Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 2 (00:00 bis 05:00)

 

Ok, lasst uns beten. Wir danken Dir, wunderbarer Heiliger Geist, dass Du unser Lehrer sein willst, dass Du uns in alle Wahrheit leiten willst. Wir wollen lernen, mit Dir zu gehen, wollen lernen zu wachsen im Gebet. Wir brauchen Dich, mach Du das Wort lebendig. Gib uns Gnade zu verstehen, gib mir Gnade das zu erklären. Danke für Deine Hilfe, danke, dass Du so treu bist, dass Du Dich um uns auch so bemühst. Danke. Amen.

Okay, kommen wir zum zweiten Teil jetzt von unserem kleinen Seminar über Gebet – persönliches Gebet. Jetzt kommen wir zu einem ganz, ganz wichtigen Punkt – der betrifft nicht nur Gebet, aber ich wende ihn an in Bezug auf Gebet. Und dieser Punkt oder dieses Prinzip ist auch wichtig für alle anderen geistlichen Dinge, die der Herr uns so geboten hat.

Ein sehr, sehr großes Hindernis für ein regelmäßiges und tiefer werdendes, wachsendes Gebetsleben ist ein verkehrtes Verständnis von der Allmacht Gottes: „Gott ist Gott, Gott ist groß, Gott ist allmächtig, Gott kann machen, was Er will, und das heißt, das, was Er machen will, das macht er sowieso – also wofür braucht Er dann mich noch und wofür soll ich beten?“

Das klingt sehr logisch, aber das ist nicht, was die Bibel sagt. Gott übergeht nicht unseren freien Willen. Er hat uns geschaffen mit einem freien Willen, Er respektiert unseren freien Willen. Und Er möchte, dass wir Ihn suchen, dass wir verstehen, was Er will. Und dass wir uns von uns aus – aus Überzeugung – mit Seinem Willen eins machen und dass wir dann sagen: „Wille Gottes geschehe. Gott wir wollen, dass in unserem Leben und dann durch uns Dein Wille geschieht“.

Gott kann das nicht an uns vorbei oder über uns hinweg tun. Und das noch zu tun mit einem zweiten Sachverhalt: Die Bibel sagt, dass auf dieser Erde der Teufel der Gott dieser Welt ist.

2 Kor 4,4a
den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat […]

Und Gottes Wille kann nur da umgesetzt werden und durchgesetzt werden, wo Er Menschen findet, die in eine Partnerschaft mit Ihm gehen und die sozusagen Ihm erlauben einfach mit Ihnen und durch sie hindurch zu wirken. Also die Idee, Gott kann hier einfach so tun auf der Erde, was Er will, das ist nicht, was die Bibel sagt.

Und die Bibel sagt: Der Teufel ist der Gott dieser Welt – 2 Kor 4,4. Er regiert hier seit dem Sündenfall. Und jetzt muss Gott durch die Gemeinde, durch die Gläubigen sozusagen das Terrain wieder abjagen bis zum schlussendlichen Höhepunkt wenn die Gemeinde in die Reife gekommen ist und die Gemeinde eben wirklich diese Gesinnung und diese Mentalität der Braut hat – und die Gemeinde dann schlussendlich Jesus wiederbringen wird.

Die Gemeinde ist dafür da, den König zurückzubringen auf diese Erde. Ich reise seit 19 Jahren durch die Länder, Deutschland, Schweiz, Österreich und im Osten und Albanien – und ich kenne fast keine Gemeinde, die auch nur im Ansatz das Verständnis hat, es ist unsere erste und größte und wichtigste Aufgabe dafür zu kämpfen, dass der König wieder zurückkommt. Das ist unsere Aufgabe. Ich kenne fast keine Gemeinde wiewohl Jesus allen gesagt hat – auch uns gesagt hat – wir sollen beten: „Dein Reich komme“. Für was beten wir denn da? Wir beten nicht nur für ein paar Bekehrte, wir beten nicht nur hier und da der Wille Gottes, wir beten, dass der König zurückkommt. Das Reich Gottes findet seine Vollendung dann wenn Jesus regiert als König auf diesem Planeten – dann findet das Reich Gottes seine Vollendung. Das heißt also, wenn wir beten „Dein Reich komme“ – wir beten für die Wiederkunft Jesu.

Und das ist die Aufgabe der Gemeinde, aber wir sind so weit weg von den Absichten Gottes. Und das, was Ihm so wichtig ist, ist uns noch irgendwo sehr, sehr unwichtig, aber das wird sich verändern.

So, da ist eine falsche Vorstellung: Gott ist Gott, und der ist allmächtig, und was Er tun will, das tut Er einfach – auch ohne uns. Und das ist nicht wahr. Gott handelt durch die Gemeinde, durch die Gläubigen. Und das hat etwas mit Kampf gegen die Mächte der Finsternis zu tun, das hat etwas mit Widerstand zu tun, das hat etwas mit Überwinden zu tun. Das passiert nicht einfach so während wir die Sportschau schauen und Gott macht schon irgendwie Sein Werk. Das ist nicht so. Er braucht uns, Er braucht unser Engagement, unsere Hingabe, unseren Eifer usw.

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