Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan (Lübeck)“, Teil 2 (0:00 bis 10:00)

Ja, guten Morgen. Es sieht aus als wenn ich schon den Saal gestern halb leer gepredigt habe. Aber die ganz Taffen haben sich doch nochmal hergewagt – super.

Wir sind ja beim Thema Gemeinde, Gottes Plan für Gemeinde. Ich habe ein sehr eindrückliches Erlebnis gehabt. Vor über 20 Jahren war ich auf einer großen Konferenz. Und da gab es ein prophetisches Wort. Und durch dieses Wort sprach der Herr. Und er sagte einen sehr, sehr prägnanten Satz, der mir nie wieder aus dem Sinn gegangen ist. Und der Herr sagte dort: Gebt mir meine Gemeinde zurück.

Und gestern habe ich versucht zu zeigen wie leichtfertig wir umgehen mit der Tatsache, dass er der Herr ist, dass es sein Haus ist und dass es gebaut werden soll nach seiner Ordnung. Und dass wir sagen, ja, wir lieben dich, wir ehren dich, aber wir machen das ganze so wie es uns besser passt und wie wir meinen wie es doch richtig ist.

Wir brauchen Offenbarung darüber, dass Gott Gott ist und dass wir nicht Gott sind.

Und dass es eine Unverschämtheit ist, sich einfach jovial über sein Wort hinwegzusetzen und zu sagen: Ja, aus diesen und jenen Gründen müssen wir das heute eben anders machen.

Nein, wir müssen gar nicht! Wir müssen hören und gehorchen. Das ist, was er von uns verlangt als einzelne, und das ist, was er von uns verlangt als Gemeinde.

Und er will große Dinge tun mit der Gemeinde. Und die Gemeinde hat gewaltige Verheißungen und da sind gewaltige Absichten und Pläne Gottes mit der Gemeinde in der Endzeit. Aber wenn die Gemeinde nicht eine Gemeinde nach seinem Plan wird, dann kann es sehr gut sein, dass am Ende wir auf der falschen Seite landen. Und statt dass wir zur Braut gehören, gehören wir auf einmal zur Hure.

Weil wir über Jahre und Jahrzehnte uns erlaubt haben, nicht in dieser Furcht Gottes zu leben, nicht in dieser Ehrfurcht: „Was muss passieren, damit wir es nicht vergeblich alles tun?“

Gottes Wort ist der Standard, und in Seinem Wort wird die Gemeinde beschrieben wie Er sie haben will. Und wie Er sie geplant hat und wie sie auch am Anfang begonnen hat, sich in seine Ordnung hineinzubewegen. Und wir wissen dann von der Kirchengeschichte, schon ab dem zweiten Jahrhundert, drittes und dann ab dem vierten immer mehr kam etwas anderes hinein, was da nicht hineingehörte: Der Geist der Welt. Und die uralten babylonischen Religionen kamen wieder zurück. Und dann wurde das daraus, was wir heute Katholische Kirche nennen. Und es wurde schlimmer und schlimmer und schlimmer. Bis zum Schluss überhaupt kein Verständnis mehr vom Evangelium da war. Und Leute für Geld sich Sündenvergebung kaufen mussten. Und der Klerus in Saus und Braus gelebt hat und die Gläubigen missbraucht hat und ausgebeutet hat.

Und als es nicht mehr perverser und korrupter ging, da kam Gott. Und das Licht schien und das Licht brach durch die Finsternis. Und auf einmal war Offenbarung da für etwas, was schon immer in der Bibel ist: Der Gerechte wird aus Glauben leben.

Hab 2,4b
Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.

Röm 1,17b
Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.

Nicht durch seine Anstrengung, nicht durch Werke, nicht durch fromme Werke, die er tut. Man soll sich sein Heil erarbeiten und mühsam irgendwie sichern – sondern es ist ein Gnadengeschenk.

Und diese eine Wahrheit, die den Reformatoren geschenkt wurde, hat so eine Kraft gehabt, dass sie die geistliche und dann auch die politische Landschaft in Europa radikal verändert hat. Eine einzige Wahrheit, die durchbrach und eine Tür wurde aufgetan, und der Prozess der Wiederherstellung begann.

Und dieser Prozess ist noch lange nicht zuende. Wer ein bisschen das studiert hat, weiß, dass der gute Luther, den ich sehr, sehr schätze für seinen Mut, für seine Bereitschaft, sein Leben aufs Spiel zu setzen um der Wahrheit willen. Das ist, was er wirklich getan hat auf dem Reichstag zu Worms. Er hat gewusst, wenn er hier sich stellt gegen die päpstliche Obrigkeit, dann ist er ein toter Mann, das hat er gewusst.

Und trotzdem hat er gesagt, er ist der Wahrheit verpflichtet. Aber dieser gute Mann hat gut begonnen und dann aber auch viele Dinge dann im Fleisch gemacht und hat nur den Anfang gelegt.

Und seitdem geht es weiter und weiter. Und der Heilige Geist bringt Wahrheiten. Und jedes Mal wenn neue Wahrheiten kommen, gibt es Krieg in der Gemeinde. Und die Widerständler toben und sagen: „Wir haben doch alles so gemacht, ist doch alles richtig und so haben wir es von den Vätern, und so muss das weitergehen“. Und so geht das von einer Wahrheit zur nächsten. Und wir sind noch lange nicht am Ende in dieser Prozess der Wiederherstellung.

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Und dieser Prozess wird zuende geführt werden. Woher weiß ich das? Weil ich dieses Buch bis zu Ende gelesen habe. Und da lesen wir von einer herrlichen, überwindenden Gemeinde. In der tatsächlich Jesus den Glauben vollendet hat. Er ist der Anfänger und Vollender.

Hebr 12,2
indem wir dabei hinblicken auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens

Phil 1,6
ich hege eben deshalb auch die feste Zuversicht, daß der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es auch bis zum Tage Jesu Christi vollenden wird.

Und so wie es am Anfang war, so wird es am Ende sein. Dass die Gemeinde hingegeben ist an Christus und an Sein Wort. Und dass sie lieber bereit ist zu sterben als sein Wort zu ignorieren oder zu verleugnen.

Und das ist, was ich lese in diesem Buch. Und dieser Traum, diese Vision von Paulus, einer herrlichen, reinen, einen Gemeinde wird erfüllt werden, weil Gott Gott ist. Und im Moment ist alles durcheinander, und im Moment sind wir in einem Prozess. Und die einen gehen mit, mit dem, was der Heilige Geist aktuell beleuchtet und die anderen treten auf die Bremse und leisten Widerstand und haben sich damit, wenn sie nicht mehr umkehren, entschieden, Teil der „Hure“ zu werden. Am Ende gibt es nur Braut und Hure. Nichts dazwischen. Da gibt es keine Denominationen mehr, da gibt es zwei Gruppierungen – Braut und Hure. Und die Braut hängt an Jesus und liebt Jesus von ganzem Herzen und will ihn ehren, will ihn erfreuen, will in der Gesinnung Jesu leben: Ich tue allezeit, was dem Vater gefällt.

Joh 8,29
Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; der Vater lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt.

Und die Hure hat all den christlichen Jargon von Liebe und Einheit und Friede und all diesen Dingen, aber sie tritt das Wort Gottes mit Füßen und sie hat eine menschliche, teuflische Version daraus gemacht. Und die Hure verfolgt die Braut. Das ist, was wir lesen im Worte Gottes. Sie ist trunken vom Blut der Heiligen.

Offb 17,6
Und ich sah die Frau trunken vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich, als ich sie sah, mit großer Verwunderung.

Und was im Moment passiert: Der Heilige Geist geht von einer Gemeinde zur anderen, und er klopft an und sagt: Hallo. Genau zuhören, aufwachen! Jetzt werden die Entscheidungen gelegt, jetzt werden die Weichen gestellt, gehen wir Richtung Braut und werden immer klarer, immer radikaler, immer kompromissloser, immer Jesus-ähnlicher oder wählen wir den Weg der Menschen- und Teufel-gemachten Religion? Diese Entscheidung ist jetzt im Moment dran.

Und jeder einzelne Gläubige und jeder Verband und jede Organisation und jede Denomination wird von Gott konfrontiert mit dieser Frage. Das ist, was der Heilige Geist in dieser Zeit tut. Und deswegen sind wir gut beraten, zuzuhören und zu hören, was der Geist der Gemeinde HEUTE sagt.

Offb 2,7a
Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Was er heute sagt, ist was anderes als vor 30, 40, 50 Jahren. Es sind immer dieselben Dinge, die alle in diesem Buch stehen, aber das, was jetzt aktuell ist, das müssen wir verstehen, und das müssen wir ergreifen und da mitgehen. Und mit jedem Schritt des Gehorsams machen wir Raum für mehr von Gott. Mit jedem Schritt des Gehorsams machen wir Raum, dass mehr Licht kommt und dass wir noch mehr verstehen. Und mit jeder Verweigerung, mit einer Wahrheit Schritt zu halten, verschließen wir uns und verfinstern uns und bringen uns in eine Position, wo wir nicht mehr imstande sein werden, Gottes Stimme zu hören.

Und das geht so weit – Jesus sagt, da gibt es dann Leute, die haben einen Glauben, aber sie bringen die wahren Gläubigen um und sie meinen, dass sie Gott einen Gefallen tun.

Joh 16,2
Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, dass jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu tun.

Das ist für mich die ultimative religiöse Verblendung: Man meint, man dient Gott, aber man dient dem Teufel. Man Gott und Teufel nicht mehr unterscheiden.

Ist das nicht schrecklich, dass es überhaupt so etwas gibt? Und wir leben heute in Zeiten, wo geschätzte, groß angesehene Männer Gottes, das Werk des Teufels nicht mehr unterscheiden können vom Werk des Heiligen Geistes. Die Blindheit nimmt so rasant zu, und der humanistische Geist überschwemmt die Gemeinde, die jetzt sich nicht gründet auf das ewige, unfehlbare, heilige, unveränderliche Wort Gottes. Jetzt ist die Zeit der Entscheidung.

Und nicht weil ich mir irgendwas anmaße, aber mein Besuch hier ist eine Anrede Gottes. Es ist ein Anklopfen Gottes. Und was immer ihr damit tut, ich habe keinerlei Verantwortung dafür, ich bin Gastsprecher, ich bringe das Wort, und ihr macht damit, was ihr tun wollt. Aber was immer ihr damit tut, es hat Konsequenzen. Entweder ihr verwerft das als das Wort eines Fanatikers, eines Extremisten – oder ihr lasst euch wie das im Eingangswort war „zurechtbringen“.

2Kor 13,11
Im Übrigen, ihr Brüder, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes, haltet Frieden; so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein!

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