ist willig, Sein Wort wahr zu machen. Er steht mit seiner ganzen Person dahinter. Gott kann nicht lügen, sagt die Bibel.

Heb 6,18
damit wir durch zwei unveränderliche Dinge, bei denen Gott doch unmöglich lügen kann, einen starken Trost hätten, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die vorhandene Hoffnung zu ergreifen.

4 Mose 23,19
Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereuen würde. Was er gesagt hat, sollte er es nicht tun? Was er geredet hat, sollte er es nicht ausführen?

1Sam 15,29
Auch lügt der nicht, der Israels Ruhm ist, und es gereut ihn nicht. Denn nicht ein Mensch ist er, dass ihn etwas gereuen könnte.

Es ist einfach die Wahrheit.

Und deswegen muss Er es nicht ändern. Und deswegen werden wir nicht irgendwelche bösen Überraschungen erleben wenn wir eines Tages vor Jesus stehen und er sagt: „Ja, du hast nach dem Buch gehandelt, aber weisst du, du musst wissen, eigentlich habe ich mir das alles ganz anders in deinem Leben vorgestellt“.

Nein! Gott ist klar. Gott ist gerade heraus. Er sagt, was er meint, und er meint, was er sagt. Punkt. Aus. Ganz einfach.

Deswegen können wir Ihm vertrauen! Du kannst niemandem vertrauen, wo du sagst, „ja, das hat er gesagt, aber jetzt müssen wir mal herausfinden, was er gemeint hat“.

Und diese Gespräche mit Christen sind so frustrierend. Man sagt, „ja, das ist, was die Bibel sagt“ – „Ja, aber Bruder, das musst du so vertehen“, und dann drehen sie alles so um, dass auf einmal das Gegenteil dabei herauskommt. Ich sage: „Entschuldigung bitte, dazu reicht meine Intelligenz nicht aus. Ich habe nur Abitur und ein paar Jahre an der Universität, das reicht bei mir nicht, dass ich einfach das jetzt irgendwie so umdeuten kann – ich bin so primitiv, es tut mir leid, aber so steht es geschrieben, und Jesus hat zu mir gesagt, das ist sein Buch, und wenn ich das nicht nehme, wird er nicht mehr zu mir reden, und das möchte ich nie verlieren“.

Und deswegen nehme ich es so wie es da steht. – „Ja, aber das ist ja fundamentalistisch!“

Ist mir egal, wie du das denkst! Ich nenne das Gehorsam.

Sein Wort ist unveränderlich. Hallelujah.

Und wenn Gott einmal vor 2000 Jahren gesagt hat, das ist rein – dann ist das heute noch rein. Und wenn Gott gesagt hat, das ist unrein und das missfällt ihm, dann missfällt ihm das heute immer noch. Gott ist nicht verwirrt, Gott passt sich nicht irgendwelchen Modeströmungen an, Gott sagt nicht: Achja, ich hatte vergessen, das 20ste Jahrhundert wird besonders pervers sein, da muss ich doch ein bisschen herunter mit meinem Maßstab.

Gott ist Gott, und wir messen uns an Seinem Maßstab!

Jemand hat mal gesagt, die einzige Bibelkritik, die erlaubt ist, ist, dass die Bibel UNS kritisiert. Das ist die einzige Bibelkritik.

Weißt du, heute in der Uni, da sagen sie: „Ja, das ist nicht mehr für heute – das ist mythologisch zu verstehen. Damals war man so primitiv und hat an Dämonen geglaubt, heute wissen wir ….“ Blablabla.

Und sie sagen: „Nein, das ist nicht wirklich das Wort Gottes und das hat nicht Er gesagt, das haben andere gesagt, dass Er es gesagt hätte“. Woher wissen die das eigentlich alles? Du kannst ganze Bücher lesen, die sagen dir, dass die 5 Bücher Mose nicht von Mose kommen. Und Jesaja war angeblich drei. Ich weiß, was das bedeutet, wenn man persönlichkeitsgespalten ist, das ist furchtbar, das ist die Hölle. Jesaja war ein Mann Gottes. Er war rein, er war integer. Er war nicht drei! Er war einer! Amen!

Mk 13,31
Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.

Preis dem Herrn! Lasst die Philosophien, die Theologien kommen und gehen – das Wort Gottes bleibt so wie es ist.

Jes 46,9b-10
Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir, der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, – der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus.

Jer 1,12
Da sprach der HERR zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde über meinem Wort wachen, um es auszuführen!

Gott wacht über Seinem Wort! Er ist eine Verpflichtung eingegangen zu Seinem Wort.

Okay – nächster Punkt. Das Wort Gottes hat schöpferische Kraft. Das ist ganz, ganz wichtig. Wenn wir begreifen, wir sind die Nachfolger Gottes und wir sollen lernen zu handeln in unserem Leben wie Er handelt. Wir sind seine Nachahmer.

Eph 5,1
Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder

Und Gott handelt, indem Er schöpferische Worte spricht. Am Anfang war das Chaos, und Er sprach Worte, und aus dem Chaos wurde Ordnung.

Und dasselbe können wir tun. Wenn wir zum Herrn kommen, ich weiß nicht, wie es bei dir war – mein Leben war ein totales Chaos. Und Gott hat mich gelehrt: Sprich Worte! Sprich Worte! Nimm mein Wort. Sprich Worte über deine Gefühle, über deine Seele, sprich Worte über deine Beziehungsfähigkeit, über den Charakter.

Du sagst, „ja, du hast nicht genug gesprochen“ – „Okay, ich bin immer noch dabei“.

Aber ich habe Veränderungen gesehen! Preis dem Herrn. Das Wort Gottes ist schöpferisch und kraftvoll und es kann dich wirklich mit voller Gewissheit und Dynamik erfüllen. Es ist undenkbar, dass jemand sich füllt mit dem Wort Gottes und Trübsal bläst. Dass jemand depressiv ist, der seine Gedanken erneuert nach dem Worte Gottes. Dass jemand ohne Hoffnung lebt und ohne Ziele lebt, ohne Freude lebt, der wirklich im Wort verankert ist. Das gibt es nicht! Du kriegst es nicht fertig, dich zu füllen mit dem Wort Gottes und mit Gott übereinzustimmen und sein Wort wirklich auf diese Art und Weise in Ehren zu halten und stumpfsinnig, voller Langeweile und Monotonie und Depression zu leben – das ist nicht möglich!

Es ist Lebenskraft im Worte Gottes. Und diese entfaltet sich wenn du lernst mit diesem Wort umzugehen.

Du sagst: „Ja, meine Probleme sind zu groß“ – „Das Wort ist größer“.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (55:00 bis 60:00)

 

Krankheit in den Augen Gottes ist ein Fluch!

Und das ist nicht so, dass Gott den verflucht, der krank ist – das habe ich nicht gesagt, aber Kranksein ist Fluch und Gesundheit ist Segen. Und lasst uns mit Gott übereinstimmen.

Und es gibt so viele ungläubige Gläubige, die alles verdrehen irgendwie. Die sagen: Armut ist ein Segen von Gott und es macht mich schön demütig. Und die Bibel sagt, dass Geld die Wurzel von allen Problem ist.

Das sagt die Bibel überhaupt nicht! Sondern Gier nach Reichtum!

1Tim 6,10
Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.

Und du kannst keinen Pfennig in der Tasche haben und hast große Gier nach Reichtum.

Also wollen wir da sehr genau sein, wollen wir sehr klar sein! Ich war in christlichen Kreisen, und ich habe angefangen, das Wort zu lehren und man hat gesagt: Ja, was ist denn das? Willst du aus uns eine Pfingstgemeinde machen?

Ich sage: Nein, nur schauen, was die Bibel sagt! – Ja, aber so haben die Väter uns das nicht gelehrt. – Ja, ich weiß nicht, was die Väter gelehrt haben, aber wir haben doch jetzt eine Bibel und wir können doch jetzt hineinschauen, was jetzt Gottes Wort zu uns sagt. Das ist doch entscheidend. Und die Väter in allen Ehren! Aber Gottes Licht nimmt zu und wir sehen heute Dinge, die wir vor 20 Jahren nicht gesehen haben. Und wir müssen mitgehen mit dem, was der Heilige Geist jetzt an Wahrheit offenbart.

Und wenn wir damit konsequent vorangehen, werden wir mehr entdecken. Und wenn wir sagen: Nein, das war früher nicht so und das soll auch heute nicht so sein – wir werden in Finsternis zurückfallen, wir werden in Unglaube zurückfallen. Wir müssen mitgehen mit Gottes Geist: Was sagt der Herr? Und dann – wenn wir etwas entdeckt haben, es übernehmen!

Also, das war Röm 12,2 – unser Denken erneuern! Und Paulus sagt, wir werden verwandelt, indem wir das tun.

Röm 12,2
Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

Wir werden verändert, indem wir unser Denken erneuern.

Du kannst – nehmen wir ein Beispiel – nicht frei werden von Minderwertigkeit, wenn du so negativ über dich denkst wie du denkst. Und du meinst, das wäre große Demut.

Du kannst nicht frei werden, wenn du nicht anerkennst, du bist wertvoll in Gottes Augen, du bist geschätzt, Gott liebt dich, Gott ist für dich, und Er hat Freude an dir.

Du sagt: An mir Freude? Das kann doch gar nicht sein, ich bin der Letzte hier!

Gottes Freude kommt nicht wegen der Dinge, die du tust, sondern wegen dem, was du bist. Und du bist sein Kind. Und da kommt die Freude her.

Wir sind geliebt, wir sind angenommen, wir sind geschätzt.

Du sagst: Ja, aber ich fühle mich so abgelehnt.

Ja, deswegen sollst du das Wort nehmen, dass du angenommen bist, damit deine Gefühle sich ändern.

Ich sage immer so gerne: Wenn deine Gefühle dich stören und wenn sie dir keinen Spaß machen, dann schaffe dir doch ein paar neue an.

Du kannst durch das Wort Gottes deine Gefühle verändern! Indem du anfängst mit Gott übereinzustimmen, indem du anfängst, das zu denken, was Gott denkt, und dann später anfängst zu sprechen, das, was Gott spricht. Und dann anfängst zu handeln nach dem wie Gott will, dass du nach Seinem Wort handelst.

Okay, gut, wir müssen einfach weitermachen. Das ist ein Thema, da könnte ich mich sehr, sehr lange drin aufhalten – diese Wahrheit und die Kraft, die in der Wahrheit ist. Das ist eine ungeheure, heilsame Kraft in Wahrheit. Und es ist eine bindende und runterziehende, negative Kraft in Lüge.

Und wenn du sehen willst, wie Menschen verändert werden, dann geht es nicht anders, als dass du durch das Wort Gottes sie lehrst, ihr Denken zu verändern. Wenn du dein Denken nicht veränderst, du kannst nicht verändert werden. Weil du bist das, was du denkst! Und du kannst dich anstrengen und versuchen, äußerlich etwas zu tun – dein Rauchen zu überwinden oder irgendetwas – wenn innen die Veränderung nicht anfängt, dann kannst du äußerlich versuchen und machen und tun und dich anstrengen – es wird nichts gelingen.

Sieg ist eine Sache, die von innen kommt, vom Herzen, vom Glauben. Und glaubensfähig werden wir, wenn wir anfangen, uns nicht mehr gegen Gott zu stellen, sondern mit Ihm übereinstimmen. Und deswegen also diese Anweisung:

Werdet verändert durch Erneuerung eures Sinnes (nach Röm 12,2).

Okay, zu diesem Aspekt von Wahrheit gehört eben auch – das ist ja gerade Kennzeichen von Wahrheit, aber ich will es hier besonders herausstellen, dass Gottes Wort unveränderlich ist. Weil es eben wahr ist, deswegen muss es nicht alle paar Jahre wieder umgeändert werden. Du wirst nie eine Weissagung hören, hier oder in irgendeiner anderen Heilig-Geist-geleiteten Gemeinde: „Liebe Gemeinde, ich muss eine betrübliche Mitteilung machen, ich hatte mich doch geirrt als ich geschrieben habe, Jesus hat allen Fluch auf sich genommen – ich entdecke, dass da doch noch einiges an Fluch da ist, was er nicht getragen hat, ich bitte im Entschuldigung. Ich werde demnächst eine neue Ausgabe rausbringen. Euer Gott“.

Das wird nicht stattfinden! Gott sagt: „Ich werde nicht ändern, was aus meinem Munde gekommen ist“.

Ps 89,35
Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist.

Warum wird Er es nicht ändern? Weil Er stur ist und weil Er unbelehrbar ist? Weil Er die Fakten nicht zur Kenntnis genommen hat? Nein! Weil Er – bevor Er gesprochen hat – überlegt hat – manchmal im Gegensatz zu uns.

Und das Wort Gottes ist total geprüft bevor es herausgelassen wurde.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (50:00 bis 55:00)

 

Und viele denken, „oh, ja, also das ist mir alles sehr peinlich, und ich weiß nicht, ja, lieber Gott, also heute abend wieder – meine Frau und ich – könntest du bitte irgendwie vielleicht mal ausgehen heute abend und nicht bei uns irgendwie …?“

Wir sind frei! Wir brauchen keine Schuldgefühle zu haben. Das hat Gott sich ausgedacht. Das ist eine wunderbare Angelegenheit, es ist total gesund, erfrischend und normal und natürlich. Und Luther hat gesagt: „Zwei Mal die Woche“. Ja, da waren die Lutheraner noch was! Preis dem Herrn. Oder hat er „drei Mal“ gesagt? Ne, zwei Mal, ne?

In Klammern muss ich dazufügen: Mit dem Partner, mit dem du verheiratet bist, ja? Es reicht nicht aus, dass ihr beide verheiratet seid, ihr müsst miteinander verheiratet sein. Das ist wichtig. Da gibt es manchmal Missverständnisse.

Okay, also es muss alles ganz klar und biblisch und ordentlich und richtig gesund sein.

Was sagt Gottes Wort über Kindererziehung? Ist das, was ich denke über Erziehung – ist das in Übereinstimmung mit Gott? Was sagt Gott über meine Arbeit? Was sagt Gott über meine Hingabe an meine Geschwister, an die Gemeinde? Und wie soll ich mit Geld umgehen und geben usw.?

Mache einmal Inventur und lege dich fest: Was Gott denkt, will ich auch denken. Das ist der Anfang von Sieg. Dass du hier oben entrümpelst, deine religiösen, philosophischen Vorstellungen. Manche haben mehr Philosophie von Brigitte im Kopf – oder „Für Sie“ – als wirklich biblisches Fundament für Eheleben. Ja, das ist wirklich so.

Das ist die Sonntagsschule des Teufels! „Bravo“ oder „Popcorn“ oder wie das alles heißt. Aber die richtigen Anweisungen für ein gesundes Leben, die finden wir im Worte Gottes. Und als Nachfolger Gottes oder wie es Epheser 5 sagt: „Nachahmer Gottes“ beginnt unsere Nachfolge damit: Nicht, dass wir anfangen irgendetwas zu tun für Gott, sondern dass wir anfangen, etwas zu sein für Gott. Dass wir anfangen einfach Partner zu sein, die belehrbar sind und die ihre Gedanken mit seinen Gedanken in Übereinstimmung bringen.

Eph 5,1
Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!

Und wir machen einmal Inventur und gehen durch alle Bereiche unseres Lebens durch.

Was sagt Gott über den Teufel? Was sagt Gott über Dämonen? Was sagt Gott über dieses, über jenes Thema?

Natürlich ist es manchmal schwer, weil du kannst nicht im Inhaltsverzeichnis nachschlagen und sagen, wo steht jetzt das Kapitel über Sex? Sondern du musst hindurchgehen, du musst das studieren. Du brauchst vielleicht eine Konkordanz oder einen Computer. Und du musst wissen, dass in der Bibel nicht alles mit unserer Alltagssprache geschrieben ist. Da wird das alles sehr orientalisch und blumig interessant irgendwie ausgeschmückt, ja? Und wenn du da in deiner Computerkonkordanz unter „Sex“ guckst, dann sagst du: Hab ich ja gleich gewusst, darüber steht nix drin.

Also – wir müssen schon irgendwie uns da hineingraben in das Wort und wir finden hier etwas, und wir finden da etwas, wir finden da etwas, und wir müssen suchen und forschen. Das steht nicht irgendwie so, dass wir gleich darüber fallen und schnell so auf dem Weg zur Arbeit schnell irgendwie das so zu uns nehmen können, sondern das erfordert wirklich Studium.

Okay, und wenn wir herausgefunden haben: Das sagt Gottes Wort über dieses Thema meines Lebens, dann bin ich gewillt, alles andere, was damit nicht übereinstimmt, herauszutun. Jesus sagt zu den Schriftgelehrten: Sie machen das Wort ungültig, kraftlos um ihrer Überlieferungen willen.

Mt 15,6b
und ihr habt so das Wort Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen.

Und ich habe so viele Gläubige getroffen: Ich lehre etwas und dann sagen sie, „ja, aber das ist nicht, was meine Gemeinde lehrt“. Ich sage: Ja, aber das ist, was Jesus lehrt. – „Ja, aber mein Pastor glaubt das nicht“. – Ich sage: Okay, aber was wirst du glauben? Was wirst du glauben? Willst du Jesus folgen oder willst du deinem Pastor folgen? Ist für dich das Wort Gottes der Maßstab? – „Ja, aber das ist mir fremd“ – Ich sage: „Dann werde vertraut damit“.

Sicher ist uns manches fremd. Wir sind ja alle am Lernen – logisch. Aber wenn da etwas kommt, was uns fremd ist und was uns neu ist und wir finden heraus, das ist, was Gott sagt. Und du kannst herausfinden, was Gott „Fluch“ nennt und was Gott „Segen“ nennt. Und dann komm du nicht daher und sage: Ja, aber meine Krankheit war ein großer Segen, weil als ich im Krankenhaus war und ganz alleine war und Langeweile hatte und alle Zeitungen durchgelesen hatte und nicht mehr wusste, was ich tun sollte – da habe ich gebetet, und da fing Gott an zu mir zu sprechen.

Das hättest du schon längst haben können, dazu musst du nicht ins Krankenhaus gehen. Du brauchst nur zu Hause einmal den Kasten auszuschalten, die Illustrierten beiseite legen und anfangen ins Wort zu gehen und zu sagen: Herr, was willst du mir sagen? Und Er wird zu Hause reden.

Ach, der „Segen der Krankheit“ … nenne du doch nicht Segen, was Gott Fluch nennt!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (45:00 bis 50:00)

 

Gott sagt: Der Mensch besteht aus Seele und Geist. Du kannst forschen und forschen und forschen und alles, was du finden wirst in der empirischen Forschung ist die Seele. Und das ist das große Problem der Menschen. Sie versuchen, den Menschen in der Seele zu therapieren und sie verstehen gar nicht, sein Problem ist ein geistliches Problem.

Nur Gottes Wort kann uns offenbaren, dass wir einen Geist haben und dieser Geist muss erneuert werden und muss mit Leben aus Gott angefüllt werden. Und aus diesem Leben aus dem Geist heraus kommt dann heilende Kraft hinein in die Seele und so kann ein Mensch neu werden und verändert werden.

Aber wenn nicht das Wort Gottes hätten, wir würden alle nicht wissen, dass wir einen Geist haben. Und nachdem wir das Wort annehmen und anfangen, Schritte zu gehen, die das Wort Gottes sagt, wie man im Geist wandelt – siehe da, wir fangen an zu entdecken: Mann! Wir haben wirklich einen Geist!

Und das ist sehr, sehr gut. Und wir können anfangen, damit Gott kennenzulernen, wir können anfangen, damit Dinge zu verstehen, die man mit dem menschlichen Verstand nicht verstehen kann. Wir können anfangen, Dinge zu wissen, die man nicht wissen kann.

Vor einiger Zeit erzählte mir jemand etwas über ein bestimmtes Land und über eine bestimmte Stadt und während er davon erzählte – und ich kenne dieses Land, ich habe viel schon darüber gelesen usw., aber hatte nie irgendwie ein so tiefes Interesse. Und er redete mit mir über dieses Land und während er mir von dieser Stadt auch noch Fotos zeigte, ich wusste in meinem Inneren – da werde ich hinfahren. In dieses Land, in diese Stadt, werde ich hinfahren.

Und eine Woche später habe ich gebetet und Gott hat zu mir gesprochen und hat gesagt, ich werde in diese Stadt gehen. Und noch eine Woche später, ich kriege einen Brief aus dieser Stadt und die Pastoren dieser Stadt laden mich ein und ich soll kommen und ich soll ein Seminar halten. Ich wusste das schon. „Du wirst dich freuen – es wird Äthiopien sein“. Ja. Hallelujah.

Wir können Dinge wissen, die man nicht wissen kann. Weil Gottes Geist in unserem Geist wohnt und weil er anfängt, uns Dinge mitzuteilen. Weil er uns etwas zeigt über unser Leben, was man woanders nirgends bekommen kann.

Das Wort Gottes ist wahr! Wir können uns darauf einlassen. Und wir können auf dieser Grundlage von Gottes Wahrheit unser Leben total neu aufbauen. Das Schöne ist, das, was du da aufbaust, ist unveränderlich. Du musst nicht alle paar Wochen wieder vorne anfangen, sondern du gründest dein Leben auf Tatsachen. Und nicht auf Dingen, die aus irgendwelchen Lexika kommen, die alle paar Jahre wieder neu geschrieben werden müssen oder irgendwelchen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die dann auf einmal plötzlich nicht mehr gelten. Nichts gegen wissenschaftlichen Erkenntnisse! Wenn sie wirklich solide sind und wenn sie echt sind, aber es gibt so viel gerade im Bereich der Geisteswissenschaften und Psychologie und Pädagogik usw., was sich als wissenschaftlich ausgibt und was wirklich nicht haltbar und nicht tragbar ist.

Gottes Wort beschreibt uns die Realität! Beschreibt uns die Ursache von Problemen. Beschreibt uns, wer der Teufel ist und warum das und das geschieht in dieser Welt. Nur das Wort Gottes gibt uns solche Antworten. Und es beschreibt uns, wie wir uns schützen können vor den Angriffen der Finsternis. Es beschreibt uns, wie wir im Schutz Gottes wirklich Sieg haben über die bedrängenden Mächte der Finsternis. Das findest du nirgendwo anders, das findest du nur in der Bibel – nirgendwo anders.

Gottes Wort bringt uns Tatsachen, Gottes Wort bringt uns Realität. Und wir bekommen festen Grund unter die Füße. Hallelujah.

Und ich möchte euch sehr, sehr ermutigen, sehr genau hinzuschauen und einmal Inventur zu machen. Die Bibel redet von der Erneuerung unseres Denkens.

Röm 12,1-2
1 Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist.
2 Und seid nicht gleichförmig dieser Welt1, sondern werdet verwandelt2 durch die Erneuerung des Sinnes3, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Jetzt greife ich eigentlich schon vor, wie wir mit dem Wort umgehen sollen, aber es bietet sich einfach bei diesem Punkt so sehr an. Die Bibel sagt: Wenn wir Christ geworden sind, wir sollen uns ihm geben, unseren Körper als Opfer geben – als lebendiges Opfer – und danach sollen wir etwas tun: Wir sollen unsere Gedanken erneuern. Wir sollen unsere Gedanken erneuern!

Und bitte sei nicht damit zufrieden, dass du sagst, ich bin ja Christ und ich glaube an die Bibel! Mach einmal Inventur hier oben, wo deine Gedanken sind. Bist du sicher, dass das, was du denkst, über dich selbst, übereinstimmt mit dem, was Gott über dich denkt? Bist du sicher, dass das, was du denkst über Geld auch das ist, was Gott denkt? Bist du sicher, dass das, was du denkst über Krankheit das ist, was Gott denkt? Das was du denkst über Sex – ist es das, was Gott darüber denkt?

Ohhooo – bloss nicht dieses Thema anrühren, Hilfe, ich dachte, wir sind hier in der Kirche.

Ich bin in Ländern gewesen, wenn du da von der Kanzel das Wort „Sex“ in den Mund nimmst, da erstarrt die ganze Gemeinde und denkt, jetzt kommt ein Blitz vom Himmel und den Pastor pustet’s weg und das war’s. Wirklich!

Und ich sage: Lasst uns doch nicht vergessen, das war alles Gottes Idee, die Sache mit dem Sex! Hallelujah! Das war Gottes Idee, und Er hat sich das ausgedacht um uns zu erfreuen. Amen!

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (40:00 bis 45:00)

 

Und das ist, worum es überhaupt letzten Endes geht: Wir sind hier, um den Segen Gottes zu erleben und ein Segen zu sein.

1Mo 12,2
Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.

Auch wenn ich darüber nicht jetzt ausführlich irgendwie lehre, aber mach dir das klar: Du bist hier – viele Christen wissen nicht, warum sie hier sind! Und ich habe mich einmal die Frage gefragt, ja, warum hat eigentlich Gott mich nicht entrückt nachdem ich mich bekehrt habe? Ich meine, man bekehrt sich und es wäre doch – wenn der Himmel so ein schöner Ort ist – es wäre doch das sinnvollste, man bekehrt sich und dann wird man hier eben abgeholt und kann keine dummen Sachen mehr machen, ist im Himmel, kann nicht mehr rückfällig werden, und alles ist in Ordnung. Ich meine, das wäre doch das cleverste für Gott.

Gott hat etwas vor mit meinem Leben, mit deinem Leben. Wir sind hier, um seinen Segen zu erleben, um anderen zu zeigen, Er lebt. Um andere zu motivieren, um andere eben mit Ihm bekannt zu machen. Das ist, wofür wir hier sind. Und ohne das Wort Gottes, dass es sich wirklich in unserem Leben erweist, ist das einfach nicht möglich.

Okay, einige Eigenschaften des Wortes Gottes: Und zwar, die wir von Gott selbst holen. Die holen wir jetzt nicht von den Aussagen von Theologen oder von unserer Erfahrung oder von irgendwelchen anderen menschlichen Quellen, sondern direkt von Gott. Was sagt Er selbst über Sein Wort? Ich meine, Er muss es ja wissen!

Und das Allererste, was ich hier betonen möchte, was eine riesige Chance ist oder eine offene Tür ist zur Veränderung und was gewaltig ist und unvergleich ist gegenüber allen anderen Angeboten: Gottes Wort ist die Wahrheit.

Gott ist die Wahrheit. Sein Wort ist wahr.

Du sagst, naja, das haut mich nicht sehr vom Hocker. Doch! Wenn du überlegst, was mit all den anderen sogenannten modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist. Du weißt vielleicht, dass zu jeder Zeit solange es Wissenschaft gegeben hat, sie immer dachten, sie sind die modernen aufgeklärten Menschen und sie wissen schon alles und haben ein Weltbild zusammen usw. Und dann auf einmal gibt es Entdeckungen, die geben eine totale Veränderung des ganzen Weltbildes. Das ging wie ein Schock in den 20er Jahren durch die westliche Welt als man auf einmal ganz neue Entdeckungen gemacht hat in der Astrophysik und in anderen Bereichen und auf einmal das ganze Weltbild sich total umgeändert hat. Lasst uns nicht denken, ja, „die Wissenschaft hat festgestellt, …“

Es gibt so viele Dinge, die die Wissenschaft meinte festgestellt zu haben, und die hinterher sich als größten Blödsinn aller Zeiten herausgestellt haben. Es gab einmal einen Menschen, der wurde als ein sehr fortschrittlicher Wissenschaftler gepriesen – Ernst Haeckel hieß der – und der hat angeblich herausgefunden, dass das Embryo eines Menschen oder auch bei den Tieren eben während der Zeit der Schwangerschaft all die stammesgeschichtlichen Entwicklungsphasen, also vom Urlurch oder der Kaulquappe oder irgendwas dann durchmacht bis zum fertigen Mensch („Biogenetische Grundregel“).

Das hat man wirklich geglaubt, das war wirklich eine wissenschaftliche Tatsache, das haben die wirklich geglaubt.

Heute wirst du Wissenschaftler nicht mehr hören, sich so töricht zu äußern, weil sie wissen, das ist der größte Schrott überhaupt, das ist nicht haltbar. Du findest noch manches dummes Zeug in den Schulbüchern, aber du musst nicht denken, die Schulbücher sind voll von wissenschaftlicher Weisheit. Da ist man längst schon woanders.

Gottes Wort ist die Wahrheit.

Joh 17,17b
Dein Wort ist Wahrheit.

Wahrheit im Sinne von Realität. Realität! Das heißt, was aus dem Munde Gottes hervorkommt und wie die Sache wirklich ist, das ist total 1:1. Gott sagt, die Sache ist so, und die Sache ist wirklich so.

Wenn wir das begreifen, dass Gottes Wort die Wahrheit ist, dann kommt etwas interessantes zustande: Wir werden fest, wir werden sicher.

Ich hab mich früher mit sehr vielen Philosophien beschäftigt, von Japan und anderen fernöstlichen Dingen bis nachher dann zu Johann Gottlieb Fichte und Ludwig Feuerbach und Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Karl Marx und lauter solche Geschichten. Und du kannst feststellen, wenn du dich mit irgendwelchen Philosophien beschäftigst, irgendwann kommst du an den Punkt, wo dein Weltbild zusammenbricht. Weil du auf einmal neue Gedanken denkst, die passen in dein bisheriges Schema nicht rein und du stehst da, wenn du so philosophisch veranlagt bist wie total nackt.

Und ein Philosoph fühlt sich nicht wohl wenn er nicht irgendwie ein Bild hat, in das er das ganze Leben so einordnen kann. Aber selbst wenn du nicht philosophisch veranlagt bist oder so, sondern sehr, sehr praktisch, ist das eine Riesenmöglichkeit für uns, uns darauf einzulassen: Gottes Wort ist wahr. Die Dinge sind so wie Er sie uns sagt. Und das heißt, wir können Ihm vertrauen. Das heißt, wir können etwas nehmen von Ihm, was wir noch nicht erfahren haben, aber wir nehmen es, wir glauben es und siehe da – danach können wir es erfahren.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (35:00 bis 40:00)

 

Und dann denke ich ist auch noch ein anderer Punkt sehr, sehr wichtig, jedenfalls für uns persönlich: Wenn wir uns einlassen auf das Wort Gottes, wenn wir Schritte gehen, wenn wir tun, was das Wort sagt, dann können wir *erfahren*, was das Wort sagt. Und das ist eine starke Bestätigung!

Wenn du ein Telefonbuch hast und da steht eine Nummer von deinem Bekannten und du rufst den an und Tatsache, der Bekannte ist dran und das passiert dir hunderte von Malen mit verschiedenen Bekannten und Leuten usw. – dann sagst du, das Telefonbuch ist in Ordnung. Ist dir doch egal, wie alt das ist! Solange du alle deine Leute noch erreichen kannst und die Nummer und die Adresse, das alles stimmt, ist doch gut!

Und die Leute sagen: Die Bibel! Die ist doch sooo alt!

Es kommt nicht drauf an wie alt sie ist, sondern ist sie noch gut? Funktioniert sie noch? Und da steht geschrieben: Wenn wir Jesus unser Leben geben, dass göttlicher Friede unser Herz erfüllt, wir werden freigesetzt von unserer Vergangenheit, freigesetzt von Schuldgefühlen.

Phil 4,7
Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!

Joh 14,27
Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!

Da steht geschrieben: Wenn wir bitten um den Heiligen Geist, dann bekommen wir den Heiligen Geist.

Lk 11,13
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Und das haben wir getan, und siehe da, es ist genau so wie die Bibel es sagt. Wenn du ein Buch hast, diese Autoreparatur-Bücher gab es früher immer, ne? „Jetzt helfe ich mir selbst“. Wenn du nach dieser Anleitung vorgehst und dein Auto fährt wieder, dann sagst du, das Buch ist gut. Das ist in Ordnung, es ist gut.

Oder du hast ein Kochbuch und du gehst genau nach Rezept vor und am Ende hast du dann eine köstliche Soße à la sonstwas. Und du kochst nach dem Kochbuch und dann sagst du: „Pfui, was ist denn das für ein Zeug?“ Und du weißt, du hast es genau nach dem Kochbuch gemacht, dann sagst du: Das Buch ist nicht in Ordnung.

Aber wenn du denn am Ende das Ergebnis hast, wovon das Buch spricht, sagst du, das Buch ist in Ordnung, das ist gut!

Und Gottes Buch ist gut! Da steht drin, wir können ihn bitten, und er gibt uns. Wir können um Heilung bitten und Gott ist der Heiler. Wir können ihn bitten, uns zu verändern, wir können ihn bitten, uns freizumachen und er tut es wirklich. Da sind so viele wunderbare Aussagen und Verheißungen in seinem Wort geschrieben, auf die wir uns stellen können, die gültig sind für heute.

Okay, gut, das einfach nur so als erste Anregung, dass es durchaus sinnvoll ist! Ja, manche Leute sagen: Meine Güte! Wie kannst du an die Bibel glauben? Ich dachte, du bist ein moderner, aufgeklärter Mensch.

Als wenn das ein Widerspruch wäre! Gott hat nirgendwo irgendwelche intellektuellen Zumutungen für mich da drin. Als Jesus zu mir sprach: Das ist mein Buch, das soll ich glauben – hab ich es genommen. Und wenn ich dann hinterher gelesen hätte, Jona hätte den Wal verschluckt – ich hätte das auch genommen, weil Jesus mir das gesagt hat! Aber das steht ja nicht da drin, es gibt keine intellektuellen Zumutungen. Wenn du erst einmal anerkannt hast, es gibt einen Gott, der in Zeit und Raum eingreift, dann sind doch Wunder etwas, was man sogar erwarten müsste.

Leute sagen: Wie kannst du an Wunder glauben? – Ja, dein Problem ist, du glaubst nicht an einen Gott, der Wunder tut. Deswegen glaubst du nicht an Wunder. Wenn es wirklich einen Gott gibt, der die Erde geschaffen hat und der uns immer noch liebt und der immer noch eingreifen kann und Naturgesetze, die er geschaffen hat, außer Kraft setzen kann – dann was ist das Besondere an Wundern? Das einzige, worüber man sich wundern kann, ist, dass so wenige Wunder passieren!

Gott kann eingreifen und Er will es auch. Und Er gibt uns sein Wort um uns da zu ermutigen.

Okay, und jetzt als nächsten Schritt wollen wir einmal ein bisschen genauer das Wort Gottes anschauen. Und ich möchte mit euch einige wenige – nicht alle, aber einige wenige wichtige Eigenschaften so besprechen und welche Konsequenzen die haben für unser Leben. Eigeschaften über das Wort Gottes. Dies ist ein Bibelstudium, das ich unternommen habe auf eine Anregung des Heiligen Geistes. Da war ich schon viele, viele Jahre Christ. Und ich muss sagen, je länger ich Christ war, um so langweiliger wurde es. Und ich sehnte mich nach etwas anderem, und ich sehnte mich einfach nach Veränderung und nach mehr Kraft. Und dann hat Gott mich ermutigt zu diesem Bibelstudium und ich war geisterfüllter Christ, viele Jahre, und Gott hat mich ermutigt zu studieren, was sagt Er selbst über Sein Wort. Und dann das zweite: Was sagt Er darüber wie ich mit seinem Wort umgehen soll?

Und dieses simple eine Bibelstudium hat mein Leben revolutioniert. Und ich habe in den darauffolgenden drei, vier, fünf Monaten mehr erlebt und erfahren an Gottes Kraft, an Veränderung, an Wirken Gottes durch mich für andere – in den nächsten drei, vier Monaten hab ich mehr erlebt als in den sechs Jahren davor.

Es kam wirklich Schwung wieder in mein Leben und Dinge fingen an irgendwie interessant zu werden und vieles, vieles war in Bewegung und ich stelle fest, es ist immer noch in Bewegung. Das ist das schöne mit Gott: Wir wachsen und wir wachsen und wir wachsen. Und wir kommen immer weiter hinein in wunderbare Entdeckungen und Geheimnisse und Gott bekommt mehr Raum auch durch uns zu wirken für andere.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (30:00 bis 35:00)

 

Eines fällt mit gerade ein, ich hoffe, dass ich das irgendwie zusammen kriege: Also, die Wahrscheinlichkeit, dass solche biblischen Prophetien sich tatsächlich so ereignen wie sie aufgeschrieben sind, sind zu vergleichen mit – und jetzt bringt er ein sehr interessantes Bild – und zwar sagte er: Der Fixstern Sirius, der ist ziemlich weit weg von der Erde, ich weiß jetzt nicht genau, wieviel, aber er rechnet aus wie viele Jahre man fliegen müsste wenn man ununterbrochen da hinfliegen müsste. Und man spannt eine Schnur von der Erde bis zum Sirius. Und auf dieser Schnur laufen Ameisen. Und er rechnet dann aus, wie viele Ameisen das sind. Das sind genau 64 Cheops-Pyramiden voll Ameisen. Ja, du kennst diese große ägyptische Cheops-Pyramide? Und 64 Pyramiden voller Ameisen sind also auf diesem Seil unterwegs.

Also, ich würde sagen, schon eine ganze Menge.

So, jetzt wird eine Ameise farbig markiert. Da ist also die Schnur, und da laufen die Ameisen und eine Ameise wird farbig markiert. Und jetzt darfst du mit verschlossenen Augen einmal tippen. Und die Wahrscheinlichkeit, die farblich markierte Ameise zu treffen ist größer als dass die 30 oder 60 verschiedenen Verheissungen sich erfüllen würden so wie es aufgeschrieben ist.

Ein hochinteressantes köstliches Buch, heißt „So steht’s geschrieben“ – eine einzige wunderbare Verteidigung der Autorität und der Kompetenz und der Glaubwürdigkeit des Wortes Gottes.

http://clv-server.de/pdf/255982.pdf

Und ich nehme mal an, ehe ein Wissenschaftlicher sich so weit aus dem Fenster lehnt und solche Dinge irgendwie behauptet, muss er sich ganz schön warm anziehen und muss sicher gehen, dass er nicht den größten Müll schreibt und der nächste Atheist ihn dann total auseinander nimmt. Da muss man schon wissen, was man da schreibt, ja?

Also, da gibt es Leute, die sehr schöne Dinge geschrieben haben. Prof. Wilder Smith hat da auch interessante Dinge geschrieben, ihr kennt das Beispiel mit den Karten, die man oben aus dem Flugzeug wirft, von mehreren tausend Meter Höhe. Und wie viele Male musst du werfen, dass dann wirklich den Farben gemäß sortiert dann 10 – Bube – Dame – König – As usw. in der richtigen Reihenfolge unten sortiert ist?

Oder die blinden Affen, die auf der Schreibmaschine herumhacken – wie viele Jahre müssen sie ununterbrochen tippen bis endlich mal ein vernünftiger Satz mit korrekter deutscher Grammatik herauskommt?

Und das sind alles so Vergleiche, die zeigen, dass es keine Zufälle gibt. Und da ist Gottes Plan hinter der Schöpfung und da ist Gottes Plan auch in seinem Wort. Und natürlich all das, was geschrieben ist über das Kommen von Jesus, über sein Leben, über seinen Dienst, über die Art und Weise wie er sterben würde. Ihr wisst, Psalm 22 beschreibt die Kreuzigung Jesu zu einer Zeit als es die Kreuzigung als Hinrichtungsmethode überhaupt nicht gab.

Ja, wie kann einer das beschreiben? Die jüdische Methode jemanden ins Jenseit zu befördern, war steinigen. Erst die Römer haben die Kreuzigung dann mitgebracht, und es ist dort beschrieben – Psalm 22.

Ps 22,17
Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat mich umzingelt. Sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben.

Und was Jesus am Kreuz sagt: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Ps 2,2
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Mt 27,46
Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«

All diese Dinge sind aufgeschrieben. Mit welcher Summe Geld der Judas gekauft wurde um Jesus zu verraten.

Mt 26,15
und sprach: Was wollt ihr mir geben, und ich werde ihn euch überliefern? Sie aber setzten ihm dreißig Silberlinge fest.

Mt 27,9-10
Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia geredet ist, der spricht: „Und sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Preis des Geschätzten, den man geschätzt hatte seitens der Söhne Israels, und gaben sie für den Acker des Töpfers, wie mir der Herr befohlen hat.“

Sacharja 11,12-13
12 Und ich sagte zu ihnen: Wenn es recht ist in euren Augen, gebt mir meinen Lohn, wenn aber nicht, lasst es bleiben! Und sie wogen meinen Lohn ab: dreißig Silberschekel.
13 Da sprach der HERR zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Wert, den ich ihnen wert bin! Und ich nahm die dreißig Silberschekel und warf sie in das Haus des HERRN dem Töpfer hin.

https://bruderhand.de/gott-kennenlernen/antworten-auf-skeptische-fragen/zu-schwierigen-bibelstellen/1291-wie-kann-matthaeus-eine-prophezeiung-jeremia-zuschreiben-wenn-sie-von-sacharja-getroffen-wurde

Und lauter solche Dinge sind beschrieben!

Oder dann bei der Kreuzigung – die Soldaten dort, sie losen dann um das Gewand. Sie teilen die Kleider auf und dann losen sie um das Gewand.

Ps 22,19
Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand.

Joh 19,24
Da sprachen sie zueinander: Lasst es uns nicht zerreißen, sondern darum losen, wessen es sein soll! Damit die Schrift erfüllt würde, die spricht: „Sie haben meine Kleider unter sich verteilt, und über mein Gewand haben sie das Los geworfen.“ Die Soldaten nun haben dies getan.

Und Leute, die das gerne leugnen möchten, sie sprechen von „self-fulfilling prophecy“. Also das heißt, jemand liest in der Bibel und sagt: Oh, wir müssen unbedingt darauf achten, dass die Bibel auch wirklich als gültiges Buch irgendwie bestehen bleibt, also müssen wir jetzt das und das tun, damit das übereinstimmt mit der Prophetie, die vorher gegeben ist.

Wie lächerlich kann man sich eigentlich machen wenn man sich gegen die Wahrheit stellt? Glaubst du, diese römischen Henker dort hätten irgendein Interesse zu beweisen, dass die Religion der Juden irgendwie die richtige ist? „Oh, lasst uns nicht vergessen, der Prophet Jesaja schreibt, wenn wir den Messias umgebracht haben, dann müssen wir die Kleider teilen und dann müssen wir das Gewand verlosen damit die Schrift erfüllt wird!“

Hatten die irgendein Interesse an der jüdischen Religion? Das war ihnen doch total egal! Die waren Henker, die waren Profis, die haben ihre Arbeit gemacht und das war’s.

Und so gibt es so viele Worte, die wir anschauen können und wir sagen: Da haben wir’s, da haben wir wunderbare, schöne Beweise. Und Gott benutzt das.

Jesus sagt:

Joh 13,19
Von jetzt an sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt, dass ich es bin.

Er sagt ihnen Dinge, damit wenn sie hinterher geschehen, sie wissen, er war’s. Er hat ihnen das gesagt. Seine Göttlichkeit wird sozusagen unter Beweis gestellt durch die Prophetien.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (25:00 bis 30:00)

 

Also, da könnt ihr euch selber dann beschäftigen, da gibt es so viele wunderbare Dinge im Worte Gottes. Auch interessante Aussagen aus dem Bereich der Naturwissenschaft, wiewohl die Bibel natürlich kein naturwissenschaftliches Lehrbuch ist. Das ist klar. Aber es gibt Aussagen in der Bibel, die alles andere sind als „altertümlich“. Z.B. gibt es eine Schriftstelle in Jeremia, wo gesagt wird, dass man die Sterne nicht zählen kann.

Jer 33,22a
Wie das Heer des Himmels nicht gezählt und der Sand des Meeres nicht gemessen werden kann

Und wenn du etwas über Astronomie weißt, dann weißt du, im Altertum – man hat sehr wohl die Sterne gezählt. Ptolemäus – er kannte ungefähr 1600 Sterne, und er war der größte Crack seiner Zeit. 1600 und ein bisschen Sterne kannte er! Wenn er die Bibel gelesen hätte, er hätte sich gesagt: „Naja, das hat ein Religiöser geschrieben, das sollte jetzt nicht irgendwie eine wissenschaftliche Aussage sein, ich zähle die Sterne, ich weiß, wie viele das sind“.

Und Jeremia schrieb schon zu der damaligen Zeit also, dass die Sterne nicht zu zählen sind.

Man hatte sich im Altertum die Erde gedacht als eine flache Scheibe, deswegen haben sie so aufgepasst bei Kolumbus wenn die nach Westen segeln. Die Leute haben gesagt: Pass auf, dass du nicht zu dicht an den Rand kommst, dann blopp, fällst du hinten runter.

Und in der Bibel liest du: Gott hat die Erde nicht auf Säulen gestellt, sondern über dem Nichts im Raum aufgehängt. Die Erde ist eine Kugel im Raum.

Hiob 26,7
Er spannt den Norden aus über der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts.

Das ist etwas, was du nicht im altertümlichen Weltbild findest. Das findest du in irgendwelchen Religionen, aber nicht im Worte Gottes.

Da gibt es eine Menge von interessanten Dingen. Einmal hat sich einer aufgeregt und hat gesagt: Da haben wir’s! Der Hase wird zu den Wiederkäuern gerechnet.

3 Mose 11,6
den Hasen, denn er käut wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein

Da haben wir’s! Da ist endlich der Beweis, was man von der Bibel zu halten hat. Ja, aber dann kannst du in „Brehms Tierleben“ nachlesen, dass der Hase, zwar auf eine etwas andere Art und Weise als die Kuh, sehr wohl ein Wiederkäuer ist. Der Hase ist ein Wiederkäuer interessanterweise. Ja, das ist eine wissenschaftliche Tatsache.

Aber Leute, die von Biologie keine Ahnung haben, stürzen sich darauf und sagen: Boah, da haben wir’s.

Wie viele Leute haben sich schon aufgelehnt gegen die Bibel?! Vor 50-60 Jahren oder so wusste man in der Völkerkunde nichts über das Volk der Hetiter. Und die Bibel sagt sehr viel über die Hetiter und das war eine sehr hoch entwickelte Kultur. Und in der ganzen Archäologie und Geschichte usw. gab es nichts über die Hetiter. Und da hat man also die Tatsache, dass die Bibel von den Hetitern schreibt, hat man gesagt: Da haben wir’s! Wenn die Hetiter so mächtig gewesen wären und so entwickelt wie das die Bibel beschreibt, dann wüssten wir heute von den Hetitern. Aber was wissen wir? Nichts! Also es hat sie gar nicht gegeben, also: Die Bibel ist ein Märchenbuch.

Oh – das war aber spannend, als auf einmal die ersten archäologischen Funde kamen über die Hetiter! Und man hat herausgefunden, dass sie eine sehr hoch entwickelte Kultur hatten. Dass sie riesige Bibliotheken hatten, dass sie in ihrer Zeit sehr, sehr fortschrittliche Leute waren. Und heute gilt die Tatsache eben, dass die Hetiter in der Bibel beschrieben werden, ist eines der sichersten Argumente für die Glaubwürdigkeit der Bibel! Und dafür gibt es sehr, sehr viele andere ähnliche Beispiele.

Übrigens zu diesen Prophetien ist noch zu sagen: Ich möchte euch da wirklich ein köstliches Buch empfehlen, was sich damit beschäfigt von einem Wissenschaftler, Prof. Dr. Werner Gitt, das ist der Leiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Also ich nehme mal an, dass er nicht so ein ganz unterbelichtetes Kerlchen ist, sonst würde die Bundesregierung ihm nicht einen solch wichtigen Posten anvertrauen. Und er ist Informatiker und er hat also ausgerechnet, die Wahrscheinlichkeit – wie groß die Wahrscheinlichkeit, dass also eine oder mehrere Prophetien sich erfüllen würden. Man kann also Ereignisse mit bestimmten Formeln ausrechnen. Das braucht z.B. die Münchner Rückversicherung, ja? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit. dass dein Haus von einem Hurricane verwüstet wird? Das muss man ausrechnen können damit man weiß wie viele Beiträge du bezahlen musst, damit hinterher die nicht im Miesen dastehen. Das muss man ganz genau berechnen können.

Und also dann hat er ausgerechnet die Wahrscheinlichkeit. Und er kommt zu solchen interessanten Ergebnissen, die wirklich amüsant sind. Wobei er die Tatsache, dass viele Prophetien auch noch in einer bestimmten Reihenfolge hintereinander sich erfüllen müssen und nicht nur einfach so wahllos – da kommt er also zu ganz herrlichen Dingen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (20:00 bis 25:00)

 

Aber Gott hat Dinge gegeben. Z.B. was wir in unserem Jahrhundert hier sehen, eine der gewaltigsten Ereignisse so in der Geschichte der Nationen – die Wiederstehung des Staates Israel.

Fast 2000 Jahre hat es sie als Staat nicht gegeben und Gott hatte gesagt: Wegen ihrer Ablehung des Messias, ich werde sie zerstreuen unter alle Nationen, und am Ende der Zeiten werde ich sie wieder sammeln aus allen Nationen und werde sie wieder zurückbringen in ihr Land.

Und Gott hat viele, viele Dinge gesagt, die diese Rückkehr der Juden betreffen würden. Und wir haben’s gesehen: 1948, der Staat Israel, vielleicht noch 2 Jahre vorher – niemand hätte geglaubt wenn du 1946 jemanden gefragt hättest: Wird es einen Staat Israel geben? Niemand hätte dafür 5 Mark gewettet.

Das ist ein Ereignis gewesen, wo Gott die Weltgeschichte schlagartig herumgedreht hat. Und als es diesen Staat gegeben hat, 1948, alle Welt hätte gesagt: Der macht das kein Jahr. Weil zig Millionen Araber in dem Moment als der Staat Israel entstanden ist, sofort gesagt haben, wir werden sie ins Meer jagen. Und das haben sie viele Male versucht. Eine riesige Übermacht gegen eine Hand voll Juden sozusagen, und sie haben es viele, viele Male versucht. Und Gott hat gesagt: Am Ende der Tage werde ich sie in ihr Land bringen und dort werden sie bleiben.

Und so ist es bis heute. Und die Araber mussten sich sehr wundern, dass alle ihre Waffen und all das, diese militärische Übermacht, nichts bewirkt hat.

Und Gott hat so viele schöne Dinge gegeben, die ich jetzt alle gar nicht so ausführen kann, aber es gibt Literatur darüber, und ihr könnt euch da selber irgendwie mit beschäftigen, aber z.B. sagt er dann: Wenn sie zurückkommen dann am Ende – die Wüste wird blühen.

Jes 35,1
Freuen werden sich die Wüste und das dürre Land, jauchzen wird die Steppe und aufblühen wie eine Narzisse.

Und das war total karges, unfruchtbares Wüstenland und sie kamen zurück und brachten die Wüste buchstäblich zum Blühen.

Und Gott hat gesagt: Sie werden den Erdkreis füllen mit ihren Früchten.

Jes 27,6
Es wird einst dazu kommen, dass Jakob wurzeln und Israel blühen und grünen wird, dass sie den Erdkreis mit Früchten erfüllen.

Eine Verheißung von Gottes Volk wenn es zurückkommt nach Israel! Und heute – Obst ist eines der Exportgüter Nummer 1 von Israel. Aus einem Wüstenland wird Obst exportiert, buchstäblich in alle Welt.

So, du solltest mit sehr viel Respekt das nächste Mal zum Supermarkt gehen und dann am Obststand – dann kaufst du nicht Marokk oder Espania oder wie die da heißen – du kaufst natürlich „Jaffa“. Und du nimmst die Jaffa-Apfelsine und sagst „Hallelujah“. Hier haben wir den Beweis, Gott lebt. Gott ist ein Gott, der Sein Wort hält, denn das steht geschrieben in Jes 27,6: Sie werden den Erdkreis mit ihren Früchten füllen.

Und es gibt auch eine andere Verheißung noch mit „Blumen“. Dass Blumen ein Kennzeichen sein wird. Blumen und Früchte sind Exportartikel Nummer 1 von Israel. Du kannst in einen normalen Blumenladen um die Ecke gehen und du kannst israelische Blumen kaufen. Frisch gepflückt. Von einem Land, das vor 50 Jahren total karges Wüstenland war. Wenn du da gesagt hättest, demnächst wird von da Blumen exportiert – alle hätten gesagt: Naja, der Glaube hat ihn leider den Verstand gekostet.

Und es gab auch in früheren Zeiten Menschen, die diese Haltung an das Wort Gottes hatten – der alte Preußenkönig Fritz, und er hatte einen gläubigen General oder Heerführer, und er hat sich darüber aufgeregt und hat gesagt: Gib mir einen Beweis, warum du meinst, dass die Bibel Gottes Wort ist?

Und da hat er gesagt: Euer Majestät, die Juden! Die Geschichte der Juden. Und das war vor dem Ereignis, 17xx, und er hat gesagt, die Geschichte der Juden in sich ist der Beweis dafür, dass Gott real ist und dass die Bibel ernst zu nehmen ist.

Und es gab schon viele Leute, die haben versucht, die Bibel auseinanderzunehmen und ad absurdum zu führen. Irgendein christlicher Millionär hat einmal vor langer Zeit einen großen Betrag Geld ausgesetzt und hat gesagt: Wer beweist, dass die Bibel Unfug ist, der soll diesen Betrag von 1 Million sich abholen. Und diese Million, die liegt da bis heute noch.

Und der Voltaire, der große Spötter der Aufklärung hat gesagt: In wenigen Jahrzehnten, niemand wird mehr die Bibel lesen. In wenigen Jahrzehnten, ja? Weil die moderne Aufklärung so weit fortschreitet, dass die Leute die Mythen abstreifen werden und nur noch das Vernünftige und das Real und Realistische gelten lassen werden. Und witzigerweise, 100 Jahre nach seinem Tod, in dem Haus, wo er gestorben ist, hat die Genfer Bibelgesellschaft ihr Hauptquartier eingerichtet. Hundert Jahre nach seinem Tod, exakt in dem Haus! Gott hat Humor, ja?

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (15:00 bis 20:00)

 

Etwas Einzigartiges kennzeichnet das Wort Gottes und das hebt es heraus von jeder anderen Art von Literatur, die es gibt. Und Gott hat das hineingetan, um eben uns zu helfen, zu diesem Punkt zu kommen: Jawohl, es macht Sinn! Es ist nicht einfach blödsinnig und frivol und ich muss dabei meinen Intellekt opfern, sondern es ist sehr, sehr vernünftig zu glauben, dass die Bibel, die Heilige Schrift, das Wort Gottes ist. Nämlich: Es gibt in der Bibel – und das ist wunderbar und einzigartig, und viele haben sich damit schon beschäftigt, ich geb nur ein paar Anregungen – es gibt Prophetien.

Die Bibel ist ein Buch, das Prophetien enthält. Und die Bedeutung von Prophetien ist zu beweisen, dass es nicht irgendein x-beliebiges Buch ist, sondern dass es das Buch Gottes ist.

Weil wenn man präzise historische Ereignisse vorhersagt, die vielleicht Jahrhunderte später sich erst einstellen, dann heißt das, man hat eine Quelle von Einsicht, die nicht von dieser Welt kommt. Wenn wir heute hier jemanden hätten, der würde heute hier einen Zeitungsartikel veröffentlichen und sagen wie in 20 Jahren der Bundeskanzler heißen würde, und wir würden uns das aufheben. Und in 20 Jahren kommt ein Bundeskanzler, und der heißt wirklich genau so wie der das heute in der Zeitung veröffentlicht hat – wir würden denken: Wow! Der hat aber Durchblick, der weiß aber was!

Das ist doch lächerlich! Das ist doch gar nichts! Gott hat Dinge vorhergesagt, die Jahrhunderte später sich ereignet haben. Er hat Namen von politischen Leitern gegeben, die natürlich zu der Zeit überhaupt noch nicht gelebt haben. Denkt an diesen König Kyrus. Das ist ein solches Beispiel. Und das ist eben so frappant (= überraschend, verblüffend) und so unübersehbar, dass die moderne Theologie daraus nur eins machen konnte: Aha, das ist der Beweis, dass Jesaja erst nach der Herrschaft oder während der Herrschaft von Kyrus geschrieben sein konnte. Denn er konnte das ja nicht wissen!

Weil du musst eben wissen, die Grundlage von moderner Theologie ist erst einmal: Gott – wenn es ihn denn gäbe – Er greift nicht in Zeit und Raum ein. Das ist ihre Grundlage, davon gehen sie aus, darüber lehren sie zwar nie, aber das ist die Grundlage ihrer Lehre. Ich weiß das, weil ich Jahre an der Uni gesessen habe und habe das mir anhören müssen.

Und wenn es eben übernatürliche Ereignisse gibt, dann muss es dafür andere Erklärungen geben. Und wenn eine Prophetie dort steht, dann sagt man: Ja, ist doch ganz klar, die Prophetie wurde erst nach dem Ereignis geschrieben. Das ist die Erklärung. Und damit hat man natürlich sehr, sehr viele Probleme, weil es auch in unserer Zeit Prophetien gibt, die nachweislich uralt sind und die sich jetzt erfüllen. Und diese Bücher gab es eben schon vor Urzeiten, und wir sehen einfach, das ist einfach Unsinn – so kann man nicht mit dem Worte Gottes umgehen. Es gibt eine ganze Fülle von Ereignissen im Worte Gottes – vielleicht ein, zwei Beispiele gleich mal. Aber zunächst einmal hier, wo Gott sagt: Das sind die Prophetien, die er gegeben hat um uns festzumachen und zu binden an Ihn und an Sein Wort. Jesaja 44 – das ist ein starkes Wort, 6 bis 8.

Jes 44,6-8
6 So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.

Boah, ist das stark!

7a Und wer ist wie ich?

Gott sagt: Wo ist die Konkurrenz? Wollen wir uns messen!

7b Er – also der so meint, er wäre so wie Gott – rufe und verkünde es und lege es mir dar! – Wer hat von Urzeiten her das Kommende hören lassen?

Also damit meint er: Ich hab’s getan, und wenn jemand anders es auch getan hat, okay, dann müssen wir schauen …

7c Und was eintreten wird, sollen sie uns verkünden!

Mit anderen Worten: Ich habe Prophetien gegeben, und wenn da jemand anders sich anmaßt, er sei auch Gott in dieser Welt, dann soll er erstmal tun, was ich getan habe! Das ist, was Gott sagt. Die Prophetien, die Vorhersage von historischen Ereignissen in Zeit und Raum ist Gottes Ausweis „Seht her, ich bin Gott“. Schaut im Islam, schaut im Hinduismus, schaut im Buddhismus, schaut in irgendetwas hinein – gibt es etwas vergleichbares irgendwo? Nein, das gibt es nicht. Gott sagt: Bitte schön! Dann zieh daraus deine Schlüsse, wer der wahre Gott ist. Weil er der Anfang und das Ende ist und Er schaut das Ende schon von Anfang an und deswegen hat Er es aufgeschrieben und hat Dinge gesagt. Und er sagt: Ist jemand anderes der wahre Gott, dann möge er kommen und er möge einmal lehren, was kommen wird. Er soll es uns verkünden.

8 Erschreckt nicht und zittert nicht! Habe ich es dich nicht schon längst hören lassen und es dir verkündet? Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen.

Das gefällt mir so! Gott ist nicht einer, der sich versteckt und sagt: Entschuldigung, es tut mir ja so leid, dass ich diesen Absolutheitsanspruch habe, den werde ich auch demnächst abschaffen, das passt in diese Zeit nicht mehr hinein. Sondern Gott sagt: Ich bin Gott und ich beweise das und wenn irgendeiner meint, er sei auch Gott, dann soll er jetzt antreten und dann soll er den selben Beweis vollführen, den ich vollführt habe. Und dann kommt großes Schweigen seit Jahrhunderten und seit Jahrtausenden – niemand war da, der aufgetreten ist und hat – natürlich zum Silvester jedes Jahr gibt’s irgendwelche Prophezeiungen – im letzten Jahr hat man gesagt, Steffi Graf würde heiraten – sie ist immer noch nicht verheiratet – und lauter solche Scharlatane. Man weiß schon, das ist alles Quatsch, das wird natürlich nie passieren.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (10:00 bis 15:00)

 

Das geschriebene Wort Gottes ist unser Maßstab. Nicht, was Menschen sagen, nicht, was Menschen lehren, nicht, was die „Gemeinde auf dem Weg“ lehrt oder was dieses oder jenes Buch dort sagt, sondern entscheidend ist: Was sagt die Schrift? Das ist das Entscheidende!

Es geht nicht um Modeströmungen und um persönliche Vorlieben oder irgendetwas, sondern darum, was die Schrift sagt. Und Gott möchte – er verlangt nicht irgendwie einen blinden, tollkühnen Glauben, „ja, okay, gut, wenn’s so sein muss, dann opfern wir unseren Verstand und jetzt machen wir einen Sprung ins Ungewisse und jetzt erklären wir einfach tollkühn, die Bibel ist jetzt unser Maßstab, auch wenn unser Verstand dabei baden geht, aber wir machen das jetzt irgendwie“.

Das erwartet Gott nicht von uns, und Gott gibt uns Hilfe, um zu erkennen und auch zu prüfen und dann wirklich zu dem Schluss zu kommen: Jawohl, es macht sehr viel Sinn, die Schrift wirklich als gültige, verbindliche Grundlage unseres Lebens zu haben. Es macht sehr viel Sinn! Und wenn wir durch diese Beschäftigung und diese Prüfung hindurchgegangen sind, dann kommen wir zu diesem Punkt, wie Jesus einfach gelebt hat mit der Schrift.

Und auch wenn ich jetzt nicht weiter darauf eingehe, ich möchte euch sehr ermutigen, dass ihr das studiert: Jesus, der selbst das Wort war, hat in allen wichtigen Abschnitten seines Lebens und besonderen Situationen und Entscheidungen, er hat immer gehandelt nach einem Maßstab: Was sagt die Schrift?

So viele Male findest du: Er tat das und das, damit die Schrift erfüllt würde. Damit erfüllt würde, was über ihn geschrieben steht. Er, der das lebendige Wort war, hat sich an das geschriebene Wort gebunden.

Und das ist unsere einzige Chance, wir sind Nachfolger Christi, wenn wir siegreich sein wollen und wenn wir standhalten wollen gegen die Mächte der Finsternis und sie überwinden wollen, es wird nicht gehen ohne eine Auslieferung und eine Hingabe an das Wort Gottes, die ich also heute hier beschreiben möchte.

Okay, um uns da ein bisschen Hilfe zu geben, am Anfang hier drei Punkte, die uns helfen können, das alles zu bedenken und zu sagen, ja, ist das wirklich sinnvoll?

Zunächst einmal gibt es dort das Selbstzeugnis der Schrift Gottes, der Heiligen Schrift.

2 Tim 3,16
Alle Schrift ist von Gott eingegeben.

Die Schrift ist von Gott eingegeben. Das sagt Gott selbst über sein Wort. Und war eingegeben durch den Heiligen Geist. Viele Male findest du Zitate, z.B. im Neuen Testament aus dem Alten Testament, und dann wird gesagt – hier ist nur ein Beispiel:

Heb 3,7
Deshalb, wie der Heilige Geist spricht: …

Es war vielleicht der Prophet Jeremia, der zitiert wird, aber der Schreiber des Hebräer-Briefes sagte nicht: „Ja, Jeremia sagte folgendes: …“, sondern „Der Heilige Geist sagte folgendes: …“

Und wenn wir das anschauen, dann sehen wir, dass die Apostel, die mit Jesus gegangen waren, eine hohe Achtung vor dem Wort hatten, eine hohe Achtung! Und sie versuchten immer herauszufinden, was sagt die Schrift? Denkt an Pfingsten. Es kam der Heilige Geist, und sie haben nicht gesagt: „Ja, das herrliche Gefühl und das Prickeln auf unserem Rücken und alle Nackenhaare stehen hoch wenn der Heilige Geist auf uns kommt“ – sie haben nicht von den Erfahrungen geredet, sondern sie haben gesagt, dies ist, was der Prophet Joel schon gesagt hat.

Apg 2,15-17
15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, denn es ist die dritte Stunde des Tages;
16 sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist (Joel 3,1-5):
17 „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott …

Sie wussten, wo ihre Erfahrung im Wort vorkam und sie wussten, wie man das Wort anzuwenden hatte, um Situationen zu erklären. Viele, viele Male findest du das, dass sie sich beziehen auf die Schrift.

Okay, übrigens ist es auch sehr sinnvoll, wenn du dir vorstellst mal einen Augenblick, du wärst Gott und du weißt, wie Menschen so veranlagt sind – es macht sehr viel Sinn, um so wenig wie möglich Verwirrung überhaupt oder Raum für Verwirrung zu geben – du würdest das Ganze, was du haben willst, schriftlich hinterlassen.

Du würdest dich nicht darauf verlassen: Naja, der eine wird’s dem anderen sagen, das wird schon irgendwie gut gehen. Du wirst sagen: Nein, nein, ich kenne die Menschen. Hier geht’s in das eine Ohr rein und aus dem anderen wieder raus und man erzählt nicht das, was man gehört hat, sondern man erzählt das, was man meint, was man gehört hat.

So viele Male lehre ich das Wort Gottes und Leute kommen nach vorne und sagen: „Du hast vorhin gesagt, das und das …“ und sie sagen genau das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe. Sie haben gar nicht zugehört, sie haben etwas total anderes verstanden. Und viele, viele Male – wir haben Überzeugungen und wir denken, wir glauben an irgendetwas, was die Bibel sagt, aber wir glauben nur, dass wir das glauben, was die Bibel sagt. Und die Bibel sagt das überhaupt nicht.

Und es ist so notwendig, dass wir genau hinschauen und dass wir lernen wirklich uns damit sehr präzise auseinander zu setzen.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (5:00 bis 10:00)

 

Eins der vielen Titel, die Jesus hat – oder Namen, die er trägt – ist eben „das Wort“. Er ist das Wort.

Joh 1,1
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Und in Offenbarung sehen wir Jesus und sein Name ist das Wort Gottes.

Off 19,13
und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes.

Das Wort Gottes!

Und viele Christen sind sich dessen nicht so richtig bewusst: Wenn sie Jesus angenommen haben, dann in einer Weise haben sie auch eine Entscheidung getroffen, dass sie nicht mehr in allen Bereichen des Lebens irgendwie sich alle möglichen eigenen Freiheiten gedanklicher Art herausnehmen wollen, sondern sie haben mit der Annahme von Jesus eine Entscheidung getroffen, dass auch in den Bereichen, die Gott vorgibt, wir uns auch verpflichten wollen, mit Ihm übereinzustimmen, mit Seinen Gedanken übereinzustimmen.

Das ist nicht in allen Bereichen so. Ich sehe, ihr habt hier viele verschiedene Farben in euren Blusen und T-Shirts und Jackets und das ist in Ordnung so und das ist gut so – Gott gibt dir nicht vor und sagt: Ab jetzt alle Einheit – marineblau.

Aber es gibt andere Bereiche, wo Gott Gedanken hat und wo Er sagt: Das ist meine Norm und wenn ihr glücklich leben wollt, dann tut mir einen Gefallen und übernehmt meine Gedanken, denn außerhalb dieser Gedanken und dieser Norm gibt es keinen Frieden. Z.B. die zehn Gebote. Du kannst nicht sagen, was geht mich das an, ich bin frei, ich bin durch Christus freigemacht, und das interessiert mich alles nicht.

Gal 5,1a
Zur Freiheit hat uns Christus befreit!

Nein! Gott hat bestimmte Normen und wir sind gut beraten, die zu übernehmen. Und je mehr wir das tun, je konsequenter wir sind, um so mehr werden wir den Frieden Gottes erleben und wird die Kraft des Heiligen Geistes in unserer Seele sich entfalten.

Wo das Wort ist, wirkt auch der Heilige Geist. Oder der Heilige Geist braucht das Wort. Und deswegen muss das Wort hinein in unser Leben. Und das möchte ich euch ein bisschen beschreiben, wie das aussieht.

Und zwar meine ich jetzt nicht nur das persönlich erlebte Wort, da sollen wir natürlich auch hinkommen, aber es beginnt damit, dass wir etwas wichtiges entdecken oder beschließen, dass Gott in seiner großen Weisheit uns Sein Wort *schriftlich* hinterlassen hat.

Gott hat uns sein geschriebenes Wort gegeben.

Und ich weiß nicht, wie dir das geht. Als ich ein junger Christ war, ich habe eine sehr dramatische Bekehrung erlebt aus der Finsternis zum Licht, und Jesus war da und hat gesprochen zu mir und hat mir Dinge gezeigt, das war wirklich sehr, sehr dramatisch, was ich dort erlebt habe und ich spürte auch in den folgenden Tagen wirklich wie Jesus mich gewarnt hat, mich beraten hat, mir geholfen hat – er war da. Und dann kam ich in eine Gemeinde und dann sah ich Christen über der Bibel ganz eifrig und sie freuten sich über Bibelverse und ich habe sie so verachtet. Ich dachte, Mensch, ich habe den lebendigen Gott erlebt und sie hängen sich da an ein Buch, ja? Wer weiß, wie viele Leute daran rumübersetzt haben und geschrieben haben und wie oft das irgendwie wieder umgeschichtet wurde und wie viele Konzile darüber beraten haben, ob das nun reinkommt oder nicht – also wer weiß, ob das überhaupt noch verlässlich ist. Da mögen vielleicht gute Gedanken drin sein, aber wofür brauche ich das überhaupt? Ich habe den lebendigen Jesus erlebt, der ist da, der geht mit mir, der redet zu mir, der zeigt mir Dinge und mit der Bibel, ich weiß nicht.

Das war mein Anfang wie ich also als Christ versucht habe zu leben. Und dann dieser wunderbare Jesus, der gekommen war, der mein Retter war, mein Befreier war von diesen furchtbaren Mächten der Finsternis, kam wieder zu mir und er redete und er sagte zu mir ungefähr dem Sinn nach folgendes: „Dieses Buch ist mein Buch und wenn du nicht anfängst, dieses Buch zu lesen, werde ich nicht mehr mit dir reden“.

Ja. Das hat Jesus gesagt am Anfang. Und von diesem Tage an und das ist jetzt fast 21 Jahre her, ich habe nie eine Sekunde Probleme gehabt und intellektuelle Zweifel, „ja, kann man das so sagen – kann man das wirklich so übernehmen, ist wirklich die Bibel Gottes Wort – ich meine durch die Zeiten und die Kulturen haben sich doch verändert und die Umstände sind doch heute ganz anders und die Leute denken doch ganz anders und verdienen doch ganz anders und alles ist doch irgendwie ganz anders, kann man das denn sagen, so ein altes Buch, dass das heute noch gültig ist“?

Ich kann es sagen! Und ich habe auch gar keine andere Wahl, weil Jesus das zu mir gesagt hat.

Jesus hat – derselbe, der mich gerettet hat aus der Hand der Finsternis, hat gesagt, das ist sein Buch. Punkt.

Und wenn wir nicht zu dieser Erkenntnis, zu diesem Verständnis und zu dieser Haltung kommen, sondern rummäkeln und sagen, also hier der Paulus, der alte Chauvinist und dieses hier und das hier und das kann doch heute nicht mehr, und das ist doch nicht zeitgemäß – wir werden niemals in die Kraft des Heiligen Geistes kommen, das kann ich dir versprechen. Es ist nicht möglich ein gebrochenes Verhältnis zur Schrift zu haben und Gott aus vollem Herzen zu lieben, anzubeten, Ihm zu vertrauen und Seine Kraft in unserem Leben zu erleben. Es ist nicht möglich.

Der Glaube an Gott, den er haben möchte in unserem Leben, ist ein Glaube an das geschriebene Wort Gottes.

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 8 – Das Wort Gottes (0:00 bis 5:00)

 

So, ihr Lieben, wir wollen also dann heute Fortsetzung machen. Ihr habt wohl das letzte Mal dann über „Wandel im Geist“ und Gerechtigkeit, Gottes Gerechtigkeit davon gehört, ja, ist das richtig? Okay, und in einer Weise sind das – Gerechtigkeit Gottes und auch das, was heute kommt über das Wort Gottes – sind eigentlich Unterthemen, die auch alle zu diesem herrlichen, schönen Thema gehören: „Wandel im Geist“. Ich weiß nicht, ob Benjamin euch anempfohlen hat, aber Gal 5,16 sollte ihr alle auswendig kennen. Paulus sagt dort: Ich sage, wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

Gal 5,16
Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

Hier sind wir also endlich angelangt bei dem, was so viele begehren, bei dem Lebensstil, bei dem Alltag des Christen. Und da haben wir diese herrliche Aussage: Man kann auf eine Art und Weise leben, die Paulus „Wandeln im Geist“ nennt. Und der Segen, den man davon hat, ist der, dass man die Lust des Fleisches nicht vollbringt. Oder sag es ein bisschen auf Hochdeutsch oder in moderner Weise: Dass man auf die alten Verhaltensweisen nicht mehr hereinfällt, dass man Kraft hat, der Sünde, den Versuchungen zu widerstehen, dass man also sich hüten kann vor jeder Form von Selbstzerstörung und Zerstörung, die wir, ob wir’s merken oder nicht oder irgendwie unbewusst anderen zufügen. Wandel im Geist ist ein wunderbarer neuer Lebensstil, wo wir durch die Begegnung mit dem Heiligen Geist, der seine Energie, seine Zuwendung, seine Liebe, seine Bejahung unserem Geist – und auch dann eben über den Geist auch der Seele mitteilt, so dass wir von dort innerlich gesättigt werden. Und weil wir gesättigt sind, von daher motiviert sind und auch ausgerütet sind eben dem trügererischen Lustangebot der Sünde zu widerstehen.

Sünde ist ein Problem einer unterernährten Seele. Und wenn die Seele nicht gesättigt ist, können wir uns anstrengen, können wir die Zähne zusammenbeißen, können wir sagen, „wir müssen jetzt unbedingt dadurch, wir müssen da einen Sieg haben“ – wir werden doch keinen wirklichen Sieg haben.

Der Sieg über die Lust des Fleisches kommt nur indem wir von Gott lernen die Original-Lust zu bekommen. Der Teufel bringt das Imitat und Gott hat das Original. Und wenn wir das Original haben, dann sind wir gefeit gegen sein Angebot, was eben wirklich nur ein Abklatsch ist. Wenn du aus einem Super-Restaurant kommst – gut abgefüllt, und danach lädt dich dein Kumpel zur Pommesbude ein – du hast keine Mühe, dem zu widerstehen. Weil du ein super erstklassiges Essen gegessen hast und hast noch den guten Geschmack vom zarten Lachs auf der Zunge, da wirst du doch nicht dir mit der Spandauer ohne Pelle irgendwie da den Geschmack im Mund verderben. Das wirst du nicht tun, weil du sagst: Das ist so edel und so gut und es hat mich so gesättigt, was soll ich mich jetzt noch mit diesem Zeug da belasten?

Und zum Wandel im Geist gehört das, was ihr auch letztes Mal gehört habt unbedingt: Wir müssen frei werden von negativen belastenden Schuldgefühlen. Niemand kann den Frieden Gottes erleben, niemand kann die Freude Gottes erleben, der von Schuldgefühlen bedrückt wird und von Vorwürfen sich selbst überhäuft oder überhäuft sieht. Das ist unmöglich.

Und um Sieg zu haben und die Prägung unserer Seele zu verändern, gibt es eben diese beiden Angebote Gottes: Das ist die Kraft des Heiligen Geistes und es ist das Wort Gottes. Und das beides muss zusammengehen. Wenn wir nur das eine haben, wenn wir nur die Erfahrung des Heiligen Geistes suchen ohne das Wort – wir werden bald in große, große Probleme kommen. Und wenn wir nur das Wort haben ohne die Erfahrung des Geistes, der eben das Wort lebendig macht, dann kommen wir auch – zwar in andere Probleme – aber eben auch in Probleme. Wir brauchen beides. Wir brauchen den Heiligen Geist und wir brauchen das Wort Gottes.

Und heute abend möchte ich also da mit euch drüber sprechen und euch ermutigen, euer Verhältnis zum Worte Gottes zu überdenken und nötigenfalls eben anzupassen an den Standard Gottes und von daher eben die Weichen zu stellen für ein Leben im Sieg. Das ist, was Gott möchte, dass wir siegreich leben können und dazu ist es unbedingt notwendig, dass wir eine richtige Beziehung haben zum Worte Gottes.

Falls ihr in diesem Studienheft hier sucht – dann ist das unser, hier in diesem Heft, das allererste Thema. Jedenfalls so lange es noch die alte Version gibt. Ich weiß nicht, wenn wir eine neue Auflage machen, die erstens besser sein wird, die erweitert sein wird, ob das dann diese Reihenfolge auch noch hat – aber hier ist das Thema ganz vorne: „Das Wort Gottes“.