Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 7 – Gottes Gerechtigkeit (15:00 bis 20:00)

 

Aber die Schrift redet auch davon – z.B., dass er unser Stellvertreter ist JETZT. Nach der Auferstehung im Himmel. Er ist unser Fürsprecher. Er ist also beim Vater und spricht für uns. Er spricht für uns. Warum brauchen wir einen Fürsprecher? Weil es einige Dinge gibt, die da oben ankommen, die gegen uns sprechen. Deswegen brauchen wir einen Fürsprecher. Und Jesus ist unser Fürsprecher vor dem Vater. Sozusagen: Jesus erinnert ununterbrochen den Vater daran, wenn da bei ihm also die Bad News über uns ankommen, dann erinnert Jesus den Vater daran, was er für uns getan hat und dass er die Strafe bezahlt hat. Und Jesus hat nicht nur die Strafe unserer vergangenen vorchristlichen schlechten Taten irgendwie bezahlt, sondern Jesus hat auch eine Sühne erwirkt für die Dinge, die wir seitdem als Christ uns geleistet haben oder wo wir zu kurz gekommen sind.

Manche lehren dort, ja, du hast jetzt Sündenvergebung für alles, was du in der Vergangenheit getan hast, aber jetzt pass auf. Ab jetzt wird mitgezählt. Ab jetzt werden die Punkte gemacht.

Und das ist wohl nicht das, was ich lese im Neuen Testament. Jesus ist auch die Sühne für die Dinge, die danach passiert sind. Das ist ganz, ganz wichtig. Und wir brauchen keine Angst zu haben wie manche Leute, die meinen: Ja, wenn man das verkündigen würde, dann ist ja Tor und Tür auf für die Sünde. Und dann ist sowieso alles egal – wir haben ja eine Erlösung und wir haben eine grenzenlose Vergebung und die Gnade deckt dann irgendwie alles zu.

Wir brauchen keine Angst zu haben, dass wir strenger sein wollen als der liebe Gott. Wenn Er diese Gnade gegeben hat und wenn Er sagt, das ist, was wir wirklich brauchen, diesen Vorschuss an Vertrauen und an Entgegenkommen und dass uns das gut tut und dass uns das motivieren wird, dann brauchen wir keine Angst zu haben, das wird Leuten eine Entschuldigung geben zur Sünde. Die würden auch ohne unsere Entschuldigung sündigen! Sowieso. Wer so sagt: Mir ist alles wurscht jetzt und der die Gnade verdreht und sagt, es kommt auf gar nichts an irgendwie – dann ist sowieso ein ganz grobes Missverständnis da.

Glaube ist der Ersatz für die Werke. Und es ist der Glaube an den, der den Gottlosen rechtfertigt.

Röm 4,5
Dem dagegen, der nicht Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet,

Und das ist eben Gott. Gott selbst rechtfertigt den Gottlosen und Er kann das tun im Hinblick auf das Kreuz. Im Hinblick darauf, dass Jesus für uns alles bezahlt hat.

So kann man also sagen, dass durch den Glauben an Gott mir das angerechnet wird, was Jesus für mich getan hat.

Ich glaube an Gott, der den Gottlosen rechtfertigt und damit wird das, was Jesus für mich am Kreuz erworben hat – und nicht nur am Kreuz, sondern auch in seinem Leben – auch indem er als Mensch das Gesetz erfüllt hat. Er war sozusagen nicht nur in der Strafe mein Stellvertreter, er war auch im Leben mein Stellvertreter. Und sein Leben – da können wir mit Leichtigkeit irgendwie dem zustimmen und das glauben – sein Leben hat total den Vater zufriedengestellt. Da gibt es keine Vorbehalte, keine Distanz, keine Skepsis, kein „man muss nochmal genau nachschauen“, also wir wissen noch nicht genau, was ist jetzt? Sondern da ist eine totale Akzeptanz. Jesus hat in jeder Hinsicht den Vater zufrieden gestellt.

Und wenn ich an Gott glaube, der die Gottlosen rechtfertigt, dann wird eben der perfekte Gehorsam von Jesus sozusagen auf mein Konto mir gutgeschrieben. Und nachdem ich glaube an Jesus, wird mir sein Stand vor Gott übertragen. Sein Stand, den er hat vor Gott, wird mir übertragen.

2 Kor 5,21a
Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, –

… das ist der negative Anteil des Kreuzes. Aber wozu?

2 Kor 5,21b
damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.

Das Kreuz ist der totale Ort des Austausches. Jesus hat den Fluch genommen, damit wir den Segen haben können. Welcher Fluch? Das war unser Fluch. Welchen Segen sollen wir bekommen? Den Segen, den er sowieso schon hatte in seiner Beziehung zu Gott.

Jesus hat unsere Krankheit getragen, damit wir Heilung haben können. Welche Heilung? Die, die er sowieso hat. Er ist Heilung und göttliche Gesundheit.

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