Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 7 – Gottes Gerechtigkeit (45:00 bis 50:00)

 

Verstehst Du? Wenn wir da angeklopft hätten: „Darf ich auch mal rein?“ – Die Engel hätten dir eins gehustet. Du wärst da nie reingekommen, du kommst in Christus rein! Wer wird begrüßt an der Tür? Christus! Nicht du.

Viele stellen sich den Himmel vor wie beim Karneval. Da stehen die dann an der Tür und dann klopft der arme Sünder an. Und dann wie beim Karneval: „Sollen wir ihn reinlassen?“

Aber das ist nicht der Fall. Wir kommen nicht rein aufgrund unserer Werke, wir würden nie hineinkommen. Wir kommen hinein aufgrund der Werke, die Christus getan hat. Und unser Vertrauen ruht auf seiner Tat und fertig, aus. Und so kommen wir hinein. In ihm haben wir die Erlösung.

Eph 1,7
In ihm haben wir die Erlösung1 durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade,

In Christus(!) sind wir zur Errettung gekommen, zum Erbteil gekommen, in ihm – nicht in uns. Es hat überhaupt nichts mit dir zu tun.

Jemand könnte ein Unmensch sein wie Adolf Hitler oder Stalin oder irgendwer, wenn er in den letzten Sekunden seines Lebens sagt: Jesus, es war alles Mist, bitte vergib mir, nimm mich an – wir würden ihn heute dann finden im Himmel wenn wir kommen.

Es ist nicht das Leben, es sind nicht die Werke, sondern es ist das, was Jesus für uns getan hat. Stellvertretend. Okay.

Röm 5,17 sagt dasselbe, es spricht von dem Geschenk, von der Gabe der Gerechtigkeit.

Röm 5,17
Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.

Das ist die Gabe der Gerechtigkeit, die wir empfangen. Seine Gerechtigkeit. Und wenn wir davon hören, dass es die gibt – vielleicht hörst du, lieber Hörer hier auf Kassette zum ersten Mal, dass es ein Geschenk der Gerechtigkeit gibt – dann nimmst du das an. „Herr, ich danke dir für die Gerechtigkeit, ich nehme sie jetzt“. Nicht: Bitte, bitte, ach, es wär so schön wenn ich sie auch hätte. Ich nehme sie jetzt.

Und danach – im Glauben – haben wir sie empfangen und wir sind rein vor Gott. Wir sind rein, so rein als hätten wir nicht gesündigt.

Und dann geht Gott mit uns, und dann trainiert Er uns, und dann lehrt er uns, und wir werden viele, viele Male fallen. Und da, wo Gott uns überführt, sollen wir einfach nur ehrlich sein und sagen: „Du hast Recht, das war nicht der neue Mensch, das war der alte.“

Und es gibt dutzende und dutzende von anderen Dingen, bei denen Gott uns nicht überführt, weil Er sagt: Ich will ihn nicht überfordern, nicht zu viel auf einmal. Jetzt trainieren wir erstmal diese Geschichte, und wenn wir damit fertig sind, schlagen wir ein neues Kapitel auf. Wenn Gott uns über alles überführen würde, was nicht in Ordnung ist, wir würden das gar nicht aushalten. Aber Gott in seiner Gnade deckt erstmal eine Menge Dinge zu. Und du hast vielleicht schon gemerkt, wenn du ein paar Jahre mit dem Herrn gehst, heute kommst du mit Sachen nicht mehr durch, wo du als Neubekehrter mit Leichtigkeit beim Herrn durchgekommen wärst. Weil im Laufe der Zeit Gott dich gelehrt hat und weil Er erwartet, dass du jetzt in Bereichen aufpasst, die du früher noch relativ unbeachtet irgendwie einfach hast links liegen lassen und wo allerhand Fehltritte du dir erlaubt hast, weil du noch gar nicht geschärft warst in deinem Gewissen, in deinem Bewusstsein für diese Dinge.

Und wir brauchen nichts anderes zu tun als eben heute mit Gott zu gehen und ehrlich zu sein und mit dem uns zu beschäftigen – auch nicht zu viel uns zu beschäftigen – sondern einfach nur zu bekennen.

1 Joh 1,9
Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Wir nehmen oftmals nur den ersten Teil – Gott vergibt. Aber Gott reinigt auch. Und nachdem Gott uns gereinigt hat von irgendeiner konkreten Sünde, die wir ihm gebracht haben. Was ist danach? Wir sind rein? Und zwar richtig rein. Keiner wäscht reiner. Aprilfrisch. Lenor. Duftend mit himmlischem Parfüm behandelt. Wir sind richtig rein.

Wenn die Unreinheit weg ist, bleibt nur noch die Reinheit übrig, ist doch logisch.

Und das soll eine Reinheit sein, die wir auch in unserem Gewissen erleben können. Nicht nur die wir theoretisch haben, „ja, irgendwie muss ich jetzt annehmen aufgrund des Sachverhaltes des Wortes, dass Gott mich jetzt wohl irgendwie angenommen hat und gereinigt hat. Ich fühle mich zwar noch total unrein und mein Gewissen klagt mich an, noch und nöcher, aber irgendwie muss ich es jetzt so irgendwie annehmen“.

Das reicht nicht aus!

Sondern diese geistliche Ebene, unser Status vor Gott: „Ich bin rein, weil Er meine Sünde vergeben hat und weil Jesus für alle meine Schuld schon bezahlt hat“ – diese Reinheit soll auch gefühlt werden von mir in meinem Gewissen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.