Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 7 – Gottes Gerechtigkeit (75:00 bis 80:00)

 

Und je mehr wir das verstehen, um so mehr kommt das zustande eben, was die Psychologen „Urvertrauen“ nennen: Wir wissen, wir sind angenehm bei Gott und wir können zu Ihm kommen, Er ist nicht gegen uns. Und wenn tausend Mal die Gefühle sagen, das war’s jetzt, das war das allerletzte Mal, jetzt ist es vorbei, was denkst du, wie lange du die Geduld Gottes strapazieren kannst, das lässt es sich auch nicht bieten – das sind alles religiöse Lügen in unserer Seele – die wir durch klare Erkenntnis des Wortes Gottes allesamt zum Schweigen bringen können. Und dann spielt es auch keine Rolle, ob das unsere eigene Seele ist oder ob das vielleicht sogar ein religiöser Geist der Gesetzlichkeit und der Anklage ist, der über uns oder auf uns ist. Das spielt alles keine Rolle, weil wir eben durch unsere Dankbarkeit und durch unser Vertrauen in das Blut Jesu unser Gewissen beruhigen oder wie es einmal in 1 Joh heißt: „wir stillen unser Herz damit“.

1 Joh 3
19 Und daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und damit werden wir unsere Herzen vor Ihm stillen,
20 dass, wenn unser Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß.

Wenn uns unser Herz verdammt, dann wissen wir, Gott ist größer als unser Herz, und wir können vor Ihm unser Herz stillen.

Wir müssen das nicht naturgegeben hinnehmen, oh, heute spüre ich, dass Gott mit mir nicht besonders zufrieden ist, naja, ich hoffe auf morgen, dass vielleicht wieder besseres Wetter ist und dass er vergessen hat, was ich für ein schlimmer Kerl bin, und dann versuche ich es nochmal. Das sind Lügen in uns, und die müssen wir ausrotten!

Der Weg zu Gott ist offen! Durch das Blut, das Gott akzeptiert hat. Gott hat das Opfer von Golgatha ein für alle Mal akzeptiert und danach, seitdem, gibt es keine Opfer mehr. Hallelujah. Es gibt keine Opfer mehr. Du brauchst keine zu bringen, und der Priester braucht auch nicht für dich zu bringen, niemand braucht für dich zu bringen. Es gibt keine Opfer mehr, weil das alles schon erledigt ist und eingeschlossen ist in dieser einen Angelegenheit, dass Gott ein für alle Mal Schluss gemacht hat mit den Problemen Schuld und Sündenvergebung und Anklage des schlechten Gewissens.

Und so können wir dann wirklich eine Vertrauensbeziehung entwickeln, die immer stärker wird. Und unser Glaube an die Liebe Gottes wächst.

Und diese Erfahrung dann dazu führt, dass wirklich Gott zu einer Quelle der Lust und der Geborgenheit wird, und wo alles, was wir brauchen wirklich in Ihm ist. So lange Barrikaden von Schuld da sind, können wir nicht ungehindert in seine Nähe kommen. Und all das sind die Segnungen, die jeder Gläubige braucht. Wer das nicht hat, wird verbogen sein, wird immer krampfig sein, wird immer ungewiss sein über Gott und wird nie eine tiefe Liebe zu Gott, dem Vater entwickeln können, weil eine Unsicherheit und eine Angst da ist.

Und wenn diese Gerechtigkeit von uns erkannt wird, ergriffen wird, und sozusagen durch das Bekennen unseres Glaubens an das Blut Jesu aufgerichtet wird oder in Kraft gesetzt wird oder zur Wirkung, zur Anwendung kommt für uns, dann beschreibt das Neue Testament, dass eine ganze Reihe von anderen Segnungen dem dann auch noch folgen: Nur nach der Gerechtigkeit aus Glauben kommt Friede.

Man kann keinen Frieden haben mit Gott wenn nicht diese Gerechtigkeit da ist. Es ist nicht möglich. Friede kommt nach der Gerechtigkeit.

Genauso auch Freude. Freude setzt nämlich voraus, dass jemand zur Ruhe gekommen ist und Frieden hat. Ohne Frieden wiederum gibt es keine Freude. Ein angestrengter, gestresster Mensch – ich stell mir immer so einen Gewichtheber vor, ja? In dem kritischen Moment, wo er gerade stemmen will, er wird niemals entspannt lächeln! Es sei denn, er ist Statist oder irgendetwas in einem Witzfilm und das ist alles nur Pappe oder so. Aber wenn er wirkliche Gewichte hat, das ist ein angestrengter Moment. Und wer angestrengt ist, ist eben nicht entspannt, freudig lächelnd. Sondern er muss alles dransetzen, dass er es jetzt schafft.

Und so sind viele, viele Gläubige deswegen nicht entspannt. Weil sie immer alles dransetzen müssen, dass sie es jetzt wirklich schaffen. Und dieser Krampf hört auf wenn die Gerechtigkeit einzieht. Und eben, wie ich schon sagte, dann kommt die Liebe Gottes. Dann ist Bahn für die Liebe Gottes. Dann ist Bahn für Gebetserhörung.

1 Joh 3,19-22
19 Hieran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und wir werden vor ihm unser Herz zur Ruhe bringen,
20 dass, wenn das Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles kennt.
21 Geliebte, wenn das Herz uns nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott,
22 und was immer wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun.

Das habe ich eben schon gesagt: Wenn uns unser Herz verdammt, dann können wir wissen, Gott ist größer und wir können unser Herz stillen. Wir bringen unser Herz wieder in die richtige Position. Kühnheit vor Gott haben wir auch schon genannt.

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